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Inhalt

1. Jugend 3
2. Reisen ins Ausland 4
2.1 Erste Reise nach Venedig 4
2.2 Zweite Reise nach Italien 4
2.3 Reise in die Niederlande 5
3. Dürers späteres Leben und Tod6
4. Literatur 7
1. Jugend

Albrecht Dürer war einer der bekanntesten Maler der Renaissance, der am 21. Mai 1471 in
Nürnberg geboren ist.1 Sein Vater Albrecht kam aus Ungarn und er war Goldschmied. Er kam
1455 nach Nürnberg und heiratete 1467 Barbara Holper, die Tochter seines Meisters
Hyeronimus.2 Albrecht war das dritte von 18 Kindern in dieser Ehe.3 Bis zum 13. Lebensjahr
besuchte Dürer die Schule. „In früher Jugend nahm ihn der Vater in seine Werkstätte, um ihn
in der Goldschmiedekunst auszubilden“.4 „Aus diesen Lehrjahren stammen: sein Brustbild,
welches er 1484 nach dem Spiegel auf Pergament zeichnete, und eine Madonna mit zwei
Engeln von 1485 im Berliner Kupferstichkabinett“.5 Aber am Ende seiner Ausbildung, wollte
der junge Dürer Maler werden.6 „Der Vater war damit nicht recht zufrieden, gab aber nach
und ließ den Sohn drei Jahre lang in der großen Werkstatt von Michael Wolgemut arbeiten,
wo er nicht nur mit der Malerei, sondern auch mit der Buchillustration wie mit dem Druck-
und Verlagswesen vertraut wurde“.7

Nach der Vollendung der Lehrzeit ließ sein Vater ihn für vier Jahre auf eine Reise gehen:
“Und da ich ausgedient hatte, schickte mich mein Vater hinweg, und ich blieb vier Jahre
außen, bis dass mich mein Vater wieder forderte“8. Leider sagt Dürer in der Familienchronik
nicht wo er ging, aber es kann mit Sicherheit geschlossen werden, dass er zwischen 1492 und
1494 in Basel, Kolmar und Straßburg war, und dort arbeitete er als Grafiker bei verschiedenen
Verlagern und Druckern.9 Sein Wunsch war mit Martin Schongauer zu arbeiten aber als er im
Jahr 1492 nach Colmar kam, war Schongauer tot. Als er nach Nürnberg zurückkam, heiratete
er am 7. Juli 1494 Agnes Frey, die Tochter eines angesehenen Bürgers. Sie hatten keine
Kinder.

2. Reisen ins Ausland


1
Meyer 1885-1892: S. 243
2
Jantzen 1959: S. 164
3
Meyer 1885-1892: S. 243
4
Meyer 1885-1892: S. 243
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Langwiesche 1920: S. 2
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Jantzen 1959: S. 164
7
Jantzen 1959: S. 164
8
Langwiesche 1920: S.2
9
Jantzen 1959: S. 164

2
2.1 Erste Reise nach Venedig

Noch in demselben Jahr sah er Bilder der italienischen Meister und deswegen ging er im
Herbst nach Venedig, wo er bis Anfang 1495 blieb.10 Dort hat er Kaltnadelradierungen und
Holzschnitte machen gelernt.

Als er wieder nach Nürnberg zurückkam, arbeitete er in seiner eigenen Werkstatt. Er arbeitete
hauptsächlich als Grafiker für die Holzschnitte und Kupferstiche, und er übernahm „Aufträge
für die kirchliche Kunst in der Herstellung von Altären“.11 „Im Jahr 1498 gab er im eigenen
Verlag die Holzschnittfolge der „Heimlichen Offenbarung Johannis“ in 15 großen Blättern
heraus, und zwar in Buchform, je eine Ausgabe mit deutschem und eine mit lateinischen
Text“.12 Jede Graphik trägt das Monogramm des Künstlers. Zu Dürers Lebzeiten wurde der
Zyklus mehrfach herausgegeben. Die darin zutage „tretende gewaltige Gestaltungskraft stellte
ihn in die erste Reihe der deutschen Künstler“.13 Zusätzlich zu seiner Kunstfertigkeit ist
Dürers Reputation in seiner Vaterstadt gewachsen.

