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Barrierefreiheit im Internet www.einfach-barrierefrei.

net

1 Barrierefreiheit verstehen
Durch Behinderungen
3 Überprüfen und zertifizieren
Kleine Barrieren können in 
Behinderungen und Barrieren entstehen im Internet  der Praxis zu grossen  Zu Beginn des Projekts
Blindheit Motorische Behinderung Barrieren. Diese können  Problemen führen. Anforderungen an die Barrierefreiheit festlegen
Nutzen weder Bildschirm noch Maus.  Können ihre Arme nur eingeschränkt  teilweise durch assistive  Deshalb sollte die   Welche Teile von welchen Richtlinien (Standards) sollen befolgt werden
Screenreader und Braillezeile wandeln Text  bewegen und bedienen den PC über   Was muss erfüllt und geprüft werden (messbare Kriterien)
in taktile oder akustische Informationen. Spezial‐Maus und Bildschirmtastatur Technologien aufgehoben  umgesetzte Barrierefreiheit
werden. Besser ist jedoch ein  in jedem Fall überprüft  Testen von visuellen Prototoypen, Struktur und Navigation
 Sobald erste Prototypen bestehen, sollten diese gegenüber den Richtlinien überprüft werden
Sehbehinderung
Sehen trotz Sehhilfe weniger als 30% und 
Kognitive Behinderung
Haben Probleme beim Lernen und 
barrierefreies Design. werden.   In Design, Struktur und Navigation liegen die Hauptursachen für Barrieren
benötigen eine Bildschirmlupe und gute  Verstehen und sind deshalb auf 
Kontraste um noch etwas zu erkennen. einfache Inhalte angewiesen.
Kognitiv
Bei jeder grösseren Änderung
Gehörlosigkeit Technische Probleme Behinderte
Haben nie Sprache gehört und benötigen  Probleme durch unpassende oder  Wichtige Punkte durch schnelle Tests prüfen
dadurch einfache Texte oder  inkompatible Infrastruktur. Das Einhalten  Motorisch Seh‐ QUICK
 Tastaturbedienbarkeit
Gebärdensprachnvideos. von Standards und Flexibilität hilft. Behinderte Behinderte CHECK
 Textgrösse im Browser auf «Extra Gross» stellen
 Inhalt ohne CSS, Bilder und JavaScript betrachten
 HTML‐Validator (W3C)
Standards  WCAG‐Checker (WAVE, TotalValidator)

Weltweite Standards des W3C Schweizer Standards Von 


Web Accessibility Initiative WAI
Richtlinien für Barrierefreiheit des W3C.
eCH‐0059
Gemeinwesen
Unerfahrene
Nutzer
Barrierefreiheit  Hör‐
Behinderte
Gegen Ende des Projekts

WCAG 2.0 ATAG UAAG P028 profitieren alle WCAG


2.0
Komplette Webseite auf Barrierefreiheit prüfen
 WCAG Konformitätstest (z.Bsp. mittels Checklisten von access‐for‐all.ch)
HTML Programme zum Browser und  Bundesrichtlinien
Erstellen von  assistive
Webseiten Technologien Für Webseiten von öffentlichen Zertifizierung
WAI‐ARIA  Externe Prüfung der Webseite durch Experten und Behinderte
Institutionen ist Barrierefreiheit 

Erw. für AJAX gesetzlich vorgeschrieben. Mobile Such‐  Zertifizierung für WCAG 2.0 A, AA oder AAA
Nutzer Maschinen

Senioren

2 Umsetzung in der Praxis Barrierefreiheit ist nicht so komplex, wie es scheint. Das Beachten einiger 
wenigen Grundregeln bringt bereits viel und hilft auch sonst so manchen 
Ärger ersparen.

Leitgedanken Allgemeine Designprinzipien Barrierefreies HTML Barrierefreie Rich Applications Barrierefreie Dokumente


Selbstbestimmungs‐Prinzip Wahrnehmbarkeit Allgemeines AJAX Adobe PDF
Das Design sollte möglichst wenig fix vorgeben. So kann   Textalternativen für grafische Inhalte anbieten  Dokumentsprache richtig setzen (xml:lang="de")  Regionen mit dem role‐Attribut beschreiben  Setzen von Tags zur Navigation. Mit Acrobat 
der Nutzer Seitenformat, Farbe oder Schriftgrösse auf   Untertitel für Audio‐ und Videodateien  Wichtige Infos in Meta‐Tags und Seitentitel   Aktualisierbare Inhalte mit  aria‐live markieren über das Menu Advanced‐>Accessibility
seine Bedürfnisse anpassen und damit manche Barrieren   Flexible Darstellung (Format, Farben, Schriftgrössen) Layout und Navigation  Tastaturnavigation durch setzen des tabindex‐Attributs  Logische Lesereihefolge sicherstellen 
vermeiden.  Mit HTML und JavaScript nachgebaute Widgets (Slider,  (Besonders bei mehrspaltigen Dokumenten)
Bedienbarkeit  Trennung von Inhalt und Design durch CSS
Tabs,Tree,...) mit dem role‐Attribut beschreiben  Alternativ‐Texte für Grafiken anbieten
Universelles Design  Mit der Tastatur bedienbar  Layout durch <div> Elemente, keine Tabellen
 Genügend grosse Timeouts  Echte Überschriften (<h1>,<h2>) verwenden  Dokumentsprache richtig setzen
Es sollte nur eine Lösung für alle Nutzer geben.   Tabellenüberschriften für alle Datentabellen
 Design darf keine Anfälle verursachen  Versteckte Überschrift für Navigationsblock einfügen Adobe Flash
Sonderlösungen für alte, blinde, oder mobile Nutzer 
 Navigationshilfen und Ortsangaben anbieten  Navigation sollte auch ohne Javascript funktionieren  Beschriftung  grafischer Elemente mit Informationsgehalt
werden oft nicht benutzt, sind nicht vollständig oder 
aktuell und aufwändig in der Wartung. Grafiken und Tabellen  Definieren einer sinnvollen Tab‐Reihenfolge Microsoft Word
Verständlichkeit
 Audiodeskription für Multimediainhalte anbieten  Korrekte Verwendung von Überschriften
 Einfache und verständliche Texte  Inhalt von Grafiken im  alt‐Attribut beschreiben.
Zwei‐Sinne Prinzip  Tabellen mit Header (<th>) und Summary ausstatten  Alternativ‐Texte für Grafiken setzen
 Konsistenter Aufbau und gute Selbsterklärbarkeit
Stellen Sie sicher, dass alle Informationen, mit 
 Eingebahilfen und aktive Fehlervermeidung Microsoft Silverlight  Falls benötigt, «echte» Spalten verwenden
Hilfsmitteln, über zwei Sinne wahrgenommen werden  Formulare
 Tastaturkürzel, Alt‐Text und  Bezeichnung von Elementen 
können. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Nutzer  Robustheit  Eingabefelder mit einem <label>‐Element beschriften
über AutomationProperties setzen
zwei Sinne behindert sind, ist deutlich kleiner.  Maximale Kompatibilität mit Browsern und Hilfsmitteln  Labels nahe an Eingabefeldern plazieren
 Auf veränderte Farbschema‐Einstellungen reagieren
 Zoom‐Funktionalität anbieten

Copyright, 2011 Christian Moser (moc@zuehlke.com), Beat Wieland (beat.wieland@gmx.ch).  Weitere Informationen auf www.einfach‐barrierefrei.net