Sie sind auf Seite 1von 132

2. AUF.LAG

I
Pera · Schmiedebach
Medizinischer Wortschatz
Franz Pera · Heinz-Peter Schmiedebach

Medizinischer Wortschatz
Terminologie kompakt

2. Auflage

DE GRUYTER
Autoren

Prof. Dr. Franz Pera, Universitätsklinikum Münster, Institut für Anatomie,


Vesal iusweg 2-4, 48149 Münster
E-mail: franz.pera@ukmuenster.de

Prof. Dr. Heinz-Peter Schmiedebach, Universitätsklinikum Hamburg­


Eppendorf, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Martinistraße 52,
20246 Hamburg
E-mail: p.schmiedebach@uke.uni-hamburg.de

Koautoren dieser Auflage

Prof. Dr. Hans-Peter Kröner, Universitätsklinikum Münster, Institut für Ethik,


Geschichte und Theorie der Medizin, Von-Esmarch-Str. 62, 48149 Münster

Dr. Martin Langer, Universitätsklinikum Münster, Klinik und Poliklinik für


Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Waldeyerstraße 1 ,
48149 Münster

ISBN 978-3-1 1 -022694-2


e-ISBN 978-3-1 1 -022695-9

Library of Congress Cataloging-in-Publication Data

Pera, Franz.
Medizinischer Wortschatz I by Franz Pera, Heinz-Peter Schmiedebach.
p. cm.
ISBN 978-3-1 1 -022694-2 (acid-free paper)
1 . Medicine--Terminology. I. Schmiedebach, Heinz-Peter. II. Title.
R123 .P447 201 0
6 1 0.1 '4--dc22
201 0028784

Bibliografische Information der Deutschen Nation albibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen


Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet
über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

©Copyright 201 0 by Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/New York
Pri nted in Germany
Satz, Druck und Bindung: Druckhaus "Thomas Müntzer", Bad Langensalza
Vorwort zur 2. Auflage

Der "Medizinische Wortschatz" soll auch i n der neuen Auflage vom


Gewicht her ein Kitteltaschenbuch bleiben; daher müssen alle Wünsche
nach größerer Ausführlichkeit und nach Abbildungen vorerst unerfüllt
bleiben. Unser Hauptanli egen ist die Sprache, also steht die Etymologie
der Fachbegriffe im Vordergrund.
Neu an dieser Auflage ist, dass n u n auch viele der im Fachgebiet Phy­
siologie verwendeten Fachbegriffe berücksichtigt wurden; um ca. 400
Term i n i ist die neue Auflage angewachsen. Neu sind auch die historische
Einführung in die Medizinische Term inologie und die Grundlagen der
lateinischen Grammatik.
F ü r die vielen zustimmenden und für die kritischen Kommentare zur
1 . Auflage möchten wir unseren Lesern herzlich danken. Für konstruktive
Vorschläge danken wir vor allem Prof. Klaus-Di etrich F i scher, Mainz.
Mathias Wi rth danken wir für die Korrektu rlesung.

Münster und Hamburg, F ranz Pera,


i m September 2010 Heinz-Peter S chmiedebach
Vorwort zur 1. Auflage

Präzi sion i n der Wahl der Fachbegriffe kann in der Medizin manchmal
lebensentscheidend sein, und Korrektheit im Gebrauch der lateinischen
und womöglich auch der griechischen Sprachrege l n gilt immer noch als
Gütezeichen einer umfassenden ärztlichen Ausbildung und eines guten
Allgemeinwissens. Die Erfahrung eines langen Hochschullehrerlebens
zeigt uns jedoch: zwischen Anspruch und Wirklichkeit l i egen oft Weiten.
Das vorliegende Buch ist eine stark erweiterte Fassung des Gl ossars i m
Lehrbuch "Waldeyer: Anatomie des Menschen, 17. Auflage". E i n Glossar
(glossarium, von griechisch glossa: Zunge, Sprache, fremdartiges Wort)
ist eine L i ste von Wörtern mit Erklärungen.
Der Medizinische Wortschatz möchte nicht i n Konkurrenz zu den
großen und etabl i erten medizinischen Wörterbüchern treten, auch nicht
zu I nternetmedien wie Wikipedia, weder im Umfang noch in der Di chte
der medizinischen I nformati onen. Unser Anl iegen ist es, den heutigen
Studierenden der Medizin und Zahnmedizin, aber auch anderen an der
Medizin Interessierten, die Scheu vor den medizinischen Begriffen zu
nehmen, die zum großen Teil in einer Zeit entstanden sind, als Latein­
und Griechischkenntnisse noch zu den Selbstverständlichkeiten der
gebil deten Jugend gehörten. Daher möchten wir die in der Medizin
verwendeten anatomischen und klin ischen Begriffe vor allem auf i h re
sprachliche Herkunft zurückführen, aber auch auf i h re historischen und
mythologischen Zusammenhänge. Wir bekennen gern: es ist mühsam,
aber auch reizvo l l , in geeigneten Quellen die Wurzeln unseres heutigen
Wissens zu erkunden.
Wir bitten die Leseri nnen und Leser herzlich u m Rückäußerungen,
wenn sie Fehler in unserem Opus entdecken, wenn sie weitere Fachwör­
ter vorsch lagen, deren sprach liche Herku nft geklärt werden sollte, und,
natürlich besonders wi l l kommen, wenn sie dabei zur aktiven Mitarbeit
mit uns bereit sind.

