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Ute Koithan 1 Helen Schmitz 1

Tanja Sieber 1 Ralf Sonntag 1

Deutsch als
Fremdsprache
Inhalt
Gesund und munter 6
Auftakt Einen Gesundheitstest machen und über die 8
Ergebnisse sprechen

Modul 1 Zu Risiken und Nebenwirkungen ... Grammatik: Infinitivsätze in 10


Gegenwart und Vergangenheit
Ej o Notizen zu einer Radiosendung zum Thema
„Placebo" machen und darüber sprechen

Modul 2 Gesünder leben 12

rn t? Einen Zeitungsartikel zur Entwicklung der


Gesundheit bei Männern und Frauen verstehen

Modul 3 Schmeckt's noch? Grammatik: Nominalisierung 14

rn o Informationen über Lebensmittelsicherheit und und Verbalisierung von


Schadstoffe in Lebensmitteln mit der Situation im Konditionalsätzen
eigenen Land vergleichen

Rundum gesund Strategie: Aktiv zuhören 16


Einen Kommentar zu Texten über Wellness und
Schönheitswahn schreiben
Ein Handout für ein Referat analysieren und ein
Referat halten

Porträt Dr. Eckart von Hirschhausen 20

Grammatik Rückschau 21

Film Lernen, richtig zu essen 22

Arbeitsbuchteil
Wortschatz Gesundheit 88
Modul 1 Zu Risiken und Nebenwirkungen „. Wortschatz: Medizin 90
Grammatik: Infinitivsätze in
Gegenwart und Vergangenheit
Tipp: Infinitivsätze in der
Vergangenheit
Modul 2 Gesünder leben 92
Grafikbeschreibung hören
Grafik zum Essverhalten beschreiben
Modul 3 Schmeckt's noch? Wortschatz: „Bio" 94
Gespräch über Bioprodukte und Einkauf hören Grammatik: Nominalisierung
und Verbalisierung von
Konditionalsätzen

Modul4 Rundum gesund Aussprache: Vorträge 96


Ratgebertext für Vorträge lesen lebendiger gestalten
Notizen zu einem Vortrag überarbeiten
Selbsteinschätzung 99
Kapitelwortschatz 100

3
Inhalt
Recht so! 7
Auftakt Situationen und Definitionen juristischen 24
Begriffen zuordnen

Modul 1 Dumm gelaufen Grammatik: Besonderheiten des 26


rn o Über Meldungen von missglückten Verbrechen
berichten
Passivs

Modul 2 Jugendsünden?! 28
g •()l)) Grafiken Informationen entnehmen und den
Inhalt einer Diskussion detailliert verstehen

Modul 3 Da lachtJustitia ... Grammatik: Modales Partizip 30


rn t? Einen Artikel über kuriose Vorschriften und
Gesetze verstehen

Modul4 Kriminell Strategie: Eine Zusammen- 32


fassung schreiben
•()l)) OJ 0 t? Einen Artikel über Krimis zusammenfassen
Verschiedene Vorschläge diskutieren und eine
Entscheidung aushandeln

Porträt Tatort 36

Grammatik Rückschau 37

Film Computer vor Gericht 38

Arbeitsbuchteil
Wortschatz Polizei, Justiz 102
Modul 1 Dumm gelaufen Wortschatz: Intelligenz 104
Artikel über einen Betrüger lesen Grammatik: Besonderheiten
des Passivs
Tipp: Wortschatz mit Texten
erweitern

Modul 2 Jugendsünden?! 107


Aussagen zu einer Grafik bewerten
formelle E-Mail ergänzen

Modul 3 Da lacht Justitia ... Grammatik: Modales Partizip 108


Podcast über die Entstehung eines
Gesetzes hören

Modul4 Kriminell Wortschatz: sich einigen 110


Auszug aus einem Regionalkrimi lesen Aussprache: lange Komposita
Buchkritik ergänzen
Selbsteinschätzung 113
Kapitelwortschatz 114

4
Du bist, was du bist 8
Auftakt Über die Darstellung von Emotionen sprechen 40

Modul 1 Wussten Sie schon ... ? Grammatik: Subjektive 42


mo Ergebnisse von Experimenten zum Alltagsleben
zusammenfassen
Modalverben: Behauptungen
ausdrücken

Modul 2 Von Anfang an anders? 44


[2) •C]l)) Einen Vortrag zum Thema „ Hirnforschung und
Geschlechterverhalten" mitschreiben und einen
Forumsbeitrag verfassen

Modul 3 Voll auf Zack! Grammatik: Subjektive 46


~o Eine Ratgebersendung über Hochbegabte Modalverben: Vermutungen
verstehen und Vermutungen äußern ausdrücken

Kindertage ... schönste Jahre!? Strategie: Vorträge üben 48


Die eigene Meinung zu einem Artikel über
aktuelle Erziehungsfragen äußern
Eine Umfrage zu Aspekten, die uns glücklich
machen, verstehen und eine Diskussion führen

Porträt Remo Largo 52


Grammatik Rückschau 53

Film Intuition - das schlaue Gefühl 54

Arbeitsbuchteil
Wortschatz Psychologie, Emotionen 116
Modul 1 Wussten Sie schon ... ? Grammatik: Subjektive 118
Interview zum Thema „Das Auge isst mit!" hören Modalverben: Behauptungen
ausdrücken

Modul 2 Von Anfang an anders? Wortschatz: über Erfahrungen 120


Zusammenfassung eines Vortrags korrigieren berichten, Zustimmung/
Ablehnung ausdrücken
Tipp: Auf Forumsbeiträge
reagieren
Modul 3 Voll auf Zack! Grammatik: Subjektive 122
Text über ein Netzwerk für Hochbegabte lesen Modalverben: Vermutungen
ausdrücken

Modul4 Kindertage ... schönste Jahre!? Wortschatz: Erziehung 124


Text zum Thema „Erziehung " schreiben Aussprache: Imperativ und
Texte über Erziehung lesen Intonation
über einen Cartoon sprechen Tipp: Aussprache üben

Selbsteinschätzung 127
Kapitelwortschatz 128

5
Inhalt
Die schöne Welt der Künste 9
Auftakt Über verschiedene Bereiche der Kunst sprechen 56
Modul 1 Kreativ Grammatik: Nominalisierung 58

rn o Ein Fazit aus Texten über Methoden der


Kreativität ziehen
und Verbalisierung von
Präpositionalergänzungen

Modul 2 Kino, Kino 60


GZ) <Jl)) Filmbeschreibungen zusammenfassen und über
eine Grafik zum Filmkonsum schreiben

Modul 3 Ein Leben für die Kunst Grammatik: Konnektoren (aller- 62

rn t? Einen Artikel über das Leben als Künstler


kommentieren und in einer E-Mail Ratschläge
dings, mittlerweile, vielmehr .. .)
Strategie: Texte abwechslungs-
geben reich gestalten

Leseratten 64
Einen autobiografischen Text verstehen und
über Lesegewohnheiten sprechen
Ein Interview mit einem Buchkritiker
zusammenfassen

Porträt Kunstsammlungen in D-A-CH 68


Grammatik Rückschau 69

Film Der Schimmelreiter 70

Arbeitsbuchteil
Wortschatz Kunst, Künstler 130

Modul 1 Kreativ Grammatik: Nominalisierung 132


Interview über Kreativitätskrisen hören und Verbalisierung von
Präpositionalergänzungen
Modul 2 Kino, Kino 135
Texte über Kinobesuche lesen
Modul 3 Ein Leben für die Kunst Wortschatz: Künstlerleben, 137
Ratschläge
Grammatik: Konnektoren
(allerdings, mittlerweile,
vielmehr ... )

Modul 4 Leseratten Wortschatz: Biografie 139


Kurzbiografie lesen und schreiben Aussprache: Aussagen durch
Betonung verbinden
Tipp: Biografische Texte
schreiben

Selbsteinschätzung 141
Kapitelwortschatz 142

6
Erinnerungen 10
Auftakt Kurztexte und Ereignisse zeitlich einordnen 72

Modul 1 Erinnern und Vergessen Grammatik: Besonderheiten von 74

rn o Informationen zu Texten über die Funktion des


Gedächtnisses geben
Konditionalsätzen

Modul 2 Falsche Erinnerungen 76

~t
Einen Forumsbeitrag zu einer Radiosendung zum
Thema „ Falsche Erinnerungen " schreiben

Modul 3 Kennen wir uns ... ? Grammatik: Modalitätsverben 78


rn ( ]l)) Fragen zu einem Artikel über Gesichtsblindheit
stellen und beantworten

Vergangene Tage Strategie: Literarische Texte 80


Ausschnitte aus einem literarischen Text über erschließen
Erinnerungen verstehen
Darüber schreiben, woran man sich in fünf Jahren
erinnern wird, und über ein Lied sprechen

Porträt Aleida und Jan Assmann 84

Grammatik Rückschau 85

Film Es war einmal ... 86

Arbeitsbuchteil
Wortschatz Erinnern und Vergessen 144

Modul 1 Erinnern und Vergessen Wortschatz: Wahrnehmung, 146


Interview mit einem Neurologen hören Gedächtnis
Grammatik: Besonderheiten
von Konditionalsätzen

Modul 2 Falsche Erinnerungen 149


Bildergeschichte schreiben

Modul 3 Kennen wir uns ... ? Grammatik: Modalitätsverben 150

Modul4 Vergangene Tage Aussprache: einen literarischen 151


Text über ein Jahrzehnt schreiben Text laut lesen
Text über die 50er-Jahre lesen und Tipp: Zusammenfassungen
Zusammenfassungen beurteilen beurteilen

Selbsteinschätzung 155
Kapitelwortschatz , 156
Anhang:
Redemittel 158 Unregelmäßige Verben 189
Grammatik 165 Verben, Nomen und Adjektive
Prüfungsvorbereitung 172 mit Präpositionen 192
Auswertungen 173 Nomen-Verb-Verbindungen 196
Vorlage für eigene Porträts 174 Bild- und Textnachweis 199
Lösungen zum Arbeitsbuch 175 Quellennachweis DVD/CD 200
\..
Transkript zum Arbeitsbuch 183
.
7
Gesund und munter
D Welcher Frühstückstyp sind Sie?
Wählen Sie ein Frühstück aus .

A Wie lange schlafen Sie durchschnittlich


jede Nacht?
@ Unter 5 Stunden .

@ 6 bis 7 Stunden.
0 8 Stunden und mehr.

B Wann stoßen Sie mit Ihrer Ausdauer an Ihre Grenzen?


Was strengt Sie am meisten an?
@ Wenn ich 200 m zu r Bushaltestelle sprinte.
@ Wenn ich meine Einkaufstaschen in den vierten Stock hinauftrage.

0 Wenn ich länger als eine Stunde Fahrrad fahre.

@ Wenn ich eine halbe Stunde schnell jogge

C Wie wichtig ist Ihnen ein gesunder


Ernährungsstil? Wie oft informieren Sie
sich in Zeitschriften oder im Internet?
Regelmäßig. /

Ab und zu.
Nie.

Sie lernen
Modul 1 1 Notizen zu einer Radiosendung zum Thema „ Placebo" mach en
und darüber sprechen
Modul 2 I Einen Zeitungsartikel zur Entw icklung der Gesundheit bei
Männern und Frauen verstehen
Modul 3 l Informationen über Lebensmittelsicherheit und Schadstoffe in
Lebensmitteln mit der Situation im eigenen Land vergleichen
Modul 4 I Einen Kommentar zu Texten über Wellness und Schönheits-
wahn schreiben
Modul 4 I Ein Handout für ein Referat analysieren und ein Referat halten
Grammatik
Modul 1 ! Infinitivsätze in Gegenwart und Vergangenheit
Modul 3 I Nominalisierung und Verbalisierung von Konditionalsätzen

8
~ AB Wortschatz
6
E Welche Hausarbeit(en) machen Sie häufig? Sie können mehrere ankreuzen.

F Stellen Sie sich aufrecht hin. Beugen Sie Ihren Oberkörper langsam so weit wie möglich
nach unten. Die Arme und Hände strecken Sie in Richtung Boden . Die Beine sind gerade und
die Fußsohlen auf dem Boden . Wie weit kommen Ihre Fingerspitzen?
@ Bis zu den Knien. ® Bis zum Schienbein. 0 Bis zu den Fußgelenken. @ Bis auf den Boden.

G Wie viel Zeit haben Sie in der Woche für sich?


Jeden Tag etwa eine Stunde.

i)
H Wie oft gehen Sie pro Jahr
Ich nehme mir Zeit, wenn ich Zeit übrig habe. zum Hausarzt, Zahnarzt „ .?
Ich mache am Wochenende etwas, das mir besonders guttut. @ Mehrmals.
Im Alltag habe ich kaum Zeit für mich, dafür aber im Urlaub. @ Alle sechs Monate.
/,
Ich brauche keine Zeit für mich. 0 Einmal.
@ Bei Beschwerden.

la Sind Sie fit für den Alltag? Machen Sie den Gesundheits-Check.
Kreuzen Sie bei A-H die Aussage an, die am besten für Sie passt.

b Lesen Sie die Auswertung auf Seite 173. Sind Sie fit? Was könnten Sie verändern?

2 Was halten Sie von solchen Gesundheitstests? Wozu können sie dienen? Warum machen
Menschen solche Tests?

9
Zu Risiken und Nebenwirkungen ...
1a Welche Hausmittel kennen oder nutzen Sie? Sammeln Sie SPRACHE IM ALLTAG ))
Tipps oder Rezepte gegen verschiedene Krankheiten und
Wenn es einem nicht gut geht
Beschwerden (Husten, Kopfschmerzen, Bauchweh, Fieber ... ).
Ich fühle mich hundeelend .
Meine Oma hatte ein tolles Hausmittel bei Ich stehe völlig neben mir.
Fieber: Zwiebelsaft mit Zucker. Mir tun alle Knochen weh .
Wenn du nicht einschlafen kannst, ... Mir platzt der Schädel!
Mir ist richtig übel.
b Wirken Hausmittel so gut wie Medikamente? Diskutieren Sie.

2a Was ist der Placebo-Effekt? Erklären Sie, was man darunter


versteht und was das Foto damit zu tun hat.

<)l)) b Hören Sie nun den ersten Teil einer Radiosendung zum
2.1 4 Thema „Placebo". Machen Sie Notizen zu den Fragen.

1. Wie unterscheiden sich Placebos von Medikamenten?

2. Was wird über die Wirkung von Placebos gesagt?

3. Welche beiden Definitionen werden zum Begriff „ Placebo" genannt?


klassische Definition:
heutige Definition: zwischen dem Präparat und dem Menschen

o(]l)) c Lesen Sie die Fragen. Hören Sie den zweiten Teil und notieren Sie Informationen zu den Fragen.
2.15
1. Welchen Effekt konnte man in der Placebo-Forschung nachweisen?

2. Wie wirken welche Placebos?


Was? Wirkung
weiße Pillen ---> wirken _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ __ als bunte
_ _ _ _ _ Medikamente ---> eignen sich als _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ _ _ _ __ _
_ _ _ _ _ Medikamente ---> wirken _ _ _ _ _ _ _ und gut bei Rheuma und _ _ _ _ _ __

_ _ __ ____ -Problemen

Kapseln ---. zeigen _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ als

3. Was ist der „Nocebo-Effekt "? Welche Rolle spielt dabei das Arzt-Patienten-Gespräch?

d Was haben Sie über Placebos erfahren? Berichten Sie und vergleichen Sie Ihre Notizen aus 2b und c
~ ü 1- 2 in Gruppen.

10
6
Modul 1
3a Infinitivsätze in Gegenwart und Vergangenheit. Lesen Sie die Beispiele aus der Radiosendung und
ergänzen Sie die Infinitivsätze.

Infinitivsätze
dass-Satz in der Gegenwart ___, Infinitiv Präsens
Aktiv
dass sie den Zuhörern eine Definition für Placebos gibt.
Die Moderatorin bittet ___,den Zuhörern eine Definition für Placebos zu geben.
Frau Dr. Schill, dass sie die Wirkung der Präparate genauer erklärt.

Passiv
dass sie über die Wirksamkeit des Präparats informiert werden.
- über die Wirksamkeit des Präparats informiert zu werden.
Es ist für die Patienten wichtig,
dass sie nicht durch fehlende Aufklärung verunsichert werden .

dass-Satz in der Vergangenheit ___, Infinitiv Perfekt


Aktiv
dass sie interessante Erkenntnisse gewonnen hat.
___, interessante Erkenntnisse gewonnen zu haben.
Die Forschung ist der Ansicht,
dass sie neue Forschungsfragen aufgeworfen hat.

dass sie für die Gespräche sehr dankbar gewesen sind.


___,für die Gespräche sehr dankbar gewesen zu sein.
Patienten berichten,
dass sie ihrem behandelnden Arzt treu geblieben sind.
--> ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Passiv
dass sie bei Schmerzen getröstet worden sind.
--> bei Schmerzen getröstet worden zu sein.
Viele erinnern sich sicher,
dass sie als Kind bei Krankheit verwöhnt worden sind.
--> ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Die Umformung in einen Infinitivsatz ist nur möglich, wenn das Subjekt oder ein Objekt des Hauptsatzes
mit dem Subjekt des dass-Satzes identisch ist.

b Schreiben Sie mit den Satzanfängen dass-Sätze in der Gegenwart und in der Vergangenheit.
Hauptsatz und Nebensatz sollen das gleiche Subjekt haben. Tauschen Sie dann mit einem Partner/
einer Partnerin und formen Sie die dass-Sätze in Infinitivsätze um.

Ich erinnere mich nicht, . . . Meine Freundin ist der Ansicht, . . . . .. hatte ich schon die Befürchtung, · · ·
. . A t habe ich das Vertrauen, . . . Ich denke oft, .. .
Bei meinem rz
Wenn es einem nicht gut geht, hat man oft den Eindruck, ...

Ich erinnere mich nicht, dass ich Masern gehabt habe.


Meine Freundin ist der Ansicht, dass sie im Krankenhaus gut versorgt wird.

4 Haben Ihnen Placebos schon geholfen? Wann finden Sie ihren Einsatz (nicht) sinnvoll?

11
Gesünder leben
la Was macht krank? Sammeln Sie.

b Im weltweiten Durchschnitt leben Frauen länger als Männer. Woran könnte das liegen?
Diskutieren Sie mögliche Gründe.

2a Lesen Sie den folgenden Text. In welchem Textabschnitt A-F finden Sie die gesuchte Information
1-1 O? Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung. Jeder Abschnitt kann mehrere Informationen
enthalten.
In welchem Abschnitt. „
1. nennt der Autor Bereiche aus der Gesundheitspolitik, die den Mann benachteiligen?

2. beschreibt der Autor, worauf Männer und Frauen ihre Energien konzentrieren?
3. stellt der Autor das unterschiedliche Essverhalten von Männern und Frauen dar?

4. erklärt der Autor, wie wenig Arztpraxen auf die Bedürfnisse berufstätiger Männer reagieren?

5. nennt der Autor die geistigen Voraussetzungen bei Neugeborenen?


6. bringt der Autor ein Beispiel dafür, wie Gesundheitsprogramme geschlechterspezifisch
präsentiert werden können?
7. beschreibt der Autor, wie das soziale Umfeld männliche Kinder beim Heranwachsen prägt?

8. nennt der Autor eine typische Todesursache für Männer über 30?
9. kritisiert der Autor, dass Frauen von sich und dem Gesundheitssystem weniger ernst
genommen werden?

10. beschreibt der Autor typisch männliche und typisch weibliche soziale Netzwerke?

Der Eva-Faktor
Warum Frauen länger leben und Männer früher gesellschaftliche
sterben - und jeweils von der Medizin vernachlässigt Fra gen : „Wo-
werden 25 her weiß der
Frauen scheinen schon von Natur aus für ein län- Jun ge, wie er
5 geres Leben prädestiniert zu sein. Während ein kleiner zum normalen
Junge - nennen wir ihn Max - eine Lebenserwartung Mann hera n-
von 77,3 Jahren hat, wird seine Schwester - Anna - wachsen soll?
rein statistisch 82,5 Jahre alt werden. 30 Er unterlässt am
Nicht nur biologische Gründe, auch die Geschlech- besten alles, was
10 terrollen und das gesellschaftliche Umfeld machen den Mädchen ma-
Unterschied aus. Würde im Gesundheitssystem das chen." Auch El-
Geschlecht als Gesundheitsfaktor ernst genommen, tern und Ver-
könnten Männer und Frauen davon profitieren. 35 wandte hätten

15
A Doch beginnen wir von vorn. Bevor ein Max
oder eine Anna auf die Welt kommt, sorgen
einen wichtigen
Anteil an diesem Rollenspiel und sähen über die
die biologischen Unterschiede für eine Auslese. Weib- Schwächen des männlichen Geschlechts gerne hin-
liche Babys bringen bereits einen kognitiven Vor- weg. Stattdessen würden oft Klischees von einem
sprung mit. „Ein neugeborenes Mädchen entspricht 40 „echten Jungen" gepflegt, meint W hite.

20
einem vier bis sechs Wochen alten Jungen", sagt der
amerikanische Kinderpsychiater Thomas Gualtieri.
B In der Pubertät trennen sich die gesundheit-
lichen Pfade endgültig. Max holt sich blaue
Alan White, Fachmann für Männergesundheit an Flecken und Knochenbrüche beim Fußballmatch,
der Leeds Metropolitan University, stellen sich eher Anna den ersten Termin beim Frauenarzt.

12
6
Modul 2
45 Es sind die ersten Merkmale unterschiedlicher Woche kommt Max von einem Geschäftsessen und
Gesundheitskonzepte, die sich später für Frauen in 90 hat Schmerzen im linken Arm. Vorzugsweise freitags
gewonnenen Lebensjahren auszahlen. Anna plagt die landen Männer mit Herzinfarktverdacht im Kran-
Sorge ums Gewicht. Max dagegen schaufelt alles in kenhaus; Mediziner sprechen vom typischen „Adam-
sich hinein, was die Mutter ihm hinstellt. Vom Ende Infarkt", der oft tödlich endet.
50 der Pubertät bis zum 25. Lebensjahr legen die Männer
deutlich mehr Gewicht zu. Und auch danach gehen 95
E Es gibt auch den typischen „Eva-Infarkt".
Wenn er Anna erwischt, ist sie zehn bis fünf-
die Unterschiede weiter: Im Alter zwischen 25 und 34 zehn Jahre älter als Max. Und wenn sie freitags Be-
Jahren essen deutsche Männer im Schnitt fast doppelt schwerden verspürt, schleppt sie sich häufig noch
so viel Fleisch wie Frauen; dafür nehmen diese mehr durchs Wochenende, bis sie am Montagmorgen zum
55 Obst zu sich als Männer. Hausarzt geht - der sie erst
C In ihrem Verhalten folgen
die Geschlechter einem
100 am Dienstag ins Kranken-
haus einweist.
archaischen Programm und teilen Spätestens zu diesem
ihre Kräfte unterschiedlich ein, Zeitpunkt offenbart sich,
60 erklären Evolutionspsychologen. dass für das geschlechts-
Frauen investierten mehr Energie 105 spezifische überleben auch
in ihre Kinder, sie müssten daher die Strukturen des Gesund-
bei der Auswahl der Männer wäh- heitswesens eine Rolle spie-
lerischer sein und ihren Körper len. Denn im Schnitt dauert
65 pflegen; Männer verschwendeten es nach einem Herzinfarkt
im Kampf um die Frauen ihre Kräf- 110 in Deutschland bei Män-
te. Im Laufe der Evolution setzten nern zwei Stunden, bis sie
sich Gene durch, die männliches Risiko- und Wett- im Krankenhaus landen, bei Frauen oft wegen falscher
kampfverhalten fördern; das geht zulasten von Repa- Deutung der Symptome 2,6 Stunden. Doch auch wenn
70 raturkapazitäten und Krankheitsprävention. Frauen mitunter vom Gesundheitssystem benachteiligt
D Während Anna regelmäßig Ärzte aufsucht,
vielleicht schon das erste Kind bekommt und
115 sind, ist das Sorgenkind der Mediziner eher der Mann.
F Dem Bundesministerium für Gesundheit
deshalb noch häufiger unter medizinischer Kontrolle (BMG) ist gerade aufgefallen, dass die Prä-
steht, hat Max, inzwischen 30, schon lange den Kon- ventionsangebote der Kassen kaum von Männern
75 takt zum Gesundheitssystem verloren. Max hat einen wahrgenommen werden. überhaupt werden Män-
stressigen Vollzeitjob. Früher hat er sich seine Proble- 120 ner im Gesundheitswesen weniger wahrgenommen,
me eventuell noch Freundinnen gegenüber von der See- gibt es beim BMG doch schon länger den Themen-
le geredet, jetzt aber ist er verheiratet, und seine Frau schwerpunkt „Frauen und Gesundheit" sowie einen
sähe es nicht gern, wenn er mal bei Maria vorbeiführe, Frauengesundheitsbericht - aber keinen bundeswei-
so um sein Herz auszuschütten. „Sie hat intime Freundin- ten Männergesundheitsbericht. Inzwischen hat sich
nen, er nur noch Arbeit und Kumpel", bringt es Alan 125 in unserem Nachbarland Österreich die Erkenntnis
White auf den Punkt. durchgesetzt, dass jedes Geschlecht maßgeschneder-
Nach vielen Besuchen in Imbissbuden und unzäh- te Gesundheitskonzepte braucht. Die Österreichische
ligen Schachteln Zigaretten verspürt Max manchmal Krebshilfe schaltete Männer-Spots vor und nach den
85 so ein Ziehen über der Brust. Aber das ignoriert der Hauptnachrichten im Fernsehen und bietet ein Pro-
Mittvierziger. Die Arztpraxen haben nur von acht 130 gramm zur Krebsfrüherkennung in Hellblau an und
Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Ein Arzttermin nach 18 Uhr eines in Rosa. Speziell für Max oder für Anna.
ist die absolute Ausnahme. Am Ende einer stressigen (Harro Albrecht)
ü 1-2

b Wählen Sie einen der Abschnitte A-E aus und sammeln Sie, wie Männer oder Frauen ihre Situation
verbessern könnten. ~ ü3

3 Wer ist verantwortlich für die Gesundheit der Menschen? Welche Rolle sollte der Staat dabei
spielen? Welche Verantwortung sollte jeder Mensch selbst übernehmen? Erläutern Sie Ihre
Ansichten in einem kurzen Text. ~ Ü4

13
Schmeckt's noch?
1a Lesen Sie die Wörter aus einem Zeitschriftenartikel. Was könnte das Thema sein? Sprechen Sie im
Kurs.

die Nahrungsmittelqualität die Produktsicherheit die Kontrolle düngen spritzen


der Schimmel die Belastung der Verbraucher das Pestizid die Lebensmittelsicherheit
die Gentechnik vertrauen das Bioprodukt der Schadstoff

b Lesen Sie den Artikel und fassen Sie das Thema des Textes in zwei bis drei Sätzen zusammen.

Dioxin, Salmonellen, Pestizide: Wer sich mit


weniger Schadstoffen ernähren will, greift
zu Bioprodukten von heimischen Höfen.
Doch auch diese Nahrung ist nicht immer
5 unbedenklich. von Nadine Oberhuber

Das herzhafte Zubeißen kann einem vergehen: Fleisch


wärmt die Erinnerung an Rinderwahn und Schweine-
pest auf, im Salat ist Nitrat, Pommes machen nicht
nur dick, sondern wegen Acrylamid auch Krebs. Da
10 fragt man sich, ob man überhaupt noch irgendetwas
unbedenklich essen kann . Zwei von drei Europäern nicht." Auch der Preis ist kein Indikator. Teures Essen
sind überzeugt, sagt eine Umfrage der Europäischen muss nicht besser sein, belegen Studien immer wie-
Behörde für Lebensmittelsicherheit, dass unsere Le- 40 der. Und besseres Essen muss nicht viel teurer sein,
bensmittel weniger gesund sind als vor zehn Jahren. zeigt das Dioxin im Schweinefutter: Für Bauern macht
15 „Generell hat sich die Nahrungsmittelqualität und Pro- das Futter zwar zwei Drittel des Fleischpreises aus.
duktsicherheit stark verbessert. Es hat sich ein eng- Aber durch ordentliches Futter verteuerte sich das Kilo
maschiges, flächendeckendes Überwachungssystem Schnitzel für den Ku nden lediglich von 8,50 auf 8,70
ausgeprägt", sagt Vera Hierholzer von der Universität 45 Euro. Das könnten die meis-
Frankfurt, die Skandale der Lebensmittelwirtschaft ten woh l verkraften - wenn
20 historisch verglichen hat. Das Bundesinstitut für Risi- Handel und Fleischverar-
kobewertung (BfR) bestätigt das: „Wir bewegen uns in beiter mitspielten. Zumin-
Europa auf einem erheblich besseren Niveau als noch dest in der Vergangenheit
vor 20 Jahren", sagt Alfonso Lampen, Leiter der Ab- 50 brachten Markenprodukte
teilung Lebensmittelsicherheit, „auch, weil man viele ein wenig mehr Sicherheit,
25 Dinge besser nachweisen kann." sagt Historikerin Hierholzer:
Nun sind zwar die Höchstgrenzen für Schadstoffe „Weil Markenhersteller ei-
schärfer geworden, aber auf ihre Einhaltung wird nicht nen Namen zu verlieren ha-
gut genug geachtet - das sagen sogar diejenigen, die 55 ben und den weniger leicht-
dafür zuständig sind: der Bundesverband der Lebens- fertig aufs Spiel setzten."
30 mittelkontrolleure. Er klagt, es fehlten 1.500 Prüfer.
Wenn andere also überfordert sind, können sich Ver- Was, wenn ich direkt vom Hof kaufe?
braucher selbst helfen? Eine Sicherheit haben die Kunden, wenn sie direkt
beim Bauern kaufen: Sie wissen, wo ihr Obst, Gemü-
Gibt es gute Industrie-Lebensmittel? 60 se und Fleisch herkommen. Nicht aber, wie der Bauer
Eines sollte der Verbraucher nicht hoffen, sagt Martin gewirtschaftet, ob er gedüngt oder gespritzt hat. Ei-
35 Rücker von der Vereinigung Foodwatch: „ Es ist uto- nige Landwirte erzäh len dazu aber gern mehr, wenn
pisch zu glauben, der Kunde könne im Supermarkt die Kunden danach fragen. Der Rest ist eine Frage des
erken nen, welche Produkte belastet sind und welche Vertrauens.

14
6
Modul 3

65 Ist Bioware besser? Fazit


Europäische Biosiegel besagen immerhin, dass Gemü- Ein bisschen Risiko ge-
se und Obst ohne Gentechnik, chemische Dünger und 80 hört zum Leben. Aber
Pestizide angebaut wird . Tiere werden mit mehr Zeit die sicherste Ernährung
und Platz aufgezogen und ihr Futter muss biologisch ist immer noch die mit
70 erzeugt sein. Aber nur zum Teil auf dem eigenen Hof, sa isonalen, heimischen
der Rest kann zugekauft sein. Eine Gefahr bei Biopro- Lebensmitteln, mög-
dukten sind auch Schimmelpilze - dagegen werden 85 liehst aus der Bioecke.
konventionelle Produkte gespritzt. Bei Kontrollen über- Jedenfalls ist Bio so
schritten vier Prozent der Bioproben die Schadstoff- lange besser als Indus-
75 Höchstgrenzen (konventione lles Gemüse aber zu 26 trieware, bis auch die-
Prozent). Meist sind Bioprodukte jedoch viel weniger se Produktion indu stri -
belastet. go alisiert wird.

c Vergleichen Sie die Informationen aus dem Artikel mit der Situation in Ihrem Land.
1. Wo kaufen die Menschen meistens ein?
2. Wie groß ist das Interesse am Thema „Schadstoffe in Lebensmitteln"?
3. Welche Rolle spielen Bio-Lebensmittel ?
4. Wer kontrolliert die Qualität von Lebensmitteln? .... ü 1- 3

2a Ergänzen Sie die Satzanfänge mit Informationen aus dem Artikel.


Zeile 1-32: Zeile 33-90:
1. Beim Verzehr von Flei sch erinnern sich viele 3. Bei Verwendung von gutem Futter erhöht sich .. .
Leute an „ . 4. Bei Nachfragen auf dem Bauernhof bekommt man ...
2. Ohne Erhöhung der Kontrollen kann die 5. Ohne Kennzeichnung der Produkte mit einem Bio-
Einhaltung der ... siegel kann man nicht wissen, .. .

b Formen Sie die Sätze aus 2a um. Verwenden Sie Nebensätze mit wenn oder wenn ... nicht.
1. Viele Leute erinnern sich an .. „ wenn sie Fleisch verzehren.

c Ergänzen Sie die Regel.

Konditionalsätze

Verbalform (Konnektor) Nominalform (Präposition)

wenn, falls, sofern _ _ _ _ _ _ +Dativ

wenn . .. nicht - - - - - - +Akkusativ .... Ü4-5

3 Schreiben Sie drei Beispielsätze mit wenn (nicht), falls oder sofern auf je einen Zettel und notieren
Sie darunter die Nominalisierungen. Falten Sie die Beispielsätze nach hinten und tauschen Sie mit
Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin. Jede/r notiert unter die Nominalisierungen die Verbalisierungen.
Kontrollieren Sie am Schluss gemeinsam.

We nn da s- Wette

.... ü 6

15
Rundum gesund
la Was bedeutet für Sie Wellness? Woran denken Sie dabei? Sprechen Sie im Kurs.

b Lesen Sie die Meldungen. Geben Sie jeder Meldung eine passende Überschrift.

A Wer Wellness hört, denkt meistens an Ent-


spannung, Massagen, Verwöhnurlaub, Sauna-
landschaft. Die Medien haben in den letzten Jah-
ren dieses Image aufgebaut: Hübsche Frauen in
5 weißen Bademänteln am Hotelpool oder auf der
Kosmetikliege. Ist das wirklich Wellness?
Massagen ,
B Nach dieser Behandlung würden Sie Ihre Füße
Kosmetikbe-
am liebsten selbst küssen, versprechen die
handlungen,
Anbieter. Die Füße werden für etwa eine halbe
Ausflüge in
Stunde in ein ca. 28 Grad warmes Bad getaucht.
lu xuriöse
5 Das Besondere: In diesem Fußbad arbeiten
Spas und
zwischen 3 und 5 cm große Fische (Kangalfische) .
Hotels: Das
Sie knabbern und saugen die obersten, ,
sind vielleicht
abgestorbenen Hautschuppen ab. Dieses sanfte,
kleine, kost-
natürliche Peeling macht die Haut an den i:ißen
bare Fluchten oder der benötigte Ausgleich
10 zart und weich. Die meisten Leute empfinden das
zum anstrengenden Alltag . Aber es ist nicht Ihr
Saugen der kleinen Fische als angenehmes und
eigentliches Leben.
entspannendes „Kitzeln". Wichtig ist, dass die
Was nützt Ihnen der schönste Wellnessurlaub,
Füße vorab gründlich gereinigt werden und keine
wenn Sie ansonsten nicht gut mit sich selbst
offenen Wunden oder Hauterkrankungen
umgehen und vor allem Ihre Potenziale für
15 vbrliegen.
wirkliche Lebensqualität weder beachten, noch
Ob die Fische von dieser Arbei t auch angetan
ausschöpfen?
-.:: sil'ld , ist sehr umstritten. Ursprünglich stammen
Wellness kann Entspannung bedeuten, aber es
die Fische aus der Ost-Türkei, wo sie in über 30
ist viel mehr. Es ist die Anleitung für ein
Grad heißen Quellen leben. Dort haben sie schon
besseres Leben insgesamt .
20 immer d ie Haut schuppen von in den Quellen
badenden Me nschen abgeknabbert und so ihren
Prote.inhausijp lt auf geb,essert. Tierschützer
kritisieren das Fiach S'ila jedoch vehement, denn
meist werden dj e ~ische in zu kleinen Becken und
ts uriter schlechten 'E\edingungen gehalten .

C Vitamintabletten und Omega3-Kapseln waren einen sta rken Motor haben - vergleichbar mit
gestern - heute sind grüne Smoothies der Hit. I n einem Rasenmäher. Nur solche starken Motoren
den flüssigen Gesundheitsbomben tu mm eln sich schaffen es, auch die Schalen und Kerne, in denen
Vitamine und Pflanzenstoffe und da rauf schwören besonders viele Vitamine und Ballaststo rr::~
5 die zahlreichen Fans des grünen Geträn ks. Im 20 stecken, fein zu pürieren .
Gegensatz zu herkömmlichen Smoothies, die Und ich habe es gewagt: Der erste Schluck war
ausschli eßlich aus Früchten herg estellt werden sehr ungewohnt und erinnerte an Heu und
und da her viel Zucker enthalten, sind Green Kräuter, der zweite schmeckte
Smoothies nur zu ca. 50 % aus Obst, der Rest ist schon nach frischem
10 aus grünen Pflanzen, z. B. Spin at, Salat, 25 Gemüse und beim
Möhrengrün, Kno ll ensellerie, Brokkoli oder dritten bin ich richtig
Löwenzahn. Alle Zutaten kommen samt Schale auf den Geschmack
und Kernen in einen Mi xer. Aber nicht in gekommen.
irgendeinen Mixer! Geräte für die breiige grüne Ich werde es
15 Gesundheit müssen Hochleistungsgeräte sein und 30 wieder tun!

16
( Fertigkeitstraining r <Jl)) 6
Modul 4
0 0
D Egal, wo man hinguckt: überall Wellness! Da wird Zumba getanzt und
thailändisch massiert, ayurvedisch gekurt, im Schlamm gesuhlt und beim
Sandbaden in der Spa-Oase dem künstlichen Sonnenaufgang ein „Ohmm"
entgegengezirpt. Keiner entkommt dem allumfassenden Wellness-Wahn.
s Anka Zink gibt uns ihren ganz persönlichen Frontbericht zur Lage der
Fitness-Nation Deutschland. Schon früh am Morgen ist sie mit den neuen
Light-Werten konfrontiert: Frei laufendes Ökovollkornbrot, fairer Kaffee,
selbst geerntetes Müsli, probiotische Intelligenz-Joghurte, zuckerfreie
Säfte, gluten-freier Aufstrich und entfettete Fette. In unserer selbst
10 gewählten Body-Maß-Index-Diktatur herrscht im Namen der XS-Modewelt
Krieg gegen Alkohol, Fett und Kohlehydrate. Der Mensch soll sich zur
global verträglichen Bio-Tonne wandeln. Koste es, was es wolle, und was
dem multilateralen Wellness-Business Erträge bringt.
~ ü1

c Sprechen Sie in Gruppen. Welche Meinung haben Sie zu den Informationen in den Meldungen?

2a Ordnen Sie die Überschriften den Redemitteln für einen Kommentar zu.
A Konsequenzen für das eigene Handeln darlegen/ C die eigene Ansicht argumentierend darlegen
Resümee ziehen D auf Argumente/Aussagen eingehen
B einen Kommentar einleiten E die eigenen Hauptgründe hervorheben
I

EINEN KOMMENTAR SCHREIBEN ~)


Mein Kommentar bezieht sich auf ...
Die Meldung . .. behandelt das Thema ...

Ich bin der Meinung/Ansicht/Auffassung, dass ...


Ich halte diese Idee für .. „ weil ...

In meinen Augen ist dieses Konzept/ diese Methode ... , denn .. .

Für/Gegen ... spricht zum Beispiel das Argument, dass .. .

Sicher ist ... für viele ... sinnvoll, aber ...


In der Meldung wird zwar gesagt, dass „., aber „.
Man sollte bedenken, dass „.

Dieser Gedanke ist für viele sicher richtig/hilfreich, trotzdem ...

Für mich persönlich ist ... am wichtigsten.

Mein Standpunkt zu .. . lautet ganz klar: ...


Das entscheidende Argument dafür/dagegen ist ...

Meine persönliche Schlussfolgerung ist, ...


Für mich kommt nur ... in Frage.

Ich würde niemals/jederzeit ...

b Ergänzen Sie je zwei weitere Redemittel.

c Schreiben Sie einen Kommentar zu den Meldungen aus 1b.

17
Rundum gesund
3a Lesen Sie die Hinweise eines Tutors zum Handout für ein Referat zum Thema „Irrtümer zur
Gesundheit" und ordnen Sie sie zu.
a) Fassen Sie im Handout nur wichtige Inhaltspunkte in Stichworten zusammen.
b) Es sollte sofort erkennbar sein, dass dies das Handout ist. Formulieren Sie dies auch: „ Handout zum
Referat: ... "
c) Der Umfang des Handouts sollte 1-2 Seiten sein.
d) Geben Sie Ihren Namen an und das Datum, an dem Sie das Referat halten.
e) Im Handout nicht nur die Unterthemen nennen, sondern auch die wichtigsten Ergebnisse.
f) Die Gliederung des Handouts sollte übersichtlich sein und Platz bieten, damit die Zuhörenden Notizen
machen können.
g) Achten Sie auf die Rechtschreibung!

Martin Müller
•13.08.20 „. 20
10 Gut!
Irrtümer zur Gesundheit
30

In meinem Referat möchte ich über Irrtümer zum Thema „Gesundheit"



berichten . Wir glauben ja , viele Dinge, die Gesundheit betreffend , sicher
zu wissen. Insgesamt werde ich vier klassische Irrtümer aufdecken .

40 Sehr gut! - Essen am Abend


- Lesen bei schlechtem Licht

50 Besser:
- Erfrischungsgetränke

- Wudnheilung

60 [ Nicht gut!
~azit: : cht alles glauben, was man hört

Sehr gut! 70

<)))) b Hören Sie das Referat. Nummerieren Sie im Handout: In welcher Reihenfolge werden die Irrtümer
2.16 genannt? Ergänzen Sie wichtige Informationen zu jedem Irrtum.
~ ü 2- 3
~ 4a Wählen Sie ein Thema aus dem Bereich „Gesundheit" (z.B. Sport und Gesundheit, gesunde
Ernährung, Wellness-Boom, Gesundheitssystem in Ihrem Land) und bereiten Sie ein Referat vor.
1. Schritt: Recherchieren Sie wichtige Informationen und notieren Sie sie auf je einer Karte. Notieren Sie
auch, woher die Informationen stammen.
2. Schritt: Bringen Sie die Informationen in eine sinnvolle Reihenfolge.
3. Schritt: Überlegen Sie sich einen guten Einstieg und einen guten Schluss.
4. Schritt: Erstellen Sie nun übersichtliche Karten mit den Informationen, die Sie als Gedächtnishilfen für
Ihr Referat brauchen .
5. Schritt: Erstellen Sie ein Handout fü r Ihr Referat.
6. Schritt: Üben Sie Ihr Referat.

18
[ Fertigkeitstraining r a(]J))
6
Modul4
b Ordnen Sie die Redemittel zu und sammeln Sie weitere.

zusammenfassend ist festzuhalten , dass · · · Darf ich später auf Ihre Frage zurückkommen und zunächst ... ?
Als Nächstes möchte ich auf . .. eingehen. Das will ich gerne erklären: ...
In meinem Referat geht es um . . . Fazit des gerade Gesagten ist . . . Häufig hört man auch, dass . · ·

'
EIN REFERAT ZUM NÄCHSTEN PUNKT EIN REFERAT ~)
EINLEITEN ÜBERLEITEN ABSCHLIESSEN

Heute möchte ich mich der Viele sind des Weiteren davon Abschließend möchte ich noch
Frage / dem Thema ... widmen. überzeugt, dass ... einmal hervorheben, dass .. .
Ein weiterer Punkt ist auch die Schließlich kann man zu dem
Frage, ob .. . Ergebnis kommen, dass .. .

AUF EINWÄNDE REAGIEREN I AUF FRAGEN ANTWORTEN


ZEIT (ZUM NACHDENKEN) GEWINNEN

Mit diesen kritischen Überlegungen haben Sie Das ist eine gute Frage, die ich mir bei der
bestimmt recht, dennoch möchte ich noch mal Recherche auch schon gestellt habe. Es ist so: ...
darauf zurückkommen, dass . ..
Danke für diese Frage, auf die ich gerne eingehe: .. .
Ich verstehe Ihren Einwand, möchte aber darauf
Tut mir leid, leider weiß ich nicht, ...
hinweisen, dass . ..
Vielen Dank für diesen Hinweis! Das ist ein weiterer
interessanter Punkt.

c Arbeiten Sie in Gruppen. Halten Sie Ihr ..... Aktiv zuhören


Referat. Die anderen notieren Fragen, die sie .....
1.:1

~ Um möglichst viele Informationen zu behalten, .. .


zum Referat stellen möchten, und eventuell a:: - überlegen Sie sich schon vor dem Referat Fragen zum Thema .
I-
V\
auch Einwände. - denken Sie während des Referats mit. Finden Siez. B. eigene Beispiele.
- notieren Sie Fragen sofort (andernfalls sind sie schnell vergessen).
- notieren Sie interessante Informationen.

FRAGEN STELLEN EINWÄNDE ERHEBEN

Eine Sache ist mir nicht ganz klar geworden: ... Ich bin nicht sicher, ob man ... so sagen kann .
Könnten Sie bitte noch einmal erklären, Ich finde es wichtig , auch zu bedenken, dass ...
wie/ warum .. .?
Haben Sie bei Ihren Recherchen auch bedacht,
Mich würde noch interessieren, ob/ warum / wie ... dass ... ?
Ich würde gerne noch mehr über ... wi ssen.

d Berichten Sie den anderen Gruppen, welche Themen Ihre Referate hatten und welche
interessanten Informationen Sie erhalten haben.

19
l Porträt
Dr. Eckart
von Hirsch hausen (*26. August 7967)

Arzt, Kabarettist und Autor


„Das Gesundheitssystem braucht einen Hofnarren und den gebe ich gern"
Wohin er auch kommt - Dr. med. ren aber auch ernsthaft für eine
Ecka rt von Hirsch hausen bringt das neue Wahrnehmung des Themas
Lachen mit Seit mehr als 20 Jahren Gesundheit.
ist der promovierte Neurologe, Ka- Hirschhausen: Die eigentliche Wis-
barettist und Buchautor mit seinen senschaft der Medizin ist die Wis-
Bühnenprogrammen auf Tournee. senschaft vom inneren Schweine-
Forum: Herr von Hirschhausen hund. Wir wissen alle, was uns
oder Herr Doktor - wie hätten Sie guttäte, wir tun es nur zu selten . Das
es denn gern? medizinische Wissen verdoppelt
sich alle vier Jahre. Heißt das, dass
Eckart von Hirschhausen: ... Doktor,
wir alle vier Jahre doppelt so schlau
bitte, so viel Zeit muss sein (lacht)
sind oder doppelt so gesund? Der
Das ist keine Eitelkeit, sondern da-
menschliche Körper ist ein schöner
mit beuge ich der Frage „Sind Sie
Lehrmeister für den Unterschied
wirklich Arzt?" vor. Das ist nicht nur
zwischen Qualität und Quantität.
der akademische Titel, den ich mir
Wer vier Grad über der normalen
mühsam erworben habe, sondern
Körpertemperatur liegt, ist nicht halb
auch Teil meiner Marke. Was mich Dr. Eckart von Hirschhausen ist aktiv in der
so krank wie jemand, der acht Grad
von anderen Kabarett-Kollegen un- Prävention tätig
darüber liegt, sondern doppelt so le-
terscheidet, ist nun mal mein medi-
bendig! Zwischen 41 und 45 Grad Celsius gibt es also einen
zinischer Hintergrund.
Qualitätssprung - nämlich den über die Klinge. Die zentra-
Forum: Derzeit herrscht an deutschen Kliniken Ärzte- len Themen der Medizin sind Wie gehe ich mit mir um, den
mangel. Wie können Sie es in diesen Zeiten verant- Menschen um mich herum um, wie halte ich es mit Bewe-
worten, dass Sie den weißen Kittel offiziell an den Na- gung und Essen? Wie verarbeite ich das, was die Biologie
gel gehängt haben und nicht mehr praktizieren? als Verfall und Krankheit und Sterblichkeit mitgegeben hat,
Hirschhausen: Ich praktiziere ja - ich bin aktiv in der Präven- damit ich nicht die Lebensfreude verliere? Gesundheit ist am
tion tätig. Ärzte beschäftigen sich mit Menschen, wenn sie schönsten, wenn man so viel Freude am Leben hat, dass sie
krank sind. Ich beschäftige mich mit ihnen, damit sie gar nicht nicht nur für einen selbst. sondern auch für andere reicht.
erst krank werden. Was ich in meinem Bühnenprogramm Forum: Gesundheit und Glück sind also dasselbe?
„Glücksbringer" erzähle, ist verkappte Psychotherapie und Hirschhausen: Ein erfülltes, sinnhaftes Dasein ist relativ un-
stammt beispielsweise aus der kognitiven Verhaltensthera- abhängig vom körperlichen Zustand. Als Arzt lernen Sie viele
pie bei Depressionen. Als praktizierender Arzt würde ich ge- Menschen kennen, die trotz körperlicher Misere und drohen-
nau das auch erzählen, nur immer jedem Patienten einzeln . der Endlichkeit ihr Leben genießen. Grundsätzlich gilt aber:
Wenn jetzt 1.500 Leute gleichzeitig in meine Show kommen, Das menschliche Gehirn besteht aus einem Frontallappen -
dann spare ich Jeden Abend fünf Jahre in der Klinik. So gese- der plant. Und aus einem Seitenlappen - der vernetzt. Wir
hen bin ich hocheffektiv. Wie könnte ich verantworten, das Deutschen haben einen zusätzlichen Hirnteil - den Jammer-
nicht zu tun? lappen, der verhindert. Der hat keine Verbindung zum Seh-
Forum: Sie betrachten die Medizin mit Humor - plädie- nerv, hat aber immer schon alles kommen sehen.

www ,!J Mehr Informationen zu Dr. Ecka rt von Hirschhau sen .

Sammeln Sie Informationen über Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland, die für das Thema
„Gesundheit" interessant sind, und stellen Sie sie im Kurs vor. Sie können dazu die Vorlage „Porträt"
im Anhang verwenden.
Beispiele aus dem deutschsprachigen Bereich: Hildegard von Bingen - Robe rt Koch - Albert Schwe itzer -
Monika Hauser - Ba sler Sanatorium

20
Grammatik-Rückschau r - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
6
1 Infinitivsätze in Gegenwart und Vergangenheit

dass-Satz in der Gegenwart --+ Infinitiv Präsens

Aktiv

Die Moderatorin bittet dass sie den Zuhöre rn eine Definition für Placebos gibt.
Frau Dr. Schill, --+ den Zuhörern ein e Definition für Placebos zu geben.

Passiv
-
dass sie über die Wi rksamkeit des Präparats informiert werden.
Es ist für die Patienten wichtig,
--+ über die Wirksam keit des Präparats informiert zu werden.

dass-Satz in der Vergangenheit --+ Infinitiv Perfekt

Aktiv

dass sie interessante Erkenntnisse gewonnen hat.


Die Forschung ist der Ansicht,
--+ interessante Erke nntnisse gewonnen zu haben.

dass sie für die Gesp räche sehr dankbar gewesen sind.
Patienten berichten,
--+für die Gespräche sehr dankba r gewesen zu sein.

Passiv

dass sie bei Schmer zen getröstet worden sind.


Viele erinnern sich sicher,
--+ bei Schmerzen _g_e_ _ _worden
tröstet _ __ zu sein.

Die Umformung in einen Infinitivsatz ist nur möglich, wenn das Subjekt des dass-Satzes mit einer Ergänzung
im Hauptsatz identisch ist oder das Subjekt des dass-Satzes das Indefinitpronomen man ist.
Es ist sinnvoll, dass man den Einfluss von Placebos auf die Heilung untersucht.
--+ den Einfluss von Placebos auf die Heilung zu untersuchen.
Bildung des Infinitivs

Aktiv Passiv

Präsens zu+ Infinitiv Partizip II+ zu werden

Perfekt Partizip II+ zu haben / zu sein Partizip II+ worden zu sein

Im Präsens verwendet man dass-Sätze und Infinitivsätze auch mit Modalverben:


Der Arzt bestätigt, dass er den Patienten mit Placebos heilen kann.
--+ den Patienten mit Placebos heilen zu können.
In der Vergangenheit wird der Infinitiv mit Modalverb selten verwendet. Meistens werden dass-Sätze mit
Modalverb im Präteritum bevorzugt.
Der Arzt bestätigt, dass er den Patienten heilen konnte.
--+ den Patienten geheilt haben zu können.

2 Konditionalsätze

Verbalform (Konnektor) Nominalform (Präposition)

wenn, falls, sofern bei+ Dat.


Wenn man gutes Futter verwendet, erhöht sich der Bei Verwendung von gutem Futter erhöht sich der
Preis für Fleisch nicht stark. Preis für Fleisch nicht stark.

wenn ... nicht ohne+Akk.


Wenn die Kontrollen nicht erhöht werden, kann die Ohne Erhöhung der Kontrollen kann die Einhaltung
Einhaltung der Höchstgrenzen nicht ausreichend der Höchstgrenzen nicht ausreichend überprüft
überprüft werden. werden .

21
l Lernen, richtig zu essen
1 Wie hängen Gesundheit und Ernährung Ihrer Meinung nach zusammen?

~ 2 Im Film wird Ursula Pfeifer vom Verein „Lobby für Kinder"


gezeigt. Sehen Sie den Film und notieren Sie kurz alle Stationen,
in denen sie zu sehen ist und was sie dort macht.

~ 3a Sehen Sie die erste Sequenz. Welche Probleme werden genannt und wie versucht Ursula Pfeifer
zu helfen?

b Was machen die Kinder in dem Restaurant? Wie finden Sie diese Idee? Diskutieren Sie.

~ 4a Sehen Sie die zweite Sequenz. Welche Aussagen sind richtig? Kreuzen Sie an.
2
D 1. Die alleinerziehende Mutter bekommt finanzielle Unterstützung vom Staat.
D 2. Sie muss fünf Kinder versorgen .
D 3. Sie muss monatlich 80 Euro für ihre Schulden abgeben.
D 4. Das Geld reicht oft nicht fü r Obst und Gemüse.
D 5. Der Mutter ist es wichtig, dass die Kinder satt und zufrieden sind.

22
sehen 1 nachdenken 1 diskutieren 1 ...
6
b Ergänzen Sie die Sätze.

1. Frau Pfeifer kommt zum Einkaufen mit, um .. .


2. Beim Hackfleisch achtet sie darauf, dass es einerseits ... und andererseits ...
3. Frau Pfeifer respektiert aber auch die Entscheidungen von Markos Mutter, z.B ....
4. Am Abend bereitet Marko eine Überraschung vor: .. .

c Lesen Sie die Aussagen von Frau Pfeifer und wählen Sie
die passende Umschreibung.

1. Die kriegen das irgendwie nicht gebacken.


@] Sie schaffen das nicht.
lli] Sie können nicht kochen oder backen.
Cf] Sie fangen vieles an, machen es aber nicht fertig.
2. Die Kinder sollen auch lernen, Essen zu schätzen.
@] Sie sollen wissen, wie viel das Essen kostet.
[fil Sie sollen vorab überlegen, wie viel sie essen werden .
Cf] Sie sollen das Essen als etwas Schönes und Wertvolles
wahrnehmen.

d Wie finden Sie das Engagement von Frau Pfeifer?


Glauben Sie, dass sich durch ihre Hilfe die
Ernährungsgewohnheiten langfristig ändern?

~ Sa Was spielt für eine gesunde Lebensweise alles eine Rolle? Sehen Sie den Film noch einmal und
stellen Sie eine Liste mit Empfehlungen zusammen. Ergänzen Sie auch eigene Ideen.

b Lesen Sie den Blogeintrag. Diskutieren Sie die Aussage und schreiben Sie dann einen Kommentar.
Beziehen Sie auch Ihre Empfehlungen aus Sa in Ihre Antwort ein.

heute/ 12:41 Uhr Also, ich weiß nicht, alle sagen immer, gesunde und abwechslungsreiche
Karotti-Flotti Ernährung sei eine Frage des Geldes. Ich glaube das nicht! Wer genug Geld hat,
um Pommes, Fertigschnitzel und Gummibärchen zu kaufen, der hat auch genug
Geld, um einen Sack frische Kartoffeln, Putenfleisch und Gemüse zu kaufen. Das
ist sogar meistens billiger! Ich glaube, es ist eine Frage der Gewohnheit, ob man
sich gesund und abwechslungsreich ernährt - oder auch eine Frage des Wissens
über Ernährung.

23
Recht so!
/
A

(
Echt von Bill Zander .. . und nur 150 Euro, weil es das letzte Stück ist.

Sie lernen
Modul 1 1 Über Meldungen von missglückten Verbrechen berichten
Modul 2 I Grafiken Informationen entnehmen und den Inhalt einer
Diskussion detailliert verstehen
Modul 3 I Einen Artikel über kuriose Vorschriften und Gesetze
verstehen
Modul 4 1 Einen Artikel über Krimis zusammenfassen
Modul 4 1 Verschiedene Vorschläge diskutieren und eine Entscheidung
aushandeln
D
Grammatik
Modul 1 Besonderheiten des Passivs
1

Modul 3 I Modales Partizip

24
~ AB Wortschatz
7

1a Welche Begriffe passen zu den Bildern? Manchmal gibt es mehrere Möglichkeiten.


Sachbeschädigung - Betrug - Diebstahl - Erpressung - Heiratsschwindel - bewaffneter Raubüberfall -
Produktpiraterie - Fahrerflucht - Körperverletzung - unterlassene Hilfeleistung - Kunstfälschung

b Lesen Sie die Erklärungen. Welche Straftaten aus 1a werden beschrieben?


A Nach§ 142 Strafgesetzbuch (StGB) macht sich derjenige strafbar, der sich als an einem Verkehrsunfall
Beteiligter vom Unfallort entfernt, ohne zuvor den anderen Unfall beteiligten die Feststellung seiner
Personalien ermöglicht zu haben oder hierzu wenigstens eine angemessene Zeit gewartet zu haben,
sowie derjenige, der sich zwar erlaubterweise vom Unfallort entfernt hat, die erforderlichen Fest-
stellungen aber nicht unverzüglich nachträglich ermöglicht.

B Bei dieser Straftat nach § 253 StGB versucht eine Person, sich selbst oder Dritte rechtswidrig durch
Gewalt oder durch Androhung eines Übels zu Lasten eines anderen zu bereichern.

C Im deutschen Recht wird dieses Delikt nicht ausdrücklich erwähnt. Für eine Verfolgung sind maßgeb-
lich§ 107 UrhG (Urhebergesetz) und§§ 263 (Betrug) und 267 (Urkundenfälschung) StGB. Das Kapieren
oder Nachahmen an sich ist rechtlich zulässig, unzulässig ist lediglich die betrügerische Absicht, die
sich darin äußert, Gewinn zu erzielen.

D In§ 303 StGB wird das Vergehen geregelt, bei dem die vorsätzliche Beschädigung oder Zerstörung
einer fremden Sache unter Strafe steht. Es wird dabei vorausgesetzt, dass die beschädigte Sache
„fremd " ist, das bedeutet, dass sie nicht allein das Eigentum des Täters ist. Auch der Versuch, diese Tat
zu begehen, ist strafbar.

~ c Recherchieren Sie Erklärungen und Beschreibungen zu zwei weiteren Straftaten aus 1a.
Beschreiben Sie sie in eigenen Worten .

25
Dumm gelaufen
la Arbeiten Sie zu zweit. Jede/r liest zwei Meldungen. Berichten Sie anschließend Ihrem Partner /
Ihrer Partnerin darüber. Welchen Fall finden Sie am komischsten?

B Ein Einbrecher der etwas schusseligen Art hat Poli-


A Vier Jahre Haft lautet das Urteil für einen unge-
zeibeamten im US-Bundesstaat Wisconsin einen un-
schickten Täter und ehemaligen Polizeibeamten,
gewöhnlich entspannten Einsatz beschert. Der Einbre-
der bei einem Banküberfall, bei dem er 14.260
cher nutzte eine sturmfreie Bude, um in Ruhe seine
Euro erbeutete, seine Bankkarte in der Filiale ver-
5 E-Mails zu checken . Schon das ist hinsichtlich der Tat-
5 lor. Kurz nach der Tat zahlte er in einer anderen
sache, dass niemand im Web wirklich anonym unter-
Bank am Schalter die gesamte Beute auf sein
wegs ist, reichlich dumm. Das Verhalten des Einbre-
Konto ein und meldete den Verlust seiner Bank-
chers war auch sonst nicht sonderlich von Vorsicht
karte. Da die Karte bereits gefunden und dem
geprägt: Er machte sich einen Kaffee und duschte,
Täter zugewiesen worden war, erschien auf dem
10 bevor er eine Runde fernsah. Zwischendurch streute
10 Computer der Bankangestellten eine Warnmel-
er noch die Zubereitung einiger kleiner Snacks ein.
dung. Sie verzögerte geistesgegenwärtig die
Was der Einbrecher jedoch nicht tat, führte am Wo-
Transaktion, indem sie den Täter in ein Gespräch
chenende zu seiner Verhaftung : Er loggte sich nicht
verwickelte. Unauffällig alarmierte sie die Polizei
aus. Sein E-Mail-Account war nach seinem Verschwin-
und kurz darauf konnte der Täter festgenommen
15 den immer noch offen. Bei so viel Dummheit war die
15 werden . Als Motiv gab er an, er habe sich nach
Identifizierung des Täters kein Kunststück mehr -
der Trennung von seiner Frau und aus Geldman-
zumal bereits wegen anderer Vergehen nach ihm ge-
gel nicht mehr zu helfen gewusst.
sucht wurde. Er konnte mitsamt seiner Beute schnell
gefunden werden.

C Durch die Fahndung in einem sozialen Netz-


werk konnte Neuseelands Polizei einen tollpat- D Dumm stellten
schigen Dieb fassen. Nur mithilfe einer Brech- sich zwei Einbre-
stange und eines Winkelschleifers wollte der cher an, die ver-
5 junge Einbrecher den Tresor einer Bar knacken
suchten, eine Woh-
und versagte dabei gleich mehrfach: Den Safe
5 nung auszuräumen.
konnte er nicht bezwingen und die Überwa-
Zur Tarnung hatten
chungskamera sah er auch zu spät. Der 21-jähri-
sie sich ihre Gesich-
ge Einbrecher nahm während seiner Aktion die
ter schwarz ange-
10 Skimaske ab und entdeckte dann mit überrasch-
malt. Da in der Ge-
tem Blick die Überwachungskamera. Dank dieses
10 gend in den letzten
Fehlers konnte die Polizei kurz darauf das Über-
Monaten oft einge-
wachungsvideo sowie ein paar Fotos in ein be-
brochen wurde, waren die Nachbarn besonders
liebtes Online-Netzwerk stellen. Nur einen Tag
wachsam . So wurden die beiden jungen Männer
15 nach dem missglückten Einbruch wurde der Tä-
bei ihrem Einbruch beobachtet und die Nachbarn
ter identifiziert und von der Polizei nahe seiner
15 riefen auch gleich die Polizei. Da die Einbrecher
Wohnung festgenommen .
den Zeugenaussagen so perfekt entsprachen,
konnten sie kurze Zeit später gefasst werden . Die
Männer hatten nämlich nicht beachtet, dass der
b Sammeln Sie aus den Meldungen alle
Marker, mit dem sie ihre Gesichter bekritzelt hat-
Wörter aus dem Bereich „Kriminalität".
20 ten, nicht abwaschbar war.

die Polizei

Kriminalität

einen Dieb fassen

... ü 1

26
7
Modul 1
2a Lesen Sie die Sätze. Was ist das Besondere an den Passivsätzen? Notieren Sie die Nummern der
passenden Passivsätze zu jeder Regel.

Aktivsatz ohne Akkusativobjekt Unpersönliches Passiv

1. Die Männer brachen ein. 1. Es wurde eingebrochen.


2. Die Männer brachen in viele Wohnungen ein. 2. In viele Wohnungen wurde eingebrochen.
3. Die Polizei ermittelte. 3. Es wurde ermittelt.
4. Die Polizei ermittelte in diesem Fall. 4. In diesem Fall wurde ermittelt.

Unpersönliches Passiv

In Passivsätzen ohne Subjekt steht das Pronomen es als stellvertretendes Subjekt


auf Position 1. Satz:_L, __
Wenn möglich, wird es durch ein anderes Satzglied ersetzt. Satz:_,_
es steht nur im Hauptsatz, nicht im Nebensatz: Es wurde eingebrochen. --> Die Nachbarn sahen, dass
eingebrochen wurde.

b Arbeiten Sie zu zweit. Jede/r bildet fünf kurze Passivsätze mit es am Satzanfang. Tauschen Sie Ihre
Sätze und erweitern Sie sie so, dass es entfällt.
Es wird Tag und Nacht gearbeitet. Bei der Polizei wird Tag und Nacht gearbeitet. ~ Ü2

3a Tempusformen des Passivs mit Modalverb. Ergänzen Sie die Sätze.

Passiv mit Modalverb in Gegenwart und Vergangenheit

Präsens Der Täter muss gefasst werden. Die Tat _ _ _ _ _ _ _ aufgeklärt werden.

Präteritum Der Täter _ _ _ _ _ _ _ gefasst werden. Die Tat konnte aufgeklärt werden.

Perfekt Der Täter hat gefasst werden müssen. Die Tat _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _~

b Lesen Sie die Sätze und kreuzen Sie an.

Hauptsatz: Der Täter konnte gefasst werden .


Nebensatz: Die Polizei gab bekannt, dass der Täter gefasst werden konnte.
Hauptsatz: Der Täter hat gefasst werden können.
Nebensatz: Die Zeitung schrieb, dass der Täter hat gefasst werden können.

Passiv mit Modalverb im Nebensatz

Präsens/Präteritum: Das konjug ierte Verb steht im Nebensatz D vor dem Partizip II . D am Satzende.
Perfekt: Das konjugierte Verb steht im Nebensatz D vor dem Partizip II. D am Satzende.
Um Vergangenheit auszudrücken, verwendet man im Passiv mit Modalverb vor allem das Präteritum.
Im Konjunktiv II der Vergangenheit entspricht die Stellung der Verben dem Perfekt:
Der Täter hätte gefasst werden können ./ Oie Zeitung schrieb, dass der Täter hätte gefasst werden können. ~ ü3

4 Arbeiten Sie zu zweit und spielen Sie kurze Dialoge.

Fenster zumachen die Kreditkarte sperren das Fahrrad anketten das Geld zur Bank bringen
das Handy ausmachen die Alarmanlage aktivieren

Ich habe das Auto nicht abgeschlossen. Was? Das Auto hätte abgeschlossen werden müssen! ~ Ü4

27
Jugendsünden?!
1 Was denken Sie? Was sind typische Straftaten bei Jugendlichen? Sammeln und diskutieren Sie
im Kurs.

2a Sehen Sie die Grafik an. Wozu finden Sie Informationen (Themen, Zeiträume, Quelle .. .)?

Straffällige Jugend
Nach dem Jugendstrafrecht verurteilte
Jugendliche und junge Erwachsene im Alter
von 14 bis 20 Jahren* in Deutschland
140Tsd.- - - - - - - - - - - - - - -
2007 2009
121 354 116 879
120 __.......~-~~..__2cm ____
2008
116 278
100 - - - - - - -
2013
2012 81 737
80 - - - - - - - - - - 91-695 -
• Alter zum Zeitpunkt der Tat

Verurteilte 14- bis 20-Jährige 2013 nach Delikt Verurteilte 14- bis 20-Jährige 2013
nach schwerster Sanktion in Prozent
Diebstahl und Unterschlagung 22 025
Erziehungsmaßregeln - -
Gefährliche Körperverletzung u.ä. 17 929 (z. B. Heimerziehung)
Betrug und Untreue 9 071 Jugendstrafe - - - --'
Straftat im Straßenverkehr** - 7 562
Zuchtmittel, z. B. Arrest, - -
Straftat n. d. Betäubungsmittelgesetz - 7 116 Zahlung von Geldbetrag,
Arbeitsleistung, Verwarnung
Raub und Erpressung - 4 352
Q
1 1 SonsUge 13 682
10130 © Globus rundungsbed. Differenz **z. B. Trunkenheit im Verkehr Quelle: Statistisches Bundesamt

b Formulieren Sie mithilfe der Grafik Aussagen zu den folgenden Punkten.


• Entwicklung in den Jahren 2007-2013
Häufigkeit bei den Delikten
• verschiedene Arten der Strafen
Häufigkeit der Strafen
Im Vergleich zu 2007 ist die Zahl der .. .
~ ü1 Man kann deutlich sehen, dass ...

c Was könnten Gründe für Straftaten von Jugendlichen sein? Diskutieren Sie in Gruppen.

<]l)) 3a Hören Sie die Einleitung zu einer Radiodiskussion zum Thema „Kriminalität von Jugendlichen" mit
2.1 1 der Strafrichterin Tamara Koops, der Polizistin Nadine Marani und dem Streetworker Hannes
Wolfrath. Welche Fragen soll die Diskussion beantworten?

(]l)) b Hören Sie jetzt den ersten Abschnitt der Diskussion und notieren Sie Informationen zu den Fragen
2.1s aus 3a. Vergleichen Sie dann zu zweit.

28
7
Modul 2
•cJl)) c Hören Sie den zweiten Abschnitt und notieren Sie: Wer nennt welche Gründe für den Rückgang
2.19 der Jugendkriminalität?

Nadine Marani Tamara Koops Hannes Wolfrath

d Im Konflikt mit dem Gesetz. Ordnen Sie die Verben den Ausdrücken aus der Radiodiskussion zu.
Manchmal gibt es mehrere Möglichkeiten.

A befreien B begehen C bestrafen D durchsetzen E erwischt werden


F geraten G verhängen H verlieren 1verringern

1. bei einer Straftat 4. eine Straftat 7. mit dem Gesetz in Konflikt

2. die Kriminalität 5. einen Täter 8. sich aus einer Situation

3. eine Strafe 6. den Kontakt zu Freunden 9. sich mit Gewalt

4a Welche Maßnahmen oder Strafen halten Sie zur Verringerung bzw. Vermeidung von
Jugendkriminalität für sinnvoll? Notieren Sie Argumente für Ihren Standpunkt.

b Diskutieren Sie nun in Gruppen. .


EINEN STANDPUNKT VERTRETEN/ WIDERSPRECHEN ~J
DIFFERENZIEREN
Ich bin der Ansicht, dass . . . Das sehe ich ganz anders, denn ...

Für mich ist ganz klar, dass . . . Ich möchte bezweifeln, dass ...
Einerseits kann man beobachten, dass . . . Das ist eine gängige Sichtweise, aber . . .
Andererseits darf man nicht unterschätzen, dass . . . Da möchte ich widersprechen, weil .. .
Das Problem hat mehrere Seiten/Aspekte, z. B. . . . So einseitig kann man das nicht sehen, denn ...

Man kann ... beobachten, aber trotzdem ...

29
Da lacht Justitia ...
1a Sehen Sie den Cartoon an. Worüber macht er
sich lustig?

b Was bedeuten die Wörter zum Thema „Recht


und Gesetz"? Ordnen Sie zu.
A die Bürokratie C die Bürger
B die Gesetzgeber D die Rechtsprechung
1. __ Gremien, die Gesetze beschließen/ändern
2. __ Entscheidungen der Richter
3. __ Menschen, die in einem Land leben

4. __ Institutionen der Verwaltung

2a Sehen Sie die Fotos im Artikel an. Um welche Regeln oder Gesetze könnte es gehen?

b Lesen Sie jetzt den Artikel. Notieren Sie die Themen, um die es geht und welche Regeln es dazu gibt.

