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Contents

AKUTES KORONARSYNDROM 2..............................................................................................................3


AKUTES KORONARSYNDROM.................................................................................................................4
ANGINA TONSILLARIS.............................................................................................................................6
ANGINA TONSILLARIS 2..........................................................................................................................7
APOPLEX.................................................................................................................................................8
APOPLEX 2..............................................................................................................................................9
APPENDIZITIS..........................................................................................................................................9
ASTHMA BRONCHIALE..........................................................................................................................10
BANDSCHEIBENVORFALL......................................................................................................................10
BANDSCHEIBENVORFALL 2...................................................................................................................11
BRONCHIALKARZINOM.........................................................................................................................12
CHOLELITHIASIS....................................................................................................................................14
COVID-19 (CORONA VIRUS DISEASE)....................................................................................................14
DIABETES MELLITUS.............................................................................................................................16
DIABETES MELLITUS 2..........................................................................................................................17
ENDOKARDITIS.....................................................................................................................................17
EPILEPSIE IM KINDESALTER..................................................................................................................19
EPILEPTISCHER ANFALL BEI PYREXIE IM KINDESALTER.........................................................................20
EPILEPTISCHER ANFALL........................................................................................................................22
FAHRRADUNFALL 2...............................................................................................................................22
FAHRRADUNFALL.................................................................................................................................23
FAHRRADUNFALL (HANDGELENKSFRAKTUR).......................................................................................25
GASTROÖSOPHAGEALE REFLUXKRANKHEIT.........................................................................................26
GICHT...................................................................................................................................................27
HÄMORRHOIDEN.................................................................................................................................29
HERZINSUFFIZIENZ...............................................................................................................................29
HWS SYNDROM....................................................................................................................................30
HWS-SYNDROM 2.................................................................................................................................31
HYPERTHYREOSE..................................................................................................................................32
HYPERHYREOSE 2.................................................................................................................................32
HYPOGLYKÄMIE....................................................................................................................................33
HYPOKALIÄMIE UNTER DIURETIKAEINNAHME.....................................................................................33
HYPOTHYREOSE....................................................................................................................................35
HYPOTHYREOSE 2.................................................................................................................................36
KARPALTUNNELSYNDROM ODER HWS.................................................................................................37

1
KINDESMISSBRAUCH............................................................................................................................38
KOLONKARZINOM................................................................................................................................40
KRAMPFANFALL (EPILEPSIE).................................................................................................................40
LEBERZHIRROSE 2.................................................................................................................................42
LEBERZHIRROSE....................................................................................................................................43
METABOLISCHES SYNDROM.................................................................................................................45
METABOLISCHES SYNDROM 2..............................................................................................................46
MIGRÄNE MIT AURA............................................................................................................................47
MIGRÄNE MIT AURA 2..........................................................................................................................47
MORBUS CROHN..................................................................................................................................48
MORBUS HODGKIN..............................................................................................................................50
MYOKARDINFARKT...............................................................................................................................50
NEURITIS VESTIBULARIS.......................................................................................................................51
OBERE GASTROINTESTINALE BLUTUNG 2.............................................................................................52
OBERE GASTROINTESTINALE BLUTUNG (OGB).....................................................................................53
OBSTIPATION........................................................................................................................................54
ÖSOPHAGUSKARZINOM.......................................................................................................................55
PATELLALUXATION...............................................................................................................................55
PERIPHERE ARTERIELLE VERSCHLUSSKRANKHEIT (pAVK).....................................................................56
PAVK 2 SCHAUFENSTERKRANKHEIT......................................................................................................57
PNEUMONIE.........................................................................................................................................58
PNEUMONIE 2......................................................................................................................................58
POLYTRAUMA (FAHRRADUNFALL).......................................................................................................60
PROSTATAHYPERPLASIE.......................................................................................................................61
SCHÄDEL-HIRN-TRAUMA (SHT) BEIM KIND..........................................................................................62
SPRUNGGELENKFRAKTUR....................................................................................................................63
SYNKOPE 1............................................................................................................................................64
SYNKOPE 2............................................................................................................................................64
SYNKOPE (HYPOGLYKÄMIE)..................................................................................................................65
TONSILITIS............................................................................................................................................66
TUBERKULOSE......................................................................................................................................67
TVT 2....................................................................................................................................................68
TVT (TIEFE VENENTHROMBOSE) PHLEBOTHROMBOSE........................................................................69
ULCUS DUODENI..................................................................................................................................70
ULCUS VENTRICULI...............................................................................................................................71
UROLITHIASIS 2....................................................................................................................................71

2
UROLITHIASIS.......................................................................................................................................73
VERKEHRSUNFALL................................................................................................................................74
VERTIGO...............................................................................................................................................75
VERTIGO 2............................................................................................................................................76

AKUTES KORONARSYNDROM 2
Herr Peter Schulz, ein 50-jähriger Patient, 78 kg schwer und 180 cm groß. Der Patient stellte sich in
der Notaufnahme mit seit heute bestehender, zunehmender und retrosternaler Schmerzen mit
Ausstrahlung in die li. Schulter und in den Hals. Zudem gab er an, dass die Schmerzen plötzlich
aufgetreten seien. Die Schmerzintensität habe er mit 8 von 10 bewertet. Darüber hinaus seien dem
Patienten folgende Begleitsymptome aufgefallen: kalter Schweißausbruch und Nausea. Des weiteren
erzählte der Patient, dass er ähnliche Beschwerden schon vor 3 Monaten mehrmals gehabt habe
aber nicht so intensiv und damals seien die Schmerzen nur bei Belastung aufgetreten aber heute
seien die Schmerzen auch in der Ruhe anwesend. Die Fragen nach Tachykardie, Beinödeme, Pyrexie,
Tussis und Dyspnoe wurden verneint. Der Patient erwähnte, dass er keine Medikamente gegen die
Schmerzen eingenommen habe. Die vegetative Anamnese war bis auf gelegentliche Insomnie
unauffällig.

Vorerkrankungen:

aHT seit 15 Jahren mit Ramipril 1-0-1-0 und HCT 12,5 mg behandelt

HLP sie 15 Jahren mit Simvastatin 20 mg eingestellt

DM Typ II mit Metformin 1000 mg 1-0-1-0 behandelt

Der Patient sei vor 5 Jahren wegen Sprunggelenkfraktur operiert worden.

Allergien und Unverträglichkeiten: Penicilin (Dyspnoe als Reaktion),keine Unverträglichkeiten

Noxen: Raucher seit 15 Lebensjahr mit 1 Schahtel pro Tag(15py) Alkohol: Alkoholkonsum 1 Flasche
Wein pro Woche. Drogenkonsum wurde verneint.

Familienanamnese: Vater mit 35 Jahren an MI gestorben. Mutter mit 80 Jahren an Colonkarzinom


gestorben. Großvater und Onkel hätten MI erlitten.

Sozialanamnese: sei geschieden, habe einen Sohn, lebe alleine, sei Lehrer.

V.D. Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf eine ACS hin.

D.D. Differenzialdiagnostisch kommen in Betracht: Perikarditis, Lungenembolie, Aortendissektion,


Pneumothorax, GERD, Boerhave Syndrom.Zur weiteren Abklärung sollten folgende Maßnahmen
durchgeführt werden: körperliche Untersuchung, Labor: BB,CRP, BSG, BZ, HBA1c, Herzenzyme, D-
Dimere, EKG, TTE, TEE, Herzkatheteruntersuchung, Rö-Thorax.

Falls sich die Verdachtsdiagnose bestätigt, empfehle ich folgende Therapie: stationäre Aufnahme,
Vitalzeichen und Überwachung, Analgesie, ACE-Hemmer, Beta Blocker, Heparin,,
Herzkatheteruntersuchung, PTCA.

A-P Gespräch

3
Der Patient hat schnell aber deutlich gesprochen. Was habe ich? Was ist das? Warum habe ich
Schmerzen? Was werden sie mit mir machen?

A-A Gespräch

Was können sie in der EKG sehen? er Infarkt kann alle Herzmuskelschichten (transmuraler
Herzinfarkt) oder nur Teile davon (Innenschichtinfarkt) betreffen. Im Nachhinein lässt das EKG eine
Unterscheidung zu. Wenn größere Herzmuskelanteile zerstört sind, verläuft die ST-Strecke im EKG
mit einer Hebung. Ein Herzinfarkt ohne Hebung der ST-Strecke ist meist Ausdruck eines geringen
Herzmuskelschadens durch einen Innenschichtinfarkt.

Daher wird der Herzinfarkt in zwei Gruppen eingeteilt:

Nicht-ST-Hebungsinfarkte (Non-STEMI): Meist Ausdruck eines kleineren Herzinfarkts, bei dem nur die
inneren Schichten der Herzmuskulatur geschädigt sind. In der Klinik werden auch hier im weiteren
Verlauf noch 2–9 % tödliche Komplikationen beobachtet.

ST-Hebungsinfarkte (STEMI): Der Herzinfarkt umfasst alle Herzmuskelschichten. Hier muss selbst
nach Aufnahme in die Klinik noch mit einer Sterblichkeit von 10–20 % gerechnet werden.

Arten von Operationen? Offene Operationen und Laparoskopische.

Was ist eine Kontraidikation? Eine Kontraindikation ist ein Faktor (z.B. Alter, bestimmte
Vorerkrankungen, Verletzungen etc., aber auch Zustände wie z.B. Schwangerschaft), der gegen eine
bestimmte diagnostische oder therapeutische Maßnahme (z.B. die Verabreichung eines
Medikaments) spricht. Wird eine Kontraindikation ignoriert, kann daraus die Schädigung eines
(Organ-)Systems oder die Verschlechterung einer bestehenden Grunderkrankung resultieren.

Was ist ein Bypass? Als Bypass bezeichnet man die natürliche oder künstlich angelegte Umgehung
eines Blutgefäßabschnittes über einen zweiten Blutleiter. Die meisten Bypass-Operationen sind mit
einem signifikanten operativen Risiko behaftet, die Indikationsstellung sollte daher nur nach
Abwägung aller alternativen Therapieoptionen gestellt werden. Die Operation behandelt nicht die
zugrunde liegende Erkrankung, sondern stellt nur symptomatisch eine bessere
Durchblutungssituation her. Typische Indikationen für eine Bypass-Operation sind daher nicht anders
behandelbare Gefäßverschlüsse, hochgradige Stenosen oder Thrombendangitiden.

Fachbegriffe: Extraktion invasiver Eingriff, bei dem die Körperintergrität verletzt wird. Pulsoxymetrie
Sauerstoffsättigung

AKUTES KORONARSYNDROM
Herr Peters, ein 64-jähriger Patient, stellte sich bei uns wegen seit heute morgen bestehender,
starker, druckender, retrosternaler (merh linksseitiger) Schmerzen vor. Darüber hinaus, gab er an,
dass die Schmerzen nach dem Aufstehen aufgetreten seien und sich nach einer stressigen Situation
verstärkt hätten und in den linken Arm ausstrahlen würden. Der Patient klagte auch über Nausea
ohne Emesis. Ähnliche Beschwerden habe der Patient vor einer Woche gehabt, aber sie seien von
selbst abgeklungen. Seit 3 Wochen habe der Patient Tussis ohne Sputum. Wegen den o.g.
Beschwerden sei der Patient beim Hausarzt gewesen, aber der habe laut Patienten nichts
angeordnet. Die Fragen nach Dyspnoe, Orthopnoe, Nykturie oder Beinödemen wurden verneint. Die
vegetative Anamnese sei unauffällig.

An Vorerkrankungen leide er seit 10 Jahren an DM Typ II sowie einer aHT.

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Z.n. Kreuzbandplastik rechts vor 5 Jahren. Die Operation sei komplikationslos verlaufen.

Vormedikation:

Ramipril 10 mg 1-0-1, Metformin 1000 mg 1-0-0, HCT 2,5 mg 0-0-1

Allergien: Beim Patienten seien keine Allergien bekannt.

Noxen: Patient sei Raucher, rauche 10 Zigaretten tgl. 20 Jahre lang (10py). Er trinke gelegentlich 1
Glas Wein am Wochenende. Drogenkonsum wurde verneint.

Familienanamnese: Mutter leide an Kolonkarzinom und Vater sie an MI mit über 80 Jahren
verstorben.

Sozialanamnese: Der Patient sei geschieden, habe einen gesunden Sohn und arbeite als Lehrer.

Am Ende des Gesprächs, berichtete er zusätzlich, dass er vor 6-7 Tagen einen Fahrradunfall gehabt
habe. Er sei auf die linke Seite gefallen und habe sich den Thorax gestoßen. Er habe nur ein Hämatom
an der betroffenen Stelle. Anhand der anamnestischen Angaben besteht der Verdacht auf eine KHK.
Differenzialdiagnostisch kommen noch MI, Pneumothorax oder Ripperfraktur wegen des
Fahrradunfalls.

A-A Gespräch

Was ist Nitrat? Warum nutzen wir es? Nitrate sind die Salze und Ester der Salpetersäure. Nitrate
bewirken pharmakologisch die vermehrte Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO) durch
Endothelzellen. NO aktiviert die Guanylatcyclase, was zu einer Bildung des Second Messengers cGMP
und zu einem Abfall des intrazellulären Calciums führt. Dadurch kommt es zu einer Relaxation der
Gefäßmuskulatur. Durch diesen Wirkmechanismus erweitern Nitrate die venösen Kapazitätsgefäße
und vermindern den Blutrückfluss zum Herzen, was eine Senkung der Vorlast und eine verbesserte
Durchblutung des Herzmuskels nach sich zieht. Die Symptome einer durch Minderperfusion
ausgelösten Angina pectoris bessern sich dadurch. In höherer Dosierung kommt es zusätzlich zur
Weitstellung der arteriellen Gefäße und damit zu einer Nachlastsenkung.

Warum machen wir eine EKG? Um Myokardinfarkt auszuschließen.

Was kann man auf einem Röntgenbild mit Pneumothorax sehen? Im Röntgenbild sieht man die
Luftansammlung über der Lungenspitze, daher der Name „Spitzenpneumothroax“. Ein
Spitzenpneumothorax wird meistens im Röntgenbild bemerkt und macht selten Beschwerden.

Wie werden sie eine Patientin mit Oligomenorrhö untersuchen?

Was ist eine Patientenverfügung? Worauf müssen wir achten? Eine Patientenverfügung ist eine
Willenserklärung für den Fall der eigenen Entscheidungsunfähigkeit im Krankheitsfall. Ärzten ist es
nur erlaubt, einen medizinischen Eingriff vorzunehmen, wenn der Patient dem zuvor zugestimmt hat.
Wenn jemand für bestimmte Situationen die Entscheidung festlegen möchte, dass diese Eingriffe
nicht vorgenommen werden sollen, kann er dies in einer Patientenverfügung niederschreiben. Früher
wurde die Verfügung auch Patiententestament genannt, von diesem Begriff wird jedoch zunehmend
Abstand genommen, da ein Testament ja erst nach dem Tod eines Menschen in Kraft tritt.

5
ANGINA TONSILLARIS
Frau XY, eine 60-jährige Patientin (169 cm groß, 89 kg schwer) hat sich wegen seit 8 Tagen
auftretender Halsschmerzen mit Tussis vorgestellt. Die Patientin klagte über verstopfte Nase (meine
Nase ist dicht), die mit gelblich-grünem nasalem Ausfluss einhergehe. Des weiteren berichtete sie
unter Cephalgie, Druckgefühl im Kopf und Abgeschlagenheit zu leiden. Die Cephalgie werde im
ganzen Körper verspürt und verstärke sich beim Bücken. Sie fühte hinzu, unter Dysphagie (ich kann
nicht gut schlucken) zu leiden, die auf eine Odynophagie (Schmerzen beim Schlucken) und ein
Kloßgefühl im Hals zurückzuführen sei. Die Symptomatik sei von Pyrexie von 39 C und alternierenden
Kältegefühl uns Schwitzen ohne Schüttelfrost begleitet. Gegen Pyrexie habe sie voon ihrem Hausarzt
Ibuprofen verschrieben bekommen, jedoch habe die Einnahme nur eine geringfügige Fiebersenkung
herbeigeführt. Die Fragen nach Dyspnoe, Lymphknotenschwellungen, Dysphnonie, Gliederschmerzen
sowie gastrointeastinalen Beschwerden wurde verneint. Aus der vegetativen Anamnese hat sich
ergeben, dass der Urin dunkler dunkler als sonst verfärbt sei und ihr Durchschlafen aufgrund des
nächtlichen Reizhustens gestört sei. Zudem leide sie seit Jahren unter Obstipation.

Vorerkrankungen:

Folgende Erkrankungen seien bei ihr bekannt:

aHT seit 1 Jahr. Sie erwähnte, dass sie trotz der Empfehlung des Hausarztes die Antihypertensiva
nicht nehme, weil ihr davon schwindelig werde. Nephrolitiasis vor 2 Jahren, der Stein sei Spontan
abgegangen. Lumbago seit langem. Klavikulafraktur vor 20 Jahren, wurde konservativ versorgt.Sie sei
vor 1 Jahr wegen einer Angiografie stationär aufgenommen .. Laut der Patientin war die
Untersuchung unauffällig. Sie sei bisher noch nie operiert worden.

Allergien und Unverträglichkeiten: Bei der Patientin seien Pollenallergie(gegen Birkenpollen) und
Penicilinallergie(äußert sich durch Exanthem) bekannt. Abgesehen von gelegentlichen Einnahmen
von Cetirizin(gegen die Polenallergie) und Ibuprofen (gegen Lumbago) nehme sie keine Medikamente
regelmäßig ein.

Noxen: Sie sei Raucherin(20py) und trinke täglich 2-3 Gläser Wein. In der Jugend habe sie am
Wochenende mehrmals Joint geraucht, aber momentan nicht mehr.

Familienanamnese: Vater sei an Bronchialkarzinom mit Alter von 60 Jahren verstorben, der ein
starker Kettenraucher gewesen sei. Mutter leide an Demenz(sie ist vergesslich geworden)und wohne
im Moment in einem Heim. Sie habe zu ihren Geschwistern kein Kontakt. Sie habe eine Tochter, die
seit 4 Tagen unter ähnlichen Beschwerden leide.

Die gynäkologische Anamnese ergab eine Menopause im 55 Lebensjahr. Ansonsten sei dieser Teil der
Anamnese unauffällig.

Sozialanamnese: Sie sei Verkäuferin von Beruf und wohne zurzeit mit ihrem Lebensgefährten und
ihrer 17-jährigen Tochter in einer Wohnung.

P-A Gespräch

Was habe ich? Was ist ein Rachenabstrich? Kann ich nach Hause gehen?

A-A Gespräch

1) Diagnose, Differentialdiagnosen? VD. Angina Tonsillaris, DD Mononucleose, Diphterie, Angina


Plaut Vinzent (einseitig) Welche Laborwerte sollen überprüft werden? 3) Therapie bei
Penicilinallergie? Makrolide wie Erythromycin, Azytromycin 4) Vorgehen beim Verdacht auf
Bronchialkarzinom? Anamnese, Röntgen Thorax, Bronchoskopie mit Bronchiallavage und

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Biopsie, zytologische Untersuchung des Sputums, Tumormarker, Pleurapunktion,
Lungenszintigrafie und Skeletszintigrafie 5) Wie untersuchen sie den Abdomen und die
Leber? Für die Untersuchung des Bauches sollte der Patient möglichst entspannt auf dem
Rücken liegen. Der Arzt tastet den gesamten Bauch ab. Dabei achtet er darauf, ob er etwas
Ungewöhnliches spüren kann (pathologische Resistenz), ob der Patient an einer bestimmten
Stelle Schmerzen empfindet oder ob er die Untersuchung unwillkürlich abwehrt, indem die
Bauchdecke sich anspannt. Der Arzt versucht auch, den Rand der Leber und der Milz zu
ertasten, um zu beurteilen, ob diese Organe vergrößert sind.

Fachbegriffe:

Nasen und Rachenabstrich,Schnupfen Rhinitis,laufende Nasse – Rhinorrhoe, pathologisch


krankhaft,enteral den Intestinaltrakt betreffend,Tonsillektomie Mandelnentfernung,Parkinson
Schüttellähmung,Nephrolithiasis Nierensteine,posterior weiter hinten gelegen,Testis
Hoden,Cholelithiasis Galenblasensteine

ANGINA TONSILLARIS 2
Herr Peter, Schneider ist ein 51-jähriger Patient der sich bei uns wegen seit 4 Tagen bestehender,
progredienter, scharf stechender und manchmal auch dumpfer cervikaler Schmerzen sowie
Odynophagie, Cephalgie und einer verstopften Nase vor. Die Schmerzintensität der cervikalen
Schmerzen sei 4 und für die Odynophaige hab er 6-7 auf der Schmerzskala an. Sdie
Schluckbeschwerden würden sich bei der Nahrungsaufnahme von Speisen wie Kartoffelpurree
verstärken. Der Patient berichtete zudem, dass er seit 8 Tagen unter Abgeschlagenheit leide und
deswegen sei er die ganze Zeit im Bett gewesen. Er erwähnte dazu, dass die Schmerzen nicht
ausstrahlen würden. Auf Nachfrage berichtete er, dass er vor ein paar Jahren deartige Beschwerden
auc hgehabt hätte. Des Weiteren klagte er über produktiven Tussis und Dysphonie und Pyrexie (39C).
Das Sputum sei zäh, schleimig und gelb. Wegen diesen Beschwerden habe er auch Anorexie sowie
eine Hyposomnie. Die Frage nach Dyspnoe,Beinödemen,Gewichtsverlust und Miktions- und
Defäkationsstörungen wurde verneint. Er sei regelmäßig geimpft.

Vorerkrankungen: Arthritis Urica seit 10 Jahren, Gastritis seit 3 Jahren, Nephrolithiasis,


Rückenschmerzen seit 10 Jahren.

Vormedikation: Pantozol 1-0-0, Ibuprofen 400 mg bei Bedarf, Allopurniol gegen Arthritis Urica.

VorOPs: Claviculafraktur vor 10 Jahren, wurde laparoskopisch behandelt.

Allergien: Es sei eine Allergie gegen Penicilin bekannt. Diese äußere sich durch ein Exanthem.

Noxen: Er sei Nichtraucher, trinke kein Alkohol und nehme keine Drogen.

Familienanamnese: Vater an Bronchialkarzinom verstorben, Mutter lebe noch aber leide an einer
Herzrhythmusstörung

Sozialanamnese: Er sei geschieden, habe 2 Kinder und lebe mit seiner Freundin. Zurzeit sei er
arbeitslos, zuvor habe er in einem Lager gearbeitet.

A-P Gespräch

Was habe ich? Was für Untersuchungen wollen sie bei mir machen? Können sie beim Ansehen
meiner Blutwerte etwas erkennen? Ich habe Sorgen, wenn ich hier bleiben muss. Wer wird sich um
meine Kinder kümmern?

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Was für Medikamente wurden sie den Patienten verschreiben? Ich würde ihm Makrolide aufgrund
der Penicilinallergie verschreiben.

Was bedeutet Schweigepflicht? Die Verschwiegenheitspflicht stellt eine rechtlich verbindliche


Verpflichtung von Anhängern bestimmter Berufsgruppen dar, Geheimnisse sowie mit der Ausübung
des Berufes in Zusammenhang stehende Daten oder Fakten nicht an andere Personen
weiterzugeben.

Was bedeutet ACS? Akutes koronar Syndrom.

Wie kann man einen Myokardinfarkt diagnostizieren?Anamnese, körperliche Untersuchung, EKG,


Laborwerte, GPBB - schnell und spezifisch, Myoglobin - am schnellsten, CPK =
Kreatininphosphokinase, am billigsten, Troponin - am spezifischsten, Herzenzyme

Was bedeutet EKZ? Extrakorporale Zirkulation

Was ist Antipyretisch? fiebersenkend

Wurden sie den Patienten krankmelden? Der Patient ist arbeitslos, deswegen braucht er keine
Krankmeldung?

APOPLEX

Frau Schön (41 J, 178 cm, 83 kg) hat sich wegen seit gestern abend bestehender, pochender,
linksseitiger Cephalgie bei uns vorgestellt. Sie erwähnt, dass die Schmerzen ohne Auslöser und ohne
Ausstrahlung plötzlich (wie eine Bombe) angefangen hätten. Außerdem, seien ihr Fazialisparese,
bilaterale Parästhesien an den Händen,gerötetes linkes Auge sowie unscharfes Sehen aufgefallen. Sie
fügte hinzu, dass sie ähnliche Schmerzen mit geringer Intensität vor 10 Tagen gehabt habe, die von
selbst bei Ruhe abgeklungen seien. In der vegetativen Anamnese fanden sich eine seit gestern
bestehende Insomnie und Inappetenz.

Vorerkrankungen: Bekannt seien eine Asthma Bronchiale (mit Salbutamol b.B. behandelt), eine
unklare Palpitation (nehme dagegen Metohexal 2x100) sowie eine Hypothyreose (L-Thyroxin
50Mikrogramm). Vor 5 Jahren sei sie wegen einer Meniskusruptur operiert worden sowie 8 Jahren
wegen einer Appendizitis.

Allergien und Unverträglichkeiten: Gegenn Wespenstich(Dyspnoe).

Sozialanamnese: Sie sei Sachbearbeiterin beim Rathaus, sei verheiratet und habe 3 gesunde Kinder.

V.D. Boreliose, subarachnoidale Hämorrhagie D.D. Kluster Cephalgie, Migräne

Fachbegriffe:Hornhaut Cornea,Hyperthermie Überwärmung,Distortion Zerrung,Region faciales


Gesichtsregion,Atemnot Dyspnoe,Rachenentzündung Pharyngitis.

APOPLEX 2
Herr Karl Mittenkamp, ist ein 62-jähriger Patient, der sich in Begleitung von seinen Nachbarn
vorstellte. Der Patient berichtete, dass er seit 2 Stunden eine plötzlich aufgetretene linksseitige
Hemiparese mit Hypästhesie und Parästhesie bemerkt habe. Des Weiteren berichtete der Pat. Dass
die Beschwerden von Cephalgie (4/10), Nausea ohne Emesis, Vertigo sowie Sprechstörung

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(Dysarthrie) begleitet seien. Dann sagte er dass er Angst habe, weil sein Vater an Hirntumor
gestorben sei. Die vegetative Anamnese sei außer Insomnie unauffällig.

Vorerkrankungen: AHT seit 10 Jahren, DM seit 5 Jahren, Hyperlipidämie.

OP: Karotisstenose vor 6 Jahren. Er berichtete, dass das eine Operation aufgrund einer
Halsschlagaderverrengung sei. Abszess in der Achselhöhle links vor 2 Jahren.

Vormedikation:

Der Patient nehme folgende Medikamente ein: Ramipril 5 mg 1-0-1, Aglykem 5 mg 1-0-0. Atoris 40
mg 0-0-1, Ibuprofen 600 mg bei Bedarf bei bewegungsabhängigen Schulterschmerz.

Allergien:

Es sei eine Allergie gegen Birkenpolen und braunes Pflaster bekannt.

Noxen: Er rauche eine halbe Schachtel pro Tag, früher habe er 1,5 Packungen am Tag geraucht seit
seinem 15 Lebensjahr. Er trinke gelegentlich ein Glas Bier.

Familienanamnese: In der Familienanamnese fanden sich eine Depression und TVT bei seiner Mutter
und sie trage Kompressionsstrümpfe. Der Vater sei vor 5 Jahren an Hirntumor gestorben.

Sozialanamnese: Er habe keine geschwister, sei geschieden, wohne mit seiner Lebenspartnerin, habe
2 gesunde Kinder. Er sei als Versicherungskaufmann tätig.

A-P Gespräch

Sie haben vielleicht Unterzuckerung, die diese Symptome imitieren kann. Sie müssen auf die Stroke
Unit Station aufgenommen werden.

APPENDIZITIS
Frau Marie Müller, 32 Jahre alt, kam zu uns wegen seit 2 Tagen zunehmender, stechender
Unterbauchschmerzen rechts ohne Ausstrahlung die mit Paracetamol 500 nicht gelindert worden
seien. Emesis und Nausea wurden verneint.Vorerkrankungen und Medikation: Die Patientin leide an
DM Typ II seitdem sie 16 Jahre alt sei, und würde mit Insulin 10 IE morgens und 18 IE abends als
Basaltherapie eingestellt. Sie habe ein Sensor wo sie ihren BZ-Wert ablessen könne. Sie sei in letzter
Zeit schlecht eingestellt. Zusätzlich vor jeder Mahlzeit nehme sie N.... ein. Außerdem, nehme sie L-
Thyroxin seitdem sie 17 sei. An Operationen sei eine Tonsillektomie in der Kindheit durchgeführt
worden. Sie nehme auch die Kontrazeptivumpille seit 2 Jahren.

Allergien und Unverträglichkeiten: Kernobst (Utikaria und Dyspnoe)

Noxen: Rauche eine halbe Schachtel sie 12 Jahren. Sie pausiere als sie ihre Kinder bekommen sollte.
Alkohol und Drogen wurden verneint.

Familienanamnese:Schwester leide an Brustkarzinom, Oma habe neulich an einen Apoplex gelitten.

