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„Mehr oder weniger“

Wie Materie und Energie sich verhalten,


wenn man sie verteilt

Channeling von Tio

übermittelt von Silvie Katz

Mai 2010

www.silvie-katz.de

Copyright by Silvie Katz


Weitergabe zu kommerziellen Zwecken nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin
Weitergabe nur weil's interessant ist, immer gern gesehen.

Tio: Ich grüsse euch alle ganz herzlich! Heute möchte ich einen ganz bestimmten
Aspekt unter die Lupe nehmen, der sich im Alten Bewusstsein und im Neuen
Bewusstsein deutlich voneinander unterscheidet, aber – spitzt die Ohren – NICHT so
deutlich, wie man eigentlich vermuten würde.

Zuvor aber möchte ich euch wieder einmal in die Gefilde der kraftvollen geistigen
Helfer entführen, in das Reich der Archetypen. Dort werdet ihr jemandem begegnen,
der euch klug zur Seite stehen wird, künftig „Mehr“ von „Weniger“ treffsicher zu
unterscheiden.

Nun also – setzt oder legt euch bequem hin, so dass ihr es richtig gemütlich habt.
Deckt euch warm genug zu und lasst euch von frühlingshaften Temperaturen nicht
täuschen – wenn man still liegt oder sitzt, braucht der Körper es wirklich schön
warm.

Ihr könnt mit unserer kleinen Meditation verfahren wie ihr wollt – lest einfach mit
und ihr werdet schon allein dabei in einen leichten meditativen Zustand gelangen und
(lustig) die „Ohren eurer Seele“ weit öffnen, um die kraftvolle, positive Energie, die
euch gleich begegnen wird, willkommen zu heissen.

Ihr könnt euch den Text auch auf Band oder CD sprechen. Dann lasst genug Zeit
zwischen den einzelnen Sätzen, damit innere Bilder und Gedanken Gelegenheit
haben, sich zu entwickeln.
Dann könnt ihr das Meditatiönchen hören, wann immer ihr möchtet – nur bitte
NICHT beim Autofahren.

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Oder lasst euch den Text vorlesen bzw. lest ihn euren Freunden vor.

Nun schliesst ganz sanft eure Augen und atmet lange und langsam aus. Dabei könnt
ihr schon bemerken, wie die Spannung in euren Muskeln nachlässt und sich euer
Körper warm, schwer und weich anfühlt. Geniesst einfach diesen Zustand von
Entspannung. Lasst eure Arme hängen, denkt liebevoll an die Muskeln in euren
Schultern, die den ganzen Tag angespannt sein müssen, damit ihr tragen, halten,
Dinge bewegen und Belastungen aushalten könnt. Nun lasst die Arme hängen und
geniesst es, dass eine kleine Meditation auch eine Erholungsphase für Körper und
Seele ist. Jetzt bleibt die Welt mal draussen und ihr tut etwas Gutes für euch.

Fühlt nun, wie ihr schwer und ein bisschen schlaff in eurem Sessel liegt oder sitzt.
Das dürft ihr jetzt ruhig mal eine Weile sein, weich und passiv, und auf eine innere
Reise gehen, die euch in euer Herzzentrum trägt und von dort aus noch weiter in die
Bereiche tiefsten seelischen Wissens.

Ihr könnt einige Male ganz bewusst ausatmen und euch vorstellen, dass alle
Anspannung, alle Sorge und alle Eile euch verlassen und ihr könnt Entspannung,
Wärme und Ruhe einatmen.

Dann lenkte ganz sanft eure Aufmerksamkeit auf das Zentrum in der Mitte eurer
Brust, euer Herzchakra. Spürt, dass dort wirklich etwas ist, das anders ist als die
Umgebung – ein Energie- (betont) Zentrum. Vielleicht könnt ihr dort, mitten in und
auf eurer Brust, einen kleinen Wirbel aus goldenem Licht wahrnehmen. Man kann
ihn nur mit den inneren Augen sehen und mit den inneren Sinnen wahrnehmen. Wenn
ihr euch nun mehr und mehr auf diesen kleinen Lichtwirbel konzentriert, dann spürt
ihr, wie von dort aus Gelassenheit, Friedfertigkeit und eine sanfte Heiterkeit ausgehen
und sich überall in eurem Körper ausbreiten.

Wer sich etwas vorstellen möchte, der kann nun mit inneren Augen sehen, wie das
goldene Licht aus eurem Herzen sich in eurer Aura verteilt, in eure Muskeln,
Knochen und Organen und sogar in jede einzelne Körperzelle eindringt.

Es ist vielleicht eine neue Erfahrung, dass dieses Licht (betont) aus euch selbst
kommt. Es muss euch keineswegs von aussen gegeben werden, ihr könnt es genauso
gut in euch selbst, in eurem reinen und wissenden Herzen, entstehen lassen.

Eine tiefe Freude darüber erfüllt euch: Ihr seid jetzt so weit. Ihr könnt das Licht eures
Herzens selber strömen lassen. Und euer Herz strömt über, ihr seid immer mehr und
mehr von Liebe und Freude erfüllt. Dies ist schlicht und einfach das Lebensgefühl
der Neuen Zeit.
Erlaubt ihm, förmlich überzuströmen und sich in eurer Umgebung auszubreiten. Es
erfüllt den Raum, in dem ihr seid, und ihr könnt fühlen oder auch innerlich sehen, wie

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es andere Menschen erreicht, die noch nicht herausgefunden haben, was ihr gerade
herausgefunden habt.

Mit anderen Worten, ihr könnt euer inneres Licht zu Menschen fliessen lassen, die
gute Energie von aussen brauchen, die noch nicht wissen, dass sie sie selbst herstellen
können.
Dabei empfindet ihr eine grosse Freude, denn ihr bemerkt: Ihr müsst (betont) nichts
geben. Ihr müsst gar nichts tun. Ihr müsst nur erlauben, dass euer Licht fliesst. Das ist
neu. Man war ans Geben gewöhnt, nun stellt man fest, dass man es gar nicht muss.
Gute Energien fliessen von ganz allein, Fliessen ist das, was sie von Natur aus immer
von allein tun, wenn man sie lässt.

Genau das ist es nämlich: Lasst das Gute aus eurem Herzen einfach fliessen.

Stellt euch vor, der Raum füllt sich mit Menschen, die eure Liebe und euer Licht gern
annehmen und nun selber anfangen zu strahlen und ihr Licht entdecken. Und dann
seht ihr auch diejenigen, die noch zögern und euer Licht gar nicht wollen.

Nun seid ihr so ganz und gar in der Energie des Fliessens, dass das für euch kein
Problem ist. Ihr müsst denen, die noch zögern, kein Licht hinterher tragen und ihr
müsst ihnen keines aufdrängen. Lasst einfach das Licht aus eurem Herzen tun, was es
tut. Vielleicht macht es dort, wo man es nicht will, eine kleine Kurve und fliesst drum
herum. Und ihr entspannt euch und wisst: Dann ist die Zeit noch nicht gekommen,
dass man es annimmt. Und ihr wisst genau so sicher: Dann wird die Zeit eben etwas
später kommen. Ihr könnt Vertrauen haben, es ist ganz und gar unnötig, dass ihr euch
einmischt.

Das Licht macht sowieso was es will: Es fliesst dort hin, wo man es will und
entzündet weiteres Licht. Und wo man es noch nicht will, da fliesst es respektvoll
drum herum. Es hat Vertrauen, dass es dort zu einem anderen Zeitpunkt erwünscht
sein wird.

So, in der Energie des Fliessens, in der Energie eurer reinen, liebenden und
friedvollen Herzen, kehrt zu euch selbst zurück, lasst das Bild der Menschen um euch
herum verblassen, wissend, dass die Energie von allein weiter fliesst, wenn sie einmal
die Erlaubnis hat, dies zu tun.

Nun könnt ihr mit einem kleinen inneren Anlauf, einem kleinen Lächeln, euch tief in
euer Licht, in euer reines Herz hinein sinken lassen und schwebt langsam auf einer
Säule goldenen Lichtes in euer Innerstes, so wie eine flauschige kleine Feder auf
einem Sonnenstrahl zu Boden schwebt.

