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„Pfarrbrief der Katholiken Deutscher Sprache in Kolumbien“

Dezember > Januar 2020 Jahrgang 61

Tarifa Postal Reducida Servicios Postales Nacionales S.A. No 2017-273 4-72, vence 31 de Diciembre 2020
1
Inhalt
Spirituelles
Wort des Pfarrers. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Weihnachtslieder . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 - 7
Herausgegeben
von der Drei heilige Frauen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Katholischen Pfarrgemeinde Legende über Nikolaus von Myra. . . . . . 10
St. Michael
Wie sag' ich's Gott?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Pfarrer
Gregorius Martin Hermann Bayer ORC Nie vergessen: Jesus liebt dich. . . . . . . . . 15
Handy: 314 470 21 87
gregoriusbayer@gmail.com Heute ist euch der Heiland geboren!. . . 16

Kirchenratvorsitzende Bibelwort. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Rosemarie Heusser de Trujillo
Kikeriki: Weihnachtsbriefe. . . . . . . . . . . . . 19
Pfarrbüro
Sabine Heidenreich Gott trifft Jesús. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Bürozeit
Montag bis Freitag Unsere Pfarrei
8:30 h - 11:30 h
Carrera 32A No. 28 - 08 Pfarrnachrichten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Tel. (57 1) 244 33 28 - 369 0530 Pfarrkalender. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Handy: 316 622 84 93
Bogotá - Kolumbien Geburtstage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
st_michael_erz@yahoo.de
Verschiedenes
Michael Online Für Alt und Jung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Wir haben eine Webseite!
Ab jetzt finden Sie uns unter
folgender Adresse:

Titelseite

„St. Leonhard, Regensburg“


Foto von Michael Tillman
www.stmichaelbogota.org.co

2
Spirituelles
Liebe Mitglieder
und Freunde der
Pfarrei St. Michael!

Ich möchte Sie ganz herzlich


grüßen, denn die meisten
von Ihnen habe ich seit Beginn der
und ernstzunehmende Ärzte und
Wissenschaftler. Das ganze Theater
mit dem Coronavirus wurde von
Quarentäne nicht mehr gesehen. der verborgenen Weltregierung
Seit einigen Wochen feiern wir inszeniert um uns glauben zu
wieder die deutsche Pfarrmesse am machen, dass wir die anstehende
Sonntag um 10 Uhr. Ich möchte Impfung unbedingt brauchen.
Sie herzlich dazu einladen und Das wird wieder eine riesen
Sie ermuntern sich nicht weiter Einnahmequelle für die Mächtigen
einschüchtern zu lassen von den der Welt sein, weil sie ihre Akzien
Medien, so dass Sie sich nicht in den Pharmakonzernen haben
trauen aus dem Haus zu gehen. Der und am Verkauf jeder Impfung
Coronavirus ist nicht gefährlicher Geld verdienen.
als eine Grippenwelle zur kalten
Jahreszeit – so sagen namhafte

3
Ich weiss, dass die Impfung bald den Coronavirus bekämpft, aber
schon massenweise durchgeführt andere Nebenwirkungen hat.
werden wird. Deswegen möchte ich
Sie nochmals ermahnen sich nicht Es gibt Stimmen, die sagen, dass
impfen zu lassen. Der Coronavirus der Impfstoff Material von abgetrie-
ist nicht so gefährlich, dass man benen Kindern verwendet. Wenn
eine Impfung brauchen würde. Es das wahr ist, dann ist das ein mo-
ist völlig unethisch dass sie uns eine ralischer Grund die Impfung nicht
Impfung verkaufen wollen, ohne zu anzunehmen.
sagen was sie enthält. Am Ende steht
niemand für die Todesfälle da, der Ärzte sagen, dass die Impfung die
die Rechenschaft übernehmen wird. ADN (die Erbinformation) bleibend
Die Impfung wurde nicht lange ge- verändern und schädigen wird. Das
nug erprobt, so dass man ihr nicht dürfte der Grund sein, warum ge-
trauen kann – das ist das Urteil von sagt wird, dass in einer zukünftigen
namhaften Wissenschaftlern. In- anderen Pandemie, der Organismus
zwischen wurden bereits schädliche des geimpften Menschen nicht wi-
Nebenwirkungen bei Menschen, die derstandsfähig sein wird und ster-
geimpft wurden, festgestellt. Auch ben wird. In Italien sind gerade dort
wenn die Pandemie auf eine baldi- viele Menschen am Coronavirus
ge Lösung drängt, kann man doch gestorben, weil sie kurz zuvor eine
nicht eine Impfung annehmen, von Impfung erhalten hatten (vermut-
der man schon weiss, dass sie zwar lich gegen Grippe). Die verborgene

