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Das solltet ihr in Leipzig gesehen haben Это стоит посмотреть в Лейпциге

Leipzig ist eine geschichtsträchtige (исторически значимый) Stadt mit vielen bedeutenden
Bauwerken – zu vielen für einen kurzen Städtetrip am Wochenende. Diese drei
Sehenswürdigkeiten solltet ihr aber auf keinen Fall (ни в коем случае) verpassen (упускать,
пропускать).
Thomaskirche
Untrennbar (неразрывно) verbunden mit Johann Sebastian Bach: die Thomaskirche
Die Thomaskirche ist vor allem bekannt geworden durch einen ihrer Kantoren
(руководитель): Johann Sebastian Bach. In seiner Zeit als Thomaskantor hat er Musik für die
Gottesdienste (церк. Служба) geschrieben. Seit 1950 befindet sich sein Grab in der
Thomaskirche. Als Thomaskantor war er auch für den Thomanerchor zuständig (отвечал за),
den es heute immer noch gibt. Dieser Chor wurde 1212 gegründet und ist damit einer der ältesten
Knabenchöre Deutschlands.
Die Thomaskirche selbst ist nach der Nikolaikirche die zweitgrößte in Leipzig. Der
heutige Bau stammt aus der Spätgotik und wurde Ende des 15 Jahrhunderts
errichtet(возводить). Der charakteristische Renaissance-Turm (башня) kam im 16.
Jahrhundert hinzu (была пстроена) und erhielt (приобрела) erst 1702 sein jetziges Aussehen.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden Fassade und Innenraum umgestaltet
(реконструирована). Das Dach der Kirche ist eines der steilsten (крутых) Giebeldächer
(двускатные крыши) in Deutschland.
In der Thomaskirche befinden sich zwei Orgeln. Die ältere wurde Ende des 19.
Jahrhunderts von Wilhelm Sauer gebaut. Da sich die Werke von Johann Sebastian Bach auf
dieser Orgel nicht so gut spielen lassen (нельзя было хорошо сыграть), wurde im Bach-Jahr
2000 eine weitere Orgel fertiggestellt. Die neue Orgel aus der Werkstatt (мастерская) von
Gerald Woehl wurde in traditioneller Bauweise (исполнение) konstruiert (создан), sodass
чтобы barocke Orgelmusik besser wiedergegeben (исполнять) werden kann.

Völkerschlachtdenkmal (Памятник битве народов)


Das Völkerschlachtdenkmal erinnert an eine blutige Schlacht.
Wenn man nach Leipzig reist, sieht man das bekannteste Wahrzeichen der Stadt schon
von Weitem (издалека): das Völkerschlachtdenkmal. Es ist 91 Meter hoch und bis zu 126 Meter
breit. Damit gehört es zu den größten Denkmälern in Europa. Das Völkerschlachtdenkmal
erinnert an die bis dahin größte Massenschlacht der Geschichte: Vom 16. bis 19. Oktober 1813
kämpften über eine halbe Million Soldaten aus ganz Europa in der sogenannten Völkerschlacht
gegeneinander. Diese wichtigste Schlacht der Befreiungskriege (война за независимость) gegen
die napoleonische Herrschaft in Deutschland endete mit einer Niederlage (поражение)
Napoleons gegen die verbündeten (союзнические) Heere (армии) der Österreicher, Preußen,
Russen und Schweden. In der Folge (результат) zog sich (покинул) Napoleon aus Deutschland
zurück. Die Zahl der Menschen, die bei den Kämpfen getötet wurden, wird auf 90.000 bis
120.000 Menschen geschätzt (оценивается).
Das Denkmal wurde nach 15-jähriger Bauzeit am 18. Oktober 1913 – also genau 100
Jahre nach der Völkerschlacht – eingeweiht (открыт). Insgesamt wurden 26.500 Steinblöcke
(кам. Бл) verbaut (построено). Besucher können zu Fuß oder mit dem Fahrstuhl auf eine
Aussichtsplattform (смотр. Площадка) gelangen, die einen wunderbaren Blick über Leipzig
und das Leipziger Umland (окрестности) bietet.

