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„Da lacht mein Herz!

Wie man die richtige Lehre findet

Vortrag von Tio

übermittelt von Silvie Katz

Mai 2008

www.silvie-katz.de

Copyright by Silvie Katz. Weiterverwendung zu kommerziellen Zwecken nur mit schriftlicher


Genehmigung der Autorin

Tio: Ich grüße euch ganz herzlich, mit grosser Freude, in einem sehr privaten Kreis
heute – aber ich kann gut verstehen, dass einige bei dem schönen Wetter lieber in den
Biergarten gegangen sind. Wenn ich noch ein Mensch wäre, dann würde ich heute
auch den Biergarten vorziehen!

Silvie (lacht laut): Ja, das glaube ich auch!

Tio (lustig): Was? Dass ich den Biergarten vorziehen würde?

Silvie (lacht immer noch): Genau! Das glaube ich auch!

Tio: Ja, hätte ich! Aber nun bin ich hier und halte konzentriert und mit Freude meinen
Vortrag. Vielleicht nimmt mich hinterher ja noch jemand mit auf ein Weizenbier.

So: Unser Thema heute ist: Da lacht mein Herz! Wie man die richtige Lehre findet.
Und ich denke, ihr seid nicht daran interessiert, eine Lehre mit zwei E zu finden,
sondern eine mit EH, die richtigen Inhalte beim Wachstum. Und wie immer nehme
ich das Thema in der einleitenden Meditation schon ein bisschen voraus, so dass ihr
eingestimmt seid, und ihr werdet heute in eurem inneren Tempel auch einen neuen
Raum kennen lernen. Ihr könnt euren Tempel immer erweitern durch neue Räume,
ich glaube, ich werde nicht jeden Monat einen neuen Raum kreieren, aber ab und zu
doch.
Die Silvie hat mich ausserdem gebeten, dass ich die Einleitung für die Meditation ein
bisschen ändere, damit es nicht langweilig wird, und ich habe gesagt: Nächstes Mal.

Silvie (heiter): Also haben wir diese Mal...

Tio: ...noch die gleiche. Und die passt auch noch zur Jahreszeit. Ab nächstes Mal

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mache ich eine etwas andere, aber der Tempel eures Herzens besteht weiterhin.

Silvie: Gut.

Tio: Dann macht es euch jetzt bequem. Wer länger nicht hier war, den erinnere ich
daran: Macht es euch wirklich bequem, ihr könnt euch ruhig anlehnen, wenn ihr
möchtet, die Lebensenergie fliesst auch durch einen angelehnten Körper, nur
einigermassen entspannt möchte er sein.

Nun, dann beginnt damit, dass ihr einfach nur euren Atem wahrnehmt, ohne über
euren Atem nachzudenken, ohne etwas zu steuern – nehmt nur wahr. Wahrnehmen
bedeutet, etwas nehmen wie es ist – beobachtet ganz wertfrei euren persönlichen
Rhythmus von Einatmen und Ausatmen.

Ihr könnt fühlen, wie eurer persönlicher Atemrhythmus euch in die Entspannung
trägt, ihr loslassen könnt, Tagesinhalte abgeben könnt – vielleicht könnt ihr sogar
Rückenschmerzen abgeben – und erinnert euch daran, ihr könnt eurem Körper
vertrauen, der weiss, wie man atmet. Der Körper hat seine eigene Intelligenz, seine
eigene Weisheit, und buchstäblich von eurem ersten Atemzug bis zu eurem letzten
atmet er für euch richtig, wenn man ihn in Ruhe lässt.

Spürt, wie eure Muskeln sich entspannen, eure Persönlichkeiten sich entspannen und
ihr in Frieden und Gelassenheit ankommt. Und wer möchte, kann das Ausatmen
nutzen, um die Inhalte des Tages auszuatmen, wenn da etwas Störendes bei war. Das
kann nicht zu klein sein, das können kleine Ärgernisse, Aufenthalte,
Unstimmigkeiten, Ängstlichkeiten gewesen sein, die immer noch mal vorkommen
können in dieser Zeit des Wandels. Wenn ihr bereit seid, sie gehen zu lassen, dann
atmet das alles aus und stellt euch vor, diese Tagesinhalte strömen wie graue Punkte,
wie kleine graue Verunreinigungen aus Mund oder Nase und lösen sich in sprühendes
weisses Leuchten auf.

Das können auch grössere Inhalte sein – Sorgen, die euch schon länger drücken,
Ärger, Ängste, Ungeduld – ihr könnt wissen was es ist, es darf aber auch ein vages
Unbehagen sein – was immer sich meldet, atmet es aus, lasst es gehen, erlaubt diesen
Inhalten, sich vor Mund oder Nase in sprühendes weisses Leuchten aufzulösen und
rückstandslos zu verschwinden.

Und dann könnt ihr mit dem Einatmen Frieden und Entspannung einatmen. Wenn ihr
irgendwo eine schmerzende Stelle habt, im Rücken oder sonst wo, oder eine Stelle,
die krank ist in eurem Körper, dann könnt ihr mit dem Atem heilende Energie dort
hin schicken – in Form von goldenen Lichtpünktchen.

Um ganz in einer riefen Entspannung anzukommen und zugleich hellwach zu sein,

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könnt ihr eine Vorstellung zu Hilfe nehmen: Legt euch noch einmal an einem
Frühlingsnachmittag in euer Boot, stellt euch vor, ihr liegt an einem schönen warmen
Nachmittag, so wie diesem, in einem Ruderboot aus Holz auf einem See. Die Ruder
habt ihr eingezogen, und ihr liegt da in der Sonne auf dem Rücken im Boot und lasst
es euch gut gehen. Vertraut euch dem Rhythmus der kleinen Wellen an und last euch
von den Bootsbewegungen ganz geruhsam in die Entspannung wiegen. Das Boot
wird geschaukelt im Rhythmus der Wellen, im Rhythmus eures Atems.

Die Sonne wärmt euch, ihr könnt sie spüren, angenehm auf Gesicht, Brust, Bauch
und Beinen. Ihr merkt, wie eure Haut die Frühlingssonne förmlich trinkt, sich freut
über das Sonnenlicht, die Sonne einlädt, euch zu erfrischen und euch mit neuer
Lebenskraft zu erfüllen. Lasst die Sonne in euer Herz und in euren Körper, lasst sie
durch eure Haut einströmen und fühlt, wie gut das tut.

Und ihr könnt weiterhin euer inneres Fühlen beobachten. Ihr fühlt die Wärme der
Sonne auf eurer Haut, vielleicht fühlt ihr den hölzernen Boden des Bootes unter
eurem Rücken, ihr fühlt die Weichheit und die Entspannung eurer Muskeln, und
sicher fühlt ihr den Frühlingswind, der wie mit zarten Fingerspitzen über euch
streicht und lasst die Schönheit und den Frieden dieses Frühlingstages tief in euch
ein.

Jetzt konzentriert euch auf euren inneren Geruchssinn. Das erste, was ihr wahrnehmt,
ist vielleicht der Duft des warmen Holzes von dem Boot, in dem ihr liegt, und den
kräftigeren Geruch des Firnis, mit dem das Boot gestrichen ist. Und vielleicht könnt
ihr sogar den schwachen, etwas metallischen Geruch von sauberem Seewasser
wahrnehmen. Macht diesen Frühlingstag zu einem Fest für eure Sinne. Und sicher
könnt ihr auch, wenn eine Windbö kommt, verschiedene Düfte wahrnehmen, die vom
Ufer herüber wehen: Den Duft feuchten Grases, das wächst, warme Erde, in der es
keimt – das duftet, und den Duft von Blüten, von Fliederbüschen, die blühen. Und
wenn der Wind die Richtung wechselt, vielleicht den süssen Geruch eines Rapsfeldes,
das bis nahe an das Seeufer reicht, oder andere Düfte von Blüten. Und so macht
diesen Nachmittag zu einem Fest für eure Nasen.

Konzentriert euch nun auf euer inneres Hören, und wenn ihr weiter in eurer
Vorstellung mit geschlossenen Augen in der Sonne liegt, euer Körper entspannt und
eure Sinne ganz wach, dann könnt ihr das Glucksen der kleinen Wellen hören und
vielleicht auch das Knarzen des Bootes, und das Rauschen des Windes in den
Bäumen am Ufer. Und dann ein etwas anderes Rauschen, wenn der Wind durch das
Schilf streicht. Vielleicht hört ihr schon eine der ersten Lerchen hoch oben in der Luft
singen und Rufe und Lachen von Spaziergängern auf den Uferwegen. Und so fühlen
sich auch eure Ohren jetzt ganz lebendig und erfreut.

Dann erfreut noch eure Augen und öffnet sie in der Vorstellung. Wenn ihr euch

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vorstellt, ihr liegt in eurem Boot auf dem Rücken, und eure inneren Augen öffnet,
dann ist das Erste, was ihr seht, ein strahlend blauer Frühlingshimmel voller Licht,
direkt über euch. Vielleicht ist er makellos und klar, vielleicht ziehen aber auch einige
Schönwetterwolken darüber hin – nehmt den Himmel so wahr, wie er erscheint. Lasst
eure Augen ein bisschen schweifen, seht die grünenden Bäume am Ufer, die Wiesen,
gelb getupft von Butterblumen und Löwenzahn, und wenn ihr weiter um euch schaut,
einfach nur die Augen schweifen lasst, dann seht ihr auch die glitzernden Reflexe von
Sonnenlicht auf den Wellen.