Sozialanamnese: sie sei getrenntm habe 2 Kinder, arbeite an einer Brennpunktschule (Schule für
schwierige Kinder)

V.D. Appendizitis D.D. ektopische Gravidität

A-A Gespräch:

9
Welche Untersuchungen möchten sie machen? Blutbild, Entzündungsparameter, dann Sonografie.
Was sieht man in Sono beim Appendizitis? Vergrößerung, Flüssigkeit, Kann Abszess und ektopische
Gravidität ausschließen. Was sieht man bei einer körperlichen Untersuchung? Abdomenzeichen wir
McBurney, Psoas, Blumberg, Lanz. Welchen Verdacht hat man, wenn das Abdomen hart ist? Akutes
Abdomen. Welche Diagnose? Peritonitis. Was muss man in der Notaufnahme machen? Diabetische
Ketoazidose ausschließen. Wie kann man das machen? BGA - ph Wert. Blut wird angesäuert bei
Ketonkörper. Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Ich wurde eine OP empfehlen um eine
Perforation zu vermeiden. Was ist das? Durchbruch? OP Alternative? Laparoskopie und Laparotomie.
Vorteile und Nachteile: Laparoskopie MIC (minimal invasiv Chirurgie) braucht länger und ist teurer
aber ist im postoperativen Verlauf kostengünstiger, weil der Patient nicht lange im Krankenhaus
bleiben muss.

ASTHMA BRONCHIALE
Der Patient, Herr XX, 45 Jahre, 80 kh, 177 cm, stellte sich bei uns wegen seit paar Tagen bestehender,
morgens auftretender Dyspnoe vor. Die Beschwerden würden morgens beim Spazierengehen mit
seinem Hund auftretend und seien von Tussis mit zähen, durchsichtlichen Sputum begleitet. Die
vegetative Anamnese sei außer einer Gewichtszunahme unauffällig.

Vorerkrankungen: Der Patient leide an Heuschnupfen und nehme dagegen ein Spray ein. Es wurde
bei ihm im Kindesalter eine Appendektomie durchgeführt, die komplikations verliefe. Er wurde noch
nie geimpft, weil seine Eltern dagegen waren. Infolgedessen hat er Keuchhusten, Masern, Mumpf
und Windpocken gehabt. Vor 10 Jahren bestünde ein Verdacht auf TBF, der Hauttest war positiv,
jedoch war der Röntgen Thorax unauffällig und der Patient sei asymptomatisch gewesen. Der Patient
sei seit Kindesalter schwerhörig und nutze Hörgeräte beidseitig.

Vormedikation: Außer des o.g. Sprays nehme er keine weiteren Medikamente ein.

Allergien: Er sei allergisch gegen Gräser.

Noxen: Er rauche 5 Zigaretten pro Woche, trinke gelegentlich Alkohol. Er rauche Marihuana jedes
Wochenende, nehme Kokain gelegentlich, LSD und Ecstasy habe er früher benutzt.

Familienanamnese: Mutter leide an Urtikaria (Nesselsucht) und Bluthochdruck, Vater sei spielsüchtig.

Sozialanamnese: Er sei Maskenbildner (er arbeite mit Schminke) im Theater. Er sei homosexuell, lebe
mit seinem Freund. HIV,HBV,HBC und andere sexuell übertragbare Krankheiten wurden verneint, der
Patient würde sich regelmäßig testen lassen.

Nach den anamnestischen Angaben gehe ich von einer Asthma Bronchiale aus.

BANDSCHEIBENVORFALL
Frau Stefanie Neuhaus, eine 53-jährige Patientin, hat sich wegen seit einem Tag bestehender
Dorsalgie bei uns vorgestellt. Die Patientin gab an, dass sie gestern eine schwere Kiste gehoben habe
uns starke Schmerzen im Lendenwirbelsäulebereich verspürt habe. Die Schmerzen seien plötzlich
aufgetreten, seien intensiv (8/10 auf VAS) gewesen und hätten in die linke untere Extremität
ausgestrahlt. Darüber hinaus, klagte die Patientin über Hypästhesie und Parästhesie in der linken
unteren Extremität. Die Schmerzen hätten sich im Liegen gelindert, aber sie hätten bei Bewegung
stark zugenommen. Um aufzustehen, brauche Patientin eine Hilfe von einer dritten Person.Aus der

10
Vorgeschichte ist bekannt, dass sie folgende Erkrankungen habe: Diabetes Mellitus seit ihrem 15
Lebensjahr, Arterielle Hypertonie seit 8 Jahren, Dyslipidämie seit 4 Jahren, Eisenmangelanämie seit 3
Monate, Sie nehme regelmäßig folgende Medikamente ein: Insulin (Basal 30 IE und zu Mahlzeiten),
Ramipril 5 mg 1-0-0, Statin 20 mg 0-0-1, Eisentabletten 1-0-1, Bei Bedarf: Dulcolax und Cetirizin
Vegetative Anamnese sei bis bis auf Dyssomnie (wegen Stress bei der Arbeit) und Obstipation
unauffällig.

Die Patientin habe eine Pollenallergie.Sie sei zweimal operiert worden:

Kaiserschnitt bei der Geburt ihres älteren Kindes, operative Versorgung von rechter Unterarmfraktur
vor 15 Jahren.

Noxen: Sie rauche ungefähr 15 py, trinke regelmäßig Alkohol (jeden zweiten abend 1-2 Gläser Wein).
Drogenkonsum wurde verneint.

Sozialanamnese: Sie sei geschieden und wohne zusammen mit ihrer Lebensgefährtin. Sie habe drei
Kinder, aber das älteste Kinder sei an plötzlichen Kindestod gestorben.

Familienanamnese:Ihre Mutter wohne in einem Altenheim und sei dement. Ihr Vater sei vor 4 Jahren
an Prostatakarzinom gestorben. Sie sei Lehrerin vom Beruf und habe eine stressige Arbeit.

Meine V.D lautet Bandscheibenvorfall. Verdacht auf Cauda Equina Syndrom. DD. Wirbelkörperfraktur
wegen Osteoporose, Tumorerkrankungen (primär und Metastase), Tuberkulose der Wirbelsäule.

A-A Gespräch:

Unterschied zwischen Cauda equina und Conus Syndrom? Cauda Equina: Eine Schädigung des
Nervengewebes am unteren Ende des Rückenmarks in der Wirbelsäule. Conus Syndrom : Das Konus-
Syndrom ist ein Querschnittsyndrom mit isolierter Läsion des Conus medullaris. Durch die Schädigung
der Rückenmarkssegmente S3-S5 kommt es zu einer Reithosenanästhesie in Kombination mit
Störungen der Miktion, Defäkation und Sexualfunktion.

Warnzeichen der Rückenschmerzen Weitere Warnzeichen bei Rückenschmerzen

Weitere Warnzeichen, die bildgebende Verfahren rechtfertigen, sind zum Beispiel Gewichtsverlust,
Appetitlosigkeit, rasche Ermüdung, Fieber, Schüttelfrost, starker nächtlicher Schmerz oder in
Rückenlage zunehmende Schmerzen.

BANDSCHEIBENVORFALL 2
Allergien: Pollen (allergische Rhinitis) und gegen Nickel (Exanthem)

Noxen: rauche tgl. eine ½ Packung Zigaretten seit 30 Jahren (15py), gelegentlich Alkoholkonsum
(zweimal pro Woche). Drogenkonsum wurde verneint.

Sozialanamnese: Sie sei Deutschgeschichtelehrerin, geschieden, lebe mit ihrer Lebensgefährtin und
habe 2 gesunde Kinder.

Familienanamnese: Der Vater habe im Pflegeheim gewohnt und sei an einem Apoplex gestorben. Die
Muttter leide an DM Typ II und AHT.

Herr Neuhaus ist ein 53-jähriger Patient der sich bei uns wegen seit gestern abend bestehender,
stechender Lumbalgie in der Notaufnahme vorstellte. Der Patient berichtete, dass er gestern zu
Hause einen schweren Karton aufheben wollte, als plötzlich er die Schmerzen verspürte. Die

11
Schmerzintensität wurde mit 8/10 auf einer Schmerzskala angegeben. Die Schmerzen wurden bis ins
li. Knie ausstrahlen. Des Weiteren klagte er über Parese, Parästhesie und Kraftminderunf im linken
Bein. Die Fragen nach Urin- und Stuhlinkontinenz wurden verneint. Er habe gegen die Schmerzen 2
Mal Ibuprofen 600 mg eingenommen, aber diese hätten ihm kaum geholfen. Diese Beschwerden
habe er zum ersten Mal.

Die vegetative Anamnese sei außer Insomnie aufgrund der Schmerzen unauffällig.

Vorerkrankungen: AHT, DM Typ II, Hypercholesterinämie und Eisenmangelanämie.

Vormedikation: Insulin s.c. 1-0-1. Ramipril 5 mg 1-0-0, Sortis 20 mg 0-0-1, Eisenkapsel 1-0-1,
Nasenspray b.B. gegen Pollenallergie.

Der Patient sei im Jahr 2006 wegen eines Sportunfalls an dem Unterarm re. operiert worden.

Therapiemaßnahmen:

KU, MRT, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (wichtig ist zu fragen, ob er den Karton zuhause oder auf
der Arbeit gehoben hat).

Fachbegriffe: Panaritium eitrige Entzündung eines Fingers oder eines Zehes

Acholie – fehlende oder stark reduzierte Gallensekretion

Prätibial – vor dem Schienbein gelegen

Enteritis – Entzündung des Dünndarms

BRONCHIALKARZINOM
Herr Bäcker stellte sich bei uns wegen einer seit 3 Monaten bestehender, progredierender und
produktiver Tussis vor. Das Sputum sei gelb-bräunlich und trete vor allem morgens auf. Darüber
hinaus klagt der Patient seit 3 Tagen über Hämoptyse. Außerdem, berichtete der Patient über eine
belastungsabhängige Dyspnoe, besonders beim Treppensteigen, Thoraxschmerzen beim Atmen
sowie axiläre beidseitige Lymphadenopathien. In der vegetativen Anamnese fanden sich ein
Gewichtsverlust von 5 kg innerhalb von 3 Monaten, nächtliche Hyperhydrose (er sagte: ich schwitze
wie ein Schwein), subfebrile Temperaturen, Insomnie wegen der Hyperhydrose sowie Polydipsie (ich
versuche mehr Flüssigkeit zu trinken, weil ich zu viel Wasser im Schweiß verliere).

Allergien/Unverträglichkeiten: Penicillin (Exanthem und Pruritus), Nickel (Kontaktdermatitis),


Zuckerhaltige Lebensmittel (Diarrhoe und Meteorismus)

Noxen: Er sei Nichtraucher, trinke 1 Flasche Bier jeden Abend und im Jugendalter hat er mehrmals
Marihuana probiert.

Familienanamnese: Vater leide an Hypothyreose und DM Typ II, Mutter habe Mammakarzinom
überlebt/überstanden. Er habe einen Zwillingsbruder der im Alter von 18 Jahren Hodenkarzinom
überstanden habe.

Vorerkrankungen: Morbus Crohn seit 10 Jahren. Letzte akute Attacke sei vor anderthalb Jahren
gewesen und sei im KH behandelt worden. Hypothyreose seit 5 Jahren (er sagte, das war wegen
einer Krankheit mit einem komischen japanischen Namen, Yokohama oder so etwas). Dann sagte
ich:“ Das ist bestimmt Hashimoto-Thyreoiditis,oder?“. Z.n. Appendektomie im Alter von 4 Jahren, OP
sei komplikationslos verlaufen.

12
Er nehme regelmäßig Mesalazin als Suppositorium 1-0-0 und L-Thyroxin 75 mcg 1-0-0 ein.

VD. Bronchialkarzinom

DD. Tuberkulose, EPOC, Pneumonie, COVID-19

Diagnostische Maßnahmen: KU (Auskultation der Lungen) BB,BSG,CRP, Nierenfunktionsparameter


ALT,AST,RÖ-Thorax in 2 Ebenen, CT-Thorax, Bronchoskopie + Biopsieentnahme, Sputumprobe.

Therapie: Chemotherapie, Radiotherapie, operative Resektion.

A-P Gespräch:

Was habe ich? Kann es sein, dass ich Krebs habe? Ich habe Angst vor Krebs, weil meine Mutter und
mein Bruder das hatten. (ich habe ihm nicht direkt gesagt, dass das Krebs sein könnte, sondern dass
ich ein paar Möglichkeiten im Kopf habe, wie z.B. etwas entzündliches aber das könnte auch was
böses sein) Wie kann ich Krebs bekommen? Ich habe nie im Leben geraucht. Wegen familiärer
Prädispositionen, seine Mutter und sein Bruder hatten auch Krebs.

A-A Gespräch:

Unterschied zwischen Hämoptyse (Blutbeimengungen im Sputum) und Hämoptoe (Aushusten


größerer Blutmengen, also nur Blut ohne Auswurf)

Viele Fragen nach Tuberkulose.

Wie stellt man die Diagnose fest: Mithilfe mikroskopischer Untersuchung des Sputums oder der
Sputumkultur

Färbung: Ziehl-Neelsen

Würden sie auf das Ergebnis der Sputumkultur warten, bevor sie mit der Therapie beginnen? Nein,
weil der Erreger sehr langsam wächst und daher dauert die Untersuchung über 2 Wochen.Wenn sie
ihre Diagnose mit Mikroskopie bestätigen würden, würden sie trotzdem eine Kultur vernalassen? Ja,
damit erfahren wir, ob das Myobakterium resistent ist oder nicht und wir brauchen das
Antibiogramm.

Therapie von TBC: Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid, Ethambutol.

Wie lange dauert die Therapie: 6 Monate.

Was bedeuten die Lymphadenopathien bei dem Patienten? Metastasen.

Übliche Metastasen bei einem Bronchialkarzinom: Leber, Nebennieren, Gehirn und Wirbelsäule.

Könnte bei dem Patienten ein Mammakarzinom in Frage kommen? Der Patient hat axilläre
Limphadenopathien, JA, obwohl es bei Männern nur 1% der Fälle darstellt.

Was spricht dagegen? Das er ein Mann und Nichtraucher ist. Was noch? Der Patient hat bilaterale
Lymphadenopathien und bei Mammakarzinom wären es unilaterale axilläre Lymphadenopathien).

Wie heißt TBC auf Leiensprache? Schwindsucht

Unterschiede zwischen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa. Crohn kann diskontinuierlich den
gesamten Magen-Darm-Trakt befallen, ist aber in > 50% im Ileocoecalbereich lokalisiert. Die Colitis
ulcerosa betrifft immer das Rektum und steigt in anatomischen Grenzen nach cranial auf.

13
CHOLELITHIASIS
Fr: Müller ist eine 51-jährige Patientin, die sich bei uns wegen seit heute morgen plötzlich
aufgetretener epigastrischer Schmerzen rechts vorstellte. Die Patientin klagt über krampfartige
Schmerzen, die in die rechter Schulter ausstrahlen würden. Die Schmerzen seien nahrungsabhängig.
Zudem klagt sie über Nausea, Vomitus, Angina Pectoris und Ikterus wurden verneint. Die Patientin ist
in einem guten EZ und AZ. In der vegetativen Anamnese besteht eine Inappetenz aufgrund der
aktuellen Beschwerden.

Sie trinke tgl. 2 -3 Gläser Wein, Nikotin und Drogenkonsum wurden verneint.

Familienanamnese: Die Mutter leide an AHT, DM, der Vater sei an Leberkrebs gestorben. Sie habe
keine Geschwister und habe 2 gesunde Kinder.

Vorerkrankungen: AHT, Hypercholesterinämie, Lumbago, Z.n. Autounfall, Z.n. Handgelenkfraktur re,


Z.n. Hysterektomie.

Sozialanamnese: verheiratet, wohne mit ihren Mann und Kindern zusammen. Sie sei Lehrerin von
Beruf, habe wenig Stress.

Vormedikation: Enalapril 1-0-0, HCT 0-0-1. Simvastatin 1-0-0, Ibuprofen 1-0-1

COVID-19 (CORONA VIRUS DISEASE)


Frau Schuhmann ist eine 56-jährige Patientin, 174 cm groß und 81 kg schwer. Die Patientin hat sich
bei uns wegen eines seit anderthalb Wochen bestehenden produktiven Tussis vorgestellt. Die
Beschwerden seien langsam aufgetreten und hätten sich im Laufe der Zeit verschlimmert. Das
Sputum sei gelbgrünlichund zäh. Die Patientin berichtete, dass sie leichte Rippenschmerzen beim
Atmen sowie eine zervikale Lymphadenose habe. Zusätzlich klagte sie über Pyrexie 39,5 C,
Hyperhidrose, Febris undularis, Ageusie und Adynamie. Die Beschwerden würden sich verschlechtern
wenn sie flach liege. Die Patientin gibt an, dass sie zwei Wochen in Mallorca gewesen sei(sie sei dort
zwei Wochen geblieben). Der Hausarzt habe ihr Paracodein Tropfen sowie ACC verschrieben. In der
vegetativen Anamnese erscheint nur Inappetenz, Insomnie wegen Tussis sowie eine Obstipation
erwähnenswert. An Vorerkrankungen seien aHT, DM Typ II sowie Z.n.
Mammakarzinom(Mammaablatio) links bekannt. Die Patientin nehme regelmäßig Ramipril 2,5 mg (1-
0-0), HCT 12,5 mg (1-0-0) und Metformin 1000 mg (1-0-0) ein.

Sozialanamnese: Sie sei Musikerin, lebe mit ihrem Mann zusammen und habe zwei gesunde Kinder.

Noxen: Raucherin (30py), Alkohol am WE(Wein). Drogenkonsum wurde verneint.

Allergien: Penicilin (Exanthem), Muscheln (Unverträglichkeit).

Familienanamnese: Mutter sei mit 35 an Pankreaskarzinom gestorben. Vater sei gesund.

Meine Verdachtsdiagnose lautet Pneumonie. Differenzialdiagnostisch kommen noch in Betracht:


COVID-19, Bronchialkarzinom und Tuberkulose. Zur weiteren Abklärung werde ich die folgenden
Untersuchungen veranlassen: KU,Rachenabstrich,Labor(BB,BSG,CRP,PCT,BGA..), Röntgen Thorax und

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Bronchoskopie. Sollte sich der Verdacht auf die Pneumonie erhärten, dann kommen folgende
therapeutische Maßnahmen zum Einsatz: Bettruhe, Flüssigkeitszufuhr,Antipyretika,Antibiotika.

Fragen der Patientin:

1)Sie hat sich über die langen Wartezeiten beschwert worauf ich antwortete:"Tut mir Leid, aber zur
Zeit haben wir auf Grund der aktuellen Situation viele Patienten was zu Verzögerungen und längeren
Wartezeiten führt".

2)Könnte es Corona sein? "Gute Frage. Das müssen wir auf jeden Fall ausschließen und deswegen
werden wir einen Rachenabstrich nehmen. Ich gehe eher von einer Lungenentzündung aus. Sie sind
Diabetikerin, 56 Jahre alt und Raucherin. Das bedeutet das sie ein schwaches Immunsystem haben
und dadurch mehr anfällig für eine Lungenentzündung sind.

A-A Gespräch:

1)Was bedeutet gelbgrünliches Sputum? "Eine bakterielle Infektion".

2) Wie beschreibt man das? "eitrig oder pustulent".

3)Warum denken sie an COVID-19? "Weil sich die Patientin in Corona-Risikogebieten für zwei
Wochen aufhielt."

4)Wie heißt der Erreger von COVID-19? "Sars-CoV-2 (Severe acute Respiratory Syndrome-
Coronavirus 2 oder auf deutsch schweres akutes respiratorisches Syndrom)"

5)Wie werden sie die Diagnose sichern? "Ein Rachenabstrich muss nasal oder oral durchgeführt
werden.Nasal trifft besser das Infektionsgewebe."

6)Was bedeutet die Abkürzung PCR? "Polymeres Chain Reaktion oder auf deutsch Kettenreaktion."

7)Wie wurden sie die Patientin körperlich untersuchen? "Inspektion- man muss die Form des Thorax
betrachten, Palpation-Stimmfremitus,Perkussion: hypo oder hypersensorischer Klopfschall."

8)Was ist das Fachwort für einen normalen Klopfschall? "Tympanitischer Klopfschall."

9)Was bedeutet gedämpfter Klopfschall? "Ein Hinweis auf Flüssigkeit oder Raumforderung."

10)Weiter mit der Untersuchung.. Auskultation-Bronchoponie- Rasselgeräusche.Die Bronchoponie ist


verstärkt wenn es Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge gibt."

11)Was ist CRP? "C reaktives Protein".

12)Welche Entzündungsparameter sind besser?CRP oder BSG? "CRP ist besser weil er mehr
Sensitivität aufweist."

13)Warum ist BGA (Blutgasanalyse) wichtig? "Wir müssen die Sauerstoffsättigung bestimmen und
wenn sie unter 94% liegt, muss man den Patienten Sauerstoff geben."

14)Wie werden sie einen Röntgenthorax bestellen? "Röntgen Thorax PA(posterior anterior) 2
Ebenen. PA bedeutet, dass die Strahlenquelle hinter dem Patienten

liegt.Bei 2 Ebenen kann man das Mediastinum besser beurteilen."

15)Was sieht man bei einer Pneumonie? "pneumonische Infiltrate."

16) Wie wurden sie der Patientin die Bronchoskopie erklären? "Bronchoskopie oder
umgangsprachlich Atemwegsspiegelung."

15
17)Zur welcher Gruppe gehört Ramipril? "ACE(Angiotensin Converting Enzyme Inhibitors)
Angiotensinkonversionsenzym-Hemmer. HTC Hydrochlorthiazid ist ein

Medikament aus der Gruppe der Thiazid-Diuretika. Ramipril und HTC sind erste Linie für aHT."

18)Welche Laborwerte sind für Therapiekontrolle bei DM Typ II wichtig? "HbA1c - glykosiliertes
Hämoglobin normale Werte 4,5 - 6,5 %, bei Diabetes 6,5 - 7,5 %

DIABETES MELLITUS
Eine 60-jährige Patientin mit bekannter Adipositas und aHT, stellte sich wegen seit 5-6 Wochen
progredierender Müdigkeit vor. Außerdem, klagte sie über eine Schlafstörung wegen Polyurie.
Zudem habe sie Polydipsie und Polyphagie gehabt. Gewichtsverlust und Sehstörung wurden verneint.

Vorerkrankungen: Die Patientin sei einmal im KH augrund einer hypertensiven Krisen aufgenommen.
Operationen wurden verneint.

Medikation:Ramipril 10 mg 1-0-0, HCT 25 mg 1-0-0, Allopurinol 300 mg 0-0-1

Noxen: Nikotin: 17,5 py, Alkohol: 0,5 l Bier pro Tag, Drogen: einmal in der Uni habe sie etwas
probiert.

Familienamnese: Vater sei an MI gestorben. Mutter leide an DM und aHT. Sie habe keine
Geschwister.

Sozialanamnese: Die Patientin sei beruflich Informatikerin und lebe mit ihrem Mann. Sie habe 2
Kinder, die schon erwachsen seien.

V.D. Diabetes Mellitus Typ II

A-A Gespräch:

Diagnostik

Warum haben Diabetiker starken Durstgefühl? Die Betroffenen von DM müssen viel Wasser trinken,
weil sie auch viel Urin ausscheiden. Sie müssen den Flüssigkeitsverlust ausgleichen.

Warum gehen sie oft auf die Toilette um Wasser zu lassen? Der Blutzuckerspiegel ist krankhaft
erhöht, weshalb der Körper versucht, den vielen Zucker über den Urin auszuscheiden - Zucker bindet
viel Wasser, sodass die Betroffenen viel Harn ausscheiden (Polyurie), der zudem süßlich schmeckt.

Akute und chronische Komplikationen von DM II. Akute Komplikationen: diabetische


Ketoazidose,Hypoglykämie, Hyperglykämie, diabetisches Koma, hypoglykämisches Koma.

Chronische Komplikationen: Microangiopatische (Retinopathie, Nephropathie und Neuropathie) und


macroangiopatische (aHT, KHK, Schlaganfall, Gangren und

diabetisches Fußsyndrom) Komplikationen.

Wie diagnostiziert man ein hyperosmolares Syndrom?Plasmaglukose von über 600 mg/dl bis weit
über 1.000 mg/dl (bzw. 33,3 bis weit über 55,5 mmol/l) , erhöhte Osmolalität. Labor: Blutglukose:
akutkapillarblut im Verlauf venoses Blut, HbA1c: Serum Elektrolyte, Na, Ka, Mg, Retentionswerte:
Harnstoff oder Serum Kreatinin, Blutgasanalyse und Urinstatus (Ketonkörper und Glucose)

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Welchen Unterschied gibt es zur Ketoazidose? Die diabetische Ketoazidose betrifft vorwiegend
Menschen mit Typ-1-Diabetes im vollständigen Insulinmangel, während das hyperosmolare Koma
eine Komplikation von Menschen mit Typ-2-Diabetes ist.

Welche typischen Symptome eines Diabetes Mellitus? (Polydipsie, Polyurie, Poliphagie,


Gewichtsverlust)

DIABETES MELLITUS 2
Herr Diekmann, ein 60-jähriger Patient stellte sich bei uns wegen seit 4 Wochen bestehender
Polyurie, Nykturie und Polydipsie vor. Der Patient berichtete, dass er ca. 5 bi 6 Mal nachts auf die
Toilette müsse und 4 Liter Wasser pro Tag trinke. Des Weiteren klagt er über Abgeschlagenheit,
Leistungsminderung, Konzentrationsstörungen und Insomnie aufgrund der genannten Beschwerden.
Darüber hinaus, teilte er mit, dass er in den letzten 6 Wochen 10 kg zugenommen habe und seitdem
nachts ständig schnärche. Er fügte hinzu, dass eine Belastungsdyspnoe in der letzten Woche
aufgetreten sei. Die vegetative Anamnese war bis auf die oben genannten Beschwerden und eine
Obstipation die mit einen Präparat behandelt wird, unauffällig.

Vorerkrankungen: Er leide an AHT seit 6 Jahren und Arthritis Urica. Vor 3 Jahren sei er wegen einer
hypertensiven Krise im Krankenhaus gewesen.

Vormedikation:Ramipril 25 mg 1-0-0, HTC 12,5 mg 1-0-0, Allopurinol 300 mg 1-0-0

Bei ihm seien keine Allergien oder Voroperationen bekannt.

Noxen: Raucher 20py, trinke tgl. ein Glas Wein oder Champagner.

Familienanamnese: Vater litt an AHT bevor er im Alter von 78 an Myokardinfarkt gestorben sei und
die Mutter lebe noch und leide an DM. Die Geschwister seien gesund.

Sozialanamnese: Er ist verheiratet, Besitzer einer Firma und hat 2 gesunde Kinder.

Laut den anamnestischen Angaben gehe ich von einem Diabetes Mellitus aus.

Um die Diagnose zu bestätigen bzw. auszuschließen werden wir folgende Untersuchungen


durchführen: Labor, Blutbild, Differenzialblutbild, HbA1c, Nüchternzucker, postprandialer
Zuckerwert, Nierenwerte (Urea, Kreatinin, GFR), Urinuntersuchung und augenärztliches Konsil.

Sollte sich die Diagnose bestätigen, werden wir folgende Maßnahmen einleiten: orale Antidiabetika
oder Insulin, Schulung des Patienten im Bezug auf die Ernährung, körperliche Bewegung und
Gewichtsabnahme.

ENDOKARDITIS
Frau Ohn ist eine 73-jährige Patientin, die sich bei uns in der ZNA wegen seit einer Woche
bestehender und zunehmender Fatigue sowie Fieber von 39 C, die sie selbst gemessen habe
vorstellte.Des Weiteren seien der Patientin rote Flecken an der Wade und Nagelknötchen
aufgefallen. Erwähnenswert ist es, dass die Patientin vor einer Woche eine Zahnextraktion gehabt
hätte.

Vorerkrankungen: Schlarlach im Kindesalter, erworbene Mitralinsuffizienz.

Voroperationen: Tonsillektomie im Kindesalter.

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V.D. Endokarditis

D.D. Herzinsuffizienz, Klappenthrombose, KHK.

Um die Diagnose festzustellen, werden wir folgende Untersuchung durchführen bzw. veranlassen:

Stationäre Aufnahme, Blutkulturen, KU, Blutabnahme, TTE ggf. TEE, EKG.

A-P Gespräch

Was habe ich? Werde ich daran sterben? Woher kommt diese Herzinnenhautentzündung? Was
werden sie machen? Könnte das COVID-19 sein? Meinen sie das mein Zahnarzt Schuld trägt?

A-A Gespräch:

Wie kann man Blutkulturen abnehmen?

Was sind Vitalparameter? Vitalparameter sind Messgrößen wichtiger Körperfunktionen, die bei der
Kontrolle der Vitalzeichen festgestellt werden. Die vier fundamentalen Vitalparameter sind die
Herzfrequenz, die Atemfrequenz, der Blutdruck und die Körpertemperatur.

Vitalparameter Wert

Herzfrequenz 60-80 bpm

Atemfrequenz 12-14/min

Blutdruck 120/80 mmHg

Körpertemperatur 36,6 °C

Sauerstoffsättigung (SpO2) 98-100 %

Blutzucker 60-80 mg/dl

Rekapillarisierungszeit ≤ 2s

Welche Herzgeräusche kennen sie? Man kann Herzgeräusche nach ihrem Auftreten während der
verschiedenen Herzaktionen differenzieren. Man unterscheidet:

Systolische Herzgeräusche (Systolikum)

Diastolische Herzgeräusche (Diastolikum)

Sonstige Herzgeräusche (z.B. akzidentelles Herzgeräusch)

Lungengeräusche?

Komplikationen der Endokarditis? Emboliegefahr und Sepsis.