Alles geregelt
Die deutsche Bürokratie und Gesetzgebung ist in der bekanntlich chaotischen Karnevalszeit. Man darf
weit über die deutschen Grenzen hinaus dafür be- zwar, gerade in der närrischen Zeit, bunt kostümiert
kannt, dass sie versucht, alle Fragen des Alltags bis Auto fahren. Aber wenn die Maskierung Sicht oder Ge-
ins kleinste Detail zu beantworten. Viele sprechen 35 hör behindert, andere gefährdet oder belästigt, dann
5 sogar von einer Bürokratie-Wut. ist Schluss mit lustig. lenkt eine nicht zu erkennende
Pro Jahr werden Person das Auto, dann kontrolliert die Polizei gerne, ob
in Deutsch land King Kong oder der lustige Clown überhaupt noch in der
circa 150 neue Lage ist, die zu beachtenden Regeln einzuhalten.
Gesetze erlas- 40 Auch das Verhalten am Arbeitsplatz ist bei uns klar de-
10 sen. Doch ande- finiert: Schläft ein Mitarbeiter während der Arbeitszeit
re Länder sind an seinem Schreibtisch ein und fällt dann vom Büro-
auch nicht faul: stuhl, gilt folgende Regelung: Steht die Müdigkeit klar
Italien bringt es in Verbindung mit der zu erbringenden Arbeit, kann der
derzeit auf 500 45 Sturz als betrieblicher Unfall betrachtet werden. Sonst
15 neue Gesetze, leider nicht.
der Bundesstaat In all diesen Fäl-
Ka lifornien in den USA auf über 1.000, die Schweiz len kommen wir
sogar auf 5.500 neue gesetzliche Regelungen. Bei Bürger schon mal
manchen Vorschriften und Gesetzen kann man sich 50 ins Grübeln . „ Ob
20 schon fragen, ob das nicht etwas zu viel des Guten die zu lösenden
ist. Hier einige in Gesetzen zu findende, kuriose Vor- Probleme mit im-
schriften: mer mehr gesetz-
In Frankreich sollten sich Paare nicht auf Bahnübergän- li chen Regelun-
gen küssen. Das ist verboten, denn die Wahrschein- 55 gen kleiner wer-
25 lichkeit für Unfälle mit Zügen ist wohl nicht gerade
--~~111ti..==•••• den, kann man
gering. Dagegen sind in England Briefmarken mit dem bezweifeln. Viel-
Bild des königlichen Oberhaupts bitte nur korrekt mit leicht können wir ja auch mit dem einen oder anderen
dem Kopf nach oben aufzukleben. Alles andere fällt gesetzlich nicht zu regelnden Ereignis selbst fertig
unter Landesverrat. 60 werden. Aber man weiß ja nie, was kommtl Wir, die
30 Auch Deutschland kann bei der Gesetzesflut für die zu Bürger, sind jedenfalls auf alles vorbereitet. Nicht nur
wahrende Zucht und Ordnung leicht mithalten: sogar in Deutschland.

30
7
Modul 3
c Welche Einstellung hat der Autor/ die Autorin zu den Gesetzen und Regelungen? Welche
Einstellung haben Sie? Sprechen Sie im Kurs.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man alles ...
Gesetze sind absolut wichtig. Ohne Regeln ...

3a Im Artikel finden Sie die folgenden markierten Formen. Wie werden sie gebildet? Was bedeuten
sie? Ergänzen Sie die Regel.
eine nicht zu erkennende Person = eine Person, die nicht erkannt werden kann
die zu beachtenden Regeln = die Regeln, die beachtet werden müssen

Adjektiv Modalverb Partizip 1 Relativsatz

Modales Partizip

Das modale Partizip wird aus zu+ _________ gebildet. Es steht vor Nomen, deshalb muss
es wie ein _ _ __ _ ____ dekliniert werden. In seiner Bedeutung entspricht das modale Partizip
einem _________ im Passiv mit _ ________ (können, müssen/sollen, nicht dürfen).

Modale Partizipien findet man meist in formellen Texten wie z. B. Gesetzen, Regelungen oder

Anweisungen.

b Formen Sie die Relativsätze in modale Partizipien um. Vergleichen Sie Ihre Lösungen mit dem
Artikel.
1. die Probleme, die gelöst werden müssen
2. die Ordnung, die gewahrt werden muss
3. die Vorschriften, die gefunden werden können
4. die Arbeit, die erbracht werden soll
5. das Ereignis, das nicht geregelt werden kann

1. die zu lösenden Probleme

c Formulieren Sie den Infotext ohne modales Partizip neu und lesen Sie zu zweit abwechselnd Satz
für Satz vor.

Neu zu beschließende Gesetze entstehen in einem langen Prozess. Zunächst wird dem Bundestag ein
zu besprechender Vorschlag vorgelegt. Dieser wird dann öffentlich diskutiert. Soll die noch zu formu-
lierende neue Regelung weiter ausgearbeitet werden, beschäftigt sich meist ein Ausschuss mit Exper-
ten weiter damit. Im Ausschuss sollen alle zu diskutierenden Aspekte ausgetauscht und zu erwartende
Vor- und Nachteile verglichen werden. Danach teilt der Ausschuss dem Bundestag mit, ob es sich um ei-
nen zu befürwortenden oder einen abzulehnenden Vorschlag handelt. Bei einer positiven Bewertung
stimmt zuerst der Bundestag über das Gesetz ab. Ist der Vorschlag angenommen, beschäftigt sich der
Bundesrat mit dem zu bewertenden Entwurf. Ist auch der Bundesrat einverstanden, muss das neu ein-
zuführende Gesetz an den/die Bundespräsidenten/-in weitergeleitet werden . Dort wird es ausgearbei-
tet und unterschrieben. Danach unterschreibt der/die zuständige Minister/ in und der/die Bundeskanz-
ler/ in . Am Ende wird das Gesetz durch den/die Bundespräsident/-in veröffentlicht. Dann ist es gültig
und es gibt eine zu schließende Gesetzeslücke weniger.

Gesetze, die neu beschlossen werden sollen, entstehen in einem ... ... ü 1-4

~ 4 Recherchieren Sie kuriose Gesetze oder Regelungen und stellen Sie sie im Kurs vor.

31
Kriminell
1a Lesen Sie gerne Krimis? Sehen Sie sich Krimis im Fernsehen an? Berichten Sie kurz, was Sie daran
mögen oder nicht mögen.

b Sammeln Sie in Gruppen bekannte Krimiautoren und Krimifiguren aus Buch und Film.

c Was sind die zentralen Elemente eines Krimis? Sammeln Sie im Kurs.

der Kommissar/ der Detektiv

Krimi

das Verbrechen

2a Lesen Sie den Artikel aus einer Schweizer Zeitung und notieren Sie wichtige Informationen zu den
folgenden Themen.
Entwicklung der Kriminalliteratur Gründe für die Beliebtheit von Krimis

Warum uns das Böse im Buch so fasziniert


Von Juliane Lutz

Jede Woche erscheinen neue Bücher, in denen offiziel- sozialkritisch Eingestellte kauften Bücher des schwe-
le oder selbst ernannte Ermittler in Los Angeles, Oslo dischen Paars Maj Sjöwall und Per Wahlöö, während
oder auch am Thunersee Verbrechern auf der Spur USA-Liebhaber Krimis von Raymond Chandler und
sind. Warum bloss ist das Böse so beliebt? 30 Dashiell Hammett verschlangen. Leute, die an einer
5 Suter, Adler-Olsen und Leon. Diese drei Na- anderen Sicht der Dinge interessiert waren, erfreuten
men führen seit Wochen die Bestsellerliste Belletris- sich an den charmanten Mördern Patricia Highsmiths,
tik an. Kriminelle Machenschaften verkaufen sich und alle lasen Georges Simenon.
also bestens und lassen die Kassen klingeln. Und Heute legen Buchhändler jede Woche Neuerschei-
dies keineswegs nur zur Ferienzeit, wenn man alles 35 nungen aus, in denen schon fast um die Wette gemor-
JO möchte, nur keine Langeweile. „Kriminalromane det wird. Allein Skandinavien brachte in den letzten
sind das ganze Jahr gefragt", sagt Stephanie Schaffer. paar Jahren so viele Autoren hervor, dass es schwierig
Sie betreut seit 10 Jahren die Krimiabteilung in der ist, den Überblick über all die Edwardsons, Holts oder
Berner Buchhandlung Stauffacher Indridasons zu behalten. „Seit 10 Jahren versuchen
und kann beobachten, dass 40 sich immer mehr Schriftsteller an diesem Genre und
immer mehr Titel die springen auf den erfolgreichen Zug auf", sagt Schaf-
Tische und Regale füllen. fer. „Es kam zu einer enormen Ausweitung der Titel."
Aus wenigen wurden viele In der Schweiz könne man in den letzten zwei Jahren
Noch vor sogar von einem regelrechten Krimiboom sprechen.
25 Jahren 45 Warum sich so viele Autoren an das einstige Schmud-
20 war das delkind der Literatur wagen, dafür hat Jochen Vogt
Angebot in einen Erklärungsversuch parat. Der deutsche Litera-
diesem Genre turwissenschaftler gilt als der einzige seriöse Krimi-
üherschau bar. forscher im deutschsprachigen Raum. „Einen Kri-
Grob eingeteilt 50 mi schreiben kann man lernen, da die Form leicht zu
25 gab es für Nostal- handhaben ist", sagt er. Und er fügt an: „Selbst wenn
giker Agatha Christie, es dann kein guter wird, wie es öfter der Fall ist."

32
[ Fertigkeitstraining f(]))) 7
Modul4
Reizvoller Kick für Normalos bietet. „Friedrich Glauser schrieb
Was aber reizt die Leser an der einmal, dass die Krimihandlung
55 Beschreibung aufgedunsener Was- zwar nötig sei, aber dass der Kri-
serleichen oder der Planung eines mi erst durch das Füllsel so richtig
Verbrechens? Wenn in der Wirklich- 100 interessant werde: die Psycholo-
keit fanatische Psychopathen Amok gie, die Menschen, die Schauplät-
laufen oder nur ein Bekannter er- ze", sagt Literaturwissenschaftler
60 zählt, dass er übel geprellt wurde, Jochen Vogt. Der Fall an sich er-
schrecken wir zurück. Und hoffen, scheint oft nebensächlich, heute
dass uns das nicht passiert. Um spä- 105 überwiege das Füllsel. Vogt ver-
ter freiwillig zu lesen, wie gestörte gleicht ihn mit einem Fahrgestell:
Geister und Kriminelle Kinder töten „Je nachdem, welche Karosserie
65 oder Rachefeldzüge planen. Ist un- darauf gesetzt wird, entsteht ein
ser meist geregeltes Leben so langweilig, dass wir als Psychodrama, ein Roman über die Mafia oder über die
Gegensatz wohldosiertes Erschauern benötigen? 11 0 Beziehungsprobleme der Ermittler." So kann jeder in
Ja, meint Lars Schafft. „Wir wollen uns nicht mit diesem Literatursegment den gerade zu seiner Befind-
dem unterhalten, was wir täglich erleben", sagt der lichkeit passenden Titel kaufen.
70 Gründer von Krimi-Couch.de, einem der grössten Web- Und: Der Krimi schildert deutlicher als andere
portale zum Thema im deutschsprachigen Raum. „Des- Genres das, was jetzt ist. So führt er uns längst über-
halb greifen wir zum Krimi. Wie in den griechischen 115 allhin. Dabei gibt er Einblicke in Gesellschaft und Sit-
Dramen der Antike werden auch dort Menschen in Ex- ten. „Mittlerweile dient der Krimi häufig als Ergän-
tremsituationen beschrieben. Das gibt uns einen Kick."
75 Tröstliches Happy End
„Ich mag einfach den Nervenkitzel beim Lesen",
gibt Buchhändlerin Schaffer zu. „Eine derartige Span-
nung, wie sie in diesen Büchern vermittelt wird, erlebt
man im Alltag nicht", bestätigt sie Lars Schaffts These.
80 Beruhigend sei jedoch, dass am Ende die Schuldigen
bestraft würden. Ähnlicher Meinung ist auch Krimi-
autor Paul Wittwer. „Die Angst vor irgendwelchen Be-
drohungen spielt in unserem Leben eine grosse Rolle",
sagt der studierte Arzt, der bei Burgdorf praktiziert.
85 „Wir wissen aber, dass ein Krimi gut und mit einer
Auflösung endet. Mit dem Vertrauen auf das Happy
End können wir dann auch die Handlung ertragen und zung zum Reiseführer", stellt Krimi-Couch-Gründer
uns unseren Ängsten stellen." An brutalen Schilderun- Schafft fest. Gleichzeitig spiegelt der nicht enden wol-
gen und der Darstellung abartiger Persönlichkeiten, !ende Strom an Regionalkrimis auch unsere stärkere
90 auf die viele seiner Kollegen setzen, ist Wittwer wenig 120 Sehnsucht nach Heimat in Zeiten der Globalisierung
interessiert. „Ich möchte das Rätsel, den Fall lösen. wider. Es klingt etwas kitschig, aber es scheint so zu
Deshalb lese ich Krimis selbst so gerne", sagt er. sein: Wie ein Freund in Buchform unterhält uns der
Krimis für jede Befindlichkeit Krimi, er gibt uns das, wonach wir momentan suchen,
Laut Experten findet der Krimi auch so grossen und konfrontiert uns auch mal mit unseren dunklen
95 Anklang, weil er eine unendliche Vielfalt an Themen 125 Seiten. Das macht ihn so beliebt. (Berner Zeitung)

b Arbeiten Sie zu zweit und vergleichen Sie Ihre Notizen aus 2a. Ergänzen Sie gegebenenfalls
Stichpunkte.

c Ergänzen Sie die Aussagen zum Text.


1. Während es früher eher wenig Auswahl für Krimileser gab, ...
2. Viele Autoren schreiben Krimis, weil ...
3. Für die Beliebtheit der Krimis bei den Lesern gibt es mehrere Gründe, z.B ....
4. Regionalkrimis sind unter anderem so populär, weil ...

33
Kriminell
d Schreiben Sie mithilfe Ihrer Notizen aus 2a und b eine Zusammenfassung des Artikels.

'
EINEN TEXT ZUSAMMENFASSEN ~) :.... Eine Zusammenfassung schreiben
1-
c:c Schreiben Sie die wichtigsten Aussagen
Einleitung In dem Text geht es um das Thema ... CIC
.,,
1- nicht wörtlich aus dem Text ab. Achten
Der Text befasst sich mit dem Thema ... Sie darauf, dass Sie die Sätze umformulieren
und in einer sinnvollen Reihenfolge
Inhalte Es wird erklärt/erläutert/beschrieben/dargelegt, .. . miteinander verknüpfen . Denken Sie daran,
wiedergeben dass auch jemand, der den Originaltext
Zunächst wird ... dargestellt/erklärt, dann folgt .. .
nicht gelesen hat, die Zusammenfassung
Im Anschluss wird erläutert, ... verstehen muss.
Folgendes Beispiel wird angeführt: ...
Die Beispiele zeigen / machen deutlich, ...
Laut ... / Nach Meinung von „.

Schluss Insgesamt zeigt sich .. .


Abschließend kann man sagen, ...

<)))) 3 Hören Sie ein Krimi-Hörspiel und beantworten Sie die Fragen.
2.20-24
SPRACHE IM ALLTAG
))
Abschnitt 1
Mörderische Wendungen
a Warum geht Petersen zu seinem Chef?
b Wie reagiert Fossner? Ich könnte mich totlachen.
c Womit erpresst Petersen seinen Die Hitze bringt mich noch um.
Arbeitgeber? Du bringst mich noch ins Grab.
d Vermuten Sie: Wie könnte die Ich langweile mich zu Tode.
Geschichte weitergehen? Er hat kein Sterbenswörtchen gesagt.

Abschnitt 2
e Warum kann Petersen vor seinem Abschnitt 3
nächsten Nachtdienst nicht schlafen? g Wer ist Jahnke?
f Vermuten Sie: Was hat er vor? h Warum trifft sich Petersen mit Jahnke?
Welche Information hat Jahnke für
Petersen?

Abschnitt 4
j Wer taucht plötzlich in dem Cafe auf?
k Wie reagiert Petersen?
1 Vermuten Sie: Was werden die drei

Personen jetzt tun?


Abschnitt 5
m Warum ruft Petersen Fossner an und
wie reagiert dieser?
n Erklären Sie das Ende.
.... ü 1-2 o Geben Sie dem Hörspiel einen Titel.

34
[ Fertigkeitstraining J(]l))
7
Modul4
4 Arbeiten Sie in Gruppen und denken Sie sich ein Krimi-Hörspiel aus. Sie können einen der
Textanfänge nutzen oder sich eine eigene Geschichte überlegen. Schreiben Sie den Text und die
Dialoge. Verteilen Sie die Rollen und spielen Sie Ihr Hörspiel vor oder nehmen Sie es auf.

l
Rollen
Verbrechen • Kommissar/in und Assistent/in Situationen, die gespielt werden sollen
. Diebstahl . Täter/in . Verbrechensplanung
. Betrug . Zeugen • Verbrechen i'~
. Erpressung . Opfer • Verhöre durch die Polizei
. „. . Erzähler/in • Zeugenbefragung
. „. • Festnahme
. ...
-~---~--·-·· ..
J;: 1!
1 Marina konnte sich nicht konzentrieren. Ihr Nachbar hatte die Musik schon wieder so laut aufgedreht.
Alles Reden half bei diesem Menschen nicht. S ie musste wohl endlich zu anderen Mitteln greifen. Er würde
schon sehen, was er von seiner Rücksichtslosigkeit hatte. Plötzlich klingelte es „.
2 Wurde er verfolgt? Ben drehte sich zum wiederholten Mal um. Seit Tagen bekam er immer wieder merk-
würdige Mails und SMS. Konnte es sein, dass Marco wieder in der Stadt war und sich für diese dumme
Geschichte vor zwei Jahren rächen wollte? Bei dem Gedanken brach Ben der Schweiß aus ...
3 Die Party war if'l vollem Ciaf'lge, als plötzlich eif'l la1Ater Schrei ertöf'lte. Viktoria lag a1Af dem ßodef'l 1Af'ld rührte sich f'licht. War sie
etwa tot? Dm 9Mw1Abmd war sie so af'lders 9ewesm, hatte af'l9e9ebrn mit ihrem Kleid IAf'ld dem f'lelAef'l Schm1Ack. Woher
hatte sie eigrntlich plötzlich so viel Cield? Nif'la gif'lg laf'l9sam w der Mef'lschef'ltm1Abe, die sich 1Am Viktoria gebildet hatte ...

lP 5 Sie möchten einem Kollegen, einem großen Krimi-Fan, ein Geschenk zum Geburtstag machen.
GI Vergleichen Sie die verschiedenen Vorschläge und begründen Sie Ihren Standpunkt.
Widersprechen Sie Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin, wenn Sie nicht einverstanden sind. Kommen
Sie am Ende zu einer gemeinsamen Lösung.
Folgende Vorschläge stehen zur Auswahl:
• Eintrittskarten für die Lesung eines berühmten Krimiautors
ein Schreibkurs für Krimiautoren
• Karten für einen Theaterbesuch
ein Kinogutschein
• ein Buch über berühmte Krimischauplätze
• der neueste Krimi seines Lieblingsautors
.
VORSCHLÄGE MACHEN VORSCHLÄGE ANNEHMEN SICH EINIGEN ~)
UND ABLEHNEN

Was halten Sie davon, wenn wir ... ? Das klingt gut, aber ... Dann sind wir uns einig und
machen ... , oder?
Wie finden Sie folgende Idee: ... ? Das halte ich für eine/ keine gute
Idee, weil .. . Dann machen wir also
Ich würde vorschlagen, dass .. .
Folgendes: ...
Ich verstehe Ihren Standpunkt,
Wären Sie einverstanden, wenn
. 7 aber sollten wir nicht lieber . . . Schön, dann können wir fest-
Wir ....
Ja/ Nein, dafür/dagegen spricht . . . halten, dass · · ·
Ich fände es gut, wenn .. .
Dann können wir uns also auf .. .
Das kann ich gut / nicht so richtig
Ich hatte den Gedanken, dass ... einigen, richtig?
nachvollziehen, denn ...
Mir scheint in diesem Fall ... am
~g_e_e_
ig_n_e_ts_t_e_n_·~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~ ü 3

35
L_ Porträt

Tatort
Eine Institution am Sonntagabend

Jeden Sonntagabend um 20:15 Uhr versammeln sich Die Themen und Fälle sind sehr unterschiedlich. Mal orien-
viele Leute in Deutschland, Österreich und der Schweiz tieren sie sich an aktuellen gesellschaftlichen Problemen und
vor dem Fernseher, um eine Folge der beliebten Krimi- üben Sozialkritik, dann w ieder steht eine deutschsprach ige
reihe „Tatort" zu sehen . Es werden zwar auch andere Region oder schlicht ein spannender Fall im Mittelpunkt. Ge-
Krimireihen gesendet, aber keine steht auf der Beliebt- legentlich gibt es auch Koproduktionen, in denen die Ermitt-
heitsskala der Zuschauer so hoch im Kurs wie der Tatort ler aus versch iedenen Städten zusammenarbeiten.
und keine gibt es bereits so lange. Momentan werden Tatorte aus rund 20 Städten gesendet,
Warum der Tatort so die meisten aus Deutschland, aber auch aus Luzern und
viele Fans hat, kann Wien.
man nicht genau bele- Das Lokalkolorit spielt dabei mal eine größere und mal eine
gen. Die meist realis- kleinere Rolle. Die einzelnen Folgen sind dabei immer in sich
tischen Geschichten, geschlossene Geschichten.
die Einbindung von lo-
kalen Besonderheiten
und auch die Bezie-
hung und Dialoge zwi-
schen den Ermittlern
tragen sicher einiges
dazu bei.
In den letzten Jahren
Kommissar Thiel und ist ei n regelrechter
Gerichtsmediziner Boerne aus Münster Kult um die Krimi-
reihe entstanden. So gibt es zah lreiche Blogs über den
Tatort, Fanclubs oder Tatort-Public-Viewing in der Kneipe.
Während der Ausstrahlung eines Tatorts kann man online
Die Komm issare Leitmayr und Batic aus München
zahlreiche Kommentare und Twitternachrichten verfolgen,
die sich mit den Dialogen zwischen den Kommissaren be- Wenn der Tatort im August Sommerpause macht, werden
fassen oder den kompletten Fall kommentieren. für mehrere Wochen nur Wiederholungen gezeigt und die
Der erste Tatort wurde bereits im Jahr 1970 ausgestrahlt Fans warten ungeduldig auf die neuen Folgen ab Herbst.
und bis heute waren ca. 1000 Folgen zu sehen. Dabei geht Produziert werden die Krimis von den verschiedenen Sen-
jede Woche ein Team von Kommissaren in einer anderen deanstalten der ARD, dem Österreichischen Fernsehen
Stadt auf Verbrecherjagd. Einige Ermittler erfreuen sich al- ORF und dem Schweizer Fernsehen SRF.
lerdings besonderer Beliebtheit, z. B. die Kommissare Batic Im Lauf seiner langen Geschichte wurde der Tatort mit za hl-
und Leitmayr aus München oder Kommissar Thiel und Ge- reichen Preisen ausgezeich net. So erhielt er auch mehrfach
richtsmediziner Boerne aus Münster. den begehrten Grimme-Preis.

www ~ Mehr Informationen zum Tatort.

Sammeln Sie Informationen über Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland, die fü r das Thema „Recht
und Unrecht" interessant sind, und stellen Sie sie im Kurs vor. Sie können dazu die Vorlage „Porträt" im
Anhang verwenden .
Beispiele aus dem deutschsprachigen Bereich: Friedrich Dürrenmatt - Friedrich Ani - Carla del Ponte - Ferdinand
von Schirach - Ingrid Noll - Lore Maria Peschel-Gut zeit - Jost Reinecke - Nele Neuhaus - Volker Klüpfel und
Michael Kobr

36
Grammatik-Rückschau
7
1 Unpersönliches Passiv
In Passivsätzen ohne Subjekt steht das Pronomen es als stellvertretendes Subjekt auf Position 1. Wenn
möglich, wird es durch ein anderes Satzglied ersetzt.
Es wurde eingebrochen. ---+ In viele Wohnungen wurde eingebrochen.
Es wurde ermittelt. ---+ In diesem Fall wurde ermittelt.

es steht nur im Hauptsatz, nicht im Nebensatz.


Es wurde eingebrochen. ---+ Die Nachbarn sahen, dass eingebrochen wurde.

2 Passiv mit Modalverb

Präsens Modalverb im Präsens+ Partizip II+ werden Der Täter muss gefasst werden.

Präteritum Modalverb im Präteritum+ Partizip II +werden Der Täter musste gefasst werden.

Perfekt haben+ Partizip II+ werden+ Infinitiv Modalverb Der Täter hat gefasst werden müssen.

Im Nebensatz steht im Präsens und Präteritum das konjugierte Modalverb wie üblich am Ende:
Die Polizei gab bekannt, dass der Täter gefasst werden konnte.
Im Perfekt steht das konjugierte Verb vor dem Partizip II:
Die Zeitung schrieb, dass der Täter hat gefasst werden können.

Um Vergangenheit auszudrücken, wird im Passiv vor allem das Präteritum verwendet.


Im Konjunktiv II der Vergangenheit entspricht die Stellung der Verben dem Passiv Perfekt:
Der Täter hätte gefasst werden können.
Die Zeitung schrieb, dass der Täter hätte gefasst werden können.

3 Modales Partizip
Das modale Partizip wird aus zu+ Partizip 1 gebildet. Es steht vor Nomen, deshalb muss es wie ein Adjektiv
dekliniert werden: eine zu beachtende Regel, die zu beachtenden Regeln

In seiner Bedeutung entspricht das modale Partizip einem Relativsatz im Passiv mit Modalverb. Es drückt
eine Notwendigkeit (muss/ so//), eine Möglichkeit (kann) oder ein Verbot (darf nicht) aus.
eine nicht zu erkennende Person eine Person, die nicht erkannt werden kann
die zu beachtenden Regeln = die Regeln, die beachtet werden müssen
Das modale Partizip kann bei transitiven, passivfähigen Verben gebildet werden .
Im Relativsatz können auch Passiv-Ersatzformen verwendet werden.

Passiv + können eine Person, die nicht zu erkennen ist


nicht erkennbar ist
sich nicht erkennen lässt
man nicht erkennen kann

Passiv+ müssen die Regeln, die zu beachten sind


man beachten muss

Modale Partizipien findet man meist in formellen Texten wie z. B. Gesetzen, Regelungen, Anweisungen,
formellen Schreiben, wissenschaftlichen oder juristischen Texten im Nominalstil.

37
l Computer vor Gericht

1 In welchen Bereichen sind Computer bzw. Roboter den Menschen voraus? Welche Tätigkeiten
können sie besser ausführen, welche nicht?

2a Computer vor Gericht - Was stellen Sie sich darunter vor? Worum kann es
in einem Film mit diesem Titel gehen?

~ b Sehen Sie den Film und erklären Sie kurz den Titel des Films.

c Was bedeuten die folgenden Ausdrücke aus dem Film? Ordnen Sie zu.

__ 1. die Fehlentscheidung A die Verantwortung für einen Schaden übernehmen


2. eine rechtliche Grauzone B die Erlaubnis geben, am Verkehr teilzunehmen
__ 3. die Haftung C ein Bereich, für den es keine eindeutigen Regeln gibt
__ 4. nachjustieren D jmd. in Aktion treten lassen
__ 5. jmd. auf den Plan rufen E ein falscher Entschluss
__ 6. ein Fahrzeug zulassen F etw. nachträglich noch einmal genauer bestimmen/ festlegen

d Ergänzen Sie die Ausdrücke aus 2c in den Sätzen.

1. Auch intelligente Maschinen treffen manchmal _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __


2. Das Problem, das die Würzburger Juristen _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

------~war der Testlauf eines neuen Gerätes.

Es ist von Seiten des Staates noch nicht genau festgelegt, wer für manche Schäden
haftet. Das ist _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

4. Bestimmte Punkte im Strafrecht müssen wohl _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

werden.
Eric Hilgendorf

38
7
~ 3a Sehen Sie die erste Filmsequenz. Welche Probleme werden geschildert?
Machen Sie Notizen und erklären Sie.

(
OrieinJI W;umPr (to1rW. „

b Wer muss bezahlen, wenn Ihr internetfähiger Kühlschrank einfach Essen bestellt?

~ 4a Sehen Sie die zweite Filmsequenz und ergänzen Sie die Sätze.
2
1. Es ist möglich, dass Cyberkriminelle _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

2. Bereits heute kann man _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

b Welche anderen Fehler könnten computer-


gesteuerte Geräte, Fahrzeuge oder Roboter im
Alltag machen? Arbeiten Sie in Gruppen und
skizzieren Sie ähnliche Situationen wie in 3a. c Schreiben Sie in Ihrer Gruppe eine
Zeitungsmeldung zu einer der
Rasenmäher Fahrstuhl Klimaanlage Situationen in 4b.
Alarmanlage Züge Smartphone
In der Nacht von Samstag auf Sonn-
tag geriet in München-Sendling ein
Rasenmäher völlig außer Kontrolle.
Der computergesteuerte Rasenmäher
war darauf eingestellt, den Rasen der
Familie S. zu mähen. Er durchbrach
den Gartenzaun und drang in mehre-
re Nachbargärten ein. Dabei zerstörte
er wertvolle Pflanzen und beschädigte
mehrere Büsche und Zäune. Wer für
den Schaden aufkommt, ist noch nicht
geklärt.

39
Du bist, was du bist
Mensch
Herbert Grönemeyer
A'
Momentan ist richtig,
momentan ist gut.
Nichts ist wirklich wichtig,
nach der Ebbe kommt die Flut.

Am Strand des Lebens,


ohne Grund, ohne Verstand,
ist nichts vergebens,
ich bau die Träume auf den Sand.

Und es ist, es ist ok,


alles auf dem Weg,
und es ist Sonnenzeit
unbeschwert und frei . Das Firmament hat geöffnet,
Und der Mensch heißt Mensch, wolkenlos und ozeanblau .
weil er vergisst, Telefon, Gas, Elektrik
weil er verdrängt, unbezahlt, und das geht auch.
und weil er schwärmt und stählt*, Teil mit mir Deinen Frieden,
weil er wärmt, wenn er erzählt, wenn auch nur geborgt.
und weil er lacht, Ich will nicht Deine Liebe,
weil er lebt, ich will nur Dein Wort.
Du fehlst ...
Und es ist, es ist ok,
alles auf dem Weg,
• hier: jmd. ermuntern, jmd. Mut machen und es ist Sonnenzeit
ungetrübt und leicht.
Sie lernen Und der Mensch heißt Mensch,
Modul 1 1 Ergebnisse von Experimenten zum Alltagsleben zusammenfassen
weil er irrt und weil er kämpft
Modul 2 I Einen Vortrag zum Thema „Hirnforschung und Geschlechter-
verhalten" mitschreiben und einen Forumsbeitrag verfassen und weil er hofft und liebt,
Modul 3 I Eine Ratgebersendung über Hochbegabte verstehen und weil er mitfühlt und vergibt,
Vermutungen äußern
und weil er lacht,
Modul 4 I Die eigene Meinung zu einem Artikel über aktuelle Erziehungs-
fragen äußern
und weil er lebt,
Modul 4 I Eine Umfrage zu Aspekten, die uns glücklich machen, verstehen Du fehlst ...
und eine Diskussion führen
Grammatik
Modul 1 1 Subjektive Modalverben: Behauptungen ausdrücken
Modul 3 I Subjektive Modalverben: Vermutungen ausdrücken

40
..., AB Wortschatz
8
Oh, weil er lacht,
weil er lebt,
Du fehlst ...

Es ist ok,
alles auf dem Weg,
und es ist Sonnenzeit
ungetrübt und leicht. Oh, ist schon ok,
Und der Mensch heißt Mensch, es tut gleichmäßig weh,
weil er vergisst, es ist Sonnenzeit
weil er verdrängt. ohne Plan, ohne Geleit.
Und weil er schwärmt und glaubt,
sich anlehnt und vertraut. Der Mensch heißt Mensch,
Und weil er lacht, weil er erinnert, weil er kämpft,
und weil er lebt, und weil er hofft und liebt,
Du fehlst ... weil er mitfühlt und vergibt.

Weil er lacht,
weil er lebt,
Du fehlst ...

Oh, weil er lacht,


weil er lebt,
Du fehlst „ .

la Sehen Sie die Fotos an. Welche Emotionen werden dargestellt?

b Sammeln Sie weitere Emotionen im Kurs.

o(]l)) 2a Hören Sie das Lied „Mensch" von Herbert Grönemeyer. Beschreiben Sie die Stimmung des Lieds.
3.2

b Hören Sie das Lied noch einmal und lesen Sie dabei den Text. Wie werden Emotionen durch
die Musik und im Text ausgedrückt?

3 Herbert Grönemeyer beschreibt im Refrain, was für ihn typisch für den Menschen ist. Schreiben
Sie den Satz aus dem Refrain frei zu Ende und vergleichen Sie im Kurs.
Und der Mensch heißt Mensch, weil .. .

41
Wussten Sie schon ••••
7

1a Vermuten Sie: Welche vier Aussagen sind richtig? Warum?

1. Das Wetter
beeinflusst unse r
Gedächtnis.

4. Jeder ist
sich selbst

b Lesen Sie die vier Infotexte aus der Alltagsforschung. Welche Aussagen aus 1a werden bestätigt?

A
Wissenschaftler der Universität Oxford sind der Fra- Durch zu großen Fernsehkonsu m soll unsere Gesundheit
ge nachgegangen, welchen Einfluss Material, Größe stark geschädigt werden. Das behauptet zumindest der aus-
und Farbe von Geschirr und Besteck auf unser Essverhal- tralische Wissenschaftler David Dunstan vom Baker Herz- und
ten haben können. Dazu führten sie Experimente mit dut- Diabetes-Institut in Melbourne. In einer Studie untersuchte er
zenden Teilnehmern durch, die von farbl ich unterschied- mit seinem Team über mehrere Jahre hinweg den Lebensstil
lichem Geschirr aßen. Die Ergebnisse sind verblüffend: von 8.800 Australiern. Von den 284 Teilnehmern, die in dieser
Die Probanden mit rotem Teller sollen weniger gegessen Zeit starben, litten 87 an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Zwi-
haben als Probanden mit anderen Farben. Wer abneh- schen dem Fernsehkonsum und einer solchen Erkrankung zeigte
men will, sollte demnach von roten Tellern essen. Denn sich ein erkennbarer Zusammenhang: Wer täglich mehr als vier
Essen sei eine Erfahrung, die viele Sinne anspreche, so Stunden fernsehe, habe ein 80 Prozent höheres Risiko, an einer
die Wissenschaftler. Schon bevor wir Essen in unseren derartigen Krankheit zu sterben, als jemand, der täglich weniger
Mund nehmen, hat sich unser Gehirn eine Meinung dazu als zwei Stunden vor der Glotze sitze, meint Dunstan.
gebildet, die unseren Gesamteindruck beeinflusst.

Bei schlechtem Wetter sollen wir uns Dinge besser einprä- Wer jemanden lächeln sieht, lächelt fast automatisch mit.
gen . Um diese Behauptung zu untermauern, führte Joseph Den Grund dafür will Sophie Scott vom University College in
Forgas von der Universität New South Wales in Austral ien London herausgefunden haben: Unser Gehirn spiegelt posi-
ein Experiment durch. 73 Kunden eines Zeitungsgeschäf- tive Emotionen besonders stark wider. Scott führte eine Stu-
tes sollten sich an zehn Dinge erinnern, die auf dem Ver- die durch und spielte darin den Testpersonen verschiedene
kaufstisch gestanden hatten. Das Ergebnis war eindeutig Laute vor Gelächter, Jubel, aber auch ängstliche Geräusche.
Die Teilnehmer, die an regnerischen Tagen befragt wurden, Währenddessen erfasste sie mithilfe eines Hirnscans, was
konnten sich an dreimal so viele Gegenstände erinnern als sich im Gehirn ihrer Probanden abspielte. Dabei beobachte-
jene, die bei Sonnenschein befragt wurden. Das bestärkt te sie, dass die Emotionen eine unterschiedliche Resonanz
nach Forgas den Verdacht, dass das Wetter unser Ge- erzeugen. Besonders starke Reaktionen sollen bei positiven
dächtnis wirklich beeinflusst. Gefühlen gezeigt worden sein. Das legt den Schluss nahe,
dass positive Emotionen generell anstecken.
~ Ül

c Wählen Sie einen Text und beschreiben Sie die Studie oder das Experiment mit eigenen Worten:
~ ü2 Wer? Was? Wie? Welches Ergebnis?

42
8
Modul 1
2a Behauptungen ausdrücken. Welche Bedeutung haben die Sätze A und B?

A Bei schlechtem Wetter prägen B Bei schlechtem Wetter sollen


wir uns Dinge besser ein. wir L!ns Dinge besser einprägen.

__ 1. eine Behauptung, die man nicht überprüfen kann oder vielleicht bezweifelt
__ 2. eine Aussage, die man als Tatsache darstellt

b Ergänzen Sie: jemand von sich selbst sagt- sie gelesen oder gehört hat.

Umschreibung ohne Behauptung mit Modalverb Eine Person gibt wieder,


Modalverb was„.

In der Studie stand, dass die Pro- Die Probanden mit rotem Teller
banden mit rotem Teller weniger sollen weniger gegessen haben.
gegessen haben .

Die Probanden mit rotem Teller Die Probanden mit rotem Teller
gaben an, dass sie weniger wollen weniger gegessen
gegessen haben. haben.

c Unterstreichen Sie die Verben in den Sätzen und ergänzen Sie die Regel mit Vergangenheit,
subjektiven und objektiven.
Aktiv: objektiv: Der Kranke hat Suppe essen sollen.
subjektiv: Von roten Tellern sollen die Probanden weniger gegessen haben.
Passiv: objektiv: Die Suppe hat gegessen werden sollen.
subjektiv: Von roten Tellern soll weniger gegessen worden sein.

Subjektive und objektive Modalverben in der Vergangenheit

In der _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ unterscheiden sich die Formen von subjektiven und objektiven

Modalverben. In der _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Form wird das Hilfsverb haben konjugiert, in der


_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Form wird das Modalverb sollen oder wollen konjugiert.

objektiv subjektiv

Aktiv haben+ Infin itiv+ Infinitiv Modalverb sollen/ wollen+ Partizip II+ haben/sein

Passiv haben+ Partizip II+ werden+ Infinitiv sollen/ wollen+ Partizip II+ worden sein
Modalverb

Im Präsens Aktiv und Passiv unterscheiden sich die Formen nicht. Der Kontext entscheidet, welche Form
gemeint ist: Der Kranke soll Suppe essen./ Von roten Tellern soll man weniger essen.
.... ü 3-6
3 Was schreibt die Zeitung über den Wissenschaftler? Schreiben Sie Behauptungen mit soffen/wollen .

1. Ich habe schon mehrere Preise gewonnen. 3. Ich bekomme viele Forschungsaufträge.
2. Seine letzte Studie ist ein großer Erfolg gewesen. 4 . Er hat schon zwei Dissertationen geschrieben .

1. Er will schon mehrere Preise gewonnen haben.

~ 4 Recherchieren Sie nach interessanten Erkenntnissen aus der Wissenschaft. Formulieren Sie
Behauptungen mit wollen und soffen und stellen Sie Ihre Ergebnisse im Kurs vor.

43
Von Anfang an anders?
1a Typisch Junge, typisch Mädchen? Wie finden Sie die Aussagen? Sprechen Sie zu zweit.

Jungen werden auch heute noch anders


erzogen als Mädchen.

Mädchen sind einfach sozialer


veranlagt als Jungen.

Jungen interessieren sich für ganz


andere Spiele als Mädchen .

..,. ü 1 b Vergleichen Sie Ihre Meinungen im Kurs. Wo gibt es die größte Übereinstimmung?

•()l)) 2a Sie hören jetzt einen Vortrag zum Thema „Entwicklung der Geschlechter - Neues aus der
3.3 Hirnforschung". Ein Freund hat Sie gebeten, sich Notizen zu machen, weil er den Vortrag nicht
hören kann. Sie hören den Vortrag nur einmal. Machen Sie beim Hören Notizen zu den
Stichworten.
a Rolle des Y-Chromosoms

b geschlechtsspezifische Verhaltensunterschiede
Spiel: Jungen in größeren Gruppen. Mädchen in kleinen

c geschlechtsspezifische Vorteile
Mädchen:

können sich besser konzentrieren

Jungen:

44
8
Modul 2
d rechte und linke Gehirnhälfte - Nutzung
- Mädchen:

- Jungen:

e Konsequenzen für die Zukunft

b Vergleichen Sie Ihre Notizen zu zweit. Besprechen Sie Ihre Lösungen dann im Kurs.

c Welche drei Informationen finden Sie wichtig, neu oder überraschend? Einigen Sie sich in
Gruppen. Stellen Sie dann Ihre Ergebnisse im Kurs vor und begründen Sie. ~ Ü2

3a Lesen Sie die Forumsbeiträge zum Vortrag. Welchen Aussagen stimmen Sie zu, welchen nicht?
Warum?

0 0
Soffi2399 6.R 1 Ur
Ich finde es schon interessant, dass Chromosomen so eine entscheidende
Rolle bei unserer Entwicklung spielen. Viel wichtiger fand ich aber, dass
Männer und Frauen ihr Gehirn so unterschiedlich einsetzen. Das würde doch
dafür sprechen, dass bei der Lösung unterschiedlicher Probleme immer
Männer und Frauen zusammenarbeiten sollten. Aber davon sind wir in
manchen Berufen noch weit entfernt.

verstehste 1 hr
Das war ja unerträglich! Wieder einmal eine Forschung, die uns weismachen
will, dass die alten Rollenbilder richtig sind. Ich dachte, wir wären in der
Diskussion weiter als über Frauen, die schlecht einparken, und Männer, die
nur so schlichte Interessen wie Fußball teilen, zu sprechen. Ich finde, heute
können alle alles machen.

SuperWauzi 2 17 Uhr
Zuerst war ich ja skeptisch, weil sich das alles so nach Klischees anhörte.
Aber eigentlich geht es ja nur um Feststellungen. Jeder hat bestimmte
Neigungen oder Tendenzen oder eben nicht - ganz ohne Bewertung in gut/
schlecht, schwarz/weiß usw. Die Gesellschaft sollte viel mehr darüber
nachdenken, ob sie Kinder ihre Vorlieben auch entdecken lässt und diese
dann fördert. Dazu müssen wir unsere Vorurteile ablegen.
zahlenpapst 0 l,h
Ich bin Grundschullehrer (typisch weiblich) und ich unterrichte am liebsten
Mathe (männlich). Meine Freunde sagen, ich sei eine Labertasche (weiblich),
wenn ich mich mit ihnen zum Fußball treffe (männlich). Ich bin eine Niete
beim Einparken (weiblich), finde in einer neuen Umgebung aber schnell den
Weg zum Ziel (männlich). Veranlagungen haben wir, stimmt! Aber an den
Kindern in der Schule sehe ich, wie unterschiedlich sie Aufgaben lösen. Mal
schneller, mal langsamer, aber zusammen schaffen sie es. Und der Erfolg
fördert spätere Vorlieben, das ist meine Erfahrung.

Ich finde, Zahlenpapst hat nicht ganz unrecht, wenn er auf ... hinweist. ~ Ü3

b Schreiben Sie einen eigenen Beitrag. Vergleichen Sie dann im Kurs.

45
Voll auf Zack!
1 Denken Sie an Ihre Schulzeit: Woran erinnern Sie sich
gern, woran nicht so gern?

Ich erinnere mich noch gut an meine Freunde.


Wir haben uns ständig getroffen. Das war eine tolle Zeit!
Ich denke sofort an Mathe. Das war wirklich
schwierig für mich ...

o()l)) 2a Hören Sie den ersten Teil der Radiosendung


34 „Elternsprechstunde". Machen Sie Notizen zu Jonas.

b Was vermuten Sie: Welche Ursachen haben Jonas' Probleme? Benutzen Sie die Redemittel.
.
VERMUTUNGEN AUSDRÜCKEN ~)
Etwas ist sicher. Ich bin sicher, dass ...

Ich bin überzeugt, dass ...


Alles deutet darauf hin, dass ...
Alle Anzeichen sprechen dafür, dass .. .
Bestimmt/Sicher/Gewiss/ Zweifellos .. .

Etwas ist sehr wahrscheinlich. Aller Wahrscheinlichkeit nach ...


Wahrscheinlich/Vermutlich ...
Ich vermute, dass .. .
Ich nehme an, dass .. .
Ich bin ziemlich sicher, dass ...
Es sieht so aus, als ob .. .

Etwas ist möglich. Es ist möglich/denkbar / nicht ausgeschlossen, dass ...


Vielleicht/Möglicherweise/ Eventuell/Angeblich ...
Es besteht die Möglichkeit, dass .. .
. . . lässt darauf schließen, dass .. .
. . . lässt vermuten, dass .. .
III> ü 1

e(]l)) c Hören Sie den zweiten Teil der Radiosendung. Haben sich Ihre Vermutungen über Jonas bestätigt?
3.5 Welche Argumente führt Frau Professor Hoffmann für Ihre Diagnose an? Kreuzen Sie an.
D 1. lernt früh andere Sprachen D 3. liest von allein D 5. lernt von allein sch reiben
D 2. ist gut im Problemlösen D 4. hohe schulische Motivation D 6. kann sich gut ausdrücken

•(]J)) d Hören Sie den dritten Teil der Radiosendung und beantworten
SPRACHE IM ALLTAG ))
3.6 Sie die Fragen.
Wenn jemand klug ist
1. Wann kann man sagen, dass jemand hochbegabt ist?
ein helles Köpfchen sein
2. Warum ist es für Eltern schwierig, eine Hochbegabung zu erkennen?
nicht auf den Kopf gefallen sein
3. Was können Anzeichen für eine Hochbegabung sein?
etwas auf dem Kasten haben
III> ü 2 4. Was sollte man tun, wenn man sein Kind für hochbegabt hält?
etwas in der Birne haben
helle sein

46
8
Modul 3
e Ordnen Sie die Verben zu.

1. __ kreative Lösungsansätze a hervortun


2. __ sich an eine Beratungsstelle b entsprechen
3. etw. lässt auf etw. c schließen
4. einem Klischee d wenden

5. sich auf seltenen Gebieten e finden

3 In der Radiosendung werden Vermutungen über Jonas mit Modalverben ausgedrückt. Sehen Sie
sich die Sätze aus dem Interview an und formulieren Sie sie mithilfe der Redemittel aus 2b um.

Grad der Sicherheit Modalverb Umschreibung ohne


Modalverb

müssen: Zweifellos ist die Diagnose des


hoch Die Diagnose des Psychologen muss Psychologen falsch.
falsch sein.
Etwas ist sicher.
nicht können:
Er kann nicht zu den besonders
Begabten gehören.

dürfen (nur Konjunktiv II):


Jonas dürfte zu den hochbegabten
Etwas ist sehr Kindern gehören.
wahrscheinlich.
können:
Jonas kann hochbegabt sein.
niedrig
können (nur Konjunktiv II):
Etwas ist möglich. Die Eltern könnten durchaus recht
haben.
~ ü 3-4
4 Sehen Sie sich die Situationen an. Formulieren Sie zu zweit mit Modalverben Vermutungen.

1 2

3 4

1. Die Schüler könnten gerade Hitzefrei bekommen haben.

47
Kindertage ... schönste Jahre!?
1a Lesen Sie den
Anfang einer Der Kaspar, der war kerngesund,
Geschichte aus ein dicker Bub und kugelrund.
dem Buch „Der Er hatte Backen rot und frisch;
Struwwelpeter" die Suppe aß er hübsch bei Tisch.
von Heinrich Doch einmal fing er an z u schrei'n :
Hoffmann aus „leb esse keine Suppe! Nein!
dem Jahr 1845. Ich esse meine Suppe nicht!
Wie geht die Nein, meine Suppe ess' ich nicht'"
Geschichte weiter?
Vergleichen Sie
Ihre Ideen mit der
Fortsetzung auf
Seite 173.

~ ü 1-2 b Kennen Sie ähnliche Geschichten? Würden Sie Kindern heute solche Geschichten vorlesen?

2a Klären Sie zu zweit die folgenden Begriffe zum Thema „Erziehung".

der Pädagoge Ratschläge parat haben sich in der Gesellschaft behaupten der Förderunterricht

sich entfalten eine Norm erfüllen


Leistungsdruck haben Kontrolle ausüben
. Gang zurückschalten
ein hohes Maß an Konzentration aufbringen etw. vorleben einen Zeit verbummeln

lol
u-- b Lesen Sie zuerst die Aussagen und dann den Artikel. In welchen Abschnitten finden Sie die Aussagen?
TELC
--+ www 1. Familien sollen den Kindern eine positive Perspektive vermitteln. z. ____
2. Eltern sollen Vorbilder sein und zeigen, wie man sich an Leistung und Freizeit freuen kann. Z. _ _ __

3. Kinder sind die ganze Woche beschäftigt und vielleicht doch nicht gut genug auf ihre
Zukunft vorbereitet. Z. _ _ __

4. Kinder müssen heute widersprüchliche Kompetenzen entwickeln. Z. _ _ __

5. In der Erziehung kann man auch viel Positives bei den Eltern beobachten. Z. _ _ __
6. Kinder stehen heute unter anderem Druck als Kinder früher. Z. _ __ _

7. Heute müssen nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern mehr leisten. Z. _ _ __

Von Gummibärchen und Salat


Über die Erziehung der eigenen Kinder nachzu- ja ma l eine Burg bauen ", schlage ich ungefragt vor,
denken, bewegt Eltern bereits seit Anfang des wenn die Geschwister scheinbar ohne Orientierung
letzten Jahrhunderts. Methoden und Regeln wer- am Strand Sa nd schippen. Aber brauchen Kinder stets
den von Pädagogen und Psychologen entwickelt, 15 den Hinw eis, die Aufforderung, das Ziel vor Au gen?
5 von Eltern und Lehrern diskutiert und ausprobiert, Viele Eltern stöhnen da rü ber, dass ihre Kinder ge-
von Kindern angenommen oder abgelehnt. stresst sind. Sie müssen sehr viel in der Schule leis-
Kinder stehen unter Beobachtung. Kaum jemand, der ten, haben Jede Menge Termine in der Woche und
nicht einen guten Ratschlag parat hätte, wenn wir ihr trotzdem scheint alles noch nicht ausreichend zu sein,
Spiel beobachten . „ Mach dir doch Licht an", empfehle 20 um sich später auf dem Arbeitsmarkt und in unserer
10 ich der Kleinen, wenn sie mit ganzer Hingabe im Halb- von Konkurrenz geprägten Gesellschaft behaupten zu
dunklen ihr Bild auf dem Fußboden malt. „ Ihr könnt können.

48
[ Fertigkeitstraining r a(Jl))
8
Modul4
Kinder besprechen heute bereits in der Grundschule mit Eltern selbst an: „Wir können den Druck aus der Gesell-
ihren Lehrern die Ziele, die erreicht werden sollen. Siebe- 65 schaft nicht von den Kindern fernha lten, und wenn wir
25 kommen Förderunterricht, lernen zusätzliche Fremdspra- sagen: ,Jetzt entspann dich doch mal !', dann machen
chen, nehmen am Musikunterricht, am Reiten, an Karate die Kinder dreimal so viel. Wir müssen es den Kindern
oder an Kunstkursen teil. Aber ist das denn so anders als stattdessen vorleben, indem wir unsere eigenen Leis-
in unserer Kindheit? Auch wir hatten Schule, Hobbys und tungserwartungen überprüfen, also wie viel wir arbei-
manchmal auch Nachhilfe in 70 ten, wie sehr wir stöhnen.
30 Mathe oder Englisch. Könn- Es ist wie beim Essen: Es
ten wir nicht sagen, dass muss Gummibärchen und
auch wir Leistungsdruck hat- Salat geben. Und auch im
ten und trotzdem klargekom- Leistu ngsbereich müssen
men sind? Leider nein. 75 die Kinder von uns lernen,
35 Friederike Otto, Leiterin des dass es beides gibt - Spaß
Forschungsverbandes Fami- am Lernen, Freude an der
liengesundheit der Medizi- Leistung, aber auch am
nischen Hochschule Hanno- Nichtstun, am Fa ulenzen,
ver, hat sogar festgestellt, ·· so am Singen und Spielen."
40 dass das Gegenteil der Fall Die Pädagogin Friederike
ist, da „ Eltern heute viel stär- Otto empfiehlt dazu den
keren Zugriff auf alle Bereiche des Lebens der Kinder ha- „Blick über den Tel lerrand": „Sich bewusst machen,
ben, sie üben viel stärkere Kontrolle aus." dass die meisten Berufsbiografien längst nicht so gerade
Kinder und Eltern sind sich heute also näher als frühe r. 85 und ohne Brüche sind, wie immer getan wird. Die wich -
45 Und sie sehen sich auch ähnlichen Anforderungen aus- tigste Botschaft, die man einem Kind mitgeben kann. ist
gesetzt Michael Schulte-Markwort von der Kinder- und ,Man muss auch mal einen Gang zurückschalten.' und
Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg- ,Das wird schon.' Also einen Zukunftsoptimismus, dass
Eppendorf sieht das Grundproblem in der „durchdringen- wir als Famil ie zusammenhalten."
den Ökonomisierung der Gesellschaft". Das bedeutet, 90 Das stimmt auch meine Zukunft optimistischer: Ich
50 dass Eltern und Kinder heute deutlich mehr an Leistung versuche jetzt weniger, immer die Kontrolle über Haus-
zeigen müssen als noch vor wenigen Jahrzehnten. aufgaben. Trainings- und Übungszeiten aufrechtzuerhal-
Und so macht sich etwas wie Mitleid breit, wenn wir auf ten, sondern zeige den Kindern auch mal, wie man ein
unsere Kinder schauen. Einerseits sollen sie sich ganz in Wochenende verbummelt. Ich nehme mir einfach einen
ihrer Individualität entfalten, sollen aber auch die Norm 95 Nachmittag frei und frage, ob eins der Kinder mitkommt
55 erfüllen. Sie sollen entspannen, aber auch Aufgaben auf einen Spaziergang, dessen Ziel wir noch nicht ken-
ordentlich erledigen und sich mal durchbeißen, wenn nen. Und ich halte einfach mal den Mund, wenn die
es keinen Spaß macht Wir wissen, dass sie sich mehr Kinder ganz versunken im Sand wühlen. ganz bei sich
bewegen müssen, gleichzeitig sollen sie aber konzent- sind. Ich mische mich einfach mal nicht ein, bin ganz
riert an ihren Hausaufgaben sitzen. Wir fühlen so sehr 100 unwichtig und blättere in einer Zeitschrift Denn eines
60 mit ihnen, denn uns geht es genauso Wir wären gerne sollten wir nicht vergessen: Neben allen Zweifeln und
glücklicher und auch entspannter. Unsicherheiten in der Erziehung gibt es in unserem ganz
Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma? Ein Vor- normalen Familienalltag auch vieles, was wir Eltern rich -
schlag des Kinderpsychiaters setzt vor allem bei den tig machen. Wie beruhigend.

c Was bedeuten die Phrasen und Wendungen aus dem Artikel? Sprechen Sie zu zweit und ordnen
Sie zu.
1. etw. macht sich breit (Z. 52) A etw. wird gut werden
2. sich durch etw. durchbeißen (Z. 56) B ruhig sein, nichts sagen
3. über den Tellerrand blicken (Z. 83) C etw. wird stärker, etw. nimmt zu
4. das wird schon (Z. 88) D sich für Neues öffnen
5. den Mund halten (Z. 97) E eine Sache bis zum Ende durchhalten

d Welchen Aussagen aus 2b können Sie zustimmen? Welchen nicht? Begründen Sie und ergänzen
Sie eigene Erfahrungen. ~ ü3

49
Kindertage ... schönste Jahre!?
3a Wie werden aus Kindern glückliche Erwachsene? Notieren Sie
drei Stichworte.

•()l)) b Hören Sie eine Straßenumfrage zum Thema „Was macht uns zu
3.7 glücklichen Erwachsenen?". Welche Kriterien oder Ansichten
vertreten die Personen? Notieren Sie Stichworte.

c Vergleichen Sie mit Ihren Stichworten aus 3a . Welche wurden auch in der Umfrage genannt?

4a Was hat Sie in Ihrer Kindheit positiv beeinflusst oder nachhaltig beeindruckt? Welche Personen
haben dabei eine Rolle gespielt? Schreiben Sie einen kurzen Text.

Selbstbewusstsein stärken Talente fördern Neugierde wecken zuhören


Unterstützung geben gemeinsam Probleme lösen zusammenhalten Erfolge feiern
loben gegen andere verteidigen /schützen Liebe geben Fehler akzeptieren

b Hängen Sie Ihre Texte im Kurs auf. Lesen Sie mindestens vier Texte und sprechen Sie im Kurs über
Ansichten und Erfahrungen, die Sie besonders auffällig/beeindruckend/interessant/.. . fanden.

50
[ Fertigkeitstraining r o()l))
8
Modul4
Sa Diskussion: Glück und Erfolg im Leben. Welche Rolle spielt die Erziehung dabei?
Wählen Sie zuerst einen Moderator/ eine Moderatorin und bilden Sie zwei Gruppen. Jede Gruppe
bekommt eine Rollenkarte und sammelt Aussagen und Argumente für ihre Rolle.

A Sie vertreten die Position, dass eine gerechte Er- B Sie sind der Meinung, dass Kinder großen spie-
ziehung mit klaren Regeln die Kinder am besten lerischen und kreativen Freiraum bekommen
auf das Leben vorbereitet. Kinder sollten wis- sollten, damit sie selbst herausfinden, was sie
sen, was sie dürfen, aber auch, wo ihre Grenzen mögen und können . Darum betrachten Sie
sind. So werden sie später ohne größere Proble- Regeln als etwas, das man gemeinsam disku-
me alle Situationen meistern und einschätzen tiert und festlegt. So sind die Kinder an der 1,

können, was von ihnen erwartet wird. Gestaltung ihrer Zukunft aktiv
......,,._ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _beteiligt. ~ Ü4

b Sammeln Sie Redemittel, die Sie für die Diskussion nutzen können. .
ZUSTIMMEN/ABLEHNEN DAS WORT ERGREIFEN ZWEIFELN ~)
Entschuldigung, dass ich
unterbreche, aber ...
Wenn ich da kurz einhaken/
unterbrechen darf, .. .
Eine kurze Bemerkung zum
Stichwort ...
Nur kurz zu ...

c Führen Sie nun die Diskussion. Der Moderator/ Die


Moderatorin darf Fragen stellen, zusammenfassen und
zu Äußerungen auffordern. ~ ü5

lP 6 Die Aufgabe ist, für Ihren Partner/ Ihre Partnerin einen


TELC kurzen Vortrag zu halten. Wählen Sie Karte A oder Bund
entscheiden Sie sich für ein Thema. Dazu haben Sie eine
kurze Bedenkzeit. Sie sollen etwa drei Minuten
sprechen. Danach fasst Ihr Partner/ Ihre Partnerin Ihren
Vortrag zusammen und stellt Ihnen Fragen.

~
1
~ Vorträge üben
Nutzen Sie jede Gelegenheit, um kurze Vorträge zu üben. Wählen Sie regelmäßig ein Thema oder einen Text aus (z. B. aus dem
e= Lehrbuch, aus der Zeitung . .. ) und halten Sie dazu einen kurzen Vortrag . Stoppen Sie die Zeit, um ein Gefühl dafür zu bekommen,
"' wie lange Ihr Vortrag etwa dauern darf.

A ·6unya!ZJ3 uap:!Jaqn Jau!a


Beschreiben Sie die Vor- und Nachteile einer <ll>F~dsv <ll\!le6au pun <ll\!l!SOd <l!S uaq1aJ4Jsa9 •
strengen Erziehung. ·pue1 waJYI LI! 6unya!ZJ3
• Erzählen Sie von einem Schulerlebnis, das typisch Jap !aq uJai13 Jap a11ot1 a!p Jaqo a!s uaiyJpas •
für den pädagogischen Stil an Ihrer Schule war. 9

51
l Porträt
Remo Largo (*24 November 1943)

Kinderforscher

„Bildungspolitiker sollten net rasant und die Hierarchie kehrt sich um: Junge Leute
sind auf einem wichtigen Feld plötzlich kompetenter. Das
entmachtet werden"
hat es noch nie gegeben und verängstigt die Lehrer.
Seine Erziehungsbücher machten den Kinderarzt Remo
Largo bei Eltern zum Star, nun fordert er eine pädagogi- Manche Experten fordern eine autoritäre Erziehung.
sche Revolution an den Schulen. Im Interview spricht er Muss Disziplin wieder in den Mittelpunkt der Pädagogik?
über Autorität und Vertrauen, die fatale Kluft zwischen Einerseits sollten Lehrer mit Schülern nicht auf Augenhö-
Kindern und Lehrern. he sein - das Kind spürt ja, dass der Erwachsene anders
Kaum ein anderer Erziehungs- ist. Andererseits können Sie Kinder zu nichts zwingen. In
experte ist bei Eltern so be- Schulen mangelt es also nicht an Disziplin, sondern an einer
kannt und beliebt wie Remo persön lichen Beziehung zwischen Lehrern und Schülern.
Largo. Seine Bücher haben Zwölf- bis 16-Jährige beklagen in Umfragen sehr oft. dass
eine Gesamtauflage von deut- der Lehrer nur das Fachliche vermittle und nicht als Persön-
lich mehr als einer Million Ex- lichkeit erkennbar sei.
emplaren - allein der Klassiker Wie soll sich das ändern?
„Babyjahre" wurde mehr als Mehr Unterrichtsstunden als bisher müssen allein dem Aus-
600.000 Mal verkauft. Largo tausch in der Klasse gewidmet werden . Lehrer müssen die
rät Eltern zu mehr Gelassen- Chance auf ein engeres Verhältnis zu Schülern bekommen.
heit, denn Kinder seien heute
oft „ü berfordert ". „ Eltern ha- Sie fordern ernsthaft noch mehr Unterrichtsstunden?
ben den Anspruch , dass ihr Nein. Im Gegenzug müsste der Fachunterricht reduziert
Kind nicht durchschnittlich werden, die Lehrpläne gehören entschlackt. Man muss den
ist'', sagt Largo, „dadurch ent- Stoff endlich mal ausmisten, nur das lehren, wofür es stich-
steht die furchtbare Hysterie: haltige Gründe gibt.
Wie fördert man Kinder am
Dann macht jede Schule, was sie will - und es gibt keine
besten? "
vergleichbaren Abschlüsse mehr.
SPIEGEL ONLINE: Herr Largo, Kollektive Lehrpläne sind doch ein Witz! Sehen Sie sich die
wenn Eltern heute mehr denn Pisa-Ergebnisse an 15 bis 20 Prozent der 15-Jährigen sind
je eine optimale Förderung für ihre Kinder wollen - war- auf dem Lernniveau von Zeh n- oder Elfjährigen . Man muss
um steht es dann um deren Bildung angeblich schlechter individualisieren, und dass das gelingen kann, ist keine pä-
denn je? dagogische Utopie. Man hat in altersgemischten Klassen
Remo Largo: Seit 150 Jahren wird Bildung im Sinne des Bil- gesehen, dass die Kinder bis zu 40 Prozent des Stoffs von-
dungsbürgertums verstanden : Alles dreht sich um Fachwis- einander lernen - nicht vom Lehrer. Zu der falschen Gleich-
sen . Das ist ein Auslaufmodell, aber die Widerstandskraft macherei gehören übrigens auch die Noten .
bildu ngsbürgerlicher Eltern ist groß . Sie wollen, dass ihre
.„, die Sie auch abschaffen würden?
Kinder weiter erfolgreich sind. Dabei muss sich die Arbeit
Das Notensystem zwingt Kinder und Jugendliche, Stoff aus-
der Lehrer grundlegend wandeln.
wendig zu lernen. Das sitzt so tief, dass wir inzwischen glau-
Wieso? ben, Kinder würden gar nichts mehr lernen, wenn wir Noten
Die Position der Lehrer gegenüber Schülern hat sich geän - abschaffen würden. Aber so ist es nicht. Kinder lernen in den
dert. Früher wuchs die Autorität eines Menschen im laufe ersten fünf Lebensjahren unglaublich viel - aus sich selbst he-
seines Lebens ganz natürlich, weil er Erfahrungen sammel- raus, ohne von Noten motiviert zu sein. Das würden sie auch
te. Heute wandelt sich die Welt durch Computer und Inter- danach, wenn man sie kindgerecht lernen lassen würde.

www !J Mehr Informationen zu Remo Largo.

Sammeln Sie Informationen über Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland, die für das Thema
„Psychologie" interessant sind, und stellen Sie sie im Kurs vor. Sie können dazu die Vorlage „Porträt"
im Anhang verwenden.
Beispiele aus dem deutschsprachigen Bereich: Heinz Klippert - Emmi Pikier - Alice Miller - Richard David
Precht - Julia Onken - Verena Kast

52
Grammatik-Rückschau . . . . - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
8
1 Subjektive Bedeutung von Modalverben: Behauptungen ausdrücken
Mit den Modalverben wollen und sollen wird eine Behauptung ausgedrückt, die man nicht überprüfen kann
oder vielleicht bezweifelt.
Bedeutung Behauptung mit Modalverb Umschreibung ohne Modalverb
Eine Person gibt sollen: In der Zeitung / Im Artikel steht/stand, dass ...
wieder, was sie gelesen Die Probanden mit rotem Teller Man sagt/ berichtet/ behauptet, dass .. .
oder gehört hat. sollen weniger gegessen haben.
In der Studie stand, dass die Probanden mit
rotem Teller weniger gegessen haben.
Eine Person gibt wollen: Er/Sie erzählt/ behauptet / gibt vor, dass .. .
wieder, was jemand Die Probanden mit rotem Teller Er/Sie sagt von sich selbst, dass ...
von sich selbst sagt. wollen weniger gegessen haben.
Die Probanden mit rotem Teller gaben an,
dass sie weniger gegessen haben.

Bildung
Im Präsens Aktiv und Passiv unterscheiden sich die objektive und die subjektive Form nicht. Der Kontext
entscheidet, welche Form gemeint ist. In der Vergangenheit wird in der objektiven Form das Hilfsverb
haben konjugiert, in der subjektiven Form das Modalverb sollen oder wollen.

objektiv subjektiv
Aktiv Gegenwart wollen/sollen+ Infinitiv
Vergangenheit haben+ Infinitiv+ Infinitiv sollen/ wollen+ Partizip II+
Modalverb* haben/sein
Passiv Gegenwart wollen/sollen+ Partizip II+ werden
Vergangenheit haben+ Partizip II+ werden+ sollen/ wollen+ Partizip II+
Infinitiv Modalverb worden sein
* Meistens wird das Präteritum verwendet: Er sollte weniger essen.

2 Subjektive Bedeutung von Modalverben: Vermutungen ausdrücken

Grad der Sicherheit Modalverb+ Infinitiv* Umschreibung ohne Modalverb


müssen: Ich bin sicher, dass .. .
hoch Die Diagnose des Psychologen muss Ich bin überzeugt, dass ...
falsch sein. Alles deutet darauf hin, dass ...
Etwas ist sicher.
nicht können: Alle Anzeichen sprechen dafür, dass .. .
Er kann nicht zu den besonders Bestimmt/ Sicher/ Gewiss/ Zweifellos .. .
Begabten gehören.
dürfen (nur Konjunktiv II): Aller Wahrscheinlichkeit nach ...
Jonas dürfte zu den hochbegabten Wahrscheinlich/Vermutlich ...
Etwas ist sehr
Kindern gehören. Ich vermute / nehme an, dass .. .
wahrscheinlich.
können: Ich bin ziemlich sicher, dass ...
Jonas kann hochbegabt sein. Es sieht so aus, als ob ...
können (nur Konjunktiv II): Es ist möglich/denkbar / nicht aus-
niedrig Die Eltern könnten durchaus recht geschlossen, dass ...
haben. Vielleicht/ Möglicherweise/ Eventuell/
Etwas ist möglich. Angeblich ...
Es besteht die Möglichkeit, dass ...
. . . lässt darauf schließen, dass ...
____ ...._ . . . lässt vermuten, dass .. .

* Formen für Gegenwart und Vergangenheit wie in 1

53
l_lntuition - das schlaue Gefühl
1 Wie spontan und intuitiv handeln Sie? In welchen Alltagssituationen
entscheiden Sie eher rational, wann eher intuitiv?

Wenn ich etwas kaufe, dann ...


Bei meinem Studienfach habe ich ...

~ 2a Was ist Intuition? Sehen Sie den Film und notieren Sie alles, was für eine
Definition des Begriffs „Intuition" wichtig ist.

b Formulieren Sie mithilfe Ihrer Notizen eine Definition und vergleichen Sie
im Kurs.

~ 3a Sehen Sie die erste Sequenz und beschreiben Sie das


Experiment „Wiedererkennungsintuition". Gehen Sie
besonders auf die Vorkenntnisse und auf die
Entscheidungsfindung der Testpersonen ein.

b „Intuitive Entscheidungen (z. B. beim Kauf eines Produktes)


müssen nicht immer richtig sein." Begründen Sie diese
Behauptung.

4a Wissenschaftler an der Harvard-Universität haben einige Experimente zu intuitivem und


rationalem Handeln durchgeführt. Führen Sie ein Experiment jetzt selbst durch. Arbeiten Sie
zu viert.

Jedes Mitglied der Gruppe soll einen beliebigen Anteil (in Prozent) seines Lohnes in eine
Gemeinschaftskasse einzahlen. Die eingezahlten Beträge werden verdoppelt und der Gesamtbetrag
wird dann unter allen vier Gruppenmitgliedern zu gleichen Teilen aufgeteilt. Das heißt, auch wer gar
nichts abgibt, bekommt den gleichen Anteil wie die anderen Gruppenmitglieder.
Jeder trifft seine Entscheidung allein und notiert die Prozentzahl und die Zeit, die er für die
Entscheidung gebraucht hat.

54
sehen 1 nachdenken 1diskutieren 1 spielen 1 •••
8
b Vergleichen Sie die Ergebnisse im Kurs. Wer gibt wie viel Prozent seines Lohnes ab?

c Lesen Sie das Ergebnis der Harvard-Wissenschaftler auf Seite 173. Vergleichen Sie es mit Ihren
Ergebnissen im Kurs.

~ Sa Sehen Sie die zweite Sequenz. Notieren Sie, wie Intuition aus medizinischer
2 Sicht erklärt wird. Berichten Sie kurz.

b Der Bauch wird oft als Ort unserer Intuition genannt. Welche Redewendungen
gibt es in Ihrer Sprache?

Mein Bauch sagt mir, dass ...


Beim Einkaufen entscheide ich meist aus dem Bauch heraus.

~ 6a Sehen Sie die dritte Sequenz. Welche Wege gibt es,


um intuitives Verhalten zu begünstigen und zu
trainieren?

b Entscheiden Sie sich für eine Aufgabe und schreiben


Sie einen kurzen Text.

A Beschreiben Sie Situationen, in denen


intuitive Entscheidungen nicht pas-
send bzw. gefährlich sein können.

B Beschreiben Sie ein Erlebnis,


bei dem Sie intuitiv richtig
oder falsch gehandelt haben.

55
Die schöne Welt der Künste

Graffiti in Berlin

Design von lala Berlin

Meissner Porzellan

Sie lernen
Modul 1 1 Ein Fazit aus Texten über Methoden der Kreativität
ziehen
Modul 2 I Filmbeschreibungen zusammenfassen und über eine
Grafik zum Filmkonsum schreiben
Modul 3 I Einen Artikel über das Leben als Künstler kommentieren
und in einer E-Mail Ratschläge geben
Modul 4 I Einen autobiografischen Text verstehen und über
Lesegewohnheiten sprechen
Modul 4 I Ein Interview mit einem Buchkritiker zusammenfassen
Grammatik
Modul 1 1 Nominalisierung und Verbalisierung von Präpositional-
ergänzungen
Modul 3 I Konnektoren (allerdings, mittlerweile, vielmehr .. .)

56
~ AB Wortschatz

MedienHafen, Düsseldorf

Zeichnung von Jakob, 7 Jahre alt

la Sehen Sie die Bilder an. Ist das für Sie Kunst? Begründen Sie.
Stuhl von
Konstantin Grcic
b „Kunst liegt im Auge des Betrachters." Was bedeutet das?

c Welche Bereiche der Kunst interessieren Sie besonders bzw. überhaupt nicht?
Ich finde Architektur sehr spannend, weil ...

~ 2 Recherchieren Sie Informationen zu einem Künstler/ einer Künstlerin, dessen/deren Arbeiten


Ihnen gefallen, und stellen Sie die Person im Kurs vor.

57
Kreativ
1 In welchen Situationen ist unsere Kreativität gefragt? Sammeln Sie.

2a Lesen Sie die Thesen. Welchen stimmen Sie zu, welchen nicht? Begründen Sie.
A In Krisen sind wir besonders kreativ.
B Nur wer viel über ein Thema weiß, kann auf geniale Ideen kommen.
C In der Gruppe sind wir einfallsreicher als allein.
D Ablenkung hilft bei der Problemlösung.