Alle eure Sinne haben sich jetzt an diesem Frühlingstag erfreut, ihr seid ganz
entspannt und gleichzeitig wach und unternehmungslustig und könnt jetzt eine Reise
in euer Herzzentrum tun. Dazu nehmt Kontakt auf mit dem Zentrum in der Mitte
eurer Brust, eurem Herzchakra. Ihr könnt dort einfach hin spüren – wer will, kann
auch eine Hand darauf legen. Gleichgültig, wie ihr den Kontakt aufnehmt, ihr spürt,
da ist etwas, ein besonderes Energiezentrum, ein besonderer Ort in euch – eure
Herzmitte. Das ist der Ort, an dem alle Gegensätze aufgehoben sind – der Ort, wo ihr
göttlich seid und wo ihr das wisst.

Wenn ihr mit eurem Bewusstsein in eurem Herzzentrum seid, in eurer Herzmitte, seid
ihr reinen Herzens. Hier gibt es keine bösen Gedanken, keine schlechten
Empfindungen, hier wisst ihr: Jedes Lebewesen, und somit auch ihr, ist eine
Verkörperung des Göttlichen, immer vollkommen und immer gut und schön. Hier ist
ein heiliger Ort, tiefe Heilungen können hier geschehen, wenn ihr darum bittet und
wenn ihr offen seid sie anzunehmen. Hier ist ein Ort tiefsten inneren Wissens, und
was immer ihr fragen wollt, fragt es hier in eurem Herzen. Antworten werden
kommen, sofort oder bald, und wenn ihr eure inneren Ohren weit genug öffnet,
werdet ihr sie hören. Hier in eurem Allerheiligsten, dem Ort, an dem ihr reinen
Herzens seid, wisst ihr, dass es keine Gegensätze gibt. Das ist das Auge im Sturm der
Entwicklungen in eurem Leben. Hier könnt ihr immer herkommen, euch zentrieren,
euch wieder finden, euch ausruhen. Und dann gestärkt und gekräftigt wieder
hinausgehen ins Leben.

Hier könnt ihr um Heilung bitten, wohl wissend, dass ihr immer heil und ganz seid,
und hier, im Zentrum eures Herzens, ist das kein Widerspruch. Hier könnt ihr darum
bitten, dass euer nächster Entwicklungsschritt euch klar wird, wohl wissend, dass ihr
immer schon perfekt wart. Und hier ist dies kein Widerspruch. An diesem Ort in euch
sind alle Polaritäten aufgehoben.

Stellt euch nun euren Herzraum vor wie einen Tempel – euer Allerheiligstes, in der
Mitte eurer Brust, in eurem reinen Herzen. Lasst einen runden Tempel vor eurem
inneren Auge, in eurer Vorstellung entstehen, ganz von allein. Er kann klein sein oder
gross, einfach oder verziert – so wie er entsteht, ist er für heute richtig und gut.

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Und wenn der Tempel da ist, in euren Gedanken oder in eurer Vorstellung, im inneren
Bild, dann bemerkt ihr, dass ihr schon darin seid. Ihr habt ihn schon betreten, ihr
befindet euch in eurem Herzen, in eurem heiligen Innenraum. Seht euch um – fühlt
um euch: Das ist ein schöner Ort mit einer hohen Frequenz: freundlich, klar, voller
Licht. Wenn ihr euch umseht oder hinein fühlt, dann könnt ihr um euch in eurem
inneren Tempel die Anwesenheit eurer Schutzenergien spüren. Eure persönlichen
Schutzengel, euer Höheres Selbst, Freunde, Lehrer, Geliebte aus früheren Leben, sie
alle könnt ihr hier wahrnehmen als Lichter, als Anwesenheit, und vielleicht auch
andere Lichter, von denen ihr nicht unbedingt wissen müsst, wer sie sind: Kräfte aus
dem Kosmos, die euch beistehen, wenn es schwierig ist, die euch Rückenwind geben,
wenn ihr nach vorne geht, und wenn ihr sie im Leben manchmal nicht spürt, hier
spürt ihr sie.

Und wenn ihr oft in euer Allerheiligstes geht, in Ruhe, in Entspannung, immer mal
wieder, werdet ihr euch daran gewöhnen, dass diese hilfreichen Kräfte immer um
euch sind, und dann spürt ihr sie immer besser auch am Tag.

Nun aber bemerkt ihr, dass eure beiden Tempeldiener oder Tempeldienerinnen wieder
da sind: Zwei freundliche Lichter, vielleicht seht ihr sie auch in einer Gestalt, aber sie
können auch einfach als Lichter wahrgenommen werden – freundlich und heiter, die
sich euch nähern, und wieder stossen sie euch liebevoll leicht an den Ellenbogen an.
Mit euren inneren Ohren könnt ihr hören, was sie sagen: „Heute“, sagen sie, „lernt ihr
einen neuen Raum kennen. Einen Raum, in dem ihr finden könnt, was ihr für eure
Weiterentwicklung braucht. Einen Raum, in dem ihr die Qualitäten sehen werdet, die
ihr im Leben nötig habt, die euch glücklich machen, die euer Herz lachen lassen.“
Na, da werdet ihr neugierig. Ihr seid ganz wach und begierig, das zu erfahren, und so
lasst ihr euch ganz leicht von euren Tempeldienern ein bisschen anschieben, sie
fassen euch ganz leicht an den Ellenbogen und leiten euch an die gegenüberliegende
Seite des Tempels.

Hier öffnet sich vor euch eine Tür, und ihr bemerkt, dass ihr in einem Licht
durchströmten Raum seid. Eure Schutzenergien, eure Begleiter sind alle
mitgekommen und stehen hinter euch, denn sie möchten auch, dass ihr das findet,
was ihr euch im Leben für eure weitere Entwicklung so dringlich wünscht.

Wenn ihr euch nun in diesem Raum umschaut, dann bemerkt ihr: Aha, das ist ja eine
Bildergalerie. Und langsam beginnt ihr an den Wänden dieses Raumes entlang zu
schreiten und euch anzuschauen, was da für Bilder sind. Lasst euch in bisschen Zeit,
jedes Bild hat ein Thema. Und jedes Bild stellt etwas dar, was ihr euch für eure
weitere Entwicklung wünscht und was eure Seele gerne hätte. Das können die
unterschiedlichsten Dinge sein. Ich nenne euch ein paar Beispiele. Es kann sein, dass
ihr Heiterkeit braucht. Dann werdet ihr ein Bild sehen, das heiter ist, das eine heitere
Szene darstellt oder ein Symbol für Heiterkeit. Wartet einfach ab, was sich vor eurem

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inneren Auge zeigt. Vielleicht seht ihr auch viele Bilder, und nachher sucht ihr euch
das aus, was ihr euch am meisten wünscht.

Wenn ihr euch in eurem Leben vielleicht Kinder wünscht, mit Kindern arbeiten oder
leben möchtet, dann werdet ihr sicher ein Bild sehen, auf dem glückliche Kinder zu
sehen sind, oder ein Symbol für Kindlichkeit.
Vielleicht ist es auch das Innere Kind, was mehr Raum möchte. Es können die
unterschiedlichsten Inhalte sein. Vielleicht ist es Spiel oder Tanz, vielleicht ist es aber
auch etwas, was erst auf den zweiten Blick ausschliesslich positiv wirkt: Vielleicht ist
es Verantwortung, vielleicht seht ihr ein Bild, das eine Szene zeigt, in der Verant-
wortung getragen wird, vielleicht einen Gruppenleiter oder eine Gruppenleiterin.
Oder einen anderen Menschen, der Verantwortung trägt und das gut macht und sich
darüber freut – oder ihr seht ein Symbol für Verantwortung.

Vielleicht möchtet ihr lehren – dann seht ihr vielleicht euch in einer lehrenden
Tätigkeit, oder ihr seht euch als Heiler, geht einfach an diesen Bildern entlang und
schaut, welche Qualitäten sich dort zeigen, welche Eigenschaften im Leben euch gut
tun und es kann auch etwas ganz anderes sein, als ich hier gesagt habe.
Es kann auch Wissen sein, und welche Art von Wissen wird euch ebenfalls das Bild
zeigen. Seht ihr euch auf einer Schulbank sitzen oder in einer Universität, oder ist es
eher ganz exotisches Wissen? Heilkunde aus anderen Zeiten, aus anderen Welten –
was auch immer.

Jetzt geht umher in eurer Bildergalerie in eurem Tempel und ihr wisst, das ist der Ort,
an dem eure Seele euch alles zeigen kann, was ihr braucht, und ihr wisst, was richtig
für euch ist.

Lasst euch nun von einem Bild besonders anziehen, von einer Qualität oder einem
Inhalt, der euch besonders anspricht. Zu einem Bild fühlt ihr euch sehr hingezogen.
Stellt euch vor das Bild, betrachtet es genau. Wenn es ein Symbol ist, betrachtet auch
dies genau, wenn es eine Szene ist, schaut sie genau an. Und dann könnt ihr euch
vorstellen, dass das Bild grösser wird und bis auf den Boden reicht, und ihr hinein
steigen könnt. Wenn ihr wollt, könnt ihr das tun. Seid nun in diesem Bild, zum
Beispiel in der Heiterkeit oder in einer anderen Lebensqualität, die euch angezogen
hat. Geht in diesem Bild umher wie in einer Landschaft, und wenn es ein Symbol ist,
fasst es an, spielt damit, geht um es herum, eure Intuition wird euch ganz genau
zeigen, was ihr damit tun könnt. Fühlt, wie es ist, in dieser Energie zu sein. Fühlt, wie
es ist, zu heilen oder zu lehren, zu tanzen, oder mit Kindern zu spielen, vielleicht
Tiere zu pflegen, mit der Natur zu arbeiten – was immer es ist, fühlt euch ein, lebt in
dieser Energie, spürt sie und spürt, wie sie euch erfreut, diese Qualität, wie sie euer
Herz zum Singen bringt.