Tel: (1) 906 3172 E-mail: willianfcardenas@gmail.com


Cel: 310 243 3181 Web: www.williancardenas.com

4
Weltregierung will einen Großteil Vielen von Ihnen mag das wie ein
der Menschheit ausrotten, weil sie Traum vorkommen, aber leider ist
der Meinung sind, dass diese Welt das die traurige Wirklichkeit. Dass
nicht so viele Menschen ernähren in einem Land wie den USA die
kann. Auf jeden Fall wollen sie ihre Wahlen manipuliert werden und
Ansprüche nicht reduzieren, weil ein Kandidat als Sieger ausgerufen
andere Mitmenschen ihre Rechte wird bevor die zuständige Autori-
einfordern könnten. tät ihr letztes Wort gesprochen hat,
sind Zeichen, die darauf hindeu-
Ein großes Problem ist, dass wohl ten, wieviel Macht die verborgenen
mit der Impfung gegen den Corona- Weltregierung bereits hat und dazu
virus auch das Mikrochip oder sei- verwendet um alles in ihrem Sinne
ne Bestandteile eingeimpft werden, zu manipulieren. Ich weiss, dass ge-
wodurch wir ein GPS ständig in
nügend andere Stimmen Ihnen das
uns tragen, was der Weltregierung
Gegenteil anraten werden: Sobald
erlaubt uns auf Schritt und Tritt zu
wie möglich die Impfung anzuneh-
überwachen und sogar auf Distanz
men. Ich habe Sie jedoch rechtzei-
zu beeinflussen. Die 5G-Antennen
(in China sind sie bereits bei 6G) tig gewarnt. Ich würde es vorziehen
haben den Sinn diese Mikrochips Ihnen etwas Frommes zu schreiben,
lesen zu können. Aus diesem Grund aber das Gesagte ist sehr dringend.
werden wir dazu erzogen eine Di- Seit ich im Kanal YouTube gegen
stanz von 1,5-2 Metern zu halten, die Impfung öffentlich geredet
weil die Lektoren verwirrt werden, habe, werden mir meine Messen
wenn die Information von mehreren von einem Hacker angegriffen, so
Chips auf ein Mal eingelesen wird. dass oft die Messen vor Ende von
fremder Hand plötzlich abgebro-
Ich rate Ihnen sich nicht impfen zu chen wurden. Diejenigen, die den
lassen. Ich ziehe es vor Sie lebend Kanal YouTube in den Händen
weiterzubegleiten. Sie werden bald haben, gehören eben auch zu den
sehen, dass diese Dinge auch nach Mächtigen der Welt, die unbedingt
Kolumbien kommen werden, aber die Impfung anbringen wollen.
jeder Einzelne hat das Recht und
die moralische Pflicht sich gegen Ich grüße und segne Sie,
eine derartige Ungerechtigkeit und
einen Massenmord aufzulehnen. IHR P. GREGORIUS BAYER ORC

5
Advent, Advent, eins Lichtlein brennt
Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt.
Erst ein, dann zwei,
dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.
Einige Kinder ergänzen:
Und wenn die fünfte Kerze brennt,
dann hast du Weihnachten verpennt!
(Verfasser unbekannt)

6
Wir sagen euch an den lieben Advent
Weihnachtslieder

2. Wir sagen euch an den lieben Advent.


Sehet, die zweite Kerze brennt.
So nehmet euch eins um das andere an,
wie auch der Herr an uns getan!
Freut euch, ihr Christen! Freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.

3. Wir sagen euch an den lieben Advent.


Sehet, die dritte Kerze brennt.
Nun tragt eurer Güte hellen Schein
weit in die dunkle Welt hinein.
Freut euch, ihr Christen! Freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.

4. Wir sagen euch an den lieben Advent.


Sehet, die vierte Kerze brennt.
Gott selber wird kommen, er zögert nicht.
Auf, auf, ihr Herzen, werdet licht.
Freut euch, ihr Christen! Freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.

