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Klausurarbeit Physik (für Studienrichtung Elektrotechnik, Stoffgebiet SS)


6.10.1999, Teil A

1. Diskutieren Sie die möglichen Energiezustände und die Aufentshaltswahrscheinlichkeit


eines harmonischen Oszillators aus klassischer und quantenmechanischer Sicht
(Skizzen). Mit welcher Gleichung (bitte angeben) wird das Problem in der
Quantenmechanik behandelt?

2. a) Erklären Sie den Unterschied zwischen spontaner und induzierter Emission.


b) Wie wird beim Helium-Neon-Laser die Überbesetzung bestimmter Neon-Niveaus
erzeugt ?
c) Was versteht man unter der transversalen Modenstruktur und wie kommt sie
zustande?

3. a) Wie kann radioaktive Strahlung nachgewiesen werden? Was versteht man unter
künstlicher Radiaktivität?
b) Wie kann man die Bahnkurven schneller geladener Teilchen sichtbar machen?
Welche Information erhält man, wenn die Bahnkurven unter Magnetfeldeinfluß
aufgezeichnet werden?
c) Wie können mit einem Zählrohr langsame Neutronen nachgewiesen werden
(Reaktionsgleichung)?

4. a) An eine Röntgenröhre werde eine Spannung von U = 80 kV angelegt. Wie groß ist
die Mindestwellenlänge min der emittierten Röntgenstrahlung.
b) Warum tritt keine Strahlung mit min auf ? Skizze der spektralen Verteilung der
Röntgen-Bremsstrahlung.
c) Ein gut kollimierter Elektronenstrahl trifft auf einen Kristall mit dem
Netzebenenabstand d = 0,85 Å. Bei  beobachtet man ein Interferenzmaximum
(Braggsche Reflexion). Wie groß ist die De Broglie-Wellenlänge der Elektronen und
mit welcher Spannung wurden die Elektronen beschleunigt?

5. a) Die Rydbergkonstante für das Wasserstoff-Atom beträgt 109677 cm-1. Wie groß ist
die Wellenlänge der Balmer-Linie H (Übergang n=5  n=2) und der Lyman-Linie L
(Übergang n=2  n=1) Wie groß ist jeweils das Verhältnis der Radien der Bohr'schen
Bahnen vor und nach dem Übergang?
b) Die Ionisierungsarbeit beträgt für das Wasserstoff-Atom 13,6 eV. Mit welcher
Spannung muß eine Röntgenröhre mindestens betrieben werden, damit bei einer
Wolfram-Antikathode (Z=74) eine charakteristische K-Linie beobachtet werden kann
(die Elektronen können hierbei als unabhängig voneinander angesehen werden).

6. entfällt
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Klausurarbeit Physik (für Studienrichtung Elektrotechnik, Stoffgebiet SS)


6.10.1999, Teil B

7. a) Wie wird in der Quantenmeßtechnik die Zeit gemessen (Primärnormal) ? (Skizze !)


b) Welcher Quanteneffekt wird heutzutage für die Präzisionsmessung von Spannungen
verwendet und auf welche andere Größe wird die Spannung zurückgeführt? Wie kann
man diesen Effekt erklären?

8. Welche Eigenschaft der Atome wurde mit dem Franck-Hertz-Versuch demonstriert ?


Beschreiben Sie die Versuchsanordnung und den erhaltenen Zusammenhang Strom-
Spannung (Skizzen). Welche Wellenlänge wird von den Quecksilber-Atomen
abgestrahlt (Rechnung)?

9. Erklären Sie die Bedeutung Compton-Effektes hinsichtlich der Wellen- und


Teilchennatur von Licht. Skizze der Versuchsanordnung.

10.. a) Ein Linsensystem, bestehend aus einer Zerstreuungslinse (f = 20 cm) und einer
Sammellinse (f = 10 cm) im Abstand 10 cm, bildet einen 45 cm vor der
Zerstreuungslinse angeordneten Gegenstand ab. In welcher Entfernung von der
Sammellinse entsteht das Bild und wie lautet der Abbildungsmaßstab? Rechnerische
und graphische Lösung erforderlich!
b) Das Linsensystem soll (bei gleichen Abbildungsverhältnissen) durch eine Einzellinse
ersetzt werden. Wie groß muß die Brennweite dieser Linse sein und wo muß sie
angeordnet werden?

11. a) Der Strahl eines He-Ne-Lasers (633 nm) durchläuft ein Beugungsgitter. Auf einem
Schirm (Entfernung vom Gitter 2 m) liegt die 5. Beugungsordnung 2,5 m von der 0.
Ordnung entfernt. Wie groß ist die Gitterkonstante ?
b) Dasselbe Gitter wird nun mit dem Licht einer Spektrallampe beleuchtet (paralleles
Bündel). Man erkennt in 1. Ordnung Beugungsmaxima in 0,35 und 0,4 m Entfernung
von der 0. Ordnung. Welche Wellenlängen emittiert die Spektrallampe?

12. entfällt