Ihr landet sanft tief in euch selbst, ein einer Umgebung von frühsommerlicher Wärme

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und freundlichem Sonnenlicht. Es ist ein friedlicher, schöner Ort tief in eurem
Allerheiligsten, hier seid ihr eurer Seele ganz nahe, und mit einem Lächeln auf dem
Gesicht nehmt ihr wahr, was es dort gibt: Einen zarten Duft von Blüten, leises
Rascheln von Gras, vielleicht eine feine, zarte Melodie, die man nur mit den inneren
Ohren hören kann: Sphärenklänge, die Musik eurer Seele, Harmonien von grosser
Schönheit und Klarheit zugleich.

Nun öffnet eure inneren Augen und schaut euch um. Ihr erkennt, dass ihr wieder auf
dem Feld der Begegnung seid, das ihr schon kennt. Vielleicht es es immer gleich,
vielleicht sieht es aber auch jedes Mal ein wenig anders aus.

Das freie, heitere Fliessen von heute mag ihm ein frühsommerliches Gesicht
verliehen haben, eine üppig grüne, blühende Wiese, einen hohen Himmel voller Licht
und eine Klarheit der Luft, die weit euch weit blicken lässt.

Euer Blick schweift nun auch ganz von allein zum Horizont und ihr seht einen grünen
Hügel, der auf besondere Weise von der Sonne angestrahlt wird. Er sieht aus, als
würde er sich genau unter der Sonne befinden und das meiste und klarste Licht
erhalten.

Ihr wisst: Dieser Hügel ist bewohnt. Er ist die Heimstatt von grossen und starken
Kräften aus dem Überbewusstsein der Menschheit, so alt wie die Menschheit selbst:
Dieser grüne Hügel ist die Heimstatt der Archetypen.

Lange Zeit haben sie im Verborgenen gelebt, sind in euren Schöpfungsmythen, Sagen
und Legenden als Feen, weise Zauberer und freundliche Riesen verkleidet gewesen,
und manche waren ganz und gar unsichtbar und man konnte sie nur spüren, wenn sie
in einem der leuchtenden Augenblicke, die es zu allen Zeiten dann und wann in jedes
Menschen Leben gibt, als die Liebe, die Freude, die Güte und als vieles Mehr für
einen Moment die Seele berührt haben.

Aber sie waren immer da, und sie haben die Menschheit beschützt und ihre Schritte
gelenkt, soweit sie das eben durften während der schweren Erfahrungen des Alten
Zeitalters.

Nun ist für sie die Zeit gekommen, sich offen zu zeigen. Nun dürfen sich immer mehr
Menschen daran erinnern, dass sie dieses grosse alte Wissen in sich tragen und sich
wieder daran erinnern.

Nun beginnt die Zeit, wo man über die Archetypen schreiben und singen wird, wo sie
in Romanen, Gedichten, Filmen und Liedern in den unterschiedlichsten Gestalten
auftauchen und in unterschiedlichen Kleidern. Und nun ist die Zeit da, wo man sie
immer öfter ganz direkt mit den inneren Sinnen wahrnehmen und mit den inneren

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Augen sehen kann.

Nun endlich beginnt die Zeit, wo sie euch als innere Berater und Begleiter viel
offener leiten und unterstützen können als bisher.

Jetzt, in eurer Meditation seht ihr einen fröhlichen Zug von hell gekleideten Gestalten
den Hügel herunter schreiten: Männer, Frauen und Kinder, wie soeben dem Licht
entstiegen, hoch gewachsen und in strahlenden Gewändern. Sie sind
unterschiedlichen Alters, und alle sind schön, jede und jeder auf seine Weise ein
Idealbild.

Manche sind hell leuchtend und gross, andere halten sich mehr im Hintergrund. Ihr
erkennt die Liebe, die Schönheit, die Freude, die Weisheit, das Spiel, die
Kindlichkeit, und viele andere mehr.

Dann, in den Reihen dahinter, die bescheideneren von ihnen, die aber ebenso wichtig
sind wie diejenigen, die man sofort sieht. Da sind die Vernunft, die Geduld, das
Mitgefühl, der Trost, die Sanftmut, der Frieden, die Klugheit und viele andere mehr.

Einer dieser Lichtgestalten zieht eure Aufmerksamkeit besonders auf sich, und diesen
Archetyp, dieses Ideal werdet ihr heute kennen lernen.
Auf den ersten Blick sieht er oder sie nicht besonders auffällig aus. Aber es geht eine
feine Anziehungskraft von diesem Archetyp aus, die euch sympathisch ist. Ihr schaut
ihn an – und nun tritt er einige Schritte vor und geht euch langsam entgegen.

Dieser Archetyp tritt mit bescheidenen Schritten auf und wirkt leise und angenehm.
Er – oder sie – ist aber keineswegs unterwürfig. Er geht mit aufrechtem Gang und
erhobenem Kopf und zeigt euch ein Gesicht mit unauffälligen, harmonischen Zügen,
deren Schönheit unübersehbar ist, wenn man nur genau genug hinschaut.

Plötzlich wisst ihr: Das ist die MÄSSIGKEIT, die sich euch auf diese Weise zeigt,
hier auf dem Feld der Begegnung. Sie tritt euch gegenüber und eure Blicke begegnen
sich, und während ihr der Mässigkeit in die Augen blickt, fühlt ihr euch mehr und
mehr ausgeglichen, ruhig und sicher.

Ihr könnt die Mässigkeit auch mit angenehmer, leiser, aber gut hörbarer Stimme
sprechen hören: „Bisher“, sagt sie, „habe ich mich sehr im Hintergrund gehalten. In
dem Zeitalter, das gerade zu Ende geht, gab es nur einen kleinen Platz für mich. Es
war nicht Mässigkeit, sondern Unmass, was probiert und erfahren wurde. Unmass im
Nehmen, Unmass im Geben, Unmass im Schlechten und oft auch Unmass im Guten,
so dass Wohlstand oft zu Prasserei und Wohltaten zu Zwang wurden.
Nun aber kommt meine Stunde. Ich werde leise und weise die Neue Zeit begleiten
und wenn du willst, lieber Mensch, werde ich dir persönlich mit Rat und Erkenntnis

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zur Seite stehen. Du, lieber Mensch, kannst mich jederzeit in deinem reinen Herzen
fragen, ob du das richtige Mass hast. Das richtige Mass beim Schenken und beim
Nehmen, das richtige Mass in der Liebe und das richtige Mass an Klarheit, wenn du
etwas bereinigen musst. Hast du das richtige Mass bei der Arbeit und das richtige
beim Entspannen? Bemisst du deine Wünsche klug und deine und anderer Menschen
Wichtigkeit? Weisst du, wann du warten und wann du mutig nach vorn gehen musst?
Auch das fällt in meine, der Mässigkeit, Zuständigkeit. Das richtige Mass in allen
Dingen und in allem Tun, das braucht die Neue Zeit, das braucht das Neue
Bewusstsein. Und das kannst du, lieber Mensch, mit immer grösserer Sicherheit in dir
erspüren, wenn du mich als Begleiter und Berater wählst für die ersten Schritte in der
Neuen Zeit und solange du willst.“

Wenn du willst, dann reichst du nun der Mässigkeit deine Hände und erlaubst, dass
eure Finger sich locker berühren. Du spürst, wie die Energie der Mässigkeit in dich
hinein fliesst und sich in dir ausbreitet. Dies ist wahrscheinlich kein sehr
spektakuläres Gefühl, es ist sicher keine innere Lichtexplosion. Nein, es ist ein
sanftes, leises inneres Fliessen und es tut sehr gut. Mit Mässigkeit fliesst das Gefühl
für das rechte Mass in dich ein.

Gib dir eine Weile Zeit, solange der Energiefluss eben andauert.

Dann wirst du erleben, wie die Mässigkeit ihre Hände von deinen Händen löst und
sich ganz leicht vor dir verbeugt.
Verbeuge du dich auch ganz leicht vor ihr. Vielleicht magst du dich auch noch leise
und massvoll bei ihr bedanken.
Dann dreht sich sich um und geht zur Gruppe aller Archetypen zurück, und auch du
kannst dich nun umdrehen und in deinen Alltag zurückkehren.

Von jetzt an wirst du mit jedem Tag sicherer wissen, was du brauchst und was nicht
und wie viel davon. Du wirst mit jeder Entscheidung sicherer wissen, was das rechte
Mass ist im Geben und im Haben, im Tun, im Denken und im Wünschen – einfach in
allen Dingen.
Dies schafft ein sehr entspanntes, vertrauensvolles, leicht fliessendes Lebensgefühl,
das zum Wohlbefinden des Neuen Bewusstseins wesentlich dazu gehört.