7
N eben Barbara ist die heilige Lucia
(Gedenktag: 13. Dezember), die zweite
Märtyrerin des 3. Jahrhunderts, derer
wir im Advent gedenken. Sie hatte ewige
jungfräulichkeit gelobt und verschenkte ihr Erbe
an die Armen. Ihr zurückgewiesener Verlobter
lieferte sie deshalb dem Märtyrertod aus.
Weil sie auch im Dunkein auf dem Weg zu den
Armen beide Hinde für ihre Gaben frei haben
wollte, setzte sie sich einen Lichterkranz auf
den Kopf, was im skandinavischen Brauchtum
aufgegriffen wird.

I m Advent gedenken wir


zweier heiliger Frauen
aus ganz unterschiedlichen
dort lernte sie innerlich sehen.
Allen, die zu ihr auf den
Odilienberg im Elsass pilgern,
Epochen: Barbara (Gedenktag öffnet sie bis heute die Augen
4. Dezember) musste im 3. für das Wesentliche.
Jahrhundert sterben, weil ihre
Entscheidung, als Christin
unverheiratet für Gott zu
leben, den Vorstellungen ihres
Vaters nicht entsprach. Odilia
(Gedenktag 13. Dezember,
660-720, 1.300. Todestag)
kam blind zur Welt. Ihr Vater
wollte sie deshalb töten. Ihre
Rettung war ein Kloster;

8
Cra. 46 No. 20A - 62 Bogotá - Colombia
P.O. Box 10190
Tels: (+571) 369 1223 - 269 0021 - 269 0082
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E-mail: beba@beba.com.co

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• TINTAS SERIGRÁFICAS Y TAMPOGRÁFICAS
• INSUMOS PARA TAMPOGRAFÍA

9
Legende über Nikolaus von Myra

6. Dezember Nikolaustag Vom Weinen wurde er so müde,


dass er sich schlafen legen wollte.

V or langer, langer Zeit, lebte im


fernen Morgenland ein Knabe,
der Nikolaus hiess. Seine Mutter
Dabei stiess er einen Tonkrug um
und fand darin viele Schriftrollen.
Eine davon ergriff er und begann
und sein Vater waren an einer bösen darin zu lesen:
Krankheit gestorben. Er weinte Tag
„Es war einmal ein armer reicher
und Nacht. Seine Eltern hatten Mann, der den Armen nicht einmal
ihm grossen Reichtum hinterlassen: die Reste seines Essens gönnte und
Gold und Silber, Edelsteine, ihnen nie etwas gab. Als er starb,
Länder, Schlösser und Paläste. In kamen keine Engel, um ihn in den
seinem Stall standen schneeweisse Himmel zu tragen.“
Pferde, Schafe und Esel.
„Gleiche ich nicht dem reichen
Doch Nikolaus war so traurig, dass Mann aus dieser Geschichte?“,
dachte Nikolaus. „Auch ich bin
er sich darüber nicht freuen konnte.
schön gekleidet und habe von
Er fühlte sich arm und verlassen. allem im Überfluss. Die Bettler
Selbst die Tiere spürten, dass er draussen beim Stadttor aber habe
betrübt war. Sein Eselchen drängte ich vergessen. Morgen will ich
sich zu ihm und tröstete ihn. rechtzeitig aufbrechen und mich