--
b Lesen Sie die Texte über Methoden der Kreativität. Welcher Text bezieht sich

n
auf welche These in 2a?
2 Die besten Ideen
Brainstorming setzt man für die Entwicklung kommen tatsächlich
euer Ideen ein. Dabei sitzt man zusammen mit meh- eher beim Abwaschen oder Einkaufen als am
eren Leuten in der Gruppe und „brainstormt". Diese Schreibtisch. Eine bekannte Situation: Man be-
beliebte Kreativtechnik basiert auf der Anwendung 5 schäftigt sich stundenlang mit der Lösung eines
5 folgender Regeln: Man äußert jeden Einfall, der einem Problems, aber der zündende Einfall lässt auf
durch den Kopf geht, auch wenn er zunächst nicht so sich warten. Wenn man eigentlich schon fast
brillant erscheint. Und man bewertet weder die eige- aufgibt, fällt einem oft ganz unerwartet die
nen Ideen noch die anderer. Lösung ein, während man einkauft oder in der
Aber funktioniert das auch in der Praxis? Menschen ha- 10 Straßenbahn sitzt. Der berühmte Physiker
10 ben oft Probleme damit, ihre nicht ganz ausgereiften Albert Einstein meinte dazu: „Wir können die
Ideen ungehemmt hinauszuposaunen. Manch einer hat Probleme nicht auf der gleichen Ebene lösen,
einfach Angst vor einer Blamage. Denn den meisten auf der wir sie geschaffen haben."
fällt es ziemlich schwer, die zweite Regel einzuhalten, Was macht man also am besten in unkreativen
und die Vorschläge und Ideen werden dann doch sofort 15 Phasen? Kreativitätstrainer raten zur gedankli-
15 kommentiert. Außerdem entsteht Konkurrenzdruck: chen Loslösung vom Problem. Besonders mono-
Hat der oder die andere etwa bessere Ideen als ich? Das tone Tätigkeiten wie Autofahren, Bügeln oder

l bedeutet wiederum Gift für die Kreativität. Spazierengehen helfen beim Finden kreativer
Ideen. Denn dabei wird das Gehirn abgelenkt
20 und kann gleichzeitig nach Lösungen suchen.

3 _ _ Berühmte Dichter wie beispielsweise Doch kann man den Chef wirklich von der positi-
Ingeborg Bachmann schrieben ihre Gedichte ven Wirkung eines Spazierganges überzeugen?
in Phasen, in denen sie sehr verzweifelt wa-
ren. Auch Johann Wolfgang von Goethe hat-
5 te Liebeskummer, als er seinen „Werther" 4 _ _ Nur wer auf die Entwicklung von Werbung
schrieb. Viele Menschen glauben an eine spezialisiert ist, kann auch einen erfolgreichen Werbe-
Steigerung der Kreativität in Lebenskrisen. slogan formulieren . Diese Meinung ist weit verbreitet. Al-
Das wird von Psychologen allerdings nicht so kann nur jemand, der sich in einem Bereich besonders
bestätigt. Studien und Versuche zeigen, dass 5 gut auskennt, verblüffende Ideen entwickeln?
10 wir eher dann ideenreich und kreativ sind, Eine große Menge an Wissen und Erfahrungen führt oft
wenn wir in einer stabilen und psychisch zum Rückgriff auf Altbewährtes. Gedanken und Handlun-
ausgeglichenen Verfassung sind, und nicht gen laufen automatisch ab; der Blick auf Neues ist da-
dann, wenn es uns schlecht geht. So hat Ed- durch versperrt. Das zeigen auch Untersuchungen mit
ward R. Hirt von der Indiana-Universität in 10 Schachspielern. Erfahrene Spieler wählen oft die konven-
15 Bloomington herausgefunden, dass gut ge- tionellste Lösung. Sie können sich nur schwer von jahre-
launte und positive Menschen kreativer sind lang eingeübten Spielzügen lösen und brauchen deshalb
als Miesepeter. Er führte Probanden lustige für den Sieg ein paar Züge mehr als nötig.
und traurige Filme vor, um ihre Stimmung zu Lösen Sie sich also von Ihren Gewohnheiten und betreten
beeinflussen. Im Anschluss testete er ihren 15 Sie neue Wege. Ihr Umfeld wird sich über Ihre Kreativität
20 Ideenreichtum. Das Ergebnis: Gute Laune freuen.
trägt zur Kreativität der Menschen bei.

58
9
Modul 1
c Welche These aus 2a wird in den Texten bestätigt, welche widerlegt?

d Welche Konsequenzen könnte man aus den Texten ziehen? Formulieren Sie in Gruppen zu jedem
Text einen Tipp.
fipp zu Text 1: Jeder/Jede sollte zuerst für sich allein Ideen sammeln und aufschreiben. Anschließend
lesen alle ihre Liste der Gruppe vor. Diese einigt sich auf eine Idee. ..,. ü 1-2

3a Notieren Sie die passende Präposition und den Kasus zu den Verben und Ausdrücken.

1. basieren auf+ D. 5. überzeugen 9. spezialisiert sein


2. helfen 6. glauben 10. sich beschäftigen
3. beitragen 7. raten 11 . führen
4. Angst haben 8. einsetzen 12. sich freuen

b Arbeiten Sie zu zweit. Jede/r sucht in zwei Texten zu den Verben in 3a einen Beispielsatz.

c Lesen Sie die Beispiele und formen Sie die Sätze aus 3b in Verbalform um. Vergleichen Sie dann
mit einem anderen Paar.

Nominalform Verbalform

Brainstorming setzt man für die Entwicklung neuer Brainstorming setzt man dafür ein, neue Ideen
Ideen ein. zu entwickeln.
Ihr Umfeld wird sich über Ihre Kreativität freuen. Ihr Umfeld wird sich darüber freuen, dass Sie
kreativ sind.
.... 03-6

d Ergänzen Sie die Regel mit Hauptsatz, dass-Satz und Infinitivsatz.

Nominalisierung und Verbalisierung von Präpositionalergänzungen

Präpositionalergänzungen können in einen __________ oder _ _ _ _ _ _ _ _ __

umgeformt werden. Bei der Umformung wird die Präposition zu einem Präpositionaladverb im
_ _ _ _ _ _ _ _ _ .Bei vielen Verben kann das Präpositionaladverb weggelassen werden:
Ihr Umfeld wird sich (darüber) freuen, dass Sie kreativ sind.

4 Arbeiten Sie in Gruppen. Formulieren Sie Aufgaben oder Problemsituationen (in der Uni, bei der
Arbeit, mit Freunden ... )oder wählen Sie eine Situation 1-3. Eine andere Gruppe findet möglichst
kreative Lösungen dazu.

1 Sie haben angebo- 3 Ihr bester Freund


ten, einen Artikel für hat morgen Geburts- I
die Uni-Zeitung zu 2 Ihr Bruder tag. Sie haben leider
schreiben. Aber Sie vergessen, ein Ge-
haben keine Idee, schenk zu besorgen. Dummer-
welches Thema Sie Wenn nicht weise sind die Geschäfte jetzt
nehmen sollen. bald mehr Gäste schon geschlossen.
kommen, muss
er es wieder schließen.
.... ü 7-8

59
Kino, Kino
1a Welche Filme aus dem deutschsprachigen Raum oder mit deutschsprachigen Schauspielern
kennen Sie? Erzählen Sie, worum es geht.

b Arbeiten Sie in Gruppen. Welche der folgenden Ausdrücke können Sie erklären?
1. jmd . in einem Heim unterbringen 5. ausreißen
2. über sich hinauswachsen 6. taumeln
3. sich als Herausforderung gestalten 7. etw. verdrängen
4. von der Vergangenheit eingeholt werden
.
EINEN BEGRIFF ERKLÄREN ~J
Unter „ ... " versteht man ... „ ... " verwendet/ sagt man, wenn man ausdrücken
möchte, dass ...
„„ ." bedeutet/ heißt, dass „.
Ich möchte erklären, was es bedeutet, wenn man
Mit „ ... " meint man, dass jemand/etwas ...
„ ... " sagt: .. .

c Fragen Sie andere Gruppen nach Erklärungen der Ausdrücke, die Ihnen fehlen.

<Jl)) 2a Hören Sie das Filmmagazin und notieren Sie A, B EMMA


SCHWEIGER
DIETER
HAWRVORDEN
TIL
SCHwtlGER

3.s oder C: Zu welchem Film passt welche Aussage?

1. Der Film lief kürzlich auf einem Festival.

2. Eine Hauptrolle wird von der Tochter des


Regisseurs gespielt.
3. Es handelt sich um eine Buchverfilmung.

4. Der Film erzählt von der Reise eines


vergesslichen alten Mannes und eines
Mädchens.

5. Die Schauspieler des Theaterstücks


HONIG IM KOPF
haben große Probleme und Sorgen. EIN fllM VON TIL SCHWUGH

2.S . DIZlMIU 2014 IM KINO


6. Die Hauptfigur ist ein älterer Mann >----------~ A
im Ruhestand, der nicht in Ruhe
gelassen wird.
7. Der Film ist vor Kurzem auf DVD
erschienen.
8. Der Film hat einen Preis bekommen.

9. Einer der Charaktere wird von einem


bekannten älteren Komiker verkörpert.
__ 10. Es geht um eine Frau, die sich aus einer B
Lebenskrise retten will.
__ 11 . Im Mittelpunkt steht ein Ex-Kommissar, der
sich angeblich das Leben nehmen wollte.

b Welchen Film finden Sie am interessantesten? Welchen würden (


Sie gerne ansehen? Warum?
Mich spricht . .. am meisten an und ich würde ...

60
~(Jl)) 9
Modul 2
3a Im Folgenden sollen Sie eine Grafik beschreiben, die zeigt, wie und wo Kinofilme in Deutschland
gesehen werden. Ergänzen Sie zuerst die Redemittel.

mich sehr überraschend. auch bei . . . Tatsache, dass . . . klar/deutlich voneinander.


die Situation mit .. . für mich, dass·· · der Umfrage... mafl große Übereinstin 1mungen. sich·· · dar.

.
AUF ÄHNLICHKEITEN VERWEISEN ~)
Vergleicht man ... und ... erkennt man qroße Übereinstimmunqen.

Genauso verhält es sich _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ _ _

Vergleichbar ist _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

UNTERSCHIEDE HERVORHEBEN

Ganz anders stellt - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Anders als in _ _ _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

... und ... unterscheiden sich _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

ÜBERRASCHENDES NENNEN

überraschend ist die - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Völlig neu war/ ist _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ _ _ _ _ _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ __

Die Ergebnisse von /aus ... sind für _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ __ _ __ _ _ _ _ __

b Ihre Aufgabe ist es, sich dazu zu äußern, wie und wo in Deutschland Kinofilme angesehen werden.
GI
Schreiben Sie,
Deutsche Filmfans sind geduldig
Häufigkeit des Film ko nsums auf verschiedenen Kan älen(% der Befragten)
was die wichtigsten lnfor- • Häufig/ Gelegentlich • Selten bis nie
mationen der Grafik sind. 100%

was Sie an diesen


80%
79,8 rt)J [
welche Filme in Ihrem Land Zahlen überrascht.
60%
besonders beliebt sind .
40%
wann und wie Sie Filme
meistens ansehen. 20%

wie sich Ihrer Meinung nach das Sehverhalten 0


Warte, bis Film Gehe ins Kino Kaufe oder Streame per Schaue Fi lm
in den letzten Jahren verändert hat. im Free-TV läuft leihe DVD Vid eo-o n-Demand im Pay-TV
... n=SOl Befragte, 18-69 Jahre Im Dezember 2014
Quellen: Horizont, Unk Institut

Hinweise:
Bei der Beurteilung wird u. a. darauf geachtet,
• ob Sie alle Inhaltspunkte berücksichtigt haben,
• wie korrekt Sie schreiben,
• wie gut Sätze und Abschnitte sprachlich miteinander verknüpft sind.
Schreiben Sie mindestens 200 Wörter. ... Ül

61
Ein Leben für die Kunst
SPRACHE IM ALLTAG ))
1 Welche Eigenschaften und Fähigkeiten braucht man
für ein Leben als Künstler/in? Sammeln Sie. Redewendungen mit Kunst
eine Kunst für sich sein
Man muss leicht Kontakte knüpfen können. etwas nach allen Regeln der Kunst tun
brotlose Kun st sei n
2a Lesen Sie den Artikel und sammeln Sie Informationen
keine Kunst sei n
zu den beiden Themen.

Bedingungen für den


Künstleralltag
künstlerischen Erfolg

Ein Leben für die Kunst


Von der Kunst leben zu können - davon träumen viele und Handwerk nicht zu unterschätzen. Wer über gute
junge Künstler. Die große Karriere winkt am Horizont. 25 Kontakte verfügt, tut sich in der Kunstwelt leichter.
Demgegenüber steht die harte Realität. Und dort war- l angfristig sichert aber nur eines den Erfolg: der unbän-
tet auf die meisten kein einfacher Alltag Doch wer dige künstlerische Drang Anders ist dieses Leben auf
5 wirklich für die Kunst brennt. den schreckt das nicht. Dauer nicht durchzuhalten. Darauf achtet Kirn Moke,
Der Andrang an den Kunstakademien und Schauspiel- künstlerische Direktorin der Hamburger Stage School,
schulen ist nach wie vor ungebrochen hoch. Dort 30 schon bei der Aufnahmeprüfung: „ Dieses Funkeln in
durchläuft man eine Ausbildung, die einem viel abver- den Augen. Auf die Bühne zu wollen, koste es, was es
langt - vorausgesetzt. man meistert die Aufnahme- wolle. Ohne diesen Willen geht es nicht." Das Gleiche
10 prüfung. Generell gilt, wer sich der Kunst verschreibt, gilt für Opernsänger, weiß Norma Sharp, Professorin
hat einen unsicheren Weg gewählt. Die Konkurrenz für Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler
ist groß, die Erwartungen hoch, feste Arbeitszeiten 35 in Berlin. „ Diesen Beruf sollten nur die wählen, die es
selten und finanzielle Unsicherheit ein gängiges Los. unbedingt wollen, denn man muss viele Schwierig-
Inzwischen setzen viele Schulen auf eine möglichst keiten aushalten. Etwa damit umgehen können, zehn
15 breite Ausbildung, um ihren Absolventen bessere Be- oder 15 Mal vorzusingen, ohne genommen zu wer-
rufsmöglichkeiten zu schaffen. So sind beispielsweise den - und trotzdem weiterzumachen." Auch Studen-
die Absolventen der Hamburger Stage School nicht nur 40 ten der Kunstakademie brauchen enormes Durchhalte-
auf der Bühne zu finden, sondern auch beim Film und vermögen und den Glauben an sich selbst. Sonst sollte
Fernsehen, als Moderatoren, Komponisten, Drehbuch- man lieber einen anderen Studiengang wählen.
20 autoren, Regisseure oder Choreografen. Sich nicht entmutigen zu lassen und immer wieder
Eine Ausbildung im Kunstbereich verlangt einem ei- aufs Neue zu versuchen, sich gegen die Konkurrenz
niges ab. Währenddessen sollte man sich bereits ein 45 durchzusetzen, sind die entscheidenden Karrierefakto-
breites Netzwerk aufbauen, denn dies ist neben Talent ren im Kunstbereich.

Fred Könnek, Kunsthochschule Kassel:


Manchmal frage ich mich natürlich, ob das der richtige Weg ist. Mittlerweile haben
meine alten Freunde alle in irgendeiner Art Karriere gemacht. Dagegen dreht sich
50 bei mir immer noch alles primär darum zu überleben. Neulich habe ich ein Bild zu
einem ziemlich guten Preis verkauft. Daraufhin habe ich mir gleich viele neue Ma-
terialien angeschafft. in der Hoffnung auf mehr Verkäufe. Leider hat sich seitdem
nichts getan. Noch kann ich von meiner Kunst nicht leben. Bis dahin brauche ich
noch die finanzielle Unterstützung meiner Eltern. Die sind natürlich darüber nicht
55 sonderlich erfreut und mir wäre es auch lieber, finanziell endlich unabhängig zu
sein. Allerdings will ich ohne dieses Kribbeln, diese Aufregung, wenn ich meine
Ideen entwickle, nicht leben. Deswegen bin ich Künstler geworden.

62
9
Modul3
Astrid Wellman, Hochschule für bildende Künste Hamburg:
Früher habe ich mir ein Künstlerleben immer irgendwie romantisch vorgestellt.
60 Jetzt muss ich sagen, dass es mit Romantik wenig zu tu n hat. Vielmehr ist es vor
allem harte Arbeit. Meine größte Angst ist, dass ich irgendwann aufgebe, weil sich
kein materieller Erfolg einstellt. Es wäre natürlich ganz gut, ein zweites Standbein
zu haben. Im Moment lebe ich von dem bisschen Geld, das ich als Museums-
pädagogin verdiene. Ich hätte auch einfach Medizin studieren können wie mei-
65 ne Schwester, stattdessen habe ich mich für die oft brotlose Kunst entschieden.
Manchmal bin ich deswegen ein bisschen verzweifelt. Gleichzeitig bekomme ich
viele positive Reaktionen auf meine Werke. Auch wenn der große Durchbruch
nicht kommt, werde ich sicherlich trotzdem immer etwas mit Kunst machen.

b Könnten Sie sich vorstellen, als Künstler zu leben und zu arbeiten? Begründen Sie.

3a Wie werden die folgenden Konnektoren im Artikel verwendet? Ordnen Sie sie den Bedeutungen zu.

währenddessen vielmehr stattdessen allerdings daraufhin


demgegenüber bis dahin inzwischen dagegen gleichzeitig mittlerweile

Konnektoren

Gegensatz Zeit

Einschränkung
-
Diese Konnektoren leiten einen Hauptsatz ein. Konnektoren machen einen Text flüssiger und abwechs-
lungsreicher.
.... ü 1-3

b Schreiben Sie die Sätze weiter.


1. Viele Kunststudenten träumen davon, von ihrer Kunst zu leben. Allerdings ...
2. Eine Ausbildung an einer guten Schule ist wichtig. Gleichzeitig ...
3. Einige bekannte Künstler verd ienen mit ihrer Kunst viel Geld. Demgegenüber ...
4. Ein Kunststudium dauert ungefähr fünf Jahre. Währenddessen ...
5. Eltern möchten meistens, dass ihre Kinder einen sicheren Beruf wählen. Stattdessen ...

c Schreiben Sie drei Sätze ohne Konnektor und drei Sätze, die mit einem Konnektor beginnen, auf
Kärtchen. Tauschen Sie mit einem Partner/ einer Partnerin und ergänzen Sie je nach Kärtchen
einen Satz mit oder ohne Konnektor.

Ich sollte fi-ir d.ie lfufJ1Jahwiepri1fuJ1Jg lerJ!JeJIJ. fr VV\O.(t „ .


Sto.ttd.esseV\ biV\ icl-1 „. Gr/eichzeitig hört er Musik .

4 Ihre Freundin Olivia schreibt Ihnen: Sie überlegt, ob sie ihrer ~ 1


Texte abwechslungsreich gestalten
Leidenschaft für Kunst nachgehen und Malerei an der ~ Denken Sie daran, Ihre Texte sprachlich auszufeilen:
Kunstakademie studieren soll oder doch lieber Wirtschaft, ~ - Verknüpfen Sie die Sätze mit Konnektoren.
um später im Betrieb der Eltern zu arbeiten. Sie möchte "' - Verwenden Sie gelegentlich auch Nominalisierungen.
Ihren Ratschlag. Schreiben Sie eine Antwort (ca. 150 Wörter). - Variieren Sie die Satzanfänge. .,.. ü 4

63
Leseratten
la Leseratten sind Menschen, die gerne und viel
lesen. Welche Wörter für Lesefreunde gibt es in
Ihrer Sprache?

b Welche Bücher oder Texte lesen Sie gerne?


Was gefällt Ihnen daran?

2a Lesen Sie den Text von Doris Dörrie über das


Lesen und beantworten Sie die Fragen.
1. Wie kam es, dass sie mit dem Lesen begann?
2. Was meint die Autorin mit der Äußerung,
sie habe zwei Leben?
3. Wie äußert sich die Autorin zu Literaturverfilmungen?
4. Welche Bücher las sie als Erstes, welche danach?
5. Was sagt sie über das Vorlesen?
6. Wie beschreibt sie ihr Verhältnis zum Lesen?
7. Was erhofft sie sich von einem Buch?

Lesen
Ich betrachte es als mein großes Glück, dass meine Eltern Leserat-
ten sind und waren und ich mit sehr vielen Büchern und ohne Fernseher
aufgewachsen bin. Nach dem Abendessen setzten sich meine Eltern im
Wohnzimmer aufs Sofa und lasen. Das war so langweilig, dass man
5 als Kind irgendwann auch zu einem Buch griff, um herauszubekom-
men, wie man das aushalten kann: einfach still dazusitzen und in ein
Buch zu schauen. Ich kann mich sehr gut an das Wunder erinnern, das
geschah, als ich lesen lernte und sich mit einem Mal auf den weißen
Seiten mit den bis dahin langweiligen schwarzen Buchstaben eine riesi-
10 ge, bunte, unbekannte Welt auftat, in der ich ganz allein herumreisen
konnte. Von da an hatte ich mindestens zwei Leben: Ich erinnere mich
an das Gefühl, auf dem Sofa meiner Großmutter mit einem Buch in der
Hand zu liegen, gleichzeitig aber auf einem Pferderücken zu sitzen und
zusammen mit Winnetou durch die Prärie zu galoppieren. Bald stand
15 ich auf einem schwankenden Schiff und segelte mit Graf von Luckner
durch einen schweren Sturm, jagte mit Sigismund Rüstig am Strand
Schildkröten oder erlebte die Meuterei auf der Bounty.
Mein Vater gab mir die Kinderbücher seiner Kindheit, und auf- Doris Dörrie, A utorin und Regiss eurin
geregt erzählte ich ihm von meinen Abenteuern, die ich nun erlebte
20 und an die er sich gut erinnern konnte. Das war eine Welt, an der meine Mutter und meine kleineren Ge-
schwister, die noch nicht lesen konnten, keinen Anteil hatten. Sie wussten ja noch nicht einmal, was ein
Greenhorn war!
Mit meinem Vater sah ich auch die ersten Filme meines Lebens, natürlich alles Winnetou-Filme, und
verstehe sehr gut die unvermeidliche Enttäuschung des treuen Lesers: Der eigene Film, der beim Lesen ent-
25 steht, ist immer besser, großartiger, schöner.
Irgendwann wechselte ich von der Jugendwelt meines Vaters in die meiner Mutter. Ich las „Flicka" und
„Die Familie auf Jaina", „Vom Winde verweht". Unvergleichlich das Gefühl, mit einem Buch zu leben. Es
nicht erwarten zu können, weiter zu lesen, mit den Charakteren die anregendsten Gespräche zu führen,
mit Herzklopfen den Fortgang der Ereignisse zu erwarten und gleichzeitig das Ende zu fürchten. Ein tolles
30 Buch ausgelesen zu haben ist ein Abschied der besonderen Art. Manche Figuren verlassen einen nie mehr,
manche Schicksale lassen einen nicht mehr los. Sie bleiben für immer in Erinnerung.

64
[ Fertigkeitstraining fa(]J)) 9
Modul4
Meine Lehrerin in der Volksschule, Frau Müller, erkannte meinen Lesefimmel und ermunterte mich, an
Vorlesewettbewerben teilzunehmen. Fasziniert stellte ich fest, dass man einer Geschichte, wenn man sie laut
und deutlich und mit richtiger Betonung vorliest, zu einem virtuellen Leben im Raum verhelfen kann, das
35 von anderen wahrgenommen und geteilt wird. Das begeistert mich bis heute.
Später, als Teenager, waren meine Eltern so klug, kein Buch ihres umfangreichen Bücherregals wegzu-
sperren oder zu zensieren, und so las ich - in den meisten Fällen viel zu früh - Bücher von Grass, Böll, Gordi-
mer, Dostojewski, D. H. Lawrence, Remarque, Zweig, Andersch, Lenz. Was ich nicht verstand, übersprang
ich. Ich fraß mich durch diese Bücher wie eine Raupe, und wie die Raupe Nimmersatt konnte ich nicht mehr
40 aufhören. Bis heute. Ich kann mir gar nicht vorstellen, an einem Abend nicht zu lesen. Ohne Buch ins Bett
zu gehen ist für mich, wie in eine Badewanne ohne Wasser zu steigen. Wenn ich nicht mindestens ein Mal
am Tag dieses Fenster öffnen darf in eine andere Welt, habe ich das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen.
Lesen ist wie atmen, eine Inspiration. Und immer noch bin ich auf der Suche nach Büchern, die mich durch
den Tag und die Nacht begleiten. Das wird leider mit zunehmendem Alter schwieriger. Mein Vater liest im-
45 mer noch zwischen sechzig und siebzig Bücher im Jahr. Für die anderen Leser in der Familie hat er notiert,
wie ihm ein Buch gefallen hat. Oft steht „Großer Mist" auf der ersten Seite. Manchmal jedoch: „Hat mich
nicht losgelassen." Und davon träume ich jedes Mal, wenn ich ein Buch öffne: dass es mich nicht loslassen
möge, weit über die letzte Seite hinaus.

b Möchten Sie ein Buch lieber lesen oder die Verfilmung sehen? Oder erleben Sie beides gern?
Welche Reihenfolge finden Sie besser: erst lesen und dann ins Kino gehen oder umgekehrt?
Begründen Sie. ~ ü 1-2

3a Rund ums Lesen: Was passt? Ergänzen Sie die Sätze.

verlesen lesen auslesen belesen durchlesen ablesen vorlesen

1. Jemand, der viele Bücher liest, ist ~b~e/=e~s~e~n________

2. Er hat seine Brille nicht dabei. Deswegen muss sie ihm die Speisekarte _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __
3. Warte, ich will das Buch noch schnell _ _ _ _ _ _ _ _ _ __
4. Oh je, ich habe mich _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ : Der Zug fährt schon um 13:45 Uhr.

5. Diesen interessanten Artikel musst du dir unbedingt _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __


6. Er will ihr jeden Wunsch von den Augen _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

7. Dieses Buch solltest du unbedingt mal _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ . Es ist sehr spannend!

~ b Arbeiten Sie zu zweit. Jede/r wählt drei Redewendungen und


recherchiert: Was bedeuten sie und woher kommen sie?
Berichten Sie sich gegenseitig.

3. Dem werde ich die


1. Das kann doch kein
Leviten lesen!
Schwein lesen!
2. Er ist ein Buch mit
sieben Siegeln.

4. Sie lügt wie 5. Er redet wie ein


gedruckt! Buch.
6. Hier muss man zwischen
den Zeilen lesen.

65
Leseratten
4a Was ist für Sie ein gutes Buch? Woran merken Sie, dass Sie ein gutes Buch lesen? Erstellen Sie eine
Mindmap und sprechen Sie in Gruppen.

o(j))) b Hören Sie das Interview mit Andreas Wirthensohn über seine Arbeit als Buch-
3.9 kritiker. Arbeiten Sie zu dritt. Jede/r wählt eine Spalte A-C und macht Notizen.
A B c
Ausbildung und Kriterien für Buchkritik Bücher oder
Berufserfahrung Verfilmungen

- keine klassische Ausbildung


zum Buchkritiker

Zahlen Lesen in Beruf und Freizeit Auswahl der Bücher

c Fassen Sie gemeinsam die Hauptinformationen aus dem Interview zusammen.

66
[ Fertigkeitstraining J(]l))
9
Modul4
Sa Lesen Sie die Buchkritik zu Martin Suters Roman „Montecristo". Wie ist die Besprechung
aufgebaut? Notieren Sie eine Überschrift zu jedem Abschnitt.

GO
Martin Suter: Montecristo
Von C/audine Barries
Worum geht es? Im Mittelpunkt des Geschehens steht
Vorstellun~ der
Jonas Brand, ein mäßig erfolgreicher Videojournalist,
der lieber Filmregisseur wäre. Hauptperson
Auf einer Zugfahrt mit Personenschaden, sehr häufig
s verursacht durch Suizid, lernt er die Eventmanagerin
Marina Ruiz kennen . Man kommt sich rasch näher, und
beide haben sich viel zu erzählen.
In wechselnden Szenen erfährt man, dass in Jonas' )la rlin S11te r
Aiontecristo
Wohnung eingebrochen wurde. Kurz darauf wird er
10 auch noch auf der Straße überfallen. Was nur ist die \ l/U1111111·/JIUJ!·1ws

Ursache dieser verschiedenen Überfälle?


Suter führt uns in die aufregende und skrupulöse Welt der Banker,
Gewinnler und Börsenmakler. Bis in die höchsten Kreise gibt es
unerklärliche Morde und Totschlag. Über fatale Verdächtigungen bis
1s zum vollendeten Mord weiß Suter in seinem Roman zu berichten.
Er steigert den Thriller zu einem wüsten Bankenskandal mit Ausläufern
in die höchsten Schweizer Regierungskreise . Das alles ist spannend und
reizvoll und man kann sich vorstellen, dass sich in diesem Thriller Anteile
aus dem wahren Leben wiederfinden.
20 Das Buch liest sich spannend, kurzweilig und unterhaltsam. Die Vielfalt
und Verschiedenartigkeit der Einfälle von Martin Suters Romanen sind
immer wieder überraschend. Man kann sich zuversichtlich auf gute
Unterhaltung freuen!

b Ergänzen Sie Redemittel aus der Buchkritik in Sa.


'

EINE BUCHBESPRECHUNG SCHREIBEN ~)


Rubrik/Genre nennen Inhalt/Handlung zusammenfassen
Man kann das Buch folgender Rubrik zuordnen: ... In dem Buch ,„ .." geht es um folgendes: ...
Das Buch gehört zum Genre ... Zur Handlung kann man sagen, dass ...
Das Buch ist ein Krim i/ ein klassisches Familien- Schauplatz ist (dabei) ...
drama / „.
Spannung wird dadurch aufgebaut, dass ...

eine positive/negative Bewertung abgeben


Ich halte ... für ein sehr lesenswertes/ überbewertetes/. .. Buch.
Die Geschichte ist unterhaltsam/spannend/ kurzweilig /tiefsinnig / gut durchdacht / ...
Auf mich wirkt die Erzählung/ Geschichte oberflächlich/ unrealistisch / nicht schlüssig / ...

6 Ein Stadtmagazin bittet seine Leser und Leserinnen, Kritiken zu neuen Büchern oder Filmen
einzusenden, die sie empfehlen können. Schreiben Sie eine Besprechung zu einem Buch, das Sie vor
Kurzem gelesen haben, oder zu einem Film, den Sie vor Kurzem gesehen haben (ca. 150 Wörter).

67
l Porträt

Kunstsammlungen
in D-A-CH Lent os Kunstmuseum Linz
Im Jahr 2003 war es soweit: Das LENTOS
Kunstmuseum in Linz eröffnete und damit
eines der wichtigsten Museen für moderne
Kunst in Österreich. In der Sammlung des Mu-
Fondation Beyeler seums befinden sich von der klassisch-histori-
Die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel ist eines der international be- schen Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis
deutendsten Museen moderner und zeitgenössischer Kunst. Das von dem heute rund 15.000 Werke. Neben Malereien,
italienischen Architekt Renzo Piano entworfene Gebäude wurde im Okto- Skulpturen und Objekten zeigt das Museum
ber 1997 eröffnet und ist ein Publikumsmagnet: Die helle und offene, klare auch Arbeiten auf Papier, darunter sehr viele
Architektur zeigt die einzigartigen Kunstschätze der Sammlung in einem Fotografien. Der Schwerpunkt des Museums
natürlichen Licht Das Museum beherbergt die Sammlung Beyeler, gegrün- liegt auf aktueller österreichischer Kunst.
det von Ernst und Hildy Beyeler, die über 300 Werke der Moderne und der
Gegenwart umfasst. Zusätzlich präsentiert das Museum drei bis vier hoch-
karätige Ausstellungen
im Jahr, darunter z. B.
„Paul Gauguin", „Max
Ernst" oder „Gerhard
Richter". Und der Blick
aus dem Museum lässt
auch keine Wünsche of-
fen: Kühe weiden fried-
lich unter Obstbäumen.

Kunstareal München
Seit 1825 entstehen im Münchner Kunstareal dicht an dicht kulturelle und künstlerische
Einrichtungen, Museen und Kunstsammlungen. Über die Zeit entwickelte sich hier ein
Zentrum für Kunst, Kultur und Wissen, das sich
auch im Bereich der modernen Kunst seit der Er-
öffnung der Pinakothek der Moderne (2002) und
dem Museum Brandhorst (2009) nicht verstecken
muss. Auf ca. 66 Hektar findet man mittlerweile
16 Museen und Ausstellungshäuser, die ein Spek-
trum von der Antike bis zur Gegenwart abdecken,
sechs Hochschulen und zahlreiche Galerien. Diese
ungewöhnliche Bandbreite macht das Areal so be-
achtens- und sehenswert.

__w_w
_ w_ ~ Mehr Informationen zur Fondation Beyeler, zum Lentos Kunstmuseum Linz und zum Kunstareal München.

Sammeln Sie Informationen über Museen, Unternehmen oder Persönlichkeiten aus dem In- und
Ausland, die für das Thema „Kunst" interessant sind, und stellen Sie sie im Kurs vor. Sie können dazu
die Vorlage „Porträt" im Anhang verwenden.
Beispiele aus dem deutschsprachigen Bereich : Til Schweiger - Katharina Grosse - Franz Marc - Marc Foster -
Urs Widmer - Marlene Dietrich - Martin Suter - Sebastian Schipper - lala Berlin - Konstantin Grcic

68
Grammatik-Rückschau
9
1 Nominalisierung und Verbalisierung von Präpositionalergänzungen
Präpositionalergänzungen können in einen dass-Satz oder Infinitivsatz umgeformt werden . Einen Infinitiv-
satz kann man nur bilden, wenn das Subjekt des Nebensatzes mit einer Ergänzung des Hauptsatzes iden -
tisch oder das Subjekt des Nebensatzes man ist.
Bei der Umformung wird die Präposition zu einem Präpositionaladverb im Hauptsatz. Bei vielen Verben
kann das Präpositionaladverb weggelassen werden.

Nominalform Verbalform
Brainstorming setzt man für die Entwicklung Brainstorming setzt man dafür ein, neue Ideen
neuer Ideen ein. zu entwickeln.

Ihr Umfeld wird sich über Ihre Kreativität freuen . Ihr Umfeld wird sich (darüber) freuen, dass Sie
kreativ sind.

2 Konnektoren
Die folgenden Konnektoren leiten immer einen Hauptsatz ein. Sie machen Texte flüssiger und abwechs-
lungsreicher.

Bedeutung Konnektor Beispielsatz

Einschränkung allerdings Ein Künstlerleben bedeutet finanzielle Unsicherheit. Allerdings


will ich ohne dieses Kribbeln , wenn ich meine Ideen entwickle,
nicht leben.

Gegensatz dagegen Meine Freunde haben alle Karriere gemacht. Dagegen dreht sich
bei mir immer noch alles darum zu überleben .

demgegenüber Die Karriere winkt am Horizont. Demgegenüber steht die harte


Realität.

stattdessen Ich hätte einfach Medizin studieren können . Stattdessen habe


ich mich für die oft brotlose Kunst entschieden .

vielmehr Mit Romantik hat ein Künstlerleben wenig zu tun . Vielmehr ist es
vor allem harte Arbeit.
Zeit bis dahin Noch kann ich von meiner Kunst nicht leben. Bis dahin brauche
ich noch die finanzielle Unterstützung meiner Eltern.

daraufhin Neulich habe ich ein Bild verkauft. Daraufhin habe ich mir gleich
viele neue Materialien angeschafft.

gleichzeitig Manchmal bin ich ein bisschen verzweifelt. Gleichzeitig bekomme


ich viele positive Reaktionen auf meine Werke.
inzwischen Wer sich der Kunst verschreibt, hat einen unsicheren Weg gewählt.
Inzwischen setzen viele Schulen deshalb auf eine möglichst breite
Ausbildung.

mittlerweile Manchmal frage ich mich, ob das der richtige Weg ist. Mittlerweile
haben meine alten Freunde alle Karriere gemacht.

währenddessen Eine Ausbildung im Kunstbereich verlangt einem einiges ab.


Währenddessen sollte man sich bereits ein breites Netzwerk auf-
bauen.

69
l Der Schimmelreiter
1a Die Fotos geben die Stimmung in Theodor Storms Novelle „Der Schimmelreiter" wieder.
Beschreiben Sie die Stimmung anhand von fünf passenden Adjektiven.

unbeschwert düster lebhaft romantisch idyllisch unheimlich beängstigend heiter gespenstisch


verträumt gruselig friedlich aufregend malerisch geheimnisvoll abgeschieden dunkel

b Welche Geschichte könnte zu den Fotos passen? Überlegen Sie zu dritt: Genre (Liebesgeschichte,
Krimi ... ), Ort, Zeit, handelnde Personen, Thema. Stellen Sie Ihre Geschichte im Kurs vor.

~ c Sehen Sie die erste Sequenz. Was erfahren Sie über die Novelle von Theodor Storm? Vergleichen
Sie mit Ihrer Geschichte.

d Ordnen Sie die Wörter aus dem Film den Fotos zu.

1. der Deich 3. die Hallig 5. das Skelett


2. der Schimmel 4. klönen 6. die Spukgestalt

klönen

70
sehen 1 nachdenken 1 diskutieren I ···
9
~ 2 Sehen Sie die zweite Sequenz, in dem die Geschichte
2 von Hauke Haien, dem Schimmelreiter, erzählt wird.
Notieren Sie Stichpunkte.

1. Hauptperson: Hauke Haien. Deichgraf


2. Neuentwicklung: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

3. Meinung der Dorfbewohner dazu: _ _ _ _ _ _ __

4. Pferd: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

5. Sturmflut: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __
6. Ende: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

~ 3 Sehen Sie die dritte Sequenz über den Schriftsteller


3 Theodor Storm. Beantworten Sie die Fragen.

1. Wo wurde Theodor Storm geboren?


2. Was ist aus seinem Wohnhaus geworden?
3. Welche literarische Textsorten schrieb er?
4. Was ist der Inhalt seines Spätwerks?

4 In der Novelle „Der Schimmelreiter" sollen die Deiche die Küstenbewohner vor der Sturmflut
schützen. Sie stehen für den Kampf des Menschen gegen die Kräfte der Natur.
Arbeiten Sie in Gruppen. Lesen Sie die Zitate zum Thema „Mensch und Natur". Welches Zitat ist für
Ihre Gruppe am aussagekräftigsten? Erklären Sie es und finden Sie Beispiele dafür.

Alles, was gegen die Natur ist,


Die Natur gehorcht dem Menschen nur,
hat auf die Dauer keinen Bestand.
wenn der Mensch zuerst auf die Natur gehorcht hat.
(Charles Darwin)
(Friedrich Eduard Beneke)
Wir leben in einem gefahrlichen Zeitalter
Wo die Natur nicht will. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat
da ist die Arbeit umsonst. sich seihst zu beherrschen.
(Seneca) (A lbert Schweitzer)

Früher wurde der Mensch mit der Natur nicht fertig. Die Natur komponiert,
Heute wird die Natur mit dem Menschen nicht mehr fertig. der Mensch dirigiert.
(Waltraud Puzicha) (Erhard Horst Bellermann)

71
Erinnerungen
1
Liebe Jenny, lieber George,
herzliche Urlaubsgrüße aus Sydney! 0 Wir wünschen euch eine tolle
Silvesterfeier. Hier ist das neue Jahr gerade ein paar Stunden alt. Das
Feuerwerk an der Harbour Bridge war unglaublich! Die Leute feiern hier einfach
auf den Straßen. Wir haben so viel Spaß. Am Abend hatten wir noch Geld
getauscht und daran gedacht, dass es die DM in wenigen Stunden ja nicht
mehr gibt. Das neue Jahr macht vieles neu. Ein Grund mehr zum Feiern!
Wir sind schon richtig gespannt und wollen in Deutschland am Flughafen gleich
die frisch gedruckten Geldscheine abheben. Ihr macht das bestimmt noch in
der Silvesternacht, oder? Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Prosit!
Liebe Grüße
Angela und Frank

Marsforscher @marsforscher • 2 Std.


Es hat geklappt! Um 7:31 MEZ landete der Marsrover Curiosity
auf dem roten Planeten. Funksignale brauchen 14 Minuten zur
Erde. Erste Fotos eingetroffen. Wahnsinn! #curiosity

t1. 8
* 3

Sie lernen (
Modul 1 Informationen zu Texten über die Funktion des Gedächtnisses
J

geben
Modul 2 Einen Forumsbeitrag zu einer Radiosendung zum Thema
J

„Falsche Erinnerungen " schreiben


Modul 3 J Fragen zu einem Artikel über Gesichtsblindheit stellen und
beantworten
Modul 4 J Ausschnitte aus einem literarischen Text über Erinnerungen
verstehen
Modul 4 Darüber schreiben, woran man sich in fünf Jahren erinnern
J

wird, und über ein Lied sprechen


Grammatik
Modul 1 1 Besonderheiten von Konditionalsätzen
Modul 3 Modalitätsverben
J

72
..,.. AB Wortschatz

Me- Omo., 4
PCLf<>-- k~ (}.YY\ rre.; lo.3 rti;f ei\i\.e.( Gb-erfo...sclu":l na.clc. H-o..us~ .
Ei"' ~iese.L\Jcru-lo" 1 lc,k d..t.>~ +e ()J)~po..ckQ"" . kei" $pi'e.l.z.e.u3, so nO..e.<vi
ei"' ~roß« bro.LMe< /co...:;tv, . ALs PCA.fO-- ih."- h.wte W>""o..d...fe. 1
3 s+o..u'v\l-e.v-- 1>..iir o..Ll~ pe.111"' ;\",\ \(o..s\-e„ 'Kil.VI" MO.." J1e.1;.scl ei.. sele.,.,
Der digitale Mobilfunk h!Lti.irlick vivr 3l<N\.-c.. lc.leitA. D0-.~ i ::;\- \-oll'. Bv ui.s i""' lJo\...\l\<.i"""'-er

zieht in Deutschland ein ist es jeh:.1- w•e.. il'YI kii.,,o Ake,w,twinL e~ nie 1Mci.r (~ 3 weil13.
!et.... lo.o.fVe 1 J..u k.<>tM...St \J\I\':. bol.J_ b~U<L..e."' u~ sc:L.au~~ d.lr J..ev,
Berlin. Mit dem gestrigen Tag startete der ~+ev... 0..11\.
digitale Mobilfunk in Deutschland. Die bei- 3,·~ ba..Ccl
den Netze Dl (T-Mobile) und D2 (Vodafo- Pe·ho.....
ne) funkti onieren probl emlos und arbeiten
nach dem neuen GSM-Standard (Global
System for Mobile Communications) . Bisher
gibt es allerdings erst wenige Geräte für die-
se neue Technik. Das erste deutsche Handy Als ich vor ein paar Tagen auf dem Heimweg war, sah ich s
kommt von Siemens: Das Siemens Sl wiegt etwas Unglaubliches. Da raste eine Kutsche ohne Pferde an
382 Gramm, ist 197 Millimeter lang und 57 mir vorbei. Viele Leute blieben wie ich stehen und staunten -
Millimeter breit. Noch sind die Kundenza h- nicht nur über diesen Motorwagen, sondern auch darüber,
len bescheiden, denn die Geräte sind ziem-
wer darauf saß:eine Frau mit zwei Kindern.
lich teuer. Allerdings stehen weitere Anbie-
ter in den Startlöchern, sodass die Tarife in
Die Leute erzählten, dass das Bertha Benz war, die Frau des
Zukunft wohl erschwinglicher werden. Die Erfinders Carl Friedrich Benz. Sie wollte mit ihren Söhnen die
neuen Netze werden das Telefonieren revo- Großeltern in Pforzheim besuchen. Angeblich ahnte ihr
lutionieren. Mann nichts von diesem abenteuerlichen Plan. Er soll noch
geschlafen haben, als sich seine Frau mit dem Gefährt auf
den Weg machte. In der Zeitung stand, dass es einige Stun-
den gedauert hat, bis die drei Wiesloch erreichten. Tank und
Kühlwasser gingen aus und die Söhne mussten Wasser aus
dem Brunnen und Waschbenzin aus der Apotheke besorgen.
Dann konnten sie weiterfahren, aber nicht lange. Kurz vor
Bruchsal riss die Kette. In einer alten Schmiede fanden sie
zum Glück Hilfe.Aber dann verstopfte auch noch der Verga-
ser. Mithilfe ihrer Hutnadel machte Bertha Benz den Motor-
wagen wieder flott. So kamen die drei nach 106 km abends
bei Großmama und Großpapa in Pforzheim an. Wirklich
unglaublich!

1a Lesen Sie die Texte und ordnen Sie die Fotos zu.

b Schreiben Sie die Daten zu den Texten.


06.08.2012 30.06.1992 01.01.2002 05.08.1888 25.12.1952

2 Was wäre, wenn „.? Können Sie sich ein Leben ohne diese Entwicklungen vorstellen?

73
Erinnern und Vergessen
1 Woran erinnern Sie sich noch gut, wenn Sie an Ihre
SPRACHE IM ALLTAG
))
Kindheit zurückdenken? Erzählen Sie.
Wenn man sich schlecht erinnern kann
Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Schultag.
ein Gedächtnis wie ein Sieb haben
Ich wollte nicht in die Schule ...
einen Blackout haben
Ich denke gern an meine Großmutter. Sie hat mir oft vor kein Gedächtnis für etw. haben
dem Einschlafen tolle Geschichten erzählt ... eine Gedächtnislücke haben
eine Gedächtnisstütze brauchen
2a Lesen Sie den Artikel. Geben Sie jedem Textteil eine
Überschrift.

b Arbeiten Sie zu dritt. Jede/r liest einen Textteil und beantwortet anschließend „seine" Frage zum
Text in der Gruppe.
Text 1: Wie wird Neues aufgenommen und behalten?
Text 2: Welche drei Hauptsysteme unseres Gedächtnisses werden genannt und wie werden sie unterteilt?
Text 3: Wie detailliert sind unsere Erinnerungen und welche Theorie des Vergessens ist schlüssiger?

1 Jedes Wort, jeden Gedanken, sogar das Ge-


fühl für uns selbst und andere verdanken wir
zusammen lassen in Sekundenbruchteilen das Bild

unserem Gedächtnis. Ohne seine bindende Kraft


zerfiele unser Bewusstsein in Einzelteile, in ge-
40 2
des Balls vor unserem geistigen Auge entstehen .
Unser Gedächtnis besteht, streng genom-
men, aus drei Hauptsystemen. Das sensori-
s lebte Augenblicke. Seit frühesten Zeiten rätseln sehe Gedächtnis speichert eintreffende Reize für
Philosophen und Wissenschaftler über die Natur Bruchteile von Sekunden. Was wichtig ist, gelangt
des Gedächtnisses. Noch immer ist die kompli- ins Kurzzeitgedächtnis. Hier bleibt die Informa-
zierte Sprache unseres Gehirns nicht entschlüs- 4S tion einige Sekunden lang erhalten . Zeit genug,
seit. Unser Hirn besteht, um etwa einen Satz zu be-
10 grob geschätzt, aus etwa greifen, ohne seinen An-
100 Milliarden Nervenzellen fang schon wieder zu ver-
(Neuronen), die zu einem gessen .
riesigen Netz verbunden so Ins Langzeitgedächtnis ge-
sind. Wird eine Nervenzelle langt, was wir für längere
1s von einem ankommenden Zeit oder dauerhaft be-
Reiz erregt, leitet sie einen halten . Genau betrachtet
elektrischen Impuls mithilfe kann das Langzeitgedächt-
von Botenstoffen an ihre ss nis noch weiter unterteilt
Nachbarzellen weiter: Sie werden: Gespeicherte In-
20 „ feuert", bildlich ausge- formationen stehen uns
drückt, auf ihre Nachbar- entweder bewusst oder
zelle. unbewusst zur Verfügung .
Wenn wir etwas Neues lernen 60 Bewusst sind uns die In-
und unser Gedächtnis dies halte des episodischen Ge-
2s speichert, dann verstärken dächtnisses . Es speichert
sich die Verbindungen zwischen bestimmten unsere eigene Lebensgeschichte: Erinnerungen
Neuronen . Je häufiger sich das Erlebnis wieder- an den ersten Kuss, die Flitterwochen, an das
holt, desto stärker wird das Neuronennetz zu- 65 heutige Frühstück. Das semantische Gedächtnis
sammengeschweißt, desto dauerhafter ist die dagegen ist für unser Faktenwissen zuständig. Es
30 Erinnerung. Unser Gedächtnis teilt sich die an- nimmt den Namen der japanischen Hauptstadt
fallende Arbeit auf: Die Eigenschaften der Dinge, ebenso auf wie die chemische Formel für Was-
an die wir uns erinnern, sind denjenigen Regionen serstoff. Unser Gehirn erinnert sich an viel mehr,
zugeteilt, die auch für die Wahrnehmung dieser Ei- 70 als uns bewusst ist. Etwa an Bewegungsabläufe:
genschaften zuständig sind. Erinnern wir uns etwa Beim Gehen oder Radfahren erinnern wir uns un-
3S an einen Ball, so ruft unser Gedächtnis die Infor- bewusst daran , welche Muskeln wann aktiviert
mationen über Farbe, Form und Funktion dieses werden müssen. Diesen Gedächtnistyp nennt man
Balls von verschiedenen Orten des Gehirns ab . Alle das prozedurale Gedächtnis .

74
10
Modul 1
75 3 Noch bis vor wenigen Jahrzehnten glaub- 9 5 te Erinnerung
ten die Wissenschaftler, unser Gedächtnis einfach mit der
funktioniere, verglichen mit einem Computer, Zeit verblasst
genauso unbestechlich: Es zeichne getreulich und schließlich
alles auf, was wir erleben. Heute steht fest, dass ganz verschwin-
80 Erinnern wohl eher einem Puzzlespiel gleicht. 100 det. Dann müss-
Die Lücken füllen wir aus, indem wir raten. Erin- ten wir jedoch
nern wir uns etwa an einen Porsche, den wir am umso mehr ver-
Vormittag an der Ampel gesehen haben, mag gessen, je mehr
uns das Bild zwar klar vor Augen stehen. Wür- Zeit seit dem
85 den wir seine Einzelheiten aber noch einmal mit 105 zu erinnernden
dem Original vergleichen, fänden sich gewiss Ereignis ver-
bedeutende Unterschiede. Beim Prozess des gangen ist. Dies
Merkens spielen Gefühle eine große Rolle. Wir konnte bislang
speichern vor allem das, was uns an einem Er- noch nicht bewiesen werden. Die zweite The-
90 lebnis interessiert. Je stärker unsere emotionale 110 orie ist plausibler: Sie besagt, dass wir be-
Beteiligung, desto dauerhafter die Speicherung. stimmte Dinge vergessen, weil sie von neuen,
Was aber passiert, wenn wir etwas vergessen? interessanteren Eindrücken überlagert oder ge-
Darüber gibt es zwei Theorien. Die eine geht da- stört werden . Wir finden somit nur noch schwer
von aus, dass die in unserem Gehirn gespeicher- Zugang zu alten Informationen.
... ü 1-3

3 Vergleichen Sie zwei Versionen eines Satzes aus dem Artikel. Was ist anders? Ergänzen Sie die
Regel.
A Wenn unser Gedächtnis etwas Neues speichert, dann verstärken sich die Verbindungen zwischen
bestimmten Neuronen.
B Speichert unser Gedächtnis etwas Neues, dann verstärken sich die Verbindungen zwischen
bestimmten Neuronen.

Uneingeleitete Konditionalsätze

Konditionalsatz mit wenn:


Konditionalsatz ohne wenn: Das Verb steht _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __
... ü 4

4a Lesen Sie die Sätze aus dem Artikel. Unterstreichen Sie jeweils den Hauptsatz.
1. Unser Gedächtnis besteht, streng genommen, aus drei Hauptsystemen .
2. Genau betrachtet kann das Langzeitgedächtnis noch weiter unterteilt werden.
3. Unser Hirn besteht, grob geschätzt, aus etwa 100 Milliarden Nervenzellen.
4. Die Nervenzelle feuert, bildlich ausgedrückt, auf ihre Nachbarzelle.

b Lesen Sie die Regel und formen Sie die Partizipialgruppen aus 4a in Konditionalsätze um.

Partizipialgruppen

Partizipialgruppen sind oft verkürzte Konditiona lsätze und werden als feste Wendung gebrau cht:
genau/ kurz/anders gesagt, anders formuliert, genauer/oberflächlich betrachtet, genau/streng/ im Grunde
genommen, grob geschätzt
Dem Partizip kann manchmal eine Präpositionalergänzung oder ein dass-Satz fo lgen: verglichen mit+
Dat., abgesehen von + Dat., ausgehend von + Dat ., angenommen, dass

1. Wenn man es streng nimmt, besteht unser Gehirn aus drei Hauptsystemen. ... ü 5- 7

~ 5 Was können Sie machen, um Ihr Gedächtnis zu trainieren? Recherchieren Sie Aufgaben und stellen
Sie sie im Kurs vor.

75
Falsche Erinnerungen
1 Lesen Sie die Zitate zum Thema „Erinnerung". Was bedeuten sie?

Ach, mein Gott, wenn man ganz ehrlich zu sich ist,


färbt die Zeit die Erinnerungen natürlich schön .

Wolfgang Niedecken - Musiker und bildender Künstler

Kinder sind Raupen


und Erwachsene sind Schmetterlinge.
Und kein Schmetterling erinnert sich Erinnern heißt auswählen.
mehr daran, wie es sich anfühlte, eine
Raupe zu sein. Günter Grass - Schriftsteller

Cornelia Funke - Schriftstellerin

IP •()l)) 2a Sie hören ein Interview zum Thema „falsche Erinnerungen". Kreuzen Sie die richtige Antwort
GI 3.1 0-13 (a, b oder c) an. Sie hören den Text zweimal.
1. Professor Jakobsen definiert @] als selektive Rekonstruktion vergangener Erlebnisse.
falsche Erinnerungen ... [§] als Ausdruck unseres körperlichen und emotionalen Zustands.
[f] als abweichende oder frei erfundene Erinnerung.

2. Was nahm die Hälfte der Versuchs- @] Dass das Erlebnis im Heißluftballon real war.
personen im Experiment mit dem [§] Dass die Fotos Fälschungen waren .
Heißluftballon an?
[f] Dass das kein wissenschaftliches Experiment war.

3. Wissenslücken entstehen im @] weil neue Informationen nicht immer zu bereits vorhandenem


Gedächtnis, .. . Wissen passen .
[§] weil sich unser Gedächtnis nicht alle Informationen ständig
merken kann .
[f] weil unser Gehirn neue und alte Informationen vermischt.

4. Ins Langzeitgedächtnis kommen @] die von unserem Wissen gefiltert wurden.


Erlebnisse, ... [§] die sehr oft weitererzählt wurden.
[f] die uns emotional sehr berührt haben .

5. Manipulationen von Erinnerungen @] wenn man nur einen groben Eindruck von einem Geschehen
sind möglich, ... gespeichert hat.
[§] wenn man Informationen in einen bereits bestehenden
Kontext einordnen kann.
[f] wenn man sich an viele Details erinnern kann.

6. Negative Erinnerungen ... @] geraten schneller in Vergessenheit.


[§] spielen eine große Rolle in Psychotherapien .
[f] dürfen positive Erinnerungen nicht verdrängen .

76
10
Modul2
7. Woran erinnert sich ein Mensch @] Daran, was besonders wichtig gewesen ist.
am intensivsten? [fil Daran, was erst vor Kurzem passiert ist.
[f] Daran, was zum ersten Mal geschehen ist.

8. Für Historiker ist es besonders @] ob Zeitzeugen etwas real erlebt haben.


schwierig einzuschätzen, .. . [fil ob Zeitzeugen das Erlebnis aus den Medien kennen .
[f] ob Zeitzeugen sich immer so detailliert erinnern können.

9. Warum identifizieren Opfer @] Weil das Gehirn falsche Basisinformationen über den Täter
Unschuldige als Täter? gespeichert hat.
[fil Weil die ursprünglichen Informationen mit neuen vermischt
werden.
[f] Weil das Gedächtnis Teile der Erinnerung nicht wie ein Puzzle
zusammenfügen kann.

10. Wir glauben in einem Prozess @] den Aussagen von Zeugen.


eher . . . [fil den genauen Messdaten.
[f] unserem gesunden Menschenverstand.

b Notieren Sie drei für Sie wichtige Aussagen aus dem Interview. Vergleichen Sie dann in Gruppen.

3a Lesen Sie den Forumseintrag. Fassen Sie Christines Problem kurz zusammen. Ist Ihnen so etwas
auch schon mal passiert?

falsche Erinnerung?
Christine Ich habe eine drei Jahre ältere Schwester. Neulich haben wi r uns alte Fotos angeschaut.
Auf einem Foto sind wir beide zusammen beim Bowling. Das ist jetzt fünfzehn Jahre her. In
unserer Mannschaft spielte Jochen mit , den man im Hintergrund auf dem Foto sieht. Jochen
war ein Schulfreund von mir. Meine Schwester Anna aber behauptet, Jochen sei ein ehema li-
ger Arbeitskollege von ihr gewesen. Sie ist sich absolut sicher und kann sich an bestimmte
Einzelheiten und Situationen erinnern. Ich aber auch ! Schließlich bin ich mit Jochen zur
Schul e gegangen. Ich frage mich, wie das sein kann. Auf dem Foto ist eine Person zu se hen,
an die wir beide vö llig unterschiedl iche Erinnerungen haben. Wie ist das möglich?

b Schreiben Sie einen Forumsbeitrag. Beziehen Sie sich auf Christines Problem und gehen Sie auf
die Radiosendung ein. Benutzen Sie die Redemittel. .
V ERSTÄNDNIS ETWAS AUF ETWAS ~)
ZEIGEN ERKLÄREN BEZUG NEHMEN

Ich habe auch schon mal erlebt, Das liegt daran, dass .. . Ich habe gehört, dass ...
dass/ wie . ..
Die Ursache ist, dass .. . Nach Aussagen von Wissen-
Es ist nicht ungewöhnlich, wenn ... schaftlern ...
Ein Grund dafür könnte sein,
Es kommt öfter vor, dass .. . dass ... Wie man herausgefunden
hat, . ..
Es ist schon vielen Leuten Dafür lässt sich durchaus ein
passiert, dass ... Grund finden, z.B . .. . Laut den neuesten Forschungen
von .. .
Mach dir bloß keine Sorgen, weil ...
... ü 1

77
Kennen wir. uns ....?
o()l)) 1 Hören Sie das Telefongespräch. Was ist Utes Problem und welche Erklärung könnte es geben?
3.14

2a Ergänzen Sie mithilfe der Bedeutungen die Sätze aus dem Gespräch mit den passenden
Modalitätsverben.

ist ... aufzuklären scheint .. . zu handeln droht ... kaputtzugehen


hat ... gutzumachen braucht ... zu lächeln versteht ... zu bringen

Beispielsatz Bedeutung

1. Bist du sicher, dass er es war? Es ~s~ch~e~i~nt~--- sich um eine Verwechslung anscheinend

2. Wir arbeiten jetzt seit fünf Wochen zusammen. Und er _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ es können


immer, mich zum Lachen _ _ _ _ _ _ _ _ __

3. Ich bin wirklich sauer. Der _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ erst gar nicht nett nicht sollen

4. Vielleicht lädt er dich ja auf einen Kaffee ein. Er _ _ _ _ _ _ _ _ _ schließlich müssen


was bei dir _ _ _ _ _ _ _ _ __

5. Frag ihn doch einfach, was er am Wochenende gemacht hat. Das Missverständnis können
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ bestimmt schnell _ _ _ _ _ _ _ _ __

6. Unsere Freundschaft hat gerade erst angefangen und durch sein Verhalten in Gefahr sein
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ sie schon wieder _ _ _ _ _ _ _ _ __

Mo da litätsverben

Bildung: Modalitätsverb +zu+ Infinitiv


Die Bedeutung kann je nach Kontext variieren :
Oie Situation ist nicht zu unterschätzen. -+ Oie Situation darf nicht unterschätzt werden .
Oie Aufgabe ist schnell zu erledigen. -+ Oie Aufgabe muss schnell erledigt werden.

b Formulieren Sie Satz 4 und 5 aus 2a ohne Modalitätsverb neu. Benutzen Sie ein passendes
Modalverb und kreuzen Sie die Regel an.

4. Er
5. Das Missverständnis

Moda lität sverb haben + zu+ Infinitiv -+ Umschreibung im D Aktiv D Passiv


Modalität sverb sein + zu+ Infinitiv -+ Umschreibung im D Aktiv D Passiv

c Formulieren Sie die Sätze mithilfe von Modalitätsverben um.


1. Anscheinend hat er ein Problem. 4. Er kann das Problem gut ignorieren.
2. Wir müssen das Problem schnell lösen. 5. Unser Arbeitsverhältnis ist in Gefahr, sehr
~ ü 1-3 3. Das Problem darf nicht unterschätzt werden . schwierig zu werden .

78
10
Modul 3
3a Sehen Sie die Fotos an und lesen Sie die Überschrift des Artikels in 3b. Welche Erklärung für Utes
Problem könnte der Artikel geben?

b Lesen Sie nun den Artikel und formulieren Sie dazu fünf Fragen.

Von Christian Stöcker

Wenn alle gleich aussehen


Menschen, die an Prosopagnosie leiden, können der Straße oder anderswo zu erkennen - ohne zu wissen
Gesichter nur mit Mühe voneinander unterschei- warum.
den. Einst galt die Störung als exotisch und selten, Diese verblüffend anmutende Erkenntnis verwundert
nun zeigt sich : Millionen von Menschen haben die- Grüter allerdings nicht übermäßig. Sie weiß, wovon
5 ses Problem - meist, ohne es zu ahnen. 40 sie spricht - ihr Ehemann, der ebenfalls auf diesem
„Eines Tages um die Mittagszeit", erzählt Bill Choisser, Gebiet forscht, ist selbst prosopagnostisch . Das sei
„traf ich meine Mutter auf dem Gehsteig und erkannte aber „nicht so beeinträchtigend, wie man sich das vor-
sie nicht." Sie sei „gar nicht amüsiert" gewesen über stellt", sagt sie, und fügt hinzu: „An mir ist mein Mann
den Fauxpas ihres Sohnes, berichtet der auf seiner noch nie vorbeigelaufen, ohne mich zu erkennen."
10 Webseite, und habe ihm „bis heute nicht vergeben". 45 Erwachsene, die mit der Störung leben, kommen oft
Für Choisser sind derartige Ereignisse keine lustigen hervorragend zurecht - Martina Grüter kennt „ Rechts-
Anekdoten, sondern ein lästiger Teil seines Alltags. anwälte, Ärzte, Schulrektoren" mit Prosopagnosie -
Choisser leidet an einer Störung mit dem unhandlichen was vermutlich einer der Gründe ist, warum bis vor
Namen Prosopagnosie - er tut sich schwer damit, Ge- einigen Jahren „nur 100 Fälle weltweit dokumentiert
15 sichter zu erkennen. 50 waren", wie Nakayama erklärt. Erwachsene mit der
Obwohl dieses Problem in der Weltliteratur das eine Störung haben „ Probleme in einer Verwechslungs-
oder andere Mal auftaucht, ist Prosopagnosie als defi- komödie oder mit einem Film, in dem lauter ähnlich
niertes Störungsbild erst 1947 zum ersten Mal wissen- aussehende blonde Frauen vorkommen", sagt Grüter,
schaftlich beschrieben worden. Bis heute, glaubt man aber im Alltag hätten sie Strategien entwickelt, um
20 aktuellen Forschungsergebnissen, ist das Wissen um 55 Menschen trotzdem zu unterscheiden.
den Defekt so wenig verbreitet, dass weltweit Milli- Das Problem, sagt Grüter, seien die Kinder. 50 Pro-
onen von Menschen keine Ahnung haben, dass viele zent des Nachwuchses von Prosopagnostikern hätten
ihrer Schwierigkeiten auf ihn zurückzuführen sind. Zwei selbst Probleme mit Gesichtern - und das kann, etwa
Prozent aller Menschen, schätzen Ken Nakayama von im Kindergarten, durchaus zu sozialer Ausgrenzung
25 der Harvard University und seine Kollegen, leiden an 60 führen. Würden Kindergärtner und Eltern aber richtig
Prosopagnosie, meist von Geburt an. Wer nie gelernt instruiert, könnten sie frühzeitig gegensteuern und
hat, wie es ist, Gesichter ohne Anstrengung unter- auch Tipps geben. „Zum Beispiel, dass man sich Jana
scheiden zu können, merkt gar nicht, was ihm fehlt. nicht darüber merkt, dass sie ein rotes Kleid anhat,
Martina Grüter kam in einer Studie an der Universität sondern lieber über die Form ihrer Ohren", sagt Grüter.
30 Münster für Deutschland auf einen ähnlichen Prozent- 65 „ Das Bewusstsein allein macht vielen Betroffenen das
satz wie ihre US-Kollegen. Besonders angeborene Leben leichter." Wenn das eigene Kind im Kindergar-
Prosopagnosie sei sehr viel weiter verbreitet, als man ten also Schwierigkeiten hat, sich in eine Gruppe zu
bislang vermutet habe, sagt sie. Stimmen die Schät- integrieren, muss man nicht gleich an Autismus oder
zungen, haben Hunderttausende von Deutschen Ähnliches denken - vielleicht kann es seine neuen
35 Schwierigkeiten, Nachbarn, Kollegen und Freunde auf 70 Spielkameraden einfach nicht auseinanderhalten.

c Arbeiten Sie zu zweit und beantworten Sie gegenseitig Ihre Fragen.

79
Vergangene Tage
1 Welche Romane, die von Familiengeschichten oder Kindheitserinnerungen handeln, kennen Sie?
Kennt ihr „Die Asche meiner Mutter" von Frank McCourt? Darin geht es um ...

2a Lesen Sie die kurze Darstellung wichtiger Personen


in „Der Geschmack von Apfelkernen" von Katharina
Hagena und erstellen Sie ein Schema.
Schc.efet-: = = O_.JJ,.
CJenT 1a. oo 1nnel1".
ff '·- --'-
Die Personen:
Anna und Bertha waren Schwestern. Bertha ist die
verstorbene Großmutter der Familie, um die es im
/
thurief- 1 "
Roman geht. Sie und ihr bereits seit einigen Jahren
verstorbener Mann Hinnerk haben drei Töchter:
Harriet, lnga und Christa. Harriet ist die Mutter von Rosmarie, die mit fast 16 Jahren tödlich verunglückte,
als sie durch das Glasdach des Wintergartens brach. lnga hat keine Kinder und Christa ist die Mutter von Iris.
Christa, ihr Mann und die Tochter Iris leben in Süddeutschland, Iris arbeitet als Bibliothekarin. Die Sommer-
ferien haben die Cousinen Rosmarie und Iris immer im Haus ihrer Großmutter Bertha verbracht und dort
mit der gemeinsamen Freundin Mira und manchmal auch deren jüngeren Bruder Max gespielt.

b Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Roman. Wer ist die Erzählerin? Was erfahren Sie über sie, die
Orte und die Situation?

Meine Großmutter Bertha Lünschen, geborene Deelwater, starb etliche Jahrzehnte nach Tante Anna, doch da
wusste sie längst nicht mehr, wer ihre Schwester gewesen war, wie sie selbst hieß oder ob es Winter oder Sommer
war. Sie hatte vergessen, was man mit einem Schuh, einem Wollfaden oder einem Löffel anfangen konnte. Im Laufe
von zehn Jahren streifte sie ihre Erinnerungen mit derselben fahrigen Leichtigkeit ab, mit der sie sich die kurzen
s weißen Locken aus dem Nacken strich oder unsichtbare Krümel auf dem Tisch zusammenfegte.
[... ]
Bertha musste sich daran erinnert haben, wie sehr ich das Haus früher liebte. Von ihrem Letzten Willen erfuhren
wir aber erst nach der Beerdigung. Ich reiste allein, es war eine weite, umständliche Fahrt in verschiedenen Zügen: Ich
kam von Freiburg und musste längs durch das ganze Land, bis ich schließlich oben in dem Dorf Bootshaven an der
10 Haltestelle gegenüber dem Haus meiner Großmutter aus einem fast leeren Linienbus ausstieg, der mich von einem geis-
terhaften Kleinstadtbahnhof aus durch die Ortschaften geschaukelt hatte. Ich war zermürbt von der Reise, der Trauer
und den Schuldgefühlen, die man immer hatte, wenn jemand gestorben war, den man liebte, aber nicht gut kannte .

c Erschließen Sie die Bedeutungen aus dem Kontext: ..... literarische Texte erschließen
1.::1
Wo steht das im Text? .....
1-
cz: Schlagen Sie nicht jedes Wort nach, sondern
a:: lesen Sie zunächst über unbekannte Wörter
1. Die Großmutter litt im Alter an Demenz. Zeile _ __ 1-
V'l
hinweg. Prüfen Sie dann, ob Sie die Handlung
2. Sie hat das Haus ihrer Enkelin Iris vererbt. Zeile _ __
verstanden haben. Wenn ja, lesen Sie weiter.
3. Ich bin mit dem Bus übers Land zu einer Zeile _ __ Wenn Sie merken, dass bestimmte Wörter im-
kleinen Ortschaft gefahren. mer wieder vorkommen, schlagen Sie die Über-
setzung erst nach, wenn Sie die Bedeutung auch
4. Ich war müde und traurig.
Zeile _ __ nicht aus dem Kontext erschließen können.

d Lesen Sie weiter und erklären Sie die Überlegung der Erzählerin, das Haus zu verkaufen.

Ich setzte mich auf das Sofa neben dem schwarzen Kamin und schaute nach draußen. Vom Wintergarten war
nichts mehr zu sehen, er war ein durchsichtiges, elegantes Konstrukt gewesen, das so gar nicht zum robusten
15 Backsteinbaus passen mochte. Nur Glas und ein Stahlskelett. Tante Harriet hatte es vor dreizehn Jahren entfernen
lassen. Nach Rosmaries Unfall. Allein die hellen Steinplatten, die eigentlich zu empfindlich waren für draußen,
erinnerten an den gläsernen Anbau.
Plötzlich merkte ich, dass ich es nicht haben wollte, dieses Haus, es war längst kein Haus mehr, es war nur
noch eine Erinnerung, genau wie dieser Wintergarten, den es nicht mehr gab.

80
[ Fertigkeitstraining r a()l))
10
Modul4
3a Lesen Sie einen weiteren Auszug aus dem Buch und erzählen Sie, was
passiert.

20 An jenem Tag an der Schleuse las ich nicht.


[... ]
Rosmarie sprang auf. Ka t h a ri na Hagena
- Kommt, wir hüpfen von der Brücke. Der Geschmack
von Apfelkernen
Mira erhob sich langsam und streckte sich. In ihrem Bikini sah sie aus wie eine
25 schwarz-weiß gefleckte Katze.
- Muss das sein?
Sie gähnte. .
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- Ja, es muss sein, meine Süße. Komm auch mit, Iris.
Mira sträubte sich:
30 - Kinderchen, geht woanders spielen, aber lasst bitte die Erwachsenen sich ein bisschen ausruhen, ja?
Rosmarie schaute mich an, ihre wasserfarbenen Augen schillerten. Sie reichte mir die Hand. Dankbar ergriff
ich sie, und wir rannten zusammen zur Brücke. Mira folgte langsam.
Die Brücke war höher, als wir dachten, aber nicht so hoch, dass man es nicht hätte wagen können. Im Hoch-
sommer sprangen hier die größeren Jungen hinunter. Heute war niemand auf der Holzbrücke.
35 - Schau mal, Mira, da unten sitzt dein kleiner Bruder. Hey! Niete!
Rosmarie hatte recht. Da unten saß Max mit einem Freund auf einem Handtuch. Sie aßen Butterkekse und
hatten uns noch nicht gesehen. Als Rosmarie rief, schauten sie hoch.
- Okay. Wer zuerst? fragte Rosmarie.
- Ich.
40 Ich hatte keine Angst vor dem Springen, ich konnte gut schwimmen. Und wenn ich schon hässlich war, so
war ich wenigstens mutig.
- Nein, Mira springt zuerst.
- Wieso? Lass doch Iris, wenn sie will.
- Ich will aber, dass du springst, Mira.
45 - Ich will aber nicht springen.
- Na komm. Setz dich auf das Geländer.
- Das mache ich gern, aber das war's dann auch.
- Schon klar.
Rosmarie schaute mich wieder an mit diesem Schillern im Blick. Ich wusste plötzlich, was sie wollte. Sie und
50 Mira hatten mich gerade noch ausgelacht, und nun verbündete sich meine Kusine mit mir. Ich war immer noch
verärgert wegen vorhin und fühlte mich doch geschmeichelt. Ich nickte Rosmarie zu. Sie nickte zurück. Mira saß
auf dem Geländer, ihre Füße baumelten über dem Wasser.
- Bist du kitzlig, Mira?
- Ihr wisst, dass ich es bin.
55 - Bist du hier kitzlig?
Rosmarie piekste ein bisschen gegen ihren Rücken.
- Nein, lass das.
- Oder hier?
Rosmarie kitzelte sie halbherzig an der Schulter.
60 - Geh weg, Rosmarie.
Ich stellte mich daneben und rief:
- Oder hier?
Und dann kniff ich Mira kräftig in die Seite. Sie zuckte und schrie und verlor das Gleichgewicht und fiel von
der Brücke.
65 Rosmarie und ich schauten uns nicht an. Wir beugten uns über das Geländer, um zu sehen, was Mira tun
würde, wenn sie wieder auftauchte.
Wir warteten.
Nichts.
Sie tauchte nicht wieder auf.

