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29

Engelmann Sensor GmbH

Rudolf-Diesel-Str. 24-28
69168 Wiesloch-Baiertal

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Bilanz - Aktiva
31.12.2007 31.12.2006
€ €
A. Anlagevermögen
I. immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte 185.750,00 245.046,00
2. geleistete Anzahlungen 189.776,29 9.418,39
375.526,29 254.464,39
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 825,00 1.530,00
2. technische Anlagen und Maschinen 641.930,00 531.040,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 703.766,96 832.440,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.699,85 10.956,67
1.360.221,81 1.375.966,67
III. Finanzanlagen 100.000,00 30.000,00
1.835.748,10 1.660.431,06
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.597.983,84 1.437.779,86
2. unfertige Erzeugnisse 323.256,87 133.641,92
3. fertige Erzeugnisse 366.951,10 68.239,13
2.288.191,81 1.639.660,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.930.783,19 1.400.984,33
2. Forderungen an verbundene Unternehmen 861.952,99 1.455.129,05
3. sonstige Vermögensgegenstände 284.906,72 63.383,94
4.077.642,90 2.919.497,32
III. Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten 439,09 313,54
6.366.273,80 4.559.471,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.459,14 16.297,00
8.237.481,04 6.236.199,83

Bilanz - Passiva
31.12.2007 31.12.2006
€ €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 450.000,00 450.000,00
II. Gewinnrücklagen 822.583,76 822.583,76
III. Verlustvortrag -1.118.858,60 -1.107.546,95
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.084.616,93 -11.311,65
1.238.342,09 153.725,16
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 838.837,00 850.512,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00
3. sonstige Rückstellungen 526.072,45 449.757,00
1.364.909,45 1.300.269,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.404.431,51 1.576.662,91
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.908.619,95 1.447.859,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 518.142,88 250,56
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.803.035,16 1.757.432,47
5.634.229,50 4.782.205,67
8.237.481,04 6.236.199,83

Gewinn- und Verlustrechnung


2007 2006
€ €
1. Umsatzerlöse 14.542.336,73 13.008.832,85
2. Bestandsveränderung 488.326,92 -343.610,07

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Gesamtleistung 15.030.663,65 12.665.222,78


3. sonstige betriebliche Erträge 357.164,19 224.453,62
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren -8.053.903,44 -7.346.646,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -43.988,69 -53.228,88
Rohergebnis 7.289.935,71 5.489.801,38
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.954.095,95 -2.811.813,38
b) 'soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters-
'versorgung und für Unterstützung -620.563,82 -614.346,38
'(davon für Altersversorgung 69.402,09€;
'im Vorjahr 71.028,94€)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen -417.613,61 -384.319,34
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.241.905,83 -1.531.998,64
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.777,22 3.759,59
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen/Ge-
sellschaftern 3.600,00€;
im Vorjahr 3.600,00€)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -196.349,05 -153.697,16
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 863.184,67 -2.613,93
11. außerordentliche Aufwendungen/
außerordentliches Ergebnis 229.138,47 0,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,52 0,01
12. sonstige Steuern -7.706,73 -8.697,73
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.084.616,93 -11.311,65

Anhang - Teil I
(1) Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der Engelmann Sensor GmbH, Wiesloch-Baiertal, für das Geschäftsjahr ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von
Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB i.V.m. § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach
dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Als Anschaffungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Geringwertige Anlagegüter wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte bezüglich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der unfertigen Erzeugnisse zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und bezüglich der
fertigen Erzeugnisse nach der retrograden Methode unter Beachtung des Niederstwertprinzips und des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung.

Die Forderungen sind zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und entsprechen den voraussichtlichen Erfordernissen. Die Pensionsrückstellungen sind nach § 6 a EStG bewertet. Bei
den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen, für Verpflichtungen aus Urlaubslöhnen und
Urlaubsgehältern, Überstundenverpflichtungen, für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und diverse sonstige Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag bilanziert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern, Verbindlichkeiten im
Rahmen der sozialen Sicherheit und eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der ehemaligen Gesellschafterin (Engelmann Holding GmbH & Co KG). Weiterhin sind enthalten
eine Verbindlichkeit aus einer typisch stillen Beteiligung mit der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH, Stuttgart, und
Restschuldverpflichtungen aus Mietkaufverträgen.

