Sie sind auf Seite 1von 24

„Ich hab’ kein Geld“

Das Kraftfeld des Mangels schneller auflösen

Channeling von Tio

übermittelt von Silvie Katz

März 2007

www.silvie-katz.de

Weitergabe zu kommerziellen Zwecken nur mit schriftlicher Genehmigung von Silvie Katz

Tio: Ich grüsse euch alle mit grosser Freude, und ich (betont) begrüsse, dass
diese Veranstaltung blüht, wächst und gedeiht. Und ich hoffe, ich kann euch
nicht nur einen interessanten Abend heute anbieten, sondern auch
Gedankensanstösse, die ihr mit nach Hause nehmen könnt und die zur
tatsächlichen Verbesserung eurer Lebenssituation beitragen. Denn das Thema,
über das ich heute rede, ist eines, mit dem fast jeder Mensch in dieser Zeit und
in dieser Kultur in irgendeiner Art und Weise zu tun hat. Nur ganz wenige
Menschen sind davon nicht betroffen. In dieser Zeit kann man nun auf eine
andere Ebene der Heilung einsteigen, als man es bisher gekannt hat. Dazu aber
gleich im Vortrag mehr.
In der einleitenden Meditation gibt es nicht nur eine Tiefenentspannung und eine
Synchronisierung eurer Energien für diesen Abend hier, sondern sie stimmt euch
auch ein auf das Thema, und in dieser Meditation möchte ich euch spielerisch
nahe legen, mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen und aus einer anderen
Position auf das Thema Mangel und insbesondere Geld zu blicken. Und damit
das gelingt und leicht ist, habe ich es mit Absicht ein bisschen amüsant gestaltet.
Sehr hilfreich ist es, wenn ihr innere Bilder sehen könnt. Eigentlich kann das
jeder, aber es gibt Menschen, die noch nicht so recht glauben, dass sie es
können. Wenn das so ist, macht euch keine Gedanken darüber, dann denkt
einfach mit oder hört intensiv zu, das hat die gleiche Wirkung. Tatsächlich ist es
so, dass ihr die inneren Bilder durchaus seht, die ich vorstelle, denn jeder
Mensch kann das – jeder Mensch kann träumen, in Bildern, und jeder Mensch
kann tagträumen, ebenfalls in Bildern – und jeder Mensch kann sich auch etwas
vorstellen. Manche Menschen haben aber auf Grund unterschiedlicher
Entwicklungsgeschichten noch nicht so ganz das Vertrauen wiedergefunden,
dass sie es tatsächlich können – dann denkt einfach mit oder hört zu. Ihr seht die
Bilder, auch wenn ihr es nicht merkt.

Silvie, geht es dir gut mit deinen Augen?

1
Silvie (die heute zum dritten mal mit offenen Augen channelt): Ja, wir haben
heute aber keine Mitarbeiterin.

Tio: Leider nicht. Die letzten beiden Male war das nett, da hatten wir nämlich
eine kleine achtbeinige Mitarbeiterin (eine Spinne) an der gegenüberliegenden
Wand sitzen, und auf dieses Tierchen hat Silvie geschaut und hatte so einen
Punkt für die Konzentration. Heute ist leider keine da.

Silvie: Dann gucke ich heute die Lampe an.

Tio: Das kannst du machen.


Dann macht es euch bequem, so gut das im Sitzen geht. Hinlegen können wir
euch nicht, dafür ist nicht genügend Platz da. Gut. Ihr könnt auch nachher die
Körperhaltung noch verändern, wenn etwas zwickt oder drückt.
Jetzt könnt ihr euch sogar anlehnen, wenn ihr eine Lehne habt, die
Lebensenergie fliesst auch durch einen angelehnten Körper.
Und dann beginnt damit, dass ihr ganz einfach auf euren Atem achtet, ohne
etwas zu verändern. Achtet einfach auf den Fluss des Ausatmens und Einatmens
– nehmt einfach nur wahr. Ihr könnt euch eurem persönlichen Rhythmus von
Ausatmen und Einatmen anvertrauen. Der Körper hat seine eigene Intelligenz, er
weiss, wie man atmet, und er atmet für euch. Ihr könnt die Kontrolle
hundertprozentig abgeben. Der Körper atmet euch – in jeder Situation, und er
macht das immer richtig.
Ihr könnt euch vorstellen, ihr würdet an einem warmen Frühlingstag in einem
kleinen Boot auf einem glatten Teich liegen, die Sonne auf euch scheinen lassen
und euch ganz entspannt dem Wiegen der kleinen Wellen hingeben. Geniesst es,
getragen zu werden von Wasser in eurer Vorstellung und vom Atem in der
Wirklichkeit.
Nachher werdet ihr alle im selben Rhythmus atmen, was eine gemeinsame
Energiefrequenz bewirkt – und ihr müsst nichts, gar nichts dafür tun, das stellt
sich von alleine ein, während dieser Meditation.
Lasst euch tragen, sinkt mit jedem Ausatmen tiefer in Frieden, Entspannung und
Gelassenheit. Und wenn ihr möchtet, könnt ihr das Ausatmen nutzen – jetzt –
um alles auszuatmen an Belastungen, was ihr nicht mehr braucht ‒ und was
heute gehen kann, das geht. Ihr könnt die Belastungen und die Hektik des Tages
einfach ausatmen. Auch tiefer sitzende Belastungen, die ihr schon länger hattet,
einfach ausatmen, und versucht ruhig einmal, auch ganz tief sitzende, bohrende
Sorgen und Fragen, die euch schon lange zu schaffen gemacht haben, mit dem
Atem loszulassen. In dieser Gruppenenergie geht das sicher schon ganz gut, und
ihr könnt euch vorstellen, dass all das, was ihr nicht mehr braucht, sich wie
graue Punkte vor Mund oder Nase befindet und sich auflöst in sprühendes
weisses Licht, und dann ist es weg.
Was heute gehen darf, was gestört hat, das geht.
2
Und dann könnt ihr mit dem Einatmen ganz gezielt goldenes Licht, flimmerndes
goldenes Licht, einatmen – eine hohe Frequenz des Vertrauens, des Heilseins
und des Wachstums. Und ihr könnt euch vorstellen oder fühlen, wie dieses
goldene Licht sich über die Lunge sich überall in eurer Brust verteilt, und wie
das Blut das Licht in der Lunge abholt zusammen mit dem Sauerstoff und es
überall in eurem Körper verteilt, bis in die allerletzten Winkel des
Gefässsystems und bis in jede Körperzelle. Jetzt leuchtet jede einzelne
Körperzelle in klarem Gold. Fühlt, wie wohltuend diese Frequenz ist. Und atmet
mit jedem Einatmen mehr von dem Licht ein, und von den Inhalten des Lichts:
Vertrauen, Sicherheit, Heilsein. Was ihr da spürt, ist die Tatsache, dass ihr
eigentlich heil und ganz seid, und wenn die Entwicklung hier auf Erden euch
davon entfernt hat, so findet ihr mit dieser Frequenz leichter wieder hin.

Lasst euch von dem goldenen Licht und von den Gefühlsqualitäten ganz
erfüllen: Vertauen, Sicherheit, Heilsein.
Und dann bitte nehmt ganz sanft Kontakt auf zu eurer Herzmitte. Das ist das
Energiezentrum in der Mitte eurer Brust – euer Herzchakra, auch Herzmitte
genannt. Ihr könnt eine Hand darauf legen oder zwei, drei Fingerspitzen oder
euch einfach nur darauf konzentrieren – wie ihr wollt.
Diese Herzmitte, dieses Energiezentrum, ist ein besonderer Bewusstseinsort.
Dies ist eure energetische Mitte und es ist der Ort, an dem ihr reinen Herzens
seid. Das heisst mit anderen Worten: Hier in eurer Herzmitte spürt ihr eure
göttliche Präsenz, hier wisst ihr, dass ihr ein Funke Gottes seid. Eine
Manifestation all dessen, was ist. Und was von Gott kommt, kann nur göttlich
sein. Hier in eurer Herzmitte, wo ihr reinen Herzens seid, da wisst ihr das. Hier
seid ihr heil und ganz.
An diesem Bewusstseinsort können in wenigen Sekunden tiefe Heilungen
stattfinden. Die Seele steuert, was wann dort geheilt wird – und ihr könnt auch
darum bitten, und was ihr wünscht wird euch oft erfüllt werden.
Hier, in diesem Zentrum eures Seins, fühlt ihr Verbundenheit mit dem Leben
selbst: Mit der Erde, mit allen euren Mitgeschöpfen – liebende Verbundenheit.
Hier in eurer Herzmitte ist auch alles Wissen abrufbar durch einen Gedanken
von euch, alles, was ihr in jeder Minute eures Lebens braucht. Hier könnt ihr
genau erfahren, was ihr entscheiden sollt, was richtig ist, was euer Herz weiss.
Nehmt Kontakt mit eurem Herzen auf, und reinen Herzens werdet ihr richtig
machen, was immer auch zu machen ist.

Und letzten Endes ist eure Herzmitte auch der Ort der kreativen Vision, und als
solchen wollen wir es heute nutzen und eine kleiner, heitere und auch lehrreiche
Fantasiereise machen.
Stellt euch vor, ihr verändert euren Blickwinkel so, dass ihr von draussen aus
dem Weltall auf die Erde schaut, und ihr seht aus einiger Entfernung diesen
wunderschönen blauen Planeten – er ist wirklich etwas Besonderes. Wenn man
ihn sieht, wird man von tiefer Liebe und tiefer Ergriffenheit berührt. Das ist
3
auch jetzt so, wenn ihr euch die Erde vorstellt, wie sie da als vollkommende
blauweisse Kugel vor euch schwebt, mit einer schimmernden Atmosphäre, ein
ganz besonderer Edelstein.
Stellt euch vor, da ist ein Raumschiff – ein Raumschiff mit freundlichen
Ausserirdischen auf Forschungsreise, die dieses Sonnensystem besuchen. Stellt
euch des Weiteren vor, ihr schlüpft einfach mit einem Gedanken in dieses
Rauschiff und begleitet sie eine Weile. Ihr könnt zuhören und verstehen, was sie
miteinander reden, und das wird euch erheitern, und euch ebenfalls eine ganz
neue, weiter führende Perspektive nahe bringen. Es wird euch das Staunen
lehren und euren Blickwinkel sehr verändern – hoffentlich mit einem kleinen
Schmunzeln.