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nach ihnen umsehen.“ Mit diesen wänder, und du wirst reich belohnt
Gedanken schlief er ruhig und werden dafür.“ Es war zwar nicht
ohne Tränen ein. Brauch, dass man auf vornehmen
Kleidern grosse Taschen hatte, aber
Ganz früh am Morgen schlich er der Schneider tat es trotzdem.
sich zum Palast hinaus. Die leeren
Gassen kamen ihm unheimlich Vergnügt spazierte Nikolaus in sei-
und fremd vor. Früher war er nem weiten, roten Mantel durch
jeweils mit seiner Mutter hierher seinen Garten. Er pflückte Nüsse,
gegangen, um den Armen Speisen, Äpfel und Mandarinen und füllte
Salben und Decken zu bringen. damit seine neuen Taschen.
„Wir sind reich“, hatte die Mutter
zu ihm gesagt. „Wir wollen teilen Zum zweiten Mal an diesem
mit denen, die ärmer sind als wir. Tag schlich er sich hinaus zu den
Gott ist es, der uns alles gegeben engen Gassen, wo die Kinder der
hat. Weil wir uns darüber freuen, Armen herumhockten und spielten.
versuchen auch wir, die anderen Nikolaus griff in seine vollen
glücklich zu machen.“ Taschen und warf die Früchte und
Nüsse in die Menge der Kinder. Sie
Endlich erreichte Nikolaus das stürzten sich voller Freude darauf,
Stadttor. Als er zu den Ärmsten der und ehe sie sich umsahen, war
Stadt kam, verteilte er ihnen alles, Nikolaus verschwunden.
was er hatte: seine Goldketten,
Ringe und Gewänder. Da staunten Von diesem Tag an war die grosse
die Bettler und lachten vor Freude. Traurigkeit von ihm genommen.
Nikolaus sprang hoch auf und eilte Wollte sie wieder zurückkehren,
glücklich nach Hause. Sein Herz füllte er seine Taschen und zog
wurde leicht, und seine Augen mit seinem Eselchen zum Stadttor.
wurden ganz hell. Er meinte, er Er half den Kranken, gab den
hätte die Welt noch nie so schön Hungrigen zu essen und beschenkte
gesehen. die Kinder. Glücklich kehrte er
dann nach Hause zurück.
Nikolaus liess in aller Eile seinen
Schneider zu sich kommen und Nikolaus wuchs heran - er war
sprach: „Nähe mir noch heute ein guter Junge. Berühmte Lehrer
grosse Taschen auf alle meine Ge- unterrichteten ihn und lehrten ihn

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aus der Bibel. Und Gott hatte ihm den Ältesten der Gemeinde: „Der
ein gutes Herz geschenkt. Wo er erste Mensch, der am nächsten
Not und Elend sah, schenkte er mit Sonntag vor der Kirchentüre steht,
vollen Händen. Als er einmal zum soll der neue Bischof werden.“ Nun
Gottesdienst in die Kirche trat, lenkte Gott es so, dass Nikolaus
hörte er die Worte Jesus: „Willst du nach seiner Heimkehr schon in
mir angehören, so verschenke alles, aller Früh vor der Kirche eintraf.
was du hast und gib es den Armen.
Er wurde ins Gotteshaus geführt
Komm und folge mir.“ Über diese
und auf den Bischofsstuhl gesetzt.
Worte dachte Nikolaus sehr oft
Von allem Volk bejubelt, trat er
nach. Sie liessen ihn nun nicht mehr
los. Er rief seinen Hausmeister und ins Freie. Vor der Tür stand ein
befahl ihm: Nimm mein Geld und altes graues Eselchen. Es erkannte
meinen Hof. Verkaufe alles, was ich seinen ehemaligen Herrn und rieb
habe und gib es den Armen. Denn seinen Kopf voller Freude an dessen
ich will mich aufmachen und ins Schulter. Von nun an wurde es sein
Heilige Land ziehen, wo unser Herr treuer Begleiter.
gelebt hat.
Nikolaus sorgte für seine Christen,
Nikolaus verliess alles, was ihm lieb wie ein Hirte für seine Schafe. Er
war. Auf seiner Reise geriet er oft schützte sie und betete mit ihnen.
in grosse Not, aber er bleib immer Nach vielen Jahren gab es eine
fröhlich dabei. Er zog durch das grosse Hungersnot im Land. Frost,
Land und predigte das Wort Gottes Hagel und Hitze hatten die Ernte
und Geschichten aus der Bibel. Erst vernichtet. Als Bischof Nikolaus
nach vielen Jahren erschien ihm
herumzog, sah er Not und Elend.
ein Engel im Traum und sprach:
Der Hunger der Kinder war gross.
„Kehre in deine Heimat zurück
und mache dort den Namen Gottes Nachts lag er wach und bat Gott
gross.“ um Hilfe.

In Myra, nicht weit von seiner Eines Morgens stieg Nikolaus schon
Heimatstadt, war der alte Bischof früh auf die Felsenklippen vor der
gestorben. Die Leute trauerten um Stadt. Da sah er im Dämmerlicht,
ihn und niemand wusste, wer ihm weit draussen auf dem spiegelnden
nachfolgen sollte. Gott sprach zu Meer, ein paar Segelschiffe.

