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Fachsprachenprüfung Freiburg 19.01.

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Allgemeine Bemerkungen:
• Die Prüfer waren insgesamt nett, leider hatte einer (meiner Meinung nach) einen
leichten Dialekt, was zusammen mit den Masken einfach verdammt schwer war. Der
andere Prüfer, der unglaublich nett war, hat leider einen starken Dialekt, trotzdem hat
er mir immer geholfen, wenn ich etwas offensichtlich nicht verstanden habe.
• Sie sollten vorbereitet sein, die Wahrheit zu sagen. „Entschuldigung, ich konnte das
nicht verstehen” „das kenne ich überhaupt nicht, können sie mir das langsam erklären”

Anamnese: 20 min
Bevor wir mit der Anamnese begonnen hatten, sollte man eine kurze persönliche
Vorstellung machen. Name, Provenienz, warum Deutschland, welche Fachrichtung in
der Medizin ich möchte, etc. (2 Minuten)
Die Patientin war nicht so nett ehrlich sagen. Sie war ein bisschen ironisch und
ungeduldig. Sie hat meine Meinung nach zu viel und schnell geredet.
Sie hat gefragt: „Was ist ein Anamnesegespräch?“ „Wie lange dauert das?“

Frau Braggemann, Roswitha Alter:72 Gewicht: 65Kg Groß: 1.70


Geburtsdatum: habe ich nicht gefragt.
Aktuell Anamnese: Die Frau Braggemann, Roswitha ist eine 72-jährige Patientin, die
sich heute Morgen bei uns in der Notaufnahme wegen seit ca. 3 Monaten
krampfartiger, dauernder Unterbauchschmerzen vorgestellt habe.
Die Patientin sage, dass die Schmerzen mit 5 von 10 auf der Schmerzskala seien und
keine Ausstrahlung hätten.
Als Begleitsymptome klage sie über Obstipation, Flatulenz und Diarrhö.
Die frage nach Fieber habe ich leider vergessen. Ich werde aber bei der
Körperlichen Untersuchung nachfragen.

Sie erwähnte, dass sie zwischen 2 und 5 Kg binnen der 3 Monaten abgenommen habe
und dass sie ein Abführmittel bzw. Laxativ gegen Obstipation eingenommen habe.
Vorerkrankungen: Keine bekannt. Trotzdem sage die Patientin, dass sie an
Hämorrhoiden leide.
Medikamente Anamnese: Mukolytika (seit immer)
Voroperationen: Cholezystektomie vor 20 Jahren in diesem Krankenhaus. Hernie vor
ca. 15 Jahren in diesem Krankenhaus.
Allergien: Keine bekannt
Vegetative Anamnese: sei unauffällig bis auf Insomnie wegen Flatulenz (Blähungen)
Gynäkologische Anamnese: habe ich nichts gefragt. (bringt nichts zur anamnese)
Noxen:
Rauchen: 10 Tag seit sie „Teenager“ war. 5 PJ
Alkohol: ein Glass Rotwein am Tag
Drogen: keine
Sport: sie schwimme und fahre Fahrrad.

Familieanamnese:
Vater: sei an Apoplex mit 60 Jahren gestorben
Mutter: sei an „Altersschwäche“ gestorben
Sohn: sie habe kein Kontakt mit Ihrem Sohn. Er sei ungefähr 40 Jahre Alt und
er sei mit Drogen involviert
Sozialanamnese:
Sie sei verheiratet und wohne mit Ihrem Ehemann. Sie sei in Rente gegangen aber sie
habe als Finanzbeamtin gearbeitet.

Auf Grund der anamnestischen Angaben gehe ich auf ein Reizdarmsyndrom vor.
Als Differentialdiagnose kommen in Betrag: Kolonkarzinom, Morbus Chron,
Divertikulitis.

Die Patientin fragte fast am Ende der Anamnese: „Herr Dr., was habe ich?“ „Ich habe
Angst. Besteht die Möglichkeit, dass ich ein Krebs habe?“
Ich habe sie erklärt, dass ich ihr im Moment keine richtige Antwort geben konnte.
Zuerst sollten wir ein paar Untersuchungen, um eine Diagnose zu stellen.
„Welche Untersuchungen Herr Dr.?“ -Wir können eine sogenannte Koloskopie bzw.
eine Darmspiegelung durchführen.
„Was ist das Dr.?“ „Ist das gefährlich?“ –ist eine Spiegelung des Dickdarms. Wir
kommen durch den After mit einer Kamera… – „WAS!? EINE KAMERA?“ – Nein, eine
Mikrokamera, genauso dick wie mein Stift hier. Durch die Darmspiegelung können wir
die Wände des Dickdarms einfach gucken und gegebenenfalls eine Gewebeprobe
entnahmen, das heißt eine Biopsie. Ich habe ein bisschen über die Technik erzählt
aber sie wollte die Komplikationen hören: Perforation.
„Und was passiert denn, wenn ich eine Perforation bekomme?“ – Müssen wir eine
Notoperation durchführen und den Bauch einfach offen. Das passiert aber sehr selten
Frau Braggemann.
„Was meinen Sie mit dem Bauch offen? Was machen Sie denn? Nähen Sie alles
wieder zu?“ -Ja, wir müssen den Bauch offen und gucken wo die Perforation ist. Dann
versuchen wir alles wieder zuzunähen. Falls wir nicht alles erfolgreich zunähen
können, bekommen Sie eine Kolostomie.
„Was ist eine Kolostomie Dr.?“ -Einfach ein Ausgang des Dickdarms durch den Bauch.
„DAS IST ABER FURCHTBAR DR!“ – Bleiben Sie in Ruhig Frau Braggeman, das
passiert aber sehr selten und Sie sind in gute Hände hier bei uns.
Unsere Oberärzte sind alle qualifiziert und wir machen solche Untersuchungen sehr
häufig ohne solche Komplikationen zu haben.

Patientenvorstellung:
War relativ ok. Der Chefarzt hat keine Unterbrechung gemacht. Danach hat er gefragt.
Diagnose?
Differenzial Diagnose?
Welche Untersuchungen? Was erwarten Sie?
Was ist der Unterschied zwischen CT und MRT FÜR DIE PATIENTEN?
CT: hat Ausstrahlung MRT: hat KEINE Ausstrahlung
Ein paar de Fragen noch bezüglich der Patienten und DifDiag.

Fachbegriffe:
Iatrogen Rezidivant Fluktuation
Contagiös Monoarthritis Inhalation
Xantoderma Antagonist

C.E.A.M.