Stellt euch vor, ihr sitzt unbemerkt hinten im Raumschiff. Die Ausserirdischen
sehen euch nicht. Stellt sie euch vor: freundliche Ausserirdische, neugierig,
wissbegierig, lustig – und ihr hört und versteht, was sie miteinander reden.
Ihr hört nun, wie der eine seinen Kollegen anstösst und sagt: „Schau mal da
vorne, das ist aber ein schöner Planet!“
Und sein Kollege sagt: „Ja, aber nun sei mal ruhig und lass mich schauen. Das
ist wirklich ein Wunder da vorne! Es gibt nicht viele solcher schönen Welten.
Ob diese wohl bewohnt ist?“
Und der Erste meint: „Fliegen wir doch ein bisschen näher ran und halten unser
Fernrohr mit Zoom drauf, dann sehen wir ja, ob diese schöne Welt bewohnt ist.
Wäre schade für eine so schöne Welt, wenn sie es nicht wäre.“
Und ihr als heimlicher blinder Passagier hinten im Raumschiff werdet auch
schon ganz gespannt: Was werden die Ausserirdischen auf der Erde finden?
Und sie schauen sich die Erde näher an mit ihren Ferngläsern, und der eine sagt
zum andern: „Jaaaa – da gibt es dreierlei Arten von Leben: Pflanzen, Tiere –
und noch eine Spezies, die müssen wir uns gleich noch mal näher ansehen.
Intelligentes Leben scheint das allemal zu sein – nur bei der dritten Spezies bin
ich mir nicht ganz sicher, ob das wirklich intelligentes Leben ist – aber lass es
uns mal genauer in Augenschein nehmen! Hmmm – diese Wesen gehen auf
zwei Beinen, haben kein Fell, bedecken sich mit Kleidung so ähnlich wie wir –
ja doch, es scheint eine intelligente Spezies zu sein – aber was machen die da?
Ich glaube, die testen einige ziemlich schwierige Themen. Lass und das mal
noch genauer anschauen.“
Sie fliegen noch näher heran und schauen und entdecken Städte und grosse
menschliche Gemeinschaften und sie entdecken all die Dinge, die auf diesem
unserem Planeten Erde gut und schön sind. Sie entdecken blühende Wiesen,
grünende Wälder, fruchtbare Ebenen, wasserführende Flüsse – all das, und sie
entdecken noch etwas Anderes,
Schau mal, sagt der Erste zum Zweiten, es ist aber nicht alles gut da unten, hm?
Die scheinen da ein echtes Problem zu testen. Die leben mitten in der Fülle – in
der Überfülle sogar, da unten ist es wirklich üppig, genug für alle da, das sollten
unsere Leute mal sehen, bei uns zu Hause ist es nicht so üppig – und was tun
4
die? Und dennoch benimmt sich diese Spezies auf zwei Beinen – Menschen
nennen die sich, glaube ich – als wären sie allesamt kurz vor dem Verhungern.
Da verhungern tatsächlich viele, mitten in der Fülle. Sie verteilen ihre Güter
nicht richtig, legen sie auf Halden und denken andauernd, es würde nicht
reichen. Mitten in der Fülle leben sie im Mangel, und es geht vielen richtig
schlecht. Manche leiden echten Mangel, sie haben nicht genug zu essen, sie
haben kein Dach über dem Kopf – dabei ist doch alles da, nur erreicht es sie
nicht. Und dann gibt es noch die anderen, die leben mitten in der Fülle, die
werden satt, die haben ein Dach über dem Kopf, und trotzdem befinden sie sich
im Mangel. Nicht im Körper, aber in der Psyche, sie DENKEN, dass sie mitten
im Mangel leben, und dann fühlt es sich für sie auch so an. Das ist ja ein
seltsames Programm! Das beeinträchtigt sie ungemein.“

„Ja“, sagt der Zweite zum Ersten, „ich sehe das: Das scheint ja wirklich ein
Problem zu sein. Und gerade da, wo die Fülle am grössten ist, da denken die
Menschen am meisten, sie hätten Mangel, und schau mal, was die da für graue
Schleier produzieren über ihren Köpfen. Das verdirbt die Aura der Erde, siehst
du das? Da haben sich schon ganze Wolken aus Mangeldenken entwickelt. Was
ist das denn?“
„Ja“, erwidert der Erste, „die scheinen wirklich was Anspruchsvolles zu testen.
Schauen wir uns das wirklich noch genauer an. Die scheinen Feinde zu haben,
die Menschen da unten. Sie leben in der Fülle und glauben, sie wären im
Mangel, diese Wesen da unten. Ich muss das mal akustisch abfragen, mich mal
darauf einstellen und hören, wie sich ihr Feind nennt! Er hat viele Namen, aber
ein Name, den ich besonders häufig höre, ist – Geld. Geld scheint ihr Feind zu
sein, sag mal, was ist Geld?“
„Hmm“, sagt der Zweite zum Ersten, „so weit ich weiss, ist Geld ein Symbol für
die Fülle.“
„Ahh, und das mögen sie nicht?“

Ihr sitzt hinten im Raumschiff und belauscht noch immer das Gespräch, und ihr
bekommt allmählich immer längere Ohren und werdet immer aufmerksamer,
weil ihr merkt, dass sich eure Perspektive immer mehr verändert. Es ist sehr
interessant, mal mit den Augen eines anderen Wesens zu schauen und aus
neutraler Distanz zu sehen, was auf der Erde los ist. Nun seht ihr diese
wunderbare Welt da unten mit ganz neuen Augen an, was man nur kann, wenn
man eine gewisse Distanz einnimmt und nicht, wenn man mitten drin sitzt.
Ihr hört ganz gespannt weiter zu, was die beiden Ausserirdischen so
herausfinden und was sie reden.

„Aha! Geld ist ihr Feind, niemand will es?“


„Alle wollen es, nur wenn es dann da ist, dann wollen sie es nicht mehr, oder sie
vertrauen nicht darauf, dass es bleibt. Was die da unten nicht wissen, ist wohl,
dass Geld auch eine Intelligenz hat, und wenn man es nicht liebt und nicht
5
willkommen heisst, dann geht es wieder weg, das ist doch logisch. Das scheinen
die da unten aber nicht zu wissen. So entsteht noch mehr Mangel, als sie
ohnehin schon geschaffen haben. Und wenn sie mal Fülle geschaffen haben,
dann stellen sie alles mögliche an, um sie wieder zu vertreiben, und es gibt nur
wenige von ihnen, die damit richtig umgehen und in der Fülle leben. Es gibt
einige, denen es richtig gut geht, und die auch genug von diesem – wie heisst
das noch? – GELD haben. Aber viele sind das nicht. Dabei wäre es so leicht,
dass sie es alle nutzen und es sich gut gehen lassen! Sogar von denen, die genug
Geld haben, glauben noch manche, es würde nicht reichen. Die scheinen aber
mit dem Kraftfeld des Mangels ganz schön harte Experimente zu machen!“
„Jaja“, sagt der andere Ausserirdsiche zu seinem Kollegen, „da müssen wir was
machen. Was meinst du?“
„Hmm“, entgegnet der Andere, „das sollten wir wohl. Das werden wir gleich
tun. Guck mal, die sind alle mit energetischen Schnüren an diese grosse
schwarze Wolke namens Mangeldenken angebunden, die sie geschaffen haben.
Hm, aber nur die Menschen, siehst du das? Die Tiere nicht. Die Pflanzen auch
nicht. Die scheinen klüger zu sein. Aber diese Menschenwesen – siehst du das,
die haben fast alle eine schwarze Schnur, die aus ihrem Kopf reicht und mit
dieser schwarzen Mangelwolke verbunden ist, und es fliesst schwarze Energie
rauf und runter. Na gut, dann werden wir mal ein bisschen auflösen helfen!“

Und ihr als stille Beobachter hinten in diesem Raumschiff könnt nun
wahrnehmen, wie es in eine Umlaufbahn geht und goldenes Lichtgefunkel auf
die Erde gestreut wird. Es dringt in die Atmosphäre der Erde ein, es sickert in
die grosse schwarze Mangelwolke, und ihr seht, wie diese Wolke anfängt zu
prickeln und zu kribbeln und sich allmählich hellere Stellen bilden und wie das
Licht ordentlich in ihr arbeitet und sie aufhellt. Und auch all die Schnüre, die die
Menschen mit der schwarzen Mangelwolke verbinden, werden allmählich heller
und dünner und ihr könnt sehen, wie sie allmählich beginnen, sich aufzulösen
und sich von der Mangelwolke lösen.
Die beiden Ausserirdischen, denen ihr auf unserer kleinen Reise zuhört, sind
ganz begeistert. „Da haben wir eine schöne Möglichkeit für die Zukunft
gefunden“, sagt der eine zum anderen. Und der entgegnet: „Jaaa, bald werden
sie es geschafft haben. Und wenn wir denen noch öfter ein bisschen Sternenlicht
schicken, Lösungsmittel für ihr Mangeldenken, dann schaffen sie es noch ein
bisschen schneller. Und wenn wir ein bisschen in die Zukunft schauen, dann
sehen wir, dass sie lernen werden, ihren wunderschönen blauen Planeten zu
lieben und respektvoll mit ihm umzugehen und zu würdigen, was er ihnen gibt.
Sie können wirklich ein gutes Leben führen da unten, und nun sind sie auf dem
Weg dorthin. Alle werden genug haben, denn lieber Kollege, schon vorhin ist
mir aufgefallen, dass für alle mehr als genug da ist, dass sie es nur nicht richtig
verteilen und auch nicht richtig sehen. Manche sind so vom Mangeldenken
beeinflusst, dass sie gar nicht mitbekommen, dass sie mitten in der Fülle sitzen.
Das kann nun anders werden.“
6
Ihr als stiller Beobachter hinten im Raumschiff habt ein Aha-Erlebnis nach dem
andern. Ihr wisst, dass man die Perspektive verändern, eine neue Sichtweise
probieren und allerhand tun kann, damit das Mangeldenken zuerst bewusst und
dann allmählich aufgelöst werden kann. Dann kann die Fülle wahrgenommen
werden, und dann kommt sie auch zu euch.
Dieses Thema werden wir mit Entstehungsgeschichte, Dynamik und positivem
Ausblick gleich ausführlich betrachten. Und praktische Tipps gibt es gleich
auch.