Wenn ihr eine Weile da gewesen seid, dann macht euch klar, dass ihr jederzeit mit

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wenigen Gedanken wieder hierher zurück kehren könnt, in euer Herzzentrum, in
euren Tempel, in eure Bildergalerie. Ihr kennt den Weg. Und den Weg, den ihr hier
einmal gegangen seid, den vergesst ihr nie. Mit einigen Gedanken seid ihr hier. Dann
könnt ihr euch immer freuen und erfreuen in der Lebensenergie, der Qualität, dem
Inhalt, den ihr jetzt braucht für den nächsten grossen Entwicklungsschritt, das, was
eure Seele jetzt finden möchte. Es ist wichtig zu wissen, diese Energie gehört euch,
ihr sollt nun nur dieses Bild verlassen, aber nicht dieses Wissen.

In der Gewissheit, jederzeit wiederkommen zu können und das, was ihr braucht, jetzt
demnächst im Leben zu finden und Freude daran zu haben, steigt ihr aus dem Bild in
euren Bilderraum zurück. Und dann seid ihr sehr begierig, das, was ihr da gesehen
habt, bald zu verwirklichen. So verneigt ihr euch kurz vor euren Lichtwesen und dann
strebt ihr schon dem Ausgang eures Tempels entgegen. Die Tempeltüren öffnen sich
vor euch, und so wie ihr es kennt, steht ihr mit einem Mal auf eurer Frühlingswiese
im Sonnenlicht und von dort aus könnt ihr nun fröhlich und unternehmungslustig, in
der Gewissheit, gefunden zu haben, was ihr wollt, in der nächsten Zeit, für den
nächsten Schritt, in diesen Abend zurückkehren.

Beginnt damit, dass ihr dreimal ganz ausatmet und den Einatem von alleine wieder
einatmen lasst. Ihr spürt prickelnde Lebendigkeit bis unter die Haut, bis in die
Fingerspitzen, bis unter die Fussnägel und bis in die Haare. Und dann dürft ihr euch
bewegen, euch recken und strecken wie morgens beim Aufwachen, ihr dürft die
Beine lang machen und wieder anziehen, die Arme lang machen und wieder
anziehen, ihr dürft die Hände zusammen ballen und wieder lösen, die Zehen anziehen
und wieder strecken, und ihr dürft auch Grimassen schneiden, euch die Augen und
das Gesicht und auch den Kopf reiben. Wenn ihr wollt, und dann kommt in eurem
eigenen Tempo in diesen Abend zurück, wenn ihr bereit seid, öffnet die Augen und
schaut euch um, mit neuem Unternehmungsgeist, und dann seid hier und seid
willkommen.

Silvie: Seid ihr alle da? Ja. Seid ihr auch alle wach? Ja.

Tio: Ich möchte gleich weitermachen.

Silvie: Ich aber nicht, ich will mir erst die Weste holen.

Tio: Gut.

Silvie: Eigentlich könntest du rüber fliegen und sie mir holen.

Tio: Ich bin leider von den Geistern, die Materie bewegen können, die Weste musst
du dir schon selber holen.

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Silvie (lacht). Gut, o.k.

Tio: So, ihr Lieben, die Silvie hat die Weste an und ich mache jetzt mit dem Vortrag
weiter.

Ihr wisst, ihr befindet euch jetzt in diesen Jahren im Übergang zwischen zwei ganz
unterschiedlichen Bewusstseinszuständen. Und in dieser Zeit mischen sich sehr viele
Informationen über das, was wichtig ist, um sich spirituell zu entwickeln, das, was
man unbedingt braucht und tun sollte oder das, was man auf jeden Fall unterlassen
sollte. Und ich treffe doch erstaunlich viele Menschen, die sich verunsichern lassen
oder gar nicht erst ganz sicher sind, was ist denn da richtig für mich, welchem Lehrer
kann ich glauben, welcher Lehre sollte ich mich anschliessen, sollte ich mich
überhaupt einem Lehrer oder einer Lehre anschliessen oder soll ich über ganz andere
Methoden mehr Bewusstsein gewinnen und in das neue Zeitalter hinein wachsen?
Und gerade jetzt, wo sich beide Bewusstseinszustände gelegentlich vermischen, wo
ihr mit Inhalten aus dem alten Bewusstsein zu tun habt und mit Inhalten aus dem
neuen ebenso, kann man tatsächlich den Überblick verlieren, und da möchte ich euch
heute ein bisschen helfen zu strukturieren, damit ihr leicht finden könnt, was für euch
ganz persönlich jeweils das Richtige ist.
Und eigentlich wisst ihr schon, dass es das ist, was euer Herz zum Singen bringt, das,
was euch Freude macht, euch hilft, euch zu enthal... nein, zu entfalten. Nicht zu
enthalten, über diesen Versprecher hätte sich jetzt der Sigmund Freud gefreut – das
wollen wir ja gerade nicht, uns enthalten, sondern entfalten – und das, was eure
Lebensfreude stärkt und kräftigt, das ist richtig.

Aber wie findet man das, und wie kann das aussehen? Und welche Stolpersteine und
Fallstricke gibt es bei der Auswahl der richtigen Lehre?
Da sage ich euch jetzt gleich etwas zum Hintergrundwissen und wie man leicht und
sicher auswählen kann, was gut tut. Und welche Auswahlkriterien man getrost
vergessen kann, die gibt es nämlich auch – solche, die überhaupt nicht weiter helfen.

Wichtig zu wissen ist, dass sich jetzt in dieser Zeit Informationen mischen, die für das
Alte Bewusstsein sinnvoll waren mit Informationen, die für das Neue Bewusstsein
sinnvoll sind und weiter an Wichtigkeit gewinnen werden. Es ist gut, wenn man
weiss, wie man das auseinander hält. Deswegen gebe ich euch einen kleinen
geschichtlichen Rückblick über die allgemeinen Grundzüge bisheriger spiritueller
Lehren und warum das Sinn gemacht hat.

Bis vor kurzen entwickelten sich die Menschen (betont) innerhalb des alten
Weltbildes. Innerhalb diese Weltbildes wurden schwierige Themen erfahren – solche
nicht ganz einfachen Dinge wie verschärfte Polarität, Einzelkämpfertum, das
Schaffen und Auflösen einer sehr seltsamen Sache, die man Karma genannt hat,
Vereinzelung, unangenehme Charaktereigenschaften, die man selber hat oder von

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Anderen erfährt, Kleben am Besitz, Kleben am Mangeldenken – solche Dinge. Es
war für 70 bis 80 Inkarnationen oder zehn- bis zwölftausend Jahre Menschheits-
geschichte sinnvoll, sich mit solchen Themen auseinander zu setzten.
Alle Lehren zur Weiterentwicklung mussten natürlich auf einem solchen
Lebensgefühl und solchen Lebensbedingungen basieren, wie die alten Energien sie
bereitgestellt haben. Darauf mussten sie aufbauen und ausserdem eine Möglichkeit
eröffnen, wie man aus solchen Zuständen heraus wachsen kann.
Das ist natürlich etwas ganz anderes als das, was die Menschen heute brauchen.
Deswegen rate ich euch, wenn ihr auf ältere spirituelle Konzepte und Lehren stosst,
die nicht gerade aus den letzten Jahren stammen, dass ihr genau überprüft, was davon
ist Altes Bewusstsein? Und was davon führt schon ins Neue Bewusstsein hinein und
was könnt ihr mitnehmen?

Die Lebensbedingungen auf diesem hübschen Planeten Erde, auf dem ihr jetzt gerade
so ein schöner Frühling ist (Anspielung auf den schönen Tag), waren fast überall
ausserordentlich hart. Die Menschen machten ihre Erfahrungen buchstäblich im
Schweisse ihres Angesichts. Das steht auch in euren Heiligen Schriften. Das war
richtig und wichtig so, das war eine Etappe der seelischen Evolution, der
Entwicklung des Menschen in der Menschheit. Jeder von euch hat ca. 70 bis 80
Inkarnationen in dieser alten Energie gelebt, hat sie gründlich erfahren und kann nun
weitergehen zu anderen Erfahrungsinhalten, einem ganz anderen Weltbild und einem
ganz neuen, bisher nicht gekannten Lebensgefühl.
Die alten Zeiten, die bis vor wenigen Jahrzehnten gegolten haben und die in einigen
Gebieten dieser Erde immer noch nicht ganz zu Ende sind, waren gekennzeichnet
davon, das die Menschen sehr hart arbeiten mussten, um ihr physisches Leben zu
sichern. Dass man hart im Büro arbeiten muss, was geistig anstrengend ist und einen
geistig auch echt erschöpfen kann, ist eine ziemlich neue Errungenschaft. Wenn ihr
nur wenige Jahrzehnte in der Zeit zurück geht, in die erste Hälfte des 20.
Jahrhunderts, werdet ihr sehen, dass es damals noch ganz anders war. Es ist noch
nicht so lange her, dass ihr eine relative Bequemlichkeit geniesst, die euch ganz neue
Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet.
Bis vor ganz kurzer Zeit, als diese relative Bequemlichkeit noch nicht da war, ist sehr
viel Energie eines jeden Menschen gebunden gewesen durch den täglichen
körperlichen physischen Überlebenskampf. Es ist wichtig, dass man das weiss, denn
alte spirituelle Lehren kennen diese Situation und bauen darauf auf. Es ist wichtig,
unterschieden zu können, was man hingegen heute braucht, damit man nichts Altes
und nicht mehr Brauchbares mitnimmt.

