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Die Wa(h)re Lebensqualität

Vom Sinn und Zweck der Finanzkrise

Channeling von Tio

übermittelt von Silvie Katz

Mai 2009

www.silvie-katz.de

Weitergabe zu kommerziellen Zwecken nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin

Copyright by Silvie Katz 2009

Silvie: Lieber Tio, jetzt ziehst du schon wieder ein Thema vor. Warum?

Tio: Weil dieses Vorgehen eine Menge Vorzüge hat. Andernfalls geht uns die
Aktualität verloren. Silvie bezieht sich mit ihrer Sorge auf eine Themenliste für das
erste Halbjahr 2009, die wir Anfang des Winters verteilt hatten wegen der Vorträge,
die wir damals gehalten haben. Aber die machen wir ja zur Zeit nicht, sondern statt
dessen diese Channelings hier.
Die Zeit läuft so schnell, dass ich empfehle, gar keine halbjährigen Themenlisten
mehr zu machen. Lass uns lieber mit den aktuellen Ereignissen gehen.

Silvie: Kommen die anderen Themen noch dran?

Tio: Bestimmt, ich weiss nur nicht wann.

Silvie: Wenn sie aktuell sind.

Tio: Da sind ein paar Dauerbrenner dabei, die kommen also ganz bestimmt dran, und
aktuell sind sie auch. Nur die gegenwärtige Finanzkrise ist aktueller, und es wird
dringend Zeit, sie genauer zu hinterfragen und zu verstehen, woher sie kommt und
wohin sie euch transportieren will. Je mehr ihr wisst, desto intelligenter könnt ihr mit
der Krise umgehen, desto weniger Fehler werdet ihr machen und euch so manche
Angst und manchen Umweg ersparen. Und desto schneller geht die Krise vorbei, für
euch persönlich und somit auch für die menschliche Gemeinschaft.

Silvie: Gut. Dann machen wir das so.

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Tio (grinst fühlbar): Danke, Chefin.

Vorher entführe ich euch aber mit der Meditation in den Wonnemonat Mai.
Schliesslich sollt ihr das Leben auch und gerade jetzt geniessen, und wenn ihr euch
mit den Kräften der Jahreszeiten verbindet, ist das leichter. Der Mai ist angenehm,
gibt eine schöne Lebensqualität, ihr dürft euch schon mal freuen! Sollen wir
anfangen?

Silvie: Ja.

Tio: Dann macht es so, wie es euch angenehm ist. Ihr könnt die Meditation auf Band
sprechen und sie später hören – lasst genug Platz zwischen den einzelnen Gedanken,
damit sie sich später beim Hören in Ruhe in eurer Vorstellung entwickeln können –
oder ihr findet einen Vorleser für einen Meditationskreis oder ihr lest einfach jetzt
konzentriert mit. Wer mag, merkt sich die Grundzüge des Ablaufs dieser kleinen
Übung und kann die Meditation später in Gedanken wiederholen, so oft er mag. Und
natürlich könnt ihr auch etwas abwandeln, weglassen oder hinzu nehmen. Wie es
euch gefällt.

Nun setzt oder legt euch bequem hin. Ganz entspannt, so dass ihr alle Anspannung
loslassen könnt und vielleicht mit einem kleinen Aufseufzen die Augen schliesst und
euch in die Entspannung sinken lasst.

Nehmt nun den ganz persönlichen Rhythmus eures Atems wahr und begrüsst ihn als
wohl bekannte Erinnerung daran, dass ihr euch auf euren Körper verlassen könnt.
Euer Körper weiss, wie man atmet, und meistens macht er das richtig. Es ist schön,
sich zu erinnern, dass man loslassen kann, jegliche Kontrolle und jegliche Sorge
abgeben kann, der Körper atmet für euch schon so, wie es richtig ist. Falls er doch
mal Hilfe braucht, lässt er euch das wissen.

Nun spürt ihr, dass die Muskelspannung nachlässt und euer Körper sich warm und
entspannt anfühlt. Wenn ihr mögt, könnt ihr euch jetzt schon vorstellen, ihr läget an
einem warmen Maientag auf einer Wiese in der Sonne und atmet den Duft der
Blumen, der warmen Erde und es wachsenden Grases ein.

Nehmt euch ruhig ein wenig Zeit, euch auf dieses innere Bild, auf dieses innere
Erleben einzustimmen. Wenn ihr den Maientag als inneres Bild wahrnehmt, dann ist
das wunderbar; wenn ihr meint, ihr hättet euch ans innere Sehen noch nicht gewöhnt,
dann fühlt einfach den Frühlingstag, die Wärme der Sonne, und überlasst euch mit
Genuss der Vorstellung, an einem Tag im Wonnemonat Mai frei zu haben und
draussen zu entspannen. Nehmt euch mentalen Urlaub von den Anstrengungen dieser
Zeit und erlebt, dass sich draussen in der Maiensonne keinerlei Sorgen halten können.

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Stellt euch vor, dass die Sonne, die euren Körper angenehm wärmt und heiter auf
euer Gesicht scheint, vielleicht sogar ein Lächeln darauf hervor zaubert, auch eure
gesamte Aura mit Licht und Wärme erfüllt und alles auflöst, was vom letzten halben
Jahr an Schwerem und Belastendem darin hängen geblieben ist. Die dunkle und kalte
Jahreszeit ist nun endlich vorbei, der Mai beschert euch Vorfreude auf die
kommenden warmen und hellen Monate. Im Sommer ist das Leben leicht, und so
genügt es wohl, einfach zu beobachten oder zu spüren, wie die warme Sonne eure
Aura reinigt. In den vergangenen Monaten gab es bei vielen Menschen Anlass zu
Sorgen, und hektisch war das Leben ohnehin. Nun habt ihr eine freie Zeit, überlasst
euch dem voll erblühten Frühling an der Grenze zum Sommer, spürt, wie die alten
Belastungen und Sorgen sich auflösen.

Ihr braucht gar nichts zu tun ausser zu erlauben, dass eure Aura sich im Sonnenlicht
reinigt. Und ihr spürt, dass das Erlauben eine ganz andere Energie ist als das
Arbeiten, Wollen und Tun. Lasst jetzt mal das innere Arbeiten sein. Erlaubt einfach,
dass das Leben besser wird, besser und besser. Im Wonnemonat ist das leichter als
sonst.

Erlaubt, wenn ihr mögt, auch den grossen Sorgen und den Themen, die ihr vielleicht
schon das ganze Leben mit euch tragt, dass sie sich auflösen. Erlaubt ihnen, sich
aufzulösen in Wohlgefallen. Wenn ihr das nicht gleich glaubt, erlaubt es ihnen
dennoch und gewöhnt euch an diese neue Energie. Jedes Mal, wenn ihr aufs Neue
erlaubt, dass das Leben immer besser wird, löst sich ein Teil einer alten Belastung,
ein Teil einer alten Gewohnheit auf, und es wird tatsächlich besser.

Erlaubt euch euer eigenes Tempo dabei. Und erlaubt euch tatsächlich Leichtigkeit
und ein Ende der Schwere und des Leidens. Erlaubt euch, die Wonne des Lebens
jeden Tag mehr kennen zu lernen. Und erlaubt euch, dass das auch dann möglich ist,
wenn die äusseren Umstände vorübergehend vielleicht schwierig sind.

Nehmt euch Sekunden, Minuten oder längere Zeiten jeden Tag für das wonnevolle
Erlauben frei und dazu, die neue Energie des leichten Lebens in euer Energiefeld zu
lassen und sie kennen zu lernen. Nehmt euch einen Tag in jeder Woche, wo ihr die
Sorgen und die Anforderungen der gegenwärtigen Alltags bewusst hinter euch lasst.
Kehrt dem Alltag, wenn er schwer ist, bewusst den Rücken, fahrt oder radelt hinaus
vor die Stadt und lustwandelt im Mai. Euer Alltag wird davon auch etwas Gutes
bekommen, ihr kommt gestärkt und erholt zurück, Sorgen wandeln sich und ihr könnt
Probleme besser und leichter lösen als vorher.

Nun kehrt mit eurem Bewusstsein wieder in euer Bild, in eure Vorstellung zurück und
erlebt euch auf eurer Maienwiese in der Sonne. Spürt, wie die Sonne, die Düfte der
Wiese und die warme Brise eure Aura gereinigt haben. Ihr spürt neue Lebensfreude,
neue Kraft und neue Zuversicht. Nun möchte auch euer Körper daran teilhaben, und

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ihr erlaubt dem Licht, durch eure Haut hindurch zu scheinen und den ganzen Körper
zu erhellen. Jede Körperzelle trinkt förmlich das Sonnenlicht und die Frische des
Maientages. Geniesst das, und gönnt euch das öfter.

Vielleicht könnt ihr sogar wahrnehmen, wie eure Körperzellen sich von den
Anstrengungen der vergangenen Monate reinigen. Es prickelt leicht und angenehm
auf und unter der Haut, und die inneren Organe werden warm. Die Schlacken, die
sich über den Winter und durch eure inneren Wachstumsprozesse gebildet haben,
lösen sich auf. Graue Körnchen werden zu sprühenden weissen Lichtpunkten, so als
hättet ihr Millionen von Funken des Sonnenlichts im Körper.