Nun aber verabschiedet euch in Gedanken von dem Raumschiff mit seinen
netten Insassen, bedankt euch, lasst sie weiter fliegen und ihre Forschungsreise
fortsetzen, ihr habt für heute genug gesehen, habt eine andere Perspektive
eingenommen und nun kommt ihr langsam und sanft zurück in diese
Wirklichkeit, in diesen Abend, in diesen Raum. Hoffentlich mit einem kleinen
Schmunzeln auf den Lippen.

Silvie: Gut, dann reckt und streckt euch wie morgens beim Aufwachen, ihr
könnt euch auch das Gesicht reiben, und wer nicht ganz wach ist, reibt sich den
Kopf kräftig.
Denn jetzt wird’s wissenschaftlich.

Tio: Silvie, rede nicht so viel. Ich möchte gleich weitermachen, und es ist
besser, wenn du in der Energie bleibst, in der Konzentration, und mich weiter
vermittelst. Ich komme also jetzt mit dem wissenschaftlichen Teil rüber und
gehe mal davon aus, dass der nicht zu trocken wird und euch nicht langweilt.

Silvie: Ach Tio, das schaffst du doch immer! (Heiterkeit)

Tio: Ja, ich hoffe. Fangen wir an.


Was mir schon seit langem verstärkt aufgefallen ist, ist, dass in der
Menschheitsgeschichte und besonders in der heutigen Zeit und in eurer
westlichen Kultur das Mangeldenken in allen möglichen Facetten des Lebens
eine grosse Rolle spielt und sehr viel Macht über euer Leben hat.
Das hat seine spezielle Geschichte – das Mangeldenken überhaupt und ganz
besonders das Mangeldenken in Bezug auf Geld. Es ist nicht falsch – gewesen,
und ich betone das Wort „gewesen“, dass auf diesem Planeten der Fülle die
Bewusstheit eines scheinbaren Mangels so intensiv erfahren worden ist.
Für die alten Hasen unter euch ist das, was ich jetzt gleich sagen werde, nichts
Neues, aber ich wiederhole es nochmals zur Auffrischung, und für die Neuen
unter euch erkläre ich es noch mal genau: Die Menschheit als Gruppe, als
Kollektiv, reinkarniert auch, ebenso wie ein einzelnes Individuum. Und die
Menschheit als Ganzes, als Gruppe, hat auch Glaubenssätze, hat ein Gedächtnis,
hat ein Bewusstsein und hat ein Unterbewusstsein – vergleichbar mit dem eines
7
Einzelwesens – aber eben als Gruppe. Und diese Inkarnation der Menschheit,
die jetzt, soweit das die dokumentierte Historie betrifft, so etwa zehntausend
Jahre alt ist, hat ein besonders mutiges Programm: Sie testet nämlich allerhand
Inhalte und Erfahrungen, die man auf anderen Planeten nicht testen kann. Dazu
gehören so schwierige und unangenehme Dinge wie Machtmissbrauch,
Krankheiten, bedingte Liebe – und unter anderem auch Mangel. Und als
Unterkapitel des Mangels eben den Mangel an Geld.

So. Die Seele nimmt sich das vor, weil sie die ganze Spannbreite aller
möglichen Erfahrungen machen möchte. Die Seele ist nicht nur auf eurem
Planeten inkarniert; es gibt auch andere Welten, belebte Planeten, stoffliche und
feinstoffliche, auf denen man ganz andere Erfahrungen machen kann als bei
euch. Diese anderen Erfahrungen und Lebensweisen zeichnen sich dadurch aus,
dass sie im allgemeinen gemütlicher sind. Auf anderen Welten herrscht mehr
Harmonie, weniger Polarität, und dort werden weniger schwierige Themen
erfahren, wenn ihr aus einem irdischen Blickwinkel darauf schauen wollt. Wenn
ihr manche solcher Welten besuchen würdet, würden sie euch vorkommen wie
die reinsten Ferienparadiese. Jedenfalls die meisten.
Und hier auf der Erde, in dieser Inkarnation Menschheit, die ihr gerade erlebt, in
den letzten zehntausend Jahren Kulturgeschichte, die jetzt allmählich zu Ende
gehen und einer ganz neuen Sache Platz machen, da wurden besonders
schwierige Erfahrungen gemacht.
Das geschah nicht aus Dummheit, sondern weil diese Inkarnation Menschheit
ganz besonders mutig ist und ganz besonders schwierige Themen testen möchte.
Und eines diese Testthemen war eben: Mangel. Diese Testphase geht aber jetzt
zu Ende, und deshalb kann man das, was war, nun im Rückblick betrachten und
eine Summe ziehen dessen, was da wichtig war. Da kann ich euch nun schon
einige Tipps geben, wie ihr den Mangel, der sich in eurem Leben manifestiert
hat, auflösen könnt. Das muss man gründlich machen, aber es geht jetzt. Das
kann man auch selber, man braucht nicht unbedingt eine Therapie dafür.
Der Mangel wurde nun sehr lange erfahren und der Erfolg davon ist – bzw. die
Folge – wenn ein Gedanke von sehr vielen Menschen sehr lange Zeit gedacht
wird und wenn ein Thema von sehr vielen Menschen sehr lange erfahren worden
ist, dann ist das so, dass sich ein Kraftfeld bildet. Ihr kennt das von euch selber:
Wenn ihr sehr lange eine bestimmte Überzeugung von etwas hattet, dann bilden
sich Glaubenssätze, die man in eurer Aura sieht. Dort können sie sich zum Teil
richtig festsetzen, und wenn man diese Glaubenssätze lange gepflegt hatte und
es wirklich gründlich gemacht hat, dann können sie eine Eigendynamik
entwickeln.
Ich erkläre euch das jetzt genauer, das ist durchaus wissenschaftlich
nachvollziehbar und nichts Mystisches. Wenn man weiss, wie so etwas entsteht,
dann weiss man auch, wie man es weg bekommt und wie man es lösen kann.

8
So. Man löst das, im eigenen Kraftfeld, wenn man dort hinderliche
Glaubenssätze findet, zum Beispiel durch Energiearbeit. Man kann
Glaubenssätze symbolisch wahrnehmen und sie ebenfalls symbolisch auflösen.
Dann ersetzt man sie durch einen positiven Glaubenssatz. Dasselbe geht auch
mit Affirmationen oder einfach durch Achtsamkeit. Wie man am besten arbeitet,
das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Genau so wie sich lange erprobte und erfahrene und wirklich gründlich
bearbeitete Glaubenssätze in der Aura eines Menschen finden lassen, so findet
sich ihr Äquivalent auch in der Aura der Mensch- (betont)- heit, zu sehen in der
Atmosphäre der Erde. Wenn man dort seine feinstofflichen Augen öffnet und
die Atmosphäre der Erde genau anschaut, dann wird man dort deutliche
Symbole von Mangeldenken finden. Man kann sie sich zum Beispiel als
schwarze Wolken vorstellen, wie ich euch in der Eingangsmeditation gezeigt
habe. Ein ganz wichtiger, allgemein gültiger und für fast alle Menschen
verbindlicher Glaubenssatz ist: „Es ist nicht genug für alle da. Es ist nicht genug
für alle da, und es ist ganz speziell nicht genug für mich da.“ Wovon auch
immer, meistens ganz speziell vom Geld. Das ist ein Glaubenssatz im
Unterbewusstsein der gesamten Menschheit – im so genannten Kollektiven
Unbewussten, wie ein bekannter Psychologe des 20. Jahrhunderts es genannt hat
(das war C. G. Jung), der sehr weit vorausschauen konnte und solche Dinge
schon gesehen hat.
Das heisst, wenn man es nicht sieht und es nicht bemerkt und nicht anfängt, es
zu betrachten, dann steuert es einen – so lange, bis man es erkennt. Dieses
Erkennen ist aber nun, in eurer Gegenwart, allmählich möglich. Und so kann
man damit beginnen, Mangeldenken und im besonderen Armutsdenken in der
Aura der Erde – im Kollektiven Unbewussten – wahrzunehmen. Dies ist ein ins
Unterbewusstsein der Menschheit gerutschter Glaubenssatz – und als solcher ist
er energetisch sichtbar und wahrnehmbar – und er ist auch veränderbar,
vorausgesetzt, man hat ihn erst einmal gefunden.
Wie, das sage ich euch gleich, da gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten. Es
ist wichtig zu wissen, dass man derartige Glaubenssätze inzwischen bearbeiten
kann. Die Zeitqualität, die ihr seit Anfang des Jahres 2007 habt, macht das
möglich. Jetzt mit der kollektiven Bearbeitung von hinderlichen Glaubenssätzen
anzufangen.
Hat man bisher im persönlichen Unbewussten aufgeräumt, im Reinkarnations-
gedächtnis und in euren Familiensystemen, kann man seit Anfang 2007 die
nächste Schicht der Heilung aufmachen, das heisst, allgemein gültige Glaubens-
sätze finden, genau anschauen, analysieren und dann beginnen, sie aufzulösen.
Das kann man in seinem eigenen Leben tun, denn man wird ja mit diesen
Glaubenssätzen verbunden sein und das inzwischen auch merken, und man kann
es, und das ist neu, auch direkt sozusagen „vor Ort“ tun.
Dies geschieht im Zuge des Übergang in ein neues Bewusstsein, das ihr als
Fünfte Dimension kennt, oder als Wassermannzeitalter oder als Neue Ordnung
oder als was auch immer. Auch wenn ihr gar keinen Namen dafür habt, findet es
9
dennoch statt. Ihr wandert jetzt, in diesen Jahren, in ein neues Bewusstsein, in
dem es euch besser gehen wird als jemals zuvor, und ihr merkt ja alle:
Hinderliche Glaubenssätze müssen weg. Sie kommen langsam einer nach dem
anderen ans Licht, und sie können erkannt und behoben werden, einer nach dem
anderen. Dann geht es euch besser, Schritt für Schritt, und es geht inzwischen
immer mehr Leuten immer schneller besser. Ich kenne inzwischen eine ganze
Menge Leute, die inzwischen, um es mal ein bisschen schnodderig
auszudrücken, durch den Dreck sind, oder aus dem Gröbsten raus, und die sind
dann dem fünfdimensionalen Denken und Fühlen schon sehr nahe. Es geht
immer schneller und es können immer mehr hinderliche Dinge immer effizienter
nun behoben werden, und die neue Ebene der Heilung, die sich gerade jetzt in
diesen Monaten auftut, ist die der kollektiven Glaubenssätze.