81
Vergangene Tage
b Beschreiben Sie die Beziehung der Mädchen untereinander.

c Lesen Sie weiter. Wer hat welche Gefühle? Sprechen Sie im Kurs.

Trauer Erleichterung Hysterie Hass Panik Reue

Schock Sprachlosigkeit Freude Verachtung Wut

70 Bevor ich sprang, sah ich noch, wie Max ins Wasser rannte, dass es nur so spritzte.
Als ich wieder auftauchte, zog Max seine Schwester schon Richtung Ufer. Sie hustete, aber sie schwamm.
Sie taumelte an Land und legte sich ins hohe Gras am Ufer. Max saß neben ihr. Sie sprachen nicht mit-
einander. Als ich aus dem Wasser stieg und Rosmarie von oben angerannt kam, sah er uns drei der Reihe
nach an, spuckte ins Wasser, stand auf und ging weg. Schwang sich mit der nassen Badehose aufs Rad und
75 fuhr davon.
Rosmarie und ich setzten uns neben Mira, die immer noch die Augen geschlossen hatte und schnell
atmete.
- Ihr spinnt.
Sie stieß die Worte hervor.
80 - Es tut mir leid, Mira, ich ...
Ich fing an zu weinen.
Rosmarie schwieg, blickte auf Mira. Als Mira endlich die Augen aufmachte, um Rosmarie anzuschauen,
legte diese den Kopf in den Nacken und lachte. Miras kleiner roter Mund verzog sich - war es vor Schmerz,
aus Hass, oder musste sie auch weinen? Ihr Mund öffnete sich, es folgte ein kurzer röchelnder Laut, dann
ss begann sie zu lachen, erst leise, dann laut, hilflos, schrill. Rosmarie ließ sie dabei nicht aus den Augen. Ich
saß daneben und heulte.

4a Nach Rosmaries tödlichem Unfall ist Iris nicht mehr zu ihrer Großmutter Bertha gefahren und hatte
keinen Kontakt zu Mira oder Max. Lesen Sie das Ende des Romans. Was ist nach Berthas
Beerdigung in Iris' Leben passiert?

Epilog
Ich sitze an Hinnerks Schreibtisch und schaue auf den Hof. Die Linden sind kahl.
[.. .]
Mein Sohn fährt mit seinen Freunden Skateboard zwischen den Linden im Hof. Ich muss mich beherr-
90 sehen, nicht an die Scheibe zu klopfen, um ihn zu bitten, die Hose höher zu ziehen und die Jacke zuzuma-
chen. Aber lange werde ich wohl nicht durchhalten.
Es friert.
Seit ein paar Tagen bin ich dabei, die oberen Zimmer für meine Eltern herzurichten. Mein Vater hat
beschlossen, aus Süddeutschland wegzuziehen, weil das Heimweh meiner Mutter überhandgenommen hat.
95 Sie weint viel und isst wenig. Sie zieht sich zurück.
Sie vergisst.
Manchmal weiß sie nicht, ob sie schon gekocht hat oder nicht. Manchmal vergisst sie auch, wie man
etwas kocht. Vielleicht wird es hier im Haus für sie einfacher, aber ich glaube nicht daran. Und ich glaube
auch nicht, dass mein Vater daran glaubt.
100 Mira habe ich immer noch nicht wiedergesehen, obwohl sie ja nun zur Familie gehört, aber ab und zu
rufen wir uns an. Max hat mehr Kontakt. Sie ist immer noch Partnerin in der Kanzlei und lebt seit elf Jahren
mit einer Lehrerin in einer Berliner Altbauwohnung. Wenn ich mit ihr telefoniere, sprechen wir beide nicht
von Rosmarie. So sehr sprechen wir nicht von ihr, dass wir ihren Atem in der Leitung hören können. Und
das Rauschen des Nachtwinds in den Zweigen der Weide.

~ ü 1-2 b Iris hat das Haus der Großmutter doch behalten. Warum hat sie ihre Meinung wohl geändert?

82
[ Fertigkeitstraining f (Jl)) 10
Modul4
5 Was denken Sie? Woran werden Sie sich in fünf Jahren erinnern? Wählen Sie drei Kärtchen oder
schreiben Sie über Ihre eigenen Ideen einen Text.
Fernsehsendungen/Filme
Privates Musik
politische Ereignisse

berühmte Persönlichkeiten neue Dinge/ Erfindungen Sonstiges

Ich denke, in fünf Jahren werde ich mich noch sehr gut an das große Open-Air-Konzert auf dem
Königsplatz in München erinnern. Es war ein Benefizkonzert für ...

•()l)) 6a Lieder und Erinnerungen hängen eng zusammen.


3.1s Hören Sie das Lied „Tage wie dieser" von der Band
Juli. Wie gefällt Ihnen das Lied: Text, Melodie,
Rhythmus, Stimme?

b Welche Tage könnten im Lied gemeint sein?


Beschreiben Sie einen solchen Tag.
„Tage wie dieser" sind für mich Tage, an denen die Sonne
scheint, es warm ist und ich Zeit habe, gemeinsam
etwas mit meiner Familie zu machen. Zum Beispiel . ..

7 Bringen Sie ein Lied mit, das Sie mit bestimmten Erinnerungen verbinden. Spielen Sie das Lied vor
und erzählen Sie.
'
VON ERINNERUNGEN BERICHTEN ~)
Ich erinnere mich noch genau, w ie .. . Ich weiß noch genau, wie ich . ..
Mir kommt es vor, als wenn es gestern gewesen Ich war damals ... und konnte mir nicht vorstellen,
wäre: ... dass „ .
Als .. . ständig im Radio lief, war ich . .. Es war in/ bei .. „ als ich ... das erste Mal hörte.
Als ich zum ersten Mal ... hörte, .. . Mir wird immer in Erinnerung bleiben, wie ...
Damals / Zu dieser Zeit wa r ich oft ...

Bei diesem Lied denke ich Ach ja, das werde ich nie
immer an meine Zeit in ...

83
L. Porträt Aleida und Jan
Assmann
Kulturwissenschaftler und Erinnerungsforscher
Das in Konstanz am Bodensee wohnende Forscherehepaar Jan und
Aleida Assmann wurde international bekannt durch seine Forschun-
gen zur Kultur des Erinnerns und prägte den Begriff „ Kulturelles Ge-
dächtnis". Sie erforschen, wie in einer Gemeinschaft Erfahrungen
und Erlebnisse „aufbewahrt" werden und welche vergessen werden .
Außerdem erklären sie, was innerhalb einer Kultur in das „ Kulturelle
Gedächtnis" aufgenommen wird, wie sich diese Erinnerungen verän-
dern und erneuern und welche Normen oder Werte als Bezugspunkte
für das Erinnern dienen. Weiter hinterfragen sie, wie Erinnerungen
weitergegeben werden und so lebendig gehalten werden. Dabei er-
forschen die beiden bekannten Ägyptologen die Verbindung zwischen
Kultur und Gedächtnis systematisch und interdisziplinär. So verdeut-
lichen sie Zusammenhänge von kollektiver Identität und politischen
Legitimierungen innerhalb einer Gemeinschaft mit einem kulturellen Gedächtnis. Es geht dem Ehepaar beim Erforschen
des kulturellen Gedächtnisses also auch darum, wie Erinnerungen und Traditionen Selbst- und Weltbilder prägen.

Beide haben zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, u. a. für ihre


Aleida Assmann (*22. März 19471
Anglistin, Ägyptologin und Literaturwissenschaftlerin gemeinsamen Forschungen die Stiftungsprofessur der Johannes Guten-
berg-Universität für das Jahr 2015. Sie haben zusammen fünf Kinder.
1993-2014 Lehrstuhl für Anglistik und allgemeine
Literaturwissenschaft an der Uni Konstanz
Gastprofessuren in Rice, Princeton, Yale,
Chicago und Wien Die Vergangenheit [„ .], das ist unsere These, entsteht überhaupt erst
2009 Ehrendoktorwürde der Universität Oslo
dadurch, dass man sich auf sie bezieht.
und Max-Planck-Forschungspreis
„Geschichte +Gedächtnis" Ein solcher Satz muss zunächst befremden. Nichts erscheint natürlicher als
2014 A.H.-Heineken-Preis für Geschichte das Entstehen von Vergangenheit; sie entsteht dadurch, dass Zeit vergeht.
der Königlichen Niederländischen So kommt es, dass das Heute morgen „der Vergangenheit angehört". Es ist
Akademie der Wissenschaften zum Gestern geworden. Zu diesem natürlichen Vorgang können sich aber
Gesellschaften auf ganz verschiedene Weise verhalten. Sie können - wie
Jan Assmann (*7 Juli 1938)
Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler Cicero von den „Barbaren" behauptet - ,,in den Tag hineinleben " und das
Heute getrost der Vergangenheit anheimfallen lassen, die in diesem Fall
1976-2003 Lehrstuhl für Ägyptologie an der Uni Verschwinden und Vergessen bedeutet, sie können aber auch alle Anstren -
Heidelberg
1998 Ehrendoktorwürde der Theologischen gungen darauf richten das Heute auf Dauer zu stellen, etwa dadurch, dass
Fakultät der Wilhelms-Universität Münster sie - wie Ciceros Römer - „a lle Pläne auf die Ewigkeit ausrichten"[ .. .]. Wer
ab 2003 Honorarprofessor für allgemeine in dieser Weise schon im „Heute" auf das „Morgen " blickt, muss das „Ges-
Kulturwissenschaft an der Uni Konstanz tern" vor dem Verschwinden bewahren und es durch Erinnerung festzuhal -
Gastprofessuren in Paris, Jerusalem ten suchen . In der Erinnerung wird Vergangenheit rekonstruiert. In diesem
und den USA
2004 Ehrendoktorwürde der Yale University Sinne ist die These gemeint, dass man sich auf sich bezieht.[... ]
2005 Ehrendoktorwürde der Hebräischen
Universität Jerusalem

__w
_w_w_ ~ Mehr Informationen zu Aleida und Jan Assmann.

Sammeln Sie Informationen über Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland, die für das Thema
„Erinnerung" interessant sind, und stellen Sie sie im Kurs vor. Sie können dazu die Vorlage „Porträt" im
Anhang verwenden.
Beispiele aus dem deutschsprachigen Bereich: Katharina Hagena - Christa Wolf - Uwe Timm - Joachim Bodamer -
Monika Maron - Deutsche Alzheimer Gesellschaft

84
Grammatik-Rückschau
10
1 Uneingeleitete Konditionalsätze

Konditionalsatz Verb am Ende Wenn unser Gedächtnis etwas Neues speichert, dann verstärken
mit wenn sich die Verbindungen zwischen bestimmten Neuronen.

Konditionalsatz Verb auf Position 1 Speichert unser Gedächtnis etwas Neues, dann verstärken sich die
ohne wenn Verbindungen zwischen bestimmten Neuronen.

2 Partizipialgruppen
Partizipialgruppen sind oft verkürzte Konditionalsätze und werden als feste Wendung gebraucht.
Partizipialgruppe Konditionalsatz

Genau betrachtet kann das Langzeitgedächtnis Wenn man es genau betrachtet, kann das Lang-
noch weiter unterteilt werden. zeitgedächtnis noch weiter unterteilt werden .

Unser Hirn besteht, grob geschätzt, aus etwa Wenn man grob schätzt, besteht unser Hirn aus
100 Milliarden Nervenzellen. etwa 100 Milliarden Nervenzellen.

Dem Partizip kann manchmal eine Präpositionalergänzung oder ein dass-Satz folgen:
verglichen mit+ Dat., abgesehen von+ Dat., ausgehend von + Dat., angenommen, dass

Häufige Partizipialgruppen: genau/ kurz/anders gesagt, anders formuliert, genauer/oberflächlich betrachtet,


genau/streng / im Grunde genommen, grob geschätzt

3 Modalitätsverben

Modalitätsverb Beispielsatz Umschreibung Bedeutung


+zu+ Infinitiv {je nach Kontext)

sein* Das Missverständnis ist schnell Das Missverständnis kann können


aufzuklären. schnell aufgeklärt werden.

Das Problem ist unbedingt zu Das Problem muss unbedingt müssen


lösen. gelöst werden.

Das Risiko ist nicht zu unter- Das Risiko darf nicht unter- nicht dürfen
schätzen. schätzt werden.

haben* Er hat was gutzumachen . Er muss was gutmachen. müssen

Du hast hier nichts zu kritisieren. Du darfst hier nichts kritisieren . nicht dürfen

nicht brauchen Er braucht gar nicht nett zu Er soll gar nicht nett lächeln. nicht sollen
lächeln.

Du brauchst dich nicht zu Du musst dich nicht entschul- nicht müssen


entschuldigen. digen.

scheinen Es scheint sich um eine Ver- Anscheinend handelt es sich anscheinend,


wechslung zu handeln. um eine Verwechslung. scheinbar

drohen Unsere Freundschaft droht Unsere Freundschaft ist in in Gefahr sein,


kaputtzugehen. Gefahr kaputtzugehen. Gefahr laufen

verstehen/ Er versteht/weiß mich zum Er kann mich zum Lachen können


wissen Lachen zu bringen. bringen.

* Sätze mit dem Modalitätsverb sein werden mit einem Passivsatz (oder einer Passiv-Ersatzform) umschrieben, Sätze
mit dem Modalitätsverb haben mit einem Aktivsatz.

85
l.Es war einmal
1a Lesen Sie die Titel der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm. Welche dieser Märchen kennen
Sie? Sagen Sie in ein bis zwei Sätzen, worum es darin geht.

Aschenputtel Hänse/ und Grete/


Dornröschen Rotkäppchen
Der Froschkönig Rumpelstilzchen
Der gestiefelte Kater Schneewittchen
Frau Holle Rapunzel

b Märchen raten: Nennen Sie zu einem Märchen typische


Gegenstände, Orte, Tiere oder Personen. Die anderen raten.

1!11' c Sehen Sie den Film und nennen Sie die drei Schwerpunkte, um die es geht.

2a Was wissen Sie über die Brüder


Grimm? Sammeln Sie im Kurs.

86
sehen 1 nachdenken 1 diskutieren 1 spielen 1 ...
10
b Sehen Sie die erste Filmsequenz. DEU TSCHES
Notieren Sie dabei Informationen
zu den folgenden Punkten.
WÖRTERB UC H
Vergleichen Sie Ihre Notizen dann
zu zweit.

• Lebenslauf JAGOB GRThfü UND W111IEL11 GRBl~l.

• Märchensammlungen
• Arbeiten zur deutschen Sprache

~ 3 Sehen Sie den Film noch einmal ganz und achten Sie auf die Einrichtung des Grimm-Museums in
Kassel. Beantworten Sie die folgenden Fragen:

• Welche Exponate sind im Museum zu sehen?


• Welche Angebote gibt es speziell für Kinder?

4 Wählen Sie eine der folgenden Aufgaben und bereiten Sie sich allein
oder in Gruppen auf die Präsentation im Kurs vor.

A Erzählen Sie Ihr Lieblings-


märchen der Brüder Grimm wie B Erzählen Sie ein Märchen aus Ihrem
ein/e Märchenerzähler/in. Land, wie es Eltern oder Großeltern
erzählen würden.

C Spielen Sie ein Märchen Ihrer Wahl als


Theaterstück vor. Spielen Sie als Gruppe
mit verteilten Rollen, mit Requisiten, ~ 5 Recherchieren Sie im Internet nach
einem Erzähler usw. Informationen zu den Brüdern
Grimm und ihren Märchen.

87
Gesund und munter _ _ _ _ __
Diese Übungen bereiten Sie auf das Kapitel vor.

~ 1 Rund um Gesundheit und Krankheit. Ordnen Sie die Wörter in der passenden Reihe zu. Notieren
Sie zu jeder Reihe einen Oberbegriff aus dem Kasten.

der Blutdruck die Ruhe die Kapsel die Krankheit der Krebs
die Fitness der Kreislauf das Wohlbefinden die Lebensfreude die Masern die Spritze

das l leilmittel die Salbe der Schlaganfall die Körperfunktion die Atmung

die Durchblutung - die Verdauung - _ _ _ _ _ __


2. das Heilmittel
die Tablette - das Hausmittel - _ _ __ _ __

die Grippe - der Herzinfarkt - _ _ _ _ _ __

4. -------------~
die Entspannung - _ _ _ __ __

~ 2 Fachbegriff und Alltagssprache. Was gehört zusammen? Ordnen Sie zu.

1. __ die Therapie a die Vorsorge

2. __ der Dermatologe b die Behandlung


3. die Narkose c der blaue Fleck
4. die Fraktur d der Hautarzt
5. __ das Immunsystem e die Betäubung
6. __ die Prophylaxe f der Bruch
7. das Hämatom g die Abwehrkräfte

~ 3 Ergänzen Sie die passenden Verben.

1. eine Krankheit vom Arzt _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ lassen


achten
2. regelmäßig Medikamente _ _ _ __ _ _ _ _ __ __ auflösen
3. Vorsorgetermine _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ auftragen
4. ein Pflaster auf die Wunde _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ behandeln
5. Salbe auf die Haut _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ einnehmen

6. auf eine gesunde Ernährung _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ __ freimach en


kleben
7. Brausetabletten in Wasser _ _ _ __ __ __ _ _ __
vereinbaren
8. den Oberkörper für die Untersuchung _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

88
- - - - - - - 16
~ 4 Sehen Sie die Bilder an und schreiben Sie Sätze dazu.

4. riskant - Sport -
Verletzung

1. impfen - Kind - Krankheit -


vorbeugen - Sicherheit

t:
2. Entzündung - Schmerzen -
Vorsorge - Behandlung -
Zahnarzt

5. eincremen - Haut -
Sonnenbrand - vermeiden -
schützen

3. Stress abbauen - Auszeit -


gut tun - Massage
6. Programm - Ernährung -
Gewicht - Sport - Verhalten

5 Was haben Sie in den letzten sechs Monaten für Ihren Körper oder für Ihre Gesundheit getan?
Wenn Sie nichts getan haben, überlegen Sie, was Sie tun könnten. Schreiben Sie einen kurzen Text.

89
Zu Risiken und Nebenwirkungen ...

~ 1 Forschung und Gesundheit: Wie heißen die passenden Nomen und Verben? Ergänzen Sie.

1. heilen 7. spritzen
2. das Experiment _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ 8. wirken
3. die Kontrolle 9. die Definition
4. die Messung 10. schmerzen
5. nachweisen 11. die Eignung
6. der Einsatz 12. das Verständnis _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

~ 2 Welches Verb passt nicht? Streichen Sie es durch.


HM~€/J S/€ Vt-€l L-€1CHT f! ()CH Wf!S
1. ein Medikament
G€!UIJ -€//JG€ 8 /l-1J€T-€ 1<12fl/Jl<H-€/T€/J '.l
verschreiben - einnehmen - verhalten - vertragen
2. Schmerzen
lindern - spüren - bewegen - haben
3. ein Rezept
ausstellen - bekommen - abgeben - aufgeben
4. eine Krankheit
heilen - bemerken - erkennen - einhalten
5. den Patienten
behandeln - beruhigen - verhandeln - versorgen
6. einen Zahn
waschen - putzen - untersuchen - ziehen

~ 3a Formen Sie die Infinitivsätze in dass-Sätze um.


1. Manche Patienten haben nach einem Arztbesuch den Eindruck, sich bereits besser zu fühlen .
Manche Patienten haben nach einem Arztbesuch den Eindruck. dass sie sich bereits besser fühlen.
2. Hausmittel haben den Vorteil, aus einfachen Zutaten hergestellt werden zu können .

3. Ärzte haben im Alltag oft das Problem, nicht genug Zeit für ihre Patienten zu haben.

4. Rückblickend können viele Patienten bestätigen, gut therapiert worden zu sein.

5. In der heutigen Zeit haben viele die Gewohnheit, zu schnell zu Medikamenten zu greifen.

6. Placebos hatten früher bei vielen Menschen den Ruf, völlig wirkungslos zu sein.

90
Modul 1
6
~ b Formen Sie die dass-Sätze in Infinitivsätze um.
1. Es ist nicht immer nötig, dass man bei jeder Krankheit gleich zu Tabletten greift.
2. Viele Patienten stehen vor dem Problem, dass sie die Therapierisiken nicht einschätzen können .
3. Die Forschung behauptet, dass sie die konkrete Wirkung von Placebos nachgewiesen hat.
4. Für Kinder ist es manchmal ideal, dass sie mit Hausmitteln behandelt werden .
5. Ob den Patienten bewusst ist, dass sie mit Placebos therapiert worden sind?
6. Ärzte sind heute oft der Ansicht, dass sie dank Placebos über gute Therapiemöglichkeiten verfügen .
7. Manche Menschen glauben, dass sie mit Placebos völlig nutzlose Mittel einnahmen.

1. Es ist nicht immer nötig, beijeder Krankheit gleich zu Tabletten zu greifen.


~ 1 Für Infinitivsätze in der Vergangenheit existiert kein Präteritum, daher wird das Perfekt benutzt.

~ c Markieren Sie, welche Sätze in einen Infinitivsatz umgeformt werden können, und formen Sie sie um.

mediforum.de
23 .6 . 12 „0 Hallo, vielleicht kann ich euch Mut machen, dass ihr auch mal zu einem
MarieLou 8 Hausmittel greift. Mein Bruder kann bestätigen, dass unsere Familie schon
immer auf Hausmittel schwört. Er selbst war aber der Ansicht, dass er wegen
seiner Migräne Tabletten einnehmen muss. Aber im Lauf der Zeit wurde klar,
dass sie ihm auch nicht halfen. Mein Bruder sagt heute, dass er von seinen
Medikamenten beinahe abhängig geworden ist. Darum ist es für mich wie ein
Wunder, dass er heute wieder fit und schmerzfrei ist. Er hatte sich schon damit
abgefunden, dass er sein Leben lang mit den Schmerzen leben muss. Über
unsere Tante erfuhr er, dass meine Cousine ein gutes Hausmittel gegen
Kopfschmerzen kannte. Es war sein Glück, dass er diesen Tipp bekam. Das
Mittel besteht aus verschiedenen Kräutern und es half ihm schon bald „ .

~ 4a Bilden Sie Infinitivsätze wie im Beispiel.


1. Möglichkeit haben - medizinisch versorgen (Passiv) 5. Gefühl haben - beobachten (Passiv)
2. Befürchtung haben - nicht lieben (Passiv) 6. vorhaben - Verrücktes tun
3. denkbar sein - neue Wege gehen 7. Lust haben - Neues anfangen
4. angewöhnen - freundlich sein

1. Heute gibt es viele Möglichkeiten, medizinisch gut versorgt zu werden.

b Ergänzen Sie die Satzanfänge mit Infinitivsätzen im Aktiv oder Passiv.

1. Ich hatte noch nie die G e l e g e n h e i t , - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


2. Meine Freundin hat Angst davor, _ _ _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ _ _ _ _
3. Ich hoffe darauf, _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

4 . Was hältst du von der Idee, - - -- - - - - - - -- - - - - - - - - - - - - - - - - -


5. Ich habe heute einfach keine Zeit, _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

6. Heute war keine Gelegenheit, - - - - -- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

91
Gesünder leben

~ 1 Lesen Sie noch einmal den Text im Lehrbuch und ordnen Sie den Ausdrücken 1-6 die
Umschreibungen a-f zu.

1. __ etw./jmd. vernachlässigen (Z. 3) a besonders geeignet sein

2. __ prädestiniert sein für etw. (Z. 5) b hier: auffällig oft


3. __ ein kognitiver Vorsprung (Z. 18) c etw. tolerieren

4. __ über etw. hinwegsehen (Z. 29) d weiter in der geistigen Entwicklung sein
5. __ vorzugsweise (Z. 83) e Maßnahme, um Krankheiten vorzubeugen

6. __ Programm zur Früherkennung (Z. 115/ 116) f etw./jmd. nicht genug Aufmerksamkeit schenken

~ 2 Lesen Sie die Zusammenfassung zu dem Text „Der Eva-Faktor" aus dem Lehrbuch und ergänzen
Sie die fehlenden Informationen. Notieren Sie pro Lücke ein Wort.

Im Artikel „Der Eva-Faktor" wird das Phänomen genauer betrachtet,


dass Frauen länger leben und Männer früher _l!L. Forscher nennen
dafür _ßL aus drei unterschiedlichen Bereichen: Biologische Unter- 2 _ _ _ _ __ _ __

schiede, Unterschiede in den Geschlechterrollen und im sozialen Umfeld,

in dem man lebt. Obwohl diese Verschiedenheit das Leben und die
Gesundheit von Männern und Frauen stark beeinflusst, so der Artikel,

wird bei der medizinischen Versorgung darauf aber kaum _flL gegeben. 3 _ _ _ _ _ _ _ __

Neben der Betrachtung der biologischen Faktoren, bei denen Mädchen


gegenüber Jungen bereits ab der Geburt einen Vorsprung in der Ent-

wicklung haben, wird im Text vor allem verdeutlicht, wie anders sich

Männer und Frauen in Bezug auf ihren Körper _ML: Frauen achten bereits 4 _ _ _ _ __ __ _

ab der Pubertät stark auf ihren Körper, ihr Gewicht und spätestens ab
Mitte 20 auch auf eine~ Ernährung. Im Vergleich gehen sie früher 5 _ _ _ _ _ _ _ __

und _J§L_ zu Ärzten. Männer testen ihre Körper im Wettkampf, sie achten 6 _ _ _ _ _ _ _ __

weniger auf ihr Gewicht und darauf, was sie genau essen oder trinken

und gehen eher selten zum Arzt, um sich _jzL zu lassen . Männer und 7 _ _ _ _ _ _ _ __

Frauen haben also sehr verschiedene Gesundheitskonzepte. Am Beispiel


Herzinfarkt wird gezeigt, dass es auch unterschiedliche medizinische
Muster gibt. Frauen gehen auch bei akuten _Jfil_ nicht sofort zum Arzt. 8 _ _ _ _ _ _ _ __

Kommen Männer und Frauen mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus,


dann wird dieser bei Männern schneller festgestellt. Generell sind

Männer sonst aber im Nachteil. Sie werden von Krankenkassen oder von
der Politik weniger wahrgenommen als Frauen. Zum _J2L_ weist der 9 _ _ _ _ _ _ _ __

Artikel auf ein positives Beispiel in Österreich hin, wo es medizinische

_jJ_QL_ speziell für Männer und Frauen gibt. 10 - - -- - - - - -

92
Modul2 ~

@:\, 3a Sehen Sie die Grafik an. Worum geht


Essen ist oft Nebensache
es? Wie bewerten unterschiedliche
Altersgruppen die Aussage? Würden Sie
zustimmen oder ablehnen? Sprechen „ Ich schaue beim Essen oft fern,
surfe nebenbei im Internet oder
Sie in Gruppen. blättere in einer Zeitschrift."

~ o()l)) b Hören Sie zwei Beschreibungen der


2 Grafik. Welche ist gut, welche nicht?
Sammeln Sie in Gruppen Gründe für
Ihre Bewertung.
Alter 18- 25 26-35 36-45 46-55 56- 65 66 und älter

c Vergleichen Sie Ihre Bewertungen


und Gründe im Kurs.
Grafik/Quelle: Ernährungsstudie der T echniker Krankenkasse 201 3

d Üben Sie eine eigene Beschreibung


zu der Grafik „Unser Speiseplan - UNSER SPEISEPLAN - heute und früher
Jährlicher Pro-Kopf-Verbrauch ausgewählter Lebensmittel in Kilogramm
heute und früher".
Machen Sie Notizen zu den darge-
stellten Informationen und wählen
e
Brot u.a. •• Gemüse
(jj!)
Fleisch
Qe> ou Q:> w# <:> 63
Milch Obst Kartoffeln Zucker Käse Fisch Butter Eier
(Stück·
Sie passende Redemittel aus. 96,5
kg 95,7
102,0 zahl)
93,8 93,0
Beschreiben Sie einem Partner/ einer 87,0 83,2
76,8
Partnerin die Grafik. Ihr Partner/ Ihre 66,0
kg 63,8
68,6
65,2

Partnerin bewertet Ihre Beschreibung.


Dann tauschen Sie.
1970

Einleitung Hauptpunkte beschreiben Unterschiede hervorheben

Die Grafik informiert über ... / Man kann deutlich sehen, ... Anders als bei ... kann man
stellt ... dar. bei ... feststellen, dass ...
Verglichen mit ...
Die Angaben erfolgen in .. . Im Unterschied zu ...
Auffällig/ Interessant ist, dass ...
Es wird über die Jahre .. . Die Werte von ... unterscheiden
Besonders hohe/niedrige ...
berichtet. sich deutlich von ...
gibt es bei .. .

auf Ähnlichkeiten verweisen Überraschendes nennen

... ist vergleichbar mit ... Ich hätte nicht erwartet, dass ...
Ähnlich/Genauso ist es bei ... Erstaunlich finde ich, dass ...

@:\, 4 Redewendungen zum Thema „Körper". Was bedeuten die Aussagen? Ordnen Sie zu.

1. __ Andauernd streiten wir uns. Das schlägt mir auf den Magen. a etw. ist nicht gut durchdacht
2. Der Plan ist absoluter Blödsinn. Er hat weder Hand noch Fuß. b eine Entscheidung nach seinen

3. __ Bei den Noten meines Sohnes stehen mir die Haare zu Berge. Gefühlen treffen
Wenn er so weitermacht, fällt er durch. c etw. stresst einen
4. __ Mein Bauch sagt mir, dass ich den Job nicht wechseln sollte. d etw. ist erschreckend/alarmierend

93
Schmeckt's noch?
E\, 1 Was fällt Ihnen zum Begriff „Bio" ein? Sammeln Sie.

Kleidung

Eigenschaften Produkte

BIO

Bauernhof

Orte

~ o()l)) 2 Hören Sie das Gespräch und kreuzen Sie an: Wer sagt was?
3
Lena Ramon beide
1. Discounter bieten generell keine guten Einkaufsmöglichkeiten . D D D
2. Ich bin mir nicht sicher, ob die Bioprodukte im Discounter
auch den Kriterien für Bio entsprechen. D D D
3. Billige Bioprodukte haben manchmal eine schlechte Qualität. D D D
4. Fleisch- und Wurstwaren esse ich ausschließlich in Bio-Qualität. D D D
5. Es gibt auch gute und umweltfreundlich produzierte Produkte
ohne Bio-Siegel. D D D
6. Es ist wichtig darauf zu achten, dass die Transportwege nicht zu
lang sind. D D D

3 Welche Produkte und Dienstleistungen würden Sie Bio kaufen? Bei welchen finden Sie Bio
überflüssig? Schreiben Sie einen Kommentar und begründen Sie Ihre Meinung.
Ich kaufe o~ Bioprodukte. Ich finde das wichtig, aber bei manchen Produkten finde ich es übertrieben.
Neulich habe ich z. B. Bio-Salz gesehen. Da stellt sich mir dir Frage, ob ...

94
Modul 3
6
~ 4 Ergänzen Sie falls, bei oder ohne.

1. ______ das Geschäft gut geht, planen wir, unser Angebot an Bioprodukten auszuweiten.

2. Das geht aber nur, ______ die Kunden das Bio-Sortiment auch gut annehmen.

3. ______ geringem Kundeninteresse an diesen Produkten können wir uns eine Erweiterung des
Angebots nicht leisten.
4. Aber ______ guter Qualität sind ja auch konventionelle Produkte durchaus empfehlenswert.

5. ______ einen entsprechenden Preis können wir Bioprodukte leider nicht anbieten .

6. Auf jeden Fall haben wir schon Kontakte zu einigen weiteren Biobauern aufgenommen, denn
______ vertrauensvolle und zuverlässige Partner können wir das nicht schaffen.

~ 5 Ergänzen Sie die Tabelle.

Verbalform Nominalform

1. Wenn Güter nicht in großen Mengen produziert Ohne Produktion in großen Mengen ...
werden können, sind die Preise hoch .

2. Beim Kauf von Bioprodukten sollte man auch auf


die Herkunft achten.

3. Wenn Obst und Gemüse über lange Strecken


transportiert werden, verliert die Ware auf dem
Weg wichtige Vitamine.

4. Ohne strenge Kontrollen kann gute Qualität nicht


garantiert werden .

5. Wenn die Produkte auf Wochenmärkten verkauft


werden, sind diese meist frischer als im Super-
markt.

~ 6 Sie planen ein großes Essen für Freunde.


Formen Sie um und führen Sie die Sätze
fort.
1. Wir haben schönes Wetter.
2. Es regnet.
3. Ich habe kein Auto.
4. Ich kaufe im Biomarkt ein.
5. Die Getränke sind nicht gekühlt.
6. Ich habe keinen großen Topf.
7. Ich bereite die Nachspeise zu .
8. Ich habe keine Hilfe beim Tischdecken.

1. Bei schönem Wetter können wir auf der


Terrasse essen.

95
Rundum gesund

~ 1 Welches Wort passt? Ergänzen Sie.

Entspannung Ausgleich Behandlung umstritten angetan schwören wagen Geschmack

1. Mein Job ist im Moment wirklich sehr anstrengend . Deswegen muss ich unbedingt zwei Mal in der
Woche Sport machen, diesen ___________ brauche ich unbedingt.
2. 0 Gestern habe ich zum ersten Mal eine Massage bekommen und ich muss sagen, ich war sehr

___________ davon. Ich denke, das werde ich mir öfters gönnen, ich bin richtig
auf den ___________ gekommen.

Siehst du, ich ja schon lange auf Sauna und Massage, das ist für
mich die beste nach einem anstrengenden Tag .
3. 0 Ich weiß ja nicht, ob ich dieses Fisch-Spa ausprobieren soll. Was denkst du, soll ich es mal
___________ ?
Na ja, diese _ _ _ _ __ _____ ist bestimmt nicht schlecht. Aber es ist recht
___________ ,ob es nicht eher Tierquälerei ist. Ich würde es nicht machen .

~ 2 Lesen Sie die Tipps des Schriftstellers Kurt Tucholsky für einen schlechten Redner. Notieren Sie
jeweils am Rand, wie der Tipp für einen guten Redner lautet.

Ratschläge für einen schlechten Redner

Fang nie mit dem Anfang an, sondern immer drei Meilen vor dem 1. Anfang: direkt zum
Anfang! Etwa so:
»Meine Damen und meine Herren! Bevor ich zum Thema des heuti-
Thema kommen
gen Abends komme, lassen Sie mich Ihnen kurz ... «
5 Hier hast du schon so ziemlich alles, was einen schönen Anfang aus-
macht: eine steife Anrede; der Anfang vor dem Anfang; die Ankündi-
gung, dass und was du zu sprechen beabsichtigst, und das Wört-
chen „kurz". So gewinnst du im Nu die Herzen und die Ohren der
Zuhörer.
10 Denn das hat der Zuhörer gern: dass er deine Rede wie ein schweres
Schulpensum aufbekommt; dass du mit dem drohst, was du sagen
wirst, sagst und schon gesagt hast. Immer schön umständlich.

96
Modul4
6
Sprich nicht frei - das macht einen so unruhigen Eindruck. Am 2.
besten ist es: du liest deine Rede ab. Das ist sicher, zuverlässig, auch
15 freut es jedermann, wenn der lesende Redner nach jedem vierten
Satz misstrauisch hoch blickt, ob auch noch alle da sind . Wenn du
gar nicht hören kannst, was man dir so freundlich rät, und du willst
durchaus und durchum frei sprechen ... [... ]ja, also wenn du denn
frei sprechen musst:
20 Sprich, wie du schreibst. Und ich weiß, wie du schreibst.
3.
Sprich mit langen, langen Sätzen [... ],die Nebensätze schön inein-
ander geschachtelt, so dass der Hörer, ungeduldig auf seinem Sitz
hin und her träumend, sich in einem Kolleg wähnend, in dem er
früher so gern geschlummert hat, auf das Ende solcher Periode
25 wartet .. . nun, ich habe dir eben ein Beispiel gegeben . So musst du
sprechen.
Fang immer bei den alten Römern an und gib stets, wovon du auch
sprichst, die geschichtlichen Hintergründe der Sache. [... ] Ich habe 4.
einmal in der Sorbonne einen chinesischen Studenten sprechen
30 hören, der sprach glatt und gut französisch, aber er begann zu allge-
meiner Freude so: »Lassen Sie mich Ihnen in aller Kürze die Entwick-
lungsgeschichte meiner chinesischen Heimat seit dem Jahre 2000
vor Christi Geburt .. . « Er blickte ganz erstaunt auf, weil die Leute so
lachten.
35 So musst du das auch machen. Du hast ganz recht: Man versteht es
ja sonst nicht, wer kann denn das alles verstehen, ohne die ge-
schichtlichen Hintergründe ... sehr richtig! Die Leute sind doch
nicht in deinen Vortrag gekommen, um lebendiges Leben zu hören,
sondern das, was sie auch in den Büchern nachschlagen können . ..
40 sehr richtig! [. .. ]
Kümmere dich nicht darum, ob die Wellen, die von dir ins Publikum 5.
laufen, auch zurückkommen - das sind Kinkerlitzchen. Sprich un-
bekümmert um die Wirkung, um die Leute, um die Luft im Saale;
immer sprich, mein Guter. [... ]
45 Du musst alles in die Nebensätze legen. Sag nie: »Die Steuern sind
zu hoch.« Das ist zu einfach. Sag: »Ich möchte zu dem, was ich so-
eben gesagt habe, noch kurz bemerken, dass mir die Steuern bei
weitem .. . « So heißt das. [. .. ]
Wenn du einen Witz machst, lach vorher, damit man weiß, wo die
50 Pointe ist.
[... ]Zu dem, was ich soeben über die Technik der Rede gesagt habe, 6.
möchte ich noch kurz bemerken, dass viel Statistik eine Rede immer
sehr hebt. Das beruhigt ungemein, und da jeder imstande ist, zehn
verschiedene Zahlen mühelos zu behalten, so macht das viel Spaß.
55 Kündige den Schluss deiner Rede lange vorher an, damit d ie Hörer 7.
vor Freude nicht einen Schlaganfall bekommen. [... ] Kündige den
Schluss an, und dann beginne deine Rede von vorn und rede noch
eine halbe Stunde. Dies kann man mehrere Male wiederholen .
[.. .]
60 Sprich nie unter anderthalb Stunden, sonst lohnt es gar nicht erst 8.
anzufangen.
Wenn einer spricht, müssen die andern zuhören - das ist deine
Gelegenheit! Missbrauche sie.

97
Rundum gesund Modul4

~ 3 Lesen Sie die zu ausführlichen Notizen zu einem Referat. Welche Informationen sind nicht so
wichtig? Welche Wörter können Sie weglassen oder durch Abkürzungen/Zeichen ersetzen?
Markieren Sie. Fassen Sie die Notizen möglichst knapp und übersichtlich zusammen.

Referat: Irrtümer zur Gesundheit


Thema betrifft ieden Einzelnen von uns· manche Mvthen halten sich hartnäckia
Irrtum 1: abends unter der Bettdecke svannendes Buch lesen-+ Auaen nicht kavutt nur müde·
Grund für Irrtum waren vermutlich besor4te Eltern Kinder sollten früher schlafen
Irrtum 2: Wer abends viel isst nimmt besonders schnell zu. Stimmt nicht wichti4 ist Clesamte
Ka/orienmen4e am Ta4
lrrtum3: Sturz von Fahrrad Cleht schnell Wunde mit einem Pflaster abdecken oder nicht? Wun-
den heilen in feuchter Um4ebun4 am besten. Körver kann Stoffe bilden die für Wund-
heilung_ wichti4 sind. An der Luft: austrocknen-+ harte Kruste-+ oft Narben·
Pflaster schützt die Wunde vor Keimen und Bakterien· Hautärzte: „Pflaster + Wunde
in Ruhe lassen"
Irrtum 4: eiskaltes Getränk ist beste Erfrischun4. Gefühl ist herrlich aber: sehr Kaltes kostet
Körver viel Ener4ie - muss Getränk erwärmen. Daher: am besten lauwarme Getränke.
Fazit: immer nachfraqen ob eine .. Weisheit" wirklich stimmt

Aussprache: Vorträge lebendiger gestalten

~ <)l)) 1a Hören Sie den Anfang eines Vortrags. Achten Sie darauf, welche Mittel der Sprecher nutzt, damit
4 das Publikum aufmerksam zuhört. Kreuzen Sie an, was Ihnen auffällt.
1. D Er baut Pausen ein. 6. D Er spricht unterschiedlich schnell.
2. D Er arbeitet mit kurzen Fragen. 7. D Er spricht mal leiser und mal lauter.
3. D Er lacht viel. 8. D Er baut Aufforderungen ein.
4. D Er betont wichtige Informationen. 9. D Er fragt Personen direkt.
5. D Er wiederholt wichtige Informationen.

~ <)l)) b Hören Sie einzelne Sätze aus dem Vortrag noch einmal und markieren Sie, wo der Sprecher
5 besonders betont, Pausen einbaut, mit Tempo oder Lautstärke arbeitet.
1. Stress, Hektik, Multitasking - unser Alltag verspricht nur wenig
Ruhe.
2. Muss das denn wirklich so sein?
3. Und das freut mich natürlich sehr.
4. „Wieso richtig?", werden Sie fragen.
5. Richtig ist, dass Sie das, was Ihnen wichtig ist, in Ihren Alltag
einbauen.
6. Entspann dich in deinem Alltag und nicht in teuren Wellness-
hotels.

c Stehen Sie auf. Hören Sie noch einmal und sprechen Sie nach. Benutzen Sie auch Ihre Hände,
um die Aussagen zu unterstützen. Wählen Sie dann drei Sätze aus und sprechen Sie.

2 Üben Sie nun mit Ihrem Referat aus Modul 4, Aufgabe 4 im Lehrbuch. Bauen Sie in Ihren
Einleitungen gezielt Pausen, Wiederholungen, kurze Fragen, besondere Betonungen ... ein.
Üben Sie dann zu zweit.

98
Sei bstei nschätzu ng

So schätze ich mich nach Kapitel 6 ein: Ich kann ...


+ 0 -
.. . einen längeren Radiobeitrag zum Thema „Placebo" verstehen . .,..Ml , A2b-d
a(]l))
-
D D D
... Meinungen in einem Gespräch über Bioprodukte erkennen . .,.AB M3, Ü2
D D D
„ . ein Referat über Irrtümer der Gesundheit verstehen und Informationen für ein
Handout ergänzen . .... M4, A3b
D D D
... einen Text über männliche und weibliche Gesundheitsbiografien detailliert
CO
- verstehen und schnell Einzelinformationen finden . .... M2, A2
D D D
... einen komplexen Text über Vor- und Nachteile von Bioprodukten zusammen-
fassen . .... M3, A1b
D D D
.. . die Kommentare eines Tutors zu einem Handout für ein Referat zuordnen und
analysieren . .,..M4, A3a
D D D
... einen ironischen Text verstehen und daraus ernst gemeinte Tipps
ableiten . .,.AB M4, Ü2
D D D
... über die Wi rkung von Placebos und Hausmitteln sprechen . .,..Ml, A2a, A4
0- D D D
.. . Hypothesen über Faktoren für ein längeres Leben aufstellen und
diskutieren . .,..M2, A1b
D D D
... eine Grafik und deren wichtigste Aussagen beschreiben . ...AB M2, Ü3
D D D
... ein Referat zu einem Gesundheitsthema vorbereiten und halten . .... M4, A4
D D D
... bei Referaten Fragen, Anmerkungen und Einwände klar formulieren und darauf
reagieren . .,..M4, A4c
D D D
.. . in einem Text erläutern, welche Rolle jeder Einzelne oder der Staat spielen, wenn es
D D D
-tl um die Gesundheit der Menschen geht. .,..M2, A4

... einen Kommentar zu Bioprodukten verfassen . ...AB M3, Ü3


D D D
... einen Kommentar zu verschiedenen Meldungen zum Thema „Wellness"
verfassen . .,..M4, A2
D D D
.. . zu ausführliche Notizen zu einem Referat knapp und übersichtlich zusammen-
fassen . ...AB M4, Ü3
D D D

Das habe ich zusätzlich zum Buch auf Deutsch gemacht (Projekte, Internet, Filme, Lesetexte, ...):

Datum: Aktivität:

Grammatik und Wortschatz weiterüben: interaktive Online-Übungen unter www.aspekte.biz/online-uebungen3

99
Wortschatz

Modul 1 Zu Risiken und Nebenwirkungen . ..

das Bedürfnis, -se das Präparat, -e


die Befürchtung, -en spüren

das Hausmittel, - die Therapie, -n


nachweisen (weist nach, trösten
wies nach, hat nach- verunsichern
gewiesen) verwöhnen

die Nebenwirkung, -en die Wechselwirkung, -en


pharmazeutisch die Wirksamkeit
das Placebo, -s der Wirkstoff, -e

Modul 2 Gesünder leben

die Auslese die Notaufnahme, -n


sich auszahlen die Prävention, -en
benachteiligen die Pubertät
einweisen (weist ein, prädestiniert für
wies ein, hat ein- die Todesursache, -n
gewiesen) unterlassen (unterlässt,

das Essverhalten unterließ, hat unter-

das Gen, -e lassen)


das Geschlecht, -er vernachlässigen

das Gesundheitssystem, -e der Vorsprung, -"e

die Hausarztpraxis, -praxen wählerisch

Modul 3 Schmeckt's noch?

die Belastung, -en der Schadstoff, -e


das Bioprodukt, -e der Schimmel

düngen spritzen
flächendeckend unbedenklich
die Gentechnik der Verbraucher, -

die Kontrolle, -n vertrauen

die Nahrungsmittelqualität der Verzehr


das Pestizid, -e

100
..,. Wortschatz
6
Modul 4 Rundum gesund

ausschöpfen saugen
das Image, -s der Schlamm
kitzeln sich suhlen in
knabbern sich tummeln
die Kosmetikbehand- vehement
lung, -en die Wundheilung
pürieren zart

Wichtige Wortverbindungen

von etw. angetan sein


etw. wärmt die Erinnerung an etw. auf
eine Frage aufwerfen
sein Herz ausschütten

etw. in sich hineinschaufeln


über etw. hinwegsehen (sieht, sah, hat gesehen)

auf etw. schwören (schwört, schwor, hat geschworen)


Sicherheit bringen (bringt, brachte, hat gebracht) /
Sicherheit geben (gibt, gab, hat gegeben)

etw. leichtfertig aufs Spiel setzen

sich etw. von der Seele reden

einen Unterschied ausmachen


etw. vergeht jmd. (vergeht, verging, ist vergangen)

Wörter, die für mich wichtig sind:

101
Recht so!
Diese Übungen bereiten Sie auf das Kapitel vor.

~ la Welche Begriffe passen zu welchem Bereich? Ordnen Sie zu. Es gibt mehrere Möglichkeiten.

der/die Angeklagte das Verfahren der Betrug das Geständnis die Beobachtung der Diebstahl
die Ermittlung die Fahndung der/die Zeuge/Zeugin die Fälschung die Geldbuße das Gesetz
der Mord der Einbruch die Justiz das Revier die Klage die Erpressung
der/die Rechtsanwalt/ Rechtsanwältin das Urteil der Notruf der Raubüberfall die Haftstrafe
der/die Richter/Richterin die Sachbeschädigung die Festnahme der/die Staatsanwalt/ Staatsanwältin
d er/d ie Verdächtige die Verhaftung die Verhandlung as \j e'•\"IÖ{ d.1e Verteidigung die Körperverletzung
0

Polizei Gericht Straftat

~ b Ergänzen Sie passende Verben zu den Nomen.

1. der Betrug 7. der Diebstahl


2. die Erpressung 8. der Mord

3. der Überfall 9. die Drohung


4. die Körperverletzung _ _ _ _ _ _ _ __ 10. die Fälschung

5. der Raub 11 . die Entführung

6. der Einbruch 12. die Beschädigung _ _ _ _ _ _ _ __

102
- - - - - - - 17
~ 2 Ergänzen Sie Nomen und Verben aus 1b in der passenden Form.

Jürgen M. - Täter und Opfer


Heute wurde der spektakuläre Prozess gegen Jürgen
M. aus Nürnberg beendet. Ein Täter, der zum Opfer
wurde.
Bereits Ende der 90er-Jahre wurde gegen Jürgen
s M. ermittelt. Er hatte mit Immobilien in Spanien ge-
handelt und interessierten Kunden Ferienhäuser an
der Costa Brava verkauft, die es gar nicht gab.
Der Schwindel fiel erst auf, als er die Käufer bereits
um 1,7 Millionen Euro (1) _ _ _ _ _ _ _ hatte. zum Abend des 21. Dezembers 2013. An diesem
10 Diese hatten nicht daran gezweifelt, dass die Doku- Tag (6) _ _ _ _ _ _ _ _ _ ihn eine Gruppe
mente zu den Häusern echt waren. Tatsächlich han- seiner Opfer an einen geheimen Ort. Dort verbrachte
<leite es sich aber um (2) _ _ _ _ _ _ _ __ er vier schreckliche Monate. Jürgen M. hatte furcht-
Erste Besuche vor Ort machten klar, dass die Käufer 30 bare Angst vor dem, was man ihm antun könnte. Viel-
getäuscht worden waren. Jürgen M. war zu dieser Zeit leicht würde man ihn quälen oder ihn im schlimms-
15 bereits in Skandinavien untergetaucht. Schon bald wur- ten Fall sogar (7) _ _ _ _ _ _ __
de er auch hier von der Polizei gesucht, denn 2013 er- 2014 gelang ihm die Flucht und er suchte
mittelte sie wegen zwölf (3) _ _ _ _ _ _ _ __ Schutz bei der kolumbianischen Polizei. Sie er-
auf schwedische Banken. Viel Geld erbeutete er 35 kannte seinen gefälschten Pass und übergab Jür-
dabei nicht, dafür (4) er gen M. an die deutsche Justiz. Diese verurteilte ihn
20 aber zwei Personen schwer. heute zu zehn Jahren Haft ohne Bewährung wegen
Jürgen M. floh nach Kolumbien, wo er als (8) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ an den Hauskäufern,
Detektiv arbeitete. Aber statt seinen Auftrag- (9) in zwölf Fällen und
gebern zu berichten, was er herausgefunden hatte, 40 schwerer Körperverletzung in zwei Fällen. Wegen der
(5) er die be- Vorfälle in Kolumbien stehen noch weitere Verhand-
25 obachteten Personen mit semem Wissen - bis lungen aus.

~ 3 Was passt zusammen? Ordnen Sie so viele passende Verben wie möglich zu.
1. nach einem Täter
2. ein Urteil absitzen aufklären beauftragen beobachten
3. einen Rechtsanwalt fah11den fällen folgen verkünden einschalten
4. ein Verbrechen
5. eine Haftstrafe nachgehen suchen untersuchen verbüßen
6. Hinweisen

1. nach einem Täter fahnden, ...

103
Dumm gelaufen

~ 1 Klug oder dumm? Wo passen die Ausdrücke? Ordnen Sie zu.

Stroh im Kopf haben etw. in der Birne haben nicht bis drei zählen können
keine große Leuchte sein helle sein hohl sein Grips haben
nicht auf den Kopf gefallen sein nicht von gestern sein beschränkt sein dämlich sein

klug dumm

~ 2a Unpersönliches Passiv. Bilden Sie aus den Aktivsätzen Sätze im Passiv mit es.

1. Man diskutiert viel über die Ursachen von Kriminalität.


Es wird viel über die Ursachen von Kriminalität diskutiert.
2. Man hat schon häufig über den Anstieg der Kriminalität in den Großstädten geredet.

3. Man berichtete oft darüber in den Medien.

4. Man denkt intensiv über Präventionsmöglichkeiten nach.

5. Man streitet über den Umgang mit jugendlichen Straftätern.

~ b Formen Sie die Sätze aus 2a so um, dass es entfällt.


1. Über die Ursachen von Kriminalität wird viel diskutiert.

~ c Formulieren Sie aus den Sätzen Nebensätze wie im Beispiel. Es gibt mehrere Möglichkeiten.

Es vourde in mehre1 en l läusem eingebrochen. Es wird intensiv nach den Tätern gefahndet.
Es wird von einer organisierten Bande ausgegangen.
Es wurde im Radio nach Zeugen gesucht. Es wurde vor den Verdächtigen gewarnt.

1. In dem Artikel steht, da55 in mehreren Häu5ern eineebrochen wurde.


2. Ich habe g e h ö r t , - - - - - - -- - - - - - - - -- - - - - - - - - -- - - - - -
3. Die Polizei sagt, - - - - - - -- - - -- - -- - - - - - -- - - -- - - - - - -
4. Meine Nachbarin hat mir erzählt,----- -- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
5. In der Zeitung steht a u c h , - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

104
Modul 1
7
~ 3a Formulieren Sie Passivsätze ohne es und achten Sie dabei auf
die Tempusform.
1. Man kann nicht alle Täter fassen .
2. Man musste in den vergangenen Jahren viele Fälle ohne
Ergebnis abschließen.
3. Die Polizei hat auch den letzten Überfall noch nicht vollständig
aufklären können .
4. Man hat viele Zeugen befragen müssen .
5. Die Polizei hat endlich zwei Verdächtige festnehmen können.
6. Die Polizei hat die Hintermänner aber noch nicht ermitteln können .
7. Sie muss jetzt weitere Beweise sammeln.
8. Dann kann man die Täter festnehmen und vor Gericht bringen.

1. Nicht alle Täter können gefasst werden.

~ b Schreiben Sie die umgeformten Sätze 1-3 aus 3a als Nebensätze.

Es ist klar, dass _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

Eine traurige Tatsache ist, d a s s - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Leider ist es so, d a s s - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

~ c Schreiben Sie Antworten wie im Beispiel.

1. Der Diebstahl wurde nicht angezeigt.


Aber er hätte angezeigt werden müssen.
2. Die Zeugen wurden nicht befragt.

3. Die Spuren wurden nicht untersucht.

4. Die Fingerabdrücke wurden nicht überprüft.

~ d Schreiben Sie die Nebensätze im Passiv Konjunktiv II der Vergangenheit.

1. Die Presse schreibt, (der Fall - genauer - untersuchen - müssen)

dass der Fall genauer hätte untersucht werden müssen.


2. In der Zeitung stand, (eine höhere Strafe - fordern - sollen)

3. Viele Leute denken, (gegen die steigende Kriminalität - früher - etwas - tun - müssen)

4. Andere meinen, (manche Straftaten - mit mehr Prävention - verhindern - können)

105
Dumm gelaufen Modul 1

~ 4a Lesen Sie den Artikel und ergänzen Sie die Sätze unten.

Aus Lust an der Lüge


Er behandelte und operierte - und flog nur durch einen anonymen Hinweis auf
Er war erst 29 Jahre alt, als er zwei Doktortitel vorweisen konnte und exakt 196 Operationen durchgeführt hatte.
Dann war die Traumkarriere des Christian E. vorbei. Der Anfang vom Ende war ein anonymer Brief an die Polizei,
der Ermittlungen auslöste. Ungeheuerliches kam zutage: Christian E. besaß ein Abiturzeugnis mit der Note 1,3,
5 eine Promotionsurkunde, die ihn zum Doktor der Medizin der renommierten Universität in Oxford machte, eine
Approbationsurkunde der Regierung in Mittelfranken und obendrein eine Doktorurkunde der wirtschaftswissen-
schaftlichen Fakultät der Uni Frankfurt.
Nach Angaben der Polizei waren alle Dokumente gefälscht, angeblich nicht einmal besonders gut, sondern sogar
mit vielen Rechtschreibfehlern. Tatsächlich hat Christian E. die Realschule mit der Note „ausreichend" in den
10 Hauptfächern abgeschlossen und anschließend eine Lehre gemacht.
An der Uni Erlangen ergatterte er mithilfe eines gefälschten Abiturzeugnisses einen Studienplatz und studierte
ein paar Semester Medizin. Das Studium brach er jedoch bald ab und bewarb sich mit zwei erfundenen Doktor-
titeln als Assistenzarzt an der Uniklinik Erlangen - erfolgreich.
Über ein Jahr dauerte der persönliche Wahnsinn in Weiß von Christian E„ bis ihn die Klinikleitung suspendierte.
15 Vom Landgericht Nürnberg-Fürth wurde er nun zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt - wegen Urkundenfälschung,
Betrugs und Titelmissbrauchs. Vor Gericht gestand Christian E. alle Vergehen. Er sagte aus, dass er nicht mehr
wisse, wann er begonnen habe, sein Umfeld zu belügen. Christian E. war dreist und überzeugend genug, um
Familie, Freunde, Kollegen und Patienten zu täuschen. „ Bei Hochstapeleien spielen häufig psychopathische
Persönlichkeitsstörungen eine Rolle", erklärt Gerhard Stemmler, Professor für Psychologie an der Universität
20 Marburg. „ Menschen, die daran leiden, stellen ihren eigenen Vorteil in den Mittelpunkt. Gefahren und Risiken
für andere, wie sie bei falschen Ärzten ja durchaus vorkommen, spielen für diese Menschen keine Rolle." Wie
durch ein Wunder kam durch die Behandlungen des falschen Arztes niemand zu Schaden.

1. Die Polizei kam dem Betrüger Christian E. nur aufgrund _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

auf die Spur.


2. Christian E. hatte _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ gefälscht und so einen Studienplatz

3. Auch mit seiner anschließenden _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ als Assistenzarzt hatte er Glück.

4. Das Landgericht Nürnberg-Fürth sprach jetzt sein Urteil: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ __


5. Zur Last gelegt wird Christian E.: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

6. Christian E. leugnete seine _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ nicht.

7. Ein Experte der Universität Marburg erklärte, dass für Menschen mit dem Krankheitsbild von Christian E.
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ nicht wichtig sind.

~ b Was passt zusammen? Ordnen Sie zu und kontrollieren Sie mit dem Artikel in 4a.

1. __ durch einen anonymen 4. zu dreieinhalb Jahren a gestehen d fälschen


Hinweis Haft
b täuschen e auslösen
2. __ Ermittlungen 5. __ ein Vergehen
c auffliegen f verurteilen
3. Dokumente 6. __ Freunde und Kollegen

~ 1Nutzen Sie die Texte, die Sie lesen, um Ihren Wortschatz zu erweitern. Schreiben Sie aus jedem Text zehn Wörter oder Ausdrücke
1- auf und klären Sie die Bedeutung. Versuchen Sie dann, die Wörter in anderen Kontexten zu verwenden.

106
Jugendsünden?! Modul 2
7
~ 1a Sehen Sie sich die Grafik „Straffällige Jugend" im Lehrbuch an. Welche Aussagen sind richtig?
Kreuzen Sie an.

D 1. Die Kurve zeigt die Entwicklung der jungen Straffälligen bis 14 Jahren in Zahlen.
D 2. Seit dem Jahr 2007 ist die Zahl der verurteilten Jugendlichen nur schwach gesunken.
D 3. Im Jahr 2012 sind weniger als 100.000 Jugendliche straffällig geworden.
D 4. In der Gruppe der 14-20-Jährigen gehört Diebstahl zu den häufigsten Straftaten.
D 5. Raub und Erpressung stehen laut der Grafik im Jahr 2013 an Platz 2.
D 6. Die meisten verurteilten Jugendlichen erhalten eine Jugendstrafe.

~ b Korrigieren Sie die falschen Aussagen .

~ ~ 2 Stefan Weinmann wurde einer Straftat verdächtigt, die er nicht begangen hat, und muss bei der
GI Polizei aussagen. Aus diesem Grund schreibt er heute zwei Nachrichten: eine E-Mail an seinen
Freund Tim und einen Brief an den Rechtsanwalt Dr. Kramm .
Für die Aufgaben 1- 10 füllen Sie die Lücken. Verwenden Sie dazu eventuell die Informationen aus
der ersten E-Mail. In jede Lücke passen ein oder zwei Wörter.

0 0
Hallo Tim,
du wirst nicht glauben, was mir gerade passiert ist.
Gestern hatte ich spät noch Lust, zu joggen. Gegen 23:00 Uhr bin ich dann zum Stadtpark neben dem
Schwimmbad gelaufen. Beim Schwimmbad rennen auf einmal zwei Typen an mir vorbei und ver-
schwinden im Park. Ich habe noch gesehen, dass sie einen Rucksack dabei hatten, aber sonst nichts Be-
sonderes: Jogginghose, Kapuzenshirt, Sportschuhe. Ich laufe also weiter, da höre ich schnelle Schritte
und habe ich eine Hand auf der Schulter. Ein Mann hinter mir sagt: „ Polizei, stehen bleiben!" In einem
Polizeiwagen werde ich zur nächsten Wache gebracht. Ich dachte, sie wollen mich als Zeugen verneh-
men. Stattdessen folgen zwei Stunden Befragung zu Komplizen, Beute und Einbruch. Sie haben mich
verdächtigt! Die Polizei hat die Situation total missverstanden, nur weil die Diebe fast so aussahen wie
ich und ich zufällig zur gleichen Zeit da war. Gegen 2:00 Uhr konnte ich dann gehen, aber ich werde
noch einmal befragt. Jetzt brauche ich Hilfe und möchte mir einen Anwalt suchen.
Kennst du einen? Ruf mich morgen doch bitte gleich mal an.
Danke! Stefan

sevw (0) Herr Dr. k.rCIVVlVVl,


Lcn (1) VVlLcn V\ e[,{te C1V1- sLe, [,{!lt,\. sLe z[,{ bLtteVI-, VVlLcn beL eLVl-er A [,{sscige beL vier PoLLzeL z[,{ [,{V\,terstü.tzeV\,.
r>ci beL gent es [,{!lt,\. eLV\,eV\, EOLVl-br[,{cn LVI- cfos scnwLVVlVVlbcivl CIVVl stcivltpcirlz.
Als vier cLVl-brnc.n gesc.nCln, WClr Lc.Vi LV\, vier (2) vles Sc.nwLVVlVVlbClvls joggeV\,. lcn ncibe vlLe fLLeV\eV1-vleV\, Ttiter
sogcir geseneV\,. sLe trngeV\, gciV\,z (3) KLeLvl[,{V\,g wLe Lc.Vi [,{V\,vl VicitteV\, eLV\,eV\, R[,{clzscic.lz vlcibeL. /<'..[,{rz vlcirci[,{f
nLeLt VVlLcn eLV1- (4) CM [,{V\,vl Lcn W[,{rvle Z[,{r wcicne gebrcicnt. DLe PoLLzeL gLci[,{bte, Lcn seL eLV1-er vier Ttiter [,{V\,vl
Lcn w[,{rvle Vl-Lcnt ciLs Le[,{ge, soV1-vlerV1- ciLs (5) befrcigt. Ncicn zweL st[,{V1-vleV1- vl[,{rfte Lcn vlLe wcicne zwcir ver-
LcisseVI-, VVlCIVI- gLci[,{bt w_Lr ciber Vl-Lcnt vlciss es sLcn [,{!lt,\. eLVl-eV\, (6) nC1V1-vleLt, vlciss Lcn Z[,{ vlLeser LeLt beLVVl
scnwLVVlVVlbcivl wcir. IVI- vlLeser AV1-geLegeV1-V\eLt LLegt eLVI- grotes (7) vor. AVVl 2J-J[,{LL werde Lcn eLVI- (8) MCIL
vovo c\er PoLLzeL Z[,{ c\Lesevvc cLvobv[,{cn befvcigt.
jetzt Vioffe Lc.Vi, vlciss sLe VVlLr vlcibeL (9) RÖV1-V1-eV1-, VVleLV\,e IA.voscV\[,{Ld z[,{ beweLsevo. Deiner wü.rvle Lcn VVlLe-Vi
(1 O) eLV1-ev-- TerVVlLV1-vorscnLcig fü.r eLVI- vorgespriicVi VVlLt lnV1-eV1- fre[,{eV\,.
MLt fre[,{vcvlLLcn evo c;ri:-t1ieV1-
stefC1V1- weLVl-VVlCIV\,V\,V\,

0. geehrter

107
Da lacht Justitia ... - - - - - - - - - - - - -

~ •C]l)) 1a Wie entsteht ein Gesetz? Hören Sie den Podcast und ergänzen Sie das Schema für einen Vorschlag,
6 den ein Bundesministerium macht.

1. Bundestag wird von einem Ministerium Vorschlag für _________________


vorgelegt. Meist billigt Bundesregierung den Vorschlag.
2. _ _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ leitet Vorschlag weiter an Bundesrat.
Bundesrat gibt _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ ab.

3. _ _ _ _ _ _ _ _______ im Bundestag:

-+Vorschlag wird diskutiert.


4. _ _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _: Experten _ _ __ _ _ _ __ __ ___ und sch lagen

- - - - - - - - - - - - -- vo r.
-+ Empfehlung: Gesetz annehmen oder ablehnen

5. Zweite Lesung im _ _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ : Alle Mitglieder besprechen Entwurf und

Bericht des Ausschusses.

6. Dritte Lesung: Bundestag entscheidet:


-+Gesetz wird _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ oder _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

i
7. Bundesrat entscheidet bei zustimmungspflichtigen Gesetzen:

-+ Gesetz wird verabschiedet oder abgelehnt.

1 v.Juch, - - - - - - - , - - - - - - - - z u finden

8. Bundespräsident/in lässt Gesetz ausfertigen und _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ es.

9. Gesetz wird vom zuständigen _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ bzw.


_ _ __ _ _ _ _ _ _ __ _ _ unterschrieben. Danach unterschreibt Bundeskanzler

bzw. Bundeskanzlerin.

b Vergleichen Sie zu zweit und hören Sie noch einmal zur Kontrolle.

~ 2 Wortschatz zum Thema „Wie ein Gesetz entsteht". Ordnen Sie die Ausdrücke zu.

eine erste Vorlage Empfehlungen einen gemeinsamen Kompromiss eine Entscheidung

1. _ _ _ _ _ _ _ __ _ _ _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ gemeinsam treffen

2. erstellen
3. _ _ _ _ _ _ _ _ __ _ __ _ __ _ _ _ _ _ _ für alle Beteiligten finden

~ geben

108
Modul 3
7
~ 3a Formen Sie die modalen Partizipien in Relativsätze um.

1. Die zu erwartende Kritik an den neuen Gesetzen interessiert viele Politiker nicht.
2. Während einige Personen in der Gesellschaft von den neuen Gesetzen profitieren werden, sehen
manche auch schwer abzuschätzende Nachteile.
3. Manche Bürger fragen sich, ob die neu zu verabschiedenden Gesetze auch sinnvoll sind.
4. Der Ausschuss hat die Aufgabe, die zu erwartenden Konsequenzen zu beschreiben.
5. Es ist Aufgabe des Fachausschusses, zu berücksichtigende Empfehlungen zu formulieren.
6. Das einzuhaltende Verfahren dauert vielen Menschen zu lang.

1. Die Kritik an den neuen Gesetzen, die erwartet werden kann, ...

~ b Bilden Sie aus den Relativsätzen modale Partizipien.

1. die Akte, die aufgehoben werden muss die aufzuhebende Akte


2. das Gesetz, das beschlossen werden soll
3. die Entwicklung, die aufgehalten werden muss
4. die Taten, die vermieden werden können
5. die Geldstrafe, die gezahlt werden muss
6. die Sicherheitshinweise, die nicht missachtet
werden dürfen
7. die Wünsche, die erfüllt werden sollen

~ 4a Partizipien im Alltag. Ordnen Sie den Textteilen die passende Textsorte zu. Eine Textsorte passt
zweimal.

a Mietvertrag b Beipackzettel eines Medikaments c Gebrauchsanweisung


d Studienordnung e Sicherheitshinweis
f Gerichtsbericht

1. __ Für Prüfungen und Zeugnisse besteht die 2. Die einzunehmende Dosis richtet sich nach Alter
Pflicht, diese über einen Zeitraum von 5 Jahren verfüg- und Gewicht des Patienten / der Patientin. Folgen Sie dazu
bar zu halten. Die aufzubewahrenden Dokumente kön- den Anweisungen Ihres Arztes.
nen in digitaler Form archiviert werden.

3. _Der Mieter muss Schäden in der Wohnung umge-


4. lwt f alle ei11es Feuers ist das Perso11al berech-
hend schriftlich an die Hausverwaltung mitteilen . Das ti9t, dm Ciiiste11 Sicherheits@weisu119e11 zu 9ebe11, die
Schreiben mit dem schriftlich darzustellenden Mangel ei119ehalte11 werde11 wiüsse11. Ciiiste u11d Perso11al solle11
senden Sie bitte an folgende Adresse:
das H@s 9eord11et u11d ruhi9 verlasse11.

5. _Geben Sie auf die zu reinigende Fläche einige


Tropfen „ Top-Glanz". Wischen Sie mit einem feuchten 6. __ Das Resultat der Verhandlungen ist
Tuch kurz nach. noch unklar. Die auszuwertenden Beweise
und Aussagen waren sehr umfangreich.

7. _ _ Die Reinigung des Treppenhauses, die wöchentlich von allen Mietern


erledigt werden muss, ist in der Hausordnungjestaeleat.

~ b Formen Sie die entsprechenden Sätze aus 4a in Relativsätze oder Sätze mit modalem Partizip um.

109
Kriminell

~ 1 Wie heißen die Wörter? Ergänzen Sie.

1. dort, wo eine Straftat passiert ist: der T _ _ _ _ t


2. damit wird ein Verbrechen begangen, z. B. eine Pistole: die _ _ _ w _ f __
3. Nachweis, dass jemand zur Tatzeit an einem anderen Ort war: das A _ _ b _
4. Grund für eine Tat: das ot
5. Aussage, in der man zugibt, etwas Verbotenes getan zu haben: das G _ st _ _ _ _ _ s
6. anderes Wort für Verhaftung: die _ e__ n _ _ m_
7. Beleg, dass eine Aussage richtig ist: der B _ w __ _

2a Lesen Sie einen Auszug aus dem Roman „Milchgeld" von Volker Klüpfel und Michael Kobr und
beschreiben Sie die Situation und den Kommissar.