Ihr fühlt euch frisch und gesund. Gesundheit kommt von dem alten Wort
„Gesonntheit“, das wird euch jetzt ganz klar. Lasst das Licht hinein und fragt nach
innen in eure Organe, welches besonders hart gearbeitet hat und deshalb nun
besonders viel Licht braucht.

Lasst das Sonnenlicht und die frische Lebenskraft des Mai besonders in dieses Organ
einfliessen und fühlt, wie es sich freut und wieder zu Kräften kommt.

Nun fühlt ihr euch ganz von Licht, Frische und Gesundheit erfüllt. Wer körperlich
krank ist, wird davon unterstützt und die Heilung bekommt mehr Kraft. Gönnt euch
das öfter, am besten draussen in der echten Maienluft und Maiensonne, und wenn das
nicht geht, dann in eurer Vorstellung.

Wenn ihr nun so auf eurer Wiese liegt, dann nehmt euch ein bisschen Zeit, all die
Wonne in euch aufzunehmen, die dieser Monat euch bietet wie kein anderer. Nehmt
mit euren inneren Sinnen die Düfte wahr, hört das Rascheln der Käfer im Gras und
das Rauschen der Bäume, das Zwitschern der Vögel und das leise Wehen des Windes.
Spürt auf eurer Haut die Wärme der Sonne, die Frische der leichten Brise, fühlt die
warme Haut von Mutter Erde unter eurem Körper.

Werdet euch bewusst, dass all dieses überbordende Leben, diese Freude am Dasein,
die um euch herum ist und die euch einbezieht, von Mutter Erde kommt. Sie ist die
Mutter allen körperlichen Lebens, sie ist die Mutter aller Wonnen, die der Körper
euch ermöglicht. Und wenn ihr das nicht sofort glaubt, dann erlaubt nun ganz
spielerisch eurer Vorstellung, gleich neben eurem Gesicht eine Erdbeerpflanze
wachsen zu lassen: Die reifen Beeren wachsen direkt in euren Mund und ihr geniesst
die ersten Früchte der Saison, im Mai, und labt euch daran.

Mutter Erde gibt euch das Leben und alle seine Segnungen. Spürt ihre Kraft. Sie hat
Anfang dieses Jahres eine Energieerhöhung bekommen wie ihr auch, und nun kann
man ihre Kraft noch deutlicher spüren als bisher. Aus reiner Freude bringt sie
kraftvoll all dieses wunderbare Leben hervor, und aus Freude hat sie auch euch mit

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Körpern ausgestattet.

Nun ist es an der Zeit, sich ganz bewusst zu machen, was das für ein Segen ist.

Danke, Mutter Erde, dass du so gut zu mir bist. Danke Mutter Erde, dass du mir
meinen Körper gegeben hast, damit ich ihn geniesse. Danke, Mutter Erde, dass ich in
meinem Körper umher laufen kann und diese Jahreszeit geniessen und alle anderen
Jahreszeiten auch. Danke, Mutter Erde, dass ich meinen Körper habe, damit ich sehen
und hören und riechen und schmecken und fühlen kann. Danke, dass ich mit meinen
Händen die Hände anderer Menschen fassen kann, dass ich umarmen und umarmt
werden kann, dass ich Nähe erfahren und Nähe geben kann und natürlich auch, dass
ich die Freuden der körperlichen Liebe erleben kann. Danke, dass ich lachen und
weinen und sprechen und hören kann.

Und wenn ich etwas davon nicht kann, dann habe ich dennoch Respekt vor dem
Wunder des körperlichen Lebens und freue mich an den Sinnen, die ich besitze und
gönne es den Anderen, falls sie etwas mehr haben als ich.

Ich verspreche, Mutter Erde, dass ich als Dank für mein Leben im Körper diesen
achten und lieben werde und auf ihn hören, damit ich wahrnehme, was er braucht und
ihm dies gebe: Genug gutes Essen, genug Licht und Sonne und Wasser, genug Freude
und genug Begegnungen. Und wenn ich krank bin, Mutter Erde, dann werde ich alles
tun, um mit deiner Hilfe leichter zu genesen und meinem Körper die Achtung und die
Hilfe geben, die er verdient.

Ich weiss, Mutter Erde, mein Körper ist ein Haus für meine Seele, und ohne Körper
könnte sie sich nicht verwirklichen und ich bliebe ein Entwurf, ein Gedanke, eine
Theorie.

Danke, Mutter Erde, dass ich wirklich hier bin. Ich liebe dich, Mutter Erde, und ich
weiss, du liebst mich.

Nehmt euch eine Weile Zeit, das Glück des Lebendigseins zu geniessen. Es ist eine
grosse Sache, und während der Zeit im Alten Bewusstsein hat man es nicht immer
genügend erkennen und genügend würdigen können. Nun ist dies möglich, und nun
spürt ihr das pulsierende Leben in jedem Organ, jedem Muskel, jeder Körperzelle.

Die Energie des Wonnemonats Mai unterstützt das bewusste Wahrnehmen der
Segnungen, die das Leben im Körper mit sich bringt.

Spürt das pulsierende Leben in euch, wenn ihr jetzt langsam wieder in das
Tagesbewusstsein zurückkehrt. Reckt und streckt euch wie morgens beim Aufwachen
und macht euch ganz bewusst, dass ihr euch in eurem Körper befindet. Fühlt die

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gesunde Muskelspannung, die Tatkraft, die Aktivität, die der Körper euch gibt. Atmet
einige Male ganz aus und lasst frische Luft von allein wieder in eure Lunge
einströmen.
Fühlt, wie der Sauerstoff aus der Luft euch erfrischt. Dann öffnet die Augen und
schaut euch buchstäblich mit neuen Augen um, nehmt wahr, wie viel bunter und
schöner die Welt ist. Und vielleicht könnt ihr eine zarte Hülle aus Licht um jeden
Menschen, jedes Tier, jede Pflanze und sogar um jeden Stein herum wahrnehmen.

Das Leben hat jetzt eine andere, bewusstere Qualität, und diese Lebensqualität ist ein
Stück Neues Bewusstsein in euch, das ihr hiermit gefunden habt. Lasst es einen
Beginn sein, all das Schwere, was ihr bisher in euren vielen Leben erfahren habt,
hinter euch zu lassen. Erlaubt all dem Schweren, zurück zu bleiben in der
Vergangenheit, bei den alten Erfahrungen, im Alten Bewusstsein.

Und erlaubt dem Neuen Bewusstsein, euch jeden Tag ein bisschen mehr zu erfüllen,
mit Leben, mit Freude, mit Tatkraft, mit Wonne. Und nicht nur im Mai, sondern
immer.

Und nun seid hier und seid willkommen!

Silvie: Schön. Ich muss mich auch recken und strecken.

Tio: Dann tu das. Ist fein, im Körper zu sein!

Silvie: Jaaaa. Armer Tio. Du kannst das nicht mehr! Ich bekomme da manchmal ein
schlechtes Gewissen.

Tio (heiter): Ich habe es immer genossen, verkörpert zu sein, solange ich ein Mensch
war, und nun bin ich erfüllt. Es ist gut.

Silvie: Jetzt möchte ich raus in die Sonne. Wo ich dies schreibe, ist zwar noch nicht
Mai, aber die Sonne scheint schon jetzt, und zwar mit Wonne!

Tio: Dann geniess es und wir machen in ein paar Tagen weiter.

(Nach genossener Frühlingssonne und ein paar Tage später):

Tio: Dann können wir jetzt mit dem Thema anfangen. Die Situation ist ernst, aber
keineswegs hoffnungslos, eher im Gegenteil. Es geht im Wesentlichen darum, zu
verstehen, was gegenwärtig passiert, dann kann man intelligent damit umgehen und
die Krise nicht nur gut überstehen, sondern sehr daran wachsen und ausserdem noch
eine gute Portion positive Energie für die menschliche Gemeinschaft frei setzen.

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Das ist nämlich wichtig: Die Krise verstehen und richtig darauf antworten. Nicht:
Sich in alte Ängste zurück fallen lassen und die Lage unnötig verschlimmern. Mit
Wissen und Intelligenz geht die Krise am zügigsten vorbei.

Nun: Die Finanzkrise, die ihr gegenwärtig erlebt, gehört zu den natürlichen
Übergangsphänomenen in das Neue Bewusstsein. Es ist also nichts aus dem Ruder
gelaufen und was ihr gegenwärtig erlebt, bedeutet auch nicht den Untergang der Welt.
Die Krise bedeutet allerdings die Notwendigkeit für eine drastische Korrektur einiger
ihrer Ursachen, die in der Dritten Dimension begründet sind und dort auch eine
Funktion hatten. Diese Ursachen müssen gründlich verstanden und dann aufgegeben
und durch Besseres ersetzt werden, was in die Fünfte Dimension, das heisst in das
Neue Bewusstsein und in die Neue Zeit passt.