Und jetzt möchte ich auf den speziellen Punkt des Geldes eingehen, an dem sich
das Mangelbewusstsein auf Erden besonders deutlich zu erkennen gibt.
Eigentlich sollte ich aber anstatt Mangelbewusstsein lieber Mangel-
Unterbewusstsein sagen, denn wir haben es ja hier mit einem Inhalte des
kollektiven Unbewussten zu tun.
Wozu ist eigentlich das Geld erfunden worden? Wahrscheinlich um euch zu
ärgern. Ich kenne nämlich kaum Menschen, die mit dem Geld in einer
einigermassen entspannten Art und Weise umgehen können. Für die meisten
Menschen ist Geld immer noch ein Stressfaktor – es ist selten genug davon da,
und wenn man denn mal welches hat, dann weiss man nicht, wie man es anlegen
soll, damit es auch bei einem bleibt und sich womöglich noch vermehrt. Und das
ist dann noch ein zusätzlicher Stressfaktor.
Und paradoxerweise – und für uns hier oben auch erheiternderweise – finden
wir die meisten Sorgen ums Geld bei jenen, die am meisten davon haben und
sich dann dauernd mit ihren Aktien verspekulieren und die Zinsen auf der Bank
falsch einschätzen und dann das mühsam erworbene Geld wieder verlieren.
Wenn man also einen Blick darauf wirft, dann ist das Geld ganz bestimmt
erfunden worden, um euch zu ärgern und sonst nichts.
Nun – ich kann euch sagen, ich habe nur Spass gemacht und es ist nicht so. Das
Geld hat eine ganz andere Funktion als euch das Leben schwer zu machen und
das Geld als solches ist absolut wertfrei. Es ist auch nicht erfunden worden,
sondern ist langsam entstanden und hat eine soziologische Funktion, die völlig
wertneutral ist. Man muss nicht das Geld reinigen, sondern etwas ganz anderes.
Das erzähle ich euch auch gleich, ich mache es mit Absicht ein bisschen
spannend.
Last uns mal in Gedanken in die Frühzeit der menschlichen Kultur zurück
gehen, so etwa zehntausend Jahre in die Vergangenheit (wer mit Tios
Betrachtung der Weltgeschichte noch nicht so vertraut ist: Noch weiter zurück
in der Vergangenheit war echt nichts los ausser Nahrungserwerb und
Revierverteidigung – wahrscheinlich hat er damit recht - und das, was wir
Kultur nennen, begann erst vor etwa zehn Jahrtausenden sich zu entwickeln).
10
Damals begannen die Menschen, abstrakt zu denken und die ersten Anfänge von
Kulturen zu schaffen. Damals begannen die Menschen, in grösseren
Gemeinschaften zu leben. Das war alles noch sehr einfach strukturiert. Aber das
macht nichts, denn wenn man die Struktur begriffen hat, dann erkennt man
leicht, dass es heute nur komplizierter aussieht, aber eigentlich immer noch ganz
ähnlich ist.

Silvie (hustet und keucht): Warte mal, Tio, ich muss mal husten, ich habe mich
an der eigenen Spucke verschluckt!

Tio: Ist gut?

Silvie: Nee, noch nicht. (Hustet noch mehr).

Tio: Jetzt aber. Gut? Man sieht also dann, dass die Grundstrukturen immer noch
so sind wie am Anfang. Als die Menschen der Frühgeschichte also anfingen, in
grösseren Gemeinschaften zusammen zu leben, wurde es schwierig mit dem
Tauschen von Leistungen und Gegenständen. Davor, als man noch in kleinen
Gruppen von zwanzig oder dreissig Menschen zusammen lebte, da konnte man
noch gut im Gedächtnis behalten, wer was für wen getan hatte. Zum Beispiel,
wenn jemand ein Mammut gehäutet hatte, dann hatte er bei den Anderen dafür
etwas gut – die durften ihm dann zum Beispiel zehnmal die Höhle auskehren,
bis die Leistungsbilanz wieder ausgeglichen war. Oder sie durften ihm ein Fell
nähen oder was immer als Ausgleich fair und gerecht war. In kleinen
Gemeinschaften konnte man das gut im Gedächtnis behalten, es gab keine
Probleme damit.
Wenn eine menschliche Gemeinschaft aber ein gewisse – sehr geringe – Grösse
überschritten hat, dann geht das nicht mehr. Das gibt ein heilloses
Durcheinander, und nach kurzer Zeit weiss niemand mehr, wer von wem was
bekommt und wer wem was geben muss. Ohne Computer und ohne Kartei war
das nicht zu machen.
Da kamen einige findige Zeitgenossen, die ihrer damaligen Zeit weit voraus
waren, auf die Idee, ein Symbol zu benutzen, mit dem man sich merken konnte,
wer von wem etwas bekam und wer bei wem etwas gut hatte. Man nahm erst
einmal Steine dafür, oder Muscheln – auf jeden Fall auffällige kleine
Gegenstände, die man gut bei sich tragen konnte. So benutzte man
Kaurimuscheln im gesamten afrikanischen Raum und in der Südsee – dieses
Zahlungsmittel ist da und dort manchmal immer noch im Gebrauch – oder man
nahm Steine in nördlichen Gefilden. Das alles konnte man die Tasche stecken
oder in den Vorratsbeutel und hatte das immer bei sich und konnte sozusagen
immer und überall sein Konto überprüfen - seinen antiken Kontoauszug
einsehen, also.
Das heisst konkret: Wenn jemand ein Mammut gehäutet hatte, dann bekam er
von den Anderen in seiner Gemeinschaft vielleicht zehn Steine – und wenn er
11
gerade jetzt keinen Bedarf hatte an neuer Fellkleidung oder an einer geputzten
Höhle, dann konnte er die Steine aufheben und später gegen Dienstleistungen
oder Gegenstände eintauschen. Das war sehr praktisch, denn so konnte man
Tauschleistungen aufbewahren und verlor seine Bilanz nicht aus dem
Gedächtnis. Dafür war das frühe Geld – das Symbol für Leistungen und
Gegenstände, die ihren Besitzer noch wechseln sollten – eben da, völlig frei von
anderen Inhalten und Werten.
Eigentlich sind Münzen im Prinzip auch nichts anderes als Steine oder
Kaurimuscheln – sie sind Symbole für Leistungen oder Waren. Auch heute
noch. Denn als die menschlichen Gemeinschaften noch grösser wurden und sich
Dörfer und auch Städte bildeten, da konnte man auf diese Symbole überhaupt
nicht mehr verzichten. Da waren die Menschen nun keine Selbstversorger mehr.
Keine Familie hat sich damals noch komplett selber versorgt, sondern sie haben
alle ihren Teil zur Gemeinschaft beigetragen. So konnten zum Beispiel die Leute
des Bootsbauers ihre Boote verkaufen und sich für frühes Geld als Tauschmittel
bei einem Landwirt Nahrungsmittel kaufen. Das Geld hat einfach nur das Leben
erleichtert, das war alles – es war darüber hinaus frei von jeder Wertung. Ganz
lange blieb das so.