Kreuzkruzifix!
Kluftinger sprach den Fluch nicht laut aus, er dachte ihn nur. Seine Frau hasste es, wenn er fluchte, und
alles, was er mit einem laut ausgesprochenen Fluch bewirkt hätte, wäre einer ihrer Vorträge gewesen. „Ein
Kommissar sollte sich in seiner Ausdrucksweise wohl von denen abheben, hinter denen er beruflich her ist",
s würde sie dann wieder sagen.
Und darauf konnte er ganz gut verzichten, wo seine Laune sowieso schon nicht besonders war. Denn
wenn es etwas gab, was er hasste, war es, beim Essen gestört zu werden. Das passierte natürlich vorzugswei-
se am Montag. Seinem Montag. Seinem Kässpatzen-Montag. Die Kässpatzen waren das Beste am Montag,
eigentlich das Einzige, weswegen er ihn überhaupt ertragen konnte. Denn montags war Musikprobe und das
JO lag ihm dann immer den ganzen Tag über im Magen.
„Gehst du mal hin?", rief seine Frau aus der Küche zu ihm herüber, nachdem das Telefon bereits zum
dritten Mal geklingelt hatte. Sie aß heute nicht mit. Diättag, wie sie sagte. In Wirklichkeit wusste er, dass sie
jedes Mal, wenn sie für ihn kochte, selbst auch immer ein „bissle was" aus dem Kühlschrank stibitzte. Aber
sollte sie ruhig. Er schlug ja auch jedes Mal kräftig zu, obwohl ihm bewusst war, dass ihm so fette Speisen
15 eigentlich nicht bekamen. Er wusste, dass ihn heute Nacht sein Sodbrennen wieder heimsuchen würde, die
vielen in Butter gebräunten Zwiebeln würden schon dafür sorgen. Und doch liebte er diese deftige Kost.
Besonders die Zwiebeln. Wenn es nach ihm ginge, könnte man das Verhältnis von Spatzen und Zwiebeln
ruhig umkehren, sodass man eher Zwiebelspatzen hätte. Denn irgendwie hatte man immer zu wenig Zwie-
beln. Dass seine Frau ihm jeden Montag seine Spatzen kochte, trotz der „Sauerei", die, wie sie immer sagte,
20 danach die ganze Küche verklebte, war das Ergebnis eines Handels, den sie vor vielen Jahren abgeschlossen
hatten.
Und bis auf den Tag der Beerdigung ihrer Mutter und der Abiturfeier ihres Sohnes hatte sie die letzten -
wie viele Jahre waren es eigentlich gewesen? - bestimmt gut 15 Jahre ihren Teil der Vereinbarung immer
eingehalten.
25 Er hatte deswegen aber kein schlechtes Gewissen, schließlich ging er dafür jeden Montag zur Musikprobe.
Lange war er standhaft geblieben, immer wieder hatten sie ihn bekniet, doch mitzumachen, weil sonst nie-
mand so ein Taktgefühl für die große Trommel besaß wie er, weil sonst niemand stattlich genug war, dieses
mächtige Instrument zu tragen - weil sonst niemand diese saudumme Großtrommel spielen wollte, hätten
sie ruhig ehrlich sagen können, dachte er manchmal.
30 Auch seine Frau hatte ihn immer wieder darum gebeten. Ihm war völlig klar, weshalb: Sie wollte, dass
er - und damit auch sie - am Dorfleben teilnahm. „Nun mach halt einfach mal mit, wenn du erst dabei bist,
macht es dir bestimmt Spaß, und wenn sie dich doch so dringend brauchen ... " Irgendwann hatte er dann
leichtfertig ja gesagt. Irgendwann sagte er immer ja. Das wusste sie.
Es klingelte zum vierten Mal. Mit einem Ächzen erhob er sich und ging in den Hausgang. Seine Bund-
35 hose zwickte im Schritt. Lederhosen! Wer hat nur diese saudummen Lederhosen erfunden, dachte er sich
bei jeder Bewegung. Aber es half nichts. Heute war große Auftrittsprobe und das hieß: in voller Montur. In
seinem Fall war das die Kniebundhose mit den kratzigen Wollstrümpfen, das weiße Stehkragen-Hemd, das

110
Modul4
7
ihm immer die Kehle abschnürte und sein Gesicht noch röter aussehen ließ, und die rote Weste. Wenigstens
die Jacken mussten sie heute nicht anziehen, die waren alle in der Reinigung. Es klingelte zum fünften Mal.
40 „Ja, Kluftinger?", fragte er in den Hörer. Er dachte, es wäre eine Freundin seiner Frau, seine Schwägerin,
wer auch immer, dass es aber ein dienstliches Gespräch sein sollte, wunderte ihn. Die Einsatzleitung rief an.
Kluftinger schwante Böses.
Früher, als junger Polizist hatte er öfter mal nachts raus gemusst, etwas Spektakuläres war aber nur sel-
ten dabei. Jetzt ließ er sich immer Wochentage zuteilen, an denen erfahrungsgemäß die Kriminalrate gegen
45 null tendierte: Montags beispielsweise schienen nicht nur Pfarrer und Friseure ihren freien Tag zu haben,
sondern auch Gesetzesbrecher.
Die Stimme der jungen Beamtin am anderen Ende war erfüllt von professioneller Ernsthaftigkeit und
Betriebsamkeit. „ ... Tötungsdelikt ... kriminal technische Untersuchung ... vor Ort ... Staatsanwaltschaft."
Als es Kluftinger gelungen war, seine Aufmerksamkeit vom Topfklappern aus der Küche weg und auf
50 das Gespräch zu lenken, hatte er das Wichtigste bereits verpasst. Die Dame am anderen Ende redete viel zu
schnell. Sie war aus Norddeutschland.
Er bat sie, sie möge alles noch einmal wiederholen, diesmal verstand er wenigstens die Adresse, zu der er
kommen sollte. Er konnte es kaum glauben: Die Stimme am anderen Ende nannte seinen eigenen Wohnort:
Altusried. „Kreuz ... ", verbiss er sich einen weiteren Fluch. Nicht einen Bissen hatte er angerührt und jetzt
55 das. Ein Toter, so viel hatte er mitbekommen. Das konnte ja heiter werden. Viel Zeit blieb ihm nicht mehr.
Er konnte sich entweder noch schnell umziehen oder sich ein paar Kässpatzen einverleiben. Kluftinger setzte
sich hin und begann zu essen.

~ b Aus welcher Region kommt der Kommissar? Woran kann man das erkennen?

c Wie gefällt Ihnen dieser Textauszug? Hätten Sie Lust, das komplette Buch zu lesen?

~ d Ergänzen Sie die Buchkritik.

Vorliebe Mord Ermittlungen Regionalkrimis Volltreffer Mittelpunkt Reihe Schauplatz

Das Buch „Milchgeld" von Volker Klüpfel und Michael Kobr gehört zur Sparte der
(1) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ und ist der erste Band einer ganzen (2) _ _ _ _ _ __
(3) der Krimis ist immer das Allgäu .
Im (4) des Geschehens steht der Kommissar Kluftiger mit
seiner Vorliebe für Kässpatzen mit Zwiebeln und seiner Abneigung gegenüber Lederhosen.
Unter der scheinbar dörflerischen Oberfläche blitzt dabei aber ein hellwacher Verstand. Der
Kommissar soll den (S) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ am Lebensmittelchemiker des ört-
liehen Milchwerks aufklären und wendet dabei immer wieder ganz eigene, ungewöhnliche
Methoden an. Als auf der Beerdigung des Mordopfers noch weitere seltsame Dinge passieren,
hat Kluftinger viel zu tun. Neben den (6) _ _ _ _ _ _ __ _ _ _ _ muss sich der
Kommissar auch noch um den geplanten Urlaub mit seiner Frau und einen aufdringlichen Nachbarn küm-
mern. Kluftingers sympathische (7) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ für lokale Leckerbissen wie würzigen
Käse und deftige Wurstplatten sorgen dafür, dass Kluftiger bei seinen Ermittlungen mangels Kondition hin
und wieder außer Atem gerät. Das hervorragend recherchierte Lokalkolorit, die bodenständigen Charaktere,
die Mischung von Tradition und Moderne und die spannende Geschichte machen diesen Krimi mit Kluftin-
ger zu einem (8) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

111
Kriminell Modul4

~ 3 Sich einigen. Lesen Sie den Ausschnitt aus einem Gespräch und ordnen Sie die Redemittel zu.

a Ich würde vorschlagen, dass ... d Ich fände es am besten, ...


b Das halte ich für keine gute Idee, weil ... e Das klingt gut, aber ...
c Wären Sie einverstanden, wenn ... f Super, dann machen wi r es also so:

0 Herr Lorenz liest doch so gern Krimis. (1) __ wir ihm Eintrittskarten für eine Lesung schenken würden?
(2) __ wir wissen ja gar nicht, welche Autoren er besonders gern mag. Vielleicht gefällt ihm der Autor
dann nicht, das wäre doch sehr schade. (3) __ wir ihm einen Schreibkurs für Krimiautoren schenken.
Das ist doch mal was anderes.
0 (4) __ Herr Lorenz ja im Moment wirklich sehr wenig Zeit hat. Wie finden Sie folgende Idee? Wir
schenken ihm zwei Kinogutscheine.
(5) __ ihm zu den Kinogutscheinen noch ein Buch über berühmte Krimischauplätze zu schenken.
Ich würde das auch besorgen. Und Sie kümmern sich dann vielleicht um die Kinogutscheine. Ich bin mir
sicher, dass er sich darüber freuen wird .
0 (6) __ Wir kaufen zwei Kinogutscheine und schenken ihm zusätzlich ein schönes Buch.
Ja, genau ....

Aussprache: lange Komposita


~ o(JJ)) la Hören Sie die Wörter und markieren Sie die Wortakzente.
7
1. Zeuge - Aussage 2. Jugend - Kriminalität 3. Gesetz - Vorlage 4. Reise - Kosten

~ o()l)) b Hören und notieren Sie die Komposita der Wörter aus la. Hören Sie noch einmal. Wo liegt die
8 Hauptbetonung? Markieren Sie das betonte Wort.
3. _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _~
1. ----------------~
2. _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _~ 4. _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _~

~ •()l)) c Hören Sie jetzt dreiteilige Komposita. Auf welchem Wort liegt die Hauptbetonung? Markieren Sie.
9
1. Zeugenaussageprotokoll 3. Gesetzesvorlagentext
2. Jugendkriminalitätsrate 4. Reisekostenabrechnung

~ •()l)) d Hören Sie ein Kompositum aus vier Teilen von hinten nach vorne. Achten Sie auf die Änderung bei
10 der Hauptbetonung und ergänzen Sie die Regel.
die Gesetzesänderungsentscheidungsvorlage: die Vorlage - die Entscheidungsvorlage -
die Änderungsentscheidungsvorlage - die Gesetzesänderungsentscheidungsvorlage

Bei zwei- oder dreiteiligen Komposita liegt die Hauptbetonung auf dem _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

Wortteil, also dem Bestimmungswort. Noch längere Komposita sind meistens aus mehreren Komposita

zusammengesetzt. Die Betonung liegt dabei auf dem Wort, das die Hauptbedeutung trägt, und damit
meistens auf dem ersten Wortteil des _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Kompositums.

~ •()l)) e Hören Sie und sprechen Sie die Komposita nach.


11
1. das Wortschatzkarteikärtchen 3. der Kaffeeautomatenreparaturservice
2. die Treppenhausreinigungsordnung 4. der Fachausschusssitzungsraum

f Schreiben Sie eigene Komposita und üben Sie die Aussprache. Wer (er)findet das schönste oder
längste Kompositum im Kurs?

112
Sei bstei nschätzu ng

So schätze ich mich nach Kapitel 7 ein: Ich kann ... + 0 -


... in einer Radiodiskussion Aussagen zu Ursachen, zur Vermeidung und zum Rückgang
acJ)))
- von Jugendkriminalität verstehen . ..,.M2, A3a-c
D D D
.. . einen Podcast zum Thema „Wie ein Gesetz entsteht" verstehen und wichtige
Informationen notieren . ..,.AB M3, 01
D D D
... ein Krimi-Hörspiel verstehen . ..,.M4, A3
D D D
DJ ... Zeitungsmeldungen über absurde Kriminalfälle verstehen und darüber
D D D
- berichten . ..,.M1 , A1a

... Vorschriften und Gesetze, über die in einem Magazin beitrag berichtet wird,
verstehen . ..,.M3, A2b
D D D
... zu einem Text über Krimis Notizen machen, diese austauschen und Aussagen
ergänzen . ..,.M4, A2a-c
D D D
.. . einen literarischen Text verstehen . ..,.AB M4, Ü2a, b
D D D
0 ... Aussagen zu einer Grafik zum Thema „Jugendkriminalität" formulieren . ..,.M2, A2a
D D D
- .. . in einer Diskussion über sinnvolle Maßnahmen zur Verringerung und Vermeidung
D D D
von Jugendkriminalität meinen Standpunkt vertreten und anderen Meinungen
widersprechen . ..,.M2, A4

... über die Einstellung eines Autors / einer Autorin und über die eigene Einstellung zu
Gesetzen und Regeln aus einem Magazin beitrag sprechen . ..,.M3, A2c
D D D
... darüber berichten, ob und warum ich Krimis (nicht) mag . ..,. M4, A1a
D D D
. .. über verschiedene Vorschläge für ein Geburtstagsgeschenk diskutieren und zu einer
D D D
?. . Einigung kommen . ..,.M4, AS

eine Zusammenfassung rn einem Zeitungsactikel schceiben. ~ M2, A2d


D D D
... ein Krimi-Hörspiel schreiben . ..,.M4, A4
D D D
Das habe ich zusätzlich zum Buch auf Deutsch gemacht (Projekte, Internet, Filme, Lesetexte, ... ):

Datum: Aktivität:

Grammatik und Wortschatz weiterüben: interaktive Online-Übungen unter www.aspekte.biz/online-uebungen3

113
Wortschatz

Modul 1 Dumm gelaufen

die Beute missglücken

der Einbrecher, - schusselig


erbeuten die Tarnung, -en

die Fahndung, -en die Überwachungs-


fassen kamera, -s
festnehmen (nimmt fest, ungeschickt
nahm fest, hat fest- das Urteil, -e
genommen) die Verhaftung, -en

geistesgegenwärtig verzögern
knacken wachsam

Modul 2 Jugendsünden?!

der Arrest, -e der Raub


der Betrug das Recht, -e

das Delikt, -e der Rückgang, -"e


entgegenwirken die Strafe, -n

erstaunlich straffällig

die Körperverletzung, -en die Straftat, -en

präventiv

Modul 3 Da lacht Justitia ...

der Ausschuss, -"e der Bundesrat

ablehnen die Bürokratie, -n

abstimmen über einführen


annehmen (nimmt an, erwarten
nahm an, hat ange- gefährden

nommen) der Gesetzgeber, -

beschließen (beschließt, gültig

beschloss, hat die Rechtsprechung, -en

beschlossen) die Regelung, -en

belästigen vorlegen

der Bundestag die Vorschrift, -en

114
..,. Wortschatz
7
Modul 4 Kriminell

die Auflösung, -en der Schauplatz, -"e


erscheinen (erscheint, überschaubar

erschien, ist erschienen) überwiegen (überwiegt,

kitschig überwog, hat über-


nebensächlich wogen)

der Nervenkitzel die Vielfalt

Wichtige Wortverbindungen

großen Anklang finden (findet, fand, hat gefunden)

sich seinen Ängsten stellen


die sturmfreie Bude

Gefahr laufen (läuft, lief, ist gelaufen)


gefragt sein

ein Gesetz erlassen (erlässt, erließ, hat erlassen)


ein Gesetz verabschieden

jmd. in ein Gespräch verwickeln

sich zu helfen wissen (weiß, wusste, hat gewusst)


die Kassen klingeln lassen (lässt, ließ, hat gelassen)

einen Kick geben (gibt, gab, hat gegeben)


eine andere Sicht der Dinge

etw./jmd. auf der Spur sein


eine Strafe verhängen

eine Straftat begehen (begeht, beging,


hat begangen)

über die Stränge schlagen (schlägt, schlug,


hat geschlagen)

Wörter, die für mich wichtig sind:

115
Du bist, was du bist
Diese Übungen bereiten Sie auf das Kapitel vor.

~ 1a Notieren Sie zu den Nomen den bestimmten Artikel und ein Adjektiv.
1. Seele 11 . _ _ Psychologie
2. _ _ Körper 12. Charakter
3. Geist 13. _ _ Pädagogik
4. Herz 14. _ _ Erziehung
5. _ _ Logik 15. Methode
6. _ _ Psyche 16. _ _ Überzeugung

7. Sinn 17. Gefühl


8. Vernunft 18. _ _ Empfindung

9. Traum 19. _ _ Ängstlichkeit


10. Talent 20. _ _ Aberglaube

~ b Ergänzen Sie je ein Adjektiv aus la. Manchmal gibt es mehrere Möglichkeiten .

1. Deine Argumente sind nicht _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

2. Wer _ _ _ _ _ _ __ _ _ __ ist, muss sich am Freitag,

den 13. vorsehen.


3. Lehrer brauchen eine _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ und
eine _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Ausbildung .
4. Über das _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Vorgehen haben die

Wissenschaftler vor ihrer Untersuchung lange nachgedacht.


5. Wer _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Probleme hat, kann sich

an einen Psychologen wenden .


6. Deine Reaktion ist zwar verständlich, aber nicht _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __
7. Viele Menschen treiben heute Sport und sind _ _ _ _ __ _ _ __ _ _ fit .
8. Die Gäste wurden _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ begrüßt.

~ 2 Ordnen Sie die Adjektive in die Tabelle.

deprimiert sorgenfrei froh niedergeschlagen mutlos lebenslustig


verzweifelt dynamisch bedrückt vergnügt entmutigt zufrieden geknickt

positiv negativ

116
- - - - - - - 1 _8
~ 3 Welches Wort passt nicht in die Reihe? Streichen Sie es durch.

1. begreifen - erfassen - verstehen - sich auskennen


2. der Unterricht - die Prüfung - der Kurs - die Schulung
3. fühlen - reagieren - empfinden - spüren
4. vernünftig - geistesabwesend - unkonzentriert - zerstreut
5. sich entwickeln - heranwachsen - herankommen - heranreifen
6. ängstlich - ehrlich - furchtsam - schreckhaft
7. überblicken - überlegen - nachdenken - grübeln
8. das Beispiel - die Theorie - die These - die Behauptung
9. deprimiert - einsam - niedergeschlagen - bedrückt

~ 4 Welche Bedeutung passt? Formulieren Sie Sätze wie im


Beispiel.

kaputt gehen leidenschaftlich gem


jmd. Sorgen machen über ihre Probleme sprechen

sehr laut und lang schreien jmd. nerven

ein sozialer und gutmütiger Mensch sehr

1. Sie ist mit Leib und Seele Lehrerin.

Sie ist leidenschaftlich gern Lehrerin.


2. Das kleine Kind schreit sich vor Wut die Seele aus dem Leib.

3. Der Baulärm vor unserem Haus geht mir auf den Geist.

4. Meine Freundin hat gestern lange mit mir telefoniert. Sie hat sich einiges von der Seele geredet.

5. Sie liebt ihn aus tiefstem Herzen.

6. Mein Kollege kann das nicht gewesen sein! Er ist eine Seele von Mensch.

7. Heute Morgen hat meine Kaffeemaschine den Geist aufgegeben.

8. Mein Chef will morgen mit mir sprechen. Das liegt mir schwer auf der Seele.

117
Wussten Sie schon ••••
7

~ 1 Ordnen Sie die Bedeutungen zu.

1. __ einer Frage nachgehen a überraschend


2. der Proband b herauskommen, deutlich werden

3. __ sich abspielen c negative Auswirkungen haben


4. demnach d versuchen, etw. herauszufinden
5. dutzende e eine wissenschaftliche Untersuchung machen
6. verblüffend f geschehen, ablaufen

7. vor der Glotze sitzen g die Testperson


8. eine Studie durchführen h etliche
9. __ sich zeigen also, folglich
10. __ schädigen fernsehen

~ <J))) 2 Sie hören jetzt eine Radiosendung zum Thema „Das Auge isst mit!". Sie hören den Text nur einmal.
12 Ergänzen Sie beim Hören die Sätze 1-10 mit dem gehörten Ausdruck. Schreiben Sie nicht mehr als
vier Wörter pro Satz.

1. Frau Dr. Weidmann ist am Institut

------------------~an
der Universität Greifswald tätig.

2. Neben dem Geschmack spielen bei der Wahrnehmung


von Speisen _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __
und _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ eine große

Rolle.
3. Ein _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Teller lässt uns

glauben, dass die Speise süßer schmeckt.


4. Rote Teller reduzieren _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

5. Für den Geschmack ist auch _ _ _ _ _ _ _ _ __


des Essens wichtig.
6. Auf unseren Tellern sollte _ _ _ _ _ _ _ _ _ __
und _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ herrschen.

7. In symbolisiert

eine gerade Anzahl von Dingen auf den Tellern

Harmonie.
8. Für westliche Küchenchefs ist es wichtig, _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ auf den Tellern

zu platzieren.

9. Musik hat Auswirkungen auf den _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __


10. Bei Musik mit höherer Frequenz schmeckt das Essen _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

118
Modul 1
8
~ 3 Formulieren Sie die Sätze mit wollen und sollen. Achten Sie aufTempus sowie Aktiv und Passiv.

Das sagt Prof. Braun über sich: Das sagen seine Patienten und
1. Ich habe schon viele For- Probanden:
schungen durchgeführt. 5. Er ist ein sehr guter Forscher.
2. Ich habe viele Medikamente 6. Er wurde für seine Forschun-
entwickelt. gen ausgezeichnet.
3. Ich werde oft von den Medien 7. Er redet aber auch sehr gern
interviewt. von sich.
4. Ich wurde schon oft von aus- 8. Er hat nie ausreichend Zeit für
ländischen Universitäten als seine Patienten.
Gastdozent eingeladen.

1. Er will schon viele Forschungen durchgeführt haben.

~ 4a Markieren Sie in den Sätzen die Umschreibungen für das Modalverb wollen. Welche
Umschreibungen stehen für den objektiven Gebrauch, welche für den subjektiven?

1. Sein Ziel war es immer, Arzt zu werden. objektiv


2. Er hatte die Absicht, ein eigenes Labor zu eröffnen.
3. Er berichtete oft, dass er in der Schule nicht immer der beste Schüler war.

4. Er hatte vor, gleich nach dem Studium mit seiner Promotion zu beginnen.
5. Er behauptete, dass er von seiner Familie keine Unterstützung bekommen hat.

~ b Schreiben Sie die Sätze mit wollen im Perfekt.


1. Er hat unbedingt Arzt werden wollen.

~ 5 Schreiben Sie Dialoge mit sollen wie im Beispiel.


Frau Müller / müde // in den letzten Tagen / viel arbeiten
A: Sagen Sie mal, was ist denn mit Frau Müller los? Sie ist
so müde.
B: Ich weiß es nicht genau, sie soll in den letzten Tagen viel
gearbeitet haben.
1. Herr Schmidt I glücklich // gestern / Vater werden
2. Frau Hensel / traurig II vorige Woche I ihre Arbeit
verlieren
3. Frau Heinze / fit II seit Januar I ins Sportstudio gehen
4. Herr Manke I gestresst II am Wochenende / arbeiten

~ 6 Formen Sie die Sätze in eine Behauptung um. Benutzen Sie die Modalverben sollen und wollen.
Achten Sie auf das Tempus.
1. Der Wissenschaftler behauptet, dass er mehrere Studien durchgeführt hat.
2. Die Klinik gab bekannt, dass ein neuer Operationssaal gebaut wird .
3. In der Zeitung stand, dass ein neues Medikament gegen Malaria entwickelt wurde.
4. Der Forscher behauptet in dem Artikel, dass er mehrere Beweise für seine Entdeckung hat.
5. Die Nachrichten meldeten, dass ein neues Virus gefunden wurde.
1. Der Wissenscha~ler will mehrere Studien durchgeführt haben.

119
Von Anfang an anders?

~ la Lösen Sie die Denksportaufgaben. Notieren Sie, wie lange Sie für die Lösungen gebraucht haben.

TEST: Wie denken Sie?


Kreuzen Sie an: Ich bin .. . 0 männlich. 0 weiblich.
A Gehen Sie von oben links nach unten rechts durch das Labyrinth . C)
---

B Suchen Sie in den Reihen 16 Nomen und sortieren Sie sie in vier Gruppen . C) - - -

MONITORNGIKLLBPULLOVERJSCHRANKLOLVCKCDRUCKERHZSTUHLKLQÄLB
JACKEÄKJNHPFERDDSWÖLKZTFBIENEPÄDSEBLUSEZLMTISCHGFDKLEIDÄGFSO
RÜRHBFISCHBHSOFAUHAMSTERPLOTZIKABELÖBHGUZCKllNTERNETIZTIGEKL
1. _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _~ 2. _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __
3. _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _~ 4. _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

b Vergleichen Sie Ihre Ergebnisse im Kurs. Welche Unterschiede oder Gemeinsamkeiten können Sie
erkennen?

~ 2 Lesen Sie die folgende Zusammenfassung zum Vortrag im Lehrbuch, Aufgabe 2. Der Text enthält
einige Fehler in Grammatik, Wortschatz, Rechtschreibung oder Zeichensetzung. Pro Zeile gibt es
nur einen Fehler. Manche Zeilen sind korrekt. Wenn Sie einen Fehler gefunden haben, schreiben
Sie Ihre Korrektur rechts neben die Zeile. Wenn die Zeile korrekt ist, machen Sie ein Häkchen (v").

0 Vortag: Von Anfang an anders Vortrag


In ihrem Vortrag behandelte Professor Paul Stolte die Frage, welche

2 Faktoren für das unterschiedlichen Verhalten bei Männern und Frauen


3 verantwortlich sind . Er berichtete dass die Unterschiede vor allem durch
4 das Y-Chromosom zu erklären sind. Bei Jungen ist vorhanden, bei
5 Mädchen nicht. Dieses Chromosom ist mit den Jungen für die Produktion

6 von Androgenen verantwortlich. Aber auch das Hormon Testosteron,


7 das bei Jungen stärker vorhanden ist, hat eine entschlossene Wirkung . Für

8 diese biologischen Faktoren werden nachgewiesen, dass sie nicht nur die
9 körperliche, sondern auch die geistige Entwicklung beeindrucken . Laut dem
10 Referenten sind Mädchen stärker wie Jungen sozial veranlagt, haben

120
Modul 2
8
11 intensive Bildungen in kleinen Gruppen und sind sehr kooperativ. Jungen

12 bevorzugen dagegen größer Gruppen, haben kaum enge Kontakte und


13 setzen sich aggressiver fort. Weitere Unterschiede kann man bei der
14 Gehirnfunktion beobachten: Mädchen haben eine starke Vernetzung beider
15 Hirnhälften. ihre Stärke ist die Kommunikation . Jungen haben

16 davon eine starke Verbindung innerhalb einer Hirnhälfte. Ihre gute visuelle
17 Vorstellungskraft hilft ihnen, abstrakte Aufgaben schnell lösen. Zum

18 Abschluss machte Professor Stolte deutlich, wenn es sich um statistische


19 Werte handelt. Also um Tendenzen und häufige Beachtungen, die aber
20 nicht für aller gelten müssen .

21 Das soziale Umfeld könne durch Lern- und Spielangebote unabhängig vom
22 Geschlecht die Neugierde wecken und Vorlieben fordern . „Wählen werden

23 unsere Kinder dann schon selbst ", sagte Professor Stolte zum Schlus.

~ 3a Einen Forumsbeitrag schreiben. Ordnen Sie die Redemittel in die Rubriken „über Erfahrungen
berichten", „Zustimmung ausdrücken" und „Ablehnung ausdrücken".

Zu dem Thema bin ich ganz anderer Meinung, nämlich . . . Während meiner Schulzeit habe ich ...
Es ist doch eher so, dass . . . Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ...
Ich kann diese Ansicht gut verstehen, denn . . . Dieser Aussage würde ich entgegenhalten, dass · · ·

Ein Problem sehe ich in . . . . .. halte ich für problematisch . Wenn ich mein Umfeld ansehe, dann ...
Die Sichtweise würde ich t .. Ich fände es logischer, .. . als Konsequenz daraus zu ziehen.
un erstutzen denn . .
' ··· In meiner Kindheit war es so, dass ...
In meiner Familie ist es so, dass . . . . .. stimme ich zu.
Mir ist völlig unklar, ob . . . Ich habe noch nie / oft erlebt, dass . . . Dem könnte man entgegnen, dass .. .
Ich glaube nicht, dass man wirklich sagen kann, dass . . . Ich vertrete auch die Position, dass .. .

~ 1 Auf Forumsbeiträge reagieren


j::: In Foren werden die Leserinnen und Leser mit unterschiedlichen Meinungen konfrontiert. Antworten Sie kurz und sachlich aus Ihrer
Sicht. Begründen Sie Ihre Meinung, um neue Aspekte in die Diskussion zu bringen. Beachten Sie die Netiquette. Was Sie schreiben,
sollte Ihre Meinung ausdrücken, aber auch die Meinungen anderer respektieren . Dazu gehört Höflichkeit, Sachlichkeit und Toleranz.

b Welche Ansicht vertreten Sie? Ergänzen Sie die Aussagen .


1. Um Begabungen zu entdecken, sollte man ...
2.... halte ich fü r wichtig, um ein Talent zu fördern .
3. Wer nie ... , kann seine Vorlieben nicht entdecken.
4. Ich würde gerne einmal ausprobieren, ob .. .
5. Um Vorlieben zu fördern, sollten Schulen .. .

c Vergleichen Sie Ihre Lösungen zu zweit und wählen Sie


gemeinsam die besten fünf Aussagen. Tauschen Sie sich
dann in Gruppen aus.

121
Voll auf Zack!

~ la Ordnen Sie die Modalwörter in die Tabelle ein. In jede Gruppe passen zwei.

vielleicht bestimmt vermutlich zweifellos wa hrsche inlich möglicherweise

Grad der Sicherheit


NIEDRIG ; HOCH

b Wählen Sie vier Modalwörter aus 1a und bilden Sie Sätze zu den folgenden Themen: Bildungs-
chancen - Förderung schwacher Schüler - Schuluniformen - Abschaffung der Schulnoten.
Die besten Bildungschancen haben zweifellos Kinder aus reichen Familien.

~ 2 Lesen Sie den Text und ergänzen Sie die Wörter.

Förderung Krit erien Bereichen mehrtäg igen en gagiert


Seminare Mitgliedern Vorlieben interessante nachweisen

Mensa - das Netzwerk für Hochbegabte


Mensa ist der internationale Zusammenschluss von weltweit
120.000 hochintelligenten Menschen. Über 12.000 Deutsche
zählen zu den (1) _ _ _ _ _ _ . Damit stellt Deutschland
die drittgrößte Gruppe nach den USA und Großbritannien.
5 Wer Mitglied werden möchte, muss in einem normierten Test
(2) _ __ _ _ __ , dass er einen höheren Intelligenz-
quotienten hat als 98 Prozent der Bevölkerung, also mindes-
tens einen IQ von 130. Andere (3) _ _ _ _ _ _ _ für
die Aufnahme gibt es nicht. Deshalb findet man bei Mensa ganz unterschiedliche Personen und zu den ver-
10 schiedensten Themen (4) _ _ _ _ _ _ _ Gesprächspartner. In rund 70 Städten im gesamten Bundes-
gebiet gibt es monatliche Stammtische. Dort kann man diskutieren - egal, ob über Biochemie oder Fußball.
Außerdem finden je nach (5) _ _ __ _ _ _ der jeweiligen Mitglieder Ausflüge, Vortragsreihen, Koch-
oder Spieleabende etc. statt. Die (6) Veranstaltungen wie das Jahrestreffen, das Berli-
ner Sommerfest oder die große Silvesterparty sind so beliebt, dass sogar Mensaner aus anderen Ländern
15 anreisen. Natürlich kön nen auch deutsche Mitglieder jederzeit Veranstaltungen im Ausland besuchen. Eines
der wichtigsten Ziele des Verei ns ist die (7) _ _ _ _ _ _ _ _ _ und Erkennung von Hochbegabung.
In Deutschland (8) _ _ _ _ _ _ _ _ sich der Verein dafür mit zahlreichen Projekten Dazu gehört das
„Min D-H ochschu l-N etzwerk" (M HN). Das MHN führt Interessenten an einer fundierten Auseinandersetzung
zu Themen aus allen akademischen (9) _ _ _ _ _ _ _ _ zusammen. Des Weiteren bietet das MHN
20 zahlreiche (10) _ _ _ _ _ _ __ und Mentorenprogramme an.

122
Modul 3
8
~ 3 Formulieren Sie die Sätze um, ohne dabei Modalverben zu benutzen. Schreiben Sie je zwei
Va rianten.
1. Da könnte der Psychologe recht haben.
2. Er dürfte die Prüfung geschafft haben.
3. Die Lehrerin muss das falsch verstanden haben.
4. Das Problem dürfte bald gelöst werden .
5. Der Vorfall muss der Schulleitung längst gemeldet worden sein.
6. Der Brief an die Eltern dürfte bereits angekommen sein.
7. Der Termin für die Schuluntersuchung könnte verlegt worden sein .
8. Dem Lehrer muss das Problem schon lange bekannt sein.

1. Es ist möglich, dass der Psychologe recht hat.


Viel/eicht hat der Psychologe recht.

~ 4 Schreiben Sie die Sätze neu. Benutzen Sie jeweils ein Modalverb.

1. Vermutlich hat Ben gestern eine schlechte Note geschrieben .

Ben dürfte gestern eine schlechte Note geschrieben haben.


2. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er hochbegabt ist.

3. Alles deutet darauf hin, dass er die Aufnahmeprüfung für das

Gymnasium bestanden hat.

4. Ich nehme an, dass es ihm im Gymnasium besser geht.

5. Ben ist bestimmt nicht psychisch krank.

6. Es sieht so aus, als ob sich Bens Noten verbessern würden.

7. Ich glaube, dass er die Schule erfolgreich absolviert.

8. Möglicherweise beginnt er später ein Studium.

9. Wahrscheinlich bekommt er ein Stipendium .

10. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass er ein guter Student wird .

123
Kindertage ... schönste Jahre!?

~ 1a Ergänzen Sie die Mindmap zum Thema „Erziehung"

Wann?

Lehrer

Wo? Erziehung Wer?

Wie?

konsequent

b Beschreiben Sie in einem kurzen Text, was Sie unter Erziehung verstehen. Gehen Sie dabei auch
auf die folgenden Fragen ein.
• Welche Rolle spielt die Familie bei der Erziehung?
Was sollte das Ziel der Erziehung sein?
Wie hat sich die Erziehung im Lauf der letzten 50 Jahre verändert?

~ 2 Bilden Sie Komposita mit „Erziehung". Notieren Sie auch die Artikel. Kontrollieren Sie mit dem
Wörterbuch.

berechtigung methode verhalten kinder ziel


maßnahme musik -erziehung(s)- sprache ratgeber

stil problem fehl er verkehr Wissenschaft

3a Was bedeuten die Redewendungen und Sprüche zum Thema „Erziehung"? Sprechen Sie im Kurs.
1. Das Leben ist der beste Lehrmeister.
2. Pubertät ist, wenn die Eltern schwierig werden .
3. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
4. Erziehung besteht aus zwei Dingen: Beispiel und Liebe.

b Gibt es ähnliche Sprüche in Ihrer Sprache? Erklären Sie Beispiele im Kurs.

124
Modul4
8
~ 4a Lesen Sie die Beschreibungen unterschiedlicher Erziehungsstile und notieren Sie jeweils wichtige
Informationen zu den folgenden Aspekten.
Verhalten der Erziehenden - Umgang mit unerwün schtem Verhalten - negative Aspekte des Erziehungsstils

Der autoritäre Erziehungsstil


Merkmale des autoritären Erziehungsstils sind, dass ein Großteil der Aktivitäten
vom Erzieher oder den Eltern bestimmt werden. Das Kind wird in seinem Ver-
halten und Denken gelenkt, entsprechend den Vorstellungen des Erwachsenen.
Dabei werden häufig Anordnungen und Befehle an die zu Erziehenden ausge-
5 sprochen. Die Eltern respektieren nur geringfügig die Bedürfnisse und Wünsche
der Kinder, da sie ihnen meistens vorgeben, was sie tun sol len. Oft werden
Kinder, wenn sie autoritär erzogen werden, zurechtgewiesen und getadelt. Au-
toritäre Eltern stellen eine hohe Anforderung an ihre Kinder und geben ihnen
aber wenig emotionale Unterstützung. Eine Auswirkung des autoritären Stils auf
10 das Kind könnte eine Einschränkung der Kreativität und Spontanität sein, da die
Eltern einen Großteil der Aktivitäten vorgeben und wenig auf Anreize der Kinder eingehen. Kinder, die autori-
tär erzogen werden, können aggressive Verhaltensweisen, z. B. Schwächeren gegenüber, zeigen. Wenn die
Bedürfnisse und Wünsche der Kinder nicht wahrgenommen werden, so kann Aggression eine Art „ Hilferuf"
nach Aufmerksamkeit sein . Ein egozentrisches Sprachverhalten (ich, mein, mich, mir) kann bei den zu Erzie-
15 henden ebenfalls oft beobachtet werden, da sie diese Sprechweisen der Eltern nachahmen. Autoritäre Eltern
fördern durch diesen Erziehungsstil nicht die Selbstständigkeit der Kinder. Außerdem zeigt sich bei ihnen
häufiger ein geringes Selbstwertgefühl.

Der antiautoritäre Erziehungsstil


Unter dem Begriff „antiautoritär", der heutzutage anderen Begriffen wie de-
mokratisch, liberal oder emanzipatorisch gewichen ist, versteht man die Erzie -
hungsmethode, die zwangfrei abläuft und fördernd für die Selbstentfaltung je-
des Einzelnen ist Grob gesagt, wird Kindern so ziemlich freie Hand gelassen,
5 damit diese ihre Persönlichkeit und ihr Selbstbewusstsein sowie Kreativität frei
entfalten und Gemeinschaftsfähigkeit lernen können. Leider wird dieser Beg riff
von einigen Eltern falsch verstanden, die meinen, sie müssten ihre Kinder ganz
ohne Grenzen erziehen, was der antiautoritären Erziehung ihren schlechten Ruf
beschert. Bei der antiautoritären Kindererziehung geht es darum, nicht auf einen
10 strikten, organisierten Al ltag zu setzen, sondern zu versuchen, Kindern Spiel -
räume und Entscheidungsfreiheiten zu lassen. Für über 80 Prozent der Eltern ist es heute selbstverständlich,
dass Kinder mit möglichst vielen Freiheiten erzogen werden . Sie denken nicht, dass nur Disziplin die richtige
Methode ist, um ans Ziel zu gelangen. Der Begriff der antiautoritären Erziehung heißt nicht, Kinder ganz ohne
Grenzen zu erziehen. Fehlen jegliche Grenzen, besteht die Gefahr, dass diese Kinder sehr egoistisch werden
15 und Grenzen, auch Grenzen von anderen, nicht akzeptieren wollen. Erzieher arbeiten daher mit klaren Regeln
und Grenzen, die bekannt sind, aber die Selbstentwicklung nicht einschränken . Die Kinder dürfen se lbst Ver-
antwortung übernehmen und tragen Verantwortung für ihre Entscheidungen.

b Arbeiten Sie zu zweit. Fassen Sie für Ihren Partner/ Ihre Partnerin die wichtigsten Unterschiede
zwischen den Erziehungsstilen schriftlich zusammen. Vergleichen Sie dann Ihre Texte und
sammeln Sie aus beiden Texten gelungene Formulierungen.

125
Kindertage ... schönste Jahre?! Modul4

Sa Sprechen Sie zu zweit über


den Cartoon. Welche Wünsche
stehen hinter dem Cartoon?
Womit würden sich die drei
Ministerien beschäftigen? (GLÜCK ]
b Was sollte die Gesellschaft tun,
um Glück, Gesundheit und
Gt)UNDHEIT
Erfolg zu fördern? Was kann
jede/r Einzelne, was können [SR FOLG }
Institutionen oder die Politik
dazu beitragen? Sammeln
Sie in Gruppen Vorschläge
und präsentieren Sie sie im
Kurs.

Aussprache: Imperativ und Intonation

~ •()))) 1a Hören Sie die drei Aufforderungen. Wie spricht die Person? Notieren Sie je ein passendes Adjektiv
13 und vergleichen Sie zu zweit.

arrogant bettelnd wütend verzweifelt begeistert höflich glücklich hysterisch

~ b Hören Sie noch einmal. Wie steigert der Sprecher seine Aufforderungen? Kreuzen Sie an.

Der Sprecher ...


@:] spricht langsamer. @] betont einzelne Wörter stärker. [[] spricht leiser.
lli] verlängert die Aussage. ~ spricht schneller. [9] verändert die Satzmelodie.
0 spricht lauter.

•()))) c Hören Sie noch einmal und sprechen Sie nach. Sie dürfen gerne übertreiben.
14

2 Sprechen Sie selbst Aufforderungen. Wählen Sie zwei Anfänge. Schreiben Sie je drei Sätze wie im
Beispiel und sprechen Sie sie mit unterschiedlichen Emotionen.

Verzeih mir. Ruf an. Hör zu. Fahr. Pass auf. Geh . Probieren Sie. Steh auf. Hilf mir. Kommen Sie.

Verzeih mir. Verzeih mir, bitte. Verzeih mir bitte meinen Fehler!

~
;:::
1Bei Übungen zur Aussprache können Sie gerne übertreiben. Üben Siez. B. die Aussprache von Lauten oder die Betonung von Wörtern
laut zu Hause. Zuerst übertrieben, dann normal. Je intensiver Sie den jeweiligen Aspekt trainieren, z.B. auch zu Hause vor dem Spiegel,
umso besser werden Sie sich an ihn erinnern und beim Sprechen darauf achten.

126
Sei bstei nschätzu ng

So schätze ich mich nach Kapitel 8 ein: Ich kann .. . + 0 -


a(]J)) ... eine Sendung aus einem Wissenschaftsmagazin zum Thema „Das Auge isst mit!"
D D D
- verstehen . ~ AB Ml , Ü2

„. wichtige Aussagen und neue Erkenntnisse in einem Vortrag zum Thema


„Entwicklung der Geschlechter - Neues aus der Hirnforschung" verstehen . ~ M2 , A2a, b
D D D
... eine Ratgebersendung über Hochbegabte im Radio verstehen. ~ M3 , A2
D D D
... eine Umfrage zu Aspekten, die uns glücklich machen, verstehen. ~ M4, A3
D D D
DJ ... Infotexte aus der Alltagsforschung verstehen und die wesentlichen Informationen
klar zusammenfassen. ~ Ml , Alb, c
D D D
-
... Beiträge in einem Forum verstehen und bewerten. ~ M2 , A3a
D D D
~ M4,
... Aussagen zu aktuellen Erziehungsfragen in einem Artikel verstehen . A2
D D D
... wesentliche Aspekte unterschiedlicher Erziehungsstile verstehen und
notieren. ~AB M4, Ü4a
D D D
0- „. die eigene Meinung zu aktuellen Erziehungsfragen vertreten, begründen und mit
eigenen Erfahrungen ergänzen. ~ M4, A2d
D D D
„. eine kontroverse Diskussion zur Rolle der Erziehung für ein glückliches und
erfolgreiches Leben führen und dabei Meinungen zustimmen, sie bezweifeln oder
D D D
ablehnen. ~ M4, AS

... präzise Notizen während eines längeren Vortrags erstellen. ~ M2 , A2a


D D D
-c:? ... eine Reaktion auf Forumsbeiträge zum Thema „Entwicklung der Geschlechter"
schreiben. ~ M 2, A3b
D D D
... einen Text über Aspekte aus der Kindheit schreiben, die mich in meiner Entwicklung
positiv beeinflusst haben. ~ M4, A4
D D D
... in einem kurzen Text nach Leitpunkten beschreiben, was ich unter Erziehung
verstehe. ~ AB M4, Ül b
D D D
... wesentliche Aussagen zu Erziehungsstilen zusammenfassen. ~ AB M4, Ü4b
D D D
Das habe ich zusätzlich zum Buch auf Deutsch gemacht (Projekte, Internet, Filme, Lesetexte, ... ):

Datum: Aktivität:

Grammatik und Wortschatz weiterüben: interaktive Online-Übungen unter www.aspekte.biz/online-uebungen3

127
Wortschatz

Modul 1 Wussten Sie schon . .. ?

sich abspielen der Hirnscan, -s


die Dissertation, -en nahelegen

dutzende die Resonanz, -en


der Fernsehkonsum der Sinn, -e
der Forschungsauftrag, -"e untermauern mit
die Herz-Kreislauf- verblüffend

Erkrankung, -en

Modul 2 Von Anfang an anders?

anlegen unerträglich
das Chromosom, -en die Veranlagung, -en
die Disposition, -en die Vorliebe, -n
die Geschlechterrolle, -n das Vorstellungsvermögen

geschlechtsspezifisch zurückgreifen auf (greift


die Neigung, -en zurück, griff zurück,

skeptisch hat zurückgegriffen)

Modul 3 Voll auf Zack!

abziehen (zieht ab, zog ab, die Jahrgangsstufe, -n

hat abgezogen) der Klassenverband, -"e


altersnormgerecht der Lehrstuhl, -"e

die Ausdrucksweise, -n der Lösungsansatz, -"e

die Begabung, -en psychosomatisch


entsprechen (entspricht, der Schrifterwerb
entsprach, hat ent- die Seltenheit
sprochen) ü berd u rchsch n ittl ich
hochbegabt verdutzt
hochintelligent vorlaut

der Indikator, -en das Vorschulalter


der Intelligenztest, -s der Zwischenschritt, -e

128
~ Wortschatz
8
Modul 4 Kindertage ... schönste Jahre!?

sich behaupten sich einmischen in


der Bruch, -"e sich entfalten

das Dilemma, Dilemmata stöhnen


sich durchbeißen (beißt vorleben
sich durch, biss sich zurechtkommen (kommt

durch, hat sich durch- zurecht, kam zurecht,


gebissen) ist zurechtgekommen)

Wichtige Wortverbindungen

jmd. eines Besseren belehren


einer Frage nachgehen (geht nach, ging nach,

ist nachgegangen)
über mehrere Jahre hinweg
Kontrolle ausüben über

etw. ist mitjmd. los


ein hohes Maß an ... aufbringen (bringt auf,

brachte auf, hat aufgebracht)

es hagelt schlechte Noten


die Sinne ansprechen (spricht an, sprach an,
hat angesprochen)

über den Tellerrand blicken


Vorurteile ablegen

jmd. etw. weismachen


weit entfernt sein von

Wörter, die für mich wichtig sind:

129
Die schöne Welt der Künste
Diese Übungen bereiten Sie auf das Kapitel vor.

~ 1 Rund um die Kunst. Lösen Sie das Rätsel.


(ä, ö, ü = ae, oe, ue)
w
2 E
3 L

5
T
D
J]1§
6 E

7 R
8 K

9 u
10 E
11 N

12 s
13 T
14 E

1. alles, was von einem Künstler geschaffen wurde


2. ein Abschnitt / eine Phase in der (kunst)geschichtlichen Entwicklung
3. Arbeitsraum eines Künstlers
4. Objekt/ Thema, das ein Maler/ Fotograf/ Bildhauer usw. künstlerisch darstellt
5. ein Stück, das im Theater gespielt wird
6. Gebäude, in dem man Ausstellungen besuchen kann
7. Person, die den Schauspielern im Theater / beim Film sagt, wie sie ihre Rolle spielen sollen
8. eine Figur aus Bronze/ Gips/ Stein usw.
9. Fläche im Theater, auf der die Schauspieler agieren
10. ein Bild, das ein Künstler gemalt hat
11 . die Fläche, auf die ein Maler malt
12. eine einfache, schnell gemachte Zeichnung, die das Wichtigste zeigt
13. ein Bild / ein Foto, das eine einzelne Person zeigt
14. Person, die z.B. Romane schreibt

~ 2 Welches Wort passt nicht in die Reihe? Streichen Sie durch.

1. malen - zeichnen - vorspielen - skizzieren - porträtieren


2. anschauen - betrachten - ansehen - entwerfen - besichtigen
3. beeinflussen - fotografieren - entwerfen - komponieren - gestalten
4. Talent - Begabung - Können - Fähigkeit - Bewunderung

130
- - - - - - - l9
~ 3 Künstler. Ergänzen Sie die Texte.

Künstlerin Vertrag Band Techniken Werke Fangemeinde


Sammlungen Kritiker Kunstakademie Autoren Talent Preise

Sasa Stanisic wurde 1978 in


Katharina Grosse ist als (5) _ _ _ _ _ _ _ __
Bosnien geboren und flüchtete
besonders für ihre großen Installationen bekannt, für
1992 mit seiner Familie vor dem
die sie verschiedene (6) _ _ _ _ _ _ _ _ __
Jugoslawienkrieg nach Heidel-
nutzt.
berg. Dort besuchte er die in-
Sie studierte an der (7) _ _ _ _ _ _ _ _ __
ternationale Gesamtschule, wo
in Münster und Düsseldorf.
bereits sein schriftstellerisches
Ihre (8) _ _ _ _ _ _ _ _ sind heute in vielen
(1) _ _ _ _ _ _ _ _ auf-
internationalen (9) _ _ _ _ _ _ _ _ _ __
fiel.
vertreten. Die Künstlerin lebt in Düsseldorf und Berlin.
Sein erster Roman „Wie der Soldat das Grammofon repa-
riert", erschienen 2006, erlangte sogleich die Gunst der
(2) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ und wurde in 30 Sprachen
übersetzt. Auch mit seinem zweiten Roman „Vor dem Fest"
gewann Stanisic viele (3) _ _ _ _ _ _ _ _ __

Mittlerweile gehört Sa5a Stanisic, der erst im Alter von 14

Jahren begann, Deutsch zu lernen, zu den erfolgreichsten


jungen (4) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Deutschlands.

„Boy" ist ein Musik-Duo, das aus der Schweizer

Sängerin Valeska Steiner und der deutschen Mu-


sikerin Sonja Glass besteht. Nachdem sie 2007 die

(10) _ _ _ _ _ _ _ gegründet hatten, ge-


wannen sie auf zahlreichen Konzerten eine große
(11) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _~bis

sie schließlich 2011 von einem Musiklabel unter


(12) _ _ _ _ _ _ _ _ genommen wurden.

Seitdem sind sie mit ihren Alben sehr erfolgreich und haben sich mit ihrem eingängigen und

individuellen Pop einen Namen gemacht.

131
Kreativ

~ 1 Kreativ - Bilden Sie aus den Silben sechs Adjektive mit ähnlicher Bedeutung.

fin ta de schöp duk fe ein risch reich ideen risch fan falls sie tiv voll pro er reich

2a Wie kreativ sind Sie? Versuchen Sie, zu einer Buchstabenfolge von vier Buchstaben so viele
sinnvolle Sätze wie möglich zu bilden, indem Sie jeden Buchstaben als Anfangsbuchstaben eines
Wortes nehmen.
Beispiel: K A RG -+ Keiner arbeitet richtig gern.
Kann Anna reiten gehen?

PAFT MSHG RKM L L 1ST

b Bilden Sie Wortketten.


Beispiel: Türschloss -+ Schlossgarten -+ Gartenarbeit-+ Arbeitsstelle -+ ...
Spielzeugauto Glashaus Ferienhotel Familienfest

c Schreiben Sie einen kurzen Satz, in dem jedes Wort mit demselben Anfangsbuchstaben beginnt.

d Wählen Sie einen Kasten und schreiben Sie mit den Wörtern eine kurze Geschichte oder ein
Gedicht.

Jahr Wasser Duft Mond Herbst Schlaf Geld Hund Bild

Strand Holz Bleistift Stuhl Zeit Traum Monat Treppe Brot

e Versuchen Sie, Wörter wie in den Beispielen grafisch darzustellen.

~ 3a Ordnen Sie die Präpositionen zu. Manchmal gibt es mehrere Möglichkeiten.

1. es geht 6. arbeiten
an auf
2. sich freuen 7. glauben
über
3. Lust haben 8. sich spezialisieren
um vor
4. Angst haben _ _ _ _ __ 9. raten
zu
5. führen 10. warten

132
Modul 1
9
~ b Ergänzen Sie das Präpositionaladverb mit da-.

1. In beruflichen Meetings geht es oft _ _ __ _ ___, Probleme zu besprechen.

2. Manche Kollegen freuen sich ihre Ideen im Meeting zu präsentieren.


3. Andere Kollegen haben keine Lust

-------~ Ideen auszutauschen.

4. Manche haben auch Angst


_ _______, sich zu blamieren.

5. Wenn immer nur dieselben Leute kreative Ideen


haben, kann das _ _ ______ führen,

dass Konflikte entstehen.


6. Einige Vorgesetzte möchten, dass ihre

Mitarbeiter _ _ _ _ __ __ arbeiten, ihre

Kreativität zu steigern.

7. Manche glauben dass man kreatives Denken durch regelmäßiges Üben erlernt.
8. Es gibt auch Webseiten, die sich spezialisiert haben, Kreativität zu trainieren.
9. Profis raten sich in unkreativen Phasen mit banalen Dingen zu beschäftigen .
10. Manchmal hilft es auch, ganz entspannt ________ zu warten, dass sich kreative Ideen

entwickeln.

~ c Formen Sie die Sätze aus 3b in die Nominalform um.


1. In beruflichen Meetings geht es o~ um die Besprechung von Problemen.

~ 4 Ergänzen Sie die Präposition und bilden Sie Sätze wie im Beispiel.

1. viele Berufsanfänger I sich entscheiden ~fü~


··r_ _ _ / in einem großen Unternehmen / arbeiten

2. sie / träumen _ _ ___ / ihre Ideen / verwirklichen


3. sie / schwärmen _ ____ / neue Konzepte / gemeinsam / entwickeln
4. sie / enttäuscht sein / sie / gute Ideen I oft nur langsam I umsetzen können

5. viele / nachdenken _____ / eine eigene Firma / gründen

1. a) Viele Berufsanfänger entscheiden sich dafür, in einem großen Unternehmen zu arbeiten.


b) Viele Berufsanfänger entscheiden sich für die Arbeit in einem großen Unternehmen.

5 Ergänzen Sie die Sätze.


1. Ich träume davon, ...
2. Ich glaube an ...
3. Ich habe mich dafür entschieden, ...
4. Ich möchte auf .. . nicht verzichten .
5. Ich denke oft darüber nach, .. .
6. Viele Studien beschäftigen sich mit ...
7. Man kann davon ausgehen, dass ...

133
Kreativ Modul 1

~ 6a Wiederholung der Nominal- und Verbalformen. Formen Sie die markierten Textteile um und
verwenden Sie dabei die angegebenen Wörter.

Tipps für kreative Teamarbeit


Viele Arbeitnehmer kennen das: Woche für Woche stehen zahlreiche Meetings an.
Manche Mitarbeiter schalten schon ab, bevor die Besprechung begonnen hat, andere (1) vor
geraten ins Schwafeln und finden kein Ende. Wie kann man also alle bei der Stange hal-
ten und gleichzeitig die kreative Teamarbeit im Meeting fördern?
s Zu Beginn sollte klar definiert werden, worum es in dem Meeting geht. Dadurch, (2) Durch
dass man ein Besprechungsziel festlegt, wird die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter auf
ein Ziel gerichtet. Außerdem sollte man einen Moderator bestimmen.
Wegen ihrer Unsicherheit beteiligen sich manche Kollegen nur wenig an der Ideen- (3)weil
sammlung. Deshalb sollten alle zunächst ihre Ideen aufschreiben und anschließend prä-
10 sentieren. Während der Präsentation der Ideen darf niemand kritisieren oder kommen- (4) während
tieren. Wer sich nicht an diese Regel hält, bekommt eine rote Karte. Hat jemand mal gar
keine Idee, ist das auch okay. Wenn niemand unter Druck steht, entstehen meistens (5) ohne
die besten Ideen.
Um die Kreativität zu steigern, kann man verschiedene Techniken ausprobieren. (6) zu
1s Wichtig ist in jedem Fall, dass eine kreative Atmosphäre geschaffen wird . Damit man (7) zu
sich voll konzentrieren kann, sollten auch alle Handys abgeschaltet werden .
Manchmal finden sich trotz langer Diskussionen keine herausragenden Ideen. Dann (8) obwohl
bietet es sich an, das Meeting abzubrechen und zu vertagen. Beim nächsten Treffen
kommt dann vielleicht der Durchbruch.

b Was bedeuten die Phrasen aus dem Text in 6a? Ordnen Sie zu.

1. __ ins Schwafeln geraten a dafür sorgen, dass jmd. aufmerksam/ motiviert bleibt

2. kein Ende finden b wortreich und lange über Unwichtigkeiten reden

3. __ bei der Stange halten c jmd. verwarnen / rügen

4. eine rote Karte bekommen d zu lange mit etw. weitermachen, nicht aufhören

~ (]l)) 7 Hören Sie das Interview und beantworten Sie


1s die Fragen.

1. Seit wann ist Matti Hirschfelds Designbüro erfolgreich?


2. Wie lange dauern kreative Krisen bei ihm?
3. Was macht er, wenn er in einer kreativen Krise steckt?
4. Wann findet er kreative Krisen besonders schlimm?
5. Was sollte man sich bewusst machen, wenn man
in einer kreativen Krise steckt?

~ 8 Lesen Sie die Ausdrücke. Welches Verb passt nicht?


Streichen Sie es durch.

1. eine Idee entwickeln - stagnieren - verwerfen


2. einen guten Einfall haben - präsentieren - halten
3. in einer kreativen Krise verbringen - stecken - sein
4. gute Ideen steigern - einbringen - umsetzen
5. etwas Neues kreieren - schaffen - wiederholen

134
Kino, Kino Modul 2
9
~ lP 1 Lesen Sie bitte die vier Texte. In welchen Texten (A-D) gibt es Aussagen zu den
GI Themenschwerpunkten 1-5?
Thema 1: Inhalt des Films
Thema 2: Beschreibung des Kinos
Thema 3: Begleitperson(en)
Thema 4: Erwartungshaltung an den Kinobesuch
Thema 5: Folgen des Kinobesuchs
Bei jedem Themenschwerpunkt sind ein, zwei oder drei Stichpunkte möglich, insgesamt aber nicht
mehr als zehn. Sollten mehr als zehn Antworten eingetragen sein, werden nur die ersten zehn Antwor-
ten bewertet, alle anderen werden gestrichen, auch wenn es sich um richtige Lösungen handeln sollte.
Schreiben Sie die Antworten in die Übersicht. Schreiben Sie nur Stichworte oder eine sinnvolle Verkür-
zung der Textpassage. Bitte beachten Sie auch die Beispiele.

0 Beispiel: Alter bei Kinobesuch


Text !KI Kind in der Grundschule
Text IX] Jugendliche
Text [ ]
Text [Q]

Text A: Tommy
Mein einprägsamster Kinobesuch war auch gleichzeitig mein erster. Ich weiß nicht mehr genau, wie alt ich damals war, ich Beispiel
denke, ich ging in die zweite Klasse, aber ich erinnere mich, wie ich mit meinen Eltern und meinem älteren Bruder den gro-
ßen Saal betrat. Ich war fasziniert von den vielen, vielen Sitzreihen und der große, schwere Vorhang vor der Leinwand schien
Geheimnisse zu bergen. Und dann wurde es dunkel. An Werbung oder Filmvorschauen kann ich mich nicht erinnern, wohl
aber an das Kribbeln im Bauch, als mich die riesigen Bilder und der laute Ton völlig in ihren Bann zogen. Ich war hingeris-
sen, lachte viel und weinte zwischendrin auch mal. Als der Film vorbei war, wollte ich nicht gehen, ich wollte bis zur letzten
Sekunde in diesem faszinierenden Raum bleiben und sowohl den Abspann - den ich damals in dem Tempo noch gar nicht
lesen konnte - als auch die letzten Klänge der Filmmusik einfach nur genießen. Meine Familie drängte mich zum Aufbre-
chen. Sie wollten los, und als wir dann im Auto saßen, machte mein Vater wie immer das Radio an. Das fand ich furchtbar,
denn damit wurde der Zauber des Kinobesuchs gebrochen und ich wurde in die Realität des Alltags zurückgeworfen.
Das ist mir bis heute geblieben: Ich liebe das Kino und immer, wenn mir ein Film gut gefällt, will ich möglichst lang im Kino
sitzen bleiben, lese den Abspann und ärgere mich über Leute, die vor mir aufstehen, umständlich ihre Jacken anziehen und
mir dabei die Sicht versperren.

Text B: Leana Beispiel


Mein wichtigster Kinobesuch? Ja, das war so eine Sache. Das ist schon 16 Jahre her, damals stand ich gerade kurz vor
dem Schulabschluss - und ich habe keine Ahnung mehr, welcher Film da im Kino lief. Auch wie das Kino aussah, weiß ich
nicht mehr. Wie das sein kann? Ganz einfach: Ich war bis über beide Ohren verliebt. Und das für mich Besondere war, die
Liebe wurde erwidert. Und trotzdem hatte das Ganze einen Haken: Ich war in den Bruder meiner besten Freundin verliebt.
Wenn sie das mitbekommen würde - dachte ich damals - wäre unsere Freundschaft zerbrochen und alles wäre vorbei. Also
mussten wir uns heimlich treffen und das taten wir zum ersten Mal in diesem Kino. Damals war ich noch nicht sicher, ob er
für mich auch so viel empfand, wie ich für ihn, aber dann tastete er ziemlich zu Beginn des Filmes schüchtern nach meiner
Hand „. Heute sind wir seit 12 Jahren verheiratet und haben drei Kinder. Und meine Schwägerin und beste Freundin? Sie
ist meine Trauzeugin gewesen und auch heute noch meine beste Freundin. Ja, am Anfang war sie sauer, als herauskam, dass
ihr Bruder und ich ein Paar waren, aber als sie merkte, dass es uns ernst war, war schnell alles wieder gut und heute ist sie
froh, dass ich jetzt auch zur Familie gehöre.

Text C: Marina
Bei der Frage fällt mir sofort ein Kinobesuch in München ein: Ich war wegen eines Seminars in der Stadt und kannte mich
nicht gut aus. Abends hatte ich frei und weil ich müde war, wollte ich nicht mit den anderen Seminarteilnehmern essen gehen
und Smalltalk machen. Ich wollte lieber meine Ruhe und da fiel mir eine Anzeige auf: „Kino, Mond & Sterne" stand da,
Open-Air-Kino im Park an einer Seebühne. Das hörte sich gut für mich an und dann lief auch noch einer meiner Lieblings-

135
Kino, Kino Modul 2

Filmklassiker: Night on Earth - ein Film über fünf Taxifahrten in ein und derselben Nacht in verschiedenen Städten der
Welt. Ich fragte also mein Handy nach dem Weg und fand problemlos zum kleinen Amphitheater am See. Die Stimmung war
ganz wunderbar: Alle hatten Picknickdecken dabei und waren bestens ausgestattet mit Salaten, belegten Broten, Kuchen und
anderen Leckerbissen. Zum Glück gab es auch Verkaufsstände mit Essen und Getränken und ich wollte mir gerade schon et-
was zu Essen kaufen gehen, da haben mich die Leute neben mir eingeladen, bei ihnen mitzuessen und es mir auf ihrer Decke
gemütlich zu machen. Es wurde ein sehr netter Abend und die Stimmung war wirklich sehr fröhlich und offen. Sicherlich lag
es auch an dem wunderschönen warmen Sommerabend, der fantastischen Sicht auf den See und dem Sternenhimmel über
der Kinoleinwand. Na, und nicht zuletzt hat sicherlich auch der Film zur guten Stimmung beigetragen.

Text D: Rohan
Kinobesuch? Oh, da fällt mir was ein, ja! Letzte Woche war ich im Kino und habe mir einen Film angesehen, den mir meine
Freunde sehr empfohlen hatten. Es war eine Komödie - oder wollte eine sein! Alle meine Freunde hatten ihn schon gesehen
und waren sich einig, dass er zum Totlachen sei. Vielleicht hatte ich deshalb zu hohe Ansprüche an den Film, aber ganz ehr-
lich: Einen so langweiligen und blöden Film hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Also, dieses Kinoerlebnis wird mir
leider noch lange in Erinnerung bleiben, das war reine Zeitverschwendung! Die Witze waren alle so was von flach und die
wenigen guten Witze, die kannte ich leider eh schon von den Erzählungen meiner Freunde, deshalb waren die auch nicht mehr
lustig für mich. Die ganze Geschichte war von Anfang an absehbar und völlig überzogen. Mit meinen Freunden habe ich dann
in den nächsten Tagen lange über den Film diskutiert. Sie konnten gar nicht verstehen, dass mir der Film nicht gefallen hat,
und ich habe mir fest vorgenommen, entweder gleich gemeinsam mit ihnen ins Kino zu gehen oder dann lieber mal einen Film
zu verpassen, wenn ich nicht gleich mitgehen kann. So einen Reinfall möchte ich mir in Zukunft lieber ersparen.

1. Inhalt des Films


Text [fü
Text [fil
Text [g
Text [Q]
2. Beschreibung des Kinos
Text [fü
Text [fil
Text [g
Text [Q]
3. Begleitperson(en)
Text [fü
Text [fil
Text [g
Text [Q]
4. Erwartungshaltung an den Kinobesuch
Text [fü
Text [fil
Text [g
Text [Q]
5. Folgen des Kinobesuchs
Text [fü
Text [fil
Text [g
Text [Q]

136
Ein Leben für die Kunst Modul 3
9
~ 1 Was passt zusammen? Ordnen Sie zu.

1. Ein besonderes Talent zu haben, ist nicht das einzig Wichtige für eine Künstlerkarriere. _ _

2. Die Aufnahmeprüfung für die Kunstakademie findet im Herbst statt. _ _

3. Es ist völlig normal, sich mehrere Male an Akademien oder Schauspielschulen zu bewerben. _ _
4. Als angehender Künstler muss man sich auch gut präsentieren können . _ _

5. Die meisten Künstler stellen sich darauf ein, mit wenig Geld zurechtzukommen. _ _

A Gleichzeitig sollte man aber auch über berufliche Alternativen nachdenken.


B Allerdings brauchen sie auch Geld, um Materialien wie Leinwände oder Farben zu finanzieren.
C Mittlerweile bieten einige Schulen auch spezielle Kurse an, in denen Künstler genau dies lernen können.
D Bis dahin sollte man die Zeit für die Vorbereitung einer aussagekräftigen Mappe gut nutzen.
E Vielmehr spielt auch ein breites Netzwerk an Kontakten eine sehr wichtige Rolle.

~ 2 Ergänzen Sie die Konnektoren in den Texten.

A daraufhin demgegenüber mittlerweile

Meine Eltern wollten, dass ich irgendetwas mit Wirtschaft


mache. (1) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ stand immer

schon mein Wunsch, Sängerin zu werden . Ich habe nicht locker


gelassen, bis ich in einen Chor gehen durfte. Die Chorleiterin

war schnell der Meinung, man müsse mich mehr fördern.


(2) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ bekam ich dann doch

den lang ersehnten Gesangsunterricht. Nach dem Abitur ging


ich aufs Konservatorium. (3) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ kann ich glücklicherweise ganz gut von

meinem Beruf leben .

B währenddessen allerdings dagegen

An der Schauspielschule in Essen werden jährlich nur acht

von 900 Kandidaten aufgenommen. Da platzen Träume im


Akkord . Manche haben schon zehn, fünfzehn Versuche an

verschiedensten Schulen hinter sich.


(4) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ sind meine vier Versuche

nichts. Vor so einer Prüfung ist das Lampenfieber bei mir enorm.
(5) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ bin ich dann aber eigent-

lieh ruhig und völlig auf die Rolle konzentriert. Ob ich heute bestanden habe oder nicht, weiß ich noch
nicht. (6) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ weiß ich eines sicher: Ich gebe nicht auf.

137
Ein Leben für die Kunst Modul 3

~ 3 Welcher Konnektor ist korrekt? Kreuzen Sie an.

Den eigenen Traum leben


Nur wenige Menschen, die einen künstlerischen Beruf ergreifen, können auf Dauer wirklich davon
leben. (1) D Allerdings D Inzwischen D Bis dahin ist der Wunsch nach Selbstverwirklichung oft
stärker als die Existenzangst.
Nur wenige Maler, Musiker oder Schauspieler können mit ihrer künstlerischen Arbeit ihren Lebens-
unterhalt bestreiten. (2) D Daraufhin D Vielmehr D Währenddessen müssen die meisten nebenher als
Kellner oder Postbote jobben, um am Ende des Monats ihre Miete bezahlen zu können . Trotzdem ent-
scheiden sich Jahr für Jahr Tausende für ein künstlerisches Studium, der Andrang an den Kunstakade-
mien, Musikhochschulen und Schauspielschulen ist nach wie vor groß.
Einer, der sich für diesen unsicheren Weg entschieden hat, ist
Clemens Wintermühl, der bereits als Kind von einer Karriere als
Saxofonist träumte. Nach dem Abitur begann er sein Studium
an der Berliner Universität der Künste. (3) D Währenddessen
D Daraufhin D Dagegen spielte er bereits mit seiner eigenen
Jazzband in kleinen Clubs und konnte sich mit diesen Auftritten
finanziell einigermaßen über Wasser halten. Der große Erfolg
stellte sich aber nach Beendigung des Studiums nicht ein.
Clemens Wintermühl jammert aber nicht, (4) D bis dahin D stattdessen D demgegenüber sieht er seine
Lage pragmatisch. „ Ich werde mir einfach mehrere Standbeine aufbauen. Wichtig ist für mich, dass ich
immer etwas mit Musik machen kann", so Wintermühl.
Die Fotografin Jana Ballmann bekommt in flauen Monaten
immer noch Geld von ihren Eltern, obwohl sie bereits einige
Berufsjahre vorzuweisen hat. Vor einem Jahr gewann sie sogar
D Währenddessen
einen in der Branche wichtigen Preis. (S)
D Daraufhin D Dagegen wurden die Aufträge aber auch nicht
zahlreicher. (6) D Mittlerweile D Inzwischen D Vielmehr war die
Auftragslage zu diesem Zeitpunkt besonders hoffnungslos.
Manche geben auch auf, so wie Elisabeth Jahnke. Die 35-Jährige absolvierte eine Schauspielausbildung
an einer bekannten Schule und ging davon aus, dass im Anschluss zahlreiche Rollenangebote ins Haus
flattern würden. (7) D Demgegenüber D Mittlerweile D Stattdessen krebste sie jahrelang am Existenz-
minimum herum . (8) „0 Inzwischen D Dagegen D Bis dahin habe ich mich entschieden, noch mal eine
Ausbildung zu machen und studiere jetzt Sozialpädagogik. Ich bin vielleicht mit meiner Schauspiel-
karriere gescheitert, aber ich habe es wenigstens versucht ", so Jahnke.

~ 4 Eine Mail an eine Freundin schreiben: Verständnis äußern und Ratschläge erteilen. Welche
Redemittel passen wo? Notieren Sie R (Ratschläge) oder V (Verständnis).

1. Probier doch mal .. . 6. Es ist leicht nachvollziehbar, dass .. . __

2. Was hältst du davon, wenn ... ? __ 7. Um das zu erreichen, solltest du ... __

3. Ich kann gut verstehen, dass ... __ 8. Es hat sich bewährt, ... __

4. Ich habe großes Verständnis für . .. __ 9. Es ist einen Versuch wert, ... __

5. Es ist ja klar, dass . .. __ 10. Es ist ganz normal, dass ... __

138
Leseratten Modul4
9
~ 1a Lesen Sie die Kurzbiografie von Siegfried Lenz. Notieren Sie wichtige Aspekte seines Lebens auf
einem Zeitstrahl.

Siegfried Lenz wurde am 17. März 1926 in Lyck (Ostpreußen) geboren. Er ist einer der
bedeutendsten und meistgelesenen deutschsprachigen Autoren der Nachkriegs- und
Gegenwartsliteratur.
In jungen Jahren desertierte er kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges und geriet in
5 englische Kriegsgefangenschaft, wo er als Übersetzer tätig war. Danach studierte
er Philosophie, Anglistik und deutsche Literaturgeschichte in Hamburg und arbeitete
dann von 1950 bis 1951 als Redakteur für die Zeitung „ Die Welt".
Sein erster Roman " Es waren Habichte in der Luft" erschien 1951, ab da arbe itete er
als freier Schriftsteller und machte viele Reisen ins Ausland.
10 Lenz war regelmäßiger Gast bei den Literatentreffen der „Gruppe 47" und seit 1967
Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.
Lenz' Romane und Erzäh lungen zeichnen sich durch Humor
und eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschafts- Siegfried Lenz
politischen Themen aus. Sein humoristischer Erzählband Deutschstunde
Roman
15 „So zärtlich war Suleyken" (19 55) wa r ein regelrechter Publikumserfolg.
Sein erfolgreichster Roman erschien 1968: „Die Deutschstunde". In dem Roman geht es
um das übertriebene Pflichtgefühl eines Polizisten im dritten Reich. Das Buch wurde in 22
Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt.
Auch im hohen Alter von 82 Jahren gelang ihm im Jahr 2008 mit der Novelle „ Schweige-
20 minute" ein weiterer Bestseller.
Lenz erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Eh rungen, so 1988 den Friedenspreis des
Deutschen Buchhandels. Seit 2003 war er Gastprofessor an der Heinrich-Heine-Universi-
tät Düsseldorf und Ehrenmitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. Er starb am
7. Oktober 2014 in Hamburg .

Geburt

1926

~ b Ergänzen Sie passende Ausdrücke und Wendungen aus der Kurzbiografie in 1a.

eine Kurzbiografie schreiben

. „ wurde am ... in ... (1) !J_eboren Seine/ Ihre Werke / (3)

Er/ Sie kommt aus ... / studierte/ lebte in ...


Er/ Sie ist einer/eine der erfolgreichsten/ zeichnen sich durch ... aus.

bedeutendsten und meistgelesenen Sein/ Ihr (4) Roman


(2) erschien ...

In seinem/ ihrem bekanntesten Buch ... be- In dem Roman / der Erzählung / .. . / (5)

schreibt er/sie ... ...


In seiner/ihrer Jugend ... Danach ... und Er/ Sie (6) zahlreiche

arbeitete/schrieb/... dann von ... bis ... Auszeichnungen und (7) ...
In den darauffolgenden Jahren .. . Er/ Sie (8) am ... in ...