Dies ist eine ziemlich umfassende Angelegenheit und geht deswegen auch nicht ohne
vorübergehende Unordnung und aufkochende Existenzängste ab. All dies ist mit
Sicherheit sehr vorübergehend und wird desto schneller vorbei sein, je intelligenter
mit der gegenwärtigen Situation umgegangen wird, das heisst, je besser sie in ihrer
Entstehung und in ihrer Aussage verstanden wird.

Dann lasst uns mal damit anfangen, einige der wichtigsten Entstehungsgründe für die
Krise anzuschauen.

Zunächst ist es einmal wichtig zu verstehen, dass die gegenwärtige Krise sich zwar
vor allem auf dem Sektor Geld/Märkte/Kaufkraft abspielt, also sich in der
Hauptsache in einer sehr dichten Schicht der Materie abspielt, aber dass sie sich eben
nur dort am deutlichsten zeigt. Die Schwierigkeiten auf dem finanziellen Sektor sind
das Symptom der Krise, nicht ihre Ursache. Ihre Ursache ist ein Bündel von
dreidimensionalen Glaubenssätzen und Erfahrungen, die sich überlebt haben und die
man nicht länger mitnehmen kann, weil sie inzwischen für weiteres Wachstum der
Menschheit nicht mehr taugen.

Das könnt ihr so verstehen wie etwa Schmerzen im Knie. Die sind auch nur ein
Symptom, aber nicht die eigentliche Krankheit. Wenn man die Schmerzen im Knie
hat und diese behandelt, wird man sie für eine Weile weniger spüren, aber die
Krankheit, die sie verursacht hat, geht davon nicht weg. Wahrscheinlich wird sie
sogar schlimmer. Was da wirklich hilft, ist sich das Knie genau anzusehen und zu
schauen, wo der Verdruss wirklich herkommt. Dann kann man z.B. den Meniskus
operieren oder etwas gegen die Arthrose tun oder was auch immer der Grund ist und
der richtigen Behandlung bedarf. Aber das muss man erst einmal richtig verstanden
haben und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Erst dann wird es wirklich besser.

So ist es auch mit der Krise. Die vergeht, wenn genügend Menschen sie gründlich
genug verstanden und die richtigen Konsequenzen daraus gezogen haben. Die alten

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Strukturen aufrecht zu erhalten, macht es auf die Dauer ganz bestimmt nicht besser.

Und was steckt dahinter?

Nun, ich denke, einer der wichtigsten Gründe ist das Mangeldenken, das hier auf
eurem Planeten ausführlich erfahren werden sollte und mittlerweile immer noch
erfahren wird. Aber das möchte sich ja im Neuen Bewusstsein gründlich ändern.
Das Mangeldenken hat über Jahrtausende hinweg die Grundlage abgegeben für die
Entwicklung eines Geldsystems, das genau dieses Mangeldenken zu überwinden
trachtet.
Die ist auch tatsächlich teilweise gelungen. Es ist ein interessantes Paradox, dass
gerade das weltweit verbreitetet Mangeldenken es ist, das eure westliche Welt so
reich gemacht hat. Dies allerdings geschah auf Kosten einer ausgeprägten
Polarisierung. Erinnert euch, verschärfte Polarität gehörte zu einer der
Grunderfahrungen des Alten Bewusstseins, und auch das möchte nun langsam mal
vorbei sein dürfen.
Der Reichtum einiger Nationen und einiger privilegierter Gruppen von Menschen
konnte sich nur entwickeln, weil es auf der anderen Seite arme Nationen und arme
Gruppen von Menschen gab. Die einen bekämpften den Mangel scheinbar
erfolgreich, die anderen waren ihm ausgeliefert. Ich heisse das weder gut noch
verurteile ich es - dies zu tun oder nicht zu tun ist eine Angelegenheit von euch
Menschen. Aber man kann sich die Verurteilung oder das Gutheissen auch schenken,
wenn man sieht, dass dies alles kollektive Erfahrungen waren, die nun zu Ende gehen
und dass einiges zu verbessern ist, was nun förmlich darauf wartet.

Dass diese Erfahrungen nun zu Ende gehen möchten, hat nicht nur mit dem Datum zu
tun – 2012 naht mit Riesenschritten – sondern zeitgleich auch damit, dass die
Polarisierung einen Punkt erreicht hat, wo sie kaum noch weiter anwachsen kann.
Und genau dann ändert sich etwas, das ist ein energetisches Gesetz. Noch nie war der
Gegensatz zwischen reich und arm so gross wie in dieser eurer Gegenwart. Viel an
Deutlichkeit zunehmen kann diese Polarisierung nicht mehr, also steht eine
gründliche Veränderung an. Dabei wird diese Polarisierung in sich
zusammenbrechen.

Wohlgemerkt: Die Polarisierung wird zusammenbrechen, nicht notwendig die


Weltwirtschaft. Ein globaler Zusammenbruch der Weltwirtschaft mit Hungersnöten,
Völkerwanderungen und technologischem Rückschritt ist genau so wenig im Plan
wie ein Atomkrieg. Vor einem solchen hatten die Menschen ja grosse Angst in den
sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, aber die erwartete
Katastrophe ist nicht eingetroffen. Sollte sie auch nicht, sie war nicht im Plan, nicht
in der Logistik für den Aufstieg in das Neue Bewusstsein enthalten und hätte
überhaupt keinen Sinn gemacht.
Und so soll es auch mit der gegenwärtigen Krise gehen: Die Angst soll vergehen und

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der Zusammenbruch soll euch erspart bleiben. Er würde auch gar keinen Sinn
machen. Die Weltwirtschaft soll und wird sich ja gerade umgestalten, damit sie nicht
zusammenbrechen muss, und das wird mit desto weniger blauen Flecken abgehen, je
angstfreier es angegangen wird.

Wie ist es nun zu dieser starken Polarisierung gekommen? Sie begann vor langer
Zeit, als es endlich genügend Menschen auf eurem Planeten gab, dass sie in Städten
zusammen leben konnten. Vorher, in Stämmen und Dörfern, war zwar Mangeldenken
auch schon ein Thema, aber man konnte nicht viel gegen tatsächlichen Mangel tun,
wenn welcher auftrat. Die Natur entschied darüber, oder in der Sicht der damaligen
Menschen die Götter gnädig waren, ob die Jagd, der Fischfang und die Ernten gut
waren oder nicht. Man konnte keine grossen Vorräte anlegen und musste
zurechtkommen, so gut es eben ging.

Man tauschte damals schon Dienstleistungen, Waren und Wissen, aber man kannte
noch kein Geld. Man tauschte Waren gegen Waren, Wissen gegen Wissen oder
Wissen gegen Waren. Man lieferte Holz für einen Hausbau und bekam Getreide
dafür. Man arbeitete als Heilerin im Tempel und ging am Ende der Woche mit einer
grossen Tasche voll Gemüse und gedörrtem Lammfleisch nach Hause. Man gab das
eine und bekam das andere, man tauschte das, was man abgeben konnte und fragte
nach dem, was man brauchte, und meistens passte das.

Dann wurden die Dörfer zu Städten, und dieses Tauschsystem funktionierte nicht
länger, allenfalls noch unter Nachbarn und Freunden. Eure Soziologen wissen schon
seit langem, dass direkter Tauschhandel in Gemeinschaften bis ca. 1000 Mitglieder
gut funktioniert, bei grösseren Gemeinschaften aber nicht mehr, dann wird dieses
Prinzip zu kompliziert.

Also musste man in den Städten etwas erfinden, ein Zwischenmedium, etwas
Symbolisches, das man aufbewahren und anderswo oder zu einem anderen Zeitpunkt
gegen etwas eintauschen konnte, was man dann und dort brauchte. Das konnten
Kaurimuscheln sein, Goldklümpchen, Steine oder Stöckchen, Münzen oder sogar
beschriebene Tontäfelchen oder Papyrus. Gemeinsam war allen diesen Dingen, dass
sie einen Wert symbolisierten. Das konnte der Wert einer Arbeit oder der Wert einer
Ware sein, dem Symbol war das egal, was das Tauschen ganz ungemein erleichterte.
Man konnte für fünf Kaurimuscheln ein Dach decken helfen und sich später einen
Sack voll Mehl dafür kaufen oder sich eine Massage geben lassen oder sich Leinen
für ein Kleid kaufen oder sich sogar ein Kleid nähen lassen. Egal. Alles war möglich
und das war brandneu. Das Wort „kaufen“ ersetzte das Wort „tauschen“, kaufen ist
eigentlich eine symbolische Tauschhandlung, und dies eröffnete den antiken
Menschen ganz ungeahnte Möglichkeiten, Neues zu erproben und Erfahrungen zu
machen, die direkt zu euren Varianten westlicher Wirtschaftssysteme und in der
Gegenwart dann zur Finanzkrise und dem Beginn einer gründlichen Neubesinnung

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geführt haben.

