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Interkulturelle Kommunikation

Erläutere folgende Termini

1. Probleme der interkulturellen Kommuniktion

2. Ethnographie der Kommunikation

3. Interpretative Soziolinguistik

4. Was ist Kultur?

5. Dynamik oder Statik der Kultur?

6. Wie kann man sicher sein, ob eine Äußerung als Drohung oder Bitte zu verstehen ist?
7. Kodewechsel zur Betonung sozialer Distanz

8. fehlende Übersetzungsäquivalente

9. Umgang mit Dissens (Uneinigkeit)

10. informelle vs. formelle Kommunikation

11. sachbezogene vs. beziehungsbezogene Kommunikation

12. Sprecherwechsel (Beispiele)

13. lernersprachliche Kommunikation

14. lingua-franca-Kommunikation

15. Dolmetsch-Kommunikation

16. Anwendungsfelder im deutschsprachigem Unterricht

17. Merkmale des guten interkulturellen Kommunikatiors

18. Marketing

19. kulturelle Implikation von Produktnamen

20. Konfliktanalysen

21. kulturbedingte Konflikte in einer Organisation

22. Arbeitschritte zur Konfliktananalyse

23. Mediation
1.Probleme der interkulturellen Kommunikation entstehen durch Auswirkungen internationaler
Vernetzungen aller Menschen deren Unterschiede kulturelle und sprachliche zu
Missverständnisse oder Kommunikationsprobleme führen. Damit beschäftigt sich die
interkulturelle Kommunikation, wie man solche Probleme vermeiden oder lösen kann.
Beispiele: Incentive – Diskriminierung – Soße; Die deutsche Firma in Japan-
Kollektivismuss statt Individualismuss, ein deutscher Mitarbeiter in Grossbritannien –
Gruß „Heil Hitler“ in negativem Kontext verstanden, Soße – pakistanisches und indisches
Bedienungspersonal: kurze Fragen nicht mit steigender, sondern mit fallender Intonation
ausgesprochen.
2. Ethnographie der Kommunikation (Sprache als Handeln) analysiert Kommunikationsereignisse
in unterschiedlichen kulturellen oder ethnischen Gemeinschaften durch situationsabhängige
Variationen (physische Umgebung, Konventionen) und stellt fest, dass die Interaktion auch
davon abhängig ist.
- als wichtige Organisationseinheiten: Sprachereignis („speech event“), einzelne Einheit des
Sprachgebrauchs (z. B. eine Predigt)
- die Gesprächssituation („speech situation“) z. B. ein Gottesdienst, der aus den
Sprachereignissen Predigt, Lesung etc. besteht
- Rollen der Sprecher in der jeweiligen Situation

3. Interpretative Soziolinguistik beschäftigt sich als Forschungsrichtung damit, wie unterschiedlich


die Gesprächspartner die gesamte Interaktion selbst interpretieren.

- junges Arbeitsfeld der Linguistik


- Anfänge: Arbeiten von John Gumperz (1980er Jahre)
- Untersuchung der Kommunikationsprobleme der Angehörigen ethnischer Minderheiten im Umgang
mit Vertretern der Mehrheitskultur (Bewerbungsgespräch, Amt, Anträge, Gericht)

4. Was ist Kultur? Geteiltes Wissen wird zwischen den Mitgliedern einer Gruppe (Glauben, Deuten,
Handeln, Standards) in der sozialen Interaktion gezeigt. Kultur ist gruppenspezifisches Symbolsystem.

„ein Bestand an Symbolen und Praktika, durch den ein zwischen Mitgliedern einer Gruppe geteiltes
Wissen an Standards des Glaubens, Deutens und Handelns in der sozialen Interaktion manifest
gemacht wird“

5. Dynamik oder Statik der Kultur? Dynamik, weil das Entstehen neuer Gruppen zeigt, dass eine
Kultur keine statische Entität ist, sondern dynamische. Die Kultur entsteht durch soziale Interaktion,
und die ergibt sich immer wieder mit neueren Merkmalen. Interaktionen sind „lebendig“.

Institutionen (Unternehmen, Behörden, Krankenhäuser) reflektieren die Kultur (Normen, Werte,


kommunikative Handlungsmuster)

6. Wie kann man sicher sein, ob eine Äußerung als Drohung oder Bitte zu verstehen ist?

Durch die Intonation oder Mimik und Gestikmerkmale.


7. Kodewechsel zur Betonung sozialer Distanz ist am Beispiel des deutschen Bettlers und eines
ausländischen Passanten gezeigt. Zuerst hatten sie ein gemeinsames Thema und die interkulturelle
Kommunikation war erfolgreich. Als der Bettler erkannt hat, dass der Passant Ausländer ist,
signalisiert der Bettler negative Auswirkungen-keine Hilfe mehr, kein Gespräch.

8. Fehlende Übersetzungsäquivalente werden auch als ein „Problem“ der Kommunikation erwähnt,
weil es manchmal keine adäquate oder äquivalente Übersetzung gibt. Beispiele: deutsches Auto-VW
Golf als Musterbeispiel, Amerikaner Car-ein SUV.

9. Umgang mit Dissens (Uneinigkeit) wie soll man sich in unterschiedlichen Kulturen benehmen,
wenn es zu Dissens/unterschiedlicher Meinung kommt. Beispiel: judisch-explizit artikulieren,
asiatisch-vermeiden. Diese Unterschiede sind sehr wichtig bei der interkulturellen Kommunikation,
besonders bei Geschäftsgesprächen in Firmen.

