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Fight Back!

Antifaschistisches (Jugend) Info Braunschweig

Performance von

Nr. 22 November/Dezember 2001


Seite 2 Fight Back!
Über den Globalisierungsschwindel
Die Kriegspropaganda hat eine Un- sen, die allerdings auf verschiedene
zahl von Themen in den Hintergrund ideologische Weisen vermittelt wur-
gedrängt, darunter auch das vorange- den und werden, eben als “Demokra-
gangene Schreckgespenst tie” oder Allah. Diese Interessens-
“Globalisierungsgegner”. Kurz hallte widersprüche im weltweiten Maßstab
ihre Existenz in den anfänglichen und ihre ideologische Vermittlung be-
Mutmaßungen um die Verursacher trachtend, landen wir wieder beim Aus-
des WTC-Kollaps noch nach, dann gangsthema, der sogenannten
war ihre mediale Präsenz beendet – Globalisierung.
vorläufig zumindest. Grund genug, das
Thema Globalisierung von der Tages- Globalisierung – Kampfbegriff ge-
ordnung zu nehmen? Mitnichten! gen Ausbeutung und Unterdrük-
kung?
Terror worldwide Der Begriff für sich allein ist sinnlos,
Wie bspw. kommen ein paar Leute wird aber dennoch oder deswegen
von der einen “Seite” der Weltkugel nahezu ausschließlich separat ver-
dazu, woanders zu studieren, um dann wendet. Sinn macht der Begriff über-
an noch einem anderen Ort riesige haupt nur, wenn benannt wird, was
Flugzeuge in ebensolche Hochhäuser sich denn da “globalisiert”, also über
zu lenken, Tausende mit in den Tod die gesamte Weltkugel erstreckt: ge-
nehmend? Was haben umgekehrt die meint ist damit von Seiten der
miesesten Söldner und Killer aus aller GegnerInnen das Weltweit-Machen
Welt (SAS, KSK, Özel Tim, Seals, von Handel und Kapitalverkehr in einer
Fremdenlegion ... ) in den ach so Form, die auf die Würde und das
zivilisationsfeindlichen Bergen Afgha- Leben der Menschen in “aller” Welt
nistans zu suchen? Dass hier Gott, keine Rücksicht nimmt. Eben das
Allah oder “die Demokratie” irgend- aber ist alles andere als neu.
wem den Floh ins Ohr gesetzt haben,
scheidet aufgrund derer Nichtexistenz Seit es Gesellschaftssysteme gibt, in
aus; bleiben also handfeste Interes- denen Gruppen von Menschen Pro-

