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Was passiert heute?

Zentraler elastischer Stoß


Zentraler inelastischer Stoß
katgym.by.lo-net2

Systeme mit veränderlicher Masse

Freenet.de

Der zentral elastische Stoß

vor dem Stoß nach dem Stoß


p , p ,E ,E p‘ , p‘ , E‘ , E‘
m1 1 2 1 2
1 2 1 2
! !
v1 = v1ex ! !
v 2 = v 2 ex

x
m2

Aus dem Impuls- und Energie


erhaltungssatz folgt:
Dabei wurde willkürlich die potentielle
! ! ! ! !
p1 + p2 = p1¢ + p2¢ = pges Energie Epot = 0 gesetzt. Dies ist erlaubt, da
der Nullpunkt der potentiellen Energie frei
(*)
E1 + E2 = E1¢ + E2¢ = Eges wählbar ist. Die beiden Massen haben also
nur kinetische Energie.

1
Der zentral elastische Stoß
(***) durch (**) dividiert ergibt:
Aus (*) folgt
v1 + v1¢ = v2 + v2¢
m1v1 + m2 v2 = m1v1¢ + m2 v2¢ Þ v2¢ = v1 + v1¢ - v2
m1 2 m2 2 m1 2 m2 2 v1¢ = v2 + v2¢ - v1
v1 + v2 = v1¢ + v2¢
2 2 2 2
Setzt man v2¢ in (**) ein, ergibt sich:
und weiter
m1 (v1 - v1¢ ) = m2 (v2¢ - v2 ) (**) m1 (v1 - v1¢ ) = m2 (v1 + v1¢ - 2v2 )
( ) (
m1 v12 - v1¢2 = m2 v2¢2 - v22 ) m1v1 - m1v1¢ = m2v1 + m2v1¢ - 2m2v2

- (m1 + m2 )v1¢ = -(m1 - m2 )v1


m1 (v1 - v1¢ )(v1 + v1¢ )
- 2m2 v2
= m2 (v2¢ - v2 )(v2¢ + v2 ) (** *)

Der zentral elastische Stoß


Speziell wenn v2 = 0: v1¢ = 0, v2¢ = v1
Auflösen liefert schließlich
m1 - m2 2m2 2. m1 >> m2 Þ v1¢ » v1 , v2¢ » 2v1 - v2
v1¢ = v1 + v2
m1 + m2 m1 + m2
und speziell, wenn v2 = 0:
Einsetzen von v1¢ in (**) liefert v1¢ » v1 , v2¢ » 2v1
2m1 m - m1
v2¢ = v1 + 2 v2
m1 + m2 m1 + m2 3. m2 >> m1 Þ v1¢ » -v1 + 2v2 , v2¢ » v2
Spezialfälle: è Versuche
und speziell, wenn v2 = 0:
1. m1 = m2 v1¢ » -v1 , v2¢ » 0

Þ v1¢ = v2 , v2¢ = v1

2
Der zentral elastische Stoß Q
Der Energieübertrag Q auf den zweiten
Körper ist definiert als:
E2¢
Q=
E1

Es soll jetzt der Spezialfall v2 = 0 betrachtet


werden: 2
1 m æ 2m1 ö 2
E2¢ = m2 v2¢ = 2 çç ÷ v1
2

2 2 è m1 + m2 ÷ø optimaler Energie-
übertrag für m1 = m2
1 4m1m2 4 (m1 / m2 )
= m1v12 = E1
2 (m1 + m2 ) 2 (1 + m1 / m2 )2
4 (m1 / m2 )
Þ Q=
(1 + m1 / m2 )2 m1/m2

Der zentral inelastische Stoß

è Versuch Luki-Bahn

v1
v1 > 0 v1¢ = v2¢ =
v2 = 0 2

vor dem Stoß nach dem Stoß

3
Der zentral inelastische Stoß m1 m1 / m2
folgt Q= =
Es gilt wieder die Impulserhaltung: m1 + m2 1 + m1 / m2
! ! !
p1 + p2 = p¢ Q
m1v1 + m2v2 = (m1 + m2 )v¢
m1v1 + m2v2
Þ v¢ =
m1 + m2

Für den Gesamtenergieübertrag Q


gilt dann im Spezialfall v2 = 0:
E ¢ 12 (m1 + m2 )v¢2 m1/m2
Q= =
E1 2
2 m1v1
1 DE = E ¢ - E1
m2
m1v1 =- E1 < 0
Mit v¢ = m + m
m1 + m2 Die Energieerhaltung gilt beim 1 2
Inelastischen Stoß nicht !!