Silvie: Ich muss schmunzeln trotz des Ernstes des Themas. Ich wundere mich, woher
dieses Wissen kommt, das da aus meinen Fingern in die Tastatur fliesst. Nein, ich
habe nicht Wirtschaftswissenschaften studiert, und Soziologie auch nicht, und meine
Allgemeinbildung ist nur auf medizinischem und psychologischem Gebiet gut, sonst
eher mässig. Und falls das hier Quatsch ist, kann ich nichts dafür, dann, liebe Leser,
sortiert selber! Aber eines kann ich euch sagen, ich finde es einfach faszinierend!

Tio (lacht): Was die Silvie immer für eine Sorge hat! Was sie sagen will, ist a) dass
sie nicht bei anderen Autoren geklaut hat und b) dass sie für eventuellen Quatsch
nicht verantwortlich ist. Nun, ich habe auch nicht Wirtschaftswissenschaften studiert,
aber ich habe in all den Zeiten gelebt, von denen ich euch hier berichte, und da habe
ich immer die Augen und die Ohren offen gehalten! Und wenn ich nun aus höherer
Warte auf eure Welt schaue, dann erkenne ich noch so manches mehr, und das ganz
ohne zu studieren!
Liebe Silvie, ist es nun gut, so dass wir weitermachen können?

Silvie: Ja sicher, mach mal weiter.

Tio (lustig): Alles eine Frage der Bildungsbereitschaft. Und die ist immer da, wenn
man neugierig ist. Wenn ihr Leser genug Neugier aufbringt, trägt sie euch gut in die
Zukunft!
Also: Das Prinzip „kaufen statt tauschen“ steht felsenfest seit gut 5000 Jahren. Was es
vor allem ermöglichte, war, aktiv etwas gegen den Mangel zu tun, sei er nun wirklich
vorhanden oder nur eingebildet - was für die Handlungen und Erfahrungen, die nun
folgten, keinen Unterschied machte. „Geld“ konnte man aufbewahren, es wurde nicht
ranzig und verdarb nicht, (heiter) jedenfalls damals noch nicht. So konnte man etwas
für sein Alter zurücklegen oder für knappe Zeiten. Das ist ja bisher alles noch gar
nicht unsozial, aber da die Seelen der Menschen damals jung und abenteuerlustig
waren, fanden und erfanden sie so manches, womit man aus Geld noch mehr Geld
machen konnte, und das konnte dann durchaus unsozial sein.

Man konnte zum Beispiel Märkte schaffen, die ihrerseits auf geschaffenen
Bedürfnissen beruhten. In der Antike konnte das zum Beispiel so aussehen, dass
einige findige Zeitgenossen auf die Idee kamen, dass es nun „angesagt“ war, Togas
und Tunikas mit Streifen zu tragen und die unifarbenen Bekleidungsstücke als „out“
galten. Ich stelle das jetzt absichtlich ein bisschen lustig dar, dann merkt ihr euch
besonders gut, was für eine Struktur da drin steckt. Die Erfinder der gestreiften
Tunikas zogen also selber welche an, veranstalteten stolz eine Werbekampagne auf
dem Marktplatz und eröffneten eine Manufaktur, in der diese angesagte Bekleidung
hergestellt wurde. Alle wollten diesen Markenartikel tragen, die Kinder quengelten so
lange, bis die Eltern ihnen das Gewünschte kauften, die Leute arbeiteten soviel sie

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konnten, um fortan das richtige Design auf dem Leibe zu tragen. Das war gar nicht so
viel anders als heute. Schon war ein neuer Markt aufgrund eines künstlichen
Bedürfnisses geschaffen und die Besitzer der Manufaktur für gestreifte
Oberbekleidung wurden reich. Aus Geld wurde mehr Geld bei denen, die ohnehin
schon welches hatten, und wer wenig hatte, gab davon noch aus und hatte noch
weniger.
Die Reichen konnten noch reicher werden, wenn sie heraus fanden – und das fanden
sie tatsächlich bald heraus – dass man andere Menschen unterbezahlt für sich
arbeiten lassen kann. Sie nähten natürlich die Tunikas nicht alle selber, sondern
bezahlten Arbeiter dafür, die ihrerseits Geld verdienen wollten, um sich ebenfalls
gestreifte Tunikas kaufen zu können, die sie eigentlich gar nicht brauchten. Wenn nun
Arbeit knapp war oder die Manufakturbesitzer sich absprachen, konnten sie mit
wenig Geld viel Arbeit von ihren Angestellten „kaufen“, und das war durchaus schon
eine erste Erfahrung in unsozialem Verhalten und somit eine echte dreidimensionale
Erfahrung.

So ging es, und all das hat sich überall auf der Welt zugetragen und (mit Humor und
Schmunzeln) sicherlich auch in jenem kleinen gallischen Dorf (liebe Leser, ihr wisst,
was das für ein Dorf ist, jeder kennt es, jeder schmunzelt darüber, und wir dürfen hier
keine Schleichwerbung machen), das ihr aus Zeichentrickfilmen kennt und wo auf
hintergründig-humorvolle Druidenart immer die Wahrheit kundgetan wird. Wenn es
nicht die Wahrheit wäre und überall passieren könnte, dann hätten die Autoren dieser
gallischen Dorfgeschichten niemals die Idee gehabt, darüber zu schreiben und die
Bücher und Filme wären nicht so ein Renner geworden. Solche Experimente mit
„Geld“ geschahen überall auf der Welt und geschehen genau so immer noch.

Künstliche Märkte entstehen mit Zeugs, das eigentlich kein Mensch braucht, und
Menschen legen sich dafür krumm und verlieren den Blick für das, was sie wirklich
brauchen. So wird Lebensqualität zur Ware und die wahre Qualität des Lebens geht
verloren.

Es kam aber noch ganz anders, damals schon und überall auf der Welt. Einige
besonders findige Köpfe hatten eine sensationelle Eingebung. Diese hatte zum Inhalt,
dass man sogar Geld als solches verkaufen konnte. Das war ganz einfach, man
musste nur auf die Idee kommen. Damit sich die Menschen sofort ihre Wünsche
erfüllen konnten, gab man ihnen Geld für eine gewisse Zeit zum Benutzen. Man
konnte also zum Verleiher gehen und sich etwas borgen, das heisst etwas ausleihen
und Leihgebühr dafür bezahlen. Der Verleiher liess sich für seine gute Idee bezahlen,
dass man mit Geld Geld verdienen kann, wenn man es anderen Leuten für den Kauf
von gestreiften Tunikas oder auch roten Rennautos oder teuren Flugreisen oder
Häusern, die eine Nummer zu gross für sie waren, ausborgte. Man bekam das Geld
später mitsamt der Leihgebühr zurück - zumindest in so vielen Fällen, dass sich das
Geschäft für die „Verleihnixxe“ der antiken Welt ebenso lohnte wie es das bis vor

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kurzem auch noch in der modernen Welt tat, wo die „Verleihnixxe“ Banken und
Kreditinstitute heissen. Und das war die Geburtsstunde des Zinses.

Wobei es, soweit ich von hier oben herauszufinden im Stande war, nicht der Zins
selbst ist, der an einer wirtschaftlichen Entwicklung Schuld war, die nicht so ganz
glücklich verlaufen ist. Vielmehr sind es zwei Motivationen, die durch den Zins
entstehen, die weder für den Geldumlauf noch für die Zufriedenheit der Menschen
gut sind. Zum einen ist dies die Versuchung zum Wucher, denen sich in alten und in
modernen Zeiten einige Verleiher nicht entziehen können und die auf lange Sicht kein
Geld schafft, sondern welches vernichtet, da sie Menschen arm und zu Verlierern
macht und viele aus der Gesellschaft ausgrenzt. Solange sie draussen sind, können sie
keinen Beitrag zum allgemeinen Wohlstand leisten, oft sind sie mittel- und arbeitslos
und tragen nicht dazu bei, irgendein Bruttosozialprodukt zu erhöhen.

Die andere Motivation, die der Zins mit sich bringt, ist die Aufforderung zum
Geldhorten. Wer Geld auf die Bank legt, bekommt dafür Zinsen, also mehr Geld.
Das hört sich erst einmal gut an, ist aber gar nicht so toll. Einmal wird der Sparer
seinerseits unbeabsichtigt zum „Verleihnixx“, denn die Bank „leiht“ sein Geld und
„arbeitet“ damit, solange der Anleger es nicht zurück haben will. Dabei stellen sich
Banken nicht immer sehr intelligent an, und was dabei heraus kommen kann, erlebt
ihr gerade. Des Anlegers Geld kann also schneller verschwinden, als ihm lieb ist,
anstatt sich wie erhofft zu vermehren.
Es ist also selten so, wie oft vermutet wird, dass angelegtes Geld schlicht und
ergreifend still liegt und nichts tut, das heisst, keine guten neuen Projekte aus ihm
finanziert werden und der Mangel dadurch nicht weniger wird, obwohl er es könnte.
Das sieht nur auf den ersten Blick so aus und wenn es so wäre, wäre die Krankheit
rasch zu kurieren. Man müsste nur die Zinsen streichen und keiner hätte mehr Lust
zum Sparen und täte etwas für die Konjunktur und damit für seinen eigenen
Wohlstand und den der Gemeinschaft.
Aber das Geld liegt nur scheinbar still, es wird dem Umlauf entzogen, dort wo der
Anleger wohnt – das heisst, ein Anleger aus A-Dorf entzieht der a-dörfischen
Konjunktur Geld, das diese gut brauchen könnte. In A-Dorf wird folglich der
Kindergarten geschlossen, weil das Gebäude sanierungsbedürftig ist und die a-
dörfische Gemeinde sich wegen Geldmangels eine Renovierung nicht leisten kann.
Nicht gut! Darüber hinaus macht die a-dörfische Bank mit des Anlegers Geld
vielleicht schlechte Geschäfte, und es ist weg. Deshalb wird in B-Land dann keine
grosse Windkraftanlage gebaut, obwohl B-Land dringend eine brauchen könnte,
damit es endlich genug Strom produzieren kann und damit seine Industrie in
Schwung bringt und der Lebensstandard seiner Einwohner steigt. Auch nicht gut.
Versteht ihr die Struktur? Interessant, nicht? Es könnte zwar auch mal klappen, das
Geld in B-Land angelegt und etwas damit geschaffen werden, aber darauf kann man
sich eben nicht verlassen.