Osler-Knötchen: Osler-Knötchen sind ein fakultatives Symptom bei einer bakteriellen Endokarditis.
Bei den Osler-Knötchen handelt es sich um linsengroße, bläulich-rote schmerzhafte Indurationen an
den Fingern und Zehen oder auch im Bereich des Thenars und Hypothenars. Vor dem Auftreten der
Osler-Knötchen kann es in den betreffenden Bereichen zu Pruritus und Parästhesien kommen.Osler-

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Knötchen kommen nicht nur bei der bakteriellen Endokarditis vor, sie sind assoziiert mit folgenden
Krankheitsbildern:

Systemischer Lupus erythematodes

Disseminierte Gonokokkeninfektion

Embolie bei septischem Katheter.

Janeway Läsionen: Als Janeway-Läsionen bezeichnet man kleine (wenige mm große), schmerzlose
rötliche, flache oder erhabene Hauterscheinungen im Bereich der Handinnenflächen, Finger,
Fußsohlen und/oder Zehen. Sie können im Rahmen einer bakteriellen Endokarditis auftreten. Die
Läsionen entsprechen Einblutungen in die Dermis, die durch Embolien kleinster Hautgefäße
entstehen.Janeway-Läsionen ähneln den Osler-Knötchen, wobei letztere in der Regel schmerzhaft
sind und an den Endgliedern der Finger oder Zehen auftreten.

Rothflecken: Roth-Flecken (Englisch Roth's spots) sind Einblutungen in die Netzhaut, die lange Zeit als
pathognomonisch für bakteriell bedingte Entzündungen der Herzinnenhaut (Endokarditiden) galten.
Im Falle dieser Endokarditiden entstehen sie durch Gefäßentzündungen (Vaskulitiden), die
Immunkomplex-vermittelt im Rahmen dieser Erkrankung auftreten. Roth-Flecken treten jedoch nicht
nur bei bakteriell bedingten Endokarditiden auf, sondern auch bei anderen Erkrankungen, die mit
einer erhöhten Kapillarfragilität einhergehen, zum Beispiel:

andere infektiöse Endokarditiden

Leukämien (Thrombozytopenie)

Hypertonie

ischämische Zustände

Präeklampsie

Diabetes mellitus

AIDS (selten)

mykotische Endophthalmitis

EPILEPSIE IM KINDESALTER
Linus Schneidewind, 18 Monate alt wurde heute von seinem Vater in die Notaufnahme wegen seit
gestern abend bestehenden Fieber (39 C) gebracht. Der Vater berichtete,dass die Beschwerden von
Muskelkrämpfen sowie eitrigem Sekret begleitet seien. Zudem erwähnte er, dass das Kind niemals
geimpft worden sei. Die vegetative Anamnese war unauffällig.

Vorerkrankungen: Als Vorerkrankungen ist eine Leistenhernie rechts vor einem Jahr bekannt. Das
Kind wurde mit Hilfe einer "Saugglocke" geboren. Voroperationen: Leistenhernie rechts verliefe
komplikationslos. Er nehme keine Medikamente und habe keine Allergien.

Familienanamnese: Die Mutter leide an aHT, der Großvater an Pankreaskarzinom und die
Großmutter an rheumatischen Arthritis. Das Kind wohne mit seinen Eltern und seiner alteren
Schwester.

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A-P Gespräch

Was ist mit meinem Kind los? Hat er Epilepsie? Was ist eine EEG? Muss er lebenslang Medikamente
einnehmen?

A-A Gespräch?

was ist die V.D.?

Epilepsie

Wie würden sie die DD ausschließen?

Welche Impfungen empfehlen sie für das Kind? Was suchen sie bei der Inspektion?

Fachbegriffe

Leistenbruch Hernie Inguinalis, Erysipel Wundrose, Myom gutartige Geschwulst in der Gebärmutter

Reanimation Wiederbelebung

EPILEPTISCHER ANFALL BEI PYREXIE IM KINDESALTER


Marvin Hübner, ein 18 monatiges oder 1,5 jähriges Kind, 90 cm groß und 12,5 kg schwer. Er wurde zu
uns in Begleitung von seiner Mutter wegen eines epileptischen Anfalls vor 5 Stunden gebracht. Die
Mutter sagte, dass er um 04:00 h gekrampft hat. Der Anfall habe 2 Minuten gedauert. Er leidet seit
gestern unter Pyrexie (die Temperatur war gestern 38,5 C und heute 40 C). Desweiteren hat er in der
letzten Zeit Rhinorrhö und unproduktive Tussis ohne Dyspnoe gehabt. Die Miktion und Defäkation
seien unauffällig. Wahrend der Gravidität habe die Mutter keine Erkrankungen gehabt und keine
Medikamente eingenommen. Er wurde vor 9 Monaten abgestillt (das bedeutet, dass er seit 9
Monaten nicht mehr mit Muttermilch ernährt wird), aktuell esse er Gemüsebrei und Flaschenmilch.
Die Mutter habe eine regelmäßige Anbindung mit dem Kinderarzt. Der Patient ist regelmäßig
geimpft.

Vorerkrankungen: Otitis media vor 3 4 Monaten, wurde antibiotisch behandelt (er hatte damals auch
Fieber aber keine epileptischen Anfälle)

Vorops: keine

Vormedikation: Vitamin D

Es seien keine Allergien bekannt

Noxen: Die Mutter und der Vater rauchen, aber nicht neben dem Kind (auf dem Balkon, hat sie
gesagt) Sie trinkt 1-2 Gläser Wein am Wochenende. Während der Schwangerschaft hat sie nicht
geraucht oder Alkohol getrunken

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Familienanamnese: Die Mutter und die Großeltern seien gesund. Der Vater habe aHT.

Sozialanamnese: Die Mutter sei Lehrerin und der Vater Lehrer. Sie haben auch eine Tochter, sie sei 3
Jahre alt und gesund.

VD. ein epileptischer Anfall bei Pyrexie im Kindesalter (Infektfokus: DD Pneumonie, rezidivierende
otitis media, Epilepsie)

A-P Gespräch:

Was hat er?

Was wollen sie machen?

Was ist ein EEG?

Was bedeutet Infektfokus?

Sie wollte von mir ihr Kind schnell untersuchen lassen (Reaktion) Muss er hier bleiben?

Kann es sein, dass er wieder eine Mittelohrentzündung hat? Braucht er wieder Antibiotika? Braucht
er lebenslang Medikamente?

A-A Gespräch:

Vorstellung mit Unterbrechung, der OA hat mich nach allen Aussagen der Mutter gefragt.

Koloskopie Aufklärung

Sie haben eine Patientin und sie haben ein Medikament angeasetzt und dieses ist bei einer
Schwangerschaft kontraindiziert. Die Patientin hat aktuell verneint, dass sie schwanger ist, aber nach
einem Monat ruft sie an und sagt: "Ich bin jetzt schwanger". Was machen sie in dieser Situation? Ich
habe geantwortet dass alle Medikamente überprüft werden müssen und das der HA informiert wird.

EPILEPTISCHER ANFALL
Die Patientin heißt Frau Steinmann und ist 43 Jahre alt. Sie sei auf der Arbeit gewesen und plötzlich
wie "aus heiterem Himmel" habe sie das Bewusstsein verloren.Sie wurde mit dem Rettungsdienst ins
Krankenhaus gebracht. Vor den Anfall habe die Patientin keine Lichtblitzen oder sonstige auffällige
Gefühle bemerkt. Aura und Prodromi wurden im Rahmen einer Hypoglykämie verneint. Laut

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Augenzeugen habe sie Krämpfe in Dauer von einer Minute gehabt. Nach den Anfall sei ihr
Desorientierung sowie Abgeschlagenheit aufgefallen. Sie habe auch "in die Hose
gemacht"(unwillkürliche Miktion). Aktuell klagte sie nur über Fatigue. Die Fragen nach Wunden,
Verletzungen, Pyrexie, Febris undularis, Parese und Parästhesie wurden verneint. Die vegetative
Anamnese sei bis auf Schlafstörungen innerhalb der letzten zwei Wochen unauffällig.

Vorerkrankungen: Gastritis B(Pylori) wurde vor einem Jahr mit Eradikationstherapie behandelt,
Psoriasis am linken Ellenbogen, wurde mit fetthaltiger Salbe behandelt. Hypercholesterinämie seit X
Jahr wird mit Simvastatin 40 mg 0-0-1 behandelt. Von Operationen seien Sektio caesarea vor 13 und
vor 10 Jahren bekannt.Mit 8 Jahren sei sie aus einer Höhe von 2 Metter hingefallen und habe eine
Unterarmfraktur erlitten.

Allergien: Es sei eine Allergie gegen Wespenstich in Form von Angioödem bekannt.

Noxen: Sie trinke 1 Flassche Bier verteilt in der Woche. Sie sei Raucherin gewesen und habe bei der
ersten Gravidität aufgehört. Sie habe auch einmal Marijuana probiert.

Familienanamnese: Mutter leide an DM und Hypercholesterinämie. Vater habe nach einer


intrakraniellen Blutung im Pflegeheim gewohnt und sei dort an einer Pneumonie gestorben. Sie sei
verheiratet, habe eine Tochter und einen Sohn, der an Neurodermatitis leide. Sie arbeite als
Erzieherin im Kindergarten, treibe kein Sport. Aufgrund der anamnestischen Angaben gehe ich von
einen epileptischen Anfall aus. Differenzialdiagnostisch kommen noch Synkope, Hypoglykämie, ICB,
Meningitis in Betracht.

A-A Gespräch

1) Was ist Liquor? "Der Liquor ist eine im zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark)
vorkommende Körperflüssigkeit, die von den Plexus choroidei gebildet wird. Sie zirkuliert in einem
System aus kommunizierenden Hohlräumen, das man in seiner Gesamtheit als Liquorraum
bezeichnet."

2) Was prüft man mit einer Fingerperimetrie? "Unter Perimetrie werden verschiedene Methoden
zusammengefasst, die dazu geeignet sind die Größe des Gesichtsfeldes eines Patienten zu
bestimmen."

3)Wie werden die Pupillen untersucht?

FAHRRADUNFALL 2
Herr Kai Ziegler, ein 43-jähriger Patient (178 cm groß, 74 kg schwer) stellte sich in unserer
Notaufnahme wegen heute morgen passierten Fahrradunfall vor. Der Patient berichtete, dass er
unterwegs zur Arbeit ausgerutscht und auf die rechte Hand und den rechten Brustbereich gefallen
sei. Seitdem klagte er über starke Schmerzen sowie Schwellung im rechten Handgelenk und
atemabhängige Schmerzen im Brustbereich. Parästhesie in der rechten Hand, Exkorationen,
Schwindel, Synkope und Tachykardie vor dem Unfall wurden von dem Patienten verneint. Außerdem
erwähnte er, dass ihm seit Monaten schwarz vor Augen sei, wenn er aufstehen würde, aber er habe
diesbezüglich keinen Arzt aufgesucht. Die vegetative Anamnese war außer Durchschlafstörung
unauffällig.

Vorerkrankungen: Der Patient leide an einer Schulterarthrose links und habe anamnestisch
orthostatische Hypotonie. An Voroperationen ist eine Resektion eine Abszesess in der linken

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Achselhöhle zu erwähnen.

Medikation: Er nehme Ibuprofen 400 mg mit Pantoprazol 20 mg bei Bedarf ein.

Allergien und Unverträglichkeiten: Eine Allergie gegen Penicilin sei bekannt.

Noxen: Er sei Raucher (25py), er nehme kein Alkohol oder Drogen zu sich.

Familienanamnese:In der Familienanamnese fanden sich eine rheumatoide Arthritis bei der Mutter,
Hautkarzinom beim Vater und Epilepsie beim Bruder.

Sozialanamnese: Der Patient sei ledig, wohne mit seiner Freundin zusammen, habe einen 11-jährigen
Sohn und arbeite als Verkäufer.

Aufgrund der o.g. Symptome gehe ich von einem Verdacht auf distale Radiusfraktur und
Rippenfraktur aus. Als Differenzialdiagnosen kommen Ulnafraktur, Metacarpalfraktur Muskelriss,
Bursitis und Pneumothorax in Betracht.

A-A Gespräch

Welche wichtigen Zeichen mussen sie bei der körperlichen Untersuchung beachten? "Puls im
Arterienverletzungen ausschließen. Parästhesie und Parese um die Nervenschädigungen
auszuschließen."

Was soll ich tun? "Rö Aufnahme, neurologische Untersuchung, cCT, CT Thorax um andere
Verletzungen auszuschließen."

Falls er operiert wird, wie kann ich die Komplikationen aufklären? "Ich habe über allgemeine
Komplikationen wie Blutung, Infektion und Allergien gesprochen."

Was sind Zäpfchen? "Medikament in Form eines kleinen Zapfens oder Kegels, das in den After oder in
die Scheide eingeführt wird; Suppositorium

Was sind Gegenanzeigen? "Kontraindikationen."

BMI Abkürzung "Body Mass Index"

HbA1c Abkürzung Hämoglobin A1c

FAHRRADUNFALL
Frau XY ist eine 43-jährige Patientin, die sich bei uns wegen eines heute morgen stattgefundenen
Fahrradunfalls vorstellte. Sie sei auf dem Weg zur Arbeit gewesen als plötzlich ihr jemand die
Vorfahrt genommen habe und wegen der Nässe sei sie mit ihrem Fahrrad ausgerutscht und
hingefallen. (Das ist ein Arbeitsunfall). Außerdem, berichtete sie, dass sie mit der linken Seite gegen
das Lenkrad gestoßen sei und auf die linke Seite mit gestreckten Arm gefallen sei. (Man muss fragen
wie der Unfall genau passiert ist, wie sie gefallen ist, auf welche Seite? Hat sie ein Helm getragen? Sie
klagte über Thoraxschmerzen links beim Tiefeinatmen und Schmerzen im HG. Des Weiteren sei der
Patientin eine lila Verfärbung und eine Schwellung des HG sowie ein Kribbelgefühl an den Daumen
und Zeigefinger aufgefallen. Auf gezielte Nachfrage klgt die Patientin über eine Abschurfung an der
betroffenen Hand. (Hier muss die Patientin nach Tetanus-Impfung gefragt werden). Die Fragen nach
Nausea, Emesis und Vertigo wurden verneint.

23
Vorerkrankungen Hypotonie, Psoriasis, Tendinitis. Sie nehme Ibuprofen 400 mg und Pantoprazol 20
mg regelmäßig ein. Sie nehme auch manche Tropfen, an dessen Namen sich die Patientin nicht
erinnern kann.

Allergien und Unverträglichkeiten: Eine Allergie gegen Penizilin sei seit ihrer Kindheit bekannt.

Familienanamnese: Mutter leide an aHT und Basalioma und der Vater leide an einer Erkrankung der
Retina(den Namen habe ich vergessen)

Sozialanamnese: Sie wohne mit ihrem Partner und ihrer Tochter, die gesund sei. Sozialanamnese
sonst unauffällig.

V.D Distale Radiusfraktur li und Rippenfraktur li D.D. Milzruptur, Pneumothorax, Rippenserienfraktur,


Instabiler Thorax

P-A Gespräch

Warum muss man gegen Tetanus geimpft werden? Wie lange wirkt die Impfung? "Wegen offener
Wunde, 10 Jahre usw..".

Was machen sie mit mir? "KU, Labor, Sono, Rö."

Röntgen? Ist die Strahlung schädigend?

Sonografie? kurze Aufklärung

Was könnte bei einer Lenkradtrauma verletzt sein? Milz

A-A Gespräch

Was müssen sie bei der KU beachten? "Ausschluss eines Pneumothorax mit Perkussion und
Palpation".

Was machen wir weiter? Labor, Rö HG in 2 EbeneN; Rippen li. in 2 Ebenen und Thorax PA, um eine
Pneumothorax auszuschließen.

Warum machen wir Sono? "Ausschluss einer Milzruptur oder Verletzung der inneren Organe.
Ausschluss Perikarderguss."

Was kann man bei einer Milzruptur im Sono sehen? "Freie Flüssigkeit im Abdomen."

Was muss man sofort bei solchen Handverletzungen überprüfen? "Sensibilität, Motorik,
Durchblutung."

Was könnte diese lila Verfärbung sein? "Hämatom".

Patientin hat Kribbeln. Welcher Nerv ist getroffen? "N. medianus".

Welche Therapiemöglichkeiten haben wir? "Konservative und chirurgische".

Was ist eine Komplikation der konservativen Behandlung? "Pseudoarthrose".

Der OA hat mich etwas über die Gesetze von Arbeitsunfällen gefragt, ich wusste es leider nicht.

24
Fachbegriffe:

indiziert spricht dafür

NNR Nebennierenrinde

Endometritis Gebärmutterentzündung

Hoden Skrotum

Salpingitis Entzündung eines oder beider Eierleiter (Tuba uterina)

FAHRRADUNFALL (HANDGELENKSFRAKTUR)
Frau XY, 34-jährige Patientin stellte sich in der Notaufnahme wegen eines heute morgen passierten
Fahrradunfalls auf dem Weg zur Arbeit vor. Die Patientin berichtete, dass die Straße feucht gewesen
sei weswegen sie mit dem Fahrrad ausgerutscht und auf die linke Hand auf dem Boden gefallen sei.
Seitdem verspüre sie starke stechende Schmerzen im Bereich des Handgelenks. Die
Schmerzintensität wurde mit 8/10 auf einer Schmerzskala angegeben. Zudem berichtete sie über
Ödeme, Hämatom und motorische Bewegungseinschränkungen im linken Handgelenk. Des Weiteren
gab sie an, dass sie bei tiefer Inspiration linksseitige costale Schmerzen verspüre. Die vegetative
Anamnese war unauffällig.

Vorerkrankungen: die Patientin leide an orthostatischer Hypotension, Arthritis und Psoriasis.

Allerigen und Unverträglichkeiten:

Die Patientin sei gegen Penicillin allergisch und habe eine Laktoseintoleranz.

Noxen: Sie sei Nichtraucherin, trinke eine Flasche Bier verteilt in der Woche, sei ledig und habe einen
gesunden Sohn.

V.D Handgelenksfraktur

D.D Distorsion, Luxation

Diagnostik: KU, Blutbild, Röntgen des Handgelenks, CT-Thorax, Abdomensonografie.

Therapie: Analgetika, Gips, Osteosynthese

A-P Gespräch

Was habe ich? Was könnte es sein? Was für Untersuchungen machen sie?

A-A Gespräch

Was könnte es bei costalen Schmerzen sein? Pneumothorax, Hämatothorax.

Was könnte noch bei einem Sturz passieren? Milzruptur.

Hb ist niedrig, was bedeutet das? Das sie Blut verloren hat – posttraumatische Anämie.

Was könnte noch den Fahrradunfall verursachen? Bewusstseinsstörung aufgrund Epilepsie, Synkope,
Hypoglikämie, Hypotonie.

Fachbegriffe:

Mastitis – Brustdrüsenentzündung

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Hals – Cervix

Carpus Handwurzel

Cholezystitis Galenblasenentzündung

Mittelohrentzündung Otitis media

Mandibula Unterkiefer

Milzbrand Anthrax

Wasserlassen Miktion

Medikament gegen Fieber Antipyretikum

Hirnhautentzündung Meningitis

Kalkaneusfraktur Fersenbeinbruch

Amenorrhöe Ausbleiben bzw. Fehlen der Menstruation. Primäre Amenorrhöe – die Regelblutung hat
noch nie stattgefunden und sekundäre Amenorrhöe – eine Regelblutung bleibt über sechs Monate
aus. Zuvor haben aber bereits Regelblutungen stattgefunden.

GASTROÖSOPHAGEALE REFLUXKRANKHEIT
Herr Mayer, ein 53-jähriger Patient, 175 cm groß und 91 kg schwer stellte sich bei uns wegen seit 4
Wochen bestehender persistierender Pyrosis vor. Die Pyrosis verschlectere sich beim Liegen und
postprandial (vor allem nach Süßigkeiten). Der Patient habe sich bei seinem HA vorgestellt, der
Belastungs-EKG durchgeführt habe und sei unauffällig gewesen. Die Fragen nach Schmerzen, Emesis,
Nausea wurden verneint. Bzgl. der Vorerkrankungen seien folgende bekannt: Asthma Bronchiale seit
14 Jahren, dagegen nehme er Salbutamol Spray bei Bedarf. Diarrhö seit 20 Jahren, eine Koloskopie
sei durchgeführt worden und sei unauffällig gewesen. Der Patient habe 2-3 Defäkation täglich.
Hiatushernie seit 6 Jahren, die als nicht therapiebedürftig eingestuft worden sei. Eine Operation
wegen Nasenseptumdeviation sei vor 6 Jahren durchgeführt worden. Vor 10 Jahren habe der Patient
Radiusfraktur gehabt, die mit einem Gips behandelt worden sei.

Familienanamnese: Vater sei vor 3 Jahren an Pankreaskarzinom gestorben, die Mutter sei nach der
Geburt des Patienten gestorben.

Sozialanamnese: Der Patient arbeite als Beleuchter in einem Theater, sei geschieden und habe 3
gesunde Töchter (eine von denen habe vor einer Woche ein Kind bekommen und der Patient sei
Opa)

Noxen: Er sei Nichtraucher, trinke ein Glas Wein täglich und habe einen Kontakt mit Marihuana im
Jugendalter gehabt.

Die VA ist bis auf Diarrhö unauffällig.

Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf eine gastroösophageale Refluxkrankheit hin.

A-A Gespräch

Aufklärungen : Ösophagogastroduodenoskopie, Hämatokrit

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Was könnten die Ursachen für Diarrhö sein? "Kolonkarzinom und Chronisch-entzündliche
Darmerkrankungen."

Was ist der Unterschied zwischen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa? Crohn kann diskontinuierlich
den gesamten Magen-Darm-Trakt befallen, ist aber in > 50% im Ileocoecalbereich lokalisiert. Die
Colitis ulcerosa betrifft immer das Rektum und steigt in anatomischen Grenzen nach cranial auf.

Falls der Patient einen Myokardinfarkt hat, was machen sie? Behandlung: Für die Prognose ist die
frühe Reperfusion des geschlossenen Koronargefäßes entscheidend. Die Therapie der ersten Wahl ist
folgende:

Aufdehnung eines Kranzgefäßes mittels PTCA und Anlage eines Stents (nur bei STEMI)

Systemische Fibrinolyse (Lysetherapie nur bei STEMI)

BYPASS Operation nur bei STEMI

Bei NSTEMI ist nur eine Gabe von Medikamenten (ASS) und eine Herzkatheteruntersuchung sinvoll.

Was sehen sie im EKG? Welche Therapie? ST Elevation

Was ist die Therapie bei GERD und Hiatushernie? Protonenpumpeninhibitoren wie Pantoprazol,
Omeprazol, Alkohol und Rauchenverzicht bei GERD und bei Hiatus hernie auch. Außerdem ist auch
eine operative Behandlung (Offene oder laparoskopische Fundoplicatio in Kombination mit
Hiatoplastik und ggf. auch Fundo- oder Gastropexie) möglich.

GICHT
Fr. Pleuger Melanie, 50 J, 170 cm 106 kg

Allergien: Sonnenallergie - Akne, Pruritus

Noxen: Raucher (70py), trinke jeden Tag 5 Flaschen Bier und am WE 7. Sie nehme auch Cannabis.

Familienanamnese: Mutter leide an aHT und DM, Vater erlitte einen Myokardinfarkt.

Sozialanamnese: Sie sei LKW-Fahrerin und sei verheiratet.

Pleuger, Melanie ist eine 50-jährige Patientin, die sich bei uns wegen seit heute morgen
aufgetretener Schmerzen ohne Ausstrahlung vorstellte. Auf gezielte Nachfrage beschrieb sie die
Schmerzen als stechend. Die Schmerzen seien bei 8 auf einer Schmerzskala von 1 bis 10. Auffällig ist,
dass die Patientin gestern viel Alkohol getrunken habe. Bis auf Dyssomnie sei die vegetative
Anamnese unauffällig.

Vorerkrankungen: Es seien folgende Erkrankungen bei ihr bekannt: aHT, SHT, Mandibulafraktur,
Cephalgie. Im Jar 2005 sei sie operiert worden (Osteosynthese wegen der Mandibulafraktur).

Medikation: Bezüglich der o.g. Erkrankungen nehme die Patientin folgende Medikamente ein:

Votum 40 mg, Ibuprofen 400 mg b.B.

V.D. Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf Arthritis Urica (Podagra) hin.

D.D. Als Differenzialdiagnosen kommen in Betracht: Fußprellung, Fußabszess, Fußphlegmone, pAVK


(Pulsstatus klären).

27
Zur weiteren Abklärung sollten folgende Maßnahmen durchgeführt werden: körperliche
Untersuchung, Labor (Entzündungsparameter, Harnsäurespiegel, Leberfunktionswerte,
Cholesterinspiegel), Röntgenaufnahme des rechten Fußes anordnen.

Falls die Diagnose gesichert wird, sollten folgende therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden:
Novalgin 500 mg 2-2-2-2, Alopurinol nach Schema.

Fachbegriffe:

Fachbegriffe für Eiteransammlung: Abszess, Phlegmone, Empyem

Entzündungszeichen: Tumor, Rubor, Calor, Dolor und Functio laesa (gestörte Funktion)

pAVK - Claudicatio intermittens - Schaufensterkrankheit

Nykturie nächtliches Wasserlasen

Humerus Oberarmknochen

Alopezie Haarausfall

Hämoglobin Blutfarbstoff

Kachexie pathologischer Gewichtsverlust

Fibulafraktur Wadenbeinbruch

Kehlkopfuntersuchung Laryngoskopie

Wurmfortsatz Appendix vermiformis

Grüner star Glaukom

Schleimbeutelentzündung Bursitis

Wundstarrkrampf Tetanus

Magersucht Anorexie

Anamnese Krankengeschichte

Intravenös in die Vene

Adenom gutartige Geschwulst im Drüsengewebe

Herz Cor

Schmerz Dolor

Prognose Prognosis

Auskultation Abhören von Körpergeräuschen

Pankreatitis Bauchspeicheldrüsenentzündung

Gelenk artikulatio

Blutwäsche Dialyse

Nierensteinleiden Nephrolithiasis

Kniescheibenbruch Patellafraktur

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Muskelkrampf Crampus

Mittel gegen Krampfanfälle Antiepileptika

Brachialgie Armschmerzen durch Iritation des Plexus brachialis

Nekrose Absterben von einzelnen oder mehreren Zellen.

HÄMORRHOIDEN
Frau Heinz ist eine 92-jährige Patientin die sich bei uns wegen seit 3 Monaten bestehender
Hämatochezie und ziehenden Schmerzen im anorektalen Bereich bei uns vorstellte. Des Weiteren
berichtete die Patientin, dass sie heute morgen nach der Däfakation eine große Menge
Blutauflagerung in der Toilette gesehen hätte. Ferner erwähnte sie, dass sie seit 25 Jahren
unterandauernder Obstipation leide. Die Schmerzen wurde mit einer 7 von 10 auf einer VAS
bewertet. In Bezug auf die gleichen Beschwerden sei bei ihr eine Koloskopie vor 3 Jahren
durchgeführt worden, jedoch ergab keine Diagnose. In der Vorgeschichte besteht eine Illeus OP vor 5
Jahren, und eine OP aufgrund Talusfraktur vor 40 Jahren. Sie leide auch an KHK.

Vormedikation: ASS 100 mg 1-0-0, nehme Hausmittel gegen Obstipation.

Es bestehe eine Allergie gegen Hausstaub

Familienanamnese: Mutter sei an Schlaganfall gestorben. Während ihrer Lebenszeit hat sie an
Cholezystolithiasis, Thrombose gelitten. Sie habe keine Geschwister.

Sozialanamnese: Sie sei eine verrentete Tanzlehrerin. Ihr Ehemann sei vor 3 Jahren an Herzinfakrt
verstorben. Sie lebe allein, aber sie habe gute Beziehungen mit ihren 4 Kindern.

HERZINSUFFIZIENZ
Herr XY, 67-jähriger Patient stellte sich bei uns vor. Er wiege 78 kg und sei 167 cm groß. Er habe eine
Allergie gegen Penizilin und Tierhaare.

Noxen: Patient sei Ex-Raucher seit drei Jahren. Vorher habe er 16 Jahre lang 1 Schachtel pro Tag
geraucht(16 py). Er trinke gelegentlich 1 Glas Wein. Drogenkonsum wurde verneint.
Familienanamnese: Mutter sei an Uteruskarzinom mit 60 Jahren verstorben und Vater vor 2 Jahren
an einem Myokardinfarkt. Die Brüder seien gesund. Er sei Frührentner seit 2 Jahren und sei
verwitwet. Er habe drei Kinder, zwei gesunde Söhne und eine pflegebedürftige Tochter. Der Patient
stellte sich wegen seit 6-8 Wochen bestehender progredierender Dypnoe vor. Der Patient erwähnte,
dass er im ersten Stock wohne, aber nur eine halbe Etage ohne Dyspnoe ertragen könne.
Desweiteren gab er an, dass er Ödeme beidseitig habe. Auf die Frage ob er diesbezüglich seinen HA
aufgesucht hat, bejahte er und berichtete, dass der Arzt ihm sagte, dass es wegen der Hitze sei. Als
Begleitsymptome wurden Angina Pectoris, Nykturie (2-3 Mal pro Nacht), Orthopnöe, Insomnie,
Hyperhidrose und eine Gewichtszunahme von 2 bis 3 kg in letzten 8 Monaten. An Vorerkrankungen
leide er an: aHT seit 6 Jahren, wird mit Enalapril 10 mg 1-0-0, Bisoprolol 5 mg 1-0-0 und HCT 12,5 mg
1-0-0 behandelt. Hypercholesterinämie seit 6 Jahren, mit Simvastatin 1-0-0 eingestellt, chronische
Lumbago seit 10 Jahren(aufgrund der Arbeit und der pflegebedürftigen Tochter) mit Ibu 600 mg
2xtgl. Arhythmie seit 2 Jahren, mit Macumar 0-0-1 nach Wechselschema eingestellt. Vor 2 Jahren
habe er K-TEP (Knietotalendoprothese) OP gehabt. Operation sei komplikationslos verlaufen.
Aufgrund der anamnestischen Angaben gehe ich von einer Herzinsuffizienz aus.