Etwa vor dreitausend, dreieinhalbtausend Jahren, als die Hochkulturen auf der
Erde zu entstehen begannen, da veränderte sich das Geld bzw. das, was man
damit machen konnte. Bis dahin war es nicht schmutzig und es hat auch nicht
gestunken – es hat einfach nur das Leben erleichtert und das Gedächtnis
entlastet. Zu jenem Zeitpunkt war auch noch kein Mangeldenken vorhanden.
Das kam dann aber – in unserem nächsten Kapitel, mit dessen Bericht ich jetzt
beginne.
Mit den wachsenden menschlichen Gemeinschaften wuchsen auch die
menschlichen Bedürfnisse. Jetzt war nicht mehr jeder in der Lage, sich sofort
alles zu erfüllen, was er sich wünschte. Dafür war oftmals nicht genug Geld da.
Man hatte nicht immer soviel in die Gemeinschaft eingebracht, wie man nun
von ihr entnehmen wollte. Die Bedürfnisse waren oft grösser als der
Muschelbeutel oder der Münzvorrat, das antike Portemonnaie oder das antike
Bankkonto. Nun kam erstmals Mangeldenken auf. Nun begannen die Menschen
sich erstmals zu wünschen, mehr zu haben, konnten es aber schwer erreichen.
So bildeten sich die ersten Kraftfelder mit dem Gedanken: „Es geht uns
Menschen hier auf Erden schlecht und wir bekommen nicht das, was wir
brauchen.“ Nun erfuhr das Geld auch eine Verwandlung, die die frühen
Wirtschaftssysteme und den Umgang mit Geld und das Bewustsein, was Geld
eigentlich ist, (betont und ganz langsam) radikal veränderte.
Einige Zeitgenossen, vor ein paar tausend Jahren, die ebenfalls ihrer Zeit damals
weit voraus waren, kamen auf die Idee, Symbole für Leistungen und Waren,
frühes Geld also – (ganz langsam und betont) zu verleihen und sich dafür
bezahlen zu lassen. Sie verstanden das Verleihen als solches als eine
Dienstleistung, für die sie dann ihrerseits Geld bekamen. Zum Beispiel, wenn sie
12
fünfzig Kaurimuscheln ausgeliehen hatten, dann wollten sie die nach einem Jahr
wiederhaben und fünf Stück extra dabei, die waren der Lohn für ihre Arbeit als
Verleiher. Wer sich also jetzt einen schönen Fussboden in seine Hütte legen
lassen wollte und mit einem einfachen gestampften Lehmboden für wenig Geld
nicht zufrieden war, der konnte sich nun etwas leihen und sich den teuren
Fussboden legen lassen, ohne dass er dessen Gegenwert bereits erarbeitet hatte.
Dafür wurde der Fussboden allerdings auch etwas teurer als normal, weil dessen
Besitzer dem Geldverleiher auch etwas bezahlen musste. Der Geldverleiher
sagte also: „Gut, ich gebe dir fünfzig Muscheln für einen schönen Fussboden
oder was auch immer du dafür kaufen willst, und die fünfzig Muscheln will ich
in einem Jahr zurück plus fünf – und die sind der Lohn für meine Mühe mit dem
Verleihen.“
Und wie nennt man das? (Mit Schwung und nachdrücklich): Zinsen.
Diese Gewohnheit, Zinsen zu nehmen, was eigentlich und ursprünglich der ganz
unschuldige Gedanke war, sich das Geldverleihen bezahlen zu lassen wie andere
Dienstleistungen auch – die hat die menschliche Gemeinschaft alle
Wirtschaftssysteme und auch das Bewusstsein von Geld, Fülle und Mangel und
auch den Umgang damit (betont und ganz langsam ) radikal verändert.
Diese Gewohnheit nahm nämlich Überhand. Nun konnte man sich überall was
leihen und man konnte es später zurückzahlen – plus Zins. So erlebten alle
Wirtschaftssysteme eine kurze Zeit der Fülle. Aber das ging sehr sehr schnell
vorbei, weil nämlich eure lieben Vorfahren, die frühen historischen Menschen,
nicht bedacht hatten, dass sie ja mehr zurückgeben mussten, als sie sich geliehen
hatten. Wo kam dieses Mehr jetzt her? Man musste also dafür arbeiten, oder
man musste andere, weitere Muscheln in Umlauf bringen, für die aber nicht
gearbeitet worden war. Dasselbe galt für Steine oder Münzen. Diese
Geldsymbole, die gefunden oder hergestellt wurden, hatten also keinen
Gegenwert, das heisst, dafür hatte niemand gearbeitet. Was passiert, wenn mehr
und mehr davon in Umlauf gebraucht werden? Es kommt zu einem Wertverlust
des Geldes, der sich selber beschleunigt, und so wurde es für die Menschen in
den Frühkulturen immer schwieriger, zurückzuzahlen, was sie sich geliehen
hatten, und die Zinsen ausserdem.
Wenn man diesen Vorgang über lange Zeit betrachtet, dann ergibt das genau das
zyklische Wirtschaftswachstum, was ihr heute habt. Das ist über lange Zeit
entstanden. Wenn ein Wirtschaftssystem, das auf Zins basiert, lange Zeit linear
wächst, dann würdet ihr bald astronomische Grössen von Umsatz und
Geldbewegung erreichen, die nicht anständig durch Werte gedeckt sind, und das
würde auf die Dauer jedes Wirtschaftssystem sprengen. Deshalb entstand als
Regulativ das zyklische Wachstum, das heisst, auf eine Phase prozentualen
Wachstums folgt eine Phase prozentualen Rückgangs, die man dann Rezession
nennt. Danach dann fängt es wieder an zu wachsen.
Das Mangeldenken ist während der langen Zeit, in der auf Zins basierende
Wirtschaftssysteme getestet wurden, immer schlimmer geworden, denn es

13
wurde immer schwieriger, genug Geld für seinen Lebensunterhalt zusammen zu
bekommen.
Nun geschah genau das, was die Menschheit eigentlich wollte: nämlich Mangel
erfahren – allerdings nicht bis in alle Ewigkeit, sondern nur eine Zeitlang.
Deswegen kann man auch nicht sagen, der Zins sei böse und alles Übel käme
vom Zins, sondern er ist Motor für diese spezielle Erfahrungen auf Erden. So hat
sich dieses grosse, starre Kraftfeld des Mangels, insbesondere Geldmangels,
gebildet, dass es nicht reicht, und dass es speziell nicht für alle reicht und für
mich schon gar nicht. Damit meine ich nicht mich, denn ich, der Tio, brauche
gar kein Geld und ich leide auch gar keinen Mangel, damit meine ich jeden
einzelnen Menschen, der so denkt.
Jeder wird in seiner biologischen Vorfahrenreihe einige Ahnen finden, bei denen
das Geld tatsächlich nicht gereicht hat, die ihren Besitz verloren, sich
verkalkuliert oder vielleicht sogar selber bei dem Spiel mit dem Geldverleihen
mitgemacht haben. Und so ist das Mangeldenken in fast jede Familie
gekommen.
Nun, und was tut man dann, wenn es nicht reicht? Da gibt es doch scheinbar ein
Gegenmittel, oder? Ganz einfach, man speichert in guten Zeiten für schlechte
Zeiten. Auf diese Weise werden Geld und Fülle, die sich eigentlich bewegen
sollten und die ursprünglich auch als sehr bewegliche Symbole für Leistungen
und Waren gedacht waren, buchstäblich still gelegt. Das entspricht ihrem Wesen
aber gar nicht, Geld und Fülle wollen sich bewegen und mehr Menschen
erfreuen. Wenn man Geld, Güter, Fülle aus dem Verkehr zieht und auf Halde
legt, dann stört das die Verteilung und es fehlt tatsächlich dann an allerhand
Orten, zu denen es nicht gelangt, weil es an anderen Orten auf Halde liegt. Das
verschärft den Mangel dann noch erheblich. Der Kosmos hält nicht so viel von
allzu vollen Getreidespeichern, übervollen Bankkonten oder ähnlichen Halden.
Das verschärft nur die irdische Mangelsituation und es kommt zu dem
gedachten Mangel ein tatsächlicher hinzu, wo er gar nicht sein sollte.

Bis jetzt haben wir die ganz konkrete materielle Ebene unsers heutigen Themas
betrachtet. Da wird man demnächst was ändern können. Die feinstoffliche
Ebene ist aber mindestens genauso interessant. Was passiert, wenn jemand
beständig denkt, er könnte in Mangel geraten? Oder, wenn jemand sich bereits
in einem echten Mangel befindet und nun täglich befürchtet, er käme nicht mehr
dort heraus. Ihr wisst, wie Gedanken wirken, und wenn man lange und intensiv
etwas denkt, dann manifestiert es sich im Äusseren. Ich sehe das immer wieder,
auch in Beratungen. Zu uns kommen viele Leute mit Mangelproblemen und dem
Wunsch, diese aufzulösen. Wenn es den Leuten wirklich gelingt, die
Mangelgedanken loszulassen, sie aufzulösen, erstmal auf persönlicher Ebene
und vielleicht auch auf überpersönlichen Ebenen, dann hört das auf. Der Mangel
verschwindet. Vielleicht nicht von jetzt auf gleich, aber es kommt eine
Entwicklung in die Fülle in Gang. Wer sein Denken verändert, der verändert
auch seine Lebenssituation.
14
Das wird in der Zukunft immer leichter gehen. Trainiert euch, das Kraftfeld der
Fülle zu sehen und löst das Kraftfeld des Mangels auf, auch wenn das am
Anfang noch schwer ist. Die Fülle kommt dann auf den unterschiedlichsten
Wegen zu euch: Ihr findet einen besseren Job, oder der alte Job wird besser
bezahlt. Die Freiberufler können anständige Honorare nehmen, von denen sie
leben können, und die Kunden können diese Honorare bezahlen. Dienst-
leistungen, die bisher nur umsonst ausgegeben werden konnten, werden nun
bezahlt und werden bezahlbar. Die ganze Umgebung verändert sich. Oder – man
bekommt etwas geschenkt. Das sehe ich gar nicht so selten. Es gibt viele
Möglichkeiten für den Kosmos, die Fülle zu euch zu bringen, wenn ihr euch
dafür öffnet und das Kraftfeld der Fülle beginnt mental aufzubauen.

Eine andere wichtige Sache ist die, dass ein Kraftfeld auch seine eigene
Intelligenz hat. Man kann davon ausgehen, dass Geld als solches eine eigene
Aura hat, in der sich Inhalte finden. Diese Aura ist intelligent und reagiert auf
andere Auren mit anderen Inhalten sehr angemessen. Das heisst konkret, Geld
mag nicht dort bleiben, wo man es nicht mag, ihm nicht vertraut oder es
wegsperrt. Es fühlt sich dann wie ein Feind und geht wieder weg.
Stellt euch vor, ihr würdet an die Tür eines Freundes klopfen – denn der Mensch
ist ganz bestimmt eigentlich der Freund des Wohlstandes – und der sagt mit
griesgrämigem Gesicht: „Ach da bist du ja. Vor zwanzig Jahren hätte ich dich
gebraucht, und da warst du nicht da. Jetzt will ich dich nicht mehr!“ Oder: „Na
da bist du ja, aber du bleibst sicher nicht lange, ich setze erst gar kein
Kaffeewasser auf!“ Geld und Fülle bleiben hingegen gern dort, wo man sich
darüber freut, sie segnet und mit ihnen etwas Gutes tut. So segnet jeden Euro
und jeden Cent, der zu euch kommt, und jeden anderen Aspekt der Fülle auch,
dann bleiben sie und bringen noch ihre Verwandten und Freunde mit.