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Lasst uns noch ein wenig weiter studieren, damit wir genau verstehen, was vorgeht,
bevor wir uns um Auswege bemühen. Wenn man ein Problem gut kennt, ist es
leichter, ein gute Lösung zu finden.

Die Idee mit dem Geldverleihen war allerdings eine wirklich effiziente Idee, wenn
man sie im Kontext der Dritten Dimension, also des Alten Bewusstseins betrachtet.
Damit will ich gar nichts rechtfertigen, aber: Diese Idee war schliesslich für eine
Menge Karma gut, und sie polarisierte die Finanzwelt von Anfang an sehr effizient.
Man konnte sich verschulden, man konnte seine Frau, seine Kinder, Hund und Katz
(entschuldige, Silvie) und seinen guten Ruf ins Elend stürzen, indem man sich mehr
lieh, als man zurückzahlen konnte, nur damit man gestreifte Tunikas tragen
respektive seinen Lebensstandard der künstlichen Bedürfnisse finanzieren konnte.
Man musste immer mehr und mehr leihen und immer mehr Gebühren dafür bezahlen,
und man bekam immer weniger dafür.

So kam es erst relativ langsam und dann immer schneller dazu, dass künstliche
Bedürfnisse mit Geld finanziert wurden, das eigentlich gar nicht da war. Langsam
voran ging das viele Jahre deshalb, weil nicht die Mehrzahl der städtischen
Bevölkerung so leben konnte. Viele mussten froh sein, wenn sie sich genug zu essen
und eine bescheidene Hütte leisten konnten und trugen einfarbige Tunikas, auch
wenn diese „out“ waren. Wohl oder übel mussten sie damit zufrieden sein.

Aber die Träger der gestreiften Oberbekleidung wurden mehr – es gab mehr
Menschen, und es gab mehr erfindungsreiche und findige Menschen. Die
„Verleihnixxe“ und die Manufakturbesitzer bekamen Kinder und Enkel, die ihrerseits
Kinder und Enkel bekamen, und diese hatten bessere Überlebenschancen als die der
armen Leute. Das ist übrigens bis heute so, wenn wir die „Überlebenschancen“ etwas
symbolischer definieren. Wer aus einer gut situierten Familie kommt, ist im
allgemeinen besser ausgebildet, hat die besseren Jobs, bekommt mehr Geld und seine
Kindern bekommen eine bessere Ausbildung und haben die besseren Chancen.

Ich will hier keineswegs behaupten, dass alle Menschen, die von der Antike bis heute
zu Geld gekommen sind, Schurken waren. Das waren sie ganz bestimmt nicht. Viele
waren und sind ehrlich, und auch mit ehrlicher Arbeit kann man zu Geld kommen,
nur dauert das eben länger. Aber es geht. Und damit das System nicht in einem
grossen Knall frühzeitig explodierte wie eine Feuerwerksrakete mit zu kurzer
Zündschnur, musste und muss es alle diese ehrlichen Leute geben, die stabilisierende
Elemente im Wirtschaftssystem sind.

Nur stellen sie kein Problem dar. Es ist gut, dass es sie gibt. Das Problem, das wir
hier verstehen wollen, ist von denen gekommen, die nicht „fair play“ gespielt haben
und von jenen, die ihre Antagonisten, ihre Gegen- und Mitspieler waren. Von denen,
die aus Geld mehr Geld machten und von denen, die zum „Verleihnixx“ gingen und

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mit Luftblasen immer grössere Luftblasen finanzierten.

Das betrifft in euer Gegenwart nicht nur Privatleute, sondern auch und vor allem
Firmen und Konzerne. Auch Firmen leihen sich Geld, um grössere Firmen zu werden
und sich ihren Marktanteil zu sichern. Wenn sie dann ihre Leihgebühren an die
grossen „Verleihnixxe“, die Banken, nicht mehr bezahlen können, weil irgendwo ein
Markt ausgeschöpft oder jemand gescheit geworden ist und erkannt hat, dass er keine
künstlichen Bedürfnisse mehr finanzieren will, dann gehen sie pleite. Und die Banken
auch, wenn sie nicht solide finanziert sind und sich von anderen Banken Geld leihen,
um es ihrerseits an Firmen zu verleihen, die dann ihre Leihgebühren nicht bezahlen
können.

Verstanden? Es ist gar nicht so schwer.

Wer Luftblasen mit Luftblasen finanziert, dem wird die Luft ausgehen.

Privat und kollektiv. Es ist eine Weile scheinbar gut gegangen, aber nun ist die
kritische Grenze erreicht, wo solche Konzepte zeigen, dass sie auf die Dauer nicht
funktionieren können.

Dies betrifft Firmen und Privatleute.

Und da kann ich euch etwas Beruhigendes sagen:

Nur was kaputt ist, kann zusammenbrechen.


Was solide gebaut ist, das hält stand.

Wer sein Haus verkauft, bevor es abbezahlt ist, den Restkredit mitnimmt und noch
einen neuen leiht, damit er sich ein grösseres Haus kaufen kann, der riskiert, die
Leihgebühren nicht mehr bezahlen zu können, sobald etwas nicht mehr so läuft wie
bisher und das Haus zu verlieren. Eine längere Krankheit, ein defektes Auto, ein
Engpass im Betrieb – all die normalen Dinge, die das Leben so mit sich bringen kann
– und schon deckt das Einkommen nicht mehr die Ausgaben und die Krise ist da und
erfordert Umdenken.

Mangeldenken macht es leicht, auf künstliche Bedürfnisse hereinzufallen: „Ich will


dies und das und jenes haben, dann geht es mir besser, dann habe ich was und bin für
schlechte Zeiten gerüstet.“ Man würde aber mehr haben, wirklich haben und nicht
nur leihen, wenn man sich für die Bedürfnisse einsetzt, die man wirklich spürt. Ein
kleineres Haus tut es doch auch. Oder eine Wohnung. Ein Auto plus einmal
Carsharing, anstatt je ein fahrbarer Untersatz für Vater, Mutter, Teenager-Tochter und
Twen-Sohn.

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Wer sein Leben solide finanziert, der braucht sich nicht zu fürchten. Wer schon länger
im Mangel steckt, hat Chancen, sich innerlich und äusserlich dort wieder heraus zu
arbeiten, auch wenn es nicht von heute auf morgen geht und je nach Grund eine
Menge Aufklärungsarbeit bedeuten kann. Wer sein Leben solide finanziert hat, der
braucht ja keinen so drastischen Strukturwandel vorzunehmen wie diejenigen
Menschen und Firmen, die solche Vorliebe für Luftblasen hielten und vielleicht gar
nicht darüber nachgedacht haben, wieso.

Aus Luftblasen kann eben echter Mangel werden, wenn sie platzen. Das ist auch ein
Grund, sich nicht auf sie einzulassen und genau zu prüfen, was man wirklich braucht
und was nicht. Ist echter Mangel erst einmal da, braucht es oft umfangreiche
Massnahmen im Innen und im Aussen, um dort wieder heraus zu kommen. Im Alten
Bewusstsein hat sich echter Mangel oft über Generationen hin gezogen, und davon
gibt es immer noch sehr viel. So wird es auch eine besondere Anforderung an das
Neue Bewusstsein werden, hier für Konzepte zu sorgen, die den Mangel beseitigen.
Da ist viel zu tun, aber es wird gehen.

Bevor ich näher betrachte, wie man inzwischen mit der Krise umgeht, wo ich die
positiven Ansätze sehe, was es für echte neue Märkte geben kann und wird und wie
aus der Ware Lebensqualität, die sich nur eine gewisse reiche Schicht leisten kann,
wahre Lebensqualität für alle werden kann, möchte ich noch zwei andere sehr
wichtige Gründe nennen für die Entstehung der gegenwärtigen Strukturkrise.

Das ist zum einen das Vereinzelungsdenken des Alten Bewusstseins, und zum anderen
das Vorhandensein erheblicher kollektiver Ängste.
Beide begründen sich auf dem Mangeldenken, haben aber jedes für sich noch
einzelne Aspekte zur Entstehung der gegenwärtigen Krise beigetragen.