Münster und Hamburg, F ranz P era,


im September 2007 Heinz-Peter Schmiedebach
Fachsprache und Kursus
der Medizinischen Terminologie

Seit nunmehr knapp vierzig Jahren existiert der Kursus der Medizinischen
Terminologie. Auch in der neuesten Version der Approbationsordnung
für Ärzte ist er als obli gate Lehrveranstaltung im ersten Semester des
Medizinstudiums für Studierende ohne Lateinkenntnisse wie auch für
diejenigen mit entsprechender Vorbildung vertreten. Obwohl dieser Kurs
also noch j u n gen Datums ist, ist die medizinische Fachsprache in i h ren
Wurzeln i n unserem Kulturkreis bis i n das fünfte vorchristliche Jahrhun­
dert zu rückzuverfolgen. Die Genese dieser Fachsprache ist untrennbar
verbunden mit der schriftl ichen Überlieferung des empirisch ermittelten
und gesammelten Wissens und damit mit der frühen Herausbildung des
ärztl ichen Berufes, der sich nunmehr vom Priesterheiler, Schamanen und
anderen Hei lpersonen abgrenzte. I m griechisch verfassten Corpus Hip­
pocraticum, einer Sammlung von etwa siebzig Texten untersch iedlicher
Herku nft, i n denen erstmals die Genese von Krankheiten auf eine ratio­
nale Weise und als Störung natürlicher Prozesse bestimmt und damit aus
der Macht der Götter und ihren Taten entfernt wurde, sind die Grundla­
gen der medizinischen Fachsprache für u n seren Kulturkreis zu finden.
jedoch sind keineswegs nur die medizinischen Texte im engeren Sinne
für die Generierung der medizinischen Fachsprache von Bedeutung,
sondern auch z.B. die naturphilosophischen Schriften eines Aristoteles,
der sich nicht n u r mit dem Körper und seinen Teilen auseinandersetzte
und diese mit Bezeich nungen versah, sondern auch Vorste l l u ngen über
den Zusammenhang der Teile und i h r F u n ktioni eren äu ßerte. Diese
theoretischen Grundlagen haben auch die Bildung verschiedener Termi­
n i der medizinischen Fachsprache geprägt. Ein Zugang zur Etymologie
dieser Begriffe verlangt also auch eine Auseinandersetzung mit den
zeitgenössischen Körpermodellen und den Ansichten zur F u n ktionsweise
der lebenden Materie.
Der Begriff "Parenchym" beispi elsweise, der von dem Anatomen und
Arzt Erasi stratos, der u m 280 v.Chr. lebte, stammt, l eitet sich i m Griechi­
schen von "parencheo" her, was soviel bedeutet wie "daneben h i ngie­
ßen". Diese Wortschöpfung beruht auf der damaligen Vorstellung, dass
die Entstehung der Organe mit einem Blutaustritt aus den Gefäßen be­
ginne. Das sich neben die Gefäße in die feinen Zwischenräume der
Fachsprache und Kursus der Medizinischen Terminologie VIII