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duktionsmittel “anhäufen”, um andere onsmittel, macht dieser Prozess ei-
– ohne solche - damit arbeiten zu nen neuen Schub durch, der überall
lassen, um sich dann einen Teil des auf der Welt, auch in den kapitalisti-
mit dem Produzierten gemachten Ge- schen Metropolen, auf der einen Seite
winns einzustecken, streben eben die- weitere Erwerbslosigkeit und Armut
se Produktionsmittelbesitzer danach, erzeugt, auf der anderen einen erhöh-
ihre Einflussbereiche auszuweiten. In ten Bedarf an qualifizierten Arbeits-
der Antike waren es kräften für einige
Sklaven, Rohstoffe wenige – zumeist
und Absatzmärkte, hochtechnisierte -
um die fortwähren- Branchen hervor-
de Kriege in der ge- ruft.2 Das weltweite
samten bekannten System der Aus-
Welt geführt wur- beutung und Unter-
den, die feudalen drückung, Imperia-
Staaten rangen um lismus genannt,
Kolonien, auch die- bleibt dabei jedoch
ser Streit kulminier- das gleiche.
te in einem Welt-
krieg. Nach dem So weit, so schlecht
Zweiten Weltkrieg dann wurden unter - ist das Bezeichnete auch schon
dem Eindruck der aktuellen älter, wäre es doch lobenswert, wenn
Zerstörungkraft moderner Waffen und sich nun, da sich wieder hie und da
der Auseinandersetzung mit der So- Widerstand gegen den Raub des zum
wjetunion und den sozialistischen Leben Notwendigen regt, ein Begriff
Staaten Instrumente seitens der kapi- durchgesetzt hätte, der geeignet wäre,
talistischen Staaten geschaffen, um einem internationalen Kampf gegen
die Interessenkonflikte möglichst auf das kapitalistische System von Aus-
diplomatischer Ebene regeln zu kön- beutung und Unterdrückung ein wenig
nen.1 Diese Institutionen (IWF, Welt- verbale Form zu geben. Das ist der
bank, GATT-später WTO) stellen Re- Begriff Globalisierung aber nicht! Im
geln für die Weltmarktkonkurrenz auf, Gegenteil:
wobei sie auf die Zustimmung der
Weltwirtschaftsmächte – allen voran Globalisierung - Modevokabel der
die G8-Staaten – angewiesen sind. Im herrschenden Klasse!
Laufe der Jahre sind immer mehr Staa- Im Zusammenhang mit Begriffen wie
ten wirtschaftlich wie politisch ziem- “Standort” wurde der Begriff
lich bedeutungslos gemacht worden, “Globalisierung” von denjenigen ge-
während die Stärksten dadurch noch prägt, die eben diese betreiben, und
stärker wurden. Seit einigen Jahren, zwar als Argument für ihr Vorgehen.
bedingt durch den Wegfall der Sowjet- Was diese über Jahrzehnte betrieben
union und eine enorme Entwicklung haben, nämlich den ganzen Globus
der Kommunikations- und Informati- mit ihren Kapitalverwertungsinteressen
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zu überziehen, bezeichnen sie nun andere Nationen beansprucht und ein-
mit dieser Modevokabel – aber mit setzt. Deswegen befindet er es drit-
einem entscheidenden und alles ver- tens als zu teuer. Dies führt er viertens
drehenden Zusatz. Sie behaupten darauf zurück, dass er ihm in der
nämlich, sie seien der „Globalisierung“ Vergangenheit zu viele „Besitzstän-
ausgesetzt. Da gibt es jetzt also das de“ zuerkannt habe, die nicht mehr „in
international agierende Kapital, des- die heutige Zeit der globalen Konkur-
sen sich – ausgerechnet die kapital- renz passen“ sollen. Daher „muss“ er
stärksten – Staaten angeblich erweh- fünftens diesen Fehler schleunigst
ren müssen. Sozusagen reihum be- korrigieren und dem “Volk” diese „Be-
zeichnet sich jeder dieser Staaten als sitzstände“ wieder aberkennen. Na-
Opfer der Konkurrenz, die er über türlich wird das sechstens immer von
Jahrzehnte vorangetrieben hat. Diese einem „leider“ begleitet: Nur auf Grund
Lüge ist zu der Ideologie der heutigen der äußeren Zwänge der Globalisierung
Macher geworden. Mit dieser Ideolo- „müsse“ sich der Staat so verhalten.
gie ziehen sie eine Maßnahme nach Mit dieser Globalisierungsideologie
der anderen durch, die
von nichts anderem
zeugen als dem un-
bedingten Willen, in
der Konkurrenz der
Nationen zu bestehen
und andere Nationen
zu den wirklichen Op-
fern, also Konkurrenz-
verlierern zu machen.
Damit wird der natio-
nalen Arbeitskraft in
der Konkurrenz der
Nationen ein neuer
Status aufgezwun-
gen: Sie soll als Waffe in dieser Kon- rechtfertigt der Staat das, was er als
kurrenz eingesetzt werden, indem sie führender kapitalistischer Staat will,
verbilligt wird. Was das für die be- als unabänderlichen „Sachzwang“.
schäftigten und beschäftigungslosen
Arbeitskräfte bedeutet, kennt jeder: Die GlobalisierungsgegnerInnen stüt-
Unter Titeln wie „Modernisierung des zen sich also auf einen Begriff, der
Sozialstaates“ und „Standort- nicht etwas schon seit langer Zeit
sicherung“ spricht der Staat erstens Bestehendes meint, sondern
klipp und klar aus, dass er den Zugriff Globalisierung als etwas tatsächlich
auf alle Lebensumstände seines Neues und Unabänderliches hinstellt,
Arbeits”volkes” hat und dass er es das zudem im Gegensatz zu den
zweitens als Material im Kampf gegen bisher gekannten Nationalstaaten als
Fight Back! Seite 5
Hüter der Ordnung steht. Die Böse- Vielmehr gilt es, sich vor Ort gegen
wichte sind folglich die internationalen Ausbeutung und Unterdrückung ein-
Gremien der Weltwirtschaftsmächte, zusetzen, Solidarität mit den
gegen deren Treffen man sich versam- Schwächsten zu zeigen, die als nicht
melt, das Schlechte in der Welt wird mehr verwertbar marginalisiert werden
verdammt, Proteste und
Appelle richten sich an
die “eigene” Regierung,
doch wieder die Macht
im eigenen Haus zum
Wohle des “Volkes” zu
gebrauchen. Dabei sind
es doch eben die Natio-
nalstaaten, auf deren
Mist das Ganze gewach-
sen ist.