Schauen wir uns zunächst einmal das Vereinzelungsdenken an.


Während das Alte Bewusstsein auf eurer Welt erfahren wurde, konnten die Menschen
nur begrenzt gut zusammenarbeiten. Im Prinzip wurde jeder Andere als Feind
betrachtet und man konnte ihm eigentlich nicht vertrauen. Ich stelle das jetzt
überspitzt dar, aber ich denke, sooo viel spitzer ist dieses Darstellung gar nicht als die
alte Realität, die gerade beginnt, deutliche Auflösungserscheinungen zu zeigen. Es
bildeten sich kaum echte Netzwerke, in denen sich die Einzelnen gegenseitig
unterstützen und gemeinsame Ziele anstreben, und die Perspektive reichte kaum über
den eigenen Tellerrand hinaus: Der Familienvater macht Überstunden und spart,
damit seine Kinder studieren können, und denkt nicht daran, dass seine Überstunden
der Teilzeitjob eines Anderen hätten sein können, der nun arbeitslos bleibt, zum
Beispiel.
Ich verteile hier keine Schurkenrollen, ich betone im Gegenteil: Der Familienvater
kann nichts dafür, er lebt in einem System, das ihm nicht wirklich eine Wahl lässt.
Verzichtet er auf Überstunden und gibt sie dem Mann von nebenan als Teilzeitjob,

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studieren seine Kinder nicht. So war das im Alten Bewusstsein. Gar nicht gut,
hmmm?
Einige Etagen höher sah es ähnlich aus: Der Manager des Alten Bewusstseins hat
Arbeitsverträge für drei bis fünf Jahre. Innerhalb dieser Zeit muss er seine Firma nach
vorne bringen. Meistens schafft er das, ohne kriminell zu werden, aber nicht immer
und oft nur knapp. Andere Firmen - und deren Angestellte und Arbeiter - massiv zu
benachteiligen, lässt sich in diesem System kaum vermeiden. Sein hohes Gehalt
enthält eine Art Schweigegeld und Gewissensberuhigung, ausserdem ist es eine
Privatversicherung gegen Arbeitslosigkeit, denn: Macht der Manager keine guten
Zahlen, wird er entlassen, darf sein Haus verkaufen, seine Frau arbeiten schicken,
und wenn ihm das einige Male hintereinander passiert, dann bekommt er nicht mal
als Reinigungskraft mehr eine Anstellung.
Ich verteidige hier keine abstrus hohen Managergehälter, die müssen wirklich nicht
sein, aber ich möchte euch die Struktur erklären.
Gut, dieser Mann - oder diese Frau - auf der Führungsetage können auch meist nichts
für ihre Situation, und für die Strukturen des Alten Bewusstseins können sie schon
gar nichts. Sie sind dort hinein geboren wie alle Menschen.
Werfen wir noch einen Blick auf die höchste Ebene, die des „Marktes für Firmen“,
wie ich es nennen möchte. Da kaufen die grossen Firmen die kleinen, bis sie
ihrerseits an einer hohlen Mitte sterben, weil sie zu gross für eine funktionierende
Logistik geworden sind. Das kostet doppelt Arbeitsplätze, Geld und Wohlstand:
Zuerst, wenn die kleinen Firmen aufgekauft und eingegliedert werden, dann fallen
allerhand Jobs weg, und zweitens, wenn die grosse Firma sich übernommen hat und
nach langem Todeskampf stirbt. Dann fallen sehr viele Jobs flach.
Auch nicht gut, hmmm?

Wie könnte eine Alternative in der Zukunft aussehen?


Eine solche muss menschenfreundlicher sein und das Wohl einer Gemeinschaft sehr
hoch einschätzen. Das geht nur im Neuen Bewusstsein, aber von diesem ist schon
mehr vorhanden als man auf den ersten Blick sieht. Es gibt schon Alternativen, in
denen eine Firmenbelegschaft wirklich ein Team ist und alle an einem Strang ziehen.
Es gibt schon Konzepte, die umweltfreundlich und menschenfreundlich sind. Und sie
werden bereits gelebt und weiter entwickelt. Natürlich muss man da experimentieren,
es klappt nicht alles sofort, aber aus Irrtümern lernt man und macht es beim nächsten
Versuch besser.

Allen diesen Anfängen ist eines gemein: Sie verstehen das Wohl des Einzelnen nicht
länger als Gegensatz zum Wohl einer Gemeinschaft. Das ist eine Erkenntnis des
Neuen Bewusstseins und ein echter Evolutionssprung, und Menschen, die das
begriffen haben und sich trauen, es immer mehr umzusetzen, sind die Motoren der
Entwicklung im Neuen Zeitalter. Teamgeist und echtes soziales Gewissen sind die
neuen evolutionären Eigenschaften und viel, viel Mut und Kreativität. Und
Pioniergeist.

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Mit der Erkenntnis „Wird einer im Team optimal gefördert, gibt er dem Team seine
entwickelten Talente zurück, und das ist sehr viel mehr als er ohne Förderung
eingebracht hätte“, dann geht es gut. Was für den Einen gut ist, hilft allen Anderen
auch. Und dann ist echtes soziales Gewissen erforderlich, was nichts mit dem
Helfenwollen des Alten Bewusstseins zu tun hat. Es werden keine Rucksäcke
getauscht, es trägt nicht einer des anderen Leid und bringt damit alles durcheinander,
sondern wenn das Team oder einer darin in Schwierigkeiten ist, setzen sich alle hin
und suchen nach Lösungen. Ist die Firma in Schwierigkeiten, machen alle Kurzarbeit,
bis das Problem gelöst ist, und es wird möglichst niemand entlassen.
Möchte eine Anzahl von Müttern mit Kindern Arbeit haben und passen sie ins Team,
wird ein Betriebskindergarten gegründet, und die Omas brauchen ihre Pläne für ihren
wohl verdienten zweiten Frühling nicht aufzugeben, um Enkel zu hüten. Es sei denn,
sie wollen es, dann ist es auch gut.
Die Intelligenz eines guten Teams ist viel höher als die Summe der Intelligenz aller
Einzelnen. Das macht nicht nur Spass, das ist auch ein enormer evolutionärer Vorteil
und ein deutlicher Hinweis darauf, dass sich diese intelligenten Alternativen
vermehren werden und die alten Systeme, weil sie buchstäblich dümmer sind als die
neuen, sich nicht halten werden.
Sie – die Systeme und die Menschen in ihnen - werden nachlernen und umdenken
müssen, und sie sind zum Teil schon dabei.

Was diesen Prozess beschleunigt, ist die Öffnung der „Gruppenchakren“ über euren
Köpfen. Diese Chakren waren während der gesamten Dauer der Dritten Dimension
geschlossen, damit die Erfahrung der Vereinzelung und des alleinigen Kämpfens für
sich und gegen Andere gründlich erfahren werden konnte.
Chakren können sich schliessen und für eine beliebig lange Zeit ausser Betrieb sein,
aber sie bilden sich nicht zurück und sie verschwinden auch nicht. Der feinstoffliche
Entwurf eines Menschen, sozusagen sein Bauplan, sieht den Menschen mit einer
ganzen Anzahl von Gruppenchakren vor, von denen die ersten vier sich in den
kommenden Jahren öffnen werden und bei einigen Menschen sich schon geöffnet
haben. Alle Menschen sind mit diesen – geschlossenen – Chakren geboren worden,
also vollständig. Sie öffnen sich, wenn sich der Betreffende dem Ende der
dreidimensionalen Erfahrungen öffnet, die er sich vorgenommen hatte. Also jetzt, in
diesen Jahren.
Damit ihr nicht mehr so lange dafür braucht, mit euren dreidimensionalen
Erfahrungen fertig zu werden, bekommt ihr und euer Planet ja ständig
Energieerhöhungen. Das hilft nämlich sehr, und zumindest die paar letzten werdet ihr
deutlich gespürt haben. Eine Energieerhöhung bewirkt jedes Mal einen deutlichen
Entwicklungsschub, manchmal auch das vorübergehende Gefühl von Verwirrung im
Leben, und dann wächst man schnell und die Erkenntnisse purzeln nur so. Und wenn
man das Loslassen des Alten schon ein bisschen geübt hat, macht man es dem Leben
leichter, besser zu werden.

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Die Gruppenchakren gehören, wie ihr Name schon sagt, nicht einem Menschen
allein, sondern sie gehören Gruppen. Sie gehören allen Gruppen, zu denen ihr
Besitzer in Resonanz ist, und ist der Mensch mit einer seiner Gruppen verbunden,
sind diese Chakren aktiv. Der Mensch empfindet dies als ein angenehmes Gefühl der
Zugehörigkeit und Verbundenheit mit dieser Gemeinschaft. Dazu ist es nicht einmal
nötig, den anderen Gruppenmitgliedern räumlich zu begegnen – obwohl das
angenehm ist – es genügt die innere Verbundenheit. So werden die Gruppenchakren
eines Menschen, der sich für einen achtungsvollen Umgang mit der Natur interessiert,
aktiv sein, wenn er in entsprechenden Themengruppen ist oder private Gruppen trifft,
die ähnlich schwingen. Sie werden sich aber wohl kaum bemerkbar machen, wenn er
ein Autorennen anschaut – Autorenn-Fans sind nicht seine Gruppe, da hat er keine
Resonanz zu, und dies beinhaltet keine Wertung.