Gewebe ergießende Blut sollte sich nach dieser Vorstellung dort erhärten
und so zum Wachstum und zur Bildung der organischen Substanzen
beitragen. Das Wort "gloutos" bedeutet bei Homer die H i n terbacke und
bei Galen von Pergamon, der im zweiten nachchristlichen Jahrhundert
lebte, erhält es seine Beutung für die Gesäßmuskul atur, die in differen­
zierter Form bis heute G ü ltigkeit besitzt. Galen hat versucht, das medizi­
nische Wissen seines Zeitalters zusammenzufassen. Durch sein gewalti­
ges Werk beeinfl usste er sowohl die medizinische Terminologie als auch
die anatomische Nomenklatur für Jahrhu nderte maßgeblich.
Mit der Ausdeh n u n g der römischen Herrschaft in den östlichen Mit­
telmeerraum kam es auch zur Aneignung des dortigen Wissens u n d der
Kultur. Diese Adaption zeigte sich zunächst in einer regen Übersetzertä­
tigkeiL ln diesem Zusammenhang ist der römische Enzyklopädist Celsus,
der in der ersten Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrhu nderts wi rkte,
besonders bedeutsam, da sich aus seinem Werk der Teil über die Hei I­
kunst vollständig erhalten hat. E r behielt einen Teil der griechischen
Fachausdrücke bei, übersetzte andere aber ins Lateinische. Die griechi­
schen Term i n i , die er bewahrte, wurden zu einem großen Teil i n eine
latinisi erte Form gebracht. Viele der heute noch ben utzten Fachwörter,
die aus dem Griechischen stammen, sind i n dieser lati n i sierten Form
überliefert.
Das mittelalterliche Latein war das allgemeine Verständigungsmittel
im politischen, kirchlichen und auch wissenschaftl ichen Leben. Sämtli­
che medizinischen Werke wie auch die Abhandlungen zur Natu rfor­
schung wurden in diesem Latein verfasst. Die mittelalterliche Medizin
war aber zudem noch von der Kultur und Sprache der Araber beeinfl usst,
die als u n m i ttelbare Erben des griechischen und byzanti nischen Wissens
dieses zunächst im arabischen Gewand wieder nach E u ropa transportier­
ten. Die arabischen Kompendien der galenischen Anatomie, die medizi­
nischen Schriften des Avicenna und Rhazes aus dem neunten und zehn­
ten Jahrhu ndert gehörten nicht selten zu den Grundausstattu ngen der
medizinischen Bibliotheken der sich ab dem 1 2 . Jahrhu ndert in E u ropa
formierenden mittelalterlichen u n iversitären Medizin. Mit der Überset­
zung solcher Schriften sind auch zahlreiche arabische Begriffe in die
anatomische Nomenklatur eingegangen, so dass auch das Arabische in
latinisi erter Form seine Spuren hinterlassen hat.
Mit der Renaissance und dem Humanismus wird das Latein unter
Rückbesinnung auf die antike klassische Form erneuert. Das nunmehr i n
einer neuen Übersichtlichkeit und Klarheit erscheinende Latein blieb die
Gelehrtensprache der folgenden Jahrhunderte. Erst mit der Ausdehnung
des wissenschaftl ichen Wissens in Folge der Aufklärung ging man bei
den Publikationen und im U nterricht auf die einzelnen Landessprachen
IX Fachsprache und Kursus der Medizinischen Terminologie