Was tun?
Die Auswirkungen des
weltweit agierenden Ka-
pitalismus sind nicht vom Himmel und für die Verbesserung der Lebens-
gefallen und es gibt sie nicht nur in den umstände aller zu kämpfen. Das kann
Ländern des Trikont. Die nicht mit dem Staat geschehen, son-
Globalisierung ist eine Lüge, die als dern nur gegen ihn.
angeblicher Sachzwang dazu dient, Es gilt, mit denen solidarisch zu sein
bei Löhnen, Gehältern und staatlichen und sie zu unterstützen, die in ande-
finanziellen Zuwendungen mehr und ren Teilen der Welt für ihr Leben kämp-
mehr zu kürzen. Die BRD ist nicht fen. 3
Opfer, sondern aktiver Teil dieser inn- Schlussendlich gilt es, die Ursache
erimperialistischen Konkurrenz, und für Krieg und Elend zu beseitigen, ein
zwar nur im Interesse des Kapitals. System, das Menschen nur nach ihrer
Darum hilft kein Klopfen an die Tür der Verwertbarkeit beurteilt und danach
G8-Treffen, auch nicht mit dem Ham- ihre Lebensberechtigung bemisst.
mer.
Fussnote 1
“Friedliche Bündnisse bereiten Kriege vor und wachsen ihrerseits aus Kriegen hervor,
bedingen sich gegenseitig, erzeugen einen Wechsel der Formen freidlichen und unfreidlichen
Kampfes auf ein und demselben Boden imperialistischer Zusammenhänge und Wechselbezie-
hungen der Weltwirtschaft und der Weltpolitik” (W.I.Lenin: der Imperialismus als höchste
Stadium des Kapitalismus, Kapitel IX)
... z.B. wenn die Kleinen nicht so wollen, wie es die großen gern hätten, dann gibt’s Krieg. Bspw.
“half” die CIA in Afghanistan, wo die Sowjetunion bereits Krieg führte, für 2-3 Mrd. US-$ bei
der Ausbildung und Aufrüstung der antisowjetischen Kräfte, zu denen auch die Taliban und
Bin Ladn gehörten. Man sieht ja, was es gebracht hat ...
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Fussnote 2
Diesem gesteigerten Bedarf ist es geschuldet, dass neuerdings völkisch argumentierende
Rassisten schief beäugt werden dürfen, schaden sie doch dadurch dem “Standort”, sind also
keine “guten Deutschen”, während Schily und andere Rassisten der modernen Spielart über
gezielte Zuwanderung benötigter Arbeitskräfte bei gleichzeitigem Abbau der letzten Asyl-
möglichkeiten entscheiden. Hier – die Aufmerksamen werden’s bereits gemerkt haben,
schleichen sich auch unsere “Schläfer” ein, nämlich als die Arbeitskräfte, ohne die Kapitalismus
nicht geht. Genau aus den Staaten nämlich, die von den mächtigen imperialistischen Staaten
klein und arm gehalten werden, kommen a) die qualifizierten aber billigen/benötigten Arbeits-
kräfte und b) die möglichen Gegner einer für sie unvorteilhaften Weltordnung.

Fussnote 3
Das wäre dann auch ein Schritt in Richtung einer anderen “Globalisierung”. Unter Ausnützung
bereits heute bestehender technischer Errungenschaften wäre es ja durchaus möglich, die
Menschheit im positiven Sinne zu “globalisieren”. Das Argument, eine vernünftige und an den
Bedürfnissen aller Menschen orientierte Produktion im größeren Maßstab sei technisch nicht
umzusetzen, da sie an der Unplanbarkeit im großen Rahmen scheitere, hat der Kapitalismus
selbst ja gerade aufgehoben; jede dusslige Joghurtfirma kann bereits die Aludeckel für ihre
Becher auf das Stück genau von jedem anderen Ort der Welt anfordern. Warum also sollte das
nicht auch anders eingesetzt werden können?

“In der Vielfalt liegt unsere Kraft”