Die nächsten Jahre werden Gelegenheit bringen, die Aktivität der einzelnen
Gruppenchakren genauer zu studieren - für jetzt, für die Anfangsphase der Öffnung,
genügt es zu wissen, dass sie genau jene Erkenntnis selbstverständlich werden lassen,
dass das Wohl eines Einzelnen das Wohl seiner Gemeinschaft erhöht und ebenso das
Wohl der Gruppe das Wohl der einzelnen Mitglieder erhöht, und sie werden euch
wissen lassen, was ein echtes soziales Gewissen ist.

Damit wird man sehr schön die neuen Konzepte entwickeln und umsetzen können,
die ein neues Weltwirtschaftssystem braucht.
Alles, was auf den alten Energien beruht, wird sich umstrukturieren, und was
überhaupt nicht zu retten ist, wird sich auflösen.
Da sehe ich schon gute Anfänge; mit der gegenwärtigen Krise wird gar nicht so
unintelligent umgegangen wie manche Menschen denken, auch wenn die Ansätze,
etwas zu verbessern, oft noch unbeholfen und unklar sind. Aber da sind wir hier oben
sehr optimistisch.

Nun gibt es noch einen anderen kollektiven Glaubenssatz, der zur Krise mit
beigetragen hat und der erkannt und gewandelt werden möchte.

Diesen Glaubenssatz, der erst einige Jahrzehnte alt ist, aber dennoch dem Alten
Bewusstsein angehört, möchte ich einmal nennen:

„Strom kommt aus der Steckdose.“

Damit meine ich einen sehr unbesorgten und kindlich-gedankenlosen Umgang mit
den Ressourcen eurer Mutter Erde. Es ist natürlich sehr verständlich, dass sich dieser
Glaubenssatz als Reaktion auf die Jahrtausende des Frierens und Darbens vor dem
industriellen Zeitalter entwickelt hat. Es ist toll, dass man nur einen Stecker
einstecken muss, und die Waschmaschine oder die Heizung läuft.
Aber auf diese Weise wird Mutter Erde bald keine Reserven mehr haben, und dass

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Energie so teuer geworden ist, hat auch mit diesem Glaubenssatz zu tun.

Ihn zu modifizieren ist gar nicht so schwer:

„Es ist genug Energie für alle da, wenn wir sorgsam damit umgehen.“

So ist es auch. Mutter Erde kann ihre Kinder gut ernähren, wenn diese nicht die
angebissenen Brötchen auf den Müll werfen, bildlich gesprochen.
Dazu hörte ich einmal eine wahre Geschichte: Eine Gruppe von Touristen kampierte
in einem Gebiet, das Indianern gehörte. Die Indianer waren nicht sehr erfreut darüber,
denn sie fürchteten, dass die Weissen mit ihrem Stück Erde unklug umgehen würden.
Aber sie konnten sie nicht einfach fortschicken, und Indianer sind gastfreundliche
Leute. Also liessen sie sie auf ihrem Land kampieren. Dort gab es eine Quelle. Die
Indianer wiesen die Touristen an, nicht mehr Wasser aus der Quelle zu nehmen, als
sie unbedingt brauchten, sonst würde die Quelle versiegen. Die Touristen duschten
aber nach Herzenslust und lehnten es strikt ab, sich in einer Schüssel zu waschen, sie
vergeudeten viel Wasser und die Quelle versiegte. Die Touristen hatten gedankenlos
das unterirdische Wasserreservoir leer gemacht, aus dem die Quelle sich speiste.
Danach dauerte es Jahre, bis sie sich erholt hatte und wieder floss.
Hier sieht man den Unterschied im Umgang mit Mutter Erdes Ressourcen bei klugen
Leuten und bei naiven Leuten.
Macht es wie die klugen Leute in dieser Geschichte und prasst nicht mit den Vorräten,
dann reichen sie gut aus und es gibt reichlich genug für alle – sobald die
Verteilungsprobleme für die Güter auf Erden gelöst sind, aber das wird das Neue
Bewusstsein auch bringen. Ihr müsst euch nicht in einer Schüssel waschen und auch
nicht auf Komfort verzichten, nur mehr verbrauchen als für ein gutes Leben
erforderlich ist, das ist keine so gute Idee.

Einen weiteren kollektiven Glaubenssatz möchte ich noch anführen, der den Wandel
verzögern kann. Wenn man diesen Glaubenssatz loslässt, geht es schneller. Dieser
Glaubenssatz heisst:

Wir sind hier nicht sicher.

Daraus spricht eine enorme kollektive Angst, die über die Jahre der menschlichen
Zivilisation ein starkes Kraftfeld aufgebaut hat, dem man sich eigentlich nur
entziehen kann, wenn man es durchschaut.
Deshalb ist es für euch wichtig zu wissen, dass die Menschheit gerade das erfahren
wollte: Auf dieser Welt nicht sicher zu sein, in keiner Weise.
Dies hat zur Folge gehabt, dass Menschen sich sehr leicht als handlungsunfähig
empfinden, obwohl sie es gar nicht sind. Anstatt zitternd dazusitzen und auf die
Katastrophe zu warten, die eben genau dann kommt, wenn man nicht handelt, kann
man auch nachdenken, wie man die Krise – egal welche – managen kann.

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Und ihr könnt die Krise managen, auch diese hier, von der wir reden, gar keine Frage.
Dazu ist die Krise ja da, und keineswegs, um euch umzubringen. Die Alternative zu
dem weltweit verbreiteten Angst-Satz heisst:

Wir können uns Sicherheit schaffen.

Und das könnt ihr wirklich. Mit den neuen Konzepten, die ihr jetzt zu erproben
beginnt, mit den Gruppenchakren, die sich öffnen und euch das Umdenken
wesentlich erleichtern, werdet ihr in den kommenden Jahren und Jahrzehnten eure
Welt so umgestalten, dass sie für alle ihre Bewohner wesentlich sicherer ist als heute
und als sie jemals gewesen ist.

Natürlich will gut Ding Weile haben, das geht alles nicht von heute auf morgen, aber
wahrscheinlich doch schneller als ihr jetzt denkt. Je mehr ihr darüber wisst, wie die
gegenwärtige Situation entstanden ist und wie umgedacht werden muss, damit die
Krise ihr Wachstumspotential entfalten kann, desto weniger Affinität habt ihr zu
kollektiven Ängsten und desto handlungsfähiger bleibt ihr.
Gebt ein gutes Beispiel, fangt an, euren Alltag so umzugestalten, dass er besser und
lebensfreundlicher wird als die Vergangenheit. Es ist viel Privatinitiative nötig, aber
das macht auch viel mehr Spass als darauf zu warten, dass euch irgendeine gewählte
oder selbst ernannte Autoritätsperson sagt wo es lang geht. Findet es selber heraus.
(Humorvoll): Ein kleiner Tipp: Es geht da lang, wo die Ware Lebensqualität zur
wahren Lebensqualität wird, wo Menschen einander und sich selbst achten, wo die
Erde als Wesen mit Bewusstheit wahrgenommen wird und nicht als
Selbstbedienungsladen, den man leer machen kann.
Und die Veränderung beginnt im Alltag, bei den Dingen, die ihr euch einfallen lasst
und die ein Beispiel geben und nach und nach von immer mehr Leuten nachgemacht
werden, einfach weil sie besser sind und ein besseres Leben ermöglichen als das, was
man bisher kannte.
(Tio macht eine lange Pause, das heisst, es kommen keine weiteren Impulse zum
Schreiben.)

Silvie: Kann ich noch so einiges fragen?

Tio: Klar. Was denn?

Silvie: Meinst du, wir sollten private Kindergärten für den Nachwuchs berufstätiger
Eltern gründen, alternative Banken ohne Zins eröffnen und tauschen anstatt kaufen?

Tio: Findet heraus, wo ihr echten Bedarf habt. Was ist dabei, wenn sich einige Mütter
und Väter zusammen finden und reihum alle ihre Kinder beaufsichtigen? Wer
„kinderfrei“ hat, kann arbeiten gehen oder irgendetwas tun, wozu er sonst nicht käme.
Um solche Ideen Wirklichkeit werden zu lassen, braucht es nur ein bisschen Mut und

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Kreativität.
Versucht es mit Tauschringen, die können auch ganz klein sein, und wer richtig mutig
ist, versucht's mit alternativen Wohn- und Finanzmodellen. Das gibt es alles schon,
und es wird immer besser funktionieren.