Systeme mit veränderlicher Masse


!
Grundgesetz der Mechanik: v ! !
v + Dv
" dp" " m
Fa = = p! t
dt ! m + Dm
u Dm
t + Dt
Ist die Masse nicht konstant,
kann man formal die Gleichung "
"
Um sicher Fa = p! anwenden
differenzieren:
zu können.
" " d "
Fa = p! = (m × v ) Impuls des Systems vor dem Stoß:
dt ! ! !
" " pvor = m × v + Dm × u
= m! × v + m × v!
Impuls nach Dt:
! ! !
pnach = (m + Dm)× (v + Dv )
Ist das so richtig?

4
Systeme mit veränderlicher Masse
Impulssatz kann bedenkenlos aufgestellt werden, da die Gesamt-masse im System
konstant bleibt: (Differenzenform)
! Dp! ! ! 1
Fa = = {pnach - pvor }
Dt Dt
! ! ! ! 1
= {(m + Dm ) × (v + Dv ) - m × v - Dm × u }
Dt
! ! ! ! ! ! 1
= {m × v + Dm × v + m × Dv + Dm × Dv - m × v - Dm × u }
Dt
Für Dt ® 0 :
! ! !
Dm dm Dv dv Dm × Dv
= ; = ; ®0
Dt dt Dt dt Dt

Systeme mit veränderlicher Masse

! ! !
dv ! ! dm v
Þ Fa = m × - (u - v ) m
dt dt
!
u Dm
Interpretation dieser Gleichung:
! !
dv ! dm ! dm
(i) Fa = m × + v ×
dt dt
-u ×
dt
" "
()
= p! - u × m!
!
v
" "
Þ Fa + u × m! = p!
"
() m
!
u Dm

Der Impuls eines Körpers ändert !sich durch die


Einwirkung einer äußeren Kraft Fa und durch den Impuls,
den Massenelemente mitbringen oder „forttragen“.

5
Systeme mit veränderlicher Masse

! ! !
dv ! ! dm v
Þ Fa = m × - (u - v ) m
dt dt !
! u Dm
! ! ! dm dv
(ii) Fa + (u - v ) × = m×
dt dt
è Beschleunigung des großen Körpers
! ! !
Berücksichtig man, dass u - v = vrel, dann bedeutet
!
(u! - v! )× dm = v!rel × dm = FS eine Kraft, die man als Rückstoß oder
dt dt Schub bezeichnet

! ! ! !
dv !
Þ Fges = Fa + FS = m(t ) × = m(t ) × a
dt

Beispiel: Rakete
x
Eine Rakete besitze zu Anfang die Masse m0,
zu einem späteren Zeitpunkt die Masse m(t).
!
v m
! ! ! dt mit
Die Treibstoffgase dm werden im Zeitintervall
einer konstanten Geschwindigkeit vrel = u - v
relativ zum Raketenkörper ausgestoßen.

Der Impulsübertrag des Treibstoffs ist: !


! ! u
dpT = dm × vrel dm

Auf die Rakete wirkt die Schubkraft:


! dp!T !
vrel
FS = = dm ×
dt dt

6
Rakete
x
Für die resultierende beschleunigende Kraft im Schwerefeld
der Erde ergibt sich:
! ! !
! ! dm dv v m
Fges = m(t ) × g + vrel × = m(t ) ×
dt dt
Im freien Raum:
! !
! dm dv
Fges = vrel × = m(t ) ×
dt dt !
u
dm
Startet die Rakete genau senkrecht gehen die obigen
Gleichungen in skalare Gleichungen über.

Berechnung der Geschwindigkeit der Rakete:


!
dv ! dm !
m(t ) × = m(t ) × g + × vrel
dt dt

Lösen der Differentialgleichung


Lösen der DGL über Separation der Variablen
!
dv ! 1 dm ! Entfernt sich die Rakete weit von der Erdoberfläche,
=g+ × × vrel dann variiert auch die Erdbeschleunigung.
dt m(t ) dt
!
t
dv
t
æ 1 dm ! !ö
ò0 dt dt = ò0 ççè m(t ) × dt × vrel + g ÷÷ødt
!
v (t ) t t
! 1 dm ! ! ! ! !
!
ò ò0 m(t ) dt
d
v (0)
v = × × v rel × dt + ò0 × dt
g vrel = u - v
konstante Relativgeschwindigkeit
!
v (t ) m t
! ! t
dm !
!
ò dv = vrel × ò
v (0) m0
+ ò g × dt
m 0