(3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB betreffen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen mit Restlaufzeiten bis zu 52 Monaten. Die
finanzielle Verpflichtung hieraus beträgt T€ 410 (i.V. T€ 382).

(4) Mitglieder der Geschäftsführung

Zu alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind bestellt:

Herr Dr. Hermann Brendecke, Alzenau


Herr Dominique Patrick Huss, Worms (ab 17. April 2007)

Herr Dr. Brendecke ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Anhang - Teil II
(5) Vorräte 31.12.2007 31.12.2006
€ €
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.597.983,84 1.437.779,86
unfertige Erzeugnisse 323.256,87 133.641,92
fertige Erzeugnisse 366.951,10 68.239,13
2.288.191,81 1.639.660,91
(6) Forderungen und 31.12.2007 31.12.2006
sonstige Vermögens- € €

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gegenstände Forderungen aus Liefe-


rungen und Leistungen 2.930.783,19 1.400.984,33
Forderungen an verbundene
Unternehmen 861.952,99 1.455.129,05
sonstige Vermögens-
gegenstände 284.906,72 63.383,94
4.077.642,90 2.919.497,32
davon mit einer Restlauf-
zeit von mehr als einem Jahr:
a) Forderungen aus Liefe-
rungen und Leistungen 0,00 0,00
b) Forderungen an verbundene
Unternehmen 0,00 0,00
c) sonstige Vermögens-
gegenstände 6.313,24 51.313,24
6.313,24 51.313,24
31.12.2007 31.12.2006
€ €
(7) flüssige Mittel Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditin-
stituten 439,09 313,54
31.12.2007 31.12.2006
€ €
(8) aktive Rechnungsab-
grenzungsposten 35.459,14 16.297,00
31.12.2007 31.12.2006
€ €
(9) Rückstellungen Pensionsrückstellungen 838.837,00 850.512,00
Steuerrückstellungen 0,00 0,00
sonstige Rückstellungen 526.072,45 449.757,00
1.364.909,45 1.300.269,00
31.12.2007 31.12.2006
€ €
(10) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 1.404.431,51 1.576.662,91
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 1.908.619,95 1.447.859,73
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 518.142,88 250,56
sonstige Verbindlich-
keiten 1.803.035,16 1.757.432,47
5.634.229,50 4.782.205,67
Restlaufzeiten < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
€ € €
Verbindlichkeiten gegen-
über Kreditinstituten 1.397.905,51 6.526,00 0,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 1.908.619,95 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 518.142,88 0,00 0,00
sonstige Verbindlich-
keiten 1.140.646,44 132.868,72 529.520,00
4.965.314,78 139.394,72 529.520,00

im Vorjahr 4.125.757,98 156.447,69 500.000,00


31.12.2007 31.12.2006
€ €
Zu den sonstigen Verbindlichkeiten:
davon
a) aus Steuern 234.644,45 282.170,23
b) im Rahmen der sozialen
Sicherheit 0,00 0,00
2007 2006
€ €
(11) Rohergebnis Umsatzerlöse 14.542.336,73 13.008.832,85
Bestandsveränderung 488.326,92 -343.610,07
sonstige betriebliche Erträge 357.164,19 224.453,62
Materialaufwand -8.097.892,13 -7.399.875,02
7.289.935,71 5.489.801,38
2007 2006
(12) periodenfremdes € €
Ergebnis a) periodenfremde Er-
träge
Erträge aus Anlagenabgängen 724,00 0,00
Erträge aus der Auflösung von
Pauschalwertberichtigungen
zu Forderungen 0,00 0,00
Erträge aus der Auflösung von
Einzelwertberichtigungen
zu Forderungen 0,00 0,00
übrige periodenfremde 3.736,99 0,00
4.460,99 0,00
b) periodenfremde Auf-
wendungen
Verluste aus Anlagenabgängen 0,00 0,00
Zuführung zur Pauschal-
wertberichtigung 9.260,00 3.190,00
Zuführung zur Einzel-
wertberichtigung 500,00 0,00
Forderungsverluste 0,00 0,00
sonstige Posten 0,00 0,00
9.760,00 3.190,00
-5.299,01 -3.190,00

