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19.03.

2020 Biologie Aleksandra Glowacka 8C

Tumorerkrankungen beim Menschen

Kurzvideos
1. Wie entsteht ein Tumor (https://www.youtube.com/watch?v=XS0JFu_nS6o)

Der Krebs ist ein Sammelbegriff für viele verschiedene Krankheiten mit übermäßigem und unkontrolliertem
Zellwachstum. Durch Umwelteinflüsse oder interne Faktoren kann die DNA geschädigt werden und reagiert
nicht mehr auf den Körper. Anstatt abzusterben teilt sie sich weiter und wird durch neue Blutgefäße
versorgt. Kritisch wird es, wenn diese durch die Blutbahn in weitere Körperteile gelangen und
metastasieren.

2. Krebs erklärt - gutartig oder bösartig? (https://www.youtube.com/watch?v=J6P3FEisgmw&t=19s)

Krebs ist eine der häufigsten Todesursachen auf der Welt. Der Name Krebs kommt von dem griechischen
Namen „karkinos“ was so viel wie Tier oder Krankheit bedeutet. Die Ursache ist immer eine Zelle mit
defektem Erbgut die nicht repariert werden kann. Diese teilt sich dann unkontrolliert weiter (Neoplasie).
Gutartige Tumore (benigne) wachsen sich im Körper, aber greifen das benachbarte Gewebe nicht an.
Bösartige Tumore (maligne) werden als Krebs bezeichnen und greifen das Nachbargewebe an und zerstören
es. Diese verteilen sich durch die Blutbahn im ganzen Körper und können Tochterkolonien gründen. Je nach
Tumor sind die Symptome und Krankheitsverläufe unterschiedlich.

3. Entstehung von Krebs (https://www.youtube.com/watch?v=t8lFeygxpYw)

Dieses animierte Video schildert wie Krebs entstehen kann. Im Normalfall werden Schäden in der DANN
sofort Repariert oder die Zelle zerstört sich selbst. Wenn dieses System aber versagt, teilt sich diese
unkontrolliert und verdrängt die gesunden Zellen. Der Körper kann dann immer noch eingreifen und diesen
mutierten Zellhaufen überwachsen und somit von der Sauerstoffzufuhr abkapseln. Im schlimmsten Fall
übersteht das der Tumor, wird in weiterer Folge von neuen Arterien versorgt und gelangt in die Blutbahn. So
kann er an anderen Körperstellen andocken und sich dort weiterverbreiten (Metastasierung).

Entstehung eines Tumors


Bei der Krebsentstehung verändern sich normale Zellen im Körper und werden zu Tumorzellen. Sie vermehren sich
unkontrolliert und wachsen in gesundes Gewebe ein: Ein Tumor entsteht und breitet sich aus. Ein Tumor (lateinisch:
Geschwulst) ist eine anormale Vergrößerung eines Gewebes. Es gibt gutartige, sogenannten benigne Tumore: Sie
verdrängen das umliegende Gewebe, überschreiten aber die Grenze zu den Nachbargeweben nicht. Der Begriff
"Krebs" steht dagegen für bösartige Tumore, man nennt sie auch maligne Tumore. Diese Geschwulste wachsen
ungeordnet und unkontrolliert. Sie dringen in umliegendes Gewebe ein und zerstören und verdrängen es dabei.
Krebszellen können sich außerdem über Blutgefäße oder Lymphbahnen ausbreiten und Absiedlungen in anderen
Geweben und Organen bilden. Diese Tochtergeschwulste heißen Metastasen. Halbbösartige - sogenannte
semimaligne – Tumoren wachsen zwar zerstörend in umliegendes Gewebe ein, bilden aber in der Regel keine
Metastasen. Tumorzellen sind sehr wandlungsfähig: Sie können sich in kurzer Zeit an neue Bedingungen anpassen.
Dadurch entkommen sie zum Beispiel dem körpereigenen Immunsystem oder werden resistent gegen eine Therapie. 1
Es ist schwierig die genaue Ursache solcher Krebserkrankungen zu finden, da vor allem äußerliche Einflüsse wie
Ernährung, Umgebung und Lebensstil eine große Rolle spielen. Alkohol, Zigarettenrauch, Stress, diverse Strahlung
und vieles mehr gehören zu den Hauptverursachern von Krebs.

Verlauf der Krankheit


Ein typisches Merkmal von Krebserkrankungen ist, dass sie im frühen Stadium meist keine oder nur
geringfügige Symptome auslösen. Einige davon wären:
1
www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/grundlagen/krebsentstehung.php
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 ständiger Husten, der mit blutigem Auswurf und Heiserkeit einhergeht


 Hautveränderungen
 Blut im Stuhl
 dauerhafte Verdauungs-, Magen-, Darm- oder Schluckbeschwerden
 Knoten, die sich unter der Haut, der Brust oder den Hoden ertasten lassen
 chronische Müdigkeit und Leistungsschwäche
 Wunden oder Geschwüre, die nicht heilen
 dauerhafte Appetitlosigkeit
 Gewichtsverlust, der sich nicht erklären lässt

Ein Tumor lässt sich mit folgenden Methoden diagnostizieren: Ultraschalluntersuchung,


Skelettszintigraphie zum Aufspüren von Tochtergeschwülsten, CT, MRT oder Biopsie. 2