Geh nun über deine innere Wiese und finde eine bequeme Treppe mit zehn Stufen,
die dich ins Tagesbewusstsein zurück bringt.
Schreite nun leicht die Stufen hinauf und werde mit jeder Stufe wacher und wacher.
Wenn du willst, kannst du dir jede einzelne Stufe vorstellen und innerlich mitzählen
von zehn rückwärts bis eins.

Dann bist du wieder in dem Raum, in dem du deine innere Reise begonnen hast, auf
deinem Sessel oder auf deinem Stuhl oder auf deiner Decke im Garten, wo auch

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immer du begonnen hast.

Reibe dein Gesicht, zwinkere mit den Augen, spanne Arme und Beine an und lass sie
wieder locker, streck dich wie eine Katze nach dem Mittagsschlaf und reibe deinen
Kopf, falls du noch nicht ganz wach bist.

Geh ein bisschen umher und wenn du willst, kannst du mit Mässigkeit ein kleines
Getränk oder etwas zu Essen so richtig geniessen.

Und von nun an wirst du wissen, wie viel oder wie wenig, wovon und wohin, wann
und wie – bei jeder Lebensentscheidung: Dein ganz persönliches, gutes und kluges
Mass.

So – seid ihr alle wach? Du auch, Silvie?

Silvie (lacht): Jaja. Ich finde es doch immer wieder witzig, wie meditativ ich werde,
auch wenn ich Tios Text nur aufschreibe. Nicht mal mitlesen tue ich, nur
aufschreiben. Schon erstaunlich.

Tio (belustigt): Alles eine Frage der Energie, sonst nix. Willst du jetzt eine Pause
oder keine?

Silvie: Eine Pause. Ich will's nicht übertreiben.

Tio (sehr fröhlich): Genau. Halte Mass.

Silvie (lacht auch): Tu ich. Dann bis später.

Tio: Ich mache auch Pause.

Silvie: Wer's glaubt.

(Nach einigen Tagen ganz normalen Alltags mit anderen Tätigkeiten und Arbeiten):

Silvie: So. Pause vorbei.

Tio (neckt sie): So unmässig lange? Was hast du denn die ganze Zeit gemacht?

Silvie (lacht): Mass gehalten.

Tio: Ja klar, im Biergarten.

Silvie (muss noch mehr lachen): MASS, nicht Massen oder wie auch immer der

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Plural von Bierkrug heisst.

Tio: Dann wollen wir es mit den Witzen mal genug sein lassen und mit dem heutigen
Text anfangen.

Nun:
Die Mässigkeit habe ich euch nach reiflicher Überlegung heute vorgestellt. Macht
euch ihre Energie zunutze, sie wird euch gut beraten. Und sie hat die Wahrheit
gesprochen, als sie sagte, sie hatte in der vergangenen Zeit keinen hohen Stellenwert.
Die vergangene Zeit war auch nicht dazu da, um Mässigkeit zu erlernen, sondern um
Extreme zu testen.
Über die Extreme und die vielen Themen verschärfter Polarität habe ich euch
inzwischen ganz bestimmt genug erzählt, und heute möchte ich den Rückblick auf
das Alte Bewusstsein unter einem ganz anderen Blickwinkel tun.

Man konnte dort, im Alten Bewusstsein, unter anderem auch lernen, wie man mit
„Gütern“ umgeht. Natürlich ist man mit „Gütern“ so umgegangen, dass man die
zeitspezifischen Erfahrungen des Alten Bewusstseins dabei machen konnte, und das
heisst weiterhin, dass man im Neuen Bewusstsein manches anders machen wird.
Manches, aber nicht alles. Es besteht die Tendenz, im Umgang mit „Gütern“ (betont)
ALLES anders zu machen, und da bahnt sich ein Umweg oder auch Holzweg an.
Auf den Holzweg zu geraten, ist sicher nicht uninteressant, und Umwege erhöhen
ganz nebenbei die Ortskenntnis. Nötig ist das aber nicht unbedingt, und wenn ihr
euch überflüssige Kraxelei und anstrengendes Kriechen durch altes Gestrüpp auf
neuen Feldern ersparen wollt, dann wird es sicher hilfreich sein, sich mit dem
Charakter von und dem Umgang mit „Gütern“ ein bisschen näher zu befassen. Dann
kann man leichter sein gutes Mass in diesem Umgang finden.

Zunächst möchte ich euch darstellen, was ich unter „Gütern“ überhaupt verstehe.
Nach meiner Definition werden wir uns in diesem Channeling mit der Betrachtung
von zwei Arten von Gütern befassen: Mit materiellen Gütern und mit immateriellen
Gütern.

Sie verhalten sich, als obersten Grundsatz, entgegengesetzt:

Wenn man materielle Güter teilt, werden sie weniger.

Wenn man immaterielle Güter teilt, werden sie mehr.

GEMEINSAM haben sie, dass man sie entweder behalten


oder weitergeben kann.

Fett drucken, bitte, und zwar in einem Mass, dass man das Fette auch sieht, liebe

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Silvie.
Eigentlich ist das ja ganz einfach, aber dies ist nur die Quintessenz. Wir müssen
schon ganz genau hinschauen, um das Verhalten von Gütern wirklich zu verstehen
und möglichst kluge Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.
Was materielle Güter sind, brauche ich euch nicht lang und breit zu erklären.
Materielle Güter sind SACHEN wie Geld, Häuser, Land, Schiffe, Autos,
Goldkettchen und anderer Schmuck, Firmen, Kundenkarteien, Kaffeetassen,
Esswaren, Staatsgebiete, und vieles andere mehr. In einem etwas weiteren Sinne
gehören auch Wasserrechte, Wegerechte, Patente und Ähnliches zu den „Sachen“.

Immaterielle Güter sind ENERGIEN wie Freude, Liebe, Wissen, Wertschätzung,


Geduld, Weisheit und und und....

Während des gerade vergangenen Zeitalters des Alten Bewusstseins wurde auf
Erfahrungen mit SACHEN ein grosses Schwergewicht gelegt. Man machte jede
Menge Experimente damit und erfuhr, wie Sachen sich verhalten und wie man mit
ihnen umgehen kann. Man kann sie behalten, weitergeben, stehlen, zerstören,
pflegen, herumliegen lassen, beaufsichtigen und so weiter. Sachen waren – und sind
es noch – ein wichtiges Element zwischenmenschlicher Kommunikation. Sehr viele
Gespräche, Gedanken, Auseinandersetzungen und Friedensverträge drehen sich um
Sachen und darum, wer sie hat und wer nicht, wem welche Sachen zustehen und
welche nicht, ob Sachen gerecht oder ungerecht verteilt sind und so weiter.

Damit konnte man wirklich sehr viele und sehr interessante Erfahrungen machen und
hat das auch getan. „Sachen“ und wie man mit ihnen umgehen kann war ein
wesentliches Element des „Zeitalters des Karma“, wie ich das Alte Bewusstsein gerne
nenne.

Immaterielle Güter sind im Alten Bewusstsein recht wenig beachtet worden. Das ist
aus kosmischer Sicht kein Fehler. Der Fokus lag nur nicht auf ihnen. Wenn man mit
immateriellen Gütern zu tun hatte, dann hat man sie wahrgenommen und behandelt
wie Sachen. Man ist nicht auf die Idee gekommen, so genau hinzuschauen, dass man
Unterschiede bemerkt hätte, obwohl diese ja auf der Hand liegen. Aber man sieht nur
das, was man vor seinem Fenster hat, und es gab im Alten Bewusstsein kaum ein
Wahrnehmungsfenster für die Charakteristika von Energien.

Das ändert sich jetzt. Im Neuen Bewusstsein werden Sachen immer noch sehr wichtig
sein und man wird einen ANDEREN Umgang mit ihnen erlernen. Es ist keineswegs
so, dass Sachen dann nicht mehr existieren oder völlig bedeutungslos sind. Im
Gegenteil, sie sind genauso wichtig wie früher, nur wird man anders mit ihnen
umgehen. Wie, das werden wir noch betrachten.

Energien werden aus ihrem Schattendasein heraus kommen und werden zunehmend

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wichtiger werden. Da sie ein relativ neues Kapitel in der menschlichen
Entwicklungsgeschichte darstellen, wird man eine Menge über sie lernen können.