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2007 2006
€ €
(13) Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 2.954.095,95 2.811.813,38
b) soziale Aufwendungen 620.563,82 614.346,38
3.574.659,77 3.426.159,76
davon für Alters-
versorgung 69.402,09 71.028,94
durchschnittliche Anzahl der Be-
schäftigten zum 2007 2006
Anzahl (ohne Auszubildende) = 115 102
2007 2006
€ €
(14) Steuern vom Ein-
kommen und Ertrag Körperschaftsteuer lfd. Jahr 0,00 0,00
Körperschaftsteuer Vorjahre 0,00 0,00
Solidaritätszuschlag lfd. Jahr 0,00 0,00
Solidaritätszuschlag Vorjahre -0,52 -0,01
anrechenbare Steuern 0,00 0,00
Gewerbesteuer lfd. Jahr 0,00 0,00
Gewerbesteuer Vorjahre 0,00 0,00
-0,52 -0,01
(15) Bezüge nach § 285 Bezüge der Hinterbliebenen von Geschäftsführern:
Nr. 9 b HGB

Pensionszahlungen 65.907,60
Rückstellung für laufende Pensionen 838.837,00
Wiesloch-Baiertal, im Januar 2008
Die Geschäftsführer

Anhang - Anlagespiegel
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag Zugänge Umbu- Abgänge Stand
01.01.2007 chungen 31.12.2007

1 2 3 4 5
€ € € € €
I. immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz-
rechte und ähnliche Rechte und
Werte 608.357,37 6.257,50 0,00 0,00 614.614,87
2. geleistete Anzahlungen 9.418,39 180.357,90 0,00 0,00 189.776,29
617.775,76 186.615,40 0,00 0,00 804.391,16
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.527,90 0,00 0,00 0,00 3.527,90
2. technische Anlagen und Maschinen 961.040,69 211.208,16 0,00 0,00 1.172.248,85
3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 2.764.268,99 100.614,91 21.750,00 9.174,70 2.877.459,20
4. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 10.956,67 42.333,18 -21.750,00 17.840,00 13.699,85
3.739.794,25 354.156,25 0,00 27.014,70 4.066.935,80
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000,00 70.000,00 0,00 0,00 100.000,00
30.000,00 70.000,00 0,00 0,00 100.000,00
4.387.570,01 610.771,65 0,00 27.014,70 4.971.326,96
*) Diese Abgänge betreffen Umgliederungen von Werkzeugen in das Umlaufvermögen
Abschreibungen
Vortrag Abschreibungen Umbu- Anges. Abschrei- Stand
01.01.2007 des chungen / bungen auf Abgänge 31.12.2007
Geschäftsjahres Zuschreibungen in der Spalte 4
6 7 8 9 10
€ € € € €
I. immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz-
rechte und ähnliche Rechte und
Werte 363.311,37 65.553,50 0,00 0,00 428.864,87
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
363.311,37 65.553,50 0,00 0,00 428.864,87
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.997,90 705,00 0,00 0,00 2.702,90
2. technische Anlagen und Maschinen 430.000,69 100.318,16 0,00 0,00 530.318,85
3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1.931.828,99 251.036,95 0,00 9.173,70 2.173.692,24
4. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.363.827,58 352.060,11 0,00 9.173,70 2.706.713,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.727.138,95 417.613,61 0,00 9.173,70 3.135.578,86
Buchwert
31.12.2007 31.12.2006

11 12
€ €
I. immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz-
rechte und ähnliche Rechte und
Werte 185.750,00 245.046,00
2. geleistete Anzahlungen 189.776,29 9.418,39
375.526,29 254.464,39

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II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 825,00 1.530,00
2. technische Anlagen und Maschinen 641.930,00 531.040,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 703.766,96 832.440,00
4. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 13.699,85 10.956,67
1.360.221,81 1.375.966,67
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 30.000,00
100.000,00 30.000,00
1.835.748,10 1.660.431,06

Lagebericht

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1. Entwicklung der Branche

Der Markt für Geräte zur verbrauchsorientierten Heizkostenabrechnung ist wenig konjunkturanfällig und damit langfristig stabil. In Deutschland ist der Markt weitgehend
gesättigt, aber durch die 5-jährige Eichperiode für Wärmezähler findet ein regelmäßiger Austausch der Geräte statt, der damit auch in Deutschland zu einem kontinuierlichen
Umsatz führt.

