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Geschichte der Musikpädagogik

(Sowjetische Besatzungzone (SBZ)

Die 60er/70er/80er Jahre


Schule in der DDR

- 1952 war in der DDR die »planmäßige Errichtung der Grundlagen des Sozialismus« beschlossen
worden → bis 1960 umgesetzt
- sozialistische Entwicklung des Schulwesens von 1959 erweiterte den Einheitsschulgedanken nun
auf die 10 jährige Schulpflicht und führte Prinzip der Polytechnisierung in der Schule
- eine stärkere Verbindung der Schulfächer zu Industrie und Landwirtschaft.
- 1959: »MU (muss) dazu beitragen, sozialistische Anschauungen und Überzeugungen zu festigen.«
Musikunterricht in der DDR

- auch Musikunterricht zur Vorbereitung auf Leben im soz. Staat DDR ausgelegt
- MU (muss) dazu beitragen, sozialistische Anschauungen und Überzeugungen zu festigen
- »neue sozialistische Lieder, revolutionäre Lieder der Arbeiterbewegung, frohe Pionierlieder und Lieder der
FDJ zur Pflichtliteratur → “Im Mittelpunkt steht das Singen”
- Unterrepräsentation von Lernfelder wie instr. Musizieren, Tanz oder Musik und Bewegung
- seit Mitte der 60er Jahre Ausbau der sozialistischen Schule im Rahmen eines einheitlichen
Bildungssystems → Gesetz über das einheitliche sozialistische Bildungssystem (1965)
- Planung von Bildung und Erziehung zur »allseitig und harmonisch entwickelten sozialistischen
Persönlichkeit« adäquat zur strengen Wirtschaftsplanung
Musikunterricht in der DDR

- Erstmals Musik-Lehrpläne in sog. Stoffeinheiten mit jeweils vorgegebenen Stundenzahlen


gegliedert
- Grundpfeiler: Singen - Musikhören - musikal. Grundwissen
- Musikhören: formal-strukturelle Analyse mit politischideologisch ausgerichteter Interpretation
- mitte der 1970er: wiss. Diskussionen über das Interpretieren und mithin Verstehen von Musik
unter musikästhet. Aspekten in der Schule → in denen das Formalismus-Realismus-Problem der
1950er aufgegriffen wurde
80er Jahre

- Regressiver Zustand der DDR


- Reformation des Lehrplans
- Hinwendung zu Effektivität und Erziehungswirksamkeit des MU
- ohne gravierenden Änderungen bereit,
- Neu: z.B. Förderung von Individualität, Fähigkeit ästhet. Erlebens und musikal. Genießens,
Werteerziehung, vergleichsweise inhaltliche Breite und Vielfalt