(Hier musste das Band umgedreht werden, es ging aber nahtlos weiter und ohne
dass Silvie irgendetwas gesagt hätte. Sie hat auch nicht gehustet oder sich die
Nase geputzt).

Tio: Jetzt ziehe ich aus dem bisher Gesagten eine kleine Quintessenz: Ihr habt
nun gesehen, Geld als solches ist nicht schmutzig, aber der Umgang damit kann
schmutzig sein.
Es gibt durchaus Leute, die sich an ausgeliehenem Geld oder an zu hohen
Preisen für Dienstleistungen oder Produkte bereichern wollen, und dieser
schlechte Umgang mit dem Geld, der schlägt sich auch im Kraftfeld des Geldes
nieder. Man muss also die Aura des Geldes reinigen, nicht das Geld als solches.
Man möge sich selber auch ehrlich überprüfen, wie man mit Geld umgeht – und
es nicht zu mögen, ist ebenfalls eine Verunreinigung. Das kann man dann auch
mal reinigen.

15
Vor dem Geld als solchem muss man allerdings nicht fies sein, es selbst ist
vollkommen wertneutral, nur der Umgang mit ihm, der ist es nicht immer. Wenn
ich einen Ausblick in das neue Bewusstsein, in die Fünfte Dimension tue, dann
erachte ich es für sehr wahrscheinlich, dass euch zumindest in der ersten Zeit
dort das Geld erhalten bleiben wird. Es wird seine Unschuld zurück bekommen.
Und man wird anders mit ihm umgehen als bisher. Es ist einfach bequemer,
wenn man in grossen menschlichen Gemeinschaften wohnt, dass man dann
Kaurimuscheln hat oder Steine oder Geld oder irgendwas, was man als Symbol
für den Wert von Dienstleistungen oder Waren benutzen kann. Es ist einfach
leichter für das Gedächtnis, es ist ordnend, es strukturiert – und man kann in
grösseren Gemeinschaften einfach besser Dinge und Leistungen tauschen, wenn
man ein Symbol für Werte benutzt. Wenn man etwas geleistet hat, bekommt
man ein Wertsymbol für seine Leistung oder für das Produkt, das man
weitergibt, und wenn man etwas kaufen möchte, dann gibt man das Wertsymbol
als Gegenleistung. Das ist alles. Das Geld wird seine Unschuld zurück
bekommen und man wird so oder so ähnlich mit ihm umgehen.

In den nächsten Jahrzehnten, vielleicht schon in den nächsten Jahren, wird sich
das Mangeldenken mehr und mehr auflösen – bei jedem Einzelnen und das
kollektive Bewusstsein des Mangels dann auch. Dann ist man frei, mit
unschuldigem Geld auch unschuldig umzugehen – und das heisst fair und
gerecht.
Wenn das Kraftfeld des Mangels aufgelöst ist und in der Folge davon auch das
Kraftfeld der Überzeugung, dass man Geld horten müsse, damit es nicht knapp
wird – dann kann man ganz anders mit Geld umgehen – nämlich wieder so, wie
man es am Anfang der Geldwirtschaft getan hat, als es noch keinen Zins gab
und Geld einfach nur ein Symbol war. In der Zukunft wird man weiter in
grossen und vielfältigen Gemeinschaften leben, und da wird man das Geld so
handhaben, dass die Menschen, die viel brauchen, auch viel Geld bekommen -
und diejenigen, die weniger brauchen, die bekommen weniger Geld. Aber
immer genug, um gut zu leben. Das heisst konkret, dass ein Mensch, der
arbeiten geht und alleine lebt, weniger Gehalt bekommt als ein Mensch, der
arbeiten geht und vier Kinder zu Hause hat und eine Frau, die den Haushalt
managt und deshalb nicht ins Büro gehen und mitverdienen kann. Dieser
Mensch muss für sechs Menschen sorgen und bekommt dann auch genug Geld
dafür. Hingegen ein Single, der nur für sich selber sorgen muss, bekommt
entsprechend weniger für dieselbe Arbeit. So ist das gerecht und wird sich
allmählich einspielen. Das wird man dann in Ordnung finden, weil es fair ist. Es
reicht für eine gute Lebensqualität für alle, wenn man mit dem Geld auf diese
neue Weise umgeht. Dies hier ist ein Planet der Fülle, und es ist nicht nur genug
für alle da, sondern mehr als genug. Und ihr wachst langsam in diese
Einstellung hinein.
Was man im Neuen Bewusstsein ganz sicher nicht mehr tun wird, ist Geld mit
Ansehen und Status zu verbinden. Man wird für die unterschiedlichsten Jobs
16
dasselbe bezahlen, nämlich soviel, wie der jeweilige Arbeitnehmer braucht, um
gut auszukommen. Arbeitszeit ist Arbeitszeit. Ein Mensch, der acht Stunden
lang bei der Müllabfuhr schuftet, der hat ganz bestimmt nicht weniger getan als
jemand, der acht Stunden lang die Maus vom Computer bewegt hat. Das ist
gleichwertig, auch wenn es ganz verschiedenartige Dinge sind. Alle diese
Statusdinge in Verbindung mit Schulbildung und Ausbildung und so weiter
werden nicht mehr Grundlage der Bezahlung von Arbeit sein, und die Menschen
bekommen das, was sie brauchen und arbeiten so viel, dass sie genug Geld zum
Leben haben.
Das spielt sich langsam ein und die Umstellung erfolgt ebenfalls langsam. Ich
sehe nicht, dass es einen grossen Umbruch gibt im Sinne einer Revolution oder
einen globalen Zusammenbruch der grossen Wirtschaftssysteme. Es sieht zwar
manchmal so aus, aber das kommt von zyklischen Wirtschaftswachstum, dessen
Ursachen und Dynamik wir vorhin angesprochen haben. Dies kann auch mal
eine lange Zeit aufwärts gehen oder eine lange Zeit rückläufig sein. Wir hier
oben sehen echt keinen globalen Wirtschaftszusammenbruch. Dieser wäre auch
nicht sinnvoll – wenn es einen gäbe, würden die bisher wohlhabenden
Industrienationen in kollektive Armut abstürzen, und was wäre dann, bitte
schön, mit der spirituellen Entwicklung der Menschen? Denn für diese braucht
ihr eine gesicherte Alltagsbasis, und wenn ihr euch täglich Sorgen machen
müsstet, woher ihr den nächsten Kanten Brot bekommt, um nicht zu hungern,
oder den nächsten Eimer Kohlen, um nicht zu frieren, dann frisst das alle
Energien, und für spirituelle Entwicklung bleibt nichts mehr übrig. Es soll keine
globale Armut geben, sondern das, was da ist, soll fair verteilt werden, damit ein
globaler Wohlstand entsteht. Das ist das Ziel für die Fünfte Dimension.

Was passieren wird, ist, dass sich langsam, langsam innerhalb einer ziemlich
langen Spanne, sicherlich innerhalb von Jahren und Jahrzehnten, das bisherige
Wirtschaftssystem umstellen wird. Zunächst einmal wird man Tarife und
Bezahlungen nach und nach verändern. Nicht gleich morgen, aber so nach und
nach. Kleine Arbeitsgemeinschaften haben damit schon begonnen. Es entstehen
immer mehr spirituell oder ökologisch begründetet Arbeitsgemeinschaften und
Wirtschaftsgemeinschaften, in denen auf neue Art mit dem Geld umgegangen
wird. Einige dieser Gemeinschaften sind sogar schon ziemlich alt. Ihr kennt
bestimmt diese alternative Tageszeitung (wir dürfen keine Schleichwerbung
machen), die schon vor zwanzig Jahren allen Mitarbeitern das gleiche Gehalt
gezahlt hat. Inzwischen gehen sie, glaube ich, schon mehr und mehr dazu über,
nach Bedarf zu zahlen und nicht alle gleich zu machen. Es gibt also wahre
Pioniere unter den Alternativen, und es kommen immer mehr neue nach.
So geht das. Das Kleine strukturiert sich um, und so ändert sich auch das
Grosse, und nach und nach gestaltet sich so das bestehende Wirtschaftssystem
von innen um. Nicht durch eine Revolution, sondern durch Innovation, durch
neue Ideen, durch Experimente und neue Verhaltensweisen von immer mehr
kleinen Gemeinschaften. Das geht ziemlich gut, und allmählich wird auch das
17
Mangeldenken und Mangelerleben zurückgehen – erst langsam und dann immer
schneller.
Man wird auch den Zins irgendwann nicht mehr brauchen. Das kann man auch
nicht von jetzt auf gleich, denn euer Wirtschaftssystem funktioniert zyklisch und
basiert auf dem Zins, und das kann man nicht einfach so abschneiden. Aber es
gibt auch zu diesem Thema schon Gemeinschaften mit eigener Währung, die
ohne Zins arbeiten und ein gutes Beispiel geben. Ich hörte sogar schon von einer
solchen Gemeinschaft, die Minuszinsen erhebt, wenn jemand sein Geld zu lange
auf der Bank liegen lässt: das heisst, dann verliert es an Wert. Diese
Gemeinschaften funktionieren noch nicht perfekt, weil viele alte Ego-Probleme
noch bearbeitet werden wollen, aber es geht immer besser.
So wird sich nach und nach das kapitalistische Wirtschaftssystem, das ja überall
auf der Welt gilt, langsam umstrukturieren.

