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Kolumne:

Ist die Digitalisierung wirklich so nötig?

Für alles wird das Internet benutzt. Um zu kommunizieren, recherchieren oder auch um sich
gegenseitig zu belästigen.
Die Digitalisierung ist für vieles sehr Hilfreich, durch die neuen Netzwerke und
Möglichkeiten, haben es einige Firmen leichter, es wird Arbeit abgenommen und
verschnellert. All das dient zur Weiterentwicklung des Systems und der Gesellschaft, aber es
Hilft auch die Anonymität zu schützen.
Das Anonyme ist natürlich im Internet nicht schlimm, solange Sie zur Sicherheit dient und
nicht für Cyber-Mobbing oder Fake-Profile.
Es kommt immer öfter dazu, dass sich einige Wichtigtuer, einen Spaß erlauben und mit Fake-
Profilen, Mitschüler, Bekannte oder Familienmitglieder gehässig belästigen im Internet.
Die sogenannte Unsichtbarkeit der Person, führt zum eigenen Schutz und zu eingebildeten
Stärke, die so gar nicht vorhanden wäre.
Nachrichten werden verschickt, Bilder werden hochgeladen, E-Mails werden versendet und
einige sozialen Netzwerkprofile werden auch gehackt.
Und das alles um jemanden zu verletzen oder zu erniedrigen. Da kommt einem in den Kopf
wie sinnvoll die Umwandlung der Welt ins Digitale ist.
Ich erkläre das ungern, jedoch egal wie Hilfreich die Erneuerung der Systeme ist, genauso
gefährlich kann Sie sein. Wichtig ist nicht alle so nah an sich zu lassen und immer die Realität
und die Internetwelt voneinander zu unterscheiden.
Nie das Ziel aus den Augen zu verlieren und falls die sozialen Medien zu viel werden, eine
Pause von der Netzwerkwelt zu nehmen wird nicht schaden.
Die Bäume sind draußen viel schöner, die Blumen duften viel besser und die Sonne wärmt
mehr, als ein Gefühl am PC.

Verfasst von Sara Kreis.


Repotage :
Drang zu Sterben, wegen den Mitschülern. Cyber-Mobbing Eskaliert und
hinterlässt Narben.
„Ich wollte nur verstanden werden. Ich wollte, dass mich endlich alle so gernhaben und
akzeptieren wie ich bin. Sie haben mich gedränt den Weg einzuschlagen, Sie sagten so würde
ich das spüren, was Sie spüren wenn sie mich sehen….Schmerz. Ich konnte nichts dagegen tun
und niemand hat mir zugehört. Leb wohl Mama“
- Sara Kreis -

21.09.2020, Frankfurt. Die erschütternde Nachricht erreichte Familie Engelhardt am


Sonntagabend, der Beamte teilte Ihnen mit, dass Ihre Tochter die Welt verlassen hätte.
Schwer zu erklären wie schmerzhaft dies sein musste, aber die Familie entscheid sich dazu
diese Reportage öffentlich zu stellen.
Die 14-jährige Laura Engelhardt war ein freundliches, hilfsbereites, aber 4schüchternes
Mädchen, das grade in die Pubertät kam und mit einigen Kämpfen musste. Gefühle oder
Zickereien zwischen Freunden waren das aber nicht, Laura würde nämlich Online gemobbt
von Ihrer Klasse.
Es wurden Fake-Profile mit Beleidigungen veröffentlicht, Ihre sozialen Netzwerke wurden
mit gehässigen Kommentaren bombardiert. Es reichte also nicht nur das Erniedrigen in der
Klasse oder in der Schule, sondern es wurde ins private noch einbezogen.
Laura bekam droh Nachrichten und Leute drängten Sie zum Selbstmord. Sie stopfte die
Trauer und die Demütigung in sich hinein und verließ, jeden Morgen, das Haus mit einem
Lächeln im Gesicht.
Ihre Bruder erzählte uns, sie hatte kaum Besuch in dem letzten Halbjahr und distanzierte sich
von Schulfesten oder generellen Gesellschaftlichen Ereignissen.
Und dann traf der Blitz in das alles ein, Laura nahm sich das Leben am Sonntagabend. Sie
stellte sich an den Eschersheimer Bahnhof um 20 Uhr und wartete auf die S6 Richtung
Friedberg.
Die Bahngleise sind zu der Zeit ziemlich leer und nicht wirklich besucht, demnach gab es
keine direkten Augenzeugen. Die Bahn kam angefahren und dann geschah es. Einen letzten
Brief hinterließ die junge Schülerin für Ihre Familie und Bekannte. Sie erklärte alles ganz
genau, was über sie geschrieben wurden, jede Drohung und Gemeinheit, alles was sie zum
Suizid geführt hat.
Ihren Eltern waren die Worte nicht bewusst aus dem Brief, Laura war ja ein ganz normales
Mädchen, erklärte Ihre Mutter. Die Tat, war unbeschreiblich schwer für viele zu verkraften,
jedoch wollten wir uns dazu äußern und es darstellen. Das ganze Redaktionsteam sendet
Familie Engelhardt viel Kraft und Unterstützung zu.
Augen auf und Mund auf – Mobbing hat schlimme Enden.
-Alle Namen sind frei erfunden und ersetzt worden-
Interview:
Vom Opfer zum Star - Interview mit Zeki Müller.