139
Leseratten Modul4

2 Lesen Sie die Informationen zum Leben von Stefan Zweig. Verfassen Sie dann eine Kurzbiografie.
Stefan Zweig
österreichischer Schriftsteller, Erzähler, Lyriker und Essayist, meistübersetzter deutsch-
sprachiger Autor seiner Zeit
28.11.1881 geboren in Wien
ab 1897 erste Veröffentlichungen von Gedichten in Zeitschriften
1900-1904 Universität Wien: Studium der Philosophie, Germanistik und Romanistik
1901-1911 erstes Buch: „Silberne Saiten", längerer Aufenthalt in Paris, Begegnung
mit Rainer Maria Rilke und Auguste Rod in, zahlreiche Reisen
1914 freiwilliger Dienst beim Militär, Mitarbeit im Kriegsarchiv
1917-1918 eineinhalbjähriger Aufenthalt in der Schweiz, Kontakte zu
pazifistischen Schriftstellern (James Joyce, Hermann Hesse u. a.)
1924-1927 „ Die gesammelten Gedichte", in Paris Begegnung mit Salvador Dali; erfolgreicher
Erzählband über historisch bedeutende Ereignisse: „ Sternstunden der Menschheit"
1933 Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten, auch Zweigs Bücher betroffen,
Emigration nach London
1938 Antrag auf britische Staatsbürgerschaft
1939-1941 Heirat mit Lotte Altmann, Roman „Ungeduld des Herzens" - einziger vollendeter Roman;
Reise nach Brasilien, Arbeit an „ Schachnovelle"
22.2.1942 Freitod von Lotte und Stefan Zweig in Brasilien, vermutlich als Folge von Perspektiv-
losigkeit im Exil und Verzweiflung über NS-Regime

~, Biografische Texte schreiben


i==Gehen Sie in einem biografischen Text chronologisch vor, fassen Sie aber thematische Einheiten zusammen . Verwenden Sie abwechs-
lungsreiche temporale Ausdrücke (zuerst, dann, aber zwei Jahre später, in seiner Jugend usw.). Bauen Sie auch Bezüge innerhalb Ihres
Textes auf (bei seiner zweiten Reise nach ... ).

Aussprache: Aussagen durch Betonung verbinden

la Lesen Sie den ersten Ausschnitt einer Lesung aus einer Autobiografie.
Mein Leben zu beschreiben und dabei alle Wendungen, Wege und Stationen zu berücksichtigen, das war
eine große Herausforderung. Aber das war auch der große Reiz. Sie wollen mich heute besser kennen -
lernen, dafür bin ich hier. Im Folgenden werde ich einige Ausschnitte aus meinem Buch lesen und dafür ist
sicher wichtig, dass ich vorab mit einem kurzen Lebenslauf beginne. Nach dem Abitur habe ich zuerst zwei
Semester in Marburg Literaturwissenschaft studiert. Doch bald hat mich das Studium gelangweilt. Aber
dann habe ich von der Möglichkeit eines Auslandsstudiums erfahren.

b Hören Sie jetzt den Ausschnitt. Wie spricht der Sprecher die markierten Verbindungen (Angaben,
16 Konnektoren ... )? Kreuzen Sie an.

D schnell D laut D langsam D ohne Pause D mit Pause D leise

~ o(]l)) c Hören Sie jetzt den zweiten Ausschnitt und markieren Sie betonte Verbindungen.
17
Und, Sie ahnen es schon, fand das viel spannender. Ziemlich spontan bin ich also 1974 nach Frankreich und
später nach England gegangen. Damals haben mich meine Eltern noch unterstützt. Allerdings nicht mehr
lange. Sehr schnell hatten sie verstanden, dass ich gar nicht daran dachte, wieder nach Deutschland zurück-
zukommen . Das war ein harter Schlag für sie.

d Sprechen Sie jetzt zu zweit. A spricht den ersten Ausschn itt, B den zweiten. Achten Sie auf die
Betonung.

140
Sei bstei nschätzu ng

So schätze ich mich nach Kapitel 9 ein: Ich kann ...


+ 0 -
... ein Interview über kreative Krisen verstehen. lll>-AB Ml, Ü7
o()l))
-
D D D
... Präsentationen von Kinofilmen verstehen. lll>-M2, A2a
D D D
... Notizen zu einem Interview mit einem Buchkritiker machen und die Haupt-
informationen zusammenfassen. lll>- M4, A4b, c
D D D
... in kurzen Sachtexten über Kreativität wichtige Einzelinformationen finden . .... Ml, A2
OJ D D D
- ... in persönlichen Texten Meinungen und St andpunkte erkennen und in Stichworten
notieren. lll>-AB M2, Ül
D D D
... Texte über den Künstleralltag verstehen. lll>-M3, A2
D D D
.. . einen autobiografischen Text im Detail verstehen. l l>-M4, A2a
D D D
... eine Buchkritik verstehen und ihren Aufbau analysieren. lll>-M4, AS
D D D
... Informationen aus einer Kurzbiografie auf einem Zeitstrahl darstellen . .... AB M4, Ül a
D D D
.. . kreative Ideen zu Problemsituationen formulieren. lll>-Ml, A4
0- D D D
... über einen deutschsprachigen Film oder einen Film mit deutschsprachigen
Schauspielern berichten. lll>- M2, A1a
D D D
... Gedanken und Meinungen über Literaturverfilmungen ausdrücken. l l>-M4, A2b
D D D
.. . erklären, was ein gutes Buch ausmacht. ..,..M4, A4a
D D D

-t/
... Informationen aus einer Grafik zum Thema „Wo und wie Kinofilme angesehen
werden" wiedergeben und bewerten . .... M2, A3b
D D D
... in einer persönlichen E-Mail Bezug auf den Korrespondenzpartner nehmen und
Ratschläge geben . ..,..M3, A4
D D D
... eine Buch- oder Filmbesprechung schreiben. lll>-M4, A6
D D D
.. . Informationen über eine Person in einer Kurzbiografie wiedergeben . .... AB M4, Ü2
D D D
Das habe ich zusätzlich zum Buch auf Deutsch gemacht (Projekte, Internet, Filme, Lesetexte, ...):

Datum: Aktivität:

~ Grammatik und Wortschatz weiterüben: interaktive Online-Übungen unter www.aspekte.biz/online-uebungen3

141
Wortschatz

Modul 1 Kreativ

ablenken brillant
die Anwendung, -en bestätigen

ausgeglichen hinausposaunen
ausgereift der Konkurrenzdruck
basieren auf der Miesepeter, -

die Blamage, -n der Rückgriff, -e auf

Modul 2 Kino, Kino

ausreißen (reißt aus, der Ruhestand

riss aus, ist ausgerissen) schicksalhaft


die Buchverfilmung, -en taumeln
geduldig vergesslich
lakonisch zynisch

der Quatschmacher, -

Modul 3 Ein Leben für die Kunst

abverlangen das Durchhaltevermögen

der Andrang entmutigen

aushalten (hält aus, hielt gängig


aus, hat ausgehalten) das Kribbeln
brennen für (brennt, schrecken

brannte, hat gebrannt) ungebrochen


der Durchbruch, -"e das Werk, -e

Modul 4 Leseratten

bemessen (bemisst, die lnspiration,-en

bemaß, hat bemessen) prägen


blättern in schätzungsweise
ermuntern zu unumgänglich
herausbekommen unvermeidlich

(bekommt heraus, verhelfen zu (verhilft,

bekam heraus, hat verhalf, hat verholfen)

herausbekommen) zensieren

das Herzklopfen zweckfrei

142
~ Wortschatz
9
Wichtige Wortverbindungen

Anteil haben an

in eine Bewertung einfließen (fließt ein, floss ein,

ist eingeflossen)
ein Buch verreißen (verreißt, verriss, hat verrissen)
zu einem Buch greifen (greift, griff, hat gegriffen)

etw. nicht erwarten können (kann, konnte,


hat können/gekonnt)

das Funkeln in den Augen


sich als Herausforderung gestalten

über sich hinauswachsen (wächst hinaus,


wuchs hinaus, ist hinausgewachsen)

über Kontakte verfügen


ein gängiges Los sein

etw. lässt jmd. nicht los (lässt, ließ, hat gelassen)


ein zweites Standbein haben

von der Vergangenheit eingeholt werden


verwickelt sein in
eine Welt tut sich auf (tut, tat, hat getan)

ein Wunder geschieht (geschieht, geschah,


ist geschehen)

Wörter, die für mich wichtig sind:

143
Erinnerungen
Diese Übungen bereiten Sie auf das Kapitel vor.

~ 1a Ordnen Sie die Wörter und Wendungen in die Tabelle.

(sich) erinnern
5ich er'lt5innen entschwinden dämmern
ein schlechtes Gedächtnis haben eich entsinnen

gedenken auffrischen verlegen


einfallen zurückdenken an
entfallen
in den Sinn kommen nicht behalten vergessen
aus dem Gedächtnis verlieren

sich ins Gedächtnis zurückrufen

ein Gedächtnis wie ein Sieb haben

~ b Ergänzen Sie die Sätze mit Wörtern und Wendungen aus 1a.

1. Ich habe meine Brille----------~ ich kann sie nirgends finden.


2. Wenn ich ____ unseren Urlaub _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _, dann habe ich gleich wieder Fernweh.
3. Ich habe gestern die Wörter vom letzten Englischkurs _ _ _ _ _ _ _ _ _ __
4. Am 1. September wird der Opfer des Zweiten Weltkriegs _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

5. Kannst du mir helfen? Mir ist Omas Telefonnummer _ _ _ _ _ _ _ _ _ __


6. Sie wollen wissen, wann ich das letzte Mal krank war? Das _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ mir jetzt
gar nicht _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

7. Ich kann die Geheimzahl für meine EC-Karte einfach _ _ _ _ _ _ _ _ _ __


8. Nichts kannst du dir merken! Du ____ wirklich ein Gedächtnis _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

~ 2a Notieren Sie zu den Nomen den bestimmten Artikel und wenn möglich den Plural.
1. der Gedanke, -n 9. _ _ Merkfähigkeit,
2. _ _ Gedächtnis, 10. _ _ Gedächtnislücke,
3. _ _ Biografie, 11. _ _ Geistesblitz,

4. _ _ Tagebuch, 12. _ _ Andenken,


5. _ _ Erinnerung, 13. _ _ Erinnerungsvermögen,

6. _ _ Denkmal, 14. _ _ Einfall,

7. _ _ Souvenir, 15. _ _ Chronik,


8. _ _ Aufzeichnung, 16. _ _ Lebensgeschichte,

~ b Notieren Sie zu den Begriffen passende Wörter aus 2a. Es gibt mehrere Möglichkeiten.
Texte: Tagebuch,... Gehirn: Gedanke,... Urlaub: Souvenir, ...

144
- - - - - - t _10
~ 3 Alles, was man vergessen kann . „ Lösen Sie das Rätsel.
(ä, ö, ü =ein Buchstabe)

1 H
2 0
3 c
4 H
5 z
6 1
E
7 1
8 T

9 s
10 T

11 A
12 1 1 1
G

1. ein Gegenstand aus Metall, mit dem man eine Tür aufmacht
2. Wörter, die man z. B. für einen Test lernt
3. jmd. sagen, dass man ganz sicher etwas tun w ird
4. braucht man, wenn das Wetter schlecht und nass ist
5. ist für die Benutzung der EC-Karte notwendig
6. eine kleine Tasche für das Geld
7. Zeitpunkt, bis zu dem etwas fertig sein soll
8. Angabe eines Tags, Monats und Jahres dem Kalender nach
9. Datum, an dem jmd. geboren wurde
10. Ticket, das in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Monat gültig ist
11 . offizielles Dokument, das den Namen und andere persönliche Informationen über den Besitzer enthält
12. gemeinsamer Beschluss sich zu treffen

4a Arbeiten Sie in Gruppen. Jede Gruppe wählt ein Bild und schreibt eine kurze Geschichte dazu.

Sie steckt bestimmt in der Ich hatte ihn doch Das gibt es doch
anderen Handtasche. gerade noch. nicht . ..

A Frau Schmidtke sitzt in der U-Bahn und möchte in die Stadt fahren . . . .

b Lesen Sie Ihre Geschichte im Kurs vor. Welche Geschichte ist am lustigsten/überraschendsten/
am besten erzählt?

145
Erinnern und Vergessen

~ 1 In welchem Text im Lehrbuch, Aufgabe 2b stehen die Aussagen? Markieren Sie.

Text 1 Text 2 Text 3


1. Vor Jahren vermuteten Wissenschaftler, dass unser Gehirn alles aufnehmen
kann. D D D
2. Die unzähligen Nervenzellen unseres Gehirns bilden ein Netz. D D D
3. Beim Vorgang des Einprägens sind Gefühle sehr wichtig. D D D
4. Im Kurzzeitgedächtnis bleiben die Informationen nur wenige Sekunden. D D D
5. Objektive Tatsachen werden im Gehirn an anderer Stelle gespeichert als
persönliche Erinnerungen. D D D
6. Nervenzellen können elektrische Impulse aussenden. D D D
7. Es gibt keine einheitliche Theorie über den Prozess des Vergessens. D D D
8. Wenn wir uns bewegen, greifen wir auf das prozedurale Gedächtnis zurück. D D D

~ 2a Ordnen Sie die Wörter mit ähnlicher Bedeutung zu.

behalten En rpfindung Bereich schießen Moment 6e5-ptif sehr groß lösen Gebiet

mächtig aufbewahren Zeitpunkt abweichend entziffern bombardieren unterschiedlich

1. Gefühl Empfindun9. Gespür 5. feuern


2. Augenblick 6. speichern
3. entschlüsseln _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ 7. Region
4. riesig 8. verschieden

~ b Lesen Sie den zweiten Text im Lehrbuch, Aufgabe 2b noch einmal. Welche Wörter aus dem Text
entsprechen den Wörtern 1-6?

1. erreichen 4. untergliedern
2. verstehen 5. verantwortlich sein _ _ _ _ _ _ _ _ _ __

3. sich merken 6. bezeichnen

~ c Welches Wort passt nicht? Streichen Sie es durch.


1. erkennen - entdecken - erforschen - erraten
2. logisch - schlüssig - absichtlich - folgerichtig
3. begreifen - erfassen - empfinden - lernen
4. verdecken - aufdecken - zudecken - abdecken
5. plausibel - verständlich - einleuchtend - zweifelhaft
6. verblassen - verschwinden - undeutlich werden - blass werden
7. Eindruck - Empfindung - Wahrnehmung - Anschein
8. dauerhaft - reell - ständig - unaufhörlich
9. unbewusst - automatisch - instinktiv - geplant
10. Ablauf - Prozess - Ursache - Vorgang

146
Modul 1
10
~ •()l)) 3a Hören Sie eine Radiosendung über das Gedächtnis. Markieren Sie die Teilthemen, über die der
is Experte spricht.

D Bedeutung des Vergessens D Aufbau des Gehirns D Krankheiten des Gedächtnisses

D Speichern von Wissen im Gedächtnis D Lernpausen D Merkhilfen

~ b Hören Sie noch einmal. Machen Sie zu den folgenden Punkten Notizen.

1. Thema der Sendung und Gast im Studio:

3. Defi nit ion von „Gedächtnis":

2. Beispiele für große Gedächtnisleistungen:


a

4 . vorgestellte Mnemotechniken:
b
a

~ 4a Ordnen Sie die Sprichwörter a-d den Umschreibungen 1-4 zu. Bilden Sie dann aus den
Umschreibungen Konditionalsätze ohne wenn.

1. __ Wenn man aus den Fehlern seiner Vergangenheit lernt, macht


a Ohne Fleiß kein Preis.
man ähnliche Fehler nicht noch einmal.
b Geteilte Freude ist
2. __ Wenn man andere an seinem Erfolg teilhaben lässt, macht einen
doppelte Freude.
das glücklicher.
c Frisch gewagt ist
3. __ Wenn man sich anstrengt, kommt man zum gewünschten Erfolg. halb gewonnen.
4. __ Wenn man Mut zum Risiko hat, wird man mit Erfolg belohnt. d Aus Schaden wird
man klug .
1. Lernt man aus den Fehlern seiner Vergangenheit, macht man . ..

~ b Bilden Sie aus den unterstrichenen Nominalformen Konditionalsätze mit und ohne wenn.
1. Bei fehlender Konzentrationsfähigkeit sollten Sie eine Pause einlegen.
2. Bei häufigem Vergessen von Namen und Zahlen helfen manchmal ein paar ganz einfache Tipps.
3. Ohne vorher aufgestellten Plan ist eine Prüfungsvorbereitung nicht so effektiv.
4 . Beim Auswendig lernen ist es hilfreich, Mnemotechniken zu nutzen .

1. Wenn die Konzentrationsfähigkeit fehlt, sollten Sie eine Pause einlegen.


Fehlt die Konzentrationsfähigkeit, sollten Sie eine Pause einlegen.

147
Erinnern und Vergessen Modul 1

~ Sa Bilden Sie die Partizipialgruppe.

Konditionalsatz Partizipialgruppe

1. Wenn man grob schätzt, ...

2. Wenn man annimmt, dass ...

3. Wenn man es kurz sagt, .. .

4. Wenn man es anders formuliert, ...

5. Wenn man davon absieht, dass ...

b Wählen Sie drei Partizipialgruppen aus Sa und schreiben Sie je einen Satz.

~ 6 Unterstreichen Sie in den Sätzen alle Partizipialgruppen und formen Sie sie in Konditionalsätze um.

1. Genau genommen ist das Gehirn die oberste Steuerzentrale unseres Körpers .
2. Verglichen mit dem Gehirn eines Elefanten (5.400 g) ist das menschliche Gehirn um vieles leichter
(1.300 g).
3. Genau betrachtet hat der Mensch im Verhältnis zum Körpergewicht das größte Gehirn.
4. Allgemein formuliert können Nervenzellen rasend schnell Informationen austauschen.
5. Es gibt viele Studien darüber, wie man am effektivsten lernt. Kurz zusammengefasst lernt man am
besten, indem man Dinge selbst ausprobiert.
6. Abgesehen von 2,2 Prozent der Bevölkerung, die einen IQ von über 130 haben, besitzt die Masse
der Bevölkerung (68 Prozent) einen IQ zwischen 85 und 115.

1. Wenn man es genau nimmt, ist das Gehirn die oberste Steuerzentrale unseres Körpers.

~ 7 Welche Partizipialgruppe passt? Ergänzen Sie die Sätze.

grob überschlagen verglichen mit abgesehen von ehrlich gesagt bei Licht betrachtet

1. 0 Kommst du nun heute Abend mit oder nicht?


_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ habe ich keine Lust, heute mit ins Kino zu gehen .

2. 0 Ich weiß gar nicht, ob mein Geld reicht. Wie viel wird das alles zusammen kosten?
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ 20 €, denke ich.

3. 0 Professor Meyer, ich möchte meine Seminararbeit abholen.


Ja, hier ist sie. _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ diesem Fehler ist das wirklich eine gute Arbeit.

4. 0 Das war ein Tag! Ich bin total kaputt.


Das glaube ich. _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ deiner stressigen Arbeit habe ich einen

ruhigen Job.

5. 0 Was denkst du, habe ich mich richtig entschieden oder nicht?
Ich dachte zuerst nicht. Aber _ _ _ _ _ __ _ _ _ _ _ _ _ war deine Entscheidung

vollkommen richtig .

148
Falsche Erinnerungen Modul2 - - -
10
1a Sie haben gemeinsam Urlaub gemacht, haben aber unterschiedliche Erinnerungen daran. Arbeiten
Sie zu zweit. Jede/r wählt eine Bildergeschichte (A oder B) und schreibt einen Urlaubsbericht.

b Vergleichen Sie Ihre Geschichten.

149
Kennen wir uns ••••
7 Modul 3

~ 1 Ordnen Sie die passende Umschreibung zu.

1. Er braucht nicht anzurufen. a Er soll/darf nicht anrufen.

2. Er hat nicht anzurufen. b Er muss anrufen.


3. Er scheint nicht anzurufen. c Er muss nicht anrufen.
4. Er hat anzurufen. d Er ruft anscheinend nicht an.

~ 2 Ergänzen Sie zu, wo nötig.

1. 0 Kann ich mal kurz mit dir _ _ sprechen?

Tut mir leid, ich musste den Bericht unbedingt noch fertig _ _ machen und das Protokoll ist auch
noch schreiben.

2. I> Hat Tim sich bei dir _ _ gemeldet?

Nein, noch nicht. Er denkt bestimmt, er braucht

sich nicht melden.

I> Also komm, das geht doch nicht! Der hat sich
einfach bei dir melden!

3. 0 Ich habe so einen Stress, der Termin droht _ _

platzen!

Kann ich dir denn irgendwie _ _ helfen?

0 Nein, danke, mir ist einfach nicht _ _ helfen.

4. I> Ist das Problem mit der Rechnung _ _ gelöst?

Ja, es war ganz einfach _ _ lösen.

~ 3 Formen Sie die unterstrichenen Sätze in Sätze mit Modalitätsverben +zu+ Infinitiv um.
0 Ich bin wirklich sauer. (1) Anscheinend erkennt mich meine Kollegin nicht mehr! (2) Man muss doch
wenigstens „Hallo!" sagen, wenn man sich trifft. (3) Aber nein, sie muss mich plötzlich nicht mehr
grüßen.
Jetzt beruhige dich doch erst mal. Das ist bestimmt keine Absicht gewesen. (4) Das Missverständnis
kann man bestimmt schnell aus der Welt schaffen.
0 Keine Absicht? (5) Du kannst wirklich jedes Problem diplomatisch sehen .. . Ich meine, wir sind fast
zusammengestoßen und sie grüßt nicht.

Ja, ist ja gut. Du hast recht, es ist wirklich komisch . Aber ganz ehrlich: Reg dich doch bitte nicht immer
so sehr auf! (6) Du läufst sonst noch Gefahr, krank zu werden.
0 Ja, okay. Ich versuche es.

1. Meine Kollegin scheint mich nicht mehr zu erkennen.

150
Vergangene Tage Modul 4
10
1 Sehen Sie die Fotos und Schlagwörter an. Welches Jahrzehnt interessiert Sie am meisten? Wählen
Sie einen Zeitraum aus und recherchieren Sie Informationen. Schreiben Sie einen kurzen Text über
diese Zeit (wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation, Mode, besondere Ereignisse, Musik .„).

SOer-Jahre 60er-Jahre 70er-Jahre


Gründerjah re - Wiederauf- Mauerbau - Flowerpower - Frauenbewegung -
bau - Motorisierung - Wunder Studentenbewegung - Musik: „ Deutscher Herbst" - Musik:
von Bern - Musik: Rock'n'Roll Funk, Soul, Country-Rock Disco, Punk, New Wave

80er-Jahre 90er-Jahre 2000er-Jahre


Hausbesetzungen - Friedens- Wiedervereinigung - Spar- BSE - Euro - Wirtschaftskrise -
demos - Die Grünen - Fall der paket - Handys, Farbkopierer, Bundeskanzlerin - 3D-Filme -
Mauer - AIDS - Privatfernsehen - Internet - Musik: Techno soziale Netzwerke - Musik:
Musik: Neue Deutsche Welle Rap, neuer deutscher Pop

2a Lesen Sie den folgenden Text. Im Anschluss an den Text finden Sie vier Zusammenfassungen (a-d).
TELC Welche Zusammenfassung enthält die wichtigsten Informationen?
-www

~
i==
1
Zusammenfassungen beurteilen
Lesen Sie den Text global, um sich zu orientieren. Unterstreichen Sie im Text alle Hauptthemen, die Sie dann in den Zusammenfassun-
gen identifizieren sollen. Eine Zusammenfassung ist die beste, aber die drei anderen sind nicht völlig falsch, d. h., sie enthalten auch
viele Informationen aus dem Text. Die beste Zusammenfassung erkennen Sie daran, dass mit ihr alle wesentlichen Informationen wie-
dergegeben werden.

Die SOer-Jahre
1 Die fünfziger Jahre genießen in der Öffentlichkeit eine sehr unterschiedliche Wertschätzung. Nicht selten dienten
sie (seit den siebziger Ja hren) in aktuellen politischen Debatten als negativ oder positiv besetztes Symbol. Die besonde-
re Hervorhebung gerade dieser Zeit ist kein Zufa ll: Die fünfziger Jahre sind die Gründerjahre der Bundesrepublik, in
der ein Großtei l unserer heutigen politi schen und gesell schaftli chen In stitutionen und Strukturen wurzelt. Den ei nen
erscheinen sie als einfache und „gute" Zeit, in der die Menschen ein gemeinsa mes Ziel kannten und mit Optim ismus
und Tatkraft verfolgten: den Wiederaufba u. Für die anderen sind es „bleierne Zeiten" voller spießigen Muffs, in de-
nen sich eine weitgehend unpolitische Bevölkerung fü r nichts anderes interessierte als fü r die Mehrung ihres privaten
Wohlstands . (... )

151
Vergangene Tage

2 Die fünfziger Jahre waren ein Zeitraum, in dem die Menschen, denen der Krieg noch „in den Knochen steckte",
vor allem Ruhe und Sicherheit erstrebten. Es war zudem der Abschluss einer Epoche, die etwa um die Wende zum
20. Jahrhundert begonnen hatte. Die Erwerbsstruktur mit einem hohen Anteil landwirtschaftlicher und sonstiger
manueller Arbeit, ein geringer Anteil an höherer Bildung, autoritäre Wertmuster in Ehe, Familie und Schule lassen uns
diese Zeit als weit entfernte Geschichte erscheinen. Andererseits zeigen sich die fünfziger Jahre in vielem als der Beginn
der heutigen modernen Gesellschaft: Aufstieg des Fernsehens, Anfänge des Automobilbooms, des Massentourismus
und der Teenagerkultur mögen als Stichworte ausreichen. Zwischen der Abschaffung der Lebensmittelkarten 1950
und dem ersten Auftritt der „Beatles" (in Hamburg) 1960 scheint jedenfalls weit mehr als ein Jahrzehnt zu liegen.
3 Das mit den fünfziger Jahren häufig verbundene Bild vom schlemmenden Michel, dem Wohlstandsbürger, der von
der „Fresswelle" zu immer feineren sonstigen Genüssen und Vergnügungen überging, ist unzutreffend. In den meisten
westdeutschen Haushalten ging es noch lange sehr bescheiden zu. Die Löhne und Einkommen von 1950 entsprachen
von der Kaufkraft her etwa denen der besten Jahre der Zwischenkriegszeit (1928 und 1938). Allerdings hatten Krieg
und Nachkriegswirren sehr häufig zum Verlust von Hausrat und Einrichtungsgegenständen geführt, sodass es einen
großen Nachholbedarf gab. („.)
4 Da auch die Ausgaben für die Wohnung mit neun bis zehn Prozent während des gesamten Jahrzehnts stabil blie-
ben - Ergebnis gesetzlicher Mietpreisbindungen und staatlicher Wohnungsbaupolitik - überwog nach Berechnungen
des Statistischen Bundesamtes Ende der fünfziger Jahre erstmals der sogenannte „elastische" den sogenannten „star-
ren Bedarf" (Na hrungsmittel, Wohnung, Heizung und Beleuchtung). Die Summe der - in engen Grenzen - wahlweise
für verschiedene Zwecke einzusetzenden Ausgaben wuchs an, in vielen Haushalten eine völlig neue Erfahrung.
5 Aber noch auffälliger war in den fünfziger Jahren der steile Anstieg der Sparquote (Anteil des gesparten an der
Summe des verfügbaren Einkommens), die sich im Laufe des Jahrzehnts in etwa verdreifachte und 1960 bei 8,7 Pro-
zent lag; das Bausparen verzwölffachte sich sogar. Man könnte die fünfziger Jahre pointiert als Jahrzehnt des Sparens
bezeichnen. Bewusst wurde in vielen Haushalten auf vieles verzichtet, was man sich mit dem gesteigerten Einkommen
hätte leisten können. Es handelte sich aber nicht um Konsumverzicht, sondern um die Konzentration auf die wichtig-
sten Wünsche wie die Erlangung der Wohnung oder des eigenen Heims und die Anschaffung langlebiger Konsumgüter.
6 Der Ausstattungsgrad mit solchen Gütern war in der ersten Hälfte der fünfziger Jahre noch sehr niedrig. Nach
einer Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie verfügten 1953 neun Prozent aller Haushalte über einen
Kühlschrank und 26 Prozent über einen Staubsauger, 1962/63 waren es - laut Einkommens- und Verbrauchsstichpro-
ben des Statistischen Bundesamtes - 52 Prozent bzw. 65 Prozent. Und ähnlich verhielt es sich mit den Steigerungsraten
vieler anderer Geräte, die zum größten Teil aber erst seit dem Ende der fünfziger Jahre angeschafft werden konnten.
7 Vor allem der Kauf eines Personenkraftwagens, für viele Berufspendler unabdingbare Notwendigkeit oder at-
traktive Alternative zur Fahrt in überfüllten Vorortzügen, rückte nun erst für breitere Schichten in den Bereich des
Möglichen. Während 1959 jeder vierte Angestellten- und Beamten- und sogar erst jeder achte Arbeiterhaushalt über
ein eigenes Auto verfügte, besaß bereits drei Jahre später ein Drittel aller Arbeitnehmerhaushalte einen „fahrbaren
Untersatz" - überwiegend einen erschwinglichen Kleinwagen. Obwohl sich die Zahl der zugelassenen Personenkraft-
wagen schon während der fünfziger Jahre verachtfacht hatte, stand Westdeutschland mit vier Millionen zugelassenen
Fahrzeugen 1960 erst am Beginn eines Automobil-Booms. („ .)
8 In allen Untersuchungen zur Freizeit in den fünfziger Jahren wurde als auffälligster Grundzug die ausgeprägte
Häuslichkeit und das Beisammensein innerhalb der Familie betont. Der private Rückzug prägte nicht nur den werk-
täglichen Feierabend, sondern auch das lange Wochenende. Arbeit in Haus und Garten, die Lektüre der Tageszeitung
und das Radio bildeten das Zentrum der Freizeit. Die Verstärkung nachbarlicher Bindungen, welche die Soziologen
und Städteplaner sich von den Siedlungen des sozialen Wohnungsbaus erhofft hatten, wollte sich nicht einstellen, und
auch in den neuen Eigenheimvierteln der Vor- und Satellitenstädte lebten die meisten Familien eher für sich.
9 Für den besonders ausgeprägten Hang zum Familiären und Privaten gab es verschiedene Gründe. Vor allem ist
der sehr lange Arbeitstag (Arbeitszeit plus Arbeitswegzeit) anzuführen. Wer zwischen sechs und sieben Uhr morgens
aufstand und zwischen 18 und 19 Uhr abends nach Hause zurückkehrte - dies sind die Mitte der fünfziger Jahre
ermittelten Durchschnittswerte für die erwerbstätige Bevölkerung -, der suchte zunächst einmal Ruhe. Außerdem
lag die Trennung vieler Familien durch die Abwesenheit des Vaters als Soldat und in der Gefangenschaft, der Söhne
und Töchter durch die Evakuierung im Krieg, durch Ausbombung und Wohnungsnot noch nicht lange zurück. Das
Anwachsen des Wohlstands und der zur Verfügung stehenden Freizeit änderte zunächst wenig an der vorherrschenden
Häuslichkeit, die durch steigenden Komfort immer attraktiver wurde, nicht zuletzt durch die Ausstattung mit elek-
tronischen Massenmedien.

152
Modul4
10
10 Die wichtigste außerhäusliche Unternehmung bildete fü r einen kleineren Teil der Bevölkerung der Sport. Etwa ein
Viertel betätigte sich regelmäßig oder gelegentlich sportl ich. Die Mitgliederzahl der Sportvereine erhöhte sich von vier
Millionen (1954) auf 4,8 Mill ionen (1959). Etwa 40 Prozent davon waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Der Vereinssport stellte in den fün fziger Jahren eine männliche Domäne dar. Nur etwa ein Siebtel der erwachsenen
Mitgl ieder waren Frauen .
11 Die fü nfziger Jahre gelten als das deutsche Kinoja hrzehnt. Allerdings hatte die Zahl der Kinobesuche mit 490
Millionen (das heißt etwa zehn je Einwohner) 1950 noch längst nicht den im Zweiten Weltkrieg bereits erreichten
Höchststand eingeholt. In der ersten Hälfte der fün fziger Jahre erfolgte allerdings eine rasche Zunahme auf etwa 820
Millionen (= 15,6 Kinobesuche je Einwohner) 1956. Danach ging die Za hl der Kinobesuche allm ählich wieder unter
den Stand von 1950 zurück. (... )

Zusammenfassungen
a Der Text „ Die 50er-Jahre" beschreibt die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen in Deutschland im be-
sagten Zeitraum. Die Jahre zwischen 1951 und 1960 gelten als Gründerjahre der Bundesrepublik Deutschland,
auf die zahlreiche politische und gesellschaftliche Institutionen zurückgehen. Zugleich gelangte die Gesellschaft
in dieser Zeit zu bis dahin unbekanntem Wohlstand, der Wiederaufbau ging schnell voran und die Wirtschaft
boomte stark. Mit dem wachsenden Wohlstand blieben die meisten Menschen zunächst bescheiden und erwar-
ben vor allem Dinge, die im Krieg zerstört wurden . Später sparten sie und machten größere und langfristigere
Anschaffungen (Wohnung, Auto, Staubsauger usw.), was sich besonders an der enorm steigenden Zahl der ge-
kauften Autos zeigt. In ihrer Freizeit waren die Menschen eher häuslich, weshalb diese Epoche heute von vielen
Men schen als langweilige Zeit beschrieben wird . Wenn die Menschen damals in ihrer Freizeit dann doch einmal
nicht zu Hause waren, machten die meisten Sport oder sie gingen ins Kino.
b Der Sachtext „ Die 50er-Jahre" stellt die wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen jener Jahre in Deutsch-
land dar. Diese Gründerjahre sind zum einen vom Geist des Wiederaufbaus und der boomenden Wirtschaft ge-
prägt, zum anderen von spießiger Häuslichkeit. Kurz nach dem Krieg war den Menschen Ruhe und Sicherheit
wichtig und mit dem wachsenden Wohlstand war es vielen Familien möglich, sich ein Zuhause mit technischen
Geräten wie Staubsauger, Kühlschrank und Fernsehgerät einzurichten . Außerhäuslich betrieb ca. ein Viertel der
Bevölkerung Sport und die Menschen gingen gerne ins Kino. Zu Beginn dieser Zeitspanne lebten die Menschen
überwiegend bescheiden und kauften Einrichtungsgegenstände und Hausrat, die im Krieg verloren gegangen
waren . Danach sparten sie für langlebige Konsumgüter und Personenkraftwagen, weshalb diese Zeit auch als
„Jahrzehnt des Sparens" bezeichnet wird . Die Zahl der Autos, die in Deutschland zugelassen wurden, veracht-
fachte sich in diesen Jahren. Die heutige moderne Gesellschaft formte sich und die von landwirtschaftlicher und
manueller Arbeit sowie geringem Bildungsstand und autoritärem Wertesystem geprägte Zeit fand ein Ende.
c Der Artikel „ Die 50er-Jahre" hat den besagten Zeitraum zum Thema. Er befasst sich mit den wirtschaftlichen
und sozialen Bereichen des Lebens. Die 50er-Jahre gelten als Gründerjahre für die heutige Gesellschaft und die
Bundesrepublik, gleichzeitig haftet diesen Jahren auch etwas Spießiges und langweiliges an, denn die Men-
schen wünschten sich vor allem Ruhe und Sicherheit. Sie verbrachten viel Zeit zu Hause mit der Familie, lebten
bescheiden, sparten ihr Geld und machten selten außerhäusliche Unternehmungen, abgesehen von Sport und
Kinobesuchen . Ih r Geld sparten sie vor allem für einen Personenkraftwagen oder für elektronische Geräte wie
Staubsauger, Kühlschränke oder Fernseher. Dafür gaben die Menschen damals viel Geld aus. Die Arbeitszeiten
waren damals sehr lang, die meisten verließen zwischen sechs und sieben Uhr morgens das Haus und kamen
erst abends zwischen 18 und 19 Uhr zurück.
d „ Die 50er-Jahre" beschreibt die Jahre von 1951 bis 1960 in Deutschland. Heute werden diese Jahre in der Öf-
fentlichkeit sehr unterschiedlich eingeschätzt, für die einen als Beginn der Bundesrepublik und eine Zeit, in der
die Menschen den Wiederaufbau als gemeinsames Ziel verfolgten und die Wirtschaft einen Boom erlebte. Für
andere gilt diese Zeit vor allem als langweilig. Sie sehen in dieser Zeit eine Phase, in der die Menschen sich nicht
für Politik interessierten und nur auf ihren privaten Wohlstand bedacht waren, was sich deutlich an den rapide
steigenden Verkaufszahlen von Staubsaugern, Kühlschränken oder auch Autos zeigte. Auch das Wohnen war
damals ein wichtiges Thema, denn die Menschen lebten sehr häuslich und verbrachten viel Zeit mit der Familie
zu Hause, ab der Mitte der 50er-Jahre dann auch zunehmend vor dem eigenen Fernsehgerät. Vermutlich auch
wegen des vorausgehenden Krieges, in dem viele Familien getrennt waren, genossen die Menschen damals das
gemeinsame Familienleben und gingen wenig aus.

153
Vergangene Tage Modul4

~ b Lesen Sie den Text noch einmal. Welche Ausdrücke aus dem Text stimmen mit den Begriffen 1-20
überein? Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung. Schreiben Sie Ihre Lösung in der Grundform oder
in der Form, in der Sie sie im Text finden.
Beispiel:
Die SOer-Jahre
1 Die fünfziger Jahre genießen in der Öffentlichkeit eine sehr unterschiedliche Wertschätzung. Nicht
selten dienten sie (seit den siebziger Jahren) in aktuellen politischen Debatten als negativ oder positiv
besetztes Symbol. [... ]
0 verwendet werden dien(t)en

Absätze 1 bis 2: 1 Zeichen 4 sich etwas wünschen


2 vor allem 5 mit den Händen erstellt
3 überwiegend
Absätze 3 bis 5: 6 in Zusammenhang bringen 9 rapide
7 sparsam, einfach 10 etwas nicht tun oder kaufen
8 Kosten
Absätze 6 bis 8: 11 besitzen 14 bezahlbar
12 kaufen 15 hervorheben
13 verlockend, erstrebenswert

Absätze 9 bis 11: 16 deutlich, hervorstechend 19 Aktivität


17 darüber hinaus 20 erreichen, übertreffen
18 Zunehmen

Aussprache: einen literarischen Text laut lesen

~ 1a Lesen Sie einen Abschnitt aus einem Märchen. Wie heißt das Märchen?

Es war einmal ein kleines süßes Mädchen, das hatte jedermann lieb, der es nur ansah, am allerliebsten aber
seine Großmutter (. . .). Da sa9te einmal seine Mutter zu ihm: „Komm, (. . .) da hast du ein Stück Kuchen und
eine Flasche Wein, die brin9 der Großmutter hinaus, weil sie krank und schwach ist (. . .). Wie es ankam,
stand die Türe aef, darüber verwunderte es sich und wie es in die Stube kam, sah es so seltsam darin aus,
dass es dachte: „Ei! Du mein Gott, wie än9stlich wird es mir heut z u Mut und bin sonst so 9ern bei der Groß-
mutter." Draef9in9 es zum Bett und zo9 die Vorhän9e zurück, da la9 die Großmutter, hatte die Haube tief
ins Gesicht gesetzt und sah so wunderlich aus. „Ei, Großmutter, was hast du für große Ohren!" - „Dass ich
dich besser hören kann." - „Ei, Großmutter, was hast du für große Augen!" - „Dass ich dich besser sehen
kann." - „Ei, Großmutter, was hast du für große Hände! " - „Dass ich dich besser packen kann." - „Aber
Großmutter, was hast du für ein entsetzlich großes Maul!'' - „Dass ich dich besserfressen kann." Und wie der
Wolf das 9esagt hatte, sprang er aus dem Bette und (. . .) verschlang es.

b Welche Mittel in der Aussprache und in der Betonung nutzen Sie, wenn Sie die Geschichte
spannend und lebendig vorlesen wollen? Sammeln Sie zu zweit.

~ o(]l)) c Hören Sie zu. Welche Mittel verwendet die Sprecherin? Vergleichen Sie und ergänzen Sie Ihre
19 Notizen aus 1b.

2 Wählen Sie jetzt aus dem Text im Lehrbuch, Modul 4, Aufgabe 3a eine Passage aus und üben Sie
das laute Vorlesen. Lesen Sie zuerst allein . Tragen Sie Ihren Text dann Ihrem Partner/ Ihrer
Partnerin vor.

154
Sei bstei nschätzu ng

So schätze ich mich nach Kapitel 10 ein: Ich kann ... + 0 -


o()))) ... eine Ratgebersendung zum Thema „Erinnern und Vergessen" verstehen . ... AB Ml, Ü3
D D D
- „. eine Radiosendung über „Falsche Erinnerungen" im Detail verstehen . ... M2, A2
D D D
„. ein privates Gespräch hören und Vermutungen anstellen . ..,. M3, Al
D D D
... das Lied „Tage wie dieser" nach verschiedenen Aspekten beurteilen . ... M4, A6
D D D
DJ ... Texte über die Funktion des Gedächtnisses verstehen und Überschriften
D D D
- formulieren . ... Ml, A2a

... einen Forumsbeitrag über falsche Erinnerungen verstehen . ... M2, A3a
D D D
... Fragen zu einem Text über Gesichtsblindheit stellen und beantworten . ... M3, A3b
D D D
... einen literarischen Text über Erinnerungen an die Kindheit zusammenfassen und die
Beweggründe der Protagonisten erklären . ... M4, A2-A4
D D D
... einen umfangreichen Artikel lesen und die beste Zusammenfassung
auswählen . ... AB M4, Ü2
D D D
0-
„. über Erinnerungen aus der eigenen Kindheit sprechen . ... Ml, Al
D D D
„. Aufgaben zum Thema „Gedächtnistraining" im Kurs vorstellen . ..,. Ml, AS
D D D
... ein Lied vorstellen, das man mit bestimmten Erinnerungen verbindet . ... M4, A7
D D D
(/ .. . einen Blog beitrag zum Thema „Falsche Erinnerungen" schreiben . ... M2, A3b
D D D
- „. anhand einer Bildgeschichte einen Urlaubsbericht schreiben . ... AB M2, Ül
D D D
... einen Text darüber schreiben, woran man sich in fünf Jahren erinnern wird . ... M4, AS
D D D
„. ein Jahrzehnt beschreiben und wichtige Fakten darlegen . ... AB M4, Ül
D D D
Das habe ich zusätzlich zum Buch auf Deutsch gemacht (Projekte, Internet, Filme, Lesetexte, ... ):

Datum: Aktivität:

Grammatik und Wortschatz weiterüben: interaktive Online-Übungen unter www.aspekte.biz/online-uebungen3

lSS
Wortschatz

Modul 1 Erinnern und Vergessen

entschlüsseln die Neurowissenschaft, -en

die Erinnerung, -en unbestechlich


das Faktenwissen verblassen
das Hirnareal, -e verknüpfen
die Mnemotechnik, -en die Zelle, -n

der Neurologe, -n

Modul 2 Falsche Erinnerungen

abweichen von (weicht ab, manipulieren


wich ab, ist abge- die Psychotherapie, -n
wichen) tendieren zu

einströmen die Verknüpfung, -en


der Filter, - vertuschen
die Fülle an die Wissenslücke, -n
der Gedächtnisinhalt, -e der Zeitzeuge, -n

Modul 3 Kennen wir uns ... ?

ahnen das Übliche

die Anekdote, -n unhandlich


auseinanderhalten (hält unterscheiden (unter-

auseinander, hielt scheidet, unterschied,


auseinander, hat aus- hat unterschieden)

einandergehalten) verbreitet
beeinträchtigen vergeben (vergibt, vergab,

kapieren hat vergeben)


die Mühe, -n die Verwechslung, -en

sauer verwundern

die Störung, -en

156
~ Wortschatz
10
Modul 4 Vergangene Tage

auftauchen umständlich
die Beerdigung, -en unsichtbar
gähnen sich verbünden mit
der Krümel, - verstorben
die locke, -n zermürbt
die Schleuse, -n zucken
das Schuldgefühl, -e
überhandnehmen (nimmt
überhand, nahm über-

hand, hat überhand-


genommen)

Wichtige Wortverbindungen

die soziale Ausgrenzung


Blödsinn erzählen
eine verblüffend anmutende Erkenntnis
jmd. in ein Gespräch verwickeln
sich mit etw. schwer tun (tut, tat, hat getan)

tödlich verunglücken
(kein) Verlass sein auf

der Letzte Wille

Wörter, die für mich wichtig sind:

157
Redemittel
Ratschläge/Tipps geben B1 +K2M4/B1 +K3M4/B1 +KSM3/B1 +KSM4/
B2K9M4/C1 ABKSM2/C1 ABK9M3
Am besten wäre es, ... Wenn ich du wäre, ...
An deiner Stelle würde ich .. . Auf keinen Fall solltest du ...
Da sollte man am besten .. . Ich rate dir, ... /Ich würde dir raten, ...
Mir hat ... sehr geholfen . Meiner Meinung nach solltest/könntest du ...
Versuch doch mal, ... Wenn du mich fragst, dann . ..
. . . ist wirklich empfehlenswert. Wir schlagen vor, ...
Dabei sollte man beachten, dass ... Wir haben den folgenden Rat für euch: .. .
Es ist besser, wenn ... Sinnvoll/Hilfreich/Nützlich wäre, wenn .. .
Es ist höchste Zeit, dass ... Ich würde dir empfehlen, dass du ...
Es ist einen Versuch wert, ... Hast du schon mal über ... nachgedacht?
Um das zu erreichen, solltest du ... Du solltest auf alle Fälle .. .
Probier doch mal ... Es hat sich bewährt, ...
Wie wäre es, wenn du ... ? Was hältst du davon, wenn ... ?

Zustimmung ausdrücken B1+K1M4/B1+K3M2/B1+KSM4/B1+K8M2/


B1+K9M2/B2K1 M4/B2K2M2/
C1 K2M4/C1ABK8M2/C1 K8M4
Der Meinung/Ansicht bin ich auch. Ich vertrete auch die Position, dass ...
Das ist auch meine Meinung, da ... Dem kann ich zustimmen, weil ...
Ich bin ganz deiner/Ihrer Meinung. Das kann ich nur bestätigen .
Das stimmt./ Das ist richtig./ Ja, genau. Ja, das kann ich mir (gut) vorstellen.
Es ist mit Sicherheit so, dass ... Ich stimme dir/Ihnen/. .. zu, denn/da .. .
Ja, das sehe ich auch so/ genauso .. . Ich finde es auch (nicht) richtig, dass .. .
Ich finde, ... hat damit recht, dass .. . Ich bin der gleichen Meinung/Ansicht wie ... , da .. .
Da hast du/ haben Sie völlig recht. Für mich klingt einleuchtend/überzeugend, wie .. .
Da kann ich dir/Ihnen nur völlig recht geben, denn ... Das leuchtet mir ein und ich finde auch, dass ...
Da/Dem kann ich mich nur anschließen. . .. hat nicht ganz unrecht, wenn er/sie auf ... hinweist.
Ich kann die Ansicht gut verstehen, denn ... Die Sichtweise würde ich unterstützen, denn ...

Widerspruch/Ablehnung ausdrücken B1 +Kl M4/B1+K2M4/B1 +K3M2/


B1 +KSM4/B1 +K8M2/B1 +K9M2/B2K1 M4/
C1 K2M4/C1ABK8M2/C1 K8M4
Ich finde aber, dass . .. Es kann nicht sein, dass ...
. . . finde ich gut, aber ... . .. halte ich für übertrieben/ problematisch .
Das ist sicher richtig, allerdings .. . Ich denke, diese Einstellung ist falsch, denn ...
Der Meinung bin ich auch, aber .. . Da/ Dieser Aussage muss ich wirklich widersprechen,
Dem/ Dieser Meinung kann ich nicht/ nur bedingt / denn „.
nur teilweise zustimmen, da ... Dagegen kann man einwenden, dass .. .
Das stimmt meiner Meinung nach nicht. Gegen diese Behauptung spricht, dass .. .
Es ist ganz sicher nicht so, dass ... Ich kann nicht nachvollziehen, wie/warum ...
Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, weil ... Das überzeugt mich nicht, weil ...
Dazu habe ich eine andere Meinung, und zwar ... Ich bin mir nicht sicher, ob man wirklich sagen kann,
Zu dem Thema bin ich ganz anderer Meinung, dass ...
nämlich ... Mir ist noch unklar, ob .. .
Dieser Aussage würde ich entgegenhalten, dass ... Ein Problem sehe ich in .. .
Es ist doch eher so, dass ... . .. halte ich für problematisch.
Dem könnte man entgegnen, dass ... Ich fände es logischer, ... als Konsequenz daraus zu
Ich sehe das etwas anders, denn ... ziehen .

158
Vermutungen ausdrücken B1+KSM1/B1+K6M1/B1+K6M4/
B1+K8M3/C1 K8M3
Etwas ist sicher. Etwas ist sehr wahrscheinlich.
Ich bin sicher, dass ... Ich kann / könnte mir gut vorstellen, dass ...
Ich bin überzeugt, da ss ... Es kann / könnte (gut) sein, dass „.
Alles deutet darauf hin, dass ... Aller Wahrscheinlichkeit nach ...
Alle Anzeichen sprechen dafür, dass .. . Wahrscheinlich/Vermutlich ist/ macht .. .
Bestimmt/Sicher/Gewiss/ Zweifellos .. . Ich vermute/glaube / nehme an, dass .. .
Er/ Sie wird ... sein . Ich bin ziemlich sicher, dass ...
Es sieht so aus, als ob ...
Etwas ist möglich. Er/ Sie wird vermutlich / wahrscheinlich ...
Es ist möglich/denkbar/vorstellbar / nicht
ausgeschlossen, dass ...
Vielleicht/ Möglicherweise/ Eventuell/Angeblich ...
Es besteht die Möglichkeit, dass ...
. . . lässt darauf schließen, dass ...
. . . lässt vermuten, dass ...

Vorschläge machen B1+K2M4/B1+K4M4/B1+KSM4/B1+K8M3/


B2K1 M4/B2KSM4/B2K6M4/C1 K7M4
Ich würde vorschlagen, dass ... Wenn du möchtest, kann ich „.
Wir könnten doch ... / Man könnte doch ... Wie wäre es, wenn wir „. ?
Dann kannst du ja jetzt ... Ich hätte da eine Idee: ...
Ich finde, man sollte ... / w ir sollten auch .. . Aus diesem Grund würde ich vorschlagen, dass „.
Könnten Sie sich vorstellen, dass „.? / Ich könnte mir Wie finden Sie folgende Idee: ... ?
vorstellen, dass ... Wären Sie einverstanden, wenn wir ...?
Ich würde ... gut finden, weil ... Ich fände es gut, wenn ...
Hast/ Hättest du (nicht) mal Lust „.? Ich hatte den Gedanken, dass ...
Was hältst du / halten Sie von ... / von folgendem Mir scheint in diesem Fall ... am geeignetsten .
Vorschlag: „. / davon, wenn „.?

Vorschläge annehmen B2K1 M4/B2KSM4/C1 K7M4


Warum eigentlich nicht? Ja, das könnte man so machen.
Das klingt gut / hört sich gut an . Das ist eine hervorragende Idee.
Gut, dann sind wir uns ja einig . Das halte ich für eine gute Idee, weil ...
Ich kann diesem Vorschlag nur zustimmen. Das kann ich gut nachvollziehen, denn ...
Ich denke, das könnte man umsetzen. Ja, dafür spricht ...
Meinetwegen können wir das so machen.

Vorschläge ablehnen B2KSM4/C1 K7M4


Das halte ich für keine gute Idee, weil .. . Das klingt gut, aber ...
Wie soll das funktionieren? Ich verstehe Ihren/deinen Standpunkt, aber sollten wir
Das lässt sich nicht realisieren . nicht lieber ...
Dieser Vorschlag ist nicht durchführbar. Nein, dagegen spricht ...
Das kann man so nicht machen. Das kann ich nicht so richtig nachvollziehen, denn .. .

sich einigen B2KSM4/B2K6M4/C1 K7M4


Wir könnten uns vielleicht auf Folgendes einigen: ... Gut, dann machen wir es so.
Dann können wir also festhalten, dass .. . Dann sind wir uns einig und machen ... , oder?
Schön, dann einigen wir uns also auf .. . Dann machen wir also Folgendes: ...
Wie wäre es mit einem Kompromiss: ...? Schön, dann können wir festhalten, dass ...
Wären Sie / Wärst du damit einverstanden, wenn ... ? Dann können wir uns also auf .. . einigen, richtig?

159
Redemittel
(starke) Zweifel ausdrücken 81 +K1M4/81+K2M4/81 +K9M2/C1 K8M4
Also, ich weiß nicht ... Ich habe da so meine Zweifel, denn ...
Ob das wirklich so ist? Stimmt das wirklich?
Ich glaube/denke kaum, dass .. . Ich bezweifle, dass ...
Ich sehe das völlig anders, da .. . Sag mal, wäre es nicht besser ... ?
Versteh mich nicht falsch, aber . . . Ja, aber ich bin mir noch nicht sicher ...

eine Diskussion führen 81 +K1 OM2/C1 K1 M4/C1 K7M2/C1 K8M4


ein Problem ansprechen einen Standpunkt vertreten/differenzieren
Ich finde es nicht gut, wenn ... Ich bin der Ansicht, dass ...
Es gefällt mir nicht, dass .. . Für mich ist ganz klar, dass .. .
Ich habe ein Problem mit .. . Einerseits kann man beobachten, dass ...
Es ist nicht fair/ in Ordnung, wenn ... Andererseits darf man nicht unterschätzen, dass ...
Ich ärgere mich immer, wenn . . . Das Problem hat mehrere Seiten/ Aspekte, z. B. ...
Es ist doch ungerecht, wenn . . .
um das Wort bitten/ das Wort ergreifen
eine Lösung vorschlagen Dürfte ich dazu auch etwas sagen?
Vielleicht könnten wir das Problem lösen, indem .. . Ich möchte dazu etwas ergänzen.
Ich schlage vor, dass wir . .. Ich verstehe das schon, aber ...
Könnten wir uns darauf einigen, dass ... ? Glauben/ Meinen Sie wirklich, dass ... ?
Wie wäre es, wenn ... ? Da muss/ möchte ich kurz einhaken: .. .
Wenn ich da kurz einhaken/ unterbrechen darf, ...
widersprechen
Entschuldigung, dass ich unterbreche, aber ...
Es stimmt, dass . .. Trotzdem finde ich ...
Eine kurze Bemerkung zum Stichwort .. .
Aus meiner Sicht ist es aber wichtig, dass ...
Nur kurz zu ...
Ich sehe das (ganz) anders, denn ...
Ich kann verstehen, dass Sie ... , aber ich ... sich nicht unterbrechen lassen
Das ist Ihre Meinung. Ich bin aber der Ansicht, dass ... Lassen Sie m ich bitte ausreden.
Aus Ihrer Sicht ist das vielleicht richtig. Trotzdem . .. Ich möchte nur noch eines sagen: ...
Ich sehe ein, dass ... Dennoch .. . Einen Moment bitte, ich möchte nur noch ...
Ich möchte bezweifeln, dass .. . Augenblick noch, ich bin gleich fertig.
Das ist eine gängige Sichtweise, aber .. . Lassen Sie mich noch den Gedanken/ Satz zu Ende
Da möchte ich widersprechen, weil .. . bringen.
Man kann . .. beobachten, aber trotzdem ...
So einseitig kann man das nicht sehen, denn ...

über Erfahrungen berichten 81+K3M4/81+KSM4/82K2M2/


82K3M2/C1A8K8M2
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, als ... Uns ging es mit/ bei ... so, dass ...
Mir ging es ganz ähnlich, als .. . Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass . ..
Wir haben oft bemerkt, dass .. . Im Umgang mit ... habe ich erlebt, dass ...
Wir haben gute/schlechte Erfahrungen mit . .. Ich habe festgestellt, dass ...
gemacht. Bei meiner Familie kann ich sagen, dass .. .
In meiner Kindheit habe ich ... / war es so, dass ... Ich habe die Erfahrung gemacht, dass .. .
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ... Ich habe noch nie / oft erlebt, dass .. .
Es gibt viele Leute, die ... Während meiner Schulzeit habe ich .. .
Bei mir war das damals so: ... Wenn ich mein Umfeld ansehe, dann .. .

160
eine Grafik beschreiben B1+K2M1/B2ABK7M3/C1ABK6M2/
C1ABK7M2/C1 K9M2
Einleitung Hauptpunkte beschreiben
Die Grafik zeigt, ... Es ist festzustellen, dass ...
Die Grafik informiert über ... / stellt ... dar. An erster/ letzter Stelle steht/stehen ...
Thema der Grafik ist ... Die meisten/ wenigsten ... / Am meisten/wenigsten ...
Die Grafik stammt von ... / aus dem Jahr ... Über die Hälfte der ...
In der Grafik wird/ werden ... verglichen / ... Prozent finden/sagen/meinen ...
unterschieden. Am wichtigsten/unwichtigsten ...
Die Angaben erfolgen in ... / werden in Prozent Im Vergleich zu ... / Verglichen mit ...
gemacht. Die Zahl der ... ist wesentlich/erheblich höher/niedriger
Es wird über die Jahre ... berichtet. als die Zahl der ...
Man kann deutlich sehen, .. .
auf Ähnlichkeiten verweisen
Besonders hohe/ niedrige ... gibt es bei ...
Vergleicht man ... und ... erkennt man große
Die Kurve zeigt ... in Zahlen/ Prozent/...
Übereinstimmungen.
Seit ... ist ... nur schwach gesunken/gestiegen.
Genauso verhält es sich auch bei ...
In der Gruppe der ... gehört .. . zu ...
. . . ist vergleichbar mit ...
Ähnlich /Genauso ist es bei ... Unterschiede hervorheben
Ganz anders stellt sich ... dar.
überraschendes nennen
... und ... unterscheiden sich klar/deutlich voneinander.
Auffällig / Interessant/ Bemerkenswert/. .. ist, dass ...
Im Gegensatz/ Unterschied zu ...
überraschend ist die Tatsache, dass ...
Die größten/geringsten Unterschiede ...
Völlig neu war/ ist für mich, dass ...
Anders als bei/ in ... kann man bei ... feststellen, dass ...
Die Ergebnisse von /a us ... sind für mich sehr
Im Unterschied zu .. .
überraschend .
Die Werte von ... unterscheiden sich deutlich von .. .
Ich hätte nicht erwartet, dass ...
Erstaunlich finde ich, dass ...

eine Buch- oder Filmbes schreiben B1+K4M4/C1 K9M4


Rubrik/Genre nennen eine positive/negative Bewertung abgeben
Man kann das Werk folgender Rubrik zuordnen: ... Das Buch liest sich / Der Film ist spannend/kurzweilig/
Das Buch / Der Film gehört zum Genre ... unterhaltsam/. ..
Es/ Er ist ein Krimi / ein klassisches Familiendrama / ... Ich halte ... für ein sehr lesenswertes/überbewerte-
Der Film „ ... "ist eine moderne Komödie / ein tes/ ... Buch .
Spielfilm / ... Die Geschichte ist tiefsinnig / gut durchdacht/ ...
Die Regisseurin /Autorin ist ... Auf mich wirkt die Handlung oberflächlich/
Den Regisseur/Autor kennt man bereits von ... unrealistisch / nicht schlüssig/ ...
Man kann sich auf gute Unterhaltung/ Spannung
Inhalt/Handlung zusammenfassen freuen.
In dem Buch/ Film „ ... "geht es um Folgendes: ... Die Vielfalt und Verschiedenartigkeit der Einfälle von ...
Es/ Er handelt von .. . sind immer wieder überraschend.
Zur Handlung kann man sagen, dass ... Besonders die Schauspieler sind überzeugend/hervor-
Das Buch / Der Film spielt in ... ragend /. ..
Schauplatz des Buchs/Films ist (dabei) ... Man sieht deutlich, dass ...
Spannung wird dadurch aufgebaut, dass ... . .. stört nicht, denn ...
Im Mittelpunkt (des Geschehens) steht .. .
Die Hauptpersonen sind ... / Der Hauptdarsteller ist ...
In wechselnden Szenen erfährt man ...
. . . führt uns in die Welt der ...

161
Redemittel
Verständnis zeigen Bl +K3M4/B2K9M4/C1 ABK9M3
Ich kann gut verstehen, dass ... Es ist ganz natürlich, dass ...
Es ist verständlich, dass ... Es ist/ Ich finde es ganz normal, dass . „
Ich habe großes Verständnis für .. . Es ist ja klar, dass ...
Es ist leicht nachvollziehbar, dass .. .

einen Forumsbeitrag schreiben C1K10M2


Verständnis zeigen etwas erklären
Ich habe auch schon mal erlebt, dass/ wie ... Das liegt daran, dass .. .
Es ist nicht ungewöhnlich, wenn ... Die Ursache ist, dass „.
Es kommt öfter vor, dass ... Ein Grund dafür könnte sein, dass ...
Es ist schon vielen Leuten passiert, dass ... Dafür lässt sich durchaus ein Grund finden, z.B . ...
Mach dir bloß keine Sorgen, weil ...

auf etwas Bezug nehmen


Ich habe gehört, dass ...
Nach Aussagen von Wissenschaftlern .. .
Wie man herausgefunden hat, ...
Laut den neuesten Forschungen von ...

einen Kommentar schreiben C1K6M4


einen Kommentar einleiten die eigene Ansicht argumentierend darlegen
Mein Kommentar bezieht sich auf ... Ich bin der Meinung/Ansicht/Auffassung, dass .. .
Die Meldung / Der Text ... behandelt das Thema ... Ich halte diese Idee für ... , weil ...
In meinen Augen ist dieses Konzept / diese Methode ... ,
auf Argumente/Aussagen eingehen denn „ .
Sicher ist ... für viele .. . sinnvoll, aber .. . Für/Gegen ... spricht zum Beispiel das Argument,
In der Meldung wird zwar gesagt, dass ... , aber ... dass „.
Man sollte bedenken, dass ...
Dieser Gedanke ist für viele sicher richtig/hilfreich, die eigenen Hauptgründe hervorheben
trotzdem ... Für mich persönlich ist ... am wichtigsten .
Mein Standpunkt zu ... lautet ganz klar: ...
Konsequenzen für das eigene Handeln darlegen/ Das entscheidende Argument dafür/dagegen ist ...
Resümee ziehen
Meine persönliche Schlussfolgerung ist, ...
Für mich kommt nur .. . in Frage.
Ich würde niemals/jederzeit ...

von Erinnerungen berichten C1K10M4


Ich erinnere mich noch genau, wie ... Ich weiß noch genau, wie ich .. .
Mir kommt es vor, als wenn es gestern gewesen Ich war damals ... und konnte mir nicht vorstellen,
wäre: „. dass „ .
Als „. ständig im Radio lief, war ich „. Es war in/ bei ..., als ich ... das erste Mal hörte.
Als ich zum ersten Mal ... hörte, ... Mir wird immer in Erinnerung bleiben, wie ...
Damals/ Zu dieser Zeit war ich oft ...

einen Begriff definieren/erklären Cl K4M3/C1 K9M2


„„ ." ist ... Mit dem Begriff „ ... " bezeichnet man ...
„ .. ."wird definiert als ... Von „ ... "spricht man, wenn ...
Unter „ ... "versteht man ... „„ ." bedeutet/ heißt, dass „ .
Ich möchte erklären, was es bedeutet, wenn „ ... "verwendet/sagt man, wenn man ausdrücken
man „„ ."sagt: „. möchte, dass ...
Mit „ ... "meint man, dass jemand/etwas ...

162
einen Text zusammenfassen und B2K4M4/B2ABKSM4/
darüber diskutieren B2K9M2/B2K1 OM2/C1 K7M4
Zusammenfassung einleiten/ Aussagen wiedergeben Informationen/Inhalte wiedergeben
In dem/diesem Text geht es um ... / um das Thema ... Im ersten/zweiten/ nächsten Abschnitt geht es um ...
Der Text/Artikel handelt von ... Der Abschnitt .. . handelt von ...
Das Thema des Textes ist .. . Anschließend/ Danach / Im Anschluss daran wird ...
Der Text behandelt die Themen ... / die Frage, ... beschrieben/dargestellt/erläutert / darauf
Die Hauptaussage / wichtigste Aussage ist: ... eingegangen, .. .
Der Text befasst sich mit dem Thema ... Der Text nennt folgende Beispiele: ...
Im Text wird behauptet, dass ...
interessante Inhalte nennen
Es wird erklärt/erläutert/ beschrieben/dargelegt, .. .
Ich finde besonders auffällig/ bemerkenswert, dass ...
Zunächst wird ... dargestellt/erklärt, dann folgt .. .
Am besten gefällt mir ...
Folgendes Beispiel wird angeführt: ...
Ein wichtiges Ergebnis aus dem Text ist für mich ...
Die Beispiele zeigen / machen deutlich, ...
Ein wesentlicher Aspekt / Eine wichtige Aussage ist ...
Laut ... / Nach Meinung von ...
über eigene Erfahrungen berichten
die eigene Meinung äußern
Ich habe erlebt, dass ...
Zum Thema ... bin ich der Ansicht, dass ...
Aus meiner Erfahrung kann ich dazu nur sagen, dass ...
Ich meine/finde, dass ...
Ich habe immer wiede r festgestellt, dass ...
Meiner Meinung/Ansicht nach ...
zustimmen
eigene Beispiele nennen
Aus meiner Position kann ich zustimmen, dass ...
Dazu fällt mir folgendes Beispiel ein: ...
Auch ich glaube, dass ...
Ich möchte folgendes Beispiel anführen: ...
Ich sehe es genauso, dass .. .
Ein Beispiel hierfür ist: .. .
Ich verstehe das völlig /gut/.. .
Als Beispiel kann man Folgendes nennen: ...
Ich halte diese Meinung/Aussage/Vorstellung / ...
Ich muss da an ... denken.
für richtig /einleuchtend/. ..
Zusammenfassungen abschließen
widersprechen/bezweifeln
zusammenfassend kann man sagen, dass .. .
Dazu habe ich eine andere Meinung: ...
Als Hauptaussage lässt sich festhalten, dass .. .
Ich bin nicht sicher, ob ...
Insgesamt zeigt sich ...
Da möchte ich widersprechen, denn ...
Abschließend kann man sagen, ...
Ich verstehe das überhaupt nicht.
Ich kann dem nicht zustimmen .
Ich halte diese Meinung/Aussage/Vorstellung/ ...
für falsch / verkehrt/. ..

eine Kurzbiografie schreiben B1+K1 M3/C1ABK9M4


Herkunft/Biografisches Leistungen
Ich möchte gern ... vorstellen . Er/ Sie wurde bekannt, weil ...
Er/ Sie kommt aus ... und wurde am ... in .. . geboren. Er/ Sie entdeckte/erforschte/ untersuchte/
Er/ Sie studierte/ lebte in ... experimentierte ...
Von Beruf war er/sie ... Er/ Sie kämpfte für/gegen ... / engagierte sich für .. . /
Seine/ Ihre Eltern waren ... setzte sich für .. . ein.
Er/ Sie kam aus einer ... Familie. Er/ Sie rettete/organisierte/gründete .. .
In seiner/ ihrer Jugend ... danach ... und arbeitete/ Er/ Sie ist einer/eine der erfolgreichsten/ bedeutendsten/
schrieb/. .. dann von ... bis ... meistgelesenen Autoren / Forscher ...
... in den darauffolgenden Jahren ... In seinem/ ihrem bekanntesten Werk/ Buch ...
Sein/ Ihr erfolgreichster Roman erschien ... beschreibt er/sie ... / geht es um ...
Er/ Sie (ver)starb am ... in ... Seine/ Ihre Werke/ Romane/ .. . zeichnen sich durch ...
aus.
Er/ Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und
Ehrungen/ Preise u. a. ...

163
Redemittel
ein Referat /einen Vortrag halten B1+K1 OM4/B2ABK1 OM2/
Cl K3M4/C1 K6M4
ein Referat/ einen Vortrag einleiten ein Referat/ einen Vortrag strukturieren
Das Thema meines Referats/Vortrags lautet/ist ... Mein Referat/Vortrag besteht aus drei/vier/. .. Teilen: ...
Ich spreche heute über das Thema ... Ich möchte einen kurzen Überblick über ... geben.
Ich möchte euch/Ihnen heute folgendes Thema Zuerst spreche ich über ... , dann komme ich im zweiten
präsentieren: ... Teil zu ... und zuletzt befasse ich mich mit ...
In meinem Vortrag/Referat geht es um ... Zuerst möchte ich über ... sprechen und dann etwas
Heute möchte ich mich der Frage/ dem Thema ... zum Thema .. . sagen. Im dritten Teil geht es dann
widmen. um ... und zum Schluss möchte ich noch auf ...
In meinem Vortrag/Referat befasse ich mich mit eingehen.
dem Thema ...
Interesse wecken
zum nächsten Punkt überleiten Wussten Sie eigentlich, dass ... ?
Nun spreche ich über ... Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass ... ?
Ich komme jetzt zum zweiten/nächsten Teil/Beispiel. Finden Sie nicht auch, dass ... ?
Soweit der erste Teil. Nun möchte ich mich dem
wichtige Punkte hervorheben
zweiten Teil zuwenden.
Das ist besonders wichtig/interessant, weil .. .
Viele sind des Weiteren davon überzeugt, dass ...
Ich möchte betonen, dass .. .
Ein weiterer Punkt ist auch die Frage, ob ...
Man darf nicht vergessen, dass ...
Als Nächstes möchte ich auf ... eingehen.
Häufig hört man auch, dass .. . Beispiele/ eigene Erfahrungen nennen
Meine eigenen Erfahrungen haben mir gezeigt, .. .
Argumente nennen/ eigene Meinung äußern
Ein treffendes Beispiel dafür ist ...
Ich bin fest davon überzeugt, dass ...
Ich bin der Auffassung, ... ein Referat/ einen Vortrag abschließen
Dagegen spricht natürlich ... Ich komme jetzt zum Schluss.
Ein wichtiger Vorteil dabei ist ... Zusammenfassend möchte ich sagen, ...
zusammenfassend ist festzuhalten, dass ...
Bedeutung des Themas im eigenen Land erklären
Abschließend möchte ich noch einmal erwähnen/
In meinem Land spielt dieses Thema (k)eine wichtige
hervorheben, dass .. .
Rolle.
Schließlich kann man zu dem Ergebnis kommen, dass .. .
Bei uns in ... ist es besonders wichtig, ...
Fazit des gerade Gesagten ist ...
auf Folien/Abbildungen verweisen Lassen Sie mich zum Schluss noch sagen, dass ...
Ich habe einige Folien zum Thema vorbereitet. Zum Abschluss möchte ich also die Frage stellen, ob ...
Auf dieser/ der nächsten Folie sehen Sie ... Gibt es noch Fragen?
Wie Sie auf der Folie sehr gut erkennen können, Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
ist/sind ...
auf Einwände reagieren/ Zeit (zum Nachdenken)
auf Fragen antworten gewinnen
Das ist eine gute Frage, die ich mir bei der Recherche Mit diesen kritischen Überlegungen haben Sie
auch schon gestellt habe. Es ist so: ... bestimmt recht, dennoch ...
Danke für diese Frage, auf die ich gerne eingehe: ... Ich verstehe Ihren Einwand, möchte aber darauf
Das will ich gerne erklären: ... hinweisen, dass ...
Tut mir leid, leider weiß ich nicht, ... Vielen Dank für diesen Hinweis! Das ist ein weiterer
interessanter Punkt.
Darf ich später auf Ihre Frage zurückkommen und
zunächst ... ?

auf ein Referat/ einen Vortrag reagieren C1K6M4


Fragen stellen Einwände erheben
Eine Sache ist mir nicht ganz klar geworden: ... Ich bin nicht sicher, ob man ... so sagen kann.
Könnten Sie bitte noch einmal erklären, wie/warum ... ? Ich finde es wichtig, auch zu bedenken, dass ...
Mich würde noch interessieren, ob/warum/wie ... Haben Sie bei Ihren Recherchen auch bedacht, dass ... ?
Ich würde gerne noch mehr über ... wissen.