Das heisst zum Beispiel konkret: Bis vor kurzem haben die Menschen ihre Wäsche
mit der Hand gewaschen, was körperlich sehr anstrengend ist, sie haben ihr Brot
selber geknetet und gebacken und sind vorwiegend zu Fuss gelaufen oder bestenfalls
geritten, wenn sie irgendwo hin wollten. Landwirte sind hinter ihrem Pferd über den
Acker gegangen und haben den Pflug geführt, anstatt sich in eine Maschine zu setzen.

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Der Fussboden wurde auf den Knien mit der Bürste geschrubbt und der Teppich
wurde in den Garten geschleppt und ausgeklopft, anstatt ihn bequem elektrisch zu
staubsaugen. Und so weiter. Das ist alles sehr anstrengend und beansprucht den
Körper. Dafür musste sehr viel Energie bereitgestellt werden – erst einmal alleine für
den Körper.

Wenn nun der Körper viel arbeiten muss, was wird der Mensch dann? Gut geerdet.
Sehr gut geerdet. Zu gut geerdet. Das war ein Zustand, den ihr heutzutage in eurer
Industriegesellschaft nirgendwo mehr finden werdet. Mir ist in eurer Kultur noch nie
jemand begegnet, der zu gut geerdet war.
Früher waren die Menschen es aber. Und je härter die Lebensumstände gewesen sind,
je härter der Arbeitseinsatz für den Körper war, desto stärker waren die Menschen
geerdet. Sie klebten richtig an der Erde, und das war für ihre damaligen Erfahrungen
– und auch für eure Erfahrungen aus euren früheren Inkarnationen – richtig. Heute
aber ist es ganz anders.

Es gibt noch andere Faktoren, die das Kleben an der Erde begünstigten und die für
die damalige Lebenssituation auch ganz sinnvoll waren. Zum Beispiel: Man musste
hart kämpfen, damit einem niemand etwas wegnahm. Heute wird soviel über Mangel
geredet. Nun, es gibt auch allerhand Mangel auf der Welt. Es gibt ein Massen-
bewusstsein, das dem Mangel frönt – jedenfalls noch, aber nicht mehr lange. Aber
wenn wir es bei Licht betrachten, dann sehen wir, dass der Mangel auf der Welt
früher noch viel schlimmer war. Ich kenne kein Gebiet auf eurem Planeten, wo es
selbstverständlich war, genug zu essen zu haben. Bis weit in das zwanzigste
Jahrhundert hinein war es auch bei euch hier in Deutschland nicht durchgängig
normal, dass alle satt wurden. Zwei Kriege mit nachfolgenden Hungersnöten haben
hier lange Zeit einen ausgeprägten Mangel herrschen lassen.

Also musste man hart werden. Man konnte in der alten Energie nicht überleben, wenn
man allzu sozial gedacht hat. Man musste sehr viel Energie darauf verwenden, etwas
zu bekommen, sich etwas zu verschaffen, Geld, Essen, Kleidung, Wohnung oder was
auch immer. Man war in einer sehr harten Konkurrenzsituation gewesen, einfach aus
Gründen des Überlebens.
Ich will nicht sagen, dass es kein Mitgefühl gegeben hätte in jenen Zeiten. Das hat es
auch damals gegeben, aber es war nicht die Regel, häufig mussten sich die Menschen
entscheiden, nehmen sie sich etwas zu essen, stehlen sie vielleicht sogar etwas, um
ihre eigenen Kinder satt zu bekommen, oder geben sie es jemandem, der noch ärmer
ist. Das kam nicht so oft vor, dass jemand sich soviel Mitgefühl leisten konnte und
geleistet hat.
So zu leben erdet ebenfalls sehr stark. Es macht eine niedrige Frequenz, wenn man so
kämpfen muss, wenn man egoistisch sein muss, damit man überleben kann, und es
erdet sehr stark. Bei euch ist niemand so alt, dass er das noch aus dieser Inkarnation
kennt, aber eure Grosseltern kennen das sicher noch, es war normal, dass man

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kämpfen musste, damit genug da war. Man musste an der Materie kleben – sonst war
die nämlich weg! Es war nicht genug Materie für alle da. Es gibt immer noch Gebiete
auf der Erde, wo das so ist, aber hier bei euch ist es nicht mehr so. Wenn man genau
hinschaut, herrscht bei euch ein erheblicher Überfluss, der auch eine erhebliche
Befreiung von erdgebundenem Leben darstellt.

Darauf basierten die alten Lehren. Wenn sie aus Ländern kommen, zum Beispiel aus
Asien, wo der Mangel noch ausgeprägter war als in Europa und wo das Leben noch
härter war, dann sind sie für Menschen gemacht worden, die extrem stark geerdet
waren. Manchmal hat man das sogar an ihrem Körperbau und ihrer Körperhaltung
gesehen: Sie schauten oft nach unten auf den Erdboden. Wenn man alte Bilder
betrachtet, dann kann man das beobachten. Heute tun die Menschen das nicht mehr.
Die Erde zog sie damals förmlich an und nagelte sie fest.
Was braucht man dann für spirituelle Lehren? Das könnt ihr euch nun alle leicht
denken: Solche, die die Erdung reduzieren helfen. Diese alten Lehren waren auch
nicht für alle Menschen da, sondern nur für diejenigen, die es sich leisten konnten, in
einer spirituellen oder geistigen Gemeinschaft zu leben, in einem asiatischen oder
europäischen Kloster, wo sie ein wenig entlastet waren von dem täglichen Kampf um
die Materie. Aber auch dort gab es noch genug davon, und man brauchte spirituelle
Disziplinen, die die Erdung verringert haben.
Ganz anders als heute.
Und das waren damals Techniken und Geisteshaltungen, die auf Verzicht ausgelegt
waren. Man konnte sich nur von der allzu starken Erdung befreien, wenn man auf die
geringen Bedürfnisse, die man hatte, auch noch verzichtet hat. Das heisst konkret, es
wurde zum Beispiel empfohlen zu fasten. Fasten und nichts dabei tun. Fasten, sitzen
und meditieren, nichts essen. Es wurde Enthaltsamkeit von allen sinnlichen Freuden
des Körpers empfohlen. Das klingt nur auf den ersten Blick paradox, wenn man auf
die wenigen Bedürfnisse, für die man hart gekämpft hat, auch noch verzichtet hat,
aber es war der einzige gangbare Weg. Dann wurde man vielleicht nicht gesünder
davon und vielleicht auch nicht fröhlicher, aber immerhin reduzierte man die Erdung.
Und das war jener Weg, den frühere spirituelle Disziplinen anbieten mussten, damit
die Menschen sich überhaupt öffnen konnten, den Blick heben konnten von der Erde,
auf der sie sehr wichtige Erfahrungen gemacht haben, von der sie sich aber entfernen
wollten, um in ein höheres Bewusstsein zu gelangen und sich für höhere Interessen
zu öffnen. Und das war auch nur für jene möglich, die es sich leisten konnten, sich
wenigstens ein bisschen von den allzu harten Kämpfen des Lebens zurück zu ziehen
Es ging also zusammengefasst darum, keinen sinnlichen Genüssen zu frönen, nicht an
der Materie zu kleben, das Bisschen, was man hatte, auch noch abzugeben, sich gar
nicht mehr darum zu kümmern. Man hörte sogar auf, den Körper gut zu behandeln,
damit man sich von der Erdfixierung lösen konnte.

Diese radikalen Lehren haben bei euch in Europa niemals wirklich Eingang
gefunden, aber Elemente von ihnen schon. Wenn ihr euch mal umschaut, dann werdet

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ihr finden: Es gibt in der Vergangenheit eigentlich nirgends spirituelle Lehren, die
sagen: Freut euch! Freut euch des Lebens! Esst, trinkt, liebt euch, tanzt, lacht. Es gibt
das nur als winziges Gegengewicht, als winzige Splittergrüppchen, die die Funktion
hatten, die Polarität hier auf der Erde zu garantieren. So konnte eine unbedingt
erforderliche Balance gehalten werden. Das Allgemeine war das nicht. Das
Allgemeine predigte Verzicht und Abkehr von der Welt. Das war die einzige
Möglichkeit, damals weiter zu kommen.

Elemente davon haben sich aber ins zwanzigste und sogar ins einundzwanzigste
Jahrhundert gerettet, in alle Kulturen, die hier auf der Erde vertreten sind und da
heute sehr viel mehr Menschen als früher sich auf den Weg bewussten Wachstums
begeben – und das ist nur ein anderes Wort für „spirituelle Entwicklung“ - kommen
sehr viele Menschen mit den Resten solcher Lehren in Berührung und probieren sie
aus.
Das macht ihnen keine Freude und sie handeln sich damit eine Ehrenrunde ein.

Silvie: Warte mal, ich muss mal husten. (Hustet.)

Tio (staubtrocken): Ich nicht.

Silvie: Nein, aber ich. Da gibt es wieder was zu lachen für alle Leute, die die CD
hören werden. (Hustet nochmal ordentlich.)

Tio: Hast du fertig gehustet?

Silvie: Ja.

Tio: Gut. Das sind die Lehren, die bis vor kurzem noch sehr verbreitet waren, in
denen es als spirituell galt, auf die guten Dinge, die das Leben bietet, zu verzichten.
Beispielsweise wurde es als schlecht hingestellt, Spass am Essen und an anderen
Genüssen zu haben und diesen Dingen weniger Gewicht beizumessen. Das alles galt
nicht als spirituell. Das aber galt für jene Zeiten, in denen die Menschen viel zu gut
geerdet waren. In viele einzelne spirituelle Lehrkonzepte ist diese Ansicht allerdings
eingeflossen, und die Menschen probieren es noch immer, zum Glück immer
weniger.