29
A-A Gespräch

1) Was ist eine Herzinsuffizienz? "Herzinsuffizienz oder Herzschwäche ist die krankhafte Unfähigkeit
des Herzens, das vom Körper benötigte Herzzeitvolumen ohne Anstieg des endiastolischen Drucks zu
fördern."

2) Wie werden sie den Patienten körperlich untersuchen? "Palpation des Herzens, Auskultation des
Herzens und der Lunge, Pulsqualität, klinische Abschätzung des zentralvenösen Drucks."

3) Welche apparative Untersuchungen sollen durchgeführt werden? "EKG,Echokardiografie,


Röntgenthorax, Sonografie als ergänzende Diagnostik."

4) Was ist Ejektionsfraktion? " Als Ejektionsfraktion bezeichnet man den Prozentsatz des
Blutvolumens, der von einer Herzkammer während einer Herzaktion ausgeworfen wird in Bezug auf
das Gesamtvolumen der entsprechenden Herzkammer. Normalerweise 60%-70%, >55% ist normal,
<35% ist hochgradige Einschränkung."

5) Wie werden sie die Beinödeme prüfen? "Inspektion und Palpation. Achten auf Tumor, einseitig
oder beidseitig. Einseitige Schwellungen sprechen für eine Abflussstörung, die von den Venen oder
Lympfgefäßen ausgeht. Beidseitige bzw. symetrische Schwellungen sprechen eher für eine
systemische Ursache."

6) Eindruckbar oder nicht eindruckbar? "Kardial oder renal bedingte Ödeme sind weich und
eindrückbar. Nicht eindrückbare Schwellungen sieht man bei Lymphabflussstörungen oder beim
Myxödem. Allerdings können auch kardiale Ödeme indurieren, wenn sie über einen längeren
Zeitraum bestehen. Eine zyanotische Haut spricht für eine venose Abflussstörung(Phlebödem)."

7) Wie werden sie Aszites prüfen? "Ballotement-Test(Fluktuationswelle) des Abdomens das durch
Stoß oder ruckartige Bewegung ausgelöste Schaukeln des Abdomens wie bei einer Wasserquelle.
Perkussion(Abklopfen) des Abdomens: Flankendämpfung, Messung des Bauchumfangs und
Ultraschal(Sonografie)."

HWS SYNDROM
Name: Anni Kugel, Alter 52, Größe 170 cm, Gewicht 80 kg;

Allergien:Rawerdbeeren (Pruritus, Exanthem)

Noxen: Raucherin (30py), Alkoholkonsum sehr selten, 1-2 Mal in der Woche, Drogenkonsum wurde
verneint.

Familienanamnese: Mutter sei an Mammakarzinom verstorben. Vater leide an Demenz. Sie habe
keine Geschwister.

Sozialanamnese: Sie sei verheiratet, habe 2 gesunde Töchter. Sie sei Verwaltungsangestellte.

Anni Kugel ist eine 52-jährige Patientin, die sich bei uns wegen seit vier Wochen bestehender,
plötzlich aufgetretener, ziehender, progredierender zervikal und intraskapulärer Schmerzen
vorstellte. Sie berichtete, dass die Schmerzen in den rechten Arm bis zur Hand ausstrahlen würden.
Die Intensität wurde mit einer 9 auf einer Schmerzskala von 1 - 10 angegeben. Zudem, gab sie an,
dass die Einnahme von Ibuprofen 400 mg ihr nicht geholfen habe. Desweiteren seien die Schmerzen
in betroffenen Seiten von Parese und Parästhesie begleitet. Die Schmerzen würden sich in Ruhe
verbessern und mit körperlicher Belastung verstärken. Die Patientin erwähnte, dass die Beschwerden

30
nach Anhebung einer schweren Kiste im Büro aufgetreten hätten. Die Fragen nach Unfall, Cephalgie,
Aphasie, Pyrexie, Synkope, Facialparese, Vertigo und Nausea wurden verneint. Die vegetative
Anamnese ist bis auf eine schmerzbedingte Insomnie unauffällig. An Vorerkrankungen leide sie seit 7
Jahren an DM Typ II, dagegen nehme sie Metformin 850 mg 1-0-0 ein, einer Hypercholesterinämie,
dagegen nehme sie Atrovastatin 0-0-1 ein. Bei ihr würde im Alter von 14 eine Appendektomie
durchgeführt. Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf ein HWS-Syndrom(Diskusprolaps
C5-C7) hin. Differenzialdiagnostisch kommen Meningitis, Apoplex und Spinalkanalstenose in Betracht.

Hasenscharte - Gaumenspalte.

HWS-SYNDROM 2
Herr Winkelmüller, Andreas ist ein 51-jähriger Patient der sich bei uns wegen seit 3,5 Wochen
bestehender, progredierender Cervikobrachialgie rechts vorstellte. Der Schmerz strahle bis zum
kleinen Finger aus und gehe mit einer schmerzbedingten Einschränkung einher. Der Patient
berichtete, dass er sich vor 3,5 Wochen eine Verletzung bei der Arbeit zugezogen habe. Seitdem
persistiere der Schmerz und konne nicht mit Wärme- oder Kältekissen und Ibuprofen 400 mg
gelindert werden. Der Patient beschrieb den Schmerz als dumpf oder stechend. Die Intensität würde
zwischen 6-8 auf einer Schmerzskala angegeben. Die vegetative Anamnese ergab eine Insomnie auf
Grund der Schmerzen, chronische Tussis, Obstipation und leichte Dyspnoe beim Treppensteigen. An
Vorerkrankungen seien Hyperlipidämie und chronische Tussis(COPD) bekannt und mit Simvastatin 20
mg 0-0-1 und Spiriva behandelt. Der Patient berichtete, dass er seit Jahren unregelmäßig inhaliere.

Es bestehe eine Allergie gegen Erdbeeren und äußere sich als Zungenödem.

Noxen: Raucher 30 py, Fragen nach Alkohol- und Drogenkonsum wurden verneint.

Familienanamnese: Mutter hatte in April COVID-19 gehabt und als Komplikation leide sie an
Myokarditis, Arytrhmie und Dyspnoe. Vater leide an Coxarthrose.

Sozialanamnese: verheiratet, wohne mit seiner Frau, habe 2 gesunde Töchter. Er arbeite in einer
Rechtsanwaltskanzlei.

V.D. Cervikobrachialgie aufgrund eines HWS Diskusprolaps (HWS Syndrom)

D.D. Spondylosis Cervicalis, Schulterfraktur, Angina Pectoris

Diagnostik: KU, EKG, Röntgen HWS, Röntgen der Schulter, Labor, MRT.

Fachbegriffe:

Endokrinopatie – Erkrankungen des endokrinen Systems

HYPERTHYREOSE
Herr XY ist ein 59-jähriger Patient der sich wegen seit 4 Monaten bestehender Unruhe, Hyposomnie,
Tremor sowie einer Gewichtsabnahme von 5 kg trotz guten Appetit vorstellte. Die Beschwerden
seien mit Tachykardie, Nervösität, Haarausfall, Schwitzen, Wärmegefühl, Insomnie und Diarrhö
begleitet. Des Weiteren berichtete er, dass sich die Beschwerden in Laufe fer Zeit verschlechtert
hätten. Außerdem klagte er über eine Dysphagie. Die vegetative Anamnese sei bis auf Insomnie und
Schnupfen unauffällig.

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Vorerkrankungen:

Er leide an Hyperlipidämie, Lumboischialgie sowie chronische Sinusitis. Vor 2 Jahren habe er eine
Hüft-TEP re. OP gehabt. Zudem, wurde vor 20 Jahren die Galenblase operativ entfernt
(Cholecystektomie).

Vormedikation: Simvastatin 20 mg 0-0-1, Ibuprofen 1-0-0 und Omeprazol 1-0-0-0.

Allergien: Er sei gegen Erdnüsse allergisch.

Familienanamnese: Mutter sei an Mammakarzinom gestorben, Vater sei an Glioblastom verstorben.

Noxen: Er sei Nichtraucher und trinke gelegentlich Alkohol. Drogenkonsum wurde verneint.

Sozialanamnese: Er sei verwitwet, habe 3 Kinder, lebe alleine und sei Blumenhändler von Beruf.

Laut den oben genannten Angaben gehe ich von einer Hyperthyreose aus. Differenzialdiagnostisch
kommen noch Hodgkin Lymphom, Leukämie, Colonkarzinom, Diabetes Mellitus in Betracht.

Zur weiteren Abklärung empfehle ich folgende Maßnahmen: KU, Labor (BB,CRP,
Cholestaseparameter,Glukose, Leberfunktionswerte, Elektrolyte, Nierenfunktionswerte, Urinstatus,
Röntgenthorax in 2 Ebenen, EKG.

HYPERHYREOSE 2
Die Patientin Anja…. 59 Jahre alt stellte sich bei uns wegen bestehender Palpitationen und Nervosität
vor. Die Beschwerden würden seit 3,5 Monate bestehen und hätten sich im Laufe der Zeit
verschlechtert. Darüber hinaus, klagte sie über Unruhe, Tachykardie und Tremor. Die Frage nach
Dysphagie wurde verneint. Die vegetative Anamnese war bis auf eine Insomnie sowie eine
Gewichtsabnahme von 4 kg innerhalb von 4 Monaten(obwohl sie einen guten Appetit habe)
unauffällig.

An Vorerkrankungen leide sie seit 6 Jahren an Hyperlipidämie, die medikamentös behandelt wird
(Simvastatin 40 mg 0-0-1). Außerdem leide sie an chronischen Sinusitis, die mit Nasenspray
behandelt wird.

Sie nehme zur Zeit be Bedarf Paracetamol 500 mg ein.

Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf eine Hyperthyreose hin.


Differenzialdiagnostisch kommen noch KHK und Herzinsuffizienz in Betracht. Zur weiteren Abklärung
würde ich die Patientin zuerst körperlich untersuchen und Laboruntersuchung anordnen. Als
nächstes würde ich eine Schilddrüsenszintigrafie und Szintigrafie durchführen.

Ich empfehle die folgende Therapie: Medikamente wie Thyreostatika, Ernährungsberatung.

Bei versagen der konservativen wurde ich die operative Therapie einleiten.

A-A Gespräch

Schilddrüsenuntersuchung, Labor, welche Werte (TSH,T3,T4, ESG, PCR)

Was bedeutet BSG Blutsenkungsgeschwindigkeit

Sonografie, was können wir sehen? Häufig Struma nodosa, Farbduplex: Durchblutung↑

Was könnte es noch sein, wenn es nicht Hyperthyreose wäre? Depression, Schilddrüsenkarzinom

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Fachbegriffe

Fibulafraktur Außenknöchelbruch

Konjuktivitis Bindehautentzündung

Pankreas Bauchspeicheldrüse

Heilend

Brust Mamma

HYPOGLYKÄMIE
Katharina Lampe, eine 61-jährige Patientin, stellte sich bei uns wegen seit heute morgen
aufgetretener Zittrigkeit, die von Abgeschlagenheit, Palpitation, Hyperhidrose und Unruhe begleitet
sei. Sie sei Diabetikerin seit 10 Jahren. Am Anfang sei DM mit Medikamenten behandelt worden. Seit
einem Jahr nehme sie eine Kombination aus Metformin und Lanson ein. Gestern habe sie 16 statt 12
IE gespritzt, weil ihr Glukosewert 10 gewesen sei. Heute morgen habe sie kein Frühstück gehabt,
habe im Garten gearbeitet als das Ereignis plötzlich geschieh. Synkope und Cephalgie wurden
verneint. Ihr ging es schlecht und dabei sei sie auf die rechte Hand gestürzt. Ihr sei ein Hämatom
aufgefallen. Hypästhesie, schmerzbedingte Bewegungseinschränkung wurden verneint.

Vorerkrankungen: Sie leide seit 10 Jahren an Hyperlipidämie sowie seit 13 Jahren an aHT.Sie nehme
regelmäßig Metformin, Simvastatin, ASS, Lanson und Enalapril ein. Sie habe vor drei Jahren einen
Herzinfarkt erlitten und damals sei ihr ein Stent eingesetzt.

Familienanamnese: Vater sei im Alter von 60 an Herzinfarkt gestorben. Die Mutter leide an DM, aHT
und Hyperlipidämie. Bruder sei gesund.

Noxen: Sie sei seit drei Jahren Ex-Raucherin, habe bis damals 30py geraucht. Alkohol und
Drogenkonsum wurden verneint.

Sozialanamnese: Sie sei verheiratet, lebe mit ihren Mann, habe 2 gesunde und erwachsene Kinder.
Sie sei Managerin und habe eine selbständige Bäckerei. Auslandsaufenthalt wurde verneint.

HYPOKALIÄMIE UNTER DIURETIKAEINNAHME


Frau Paulsen, 64-jährige Patientin stellte sich bei uns wegen seit 4 Monaten bestehender
Obstipation(Stuhlgang einmal alle 4 Tage) mit Hämatochezie vor. Außerdem klagte er über
Meteorismus, Flatulenz sowie Abdominalschmerzen. Der Patientin sei auch eine Gewichtszunahme
von 10 kg innerhalb der letzten 4 Monate aufgefallen. Bei der vegetativen Anamnese ergab sich eine
seit mehreren Wochen bestehende Insomnie aufgrund von Nykturie. Palpitation, Nausea und
Vomitus wurden verneint.

Vorerkrankungen: Hämorrhoidalleiden(seit 5 Jahren, behandelt bei Bedarf mit einer Salbe), aHT seit
2 Jahren, wird mit Furosemid 50 mg 1-0-0 behandelt. Die Patientin erwähnte, dass sie seit einer
Woche 2 Tbl. bzw. 100 mg nehme, damit sie abnehmen könne. Hypothireose(Haschimoto,
Hypothyreodititis) L-Thyroxin 75 mg 1-0-0.

Voroperationen: Der Patientin sei am rechten Knie wegen einer Meniskusruptur nach Fahrradunfall
operiert worden.

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Noxen: Die Patientin sei ex-Raucherin, habe vor anderthalb Jahren mit dem Rauchen aufgehört. Sie
trinke gelegentlich Eierlikör. Drogenkonsum wurde verneint.

Familienanamnese: Der Vater habe an Herzinsuffizienz gelitten und sei daran gestorben. Die Mutter
sei an Magenkarzinom gestorben.

Allergien: Es sei eine Allergie gegen Aspirin bekannt. Diese äußert sich durch Urtikaria und Pruritus.

Sozialanamnese: Die Patientin sei verwitwet, habe einen gesunden Sohn und sei Verkäuferin vom
Beruf.

Aufgrund der anamnestischen Angaben gehe ich von einer Hypokaliämie unter Diuretikathrapie aus.
Differenzialdiagnostisch kommen noch Kolonrektalkarzinom, Obstipation im Rahmen von
Hypothyreose in Betracht. Weitere Maßnahmen: BB, Elektrolyte, TSH, T3, T4, LDL, HDL,
Abdomensonografie, Koloskopie.

Fachbegriffe:

Suppositorium - Zäpfchen

Scorbut - Vitamin C Hypo- oder Avitaminose

Ductus Pancreaticus - Bauchspeicheldrüsengang

Endometritis Gebärmutterschleimhautentzündung

Wie führt man eine Bauchstraffung durch? Operativ werden bei einer Bauchdeckenstraffung die
erschlaffte „Fettschürze“ bzw. die erschlaffte Haut entfernt. Dazu wird zunächst ein Schnitt angesetzt,
welcher bogenförmig am oberen Schamhaarbereich entlang bis zum Beckenknochen führt. Dieser
Eingriff eignet sich zur Straffung des gesamten Bauchbereichs, da die Haut zwischen der
Schnittführung und dem Rippenbogen gestrafft werden kann. In den meisten Fällen wird der Nabel
umschnitten und im Anschluss in der nach unten gezogenen und verbleibenden Bauchhaut neu
positioniert.

Der Eingriff kann zudem, bei geeignetem Befund, mit einer Fettabsaugung oder einer
Bauchmuskelstraffung (Rektusfasziendopplung) kombiniert werden.

wie führt man eine Appendektomie durch? Auf der rechten Unterbauchseite unterhalb des Nabels
wird ein etwa 6 cm langer Schnitt gemacht. Damit die Wunde später besser verheilt, richtet sich der
Arzt dabei nach dem Verlauf der Hautlinien und Muskelfasern.

Dann wird der untere Pol des Blindarms aufgesucht, von dem in der Regel der Wurmfortsatz abgeht.
Die zuführenden Gefäße werden abgeklemmt und der Operateur entfernt den Wurmfortsatz. Der
verbleibende Stumpf wird mittels einer speziellen Naht (sogenannte Tabaksbeutelnaht) versenkt und
anschließend zur Sicherheit noch einmal mit einer zweiten Naht vernäht. Danach wird die
Bauchdecke schichtweise wieder verschlossen. Die Hautwunde wird entweder genäht oder
geklammert.

34
HYPOTHYREOSE
Herr Hinz, ein 44-jähriger Patient, 174 cm groß, 94 kg schwer, stellte sich wegen seit einem Jahr
bestehender Fatigue und Suizidgedanken vor. Der Patient berichtete über eine Gewichtzunahme von
10 kg innerhalb eines Jahres. Des weiteren klagte der Patient über Xreodermie, Onychosschisis und
Heiserkeit. Die vegetative Anamnese sei bis auf Insomnie und Obstipation unauffällig.

Vorerkrankungen: Gastritis vor 5 Jahren, wurde mit Medikamenten behandelt, Er sei vor 7 Jahren
wegen eines Abszesses in der Axilla operiert worden.

Medikation: Der Patient nehme regelmäßig keine Medikamente ein. Er nehme nur bei Bedarf
Koffeintabletten und pflanzliche Medikamente gegen Obstipation.

Allergien und Unverträglichkeiten: Braunpfalster (Kontaktdermatitis). Birkenpollen (allergische


Rhinitis)

Lebensgewohnheiten: Nikotin: 20 Zigaretten pro Tag seit 20 Jahren (20py), Alkohol: 1 Glas Wein
täglich. Drogenkonsum wurde verneint

Familienanamnese: Vater sei mit 73 Jahren an Bronchialkarzinom verstorben. Mutter leide an DM,
sei 78 Jahre alt und wohne im Pflegeheim.

Sozialanamnese: Er sei Lehrer von Beruf. Er sei verheiratet und wohne mit seiner Frau und habe 2
gesunde Kinder.

V.D. Hypothyreose D.D. Depression, Anämie

A-A Gespräch

Sie haben viele Fragen über Depression, Anämie, Larynxkarzinom, Hypothyreose, Hyperthyreose
gestellt.

Aufklarung: Sonografie, Laryngoskopie, Untersuchung der Glandula Thyreoidea.

Fachbegriffe:

Sklera Lederhaut

funiculus Umbilicalis Nabelschnur

Antiphlogistika Mittel gegen Entzündung

neurotoksisch nervengiftig

Zirkumzision Beschneidung

Eitergeschwür Abszess

grauer Star Katarakt

Fruchtbarkeit Fertilität

Hodenentzündung Orchitis

35
HYPOTHYREOSE 2
Herr XX, ein 44-jähriger Patient, 175 cm groß und 90 kg schwer stellte sich bei uns wegen seit einem
Jahr depressiver Stimmung ( Er habe keine Lust weder bei der Arbeit noch zu Hause zu sein),
schlechter Laune und Suizidgedanken vor. Zudem berichtete er, dass er innerhalb des letzten Jahres
6 bis 8 kg zugenommen hätte. Als weitere Symptome wurden Obstipation, Insomnie und
Durchschlafstörungen, Haarausfall und Kältegefühl angegeben. Algesien wurden verneint. Vor
einigen Monaten würde bei ihm eine Gastroskopie mit Biopsie durchgeführt und eine Gastritis
festgestellt. Diese wird laut Patienten medikamentös behandelt. Vor 20 Jahren habe er eine BSV
(Bandscheibenvorfall) OP gehabt und vor einem Jahr eine Abszessspaltung axillaire rechts.

Vormedikation: Koffein Tbl. 1-0-0, Loratidin bei Bedarf während der Allergieseason.

Allergien: Patient sei gegen Pollen allergisch, die Allergie äußere sich durch Rhinitis und gegen
Braunpflaster die sich durch Exanthem äußere.

Noxen: Patient sei Raucher und rauche seit 20 Jahren 1 Packung tgl.(20py). Er trinke abends tgl. ein
Glas Wein. Drogenkonsum wurde verneint.

Sozialanamnese: Er sei Mathe- und Physiklehrer, sei verheiratet und habe 2 gesunde Töchter.

Familienanamnese: Vater sei an Bronchialkarzinom verstorben. Mutter sie mit 65 wegen Appoplex
ebenfalls verstorben. Er habe keine Geschwister.

Aufgrund der anamnstestischen Angaben gehe ich von einer Hypothyreose aus.
Differenzialdiagnostisch kommen noch Anämie und Depression in Betracht.

Diagnostik: körperliche Untersuchung, Labor: BB, Elyktrolyten, Creatinin, DRP, TSH, T3, T4,
TPO(Thyreoidperoxidase); psychiatrisches Konsil, Sonografie ggf. Szintigrafie.

Therapie: L-Thyroxin, Chirurgie bei Nodul

Arzt-Patient Gespräch:

Was wollen sie machen? Was ist ein Ultraschall? Ist es sicher Hypothyreose? Könnte es Krebs sein?
Muss ich stationär aufgenommen werden? Muss ich nur Tabletten nehmen oder muss ich auch
operiert werden? Was ist eine Szintigrafie? Warum muss ich einen Psychiater besuchen? Ist das
unbedingt notwendig?

Arzt-Arzt Gespräch

Was hat er genau geäußert damit sie eine Depression feststellen können? Depressive Stimmung,
Antribslosigkeit, Suizidgedanken, Insomnie

Wie kann man wissen ob der Patient nur Suizidgedanken äußert oder auch wirklich sterben möchte?
Wir müssen seine derzeitige Lebenslage erfragen. Vielleicht sucht der Patient durch seine
Suizidversuche einfach nur Aufmerksamkeit, dies können wir nur durch detailiertes Erfragen
feststellen.

Warum denken sie an Hypothyreose? Wegen den Symptomen

Wofür sind die Antikörper TPO? Thyreoperoxidase-Antikörper sind gegen die Thyreoperoxidase
gerichtete Antikörper, deren Serumspiegel bei verschiedenen Autoimmunthyreopathien erhöht sein
kann. Die Thyreoperoxidase spielt eine wichtige Rolle in der Synthese der Schilddrüsenhormone.

36
Brauchen wir Szintigrafie?

Welche Therapie? L-Thyroxin

Was sollte man noch bei einer Obstipation erfragen? Haben sie Blut im Stuhl

Fachbegriffe:

Hals

Mittelohrentzündung Otitis media

Milzbrand Anthrax

Mastitis Brustentzündung

Innenhirnblutung

Kalkaneusfraktur Kalkaneusbruch

Cholezystitis Gallenblasenentzündung

KARPALTUNNELSYNDROM ODER HWS


Ein 56- jähriger Patient, übergewichtig und sei Goldschmied von Beruf. Er stellte sich bei uns wegen
seit 3 Monaten bestehenden Kribbeln und Ameisenlaufen in beiden Händen, dabei sei links mehr
ausgeprägt. Seit 1-2 Moanten seien Schmerzen in der rechten Hand hinzugekommen, die bei
Belastung wie z.B. wenn der Patient am PC arbeite, auftreten würden. Ein Händeschütteln würde die
Schmerzen lindern. In der Nacht müsse er bis 5 Mal aufstehen wegen der o.g. Beschwerden um seine
Hände zu schütteln. Außerdem, berichtete er über eine Atrophie der Daumenballmuskeln. Darüber
hinaus, leide er an Rückenschmerzen in Lendenbereich, habe Sodbrennen, und früher hätter er eine
Herzaussetzung gehabt. Er sei diesbezüglich vom HA konsulitert worden, konnte aber keine
Pathologie festgestellt werden.

Vegetative Anamnese: Er habe in den letzten Jahren zugenommen da er gerne esse und koche und
neue Rezepte möge. Wasserlassen sei erschwert, er habe einen schwachen Strahl (V.a. BPH).

Vorerkrankungen: Hypothyreose, Z.n. Commotio cerebri vor 8 Jahren, Z.n. Radiusfraktur rechts mit
Metallosteosynthese vor 5 Jahren, Z.n. Claviculafraktur vor 5 Jahren

Medikation: Er nehme L-Thyroxin nach einem Schema 75/100 Mikrogramm im täglichen Wechsel
und Pantoprazol und Ibuprofen gegen Rückenschmerzen bei Bedarf.

Allergien: Er vertrage kein Citrus

Noxen: Er sei Raucher(60py)

Familienanamnese: Mutter habe MS, sei Rollstuhlabhängig und leide an Depression. Vater leide
unter Migräne.

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Sozialanamnese: Er sei verheiratet, habe 2 erwachsene Töchter. Eine von denen habe Hydrocephalie
nach überstandener Toxoplasmose in der Kindheit und wohne in einem Heim.

A-A Gespräch

Fragen bzgl. KU, neurologischer Untersuchung, differenzialdiagnostische Zeichen

Fachbegriffe

Verschlechterung einer Krankheit Exacerbation

Blinddarmentzündung Appendizitis

Mittel gegen Husten Antitussivum

CLL chronische lymphatische Leukämie

Distorsion Verstauchung

Galengangkrebs Ductus choledochus carcinom

Hämodialyse

Leistenbruch Hernia inguinalis

Magengeschwür Ulcus ventriculi

Milz Splen

Singultus Schluckauf

Hypersalivation erhöhte Speichelproduktion

KINDESMISSBRAUCH
Der 3 Monate alte Säugling wurde ins Krankenhaus in Begleitung von seiner Mutter gebracht, weil er
vom Wickeltisch vor 3 Stunden runtergefallen sei. Die Mutter des Kindes gab an, dass der Vater auf
das Kind aufpassen sollte während sie mit ihrer Freundind in einem anderen Zimmer Alkohol
getrunken habe. Dann habe sie plötzlich den Schrei des Kindes gehört. Bei uns hat der Patient ein
rechtseitiges Hämatom an der Stirn ohne weitere körperliche Verletzungen. Laut der Mutter habe er
3 Mal das Bewusstsein verlo0ren und sei momentan ruhiger als üblich. Der Patient habe nicht
erbrochen oder geblutet.

Vorerkrankungen: eine Frühgeburt (in der 34 Schwangerschaftswoche), Neugeborenenikterus


(deswegen sei er 3 Wochen im Krankenhaus geblieben und Blaulicht Fototherapie bekommen),
Fußfehlstellung(Fußdeformität), Lippen- und Ohrenabnormalitäten, 2,3 kg Gewicht bei der Geburt
(fetales Alkoholsyndrom).

Vormedikationen: Eisentropfen und Vitamine.

Sozialanamnese:

Die Mutter sei Hausfrau. Der Vater arbeite als Maler. Der Patient habe eine Schwester und einen
Bruder.

Familenanamnese:

Die schwester leide an Asthma Bronchiale.

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Allergien:

Anamnestisch sei eine Unverträglichkeit gegen Eisentropfen (Bauchschmerzen) bekannt. Während


der Schwangerschaft habe die Mutter geraucht und Alkohol getrunken und keine Medikamente
eingenommen.

Ich sollte im Brief erwähnen, dass vermutlich ein Verdacht auf Kindesmissbrauch besteht.

Kindesmissbrauch: Ein Säugling mit einem Comotio cerebri, der Vater war Alkoholiker.

Vorerkrankungen: Encephalopathie, Talus valgus

Mutter: Alkoholikerin, drogenabhängig.

Diagnostik:

Sonografie der inneren Organe, Röntgen des gesamten Skeletts, Konsil: Radiologie, Unfallchirurgie,
HNO, Ophtalmologie, Dermatologie, Rechtsmedizin (Analyse von Verletzungen)

Das Schütteltrauma: Vorstellungszeitpunkt, Irritabilität, Somnolenz, Subduralhämatom, retinale


Hämorrhagien, Multiple Frakturen.

ANAMNESE BEI KINDERN

Sprechen sie unbedingt, wenn möglich selbst mit dem Kind und hören aufmerksam zu, was das Kind
berichtet. Am besten kommunizieren sie mit dem Kind auf Augenhöhe, d.h. setzen sie sich vor das
Kind oder gehen sie vor ihm in die Hocke. Passen sie ihre Sprache oder ihre Sätze an das
Sprachvermögen des Kindes an (einfache, kurze Sätze aber keine Babysprache).