Zur vermeintlichen Stärke einer heterogenen Bewegung
Die Rede ist, wie könnte es anders für was oder wogegen eigentlich prote-
sein, von der sogenannten “Anti- stiert. Wer sich nun eine einfache
Globalisierungsbewegung”. Seit dem Antwort auf die Frage erhofft, dem sei
Treffen von Internationalem Währungs- gesagt, dass es diese so nicht gibt,
fonds (IWF) und Weltbank 1999 in denn die verschiedenen Teile der Be-
Seattle dominiert das Bild der Prote- wegung sind so unterschiedlich wie
ste die mediale Berichterstattung über ihre Forderungen widersprüchlich.
sämtliche Gipfeltreffen “der Mächti-
gen der Erde”. In der Regel sind es Die verschiedenen Strömungen
Bilder von heftigen Krawallen rund um und einige ihrer Hauptforderun-
die Tagungsstätten der schon erwähn- gen
ten Gipfeltreffen und gelegentlich auch Im Groben kann die Bewegung in drei
Interviews mit den DemonstrantInnen, Strömungen eingeteilt werden, wobei
die diese Form des Protestes verurtei- wir die Nichtregierungsorganisationen
len. Nun wirft sich die Frage auf, wer (NGOs) zu keiner dieser Strömungen
Fight Back! Seite 7
zählen, da sie gemeinsam mit den linken Parteien oder auch deutschen
Regierungschefs bzw. den Vorsitzen- Gewerkschaften eingefordert wird. Die-
den von IWF und Weltbank an einem ses Verständnis des bürgerlichen
Tisch sitzen und ihren Part als demo- Staates, der offensichtlich als voll-
kratische Kritiker mit integrierbaren kommen unabhängig vom Kapitalis-
Forderungen einnehmen. Und wenn mus gesehen wird, sowie ihre verkürz-
sie sich doch mal dazu herablassen te Kritik am Kapitalismus, die ledig-
zu demonstrieren, dann nur losgelöst lich die Auswirkungen seiner
von dem Rest der Protestbewegung globalisierten Form kritisieren, sind
um ihren Platz am Tisch von IWF, leicht in reaktionäre Forderungen, wie
Weltbank oder an der Seite der G8 z.B. die nach einem starken National-
nicht zu riskieren. staat, umzumünzen. Zu den oben
genannten Organisationen können
Wer nun glaubt, dass die auf der auch noch die unterschiedlichen kirch-
Straße vertretenen Organisationen lichen Gruppen sowie Um-
allesamt für eine gesellschaftliche weltorganisationen gerechnet werden.
Veränderung durch einen revolutionä- Wie integrierbar ein Teil der Forderun-
ren Prozeß einstehen, irrt sich. Denn gen dieser Strömung, die auch außer-
auch hier erschöpfen sich die Forde- parlamentarische Sozialdemokratie
rungen von weiten Teilen der Bewe- genannt werden kann, ist, zeigt, dass
gung in dem Wunsch nach einer Ver- selbst Gerhard Schröder sie für ge-
besserung des vorherrschenden Sy- rechtfertigt und überlegenswert hält.
stems auf der Basis – nach wie vor -
kapitalistischer Verwertungslogik. Sie Ein anderer Teil der Bewegung ist der
stehen für einen “gezügelten” und Zusammenschluß verschiedener Men-
“menschlicheren” Kapitalismus ein und schen, unterschiedlicher Gruppen und
sehen die Lösung in dem verstärkten politischer Strömungen unter der
Eingreifen des Staates in die “freie Aktionsform tute bianche (weiße Over-
Marktwirtschaft” und in
der Eindämmung des “in-
ternationalen Kapital-
transfers”. Beispielhaft
hierfür ist die hochgelob-
te Tobin- Steuer1, die von
Gruppen wie dem inter-
nationalen Netzwerk
ATTAC (aus dem franzö-
sischen übersetzt: “Ver-
einigung zur Besteue-
rung von Finanz-
transaktionen im Interes-
se der Bürgerinnen und
Bürger”), verschiedenen
Seite 8 Fight Back!
alls). Das Aktionskonzept der tute Wohlfahrt ist der einzige Schutz ge-
bianche ist es, ihren Körper als Waffe gen den entfesselten Markt”) (Inter-
des “zivilen Ungehorsams” einzuset- view mit einem Vertreter der tute
zen. Dies bedeutet, dass sie mit bianche; Gazzettino). Hieraus ergibt
Schaumstoffmatten und anderen Din- es sich, dass sie beispielsweise die
gen zum Schutz des Körpers ausge- vorhandenen Klassengegensätze nicht
polstert z.B. Polizeiabsperrungen zu erwähnen und auch nicht den Kapita-
überrennen versuchen bzw. zur Seite lismus beim Namen nennen, sondern
zu schieben. Einer der Hauptinitiatoren lediglich seine momentane Form, den
des Aktionskonzepts ist das Netz- Neoliberalismus, kritisieren.
werk ya basta, welches sich mit dem
Aufstand der Zapatistas in Mexiko in Als eine weitere Strömung können
mehreren Städten Italiens gegründet trotzkistische Organisationen ange-
hat. Doch die tute bianche suchen sehen werden. Sie sehen den Kapita-
nicht nur auf der Straße den „Kontakt lismus nicht als unüberwindbares
mit dem Staat“. Sie sehen genau wie System an und sind irgendwie schon
die außerpalamentarische Sozialde- für seine Abschaffung. Dieses wird
mokratie den Staat als Gesprächs- aus ihren Forderungen vor Ort aller-
partner. So lassen sich Menschen dings nicht ersichtlich. Sie beschrän-
aus der tute bianche in kommunale ken sich auf eine Kritik der Auswirkun-
Institutionen wie z.B. örtliche Verwal- gen der neoliberalen Politik und der
tungen wählen, um eine Vertretung von ihn verteufelten Globalisierung
ihres Netzwerkes auf kommunaler ohne dabei eine grundlegende Kritik
an der Wurzel – dem Ka-
pitalismus – zu üben. Zu-
dem geben sie eine voll-
kommen weltfremde Ana-
lyse der sog. Anti-
Globalisierungsbewegung
ab. Sie machen aus der
heterogenen Bewegung
eine weltweite antikapita-
listische Bewegung (“Die
Proteste gegen den G8
Gipfel in Genua überstei-
gen sowohl qualitativ, als
Eben zu haben. Ihre Kritik richtet wie auch quantitativ alle bisherigen Prote-
bei ATTAC und anderen allein gegen ste und Demonstrationen der antika-
den Neoliberalismus und seine Aus- pitalistischen Bewegung”) die schein-
wirkungen (“Der Staat ist nicht mehr bar kurz vor der Revolution steht (“Die
der Feind, den es zu stürzen gilt, Herrschenden sind in der Defensive
sondern der Gesprächspartner, mit und haben Angst vor einer immer
dem wir diskutieren müssen. Und die größer werdenden Bewegung die ihre
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Politik in Frage stellt”)(beide Zitate (Ob Banken, Autos, Geschäfte oder
aus: Genua: Die globale Revolte – die Polizei: Sie anzugreifen ist für die
Wem gehört die Welt?; Linksruck). Individuen ein Vorgeschmack auf
Vertreter dieser Strömung sind Grup- Revolte und steht in der Öffentlichkeit
pen wie die Sozialistische Alternative als ein Ausdruck, der nicht zu verein-
(SAV) und die Sozialist Workers Par- nahmen ist, der nicht positiv zu deu-
ty (SWP) aus England sowie deren ten ist, sondern allein durch seine rein
Ableger in den verschiedensten Län- negative Ausstrahlung die radikale
dern wie z.B. Linksruck in der BRD. Kritik an den Verhältnissen vermit-
Bekannt – und bei vielen nicht gerade telt.) (ASSASINI! Ein Diskussionsbei-
beliebt – sind diese Organisationen trag der Autonomen Antifa [M]). Ob-
als politische Trittbrettfahrer mit in- wohl sie sich durch ihre Aktionsformen
haltslosen Forderungen auf Papppla- von dem Rest der “Anti-Global-
katen, mit denen sie versuchen, Ak- isierungsbewegung” abgrenzen wol-
tionen zu vereinnahmen. len, werden sie in den Medien eben

