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S.

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Nr.1 Five Rivers Cattle Feeding
• 40 Grad Nord, 104 Grad West
• subtropische Zone, Steppe
• Durchschnittliche Temperatur liegt bei 18 Grad, bis zu 32 Grad im Sommer
• direkt südlich vom South Platte River/nördlich von Latham Ditch
• ca. 30 Mastbuchten mit 100.000 Rindern

2. Das Kuner Feedlot ist ein Familienunternehmen, welches 1971 gegründet wurde. Heute
besitzt JBS Five Rivers, der Weltgrößte Fleischproduzent, das Unternehmen. Die
Kapazität liegt bei bei 100 000 Rindern und bei 330 000 Rindern insgesamt pro Jahr. Der
Alltag läuft sehr strukturiert ab, zunächst werden früh morgens die Futtermühlen
angeheizt, um den Mais auszuflocken. Die Lkw Fahrer, welche für den Transport des
Futters zuständig sind, kommen um 5:30 Uhr um den Rindern die erste, von den drei
Mahlzeiten zu füttern. Zum Sonnenaufgang beginnen die Cowboys die Pferche abzureiten
und prüfen die Gesundheit der Tiere. Im Laufe des Tages werden Rinder angeliefert,
geimpft, untersucht, wieder gefüttert und die Mastbuchten gesäubert.

3. Die Entwicklung der Rindfleischproduktion hat sich durch die Jahre hinweg relativ
konstant entwickelt. Die Produktion sowie der Konsum waren im Jahre 2015 am
niedrigsten. Die Zahlen der Produktion sind, außer im Jahre 2015, relativ gleich geblieben.
Zu den Jahren 2006 und 2009 war der Export des Fleisches etwa um ein Drittel geringer
als zum Beispiel im Jahre 2018. Der Import hat nur sehr kleine Schwankungen. Der
Rinderbestand insgesamt in den USA liegt bei etwa 13,1 Millionen. Im Vergleich zu
Deutschland ist das mehr als das 6-Fache.

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Im Laufe der Zeit entwickelten sich aus kleinen Farmen große Mastbetriebe (Feedlots), die
nicht nur die Umgebung mit Fleisch versorgen, sondern ganz Amerika. Es entstand ein
Agrobusiness.
Früher haben die Farmer alle benötigten Produkte selber hergestellt. Heutzutage
fokussiert sich jeder Betrieb auf eine bestimmte Branche, sodass eine Aufteilung in vor-
und nachgelagerte Unternehmen erfolgte. Als vertikale Integration bezeichnet man
Unternehmen entlang einer Wertschöpfungskette. Damit sind alle Betriebe und Bereiche
gemeint, die bei der Herstellung von Fleisch beteiligt sind. Dazu zählen die
Mutterkuhhaltung bzw. die Züchtungsunternehmen, die die Tiere über Auktionen an die
Feedlots verkaufen (M6/M9). Dabei werden fast 70% der Rinder aus Auktionen ersteigert
und nur 25% aus anderen Mastbetrieben (M10). Zur vertikalen Integration gehören auch
die Mischfutterwerke, in denen das Futter aus Grünfutter, Schlempe, Silage und
Nahrungsergänzungsmittel gewonnen wird, aber auch die Verwaltung sowie
Schlachtungs- und Zerlegbetriebe. In den Feedlots befinden sich alle Betriebe der
vertikalen Integration vor Ort abgesehen von der Züchtung (M6).
Als horizontale Integration bezeichnet man mehrere Unternehmen einer Branche, die auf
derselben Wertschöpfungskette sind. Das können verschiedene Fleischhersteller sein, die
miteinander kooperieren und/oder im Wettbewerb stehen. Für die Innovationsfähigkeit ist
dies sehr vom Vorteil, da jedes Unternehmen die besten Leistungen erbringen will. Dies ist
vor allem in den Bundesstaaten Nebraska, Kansas und Oklahoma der Fall. Schließlich ist
dort eine starke Konzentration von Feedlots zu beobachten (M7).
Zusammenfassend kann man sagen, dass die horizontale und vertikale Integration sich
positiv auf die Produktion auswirkt, da jedes Unternehmen sich auf ein Arbeitsfeld
konzentrieren kann. Letztendlich will jeder Betrieb mithilfe von moderner Technik
beispielweise mit der computergesteuerten Fütterung und großen Betriebsfläche den
maximalen Gewinn erzielen, sodass man alle landwirtschaftlichen Betriebe als
agroindustrielle Betriebe bezeichnen kann.

Nr. 5
Landkreis Vechta (2010) Kuner Feedlot

Durchschnittlich 47.000 Tiere/Betrieb 100.000 Tiere


Großer Produktionsverbudn (über 20 Kleinerer Verbund (12 bzw. 15 Stationen)
Stationen)
Mästdauer 30 Tage Mästdauer 3-5 Monate
9 Durchgänge/Jahr 3-4 Durchgänge
Mastendgewicht 1500 Gramm Mastendgewicht 500kg

Nr. 6
• hoher Anbau an Getreide – kleiner Transportweg

a) Tierschutz
+ -
-Gesundheit der Tiere wird regelmäßig geprüft -keine artgerechte Ernährung
z.B Impfungen, Untersuchungen statt Gras, Heu essen sie Soja, Mais,
-3 Mahlzeiten am Tag Nahrungsergänzungsmittel wie Hormone,
-regelmäßige Säuberung der Mastbuchten Antibiotika
- pro Tier: 10m2 (vgl. Deutschland: 2,7 m2) -schnelle Gewichtszunahme bis zur
Schlachtreife: 14- 16 Monate, 500kg
-Tiere werden von ihrer Familie getrennt und
verkauft

b) Ökonomische Gesichtspunkte
+ -
-Agrobusiness mit vertikaler und horizontaler -häufig schlechte Qualität des Fleisches
Integration -rohes Fleisch enthält Spuren von
kostensparend durch eigene Schlacht- und Medikamenten, Antibiotika
Zerlegbetriebe
-hohe Einnahmen
Rindfleisch, Hühner, Schweinefleisch sind
die drei wichtigsten Agrarprodukte in den USA
mit einem Produktionswert von insgesamt 95,3
USD im Jahr 2018 (S. 33)
c) Ökologische (regional, global) Gesichtspunkte
+ -
-Abgabe der tierischen Exkremente nach -18% der gesamten Treibhausgasemissionen
Lufttrocknung als Dünger an lokale Farmer und 9% aller anthropogener Co2-Emissionen
verursacht die Viehhaltung
-hoher Wasserverbrauch
1kg Rindfleisch =20 bis 43 Tonnen Wasser
-55% der Bodenerosionen und
Sedimentationen, 37% des Pestizideinsatz,
50% des Antibiotikaverbrauchs, 1/3
Süßwasserbelastung mit Stickstoff und
Phosphat
-hohe Konzentration von organischem Dünger
führt zu Emissionen, Luft-, Boden- und
Wasserbelastungen
-schlechte Umwandlungseffizient von
pflanzlichen in tierische Kalorien