Werdet aber bitte nicht zu radikal und folgt unbedingt dem, was ihr wirklich wollt.
Wenn das eine oder andere Modell euch nicht gefällt, macht nicht mit und sucht
etwas anders. Wenn ihr vorsichtig beginnen wollt, fangt in der eigenen Familie an,
neue Modelle zu probieren. Im Hotel Mama können Sohn und Tochter ruhig auch den
Staubsauger schwingen, so lernen sie Eigenverantwortung – zum Beispiel.
Überlegt euch, was ihr kauft und was nicht. Entscheidet danach, was ihr wirklich
haben wollt und nicht, was ihr glaubt zu brauchen. Es gibt Abertausende von
Möglichkeiten, ein neues und besseres Leben zu schaffen, sucht euch aus, was ihr
mögt.

Silvie: Rätst du davon uns ab, Geld auf die Bank zu legen?

Tio: Nicht vollständig. Ich rate euch durchaus, eine angemessene Rücklage zu bilden,
solange das gegenwärtige Finanzsystem noch nicht völlig umgestaltet ist. Das dauert
ja noch. So werdet ihr frei, und wenn ihr mal eine Weile keinen Job habt oder euch
eine Auszeit nehmen möchtet, wird es nicht gleich eng. Ich rate den Leuten, die
richtig viel Geld haben, das, was ihr wirklich übrig habt, dort anzulegen wo der
wirkliche Fortschritt ist, hin zu wahrer Lebensqualität. Sogar wenn ihr mal etwas
verliert, ist es für einen guten Zweck dienlich gewesen, sogar wenn ein Konzept, eine
Firma des Neuen Bewusstseins Pleite geht, ist das nicht sinnlos gewesen, denn aus
Fehlern lernt man etwas. Die Menschen mit dem neuen Konzept wissen nun, was sie
nächstes Mal anders machen müssen und ihr als Anleger und Förderer wisst, dass ihr
euch nächstes Mal besser informieren müsst. Und wer wirklich im Neuen
Bewusstsein lebt, dem wird das selten passieren und wenn doch, wird er es gelassen
und mit Humor nehmen.

Silvie: Und wer nix hat...

Tio: .... der arbeite bitte an seinem Mangeldenken bzw. an dessen Auflösung. Es ist
immer besser möglich, sich davon zu verabschieden und sich der Fülle zu öffnen.

Silvie: Also „selber Schuld“?

Tio: Nein! Es ist nur eine Situationsbeschreibung. Es gibt immer Gründe, für die
man etwas kann und solche, für die man nichts kann. Man kann sie aber alle angehen
und auflösen, jedes Jahr, jeden Monat besser und besser. Unterstützt einander dabei,
das ist ebenfalls gut, um die Gruppenchakren zu trainieren.

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Silvie: Ich sehe auch, dass die Finanzkrise von den Politikern gar nicht so
unintelligent angegangen wird. Dennoch: Es wird auch ganz massiv mit den alten
Mitteln versucht, Schadensbegrenzung zu praktizieren. Macht das wirklich Sinn?

Tio: Der Patient „Weltfinanzwirtschaft“ liegt gegenwärtig auf der Intensivstation. Er


hat viel Blut verloren und braucht wahrscheinlich noch einige weitere Transfusionen.
Das rettet ihm das Leben, und wenn es dem Patienten besser geht, kommt er in die
Reha.

Silvie: Das ist also Erste Hilfe?

Tio: Genau. Die Politiker wissen auch, dass sich strukturell etwas ändern muss, sie
wissen nur noch nicht, was genau und wie. Dafür seid ihr aber da, gelle? Lasst euch
etwas einfallen und werdet zu Pionieren und Ideenträgern.

Silvie: Irgendwie gefällt mir das...

Tio: Das ist der positive Anteil der Energie einer Krise: Sie ist eine Chance zum
Wachstum!

Silvie: Ich habe noch etwas: Ich finde, der Bürokratismus frisst Geld, z.B. bei der
Krankenkasse. Die knöpft mir als Kleinstunternehmerin ziemlich viel ab, weil schon
die Mindestsätze so immens hoch sind.

Tio: Das und ähnlich Verdriessliches kommt von zu starker Zentralisierung. Das ist
nicht nur ein Problem der Einstellung vieler Menschen, die noch dem Alten
Bewusstsein folgt: „Wir geben Probleme an die jeweils höhere Etage oder an eine
Institution weiter, wir hier unten können sie nicht lösen und können uns auch nichts
Besseres einfallen lassen“, sondern das ist vor allem ein Logistikproblem. Zu grosse
Unternehmen, Staaten und Institutionen lassen sich logistisch nicht mehr bewegen,
egal wie viel Geld und Arbeit man in eben diese Logistik steckt. Sie sind wie ein
Bodybuilder, der vor lauter Muskeln nicht mehr laufen kann. Dezentralisierung heisst
hier die Medizin, ganz kleine Kranken-, sorry, Gesundbleibekassen. Aber denk dran,
Dezentralisierung ist immer mit viel mehr Eigenverantwortung verbunden als
Zentralisierung. Da heisst es, sich selber Gedanken über das Gesundbleiben zu
machen, informiert zu sein und mitzudenken, wie man die Gesundheit zurück
erlangen kann, wenn man dennoch mal krank ist. Aber das wird kommen, da sind wir
sicher.

Silvie: Ihr macht euch also gar keine Sorgen da oben?

Tio: Sorgen machen wir uns ohnehin keine. Was wir allerdings sehen, ist, dass die
Menschheit die Neuordnung des Finanzwesen, der Arbeitswelt und ihrer zentralen

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Glaubenssätze verzögern kann, weil sie sich nicht so schnell vom Alten Bewusstsein
lösen kann, wie es sinnvoll wäre.
Allerdings – ihr bekommt sehr viel Hilfe. Und wir sind in der Tat sehr optimistisch.

Silvie: Wie können denn wir Menschen das Sorgenmachen verlernen?

Tio: Indem ihr euch richtig fokussiert. Ich sage es sehr gern noch mal und auch sehr
gern immer wieder, bis es auch der Letzte gehört und begriffen hat: Fokussiert euch
auf das, was schon besser ist als früher. Es ist eine Menge und wird täglich mehr.
Achtet und beachtet dabei bitte auch die kleinen Verbesserungen, denn ein Haus wird
aus Steinen gebaut, und aus vielen kleinen Änderungen erwächst eine neue grosse
Struktur.
Wenn etwas noch un-heil ist auf eurer Welt – und auch das ist eine Menge – dann
schaut hin und würdigt es. Es ist noch da und es macht wenig Sinn, die Augen davor
zu verschliessen. Dann überlegt, was die Menschen, denen es schlecht geht, wirklich
brauchen, damit es ihnen besser geht, und setzt euch dafür ein, dass sie es bekommen.
Es mag sauberes Wasser sein, mehr und besseres Essen, eine gerechtere Regierung,
bessere medizinische Versorgung, einen Arbeitsplatz, mehr Zeit für die Kinder, mehr
Achtung für die Alten, weniger Depressionen, keine Suchterkrankungen oder bessere
Ausbildungschancen.
Man kommt nicht immer auf direktem Wege zum Ziel, deswegen schaut, wo ihr euch
für gute Ziele einsetzen könnt. Ihr müsst nicht alle Sozialarbeiter und
Entwicklungshelfer werden. Meistens könnt ihr dort etwas tun, wo ihr gerade seid, in
eurem eigenen Leben ein gutes Beispiel geben, eure eigene Umgebung positiv
verändern, denken, Neues probieren, Schlechtes aufgeben, den Mund aufmachen und
Bewusstsein wecken. Und manchmal könnt ihr auch direkt etwas dort tun, wo die
grossen Probleme auf Lösung warten. Ihr findet viele Möglichkeiten, die neue Welt
mitzugestalten. Und wenn es im Äusseren nicht oder noch nicht geht, dann macht
euch bewusst, wie mächtig Gedanken und Kraftfelder sind und bereinigt eure
eigenen, verabschiedet euch von einschränkenden Gedanken und lähmenden
Ängsten. Und stellt euch eine neue, bessere Welt vor. Das hilft sehr, dass sie wirklich
bald da ist. Ihr baut sie auf, mit euren Gedanken, mit eurer Liebe zum Leben, mit
euren Handlungen und dem, was ihr sagt und fühlt.
Und dann wird sie bald da sein, die wahre Lebensqualität für alle.

Silvie: Aber die Welt wird sich vorübergehend polarisieren...

Tio: Ja, und nur vorübergehend. Einige Jahre lang, das sieht man jetzt schon, wird es
Gruppen von Menschen geben, die auf „Inseln“ der Dritten Dimension leben, also
noch im Alten Bewusstsein, und Gruppen von Menschen, die im Neuen Bewusstsein
leben. Dann setzt euch dafür ein, dass die Inseln des Neuen Bewusstseins bald das
Festland sind.

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Das, denke ich, ist genug für heute, obwohl es das Thema keineswegs erschöpft. Aber
ich möchte auch weder das Thema noch euch erschöpfen, sondern euch wach
machen, damit ihr Lust auf Neues bekommt und Tatendrang, es zu verwirklichen.

Ich danke euch für euer Interesse und ich danke dir, liebe Silvie, für dein flottes
Schreibtempo und deine Ausdauer!

Bis zum nächsten Mal, lasst es euch gut gehen.

Liebe Grüsse

Euer Tio

* * *

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