Durch die Harmonisierung des Eichrechts in der Europäischen Union Ende 2006 (MID = Measurement Instrument Directive) ist der Verkauf von Wärmezählern in andere EU-
Staaten für uns einfacher geworden. Durch die drastische Erhöhung der Energie- und Wasserpreise in vielen osteuropäischen Ländern ist das Interesse an
verbrauchsorientierten Heizkosten- und Wasserabrechnungen deutlich gestiegen. Mittlerweile sind wir in sechs osteuropäischen Ländern durch Händler vertreten, die das
Geschäft in ihren jeweiligen Märkten sukzessive ausbauen. In 18 weiteren osteuropäischen Ländern (vorwiegend die GUS- sowie die baltischen Staaten) bearbeiten wir zur
Zeit mit Hilfe einer professionellen Vermittlungsagentur den Markt für Wärme- und Wasserzähler sowie für Prepaidsysteme.

Auch in China und einigen anderen südostasiatischen Ländern wird der Druck stärker, Heiz- und Kühlenergie einzusparen. Unsere eigene Vertriebsfirma „Engelmann Heat
Meter Beijing Ltd.“ hat zusammen mit einem international agierenden Partner größere Aufträge gewonnen, die in 2007 zu einem Umsatz von knapp 500 T€ geführt haben.

Da in neuen Gebäuden sowohl in Deutschland wie in Europa und Südostasien vorwiegend Wärmezähler und immer weniger Heizkostenverteiler, die wir nicht im Programm
haben, installiert werden, wächst der Markt für alle Wärmezähleranbieter deutlich. Da derzeit keine neuen Anbieter in Europa dazukommen, besteht für die derzeitigen
Hersteller eine gute Chance, kräftig mit dem Markt mitzuwachsen. In dem relativ stark gesättigten Markt Deutschland geht das allerdings weiterhin nur über Verdrängung.

Der Markt für Temperaturregistriergeräte für temperaturgeführte Lebensmitteltransporte (Cargostor) ist auf niedrigem Niveau weiterhin stabil.

1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

In 2007 konnte der Umsatz der Engelmann Sensor GmbH insgesamt um 11,8% auf 14,5 Mio€ gesteigert werden. Insbesondere im Ausland konnten wir neue Kunden
gewinnen und im Inland das Geschäft mit den bestehenden Kunden ausbauen. Die Steigerungen wurden vor allem im Inland (21,8%) trotz Wegfall des Kunden Minol sowie
im europäischen Ausland (62%) und in China (knapp 140%) erzielt. Der Umsatz mit dem Hauptkunden Ista ist lediglich um 1,2% gestiegen. Damit schrumpfte der Anteil
unseres Hauptkunden Ista am Gesamtumsatz von 59% in 2006 auf 50% in 2007 und damit auch die Abhängigkeit von ihm.

1.3. Produktion und Lager

Auch in 2007 wurden in der gesamten Produktion deutliche Qualitätsverbesserungen und Leistungssteigerungen erzielt. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess wird
weiterhin vorangetrieben. Auch in 2007 haben die Produktionsmitarbeiter in der in 2004 eingeführten Organisationsstruktur der „Selbststeuernde Produktionsgruppen“ ihre
hohe Flexibilität, ihr Engagement und ihr Verantwortungsbewusstsein gut demonstrieren können. Ohne das Engagement der Mitarbeiter und die neue Organisationsform wäre
der stark steigende Auftragseingang nicht zu bewältigen gewesen.

1.4. Beschaffung

Auch in 2007 haben wir die strategisch wichtigen Lieferanten in unsere Entwicklungsprozesse mit einbezogen. Der in 2006 begonnene Aufbau von Zweitlieferanten für
wichtige Komponenten ist weitgehend abgeschlossen. Auch für die eigene Elektronikbestückung wurde ein externer Zweitlieferant qualifiziert. Mit allen wesentlichen
Lieferanten sind Lieferverträge abgeschlossen.