Oft werde ich gefragt: „Ich habe da etwas entdeckt, das soll sehr spirituell sein, aber
ich müsste da auf viel Schönes verzichten, und eigentlich freut es mich nicht. Muss
ich jetzt mehr Selbstdisziplin aufbringen und dabei bleiben oder was meinst, du,
Tio?“
Natürlich schaue ich mir das immer ganz genau an, aber in den meisten Fällen lautet
die Antwort: „Das scheint eine Lehre aus der alten Zeit zu sein, suche dir lieber etwas
anders, was dir hilft, dich zu entwickeln, zu entfalten und dein Herz zum Singen zu

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bringen!“

Jetzt komme ich nämlich auf die Kriterien guter spiritueller Konzepte für das Neue
Bewusstsein zu sprechen.
Das Neue Bewusstsein weiss Dinge, von denen das Alte Bewusstsein nicht einmal
träumen konnte und von denen die ganze bisherige Menschheitsgeschichte kaum
etwas geahnt hat, allenfalls ganz andeutungsweise.
War das Leben bis vor sehr kurzer Zeit extrem schwierig, so möchte das Neue
Bewusstsein allen dann lebenden Menschen zeigen, dass das Leben von Natur aus gut
ist, dass es nicht nur gut sein kann, sondern dass es gut ist. Dass das Leben Freude
bereitet, dass das Leben Fülle und Entfaltung für alle dann lebenden Menschen und
Lebewesen bereit hält und dass Menschen nicht hier auf diese Welt kommen, um
irgendetwas auszubaden, auszuhalten oder ausgleichen zu müssen, sondern um das
Gegenteil zu tun: Wissen und Kompetenzen entwickeln und entfalten, das, was sie
über viele frühere Leben gelernt und erworben haben an Fähigkeiten, an Charakter-
eigenschaften, die gut und schön sind, hierher zu bringen, sie entfalten zu dürfen und
sogar zu sollen. Und ganz besonders möchte das Neue Bewusstsein den Menschen
die Erkenntnis nahe bringen, dass es eine bestimmte Art von Gnade ist, ein wirkliches
Geschenk, sich in einem Körper zu befinden. Der Körper hat Achtung verdient, er
will gewürdigt werden und er ist ganz genau so göttlich wie der Geist. Deswegen
sollte man sich gut überlegen, ob man ihm wirklich allzu viel Askese aufnötigen will.
Das passt nicht zu dem, was die neue Zeit will.
Ich rede jetzt nicht von Hemmungslosigkeit. Das wird in der neuen Zeit gar nicht
vorkommen, weil es da keinen Grund für gibt. Denn hemmungslos werden nur
Menschen, die sich allzu lange allzu sehr beschränken mussten. Im Neuen
Bewusstsein wird man gerne im Körper sein, man wird ein Gespür dafür entwickeln,
was der Körper braucht, was ihn erfreut, und das erfreut dann auch den ganzen
Menschen und schafft eine gute und freudvolle Energie, die es anderen Menschen
erleichtert, ebenfalls zu diesem guten Weg zu finden.

Also ist es ganz einfach. Wenn man die richtige Lehre sucht, das richtige spirituelle
Konzept, wonach man eine Weile leben möchte, dann ist es das, was euer Herz lachen
lässt, das, was euch Freude macht; es sind die Dinge, die euch lehren, den Körper zu
würdigen. Zum Beispiel könnt ihr euch damit befassen, eure Intuition zu schulen, um
sicher heraus zu finden, was der Körper braucht, was er wünscht, womit er gesund
wird und bleibt. Was will er essen, wie will er sich bewegen, in welche Farben will er
sich kleiden? In welchem Umfeld möchte er leben? Ihr mit allen euren anderen
Aspekten natürlich auch, aber vor allem euer Körper, der muss wirklich rehabilitiert
werden in der neuen Zeit und braucht mehr Beachtung und mehr Freude als früher.
Fragt euch, was macht euch Freude, was tut euch wirklich gut auf allen Ebenen, was
bringt euch zum Lächeln, was lässt euch mit einem leichten Tanzschritt durchs Leben
gehen anstatt schwermütig und schwerblütig, beladen von Dingen, die man können
oder lassen oder tun muss. Dann habt ihr schon die richtige Richtung. Dann habt ihr

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die erste Auswahl schon getroffen und könnt alle Lehren hinter euch lassen, die eure
Lebensfreude reduzieren und euch einschränken wollen. Schaut, dass ihr etwas
findet, das euch dabei hilft, euch zu entfalten, das ganze Leben zu würdigen und
immer grösser, schöner und liebevoller zu werden und natürlich immer fröhlicher.

Da gibt es noch eine ganze Menge Einzelaspekte, die es sich zu betrachten lohnt und
wo man schauen kann, was davon ist altes Bewusstsein, was kann man weglassen,
und was davon ist neues Bewusstsein; wonach tut es gut, Ausschau zu halten. Was im
alten Bewusstsein wichtig war, jetzt aber nicht mehr, ist Folgendes: Ein Schüler, der
sich einem Lehrer anschloss oder der sich einer Gemeinschaft mit einer leitenden
Person anschloss, gab seinen eigenen Willen und seine eigenen Ansichten auf. Auch
diese Überzeugung wurde so lange gepflegt und hat so lange Zeit Sinn gemacht, dass
man immer noch Reste davon in spirituellen Lehren und spirituellen Gemeinschaften
findet.
Früher hat das deshalb Sinn gemacht, weil die Menschen ja durch ihr hartes Leben
extrem ichbezogen sein (betont) mussten, sonst hätten sie gar nicht überlebt. Wenn
man da hinaus wachsen wollte, dann war es dringend nötig, dass man diese
Ichbezogenheit aufgab oder zumindest stark reduzierte. Dann hiess es also, einen
Kniefall machen und eine ganz tiefe Verbeugung machen vor einem Lehrer, der dann
alle Entscheidungen für einen getroffen hat.
Man findet solche Reste heute noch in kurioser Form in manchen aktuellen
spirituellen Gemeinschaften wieder. Ich habe – echt und ehrlich, ich nenne keinen
Namen, aber die Geschichte stimmt – eine Frau getroffen, deren spirituelle Lehrerin
ihr befohlen wurde, einen bestimmten Mann zu heiraten, den sie überhaupt nicht
liebte. Der Mann liebte sie auch nicht. Sie haben aber wirklich geheiratet und konnten
dann nichts miteinander anfangen. Die Lehrerin meinte, das sei eine gute Methode
für die Beiden, ihr Ego zu zerstören und gehorchen zu lernen und durch die
schwierige Situation in der Ehe Demut zu lernen – jeder vor dem Anderen – (leise)
vor allem aber vor der Lehrerin. Ich glaube, inzwischen haben sich die Beiden im
Guten getrennt und sind weiter gewachsen, auch aus dieser Gemeinschaft heraus.
Das ist kein Einzelfall. Es ist nicht immer so extrem, aber es gibt das auch heute
noch, dass einfach über Schüler bestimmt wird.

Achtet bitte darauf, wenn ihr einen Lehrer habt oder eine Lehre, in der ihr weiter
wachsen wollt, dass ihr selbständig bleibt, in jedem Aspekt eures Lebens. (Laut und
mit Nachdruck): Ihr dürft anderer Meinung sein. Sehr weit entwickelte Lehrer
werden sich sogar freuen, wenn ihr anderer Meinung seid, das beweist doch, dass ihr
selber denken könnt. Es ist wichtig, dass ihr eine Gemeinschaft jederzeit verlassen
könnt, ohne negative Konsequenzen zu befürchten. Wenn ihr das Gefühl habt, ihr
müsst gehen oder ihr wollt einfach nur gehen, alleine weiter gehen oder etwas
anderes suchen oder vielleicht eine eigene Lehre begründen, dann muss das möglich
sein, ohne dass man euch Angst macht, dass das nicht klappen wird, ohne dass man
euch mit negativen Kommentaren belegt oder euch gar mit irgendwelchen negativen

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Folgen droht. Das ist ganz wichtig, vergewissert euch, dass das geht. Es ist ganz
wichtig, dass ihr anderer Meinung sein dürft und dass man euch nichts überstülpt,
keine Gruppennorm oder irgendeine Moral, mit der ihr nicht einverstanden seid.
Wenn ihr auf so etwas trefft, dann nehmt die Socken in die Hand und geht woanders
hin, wo ihr hundertprozentig geachtet werdet.
Deswegen betonen wir, die Silvie und ich, auch immer extra, dass wir euch zwar das
sagen und nur das sagen können, was wir für richtig halten, aber keinem von euch
etwas über die Ohren stülpen wollen, was nicht Eures ist. Und so müsst ihr auch uns
nichts glauben und könnt sogar in diesem Punkt anderer Meinung sein als ich und als
die Silvie. Natürlich – wir achten euch zu 100 Prozent. Was ihr brauchen könnt,
nehmt mit, den Rest lasst stehen für andere Leute, und wenn ihr hier gar nichts für
euch Verwertbares findet, dann geht einfach in Frieden eurer Wege.

Das muss sein können. Lehrer und Lehren des Neuen Bewusstseins werden dies zu
ihrem oberste Grundsatz erheben: Hundertprozentige Freiheit und Achtung. Das ist
ganz natürlich, das ist der Normalfall, jeder kann und darf denken und fühlen was er
will und seine eigene Wahrheit finden. Man tauscht das aus, befruchet sich
gedanklich gegenseitig, wächst miteinander und nach Möglichkeit auf Augenhöhe
und ohne grosses Autoritätsgefälle zwischen Lehrendem und Lernendem. Denn ein
Lehrender muss auch immer ein Lernender sein und ein Lernender hat sicher auch
manches zu lehren.
Passt also auf, lasst euch nicht überstülpen, was ihr nicht genau geprüft habt, und
lasst euch zu nichts drängen, was nicht eure eigene Entscheidung ist und nicht das,
was ihr euch wünscht.