2.2 Zweite Reise nach Italien

„1505, zehn Jahre nach seiner ersten Italienreise, ging er zum zweiten Male nach Venedig als
ein hauptsächlich durch seine Graphik bereits bekannt gewordener Künstler“.14 In Venedig
übernahm er die Aufgabe, einen großen Altar für die deutsche Handelskirche mit dem Thema
"Rosenkranzfest" zu malen.15 In einem Brief teilte er seinem Freund, Willibald Pirckheimer,
mit, dass er für acht oder zehn Tage Bologna besuchen wolle, „um Kunst willen in heimlicher
Perspectiva, die mich einer lehren will“.16 In Bologna ist Dürer „von den italienischen
Künstlern mit hohen Ehren empfangen“.17 Im Jahr 1509 kaufte Dürer ein Haus am Tiergärtner
Tor, bekannt als „Dürer-Haus“.18 Zwei Jahre später, veröffentlichte Dürer „in eigenem Verlag
eine ganze Reihe von Holzschnitten in Form von Büchern, an denen er in den vergangenen

10
Langwiesche 1920: S. 2
11
Jantzen 1959: S. 165
12
Jantzen 1959: S. 165
13
Jantzen 1959: S. 165
14
Jantzen 1959: S. 165
15
Jantzen 1959: S. 165
16
Rupprich 1956: S. 59
17
Jantzen 1959: S. 165
18
Jantzen 1959: S. 165

3
Jahren gearbeitet hatte“.19 Das sind: „Die kleine Passion“ mit 37 Blättern, „Die große
Passion“ bestehend aus 11 Holzschnitten und einem Titelblatt, „Marienleben“ bestehend aus
19 Holzschnitten und einem Titelblatt. Alle diese Holzschnittwerke wurden mehrmals
verkauft, und diese Werke bieten eine neue und reichhaltige Bildwelt für religiöse
Bedürfnisse.

2.3 Reise in die Niederlande

Vom 4. bis 15. Februar 1512 hielt sich der Kaiser Maximilian I. in Nürnberg auf. Dürer wurde
zur Verschönerung der Kunstwerke des Kaisers herangezogen und beschäftigte sich mit der
Herstellung der umfassenden „Ehrenpforte“. „Das war ein bildlicher Triumphbogen aus 92
Holzschnitten“.20 1515 erhielt Dürer „auf sein Ansuchen vom Kaiser ein lebenslänglich zu
zahlendes Jahresgeld von 100 Gulden rheinisch“.21 Drei Jahre später, am 28. Juli ließ sich der
Kaiser Maximilian von Dürer in einer Kohlezeichnung darzustellen. Dürer schuf in den
vorherigen Jahren seine Meistergraphiken: „Ritter, Tod und Teufel“ (1513), die
„Melancholie“ (1514) und „Hieronymus im Gehäus“ (1514). Im Jahr 1519 ging Dürer
nochmal in die Schweiz. Er ging mit Willibald Pirckheimer und Martin Tucher, die im
Auftrag der Stadt Nürnberg nach Zürich reisten.22

In der folgenden Zeit war der wichtigste Einfluss in Dürers Leben seine Reise in die
Niederlande. Am 12. Juli 1520 führ er mit seiner Frau nach Antwerpen, wo er ein ganzes Jahr
verbrachte. „Den Anlass zu dieser Reise gab der Tod des Kaisers Maximilian I. 1519“. 23
„Um sich sein von Maximilian verliehenes Jahresgeld zu sichern, musste Dürer die amtliche
Bestätigung von dem neugewählten Kaiser Karl V. erlangen, der zur Kaiserkrönung nach
Aachen fuhr“.24 Dürer erhielte am 12. November in Köln „die Bestätigungsurkunde über sein
Jahresgehalt“.25 „Er benutzte dann die Reise um die Niederlande von Antwerpen aus nach
allen Seiten kennenzulernen“.26 Sein Reisetagebuch enthält alle Details über seine Reise, aber
da Tagebuch wurde in Transkripten aufbewahrt und enthüllt die seine Erfahrungen, Erlebnisse
und viele neue Bekanntschaften. Als er 1521 schon seien Heimreise plante, lud ihn König