Fragen bei Unfällen/Verletzungen an die Begleitpersonen und oder auch direkt an den Patienten:

1. Was ist genau passiert? Wann und wo?


2. Wer ist dabei gewesen? Hat jemand den Sturz/ Unfall gesehen (Zeugen)?
3. Wer hat das Kind gefunden? Gab es Auffällgkeiten?
4. Hat das Kind erbrochen? Hatte bzw. hat es nasenbluten? Hat es geweint oder war es
somnolent, schläfrig oder nicht ansprechbar?

Sie sollten bei der Anamnese und körperlichen Untersuchung mögliche Kindesmisshandlung oder
Kindesmissbrauch im Blick haben, falls die ersichtlichen Verletzungen bzw. der Gesamtzustand des
Kindes nicht zu dem geschilderten Trauma-Mechanismus/Sturz/Unfall passen, die Eltern
widersprüchliche Angaben machen, ein bekanntes Alkohol- oder Drogenproblem haben, bzw. den
Eindruck erwecken alkoholisert zu sein, das Kind bereits wegen mehrerer ungewöhnlicher Unfälle
oder Verletzungen im Krankenhaus oder beim Arzt in Behandlung war, das Kind ungewöhnlich
verstört, verängstigt oder weinerlich wirkt., z.B. wenn das Kind bei der körperlichen Untersuchung
extrem verängstigt wirkt und eine sehr angespannte Bauchdecke hat.

Bei dem Verdacht von psychischer oder physischer Gewalt oder sexuellem Missbrauch muss die
Fremdanamnese separat von jedem Elternteil bzw. den Begleitpersonen erhoben werden. Bei
begründeten VD auf eine Kindeswohlgefährdung (Misshandlung oder Missbrauch) muss die Polizei
informiert werden. Rücksprache mit Opberarzt/Chefarzt empfohlen. In diesem Fall muss das Kind
stationär aufgenommen werden und spätestens am nächsten Tag das Jugendamt über den Vorfall
informiert werden. Bedenken sie bitte unbedingt dass bei dem VD auf Misshandlung oder sexuellen

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Missbrauch nicht zwangsläufig beide Elternteile bzw. Bezugspersonen „Täter“ sind, evtl. kommen
auch Nahestehende, Verwandte, Nachbarn, Erzieher, Trainer oder ganz fremde Personen in Betracht.

KOLONKARZINOM
Herr XX, ist ein 56-jähriger Patient, der sich bei uns wegen seit 15 Tagen rezidivierender,
krampfartiger, periumblikaler Abdominalschmerzen ohne Ausstrahlung vorstellte. Darüber hinaus,
berichtete er ,dass die Schmerzen in den ersten zwei Tagen von Nausea und Emesis sowie in den
letzten Tagen von wässriger Diarrhöe begleitet seien. Desweiteren gab er an, dass die Schmerzen ab
und zu eine Schmerzintensität von 7 auf einer Schmerzskala von 1-10 hätten. Fieber, Schuttelfrost,
Hämatemesis, Tenismus, Meläne, Hämatochezie, Dysurie, Ikterus und Arthritis wurden verneint. In
der vegetativen Anamnese ergab sich ein Gewichtsverlus von 2 bis 3 kg innerhalb von 2 Wochen,
Insomnie und Stress. An Vorerkrankungen seien bei ihm seit 20 Jahren eine aHT, Extrssystole bei
letzter EKG und BPH bekannt. Er nehme Beloc Zok 5,90 mg 1-0-0, MCP, Imodium und Baldrian
Schlaftabletten.

Noxen: Er trinke am WE 1-2 Flaschen Bier und sei Nichtraucher. Drogenkonsum wurde verneint.

Familienanamnese: Die Mutter litte an Ileus wegen des Kolonkarzinoms und sei daran verstorben.
Der Vatter erlitte einen HI und dabei wurde DM festgestellt.

Aufgrund der anamnestischen Angaben gehe ich von einem Kolonkarzinom aus.
Differenzialdiagnostisch kommen noch folgende Erkrankungen in Betracht: Morbus Crohn,
Divertikulitis, Reizdarm Syndrom, komplizierte Appendizitis. Zur Sicherung der Diagnose werden
folgende Maßnahmen durchgeführt: KU, BB, CRP, BSG, Stuhl und Urinprobe, Sonografie des
Abdomens, Coloskopie und Biopsie.

KRAMPFANFALL (EPILEPSIE)
Herr Michael Steinbach ist 43-jähriger Patient, der sich wegen plötlichem Bewusstseinverlust bei der
Notaufnahme vorstellte. Vom ersten Moment an war der Patient sehr verwirrt und verstande nicht
genau wo er war. (Ich fragte gleich nach Zeit und Personorientierung). Der Patient konnte das Datum
und seine persönlichen Daten angeben, aber sei damit unsicher gewesen. Im weiteren Verlauf fragte
er mehmals, ob er wirklich im Krankehaus sei. Der Patient teilte mit, dass sein Hosen nass seien. Er
konnte sich nicht an den Krampfanfall erinnern (retrograde Amnesie) und seine Zunge tue weh (auf
Nachfrage berichtete er das er Blut schmecken konnte). Ferner gab er an, dass er vor dem Anfall
einen komischen Geruch empfunden habe (wie faules Ei). Danach gab er an, dass er vor einem Jahr
eine Magenschleimhautentzündung mitHelicobacter pyloris gehabt habe was mit Trippeltherapie
und kompleter Ausheilung behandelt würde. Deswegen nehme er Pantoprazol ein. Er berichtete
auch, dass er Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) an beiden Ellenbogen habe und dads er die
Schuppen mittels eines Schwammes im Bad lösche. Desweiteren berichtete er, dass er mit 8 Jahren
vom Bett gefallen sei und der rechte Arm sei mit "Metalldingen" operiert worden(Unterarmfraktur
rechts mit Fixateur/Internalfixation). Und nach ein wenig Zeit fügte er hinzu, dass er am linken
Unterbauch wegen einer Leistenhernie operiert worden sei. (Hernia inguinalis, laparoskopisch
behandelt).

Allergien und Unverträglichkeiten: Der Patient sei gegen Wespenstiche allergisch, er habe eine
Epinephrin-Spritze für Notfälle. Er müsste wegen allergischer Atemnot stationär behandelt werden.

Medikation: Der Patient nehme zusätzlich Simvastatin 40 mg 0-0-10.

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Noxen: Sei Ex Raucher, habe vom 16-30 Lebensjahr 1 Schahtel Zigaretten pro Tag geraucht (14py). Er
trinke 1 oder 2 Mal in der Woche eine Flasche Bier und rauche gelegentlich Cannabis.

Familienanamnese: Vater habe mit 64 eine subarachnoidale Blutung gehabt und lebe im Pflegeheim.
Mutter habe DM, Hyperlipidämie und sei noch am Leben. Sohn leide an Neurodermatitis. Tochter sei
gesund.

Sozialanamnese: Der Patient sei Erzieher, arbeite im Kindergarten und wohne mit seiner Ehefrau und
Kindern.

A-P Gespräch

Der Patient hat nach weitere Prozedere gefragt. "Zuerst werden wir eine körperliche und
neurologische Untersuchung durchführen und dann werde ich dem Oberarzt Bescheid geben. Er
fragte was eine neurologische Untersuchung sei, worauf ich antwortete "wir gucken ob ihre Muskeln
noch funktionieren" Dann sagte ich dass ich ein MRT anordnen wollte, er fragte was das bedeutet,
und ich erzählte "Das ist eine nicht eingreifende, schmerzfreie Untersuchung. Sie liegen in einem
Rohr und wir machen Schnittbilder von ihrem Gehirn." Das war dem Patienten ausreichend. Dann
fragte er nach Lumbalpunktion, ich erzählte das wir mittels einer Nadel Rückenmarkflüssigkeit
bekommen. "Ist das nicht schmerzhaft?" Ich sagte das es zuerst weh tut, aber man bekommt
lokalisierte Betäubung, und wenn er Angst habe, kann man ihm auch ein Beruhigungsmittel geben.

A-A Gespräch

Was spricht für Epilepsie, was für Schlaganfall? Wie heißt es, wenn man vor einem Krampfanfall oder
Migräne merkwürdige Geräusche, Geruch, Körpergefühle usw hat? Die Aura ist ein häufiges, fokales
neurologisches Symptom der Migräne, auf das zumeist Kopfschmerzen folgen. Sie tritt in etwa 15 bis
20 % der Migräneanfälle auf und ist das entscheidende diagnostische Kriterium zur Unterscheidung
zwischen einer klassischen Migräne (Migräne mit Aura) und einer gewöhnlichen Migräne (Migräne
ohne Aura). Charakteristisch sind dynamische, meist visuelle oder andere sensorische
Wahrnehmungsstörungen. Die Aura kann auch ohne die typischen Migräne-Kopfschmerzen
auftreten. Teilweise ist sie auch im Volksmund unter dem Wort Augenmigräne (ophthalmische
Migräne) zu finden.

Was kann Bewusstseinverlust und Krampfanfälle verursachen? Epilepsie, Hypoglikämie,


anaphilaktischer Schock.

Was ist der erste Blutwert den der Notarzt überprüft? "Blutzucker".

Was könnte Hypo- oder Hyperglikämie verursachen? Diabetes

War die Familienanamnese für diesen Fall wichtig? Mutter leidet an DM

Was bedeutet zwingend? "erforderlich, notwendig,sehr wichtig."

Fachbegriffe:

Maurosis fugax ist ein akuter, reversibler und meist einseitig verlaufender arterieller Gefäßverschluss
der die Netzhaut versorgenden Arteria centralis retinae, welcher eine kurzzeitige, vollständige
Verdunkelung des betroffenen Auges zur Folge hat

AHB Anschlussheilbehandlung

41
LEBERZHIRROSE 2
Frau X, 59-jährige Patientin stellte sich bei uns wegen seit 2 Tagen bestehender, intermittierender,
kolikartiger Abdominalschmerzen vor. Die Schmerzen würden mit 4 auf einer Schmerzskala von 1 bis
10 eingeschätzt und würden in das rechte obere Abdomen ausstrahlen. Als Begleitsymptome wurden
Nausea, Inappetenz, Pruritus und Adynämie angegeben. Außerdem, sei der Patientin ein Ikterus
aufgefallen. Die Fragen nach Emesis und Pyrexie wurden verneint. Die vegetative Anamnese ist bis
auf eine Acholie und dunklen Urin unauffällig.

Vorerkrankungen: Die Patientin leide an aHT, Mammakarzinom und Lumbalgie.

Operationen: Kreuzbandplastik vor 10 Jahren sei komplikationslos verlaufen. Frakturen wurden


verneint.

Vormedikation: Enalapril 5 mg 1-0-0, HCT 12,5 mg 1-0-0, Tamoxcifen 40 mg 1-0-0, Ibuprofen 400 mg
1-0-0, Pantozol 40 mg 1-0-0.

Sozialanamnese: Die Patientin sei geschieden, habe 2 Töchter und arbeite im CallCenter. Früher sei
sie Erzieherin gewesen.

Noxen: Sie trinke 2 Gläser Wein jeden Abend, sei Ex-Raucherin, habe 6 Jahre 5 Zigarreten pro Tag
geraucht(1,5py). Drogenkonsum wurde verneint.

Familienanamnese: Vater leide an Morbus Parkinson und wohne im Pflegeheim. Mutter sei am
Ovarialkarzinom verstorben.

Anhand der anamnestischen Angaben gehe ich von einer Steatosis Hepatis aus.
Differenzialdiagnostisch kommen noch Cholelithiasis, Cholangitis und Leberkarzinom in Betracht.

Zur weiteren Abklärung empfehle ich: körperliche Untersuchung mit Fokus auf Abdomen,
Blutabnahme(BB,Cholestaseparameter,Nierenwerte,Albumin,Elektrolyten), Abdomen Sonografie ggf.
CT oder ERCP.

A-A Gespräch

1) Was verstehen sie unter Steatosis hepatis? "Die Fettleber ist eine krankhafte Veränderung der
Leber, bei der es zu einer vermehrten Einlagerung von Triglyceriden in das Lebergewebe kommt. Der
Übergang von einer gesunden Leber zur Fettleber ist fließend. Im allgemeinen spricht man von einer
Fettleber, wenn mehr als 50% der Hepatozyten von einer Leberzellverfettung betroffen sind oder der
Gewichtsanteil des Fetts in der Leber mehr als 10% des Gesamtgewichts überschreitet."

2) Einteilung von Ikterus? " Prähepatischer Ikterus Der prähepatische Ikterus entsteht durch einen
vermehrten Anfall von Bilirubin im Blut, z.B. im Rahmen einer massiven Hämolyse. Intrahepatischer
Ikterus Beim intrahepatischen Ikterus wird Bilirubin von den Leberzellen eingeschränkt
aufgenommen oder unzureichend glucuronidiert. Ursache hierfür können Medikamente

(z.B. Kontrastmittel), eine Schädigung der Leberzelle selbst oder eine herabgesetzte Leistung der
Glucuronyltransferase (z.B. beim Morbus Meulengracht) sein. Posthepatischer Ikterus Ein
posthepatischer Ikterus tritt aufgrund von Störungen des Gallenabflusses (Cholestase) auf, z.B. durch
Verlegung der extrahepatischen Gallenwege bei einem Pankreaskarzinom. Man spricht deshalb auch
von einem cholestatischen Ikterus. Eine Sonderform stellt hier das Mirizzi-Syndrom dar."

42
3) Was bedeutet ERCP? "Die endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie oder kurz ERCP
ist ein endoskopisches Verfahren zur Darstellung und Untersuchung der Gallen- und Pankreasgänge.
Die Darstellung erfolgt dabei durch lokale Applikation von Kontrastmittel unter Durchleuchtung mit
einem Bildwandler.

Hämochromatose – Eisenspeicherkrankheit, Es wird dabei zu viel


Eisen im Körper eingelagert, vor allem in Leber und Herz. Mögliche
Folgen sind zum Beispiel Leberzirrhose und Herzmuskelerkrankung.
Die Hämochromatose kann angeboren oder erworben sein. Sie wird
mit Aderlässen oder Medikamenten (Eisenchelatoren) behandelt.
Fachbegriffe

Kachexie - Abmagerung

Hirnentzündung - Enzephalitis

Augennetzhaut - Retina

Hämoglobin - Blutfarbstoff

Humerus – Oberarmknochen

LEBERZHIRROSE
Herr B, 67-jähriger Patient, geb. am 01.05.1953, 169 cm groß, 88 kg schwer, stellte sich heute in der
Notaufnahme wegen seit 3-4 Tagen bestehender rechtsseitiger Oberbauchschmerzen,
Sklerenikterus, Pruritus, Fiebergefühl, Fatigue, Hyporexie, Insomnie, dunklen Urin und acholischer
Stühle vor. Die Schmerzen seien dumpf, mit 3 auf einer Schmerzskala eingeordnet, nicht
ausstrahlend und anhaltend. Außerdem, würden sich die Schmerzen durch gerade Lagerung etwas
lindern und bei gebeugter Körperhaltung verschlechtern. Der Patient berichtete, dass es ihm schon
lange nicht mehr gut gehe. Trotz Inappetenz habe er in der letzten Zeit 2 bis 3 kg an Gewicht
zugenommen. An Vorerkrankungen sei bei ihm seit 10 bis 15 Jahren eine aHT bekannt. Er leide auch
an Steatosis hepatis. Er nehme Bisoprolol 10 mg vormittags regelmäßig ein.

Noxen: Raucher 50py, täglicher Alkoholkonsum (2 bis 3 kleine Bier und kurzer "Schnapps").

Allergien: Er reagiere allergisch auf Wespenstich. Er habe das einmal gehabt und hat einen
anaphilaktischen Schock erlitten.

Eine OP sei wegen einer Handfraktur als Folge eines Arbeitsunfalls durchgeführt worden. Der Patient
gibt an, dass er gegen Impfungen sei uns selten seinen HA besuche.

Familienanamnese: Mutter litte an Mammakarzinom und sein Vater litte an DM und HI. Beide seien
schon gestorben.

Sozialanamnese: Herr B. ist Rentner, wohne allein und habe zwei Söhne, mit denen er keinen Kontakt
habe. Früher habe er mit Metallansammlung gearbeitet.

Patient war sehr genervt, angespannt und hat mich viel Mals gefragt was wir mit ihm machen
werden, was ein Ultraschall ist, ob es ihm weh tut, ob er operiert wird, wie Steine in sein Bauch
kommen könnten, was Galengang ist.

43
A-A Gespräch

Ursachen von Ikterus? Leberzirrhose, Virushepatites,Leberkrebs, Lebermetastasen, Vergiftungen

Rechtsherzinsuffizienz, Schwangerschaftsvergiftung (Gestose), Fettleber, Pfeiffersches Drüsenfieber,


Vergiftungen, Medikamente, Angeborene Hyperbilirubinämie, zum Beispiel Morbus Meulengracht,
Gelbfieber

Welche diagnostischen Maßnahmen werden wir durchführen? Als bildgebendes Verfahren zur
Diagnostik einer Leberzirrhose kann die B-Bild Sonographie eingesetzt werden. Hier zeigt sich die
Leberzirrhose als unregelmäßige Leberoberfläche, Inhomogenität der Leber, Vergrößerung des Lobus
caudatus.

Zudem ist eine Splenomegalie zu erkennen. Der Nachweis/Ausschluß einer Leberzirrhose ist mit Hilfe
von Ultraschallverfahren in >90% der Fälle möglich. Zudem gehört zur apparativen Diagnostik eine
Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD), die Ösophagusvarizen sowie deren Blutungsrisiko
abschätzen kann.

Labordiagnostik

Die Lebersyntheseparameter sind verringert, als Zeichen einer Leberinsuffizienz. In Phasen von
entzündlichen Schüben kommt es zum Anstieg der Transaminasen, der gamma-GT und bei etwa zwei
Dritteln der Fälle zu einer Hyperbilirubinämie. Ein Anstieg des Serumammoniaks entsteht bei stark
eingeschränkter Entgiftungsfunktion.

Erniedrigte Laborparameter

Erniedrigt bei einer Leberinsuffizienz sind:

Cholinesterase

Vitamin-K-abhängige Gerinnungsfaktoren (II, VII, IX, X) und nicht-Vitamin-K-abhängige


Gerinnungsfaktoren (I, V, XII, XIII)

Quick-Wert

AT III, Protein C, Protein S

Albumin.

Erhöhte Laborparameter

Folgende Laborparameter sind im entzündlichen Schub erhöht:

GOT

GP

Gamma-GT

Bilirubin

Ammoniak.

44
Leberbiopsie

Eine Biopsieentnahme aus der Leber ist nur indiziert bei unklarer Ätiologie der Lebererkrankung und
sich daraus ergebender therapeutischer Konsequenzen und wenn das Stadium anhand anderer
Parameter nicht eindeutig bestimmt werden kann. Die Leberzirrhose stellt sich pathologisch-
anatomisch durch fibröse Septen zwischen den Portalfeldern dar. Sie wird in eine grobe
(makronoduläre) und eine feinknotige (mikronoduläre) Form eingeteilt.

Welche Risikofaktoren und klinische Zeichen hat der Patient für jede mögliche Diagnose gehabt?
Übergewicht, aht, Steatosis hepatis, Nikotin- und Alkoholabusus

Wie wurde ich Aszitespunktion und Komplikationen dem Patienten aufklären? Bei einer
Aszitespunktion wird Flüssigkeit aus dem Bauchraum entnommen. Diese sammelt sich aufgrund
krankhafter Prozesse zwischen den Blättern des Bauchfelles an. Die Punktion kann zu
Diagnosezwecken vorgenommen werden. Aber auch aus therapeutischen Gründen wird bei Aszites
eine Punktion – auch Parazentese genannt – durchgeführt . . Wenn Sie an Blutgerinnungsstörungen
leiden, sollten Sie dies unbedingt der Ärztin/dem Arzt mitteilen. Kreislaufprobleme können
insbesondere bei größeren Mengen entnommener Flüssigkeit auftreten – bis hin zu einem
hepatorenalen Syndrom. Daher wird in diesen Fällen eine Infusion mit spezieller Lösung
(Plasmaexpander) verabreicht. Als Komplikationen können z.B. Blutungen, Infektionen, Verletzungen
von Organen (z.B. Harnblase, Darm) auftreten.

Der Patient sei nicht geimpft und es besteht ein Alkoholmißbrauch.

METABOLISCHES SYNDROM
Elle Winterhof ist eine 60-jährige Patientin, die sich wegen seit 6 Wochen bestehender Fatigue und
Konzentrationsminderung vorgestellt hat. Diese Beschwerden seien von Polyurie (6 Mal am Tag),
Polydipsie bis 4 Liter am Tag und Nykturie bis 3 Mal in der Nacht begleitet. Desweiteren klagt sie über
eine Gewichtszunahme von 10 kg innerhalb eines Jahres. Außerdem, gibt sie an, dass sich die
Beschwerden im Laufe der Zeit verschlechtert hätten. Ferner berichtete sie, dass ihr HA im Urlaub
sei. Die vegetative Anamnese sei bis auf eine Durchschlafstörung wegen Nykturie , eine Obstipation
und Rhonchopathie (sie habe nachts Apnoe für 10 Sek.) unauffällig.

Vorerkankungen: aHT, Arthritis Urica: Anfall linker Zeh vor einem halben Jahr (sie sei deswegen beim
HA gewesen und er habe ihr gesagt, dass ihre Harnsäurewerte erhöht seien und er ihr ein
Medikament dagegen verschrieben habe). Sie sei bisher noch nie operiert worden. Die Tetanus
Immpfung sei vor 5 Jahren aufgefrischt worden.

Medikation: Ramipril 5 mg 1-0-0, HCT 25 mg 0,5-0-0, Allopurinol 300 mg 1-0-0

Allergien und Unverträglichkeiten: Sie sei allergisch auf Erdbeere (Pruritus und Exanthem am ganzen
Körper)

Noxen: Sie rauche seit 30 Jahre 10 Zigaretten pro Tag (15py) Sie trinke abends 1 oder 2 Flaschen Bier.

Drogenkonsum wurde verneint.

Familienanamnese: Vater erlitt einen MI und sei im Alter von 75 verstorben. Mutter leide an DM Typ
II, Kinder seien gesund.

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Sozialanamnese: Sie sei verheiratet und wohne mit ihrem Mann zusammen. Sie hätten 2 Kinder und
2 Enkel. Sie arbeite beim Telekom als Informatikerin.

METABOLISCHES SYNDROM 2
Frau Marion Diekmann

61 Jahre alt

175 cm, 90 kg

Allergien und Unverträglichkeiten: Erdbeerenallergie, Angioödem, Rhinitis, Dyspnoe.

Noxen: Nikotinkonsum 10 Zigaretten seit 35 Jahren, Alkoholkonsum 1 Flasche Bier pro Woche,
Drogenkonsum wurde verneint.

Familienanamnese: Vater Aht, dm Typ ll, Adipositas, Metabolisches Syndrom

Sozialanamnese: Projektleiterin bei Telekom, verheiratet hat 2 gesunde Töchter

Frau Diekmann stellte sich wegen seit 6 Wochen bestehender Fatigue, Polydipsie und Polyphagie vor.
Zudem erwähnte die Patientin, dass sie unter Polyurie und Nykturie leide. Auf die Frage nach
weiteren Symptomen gab Frau Diekmann an, dass ihr Belastungsdyspnoe aufgefallen sei. In der
vegetativen Anamnese fanden sich eine Gewichtszunahme von 10 kg innerhalb eines Jahres, eine
Obstipation und eine Insomnie wegen Nykturie und Rochopathie bei Verdacht auf Schlafapnoe-
Syndrom.

Als Vorerkrankungen sind folgende bekannt: aht seit 13 jahren, welche mittels Ramipril 10 mg 1-0-0
und HCT 25 mg 0.5-0-0.

Eine stationäre Aufnahme im Jahr 2014 wegen einer hypertensiven Krise wurde erwähnt.

Arthritis Urica, nimmt dagegen Alopurinol 300 mg 1-0-0. Der letzte Anfall war letztes Jahr (Podagra
rechts). Als Voroperationen ist eine Tonsillektomie im Alter von 10 bekannt.

V.D Metabolisches Syndrom

D.D DM typ ll, Hypothyreose, KHK

Vorgehen: KU, Labor (unter anderem Nüchtern-BZ,HbA1c), Urinstatus, Abdomensonografie, EKH,


Echokardiografie.

Therapie – Gewichtsreduktion, Diäteinstellung, orale Antidiabetika z.B. Metformin. Statine bei


Hyperlipidämie.

MIGRÄNE MIT AURA


Herr XY stellte sich wegen seit zwei Tagen bestehender, akut einsetzender, linksseitiger, pulsierender
Cephalgie vor. Die selben Beschwerden seien seit 4 Monaten bei ihm bekannt. Diesmal seien die
Schmerzen aber stärker und wurden auf 12/10 auf einer NRS eingeschätzt. Die Einnahme von
Paracetamol 500 mg 3xtgl. habe ihm gar nicht geholfen. Zusätzlich habe er Tilidin 50 mg von seinen
Nachbarn bekommen, welcher die Schmerzen bis 6/10 linderte. Desweiteren seien die Schmerzen
von Photophobie, Phonophobie, Nausea und zwei Mal Emesis begleitet. Die Schmerzen würden sich
mit Lärm und hellem Licht verschlechtern und in der Dunkelheit und Stille verbessern. Er hat ca. eine

46
halbe Stunde vor den Schmerzen ipsilaterales Flimmerskotom und ipsilaterale Photopsie
gehabt(Aira/Prodromi). Dem Patienten zufolge habe er einen Tag zuvor französische Spezialität mit
viel Käse und Schokolade gegessen. Dysphasie, Dysarthrie, epileptische Anfälle, Parästhesie,
Hypästhesie Bewusstlosigkeit, Nackensteifigkeiten, Facialisparese und Pyrexie wurden verneint.

Allergien: An Allergien seien eine Asthma bronchiale und eine Allergie auf Tierhaare, vor allem
Hamster und Meerschweinchen bekannt.

Lungenembolie sei vor einem Jahr wegen TVT in dem Unterschenkel aufgetreten, welche vor zwei
Wochen durch Antikoagulationstherapie behandelt worden sei. Appendektomie sei in seinem 14
Lebensjahr durchgeführt worden. Tonsillektomie sie im Alter von 10 Jahren durchgeführt. Beide
Operationen seien komplikationslos verlaufen. Patient nehme regelmäßig Macumar ein.

Sozialanamnese: Er arbeite als Immobilienmarkler, habe viel Stress bei der Arbeit, jedoch verdiene er
gut. Er sei geschieden, habe 4 Kinder und eins von denen habe X Beine (Genu Valgum)

Noxen: Der Patient sei Nichtraucher und trinke zwei Gläser Wein am Wochenende. Er habe Cannabis
ein paar Mal ausprobiert.

Familienanamnese: Vater leide an Demenz, außerdem habe er Hiatushernie und aHT. Mutter sei an
Hirntumor verstorben.

Laut anamnestischen Angaben gehe ich von einer Migräne aus. Differenzialdiagnostisch kommen
Meningitis, intrakranielle Hämorrhagie und Hirntumor in Betracht.

MIGRÄNE MIT AURA 2


Michael Jäger, 39 Jahre alt, 173 cm, 75 kg.

Allergien: Birkenpolen, Katzenhaare, Dyspnö, Rhinitis, Husten.

Noxen: Nichtraucher, C2: 1-2 Gläser Rotwein abends, Drogenkonsum wurde verneint.

Sozialanamnese: getrennt, wohne mit seiner Partnerin, habe 4 gesunde Kinder und sei
Verwaltungsangestellter.

Familienanamnese: Mutter vor 3 Jahren an Hirntumor gestorben, Vater sei dement und wohne im
Altenheim. Der Bruder sei gesund.

Herr Michael Jäger, ein 39-jähriger Patient stellte sich bei uns wegen seit 2 tagen bestehender,
plötzlich aufgetretener, hammerartiger, rechtsseitiger Cephalgie ohne Ausstrahlung vor. Die
Beschwerden seien von Photphobie, Phonophobie und Nausea mit Vomitus (2 Mal) begleitet. Des
Weiteren klagte der Patient vor dem Anfall über Phhotopsie und Flimmern vor dem Augen.
Außerdem habe er 3 Tabletten Ibuprofen ohne Besserung eingenommen. Ähnliche Beschwerden
habe er früher schon mal gehabt, aber sie seien nicht so intensiv gewesen. Die Fragen nach Parese,
Hypästhesie und Parästheise wurden verneint. Die vegetative Anamnese war bis auf eine Insomnie
aufgrund der Schmerzen unauffällig.

Vorerkrankungen: Er leide seit 15 Jahren an Asthma Bronchiale. Zusätzlich sei er wegen LAE im
Rahmen einer TVT 3 Tage im KH gewesen. Er habe eine Appendektomie mit 6 Jahren gehabt. Diese
sei komplikaitonslos verlaufen.

Vormedikation: Er nehme regelmäßig Cetirizin 1-0-0, Macumar 0-0-1 und 0-0-5 abwechselnd ein.
Außerdem benutze er Berotec und Pulmicort Spray.

47
Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf eine Migräne mit Aura hin. Als
Differenzialdiagnosen kommen noch Apoplex, SAB, Hirntumor in Betracht.

Zur genaueren Abklärung empfehlen wir folgende Maßnahmen: KU, Labor, Cct

Falls die Verdachtsdiagnose sich bestätigt, sollten wir folgende Maßnahmen durchführen:
Lebensstilländerung, Entspannungsmethoden lernen und Analgetika.

A P Gespräch

Photophobie!!! Soll ich das Zimmer abdunkeln?

