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Populationsökologie II

Nachdem wir die Grundbausteine der Populationsökologie geklärt haben, machen wir uns nun einige
Überlegungen zu den Wechselbeziehungen zwischen den Akteuren.

Ein Maß, um eine Population zu beschreiben ist die Populationsdichte. Das ist der Quotient aus der
Anzahl der Individuen und der zugrundeliegenden Fläche. Zum Beispiel hat Hamburg eine Population
von 1.841.179 Individuen der Spezies Homo sapiens und eine Fläche von 755,22 km². Daraus ergibt
sich eine Populationsdichte der Art Homo sapiens von 2437,94 Ind./km². Allerdings sagen solche
durchschnittlichen Werte relativ wenig aus. Man überlege die Menschenmassen auf der Reeperbahn
um ein Uhr und die Leere um elf Uhr.

Grundlegend kann man sich zunächst überlegen, wie die Individuen einer Population im Raum
verteilt sind. Die Abbildung 5.14 zeigt drei grundsätzliche Muster.

1. Beschreibe die drei Verteilungen von Individuen im Raum.

2. Erläutere, welche Ursachen für die unterschiedlichen Verteilungsmuster von Individuen einer
Population vorliegen können. Anders formuliert, warum verhalten sich die Individuen einer
Population manchmal wie im Kasten zwei und dann wieder wie im Kasten drei.
Als zusätzlicher Gedankenanregung. Die Abbildung zeigt einen Baum als Habitat für eine Population
von Blattläusen. Dabei wird das Habitat unterschiedlich kleinteilig betrachtet.

3. Benenne das Verteilungsmuster von Blattläusen auf jeder der Abbildung? Welches
Verteilungsmuster aus Abbildung 5.14 liegt jeweils bei der Blattlauspopulation vor.

4. Erläutere welche Einflussfaktoren zu den unterschiedlichen Verteilungsmustern führen außer


der Entfernung zur beobachteten Population.

Ein Gedankenexperiment:

In einem großen Raum werden 100 Ratten (Rattus norvegicus) ausgesetzt, 50


Männchen und 50 Weibchen. Der Raum ist gut belüftet, die Tiere bekommen
ausreichend Wasser, und für Futter ist gesorgt, allerdings bleibt die pro
Tag zur Verfügung stehende Wasser- und Futtermenge konstant. Wenn sich also
die Ratten vermehren, wird nicht mehr Wasser oder Futter zur Verfügung
gestellt als zu Beginn des Versuchs. Die Tragzeit einer Ratte beträgt 22-24
Tage und es werden meist zwischen 4 bis 8 Junge geworfen. Geschlechtsreif
werden die Tiere nach 3 bis 4 Monaten. Maximal leben Ratten bis zu 3 Jahre.

5. Skizziere den Verlauf der Populationsgröße (Anzahl der Individuen) im Verlaufe der Zeit.
(Also ein Koordinatensystem erstellen; y-Achse: Anzahl an Individuen; x-Achse: Zeit)
6. Nenne weiter Faktoren, die auf die Entwicklung der Populationsgröße Einfluss nehmen außer
die Menge an Nahrungsmitteln.

Die folgende Abbildung zeigt den Zusammenhang zwischen der Popuöationsdichte und der
Mortalität (Sterberate) sowie der Natalität (Geburtenraten).

7. Begründe den Zusammenhang zwischen Populationsdichte und Mortalität bzw. Natalität, der
in Abbildung a dargestellt wird.

8. Nenne Situationen, in denen es zu Verläufen wie bei Abbildung b und c kommt. Erkläre, was
sich im Gegensatz zu Abbildung a geändert hat.

9. Beschreibe den Unterschied zwischen Abbildung a und d. Begründe, welche der beiden
Abbildungen der Realität besser beschreiben.

Bitte alle Abgaben als Word-Datei, damit ich Euch ein Feedback in Form der Kommentierung geben
kann. Die Datei sollte mit dem 20200325_Name_Aufgabe_Nr_2 benannt werden.

Anhang:

Alle Abbildungen aus Ökologie 3. Aufl., Spektrum Verlag, S. 161