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Gott sprach zu ihm: „Fahre hinaus mit leckeren Sachen: mit roten
und halte die Schiffe in meinem Äpfeln, Nüssen, Mandeln, Man-
Namen auf. Sie sind voll Korn und darinen und süssen Honigkuchen.
Weizen.“ Nikolaus tat, wie ihm Nikolaus schritt durch die Strassen,
befohlen wurde. Der Herr lenkte warf seine Gaben den Menschen zu
die Herzen der Schiffsleute, und sie und machte diesen Tag zu einem
brachten ihre ganze Ladung nach grossen Fest.
Myra an Land.
Das hielt er so bis in sein hohes
Nun begann Nikolaus auszuteilen. Alter. Als die Stunde kam, da Gott
Das Volk strömte herbei. Die Kin- ihn zu sich holen wollte, war er
der kamen herbei und er füllte Kör- bereit zu sterben.
be und Säcke. Bis zur nächsten Ern-
te reichte der Vorrat.
Niemand musste
vor Hunger sterben,
und alle lobten und
priesen Gott. Wenn
Nikolaus von nun an
durch die Strassen
zog, kamen alle Kin-
der herbeigesprun-
gen und umringten
ihn.

An seinem Geburts-
tag kleidete er sich in
den roten Bischofs-
mantel und nahm
den goldenen Hir-
tenstab in die Hand.
Er schmückte sein
Eselchen und packte
ihm einen schweren
Sack auf den Rüc-
ken. Der war gefüllt

13
Wie sag' ich's Gott?

Jesus – Betender und Gebetslehrer

„H err, lehre uns beten“,


bitten die Jünger Jesus
(Lukas 11,1), und er lehrt sie das
Vaterunser – lehrt die Jünger
damals und lehrt uns heute. Die
Jünger äußern ihre Bitte, nachdem
sie Jesus selbst haben Beten gesehen
– er ist ihr Vorbild und er ist unser
Vorbild. Was können wir – über die
Worte des Vaterunsers hinaus – bei
ihm lernen?

Immer wieder heißt es in den Die Passionsgeschichten überliefern


Evangelien: Jesus betete an einem auch das Gebet im Garten von
einsamen Ort. Drei Aspekte sind Gethsemane in der Nacht vor seiner
mir dabei wichtig für mein eigenes Verhaftung. Jesus fordert die Jünger
Gebetsleben: Jesus betet regelmäßig. zum Gebet auf: Wachet und betet!
Er nimmt sich dafür Zeit. Er sucht Und betet selbst in einer extremen
dafür die Einsamkeit und die Stille Situation – Angst vor Verhaftung,
auf. Natürlich hat Jesus auch im Folter und Tod – und dennoch ist
jüdischen Gottesdienst gebetet. es ein exemplarisches Gebet. Jesus
Es gab Gebete, entstanden aus formuliert seine Bitte um Rettung,
einer Situation heraus wie bei der doch am Schluss stellt er seinen
Auferweckung des Lazarus. Auch Willen unter den Willen Gottes.
Stoßgebete, das bekannteste leidend Dein Wille geschehe – so zu beten,
am Kreuz: „Mein Gott, mein Gott, kann sehr schwer sein und ist
warum hast du mich verlassen?“ nur aus einem großen Vertrauen
Doch daneben immer wieder die möglich, doch auch darin ist Jesus
bewusst gesuchte Einsamkeit, die mir Vorbild.
Zeit reserviert für das Gebet.

14
D ie Evangelien erzählen
nichts über die religiöse
Erziehung der Gottesmutter
durch ihre Mutter. Doch Anna
muss Maria das Wesentliche
mitgegeben haben, dass sie Ja
sagen kann, als ihr der Engel die
Geburt Jesu verkündet.

Nie vergessen: Jesus liebt dich


Am vierten Advent lerne ich, wie ich Weihnachten nur feiern
kann. Lerne es bei Maria. Lerne es, wenn ich noch einmal neun
Monate zurückschaue auf den Besuch des Engels bei ihr. Denn
Weihnachten wird es erst – glaube ich –, wenn ich mit Maria sagen
kann: Mit mir geschehe, wie du es willst. Mit mir geschehe, was
Gott möchte. Wie konnte Maria das so vertrauensvoll sagen? Wie
kann ich das so vertrauensvoll sagen? Indem ich das Eine, das
Wichtigste nicht vergesse: Jesus liebt mich. Gott liebt mich. Liebt
dich. Liebt uns alle.