7
Lösen der Differentialgleichung
!
v (t ) m t
! ! t
dm !
!
ò d
v (0)
v = v rel ò
×
m0
m
+ ò
0
g × dt Ausführen der Integration

! ! ! !
v (t ) - v (0) = vrel × (ln mt - ln m0 ) + g × t

à Raketengleichung

! ! ! m ! mt
v (t ) = v (0) + vrel × ln t + g × t ; ln <0
m0 m0

!
Endgeschwindigkeit hängt nur von der Ausstoßgeschwindigkeit vrel und
vom Verhältnis Nutzlast / Startmasse ab.

Abschätzen der Endgeschwindigkeit

Um in den Weltraum zu fliegen, muss die Rakete eine gewisse Geschwindigkeit


erreichen, um dem Gravitationsfeld der Erde zu entkommen.

Typischer Energiegehalt des Brennstoffes: wT » 4 ×107 J kg -1


1 !2 !
Mit wT = × vrel ergibt sich daraus: vrel = 2wT » 4500 m
2 s
(Abschätzung der maximalen relativen Ausstoßgeschwindigkeit bei kompletter
Umwandlung der Verbrennungsprodukte in kinetische Energie)

Das Verhältnis von Startmasse zur Nutzlast ist nicht beliebig konstruierbar. Ein
Verhältnis von 15:1 ist theoretisch möglich, in der Praxis werden maximal
Verhältnisse über 5:1 erreicht.

8
Abschätzen der Endgeschwindigkeit

mt 1 m
= Þ ln t » -1,6 eingesetzt in die Raketengleichung
m0 5 m0

! ! ! m ! ! !
v (t ) = v (0) + vrel × ln t + g × t mit vrel » 4500 m ; v0 = 0
m0 s
!
ergibt vmax (tend ) » 7200 m s
Brennschlußgeschwindigkeit für eine Rakete mit
einer Brennstufe

Wie groß muss die Geschwindigkeit sein? è Fluchtgeschwindigkeit

Die Gravitationskraft zwischen zwei Körpern lautet

! G
FGravitation = -m × M × 2 × rˆ
r

Raketengeschwindigkeit
Mit dem Energieerhaltungssatz folgt dann:
¥ ! ¥
1 !2 ! æ Gö
Ekin = E pot ; Þ m(t ) × v flucht = ò FGravitation × dr = ò ç - m(t ) × M × 2 ÷ × dr
2 0 0è
r ø

1 !2 G
Nach Auflösen des Integrals: m(t ) × v flucht = m(t ) × M ×
2 r

! G
Þ v flucht = 2 × M × » 11200 m
r s

Eine Rakete mit einer Brennstufe und maximaler Nutzlast zu Startmasse bekommt
eine zu geringe Geschwindigkeit (7200 m/s) um die Erde „verlassen“ zu können.

9
Raketen mit mehreren Brennstufen
Beispiel einer zweistufigen Rakete
! mn: Leermasse der Stufe
Stufe Massen vrel
mT: Treibstoffmasse der Stufe
1. Brennstufe mn=18t 3600 m/s
mT=230t
Abschätzung (ohne Gravitation) 1. Stufe:
2. Brennstufe mn=6t 4100 m/s
mT=38t
! ! ! m
3. Nutzlast mn=1t v (t ) = v (0) + vrel × ln n
mT=1,4t mt

mn= 18t+38t+6t+2,4t = 64,4t ! m 64,4 m


Þ v (t ) = 0 + 3600 × ln » -5460
mt= 248t+44t+2,4t = 294,4t s 294,4 s

Dann brennt die 2. Stufe: ! m m 8,4


Þ v (t ) = -5460 + 4100 × ln »
s s 46,4
mn= 8,4t
m m
mt= 38t+6t+2,4t = 46,4t » -5460 - 7007 » -12467
s s

10
11
12
Fortaleza

Brasília
Recife

Goiânia
Salvador
Uberlândia
Belo Horizonte

Rio de Janeiro
Grande São Paulo

Florianópolis

Still
daylight in
California. Chicago
The biggest concentration of
lights (from top to bottom)
are the cities of Boston,
New York, Philadelphia and
Washington.

Dallas
Puerto Rico
Houston Miami

13
14
Was passiert das nächste Mal?

Drehimpuls
Bewegungsgleichung starrer Körper
systemdesign.ch

Drehimpulserhaltung

swimsports.ch

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