Was ihr im Herzen wünscht, was euch erfreut, was euch Antworten finden hilft, was
euch Angst nimmt, was euch Sicherheit gibt und was euch einen guten und zugleich
freien Rahmen gibt, um weiter zu wachsen, weiter zu gehen im Leben, den nächsten
Schritt zu tun – das ist richtig. Und das kann nur immer eine ganz persönliche
Entscheidung sein. Dazu gehören auch ganz subtile Inhalte wie „Du musst unbedingt
dieses Buch lesen, auch wenn es dich nicht interessiert“, oder „Du musst nach
Süddeutschland ziehen, da ist es besser für dich“ usw. – das kann man getrost
vergessen, das gehört ins Alte Bewusstsein. Wenn der Lehrer und die Lehre gut sind
und dem Neuen Bewusstsein angehören, dann werdet ihr in eigenen Entscheidungen
und in persönlichem Wachstum gefördert werden. Ganz wichtig.

Also: Autoritäten – sind egal. Es ist nicht nötig, dass ihr euch einer Autorität
unterstellt, indem ihr eure Selbstbestimmung aufgebt. Das ist sogar ein Widerspruch
zum Neuen Bewusstsein, niemand wird das dort mehr haben wollen. Diese Ansicht
hat ihre Funktion erfüllt, sie gehört zum alten Denken. Man kann das nicht
mitnehmen in die neue Zeit.

Das gleicht gilt für Folgendes: es ist egal, ob eine Lehre oder ein Lehrer bekannt ist

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oder nicht. Ein hoher Bekanntheitsgrad heisst nicht unbedingt, dass da ein Inhalt drin
steckt, der für euch persönlich gut sein muss. Prüft das. Es ist in jedem Fall eine
persönliche Entscheidung, ob euch etwas weiter bringt oder nicht. Ob es (betont) eure
ganz persönlichen Fragen beantworten hilft. Ob es (betont) eure ganz persönlichen
Stärken entwickeln hilft oder nicht. Und dafür gibt es noch nicht überall eine
Garantie, weil die Menschheit sich noch nicht ganz im neuen Bewusstsein befindet.
Zur Zeit geistert noch eine ganze Menge Altes herum, und es gibt Menschen und
Lehren mit sehr viel Breitenwirkung, die man aber dennoch oder gerade deswegen
genau überprüfen darf, ob es für euch persönlich das Richtige ist.
Bestsellerquoten sind also auch egal. Wenn etwas als Buch erscheint und sich
Millionen mal verkauft, sagt das nichts weiter aus, als dass dieser Inhalt viele
Menschen anspricht. Damit ist aber nichts darüber gesagt, ob diese angesprochenen
Menschen sich schon im neuen Bewusstsein befinden oder noch im alten
Bewusstsein. Prüft das mit der Frage, ob es für euch weiterführend ist oder nicht.
Taugt das etwas (betont) für euch? Und wenn nicht, dann lasst es liegen, vielleicht ist
es für jemand Anderen das Richtige, wenn nicht für euch, dann geht einfach weiter
und sucht euch etwas, das euch besser fördert.

Es gibt gerade für die Menschen, die bereits im Neuen Bewusstsein sind, viele
Lehrer, die niemals bekannt geworden sind. Das sind Menschen, die sich ebenfalls im
Neuen Bewusstsein befinden und die noch keine Breitenwirkung haben. Meistens
führen sie gar keinen Titel als Lehrperson. Das kann beispielsweise auch eure Tante
sein, von der ihr etwas sehr Wichtiges im Leben lernt, das kann der Kassierer an der
Supermarktkasse sein, der vielleicht schon erleuchtet ist und gerne lächelt und
Frieden und Gelassenheit verbreitet – ja, ich kenne solche Leute – es kann
irgendjemand sein, der ganz normal wirkt, aber dennoch viel zu geben hat. Diese
Menschen brauchen keinen Titel zu führen. Gleichwohl gibt es aber auch im Neuen
Bewusstsein offizielle Lehrer und Lehren, beides kommt vor. Im Prinzip könnt ihr
aber von vielen etwas lernen, sogar von eurer Katze oder von eurem Hund.
Schaut einfach nur nach dem Inhalt, niemals nach äusseren Kriterien, die sind
nämlich völlig gleichgültig. Ich meine solche Dinge wie Bestsellerquoten,
Bekanntheitsgrade, Auftritte in Funk und Fernsehen, grosse persönliche Autorität –
das gehört alles ins Alte Bewusstsein, prüft unabhängig vom Erscheinungsbild nur
den Inhalt und entscheidet, ob er für euch weiterführend ist.

So – jetzt werdet ihr wahrscheinlich fragen wollen (langsam und in geheimnisvollem


Ton): Es gab doch da so einige weltberühmte Lehrer – vor Jahrtausenden – von denen
sprechen ganze Kulturen noch heute. Und die hatten doch Recht, oder? Und sie haben
doch auch im Alten Bewusstsein gelebt. Jaaa – das ist etwas Anderes. Diese ganz
wenigen Personen wie zum Beispiel Jesus Christus oder Buddha oder einige ganz
wenige andere auch – haben lange vor eurer Zeit gelebt, in einer Epoche, in der das
alte Bewusstsein sehr ausgeprägt war, und wo man nur einen sehr vagen Eindruck
davon hatte, wie ein anderes Leben, eine andere Bewusstseinshaltung, eine andere

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Seinsqualität aussehen könnte. Diese eigentlich zeitlosen, zeitübergreifenden
spirituellen Lehrer und ihre Lehren haben damals die Grundlage gelegt für alles, was
sich jetzt entwickeln darf.
Sie haben ganz allgemeine Wahrheiten verbreitet wie: „Denkt sozial!“ - Man kann da
auch so ausdrücken: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ - Buddha hat das noch
etwas anders ausgedrückt, er sagte, es ist gut, so lange inkarnieren zu wollen, bis man
mitgeholfen hat, alle lebenden Wesen auf der Welt zur Erleuchtung zu bringen. Wie
man es genau ausdrückt, ist nicht so entscheidend, entscheidend ist der gemeinsame
grundlegende Inhalt: Seht, dass euer Mitmensch ein Mensch ist wie ihr. Das ist eine
ganz elementare Errungenschaft menschlichen Denkens und Fühlens, das zu
erkennen und danach zu handeln. Das ist schon vor langer Zeit in das Wissen der
gesamten Menschheit hinein gegeben worden von diesen zeitübergreifenden Lehrern.
Auch wenn die Menschen durch ihre harten Lebensumstände egoistisch sein mussten
– sie haben doch gehört und geahnt, dass es auch anders geht. Sie haben da, wo es
möglich war, ein bisschen sozial gedacht, und mit den Jahrtausenden wurde es ein
bisschen mehr, und so haben diese grundlegenden Gedanken den Weg für das
geebnet, was sich heute entwickeln darf.
Diese grundlegenden, zeitübergreifenden Lehrer haben auch versucht, den Menschen
den Gedanken nahe zu bringen, dass sie Aspekte des Göttlichen sind und haben ihnen
nahe gelegt, dass sie nicht für immer an der Materie kleben müssen. Sie haben gesagt,
ihr seid mehr, viel mehr als Materie. Löst euch davon, von dem, was euch an die Erde
fesselt, öffnet euch einem anderen, umfassenderen Bewusstsein und nehmt euch
selbst nicht gar so wichtig, es gibt nämlich noch Milliarden anderer Aspekte Gottes.

Auch das ist über die Jahrtausende unterschwellig da gewesen, es ist immer ein
bisschen gewachsen, bis es jetzt, an der Schwelle zu einer Zeitenwende, wo es sich
entwickeln darf. Es ist aber damals oft falsch verstanden worden, und aus jenen
klugen Gedanken haben sich asketische und lebensverneinende Lehren entwickelt.
Das war vielleicht gut, um wichtige Erfahrungen zu machen, aber heute führt das
nicht mehr weiter. Die Quintessenz der alten religiösen Meister, der ältesten und
ersten spirituellen Meister, die allerdings könnt ihr auch heute noch brauchen, das
sind Werte und Erkenntnisse, die euch über die Zeitenwende hinaus tragen werden:
Denkt sozial. Wisset, dass ihr Aspekte des Göttlichen seid. Achtet die Erde und seid
dankbar dafür, dass euch das Leben gegeben worden ist, es ist etwas Kostbares.

Nun haben diese alten Lehren aber den Wechsel in ein neues Bewusstsein und ein
ganz neues Weltbild und Lebensgefühl sich nicht vorstellen können, dass dieses auf
Erden möglich sei. Eine solche Vorstellung war zu weit weg. Es ist ja heute noch
gewöhnungsbedürftig, dass das Leben es gut mit euch meinen könnte, dass das Leben
nicht nur schön sein kann, sondern es wesensmässig sogar ist, und dass alle
Zwistigkeiten enden dürfen. Das konnte man sich nur in einem Jenseits vorstellen.
Vor einigen Jahrtausenden war das absolut undenkbar. Niemand, auch nicht die
grössten Meister konnten sich vorstellen, dass es eine solche Lebensqualität auf

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einem Planeten des Elends geben könne. So entstanden die Lehren von einem
besseren Jenseits, das nach dem physischen Leben kam, und so sind die Legenden
entstanden, die davon erzählen, dass das Jammertal des irdischen Lebens einmal
endet und sich daran ein paradiesischer nichtkörperlicher Zustand anschliesst. Nun,
nach meinem Dafürhalten wird es das aber nicht. Wenn ich einen Blick auf das
Jenseits werfe, oder wenn ihr das tut – ihr wart ja schliesslich schon oft genug dort,
zwischen den Leben – dann wird man feststellen, dass es dort bisher so paradiesisch
nicht ist. Dort ist einfach alles möglich, und es ist eine Fortsetzung des Lebens auf
der Erde unter leichteren Bedingungen, aber vor allem wird es dazu genutzt,
nachzuholen, was man auf der Erde nicht erkennen oder erlernen konnte. So
paradiesisch ist das nicht unbedingt, und polarisiert geht es dort oben auch zu, wenn
auch weniger als im Diesseits.