In der Tat ist es so, dass man bereits mit diesen Lernprozessen angefangen hat, aber
doch noch ziemlich am Anfang steht und ich immer noch grosse Verwirrung darüber
bemerke, was was ist und wie sich was verhält.

Deshalb möchte ich euch gerne eine genauere Betrachtung anbieten.

Lasst uns doch zu dem obersten Grundsatz bezüglich der „Güter“ zurückkehren.
Wenn der verstanden ist, dann habt ihr das Prinzip verstanden und der Rest ist dann
ganz leicht.

SACHEN werden also weniger, wenn man sie teilt, ENERGIEN werden mehr.
Man darf das ein bisschen grossräumig betrachten, dann klappt es auch.

Fangen wir mit einem einfachen Beispiel an. Wenn man Geld unter einer
Erbengemeinschaft aufteilt, wird es für jeden Empfänger weniger. Hatte der Erbonkel
eine Million Euro und vier Erben, so hat jeder Erbe nach der Testamentseröffnung
250 000 Euro. Das ist leicht einzusehen.
Wenn man Land aufteilt, wird es ebenfalls weniger, was zu Problemen führen kann,
wie man bei den Erbgesetzen in früheren Jahrhunderten beobachten konnte. Die
Bauernhöfe wurden immer kleiner, bis sie ihre Besitzer nicht mehr ernähren konnten,
was weitreichende politische Folgen hatte und schliesslich eine Erbrechtsreform
erforderlich machte. Interessante Erfahrungen.

Das ist keine einfache Mathematik, sondern hat auch eine tiefere Ebene. Man kann
mit einer Million Euro einfach mehr machen als mit viermal 250 000. Man kann auch
sehr viel mehr Gutes damit tun. Es geht bei einem grossen, für einen guten Zweck
gegebenen Geldbetrag einfach prozentual weniger für Verwaltung drauf als bei vier
kleineren Beträgen. SACHEN verlieren also auch an Kraft, wenn man sie teilt.

Beim Landvererben konnte man das noch viel deutlicher sehen, wie ich im obigen
Beispiel angesprochen habe.

Damit will ich NICHT sagen, man soll nicht teilen. Das soll man durchaus. Aber
unter anderen Gesichtspunkten und kombiniert mit etwas, das wir gleich noch sehen
werden.
Ich will damit nur die Situation der SACHEN beschreiben, wie sie im Alten
Bewusstsein war. Das war für allerhand Erfahrungen gut und man hatte auch damals
schon die Möglichkeit, ab und zu auch etwas richtig zu machen und eine geteilte
Sache zu vermehren. Zum Beispiel wenn ein Erbe sein Geld für etwas Gutes gut
anlegte und es wuchs. Das war selten, aber das gab es, und es war jene Kombination

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dabei, die wir uns später in diesem Channeling ansehen werden.

Mit Sachen umzugehen, wie man eben mit ihnen umging, war also aus kosmischer
Sicht viel eher Erfahrung als Problem.

Das Problem bestand darin, dass man mit ENERGIEN genauso umging. Man glaubte
und empfand, dass sie sich ebenso wie Sachen verhalten würden. Das tun sie nicht,
aber damit sie ihr Eigenleben entfalten können, ist es ratsam, sie richtig zu erkennen.
Wenn man sie durch Glaubenssätze einschränkt, können sie ihre Wirkung nicht
entfalten.

Nehmen wir ein beliebtes Beispiel, das die meisten von euch wohl aus eigenen
Erleben kennen werden: Liebe. Gibt man Liebe weiter, wird sie dann weniger? So hat
sich das doch tatsächlich angefühlt im Alten Bewusstsein, deshalb ist man mit Liebe
ebenso sparsam umgegangen wie mit Sachen. Wenn fünf Kinder in einer Familie
waren und das sechste unterwegs, dann hat man sich gefragt, ob wohl für alle genug
Liebe da sein wird. So empfand man. Sinnvoll wäre gewesen zu überlgen, ob genug
Essen, Platz, Schulbücher und Kleidung da sein würden – SACHEN also. Bei diesen
gibt es wirklich Grenzen, und so manches Mal hätte es sich empfohlen, sich etwas
einfallen zu lassen, um die Empfängnis noch eines weiteren Erdenbürgers zu
verhindern – zum Beispiel mehr Fantasie und Kreativität beim Sex (Tio schmunzelt
und Silvie muss grinsen).

Nun – Liebe wäre auf alle Fälle genügend da gewesen, wenn man es nur richtig
verstanden hätte. Wenn man eine Energie weiter gibt, behält sie immer ihre 100
Prozent. Man kann sie weitergeben so oft man will, sie wird nicht weniger. Sie wird
sich im Gegenteil verdoppeln und vervielfachen, und wenn wir das Beispiel Liebe
nehmen, dann werden wir viel Liebe sehen, wenn, wie in unserer Beispielfamilie,
ohne einschränkende Glaubenssätze alle Kinder geliebt werden.

Wenn man dieses Charakteristikum von Energien erkennt, wird man ihre Wirkung
nicht mehr durch einschränkende Glaubenssätze lahm legen.
Solche könnten in unserem Beispiel sein: „Wenn ich Fritzchen sehr liebe, bleibt dann
noch genug Liebe übrig, die ich Renatchen und Kathrinchen geben könnte?“
Natürlich. Liebe Beispielfamilie, Liebe ist doch kein Kuchen! Liebe wird mehr, je
mehr man liebt. Und alle eure Kinder zu lieben, wird Kinder schaffen, die sich geliebt
fühlen und gut im Leben stehen, was immer auch kommen mag.

Ihr seht das Problem, denke ich. Und die Lösung seht ihr ebenfalls. Wenn man
sparsam mit Energien ist, dann vermehren sie sich nicht. Wenig zu lieben schafft
wenig Liebe. Viel zu lieben schafft viel Liebe, und das ist ebenfalls mehr als einfache
Mathematik.

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So wie Sachen sich vermindern, wenn man sie teilt und teilt, so vermehren sich
Energien, wenn man sie aus-teilt. Viele Menschen, die geliebt werden, schaffen allein
durch die Liebe ein liebevolles Kraftfeld, das immer mehr Menschen hinein zieht, die
dann ebenfalls ihre Sparsamkeit aufgeben und freigiebig mit Energien sind. Und so
wird alles immer schneller immer besser!
DAS ist das, was das Neue Bewusstsein will, und wenn man begriffen hat, dass
Energien sich genau entgegengesetzt verhalten wie Sachen, dann klappt das leichter.

Ähnlich wie mit unserem Beispiel „Liebe“ ist es mit anderen Energien auch.
Wissen weiterzugeben schafft mehr Wissen. Wissen zu behalten schafft Dummheit.
Wissen freigiebig aus-zuteilen schafft viele Wissende, und diese schaffen ein
Kraftfeld von Wissbegier. Das sind gute Wege, die sich da zeigen, je mehr man
darüber weiss, desto besser kann man sie gehen.

Freude für sich zu behalten ist zumindest für eine Weile durchaus möglich, man kann
sich still und heimlich über etwas freuen. Wenn man Freude mit Anderen teilt, freuen
diese sich jedoch auch, und die Freude nimmt zu. Nun, wenn diese Anderen noch
sehr verletzt sind und zu Missgunst neigen anstatt sich mit zu freuen, dann nehmt
andere Energien hinzu wie z.B. Respekt. Auf diese Weise wird sich die Missgunst
nicht negativ auswirken. Dann könnt ihr euch unbehelligt weiter freuen und auf die
Dauer wird die Freude stärker sein als alte Verletzungen und diese werden zu heilen
beginnen.

Lasst uns aber noch mehr Aspekte betrachten, die das unterschiedliche Verhalten von
Sachen und von Energien ganz deutlich machen.

Sachen sind statisch, Energien sind dynamisch.