über. ln Deutschland haben die Mediziner jedoch noch lange am Latein


festgehalten, das sich aber mehr und mehr von der klassischen Form
entfernte. Noch bis zur Mitte des 1 9 . Jahrhu nderts füh rte man teilweise
den U nterricht in diesem Latein durch, i n dem auch die medizinischen
Doktorarbeiten verfasst wurden. Das konti n u ierliche Festhalten an den
anatomischen und klin ischen Fachbegriffen, auch nach dem Übergang
der wissenschaftl ichen Veröffentlichungen in die Landessprachen, nützte
der i nternati onalen Verständigung sehr. Dennoch hat die ständig wach­
sende medizinische Forsch u n g seit den Zeiten des Anatomen Vesal
(-ius?) im 1 6. Jahrhu ndert und den physiologischen Forschungen von
William Harvey, der im 1 7 . Jahrhu ndert durch seine experimentellen
Arbeiten den Kreislauf im tierischen Organismus evident machte, zu
einem Phänomen gefüh rt, das der Klarheit der Fachsprache und einer
mühelosen Verständigung eher abträglich war. Es bi ldete sich für die
einzelnen Körperteile eine Unzahl von Synonymen heraus, die häufig
Irrtümer hervorbrachten. Zwar wurde das Problem verschiedentlich schon
u m die Jahrhundertmitte des 1 9. Jahrhun derts angesprochen, doch hatte
erst der Wiener Anatom Josef Hyrtl mit seiner Forderung nach einer
Reform der anatomischen Fachsprache i m Jahr 1 880 einen Erfolg. Es
bi ldete sich eine von anatomischen Fachleuten besetzte Nomenklatur­
Kommission, deren Vorschläge 1 895 auf dem Anatomenkongress i n
Basel einstimmig angenommen wurden.
Die damit geschaffene Basler Nomina Anatomica (BNA) bereitete der
Willkür in der Namensgebung i n nerhalb der makroskopischen Anatomie
ein Ende und verei nheitl ichte die Term i n i für solche anatomischen Struk­
turen, die bis dahin unter versch iedenen Namen bekannt waren. I n sbe­
sondere wurden die Eponyme, also die Bezei chnungen anatomischer
Gebilde mit den Personennamen der Entdecker oder Erstbeschreiber, die
als Eigennamen mit der umstrittenen Frage der Prio rität der Entdeckung
verknü pft waren, aus der Nomenklatur entfernt. Auf diese Weise wurden
etwa 1 0.000 Bezeich n u n gen verworfen, weil sie entweder als Synonyme
i rrefü hrend waren oder als Homonyme verschiedene anatomische Struk­
turen mit einem gleich lautenden Begriff versehen hatten. Man orientierte
sich an der E i nfach heit u n d Kürze der beizubehaltenden Term i n i , was
allerdings bisweilen einen Verzicht auf die p h i l ologische Exaktheit mit
sich brachte. Ab den 1 920er Jahren wurden versch iedene Verbesseru n­
gen und Überarbeitungen vorgenommen, i nsbesondere, u m eine weitere
sprachliche Berei nigung zu erreichen u n d eine Übereinsti mmung mit
den Ausdrücken der vergleichenden Anatomie zu erzielen. I m Rahmen
dieser Bemühungen wurde in Deutschland für einige Zeit eine eigene
Jenenser Nomina Anatomica ei ngefüh rt; da aber die BNA sich in weiten
Teilen der Weit du rchgesetzt hatte, entschied man sich für eine laufende
Fachsprache und Kursus der Medizinischen Terminologie X

Verbesserung der BNA. Auf dem 5. i nternationalen Anatomenkongress i n


Oxford wurde ein internationaler Nomen klatur-Ausschuss gebildet,
dessen Vorschläge 1 955 auf dem 6. i n ternationalen Kongress i n Paris
angenommen wurden. ln der Folgezeit wurde aber auch die Pariser
Nomina Anatomica (PNA) immer wieder modifiziert. Gleichzeitig richte­
te man U nterkommissionen für die embryologische und histologische
Nomenklatur e i n . Obwo h l auch diese Term i n i auf dem alten h i storischen
Vokabular basierten, waren H istologie u n d Embryologie viel stärker zu
Neubildu ngen auf den Grundlagen der griechischen Wortstämme ge­
zwungen, da die antiken Ärzte u n d Naturforscher die Embryologie kaum
und die H istologie und Zytologie gar nicht kannten. Trotz dieser seit dem
1 9. Jahrhu ndert feststel l baren dauernden Veränderungen und Anglei­
chungen, die eine größere Klarheit, Verei nfach u n g der Handhabung und
Verständigung zum Ziele haben, ist die anatomische Namensgebung
immer eng mit den bedeutenden Epochen der Anatomiegeschichte ver­
bunden geblieben.
Es versteht sich, dass diese umfassende h i storische Grundlage der me­
dizin ischen Fachsprache in sehr u nterschiedlicher Weise i m Kursus der
Medizinischen Terminologie zum Ausdruck kommen kann. E i n Blick auf
die konkrete Gestaltung dieser Kurse zeigt, dass diese an den verschie­
denen medizinischen Fakultäten sehr untersch iedlich gehandhabt wird.
Das Spektrum reicht von i ntensiver Absti mmung mit den Inhalten der
Lehrveranstaltungen der Anatomie bis h i n zu ausgefeilten Lehrangeboten
im Rahmen eines E-Learni ng-Programms. Mit der Etablierung dieses
Kursus am Anfang der 1 9 70er Jahre machte man einen Schritt weg von
der Schulausbildung im klassischen Latein als Voraussetzung zum Medi­
zinstudium h i n zu einer mehr an den konkreten Anforderungen der
Medizin orientierten Grundausbildung in der medizinischen Fachspra­
che, die nunmehr ins medizinische Curriculum integriert war. Diese
Fachsprache wird aus fachspezifischen Term i n i gebildet, die aber in eine
muttersprach liche Syntax eingebunden sind; j a aus der Alltagssprache
können Begriffe i n die Fachsprache integriert werden, die i n besonderer
Bedeutung erscheinen, wie z.B. der Term i n u s "Kultur". ln den Kursen der
medizinischen Term inologie werden im Allgemeinen aber keine sprach­
theoretischen oder -phi losophischen I n halte erörtert oder Überlegungen
zu den sozialen F u n ktionen der Fachsprachen angestellt.
Der Gebrauch der Fachsprache kann einerseits z.B. zur Herau sbildung
und Aufrechterhaltung einer korporativen Identität des Ärztestandes
beisteuern, andererseits aber den N i cht-Fachkundigen von der Kommu­
n i kation ausschließen, was besonders i m Hinblick auf eine Erfolg ver­
sprechende Arzt-Pati ent-Kommuni kation zu Problemen führen kan n .
Meistens werden i n eher red uzierter und pragmatischer Weise unter den
XI Fachsprache und Kursus der Medizinischen Terminologie