164
Verb Grammatik
Verb

objektive Modalverben B1+KSM3


Bedeutungen
Modalverb Bedeutung Alternativen (immer mit zu+ Infinitiv)

dürfen Erlaubn is es ist erlaubt, es ist gestattet, die Erlaubnis / das Recht haben

nicht dürfen Verbot es ist verboten, es ist nicht erlaubt, keine Erlaubnis haben

können a) Möglichkeit die Möglichkeit/ Gelegenheit haben, es ist möglich


b) Fähigkeit die Fähigkeit haben/ besitzen, in der Lage sein, imstande sein

möchten Wunsch, Lust Lust haben, den Wunsch haben

müssen Notwendigkeit es ist notwendig, es ist erforderlich, gezwungen sein, haben

sollen Forderung den Auftrag / die Aufgabe haben, aufgefordert sein, verpflichtet sein

wollen eigener Wille, Absicht die Absicht haben, beabsichtigen, vorhaben, planen

Tempus
Präsens: Simon kann nicht an der Prüfung teilnehmen . Er ist krank.
Präteritum: Simon konnte nicht an der Prüfung teilnehmen. Er war krank.
Perfekt: Simon hat nicht an der Prüfung teilnehmen können. Er war krank.

Wenn man über die Vergangenheit spricht, benutzt man die Modalverben meist im Präteritum .
Ausnahme: möchte hat kein Präteritum. Man verwendet dann das Präteritum von wollen.

subjektive Modalverben C1 K8M1/C1 K8M3


Behauptungen ausdrücken
Mit den Modalverben wollen und sollen wird eine Behauptung ausgedrückt, die man nicht überprüfen kann
oder vielleicht bezweifelt.

Bedeutung Behauptung mit Modalverb Umschreibung ohne Modalverb

Eine Person gibt sollen: In der Zeitung / Im Artikel steht/stand, dass ...
wieder, was sie Die Probanden mit rotem Teller Man sagt/ berichtet/ behauptet, dass ...
gelesen oder gehört sollen weniger gegessen haben.
hat. In der Studie stand, dass die Probanden mit
rotem Teller weniger gegessen haben.

Eine Person gibt wollen: Er/ Sie erzählt/ behauptet / gibt vor, dass . . . ~
wieder, was jemand Die Probanden mit rotem Teller Er/ Sie sagt von sich selbst, dass .. .
von sich selbst sagt. wollen weniger gegessen haben.
Die Probanden mit rotem Teller gaben an, dass
sie weniger gegessen haben.

165
Grammatik Verb

Vermutungen ausdrücken
Grad der Sicherheit Modalverb+ Infinitiv Umschreibung ohne Modalverb
müssen: Ich bin sicher, dass ...
hoch Die Diagnose des Psychologen muss Ich bin überzeugt, dass ...
falsch sein. Alles deutet darauf hin, dass ...
Etwas ist sicher.
nicht können: Alle Anzeichen sprechen dafür, dass .. .
Er kann nicht zu den besonders Bestimmt/ Sicher/Gewiss/ Zweifellos .. .
Begabten gehören.
dürfen (nur Konjunktiv II): Aller Wahrscheinlichkeit nach ...
Jonas dürfte zu den hochbegabten Wahrscheinlich/Vermutlich ...
Etwas ist sehr Kindern gehören. Ich vermute / nehme an, dass .. .
wahrscheinlich. Ich bin ziemlich sicher, dass ...
können:
Jonas kann hochbegabt sein. Es sieht so aus, als ob ...

können (nur Konjunktiv II): Es ist möglich/denkbar / nicht ausge-


niedrig Die Eltern könnten durchaus recht schlossen, dass ...
haben. Vielleicht/ Möglicherweise/ Eventuell/
Etwas ist möglich. Angeblich ...
Es besteht die Möglichkeit, dass ...
. . . lässt darauf schließen, dass ...
_ __._I . .. lässt vermuten, dass ...

Bildung subjektive und objektive Modalverben C1K8Ml


Im Präsens Aktiv und Passiv unterscheiden sich die objektive und die subjektive Form nicht. Der Kontext
entscheidet, welche Form gemeint ist:
objektiv: Der Kranke soll Suppe essen.
subjektiv: Von roten Tellern soll man weniger essen.

In der Vergangenheit wird in der objektiven Form das Hilfsverb haben konjugiert, in der subjektiven Form das
Modalverb.
objektiv: Der Kranke hat Suppe essen sollen.
subjektiv: Von roten Tellern sollen sie weniger gegessen haben.

objektiv subjektiv
Aktiv Gegenwart Modalverb+ Infinitiv
Vergangenheit haben+ Infinitiv+ Infinitiv Modalverb+ Partizip II +
Modalverb* haben/ sein
Passiv Gegenwart Modalverb+ Partizip II+ werden
Vergangenheit haben+ Partizip II+ werden+ Modalverb+ Partizip II+
Infinitiv Modalverb worden sein

* Meistens wird das Präteritum verwendet: Er sollte weniger essen.

Konjunktiv II Bl +K8M3/ B2K6M3/Cl K7M1


Funktionen
Wünsche ausdrücken Ich würde gern einen neuen Laptop kaufen.
Bitten höflich ausdrücken Könnten Sie mir das Problem bitte genau beschreiben?
Irreales ausdrücken Hätten Sie die Ware doch früher abgeschickt.
--
Vermutungen ausdrücken Es könnte sein, dass der Laptop einen Defekt hat.
Vorschläge machen Ich könnte Ihnen ein Leihgerät anbieten.

166
Verb

Bildung
Konjunktiv II Gegenwart
Aktiv würde+ Infinitiv wäre sollte müsste dürfte wüsste
sie würde anrufen hätte wollte könnte bräuchte
Passiv Modalverb+ Partizip II+ werden
sie könnte angerufen werden

Viele unregelmäßige Verben können den Konjunktiv II wie die Modalverben bilden, meistens verwendet man
jedoch die Umschreibung mit würde+ Infinitiv: Ich käme gern zu euch.-+ Ich würde gern zu euch kommen.

Konjunktiv II Vergangenheit Konjunktiv II Vergangenheit mit Modalverb


Aktiv hätte/ wäre+ Partizip II hätte+ Infinitiv+ Modalverb
sie hätte angerufen sie hätte anrufen müssen
Passiv wäre+ Partizip II+ worden hätte+ Partizip II+ werden+ Modalverb
sie wäre angerufen worden sie hätte angerufen werden können

Modalitätsverben C1K10M3
Modalitätsverb Beispielsatz Umschreibung Bedeutung (je
+zu+ Infinitiv nach Kontext)

sein* Das Missverständnis ist schnell Das Missverständnis kann können


aufzuklären. schnell aufgeklärt werden.

Das Problem ist unbedingt zu Das Problem muss unbedingt müssen


lösen. gelöst werden .

Das Risiko ist nicht zu unter- Das Risiko darf nicht unter- nicht dürfen
schätzen. schätzt werden.

haben* Er hat was gutzumachen. Er muss was gutmachen. müssen

Du hast hier nichts zu kritisieren. Du darfst hier nichts kritisieren. nicht dürfen

nicht brauchen Er braucht gar nicht nett zu Er soll gar nicht nett lächeln. nicht sollen
lächeln.

Du brauchst dich nicht zu Du musst dich nicht entschul- nicht müssen


entschuldigen. digen.

scheinen Es scheint sich um eine Ver- Anscheinend handelt es sich um anscheinend,


wechslung zu handeln. eine Verwechslung. scheinbar

drohen Unsere Freundschaft droht Unsere Freundschaft ist in in Gefahr sein,


kaputtzugehen. Gefahr kaputtzugehen. Gefahr laufen

verstehen/ Er versteht/weiß mich zum Er kann mich zum Lachen können


wissen Lachen zu bringen. bringen.

* Sätze mit dem Modalitätsverb sein werden mit einem Passivsatz (oder einer Passiv-Ersatzform) umschrieben, Sätze mit
dem Modalitätsverb haben mit einem Aktivsatz.

167
"\ Grammat_
ik_________ verb/ Adjektiv
Passiv mit werden - Vorgangspassiv B1+K1 OM1/B2KSM1/C1 K7M1
Man verwendet das Passiv mit werden, wenn ein Vorgang oder eine Aktion im Vordergrund stehen (und nicht eine
handelnde Person). Die meisten Verben mit Akkusativ können das Passiv bilden. Der Akkusativ im Aktivsatz wird
im Passivsatz zum Nominativ. Andere Ergänzungen bleiben im Aktiv und im Passiv im gleichen Kasu s.
Tempusformen
Präsens werde/ wirst/ wird!. .. + Partizip II Oie Begeisterung wird geweckt.
Präteritum wurde/ wurdest/ wurde!. .. +Partizip II Oie Begeisterung wurde geweckt.
Perfekt bin/ bist/ist/. .. +Partizip II+ worden Oie Begeisterung ist geweckt worden.
Plusquamperfekt war/ warst/ war!. .. +Partizip II +worden Oie Begeisterung war geweckt worden.
Tempusformen mit Modalverb
Präsens Modalverb im Präsens+ Partizip II+ werden Der Täter muss gefasst werden. ~
Präteritum Modalverb im Präteritum+ Partizip II+ werden Der Täter musste gefasst werden.
Perfekt haben+ Partizip II+ werden+ Infinitiv Modalverb Der Täter hat gefasst werden müssen.

Im Nebensatz steht im Präsens und Präteritum das konjugierte Modalverb wie üblich am Ende:
Oie Polizei gab bekannt, dass der Täter gefasst werden konnte.
Im Perfekt steht das konjugierte Verb vor dem Partizip II:
Oie Zeitung schrieb, dass der Täter hat gefasst werden können.
Um Vergangenheit auszudrücken, wird im Passiv vor allem das Präteritum verwendet.
Im Konjunktiv II der Vergangenheit entspricht die Stellung der Verben dem Passiv Perfekt:
Der Täter hätte gefasst werden können. Die Zeitung schrieb, dass der Täter hätte gefasst werden können.

Unpersönliches Passiv C1K7Ml


In Passivsätzen ohne Subjekt steht das Pronomen es als stellvertretendes Subjekt auf Position 1. Wenn möglich,
wird es durch ein anderes Satzglied ersetzt: Es wurde ermittelt. --+ In diesem Fall wurde ermittelt.

es steht nur im Hauptsatz, nicht im Nebensatz: Es wurde eingebrochen. --+ Man sah, dass eingebrochen wurde.

Adjektiv
Modales Partizip C1K7M3
Das modale Partizip wird aus zu+ Partizip 1 gebildet. Es steht vor Nomen, deshalb muss es wie ein Adjektiv
dekliniert werden: eine zu beachtende Regel, die zu beachtenden Regeln
In seiner Bedeutung entspricht das modale Partizip einem Relativsatz im Passiv mit Modalverb. Es drückt eine
Notwendigkeit (muss/so//), eine Möglichkeit (kann) oder ein Verbot (darf nicht) aus.
eine nicht zu erkennende Person = eine Person, die nicht erkannt werden kann
die zu beachtenden Regeln = die Regeln, die beachtet werden müssen
Das modale Partizip kann bei transitiven , passivfähigen Verben gebildet werden.
Im Relativsatz können auch Passiv-Ersatzformen verwendet werden .
Passiv+
können
eine Person, die nicht zu erkennen ist
nicht erkennbar ist
Passiv+
müssen
die Regeln, die zu beachten sind
man beachten mu:.J
~ -1
sich nicht erkennen lässt
man nicht erkennen kann
Modale Partizipien findet man meist in formellen Texten wie z. B. Gesetzen, Regelungen, Anweisungen,
formellen Schreiben, wissenschaftlichen oder juristischen Texten im Nominalstil.

168
Satz

Satz
Konnektoren C1K1M1/C1K9M3
Konnektoren machen Texte flüssiger und abwechslungsreicher.
Konditionale Konnektoren
Konnektor leitet ein Bedeutung Beispiel
wenn Nebensatz Bedingung Ich achte nicht auf die Zeit, wenn ich einen spannen-
den Krimi lese.
Ändere deine Routinen, falls die Zeit zu schnell
vergeht.
außer wenn Nebensatz Bedingung, die die voran- Die Zeit vergeht schnell, außer wenn man jung ist.
es sei denn Hauptsatz gehende Aussage ein- Die Zeit vergeht schnell, es sei denn, man ist jung.
schränkt(= wenn . . . nicht)

Konsekutive, adversative und temporale Konnektoren


Diese Konnektoren leiten immer einen Hauptsatz ein.

Konnektor Bedeutung Beispiel


dann meist positive Man muss auch mal nichts tun, dann kommen viele neue Gedanken.
Folge
demnach Folge Routinen lassen die Zeit schnell vergehen, demnach sollten wir sie vermeiden.
folglich Viele denken heute schon an morgen, folglich spüren sie die Gegenwart kaum.
infolgedessen Viele denken heute schon an morgen, infolgedessen spüren sie die
Gegenwart kaum.
somit Ein Kind erlebt täglich Neues, somit empfindet es die Zeit sehr intensiv.
andernfalls negative Auch mal nichts zu tun ist wichtig, andernfalls kommt man seltener auf
Folge neue Ideen.
sonst Der Mensch braucht Abwechslung im Leben, sonst wird ihm langweilig.
allerdings Einschränkung Ein Künstler/eben bedeutet finanzielle Unsicherheit. Allerdings will ich
ohne dieses Kribbeln, wenn ich meine Ideen entwickle, nicht leben.
dagegen Gegensatz Meine Freunde haben alle Karriere gemacht. Dagegen dreht sich bei mir
immer noch alles darum zu überleben.
demgegenüber Die Karriere winkt am Horizont. Demgegenüber steht die harte Realität.

:::::~:··--i
Ich hätte einfach Medizin studieren können. Stattdessen habe ich mich für
die oft brotlose Kunst entschieden.
Mit Romantik hat ein Künstler/eben wenig zu tun. Vielmehr ist es vor
allem harte Arbeit.
bis dahin Zeit Noch kann ich von meiner Kunst nicht leben. Bis dahin brauche ich noch die
finanzielle Unterstützung meiner Eltern.
daraufhin Neulich habe ich ein Bild verkauft. Daraufhin habe ich mir gleich viele neue
Materialien angeschafft.
gleichzeitig Manchmal bin ich ein bisschen verzweifelt. Gleichzeitig bekomme ich viele
positive Reaktionen auf meine Werke.
inzwischen Künstler haben einen unsicheren Weg gewählt. Inzwischen setzen viele
Schulen deshalb auf eine möglichst breite Ausbildung.
mittlerweile Manchmal frage ich mich, ob das der richtige Weg ist. Mittlerweile haben
meine alten Freunde alle Karriere gemacht.
währenddessen Eine Ausbildung im Kunstbereich verlangt einem einiges ab. Währenddessen
sollte man sich bereits ein breites Netzwerk aufbauen.

169
Grammatik Satz

Nominalisierung und Verbalisierung (Zusammenfassung) Cl K4M1/C1 K4M3/


Cl KSM3/Cl K6M3
Verbalform: Konnektor Nominalform: Präposition
konditional wenn, falls, sofern bei+ Dat.
(Bedingung) Wenn man gutes Futter verwendet, . . Bei Verwendung von gutem Futter ...
-
wenn ••• nicht ohne+ Akk.
Wenn die Kontrollen nicht erhöht we rden, ... Ohne Erh öhung der Kontrollen ...
-
final um ••• zu, damit zu+ Dat. /für+ Akk.
(Absicht, Zweck Um das Vorhaben besser bewältigen z u Zur besseren Bewältigung des
oder Ziel) können, ... Vorhabens ...
Damit man das Vorhaben besser bewältigen Für die bessere Bewältigung des
kann, . .. Vorhabens ...

temporal seitdem seit+ Dat.


(Zeit) Seitdem die Steinkohle entdeckt wurde, ... Seit der Entdeckung der Steinkohle ...
-- -
nachdem nach+ Dat.
Nachdem der Krieg beendet worden war, ... Nach dem Ende des Krieges ...
-
als bei+ Dat.
... , als die Wirtschaft der Bundesrepu blik wieder ... beim wirtschaftlichen Wiederaufbau
aufgebaut wurde. der Bundesrepublik.

bis bis zu+ Dat.


Bis der wirtschaftliche Abschwung begann, ... Bis zum Beginn des wirtschaftlichen
Abschwungs ...

bevor vor+ Dat.


Bevor die Kohlekrise begann, ... Vor dem Beginn der Kohlekrise ...

während
-- während+ Gen.
Während man Kohle förderte, ... Während der Kohleförderung ...
-
kausal weil, da wegen+ Gen./ aufgrund+ Gen.
(Grund) Weil/Da die Konkurrenz stark ist, ... Wegen der starken Konkurrenz .. .
- Aufgrund der starken Konkurrenz ...
deshalb, deswegen, darum
Die Konkurrenz ist stark, deshalb ...
.
modal indem durch +Akk.
(Art und Weise) ..., indem sie Produktionsstätten ins A usland Durch die Verlegung von Produktions-
verlegen. stätten ins Ausland ...

dadurch, dass
Dadurch, dass sie Produktionsstätte nins
Ausland verlegen, ... 1
~-----
konzessiv obwohl trotz+ Gen.
(Gegengrund Obwohl sie sehr motiviert sind, . .. Trotz großer Motivation ...
oder Einschrän -
trotzdem/dennoch
-
kung)
Viele sind sehr motiviert, trotzdem/dennoch ...

zwar ••. , aber


-
Sie sind zwar sehr motiviert, aber .. .

170
Satz

Nominalisierung und Verbalisierung von Präpositionalergänzungen C1K9Ml


Präpositionalergänzungen können in einen dass-Satz oder Infinitivsatz umgeformt werden. Einen Infinitivsatz
kann man nur bilden, wenn das Subjekt des Nebensatzes mit einer Ergänzung des Hauptsatzes identisch oder
das Subjekt des Nebensatzes man ist.
Bei der Umformung wird die Präposition zu einem Präpositionaladverb im Hauptsatz. Bei vielen Verben kann
das Präpositionaladverb weggelassen werden.

Nominalform Verbalform
Brainstorming setzt man für die Entwicklung neuer Brainstorming setzt man dafür ein, neue Ideen
Ideen ein. zu entwickeln .

Ihr Umfeld w ird sich über Ihre Kreativität freuen . Ihr Umfeld wird sich (darüber) freuen, dass Sie
kreativ sind.

Infinitivsätze in Gegenwart und Vergangenheit ClK6Ml


dass-Satz in der Gegenwart---> Infinitiv Präsens ,_

Aktiv
Die Moderatorin bittet Frau dass sie den Zuhörer n eine Definition für Placebos gibt.
Dr. Schill, ---> den Zuhörern eine Definition für Placebos zu geben.
Passiv
Es ist für die Patienten w ichtig , dass sie über die Wir ksamkeit des Präparats informiert werden .
---> über die Wirksamk eit des Präparats informiert zu werden .
dass-Satz in der Vergangenheit ---> Infinitiv Perfekt
Aktiv
Die Forschung ist der Ansicht, dass sie interessante Erkenntnisse gewonnen hat.
---> interessante Erken ntnisse gewonnen zu haben .
Patienten berichten, dass sie für die Gesp räche sehr dankbar gewesen sind.
---> für die Gespräche sehr dankbar gewesen zu sein.
Passiv
Viele erinnern sich sicher, dass sie bei Schmerz en getröstet worden sind.
---> bei Schmerzen _g_etröstet
___ __ zu sein.
worden

Die Umformung in einen Infinitivsatz ist nur möglich, wenn das Subjekt des dass-Satzes mit einer Ergänzung im
Hauptsatz identisch ist oder das Subjekt des dass-Satzes das Indefinitpronomen man ist.
Es ist sinnvoll, dass man den Einfluss von Placebos auf die Heilung untersucht.
---> den Einfluss von Placebos auf die Heilung zu untersuchen.
Bildung des Infinitivs
Aktiv Passiv
Präsens zu+ Infinitiv Partizip II+ zu werden
Perfekt Partizip II+ zu haben / zu sein Partizip II+ worden zu sein
Im Präsens verwendet man dass-Sätze und Infinitivsätze auch mit Modalverben:
Der Arzt bestätigt, dass er den Patienten mit Placebos heilen kann.
---+ den Patienten mit Placebos heilen zu können.
-- ---
In der Vergangenheit wird der Infinitiv mit Modalverb selten verwendet. Meistens werden dass-Sätze mit
Modalverb im Präteritum bevorzugt.
Der Arzt bestätigt, dass er den Patienten heilen konnte.
---> den Patienten geheilt haben zu können.

171
Grammatik/ Prüfungsvorbereitung'==
Uneingeleitete Konditionalsätze C1K10M1
Konditionalsatz Verb am Ende Wenn unser Gedächtnis etwas Neues speichert, dann verstärken
mit wenn sich die Verbindungen zwischen bestimmten Neuronen.
Konditionalsatz Verb auf Position 1 Speichert unser Gedächtnis etwas Neues, dann verstärken sich die
ohne wenn Verbindungen zwischen bestimmten Neuronen.

Partizipialgruppen C1K10Ml
Partizipialgruppen sind oft verkürzte Konditionalsätze und werden als feste Wendung gebraucht.

Pa rtizipia lg ruppe Konditionalsatz

Genau betrachtet kann das Langzeitgedächtnis Wenn man es genau betrachtet, kann das Langzeit-
noch weiter unterteilt werden . gedächtnis noch weiter unterteilt werden.

Unser Hirn besteht, grob geschätzt, aus etwa 100


Milliarden Nervenzellen.
Wenn man grob schätzt, besteht unser Hirn aus
etwa 100 Milliarden Nervenzellen.

Dem Partizip kann manchmal eine Präpositionalergänzung oder ein dass-Satz folgen : verglichen mit+ Dat.,
J
abgesehen von+ Dat., ausgehend von+ Dat., angenommen, dass
Häufige Partizipialgruppen: genau/ kurz/anders gesagt, anders formuliert, genauer/oberflächlich betrachtet, genau/
streng / im Grunde genommen, grob geschätzt

Prüfungsvorbereitung
Im Lehr- und Arbeitsbuch finden Sie Aufgaben, die auf die Prüfungen zum Cl-Niveau des Goethe-Instituts und von
TELC vorbereiten . Modelltests (auch zum ÖSD Zertifikat Cl) finden Sie unter www.aspekte.biz im Bereich „Tests".

Fertigkeit Goethe-Zertifikat Cl tele Deut sch Cl


Leseverstehen
Aufgabe/Teil 1 AB K6, M2, Ü2
Aufgabe/Teil 2 AB K9, M2, Ül LB K8, M4, A2b
---+ Arbeitsblatt unter www.aspekte.biz

Aufgabe/Teil 3 AB KlO, M4, Ü2a


---+ Arbeitsblatt unter www.aspekte.biz

Sprachbausteine

Hörverstehen
Aufgabe/Teil 1
Aufgabe/Teil 2 LB K10, M2, A2a
Aufgabe/Teil 3
Schriftlicher Ausdruck
Aufgabe 1 LB K9, M2, A3b
Aufgabe 2 AB K7, M2, Ü2
Mündlicher Ausdruck
Aufgabe/Teil 1 A und B LB K8, M4, A6
Aufgabe/Teil 2 LB K7, M4, AS

172
Auswertung_e_n_ _
Auswertung zum Gesundheits-Check, Kapitel 6, Auftakt
Markieren Sie in der Tabelle Ihre Antworten und zählen Sie Ihre Punkte zusammen . Lesen Sie dann die Auswertung
zu Ihrer Punktzahl:

25-31 Punkte: Sie sind offensichtlich sehr munter. Sie interessieren sich nicht
a b c d e f
nur für Ihre Gesundheit, sondern Sie tun auch etwas dafür. Bleiben Sie dabei,
A 0 1 2 aber bitte nicht übertreiben . Entspannen tut der Gesundheit nämlich auch gut.
B 1 2 3 4 18-24 Punkte: Sie fühlen sich eigentlich ganz gut. Aber Ihnen ist es auch nicht
c 2 1 0 besonders wichtig, etwas für Ihre Gesundheit zu tun. Man ist gesund, so ein-
D 1 1 4 2 fach ist das. Achten Sie ein bisschen mehr auf sich. Besonders regelmäßige
E 2 2 1 2 1 1 Bewegung und gesunde Ernährung halten Sie auch in Zukunft fit.
11-17 Punkte: Vermutlich sind Sie ein Lust-Mensch. Sie essen und tun, worauf
F 1 2 3 4
Sie Lust haben . Wenn Sie keine Lust haben, dann lassen Sie es. Manchmal tut
G 3 2 3 3 1 das sogar gut. Auf Dauer muss man zum Gesundbleiben aber auch ein paar
H 3 3 2 1 Dinge tun, die etwas Zeit und Disziplin erfordern. Sport, regelmäßige Vorsorge
und gesunde Ernährung werden Ihnen Ihre Fitness erhalten.
6-10 Punkte: Da ist noch mehr drin für Ihre Fitness! Kümmern Sie sich um sich selbst, damit Sie auch in Zukunft
gesund und munter bleiben. Im Moment achten Sie nicht besonders auf ausreichend Bewegung oder darauf,
Dinge zu tun, die Ihr Körper mag. Also runter vom Sofa, raus an die frische Luft. Weniger Auto fahren und mehr
zu Fuß gehen . Einfach etwas tun!

Fortsetzung „Struwwelpeter", Kapitel 8, Modul 4, Aufgabe 1

Am nächsten Tag - ja, sieh nur her! - Am dritten Tag, o weh und ach!
da war er schon viel magerer. wie ist der Kaspar dünn und schwach!
Da fing er wieder an zu schrei'n: Doch als die Suppe kam herein ,
„ Ich esse keine Suppe! Nein! gleich fing er wieder an zu schrei'n:
Ich esse meine Suppe nicht! „Ich esse keine Suppe! Nein!
Nein , meine Suppe ess' ich nicht!" Ich esse meine Suppe nicht!
Nein , meine Suppe ess' ich nicht!"

Am vierten Tage endlich gar


der Kaspar wie ein Fädchen war.
Er wog vielleicht ein halbes Lot -
und war am fünften Tage tot.

Ergebnis zum Experiment, Kapitel 8, Filmseiten, Aufgabe 4


Diejenigen, die ihre Entscheidung innerhalb der ersten zehn Sekunden getroffen haben, gaben im Durch-
schnitt 67 Prozent ihres Lohns in die Gemeinschaftskasse. Wer länger überlegte, gab hingegen nur 53 Prozent.
Die Psychologen der Harvard-Universität gehen davon aus, dass wir für intuitive Entscheidungen weniger Zeit
benötigen als für rationale. Für rationale Entscheidungen brauchen wir deutlich länger, denn wir müssen uns
bemühen, unsere Gefühle aus dem Spiel zu lassen.

173
Vorlag__e_n_ _ _ _ _ _ _ _ _ __
Vorlage für eigene Porträts einer Person

Name, Vorname(n)

Nationalität

geboren/gestorben am

Beruf(e)

bekannt für

wichtige Lebensstationen

Was sonst noch interessant ist


(Filme, Engagement, Hobbies ... )

Vorlage für eigene Porträts eines Unternehmens/ einer Organisation

Name

Hauptsitz

gegründet am/in/von

Tätigkeitsfeld(er)

bekannt für

wichtige Daten/Entwicklungen

Was sonst noch interessant ist


(Engagement, Sponsoren ... )

174
=====
Lo=·sungen zum Arbeitsbuch
Kapitel 6 Gesund und munter 5. In der heutigen Zeit haben viele die Gewohn-
heit, dass sie zu schnell zu Medikamenten
greifen. 6. Placebos hatten früher bei vielen
Wortschatz Menschen den Ruf, dass sie völlig wirkungslos
Ü1 1. die Körperfunktion: der Blutdruck - der Kreis- sind.
lauf - die Atmung Ü3b 2. Viele Patienten stehen vor dem Problem, die
2. das Heilmittel: die Kapsel - die Spritze Therapierisiken nicht einschätzen zu können.
- die Salbe 3. Die Forschung behauptet, die konkrete
3. die Krankheit: der Krebs - die Masern Wirkung von Placebos nachgewiesen zu haben.
- der Schlaganfall 4. Für Kinder ist es manchmal ideal, mit Haus-
4. das Wohlbefinden: die Ruhe - die mitteln behandelt zu werden . 5. Ob den Patien-
Lebensfreude - die Fitness ten bewusst ist, mit Placebos therapiert worden
Ü2 1. b, 2. d, 3. e, 4. f, 5. g, 6. a, 7. c zu sein? 6. Auch Ärzte sind heute oft der Ansicht,
Ü3 1. behandeln, 2. einnehmen, 3. vereinbaren, dank Placebos über gute Therapiemöglichkeiten
4 . kleben, 5. auftragen, 6. achten, 7. auflösen, zu verfügen . 7. Manche Menschen glauben, mit
8. freimachen Placebos völlig nutzlose Mittel eingenommen zu
Ü4 Musterlösung: haben.
1. Es ist wichtig, Kinder regelmäßig impfen zu Ü3c auch mal zu einem Hausmittel zu greifen;
lassen. Damit kann man gefährlichen Krankheiten wegen seiner Migräne Tabletten einnehmen zu
vorbeugen. Wenn die meisten Menschen müssen; von seinen Medikamenten beinahe
geimpft sind, ist die Sicherheit hoch, dass man abhängig geworden zu sein; sein Leben lang mit
nicht krank wird. 2. Eine regelmäßige Vorsorge den Schmerzen leben zu müssen; diesen Tipp
ist auch für die Zähne wichtig. Darum sollte man bekommen zu haben
mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt zur Ü4a Musterlösung:
Behandlung gehen. So kann man Entzündungen 2. Manche Menschen haben die Befürchtung,
und Schmerzen vermeiden. 3. Wenn man Stress nicht geliebt zu werden. 3. In meinem neuen
abbauen möchte, kann eine Auszeit gut tun. Und Job bin ich dankbar, neue Wege zu gehen.
bei einer Massage kann man gut entspannen. 4. Wir sollten uns mal wieder angewöhnen,
4. Manche Menschen mögen riskante Sport- freundlicher zu sein. 5. Meine Nachbarin hat das
arten. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit hoch, Gefühl, beobachtet zu werden . 6. Nach meinem
dass es zu Verletzungen kommen kann. 5. Im Examen habe ich vor, irgendetwas Verrücktes zu
Sommer sollte man sich regelmäßig eincremen, tun. 7. Habt ihr nicht auch manchmal Lust,
um die Haut zu schützen und Sonnenbrand zu wieder einmal etwas Neues anzufangen?
vermeiden. 6. Wer auf Dauer fit und gesund sein
möchte, muss auf sein Verhalten bei Ernährung Modul 2 Gesünder leben
und Sport achten. Manche Menschen brauchen Ü1 1. f, 2. a, 3. d, 4. c, 5. b, 6. e
ein spezielles Programm, um z. B. ihr Gewicht zu Ü2 1 sterben, 2 Gründe/ Ursachen, 3 acht, 4 verhalten,
halten oder zu reduzieren . 5 gesunde/ausgewogene, 6 häufiger/ mehr,
7 untersuchen/ behandeln, 8 Schmerzen/ Be-
Modul 1 Zu Risiken und Nebenwirkungen ... schwerden, 9 Abschluss/ Schluss, 10 Programme/
Ü1 1. die Heilung, 2. experimentieren, Angebote
3. kontrollieren, 4. messen, 5. der Nachweis, Ü3a In der Grafik geht es darum, dass man sich nicht
6. einsetzen, 7. die Spritze, 8. die Wirkung, allein auf das Essen konzentriert, sondern noch
9. definieren, 10. der Schmerz, 11. sich eignen, etwas anderes dabei macht. Mit 37- 39 %
12. sich verstehen stimmen vor allem junge Leute im Alter
Ü2 1. verhalten, 2. bewegen, 3. aufgeben, zwischen 18 und 35 Jahren der Aussage zu.
4. einhalten, 5. verhandeln, 6. waschen Besonders die älteren Menschen über 55 Jahren
Ü3a 2. Hausmittel haben den Vorteil, dass sie aus stimmen nur noch mit maximal 23 % zu. Ich
einfachen Zutaten hergestellt werden können. persönlich würde der Aussage zustimmen / die
3. Ärzte haben im Alltag oft das Problem, dass Aussage ablehnen, weil ich .. .
sie nicht genug Zeit für ihre Patienten haben. Ü3b Grafikbeschreibung A: Weniger gut; Gründe:
4. Rückblickend können viele Patienten bestä- Thema wird nicht konkret genannt. Die Angaben
tigen, dass sie gut therapiert worden sind. und Informationen sind sehr grob in der
Beschreibung, wichtige Informationen werden

175
Lösungen zum Arbeitsbu_c_h_ _ __
nachgeschoben. Schwierig für Hörer, der 02 2. frei sprechen,3. keine langen und ver-
Sprecherin zu folgen. Sprecherin beginnt die schachtelten Nebensätze machen, 4. sich kurz
Informationen zu interpretieren. Dabei steht die fassen, nicht zu weit ausholen/ sich auf das
Aussage zu den älteren Menschen im Wieder- Wesentliche beschränken, 5. auf das Publikum
spruch zu den genannten Daten der Grafik achten, 6. keine Statistiken (wenn nicht unbe-
(unter 30 % machen etwas anderes während des dingt nötig), 7. nicht im Voraus das Ende ankün-
Essens, also konzentrieren sich die meisten digen/ nicht ständig auf das Ende des Vortrags
älteren Menschen nur auf ihr Essen) hinweisen, 8. lieber zu kurz als zu lange sprechen
Grafikbeschreibung B: Gut; Gründe: Es gibt eine Ü3 Referat: Irrtümer zur Gesundheit
kurze Einleitung mit dem konkreten Thema und Irrtum 1: schlechtes Licht---> Augen schnell
den Kerninformationen der Umfrage (Wer, was, müde, aber nicht kaputt
wozu?). Die Einleitung gibt gute Orientierung für Irrtum 2: abends viel essen ---> macht nicht dick,
den Hörer; die wichtigsten Aussagen (hier: die gesamte Kalorien menge/Tag zählt
höchsten und die niedrigsten Werte) der Grafik Irrtum 3: Wunde ---> heilen in feuchter Umgebung
werden korrekt und konkret wiedergegeben. unter Pflaster am besten. Austrocken an der Luft
Die Sätze sind gut miteinander verbunden. Erst ---> Kruste---> kratzen ---> Narbe
zum Schluss sagt der Sprecher etwas zu seiner Irrtum 4: eiskaltes Getränk---> erfrischt nicht gut,
persönlichen Ansicht, nachdem die Beschreibung kostet Energie, besser: lauwarme Getränke
abgeschlossen wurde.
Ü4 1. c, 2. a, 3. d, 4. b Aussprache Vorträge lebendiger gestalten
Üla 1,2,4,6,7,9
Modul 3 Schmeckt's noch? Ül b 1. Stress, Hektik, Multitasking ((Pause)) unser
Ül Eigenschaften: gesund, umweltfreundlich, teuer, Alltag verspricht nur wenig Ruhe. ((Pause));
regional, lecker, ... 2. Muss das denn wirklich so sein? ((Frage am
Produkte: Lebensmittel, Wein, Zigaretten, Ende betont und lauter)); 3. Und das freut mich
Putzmittel, Möbel, Computer, Telefone und natürlich sehr. ((betont)); 4. „Wieso richtig?"
Handys, Lederwaren .. . ((Frage am Ende betont)), werden Sie fragen.
Orte: Bioladen, Internet, Restaurant, Supermarkt, ((am Ende betont und lauter)); 5. Richtig ist, dass
Versandhandel, ... Sie das ((betont)), was Ihnen ((betont)) wichtig
Ü2 1. Lena, 2. beide, 3. beide, 4. Ramon, 5. Ramon, ist, in Ihren Alltag einbauen. 6. Entspann dich
6. beide ((lauter und betont, kurze Pause)) in deinem
Ü4 1. Falls, 2. falls, 3. Bei, 4. ohne, 5. Ohne, 6. ohne Alltag ((längere Pause)) und nicht in teuren
Os 1. Ohne Produktion in großen Mengen sind die Wellnesshotels.
Preise hoch. 2. Wenn man Bioprodukte kauft,
sollte man auch auf die Herkunft achten. 3. Beim
Kapitel 7 Recht so!
Transport über lange Strecken verliert die Ware
auf dem Weg wichtige Vitamine. 4. Wenn nicht
streng kontrolliert wird, kann gute Qualität nicht Wortschatz
garantiert werden. 5. Beim Verkauf der Produkte Üla Polizei: die Ermittlung, der Notruf, das Verhör, die
auf Wochenmärkten sind diese meist frischer als Fahndung, das Revier, das Geständnis, der/die
im Supermarkt. Verdächtige, die Beobachtung, der/die Zeuge/
Ü6 Musterlösung: Zeugin, die Festnahme, die Verhaftung
2. Bei Regen essen wir drinnen. 3. Ohne Auto Gericht: der/die Angeklagte, die Haftstrafe, der/
kann ich nicht so viel einkaufen. 4. Beim Einkauf die Staatsanwalt/Staatsanwältin, das Gesetz, die
im Biomarkt wird es teuer. 5. Ohne Kühlung der Verhandlung, das Verfahren, die Geldbuße, die
Getränke kann das Fest nicht gut werden. 7. Ohne Justiz, das Urteil, der/die Richter/Richterin, das
großen Topf kann ich das Chili nicht kochen. Geständnis, der/die Rechtsanwalt/Rechtsan-
7. Bei der Zubereitung der Nachspeise hilft mir wältin, die Klage, die Verteidigung, das Verhör,
meine Freundin. 8. Ohne Hilfe beim Tischdecken der/die Zeuge/Zeugin
schaffe ich das nicht. Straftat: der Diebstahl, die Fälschung, der Mord,
der Einbruch, der Betrug, der Raubüberfall, die
Modul 4 Rundum gesund Sachbeschädigung, die Erpressung, die Körper-
Ül 1. Ausgleich, 2. angetan, Geschmack, schwöre, verletzung
Entspannung, 3. wagen, Behandlung, umstritten

176
Ü1 b 1. betrügen, 2. erpressen, 3. überfallen, Ü3b 1. Es ist klar, dass nicht alle Täter gefasst werden
4. verletzen, 5. rauben/berauben/ausrauben, können. 2. Eine traurige Tatsache ist, dass in den
6. einbrechen, 7. stehlen/bestehlen, 8. ermorden, vergangenen Jahren viele Fälle ohne Ergebnis
9. drohen/bedrohen, 10. fälschen, 11. entführen, geschlossen werden mussten. 3. Leider ist es so,
12. beschädigen dass auch der letzte Überfall von der Polizei
Ü2 (1) betrogen, (2) Fälschungen, (3) Überfällen, noch nicht vollständig hat aufgeklärt werden
(4) verletzte, (5) erpresste, (6) entführte, können .
(7) ermorden, (8) Betrugs, (9) (Raub)Überfällen Ü3c 2. Aber sie hätten befragt werden müssen.
Ü3 1. nach einem Täter fahnden, suchen; 2. ein 3. Aber sie hätten untersucht werden müssen.
Urteil fällen, verkünden; 3. einen Rechtsanwalt 4 . Aber sie hätten überprüft werden müssen.
beauftragen, einschalten, suchen; 4. ein Ver- Ü3d 2. In der Zeitung stand, dass eine höhere Strafe
brechen aufklären, beobachten, untersuchen; hätte gefordert werden sollen. 3. Viele Leute
5. eine Haftstrafe absitzen, verkünden, verbüßen; denken, dass früher etwas gegen die steigende
6. Hinweisen folgen, nachgehen Kriminalität hätte getan werden müssen.
4. Andere meinen, dass manche Straftaten mit
Modul 1 Dumm gelaufen mehr Prävention hätten verhindert werden
Ü1 !ili!g: etw. in der Birne haben, helle sein, Grips können .
haben, nicht auf den Kopf gefallen sein, nicht Ü4a 1. eines anonymen Briefes, 2. sein Abiturzeugnis,
von gestern sein ergattert/bekommen, 3. Bewerbung, 4. Dreiein-
dumm: Stroh im Kopf haben, nicht bis drei halb Jahre Haft, 5. Urkundenfälschung, Betrug
zählen können, keine große Leuchte sein, hohl und Titelmissbrauch, 6. Vergehen/Taten,
sein, beschränkt sein, dämlich sein 7. Gefahren und Risiken für andere
Ü2a 2. Es ist schon häufig über den Anstieg der Ü4b 1. c, 2. e, 3. d, 4. f, 5. a, 6. b
Kriminalität in den Großstädten geredet worden.
3. Es wurde oft darüber in den Medien berichtet. Modul 2 Jugendsünden?!
4. Es wird intensiv über Präventionsmöglich- Ü1a richtig: 3, 4
keiten nachgedacht. 5. Es wird über den Um- Ü1 b 1. Die Kurve zeigt die Entwicklung der jungen
gang mit jugendlichen Straftätern gestritten. Straffälligen von 14-20 Jahren in Zahlen.
Ü2b 2. Über den Anstieg der Kriminalität in Groß- 2. Seit dem Jahr 2007 ist die Zahl der verurteilten
städten ist schon häufig geredet worden . Jugendlichen stark gesunken. 5. Raub und
3. Darüber wurde in den Medien oft berichtet. Erpressung stehen laut der Grafik im Jahr 2013
4. Über Präventionsmöglichkeiten wird intensiv an Platz sieben. 6. Die meisten verurteilten
nachgedacht. 5. Über den Umgang mit jugend- Jugendlichen erhalten ein Zuchtmittel wie z. B.
lichen Straftätern wird gestritten. Arrest oder eine Geldstrafe.
Ü2c Musterlösung: Ü2 (1) wende, (2) Nähe/ näheren Umgebung,
2. Ich habe gehört, dass intensiv nach den Tätern (3) ähnliche, (4) Polizist/Polizeibeamter/Ermittler,
gefahndet wird. 3. Die Polizei sagt, dass von (5) Verdächtiger, (6) Zufall, (7) Missverständnis,
einer organisierten Bande ausgegangen wird. (8) weiteres/zweites, (9) helfen, (10) über
4. Meine Nachbarin hat mir erzählt, dass im
Radio nach Zeugen gesucht wurde. 5. In der Modul 3 Da lachtJustitia. „
Zeitung steht auch, dass vor den Verdächtigen Ü1a 1. (ein) neues Gesetz, 2. Bundestag/ Meinung
gewarnt wurde. zum Entwurf, 3. Erste Lesung, 4. (Entwurf im)
Ü3a 2. In den vergangenen Jahren mussten viele Fachausschuss / diskutieren Entwurf/ Änderun-
Fälle ohne Ergebnis abgeschlossen werden . gen, 5. Bundestag, 6. angenommen/ abgelehnt,
3. Auch der letzte Überfall hat von der Polizei 7. (gemeinsamen) Kompromiss, 8. unterschreibt,
noch nicht vollständig aufgeklärt werden 9. Minister / Ministerin, 10. veröffentlicht
können . 4. Viele Zeugen haben befragt werden Ü2 1. eine Entscheidung, 2. eine erste Vorlage,
müssen. 5. Zwei Verdächtige haben endlich von 3. einen gemeinsamen Kompromiss,
der Polizei festgenommen werden können. 4. Empfehlungen
6. Die Hintermänner haben von der Polizei aber Ü3a 2. Nachteile, die schwer abgeschätzt werden
noch nicht ermittelt werden können. 7. Weitere können; 3. die Gesetze, die neu verabschiedet
Beweise müssen jetzt gesammelt werden. werden sollen; 4. die Konsequenzen, die erwar-
8. Dann können die Täter festgenommen und tet werden können / müssen; 5. Empfehlungen,
vor Gericht gebracht werden.

177
Lösungen zum Arbeitsbu=c=h====
die berücksichtigt werden müssen; 6. Das 3. der Kaffeeautomatenreparaturservice,
Verfahren, das eingehalten werden soll/muss 4. der Fachausschusssitzungsraum
Ü3b 2. das zu beschließende Gesetz, 3. die
aufzuhaltende Entwicklung, 4. die zu
Kapitel 8 Du bist, was du bist
vermeidenden Taten, 5. die zu zahlende
Geldstrafe, 6. die nicht zu missachtenden
Sicherheitshinweise, 7. die zu erfüllenden Wortschatz
Wünsche Üla 1. die Seele - seelisch, 2. der Körper - körperlich,
Ü4a 1. d, 2. b, 3. a, 4. e, 5. c, 6. f, 7. a 3. der Geist - geistig, 4. das Herz - herzlich,
Ü4b 1. Die Dokumente, die aufbewahrt werden herzhaft 5. die Logik - logisch, 6. die Psyche -
müssen, können in digitaler Form archiviert psychisch, 7. der Sinn - sinnvoll, sinnlos, 8. die
werden. 2. Die Dosis, die eingenommen werden Vernunft - vernünftig, 9. der Traum - träumerisch,
soll, richtet sich nach Alter und Gewicht des verträumt 10. das Talent - talentiert, 11 . die
Patienten/ der Patientin. 3. Das Schreiben, in Psychologie - psychologisch, 12. der Charakter -
dem der Mangel schriftlich dargestellt werden charakterlich , charakteristisch, 13. die Pädagogik -
muss, senden Sie bitte an die folgende Adresse: pädagogisch, 14. die Erziehung - erzieherisch,
4. Im Falle eines Feuers ist das Personal berechtigt, 15. die Methode - methodisch, 16. die Überzeu-
den Gästen einzuhaltende Sicherheitsanweisun- gung - überzeugend, überzeugt 17. das Gefühl -
gen zu geben. 5. Geben Sie auf die Fläche, die gefühlvoll, gefühllos, 18. die Empfindung -
gereinigt werden soll, einige Tropfen „Top-Glanz". empfindlich, empfindsam, 19. die Ängstlichkeit-
6. Die Beweise und Aussagen, die ausgewertet ängstlich, 20. der Aberglaube - abergläubisch
werden müssen, waren sehr umfangreich. 7. Die Ül b 1. überzeugend/ vernünftig / logisch, 2. aber-
wöchentlich von allen Mietern zu erledigende gläubisch, 3. pädagogische, psychologische,
Reinigung des Treppenhauses ist in der Haus- 4. methodische, 5. psychische, 6 . vernünftig,
ordnung festgelegt. 7. körperlich, 8. herzlich
Ü2 positiv: sorgenfrei, froh, lebenslustig, dynamisch,
Modul 4 Kriminell vergnügt, zufrieden
Ül 1. Tatort, 2. Tatwaffe, 3. Alibi, 4. Motiv, negativ: deprimiert, niedergeschlagen, mutlos,
5. Geständnis, 6. Festnahme, 7. Beweis verzweifelt, bedrückt, entmutigt, geknickt
Ü2b aus Süddeutschland (Bayern, Allgäu), erkennbar Ü3 1. sich auskennen, 2. die Prüfung, 3. reagieren,
an: Kässpatzen (traditionelles Gericht), 4 . vernünftig, 5. herankommen, 6. ehrlich ,
Lederhosen (traditionelle Kleidung) 7. überblicken, 8. das Beispiel, 9. einsam
Ü2d (1) Regionalkrimis, (2) Reihe, (3) Schauplatz, Ü4 2. Das kleine Kind schreit sehr laut und lang .
(4) Mittelpunkt, (5) Mord, (6) Ermittlungen, 3. Der Baulärm vor unserem Haus nervt mich .
(7) Vorliebe, (8) Volltreffer 4. Sie hat über ihre Probleme gesprochen. 5. Sie
Ü3 (1) c, (2) e, (3) a, (4) b, (5) d, (6) f liebt ihn sehr. 6. Er ist ein sozialer und gutmüti-
ger Mensch. 7. Heute Morgen ist meine Kaffee-
Aussprache lange Komposita maschine kaputt gegangen. 8. Das macht mir
Üla 1. Zeuge -Aussage 2. Jugend - Kriminalität Sorgen.
3. Gesetz - Vorlage 4. Reise - Kosten
Ül b 1. Zeugenaussage, 2. Jugendkriminalität,
Modul 1 Wussten Sie schon „ .?
3. Gesetzesvorlage, 4. Reisekosten Ül 1. d, 2. g, 3. f, 4. i, 5. h, 6. a, 7. j, 8. e, 9. b, 10. c
Ül c 1. Zeugenaussageprotokoll, Ü2 1. für Experimentelle Psychologie, 2. Sehen,
2. Jugendkriminalitätsrate, Hören, 3. weißer, 4. den Appetit, 5. die
3. Gesetzesvorlagentext, Anordnung, 6. Balance, Harmonie, 7. Asien,
4. Reisekostenabrechnung 8. eine ungerade (An)Zahl, 9. Geschmacksinn,
Üld die Vorlage - die Entscheidungsvorlage - 10. süßer und fruchtiger
die Änderungsentscheidungsvorlage - die Ü3 2. Er will viele Medikamente entwickelt haben.
Gesetzesänderungsentscheidungsvorlage; 3. Er will oft von Medien interviewt werden .
ersten /zweiten 4. Er will schon oft von ausländischen Univer-
Üle 1. das Wortschatzkarteikärtchen, sitäten als Gastdozent eingeladen worden sein .
2. die Treppenhausreinigungsordnung, 5. Er soll ein sehr guter Forscher sein. 6. Er soll für
seine Forschungen ausgezeichnet worden sein .

178
7. Er soll aber auch sehr gern von sich reden . entgegenhalten, dass .. . / Ein Problem sehe ich
8. Er soll nie ausreichend Zeit für seine Patienten in ... / ... halte ich für problematisch./ Ich fände
haben. es logischer, ... als Konsequenz daraus zu
Ü4a 2. objektiv (Er hatte die Absicht ... ), 3. subjektiv ziehen./ Es ist doch eher so, dass ... / Dem
(Er berichtete oft . ..), 4. objektiv (Er hatte vor ... ), könnte man entgegnen, dass ... / Ich glaube
5. subjektiv (Er behauptete „ .) nicht, dass man wirklich sagen kann, dass ...
Ü4b 2. Er hat ein eigenes Labor eröffnen wollen . 3. Er
will in der Schule nicht immer der beste Schüler Modul 3 Voll auf Zack!
gewesen sein. 4. Er hat gleich nach dem Studium Ü1 niedrig: vielleicht, möglicherweise
mit seiner Promotion beginnen wollen . 5. Er will mittel: wahrscheinlich, vermutlich
von seiner Familie keine Unterstützung bekom- hoch: bestimmt, zweifellos
men haben. Ü2 (1) Mitgliedern, (2) nachweisen, (3) Kriterien,
Os 1. Er soll Vater geworden sein. 2. Sie soll vorige (4) interessante, (5) Vorlieben, (6) mehrtägigen,
Woche ihre Arbeit verloren haben . 3. Sie soll seit (7) Förderung, (8) engagiert, (9) Bereichen,
Januar ins Sportstudio gehen. 4. Er soll am (10) Seminare
Wochenende gearbeitet haben . Ü3 Musterlösung:
Ü6 2. Ein neuer Operationssaal soll gebaut werden. 2. Vermutlich hat er die Prüfung geschafft. / Ich
3. Ein neues Medikament gegen Malaria soll nehme an, dass er die Prüfung geschafft hat.
entwickelt worden sein. 4. Der Forscher will 3. Ich bin sicher, dass die Lehrerin das falsch
mehrere Beweise für seine Entdeckung haben. verstanden hat. / Bestimmt hat die Lehrerin
5. Ein neues Virus soll gefunden worden sein . das falsch verstanden. 4. Vermutlich wird das
Problem bald gelöst. / Es sieht so aus, als ob
Modul 2 Von Anfang an anders? das Problem bald gelöst wird . 5. Gewiss ist der
Vorfall der Schulleitung längst gemeldet
worden. / Ich bin überzeugt, dass der Vorfall
der Schulleitung längst gemeldet worden ist.
6. Wahrscheinlich ist der Brief an die Eltern
bereits angekommen ./ Ich nehme an, dass der
Brief an die Eltern bereits angekommen ist. 7. Es
ist möglich, dass der Termin für die Schulunter-
suchung verlegt worden ist. / Vielleicht ist der
B: 1. Computer: Monitor, Drucker, Kabel, Internet; Termin für die Schuluntersuchung verlegt
2. Möbel: Schrank, Stuhl, Tisch, Sofa; 3. Kleidung: worden. 8. Gewiss ist dem Lehrer das Problem
Pullover, Jacke, Bluse, Kleid; 4. Tiere: Pferd, Biene, schon lange bekannt./ Ich bin sicher, dass dem
Fisch, Hamster Lehrer das Problem schon lange bekannt ist.
Ü2 1 seinem, 2 unterschiedliche, 3 berichtete, Ü4 2. Er könnte hochbegabt sein. 3. Er muss
4 ist es, 5 bei, 6 ~ 7 entscheidende, 8 wurde, die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium
9 beeinflussen, 10 als, 11 Bindungen, 12 größere, bestanden haben. 4. Ihm dürfte es im
13 durch, 14 V: 15 Ihre, 16 dagegen/dem- Gymnasium besser gehen . 5. Ben kann nicht
gegenüber, 17 zu lösen, 18 dass, 19 Beobachtun- psychisch krank sein . 6. Bens Noten dürften sich
gen, 20 alle, 21 .;; 22 fördern, 23 Schluss verbessern . 7. Er dürfte die Schule erfolgreich
Ü3a Über Erfahrungen berichten: Während meiner absolvieren. 8. Er könnte später ein Studium
Schulzeit habe ich ... / Ich habe die Erfahrung beginnen. 9. Er könnte ein Stipendium
gemacht, dass ... / Wenn ich mein Umfeld bekommen. 10. Er muss ein guter Student
ansehe, dann ... / In meiner Familie ist es so, werden .
dass .. . / In meiner Kindheit war es so, dass ... /
Ich habe noch nie / oft erlebt, dass . .. Modul 4 Kindertage ... Schönste Jahre?!
Zustimmung ausdrücken: Ich kann diese Ansicht Ü1a Musterlösung:
gut verstehen, denn .. . / Die Sichtweise würde Wer: Lehrer - Eltern - Großeltern - Geschwister -
ich unterstützen, denn ... / . . . stimme ich zu. / Freunde - Sozialarbeiter - Erzieher/ innen ...
Ich vertrete auch die Position, dass ... Wie: konsequent - liebevoll - vertrauensvoll -
Ablehnung ausdrücken: Zu dem Thema bin ich kooperativ - fördernd - schützend . ..
ganz anderer Meinung, nämlich ... / Mir ist völlig Wo: zu Hause - in der Schule - im Kindergarten -
unklar, ob .. . / Dieser Aussage würd e ich beim Spielen - im Sportverein ...

179
_ Lösungen zum Arbeitsbuc=
h=~--
Wann: in der Kindheit- als Jugendliche - ein Kapitel 9 Die schöne Welt der Künste
Leben lang - während der Schulzeit ...
Ü2 Erziehungsberechtigung, Erziehungsmethode,
Erziehungsverhalten, Erziehungsziel, Wortschatz
Erziehungsmaßnahme, Erziehungsratgeber, Ü1 1. Werk, 2. Epoche, 3. Atelier, 4. Motiv, 5. Drama,
Erziehungsstil, Erziehungsproblem, 6. Museum, 7. Regisseur, 8. Skulptur, 9. Bühne
Erziehungsfehler, Erziehungswissenschaft; (Buehne), 10. Gemälde (Gemaelde), 11. Leinwand,
Kindererziehung, Musikerziehung, Sprach- 12. Skizze, 13. Porträt (Portraet), 14. Schriftsteller
erziehung, Verkehrserziehung Ü2 1. vorspielen, 2. entwerfen, 3. beeinflussen,
Ü4a autoritärer Erziehungsstil 4. Bewunderung
Verhalten der Erziehenden: bestimmen Ü3 (1) Talent, (2) Kritiker, (3) Preise, (4) Autoren,
Aktivitäten; lenken Verhalten und Denken nach (5) Künstlerin, (6) Techniken, (7) Kunstakademie,
eigenen Vorstellungen; Anordnungen und (8) Werke, (9) Sammlungen, (10) Band,
Befehle werden ausgesprochen; Eltern geben (11) Fangemeinde, (12) Vertrag
Großteil der Aktivitäten vor
Umgang mit unerwünschtem Verhalten: Kinder Modul 1 Kreativ
werden zurechtgewiesen und getadelt; Ü1 schöpferisch, erfinderisch, ideenreich,
Negative Aspekte des Erziehungsstils: fantasievoll, einfallsreich, produktiv
Bedürfnisse und Wünsche der Kinder kaum Ü3a 1. um, 2. auf/über/an, 3. auf, 4. vor, 5. zu, 6. an/
beachtet; hohe Ansprüche an Kinder, wenig über, 7. an, 8. auf, 9. zu, 10. auf
emotionale Unterstützung; Kreativität und Ü3b 1. darum, 2. darauf/darüber, 3. darauf, 4. davor,
Spontanität der Kinder können eingeschränkt 5. dazu, 6. daran, 7. daran, 8. darauf, 9. dazu,
werden; Kinder können sich aggressiv verhalten, 10. darauf
Aggression kann „Hilferuf" nach Aufmerksamkeit Ü3c 2. Manche Kollegen freuen sich auf/über die
sein; egozentrisches Sprachverhalten kann durch Präsentation ihrer Ideen im Meeting. 3. Andere
Kinder nachgeahmt werden; Selbstständigkeit Kollegen haben keine Lust auf den Austausch
wird nicht gefördert, häufig geringes von Ideen/ den Ideenaustausch. 4. Manche
Selbstwertgefühl bei Kindern haben auch Angst vor einer Blamage. 5. Wenn
antiautoritärer Erziehungsstil immer nur dieselben Leute kreative Ideen haben,
Verhalten der Erziehenden: Eltern erziehen kann das zu Konflikten führen . 6. Einige Vorge-
zwangfrei und fördernd für die Selbstentfaltung setzte möchten, dass ihre Mitarbeiter an der
der Kinder; lassen Kindern freie Hand, um Steigerung ihrer Kreativität arbeiten. 7. Manche
Kreativität zu entfalten und Gemeinschaftssinn glauben an das Erlernen von kreativem Denken
zu lernen; Kindern werden Spielräume und durch regelmäßiges Üben. 8. Es gibt auch Web-
Entscheidungsfreiheiten im Alltag gelassen; seiten, die sich auf das Training von Kreativität/
Kinder übernehmen Verantwortung Kreativitätstraining spezialisiert haben. 9. Profis
Umgang mit unerwünschtem Verhalten: Um raten in unkreativen Phasen zur Beschäftigung
negative Aspekte zu vermeiden, bekommen mit banalen Dingen. 10. Manchmal hilft es auch,
Kinder Regeln und Grenzen, die ihre ganz entspannt auf die Entwicklung von kreativen
Selbstentwicklung nicht einschränken. Ideen zu warten.
Negative Aspekte des Erziehungsstils: Begriff Ü4 2. von, 3. von, 4. von, 5. über
„antiautoritär" oft falsch verstanden, Kinder 2. a) Sie träumen davon, ihre Ideen zu
werden ganz ohne Grenzen erzogen; fehlen verwirklichen. b) Sie träumen von der
Grenzen, können Kinder egoistisch werden und Verwirklichung ihrer Ideen.
wollen Grenzen nicht akzeptieren 3. a) Sie schwärmen davon, gemeinsam neue
Konzepte zu entwickeln. b) Sie schwärmen von
Aussprache Imperativ und Intonation der gemeinsamen Entwicklung neuer Konzepte.
Ü1 a 1. bettelnd, 2. wütend, 3. höflich 4. a) Sie sind enttäuscht davon, dass sie gute
Ü1 b a, b, C, d, g Ideen oft nur langsam umsetzen können.
b) Sie sind enttäuscht von der oft nur langsamen
Umsetzung guter Ideen.

180
5. a) Viele denken darüber nach, eine eigene Modul 4 Leseratten
Firma zu gründen. b) Viele denken über die Üla Geburt 1926; Kriegsende (1945): Gefangenschaft;
Gründung einer eigenen Firma nach. Studium in Hamburg; 1950/ 51 Redakteur bei
Ü6a (1) ... vor (dem) Beginn der Besprechung . .. , Zeitung „ Die Welt"; 1951 1. Roman „Es waren
(2) Durch die Festlegung eines Besprechungs- Habichte in der Luft"; Reisen ins Ausland, Gast
ziels . .. , (3) Weil sie unsicher sind, . .. (4) Während bei „Gruppe 47"; 1955 Erzähl band „So zärtlich
die Ideen präsentiert werden, .. . (5) Ohne war Suleyken"; 1967 Beitritt PEN-Zentrum
Druck ... (6) Zur Steigerung der Kreativität . .. Deutschland; 1968 erfolgreichster Roman „ Die
(7) Zur vollen Konzentration ... (8) ... , obwohl Deutschstunde"; 1988 Friedenspreis des
lange diskutiert wird, .. . Deutschen Buchhandels; 2003 Gastprofessor
Ü6b 1. b, 2. d, 3. a, 4. c Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
07 1. seit drei Jahren, 2. unterschiedlich: manchmal Ehrenmitglied der Freien Akademie der Künste
lang, manchmal kurz; 3. Arbeitsplatz verlassen; Hamburg; 2008 Novelle „Schweigeminute";
ins Cafe gehen; Spaziergang machen; eine Aus- 07.10.2014 Tod in Hamburg
stellung besuchen; wenn möglich, mit unbe- Ülb (2) (deutschsprachigen) Autoren (der Nach-
teiligten Mitarbeitern sprechen; 4. Wenn sie sehr kriegs- und Gegenwartsliteratur), (3) Romane
lang sind und man denkt, sie hören nie wieder und Erzählungen, (4) erfolgreichster, (5) geht es
auf. 5. sich erinnern, wie oft man bereits solche um .. ., (6) erhielt, (7) Ehrungen, (8) starb
Phasen hatte und man am Ende doch eine Idee
hatte; nicht das Selbstbewusstsein verlieren Aussprache Aussagen durch Betonung
08 1. stagnieren, 2. halten, 3. verbringen, 4. steigern,
verbinden
5. wiederholen
01 b laut, langsam, mit Pause
Modul 2 Kino, Kino Ülc Und, Sie ahnen es schon, fand das viel spannen-
der. Ziemlich spontan bin ich also 1974 nach
Ü1 1. Inhalt des Films: C Night on Earth, fünf
Frankreich und später nach England gegangen.
Taxifahrten in einer Nacht; D langweilige und
Damals haben mich meine Eltern noch unter-
blöde Komödie
stützt. Allerdings nicht mehr lange. Sehr schnell
2. Beschreibung des Kinos: A großer Saal, viele
hatten sie verstanden, dass ich gar nicht daran
Sitzreihen, großer schwerer Vorhang;
dachte, wieder nach Deutschland zurückzu-
C Amph itheater am See, Stimmung wunderbar,
kommen . Das war ein harter Schlag für sie.
Pickn ick
3. Begleitperson (en): A Eltern und älterer Bruder;
B Bruder der besten Freundin Kapitel 10 Erinnerungen
4. Erwartungshaltung an den Kinobesuch: D viel
über Film gehört, deshalb zu hohe Ansprüche
Wortschatz
5. Folgen des Kinobesuchs: A liebt Kino, will
möglichst lang im Kino bleiben, liest Abspann; Üla (sich) erinnern: dämmern, gedenken, auffrischen,
B heute verheiratet und Familie; C lange mit einfallen, zurückdenken an, in den Sinn
Freunden über Film diskutiert, geht nicht mehr kommen, sich ins Gedächtnis zurückrufen
alleine in Film, den Freunde schon gesehen vergessen : entschwinden, ein schlechtes
haben Gedächtnis haben, entfallen, verlegen, nicht
behalten, aus dem Gedächtnis verlieren, ein
Modul 3 Ein Leben für die Kunst Gedächtnis wie ein Sieb haben
Ül b 1. verlegt, 2. an . .. zurückdenke, 3. aufgefrischt,
Ül 1. E,2. D, 3. A,4.C,5 . B
4. gedacht, 5. entfallen, 6. kommt ... Sinn I fällt ...
Ü2 (1) Demgegenüber, (2) Daraufhin,
ein, 7. nicht behalten, 8. hast . .. wie ein Sieb
(3) Mittlerweile, (4) Dagegen, (5) Währenddessen,
Ü2a 2. das Gedächtnis, 3. die Biografie, -n, 4. das
(6) Allerdings
Tagebuch, -"er, 5. die Erinnerung, -en, 6. das
03 (1) Allerdings, (2) Vielmehr, (3) Währenddessen,
Denkmal, -"er, 7. das Souvenir, -s, 8. die
(4) stattdessen, (5) Daraufhin, (6) Vielmehr,
Aufzeichnung, -en, 9. die Merkfähigkeit, 10. die
(7) Stattdessen, (8) Inzwischen
Gedächtnislücke, -n, 11 . der Geistesblitz, -e,
Ü4 1. R, 2. R, 3. V, 4. V, 5. V, 6. V, 7. R, 8. R, 9. R, 10. V
12. das Andenken,-, 13. das Erinnerungsver-
mögen, 14. der Einfall, -"e, 15. die Chronik, -en,
16. die Lebensgeschichte, -n

181
Lösungen zum Arbeitsbuc=h====
Ü2b Texte: Biografie, Tagebuch, Erinnerung, ÜSa 1. grob geschätzt; 2. angenommen, dass; 3. kurz
Aufzeichnung, Chronik, Lebensgeschichte gesagt; 4. anders formuliert; 5. abgesehen
Gehirn: Gedächtnis, Erinnerung, Merkfähigkeit, davon, dass
Gedächtnislücke, Geistesblitz, Einfall Ü6 2. Wenn man das menschliche Gehirn mit dem
Urlaub: Erinnerung, Denkmal, Souvenir, eines Elefanten vergleicht, ist das menschliche
Andenken Gehirn um Vieles leichter. 3. Wenn man es genau
Ü3 1. Schlüssel, 2. Vokabeln, 3. Versprechen, betrachtet, hat der Mensch im Verhältnis zum
4. Regenschirm, 5. Geheimzahl, 6. Geldbörse, Körpergewicht das größte Gehirn . 4. Wenn man
7. Termin, 8. Datum, 9. Geburtstag, es allgemein formuliert, können Nervenzellen
10. Monatskarte, 11 . Ausweis, 12. Verabredung rasend schnell Informationen austauschen .
5. Wenn man es kurz zusammenfasst, lernt man
Modul 1 Erinnern und Vergessen am besten, indem man Dinge selbst ausprobiert.
Ü1 Text 1: 2, 6; Text 2: 4, 5, 8; Text 3: 1, 3, 7 6. Wenn man von 2,2 Prozent der Bevölkerung
Ü2a 2. Moment, Zeitpunkt; 3. entziffern, lösen; absieht, die einen IQ über 130 haben, besitzt die
4. sehr groß, mächtig; 5. bombardieren, Masse der Bevölkerung (68 Prozent) einen IQ
schießen; 6. behalten, aufbewahren; 7. Bereich, zwischen 85 und 115.
Gebiet; 8. abweichend, unterschiedlich Ü7 1. ehrlich gesagt, 2. grob überschlagen,
Ü2b 1. gelangen, 2. begreifen, 3. behalten, 3. abgesehen von , 4. verglichen mit, 5. bei Licht
4. unterteilen, 5. zuständig sein, 6. nennen betrachtet
Ü2c 1. erraten, 2. absichtlich, 3. empfinden,
4. aufdecken, 5. zweifelhaft, 6. verschwinden, Modul 3 Kennen wir uns ... ?
7. Anschein, 8. reell, 9. geplant, 10. Ursache Ü1 1. c, 2. a, 3. d, 4 . b
Ü3a Aufbau des Gehirns, Speichern von Wissen im Ü2 1. --, --, zu; 2. --, zu, zu; 3. zu, --, zu; 4. --, zu
Gedächtnis, Merkhilfen Ü3 (2) Man hat doch wenigstens „ Hallo!" zu
Ü3b 1. Thema: „Erinnern und Vergessen", Gast: sagen, ... (3) ... , sie hat mich plötzlich nicht mehr
Neurologe vom Universitätsklinikum Hamburg, zu grüßen. (4) Das Missverständnis ist bestimmt
Herr Dr. Baumann schnell aus der Welt zu schaffen. (5) Du weißt /
2. a Münchner Rechtsanwalt, der sich 2.000 verstehst es wirklich, jedes Problem diplomatisch
Zahlen in einer Stunde einprägen und dann zu sehen. (6) Du drohst sonst noch, ...
fehlerfrei wiedergeben kann,
b die 14-jährige Rebecca Fischer. Sie kann das Modul 4 Vergangene Tage
komplette Fernstreckennetz der Deutschen Bahn Ü2a b
und alle zugehörigen Bahnhöfe auswendig, Ü2b 1. Symbol, 2. gerade, 3. weitgehend, 4. erstreben,
3. die Gesamtheit der Informationsverarbeitung, 5. manuell, 6. verbunden, 7. bescheiden,
also die Fähigkeit, Informationen zu ordnen, 8. Ausgaben, 9. steil, 10. verzichten, 11 . verfügen,
abzuspeichern und wieder abzurufen, 12. anschaffen, 13. attraktiv, 14. erschwinglich,
4. a sich eine möglichst absurde Geschichte 15. betonen, 16. ausgeprägt, 17. außerdem,
ausdenken, 18. Anwachsen, 19. Unternehmung, 20. einholen
b Routenmethode: Rundgang durch die eigene
Wohnung, bestimmte Punkte merken und mit Aussprache einen literarischen Text laut lesen
diesen Begriffe oder Zahlen assoziieren
Ü1a Rotkäppchen
Ü4a 1. d, 2. b, 3. a, 4. c
Ü1c Sprecherin spricht die Rollen (Rotkäppchen,
2. Lässt man andere an seinem Erfolg teil-
Mutter, Wolf) mit verschiedenen Stimmen, mit
haben, ... 3. Strengt man sich an, ... 4. Hat man unterschiedlichem Tempo und Lautstärke
Mut zum Risiko, „.
(z.B. letzter Satz) und setzt Emotionen ein
Ü4b 2. Wenn man häufig Namen und Zahlen vergisst,
(ängstliches Rotkäppchen) etc.
helfen manchmal ein paar ganz einfache Tipps /
Vergisst man häufig Namen und Zahlen, .. .
3. Wenn man vorher keinen Plan aufstellt, ist eine
Prüfungsvorbereitung nicht so effektiv./ Stellt
man vorher keinen Plan auf, .. . 4. Wenn man
auswendig lernt, ist es hilfreich, Mnemo-
techniken zu nutzen ./ lernt man auswendig, ...