Wenn man Geld unter der Matratze hortet, dann tut es nichts. Es schafft nichts Gutes
und man kann sich auch nicht wirklich darüber freuen. Geld unter der Matratze lässt
einen nicht die Welt sehen, kein schönes Auto fahren, keine leckeren Sachen essen
und keine schönen Kleider tragen, in denen man sich wohl fühlt. Geld unter der
Matratze macht auch keine anderen Menschen als Geschenk froh.
Geld unter der Matratze liegt einfach nur herum und schliesslich löst es sich sogar
auf.
Mit Geld auf der Bank ist es auf den ersten Blick komplizierter, aber im Prinzip ganz
ähnlich. Man sollte nicht zu viel dort herum liegen haben, sonst ist es eines Tages
weg und hat sich einfach aufgelöst, anstatt etwas Gutes zu schaffen.
Mit Land ist es ähnlich. Manche Leute haben viel Land und lassen es liegen, anstatt
es zu bewirtschaften. Auf die Dauer wächst es zu und ist für gar nichts gut ausser zum
Herumliegen.

Schöne Kleider, die im Schrank vermodern, Omas Porzellan, das auf dem Dachboden

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vor sich hin träumt, machen niemandem Freude und sind irgendwann brüchig und
nicht mehr zu gebrauchen.

Sachen, die herumliegen, sind sogar oft so statisch, dass sie nicht nur einfach
herumliegen, sondern sogar SCHWINDEN. (Mit Humor): „Negative Dynamik“
könnte man das nennen, wenn man Humor hätte.
Von sich aus kommen Sachen aber nicht in Bewegung. Man muss sie schon aktiv
bewegen, also etwas damit MACHEN.

Mit Energien ist das anders. Sie sind dynamisch. So wollen gar nicht aufbewahrt
werden. Wenn man sie in sich verschliesst, dann lassen sie sich das vielleicht eine
Weile gefallen, als Erinnerung an das Alte Bewusstsein, aber dann wollen sie ihrer
natürlichen Bestimmung folgen und hinaus ziehen in die Welt und unter die Leute.

Freude kann so stark werden, dass man förmlich platzt. Und dann wird man ganz von
allein Luftsprünge machen und die Freude fliessen lassen und Andere werden sich
ebenfalls freuen und die Freude vermehren.
Liebe lässt das Herz schliesslich überströmen, und wenn man viel Liebe hat, dann
wird sie sich ganz von allein auf Andere ausdehnen und sie werden sich ebenfalls
geliebt fühlen. Liebe-volle Leute lieben viel und sind ihrerseits be-liebt.

Wissen wird sich auf die Dauer auch nicht stilllegen lassen. Wer was weiss, will das
weitersagen, will sehen, wie Wissen die Welt verändert, bessere Lebensbedingungen
schafft, wie es das Leben erleichtert und zu mehr Freude und Lebendigkeit führt. Wer
was weiss, der wird irgendwann dem Wissen erlauben, seiner natürlichen
Bestimmung zu folgen und zu strömen und Andere wissend zu machen. Er wird
schreiben, etwas tun, etwas verbessern, er wird erzählen oder einfach sein Wissen
vorleben. Anstrengen muss er sich dafür nicht.

Fazit: Wenn man Energien erlaubt, ihrer natürlichen Bestimmung zu folgen, dann
strömen sie von allein und vermehren sich dabei. Es geht ganz mühelos, man muss es
nur erlauben und weniger wird gar nichts, sondern alles was strömt wird mehr.

Ein weiteres Charakteristikum ist dieses:

Sachen kann man tauschen, Energien nicht.

Man kann Geld gegen Land tauschen und Kartoffeln gegen Zigaretten. Man kann
auch Wasserrechte gegen Grenzkontrollrechte tauschen. Man kann alle Sachen gegen
alle anderen Sachen tauschen.

Man kann aber nicht Liebe gegen Wissen tauschen oder Geduld gegen Freude. Auf
den ersten Blick mag es so aussehen, als würde dergleichen manchmal vorkommen,

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aber auf den zweiten Blick sieht man, dass der Transfer anders funktioniert. Jemand
sagt einem Anderen, dass er ihn liebt, und der andere freut sich. Ist da Liebe gegen
Freude getauscht worden? Oder, in einem etwas anders gelagerten Fall, Liebe gegen
„Gegen-Liebe“? „Wenn du mich liebst, liebe ich dich auch?“ Das hat man allenfalls
im Alten Bewusstsein so verstanden, so wie man Kartoffeln gegen Heu getauscht hat.
In Wirklichkeit hat in unserem Beispiel oben eine Energie, die in Fluss war, andere
Energien ebenfalls ins Fliessen gebracht. Das kann nämlich passieren und passiert
auch regelmässig. Fliesst eine Energie gut, dann tun es andere Energien ebenfalls
bald.
Und das hat mit Tauschen nicht das Geringste zu tun.

Nun – das Neue Bewusstsein ermöglicht ja die Erfahrung ganz neuer Aktivitäten und
Verhaltensweisen, und das Fliessenlassen und Erlauben sind zwei der wichtigsten
davon. Dies ist überhaupt nicht anstrengend und ganz anders als das „Tun und
Machen“ der vergangenen Zeiten. Um etwas fliessen zu lassen, muss man gar nichts
tun, ausser das Tun selbst zu unterlassen und der Erlaubnis die Tür zu öffnen.

Silvie: Jetzt werde ich aber allmählich neugierig auf die Kombination von beiden
Gütern und Umgangsweisen.

Tio: Die kommt auch noch. Die braucht ihr nämlich und die ist wesentlich. Was ich
aber vorher noch gerne anschliessen möchte, ist die Betrachtung der „Kehrseiten“ der
Güter.

Silvie: „Negative“ Sachen?

Tio (amüsiert): Du bist ganz schön scharfsinnig! Man könnte es glatt so nennen,
wenn man Humor hätte.
„Negative Sachen“ sind also zum Beispiel „kein Geld“ und jede andere Art von
Mangel. Sind Sachen etwas, was man hat, so sind „negative Sachen“ etwas, was man
nicht hat.
Eine bestimmte negative Sache ist in eurer Welt so verbreitet, dass sie einen eigenen
Namen bekommen hat. Nämlich „kein Geld“ nennt man gewöhnlich „Schulden“.
Während man „keinem Geld“ die Negativität ansieht, scheinen „Schulden“ doch
tatsächlich etwas zu sein, das man „hat“! Was für Bände spricht da die Sprache!
Etwas Negatives ist so normal, dass es zu etwas geworden ist, das man hat!

Nun, das geht so weit, dass man „Schulden“ sogar vererben kann. Dabei benehmen
sie sich aber nicht so, wie man das von Sachen im Allgemeinen erwarten würde,
sondern genau entgegengesetzt! Das ist für die Denksportler unter euch bestimmt
sehr interessant!

Silvie (hat Spass an der Gehirnakrobatik und freut sich).

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Tio (im Hinblick auf Silvies Gegrinse): Hier macht gerade jemand aus etwas
Schlechtem etwas Gutes. Das ist auch eine Kunst.
Aber: „Schulden“ verschwinden nicht einfach, wenn man sie liegen lässt. Das tut
höchstens Geld. Schulden aber nicht. Wenn man sie liegen lässt, werden sie mehr.
Auch wenn man sie vererbt, werden die Schuldner mehr. Wenn der Erbe Glück hat,
kann er die Schulden tilgen, aber damit sind sie nur scheinbar weg, denn er hat
hinterher weniger Geld und damit erheblich mehr Geld-Mangel als vorher, was ja die
eigentliche Bedeutung von Schulden ist.

Armut verhält sich genauso, sie wird weitergegeben und vermehrt sich, und das tun
auch Nahrungsmangel, Wassermangel, unfruchtbarer Ackerboden und vieles mehr.
Getreu den Gesetzten der Polarität verhält sich also die „negative“ Seite der Sachen
wie die „positive“ Seite der Energien. Wenn man „negative Sachen“ oder Mangel
weiter gibt, wird das mehr.

Ausser man schiebt kraftvoll und wissend einen Riegel vor, dazu gleich.