- Nicht-Übereinstimmung mit dem Gesprächspartner explizit zeigen im asiatischen Kulturen verpönt


- asiatische Kultur: Vermeiden der direkten verbalen Konfrontation, formale Bewahrung der
Harmonie
- Nicht-Übereinstimmung in Japan: Fortsetzung der zustimmenden Argumentation mit der
Konjunktion „und“.

10. Informelle vs. formelle Kommunikation Unterschiede, wozu dienen die Geschäftsgespräche und
wie man sie führt - westliche Kulturen durch formelle offene Gespräche. In Japan oder japanische
Sprecher durch informelle Gespräche meist in Bars oder Restaurants werden die
Meinungsunterschiede gelöst. Danach nur bestätigt.

11. Sachbezogene vs. beziehungsbezogene Kommunikation zeigt uns die Unterschiede bei den
Geschäftsgesprächen in verschiedenen Ländern. In Deutschland gibt es „small talks“ vor oder nach
der Besprechung, aber bei den Franzosen während der Besprechung kommt es zu Gelächter und
Scherz. Beispiel: Deutsch-Französische Besprechung-aufgrund des Nicht-Wissens kam es zu
Missverständnissen.

12. Sprecherwechsel (Beispiele): arabisch - wenn mehrere Personen sprechen möchten, wer am
lautesten spricht hat das Rederecht; in nordeuropäischen Kultur kommt es so zum Streit;
Indianerkultur-lange Pausen innerhalb von und zwischen Redebeiträgen normal, bei Amerikaner wirkt
das als mangelnde Kommunikation.

13. Lernersprachliche Kommunikation zeigt uns die Beschränkungen - Bedeutungsreduktion


(fehlender Vokabular), Themenvermeidung (Unsicherheit zu bestimmten Thema),
Modalitätsreduktion (den Redebeitrag nicht abmildern oder verstärken können durch
Modalpartikeln).

14. lingua-franca-Kommunikation alle Partner bedienen sich mit der Fremdsprache.

- Lingua-franca-Kommunikation: Chancengleichheit verspricht die Anwendung einer Sprache, lingua


franca, die für die Interaktionsteilnehmer nicht die eigene ist (Englisch)
- lernsprachlich und kulturell bedingte Probleme: Unterschiede hinsichtlich der Sprachkompetenz,
- unterschiedliche Herkunftssprachen und –kulturen
- auch: unterschiedliche Varietäten des Englischen: britische oder amerikanische Varietät, Nigerian
English, Singaporean English, Indian English usw.
- von Interaktionspartnern geschaffenen Mischformen
15. Dolmetsch-Kommunikation Einsatz von Dolmetschern. Professionelle Dolmetscher selten,
meistens Mitarbeiter oder fortgeschrittene Lernen, nicht genug ausgebildet.

- in der Praxis: nicht-professionelle Dolmetscher: Mitarbeiter, Kollege der Partei


- nicht genügend Sachwissen zum Gesprächsgegenstand
- besonders problematisch in institutionellen Kontexten (Gericht, Behörden, Krankenhäuser)

16. Anwendungsfelder und -formen

- linguistische Analysen interkultureller Kommunikationsvorgänge und Beschreibungen von


kulturbedingten Unterschieden zwischen Sprachen auf praktische Anwendungen ausgerichtet
(Ausbildung von „Torwächtern“ (gatekeepers) – Hilfe in Bewerbungsgesprächen, bei Anträgen vor
Gericht)

Anwendungsfelder und im deutschsprachigen Raum durch Kommunikation Behörde und Ausländer,


deutsches Personal und Patienten aus Ausland, oder interkulturelle Wirtschaftkommunikation. Also
Alltagsleben und im Geschäft. (deutsche Behördenvertreter und ausländische Klienten, deutsches
Personal und ausländische Patienten, interkulturelle Wirtschaftskommunikation)

17. Merkmale des guten interkulturellen Kommunikatiors Aspekte von Wissen (Zielkultur,
Standard, Faktenwissen), Eistellungen ( Toleranz, Stressstabilität, Vermeidung von Diskriminierung),
Verhalten ( Respekt zeigen, Emphatie erkennen lassen).

18. Marketing führt durch geeignete Produktnamen, Werbeslogane zu einem erfolgreichen


Marktzugang. Produktname von großer Bedeutung (globaler Verkauf der Waren, Produktnamen, die
keine negativen Konnotationen auslösen).

19. Kulturelle Implikation von Produktnamen wichtig zu beachten, dass die Produktnamen
nirgendwo negative Assoziationen zeigen (Rolls Royce 70er Jahre: Silver Mist (Mist im Deutschen?)

20. Konfliktanalysen befassen sich mithilfe der Linguisten mit den sprachlichen und
kommunikativen Ursachen, die Konflikte auslösen.

- kulturbedingte Konflikte in einer Organisation („Heil Hitler“, „Soße“)


- Arbeitsschritte der Konfliktanalyse (Wer kommuniziert? Mit wem? In welcher Sprache?
Linguistische Erklärung der Probleme?)

21. Kulturbedingte Konflikte in einer Organisation wird durch Beispiel der Deutschen und Britten
gezeigt - falsche Stimmung in der Firma, Nicht-Verstehen, ein deutsches Unternehmen erwarb einen
kleineren Konkurrenten in Grosßbritannien. Es kam zu Kommunikations-und Kooperationsproblemen,
die den Bestand der Firma bedrohten.

22. Arbeitschritte zur Konfliktananalyse Beobachtung/Befragung , Erstellung eines


Kommunikationsprofils, Identifizierung tatsächlicher Probleme, Wahrnehmung der Kommunikation .

23. Mediation ist ein Verfahren, dass zu Konfliktlösung von Seite eines Dritten führt. Es soll zu
Einigung gelangen. Meistens wird es bei Arbeits-und Organisationskonflikten angewendet.