Gewandhaus
Der heutige Bau ist bereits уже das dritte Gewandhaus. Weltberühmt sind das
Gewandhaus und das Gewandhausorchester. 175 Musiker spielen in dem Sinfonieorchester, das
damit das größte Berufsorchester weltweit ist. Zugleich gilt es als ältestes bürgerliches
Konzertorchester Deutschlands, denn es wurde Mitte des 18. Jahrhundert von Leipziger
Kaufleuten gegründet.
Seit seiner Gründung hatte das Gewandhausorchester mehrere Häuser (места
проведения). Zunächst diente ein bereits im 15. Jahrhundert erbautes Gebäude in der Leipziger
Altstadt als Spielstätte. Ursprünglich handelten dort Kaufleute mit Tuch- und Wollwaren(ткань
и шерсть), weswegen (поэтому) das Gebäude bald "Gewandhaus" genannt wurde. Ende des 19.
Jahrhunderts wurde für das mittlerweile städtische Orchester ein neues, größeres Gewandhaus
gebaut, das allerdings im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Das dritte Konzertgebäude, das heutige
Gewandhaus, wurde 1981 fertiggestellt und befindet sich auf dem Augustusplatz. Von außen
(снаружи) hat man durch die Glasfront (стекл. Фасад) einen direkten Blick (открывается) auf
ein beeindruckendes (впечатляющую), 714 Quadratmeter (площадью…) großes
Deckengemälde des Leipziger Künstlers Sighard Gille.
Im Inneren des Gewandhauses befinden sich zwei Säle. Der „Große Saal“ besitzt eine
hervorragende Akustik und bietet Platz für 1.900 Konzertbesucher. Das Gewandhaus ist vor
allem auch durch seine Kapellmeister zu dem geworden, was es heute ist. Berühmte
Gewandhauskapellmeister waren unter anderem Felix Mendelssohn Bartholdy, Kurt Masur und
Herbert Blomstedt.

Glossar
geschichtsträchtig – so, dass etwas eine besondere Geschichte hat
Kantor, -en/Kantorin, -nen – der Leiter/die Leiterin eines Kirchenchors, der/die auch für die
Kirchenmusik verantwortlich ist
Thomanerchor – der Chor der Thomaskirche
Knabenchor, -chöre (m.) – ein Chor, in dem nur Jungen singen
Spätgotik (f., nur Singular) – ein europäischer Kunst- und Architekturstil von etwa 1350 bis
1520
charakteristisch – typisch; sehr auffällig
Renaissance (f., nur Singular, aus dem Französischen) – ein europäischer Kunst- und
Architekturstil, in Deutschland vor allem im 16. und frühen 17. Jahrhundert
Fassade, -n (f.) – der äußere, vordere Teil eines Gebäudes
etwas umgestalten – etwas ein neues Aussehen geben
Giebeldach, -dächer (n.) – ein Dach, dessen zwei Flächen schräg gegeneinander stehen
Orgel, -n (f.) – ein Musikinstrument mit Tasten wie bei einem Klavier und vielen
unterschiedlichen Pfeifen
etwas konstruieren – hier: etwas planen und bauen
barock – in einem Stil aus der Zeit von etwa 1600 bis 1750
***
Wahrzeichen, - (n.) – eine Sehenswürdigkeit (z. B. ein Bauwerk), die charakteristisch für einen
Ort oder ein Land ist
Massenschlacht, -en (f.) – ein Kampf zwischen zwei sehr großen Gruppen von Soldaten in
einem Krieg
Heer, -e (n.) – der Teil der Armee, der auf dem Land kämpft
Denkmal, Denkmäler (n.) – eine Figur, ein Bauwerk oder ein Ort, das an ein Ereignis oder an
eine Person erinnert
sich verbünden – sich mit jemandem zusammentun (z. B. um gegen jemand anderen zu
kämpfen)
Preußen (n., nur Singular) –Staat innerhalb des Deutschen Reiches; nach dem Zweiten
Weltkrieg aufgelöst
sich zurückziehen – hier: etwas verlassen; von etwas weggehen
etwas schätzen – hier: die Größe einer Menge nur ungefähr bestimmen
etwas einweihen – etwas Neues (z. B. ein Bauwerk) feierlich eröffnen
Aussichtsplattform, -en (f.) – eine Art Terrasse auf einem Gebäude, von der man einen weiten
Blick auf die Gegend hat
***
Umland (n., nur Singular) – die Region oder das Gebiet um eine Stadt
Gewand, Gewänder (n.) – ein Kleidungsstück; auch: die Kleidung
Sinfonie, -n (f.) – ein Musikstück, das für ein Orchester geschrieben wurde und aus mehreren
Teilen besteht
bürgerlich – hier: nicht aus dem Adel, nicht kirchlich, nicht bäuerlich
Haus, Häuser (n.) –hier: das Gebäude, in dem Aufführungen und Konzerte stattfinden
(→Spielstätte)
Spielstätte, -n (f.) – ein Ort oder das Gebäude, in dem Aufführungen oder Konzerte stattfinden
Glasfront, -en (f.) –eine Vorderseite eines Gebäudes, die zum größten Teil aus Glas besteht
Akustik, -en (f.) – hier: die Wirkung von Klängen und Musik in einem Raum
Kapellmeister, - (m.) – der musikalische Leiter eines Orchesters