Getreu der Ordnung in der Polarität verhalten sich „negative Energien“ wie Sachen.
Wenn man sie teilt, werden sie weniger. Auf den ersten Blick scheint das gar nicht zu
stimmen, aber auf den zweiten. Wir müssen heute ganz genau hingucken. Lasst und
schauen.
Was ist eine negative Energie? Pessimismus zum Beispiel. Wenn man den weiter gibt,
dann wird er doch mehr, oder?
Scheint so, aber so benimmt er sich nicht lange. Wenn man eine Weile seine
Mitmenschen mit langem Gesicht und Schwarzseherei geärgert hat, dann werfen sie
einen raus an die frische Luft. Oder wie suchen selber das Weite, um sich zu erholen.
Auf die Dauer funktioniert die Vermehrung von negativen Energien also nicht, auch
wenn sie auf den ersten Blick schon mal ansteckend wirken können. Sicher fühlt man
sich beschmutzt, wenn man in einem Raum voller Miesepeter war, aber man wird
auch den dringenden Impuls haben, von dort zu verschwinden und wieder zur
Positivität zurück zu finden.
Instinktiv scheint man alles zu meiden, was energetisch runter zieht, also „negativ“
ist, und wenn man das nicht sofort schafft, dann entsteht Leidensdruck, der einen
dazu bewegt, sich Unterstützung zu suchen.
In die guten Energien will man naturgemäss rein, aus den negativen Energien will
man naturgemäss raus. Und wenn jemand versucht, negative Energien weiter zu
geben, werden sie sich auf die Dauer nicht vermehren, sondern vermindern, weil
letztendlich niemand sie will.

(Sehr humorvoll): Und das ist auch gut so. Auf die Dauer wird das Negative weniger.
Auf die Dauer benehmen sich negative Energien so wie Sachen. Wenn man versucht
sie zu teilen, wenn man “austeilt“, wie es so schön heisst, dann wird man auf wenig

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Bereitschaft stossen, dass die ausgeteilten Energien auch angenommen werden. Und
so werden sie weniger. Niemand will letztendlich Miesepeterei, Missgunst,
Eifersucht, Hoffnungslosigkeit und Ähnliches haben. Man findet das unangenehm
und sucht das Weite, wenn es sich naht.

Und wie kommt das? Das kommt daher, dass Energien weniger träge sind als Sachen.
Was weniger träge ist, bewegt sich schneller, und es gibt nur EINE
Entwicklungsrichtung in dem Universum, in dem ihr lebt: Zu mehr Ausdehnung.
Mehr Ausdehnung bedeutet weniger Schwere, weniger Einschränkung, weniger
Negativität, mehr Gutes und Schönes.
Es gibt dabei mehr oder weniger Hin- und Her, aber im Ganzen gesehen GEHT ES
IMMER NACH VORN. Das meiste Hin- und Her ist überdies aus dem Überhang der
Gewohnheiten aus dem Alten Bewusstsein zu erklären, das eine Phase war und nun
zu Ende ist. Was davon noch nachhängt, wird auch noch verschwinden, und zwar
bald. Dann wird Entwicklung weniger bewegt verlaufen, sondern sehr viel
kontinuierlicher immer schön nach vorn, zum Wahren, Guten und Schönen hin.
Die Evolution will es so, und diese gehört zum Schöpfungsplan und ist ihrerseits
intelligent. Die Evolution weiss, dass dies ein sich ausdehnendes Universum ist mit
ALLEN DAZU GEHÖRIGEN KONSEQUENZEN. Das heisst im Klartext, ES
KANN NUR BESSER WERDEN, weil Entwicklung immer nach vorn geht. Das Alte
Bewusstsein war eine Art „Einschluss“ für Erfahrungen der negativeren Art, und das
ist jetzt vorbei. Die Hauptentwicklungsrichtung setzt sich ab jetzt wieder durch.

Ich denke, dass ihr das Wesentliche über das Verhalten von und den Umgang mit
Sachen und Energien im Alten Bewusstsein nun gut kennt.
Es wurden schwerpunktmässig Erfahrungen mit Sachen gemacht, und Energien
wurden so behandelt wie Sachen, weil der Fokus nicht auf ihnen lag.

Dies wird nun anders, und ganz wichtig ist, dass man dabei nicht einfach alles
umkehrt, sondern etwas anspruchsvoller denkt und sich an die KOMBINATION
heran wagt, von der zu berichten ich euch versprochen habe.

SACHEN werden also nicht uninteressant sein, sondern sie werden KOMBINIERT
werden mit Energien. Und zwar mit positiven Energien.
So entsteht eine ordentliche Synthese, etwas Neues, das die guten Eigenschaften von
SACHEN und ENERGIEN verbindet und damit eine höhere Stufe von Miteinander
in einer neuen Welt schafft.

Silvie: Mach doch mal Pause, mir summt schon der Kopf!

Tio: Gut, dann machen wir Pause.

(Nach einigen ganz normalen All-Tagen):

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Tio: Wenn man SACHEN mit ENERGIEN kombiniert, vereinigen sich ihre
Eigenschaften und man kann damit Entwicklungen bewirken und Situationen
schaffen, die eine ganz erstaunliche Qualität haben.

Bisher hat man diese Möglichkeit kaum in Erwähnung gezogen und kaum
angewandt, und wenn, dann unbewusst. Wenn man es gut gemacht hat, auch wenn
dies unbewusst geschah, dann kam auch etwas Gutes dabei heraus.
Manch ein Familienpatriarch hat sein Geld oder seinen Betrieb, kombiniert mit z.B.
Wertschätzung, an den Sohn weiter gegeben. Dann wurde auch was Gutes daraus.
Anstatt dass die Sache sich verminderte, hat sie sich vermehrt. So entstanden dann
und wann blühende Betriebe, Handwerke mit goldenen Böden, solider Wohlstand und
gelegentlich auch gut geerdete Kreativität, deren Produkte ihren Mann oder ihre Frau
ernährten.

Grossmutter hat vielleicht dann und wann ihre Kochrezepte mit Liebe an die Enkelin
weiter gegeben, und anstatt in einer Schublade zu verstauben, entwickelte die Enkelin
sie weiter und erfreute Familie und Gäste.

Fürst oder König gab die Regierungsgeschäfte mit Vertrauen an den Nachfolger
weiter und dieser verhalf dem Land zu noch grösserer Blüte.

So ging es gelegentlich auch im Alten Bewusstsein zu, aber nicht sehr oft. Der
Normalfall bestand darin, dass Sachen eben Sachen waren und im allgemeinen nicht
mit Energien kombiniert wurden, und dann haben sie sich eben auch wie Sachen
verhalten.

Kombiniert man klug – und mit Mässigkeit, die wollen wir hier nicht vergessen –
dann können Sachen vom Verhalten der Energien einiges übernehmen. Das heisst im
Klartext, man kann materielle Güter so richtig schön zum Blühen bringen und sie
werden sich vermehren und Gutes tun, wenn man richtig kombiniert.

Um das zu können, benötigt man allerdings zwei Voraussetzungen, die (mit Humor)
ihr inzwischen aber besitzt.
Die erste Voraussetzung ist ein gereinigter, also neuer, Emotionalkörper. Sonst macht
man es nicht richtig. Wenn zu viel untransformiertes Ego und eigennützige Interessen
im Umgang mit Sachen dabei sind, kommt nicht viel Gutes dabei heraus. Den neuen
Emotionalkörper habt ihr ja seit einigen Jahren, nun benutzt ihn bitte. Er fängt dort
an, wo der alte Emotionalkörper aufhörte. Der alte Emotionalkörper war an das
Zeitalter des Karma angepasst, er betonte das ungereinigte Ego und eigennützige
Interessen und war auf Zwist mit Anderen aus. Im Zeitalter des Karma machte das
durchaus Sinn.
Der Neue Emotionalkörper trägt die Fähigkeit zu echtem Miteinander in sich. Der

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neue Emotionalkörper hat es wesentlich leichter, Wertschätzung, Liebe und
Optimismus zu kultivieren. Er versteht auch nach und nach immer besser, dass das
Wohl einer Gemeinschaft überhaupt kein Gegensatz ist zum Wohl des Einzelnen und
dass sich beide sogar gegenseitig verstärken.
Nun – ich rede hier von Möglichkeiten, von Möglichkeiten, die mit Sicherheit auch
erreicht werden, aber sie sind nicht einfach von allein da. Der neue Emotionalkörper
ist buchstäblich „neu“, an ihn muss man sich erst gewöhnen und man darf ihn
trainieren. Also erwartet bitte keine fertigen Wunder, sondern übt. Dann habt ihr
schnell heraus, wie man gute Sachen mit guten Energien kombiniert und damit viel
Gutes schafft.

Die zweite Voraussetzung ist ein hoher Bewusstseinsstand. Den habt ihr ebenfalls,
und wer noch zögert, alles was er erkennen und verstehen kann auch tatsächlich zu
erkennen und zu verstehen, der wird ihn jedenfalls in absehbarer Zeit haben. Die
Evolution hilft euch dabei, euer Bewusstsein stetig zu erhöhen.