Nach meinem Dafürhalten ist das Paradies auch nichts Jenseitiges. Es ist das Neue
Bewusstsein, die neue Zeit, in die ihr jetzt hinein wachst. Das ist nicht gleich nächste
Woche fertig, das braucht seine Zeit. Der eigentliche Übergang dauert ja auch noch
nicht lange, vielleicht dreissig oder vierzig Jahre, und das geht noch eine Weile
weiter. Aber in einigen Jahrzehnten wird daraus ein wunderbares Lebensgefühl
entstanden sein und eine Welt, die so heil ist und so wenig mit Polarität belastet, dass
dies aus früherer Sicht richtig paradiesisch aussieht. Aber dies wird im Körper sein,
dies wird eine wirkliche Welt sein, die real existiert, und nicht nur eine feinstoffliche
Möglichkeit. Das könnt ihr erreichen, wenn ihr mit Freuden immer mehr in das Neue
Bewusstsein hinein wachst. Tatsache ist, dass ihr es erreichen (betont) werdet, denn
die natürliche Entwicklung geht dahin. Ihr könnt es euch leicht machen oder ihr
könnt es euch schwer machen. Nun, so ganz leicht ist es freilich nicht, weil siebzig
bis achtzig Leben in dem Alten Bewusstsein natürlich Prägungen verursachen und
man manchmal Hilfestellung benötigt, um alte Fixierungen zu überwinden.

Da werdet ihr die richtige Lehre finden, wenn ihr den Büchern, den Vorträgen, den
eigenen Gedanken und auch den Menschen folgt, die euer Herz zum Singen bringen.
Da, wo es euch richtig gut geht, da, wo ihr gefördert werdet, da, wo ihr selber Andere
fördert, da, wo eure Potenziale entwickelt werden, da, wo ihr euch entfalten dürft und
dabei sogar Hilfestellung bekommt, da, wo ihr frei seid, eure eigenen Konzepte
entwickelt, wo man euch tolerant, liebevoll und mit grossem Respekt entgegen
kommt, da seid ihr gut beraten. Das sind die Gefühlsqualitäten, die Qualitäten des
Miteinanders im Neuen Bewusstsein: Toleranz, Respekt, liebevoller und achtsamer
Umgang mit sich selber, mit Anderen und mit allem, was lebt. Das ist paradiesisch.
Die neuen Lehren, die schon in diesem Bewusstsein sind, bringen euch gut dort
hinein. Es gibt jede Woche mehr davon. Wenn man mal den Buchmarkt beobachtet
oder da, was sich in der New-Age-Szene tut, dann sieht das schon sehr positiv aus. Es
gibt immer mehr Menschen, die etwas vermitteln, die wissen und begriffen haben,
dass es beim Wachstum nicht darum geht, etwas zu verleugnen, sich von irgend
einem Aspekt des Lebens asketisch abzutrennen, sondern die eigene Göttlichkeit zu

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erkennen und sich selbst und alle Anderen so viel zu fördern wie irgend möglich,
soviel Freude zu erleben und zu bereiten wie irgend möglich. Denn Freude ist die
Energie, an der die Welt genesen wird.

Und da schaut bitte ganz persönlich nach euren ganz persönlichen Bedürfnissen. Was
braucht ihr jetzt, welche Fragen müssen jetzt beantwortet werden, wo braucht ihr
Unterstützung? Diese werdet ihr finden, wenn ihr eine klare Vorstellung davon habt,
was ihr jetzt braucht und wollt. Dann findet es auch zu euch, und ihr könnt alle
Zweifel über Bord werfen, ob irgendetwas gut ist, was euch nicht gut tut. Das ist
nämlich ganz bestimmt nicht der Fall. Das ist ganz einfach und die Auswahl kann
immer nur persönlich sein. Man kann nicht fragen: Taugt das was? Sondern nur:
Taugt das etwas für mich? Komme ich damit weiter? Und dann ist es für mich
persönlich gut – für einen Anderen vielleicht nicht, der kann etwas Anderes brauchen.
Schaut immer danach, dass es euch besser geht mit dem, was ihr lernt, mit dem, was
ihr probiert, und auf gar keinen Fall schlechter.

So. Ich möchte aber nicht, dass sich jemand erschreckt hat. Als ich vorhin sagte, bis
das Neue Bewusstsein wirklich da ist, dauert es noch ein paar Jahrzehnte, wollte ich
euch nicht die Hoffnung nehmen. Fertig ist das neue Weltbild in der Tat nicht so
schnell. Das heisst aber nicht, dass es bei euch auch so lange dauert. Denn was ihr bei
euch beobachten könnt, ist, dass man nicht mit einem Fingerschnippen oder mit
einem Aha-Erlebnis plötzlich im Neuen Bewusstsein ist, sondern dass man Punkt für
Punkt dort hinein geht. Ein Lebensbereich läuft plötzlich rund und da geht es einem
gut, normalerweise nachdem man dafür viel gearbeitet und Altes aufgelöst hat. Dann
kommt der nächste Lebensbereich, und dann wieder einer: Endlich klappt es mit den
Beziehungen. Endlich findet man einen Beruf, in dem man zufrieden ist. Endlich
findet man die Hobbys, die einen wirklich aufbauen, ganz egal wie exotisch sie sind.
Endlich findet man Zufriedenheit in sich selber, usw. So geht das. Und ihr seid die
Ersten, die im Neuen Bewusstsein ankommen, denn ihr zieht ja die vielen Anderen
nach, die nicht so schnell sind. Das habt ihr ja so gewählt, und deshalb könnt ihr
sicher sein, dass ihr nicht mehr so lange warten müsst, in vielen Bereichen eures
Lebens seid ihr ja schon angekommen. Und sogar dann, wenn es noch mal richtig
Arbeit gibt, macht ihr das gern und gut und seht den Sinn.

Sucht euch das, was euch persönlich fördert, eure Ängste auflöst, euch unterstützt, da
wo ihr es braucht, was Freude macht und euch lebendig sein lässt. So könnt ihr die
Möglichkeiten, die ihr in dieses Leben mitgebracht habt, voll entfalten. Glaubt dabei
bitte nie unbesehen einer Autorität, nur weil es eine Autorität ist. Glaubt bitte nie
unbesehen einer Lehre, nur weil sie alt ist und möglicherweise auf Papier gedruckt.
Prüft alles und wenn es euch wachsen lässt, euch lebendiger, glücklicher, liebevoller
macht, dann ist es gut. Und dann wird aus eurer Bildergalerie das wirkliche, bunte,
farbenprächtige Leben.
Dabei wünsche ich euch viel Spass und danke für eure Aufmerksamkeit.

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(Pause, danach Fragen.)

Silvie: Bitte fragt die allgemein interessierenden Fragen zuerst und danach die
persönlichen. Die werden natürlich nicht auf CD gebrannt, die gehen schliesslich
niemanden etwas an.

Tio: Ich bin auch da. Hat denn jemand eine allgemein interessierende Frage?

Frage: Ich bin auf etwas aufmerksam geworden. Die Leute, die sich Lichtarbeiter
nennen, haben meiner Wahrnehmung nach oft eine besonders verstärkte Polarität. Sie
vergleichen sich oft und wirken zum Teil auch sehr hochmütig. Es kann ja ein
Selbstschutz sein, aber ich verstehe nicht, dass man sich auch manchmal nach Jahren
nicht entspannt begegnen kann.

Tio: Ich danke für diese sehr interessante Frage, aber ich muss für die Antwort ins
Archiv!

(Alles lacht).

Silvie: Wer das noch nicht kennt: Tio weiss auch nicht alles, er ist schliesslich auch
nur ein Teil der Schöpfung ...

Tio: Ich bitte auf das „Nur“ zu verzichten, auch wenn ihr von euch sprecht. Ihr seid
ein Teil der Schöpfung, ich bin ein Teil der Schöpfung. So. Das heisst, ich weiss nicht
alles, und wenn ich es nicht weiss, dann kann ich schauen ob ich es in einem Archiv
finde. Es gibt hier oben so allerhand Archive, und zu manchen habe ich Zutritt.

Gut. Das ist, soviel sehe ich schon, eine sehr umfangreiche Antwort. Ich gucke mal,
was sich machen lässt, aber erstmal muss ich die Dateien lesen.

Silvie: Du sagst doch Bescheid, wenn du fertig bist, oder?

Tio: Ja, dann komme ich wieder und fange an zu reden, in eurer Zeit dauert das nicht
lange.