Schlagworten Formenlehre und Wortbildungslehre zum einen die ana­


tomischen Term i n i mit i h rer Herkunft aus dem Latei nischen und zum
anderen die klin ischen Begriffe, die in den allermeisten Fällen aus
griechischen Wortbestandteilen zusammengesetzt sind, abgehandelt.
Schließlich können noch einige weitere Gebi ete, je nach dem gegebe­
nen Zeitrahmen, h i nzugefügt werden, wie z.B. die Synonymenlehre.
Manchmal ist ein Großteil des Unterrichts, i n sbesondere wenn keine
Lateinvorkenntnisse gegeben sind, mit dem Üben der u ngewohnten
Begriffe ausgefü llt. E i n igen Studierenden macht dabei nicht n u r die
Grammatik Schwierigkeiten, sondern auch der Umstand, dass die mut­
tersprachlichen Begriffe in vielen Fällen keine di rekten Übersetzungen
der Fachtermini sind, sondern eigenständige Wörter, die auch eine eige­
ne von der Entwickl ung des Fachterm inus unabhängige Überl ieferungs­
geschichte aufweisen.
Keineswegs muss der U n terricht auf reine Grammatik- und Überset­
zungsübungen reduziert werden. Vielmehr b i l det die Terminologie -
freilich verbunden mit einigem Organisations- u n d Koordinierungsauf­
wand - auch die Chance zu einem i n tegrierten Unterricht, der auch
andere Fach inhalte sowohl aus dem Fächerspektrum des Absch nitts
Medizin I wie auch aus dem der Medizin I I i n den Kursus der medizini­
schen Terminologie einbringt. Die vielfach auch i m ersten Semester
du rchgefüh rten anatomischen Vorlesungen und Übungen bieten sich zu
einer Vernetzung an: die abstrakten Begriffe können auf diese Weise mit
konkreten B i l dern und Strukturen versehen werden. Bei der Abhandlung
der klin ischen Term i n i ist es möglich, i m Sinne propädeutischer Lehre
Beziehungen zu Krankheitsbi l dern, Untersuchungsmethoden, Differenti­
aldiagnosen etc. herzustellen. Sch ließlich bieten viele Term i n i die Chan­
ce, auch historische, kulturelle und ethische Aspekte zu thematisieren
oder das Verhältnis zwischen dem bezeichnendem Wort u n d der be­
zeichneten Struktur u n d den Wandel dieses Verhältnisses im Laufe der
Zeit und vor dem H i ntergrund wissenschaftlicher Veränderungen zu
erörtern. Egal, wie i m einzelnen die Gestaltung des Kursus auch ausse­
hen wird - für die Studierenden ist eine Kenntnis der einzelnen Term i n i
technici unumgänglich.
Grammatik kompakt