Bis vor kurzem hat es Sinn gemacht, dass die Menschen relativ unbewusst gelebt
haben. Anders waren die Erfahrungen des Alten Zeitalters nicht möglich. Es kann ja
nicht angehen, dass jemand im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte raubt, lügt, hasst,
sich selbst und Andere schädigt und so weiter. Das kann man nur in einer Art
geistiger Umnachtung tun, und genau das war die Lebenssituation in der Alten Zeit.
Nicht umsonst sagt man ja jetzt, die Leute wachen auf. Das tun sie tatsächlich, ihr
Bewusstsein wacht auf und die „schlechten Träume“ haben ein Ende.
Man muss schon ganz BEWUSST überlegen, was man womit kombiniert. Zum
Guten soll es ja sein...

Silvie: Das heisst also, es ginge auch zum Schlechten?

Tio: Sicher ginge das. Ihr werdet auch im Neuen Bewusstsein immer noch die Wahl
haben, was ihr tut und was ihr lasst. Ihr KÖNNT immer noch so unklug handeln, dass
ihr oder jemand anderer geschädigt anstatt gefördert werdet. Ihr werdet sogar
wesentlich MEHR die Wahl haben als jemals zuvor. Man kann nur wirklich wählen,
wenn man weiss, was man wählt und warum man das tut. Im Klartext: Man kann nur
wirklich frei wählen, wenn man BEWUSST ist. Und das seid ihr ja nun mehr als je
zuvor und euer Bewusstsein wird noch sehr viel weiter anwachsen.

Es ist nun während der Zeit des Überganges sehr wichtig, darauf zu achten, dass man
Gutes mit Gutem verbindet. Mit der Zeit wird es immer einfacher werden, aber am
Anfang ist es das noch nicht immer.

Silvie: Nenn doch mal ein paar Beispiele.

Tio: Das wollte ich gerade tun.

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Also: Jemand schreibt ein Ratgeber-Buch mit etwa dem Inhalt: „Wie werde ich in der
neuen Zeit erfolgreich?“
Wenn er sehr bewusst ist – und das bedeutet, dass er sich über eventuell vorhandene
Ego-Interessen im Klaren ist und sich entscheiden kann, sie aus dem Buch raus zu
lassen – dann wird er ein sehr unverblümt ehrliches Buch schreiben und z.B. betonen,
dass das Wohl einer Gemeinschaft identisch ist mit dem Wohl jedes Einzelnen darin.
Die Wahrheit, soweit er sie vermitteln kann, wird ihm wesentlich wichtiger sein als
der Verkaufserfolg. Auch wenn es vielleicht eine noch etwas unbequeme Wahrheit ist,
wird er sie sagen.

Silvie: Dann kann er sich aber einen Nebenjob suchen. Ein Bestseller wird das nicht.

Tio (munter): Vielleicht doch. Vielleicht gerade wegen der Ehrlichkeit. Was ich sagen
will, ist: Verbindet man Buch und Honorarerwartungen mit der Wertschätzung von
Leserschaft und Wahrheit, kommt da was Gutes bei heraus. Vielleicht wird das Buch
kein Bestseller, aber es wird etwas einbringen. Vielleicht wird es aber doch ein
Bestseller, dann kann der Autor sich noch mehr freuen und mit dem Geld, das er
übrig hat, noch mehr Gutes tun.

Sind alte Ego-Interessen im Spiel, die nicht mehr in diese Zeit gehören, wie z.B. „Ich
will damit vor allem reich und berühmt werden!“ dann werden Inhalt und
Wertschätzung leiden. Das Buch wird an den „Markt“ angepasst werden, damit es
sich vielfach verkauft und – nun, dann wird es einfach ein schlechter Ratgeber, und
man kann sich darauf verlassen, das Geld, das der Autor damit verdient, wird ihn
ebenfalls schnell wieder verlassen.
Siehst du, was ich meine?

Silvie: Ja, die Gewichtung.

Tio: Ja. Was ist das Wichtigste? Gute Sachen verbunden mit guten Energien. Das
wird was.
Da gab es einen Schriftsteller, der sagte ein einem Interview: „Ich schreibe nicht für
bestimmte Zielgruppen. Ich schreibe einfach. Und dann wird sich hinterher schon
herausstellen, wer das lesen möchte.“
Und ich sag euch was, er schrieb einen Bestseller nach dem anderen, weil er die
Gewichtung richtig verteilt hat. Er schätzte sich, und er schätzte sein Publikum, aber
er schmierte ihm keinen Honig um den Bart. Er schrieb einfach schöne Geschichten
und fragte: „Wer will das lesen? Wer hat Freude daran?“ Ihr alle kennt seine Bücher.
(1)

Am Anfang ist es vielleicht nicht immer ganz leicht zu entscheiden, was wie
gewichtet werden möchte. Und deshalb habe ich euch heute die Mässigkeit

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vorgestellt. Sie wird sehr helfen, zu erkennen, was eine gute Energie und eine gute
Sache ist und was nicht.
Das vergangene Zeithalter hat sich unter anderem durch Unmässigkeit in vielen
Bereichen ausgezeichnet. Grösser, höher, schneller, reicher, dicker. (Lustig):
Verzeihung, dünner. Dicker galt ja eher zu meinen Lebzeiten als schön. Am besten
grösser, höher, schneller, reicher, dünner als alle Anderen. Die andere Seite der
Polarität entstand dann von allein: Kleiner, chancenloser, langsamer, ärmer. Ihr
braucht euch die Reste dieser Geisteshaltung nur auf eurem Planeten anzuschauen,
dann seht ihr, was Masslosigkeit ist.

Mässigkeit ist eine enge Verwandte der Vernunft und wird helfen, die Dinge richtig
auf die Schiene zu bringen. Nicht: „Wir bauen das grösste Solarkraftwerk Europas“,
sondern: „Wir bauen ein solides Solarkraftwerk und sehen, wie es ankommt und wie
es sich auswirkt.“ Nicht: „Wir besiegen den Hunger in ganz Afrika!“ sondern: „Wir
sehen uns um, wo und wie wir in Afrika kraftvoll helfen können, den Hunger zu
mindern.“ Nicht: „Ich will die beste Mutter /der beste Vater aller Zeiten sein und
meinem Kind alles geben was es begehrt!“ sondern: „Ich bin achtsam und respektvoll
und bin eine gute Mutter/ein guter Vater und gebe meinem Kind Gutes im richtigen
Mass.“

Mässigkeit ist also sehr hilfreich, um die richtige Kombination zu finden. Sachen
schaffen dann Segen, wenn sie mit Mass und Vernunft weiter gegeben und mit den
richtigen Energien massvoll kombiniert werden. Wenn man die Menschen so sehr
liebt, dass man alle retten will, wird man sicher Schiffbruch erleiden. Wenn man sie
mit dem richtigen Mass liebt, wird man sehen, wer denn was wirklich braucht und
wird kraftvoll unterstützen können.

Verbindet euer massvolles Engagement mit Energien wie Respekt, Liebe, Vertrauen,
Optimismus, Hoffnung, Erkenntnis, Wissen, Freude und so weiter, dann werdet ihr zu
fröhlichen, angenehmen und kraftvollen Pionieren für das Neue Zeitalter. Das macht
Spass, denn die Freude und alles Gute vermehren sich mit einer solchen Haltung.