Die dritte, durch


die Medienhetze
am stärksten be-
troffene Strömung
der Bewegung
sind die “Krawall-
touristen”,
“Polithooligans”
oder wie auch im-
mer sie diffamiert
wurden und wer-
den.
Hierbei handelt es
sich um die Menschen, die eine radi- doch als ein Teil der “Anti-Global-
kale Veränderung des bestehenden isierungsbewegung” angesehen, ihre
Systems wollen und ihren Protest nicht politischen Ziele werden verschwie-
nur friedlich artikulieren sondern ihm gen und einfach als bösartigster Teil
auch mit symbolischen Handlungen der Bewegung dargestellt. Ob die radi-
Ausdruck verleihen. Der Staat wird als kale Kritik, die vermittelt werden soll,
Instrument des Kapitalismus zur Auf- demnach von den ZuschauerInnen
rechterhaltung der Klassengesellschaft vorm Fernseher oder bei den
begriffen und ist somit als Adressat für LeserInnen einer Tageszeitung wahr-
Appelle und Resolutionen gänzlich genommen wird, ist mehr als fraglich.
ungeeignet. Es geht ihnen eben nicht
darum, integrierbare Politik zu betrei- Abschließend bleibt zu sagen, dass
ben sondern ihre Ablehnung gegen- die Stärke der “Anti-Globalisierungs-
über dem System deutlich zu machen bewegung” vielleicht in der Vielfalt der
Seite 10 Fight Back!
Aktionsformen liegt, aber ganz be- nen ausmachen, ist es keine reelle
stimmt nicht in den unterschiedlichen Stärke, da die gemeinsame Stoß-
Positionen und teils widersprüchlichen richtung der Bewegung (was an sich
Forderungen. Auch wenn das Wegse- eine Bewegung ausmacht) fehlt.
hen über die verschiedenen politischen
1
Positionen das momentan imposante Steuer auf internationalen Finanz-
Erscheinungsbild der Demonstratio- transfer und Börsenspekulationen