Die Fachausdrücke der medizinischen Fachsprache stammen übelWie­


gend aus der lateinischen und griechischen Sprache. Unabhängig von
ihrer Herku nft folgen alle medizinischen Fachausdrücke in Grammatik
und Betonung den Regeln des Late i n ischen. Substantive wie Adjektive
werden i n i h rer Form also du rch Geschlecht (Genus), Fall (Casus) und
Zahl ( N u merus) bestimmt. Das Latein ische kennt keine Artikel, unter­
scheidet jedoch wie im deutschen drei Geschlechter. Oie Deklination
von Substantiven, Adjektiven und Partizipien gesch ieht im Latein ischen
durch die Veränderung der Wortendung. Je nach dem Auslaut des Wort­
stammes, den man d u rch Wegnehmen der Genitiv-P lural-Endung (ent­
weder -rum oder -um) erhält, werden versch iedene Dekli nationsklassen
untersch ieden. Da man i n der medizinischen Fachsprache nur die bei­
den ersten Casus benöti gt, sind auch nur diese im folgenden Schema
berücksichtigt.

a-Deklination (Substantive und feminine Form von Adjektiven)

Singular P l u ral

Nominativ vena f. venae


Genitiv venae vena-rum

o-Deklination (Substantive, maskuline und neutrale Form


von Adjektiven)

Singular P l u ral

Nominativ musculus m. musculi


Genitiv musculi musculo-rum
Nominativ dorsum n. dorsa
Genitiv dorsi dorso-rum
XIII Grammatik kompakt

Konsonantische Deklination (Substantive und Adjektive im Komparativ


für alle drei Geschlechter)

Singular P l u ral

Nomi nativ rotator m. rotatores


Genitiv rotatoris rotator-um
Nomi nativ abductio f. abductiones
Genitiv abductionis abduction-um
Nomi nativ genus n. genera
Genitiv generis gener-um

Gemischte Deklination (Substantive und Partizip Präsens in maskuliner


und femininer Form)

Singular P l u ral

Nomi nativ auris f. aures


Genitiv auris auri-um
Nomi nativ dens m. dentes
Genitiv dentis denti-um

i-Deklination (Substantive und zweiendige Adjektive in allen drei


Geschlechtern, Partizip Präsens in Neutrumform)

Singular P l u ral

Nomi nativ pelvis f. pelves


Genitiv pelvis pelvi-um
Nomi nativ rete n. retia
Genitiv retis reti-um

u-Deklination (Substantive)

Singular P l u ral

Nomi nativ ductus m. ductus


Genitiv ductus ductu-um
Nomi nativ genu n. genua
Genitiv genus genu-um
Grammatik kompakt XIV

e-Deklination (Substantive)

Singular P l u ral

Nominativ fades f fades


Genitiv fadei fade-rum

Betonung

Da lateinische Wörter entweder auf der zweitletzten oder drittletzten


Silbe betont werden, l i egt die Betonung bei zweisilbigen Wörtern immer
auf der ersten Silbe. Bei mehr als zweisilbigen Wörtern wird die zweit­
letzte Silbe betont, wenn diese lang ist. Ist diese kurz, erfolgt die Beto­
nung der drittletzten Silbe. i n einigen Fällen kann die Länge der vorletz­
ten Silbe nach folgenden Regeln ermittelt werden. E i n Vokal vor einem
Vokal ist kurz (z.B. l i n ea). Lang ist eine Silbe, wenn in ihr e i n Diphthong
(Doppelvokal) vorkommt (z.B. ae oder oe; gl utaeus), wobei in der neues­
ten anatomischen Nomenklatur die Diphthonge vereinfacht zu einem
langen e werden (z.B. gluteus), aber die Betonung beibehalten wird.
Zwei aufeinander folgende Konsonanten längen eine Silbe (z.B. cerebe-
1/um, I i gamentum). Allerdings gibt es von dieser Regel auch Ausnahmen,
dann nämlich, wenn Versch l usslaute (b, p, d, t, g, c, ph, th, eh) und
F l i eßlaute (r, I) i n dieser Reihenfolge aufeinander treffen . i n einem sol­
chen Fall längen sie die Silbe nicht (z.B. cerebrum). Die Betonung liegt
dann auf der drittletzte Silbe.
Abkürzungen

eng I . englisch
frz. französisch
gr. griechisch
ohne Angabe latei nisch
m. masku l i n
f. fem i n i n
n. neutrum
(!) Achtung, anderes Wortgeschlecht als der deutsche Begriff
pl. Plural
comp. Komparativ
sup. Superlativ
dimin. D i m i n utiv (Verkl einerungsform)
i.e.S. im engeren S i n n
allg. allgemein
anaL anatomisch
bio I . biologisch
med. medizinisch
m lat. mittellate i n isch
physik. physikalisch
physiol. physiologisch
zahnmed. zahnmedizi n i sch
s. siehe
V. von
A