Nun sagte ich aber, es wird immer leichter werden, Gutes mit Gutem zu verbinden.
Da gibt es nämlich etwas, was euch ganz von allein zuwächst, bzw. was im
Programm der Evolution ist und jetzt nach und nach bei immer mehr Menschen
gestartet wird:

Die oberen Chakren öffnen sich. Ihr besitzt eine Vielzahl von Energiezentren über
euren Köpfen, ausserhalb des physischen Körpers, von denen die ersten vier zur Zeit
von Bedeutung sind. (Lustig): Keine Angst, die anderen Chakren kommen später
auch noch dran. Eure Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende, es kommen noch
viele Abenteuer auf euch zu!
Nun, die vier Chakren über euren Köpfen verbinden euch mit dem Wissen, das ihr

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jetzt, im beginnenden Zeitalter des Neuen Bewusstseins, brauchen werdet und das ihr
benötigt, um eine gute neue Welt nicht nur zu erträumen, sondern sie im Alltag zu
erschaffen, real existierend und wirklich zum Anfassen. Die wichtigste Information,
die diese vier Chakren für euch haben, heisst auf den Punkt gebracht:

„Ihr seid nicht mehr allein.“

Positiv ausgedrückt: Ihr seid alle miteinander verbunden. Ich habe mir allerdings
etwas dabei gedacht, diesen Satz erst einmal in der negativen Form auszudrücken. Im
Alten Bewusstsein konnte man seine Erfahrungen am effektivsten in einem inneren
Zustand der VEREINZELUNG machen. So ging das konsequent und schnell, und ihr
brauchtet keine Hunderttausende von Jahren im Dunkeln umher zu tappen. Die
oberen Chakren – diejenigen über euren Köpfen – waren während dieser Zeit
abgeschaltet. Das war bei allen Menschen so ausser bei ganz wenigen, die ich die
„Bewahrer“ nenne und die dafür gesorgt haben, dass altes Wissen und vor allem das
alte Wissen um Verbundenheit nicht komplett verloren ging. Diese Leute waren
einige erleuchtete Meister und – vor allem – einige der „Naturvölker“ bei euch auf
Erden. Von denen wussten viele die ganze Zeit Bescheid! Meist lebten sie lange Zeit
auf Inseln, und auf einem Kontinent, der als ganzer eine grosse Insel ist – Australien
nämlich – oder sie wohnten „isoliert“ auf anderen Kontinenten. Das war sinnvoll,
damit sie nicht mit der Hauptströmung der menschlichen Erfahrung in Berührung
kamen und ihr Wissen bewahren konnten. Vor einigen Jahrhunderten begannen sie
damit, das bewahrte Wissen langsam wieder in das allgemeine Kraftfeld
menschlichen Wissens einzuspeisen und inzwischen ist es so weiter erstarkt, dass die
Öffnung der oberen Chakren beginnen kann.

Diese Chakren ermöglichen euch, wenn sie aktiv sind, ein sehr tiefes Verständnis von
Verbundenheit, nicht in dem etwas unbeholfenen Sinne, dass ihr „euer Nachbar seid“,
sondern in dem entwickelten Sinne, dass ihr und euer Nachbar der Menschheit
angehört und beide, so wie alle Menschen, einen göttlichen Kern in euch tragt, ob
man diesen nun schon sieht oder noch nicht. Diese Chakren werden euch rascher als
ihr euch jetzt vorstellen könnt wieder ermöglichen, wirkliche Gemeinschaften
aufzubauen, in denen man einander ganz natürlich fördert und seine Kräfte
vervielfacht, indem man sie auf ein gemeinsames Ziel bündelt. Dieser Prozess hat vor
einigen Jahren begonnen und beschleunigt sich jetzt immer mehr.
Dieser Evolutionsschritt wird es immer leichter machen, dass auch der „Einzelne“ –
nicht der „Vereinzelte“ – sicher spürt, was wann gut und richtig ist und welche
Energien sich mit welchen Sachen zu verbinden empfiehlt. Und die Mässigkeit wird
ganz still und leise dabei stehen und aufpassen.

So, ihr Lieben, das war das Wichtigste für heute. Ich denke, es war eine Menge Neues
dabei. Dann übt mal schön damit und habt Freude dabei!

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Silvie: Danke, Tio, aber ich habe die ganze Zeit etwas Wichtiges im Hinterkopf, das
ich dich fragen will. Auf diese Frage sind viele Leser bestimmt ebenfalls gekommen.

Tio: (lacht): Meinst du im Ernst, dass dein Hinterkopf der richtige Aufbewahrungsort
für eine kluge Frage ist? Wenn es denn eine ist, eine kluge.

Silvie: (muss erstmal einige Minuten lachen und ein Päuschen machen): Aaach, das
wird immer schlimmer mit dem! Könnt ihr euch vorstellen, was ich aushalten muss,
liebe Leser, wenn ich jeden Tag mit diesem Typen arbeite?

Tio (munter): Ist alles Liebe, was ihr da lest, ihr Lieben! Die Silvie hat viele Vorteile
durch mich, z.B. spart sie sich das Bücherlesen! (Beiseite, mit gefühltem
Bühnenflüstern): Aber dazu ist sie sowieso zu faul!

Nun aber – was ist das denn für eine Frage?

Silvie: Wie verhält es sich mit ZEIT? Zeit ist doch auch eine Energie und keine
Sache. Lässt die sich überhaupt kombinieren und wenn ja, wie?

Tio (kann die Witzelei einfach nicht lassen): Vielleicht hättest du die Frage doch
woanders aufbewahren sollen als im Hinterkopf!
Nun aber im Ernst:
Zeit ist etwas ganz anderes. Zeit ist weder eine Energie noch eine Sache. Zeit ist eine
BEDINGUNG.

Silvie: Sachen brauchen doch Zeit, um zu entstehen.

Tio: Und sie brauchen auch Zeit, um wieder zu vergehen.


Das ist ja gerade die Bedingung. Es ist sogar eine GRUNDLEGENDE Bedingung,
eine CONDITIO SINE QUA NON. Was aus dem Lateinischen übersetzt heisst, eine
Bedingung, ohne die nix (genau das hat er gesagt) geht. Wo Materie ist, da ist auch
Zeit. Sie kann sich sehr unterschiedlich verhalten, aber sie ist immer dabei. Ohne sie
geht nix. Keine Zeit – keine Materie. Keine Materie – kein Universum wie eures.
Kein Universum wie eures – keine Menschen wie ihr es seid. Keine Menschen wie
ihr es seid – keine Entwicklung wie ihr sie kennt.

Silvie: Dann ist die Zeit mit dem Urknall entstanden?

Tio: Nein, sagen wir lieber, sie war schon da drin, im Urknall. So klein zusammen
gefaltet, dass sie beinahe zeitlos war. So wie die Materie so klein zusammengefaltet
war, dass sie beinahe ein Nichts war. Aber – das menschliche Gehirn kann mit dem
Begriff „Null“ und „Nichts“ nicht umgehen, deswegen ist das Urknall-Ereignis nur
andeutungsweise für euch zu verstehen.

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Silvie (kann die Witzelei auch nicht lassen): Na komm, für Anfänger reicht's schon!

Tio: Dann versuchen wir es mal. Zwischen den kleinsten Bausteinen der Materie war
also fast nichts, so gut wie nichts, und die einzelnen Zeitabschnitte waren fast nicht
existent.
Nach dem Urknall begann die Zeit sich dann zu entfalten, genau wie die Materie, zu
der sie gehört wie zwei Seiten einer Münze zusammen gehören.

Silvie: Dann wären auch Universen ohne Zeit denkbar?

Tio: Ich denke schon, dass so etwas durchaus denkbar ist, nicht nur denkbar wäre.
Das gibt es sicher. Nur könnt ihr da nicht hin, und ich auch nicht. Solche Universen
würden ganz anders sein als eures.

Silvie: Das interessiert mich aber jetzt. Du existierst doch ausserhalb der Zeit, oder?
Wieso kannst du dann nicht ausserzeitlich reisen?

Tio: Sagen wir lieber, die Zeit zeigt mir ein anderes ihrer vielen Gesichter. Ich lebe in
diesem Universum, in demselben Universum wie ihr, und ich war viele Male als
Mensch unterwegs, also lebe auch ich in der Zeit. Ich kann nicht AUSSERHALB der
Zeit reisen, aber kann IN der Zeit reisen, was mir leichter fällt als euch, da ich keinen
Körper mitnehmen muss. In einem sehr eng definierten Sinne bin ich nicht mehr
materiell, aber ich bin immer noch ein Bestandteil eures Materie enthaltenden
Universums. (Milde und mit leisem Humor): So wie ich bin, habe ich einen grossen
Radius, ich komme ziemlich viel herum, und damit bin ich recht zufrieden.

Aber, meine Süsse, das ist eine andere Geschichte, die an einem anderen Tag erzählt
werden soll.

Ich danke dir und ich danke allen Leserinnen und Lesern!

Habt eine gute – ZEIT – bis zum nächsten Mal.

Liebe Grüße
Euer Tio

(1) Michael Ende. Er sagte das sinngemäss vor Jahren in einem Fernseh-Interview, das ich (Silvie)
gesehen habe. Leider weiss ich Datum und Namen der Sendung nicht mehr.

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