182
====li=r=an=s=k=riP-t zum Arbeitsbuc=h__
Kapitel 6 Gesund und munter fast gleich vor meiner Haustür und dann bin ich
natürlich doch bequem ... Außerdem weiß ich im
Supermarkt auch nie, zu welch unfairen Preisen sie
(]l)) Modul 2 Übung 3b die Produkte von den Produzenten abnehmen.
2
A Immerhin gibt es ja zum Glück inzwischen auch
Ja, also. „ ich fang' an . .. ganz viele Bioprodukte beim Discounter.
In der vorliegenden Grafik geht es um das Thema 0 Ja, schon, aber ist das wirklich Bio? Ich meine, da
„Essen". Man hat Menschen im Alter von 18 bis 66 gibt es doch verschiedene Kennzeichnungen .
Jahren dazu befragt. Über 30 Prozent der Personen e Da hast du recht, das frage ich mich auch immer.
sagen, dass sie essen und dabei etwas anderes Ich denk' ja auch, dass echte Bioprodukte auch
machen. Ich meine die, die 18 bis 35 Jahre alt sind und einen gewissen Preis haben müssen, sonst stimmt
46 bis 55 Jahre alt sind. Alle anderen liegen unter 30 da irgendwas nicht. Aber trotzdem, wenn ein Bio-
Prozent. Ich glaube, dass es den jungen Leuten zu Siegel drauf ist, dann weiß ich wenigstens, dass das
langweilig ist, nur zu essen. Und die alten Leute sind Gemüse nicht mit Tonnen von Pestiziden gespritzt
meistens alleine und wollen nicht einsam sein. wurde.
B 0 Stimmt, das ist schon mal ganz gut. Aber bei
Ich möchte einige Informationen aus der Grafik mit Fleisch und Wurstwaren, da weiß ich wirklich im-
dem Titel „Essen ist oft Nebensache" vorstellen. Die mer nicht, was ich von Biowaren bei Discountern
Techniker Krankenkasse hat dazu erwachsene halten soll.
Deutsche befragt, also junge Leute ab 18 Jahren bis zu • Das geht mir ganz genauso, ich kaufe da auch kein
alten Menschen, die 66 Jahre und älter waren. Die Fleisch. Einmal habe ich das Bio-Hackfleisch ge-
Befragten sollten etwas zu ihren Essgewohnheiten kauft, das es dort gibt. Aber das hatte eine ganz
sagen. Interessant ist, dass sich einige Menschen nicht schlechte Qualität. Da war mehr Fett als Fleisch
zu 100 % auf ihr Essen konzentrieren, sondern neben drin, so können sie dann vermutlich den günstigen
dem Essenz. B. fernsehen oder im Internet surfen, Preis machen .. . Wahrscheinlich ist das bei der
eine Zeitschrift lesen . .. Dieses Verhalten kann man Wurst so ähnlich.
deutlich bei den jüngeren Menschen beobachten, Also bei Fleisch, da bin ich wirklich konsequent, da
denn 39%der18- bis 25-Jährigen und 37 % der 26- bis kaufe ich nur in Geschäften, die mir auch die Her-
35-Jährigen sagen, dass sie neben dem Essen kunft garantieren können . Am besten kauft man
gleichzeitig etwas anderes tun. Im Gegensatz zu den natürlich direkt von einem Biobauernhof, wo die
jüngeren liegt die Gruppe der älteren Personen Tiere auch gleich geschlachtet werden. Das ist für
deutlich unter 30 %. Nur 23 % der 56- bis 65-Jährigen mich echtes Bio. Da zahle ich dann auch gerne mal
und 22 % der Menschen ab 66 Jahren sagen, dass mehr und esse dafür insgesamt weniger Fleisch.
Essen nur Nebensache ist. Ich finde das interessant, 0 Ja, das sehe ich auch so. Allerdings, hm, muss ich
denn in meinem Land würden die Zahlen viel höher zugeben, dass ich auch oft Fleisch esse, wenn ich
sein. Bei uns läuft der Fernseher eigentlich den im Restaurant bin - und da ist es mir dann plötz-
ganzen Tag, auch beim Essen. lich ganz egal, wenn ich nicht weiß, wo das Fleisch
herkommt.
•(]l)) Modul 3 Übung 2 • Echt? Das ist ja komisch .
0 Hey, hallo Ramon! 0 Na ja, vielleicht liegt es daran, dass ich nicht so oft
essen geh'. Und wenn ich mir das dann schon mal
• Hallo Lena.
0 Dich hab' ich hier ja noch nie gesehen. Gehst du gönne, dann, dann will ich einfach das essen, wor-
öfter hier im Bioladen einkaufen? auf ich am meisten Lust hab'. Da schaltet sich mein
• Nicht so oft, aber doch schon immer wieder. Bio-Gewissen dann plötzlich aus.
Eigentlich kaufe ich meistens bei mir um die Ecke e Ach ja, so schlimm ist das vermutlich auch nicht ...
im Discounter ein. Gemüse und Obst kaufe ich auch gerne im Gemü-
0 Ach so. Na, in solche Geschäfte gehe ich nur sehr seladen um die Ecke. Das ist zwar oft nicht Bio,
selten - oder ehrlich gesagt: nie. Ich finde das nicht aber der Verkäufer kennt die Händler und weiß,
fair, wie die die Preise nach unten drücken und au- woher die Ware kommt. Da schau' ich dann vor
ßerdem ist mir das da immer alles zu vollgestopft allem darauf, dass die Produkte aus der Region
im Geschäft. kommen. Meistens sind die dann von kleineren
e Ja, ja, ich weiß, was du meinst ... Aber das ist bei Betrieben, die kein Bio-Siegel beantragt haben,
mir einfach die nächste Einkaufsmöglichkeit. Ist obwohl die Produkte Bio-Qualität hätten. Aber die

183
TranskriJ?t zum Arbeitsbuc=h= = = =
Beantragung ist halt für viele teuer. Mein Gemüse- 5. Richtig ist, dass Sie das, was Ihnen wichtig ist, in
händler nennt das dann immer „Gärtnerqualität ". Ihren Alltag einbauen.
0 Na, ich weiß nicht, da würde ich mich nicht unbe- 6. Entspann dich in deinem Alltag und nicht in teuren
dingt drauf verlassen . Aber das mit der Herkunft, Wellnesshotels .
da hast du völlig recht, ich achte auch immer drauf,
dass das Obst und Gemüse und auch das Fleisch
Kapitel 7 Recht so!
möglichst aus der Region kommt und nicht einmal
um die halbe Welt geflogen wird ...
Und, gibt es bei dir heute Fleisch oder warum Modul 3 Übung 1 a(]l))
6
kaufst du hier im Bioladen ein? 0 Immer wieder lesen Sie von neuen Gesetzen, die
• Erstens, weil ich heute frei habe. Da habe ich mehr
Zeit und kann mich in Ruhe umsehen. Und zwei-
grade diskutiert werden, aber Sie sind sich gar
nicht so sicher, wie ein neues Gesetz eigentlich
tens, weil ich heute Abend ein paar Freunde einge- entsteht. Dann hilft Ihnen dieser Podcast weiter.
laden habe und koche. Und, wie du schon Wie entsteht ein neues Gesetz? Und welche Rolle
vermutet hast, auch mit Fleisch ... Sag mal. hast du spielen dabei die Regierung, der Bundestag, also
denn heute Abend schon was vor? Magst du auch unser Parlament, und der Bundesrat, also das
kommen? Gremium der Bundesländer?
0 Ähm - ja, gern. Gibt's denn einen besonde ren Hier erklären w ir stark vereinfacht die 10 wichtig -
Anlass? sten Schritte zu einem neuen Gesetz.
• Nein, nichts Besonderes . .. ich habe nur Geburts-
tag . •
0
Schritt 1:
Die Bundesregierung, der Bundestag oder der
0 Mensch, herzlichen Glückwunsch! Kann ich denn Bundesrat stellt fest, dass ein Gesetz fehlt oder
irgendwas mitbringen? Oder kann ... aktualisiert werden muss. Dann können diese
Gremien ein neues Gesetz beim Bundestag vor-
a(]l)) Aussprache Übung la
schlagen. Nehmen wir einmal den häufigen Fall
4
Guten Tag, meine Damen und Herren. an, dass ein Ministerium der Bundesregierung im
Ich danke Ihnen für Ihr großes Interesse an meinem Bundestag ein Gesetz vorschlägt. Hier wird der
heutigen Vortrag mit dem Titel ... „Wellness? Brauch' Vorschlag in der Regel von der Bundesregierung
ich nicht. Ich bin entspannt." gebilligt.
Stress, Hektik, Multitasking ... unser Alltag verspricht
nur wenig Ruhe. Warum, meine Damen und Herren,

0
Schritt 2:
Danach wird der Gesetzesvorschlag vom Bundes-
warum ist das so? Muss das denn wirklich so sein? tag an den Bundesrat weitergeleitet. Der Bundes-
Sie haben bestimmt auch viel zu tun und trotzdem rat, also die Vertreter der Bundesländer, gibt dann
haben Sie sich die Zeit genommen, heute hierher zu seine Meinung zu dem Entwurf ab.
kommen . Und das freut mich natürlich sehr.
Und so machen Sie es richtig. „Wieso richtig?", werden

0
Schritt 3:
Mit der Meinung aus dem Bundesrat kommt der
Sie fragen. Richtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen für Gesetzentwurf wieder zurück in den Bundestag .
etwas, was Sie interessiert. Richtig ist, dass Sie das, was Dort wird der Entwurf von allen Mitgliedern zum
Ihnen wichtig ist, in Ihren Alltag einbauen . ersten Mal gemeinsam diskutiert. Das nennt man
Regel Nummer 1 für ein entspanntes Leben: Tue, was die erste Lesung.
dir gut tut und gut gefällt.
Regel Nummer 2: Entspann dich in deinem Alltag und

0
Schritt 4:
Nach der ersten Lesung kommt der Entwurf für das
nicht in teuren Wellnesshotels . Gesetz in einen Fachausschuss. Dort wird der Vor-
Sie haben den ersten Schritt getan . Abe r was können schlag von Experten, die sich mit der jeweiligen
Sie noch tun? Thematik sehr gut auskennen, intensiv und in allen
Details diskutiert. Der Ausschuss hat die Aufgabe
a(]l)) Aussprache Übung lb festzustellen, ob Änderungen an dem Ent wurf
1. Stress, Hektik, Multitasking . .. unser Alltag nötig sind und ob der Entwurf unterstützt oder
verspricht nur wenig Ruhe. abgelehnt werden sollte. Mit der Empfehlung au s
2. Muss das denn wirklich so sein? dem Fachausschuss geht der Entwurf wieder
3. Und das freut mich natürlich sehr. zurück in den Bundestag.
4. „Wieso richtig?", werden Sie fragen. • Schritt 5:

184
0 Hier folgt nun die zweite Lesung. Das bedeutet, Aussprache Übung 1c •C]l))
dass der bewertete Entwurf und die Änderungs-
1. Zeugenaussageprotokoll 9
vorschläge aus dem Ausschuss für ein neues
2. Jugendkriminalitätsrate
Gesetz noch einmal gemeinsam beraten und
3. Gesetzesvorlagentext
besprochen werden .
4. Reisekostenabrechnung
• Schritt 6:
0 Die dritte Lesung: Jetzt stimmen die Mitglieder des Aussprache Übung 1d <]l))
Bundestages darüber ab, ob das Gesetz angenom - 10
die Gesetzesänderungsentscheidungsvorlage
men oder abgelehnt wird . Ist eine Mehrheit für das
die Vorlage
Gesetz, wird der angenommene Entwurf an den
die Entscheidungsvorlage
Bundesrat weitergeleitet.
die Änderungsentscheidungsvorlage
• Schritt 7:
die Gesetzesänderungsentscheidungsvorlage
0 In den meisten Fällen ist auch die Meinung aus dem
Bundesrat wichtig, damit ein Gesetz angenommen, •()l))
also verabschiedet, oder abgelehnt werden kann .
Aussprache Übung 1e
11
Der Bundesrat stimmt ebenfalls über den Gesetzes- 1. das Wortschatzkarteikärtchen
entwurf ab und gibt seine Stellungnahme zurück 2. die Treppenhausreinigungsordnung
an den Bundestag. Wenn der Bundesrat anderer 3. der Kaffeeautomatenreparaturservice
Ansicht ist als der Bundestag, versucht man in der 4. der Fachausschusssitzungsraum
Regel einen gemeinsamen Kompromiss zu finden .
• Schritt 8: Kapitel 8 Du bist, was du bist
0 Wenn sowohl Bundestag als auch Bundesrat dem
Entwurf zugestimmt haben, dann ist das Gesetz
Modul 1 Übung 2 <Jl))
verabschiedet und geht weiter an den Bundesprä-
12
sidenten bzw. die Bundespräsidentin. Hier wird der 0 Das Auge isst bekanntlich mit - nur in viel größe-
abgestimmte Gesetzestext ausgefertigt und vom rem Umfang, als Sie vielleicht glauben, liebe Höre-
Bundespräsidenten bzw. der -präsidentin unter- rinnen und Hörer.
schrieben. Herzlich willkommen in unserem Wissenschafts-
• Schritt 9 : magazin „Hätten Sie's gewusst?". Zu Gast heute im
0 Jetzt unterschreibt der bzw. die für das Thema zu- Studio ist Frau Dr. Weidmann . Sie lehrt am Institut
ständige Minister oder Ministerin. Dann folgt die für Experimentelle Psychologie an der Universität
Unterschrift der Bundeskanzlerin bzw. des Bundes- Greifswald. Guten Tag, Frau Dr. Weidmann.
kanzlers. • Guten Tag. Ich freue mich, heute hier zu sein.
• Sch ritt 10: 0 Sicherlich haben Sie, liebe Hörerinnen und Hörer,
0 Zum Schluss veröffentlicht der Bundespräsident auch schon die Erfahrung gemacht: Der Wein ist
bzw. die Bundespräsidentin das Gesetz. Und damit am Strand viel besser, der Fisch ist im Urlaub viel
ist das neue Gesetz gültig. frischer und die Kirschen sind in den Sommerferien
So, jetzt wissen Sie, wie im Wesentlichen ein neues viel süßer. Wie kommt das, Frau Dr. Weidmann? Ist
Gesetz entsteht, falls die Kinder mal wieder fra- das wirklich so?
gen ... oder die Kollegen ... oder die Nachbarin. • Kurz gesagt: Nein, dem ist nicht so. Die Begrün-
dung ist ganz einfach: Beim Essen entscheidet
•()l)) Aussprache Übung 1a nicht nur der Geschmack, ob es uns schmeckt. Der
7
1. Zeuge Aussage Geschmack ist nur einer von ganz vielen Faktoren
2. Jugend Kriminalität dabei.
3. Gesetz Vorlage 0 Welche Faktoren gibt es denn noch?
4. Reise Kosten • In einigen Studien ist eindeutig herausgefunden
worden, dass bei der Wahrnehmung von Nahrung
<]l)) Aussprache Übung 1b das Sehen und Hören eine wichtige Rolle spielen.
8 Die Atmosphäre, in der wir essen oder trinken, hat
1. Zeugenaussage
einen Rieseneinfluss darauf, wie lecker etwas emp-
2. Jugendkriminalität
funden wird. Unser Sehsinn beeinflusst unseren
3. Gesetzesvorlage
Geschmack sehr stark. Das hängt damit zusam-
4. Reisekosten
men, dass unser Gehirn gern Vorhersagen darüber
macht, wie etwas schmecken wird . Unser Gehirn

185
Transkri12t zum Arbeitsbuch
baut also Erwartungen über das Essen auf und der beeinflussen unseren Geschmacksinn. Kann also
Geschmack des Essens muss sich an diesen Erwar- auch Musik unser Geschmackserlebnis verändern?

0
tungen messen lassen.
Können Sie das vielleicht an einem Beispiel
• Ja, auf alle Fälle. Studien zeigen, dass uns das Essen
besser schmeckt, wenn uns die Hintergrundmusik
verdeutlichen? gefällt. Unsere Sinne sind weniger unabhängig

• Natürlich, gerne. Stellen Sie sich ein Dessert vo r,


z.B. ein Stück Tiramisu . Wird es auf einem weißen
voneinander, als wir denken . Wenn sich ändert,
was ich höre, ändert sich auch, was ich schmecke.
Teller serviert, schmeckt es süßer als auf einem Wenn sich ändert, was ich rieche, ändert sich, was
schwarzen. Auch die Form des Tellers kann einen ich fühle. Es steht außer Frage, dass Musik auf den
Unterschied machen: Runde Telle r werden mit Geschmacksinn wirkt. Musik mit tiefer Frequenz
Süßem assoziiert, eckige eher mit anderen verstärkt bittere Geschmacksrichtungen, höhere
Geschmacksqualitäten. Übrigens hemmen rote Frequenzen lassen Speisen süßer und fruchtiger
Teller den Appetit. schmecken.
0 Na, das wär' dann doch ein guter Tipp, wenn man 0 Das ist wirklich sehr interessant. Wenn Sie, liebe
eine Diät machen möchte. Hörerinnen und Hörer, Fragen an Frau Dr. Weid-

• Ja, da haben Sie vollkommen recht. Viele Diäten


machen sich das zunutze; allerdings nicht nur Diä-
mann haben, dann rufen Sie nach der Musik an .
Unsere Telefonnummer ist 069 ...
ten, auch Restaurantbesitzer, die verhindern wol-
Aussprache Übung 1a, b und c a(]l))
len, dass ihre Gäste am All-you-can-eat-Büfett zu
13-14
viel essen.
0 Ich bin wirklich überrascht, dass Farbe und Form Komm mit.
des Geschirrs eine solche Wirkung haben. Ich Komm doch bitte mit.
dachte, das Essen muss immer schön dekoriert Komm doch bitte einmal mit.
werden, damit es appetitlich wirkt und schmeckt. 2
• Richtig. Die Anordnung des Essens beeinflusst
unseren Geschmack durchaus. Allein, wie das
Hör auf.
Hör jetzt bitte auf.
Essen auf den Tellern angerichtet ist, macht einen Hör jetzt bitte endlich auf.
großen Unterschied: Wenn zum Beispiel das Stück 3
Pizza, das wir bestellt haben, mit der Spitze auf uns Nehmen Sie.
zeigt, mögen wir es weniger, als wenn es von uns Nehmen Sie, bitte.
weggerichtet ist. Nehmen Sie bitte noch etwas.
0 Wirklich? Warum das denn?

• Das sind uralte Wahrnehmungsmuster. Hirnscans


haben gezeigt, dass unser Gehirn Dreiecke und
Kapitel 9 Die schöne Welt der Künste
Winkel als Bedrohung interpretiert. Aber auch
asymmetrische Arrangements - zum Beispiel Modul 1 Übung 7 a(]l))
wenn das ganze Essen auf der linken Seite des 15
0 Guten Morgen und allen einen guten Wochen-
Tellers liegt - kommen überhaupt nicht gut an. start! Wie jeden Morgen haben wir einen interes-
Wir bevorzugen Balance und Harmonie auf
santen Gast eingeladen. Heute bei mir im Studio:
unseren Tellern .
der Designer Matti Hirschfeld. Hallo, Matti.
0 Spielt denn nicht auch eine Rolle, wie viele Eie-
mente auf dem Teller liegen? • Hallo.
0 Matti, du hast ein eigenes Designbüro und bist
• Im Moment versuchen wir gerade herauszufinden,
ob die Zahl der auf dem Teller präsentierten Dinge
mittlerweile ja ziemlich erfolgreich mit dem, was
du tust.
eine Rolle spielt. Im Westen ist es eher üblich, eine
ungerade Zahl zu verwenden . In Asien dürfte es
umgekehrt sein, weil dort gerade Zahlen für Har-
• Ja, stimmt. Ich hab' das Designbüro vor sechs Jah-
ren gegründet. Und nach ziemlich harten Anfangs-
zeiten läuft es jetzt seit ca. drei Jahren ziemlich
monie stehen. Die Frage ist: „ Kümmert uns das?"
gut.
Die großen Küchenchefs im Westen schon. Sie
0 Woher nimmst du denn die ganzen guten Ideen?

0
achten auf ungerade Zahlen bei der Anordnung
auf ihren Tellern.
Eine letzte Frage für diese erste Runde, Frau Dr.
• Das ist ganz unterschiedlich ... Ich hab' auch ein
tolles Team und w ir arbeiten ganz eng zusammen .
Das hilft bei der Entwicklung von Ideen .
Weidmann: Sie sagten anfangs, Sehen und Hören

186
O Aber gibt es nicht manchmal auch eine Flaute? Aussprache Übung lc o(]J))
Oder bist du immer kreativ? Und, Sie ahnen es schon, fand das viel spannender. 17
e Nee, kreative Krisen gibt es bei mir auch. Und Ziemlich spontan bin ich also 1974 nach Frankreich
manchmal sind sie elend lang und manchmal
und später nach England gegangen. Damals haben
gehen sie schnell wieder vorbei. mich meine Eltern noch unterstützt. Allerdings nicht
0 Wie gehst du damit um? mehr lange. Sehr schnell hatten sie verstanden, dass
e Ehrlich gesagt hilft es mir dann am meisten, wenn ich gar nicht daran dachte, wieder nach Deutschland
ich meinen Arbeitsplatz verlasse und ins Cafe gehe zurückzukommen. Das war ein harter Schlag für sie.
oder einen Spaziergang mache. Man muss dann
gedanklich einfach loslassen, wenn man so gar
nicht weiterkommt. Kapitel 10 Erinnerungen
o Machst du auch Entspannungsübungen in so einer
Situation? Modul 1 Übung 3 •(]l))
e Nein, das ist nichts für mich. Aber manchmal geh'
O Da sind wir wieder mit unserem Magazin am Nach-
18
ich auch in eine Ausstellung und hoffe auf Inspira-
mittag. Herzlich willkommen, liebe Hörerinnen
tion, indem ich mir die kreativen Ideen anderer
und Hörer. Es begrüßt Sie wie immer Anna Fried-
anschaue. Wenn es zeitlich geht, lege ich auch eine
rich.
Projektpause ein. Ein paar Tage Abstand haben
Ist es Ihnen auch schon so gegangen? Sie haben
schon die tollsten Ideen ans Licht gebracht. Es kann
den Geburtstag eines guten Freundes vergessen,
aber auch helfen, mit Mitarbeitern, die an dem Pro-
den Autoschlüssel verlegt oder einfach nicht daran
jekt gar nicht beteiligt sind, zu sprechen. Ein Blick
gedacht, in den Ferien die Blumen der Nachbarin
von außen gibt auch immer neue Anregungen.
zu gießen? Das kann peinlich bzw. ziemlich stressig
O Wahrscheinlich passt zu jeder Situation auch eine
werden. Häufig ärgert man sich dann über sich
andere Lösung, oder?
selbst und fragt sich: „Wie konnte ich das nur
e Richtig. Ich kenne natürlich durch meinen Beruf
vergessen?"
viele kreative Menschen und jeder geht anders mit
Um das Erinnern und Vergessen geht es in unserer
kreativen Krisen um. Aber jeder kennt sie. Frustrie-
heutigen Sendung. Dazu haben wir einen Neuro-
rend ist es natürlich, wenn diese Phasen sehr lange
logen vom Universitätsklinikum Hamburg zu Gast.
dauern und man das Gefühl hat, sie hören nie wie-
Herzlich willkommen, Herr Dr. Baumann.
der auf.
O Aber irgendwann wird's ja wieder besser, oder?
e Guten Tag, Frau Friedrich.
O Herr Dr. Baumann, im Alltag oder im Beruf müssen
e Ja, klar. Wenn man gerade so richtig verzweifelt ist,
wir uns permanent Dinge einprägen: Telefonnum-
sollte man sich daran erinnern, wie oft man schon
mern, Zugangsdaten, die Namen neuer Kollegen
in solchen Phasen war und wie man am Ende dann
oder Geschäftspartner. Vielen fällt das unheimlich
doch eine gute Idee hatte. Man sollte nicht plötz-
schwer. Andere haben damit wen iger Probleme
lich sein ganzes Selbstbewusstsein verlieren.
und stellen dabei sogar Rekorde auf. Als Beispiel
Schließlich hat man doch solche Zeiten schon öfter
möchte ich den Münchner Rechtsanwalt Simon
gemeistert.
Reinhard anführen, der sich 2.000 Zahlen in einer
O Matti, 1000 Dank für deine Tipps.
Stunde einprägen kann und dann in der Lage ist,
•(]l)) Aussprache Übung 1b diese Zahlen fehlerfrei wiederzugeben. Oder neh-
16 men wir die 14-jährige Rebecca Fischer. Sie kann
Mein Leben zu beschreiben und dabei alle das komplette Fernstreckennetz der Deutschen
Wendungen, Wege und Stationen zu berücksichtigen, Bahn und alle zugehörigen Bahnhöfe auswendig.
das war eine große Herausforderung. Aber das war Wie kommt das?
auch der große Reiz. Sie wollen mich heute besser e Da kann man sich natürlich fragen, wie wichtig so
kennenlernen, dafür bin ich hier. Im Folgenden werde etwas ist, aber diese Gedächtnisleistungen sind
ich einige Ausschnitte aus meinem Buch lesen und wirklich unglaublich. Sie verdeutlichen ganz gut,
dafür ist sicher wichtig, dass ich vorab mit einem was ein trainiertes Gedächtnis alles schaffen kann.
kurzen Lebenslauf beginne. Ihre Frage, Frau Friedrich, kann man eigentlich nur
Nach dem Abitur habe ich zuerst zwei Semester in beantworten, wenn man einen kleinen Ausflug in
Marburg Literaturwissenschaft studiert. Doch bald hat die Neurowissenschaften macht:
mich das Studium gelangweilt. Aber dann habe ich Unser Gehirn besteht aus unterschiedlichen Modu-
von der Möglichkeit eines Auslandsstudiums erfahren. len. Diese Module nehmen immer eine ganz

187
~Transkrif2t zum Arbeitsbu=c=h= = = =
bestimmte Art von Reizen auf: Das kann etwas • Ja, natürlich. Wenn Sie sich z. B. ziemlich viel
Visuelles sein, etwas Akustisches oder Emotiona- merken müssen, hilft die Routenmethode. Dabei
les ... Wenn wir z. B. fernsehen, dann sind in unse- unternehmen Sie einen Rundgang durch ihre
rem Kopf das Sehmodul, das Hörmodul und das eigene Wohnung.
Sprachmodul aktiv. Mit „Gedächtnis" bezeichnen 0 Wie jetzt? Ich präge mir etwas ein, indem ich durch
wir eigentlich die Gesamtheit dieser Informations- meine Wohnung gehe?
verarbeitung, also die Fähigkeit, Informationen zu • Genau. Wählen Sie für den Anfang zehn wichtige
ordnen, abzuspeichern und wieder abzurufen. Punkte in Ihrer Wohnung aus, die Sie immer wie-
Man könnte das Gedächtnis mit einem komplexen der in derselben Reihenfolge ablaufen. Das kön-
Netzwerk vergleichen, . .. die verschiedenen Hirn- nen Ihr Wohnzimmerschrank ebenso wie Ihre
areale sind untereinander vernetzt. Ob wir uns Couch oder Ihr Lieblingssessel sein. Assozi ieren Sie
dabei etwas gut oder nicht gut einprägen können, im nächsten Schritt die Begriffe oder Zahlen, die
hängt davon ab, wie viele Verknüpfungen zwi- Sie sich einprägen wollen, mit den Punkten aus Ih-
schen den einzelnen Hirnarealen bestehen und rer Wohnung, indem Sie sich w ieder ausgefa llene
wie gut sich neue Informationen mit bereits Bilder einfallen lassen. Gehen Sie dabei Schritt fü r
gespeicherten verknüpfen lassen. Außerdem ist Schritt vor. Wenn Sie sich später an die Daten erin-
bewiesen, dass wir alles, was wir persönlich und nern möchten, müssen Sie nur noch vor Ihrem
besonders emotional erleben, besser behalten geistigen Auge die Route durch Ihre Wohnung
können. ablaufen.
0 Aber nicht alles, was wir uns merken wollen, 0 Ich finde diese Mnemotechniken sehr interessant.
erleben wir emotional . .. Sie auch, liebe Hörerinnen und Hörer? Vielleicht
• Das stimmt. Bei emotionalem Wissen sind immer haben Sie ja Fragen dazu? Wi r sind gleich nach der
mehrere Sinne aktiv. Generell gilt deshalb für neues Musik wieder da mit unserem zweiten Teil, in dem
Wissen: Wird es über mehrere Sinne aufgenom- Herr Dr. Baumann alle Ihre Fragen zum Thema „ Er-
men, also durch Hören, Sehen, Fühlen, Riechen innern und Vergessen" beantwortet. Rufen Sie uns
oder Tasten, lässt es sich besser im Gedächtnis an unter 040 55 66 ...
verankern und schließlich abrufen.
0 Auch wenn wir auswendig lernen? Aussprache Übung lc
19
• Gerade für solchen Lernstoff ist eine gute Vernet- Es war einmal ein kleines süßes Mädchen, das hatte
zung wichtig. Man kann das Vernetzen unterstüt- jedermann lieb, der es nu r ansah, am allerliebsten
zen, indem man zum eigentlichen Lernstoff aber seine Großmutter. Da sagte einmal seine Mutter
Farben, Formen, Bilder, Gerüche, Geräusche, Ge- zu ihm: „Komm, da hast du ein Stück Kuchen und eine
fühle oder Geschichten speichert. Damit schaffen Flasche Wein, die bring der Großmutter hinaus, weil
wir uns sozusagen Eselsbrücken. In der Lernpsy- sie krank und schwach ist."
chologie gibt es dafür Mnemotechniken, die man Wie es ankam, stand die Tü re auf, darüber verwunderte
erlernen kann. es sich und wie es in die Stube kam, sah es so seltsa m
0 Könnten Sie vielleicht eine davon unseren Hörerin- darin aus, dass es dachte: „Ei! Du mein Gott, wie ängst-
nen und Hörern vorstellen? lich wird es mir heut zu Mut und bin sonst so gern bei
• Ja, gern. Eine gute Methode, um sich z.B. an Zif- der Großmutter."
fernfolgen zu erinnern, ist, sich eine Geschichte mit Drauf ging es zum Bett und zog die Vorhänge zurück,
diesen Zahlen auszudenken. Stellen Sie sich vor, da lag die Großmutter, hatte die Haube tief ins Gesicht
Sie müssen sich die lange Nummer 3210072412 gesetzt und sah so wunderlich aus.
merken. Das könnten Sie so tun: Sie teilen die - „ Ei, Großmutter, was hast du für große Ohren!"
Nummer in Abschnitte ein, z.B.: 321 - 007 - 24- 12. - „ Dass ich dich besser hören kann."
Den ersten Abschnitt, also 321, könnten Sie sich - „ Ei, Großmutter, was hast du für große Augen!"
mit einem Reim merken: „ 3-2-1 - Meins". Dann - „Dass ich dich besser sehen kann."
folgt James Bond mit „007" und zuletzt 24-12, also - „Ei, Großmutter, was hast du für große Hände!"
das Datum für Weihnachten. Sie merken sich also: - „ Dass ich dich besser packen ka nn."
Mit einem Reim auf den Lippen kauft James Bond - „ Aber Großmutter, was hast du für ein entsetzlich
die Geschenke für Weihnachten. Ja, je absurder die großes Maul!"
Geschichte, desto besser ist der Erinnerungseffekt. - „ Dass ich dich besser fressen kann."
0 Das ist eine tolle Methode. Die probier' ich be- Und wie der Wolf das gesagt hatte, sprang er aus dem
stimmt mal aus. Und gibt es da noch andere? Bette und verschlang es.

188
_ _ _ _ _ _U_n~regelmäßige Verben
abschließen, schließt ab, schloss ab, hat dürfen, darf, durfte, hat dürfen/gedurft
abgeschlossen einbringen, bringt ein, brachte ein, hat eingebracht
abnehmen, nimmt ab, nahm ab, hat abgenommen eindringen, dringt ein, drang ein, ist eingedrungen
abraten, rät ab, riet ab, hat abgeraten durchhalten, hält durch, hielt durch, hat
anbieten, bietet an, bot an, hat angeboten durchgehalten
anfallen, fällt an, fiel an, ist angefallen durchkommen, kommt durch, kam durch, ist
anfangen, fängt an, fing an, hat angefangen durchgekommen
angeben, gibt an, gab an, hat angegeben einfallen, fällt ein, fiel ein, ist eingefallen
aufgeben, gibt auf, gab auf, hat aufgegeben eingestehen, gesteht ein, gestand ein, hat
angreifen, greift an, griff an, hat angegriffen eingestanden
annehmen, nimmt an, nahm an, hat angenommen einhalten, hält ein, hielt ein, hat eingehalten
ansehen, sieht an, sah an, hat angesehen einladen, lädt ein, lud ein, hat eingeladen
aufgeben, gibt auf, gab auf, hat aufgegeben einschlafen, schläft ein, schlief ein, ist eingeschlafen
aufstehen, steht auf, stand auf, ist aufgestanden einschließen, schließt ein, schloss ein, hat
auftreten, tritt auf, trat auf, ist aufgetreten eingeschlossen
aufwachsen, wächst auf, wuchs auf, ist aufgewachsen eintreffen, trifft ein, traf ein, ist eingetroffen
ausfallen, fällt aus, fiel aus, ist ausgefallen entscheiden, entscheidet, entschied, hat entschieden
auskennen, kennt aus, kannte aus, hat ausgekannt einwerfen, wirft ein, warf ein, hat eingeworfen
auskommen, kommt aus, kam aus, ist ausgekommen einziehen, zieht ein, zog ein, hat/ ist eingezogen
ausschlafen, schläft aus, schlief aus, hat ausgeschlafen empfangen, empfängt, empfing, hat empfangen
aussterben, stirbt aus, starb aus, ist ausgestorben empfehlen, empfiehlt, empfahl, hat empfohlen
(sich) ausziehen, zieht aus, zog aus, hat/ ist empfinden, empfindet, empfand, hat empfunden
ausgezogen entfliehen, entflieht, entfloh, ist entflohen
backen, bäckt/ backt, backte, hat gebacken enthalten, enthält, enthielt, hat enthalten
befehlen, befiehlt, befahl, hat befohlen entlassen, entlässt, entließ, hat entlassen
behalten, behält, behielt, hat behalten entscheiden, entscheidet, entschied, hat entschieden
beheben, behebt, behob, hatbehoben entschließen, entschließt, entschloss, hat entschlossen
sich befinden, befindet, befand, hat befunden entsprechen, entspricht, entsprach, hat entsprochen
beginnen, beginnt, begann, hat begonnen entstehen, entsteht, entstand, ist entstanden
begreifen, begreift, begriff, hat begriffen erfahren, erfährt, erfuhr, hat erfahren
behalten, behält, behielt, hat behalten erfinden, erfindet, erfand, hat erfunden
beibringen, bringt bei, brachte bei, hat beigebracht ergeben, ergibt, ergab, hat ergeben
beitragen, trägt bei, trug bei, hat beigetragen ergreifen, ergreift, ergriff, hat ergriffen
beißen, beißt, biss, hat gebissen erhalten, erhält, erhielt, hat erhalten
bekommen, bekommt, bekam, hat bekommen erkennen, erkennt, erkannte, hat erkannt
beraten, berät, beriet, hat beraten erscheinen, erscheint, erschien, ist erschienen
bestehen, besteht, bestand, hat bestanden ertragen, erträgt, ertrug, hat ertragen
besteigen, besteigt, bestieg, hat bestiegen erwerben, erwirbt, erwarb, hat erworben
bestreichen, bestreicht, bestrich, hat bestrichen erziehen, erzieht, erzog, hat erzogen
betreiben, betreibt, betrieb, hat betrieben essen, isst, aß, hat gegessen
betrügen, betrügt, betrog, hat betrogen fahren, fährt, fuhr, hat/ ist gefahren
beweisen, beweist, bewies, hat bewiesen fallen, fällt, fiel, hat/ ist gefallen
bewerben, bewirbt, bewarb, hat beworben fangen, fängt, fing, hat gefangen
beziehen, bezieht, bezog, hat bezogen feststehen, steht fest, stand fest, hat festgestanden
biegen, biegt, bog, hat gebogen finden, findet, fand, hat gefunden
bieten, bietet, bot, hat geboten fliegen, fliegt, flog, hat/ ist geflogen
binden, bindet, band, hat gebunden fliehen, flieht, floh, ist geflohen
bitten, bittet, bat, hat gebeten fließen, fließt, floss, ist geflossen
bleiben, bleibt, blieb, ist geblieben fressen, frisst, fraß, hat gefressen
braten, brät, briet, hat gebraten frieren, friert, fror, hat gefroren
brechen, bricht, brach, hat gebrochen geben, gibt, gab, hat gegeben
brennen, brennt, brannte, hat gebrannt gefallen, gefällt, gefiel, hat gefallen
bringen, bringt, brachte, hat gebracht gehen, geht, ging, ist gegangen
denken, denkt, dachte, hat gedacht gelingen, gelingt, gelang, ist gelungen

189
l n _ _ _ _~
Unregelmäßig_e_V_er_b_e_
gelten, gilt, galt, hat gegolten schleichen, schleicht, schlich, ist geschlichen
genießen, genießt, genoss, hat genossen schließen, schließt, schloss, hat geschlossen
geraten, gerät, geriet, ist geraten schmeißen, schmeißt, schmiss, hat geschmissen
geschehen, geschieht, geschah, ist geschehen schneiden, schneidet, schnitt, hat geschnitten
gewinnen, gewinnt, gewann, hat gewonnen schreiben, schreibt, schrieb, hat geschrieben
gießen, gießt, goss, hat gegossen schreien, schreit, schrie, hat geschrien
greifen, greift, griff, hat gegriffen schweigen, schweigt, schwieg, hat geschwiegen
haben, hat, hatte, hat gehabt schwimmen, schwimmt, schwamm, hat/ ist
halten, hält, hielt, hat gehalten geschwommen
hängen, hängt, hing, hat gehangen schwören, schwört, schwor, hat geschworen
heben, hebt, hob, hat gehoben sehen, sieht, sah, hat gesehen
heißen, heißt, hieß, hat geheißen sein, ist, war, ist gewesen
helfen, hilft, half, hat geholfen senden, sendet, sandte/ sendete, hat gesandt/
herausfinden, findet heraus, fand heraus, hat gesendet
herausgefunden singen, singt, sang, hat gesungen
hervorheben, hebt hervor, hob hervor, hat sinken, sinkt, sank, ist gesunken
hervorgehoben sitzen, sitzt, saß, hat gesessen
hinnehmen, nimmt hin, nahm hin, hat hingenommen sollen, soll, sol lte, hat sollen/gesol lt
hinterlassen, hinterlässt, hinterließ, hat hinterlassen sprechen, spricht, sprach, hat gesprochen
hinweisen, weist hin, wies hin, hat hingewiesen springen, springt, sprang, ist gesprungen
kennen, kennt, kannte, hat gekannt stechen, sticht, stach, hat gestochen
klarkommen, kommt klar, kam klar, ist klargekommen stehen, steht, stand, hat gestanden
klingen, klingt, klang, hat geklungen stehlen, stieh lt, stahl, hat gestohlen
können, kann, konnte, hat können/gekonnt steigen, steigt, stieg, ist gestiegen
kommen, kommt, kam, ist gekommen sterben, stirbt, starb, ist gestorben
laden, lädt, lud, hat geladen stoßen, stößt, stieß, hat gestoßen
lassen, lässt, ließ, hat gelassen streichen, streicht, strich, hat gestrichen
laufen, läuft, lief, ist gelaufen streiten, streitet, stritt, hat gestritten
leiden, leidet, litt, hat gelitten teilnehmen, nimmt teil, nahm teil, hat teilgenommen
leihen, leiht, lieh, hat geliehen tragen, t rägt, trug, hat getragen
lesen, liest, las, hat gelesen treffen, trifft, traf, hat getroffen
liegen, liegt, lag, hat gelegen treten, tritt, trat, hat/ ist getreten
lügen, lügt, log, hat gelogen trinken, trinkt, trank, hat getrunken
meiden, meidet, mied, hat gemieden tun, tut, tat, hat getan
messen, misst, maß, hat gemessen überlassen, überlässt, überließ, hat überlassen
mögen, mag, mochte, hat mögen/gemocht übernehmen, übernimmt, übernahm, hat
müssen, muss, musste, hat müssen/gemusst übernommen
näherkommen, kommt näher, kam näher, ist übertreiben, übertreibt, übertrieb, hat übertrieben
nähergekommen unterbrechen, unterbricht, unterbrach, hat
nehmen, nimmt, nahm, hat genommen unterbrochen
nachdenken, denkt nach, dachte nach, hat unterhalten, unterhält, unterhielt, hat unterhalten
nachgedacht unterlassen, unterlässt, unterließ, hat unterlassen
nennen, nennt, nannte, hat genannt unternehmen, unternimmt, unternahm, hat
reiben, reibt, rieb, hat gerieben unternommen
reiten, reitet, ritt, ist geritten unterscheiden, unterscheidet, unterschi ed, hat
rennen, rennt, rannte, ist gerannt untersch ieden
riechen, riecht, roch, hat gerochen unterstreichen, unterstreicht, unterstrich, hat
rufen, ruft, rief, hat gerufen unterstrichen
schaffen, schafft, schuf, hat geschaffen verbergen, verbirgt, verbarg, hat verborgen
scheinen, scheint, schien, hat geschienen verbieten, verbietet, verbot, hat verboten
schieben, schiebt, schob, hat geschoben verbinden, verbindet, verband, hat verbunden
schießen, schießt, schoss, hat geschossen verbringen, verbringt, verbrachte, hat verbracht
schlafen, schläft, schlief, hat geschlafen vergessen, vergisst, vergaß, hat vergessen
schlagen, schlägt, schlug, hat geschlagen vergleichen, vergleicht, verg lich, hat verglichen

190
verlassen, verlässt, verließ, hat verlassen wahrnehmen, nimmt wahr, nahm wahr, hat
verlieren, verliert, verlor, hat verloren wahrgenommen
vermeiden, vermeidet, vermied, hat vermieden waschen, wäscht, wusch, hat gewaschen
verraten, verrät, verriet, hat verraten weitergeben, gibt weiter, gab weiter, hat
verschieben, verschiebt, verschob, hat verschoben weitergegeben
verschlafen, verschläft, verschlief, hat verschlafen werben, wirbt, warb, hat geworben
verschwinden, verschwindet, verschwand, ist werden, wird, wurde, ist geworden
verschwunden werfen, wirft, warf, hat geworfen
versprechen, verspricht, versprach, hat versprochen widersprechen, widerspricht, widersprach, hat
verstehen, versteht, verstand, hat verstanden widersprochen
vertreiben, vertreibt, vertrieb, hat vertrieben widerstehen, widersteht, widerstand, hat
vertreten, vertritt, vertrat, hat vertreten widerstanden
verweisen, verweist, verwies, hat verwiesen wiegen, wiegt, wog, hat gewogen
verzeihen, verzeiht, verzieh, hat verziehen wissen, weiß, wusste, hat gewusst
vorgehen, geht vor, ging vor, ist vorgegangen wollen, will, wollte, hat wollen/gewollt
vorhaben, hat vor, hatte vor, hat vorgehabt ziehen, zieht, zog, hat/ist gezogen
vorlesen, liest vor, las vor, hat vorgelesen zugeben,gibtzu,gabzu,hatzugegeben
vorkommen, kommt vor, kam vor, ist vorgekommen zunehmen, nimmt zu, nahm zu, hat zugenommen
vorschlagen, schlägt vor, schlug vor, hat zurechtkommen, kommt zurecht, kam zurecht, ist
vorgeschlagen zurechtgekommen
vortragen, trägt vor, trug vor, hat vorgetragen zurückziehen, zieht zurück, zog zurück, hat
vertreten, vertritt, vertrat, hat vertreten zurückgezogen
wachsen, wächst, wuchs, ist gewachsen zwingen, zwingt, zwang, hat gezwungen

191
Verben, Nomen und Adjektive mit Präpositionen

Verb Nomen Adjektiv Präposition + Kasus


abhängen die Abhängigkeit abhängig von+D
abhalten von+ D
(sich) abmelden die Abmeldung von+ D
abraten von+ D
achten auf+ A
die Allergie allergisch auf+ A
die Alternative alternativ zu+ D
ändern die Änderung an+ D
anfangen der Anfang mit+D
angewiesen auf+A
sich ängstigen die Angst vor+ D
ankommen auf+ A
anpassen die Anpassung angepasst an +A
antworten die Antwort auf+ A
arbeiten die Arbeit an+ D /bei+ D
sich ärgern der Ärger ärgerlich/ verärgert über+ A
die Aufgeschlossenheit aufgeschlossen gegenüber+ D
aufhören mit+D
aufpassen auf+ A
sich aufregen die Aufregung aufgeregt über+ A
ausgehen von+ D
sich auskennen mit+D
sich austauschen der Austausch mit+ D /über+ A
sich bedanken für + A / bei + D
sich befassen mit+D
sich befinden in+D
befreien die Befreiung frei von+ D
sich begeistern die Begeisterung für+ A
begeistert von+ D
beginnen der Beginn mit+D
sich beklagen die Klage über+ A
beitragen der Beitrag zu+ D
bekannt für+ A
die Bereitschaft bereit zu+ D
berichten der Bericht über+ A /von+ D
die Berühmtheit berühmt für+ A
sich beschäftigen die Beschäftigung beschäftigt mit+D
sich beschweren die Beschwerde über+ A /bei+ D
bestehen aus+ D
sich beteiligen die Beteiligung beteiligt an+ D
beitragen der Beitrag zu+ D
die Beunruhigung beunruhigt über+ A
sich bewerben die Bewerbung um +A/bei + D
die Bezeichnung bezeichnend für+A
sich beziehen der Bezug bezogen auf+ A
bitten die Bitte um+A
blass vor+ D
böse auf+ A

192
Verb Nomen Adjektiv Präposition+ Kasus
charakteristisch für+ A
danken der Dank dankbar für+ A
denken der Gedanke an +A
diskutieren die Diskussion über+ A /mit+ D
die Eifersucht eifersüchtig auf+ A
sich eignen die Eignung geeignet für+A/zu+D
eingehen auf+A
einladen die Einladung zu+ D
sich einstellen auf+A
die Einstellung zu+ D
das Einverständnis einverstanden mit+D
die Empörung empört über+ A
sich engagieren das Engagement engagiert für+ A /gegen+ A /
bei+ D
(sich) entfernen die Entfernung entfernt von+ D
sich entscheiden die Entscheidung für+ A /gegen+ A
entscheidend für+ A
sich entschließen der Entschluss/ die Ent- entschlossen zu+ D
schlossenheit
sich entschuldigen die Entschuldigung für+ A /bei+ D
das Entsetzen entsetzt über+ A
enttäuscht von+ D
die Enttäuschung über+ A
sich entwickeln die Entwicklung zu+ D
die Erfahrung erfahren in+ D
der Erfolg erfolgreich in+D
sich erholen die Erholung erholt von+ D
sich erinnern die Erinnerung an +A
sich erkundigen die Erkundigung bei + D /nach + D
das Erstaunen erstaunt über+ A
erwarten von+ D
die Erwartung an +A/ bei+ D
die Fähigkeit fähig zu+ D
fragen die Frage nach+ D
sich freuen die Freude an+ A /auf+ A
sich freuen die Freude erfreut über+ A
freundlich zu+ D
die Freundschaft befreundet mit+D
froh über+ A
sich fürchten die Furcht vor+ D
gehören zu+ D
gespannt auf+ A
sich gewöhnen die Gewöhnung gewöhnt an +A
glauben der Glaube an +A
die Gleichgültigkeit gleichgültig gegenüber+ D
glücklich über+ A
gratulieren die Gratulation zu+ D
sich halten an +A

193
Verben, Nomen und Adjektive mit Präpositionen

Verb Nomen Adjektiv Präposition + Kasus


(sich) halten für+ A
halten von+ D
die Haltung zu+ D
handeln von+ D
handeln der Handel mit+D
sich handeln um+A
helfen die Hilfe beh i lfl ich/hilfreich bei+D
hinweisen der Hinweis auf+ A
hoffen die Hoffnung auf+ A
sich informieren die Information informiert über+ A
sich interessieren das Interesse für+ A
das Interesse interessiert an+ D
investieren die Investition in+A
kämpfen der Kampf für+ A /gegen+ A /
um+A
klarkommen mit+ D
sich konzentrieren die Konzentration konzentriert auf+ A
sich kümmern um+A
lachen über+ A
leiden an+ D /unter+ D
die Liebe lieb zu+ D
liegen an+ D
das Misstrauen misstrauisch gegenüber+ D
motivieren die Motivation motiviert zu+ D
nachdenken über+ A
der Neid neidisch auf+ A
die Neugier/ neugierig auf+ A
die Neugierde
die Notwendigkeit notwendig für+ A
der Nutzen nützlich für+ A
die Offenheit offen für+ A /gegenüber+ D
sich orientieren die Orientierung an+ D
passen passend zu+ D
protestieren der Protest gegen+ A
raten der Rat zu+ D
reagieren die Reaktion auf+ A
reden die Rede von+ D /über+ A
der Reichtum reich an+ D
retten die Rettung vor+ D
sich richten nach+ D
schmecken der Geschmack nach+ D
die Schuld schuld an+ D
sichern die Sicherheit sicher vor+ D
siegen der Sieg siegreich über+ A
die Skepsis skeptisch gegenüber+ D
sorgen für+ A
sich sorgen die Sorge besorgt um+A
sich spezialisieren die Spezialisierung spezialisiert auf+ A

194
Verb Nomen Adjektiv Präposition+ Kasus
sprechen das Gespräch über+ A /mit+ D /
von+ D
sterben an+ D
der Stolz stolz auf+A
suchen die Suche nach+ D
tauschen der Tausch gegen+ A /mit+ D
teilnehmen die Teilnahme an+ D
tendieren die Tendenz zu+ D
trauern die Trauer traurig über+ A
träumen der Traum von+ D
sich treffen das Treffen mit+D
sich trennen die Trennung getrennt von+ D
typisch für+A
überrascht von+ D
die Überraschung überrascht über+ A
überreden die Überredung zu+ D
(sich) überzeugen überzeugt von+ D
umgehen der Umgang mit+D
sich unterhalten die Unterhaltung über+ A /mit+ D
sich verabreden die Verabredung verabredet mit+D
sich verabschieden die Verabschiedung von+ D
die Verantwortung verantwortlich für+ A
verbinden die Verbindung verbunden mit+D
vergleichen der Vergleich vergleichbar mit+D
verlangen von+ D
sich verlassen auf+ A
sich verlieben die Verliebtheit verliebt in+A
sich verpflichten die Verpflichtung verpflichtet zu+ D
verrückt nach+ D
sich verstecken vor+ D
vertrauen das Vertrauen auf+ A
vertraut mit+ D
verweisen der Verweis auf+ A
verzichten der Verzicht auf+ A
sich vorbereiten die Vorbereitung vorbereitet auf+ A
warnen die Warnung vor+ D
warten auf+ A
die Wichtigkeit wichtig für+ A
wirken die Wirkung auf+A
die Wut wütend auf+ A
sich wundern die Verwunderung verwundert über+ A
zählen zu+ D
die Zufriedenheit zufrieden mit+D
die Zurückhaltung zurückhaltend gegenüber+ D
die Zuständigkeit zuständig für+ A
zweifeln der Zweifel an+ D
zwingen der Zwang zu+ D

195
Nomen-Verb-Verbindung~
e=n====
Nornen-Verb-Verbindung Bedeutung Beispiel
sich in Acht nehmen vor aufpassen, vorsichtig Vor manchen Menschen sollte man sich in Acht nehmen.
sein
Abschied nehmen von sich verabschieden Vor der langen Reise hat er von allen wichtigen
Menschen Abschied genommen.
die Absicht haben zu beabsichtigen Ich habe die Absicht, bald die Prüfung zu machen.
eine Änderung vornehmen ändern Jeder Mitarbeiter kann an seinem Passwort eine
Änderung vornehmen.
Anerkennung finden anerkannt werden Die Ergebnisse der Studie finden weltweit Anerkennung .
ein Angebot machen etw. anbieten Die Firma hat mir ein tolles Angebot gemacht.
jmd. Angst machen sich ängstigen vor Der Klimawandel macht mir Angst.
in Anspruch nehmen (be)nutzen, Wir sollten öffentliche Verkehrsmittel stärker in
beanspruchen Anspruch nehmen .
Anteil nehmen mitfühlen Ich nehme Anteil an seinem Schicksal.
einen Antrag stellen auf beantragen Familie Müller hat einen Antrag auffinanzielle
Unterstützung gestellt.
zur Anwendung kommen angewendet werden Die teuren Therapien kommen oft nicht zur Anwendung.
zu der Auffassung gelangen erkennen Ich bin zu der Auffassung gelangt, dass man sich mehr
engagieren sollte.
in Aufregung versetzen jmd. aufregen, nervös Diese Prognose versetzt viele Menschen in Aufregung .
machen
einen Auftrag geben/ beauftragen Der Chef hat den Auftrag gegeben, alle Dokumente zu
erteilen überprüfen.
zum Ausdruck bringen etw. äußern, Er brachte seine Besorgnis zum Ausdruck.
ausdrücken
zur Auswahl stehen angeboten werden Heute stehen viele energiesparende Geräte zur Auswahl.
Beachtung finden beachtet werden Ihr Crowdfunding-Projekt hat große Beachtung
gefunden.
einen Beitrag leisten etw. beitragen Jeder kann einen Beitrag zur Verbesserung der
Gesellschaft leisten .
einen Beruf ausüben arbeiten (als), etw. Dr. Weißhaupt übt seinen Beruf als Sozialarbeiter schon
beruflich machen seit 20 Jahren aus.
Bescheid geben/sagen jmd. informieren Können Sie mir bitte Bescheid geben/sagen, wenn der
nächste Kurs beginnt?
Bescheid wissen über informiert sein Über Politik wissen manche Leute immer noch zu wenig
Bescheid.
eine Bestellung aufgeben etw. bestellen Wir haben unsere Bestellung bereits vor einer Stunde
aufgegeben und warten immer noch .
in Betracht kommen möglich sein Zur Lösung des Problems kommen mehrere
Möglichkeiten in Betracht.
in Betracht ziehen überlegen Viele Leute ziehen in Betracht, sich selbstständig zu
machen .
Bezug nehmen auf sich beziehen auf Mit meinem Leserbrief nehme ich Bezug auf Ihren
Artikel über kuriose Gesetze.
unter Beweis stellen etw. beweisen Der neue Chef muss sein Können erst noch unter Beweis
stellen .
zur Diskussion stehen diskutiert werden Verschiedene Lösungen stehen zur Diskussion.

196
Nomen-Verb-Verbindung Bedeutung Beispiel
unter Druck stehen gestresst sein Jugendliche stehen heute enorm unter Druck.
Eindruck machen auf beeindrucken Das Engagement vieler Leute macht auf mich großen
Eindruck.
Einfluss nehmen auf beeinflussen Ich möchte auf diese Entscheidung keinen Einfluss
nehmen.
zu Ende bringen beenden/abschließen Wir müssen die wichtigen Forschungsvorhaben zu Ende
bringen.
einen Entschluss fassen beschließen, sich Die Firma hat den Entschluss gefasst, die Produktion ins
entschließen Ausland zu verlegen.

eine Entscheidung treffen etw. entscheiden Haben Sie wegen der neuen Stelle schon eine
Entscheidung getroffen?

in Erfüllung gehen sich erfüllen Mein größter Wunsch ist in Erfüllung gegangen.

die Erlaubnis erteilen zu erlauben Der Chef erteilte den Mitarbeitern die Erlaubnis, in den
Pausen im Internet zu surfen.
einen Fehler begehen etw. Falsches tun Ich beging einen Fehler, als ich meine Kinder
unbeaufsichtigt ins Internet ließ.
die Flucht ergreifen vor fliehen Der Dieb ergriff, so schnell er konnte, die Flucht.
zur Folge haben aus etw. folgen, Die Entwicklung der letzten Jahre hat zur Folge, dass
bewirken neue Technologien stärker gefördert werden.
eine Forderung stellen etw. fordern Er stellt ganz schön viele Forderungen.
in Frage kommen releva nt/akzepta bei Es kommt nicht in Frage, dass du schon wieder ein
sein Online-Spiel spielst.
außer Frage stehen (zweifellos) richtig sein, Es steht außer Frage, dass neue Technologien für die
etwas nicht bezweifeln Wirtschaft wichtig sind.
eine Frage stellen fragen Entschuldigung, kann ich Ihnen eine Frage stellen?
in Frage stellen bezweifeln, anzweifeln Dass genug für Jugendliche getan wird, möchte ich
doch in Frage stellen.
sich Gedanken machen nachdenken Ich mache mir viele Gedanken über Internetsucht.
über
in Gefahr sein gefährdet sein Die Realisierung des Projekts ist in Gefahr.
ein Gespräch führen (mit, sich unterhalten Wir haben ein interessantes Gespräch über Kriminalität
über) geführt.
einen Grund angeben für etw. begründen Für diese Entscheidung wurden keine Gründe
angegeben.
Interesse wecken für jmd. interessieren für Das Interesse am Lesen sollte bei Kindern schon früh
geweckt werden.
in Kauf nehmen (Nachteiliges) Wer als Selbstständiger arbeitet, muss in Kauf nehmen,
akzeptieren dass er kein regelmäßiges Einkommen hat.
zur Kenntnis nehmen bemerken, Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass das Surfen im
wahrnehmen Internet während der Arbeitszeit verboten ist.
in Kontakt treten mit kontaktieren Ist er schon mit seinem Anwalt in Kontakt getreten?
die Kosten tragen für bezahlen Wer trägt die Kosten für den Unfall?
Kritik üben an kritisieren An der derzeitigen Bildungspolitik wird viel Kritik geübt.
in der Lage sein zu können / fähig sein Wir sind alle in der Lage, etwas für die Gesellschaft zu tun.

197
l Nomen-Verb-Verbindunge_n_ _ __
Nornen-Verb-Verbindung Bedeutung Beispiel
auf dem laufenden sein informiert sein Bist du über die neuesten Entwicklungen auf dem
über laufenden?
auf den Markt bringen etw. (zum ersten Mal) Immer mehr neue Geräte werden auf den Markt
verkaufen gebracht.
sich Mühe geben bei, mit sich bemühen Er gibt sich beim Vokabel lernen wirklich Mühe.
eine Rolle spielen wichtig/relevant sein Bei vielen Problemen von Jugendlichen spielt
Langeweile eine große Rolle.
Rücksicht nehmen auf rücksichtsvoll sein Wir müssen stärker auf unsere Mitmenschen Rücksicht
nehmen.
Ruhe bewahren ruhig bleiben Auch in einer wichtigen Prüfung sollten Sie vor allem
Ruhe bewahren.
Schluss machen mit beenden Mit der Wasserverschwendung müssen wir endlich
Schluss machen.
in Schutz nehmen vor (be)schützen, Das war nicht in Ordnung, aber du nimmst ihn wieder
verteidigen vor mir in Schutz!
sich Sorgen machen um sich sorgen Ich mache mir große Sorgen um meinen Freund.
etw. aufs Spiel setzen riskieren Wir dürfen unsere Zukunft nicht aufs Spiel setzen.
zur Sprache bringen ansprechen Dieses Thema sollte häufiger zur Sprache gebracht
werden.
auf dem Standpunkt stehen meinen Ich stehe auf dem Standpunkt, dass Jugendliche mehr
Unterstützung brauchen.
Stellung nehmen zu seine Meinung äußern Ich möchte dazu kurz Stellung nehmen.
eine Verabredung treffen etw. vereinbaren Welche internen Verabredungen zum Vertrag wurden
zu/mit denn mit Ihnen getroffen?
Verantwortung tragen für verantwortlich sein Die Gesellschaft trägt die Verantwortung für die
Jugendlichen.
jmd. in Verlegenheit verlegen machen Mit seinen Fragen hat er mich in Verlegenheit gebracht.
bringen
zur Verfügung stehen für vorhanden sein, für Für das Projekt steht nicht genug Geld zur Verfügung.
jmd. da sein
Verständnis aufbringen für verstehen Ich kann für dieses Problem kein Verständnis aufbringen.
aus dem Weg gehen jmd. meiden, jmd. Seit dem Streit gehen sie sich aus dem Weg.
ausweichen
Zweifel haben an bezweifeln Experten haben Zweifel an der Wirksamkeit dieses
Medikaments.
außer Zweifel stehen nicht bezweifelt Es steht außer Zweifel, dass viele Jugendliche zu viel Zeit
werden am Computer verbringen.

198
Aspekte neu Mittelstufe Deutsch

Lehr- und Arbeitsbuch 3, Teil 2

von
Ute Koithan
Helen Schmitz
Tanja Sieber
Ralf Sonntag

Filmseiten von Ralf-Peter lösche und den Aspekte-Autoren

Ernst Klett Sprachen


Stuttgart
Von: Ute Koithan, Helen Schmitz, Tanja Sieber, Ralf Sonntag
Filmseiten von : Ralf-Peter lösche und den Aspekte-Autoren

Redaktion: Annerose Remus in Zusammenarbeit mit Cornelia Rademacher


Layout: Andrea Pfeifer
Zeichnungen: Daniela Kohl
Umschlaggestaltung: Studio Sehübel, München (Foto Birnbaum: dp@pic - Fotolia.com; Foto Glühbirne:
chones - Fotolia.com)

Verlag und Autoren danken Harald Bluhm, Ulrike Moritz und Margret Rodi für die Begutachtung sowie allen
Kolleginnen und Kollegen, die Aspekte 1 neu erprobt und mit wertvollen Anregungen zur Entwicklung des
Lehrwerks beigetragen haben .

Symbole in Aspekte 1 neu


Aspekte 1 neu 3 - Materialien
o()l)) Hören Sie auf der CD 2 zum Lehrbuch Lehrbuch mit DVD 605034
2.2 Track 2. Lehrbuch 605035
Audio-CDs zum Lehrbuch 605039
()l)) Hören Sie auf der CD zum Arbeitsbuch Arbeitsbuch mit Aud io-CD 605036
2 Track 2. Lehr- und Arbeitsbuch 3 mit Audio-CD, Teil 1 605037
Lehr- und Arbeitsbuch 3 mit Audio-CD, Teil 2 605038
.,.. ü 1 Hierzu gibt es eine Übung im gleichen Lehrerhandbuch mit digitaler Medien-DVD-ROM 605040
Modul im Arbeitsbuch. lntensivtrainer mit Prüfungstraining (DSH / Test DaF) 605041

~ Hier gibt es ein Arbeitsblatt zur


TELC Prüfung unter www.aspekte.biz
---+www

Rechercheaufgabe

Zu dieser Übung finden Sie die Lösung


im Anhang .

www.aspekte.biz
www.klett-sprachen.de/aspekte-neu

Die Audio-CD zum Arbeitsbuch finden Sie als mp3-Download unter www.aspekte.biz im Bereich „Medien".
Der Zugangscode lautet: aS3o*E9

In einigen Ländern ist es nicht erlaubt, in das Kursbuch hineinzuschreiben. Wir weisen darauf hin, dass die in den
Arbeitsanweisungen formulierten Schreibaufforderungen immer auch im separaten Schulheft erledigt werden
können .

1. Auflage 1 5 4 3 l 2018 2017

© Ernst Klett Sprachen GmbH, Stuttgart, 2017


Erstausgabe erschienen 2016 bei Klett-Langenscheidt GmbH, München

Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung in anderen als den gesetzlich
zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlags .

Satz und Repro: Satzkasten, Stuttgart


Gesamtherstellung: Print Consult GmbH, München

fj MIX
Papier aus verantwor-
tungsvollen Quellen
FSC
www.fsc.org FSC- C084279
Bild- und Textnachweis
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Rest: Dieter Mayr Alle Rechte vorbehalten.; unten: De Agost ini Picture Library -gett y images
s. 9 Stethoskop: blackpixel - shutterstock.com; Rest : Dieter Mayr S. 72 A: Telekom; B: ullstein bild; 2: Arin a P Habich - shutterstock.com; C: abaca -
S. 10 Westen d 61 - Imago picture-al liance
s. 12 Randy Faris -Corbis s. 73 D: Mercedes-Benz Classic Archive; E: Patryk Kosmide r - Foto lia.com
S. 12/13 Text: „Der Eva-Faktor" (gekü rzt) von Harro Albrecht aus DIE ZEIT, Nr. 28/2008 S. 74 Andrey_ Kuzmin - shutters tock.com
©Ze itverlag Gerd Bucerius, Hamburg S. 74/75 Text: Julia Ucsnay
s. 13 Image Point Fr - shutterstock.com S. 7S Andrea Danti - shutterstock.com
S. 14 oben: Stokkete - shutterstock.com; unten: Jon Beard - shutterstock.com S. 76 links: Teu topress - ullstein bild; Mitte: Boness/ IPON - ull stein bild;
S. 14/ 15 Text: „Was kann ich noch essen" (s tark gekürzt) von Nadine Oberhuber aus rechts: Sven Simon - ullstein bi ld
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/lebensmittel-was- S. 77 d ru big-photo- Fotolia.com
kann-ich-noch-essen- 1580979.html, Erstveröffentlichung: 15.01.2011 s. 79 Fotos von links nach rechts: Gel pi JM - shutterstock.com; Blend Images -
© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. shutterstock.com; Klett-langenscheidt Archiv; shutterstock.com; lmagery
Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Al lgemeine Archiv Majestic- sh utterstock.com; Text: SPIEG EL ON LI NE, Christian Stöcker,
S. lS Visionsi - shutterstock.com 02.06.2006 http://www.spiegel.de/wisse nschaft/ mensch /gesic ht sblindheit-
s. 16 We l lness: luiggi33 - shu tters tock.com; Wasser: wang song - shutterr wen n-a l le-g leich -a ussehen-a-419266. htm 1
stock.com; Fi sch Spa: Maridav- shutterstock.com; Salat: Andrey St arosti n - S. 80-82 Text: aus „ Der Geschmack von Apfe lkernen" von Kat harina Ha gena
shutterstock.com; Smoothie: Lukas Gojda - shutterstock.com; Text A: aus © 2008, 2009, Ve rl ag Kiepen heuer & Witsc h GmbH & Co. KG, Köln
www.wel ln essverband.de © Lutz Hertel s. 81 Bild: Verlag Kiepen heuer & Witsch GmbH & Co. KG
S. 17 Text und Foto: © Anka Zink, www.ankazink.de s. 83 © Sven Si ndt
s. 20 Foto: Frank Eidel; Text: Forum 1/08, Hrsg. MLP Finanzdienst leistungen AG, s. 84 Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Aleida und Jan Assmann; Text:
Melanie Contoli (ge kürzt) Textauszug aus „Das kulturelle Gedäch tnis" von Jan Assmann ©Verl ag
S. 22/23 Lizenz durch www.zdf-archive.com/ZOF Enterprises GmbH - Alle Rechte C.H.Beck
vorbehalten. s. 86/87 Brüder Grimm: akg-images - picture-alliance; Rosen: Alexey VI B- shutter-
S. 26 oben: ASSOCIATED PRESS - picture-all iance; unten: Trigger-happy901 - stock.com; Wörte rbuch: Wikimedia Commons /Q uelle: Raimond Spekking /
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S. 32/33 Text: © Juliane Lutz, Textauszug aus Berner Zeitung vom 8. August 2011: S. 93 oben: Grafik: Techniker Krankenkasse; unten: dpa-infografik - picture-
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s. 36 Sven Simon - ullstein bi ld shutterstock.com
S. 38 oben: Dmitry Kalinovsky - shutterstock.com S. 96/97 Text: Kurt Tucholsky: Ratsch läge für einen sch lec hten Redner (gekürzt). Aus:
S. 38/39 Lizenz durch www.zdf-arch ive.com/ZDF Enterprises GmbH - Alle Rechte Panter, Tige r und andere. Kapitel 52
vorbehalten. S. 98 Monkey Business Images - shutterstock.com
S. 40/41 Fotos: Dieter Mayr; Musik und Text: „ME NSCH ", Herbert Grönemeyer, mit S. 103 Kzenon - Fotolia.com
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s. 42 1 Helder Almeida - shutterstock.com; 2 Patryk Kosmider - shutterstock.com; S. 110/111 Volker Klüpfel /M ichael Kobr: Milchgeld, © 2004 Pi per Verlag GmbH,
3 Serg Zastavkin - shutterstock.com; 4 PathDoc- shutterstock.com; München
5 Andresr- shutterstoc k.com; 6 ElenaGaak - shutterstock.com S. 111 PiperVerlag GmbH
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S.45 von oben nach unten: Natalia Skripko - shutterstock.com; HitToon.Com - s. 117 M H - Fotolia.com
shut t erstock.com; Tomacco - shutterstock.com; Diego Sc htutma n - S. 118 oben: al62 - Fotolia.com; unten: svry - shutterstock.com
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S.48 akg-images s. 120 ,Denksportaufgaben ', www.warb low.de
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s. 50 oben: © Rich & Joe Luxton; A: Lars Za hn er- shutterstock.com; B: Peter Bernik S. 122 photophonie - Fotolia.com
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stock.com S. 125 Dieter Mayr; Text: www. kindererziehung.com
5. 51 Monkey Bu siness Images - shutterstock.com s. 126 NEL/nelca rtoons.de
S. 52 Foto: Chris lseli; Text: SPIEGEL ONLINE, Birger Menke, 16. November 2010 s. 130 von links nach rechts: KieferPix - shutt erstock.com; Goran Bogicevic -
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bildungspolitiker-sollten-entmachtet-werden -a-728539.html mit freundlicher S. 131 oben: Schleyer- ullstein bild; Mi t te: dpa - pict ure-a lli ance; unten;
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vo rb ehalten. S. 134 mangostock - shutterstock.com
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reni - pixabay; 1: Konstantin Grcic lndustrial Des ign s. 139 links: Mahns-Techau - ullstein bild; rech ts: Siegfried Lenz: Deutschstunde.
S. S9 1: -s lav- - Thinkstock; 2: amenic181 - Thinkstock; 3: Howa rd Shooter - 1973 dtv Verlagsgesellschaft, Mü nchen.
Thinkstock s. 140 lmagno- ul lstein bild
S. 60 A: Warner Bros. Enter t ainment GmbH; B: Spotlight Media Productio n s AG; s. 146 agongall ud - shutterstock.com
C: Majestic Filmverleih GmbH s. 150 Rawpixe l.com - Foto li a.com
S. 61 Statista s. 151 oben von links nach rechts: akf- Fotolia.com; minormanori - Fotolia.com;
S. 62 moodboard - mauritius images LightingK reative - Fotolia.com; unten vo n links nach rechts: Axe l Bueckert -
s. 63 Fancy- mauritius images shut t erstock.com; mr.markin - Foto lia.com; George Dolgikh - Fotolia.com
s. 64 Lennart Preiss -getty images s. 151- Text: aus „Info rm at ione n zu r politischen Bildung" (Heft 256: Deutschland in
S. 64/6S Copyright© Doris Dörrie und Diogenes Verlag AG Zürich 153 den 50er Jahren, Gesellschaftliche Entwick lung) der Bundeszentrale für
5.66 Peter von Felbert po liti sche Bildung, © Prof. Dr. Axe l Schildt
s. 67 Bild: Diogenes Verlag; Text: aus www.lese lupe.de vom 11.03.2015 © s. 1S4 Text: „Rot käppchen " (gekürzt) von: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm, Berlin
Claudine Borries (gekürzt) 182511843, mit angepasster Sc hreibweise.
S. 68 links: Mark Niedermann; rech t s: maschekS. 2009; unten: Jörg Koopmann S. 173 akg-images
S. 70 oben: Li zenz durch www.zd f-archive.com/ZDF Enterprises GmbH - All e S. 179 ,Denk sportau fgaben', www.warb low.de
Rechte vorbeha lten.; A: legna69 - Thi nkstock; B: Dana Neely - Thinkstock;
C: 3quarks - Thinkstock; D: kortemeyer - Thinkstock; E: Viktoria Makarova -
Thinkstock; F: fergregory - Thi nkstock

199
---Quellennachweis DVD/CD
Quellennachweis zur DVD
Kapitel Name Länge Quelle
6 Lernen, richtig zu essen 6:11 Lizenz durch www.zdf-archive.com/ZDF Enterprises
7 Computer vor Gericht 4:26 GmbH - Alle Rechte vorbehalten.
8 Intuition - das schlaue Gefühl 6:53
9 Der Schimmelreiter 2:56
10 Es war einmal .. . 3:03

Musik Kapitel 7: „Cat and Mouse" v. Chris Hajan © lntervox / 4Elements; „Dead Percussion" v. Robert Reale © ln-
tervox/8118 Music; „Quickdraw Driving" v. Ethan Deppe © lntervox / 4Elements; „Spectacular Discovery" v. Didier
Viseux © lntervox; „The Are" v. Francisco Becker u. Moritz Binting © lntervox; „The Monument" v. Ralf Gscheidle
© lntervox
Musik Kapitel 10: „Unknown God" v. Milan Pilar © EMI Production Music GmbH/ Selected Sound; „My only Love"
v. Thomas Eichenbrenner © EMI Production Music GmbH/ Selected Sound; „Ascensions" v. Stephen Julian Baker
© EMI Production Music GmbH/ KPM Music Ltd.; ,,llios Mera" v. Sergios Roth © TonVision

Audio-CD zum Arbeitsbuch

Track Modul, Aufqabe Länqe Track Modul, Aufqabe Länqe


1 Vorspann 0:12 Kapitel 8, Du bist, was du bist
Kapitel 6, Gesund und munter 12 Modul 1, Übunq 2 4:37
2 Modul 2, Übunq 3b 2:01 13 Aussprache, Übunq la und b 0:42
3 Modul 3, Übunq 2 3:54 14 Aussprache, Übuna lc 0:58
4 Aussprache, Übuna la 1:53 Kapitel 9, Die schöne Welt der
5 Aussprache, Übuna 1b 0:56 Künste
Kapitel 7, Recht so! 15 Modul l, Übunq 7 2:15
6 Modul 3, Übunq 1 4:34 16 Aussprache, Übuna lb 0:53
7 Aussprache, Übunq la 0:40 17 Aussprache, Übuna lc 0:41
8 Aussprache, Übunq 1b 0:39 Kapitel 10, Erinnerunqen
9 Aussprache, Übunq lc 0:31 18 Modul 1, Übunq 3 6:20
10 Aussprache, Übunq ld 0:33 19 Aussprache, Übunq lc 1:52
11 Aussprache, Übunq le 0:47
Gesamtlaufzeit 35:05

Track 19: „Rotkäppchen" (gekürzt) von: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm, Berlin 1825/1843.

Sprecherinnen und Sprecher: Tobias Baum, Simone Brahmann, Farina Brack, Julia Cortis, Walter von Hauff,
Detlef Kügow, Florian Schwarz, Kathrin-Anna Stahl, Lukas Veit, Peter Veit

Regie und Postproduktion: Christoph Tampe


Studio: Plan 1, München

200