a-, an- (gr.): un-, n i cht-, ohne, und Korpuskularstrahlung beim


Verneinung (alpha privativum) Durchgang du rch Materie (absor­
a-, ab-: von, weg-, ab beo: verschl ucken, aufsaugen)
Abasie f.: Unvermögen zu gehen accessorius, a, u m : hinzutretend,
(gr. a; gr. bai no: gehen, gr. basis zusätzlich, unterstützend
f: Schritt, Gang, Grun dlage) accumbens, entis: anliegend, sich
abdomen, i n i s n.: Bauch an lagernd (accu mbo: sich h i n ­
abducens, entis: wegfü hrend, zur legen, sich lagern). Nucleus
Seite spreizend (abduco, duci, accumbens (septi): der gemein­
ductu m: wegführen, abwändig same basale Tei I von Nucleus
machen). abductor, oris m.: caudatus und Putamen, der
Abspreizer, Wegzieher nicht von der Capsula i nterna
Aberration f: bio/. Abweichung durchbrachen wird; er grenzt
von der üblichen Form bei an das medial gelegene Septum
Pflanzen und Tieren; genet. pellucidum
Veränderung der Anzahl oder acervulus, i m.: Häufchen; anal.:
Struktur der Chromosomen H i rnsand im Corpus pineale
(aberratio f: Abirrung, Abwei­ (di m i n . von acervus, i m. Hau­
chung, Entfernung) fen)
ablatio, onis f.: das Wegbringen, acetabulum, i n.: Essiggefäß,
Entfernen, Abtragen; med. Am­ Schälchen
putat, Abtragung (aufero, abstul i, Achalasie f.: Unfähigkeit der glat­
ablatum: wegtragen, wegbrin­ ten Muskulatur, sich zu ent­
gen) spannen (gr. a; chalaros: schl aff,
abortus, us m.: Fehlgeburt locker)
abrasio, onis f: Abschabung, Achilles, Achilleus: i n der griech.
Ausschabung (abrado, rasi, ra­ Mythologie Sohn des Peleus u n d
sum: abkratzen) der Meeresnymphe Thetis. Als
abscessus, üs m.: Eiteransammlung Sohn eines menschlichen Vaters
i n einer durch krankhafte Vor­ und einer göttl ichen Mutter war
gänge entstandenen geschlosse­ er sterblich. Thetis tauchte i h n
nen Höhle (abscedo, cessi, ces­ als Säugl i n g i n d i e Styx, u m i h n
sum: weggehen, abziehen) zumi ndest unverwundbar zu
Absorption f: Lösung von Gasen machen. Die Stelle an der Ferse,
in Flüssigkeiten u n d festen Stof­ an der sie i h n mit der Hand
fen, Schwächung von Wellen- hielt, b l i eb jedoch vom Wasser
acidophil 2