Hallo Herr Müller, vielen Dank für Ihre Zeit und das Sie am Interview teilnehmen.
Bevor wir mit dem Interview und Ihrer Geschichte starten, möchte ich vorab eine Information
los werden. Herr Müller und ich unterhalten uns heute über die gefährliche Netzsprache und
die Folgen von Cybermobbing. Das ist ein Thema, welches mir persönlich auch unter die
Haut geht. Herr Müller hat sich bereitgestellt uns einige Fragen zu beantworten und auch
seine Geschehnisse zu schildern.
Ich freue mich sehr, dass Sie die Zeit für so ein wichtiges Thema genommen haben.
Vielen Dank Frau Kreis für Ihre Einladung, ich fühle mich sehr geehrt Teil dieses Projektes zu
sein. Aber nennen Sie mich doch bitte Zeki und bleiben wir beim du. (lacht)
Sehr gern Zeki, dann bin ich auch nicht Frau Kreis, sondern Sara. Wie ist es so, womit
beschäftigst du dich Beruflich?
Also ich bin Moderator, Model und habe jetzt auch einen Film am Laufen.
Einen Film über Mobbing?
Nein, im Gegenteil. Ein Film über die Menschen, die gemobbt werden und wie sie es schaffen
im Leben. Also ein Film über Menschen, wie mich.
Aber Zeki, du bist ein erfolgreicher Mann, dir geht es soweit gut, wie kannst du denn über
Mobbing reden? Du bist bestimmt für viele ein Vorbild.
Ja das stimmt, aber ich hatte es nicht immer leicht, mein Name sagt ja schon viel aus.
Erzähl uns mal deine Geschichte, wer bist du wirklich?
Ach herrjeh (lacht) wo soll ich anfangen… Alles fing in der Mittelstufe an, ich kam neu in die
klasse und man versucht sich anzupassen. Man sucht sich seine Clique, jemanden mit dem
man die Pauen verbringt und eventuell auch privat was macht. Leider hatte ich nicht die
besten Voraussetzungen, wie alle anderen.
Wir hatten eine kleine Wohnung, wir konnten uns nicht so viel leisten, meine Mutter und ich.
Die Dusche funktionierte nicht immer, der Strohm viel oft aus und vieles mehr.
Meine Mitschüler wussten das natürlich nicht, meine Mutter ermöglichte mir viel, was wir
uns nicht leisten konnten.
An sich bin ich nicht viel anders als mein Nachbarsjunge oder der Mann an der Rewe Kasse.
Ich bin ein völlig normaler Mensch, der nicht aufgehört hat an sich zu glauben.
Das ist bewundernswert, aber weshalb interessiert dich dann das Thema Mobbing so sehr?
Damals war das so, ich habe nicht immer die frischesten Klamotten gehabt oder die neusten
und das war für viele ein Dorn im Auge, vor allem als ich die schule wechselte. Da fing dann
auch die Zeit der sozialen Netzwerke an. Instagram Profile wurden hergestellt, Hashtags
wurden benutzt und nicht zu vergessen die Anonymen Profile. Das alles war eine neue Welt
und jeder wollte die Macht des Internets, einige unterschätzen diese.
Ich habe da grade mein erstes Smartphone bekommen, ich war glaub ich 16 jahre alt oder 17
jahre alt. Da habe ich mir natürlich direkt ein Profil erstellt. Das hat dann die Runde gemacht
und auf einmal fing es an mit Nachrichten und Kommentaren unter meinen Bildern.
Was haben Sie geschrieben?
Das waren Nachrichten wie: „Zeki du stinkst, geh duschen.“ Oder „Meine Augen tuen weh
von deinem Gestank“
Anfangs begriff ich nicht, woher so komische, vor allem unbekannte, Personen wissen wie ich
rieche. (lacht)
Aber ich begriff schnell, dass waren keine unbekannten Personen. Es waren meine
Mitschüler.
Waren es nur Beleidigungen wegen deinem Körperduft?
Nein, nein, es kamen noch Kommentare wegen dem Namen, wie ich als Türke einen
Deutschen Nachnamen haben kann. Oder Kommentare ob ich jede Frau verschleiern will. Das
war unangenehm, anfangs habe ich mich auch noch gerechtfertigt, aber ich merkte schnell das
es nichts bringt.