Wa shabe ich? Was werden sie machen?

A-A Gespräch

Warum SAB?

Warum haben sie nach Alkohol gefragt?

Was ist Pfeife?

Fachbegriffe

Mastitis Brustdrüsenentzündung

Hals cervix

Carpus Handwurzel

MORBUS CROHN
Herr Mayer, ein 56-jähriger Patient stellte sich bei uns wegen seit zwei Wochen persistierender
Diarrhöe und kollickartiger Abdominalschmerzen vor. Die Diarrhöe würde fünf bis zehn Mal pro Tag
und auch in der Nach auftreten und sei wässrig und stinkend. Es bestünde keine Schleimbeimischung,
Hämatochezie oder Dyschezie. Desweiteren habe er kolickartige Schmerzen im gesamten Abdomen
ohne Ausstrahlung, die an Intensität als mittelmäßig beschrieben seien. Zudem seien ihm Nausea
und Emesiss aufgefallen. Er habe bis jetzt zweimal nur Nahrungsreste erbrochen. In der vegetativen
Anamnese seien Gewichtsverlust und Insomnie erwähnenswert. Er habe sich nicht gewogen, aber die
Hose sei ihm zu groß geworden. Als Ursache der Insomnie habe er nächtliche Diarrhöe und Nykturie
wegen BPH angegeben. Die Frage nach Fieber, nächtlicher Hyperhidrose, ähnlichen Beschwerden in
der Familie, Reisen oder Wahrscheinlichkeit einer Nahrungsmittelvergiftung wurde verneint.
Koloskopie würde bei ihm noch nicht durchgeführt. An Vorerkrankungen leide er seit 20 Jahren an
aHT, seit zwei Jahren an BPH und an einer Herzrhythmusstörung. Operationen wurden verneint.

Noxen: Ex Raucher und trinke gelegentlich Bier.

Allergien: Bei ihm sei eine Allergie gegen Penicilin bekannt.

Medikamente: Beloc Zok 95 mg 1-0-0

Familienanamnese: Seine Mutter sei an Kolonkarzinom im Alter von 74 verstorben. Sein Vater lebt
noch, habe eine Vorgeschichte über Myokardinfarkt, leide an Herzinsuffizienz und habe einen
Herzschrittmacher. Er sei Einzelkind.

48
Sozialanamnese: Er sei Techniker vom Beruf, habe kein Stress bei der Arbeit und lebe mit seiner Frau
und zwei gesunden Kindern. Meine Verdachtsdiagnose lautet Morbus Crohn. Differenzialdiagnostisch
kommen noch infektiöse Diarrhöe, Divertikulitis oder Kolonkarzinom in Betracht. Zur Aufklärung
wurde eine Koloskopie erbetten/veranlasst/erfragt/angefordert.

A-A Gespräch

1)Definition einer chronischen Diarrhöe: "Wenn sich die Häufigkeit des Stuhlgangs erhöht (mehr als
drei) und gleichzeitig eine Verflüssigung der Stuhlkonsistenz vorliegt, spricht man von Diarrhöe. Eine
chronische Diarrhöe besteht, wenn sie länger als zwei Wochen dauert."

2) Wie heißen Erreger einer infektiösen Diarrhöe im Fachbegriff? "Pathogene Erreger (Bakterielle und
Virale Gastroenteritis, bakterielle sind Campylobacterenterocolitis, Salmonellose, Yersiniose,
Shigellose, und virale Rotavirus)".

3) Muss eine Koloskopie gemacht werden? "Wegen des Alters, positiver familiärer Dispozition und
der chronischen Diarrhöe ist eine Koloskopie äußerst sinnvoll und sollte durchgeführt werden."

4) Was unternehmen wir, wenn viele Polypen bestehen? "Polypektomie."

5) Wie heißt die Blasenentzündung und welche Gefahren bringt sie mit sich? "Zystitis. Es besteht
Gefahr von einer aszendierenden Pyelonephritis, dass bedeutet das die Infektion aus der Blase in die
Nieren steigt."

FACHBEGRIFFE

Phymosis - Vorhautverengung

Os Navikulare - Kahnbein

Ptosis - herabgehen eines Augenliedes

Nystagmus - Augenzittern

Tremor - unwillkürliches Zittern

kardiotoksisch - herzschädigend

Os Pubis - Schambein

Sekretolytikum - schleimlösendes Mittel

Konjuktivitis - Bindehautentzundung

Thrombozyten - Blutplättchen

anal - den After betreffend

Prophylaxe – Vorbeugung

MORBUS HODGKIN
Herr XX ist ein 76-jähriger Patient, der sich wegen seit 6 Wochen bestehender, progredierender,
schmerzloser zervikaler inguinaler Lymphadenopathien vorstellte. Des Weiteren klagt der Patient
über nächtliche Hyperhidrose, Fatigue, Pruritus. Die Beschwerden wurden sich mit der Zeit
verschlimmern. Die vegetative Anamnese ergab einen Gewichtsverlust von 4 kg innerhalb von 3
Wochen, Pyrexie (39,4), Inappetenz, Insomnie wegen Nykturie (3 bis 4 Mal pro Nacht).

49
An Vorerkrankungen leide er an: Hyperlipidämie. Benigner Prostatahyperplasie, Diskusprolaps und
habe 2 Mal unter Divertikulitis erlitten. Er sei allergisch gegen Erdbeeren.

Vormedikation:

Omeprazol 40 mg 0-0-1

Ibuprofen 400 mg 1-0-0

ASS 100 mg 1-0-0

Simvastatin 10 mg 1-0-0

Familienanamnese: Die Mutter habe Apoplex gehabt, der Vater sei an Kolonkarzinom gestorben. Die
Schwester leide an MS.

Der Patient sei geschieden und habe keine Kinder, wohne in Seniorenheim und sei Aushilfe von Beruf
gewesen.

MYOKARDINFARKT
Herr Schuz ist ein 51-jähriger Patient der sich bei uns wegen seit heute morgen bestehender,
plötzlich aufgetretener retrosternaler Schmerzen vorstellte. Der Patient habe die Schmerzen als
drückend beschrieben und sie würden in den linken Arm ausstrahlen. Die Schmerzen seien anhaltend
und wurden mit 7/10 angegeben. Zudem, erwähnte er, dass die Schmerzen von Nausea,
Hyperhidrose und Dyspnoe begleitet seien. Laut des Patienten seien die Beschwerden aufgetreten
nachdem er sich mit seinem Nachbarn gestritten hätte. Gegen die Beschwerden habe er nichts
eingenommen. Erwähnenswert habe er ähnliche Beschwerden schon vor drei Wochen gehabt und
sei diebezüglich beim HA gewesen. Im Vergleich zu damals seien die Schmerzen ausgeprägter
geworden. Die vegetative Anamnese ist bis auf eine Insomnie aufgrund von Stress bei der Arbeit und
Tussis unauffällig. An Vorerkrankungen leide er an einer aHT die mit Ramipril 5 mg 1-0-0 und HCT 1-
0-0 behandelt wird sowie einen DM der mit Metformin 1000 mg 1-0-1 behandelt wird, bekannt.

Operationen: Malleolafraktur (Sprunggelenkfraktur) wurde mit Schrauben behandelt.

Allergien: Birkenpollen, der sich durch Rhinitis und Pruritus äußere, Apfelallergie, die sich durch
Abdominalschmerzen äußere und Hasselnussallergie die sich durch Abdominalschmerzen und
Cephalgie äußere.

Noxen: Patient sei Raucher. Er rauche 20 Zigaretten pro Tag seit 35 Jahren (35py). Seit 4 Monaten
rauche er 10 Zigaretten weniger pro Tag. Er trinke gelegentlich ein Glas Rotwein. Drogenkonsum
wurde verneint.

Familienanamnese:Vater sei vor 4 Monaten an Myokardinfarkt gestorben und Mutter sei gesund.

Sozialanamnese: Er sei Lehrer vom Beruf und habe einen gesunden Sohn.

A-A Gespräch

1)Was sind die Differenzialdiagnosen? Wie haben sie die anderen ausgeschlossen?
Lungenembolie(pleuritischer Schmerz, Dyspnoe und Tachykardie)

Aortendissektion(starker Thoraxschmerz und Diagnose mittels Bildgebung)

Perimyokarditis(atemabhängige Schmerzen und unspezifische EKG-Veränderungen)

Spontanpneumothorax(Diagnosestellung mittels Auskultation, Perkussion und Röntgen)

50
Akutes Abdomen

2) Wie bestätigen sie die Verdachtsdiagnose? Basisdiagnostik: Anamnese, körperliche Untersuchung,


EKG, Laborwerte ( Herzmuskelspezifische Enzyme:Troponin T, Troponin I und CK-MB,
herzmuskelunspezifische Enzyme:Myoglobin, AST, ALT, LDH und gesamt CK) Am frühesten 2-3
Stunden sind Myoglobin und Troponin T nachweisbar, erhöhte Werte für CK-MB,AST,ALT sind 4 bis 8
Std. nach Infarkt nachweisbar.

Zusatzdiagnostik: Echokardiografie, Herzkatheteruntersuchung, Kardio-MRT

3) Was können sie mit TTE (transthorakale Echokardiografie) sehen?

4) Was ist TEE? "Transesophageale Echokardiografie ist eine Ultraschaluntersuchung des Herzens von
innen."

5) Was ist VSD? "Der Ventrikelseptumdefekt der Kammerscheidenwand ist ein Loch in der
Herzscheidenwand und mit ca. 35% der häufigste aller angeborenen Herzfehler."

FACHBEGRIFFE:

discus intervertebralis - Bandscheibe zwischen Wirbelscheiben

Aspirationspneumonie - Lungenentzündung durch Magensaft

NEURITIS VESTIBULARIS
Herr Schröder ist ein 43-jähriger Patient, 168 cm, 82 kg.

Allergien: Säureprodukte

Noxen: Nichtraucher seit 2 Jahren, vorher 10 Jahre lang 10 Zigaretten tgl. geraucht, kein Alkohol oder
Drogenkonsum.

Sozialanamnese: Dachdecker, verheiratet 2 Mal, habe 3 gesunde Kinder.

Familienanamnese: Mutter leide an Boreliosse, Vater an Glaukom.

Herr Schröder stellt sich bei uns wegen einer vor etwa 6 Wochen plötzlich aufgetretener,
progredienter Vertigo vor. Er beschrieb die Vertigo als Drehschwindel. Zudem klagt der Patient über
Nausea. Die Schmerzen würden sich bei Kopfbewegungen verstärken. In diesem Zusammenhang gab
er an, dass er vor 2 Wochen gestürzt sei und eine Radiusfraktur gehabt habe, die mit einer
Gipsschiene behandelt worden sei. Dies mache dem Patienten Angst vor Gefahr, die er während
seiner Arbeit haben könnte.

Vorerkrankungen: GERD seit 20 Jahren, nehme dagegen Pantoprazol ein.

Die vegetative Anamnese war unauffällig.

Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf eine Neuritis Vestibularis.


Differenzialdiagnostisch kommen noch folgende Erkrankungen in Betracht: Tumor, Morbus meniere.

Zur Abklärung der Diagnose empfehle ich folgende Maßnahmen: KU mit Romberg-Test,
Laboranalyse,MRT des Schädels, Neurosonografie.

51
OBERE GASTROINTESTINALE BLUTUNG 2
Fr. XY, eine 56-jährige Patientin stellte sich bei uns wegen seit 2 Wochen bestehenden,
progredierenden, brennenden und krampfartigen Oberbauchschmerzen vor. Am Anfang seien die
Schmerzen vor allem postprandial aufgetreten, aber inzwischen würden sie auch auf nüchternen
Magen erscheinen. Gestern habe sie 2 Mal erbrochen mit Hämatemesis. Heute morgen sei ihr auch
ein Teerstuhl aufgefallen. Die vegetative Anamnese sei bis auf Schlafstörung wegen Schmerzen
unauffällig.

Vorerkrankungen:aHT, Hyperlipidämie, chronische Rückenschmerzen im Lendenbereich.

VorOPs: Kreuzband links, habe immer noch ab und zu Schmerzen.

Medikation: Beloc Zok, Atorvastatin, Ibuprofen tgl. (ohne Rezept, Abusus)

Noxen: Sei raucherin, trinke Alkohol, Drogenkonsum wurde verneint.

Allergien und Unverträglichkeiten: Es sei eine Glutenallergie bekannt.

Familienanamnese: Mutter: Z.n. Apoplex, wohne im Pflegeheim, Vater sei gesund. Bruder: Z.n. MI mit
56 Jahren.

Sozialanamnese: Sie sei verheiratet, habe 4 Kinder, sei selbständig und habe 3 Reinigunsgeschäfte
mit ihrem Mann.

Nach der Anamnese habe ich Gastroskopie/Koloskopie aufgeklärt.

A-A Gespräch

Ich wusste nicht, was genau Reinigungsgeschäft bedeutet. Ich bin davon ausgegangen, dass es um
irgendwelche organisatorische Sachen geht. Aber das war eigentlich anamnestisch von Bedeutung,
d.h. theoretisch könnte die Patientin chronischen Kontakt mit Chemikalien haben, was in der Regel
eine Leberschädigung verursacht. Während des Gesprächs hat der OA die körperlichen
Untersuchungsbefunde (spider naevi, palmar erythem) weiter erzählt.

OBERE GASTROINTESTINALE BLUTUNG (OGB)


Frau Tanja Seitz ist eine 53-jährige Patientin, die sich wegen seit 2 Wochen langsam aufgetretener,
progredierender, drückender und brennender Schmerzen im Epigastrium vorstellte. Die Patientin
berichtete, dass die Schmerzen postprandial ohne Ausstrahlung schlimmer geworden seien. Die
Schmerzen seien 7 von 10 auf einer Schmerzskala und postprandial 9 von 10. Des weiteren klagt die
Patientin über Meläna (schwarzer Stuhlgang) und Hämatemesis seit 2 Tagen, Insomnie wegen
Schmerzen und Pyrosis. Sie fühte hinzu, dass sie dagegen Ibuprofen 600 mg eingenommen habe,
aber laut der Patientin hätten ihr die Tabletten nicht geholfen.

Vorerkrankungen:Die Patientin leide seit vielen Jahren an Lumbago, Hypercholesterinämie seit 4-5
Jahren und aHT seit 5 Jahren.

Medikation: Die Patientin nehme Ibuprofen 600 mg gegen Lumbago bei Bedarf, noch 3 Medikamente
gegen aHT und Hypercholesterinämie. In der Jugend habe sie Kreuzbandplastik am Ligamentum
cruciatum anterius gehabt.

Allerigen und Unverträglichkeiten: Allergie gegen Polen sei bei ihr bekannt (Exanthem). Die Patientin
sei regelmäßig geimpft. Außerdem erwähnte sie einen Auslandaufenthalt in China vor einer Woche.

52
Noxen: Patientin sei Raucherin, rauche seit 39 Jahren 2 Schahteln pro Tag (78py). Sie trinke ein Glas
Wein jeden Tag, kein Drogenkonsum.

Familienanamnese: Mutter habe Apoplex gehabt, sie lebe noch. An ihren Vater erinnert sich die
Patientin nicht.

Sozialanamnese: Sie sei Textilreinigerin von Beruf. Sie habe viel Stess bei der Arbeit. Sie sei
verheiratet, wohne mit ihrem Ehemann. Sie habe 4 gesunde Kinder.

A-P Gespräch

Was habe ich? Soll ich im Krankenhaus bleiben? Gastroskopie Aufklärung.

A-A Gespräch

Die Patientin war in China. Könnte es sein, dass sie Coronavirus hat? Nein, sie hat keine OVI-19
ähnliche Symptome

Was sollen sie in dieser Situation machen? Welche Abstriche? Rachenabstrich bzw. COVID PCR oder
POC Test.

Sollen wir die Patientin isolieren? Ist diese Krankheit meldepflichtig? Falls sie positiv ist dann ja.

Wenn sollen wir anrufen? Gesundheitsamt

Differenzialdiagnose OGB?

Was ist Boerhaave Syndrom? Als Boerhaave-Syndrom bezeichnet man ein seltenes Krankheitsbild,
bei welchem eine spontane Ösophagusperforation, das heißt ein spontaner Riss (Ruptur) durch alle
Wandschichten der Speiseröhre (Oesophagus) entsteht.

Welche Sonde nutzen wir bei einer Ösophagusblutung?

Welches gastroskopische Vorgehen können wir bei der Gastroskopie durchführen? Wie sieht die
Patientin mit Anämie aus?

Fachbegriffe

Carpus Handwurzel

Cholezystitis Galenblasenentzündung

Hals Colum, Cervix

Sprachstörung oder Aphasie sind Probleme mit Wortfindung, Satzbildung und Sinngebung

Sprechstörung oder Anarthrie sind Probleme mit Aussprache, Veränderung der Sprechmelodie und
Sprechrhythmus.

53
OBSTIPATION
Frau Paulsen stellte sich heute bei uns wegen seit 4 Monaten bestehender Obstipation (die
Häufigkeit des Stuhlgangs wurde mit 1 alle 4 Tage angegeben) mit Hämatochezie vor. Außerdem
klagte sie über Meteorismus, Flatulenz sowie abdominal Schmerzen. Darüber hinaus sei der Patientin
eine Gewichtszunahme von 10 kg innerhalb von 4 Monaten aufgefallen. Die vegetative Anamnese
ergabe die o.g Beschwerden sowie eine Insomnie aufgrund Nykturie (2-4 Mal pro Nacht).

Vorerkrankungen:

Hämorrhoidenleiden seit 5 Jahren, wird bei Bedarfs mit Salbe behandelt, AHT seit 2 Jahren, wird mit
Furosemid 50 mg 1-0-0 behandelt, da erwähnte die Patientin dass sie seit einer Woche 2 Tabletten
nehme, damit sie abnehmen kann.

Hypothyreose (Haschimoto Hyperthyreoiditis wird mit L-Thyroxin 75 mg 1-0-0-0 behandelt

VorOPs: Sie sei am rechten Knie wegen Meniskusruptur operiert worden.

Noxen: Ex-Raucherin, sie habe vor anderthalb Jahren mit dem Rauchen aufgehört (40py). Sie trinke
Eierlikör gelegentlich. Drogenkonsum wurde verneint.

Familienanamnese: Der Vater habe an Herzinsuffizienz gelitten und sei an Kardiomegalie gestorben.
Die Mutter sei an Magenkarziom gestorben.

Allergien: Sie sei gegen Aspirin allergisch. Die Allergie äußere sich durch Urtikaria und Pruritus.

Sozialanamnese: sie sei verwitwet, habe einen Sohn und sei Verkäuferin von Beruf.

V.D

Hypokaliämie unter Diuretikatherapie

D-D Kolonrektalkarzinom, Obstipation im Rahmen von Hypothyreose.

Um die Diagnose festzustellen, empfehlen wir folgende diagnostische Maßnahmen: Labor (BB,
Elektrolyte, TSH,T3,T4,LDL,HDL., abdominal Sonografie, Koloskopie.

A-A Gespräch

Welche Diuretika führen zu Hypokaliämie? Thiazide, Schleifendiuretika, Carboanhydrasehemmer

Abdominal KU – was erwarten sie? Harter Bauch.

Wie heißen Zäpfchen auf Lateinische? Suppositorium.

Fachbegriffe:

Scorbut Scharbock

Rezessus – Einbiegung oder Vertiefung eins Raums im Knochen

Weichteilbruch Hernie

Glasknochenkrankheit Osteogenesis imperfecta

Nesselfieber Urtikaria

54
ÖSOPHAGUSKARZINOM
Herr XX, ein 61-jähriger Patient stellte sich bei uns wegen seit 6 Wochen progredierender Dysphagie
bei fester Nahrung und im Verlauf auch bei flüssiger Nahrung. Er berichtete, dass er wie ein Kloß im
Hals (Fremdkörpergefühl im Rachen) verspüre. Die vegetative Anamnese ergab eine Inappetenz,
Gewichtsabnahme von 6 kg innerhalb von 6 Wochen, nächtliche Hyperhidrose, depressive Stimmung
und Meläna.

Vorerkrankungen: AHT, VHF, Obstipation.

VorOPs: Appendektomie in der Kindheit, habe Herzschrittmacher seit 4 Jahren.

Vormedikation: Ramipril, Eisentabletten, Marcumar, pflanzliche Tabletten gegen Obstipation.

Allergien: Sie sei allergisch gegen Erdnüsse und Nickel. (Hautausschlag und Juckreiz).

Familienanamnese: Magenkarzinom bei der Mutter vor 5 Jahren würde festgestellt und sie sei
deswegen operiert worden. Vater leide an AHT und Morbus Parkinson. Er habe keine Geschwister.

Sozialanamnese: Er sei verwitwet, arbeite als Verkäufer. Er habe 2 Kinder die gesund seien, das eine
Kind ist Pflegekind.

PATELLALUXATION
Der 19-jährige Patient stellte sich wegen seit 3 Jahren rezidivierender rechtsseitiger Patellaluxation
nur beim Sport treiben vor(das heißt der Patient kommt mit einer Diagnose). Der Patient äußerte,
dass sich die Scheibe immer wieder rausziehen würde. Aktuell klagt er über Schmerzen in der ganzen
rechten unteren Extremität. Die Schmerzen wurden mit einer 10 auf einer Schmerzskala von 0 bis 10
eingeschätzt. Er konnte sich nicht während des Anamnesegesprächs auf die Fragen konzentrieren
weswegen ich ihm ein Schmerzmittel gegeben habe. Die Schmerzen seien von Tumor, Calor und
Rubor begleitet und er könne nicht mehr alleine laufen. Die vegetative Anamnese ist bis auf ein
Sodbrennen (Pyrosis) seit 2 Jahren wegen Stress bei der Arbeit und einen produktiven Tussis mit
einem gräulichen Sputum unauffällig. An Vorerkrankungen leide er an Pyrosis und nehme dagegen
Omeprazol 20 mg ein. Zudem sei eine Appendizitis mit 14 Jahren bekannt.

Der Vater sei gesund und die Mutter habe einen Apoplex vor sechs Monaten gehabt und er habe
keine Geschwister. Eine Laktoseintoleranz sei bei ihm bekannt.

Noxen: Er rauche seit dem 14-ten Lebensjahr und kiffe täglich. Er würde Alkohol am WE trinken. Er
sei Fußballfan und bei Fußballspielen trinke er viele Cocktails und Vodka. Er sei ledig, habe keine
Freundin und habe niemals Sex gehabt. Beruflich mache er eine Ausbildung beim ALDI als Verkäufer.

PERIPHERE ARTERIELLE VERSCHLUSSKRANKHEIT (pAVK)


Frau Klaudia Schiffer, eine 69-jährige Patientin, 179 ccm groß und 92 kg schwer stellte sich wegen
Schmerzen in der re. Wade vor. Die Schmerzen seien seit Ostern aufgetreten und seien bei 9 auf
einer Schmerzskala von 1 bis 10. Außerdem erzählte sie, dass die Schmerzen brennend und stechend
seien und das sie 100 Meter schmerzfrei laufen könne. Als Begleitsymptome habe sie Parästhesie
und trockene Haut angegeben. Die vegetative Anamnese sei unauffällig.

55
Vorerkrankungen: aHT seit 15 Jahren und Hypercholesterinämie seit 10 Jahren bekannt. Es würde bei
ihr eine Koronarherzuntersuchung durchgeführt, seitdem nehme sie Aspirin. (Sie sagte dass etwas in
ihrem Herz implantiert sei).

Medikation: In Bezug auf Medikation nehme sie folgende ein: Ramipril 5 mg 0,5-0-0 Simvastatin 20
mg 0-0-1

Allergien und Unverträglichkeiten: Sie habe eine Milchprodukteunverträglichkeit (Laktoseintoleranz)

Noxen: Sie rauche eine halbe Schahtel pro Tag seit ihrem 18. Lebensjahr, aber während der
Schwangerschaft habe sie damit aufgehört. Sie trinke 1-2 Gläser Wein täglich.

Familienanamnese: Der Vater sei mit 71 an Apoplex gestorben und die Mutter sei mit 75 an HI
gestorben.

Sozialanamnese: Sie sei Rentnerin, früher war sie Tischlerin, sei geschieden und wohne mit Katzen.

A-P Gespräch

Was habe ich?

Was bedeutet Schaufensterkrankheit?

Was bedeutet Drogen?

Was werden sie machen?

Doppler Sonografie Aufklärung

A-A Gespräch

Patientenvorstellung mit Unterbrechung

Wie macht man KU?

BMI - Body Mass Index

Ist die Patientin alkoholabhängig? Muss sie Alkohol komplett vermeiden?

Was empfehlen sie der Patientin

PAVK 2 SCHAUFENSTERKRANKHEIT
Herr Gunter, Jäger, ein 72-jähriger Patient stellte sich bei uns wegen seit 6 Monaten bestehender,
belastungsabhängiger Schmerzen in der unteren Extremität rechts, besonders am ventralen

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Oberschenkel. Darüber hinaus, gab er an, dass sich die Schmerzen über einen Zeitrau, von 2 Jahren
entwickelt hätten, jedoch hätten sie sich in den letzten 6 Monaten verstärkt. Der Patient berichtete,
dass er nach einer Gehstrecke von 200 m sowie auch nach Treppensteigen Schmerzen verspüre und
müsse immer anhalten, bis die Schmerzen wieder weg seien. Die Fragen nach Calor, Rubor, Tumor
und Sensibilitätsstörungen wurden verneint. Die vegetative Anamnese sei außer einen chronisch
produktiven Tussis unauffällig. Dieser sei den Patienten nebensächlich.

Vorerkrankungen: Er leide an DM Typ II und nehme dagegen Tabletten ein und spritze zusätzlich
Insulin seit 6 Monaten. Er leide auch an einer AHT und bekomme eine Mehrfachmedikation. Er sei
noch nie operiert worden.

Noxen: Er sei Raucher (60py) und trinke 2-3 Flaschen Bier am Tag. Drogenkonsum wurde verneint.

Familienanamnese: Der Vater sei an einem Myokardinfarkt und die Mutter am Unterleibkarzinom
gestorben.

Sozialanamnese: Herr Jäger sei seit 8 Jahren Rentner, er hätte früher 40 Jahre als Straßenarbeiter
gearbeitet. Er sei verheiratet und wohne mit seiner Frau. Er habe eine Tochter im Erwachsenenalter
und sie wohne weit entfernt.

V.D. Pavk

Um die Diagnose festzustellen, werden wir folgende diagnostische Maßnahmen durchführen bzw.
veranlassen:

KU (Sensibilität. Temperatur der Extremität, Pulsstatus), Labor BB und CRP (LDL,HDL und TG),
Dopplersonografie, Ct Angiografie oder MRT. Anforderungen der Vorbefunde und Medikamente vom
HA.

Sollte sich die Verdachtsdiagnose bestätigen, wurde ich folgende therapeutische Maßnahmen
empfehlen:

Umstellung der Lebensgewohnheiten (Rauchen aufhören), ASS Thrombolyse und je nach


Krankheitsstadium operative Behandlung (Stent oder Bypass).

PNEUMONIE
Herr P.S. ist ein 61-jähriger Patient (185 cm, 80 kg) der sich bei uns wegen seit 8 Tage bestehender
Tussis mit gelbgrünlichem Sputum bei uns vorstellte. Die Beschwerden seien von Cephalgie,
Dyspnoe, Dysphagie und seit paar Tagen bestehdener Pyrexie (39,5C) begleitet. Zudem berichtete er,
dass die Beschwerden in Laufe der Zeit an der Intensität zugenommen hätten. Die vegetative
Anamnese war bis auf die o.g. Beschwerden sowie eine Insomnie aufgrund dieser Beschwerden
unauffällig.

Vorerkrankungen: Der Patient leide an Podagra, die mit Alopurinol 1-0-0- behandelt wird, eine
Onychomykosis wird mit Nagellack behandelt sowie eine Lumbalgie die mit Voltarensalbe behandelt
wird.

Der Patient sei wegen Appendizitis und Nabelhernie in der Kindheit operiert worden. Vor 3 Jahren
habe er eine Fraktur des linken Radius gehabt das mit Gips behandelt würde.

Noxen: Er sei Raucher, rauche 1 Schachtel pro Tag seit 25 Jahren (25py). Er trinke 1 bis 2 Bier 3 Mal
pro Woche sowie habe in der Jugend Joint geraucht.

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Familienanamnese: Die Mutter leide an Demenz und lebe im Pflegeheim. Der Vater sei an
Lungenkarzinom gestorben.

Sozialanamnese: Er sei verwitwet, habe 2 Kinder und lebe mit seiner Freundin und sei Mauer von
Beruf.

Laut anamnestischen Angaben gehe ich von einer Pneumonie aus. Differenzialdiagnostisch kommen
COVID-19, Bronchitis, Bronchialkarzinom in Betracht.

PNEUMONIE 2
Herr Karl, Heinz Foß

Allerigen: Penicilin, Meeresfrüchte

Noxen: Nichtraucher, Alkohol 1 Glas Sekt gelegentlich

Familienanamnese: Vater sei gesund, die Mutter starb an Pankreaskarzinom.

Sozialanamnese: Er sei verheiratet, habe 2 Kinder und sei Musiker von Beruf.

Herr Foß, 53-jähriger Patient, stellte sich bei uns wegen seit einer Woche bestehender Pyrexie
(39,8C). Die Pyrexie sei von Schüttelfrost, Fatigue, Dyspnoe und Orthopnoe begleitet. Der Patient
berichtete, dass er auch brennende und ziehende, atmungsabhängige cervikal sowie thorakal
Schmerzen habe, die in das Sternum ausstrahlen würden. Die Schmerzintensität wurde mit 7/10
angegeben. Er fügte noch hinzu, dass er unter Tussis mit schleimigen gelbem Sputum leide.