15
Heute ist euch Sie feiern damit sozusagen auf
Nebenschauplätzen und werden
der Heiland kaum gewahr, dass Weihnachten
geboren! einen Anfang bedeutet: „Heute ist
euch der Heiland geboren!“ Es ist
der Beginn eines Aufstiegs hin zum
Der Johannesprolog als Gipfel von Golgotha, wo dieser
Evangelium am 1. Weihnachtstag Heiland uns am Kreuz erlösen
reißt uns heraus aus herziger wird, er, dessen „Wieder-Geburt“
Krippenromantik, heraus aus die Osternacht besingt und dem die
dem oft genug auch kindischen Kinder Gottes ihre Geburt aus dem
Beharren auf die Kindheit Jesu. Wasser der Taufe verdanken. Wenn
Weihnachten, das ist für viele: die Weihnachten eine Geburt ist, dann
Krippe, die Hirten, die Engel, der im Blick auf die österliche Wieder-
Stern, die Heiligen Drei Könige. Geburt.

16
Wenn wir sagen:
Es ist Weihnacht,
dann sagen wir:
Gott hat sein letztes,
sein tiefstes,
sein schönstes Wort
im fleischgewordenen Wort
in die Welt hineingesagt.
Und dieses Wort heißt:
Ich liebe dich,
du Welt und du Mensch.
Karl Rahner

17
Bibelwort: Lukas 1,26-38

I n dieser Erzählung lebt ein


großer Geist. Der Geist der
Allmächtigkeit Gottes. Wie immer
droht. Wenn Gott doch allmächtig
ist, fragen Glaubende, warum lässt
er dann zu – oder verhindert nicht?
diese Geschichte in ihrem Kern Im zu Ende gehenden Jahr gab es
gewesen sein mag und wie sehr viel Grund, so zu fragen. Warum
Lukas sie gestaltet oder umgestaltet sucht Gott uns heim mit einem
hat – den Geist hat Lukas klar Virus, das weltweit viele sterben
getroffen. Am Judentum und an lässt, mitunter einsam? Andere
jüdischer Glaubenspraxis war fragen sich fassungslos und immer
Lukas nicht sonderlich interessiert, wieder: Warum verschont uns Gott?
an Gott aber schon. Deswegen Wir sind nicht mehr oder weniger
lässt er den Engel sagen, was den schuldig oder unschuldig als andere?
christlichen und den jüdischen Die Allmächtigkeit Gottes ist die
Glauben für immer verbindet: Für eine Frage des Glaubens, des Hoffens
Gott ist nichts unmöglich. und Grübelns. Hier drückt sie der
Engel aus. Und Maria antwortet,
Das ist der große, der Heilige wie Jesus im Garten Gethsemane
Geist in dieser Erzählung: die antworten wird: Mir geschehe. Sie
Allmächtigkeit Gottes. Sie ist der fügen sich der Allmächtigkeit. Sie
Kern aller Hoffnung auf Gott, sie ruhen in Gottes Armen.
ist manchmal aber auch der Fels,
an dem der Glaube zu scheitern MICHAEL BECKER

18
19
20
Der Festtag des
Thomas von Aquin, Heili-
ger und Kirchenlehrer,
ist am 28. Januar.
Er lebte im 13. Jahrhundert
in Italien nahe Rom, und
gilt durch seine Schriften als
einer der größten Theologen.
Besonders seine Aussage, dass
Glaube und Ver-nunft sich
nicht widersprechen, bildet
Don Bosco ist ein neuzeitlicher die Grund-lage dafür, dass der
Heiliger der im 19. Jahrhundert in Glaube auch in der heutigen,
Turin in Italien wirkte. rationalen Welt seinen Platz
finden kann.
Sein Gedenktag ist der 31. Januar.
Als Sohn einer Bauernfamilie
arbeitete er hart, um sich die
Ausbildung zum Priester leisten
zu könnten. Nach seiner Weihe
setzte er sich dann vor allem für
die Erziehung und Versorgung
Jugendlicher ein. Er gründete die
Salesianer (benannt nach dem
heiligen Franz von Sales) und
die Don-Bosco- Schwestern als
christliche Orden, die sein
Werk in aller Welt weiter
fortführen. Bis heute werden so
in 132 Ländern für Jugendliche
Rückzugs- und Ausbildungsorte
geschaffen.