(Nach einigen Sekunden):

Tio: Gut, es gibt mehrere Gründe dafür, dass bei diesen Menschen die Polarität
wirklich verstärkt sein (betont) kann. Zum einen ist es so: Da muss eine ganze Menge
Wissen aus anderen Zeiten, Wissen aus der Zukunft, seelisches Wissen, in eine
Persönlichkeit hinein, die es gerade mal so eben beherbergen kann. Oft ist es so, dass
diese Persönlichkeit noch wachsen muss, damit sie überhaupt dieses Wissen

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beherbergen kann. Diese Leute wissen viel, was andere Menschen noch nicht wissen
bzw. noch wiedererinnern müssen. Die Lichtarbeiter sind ja die Motoren, die
Vorreiter, die Motivatoren für den Übergang ins Neue Bewusstsein. Sie haben
vielleicht auch manche Talente und machen ganz mühelos Sachen, die andere
Menschen nicht können oder nicht zu können glauben oder sich erst mühsam
erwerben müssen. Das bringen die Lichtarbeiter alles schon mit und kommen dann
freiwillig zurück aus ihrem schönen Leben in einer anderen Dimension – hierher auf
eure Erde, und sind plötzlich eine kleine Persönlichkeit, die in einer polarisierten
Welt lebt. Denn sie sind ja schliesslich alle noch in der Dritten Dimension geboren
und in der Dritten Dimension herangewachsen, wenn sie jetzt erwachsen sind. Dann
haben sie den Rest der Zeit verschärfter Polarität noch erlebt.
Und was macht die kleine Persönlichkeit mit der grossen Seele? Sie übersetzt
manchmal falsch. Dass diese Leute viel wissen, übersetzten ihre Persönlichkeiten
manchmal mit: „Ich bin etwas ganz Besonderes.“ Das sind sie nicht, das ist nur eine
falsche Übersetzung. Dann geben sie an und treten so auf, als wären sie mehr wert als
die anderen Menschen. Das ist nur ein Irrtum, sie sind nicht besser, sie sind nur älter
und wissen mehr. Das hat aber gar nichts mit Wert zu tun. Oft ist es so, dass sie auch
von ihren Zuhörern und Anhängern hofiert werden, und wer noch ein unerlöstes Ego
hat – das freut sich natürlich über dieses Futter. Dann bekommen sie auch noch eine
vermeintliche Bestätigung: „Anscheinend sind wir wirklich etwas Besonderes, sonst
würden uns die Leute nicht so bewundern.“ Das kann zu Angeberei und
Grossspurigkeit führen, muss aber nicht.
Es kann auch sein, dass die Persönlichkeit eines Mitarbeiters entwickelt und elastisch
genug ist, das ganze Wissen aufzunehmen und klug und reif damit umzugehen. Diese
Menschen werden nicht zu Aufschneidern oder Konkurrenten und das besseres
Ansehen. Sie wissen, dass sie selbst Aspekte des Göttlichen sind und alle anderen
auch.

Angeberei und falsche Übersetzungen – nun, das geht mit der Zeit schon weg. Alle
Menschen entwickeln sich und gehen in die Fünfte Dimension, und da kommt man
mit solchen Ego-Haltungen nicht rein. Also werden sie vorher erkannt und aufgelöst
werden.
Ich sehe oft mit einem kleinen Schmunzeln, dass sich manche so genannten
Lichtarbeiter damit schwerer tun als Andere, die sich vielleicht nicht Lichtarbeiter
nennen – weil ihre Egos so lange so gut hofiert worden sind. Deshalb gibt es da
immer noch Reste von Arroganz, von Neid, von Konkurrenzdenken und von
Angeberei. Das wird sich aber mit der Zeit legen.
Ich würde euch auch raten, dass ihr, wenn ihr merkt, jemand übertreibt mit dem, was
ich gerade gesagt haben, dass ihr dann nicht zu eng mit ihm zusammenarbeitet,
sondern ihm erst mal Zeit gebt, zu lernen, was er noch lernen muss.
Das ist sicher nicht alles, was ich zu diesem Thema finden könnte, aber das
Wichtigste.
Man kann es zu einem Satz zusammenfassen, den ihr aus der Kindererziehung kennt:

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Das wächst sich schon noch aus.

(Alles lacht):

Silvie: Da habe ich aber noch eine andere Frage: Ist nicht das Ego auch ein wichtiger
Motor für die Entwicklung?

Tio (zusammengefasst): Doch, ist es. Lange Zeit ist es so, aber irgendwann gibt es
dann andere Motoren, dann ist es nicht mehr ein dreidimensionales Ego, das euch
vorantreibt, sondern die Entwicklung selbst. Es gibt verschiedene Wege.
Weitere Fragen, ich höre immer gern welche. Sie geben auch mir Anregung.

Frage: Ich habe schon viel über diese Lichtarbeiter gelesen oder gehört, aber ich
habe noch nie einen gesehen. Wo findet man die denn?

Tio: Das ist eine sehr gute Frage. Die findest du an keinen bestimmten Orten. Du
findest sie zum Beispiel in den Worten dieses Vortrags, da habe ich sinngemäss
gesagt: Euer Lehrer kann auch eure Tante sein, zum Beispiel. Oder euer Onkel oder
die Kassiererin an der Supermarktkasse. Es gibt keinen bestimmten Ort im Leben, wo
man Lichtarbeiter findet, sie können überall sein. Da wo sie gebraucht werden, da
wirken sie. Manche wollen im Verborgenen arbeiten und kennen den Begriff
„Lichtarbeiter“ nicht einmal. Sie sind ganz einfach Menschen, die mehr wissen als
die Allgemeinheit und die, bevor sei sich inkarniert haben, gesagt haben: „Ach so, da
unten das, das ist dieser Planet Erde. Da sind ganz wichtige und sehr schwierige
Erfahrungen gemacht worden über sehr lange Zeit. Deshalb hängt dieser Planet in der
Entwicklung hinterher und braucht etwas Hilfe, damit seine Bewohner ins Neue
Bewusstsein hinein wachsen können. Dann werden wir mal da runter gehen und
etwas nachhelfen und Entwicklungshilfe leisten.“
Also sind sie hergekommen, alle freiwillig. Einen Lichtarbeiter hat nichts und
niemand zur Inkarnation gezwungen, sie sind alle freiwillig hier. Auf die eine oder
andere Weise tragen sie alle etwas dazu bei, dass die Zukunft sich gut entwickelt.
Manche durch Wissen, manche durch Heilungen, manche durch Lehrtätigkeit und
viele einfach dadurch, dass sie da sind, dass sie ausgeglichene Menschen sind, die
eine positive, angenehme Energie verbreiten.
Du kannst sie also überall finden. Und viele kommen gut mit ihrem Wissen zurecht,
gerade die Unauffälligen.
Und nicht wo, sondern wie findest du sie? Achte darauf, wer ist wirklich ein positiver
Mensch, wer ist respektvoll, wer möchte achtungsvoll fördern? Wer versucht, das
Neue Bewusstsein schon vorzuleben? Wir hören das Wort „Lichtarbeiter“ eigentlich
nicht so sehr gerne, weil es eine Unterscheidung schafft zwischen Lichtarbeitern und
keinen Lichtarbeitern, und derartige Unterscheidungen wollen ja eigentlich gerade
weg. Und viele nennen sich auch gar nicht so, sondern sind einfach nur da. Sie
müssen ausserdem gar nicht perfekt sein, nur ehrlich und bemüht.

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Frage: Stimmt es, dass es Aufrufe gibt, sich zu versammeln, um über bestimmte
Fragen auf der Welt zu meditieren und stärkere Wirkungen zu erzielen durch den
Zusammenschluss, der übrigens auch telepathisch sein kann?

Tio: Ja, das stimmt. Das hilft auch. Das empfehle ich, aber nur wenn es Spass macht.
Denn auch in solche Gruppen- und Massenmeditationen empfehle ich reinen Herzens
zu gehen, das soll nie Zwang sein, sondern sich frei und gut anfühlen. Die Wirkung
einer Gruppe ist tatsächlich stärker als die eines einzelnen Denkers. Das ist ein
physikalischer Prozess, der ist messbar als elektromagnetisches Feld. Wenn hundert
einzelne Menschen unabhängig voneinander einen guten Gedanken haben, dann
werden sie etwas bewirken. Wenn sie diesen Gedanken alle zusammen denken,
werden sie erheblich mehr bewirken.
Wer Physik nicht so gern hat, stellt sich das so vor: Ein LKW ist in einen
schlammigen Acker gefahren und steckt fest. Ein Fussgänger bindet einen Strick an
die Vorderachse und zieht daran, aber der LKW bewegt sich kaum. 99 weitere
Fussgänger kommen und ziehen jeder einzeln an dem Strick, aber der Wagen bewegt
sich wenig. Dann ziehen alle 100 zusammen an demselben Strick, und in null komma
nichts haben sie den Karren aus dem Dreck gezogen. So ist das mit Gedankenkräften
auch, da bewirken Zusammenschlüsse das Entstehen wesentlich stärkerer Kraftfelder
als einzelne Denker. Das heisst aber nicht, dass ihr euch immer und überall
zusammenschliessen müsst, persönlich oder telepathisch, ihr könnt auch einzeln
denken, wann immer ihr wollt, darauf will der Kosmos gar nicht verzichten.

Silvie: Wir haben doch sowas auch mal gemacht...

Tio (heiter): Jaaa, ich glaube, ohne dich machen wir das auch immer noch. Jeden
Abend 5 Minuten vor 20 Uhr. Du kannst ruhig mal wieder mitmachen... Seit 1991
machen wir das.

(Die Friedensmeditation steht auf unserer Webseite www.silvie-katz.de.

Achtet nur bitte darauf, dass ihr bei der Meditation keine Partie für irgendeine Seite
ergreift, sondern sendet ganz allgemein ohne Parteinahme und ohne inhaltliche
Vorgabe weisses Licht für diese eure Welt. Wenn ihr noch mehr tun wollt, dann stellt
euch friedliche Bilder vor, mit denen sich Konflikte lösen, ohne euch auf eine Seite
zu stellen. Wenn ihr das irgendwo nicht könnt, dann wählt Licht für einen anderen
Konflikt oder belasst es bei dem weissen Licht.

(Ende der Fragen und das Aufnahmegerät wurde ausgemacht für die persönlichen
Fragen.)

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