Und obwohl wir hier ein sozialistisches Einmachglas benutzen (unser


„sozialistisches Einmachglas“ ist das Glas, das am Anfang des Vortrags
herumgeht und in das jeder seinen Obolus hinein tut – niemand geht herum und
kassiert, die Teilnehmer machen das selber und eigenverantwortlich) in das ihr
alle euer unschuldiges Tauschmittel, die Gebühr für heute Abend, hinein tut,
wird das neue Wirtschaftssystem kein Sozialismus werden, wie die Welt ihn
schon probiert hat. Das hat letztendlich nicht so gut geklappt. Man versuchte
damit eine neue Art von Gerechtigkeit zu etablieren, die dann nicht wirklich
eine war. Das lag daran, dass die spirituelle Grundlage fehlte, aber die wird ja
dann demnächst vorhanden sein und das neue Geldsystem, das neue
Wirtschaftssystem in der Fünften Dimension wird auf Achtung, Menschenwürde
und Fairness beruhen, und es wird einen neuen Namen bekommen. Welchen,
wissen wir noch nicht, aber es wird weder Kapitalismus noch Sozialismus sein.

Und jetzt zu euch persönlich. Was könnt ihr tun, wenn ihr von Mangel betroffen
seid, diesen loszuwerden und euch für die Fülle zu öffnen? Zunächst einmal rate
ich euch, auf mehreren Ebenen eurer Psyche nachzuschauen, wo ihr mit dem
Kraftfeld des Mangels verbunden seid.
Diese Ebenen kennt ihr alle, die rufe ich euch aber jetzt gleich noch mal in
Erinnerung für die Neuen unter euch. Diese Ebenen sind in den letzten Jahren
und Jahrzehnten geheilt werden, aber es können sich noch Reste alter Strukturen
und Glaubenssätze darin finden, die gründlich aufgelöst werden wollen. Manche
Dinge sind noch da, die erst mit leichter werdender Zeitqualität erkennbar und
heilbar sind, also jetzt.
Dann fangen wir mal mit der aktuellen Kindheit der Menschen an. Diese Ebene
ist die persönlichste, sie ist am leichtesten zugänglich und sie war auch die erste,
die während des zwanzigsten Jahrhunderts geheilt wurde. Dies geschah in jenen
Jahren, als es grosse Mode war, Psychoanalyse zu machen und die eigene
Kindheit zu betrachten und zu heilen. Dies war, ihr wisst es, viel mehr als eine
Mode, sondern es war die erste Stufe kollektiver Heilung, die geschah, indem
18
jeder Einzelne, soweit er konnte, in seiner eigenen Psyche aufräumte. Das
meiste wird inzwischen gut sein, aber vielleicht gibt es ein paar Reste.
Schaut also: Gab es in eurer Kindheit Knappheit? Wurde der Pfennig dreimal
umgedreht, bevor man ihn einmal ausgab? War das nötig? Oder war es vielleicht
nur eine alte Gewohnheit oder galt als Tugend? Gab es ausgeprägte Angst vor
Geldverlust, waren Vater oder Mutter sehr besorgt um die finanzielle Sicherheit
und sparten jeden Groschen für eventuelle schlechte Zeiten in der Zukunft?
Wenn man so geprägt worden ist, dann hat man eine Verbindung zum
kollektiven Mangeldenken und Mangelerleben. Sobald man das weiss, kann
man aber seine Einstellung und seine Verhaltensweisen überprüfen und
korrigieren. Das geht mit Energiearbeit – also das Reinigen des Kraftfeldes der
Kindheit – es geht aber auch mit Achtsamkeit, indem man sich schult, zu
merken, wann man sich in Bezug auf Geld und Fülle bzw. Mangel so verhält,
wie man es in der Kindheit gelernt hat. Dann kann man es bewusst ändern und
das neue, an der Fülle orientierte Verhalten erlernen und sich daran erfreuen.
Das heisst auf Deutsch, dass man sich auch mal was gönnt, wenn man etwas im
Portemonnaie hat und nicht alles spart. In den meisten Fällen und bei den
meisten Menschen wird das gehen und sehr erfreulich sein.
Dort, wo schon tatsächlicher Mangel eingetreten ist, kann man zumindest
umdenken und sich die Zukunft so vorstellen, dass man in der Fülle lebt. Auch
das möchte geübt sein, aber es hilft, weil sich damit das Kraftfeld des Mangels
langsam auflöst und man sozusagen die „Datei“ mit einem anderen Inhalt
überschreibt. Am Anfang kann das schwierig sein, wenn man schon lange mit
dem Mangel vertraut war, aber es wird zunehmend einfacher und gestaltet dann
die Realität tatsächlich um.

Wenn in der Kindheit nichts Problematisches zu finden ist oder wenn man sie
gründlich gereinigt hat, dann kann man im Reinkarnationsgedächtnis
nachschauen. Auch dort, in der Erinnerung an frühere Leben, können
Erinnerungen an Mangel vorhanden sein. Die meisten Menschen können ihr
Reinkarnationsgedächtnis inzwischen ganz gut erreichen - sie ahnen oder
spüren, was sie in anderen Leben erfahren haben, und das genügt. Zum Beispiel
bei euch in Europa gibt es viele Menschen, die in Klosterorden gelebt haben, in
denen Armut als Tugend galt. So sind sie vielleicht noch heute arm oder haben
eine ambivalente Einstellung zum Geldbesitz. Dies kann man reinigen, wie ihr
es kennt mit Energiearbeit oder mit Achtsamkeit, und die Datei überschreibt
sich.

Silvie: Mir sind die Augen zugefallen.

Tio: Schon als du das Band umgedreht hast. Mach sie einfach wieder auf.
Also: Nötig war der klösterliche Mangel meistens nicht. Man hat ihn einfach
ausprobiert, weil er ins kollektive Kraftfeld des Mangel-Ausprobierens passte.
Die Menschheit wollte erfahren, wie das ist, wenn man nichts hat und nichts in
19
Anspruch nimmt. Diese Erfahrung ist aber jetzt vorbei, und wenn ihr das Gefühl
habt, ihr seid damit noch verbunden – überschreibt die Datei. Ihr werdet das
spüren - vielleicht habt ihr eine Scheu vor Klöstern, vielleicht möchtet ihr damit
nichts zu tun haben, vielleicht seid ihr auch heute noch verärgert darüber, dass
ihr als Kind auf einer Klosterschule wart.
Wenn man diese Ebene des Gedächtnisses nicht selber reinigen möchte, gibt es
viele Spezialisten der Energiearbeit, die euch dabei unterstützen können. Seid
aber auf alle Fälle für euch selbst achtsam und fragt euch: Wann verhalte ich
mich, als sei ich im Kloster? Wann bin ich bescheidener, als ich sein müsste?
Wann kasteie ich mich, indem ich weniger nehme, als ich brauche, um gut zu
leben? Das könnt ihr dann ändern, ähnlich wie bei den Erinnerungen an die
aktuelle Kindheit.

Die wiederum nächste Ebene der Heilung, die dritte, ist noch eine Weile in der
Bearbeitung. Sie ist die Ebene des Familiengedächtnisses. Nicht umsonst ist es
eine solche Modeerscheinung geworden, Familienaufstellungen zu machen um
zu schauen: Welche Familienerfahrungen gibt es mit Geld bzw. mit dem Mangel
daran? Was hat euch und eure Vorfahren geprägt? Was da los war, kann man
inzwischen finden, lösen und immer öfter heilen. Sucht nach folgenden Themen:
Arme Leute in der Familie, Firmenpleiten, Verlust von Existenz und Heimat
durch Krieg oder Vertreibung, manchmal auch Angst vor Neid, oder jemand ist
in grösserem Rahmen bestohlen worden oder war selber unehrlich.
Diese Ebene alleine zu erforschen ist nicht so einfach; es geht, aber mit
Unterstützung ist es leichter. Eine gute Familienaufstellung oder ein Gespräch
mit einem Medium oder viele andere Methoden sind da hilfreich. Wenn im
Familiengedächtnis Mangeldenken herrscht, hat man mit dem Kraftfeld des
Mangels zu tun und dann tut man gut daran, dies zu heilen. Das geht, wenn man
es wirklich will, relativ schnell. Das Familiengedächtnis wird dann sauber, es
kommt (betont) in Ordnung, in die Ordnung, und dann seid ihr frei von familiär
bedingtem Mangeldenken. Das lohnt sich zu tun, denn in fast jeder Familie
findet sich etwas davon, was einen immer noch beeinflussen kann.
Ihr selber werdet spüren, ob und was ihr braucht, um eventuell belastete Ebenen
zu heilen.
Die Fülle kann sich dann Schritt für Schritt einstellen.

Und dann – das könnt ihr (betont) alle tun, und damit werdet ihr der Welt, den
Menschen, euch selbst und dem Übergang in das neue Bewusstsein sehr helfen:
Wenn ihr irgendetwas mit Mangeldenken und speziell mit Mangel an Geld zu
tun habt, dann seid ihr mit dem kollektiven Kraftfeld des Mangels verbunden. Es
gibt nur ganz wenige Menschen, die das nicht sind. Dies ist die nächste, die
vierte Ebene der Heilung, die nun beginnt möglich zu werden (Silvie, beim
Tippen: Auf den ersten Blick sieht das nach einem riesigen Programm aus. Aber
ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass jede Ebene sich leichter
und schneller reinigen lässt als die vorherige. Nehmen Sie mal ein Beispiel:
20
Einige Jahre Psychoanalyse, um die aktuelle Kindheit zu heilen, einige Monate
Reinkarnationstherapie, um das Reinkarnationsgedächtnis zu heilen, einige
Wochenenden mit Familienaufstellungen – ich weiss nicht, wie lange oder kurz
wir an der Heilung kollektiver Kraftfelder arbeiten müssen. Diese sind stark –
deshalb geht dies nicht so nebenbei auf einem Spaziergang. Aber nach dem, was
ich bisher dazu sehe, kann man SELBER relativ rasch frei von der Verbindung
mit einem kollektiven Feld werden, wenn man sich bewusst macht, dass man
unter dessen Einfluss gestanden hat. Und je mehr Menschen das tun, desto
besser und schneller geht es dann nach und nach für alle.)
Stellt euch eine Schnur vor, oben in eurem siebten Chakra auf dem Kopf. Diese
Ebene konnte man bisher gar nicht oder kaum sehen, aber nun wird sie
allmählich immer besser sichtbar. Wenn da etwas ist, eine Schnur, die euch mit
der Mangelwolke verbindet, dann reinigt die Schnur in eurer Vorstellung mit
Licht und erlebt, wie sei zuerst heller wird und sich dann auflöst.
Das ist gutes altes esoterisches Standardwissen: Gebt Licht drauf, dann löst sich
die Verunreinigung auf und die symbolische Schnur wird sauber. Ist die Schnur
erst einmal sauber, kann euch Finsteres aus dem Kraftfeld des Mangels nicht
mehr erreichen, und danach löst sie sich dann sogar auf. Das ist keine grosse
Sache, es erfordert nur eine Portion Beharrlichkeit, wenn es nicht sofort geht.
Das Kraftfeld nährt sich auch von euch - und es wird seinerseits schwächer,
wenn ihr eure Verbindungen mit ihm auflöst. So wird das Kraftfeld des Mangels
und insbesondere des Geldmangels immer mehr an Stärke verlieren, und es geht
euch dann (betont) wohl. Das soll es in der Fünften Dimension: Es soll euch
wohl ergehen und ihr sollt wohlhabend sein. Ressourcen gibt es mehr als genug
und neue werden geschaffen und entstehen. Das Leben soll euch zum
Wohlgefallen sein.

