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Klausurarbeit Physik (für Studienrichtung Elektrotechnik)


Stoffgebiet Sommersemester (Windholz) 17.11.1999, Teil A

1. Welche erzwungene optische Effekte wurden besprochen ? Geben Sie Beispiele


technischer Anwendungen an (Skizzen!).

2. a) Eine optische Oberfläche soll mit einer Einfachschicht entspiegelt werden. Welche
Bedingungen müssen für die Schichtdicke und die Brechzahl des Schichtmediums
erfüllt werden?
b) Wie entstehen farbige Reflexe auf einer mit einem Ölfilm bedeckten Pfütze? Skizze !

3. a) Ein Elektron der Energie Ee trifft von links auf eine Potentialbarriere endlicher
Ausdehnung mit E > Ee. Beschreiben Sie im klassischen und im quantenmechanischen
Bild die Wahrscheinlichkeit, das Elektron rechts der Barriere vorzufinden (Skizze).
Welche Anwendungen hat dieser Effekt in der Elektrotechnik?
b) Wie lautet die zeitfreie Schrödinger-Gleichung und was bedeuten die in ihr
vorkommenden Größen ?

4. a) Die Rydbergkonstante für das Wasserstoff-Atom beträgt 109677 cm-1. Wie groß ist
die Wellenlänge der Balmer-Linie Hß (Übergang n=5  n=2) und der Lyman-Linie L
(Übergang n=2  n=1) Wie groß ist jeweils das Verhältnis der Radien der Bohr'schen
Bahnen vor und nach dem Übergang?
b) Wie groß muß die Energie eines freien Elektrons sein (in eV und J), damit das
Wasserstoff-Atom durch Stoß in den Zustand mit n=2 angeregt werden kann ?

5. a) Ein Linsensystem, bestehend aus einer Zerstreuungslinse (f = 12 cm) und einer


Sammellinse (f = 8 cm) im Abstand 9 cm, bildet einen 9 cm vor der Zerstreuungslinse
angeordneten Gegenstand ab. In welcher Entfernung von der Sammellinse entsteht das
Bild und wie lautet der Abbildungsmaßstab? (rechnerische und zeichnerische Lösung !)
b) Das Linsensystem soll (bei gleichen Abbildungsverhältnissen) durch eine Einzellinse
ersetzt werden. Wie groß muß die Brennweite dieser Linse sein und wo (gemessen vom
Gegenstand) muß sie angeordnet werden?

6. Frage entfällt

h = 6,62.10-34 Js, e = 1,602.10-19 C, c = 3.108 m/s


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Klausurarbeit Physik (für Studienrichtung Elektrotechnik)


Stoffgebiet Sommersemester (Windholz) 17.11.1999, Teil B

7. a) Welche beiden Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Laserlicht abgestrahlt


werden kann?
b) Was versteht man unter der Kohärenzlänge von Licht? Wie kann mit einem
Interferometer die Kohärenzlänge bestimmt werden (Skizze)? Wie hängt die
Kohärenzlänge mit der Frequenzbreite des Lichtes zusammen und wie groß ist sie
(ungefähr) für weißes Licht?
c) Wie kommt die transversale Modenstruktur eines Lasers zustande (Skizze)?. Welche
möglichen Verteilungen des elektromagnetischen Feldes ergeben sich?

8. Durch welche 6 Gleichungen wird der Zustand eines Plasmas (meist mit Hilfe von
Temperaturbegriffen) beschrieben? Welche Gleichung gilt nicht, wenn es sich um ein
Plasma im "lokalen thermodynamischen Gleichgewicht" handelt? (Die Gl. müssen nicht
in mathematischer Form angegeben werden; es genügt der Name; es muß jedoch die
Bedeutung der Gleichung beschrieben werden).

9. a) Wie können Neutronen erzeugt und nachgewiesen werden ?


b) Wozu dient bei einem Kernspaltungsreaktor der Moderator und welche
Anforderungen sind an das Moderator-Material zu stellen?

10. Die erste künstliche Kernumwandlung wurde mit der Reaktion


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N14 + 2He4  8O17 + 1H1

nachgewiesen. Die relativen Atommassen sind:


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N14: 14,0031; 2He4: 4,0026; 8O17: 16,9993; 1H1: 1,0078, die Masseneinheit 1/12 6C12:
1,6605510-27 kg. Welche Mindestenergie muß das -Teilchen besitzen, um die
Reaktion auszulösen?

11. An eine Röntgenröhre werde eine Spannung von U = 80 kV angelegt. Wie groß ist die
Mindestwellenlänge min der emittierten Röntgenstrahlung. Warum tritt keine Strahlung
mit min auf ? Skizze der spektralen Verteilung der Röntgen-Bremsstrahlung.

12. Frage entfällt