19
Jantzen 1959: S. 165
20
Jantzen 1959: S. 165
21
Jantzen 1959: S. 165
22
Scheible 1997: S. 59
23
Jantzen 1959: S. 166
24
Jantzen 1959: S. 166
25
Jantzen 1959: S. 166
26
Jantzen 1959: S. 166

4
Christian II. Von Dänemark, der in die Niederlande geflohen war, ein und Dürer machte ein
Porträt von ihm.

3. Dürers späteres Leben und Tod

Als Fünfzigjähriger kehrte Dürer in seine Vaterstadt zurück. Neben seiner fortlaufenden
künstlerischen Arbeit standen nun die Fragen der Drucktheorie, die ihn lange geplagt haben,
im Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit.27 Zuerst kam die „Unterweisung der Messung mit
dem Zirkel und Richtscheid“ im Jahr 1525 heraus, und danach im Jahr 1527 erschien die
„Befestigungslehre“ unter dem Titel: „Etliche Underricht zu befestigung der Sett Schloß und
Flecken“ (mit 21 Holzschnitten). Die „Vier Bücher von menschlicher Proportion“ wurden
1528 gedruckt, aber Dürer starb bevor das Buch gedruckt war.28

„In der Zeit nach der niederländischen Reise waren auch für Nürnberg die Jahre gekommen,
in denen Dürer mehr und mehr von den religiösen Kämpfen der Reformationszeit in Anspruch
genommen wurde“.29 Dürer stand auf der lutherischen Seite, lehnte aber mit seinem festen
und klaren Standpunkt die übermäßigen Forderungen der neuen Lehren ab.30

Dürer starb von einer Krankheit am 6. April 1528. Es scheint, dass die niederländischen Jahre
den Reim des Todes legten.31 Dürer leidet seit seinem Aufenthalt in den Niederlanden an
Malaria, er bemerkte die Krankheit erstmals im April 1521 in Antwerpen und sein Symptom
war hohes Fieber.32 „Nicht weit entfernt von dem Grab seines Freundes Pirckheimer ruhten
die irdischen Reste Dürers auf dem Johanniskirchhof lange unter einer einfachen Metallplatte,
welche sein Schwiegervater Frey für sich und seine Familie errichten ließ, bis Joachim von
Sandrart 1681 das verfallene Grab aufs neue errichtete“.33 Durch die Bemühungen des
Albrecht-Dürer-Vereins in Nürnberg machte König Ludwig einen Vorschlag, eine
Bronzestatue in Nürnberg zu errichten, um den Jahrestag von Dürers Tod zu feiern.34

27
Jantzen 1959: S. 166
28
Jantzen 1959: S. 166
29
Jantzen 1959: S. 166
30
Jantzen 1959: S. 166
31
Langwiesche 1920: S. 2
32
Rupprich 1956: S. 167.
33
Meyer 1885-1892: S. 245
34
Meyer 1885-1892: S. 245

5
4. Literatur

Jantzen, Hans, (1959): Albrecht Dürer, Band 4 , S. 164-166, Berlin: Duncker & Humblot
[Online-Version]; URL:
https://daten.digitalesammlungen.de/0001/bsb00016320/images/index.html?, Zugriff:
15.6.2020

Langwiesche, Karl Robert (1920): Meister Albrecht Dürer, Leipzig: Der eiserne Hammer

Meyer, Joseph (1885-1892): Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, S. 243-245,


Leipzig/Wien: Verlag des Bibliographischen Instituts [Online-Version]; URL:
https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=104642, Zugriff: 15.6.2020

Rupprich, Hans (1956): Albrecht Dürer. Schriftlicher Nachlaß. I, Berlin [Online-Version];


URL: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/rupprich1956bd1/0296, Zugriff: 15.6.2020

Scheible, Helga (1997): Willibald Pirckheimers Briefwechsel, IV. Band, C.H. Beck'sche
Verlagsbuchhandlung, München [Online-Version]; URL: https://books.google.ba/books?
id=UYLvNrAiansC&printsec=frontcover&hl=hr#v=onepage&q&f=false, Zugriff: 15.6.2020