11880
Elf Streetballteams, achtundachtzig Leute, Null Nazis
Nach mehreren Demonstratio- hatten. Mit dem Turnier, zu dem vorher
nen und Kundgebungen, an de- im ganzen Viertel mobilisiert worden
nen sich bis zu 300 Leuten beteilig- war, sollte dann darüber hinaus deut-
ten, organisierte die Jugend Antifa lich gemacht werden, dass wir uns die
Aktion (JAA) für den 20. Oktober Straßen und Plätze nicht von den
ein Streetballturnier in direkter Nazis wegnehmen lassen, sondern
Nachbarschaft des Nazi-Treffs am dort, wo wir wollen, das tun, was wir
Madamenweg 156. wollen. Dadurch wird die Welt sicher-
lich nicht besser (bezogen auf die
Die bisherigen Aktionen haben ihr Ziel, Faschisten bedeutet das, dass die
auf die Nazi-Bande um die Meinhardt- Polizei diese auch weiterhin schützen
Brüder aufmerksam zu machen, zu- wird, sie sich weiterhin bei der Familie
nächst erfüllt. Polizei und bürgerliche Meinhardt treffen werden und der
Medien sollten erst gar nicht die Chan- angrenzende Spielplatz aufgrund der
ce erhalten, deren Existenz zu leug- Verschmutzung von den und durch die
nen, wie sie es vordem mit der Nazi- Nazis für niemand anderen mehr nutz-
Bande am Frankfurter Platz getan bar ist), aber wir arbeiten dran ...
Fight Back! Seite 11
Am 20. trafen nach und nach mehr als chen Party im Antifaschistischen Café
achtzig Leute auf dem ausgesuchten zog man gemeinsam zum Haus der
Platz ein, Teams aus den Reihen der Nazis, wo sich unter Polizeischutz
Punks, der Falken, der JAA, anderer rund 15 Faschisten versammelt hat-
politischer Gruppen, sowie von Ju- ten, und sagte ihnen noch einmal
gendlichen aus dem Viertel selbst lautstark die Meinung.
fanden sich und so stritt man
rund zwei Stunden um den
Ball. Den 1. Platz machte
verdientermaßen ein Team
Jugendlicher aus dem Vier-
tel, das sich in einer kurzen
Rede für die Organisierung
des Turniers bedankte und
damit endete, dass die Na-
zis das Viertel niemals für
sich werden gewinnen kön-
nen, wenn alle anderen zu-
sammenhalten.

Nach Beendigung des Tur-


niers und vor der abendli-

Ich glaub, ich steh im Wald


Treffen faschistischer Publizisten in Helmstedt

Ein verregneter Oktobersamstag - schen faschistischen Verlagen und


eigentlich kein Wetter um vor die Tür Autoren und widmet sich mit Vorliebe
zu gehen. Dennoch hatten sich vor der Themen, wie Holocaustleugnung,
Waldgaststätte „Waldwinkel“ nahe Kriegsschuld und der „Ausländerfrage“
Helmstedt rund 40 AntifaschistInnen (kurz: „Deutschland muß das Land
und eine Handvoll PDSler eingefun- der Deutschen bleiben“ ).
den. Anlaß war eine Kundgebung ge-
gen eine Veranstaltung der Gesell- So einen Blödsinn darf man noch nicht
schaft für freie Publizistik (GFP). - Die einmal im tiefsten Wald verbreiten. –
GFP ist ein Produkt ehemaliger Mit Transparenten wurde die Zufahrt
NSDAP- und SS - Angehöriger mit der zum Gasthof versperrt und überhaupt
Absicht, ein publizistisches Forum für ein wenig Aufsehen gesorgt.
des „nationalen Lagers“ zu schaffen. Natürlich waren weder die Rechts-
So dient die GFP als Bindeglied zwi- publizisten, noch die an ge(g)reisten
Seite 12 Fight Back!
Besucher (Durchschnittsalter 65) be- Autos fuhren, ungeachtet möglicher
sonders erfreut darüber, daß man sie Personenschäden, einfach durch die
nun partout nicht zu ihrem rechten Blockade hindurch. Auch die Polizei
Kaffeekränzchen lassen wollten. Wü- mischte mal wieder kräftig mit und
ste Beschimpfungen und Handgreif- nahm einen Antifaschisten fest.
lichkeiten waren die Folge. Einige