Wenn ihr die Schnur reinigt, dann reinigt ihr damit die vielen Verunreinigungen,
die aus dem Denken über Geld und den Umgang mit Geld entstanden sind: Gier,
Geiz, Unehrlichkeit, Zusammenraffen, Aus-dem-Umlauf-Ziehen, Neid und
vieles mehr. Das alles kann man so auflösen.

Wenn ihr ein Übriges tun möchtet, dann reinigt ausserdem das Kraftfeld selber,
die dunkle Wolke, als die man den Mangel symbolisch wahrnehmen kann. Es ist
nicht gleich morgen weg, denn es ist alt und stark, aber es beginnt nun der
Heilung zugänglich zu werden, und man kann da was machen. Jeder Mensch,
der sich für die Heilung des Mangeldenkens einsetzt, trägt etwas dazu bei, dass
es sich so rasch wie möglich auflöst. Jeder Mensch, der ein bisschen
Geistheilung auf dieses Kraftfeld projiziert, Licht dorthin schickt oder es ersetzt
durch Gedanken der Fülle, trägt zu seiner Heilung bei. Ein wenig, aber jedes
Bisschen ist wichtig. Jeder von euch kann einfach so in Gedanken da etwas tun,
Ab und zu denkt mal an die Wolke, gebt Licht drauf und bemerkt, wie sie sich
nach und nach aufhellt. Man muss dafür nicht in Meditationshaltung gehen; es
ist immer mal wieder zwischendurch möglich, wann immer ihr etwas tut, wozu
21
ihr euren Kopf nicht braucht, oder wenn ihr wartet oder spazieren geht. Nur ein
paar Minuten am Tag, das wirkt sich auf euren eigenen Wohlstand aus und auf
den Wohlstand eurer Mitmenschen ebenso. Der tatsächlich existierende Mangel
verliert so an Kraft.
Es gibt viel tatsächlich existierenden Mangel auf Erden, für den die Menschen
gar nichts können, sondern der durch das starke Kraftfeld des Mangeldenkens
hervorgerufen wird – das kann allmählich mal aufhören, und ihr tut einen
wichtigen Dienst an der Menschheit, wenn ihr euch dafür einsetzt.
Jeder Gedanke und jeder Denker ist da wichtig. Das ist kein Tropfen auf den
heissen Stein, der einfach verpufft, sondern es ist ein Tropfen im Ozean.
Als der wirkliche Ozean entstand, regneten Milliarden und Abermilliarden von
Wassertropfen ab. Wenn jeder Tropfen damals gesagt hätte „Ich bin ja so klein,
ich kann gleich wieder verdunsten, aus mir wird nie ein Ozean“, dann hätte es
auch niemals ein Planeten umspannendes Meer gegeben, wie ihr es heute habt.
Aber das haben die Tropfen nicht gesagt. Sie haben ein anderes Bewusstsein als
Menschen - sie wussten, dass sie viele sind und dass jeder seinen Beitrag leistet.
Tut ihr das doch auch. Die Tropfen im Ozean haben gesagt: „Wir sind Viele.
Und Milliarden und Abermilliarden von uns werden ein grosses Meer schaffen,
aus dem Leben erwächst.“ Und so ist es geschehen.
Ihr seid auch Viele, lasst den Mangel sich auflösen und die Fülle auf den
Planeten kommen. Dann wird es geschehen. Und ich denke, viel davon
geschieht in einer Zeitspanne, in der ihr es noch erlebt. Und die ersten, denen es
besser geht, das seid ihr selbst.

So, ein Gedanke noch, und dann habt eure Pause:


Mit all dem, was ich heute gesagt habe, ist (betont) nicht gemeint, dass man
keinen Pfennig sparen soll für das Alter oder für schwierige Zeiten. Es ist
vernünftig, in einem angemessenen Rahmen Vorsorge zu tragen. Noch lebt ihr
in den bewegten Zeiten der Dritten Dimension, und das Kraftfeld des Mangels
existiert noch. Es kann also auch noch immer mit euch und eventuell noch in
euch existierenden unbewussten Resonanzen in Kontakt treten, und auch euer
Wirtschaftssystem ist noch nicht umstrukturiert. Also behaltet die kluge
Vorsorge in angemessenem Rahmen noch eine Weile bei beziehungsweise
bewegt euch in die Fülle, wenn ihr noch im Mangel seid und legt in diesem Falle
eben später etwas zurück.
Was das Geld allerdings nicht gerne hat, das ist, in grossen Mengen und aus
echtem Mangeldenken irgendwo hin gelegt zu werden, wo es sich nicht
bewegen kann. Es ist ja für die Bewegung und zum Weitergeben gemacht.
Wenn ihr in der Lage seid, viel Geld zu haben, dann lasst es arbeiten und Gutes
tun. Investiert es in Projekte des Fortschritts und lasst es für das Gute und das
Neue Bewusstsein arbeiten. Dann kommt es gerne zu euch zurück und bringt
noch seine Freunde und Bekannten, seine Kinder und Kindeskinder mit.

22
So, ich wünsche euch einen schönen Abend, und den einzigen Mangel, den ich
sehe, ist der Mangel an Kuchen, weil unser edler Kuchenspender nicht wissen
konnte, dass heute so viele Leute kommen. Dann wünsche ich euch eine
lösungsorientierte Pause. Geniesst den Kuchen in homöopathischen Dosen und
freut euch darüber. Vielleicht vermehrt er sich bis nächstes Mal und es bringt
jemand zwei Kuchen mit. Bis nachher.

(Pause, mit Kuchen, echt lecker und hat auch für alle gereicht.)

Silvie: Tioooooo? Bist du da?

Tio: Entwickelst du Mangelbewusstsein in Bezug auf Geistwesen?

Silvie (lacht): Nee, eigentlich nicht, ich wollte mich nur vergewissern, ob du da
bist und wir anfangen können.

Tio: Ich bin da und wir können anfangen. Wer möchte beginnen?

Frage: Tio, was ist mit den Hartz-IV-Leuten? Wie kommen die aus dem Mangel
raus?

Tio (zusammengefasst): Dahinter steckt ein sehr starkes Mangelbewusstsein,


und sogar ein doppeltes. Es gibt da zwei Arten von Leuten, wenn ich es mal ein
bisschen schematisiert darstelle. Da sind zum einen die bewusst lebenden Leute,
die das Zeug dazu haben, sich selbst aus dem Mangel herauszuarbeiten. Sie
können ihre eigene Situation, ihre Entwicklungsgeschichte und ihre
Familiensysteme betrachten und Blockaden finden und auflösen. Ich sage nicht,
dass das einfach ist, aber es geht. Wenn man das nicht selber kann, wird sich
immer die Möglichkeit finden, dabei Unterstützung zu bekommen wenn man
wirklich will. Das ist ein Stück Arbeit, manchmal muss man erhebliche innere
und äussere Widerstände überwinden, aber meistens klappt es und den Leuten
geht es Schritt für Schritt besser. Es wird immer etwas leichter, so wie auch die
Umgebungsenergie leichter wird.
Und dann gibt es noch die Anderen, die grosse Gruppe jener Menschen, die ich
mal ganz ohne Abschätzigkeit als Otto und Ottilie Normalverbraucher
bezeichnen möchte. Die kommen aus ihrer Mangelsituation nicht so leicht
heraus. Sie haben meistens keinen Zugang zu Spiritualität und auch nicht zu
Psychologie. Wenn man einen oberflächlichen Blick darauf wirft, ist man leicht
geneigt, diese Menschen als arme Opfer zu sehen, die gar keine Chance haben,
aus ihrer Misere heraus zu kommen. Opfer sind sie tatsächlich, nämlich Opfer
des allgemeinen, des kollektiven Mangelbewusstseins. Dieser grossen
Mangelwolke eben, die in Jahrtausenden von Mangelbewusstsein auf der Erde
entstanden ist und die nun weiteren Mangel schafft. Aber eine Chance haben
diese Leute dennoch, und ihr könnt ihnen helfen, sie zu nutzen: Beginnt damit,
23
diese Mangelwolke aufzulösen, und es wird dann auch für Menschen, die nicht
über die Werkzeuge verfügen, bei sich selber viel in die inneren Tiefen zu
blicken, leichter, aus dem Mangel in die Fülle zu kommen.

Es kamen noch allerhand andere Fragen, aber die waren persönlich und
deshalb drucken wir sie hier nicht ab.

Dann endete der Abend in Heiterkeit und guter Laune und hoffentlich auch im
Bewusstsein der Fülle.

24