1.5. Investitionen

Aufgrund der sehr angespannten Liquiditätssituation wurden nur die notwendigsten Investitionen durchgeführt. Unter anderem wurden die Produktionskapazitäten in der
Montage nochmals erweitert und verbesserte Prüfeinrichtungen in der Durchflusssensor-Produktion (zweiter Prüfstand) angeschafft.

1.6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. –vorhaben

Aufgrund der negativen Ergebnisses in 2005 und 2006 mussten das ganze Jahr 2007 stets die vollen Kreditlinien in Anspruch genommen werden. Zusätzliche Kredite für
Investitionen konnten nicht aufgenommen werden. Die oben beschriebenen Investitionen wurden daher vollständig aus dem laufenden Geschäft finanziert. Die von unseren
Kunden geforderte umfangreiche Vorfertigung für den Jahresanfang 2007 wurde durch zusätzliche Saisonkredite finanziert, die bis Ende Februar 2008 zurückgezahlt werden
müssen.

1.7. Personal- und Sozialbereich

Die Entwicklung wurde noch einmal um zwei Ingenieure und einen Techniker aufgestockt. Zusätzlich wurde ein kaufmännischer Leiter im Anfang Dezember eingestellt.

1.8. Umwelt

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Das Unternehmen stellt keine umweltbedenklichen Produkte her, noch werden in der Produktion umweltbelastende Stoffe oder Prozesse eingesetzt. Die verwendeten
Batterien werden ordnungsgemäß dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt.

1.9. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Herr Dominique Huss wurde zum Geschäftsführer ernannt.

2. Darstellung der Lage

2.1. Vermögenslage

Mit einem operativen Ergebnis von 862 T€ und einem durch eine Körperschaftssteuer-Rückerstattung beeinflussten Jahresergebnis von 1.085 T€ ergibt sich eine
Eigenkapitalquote von 15% (ohne MBG-Beteiligung).

2.2. Finanzlage

Aufgrund des sehr schlechten Ergebnisses in 2006 mussten in 2007 praktisch über das ganze Jahr die Kreditlinien der beiden Hausbanken zu 100% in Anspruch genommen
werden. Lieferanten konnten trotz positiver Ergebnisse nicht mit Skonto bezahlt werden, was alleine zu einem nicht realisierten Gewinn von mindestens 140.000 € geführt
hat. Investitionen mussten wieder wie 2006 aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden.

2.3. Ertragslage

Nach einem Verlust von 11 T€ in 2006, getrieben durch eine außerordentliche Verschrottungsaktion in Höhe von 335 T€, konnte in 2007 ein ordentliches
Unternehmensergebnis von 862 T€ (Vorjahr 327 T€) erwirtschaftet werden. Damit lagen wir gut 20% über unserer eigenen Prognose von 700 T€ (siehe Lagebericht 2006).

3. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Der wesentliche Umsatz des Unternehmens fließt in den seit Jahren stabilen und gut überschaubaren Wärmeabrechnungsmarkt (Zulassungs- und Eichpflicht der Produkte).
Die Wettbewerber sind bekannt. Die Harmonisierung des europäischen Eichrechts (MID) erleichtert uns auf der einen Seite den Zugang zu ausländischen Märkten, erleichtert
für ausländische Wettbewerber ebenfalls den Zugang zum deutschen Markt. Allerdings sind die großen ausländischen Wettbewerber bereits vorher im deutschen Markt tätig
gewesen, so dass insgesamt für Deutschland keine wesentlichen Änderungen zu erwarten sind. Trotzdem müssen gerade kleinere ausländische Wettbewerber zukünftig
besser beobachtet werden.

Die eingesetzten Technologien zur Herstellung der Produkte unterliegen durchaus einem Wandel, der gut verfolgt und in das Unternehmen integriert wird, der sich aber
aufgrund der Zulassungs- und Eichpflicht sowie der sehr langen Einsatzzeiten der Produkte nur langsam vollzieht.