Nach und Nach wurden dann auch gefälschte Accounts in meinem Namen erstellt, mit Bildern
die gephotoshopt wurden. Da fragt man sich heute für was die Kinder damals Zeit hatten.
Was waren das für Bilder?
Das waren Bilder, wo mein Kopf auf einen Esel gesetzt wurden sind oder auf halb nackte
Körper, die etwas fülliger waren.
Wie bist du damit umgegangen?
Ich habe alles ignoriert, gemeldet, blockiert und schlussendlich habe ich dann meine Seite
komplett gelöscht und wurde inaktiv.
Kam es denn dann zum Ende?
Leider nicht, dann fingen die Drohungen an. Ich bekam sie per Mail, Facebook Seiten wurden
eröffnet und mir wurde der Tod gewünscht. Dies bekam ich trotz meiner nicht aktiven Zeit
mit.
Ich war schockiert, wie weit einige gehen und das traf mich auch sehr. Ich fing an zu
zweifeln.
An was fingst du an zu zweifeln?
Ich fing an zu zweifeln, dass es noch sowas wie Unterstützung, Liebe, Freundschaft oder
Mitgefühl gibt. Das Handeln der Personen war komplett unverständlich für mich. Das alles
führte zu meinen Selbstzweifeln.
Was hast du dagegen unternommen?
Ich habe mich mit meiner Mutter zusammengesetzt und mir alles vom Herz gesprochen. Ich
habe den kompletten Ablauf erzählt. Sie war erst einmal skeptisch und hatte es nicht begreifen
können, da sie sonst nicht kannte, aber als ich ihr die Seiten und die Mail zeigte zerbrach auch
für sie etwas im Inneren. Immerhin war ich ihr einziger Sohn und sie hätte für mich getötet.
Sie hat mich aber versucht zu beruhigen und hat mich von der Schule beurlaubt. Wir haben
uns dann Hilfe geholt, damit ich keine Depressionen bekomme. Ich habe mit Sport
angefangen und habe paar Jungs kenngelernt, mit denen ich privat auch viel unternommen
habe.
Das hat dir bestimmt geholfen, der Kontakt zur Gesellschaft und ein Hobby.
Ja Genau, vor allem im Sport konnte ich mich austoben und meine Gefühle rauslassen.
Ich habe dann auch die Schule gewechselt und bin in den Theater Kurs. Anschließend habe
ich mit einem Kumpel Schauspiel Studiert und bin dann aber bei RTL gelandet. (lacht)
Was hat dir am meisten geholfen, den Schmerz und die Enttäuschung zu überwinden?
Meine Mama und das Gespräch mit Ihr. Sie hat mir so sehr geholfen und mir zugehört. Das
hat mir geholfen. Alles was nachdem Gespräch passiert ist, verdank ich Ihr. Weil Sie keinen
Moment aufgegeben hat an mich zu glauben und an meine Träume geglaubt. Dank Ihr bin ich
auch so wie ich bin.
Ich meine es gibt Fälle wo sich Menschen das Leben nehmen und einfach aufgeben, meine
Mutter hatte genau davor Angst und hat mich dementsprechend keine Minute aufgegeben.
Hast du irgendwann mal daran gedacht dir das Leben zu nehmen?
Mein früheres Ich hätte jetzt gesagt Ja. Und das stimmt, ich habe durch meinen Zweifel
angefangen das zu glauben. Tot wäre ich besser dran.
Mein jetziges sagt aber lachend, die sind es nicht Wert das ich mir das Leben nehme! (lacht)
Man muss sein Selbstbewusstsein stärken, dann kann man auch alles allein schaffen.
Wird man denn im Film sehen, wie man eventuell zu starken Selbstbewusst sein kommt?
Kluger Übergang um rauszufinden was im Film geschieht. (lacht) Ja, man wird viel über
Selbstliebe und Stärke sehen und lernen aber auch über Fehlentscheidungen. Jeder der es mal
schwer hat im Leben ist durch den Dreck gelaufen.
Zeki ich danke dir für ein so schönes Gespräch und deine ehrlichen Worte, ich wünsche dir
viel Erfolg weiterhin und freu ich sehr auf den Film. Im Oktober nächstes Jahr kommt der
Raus oder?
Ja Sara, am 6.10.2021, zu meinem Geburtstag! Danke dir für den lieben Talk, ich freu mich
dich auf der Premiere zu sehen!
Dokumentation:
Von Kommunikation zur Digitalisierung