21
ALLES WIRD GUT! Eine
klassische Hoffnung für das
neue Jahr. Vielleicht auch:
Alles wird anders, alles wird
besser. Gerade in Coronazeiten
sind diese Wünsche nur zu gut
verständlich. Wir wollen die
ständigen Sorgen endlich hinter
uns lassen.
Doch so einfach ist es wohl nicht,
und so schnell geht die Krise
nicht vorbei. Doch wir haben
Antonius der Große, eine Fürsprecherin im Himmel.
als Einsiedler bekannt, Maria. Als der Engel zu ihr kam,
begründete im 3. Jahrhundert wurde tatsäch-
im damals christlichen haben eine Fürsprecherin im
Ägypten das Mönchtum. Er Himmel. Maria. Als der Engel
schuf selbst keinen Orden, zu ihr kam, wurde tatsäch-
aber die Antoniter benannten lich alles anders, mit Jesu Geburt
sich später nach ihm. Sein wurde für die Menschen alles
Feiertag ist der 17. Januar. besser. Und trotz des
Seine Verbindung mit dem
schwierigen Weges, den sie im
Brot, die er mit dem heiligen
Leben gehen musste, wurde für
Antonius von Padua teilt,
sie am Ende alles gut,
entstand durch die Antoniter,
als sie in den Himmel zu ihrem
die während einer Epidemie
göttlichen Sohn aufgenommen
des sog. Antoniusfeuers,
wurde. Dort ist sie jetzt.
die durch verunreinigtes
Getreide entstand, gutes Brot Und setzt sich ein für uns. Damit
verteilten. tatsächlich alles gut wird.

22
Gottes Liebe strahlt
wie ein Stern am
Firmament. Er vertreibt
die Dunkelheit der Welt.

23
50
A ÑOS

Carrera 19 A No. 78 - 43

hugoftriana@yahoo.com

24
25
Unsere Pfarrei

Pfarrnachrichten
Gemeindebeitrag
Wir möchten Sie daran erinnern, dass wir auf
Ihre Unterstützung durch die Bezahlung des
jährlichen Gemeindebeitrages von 450.000.- angewiesen sind oder Sie
können nur den Pfarrbrief bezahlen: 50.000. kolumbianische Pesos pro Jahr.
Hierfür unsere Kontoangaben:
Parroquia San Miguel Arcángel,
DAVIVIENDA,
Cuenta Corriente No. 4502 6999 9543.
t´s
Besten Dank für eine Benachrichtigung
Vergel t.
st_michael_erz@yahoo.de.
Got

26
Pfarrkalender

6. Zweiter A dventssonntag
Dezember

10:00 Uhr Gemeindegottesdienst


13. Dritter A dventssonntag
10:00 Uhr Gemeindegottesdienst
20. Vierter A dventssonntag
10:00 Uhr Gemeindegottesdienst

24. 24. Dezember


18:00 Uhr Weihnachtsmesse
25. Weihnachten - Hochfest der Geburt des Herrn
10:00 Uhr Festgottesdienst
27. Fest der Heiligen Familie
10:00 Uhr Gemeindegottesdienst

Januar

1. 1. Januar - Neujahr
Hochfest der Gottesmutter Maria
10:00 Uhr Gottesdienst
3. 2. Sonntag nach Weihnachten
10:00 Uhr Gemeindegottesdienst
10. Taufe des Herrn
10:00 Uhr Gemeindegottesdienst
17. 2. Sonntag im Jahreskreis
10:00 Uhr Gemeindegottesdienst
24. 3. Sonntag im Jahreskreis
10:00 Uhr Gemeindegottesdienst
31. 4. Sonntag im Jahreskreis
10:00 Uhr Gemeindegottesdienst

27
Geburtstage
im Dezember
5. Beatriz Koch

5. Susana Schuster

7. Sigrid de Guzmán

9. Alfonso Gutierrez

12. Augusto Trujillo

15. Magnolia Abril

16. Herbert Fischbach

29. Adriana Koller

31. Alvaro Michaelis

28
28
Geburtstage
im Januar

1. Margot Binder

8. Astrid Weigand

9. Leonor de Happle

9. Irmgard Fiechter

17. Hans Klaus K ämmerer

23. María Guevar a-Arenas

31. Ricardo Garzón

29
Verschiedenes
Für Alt und Jung

30
„Was meinst du?", fragt Peter seinen Vater, „wer ist klüger: Väter oder
Söhne?" — „Ha", lacht der Vater, „die Väter, das ist doch klar." —
„Mal ein Bei-spiel", fährt Peter fort. „Wer hat die Relativitätstheorie
aufgestellt?" Das weiß sein Va-ter natürlich gleich: „Albert Einstein."
— „Interessant, nicht wahr?", sagt Peter: „Und war-um nicht sein
Vater?"

31
Foto: Peter Friebe
32