Dank des weltweit weiter wachsenden Marktes haben die Chancen für uns erheblich zugenommen. Durch unsere Erfolge im deutschen Markt und dem damit entstandenen
Verdrängungswettbewerb geraten die Wärmezählerpreise in Deutschland unter zur Zeit noch moderaten Druck. Bisher konnten die dadurch entstandenen
Deckungsbeitragsreduzierungen durch Kostenreduzierungen im Einkauf und Rationalisierung in der Produktion wieder kompensiert werden. In China sind wir zum größten
Anbieter für Wärmezähler aufgestiegen.

Die Zusammenarbeit mit unserem größten Kunden Ista konnte weiter verbessert werden, so dass wir ab März 2008 wieder zu 100% den Wärmezählerbedarf decken werden.

Da die neu gewonnenen 130 Kunden auch in 2007 nur einen Teil ihrer Bedarfe bei Engelmann gedeckt hatten, gehen wir in 2008 von einer weiteren Umsatzsteigerung bei
diesen Kunden aus. Zusätzlich erschließen sich uns in Osteuropa, in Nahost (Kältezähler) und in Asien neue, schnell wachsende Märkte, auf denen wir mit unseren neuen,
qualitativ hochwertigen und kostenoptimierten Produkten sehr gute Chancen haben. Insgesamt werden daher die Aussichten für 2008 als sehr positiv bewertet.

Ende 2006 sind wir von vielen Versorgern aus Schwellenländern, aus den GUS-Staaten und China nach einem zuverlässigen Prepaid-System für Wasser, Wärme, Gas und
Strom angesprochen worden, da das nachträgliche Bezahlen in diesen Ländern nicht funktioniert und teilweise bis zu 40% der Kunden nicht bezahlen. Wir haben daher in
2007 ein sehr sicheres und einfach zu bedienendes Prepaid-System entwickelt, dass in 2008 in mehreren Teststellungen im Sudan, in China, Indien und Russland eingebaut
wird.

4. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

4.1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres (§289, Abs.2, Nr.1 HGB)

Es sind keine Vorgänge aus 2007 bekannt, die von besonderer Bedeutung wären (Stand 31.01.2007).

4.2. Voraussichtliche Entwicklung (§289, Abs.2, Nr.2 HGB)

Der Ende 2007 stark angezogene Auftragseingang hat sich im Januar 2008 eher noch verstärkt. Jeden Monat gewinnen wir sowohl in Deutschland, in Europa wie in China
(über unsere Tochterfirma) weiter neue Kunden. Mit diesen neuen (kleineren) Kunden erwirtschaften wir prozentual deutlich bessere Deckungsbeiträge als mit unserem
Hauptkunden. Aufgrund der bisherigen Zahlen rechnen wir daher in 2008 mit einer Umsatzsteigerung von gut 10% und einem ordentlichen Unternehmensergebnis von über 1
Mio€. Aufgrund neuer Produkte, Kunden und Absatzmärkten erwarten wir in 2009 eine überproportionale Steigerung des Umsatzes und Ergebnisses.

4.3. Forschung und Entwicklung (§289, Abs.2, Nr.3 HGB)

Der Entwicklungsbereich wird auch in 2008 noch einmal personell erweitert, um mit den neuen Produkten und Technologien noch schneller auf den Markt zu kommen.

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4.4. Bestehende Zweigniederlassungen (§289, Abs.2, Nr.4 HGB)

Neben der seit Mitte 2006 zugelassenen und seit Oktober arbeitsfähigen „Engelmann Heat Meter Beijing Ltd.“ sind für 2008 keine weiteren Niederlassungen, Beteiligungen
oder Firmengründungen vorgesehen.

4.5. Spezialgesetzliche Angabepflichten

Unseres Wissens unterliegt das Unternehmen keiner über das normale Maß hinausgehenden Verpflichtung zur Angabe von Informationen.

Wiesloch-Baiertal, den 31. Januar 2008

Die Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk
Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 der Engelmann Sensor GmbH, Wiesloch-
Baiertal, und dem als Anlage 4 beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

„Wir haben den Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang) unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
Engelmann Sensor GmbH, Wiesloch-Baiertal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von
Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter
Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungs-
mäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch
den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über
das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des
rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie
die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden
Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Mannheim, den 8. Februar 2008

Schäfer & Partner GmbH


WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT · STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Prof. Dr. Harald J. Schäfer Reinhard Darmstadt


(Wirtschaftsprüfer) (Wirtschaftsprüfer)

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