Sie sind auf Seite 1von 2

Meiose (Reduktionsteilung, Reifeteilung) (engl.

meiosis)

Die Meiose ist eine Abfolge bestimmter Kern- und Zellteilungen, bei der durch Halbierung
der Chromosomenzahl (2n (z.B. 46) -> n (z.B. 23), d.h. diploide Chromosomenzahl ->
haploide Chromosomezahl) die Geschlechtszellen (Keimzellen, Gameten) entstehen.

Von einer diploiden 2-Chromatid-Mutterzelle (Urkeimzelle) entstehen am Ende der Meiose


4 haploiden 1-Chromatid-Gameten.

Die Biologische Bedeutung der Meiose besteht damit also


a) in der Reduzierung der Zahl der Chromosomen und
b) in der Neukombination des Erbguts.

a) Bei der Verschmelzung (Fusionierung) einer männlichen mit einer weiblichen Keimzelle
entsteht eine befruchtete Eizelle (Zygote). Damit sich die Zahl der Chromosomen nicht von
Generation zu Generation verdoppelt, muss die Zahl der Chromosomen bei der
Keimzellbildung (Eizelle, Spermien) um die Hälfte reduziert werden (von diploid auf
haploid). Ohne diesen Schritt entstünde beim Menschen durch die Befruchtung eine Zelle
mit 2 x 46 Chromosomen = 92 Chromosomen, in der nachfolgenden Generation
theoretisch eine mit 184 Chromosomen - usw. (die Zahl der Chromosomen würde sich von
Generation zu Generation verdoppeln). Zellen mit mehreren Chromosomensätzen (es. 4n
->, 92 Chromosomen) sind beim Menschen nicht Lebenskompatibel.

b) Die Meiose dient der Neukombination von Erbgut: Zum einen werden die
Chromosomen bei der Verteilung neu zusammengestellt (neu kombiniert), zum anderen
entstehen durch Crossing-over (Crossover) zwischen den Chromatiden homologer
Chromosomen "neue" Chromosomen. Im Hinblick auf die Evolution der Lebewesen haben
beide Vorgänge zentrale Bedeutung.

Die 1. und 2. Reifeteilung

Ähnlich wie in der Mitose wird zuerst die DNA repliziert (dichromatidischen Chromosomen
entstehen).

Die Reduzierung der Chromosomenzahl erfolgt in 2 Phasen (Teilungsschritte).

1. Reifeteilung (Reduktion von zwei Chromosomensätzen auf einen. Doppelter


Chromosomensatz -> einfacher Chromosomensatz)

Die homologen bichromatidischen Chromosomen werden getrennt: Zwei Zellen mit


haploiden (also einfachen) bichromatidischen Chromosomensätzen (n) entstehen.

Die Chromosomen sind bichromatidisch (sie bestehen aus 2 identischen Chromatiden, da


die DNA vor der Mitose repliziert wurde).
2. Reifeteilung (Äquationsteilung: Trennung der Schwesterchromatiden – sie ähnelt
einer mitotischen Teilung).

Aus zwei Zellen mit haploiden (also einfachen) bichromatidischen Chromosomensätzen


(n) entstehen 4 Zellen mit haploiden monochromatidischen Chromosomensätzen (n).

Vergleich zwischen Mitose und Meiose (Tabelle)