Mobbing kann sogst wie überall vor kommen, ob am Arbeitsplatz, zuhause, in der Schule
oder sogar im Internet.
Es ist ein Handeln zwischen dem Tyrann und seinem Opfer, öftermals gibt es Mitläufer oder
Zuschauer des Tyrann, die diesen Ablauf unterstützen.
Für das Schikanieren einer Person kann es viele Gründe geben, häufige Ursachen sind, die
fehlende Kommunikation oder das Herabschauen auf jemanden.
Diese ausführliche Dokumentation wird Ihnen verdeutlichen, das verbales Erniedrigen nicht
das einzigste Problem ist.
Das Internet entstand im Jahr 1989, dank dem britischen Physiker Tim Berners-Lee. Er stellte
das world-wide-web (bekannt als WWW) vor und somit startete die Entwicklung aller
Webseiten und Internetzugänge.
Im Jahr 2004 kam das soziale Netzwerk Facebook dazu, gefolgt von Twitter (2006) und
Instagram (2010).
Doch bevor ich weiter die Themen einleite ist wichtig zu verstehen das Mobbing im Verbalen
Zusammenhang, nicht die einzige Art von Belästigung ist, denn es gibt noch das Internet.
Jemanden fertigmachen und zum Selbstzweifel führen läuft in den meisten Fällen zwischen
zwei Personen oder einer Gruppe von Personen gegen ein Opfer ab.
Die Hose passt einem nicht, die Frisur sitzt nicht wie man es will oder es sind ein paar Kilos
zu viel auf der Waage. Das sind alles Gründe wieso die Tyrannen, einer ausgewählte Person,
das Leben schwer machen wollen.
Egal ob Arbeitskollegen, Bekannte, Mitschüler oder sogar Familienmitglieder.
Ein Mensch ist ein Individuum, er besitzt das recht sein Leben und sein Alltag so zu gestalten
wie er selbst es möchte. Jedoch ist das für einige nicht die Thematik.
Somit gaben 63% Berufstätige zu, dass sie am Arbeitsplatz gemobbt wurden und bewusst
Informationen Ihnen vorenthalten wurden.
37% Schüler gaben zu, dass sie in der Schule schikaniert wurden.
Das sind alles Prozentangabe, die es nicht geben sollte.
Doch was passiert eigentlich wenn es zum Cybermobbing kommt?
Der bekannte Spruch : „Was einmal im Internet ist, bleibt für immer.“ , ist sogst wie jedem
bekannt, vor allem der Jugend.
Man eröffnet sich Profile bei den sozialen Netzwerken und möchte Einblicke des Lebens
teilen oder einfach mal online Chatten.
Aber was wenn der Spass zum Albtraum wird?
2014 wurden von 100 befragten 42% online schon einmal belästigt.
Es werden fake-Profile erstellt, Beleidigungen und Drohungen werden per Nachricht oder als
öffentlicher Kommentar geschrieben.
Aus Sicherheitsgründen kann man sein Profil privat stellen, es ändert aber nichts daran, wenn
die Täter deine Abonnenten sind.
All diese Taten führen zu schlimmen Folgen.
Das sogenannte Opfer fängt an sich zurück zu ziehen und an sich zu zweifeln, von
Selbstbewusstsein ist da keine Rede mehr.
Es fällt in ein Loch und nimmt die Beschimpfungen sich zu herzen.
Depressionen, Essstörungen oder auch Mord können das Ende sein.
Therapien werden verschrieben, die Schule oder die öffentlichen Plätze, wie Parks, werden
gemieden. Das alles, weil man nur man selbst ist.
Das schlimmer am Internet ist nicht das es für immer bleibt, sondern das es eine große
Reichweite hat.
50,73 Millionen erreicht das Netz in Deutschland.
Es werden Trainingsstunden in den Schulen angebotene, jedoch immer noch zu wenige um
dieses Thema komplett zu begraben.

Digitalisierung hat selbstverständlich auch gute Seiten, jedoch lässt es auch einen großen
Freiraum zum spielen und dies nutzen nicht alles mit Verstand.
Eine Einführung wäre ideal, doch ist die Menschheit viel zu groß.

Wir können nur hoffen, das Mobbing nicht weiter ausgebreitet wird und hoffen, dass es besser
wird.
Die Suizidzahlen, sprechen nicht für etwas positives, aber die Aufklärung muss bestehen.
Natürlich kann man es nicht vollkommen von der Welt schaffen, aber man kann es verringern
und daran arbeiten.
Ob dies Zukünftig geschieht wird sich ergeben.