Die vegetative Anamnese ergab die o.g. Beschwerden sowie eine Insomnie und Inappetenz.

Vorerkrankungen: AHT seit 21 Jahren, DM2 seit 7 Jahren, Prostatakarzinom vor einem Jahr, die durch
operative Behandlung sowie Chemotherapie behandelt worden sei.

Vormedikation:

Er nehme folgende Medikamente ein: Ramipril 20 mg 1-0-0,5, Metformin 1000 mg 1-0-0, Codein 0-0-
1, ACC 300 mg vom HA.

Laut anamnestischen Angaben gehe ich von einer Pneumonie aus. Differenzialdiagnostisch kommen
noch COVID-19, Tuberkulose und Karzinommetasthasen in Betracht.

Um die richtige Diagnose festzustellen werden wir folgende Untersuchungen durchführen:

KU, Labor, Röntgen Thorax, Sputum Kultur, Abstrich, BGA.

Sollte sich meine Verdachtsdiagnose bestätigen empfehle ich folgende therapeutische Maßnahmen:

Antidiabitika,(Makrolide) Analgetikum, Antipyretika.

A-P Gespräch

Ich habe alles selbst erzählt, deswegen hat der Patient keine Fragen gestellt und die Kommission war
zufrieden.

A-A Gespräch

58
Wie können sie Differenzialdiagnosen ausschließen? COVID-19 mit Rachenabstrich, Tuberkulose mit
Tuberkulintest, Sputumkultur mit Färbung, Karzinom mit CT und Tumormarker.

Was ist besser, um Corona festzustellen? Abstrich oder Schnelltest? Abstrich-

Was könnnen wir bei der Sputumkultur feststellen? Diese Untersuchungsmethode sollte zur Routine-
Untersuchung bei Patienten mit Lungenerkrankungen gehören. Sie erfasst die Menge und Farbe des
Sputums sowie eventuelle Blutbeimengungen. Bei Infektionen oder Bronchiektasen ist zum Beispiel
die Menge des Sputums stark erhöht, seine Farbe ändert sich insbesondere bei bakteriellen Super-
Infektionen (gelblich-grünliche Verfärbung infolge von Eiter), und das Auftreten von
Blutbeimengungen ist ein Hinweis auf Lungenembolie, Tuberkulose, einen Tumor, akute Bronchitis,
Bronchiektasen, Fremdkörperaspiration u.v.a.m.

Mikroskopische und kulturelle Untersuchungen

Diese Methoden umfassen die mikroskopische Beurteilung der Zellbestandteile im Sputum und das
Anzüchten bakterieller Sputumkulturen zur Identifizierung von Erregern (zum Beispiel bei
Lungenentzündung, Bronchitis, Tuberkulose) und zur zytologischen Untersuchung (beim Verdacht auf
Tumoren). Außerdem dienen sie zur Beobachtung bestimmter Krankheitsbilder (zum Beispiel
erhöhte Anzahl von eosinophilen Granulozyten bei Asthma, Vorkommen von elastischen Fasern bei
Lungenabszessen).

Welche Behandlung geben wir? Wie eine Lungenentzündung behandelt wird, richtet sich danach,
wodurch die Entzündung ausgelöst wurde (Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten etc.). Auch das Alter des
Patienten und eventuell bestehende Begleit- oder Vorerkrankungen spielen eine Rolle für die
Therapie. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung werden fast immer Antibiotika verschrieben, um
die Erreger abzutöten, beziehungsweise zu verhindern, dass sich die Bakterien vermehren. Nicht
wirksam ist eine Antibiotikabehandlung bei einer durch Viren ausgelösten oder jeder anderen, nicht
bakteriellen Form der Lungenentzündung. Dennoch werden auch dann häufig begleitend Antibiotika
verschrieben. Der Grund: Man beugt einer zusätzlichen Infektion (Superinfektion) mit Bakterien vor.

Was sind die Nebenwirkungen der Chemotherapie? Störungen im Verdauungstrakt, Übelkeit,


Erbrechen, Durchfälle. Haarausfall. Schädigung des Knochenmarks mit beeinträchtigter Bildung
gesunder roter und weißer Blutkörperchen und Blutplättchen.

POLYTRAUMA (FAHRRADUNFALL)
Frau Johanna Silberschatz ist eine 50-jährige Patientin, 65 kg schwer und 170,5 cm groß.

Allergien: Penicillin (Exanthem)

Noxen: Nichtraucherin, trinkt 1 Flasche Sekt jeden abend. Sonstige Drogen keine.

Sozialanamnese: geschieden. Wohnt mit ihrem Partner seit 12 Jahren. Friseurin seit 30 Jahren. Hat
ihren eigenen Laden.

Familienanamnese: Vater – Ablatio retinae (Netzhautablösung)

Muter – Hautkrebs, 1 gesunde Tochter.

Die Patientin kam durch Einlieferung mit dem rettungswagen nach einem Fahrradunfall. Sie gab an,
dass sie gestern abend ihren Geburtstag gefeiert und viel Sekt getrunken habe. Heute morgen habe

59
sie nochmal 2 Flaschen Sekt getrunken und danach sei sie mit dem Fahrrad zu ihrem eigenen
Friseursalon gefahren. Auf dem Weg sei sie mit einem Auto zusammengestoßen und auf ihre rechte
Hand und rechten Hemikörper gefallen. Vor den Unfall sei ihr ein bischen schwindelig gewesen und
sie konnte sich nicht gut an den Unfallhergang erinnern (retrograde Amnesie). Die Patientin klagte
über bestehende, plötzlich aufgetretene heftige Schmerzen im rechten Handgelenk, die von
Ödemen, Zyanose und Funktio Laesa begleitet seien. Des Weiteren berichtete sie über
atemabhängige rechtsseitige thorakale Schmerzen, drückende linksseitige Abdominalschmerzen und
Cephalgie. Sie habe ein Analgetikum im RTW erhalten, aber dieses hat keine Besserung gebracht.

Bei der Patientin sind folgende Erkankungen bekannt: orthostatische Hypotonie unter regelmäßiger
Behandlung mit Tropfen, chronisches Schmerzsyndrom in der Schulter, wird mit Ibuprofen 3 x tgl.
und Pantozol behandelt und Psoriasis.

Als Voroperationen sind bekannt: Sectio caesarea vor 9 Jahren die komplikationslos verlief. Eine
Axilla Abszess Drainage vor x Jahren. Damals erhielt die Patientin auch Penicillin, das ein Exanthem
verursacht hat.

VD. Polytrauma (Handgelenkfraktur rechts, Costafraktur rechts, Milzruptur, SHT)

A-A Gespräch:

Zuerst hat mich die Prüferin gefragt, wie mein Dienst war, worauf ich antwortete, dass es ein bischen
chaotisch gewesen sei, weil eine Patientin mit vielen Verletzungen eingeliefert wurde. Ich habe die
ganze Anamnese ohne Unterbrechung erzählt und meine Verdachtsdiagnose begründet. Die Fragen
waren nicht schwierig. Sie hat über Polytrauma, GCS,Körperliche Untersuchung bei Milzruptur
(Vitalzeichen, abdomen Palpation), wann soll man eine cct machen, wie schreibt man die Anordnung
für Handgelenk Röntgen (Röntgen des rechten Handgelenks in zwei Ebenen), was dachte ich über
den Alkoholkonsum, war die Patientin für eine Entzugstherapie bereit (Nein, weil sie ihre Sucht noch
nicht akzeptiert). Wie weiß man ob eine Fraktur konservativ oder operativ behandelt werden soll
(Dislokation), woraus besteht die operative Therapie einer Fraktur (anatomiegerechte Reposition
und Osteosynthese mit Schrauben oder Platten).

Die Patientin war ein bischen schwierig. Sie sprach d eutlich, aber viel und schnell und ich musste viel
reagieren. Zum Beispiel: Ich habe über Schmerzintensität und Schmerzkarakter gefragt, woraufhin sie
antwortete das es überall weh tue. Da fragte ich, ob ich ihr ein Schmerzmittel geben sollte.

Als sie mir über den Alkoholkonsum erzählt hat, fragte ich, ob ich vielleicht durch unseren
Sozialdienst einen Platz in einem Entzugszentrum organisieren sollte. Sie sagte, dass sie nur eine
Flasche Sekt pro Tag trinkt und ich musste ihr erklären, dass das schon ein bischen zu viel ist, aber am
Ende habe ich einfach gesagt, dass wir nochmal später darüber sprechen könnten. Sie sagte dass sie
das Medikament gegen Hypotonie nicht regelmäßig nimmt. Ich sagte dass es wichtig ist, die
Empfehlungen des Arztes zu folgen woraufhin sie antwortete das Ärzte nur Geld verdienen wollen.

Fachbegriffe:

Myom gutartiger Muskeltumor, meist in der Gebärmutter

Konjnuktivits Bindehautentzündung

Gegengift Antidot

Kehlkopfkrebs – Larynx Karzinom

Lippen Labia

60
PROSTATAHYPERPLASIE
Stephan Voß, 72- jähriger Patient. Er habe seit gestern Dysurie (brennen beim Wasserlassen),
Strahlschwächung seit langem, Olligurie (zu wenig Harn), Harndrang (muss viel auf die Toilette).
Zusätzlich klagte er über Unterbauchschmerzen, schmerzbedingte Insomnie im Sinne von
Durchschlafstörungen. Vorgestern habe er ein Kältegefühl im Unterbauch empfunden. Die vegetative
Anamnese sei unauffällig.

Vorerkrankungen:DM seit 14 J, Hypercholesterinämie seit 4 J, Schlafapnoe Syndrom seit 4 J

OP: Hüft TEP wegen eines Unfalls, Appendektomie (ich hatte einen Darmbruch und mein Blinddarm
wurde entfernt)

Medikation: Metformin 500 mg 2-0-1, Simvastatin 20 mg 0-0-1, CPAP Maske

Allergien und Unverträglichkeiten: Nickelallergie (Exanthem)

Noxen: Er sei Nichtraucher seit 9 Jahren, vorher habe er 3 Schahtel pro Tag 40 Jahre lang geraucht. Er
trinke eine Flasche Wein pro Woche. Drogenkonsum wurde verneint.

Familienanamnese: Vater sei an Ileus wegen Mesenterialinfarkt gestorben. Mutter sei an


Schilddrüsenkarzinom gestorben.

Sozialanamnese: Er sei geschieden, habe 3 Kinder und sei Immobilienverkäufer von Beruf.

A-A Gespräch

Welche Untersuchungen werden sie zur Feststellung einer HWI? Urinstatus und Urinkultur.

Welche Analgetika? Buscopan (Spasmolytikum)

Was hatte der Patient bei Appendektomie? War es normal? Nein, mit Perforation.

Was bedeutet die Abkürzung Hüft-TEP? Totalendoprothese.

CPAP? continuous positive airway pressure oder auf deutsch dauerhaft positiver Atemwegsdruck.

Was ist Gestationsdiabetes? Welche Komplikationen hat er? Das ist Schwangerschaftsdiabetes.
Makrosmie bei Entbindung, Schulterdystokie

SCHÄDEL-HIRN-TRAUMA (SHT) BEIM KIND


Samuel Schmidt ist ein 6-monatiger Junge, der von seinen Vater wegen eines heute morgen unszwar
vor 3 Studen passierten Unfalls zu uns geliefert wurde. Das Kind sei vom Wickeltisch runtergefallen.
Der Vater habe den Unfall nicht gesehen(das Handy hat im anderen Zimmer geklingelt). Danach habe
das Kind geweint und habe bis jetzt schon drei Mal erbrochen. Außerdem habe er eine Beule an der
Stirn. Aktuell sei der Junge ruhig und sehe müde aus. Die VA war sonst unauffällig. Das Kind sei
Frühgeborener. Er sei mit Hilfe vom KS (Kaiserschnitt) am 34 Schwangeschaftswoche geboren. Nach
der Geburt sei er aufgrund des Ikterus neonatorium mit Fototherapie behandelt worden. Ansonsten
sei der Junge gesund, alle Entwicklungskriterien seien bei der letzten Früherkennungsuntersuchung
im Normbereich. Seit der Geburt bekomme er nur Flaschennahrung (der Vater wusste nicht warum).
Das Kind sei bis jetzt rechtzeitig geimpft, nehme ein wasserlösliches Medikament prophylaktisch ein
(Fluor mit Vitamin D vermutlich).

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Noxen: Niemand rauche in der Familie. Alkohol nur gelegentlich.

Familienanamnese: In der Familienanamnese fand sich aHT bei beiden Eltern und Großeltern.

Sozialanamnese: Die Mutter ist Einzelhandelkauffrau, der Vater Verwaltungsangestellter.

A-P Gespräch

Der Vater war sehr besorgt, er hat paar Fragen gestellt. Was ist das? Ist das gefährlich? Was werden
sie machen? Müssen sie jetzt den Fall beim Jugendamt melden? Ich habe gesagt, dass ich nur eine
körperliche Untersuchung mache und ein Ultraschall sowie kinderärztliches Konsil verordne. Der
Prüfer war damit zufrieden.

A-A Gespräch

Warum können wir nur Ultraschall bei Kindern machen? Weil diese Untersuchung schmerzfrei ist und
weil man alle Organe excellent darstellen kann und am wichtigsten, hat keine Strahlenbelastung, weil
die Strahlenbelastung sehr schädlich für das Babygehirn und alle anderen Organe sind. Aber wenn
das Kind ein Polytrauma erlitten hat, müssen wir trotzdem Röntgen machen.

Bis welchem Alter?

Was meinen sie über Impfgegner?

Fachbegriffe

irreversibel nicht rückgängig

Myokarditis Herzmuskelentzündung

bösartig maligne

Abfuhrmittel Laxativum

Nebenschilddrüse Glandula Parathyroidae

innerhalb des Schädels intrakraniell

Z.n. Zustand nach

häufiger Harndrang Pollakisurie

Hiatus hernia Eingeweide Bruch

SPRUNGGELENKFRAKTUR
Frau Schrüder ist eine 39-jährige Patientin die sich bei uns vorstellte, weil sie gestern den rechten Fuß
umgeknickt hätte und seitdem Scmerhen habe. Darüber hinaus klagte sie über Tumor, Dolor und
Rubor im betroffenen Bereich. Sie könne nicht auf dem Bein auftreten. Die Schmerzintensität wurde
mit 12/10 bei Belastung und 8/10 in der Ruhe angegeben. Die Fragen nach Dysästhesie, Parästhesie
oder offenen Wunden wurde verneint. Die vegetative Anamnese war unauffällig.

Vorerkrankungen:

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Hypothyreose seit 2 Jahren (sie hat gesagt, dass die Ursache nicht vollständig geklärt sei. Und sie
fragte mich nach der Bedeutung von Autoimmunerkrankungen.

Allergisches Asthma Bronchiale seit der Kindheit.

VorOPs: Z.n Hysterektomie vor 20 Jahren aufgrund Uterustumor.

Vormedikation:

L-Thyroxin 75 – 100 Mikrogramm im täglichen Wechsel. Berodual Spray 1-2 Hübe bei Bedarf.
Loratidin bei Bedarf. Z.n. TVT im linken Unteschenkel die durch Heparinspritzen und
Kompressionsstrümpfe behandelt wurde.

Allergien:

Sie leide an Pollenosis, die sich durch tränende Augen und Rhinorhoe äußere.

Noxen: Sie habe vor 2 Monaten mit dem Rauchen aufgehört. Der Nikotinkonsum betrug 20 py. Sie
trinke täglich eine Flasche Vodka. Ihr Ehemann sei vor 2 Jahren verstorben sei deswegen depressiv
und trinke viel.

Familienanamnese: Die Mutter leide an Mammakarzinom, der Bruder leide an Adipositas, AHT, DM2,
der Vater sei gesund.

Sozialanamnese: Sie sei Rechtsanwältin von Beruf, sei geschieden.

V.D Sprunggelenksfraktur.

D.D Hämatom, Luxation

Um die Diagnose festzustellen, werden wir folgende diagnostische Maßnahmen durchführen: VP-
Bestimmung, Labordiagnostik, Röntgenaufnahme, chirurgisches Konsil.

Falls sich die V.D bestätigt, empfehle ich konservative Therapie oder operative Therapie
(Osteosynthese)

SYNKOPE 1
Herr Haltstein ist ein 61-jähriger Patient, der sich wegen heute morgen aufgetretener Ohnmacht in
unserer Notaufnahme vorstellte. Er berichtete, dass als er auf die Toilette gehen wolle, dass
Bewusstsein verloren habe. Seine Frau habe er gefunden und sie habe ihn zu uns gebracht. Er klagte
über eine Verletzung am Kopf und ihm sei nach dem Anfall schwindelig. Die Fragen nach
neurologischen Ausfällen sowie kardiologischen Beschwerden wie Brustschmerzen, Tachykardie,
Extrasystole wurden verneint.

Vorerkrankungen:

Er leide an arterieller Hypertonie, die medikamentös eingestellt sei. Dazu habe er KHK und
Sodbrennen.

Vormedikation:

Bisoprolol 1-0-1, ASS, Ramipril 1-0-1

Vegetative Anamnese war bis auf eine Obstipation wogegen der Patient Abführmittel einnehme,
unauffällig.

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Sozialanamnese: Er arbeite als Wissenschaftler, sei verheiratet und wohne mit seiner Frau.

Familienanamnese: Der Vater sein an Leberkrebs verstorben. Mutter sei an Apoplex gestorben. Sie
litt während ihrer Lebenszeit an DM und AHT

SYNKOPE 2
Herr XX, der am 12.01.1957 geboren ist, stellte sich wegen heute morgen aufgetretener Synkope vor.
Außerdem sei er wegen der Synkope zu Boden gefallen und habe sich am linken Frontalbereich
verletzt. Es sei keine Hämorrhagie in den betroffenen Bereich vorhanden. Während der Synkope
habe es bei ihm keine Urin- und Stuhlinkontinenz gegeben. Vor der Synkope habe er sich unwohl
gefühlt und Vertigo gehabt. Ähnliche Beschwerden habe er früher 2 Mal bei 2 maliger Synkope bei
der Gartenarbeit gehabt. Er sei 178 cm groß und 79 kg schwer. Der AZ und EZ sind normal. Das
Gewicht sei in den letzten 6 Monaten konstant geblieben. Miktionsstörungen und Schlafstörungen
wurden verneint. Darüber hinaus klagt er über Pyrosis und Obstipation. Die Konsistenz des Stuhls sei
hart und sei braun. Eine Hämatochezie und Meläna wurden verneint. Die restliche vegetative
Anmanese war unauffällig.

An Vorerkranungen seien AHT seit 5 Jahren, Karpaltunnelsyndrom seit 2 Jahren, KHK seit 5 Jahren
und VHF seit 4 Jahren bekannt.

Er nehme regelmäßig Ramipril 5 mg 1-0-0, Bisoprolol 2,5 mg 1-0-1, Aspirin 100 mg 1-0-0 und
Pantoprazol bei Bedarf ein. Es seien keine Operationen bekannt.

Allergien:

Es seien Allergien gegen Nickel, Nüsse, Senf bekannt. Er habe außerdem auch Heuschnupfen.

Noxen: Mit 30 habe er mit dem Rauchen aufgehört. Zuvor habe er 15 Jahre 15 Zigaretten geraucht.
Er trinke täglich ein Glas Wein. Vom November bis März sei er in Afrika gewesen.

Sozalanamnese: Er arbeite als Dozent an der Osnabrück Universität, sei verheiratet, lebe mit seiner
Ehefrau und habe zwei gesunde Kinder.

Familienanamnese:

Vater sei an Pankreaskarzinom verstorben. Mutter leide an DM und AHT.

Die oben gennanten anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf eine durch Betablocker
verursachte Hypotonie hin. Differenzialdiagnostisch kommen noch Herzinfarkt, Epilepsie, VHF
bedingte Synkope, subarrachnoidalle Hämorrhagie, Hirntumoren in Betracht.

Um die Diagnose festzustellen, werde ich folgende diagnostische Maßnahmen durchführen bzw.
veranlassen:

KU, neurologische Untersuchung, Blutentnahme, EKG, MRT.

A-A Gespräch

Welche Ursachen hat Synkope? Vaskuläre, kardiale, neurogene,medikamentöse, psychogene und


unklarer Genese.

Welche Arten von Epilepsie gibt es? Epileptische Anfälle werden nach der Form ihrer Ausbreitung
unterteilt in fokale Anfälle, bei denen die Übererregung auf ein Areal beschränkt bleibt,
generalisierte Anfälle, bei denen sich die Anfallszeichen über beide Hemisphären erstrecken, und
Anfälle mit unbekannter Ausbreitung.

64
Wie kann man Epilepsie diagnostizieren? Im EEG zeigen ablaufende Anfälle spezifische Muster.
Charakteristisch für einen fokalen Anfall sind "scharfe Wellen" (sharp waves). Diese zeigen sich an
der Ableitung des Areals, in dem das Anfallsleiden auftritt. Generalisierte Anfälle zeigen "spitze
Welle" Komplexe (spikes and waves). Diese treten an allen Ableitungen auf und sind von ähnlicher
Amplitude wie sharp waves, jedoch mit deutlich höherer Frequenz. Sie sind in aller Regel
(hochgradig) synchron ablaufend.

Was ist eine Angina Pectoris? Das ist ein Engegefühl in der Brust.

Was ist eine retrograde Amnesie? Bei der retrograden Amnesie können wir uns nicht erinnern, was
vor dem Unfall oder vor dem Bewusstseinsverlust passiert ist.

SYNKOPE (HYPOGLYKÄMIE)
Herr Lampe wurde in Begleitung von seiner Frau mit dem Rettungsdienst in die Notfallambulanz
gebracht. Die Frau des Patienten habe ihren Mann auf dem Klo bewusstlos vorgefunden und sofort
einen Notarzt angerufen. Die Synkope würde 2 bis 3 Minuten dauern und danach kam der Patient zu
sich. Die Frau habe ihm gleich ein Glas Apfelsaft zum trinken gegeben und nachdem ginge es ihm
etwas besser. Danach kam der Notarzt und habe den Blutzuckerwert gemessen, der bei 46 mg/dl lag.
Vor dem Sturzereignis habe der Patient Nervosität, Tremor, Heißhunger und kalte Hyperhidrose
gehabt. Gleiche Beschwerden habe der Patient vorher gehabt, aber es käme bisher nicht zu einer
Synkope. Die vegetative Anamnese sei bis auf die oben genannten Beschwerden und auch einer
Tachykardie in der Ruhe unauffällig. Die Frage nach Faszikulationen und Aura wurde vom Patienten
verneint.

Vorerkrankungen: DM Typ II, AHT, Hyperlipidämie

Vormedikation: Metformin 1g 1-0-0-1. Lantus 0-0-0-15 IE, Ramipril 5 mg 1-0-0-0. Simvastatin 20 mg


0-0-1-0.

Noxen: Patient sei Raucher (40py), trinke 2-3 Gläser Wein am WE, habe Haschisch in der Jugend
ausprobiert.

Familienanamnese: In der Familie und der nahen Verwandschaft des Patienten seien keine erbbaren
Erkrankungen bekannt. Der Vater leide an DM, und die Mutter an AHT.

Sozialanamnese: Der Patient sei Rentner, betreibe aktuell ein Getränkeladen, sei verheiratet, wohne
mit seiner Frau, habe 2 Kinder. Er habe einen Vogel als Haustier. Kein Auslandsaufenthalt vor kurzem.

Therapie: Anpassung des Basalinsulins, Glukagonstimulationstest, ggf. einsetzen von anderen oralen
Antidiabetika, die eigene Insulinproduktion nicht erhöhen bzw. glukoseabhängig stimulieren: SGLT2-
Inhibitor, GLP1-Analoga, Schulung des Patienten (Aufklärung zu Vermeidung zukünftiger
Sturzereignise)

A-P Gespräch

Welche Folgeschaden kann Diabetes mit sich führen? Diabetische Polineuropathie, diabetische
Nephropathie, diabetische Retinopathie, diabetisches Fußsyndrom, Neuropathie und Angiopathie)

A-A Gespräch

65
Was ist HbA1C? Das sogenannte HbA1c ist eine Unterform des Hämoglobins von Erwachsenen (HbA).
HbA1c-Werte werden verwendet, um den durchschnittlichen Zuckergehalt im Blut von Diabetikern zu
ermitteln.

Prozentwert HbA1c

< 6,5 % Diabetes gut eingestellt

6,5 - 7,5 % Diabetes mittelmäßig eingestellt

> 7,5 % Diabetes schlecht eingestellt

TONSILITIS
Herr Neumann, ein 45-jähriger Patient, klagte über Dysphagie, die seit 3-4 Tagen bei festen
Nahrungsmitteln und auch Flüssigkeit aufgetreten und im Laufe der Zeit immer schlimmer geworden
sei. Ferner teilte er mit, dass die Beschwerden von Pyrexie (39 C) und Schüttelfrost begleitet seien.
Desweiteren leide er unter vermehrter Müdigkeit und Inappetenz in den letzten Tagen. Es sei ihm
aber keine Gewichtsveränderung bekannt. Ihm sei keine Vergrößerung der Schilddrüse aufgefallen.
Die Frage nach früheren ähnlichen Beschwerden wurde verneint. Die vegetative Anamnese ergab
u.a. einen seit längerem bestehenden trockenen Husten und zufolge leide er unter
Durchschlafstörungen. An Vorerkrankungen leide er an DM Typ II seit Jahren, der medikamentös
behandelt sei. Der letzte HbA1c Wert sei 7,4 gewesen. Jedoch, betrage der Zucker in der letzten
Woche ca 400 mg/dl. Außerdem leide er an an einer chronischen autoimmunen Darmerkrankung, die
vor einigen Jahren mit Kolonoskopie diagnostiziert sei und sich mit Diarrhö zeige. Dagegen nehme er
Tabletten. Zudem leide er an Psoriasis, wird mit Salben bei Bedarf behandelt. Vor 2 jahren sei er
wegen einer Commotio Cerebri nach einem Verkehrsunfall stationär aufgenommen worden. Weitere
Beschwerden habe er nicht gehabt.

Allergien: gegen Erdnüsse (zeigt sich mit einem komischen Gefühl im Mund), gegen Penicilin (zeigt
sich mit Dyspnoe).

Noxen: Raucher, seit 10 Jahren rauche er eine Schachtel pro Tag (10py), Alkohol und Drogenkonsum
wurden vernneint.

Familienanamnese: Er sei verheiratet, habe 2 Kinder, Mutter habee Ovarialkarzinom gehabt der mit
OP und Chemotherapie behandelt sei und sei geheilt. Vater leide an DM Typ II und habe MI mit 50
erlitten.

Sozialanamnese: Sei Autoverkäufer, kein Stress im Leben.

Anhand der anamnestischen Angaben besteht der Verdacht auf eine Tonsilitis. Diffenzialdiagnostisch
kommen noch infektiöse Mononucleosis, Struma und Ösophagealkarzinom in Frage.

TUBERKULOSE
Herr Matthias Kellner stellte sich bei uns wegen seit 2 Tagen bestehender Hämoptose vor. Der
Patient habe Husten mit weiß-gelblichem Sputum seit 3 Monate, deswegen sei er vor 3 Wochen
beim Hausarzt gewesen. Dieser habe ihm ACC verschrieben, welches ihm kaum geholfen habe. Die
Beschwerden seien von Pyrexie (38 C), nächtlicher Hypohidrose, Insomnie und Gewichtsverlust von 8

66
kg innerhalb der letzten 3 Monate begleitet. Der Patient berichtete, dess er eine schmerzhafte
Schwellung in der Achselhöhle habe. Die vegetative Anamnese sei unauffällig bis auf die oben
genannten Beschwerden. Herr Kellner arbeite als Reiseleiter und er sei vor 3 Monaten in Asien
gewesen.

Vorerkrankungen: Collitis ulzerosa seit 15 Jahren, Hypothyreose seit 3 Jahren. Der Patient sei 3 Mal
im Krankenhaus aufgrund Verschlechterung von Collitis ulzerosa gewesen, welche mit Cortison
behandelt würde. Er sei noch nie operiert worden.

Vormedikation: Mesalazin 1500 mg 1-0-1-0, L-Thyroxin 75 Mikrogramm 1-0-0-0

Allergien und Unverträglichkeiten: ASS(Exanthem), Heuschnupfen (Rhinorrhöe)

Noxen: Er sei Nichtraucher, trinke 3 Bier in der Woche und Wein gelegentlich. Drogenkonsum wurde
verneint.

Familienanamnese: Vater leide an Hypothyreose, Mutter leide an DM. Bruder: Z.n. Orchiektomie
aufgrund Hodenkarzinom, welches mit Chemotherapie und Radiotherapie behandelt wird.

Sozialanamnese: ledig, keine Kinder, Reiseleiter vom Beruf.

P-A Gespräch

Was habe ich? Muss ich hier bleiben? Wie lange? Ich kann nicht bleiben, ich muss arbeiten. Was
machen sie mit mir?