Leipzig am 1. September:
Desaster Area for Nazis!
Am 1. September wollten die „frei- dentlich zurück legen kann, scheint
en Nationalisten“ in Leipzig marschie- man auf der Polizeischule allerdings
ren. Doch weit sind sie nicht gekom- nicht zu lernen!) und unsere Persona-
men... Hier ein Bericht: lien zu checken. - Wir dürfen weiter-
Mehr oder weniger ausgeschlafen bre- fahren.
chen wir am morgen des 1. Septem-
ber nach Leipzig auf. Den Ankündigen In Leipzig gehen wir erst mal zu der
zu folge hatten wir uns auf einiges bürgerlichen Kundgebung. Dort hat-
gefaßt zu machen. Und tatsächlich; ten sich lauter “gute Bürger” und
kurz vor Leipzig stehen wir dann auch Vertreter von Staat und Kirche ver-
schon in einer Polizeikontrolle.. kein sammelt, um gegen Rechtsextremis-
nettes Gefühl, wenn der Bulle einem mus, Fremdenhaß und Gewalt von
ständig mit ‘ner MP vor der Nase Rechts, wie von Links zu protestieren.
rumfuchtelt. Irgendwann hatten die Auch DemonstrantInnen aus dem lin-
Grünweißen es dann auch endlich ken Spektrum sind da – allerdings
geschafft den Wagen zu durchsuchen nicht um sich an diesem “Aufstand der
(daß man die Dinge auch wieder or- Anständigen” zu beteiligen, sondern,
Fight Back! Seite 13
um gegen diese “Sich selbst feiernde all.. Es scheint schon einiges los
Zivilgesellschaft” zu demonstrieren. Als gewesen zu sein. Am Treffpunkt sam-
der Oberbürgermeister von einem “blü- meln sich nach und nach immer mehr
hendem Deutschland” und den “ar- Leute. Informationen kommen rein,
men Polizisten, die ja nun so weit weg daß die Nazis immer noch nicht los
von ihren Familien ihren Dienst tun gegangen sind. Die allgemeine Ein-
müssen” spricht, versuchen Leute mit schätzung ist abzuwarten, bis die Nazis
einem Transparent ( „Wer von Kapita- unterwegs sind, um dann die Straße
lismus nicht reden will, soll auch von dichtzumachen und nicht schon vor-
Gewalt schweigen“ - oder so ähnlich ) her Auseinandersetzungen mit den
auf die Bühne zu klettern. Es kommt Bullen zu beginnen. Doch da kommt
zu Rangeleien. Eine vermummte, eine Gruppe von ca. 150 Leuten mit
behelmte Bulleneinheit stürmt auf den einer kleinen Demo an und erklärt, sie
Platz und drängt die Leute von der würden jetzt vorne die Kreuzung dicht-
Bühne weg. Für kurze Zeit fällt der machen - mit einer Sitzblockade. Es
Strom aus. Ab sofort kniet neben dem ist viel zu früh, aber viele Leute schlie-
OB ein behelmter Bulle, der die Leute ßen sich diesem Zug an.
vor der Bühne filmt. Plötzlich scheint überall was los zu
sein. Auf der Kreuzung brennt es.
Inzwischen haben wir herausgefun- Einige Schaufenster gehen zu Bruch...
den, daß es zwei weitere angemelde- Die ersten Sondereinheiten bauen sich
te Kundgebungspunkte gibt, die in der auf. Auf der Straße, die zurück zur
Nähe der Naziroute liegen. Wir ma- Russischen Kirche führt, bauen Leute
chen uns auf den Weg zu dem Treff- eine Barrikade. Diese wird an den
punkt an der Russischen Kirche. Auf Seiten offengelassen, um den Rück-
dem Weg kommen wir vorbei an zug hinter die Barrikade zu ermögli-
entglasten Banken/Versicherungs- chen. Die Polizei setzt Wasserwerfer
gebäuden; Pflastersteine liegen über- ein, um die Brände zu löschen. Erste
Seite 14 Fight Back!
Polizeieinheiten rücken vor und drän- cher im Lauti kann seine KameradInnen
gen die meistens panisch wegrennen- aber offensichtlich nicht mehr zu viel
den Leute in die Straße. Die Leute bewegen.
können an den schmalen, offengelas- Zwischendurch hören wir eine lustige
senen Seiten der Barrikade durch. Anekdote, z.B. ein Antifaschist, der
Doch auch die Bullen haben die auf der Nazidemo hinter dem Front-
Schwachstelle in der Barrikade ent- transparent mitlief und irgendwann mit
deckt, obwohl ein gewaltiger Stein- dem Transparent davon rannte. Er
wurde von den Bullen
verhaftet und nach ei-
ner Personalien-
feststellung kurz da-
nach wieder laufenge-
lassen.
Vereinzelt oder in klei-
nen Gruppen versu-
chen immer wieder
Nazis aus der Demo
raus zukommen.
Doch diese Versuche
scheitern kläglich am
Widerstand der
AntifaschistInnen. Die
hagel auf sie niedergeht, kommen sie Bullen scheinen keinen Bock mehr zu
hier durch und treiben die Leute aus- haben - die Nazis sollen zurück zum
einander. Langsam legt sich der Tu- Bahnhof. Doch leider ist der Bahn-
mult. Wir erfahren, daß die Nazis hofsvorplatz voll mit Gegen-
mittlerweile losgegangen sind, aber demonstrantInnen. Die Polizei beginnt
immer noch Nähe Bahnhof festsitzen. zu räumen. Wasserwerfer fahren auf
Also, nichts wie hin! und der Einsatzleiter fordert auf, wei-
500 Meter sind die Nazis „marschiert“. ter zurückzugehen. Als das nicht
Nun sitzen sie fest. Über die Beweg- schnell genug geht und immer mehr
gründe, warum die Bullen die Nazis Flaschen und Steine auf die Bullen
nicht haben weitergehen lassen, kann fliegen, fangen die Bullen an zu knüp-
man nur spekulieren: Zum einen Wahr- peln und setzen zwei Wasserwerfer
scheinlich das gelegentliche Nicht- ein. In dem Wasser ist Tränengas
einhalten der Auflagen der Nazis und enthalten. Sie treiben uns in den Park
zum anderen die unsichere Situation - dort warten allerdings auch schon
in der Stadt, wo einige tausend Antifas Polizisten. Anstatt einen geordneten
die Bullen ganz schön in Bewegung Rückzug anzutreten, fangen immer
brachten. Die Nazis machen mittler- wieder große Gruppen von Personen
weile eine Sitzblockade und rufen „Wir an panisch wegzurennen und so an-
sind das Volk“. Der Stimmungsma- dere Leute mitzureißen. Schließlich
Fight Back! Seite 15
ist der Platz leer und die Nazis sitzen ein ähnliches Fiasko wie am 1. Sep-
im Zug. Gruppen sammeln sich und tember. Eigentlich müßten sie ja spä-
langsam kehrt Ruhe ein. Für die Nazis testens nach der 2ten Schlappe end-
war dieser Tag ein Desaster - für lich verstanden haben, daß sie in Leip-
uns ein voller Erfolg! zig keine Schnitte haben Doch nicht
jeder wird aus Fehlern klug – am
Doch irgendwie scheinen die Nazis 6.4.2002 wollen die Nazis wieder nach
das nicht kapiert zu haben. Am 3.11. Leipzig kommen ... Wir freuen uns
versuchten sie ein weiteres Mal in schon!
Leipzig zu marschieren und erlebten