Man spricht von Remission, wenn der Patient erstmals geheilt ist, die Krankheit aber in kommender Zeit
wiederkommen könnte. Als geheilt bezeichnet man einen Patienten, der seit mindestens 5 Jahren keinen Rückfall
erlebt hatte.3

Arten von Tumoren


Wie bereits erwähnt unterscheidet man zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren. 4
gutartig (benign): wächst im Körper weiter, ohne das umliegende Gewebe zu beschädigen, metastasiert nicht,
meistens leicht zu entfernen
Adenom:5 ähnlich wie Karzinom, aber gutartig
z.B. als Polyp im Magen-Darm-Trakt
bösartig (malign): wächst sehr schnell, dringt in benachbartes Gewebe ein und zerstört es, wird durch Blutgefäße
versorgt, streut im Körper und bildet Metastasen
Karzinom:6 entsteht im Deckgewebe der Haut oder in Drüsen- und Schleimhautzellen, 80% aller
Krebserkrankungen
z.B. Leberkrebs, Brustkrebs, Hodenkrebs, …
Sarkom:7 Geschwulst mit krebsähnlichem Charakter, metastasiert frühzeitig in die Blutgefäße, 1% aller
Krebserkrankungen; Ursprung im Binde- und Stützgewebe (Knochen, Knorpel) oder im Muskelgewebe
z.B. Osteosarkom, Fibrosarkom, Angiosarkom, …
Blastom:8 embryonaler Tumor, entsteht während Gewebe- und Organentwicklung, Herkunft meist unbekannt

Onkogene und Onkoviren


Onkogene:9 fördern den unkontrollierten Zellwachstum bei Tumoren
Onkoviren:10 tumorauslösende Viren, 10-15% aller Krebserkrankungen

2
https://www.qualitaetskliniken.de/erkrankungen/krebs/
3
https://www.onmeda.de/krankheiten/krebs.html
4
https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/krebs/alles-ueber-tumore/tumortypen.html
5
https://de.wikipedia.org/wiki/Adenom
6
https://de.wikipedia.org/wiki/Karzinom
7
https://de.wikipedia.org/wiki/Sarkom
8
https://de.wikipedia.org/wiki/Blastom
9
https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/onkogene/47777
10
https://de.wikipedia.org/wiki/Onkovirus
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z.B. Hepatitis B, Hepatitis C, Herpes, Papillomviren, …

Zusammenhang zwischen Krebs und Lebensgewohnheiten


Es existieren viele Arten von Krebs, bei welchen die Chancen diesen zu bekommen mehr oder weniger ähnlich hoch
sind. Bei anderen spielen wiederum die äußeren Risikofaktoren, die Krebs auslösen können, eine große Rolle:
 genetische Veranlagung
 ungesunde Ernährung (viel rotes Fleisch, Alkohol, Mangel an Ballaststoffen, Obst, Gemüse)
 Tabakkonsum (verantwortlich für Entstehung von Lungenkrebs)
 ionisierende Strahlung wie Röntgenstrahlen, Radonstrahlen oder Strahlenunfälle
 Umweltgifte
 intensive UV-Strahlung, die Hautkrebs auslösen kann
 bestimmte Infektionen wie HPV-Infektionen oder Hepatitis-B-Infektionen 11

Behandlungsmöglichkeiten
Da jede Tumorerkrankung von Mensch zu Mensch unterschiedlich verläuft, ist eine individuelle Abstimmung der
Behandlung erforderlich. So richtet sich die optimale Krebsbehandlung nach der Tumorart sowie deren Ausbreitung.
Die Krebstherapie verfügt über drei Grundsäulen. Dabei handelt es sich um:
 die Operation
 die Chemotherapie
 die Strahlentherapie

Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind


 die Hormontherapie, die bei hormonabhängigen Krebsarten wie Prostatakrebs oder Brustkrebs zur
Anwendung gelangt,
 die Antikörpertherapie (Immunbehandlung), in deren Verlauf spezielle Antikörper die Krebszellen
angreifen, sowie
 die zielgerichtete Krebstherapie, bei der zielgerichtete Arzneimittel gegen die Tumorzellen vorgehen. 12

Verbreitung von Krebsarten auf verschiedenen Kontinenten


Laut WHO hat die Zahl der weltweiten Krebserkrankungen seit 2012 um vier Millionen Krebserkrankungen und die
Zahl der Todesfälle um 1,4 Mio. zugenommen. In ärmeren Ländern finden wir häufig infektionsbedingte
Krebserkrankungen wie etwa Magen, Leber und das Gebärmutterhals-Karzinom. In reicheren Ländern zählen Brust,
Darm und Bauchspeicheldrüsenkrebs zu den verbreiteten Tumorerkrankungen. Weltweit fallen 23,4% der Krebsfälle
und 20,3% der Todesfälle auf Europa. Amerika verzeichnet 21,0% Erkrankungen und 13,3% Todesfälle. In Asien
und Afrika gibt es 57,3% bzw. 5,8% an Krebserkrankungen und 48,4% bzw. 7,3% Todesfälle. Die Überlebensrate
ist in Europa und Amerika recht hoch im Gegensatz zu Asien und Afrika. 13

11
https://www.qualitaetskliniken.de/erkrankungen/krebs/
12
https://www.qualitaetskliniken.de/erkrankungen/krebs/
13
https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Krebs_gesamt/krebs_gesamt_node.html