A-A Gespräch

Diagnose? Differenzialdiagnose? Was ist die Therapie? Chronische Bronchitis, Pneumonie i


Bronchialkarzinom. Therapie: Isoniazid (INH), Rifampicin (RMP), Ethambutol (EMB), Pyrazinamid
(PZA) und Streptomycin (SM)

Was sind die Nebenwirkungen von Ethambutol? Zu den häufigen Nebenwirkungen zählt ein Anstieg
der Harnsäure-Konzentration im Serum, der sich nach Absetzen wieder normalisiert. Selten treten
Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Erbrechen, Durchfall oder allergische Reaktionen mit Fieber oder
juckenden Hautausschlägen auf.

Was machen wir, wenn der Patient nicht abhusten kann? Sekretolytika oder Mukolytika verabreichen
(Mittel zur Schleimlösung)

Ist die Impfung in Deutschland pflichtig?

Was ist Tuberkuliintest? Wann ist er positiv und wann negativ? Der Tuberkulintest (Mendel-
Mantoux-Test, 10 TE) wird als positiv bewertet, wenn die Induration (Hautverhärtung im Testbereich,
Reaktion auf die Testung) > 5 mm beträgt. Dieser Durchmesser wurde gewählt, da man davon
ausgeht, daß bei den Patienten, die mit einem TNF-alpha-Blocker behandelt werden sollten, eine
Beeinträchtung der Immunabwehr (Immunsuppression) besteht oder in der Folge der Therapie
auftritt.

Wie kann man Colitis behandeln? Die Colitis ulcerosa wird mit zwei verschiedenen Medikamenten
behandelt: Aminosalizylate (5-Aminosalizylsäure, 5-ASA , Wirkstoff: Mesalazin) und Kortikoide.
Darüber hinaus können Medikamente, die die Aktivität des Immunsystems dämpfen, den Verlauf der
Erkrankung positiv beeinflussen.

67
Fachbegriffe

Extraction invasiver Eingriff, bei dem die Körperintergrität verletzt wird.

Tetraplegie Lähmung aller vier Gliedmaßen

Pulsoxymetrie Sauerstoffsättigung

Miosis Pupillenverengung

Singultus Schluckauf

Schläfenbein Schädelknochen im Bereich der Schläfe

Wundstarrkrampf Tetanus

Herzbeutelentzündung Perikarditis

Mittel für örtliche Betäubung Lokalanästhesie

TVT 2
Herr XY, stellte sich bei uns in der Notaufnahme aufgrund von Tumor, Dolor, Calor und Rubor in der
rechten Wade vor. Der Patient berichtete, dass sein rechter Unterschenkel seit drei Tagen
angeschwollen sei. Die Schwellung sei plötzlich aufgetreten und progredient. Weiterhin erwähnte er,
dass die Schmerzen sich bei Belastung vestärken und bei Hochlagerung verbessern würden. Auf
Nachfrage wurden Brustschmerzen, Tachzkardie und Dyspnoe verneint. Erwähnenswert ist es, dass
der Patient schon seit längerem an US Varizen leide. Der Patient sei in der letzten Woche in Japan
(Geschäftsreise) gewesen und dort habe ihn ein Hund gebissen. Er erhielte deswegen eine Tetanus
Auffrischung. Die vegetative Anamnese sei unauffällig bis auf Einschlafstörungen aufgrund von Stress
bei der Arbeit.

Vorerkrankungen: Er leide seit 7 Jahren an aHT und nehme dagegen ACE-Hemmer und Diuretika. Ein
DM Typ I würde mit 24 Jahren festgestellt und er spritze 8 IE Novorapid zu Mahlzeiten und 28 IE
Lantus abends. Es seien keine Operationen bekannt. Außer der o.g. Medikation nehme der Patient
keine weiteren Medikamente ein.

Allergien: Er reagiere allergisch auf das braune Pflaster (Kontaktdermatitis)

Noxen: Raucher (30 Zig. seit 40 Jahre - 60py). Alkoholkonsum: 1 Glas Wein (zum einschlafen).
Drogenkonsum wurde verneint.

Familienanamnese: Muter leide an DM Typ I, Vater sei gesund. Geschwister: keine Angabe.

Sozialanamnese: Er sei verheiratet, habe 2 Töchter, eine von denen hat Glasknochenkrankheit
(Osteogenesis imperfecta). Er sei Firmenmanager von Beruf und deswegen habe er viel Stress.

A-A Gespräch

Was wurde bei ihm in Japan gemacht, als er in Japan von einem Hund gebissen wurde?
"Wundversorgung und Tetanus Auffrischung".

Was ist LADA? "Latent Autoimmune Diabetes in Adults".

Was denken sie? Was hat der Patient?

68
Wie werden sie den Patienten behandeln? Bisherige Standardtherapie für die Akutbehandlung von
tiefen Venenthrombosen (TVT) ist die Gabe von Vitamin-K-Antagonisten (VKA) wie Phenprocoumon
oder Warfarin nach einer initialen Behandlung mit einem parenteralen Antikoagulans.

Welche DD Phligmone (Verletzung durch Hundebiss) "Erysibel".

Welche Untersuchungen? Therapie?

Komplikationen von TVT? "Chronische venöse Insuffizienz, postthrombotysches Syndrom,


Lungenembolie"

Heparin Nebenwirkungen "Häufige Nebenwirkungen bei der Anwendung von Heparin sind
Blutungen, Schmerzen an der Injektionsstelle und eine niedrige Thrombozytenzahl.Eine
schwerwiegende Nebenwirkung ist die Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT)"

Abkürzung HIT? "Heparin induzierte Thrombozytopenie"

Aufklärung Duplex Sonografie, CT Angiografie

TVT (TIEFE VENENTHROMBOSE) PHLEBOTHROMBOSE


Herr Roland, Schlüter, ein 62-jähriger Patient stellte sich bei uns wegen seit drei Tagen bestehender,
persistierender, langsam aufgetretenen Schmerzen in den linken Unterschenkel in Kombination mit
zyanotischer, glänzender Haut vor. Diese Beschwerden seien von Calor, Rubor, Tumor und
Spannungsgefühl begleitet. Der Patient berichtete, dass die Schmerzen bis zum ipsilateralen Fuß
ausstrahlen würden und das sie im Laufe der Zeit schlechter geworden seien und an der Intensität
bei der Bewegung zugenommen hätten. Darüber hinaus, betonte er das die Schmerzen bei 8 auf
einer Schmerzskala von 0 bis 10 eingestuft seien. Er fügte hinzu, dass er im Urlaub in Spanien
gewesen und vor drei Tagen mit einem dreistündigen Flug zurückgekommen sei. Die Fragen nach
Dyspnoe, Parästhesie oder Hypästhesie wurden verneint. Die vegetative Anamnese ergab eine
stressbedingte Insomnie, einen Meteorismus und kolikartige Bauchschmerzen weshalb sich ein
Verdacht auf Colon irritable erzeugte. Außerdem, sei eine Vertigo bekannt, weswegen er beim HNO
Arzt gewesen sei aber keine bestimmte Diagnose festgestellt würde. An Vorerkrankungen leide er an
DM Typ II seit seinen vierzehnten Lebensjahr und an aHT seit sieben Jahren. Vor zwei Jahre habe er
eine Varikosen-OP beidseitig gehabt.

Medikation: Enalapril 20 mg 1-0-0 Dytide H 1-0-0 (an die Dosis konnte er sich nicht erinnern) Außer
den o.g. Medikamenten trage er eine Insulinpumpe. Es seien keine Allergien bei ihm bekannt.

Noxen: Raucher, 30 Zigaretten pro Tag seit 20 Jahren (30 py), Alkohol trinke er gelegentlich.
Drogenkonsum wurde verneint.

Familienanamnese: Mutter habe DM und hätte eine Amputation wegen einen erlittenen diabetischen
Fuß gehabt. Vater leide an aHT und Hyperlipidämie. Er habe zwei gesunde Kinder.

Sozialanamnese: Herr Schlüter sei verheiratet, arbeite selbständig in einem Spezialbetrieb und lebe
mit seiner Familie zusammen.

A-A Gespräch

1) Worauf achten wir bei der körperlichen Untersuchung? "TVT Zeichen".

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2) Welche diagnostische Maßnahmen werden sie veranlassen? In der Regel wird zur Diagnose
zunächst ein Bluttest (D-Dimer-Test) gemacht. Dieser Test reagiert auf Spaltprodukte, die der Körper
produziert, wenn er ein Blutgerinnsel abbaut. Sie werden D-Dimere genannt. Wenn der Test
unauffällig ist, lässt sich eine TVT ziemlich sicher ausschließen.

3) Was sind die Komplikationen von TVT? "In 10-30% der Fälle führt eine Phlebothrombose
nachfolgend zur Lungenembolie, die selten tödlich endet und in 50% der Fälle zum
postthrombotischen Syndrom."

4) Was sind Pertussis und Varizelen? "Pertussis oder Keuchhusten ist eine hoch ansteckende
Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöst wird. Varizellen oder
Windpocken sind eine durch das Varizella-Zoster-Virus (VZV) aus der Familie der Herpesviren
hervorgerufene Infektionskrankheit, die vorwiegend im Kindesalter auftritt."

5) Sie sind in der Notaufnahme und werden angerufen, dass eine schwangere Frau sich vorgestellt
hat und Zeichen einer Asphyxie vorliegen. Was bedeutet das? Wer ist betroffen? "Unter einer
Asphyxie versteht man einen drohenden Erstickungszustand durch Absinken des arteriellen
Sauerstoffgehalts (Hypoxämie) bei gleichzeitiger Kohlendioxidretention (Hyperkapnie). Durch die
Hyperkapniewahrnehmung im Hirnstamm entsteht erhebliche Erstickungsangst.Die Asphyxie des
Neugeborenen bezeichnet man als Asphyxia neonatorum."

ULCUS DUODENI
Der Patient, Herr Klaus Keller ist ein 50-jähriger Patoent (175 cm, 79 kg) der sich bei uns wegen
gestern abend 2 Mal aufgetretener Hämatemesis, Dyspepsie seit mehreren Wochen, Hypochondrium
Schmerzen vorstellte. Die Schmerzen würden in den Rücken ausstrahlen und seien nach Intensität
4/10. Nach dem Essen, bzw. postprandial würden sich die Beschwerden verbessern. Zudem
berichtete er, dass er seit 14 Tagen einen Vertigo beim aufstehen habe, Pyrosis und eine
morgendliche Tussis. Er habe an Gewicht in letzten 6 Monaten 4 kg abgenommen. Hypophagie,
Xerostomie, Xeropharingie, Foetor ex ore, Dysphagie und Globusgefühl wurden verneint.

Allergien: Zöliakie, wurde regelmäßig geimpft, Auslandsaufenthalt wurde verneint.

Vorerkrankungen: Er leide an AHT seit 8 Jahren und mit Betablocker sei er gut eingestellt. Außerdem
leide er an Hypertrigliceridämie und nehme dagegen Simvastatin. Er habe eine Knie OP vor 32 Jahren
wegen hinteren Kreuzbandriss gehabt. Die OP verliefe komplikationslos.

Noxen: Er sei Raucher seit 33 Jahren (58py), trinke 1 -2 Gläser Rotwein täglich. Er habe Marihuana
vor 30 Jahren einmal ausprobiert.

Familienanamnese: Mutter leide an AHT, Hyperlipidämie.

Sozialanamnese: Er sei verheiratet, habe 4 gesunde Kinder, sei Unternehmer die Arbeit sei für ihn
sehr stressiig

Was sind die Komplikationen von Ulcus? Perforation in die Bauchhöhle, Perforation ins Pankreas,
Obere gastrointestinale Blutung (OGIB), Narbige Stenose

Welches Band ist bei einer Ruptur mehr betroffen?

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Was ist der Unterschied zwischen Perforation und Penetration? Als Perforation bezeichnet man die
Durchstoßung oder Durchbohrung des Gewebes, das eine Körperhöhle ummantelt. Das Eindringen
eines Gegenstandes in ein Gewebe bezeichnet man als Penetration.

ULCUS VENTRICULI
Herr XX, ist ein 56 Jähriger Patient, der sich bei uns wegen seit heute mittag nach dem Mittagessen
aufgetretener Schmerzen im Epigastrium, vorstellte. Laut des Patienten seien die Schmerzen danach
in den rechten Epigastrium gewandert. Des Weiteren berichtete er dass die Schmerzen 9 von 10 auf
einer Schmerzskala seien. Er habe gegen die Schmerzen Ibuprofen eingenommen, diese hätten ihm
aber nicht geholfen. Ferner klagte der Patient über Nausea ohne Emesis an. Zudem, gab er an, dass
die Schmerzen sich bei Bewegung verstärken und in der Ruhe lindern würden. Er leide seit längerem
an Pyrosis und Obstipation. Pyrexie und Tachikardie wurdne verneint.

Vorerkrankungen: Er leide an AHT seit 20 Jahren, die mit Enalapril 5 mg 1-0-0 und HCT 12,5 mg 1-0-0
behandelt wird. Außerdem leide er an Hypercholesterinämie, die mit Simvastatin 20 gm 1-0-0
behandelt wird. Er habe vor 5 Jahren einen Diskusprolaps LWS gehabt, dieser wurde mit Ibuprofen
und Spritzen behandelt. Neben dem o.g. Medikamenten nehme der Patient Alluminium Pulver gegen
Pyrosis ein. Er rauche nicht und trinke nur ein Glas Wein am WE. Drogenkonsum wurde verneint. Er
arbeite als Angestellter beim Sozialamt und berichtete vom viel Stress bei der Arbeit. Er sei
verheiratet, habe 2 Kinder und wohne mit seiner Familie. Der Vater sei an Leberkrebs gestorben. Die
Mutter leide an DM und AHT.

V.D Ulcus Ventriculi

D.D Hinterwand Myokardinfarkt, Ulcus duodeni, akute Cholezystitis, akute Pankreatitis.

UROLITHIASIS 2
Patient Hans Seifert stellte sich bei uns wegen plötzlich aufgetretener, ziehender, krampfartiger
Schmerzen im Unterbauch rechts mit Ausstrahlung in den Rücken und Damm vor. Die Schmerzen
würden mit 12 auf einer Schmerzskala von 1 - 10 angegeben. Ihm wurde Schmerzmittel angeboten,
was im Laufe des Anamnesegesprächs Verbesserung erwirke. Er berichtete zusätzlich über einen
nicht kräftigen Strahl (Dysurie), Restharngefühl, Makrohämaturie und Obstipation (esse Flohsamen
dagegen). Er sei nicht im Ausland während letzten 6 Monaten gewesen. Es gäbe keine Menschen mit
Erkältung in seinem Kreis.

Vorerkrankungen:An Ve seien bekannt: Bronchiales Asthma ( seit 14 Lebensjahr, habe Anfälle 2 Mal
pro Monat und nehme dagegen Simbicort bei Bedarf ein)Gicht (ohne Anfälle, Hyperurikämie, mit
Allopurinol eingestellt) Da habe ich fleischarme Diät empfohlen, BPH (untersucht, ohne
Behandlung)ich habe gesagt, dass ihm etwas dagegen empfohlen wird, Migräne mit Aura ( 3-4 Mal
pro Jahr, mit Triptane Mundspray eingestellt), Z.n. Appendektomie mit 8 Jahren, Z.n. Pyelonephritis
vor 25 Jahren (keine Nierenerkrankungen, HWI danach), Allergien und Unverträglichkeiten,
Kontrastmittelallergie,

NoxenNikotinkonsum 2-3 Zigaretten am Tag seit 14 Lbensjahr, davon 33 Jahre Jahre 20 Zigaretten
am Tag (35py). Ich habe NIkotinpflaster als ersatz empfohlen. Alkoholkonsum 1 Glas Wein täglich,
sein Arzt finde es in Ordnung. Ich habe gesagt, das ich diesem zustimme.

Familienanamnese: Mutter: pAVK (Bypass), Bruder: KHK (Bypass)

Sozialanamnese: er sei Besitzer vom Restaurant.

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V.D. Urolithiasis D.D. Divertikulitis (es war diskutiert, ob es nicht links wäre. Ich habe geantwortet,
dass bei Europäer öfter links, aber bei Asiaten doch rechts und Meckel Divertikul

auch rechts wäre)

Riss von Harnblasenvenen als Komplikation von BPH Prostata-Ca

A-A Gespräch

1) Es git nur einen Platz in der Chirurgie, wollen sie diesen Patienten unbedingt stationär aufnehmen?
Ich möchte das genau mit ihnen besprechen, weil der Patient Symptomatik von Nierenkoliken
aufweist. Ich wurde vorschlagen ihn zu untersuchen und medikamentöse Therapie zuerst
durchzuführen und falls es nötig wird ihn dann stationär aufnehmen.

Zeichen von der Infektion: Leukozytose, BSG, CRP

Cholestaseparameter: Nierenwerte

Harnleiterschiene - Nephrostomie

Zeichen des akuten Bauchs : akute heftige Bauchschmerzen, peritoneale Symptomatik, akute
Kreislaufstörungen bis zum Kreislaufschock und eine Störung der Darmperistaltik sowie ein
schlechter Allgemeinzustand

Medizinische Behandlung von Nierenkoliken (Spasmolytika Buscopan und Analgetika Metamizol/


Pethidin)

Symbicort (Prophylaxen von Schuben nicht bei Bedarf)

Nierenlager Klopfschmerz

Hyperurikämie

Urinstatus prüfender Leukozyten, Nitriten, Sediment- hinweist auf Typ vom Stein

Crohn Krankheit (Schmerzen in UB rechts, nicht so plötzlich mit Stuhlveränderungen)

Am Ende habe ich die VD den Patienten erläutert und folgende Diagnostik, Behandlung mit einfachen
Wörtern erzählt.

Nephrolithiasis – Nierensteine,
Urolithiasis – Steine in allen Harnwegen (Nierenbecken, Ureter, Harnblase,
Urethra)
Ureterolithiasis – Stein im Harnleiter
Zystolithiasis – Stein in der Harnblase
Urethralithiasis – Stein in der Harnröhre.

Fachbegriffe

Funiculus umbilicalis Nabelschnur

Eitergeschwür

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Zirkumzision Beschneidung

Neuropathie periphere Nervenerkrankung

Antiphlogistika Entzündungshemmer

Sklera Lederhaut

Druckgeschwür Dekubitus

Oberkiefer Maxilla

Zum Steißbein hin kaudal

Grauer star Katarakt

Innen von Zellen intrazellulär

Schwangerschaft Gravidität

UROLITHIASIS
Frau Schmitz, eine 64-jährige Patientin stellte sich wegen seit heute morgen bestehender, plötzlich
aufgetretener dumpfer Flankschmerzen rechts vor. Die Schmerzen seien bei 9 auf einer Schmerzskala
von 0 bis 10. Der Schmerz strahle in die rechte Schamlippe aus. Der Patientin sei eine schmerzhafte
Hämaturie aufgefallen. Zusätzlich seien die Schmerzen von Nausea und Krankheitsgefühl begleitet.
Abgesehen von Obstipation und Schlafstörung hat die vegetative Anamnese keine Auffälligkeiten
gezeigt. An Vorerkrankungen leide die Patientin an aHT seit 13 Jahren, Asthma seit 20 Jahren sowie
Migräne. die durch Medikamente behandelt werden. Die Patientin musste sich drei Mal einer Sectio
Caesarea auf Grund von Beckenenge unterziehen. Hinsichtlich der Medikamente nehme sie:
Symbicort 1-0-1 und b.B.Dilitiazem, Flohsamen gegen Obstipation, Baldrian zum schlafen,
Sumatriptan b.B.

Familienanamnese: Die Mutter leide an Depression und bei ihren Bruder würde eine herzbedingte
Erkrankung festgestellt und operiert. Sie habe 3 gesunde Kinder. Sie sei Besitzerin eines kleinen
Restaurants.

Aufgrund der anamnestischen Angaben gehe ich von einer Urolithiasis aus. Differenzialdiagnostisch
kommen noch Zystitis, Pyelonephritis in Betracht.

Diagnostik: körperliche Untersuchung, Labor, Urin, Blut, Sonografie.

VERKEHRSUNFALL
Frau XX, 43 Jahre alt, 175 cm, 65,5 kg

Allergien: Penicilin (anaphylaktischer Schock)

Noxen: Alkohol 2-3 Gläser Wein am WE. Nikotin und Drogenkonsum wurden verneint.

Sozialanamnese: verheiratet, hat eine Tochter (11 Jahre alt), Mitarbeiterin in einer Behörde.

Familienanamnese: Vater leide an AHT, Mutter an Hypothyreose, Bruder leide an Epilepsie.

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Frau XX stellte sich heute bei uns wegen vor anderthalb Stunden geschehenen Verkehrsunfall vor. Sie
sei auf dem Weg mit Scooter zur Arbeit gewesen als sie von einem Auto aus der rechten Seite
angefahren wurde. Die Straße sei nass gewesen, aber sie habe zum Glück einen Helm getragen.
Zudem berichtete sie, dass sie auf die linke Seite der Körpers gefallen sei. Darüber hinaus klagte die
Patientin über bestehende, stechende, progredierende Schmerzen in der rechten Seite des Körpers
vor allem in der rechten Hand. Die Intensität der Schmerzen wurde mit einer 7 von 10 angegeben.
Deswegen konnte sie die Hand kaum bewegen. Vor dem Unfall sei Frau XX nicht Schwarz vor den
Augen gewesen und sie habe heute schon gefrühstückt. Begleitend wurden Tumor, Hämatom,
Funktio laese und Exkursionen sowie atemabhängige Thoraxschmerzen li, Dyspnoe und
Abdominalschmerzen li. angegeben. Die Fragen nach Synkope, Parästhesie, Tachykardie oder Vertigo
wurden verneint. In der vegetativen Anamnese ergab sich seit letztem März eine Insomnie aufgrund
von Stress wegen Corona-Pandemie.

Vorerkrankungen:

Sie leide an orthostatischer Hypotonie seit 15 Jahren, dagegen nehme sie Effortil Tropfen 10-0-0 ein,
leider aber unregelmäig, weswegen man Hinweise geben sollte. Hypothyreose (Hashimoto-
Thyroiditis) seit 11 Jahren, dagegen nehme sie L-Thyroxin 75 Mikrogramm und 100 Mikrogramm
alternativ eine. Brachialgie seit längerem die mit Ibuprofen 600 mg behandelt wird.

VorOPs: Sectio caesarea vor 11 Jahren, 2 Mal Aport, Tonsillektomie in der kindheit. Zudem nehme sie
Pantoprazol 20 mg 1-0-0 und orales Kontrazeptivum ein. Sie sei regelmäßig geimpft.

Fachbegriffe: Hypermenorrhö, Liquor cerebrospinalis.

A-P Gespräch

Was habe ich und wie werden sie mich behandeln? KU, Blutabnahm, Röntgenaufnahmen und
Ultraschall des Bauches ggf. CCT.

Warum Ultraschall? Warum CCT? Ich habe ein Helm getragen und habe überhaupt nicht das
Bewusstsein verloren! Ja stimmt, aber ich werde das trotzdem nach der KU entscheiden.

A-A Gespräch

Warum hat die Patientin Thoraxschmerzen beim Atmen?

Wie wurden sie das Atmen beim Pneumothorax beschreiben? Oberflächliches Atmen.

Was wurden sie beim Verdacht auf Commotio Cerebri durchführen? Neurologische Untersuchung,
Fast-Test,CCT und so weiter.

Was ist GCS? Glasgow Coma Score. Der Glasgow Coma Score, kurz GCS, ist ein Bewertungsschema für
Bewusstseins- und Hirnfunktionsstörungen nach einem Schädel-Hirn-Trauma.

VERTIGO
Herr Birkenmeister, ist ein 34-jähriger Patient der sich wegen seit 6 Wochen bestehender
intermittierender, rezidivierender, plötzlich aufgetretener Schwindelanfälle bei uns vorstellte. Des
weiteren berichtete er, dass die letzte Vertigo am Tag zuvor gewesen sei. Der Patient fügte hinzu,
dass sich dann alles um ihn herum drehe. Derartige Beschwerden seien schon vor 8 Monaten erstmal
aufgetreten. Ferner gab er an, dass er vor 6 Wochen 5 bis 6 Mal gestürzt sei, und wegen des Sturzes
habe er seinen linken Unterarm gebrochen und habe 6 Wochen lang eine Gipsschiene tragen

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müssen. Nach Angaben des Patienten habe die Bewegung des Nackens nach hinten und zur Seite das
Schwindelgefühl ausgelöst. Er habe das Bewusstsein dabei aber nicht verloren. Die Fragen nach
Parästhesien, Hypästhesien, Dyspnoe, AP, Armschmerzen, Urin- und Stuhlinkontinenz, Zungenbiss
sowie prodromale Symptome wurden verneint. Außerdem erwähnte er, dass sein Blutdruck und EKG
beim HA unauffällig seien. Er sei bisher wegen den o.g. Beschwerden weder beim Neurologen, noch
beim HNO Arzt gewesen. Darüber hinaus, teilte er mit, dass er wegen dieser Beschwerden Angst vor
der Zukunft habe, da er Dachdecker sei.

Vegetative Anamnese: Der Appetit sei gut, er leide an einer Einschlafstörung, aber nach 1-2 Gläsern
Rotwein schlafe er gut. Miktion und Defäkation seien unauffällig.

Vorerkrankungen: An Vorerkrankungen bestehe eine Reisekrankheit(Kinetose) von Kindheit sowie


eine chronische Nierenkrankheit mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Proteinurie.

Medikation: An Medikamenten nehme er Vomex bei Bedarf sowie Pantoprazol 40 mg

Allergien und Unverträglichkeiten: Er sei gegen Meeresfrüchte (Krabben und Muscheln) allergisch
(Hautausschlag).

Noxen: Er habe vor einem halben Jahr mit dem Rauchen aufgehört. Vorher habe er 10 Jahre lang 1
Schahtel pro Tag geraucht (10 py). Er habe Drogen einige Male ausprobiert. Er treibe kein Sport.

Familienanamnese: In der Familie fanden sich beim Vater eine Katarakt und bei der Mutter eine
Borreliose. Er habe keine Geschwister.

Sozialanamnese: Er arbeite als Dachdecker, er sei zum zweiten Mal verheiratet. Er habe 2 Kinder aus
der ersten und aus der zweiten Ehe.

V.D. Rezidivierende Schwindelanfälle bei V.a. Zervicocraniale Instabilität D.D. Gehirntumor, Stenose
der Arteria Carotis, Muskelverspannung, degenerative Veränderungen wie Osteochondrose,
Diskusprolaps, Facetten-Syndrom, Raumforderung, Hypoglykämie, peripheres vestibulares Syndrom,
Morbus Meniere, Herzrhythmusstörung.

Zur weiteren Abklärung empfehle ich folgende Diagnostik:

gründliche körperliche Untersuchung und neurologische Untersuchung Labor: kleines BB,


Entzündungsparameter (BSG, CRP), Nierenwerte, Gerinnung EKG, EEG, Röntgen von HWS in 2
Ebenen, Gehirn CT

A-A Gespräch

Nach jeder einzelnen Symptomatik wurde detailiert gefragt, wie z.B. nach der Ursache der
Beschwerden.

technische Probleme bei Hämofiltration, Hämodiafiltration, Citrat und Heparin Dyalise.

Ursachen chronischer Niereninsuffizienz, Vaskulitis, diabetische Nephropathie, Hyperkaliämie und


Schwindel.

Darf der Patient Auto fahren? Können wir das Auto fahren verbieten? Nein.

Dürfen wir die Ehefrau über diese Beschwerden und über die Gefahren des Autofahrens
informieren? Nein

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Warum? Schweigepflicht.

Fachbegriffe:

Sklerose Verhärtung

Knie TEP - Knie Totalendoprothese

infaust ungünstig

Hypakusis Schwerhörigkeit

Stirnbein Os frontale

Schilddrüse Glandula thyreoidea

Hernia umbilicalis Nabelhernie

Ansteckung Infektion

Prellung Contusio

VERTIGO 2
Frau XXX, geb. am 01.05.1985, 168,5 cm groß und 72 kg schwer stellte sich bei uns wegen seit 8
Monaten bestehender, gelegentlich auftretender Vertigoanfälle. Sie gibt an, dass die Beschwerden
beim Aufstehen und bei Kopfdrehungen auftreten und dass sie vor 6 Wochen aus diesem Grund
hingefallen sei und den rechten Antebrachium gebrochen habe (Osteosynthese mit Platten, aktuell
Physiotherapie). Der HA habe vor 4-5 Wochen Tinitus ausgeschlossen. Die vegetative Anamnese war
außer Pyrosis, die seit mehreren Jahren bestehe, unauffällig. Die Fragen nach Cephalgie, Vomitus
wurden verneint. Als Vorerkrankungen seien bei ihr folgende bekannt: Osteoporose (vit. D 1000 IE 1-
0-0), Pyrosis (früher habe sie Omeprazol dagegen eingenommen, aber seit einem Jahr aufgrund der
Osteoporose nicht mehr), Kinetose seit der Kindheit. Sie wurde vor 2 Jahren wegen Femurfraktur
komplikationslos operiert.

Allergien: Soja und Schuppentiere (Vomitus, Nausea).

Noxen: Ex Raucherin, seit 1 Jahr rauche sie nicht mehr, sie trinke täglich 2-3 Gläser Wein vor dem
Einschlafen, Drogenkonsum wurde verneint.

Sozialanamnese: Sie sei verheiratet, dies sei ihr zweiter Mann, seiDachdeckerin von Beruf und habe 4
Kinder.

Familienanamnese: Uhr Vater leide an Glaukom und die Mutter an Borreliose.

Fachbegriffe:

FSME – Frühsommer Meningoencephalitis

PCO Syndrom Polizystisches Ovar Syndrom

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