Bundesweite Demonstration gegen


Abschiebeknäste in Büren
In Büren befindet sich der größte Knast hoch. Mit Trillerpfeifen und lau-
Abschiebeknast Westeuropas – einer ten Parolen wurde versucht, die Mau-
der zentralen Knotenpunkt zur Ab- ern zu durchdringen und den Gefange-
schiebung von Flüchtlingen und ein nen “ein Zeichen zu geben”. Später
Symbol für die rassistische Asylpolitik sammelte man sich zu einem Demon-
der BRD. strationszug durch
Schon seit dem Bau des den Ort Büren.
Abschiebeknastes fin- Während der gesam-
den in Büren bundeswei- ten Demonstration hat
te Demonstrationen ge- die Anstaltsleitung der
gen Abschiebung und JVA Büren die
stattlichen Rassismus Sicherheitsmaßnah-
statt. Auch dieses Jahr men massiv ver-
hatte ein breites Bünd- schärft. So gab es für
nis aus antifaschisti- die Inhaftierten weder
schen und anti- Hofgang noch Um-
rassistischen Gruppen schluss, noch konn-
für den 3. Oktober zu der ten sie besucht wer-
Kundgebung aufgerufen. den. Trotzdem ist die
Gruppen aus der gan- Demonstration von
zen Bundesrepublik wa- den Gefangenen posi-
ren an gereist, so daß tiv aufgenommen wor-
über 1500 Teilnehmer den, wurde für sie doch
lautstark gegen die Ab- deutlich, daß es au-
schiebemaschinerie der ßerhalb der Mauern
BRD protestierten. noch Menschen gibt,
Zu Beginn zogen die die sich mit ihnen so-
DemonstrantInnen zum lidarisieren.
e r m i n e :
T
8. Dezember 2001
Demonstration gegen den Abschiebeknast in Hannover-
Langenhagen
Achtet auf weitere Ankündigungen

Jeden Freitag ab 20 Uhr

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