des F l u sses unbenetzt u n d die Adamsapfel: ursprünglich (ara­


einzige verwundbare Stelle des bisch) "Apfel des Mannes" (Po­
Achilleus: die Ach i l l esferse m u m viri), getreu des Schöp­
acidophil: Synonym: oxyphi I: m i t fungstextes, wonach Adam auf
sauren Farbstoffen färbbar (aci­ den Ruf Gottes: wo bist d u ? e i n
dus, a u m : sauer; gr. oxys: Tei I des verbotenen Apfels i m
scharf, herb, sauer; -phil: gr. H a l s stecken b l i eb, wurde der
phileo: lieben, zugetan sein) arabische Begriff (arab.
acinus, i m.: kleine Beere, Wein­ adam: Mann) von mittelalter­
beere; beerenförmiges Endstück lichen Mönchen in Pomum
seröser Drüsen adami (Adamsapfel) über­
acro-: Spitze, Höhe, äu ßerstes setzt.
Ende (gr. akron n.) Adaptation f.: Anpassu ngsvermö­
Acromegalie f.: Größenzunahme gen; beim Auge an Hell igkeit
der "Akren" (Endigungen) des (adapto: anpassen)
Körpers (Nase, Ohren, Kinn, adductor, oris m.: heran- (an den
Hände, F ü ße) bei Überschuss an Ru mpf, an die Körpermittel füh­
Wachstu mshormon beim Er­ rend
wachsenen (gr. akron; megalo-: Adenitis: Drüsenentzü ndung.
groß-) adeno-: Drüsen- (gr. aden,
acromion, i n. (gr. akron; omos adenos m./f.: Drüse). adenoid:
m.: Sch ulter, Achsel): Schulter­ Drüsen-äh nlich, Lymphknoten­
höhe ähnlich (veraltet: "Lymph­
Acropodium: F u ßspitze, Hand drüsen"). Adenom: aus Drüsen­
(Begriff aus der vergleichenden gewebe hervorgegan gener
Anatomie. "Das G l i edmaßenske­ Tumor
lett i n Vorder- und H i n terextre­ adeps, adipis m./f.: Fett
m i tät zeigt sehr große Überein­ adhaerens, entis: an haftend. ad­
stimmung, besonders bei primi­ haesio, onis f.: das anei nander
tiven Tetrapoda") (Starck, 1979). Haften
(gr. akron; -podi um von pus, Adiadochokinese f.: U nfähigkeit,
podos m.: Fuß.). Acrosom n.: antagonistische Bewegungen
Kappe auf dem Spermienkopf schnell durchzuführen (gr. a;
(gr. akron; soma) diadochos: aufeinander folgend,
acusticus, a, u m : Gehör- (gr. akuo: abwechselnd; ki nesis f.: Bewe­
hören; akustos: hörbar) gung)
acutus, a, u m : spitz, scharf Adipositas f.: Fettl eibi gkeit, Fett­
ad: an, hinzu, heran sucht (adiposus, a, u m : fetthal­
adamantinus, a, u m : Schmelz tig, fettreich)
bildend (gr. adamas, antos m.: aditus, us m.: Zugang, Zutritt
Stahl). Adamantoblast m.: Adiuretin: die D i u rese hemmen­
Schmelz bildende Zelle des Hormon des Hypophysen
3 Akinese

h i n terlappens (gnti-diuretisches Aganglionose f.: Fehlen der Neu­


Hormo.!l) rone (Ganglienzellen und i h re
adminiculum, i n.: Stütze Fortsätze) i m enterischen Ner­
Adnexe: Anh angsgebi lde. Vor vensystem (gr. a; gang I ion n.:
allem gebraucht für die An- Nervenknoten)
hangsgeb ilde des Uterus: Eier­ Agenesie f.: Fehlen einer Organan­
stock, Ei Ieiter, Epoophoron mit lage (gr. a; genesis: Entstehung)
Bändern und Peritonealanteilen Ageusie f.: Ausfa l l des Ge­
(annecto, nexui, nexum: an­ schmackssinns (gr. geusis f.: das
knüpfen, verbinden). Adnexitis, Kosten, Geschmack)
pl. iden f.: Entzündung der Ad­ agger, eris m.: Erde, Wall, Erhö­
nexe, v.a. des Eileiters (Salpingi­ hung
tis) (-itis) Agglutination f. : Verkl umpung von
Adrenalin: Hormon des Neben­ Zellen (agglutino: anleimen,
nierenmarks (ad: bei, nahe an; anheften; gluten, fnis n.: Leim,
ren, renis m.: N i ere). Adrenokor­ Kitt)
tikotropin n.: adrenokorti kotro­ Aggregation f.: Anhäufung, Hau­
pes Hormon (ACTH); Peptid­ fenbildung (aggrego: beigesel­
hormon des Hypophysenvorder­ len, anschließen). aggregatus,
lappens mit Wirkung auf die a, um: geschart, angeschlossen
Nebennierenrinde (cortex, corti­ agitans: erregt, unruhig (agito: i n
cis m.: Rinde; gr. tropos m.: Bewegung setzen, vor sich her­
Richtung) treiben, h i n und her bewegen)
adultus, a, u m : erwachsen agnosia f. (gr.): das N i chterkennen;
Adventitia, ae f.: Kurzform v. Störung des Erkennens trotz i n ­
Tunica adventitia: bin degewebi­ takter Wahrnehmung
ge äußere Verbindu ngsschicht Agranulozytose f. : Mangel an
eines Organs oder Gefäßes. ad­ Granulozyten (a; granul um, i n.:
ventitius, a, um: von außen Körnchen; zyt-: Zelle)
kommend, hinzukommend Agraphie f.: Verlust des Schreib­
-aemie f.: Bl ut- (gr. haima n.: Blut) vermögens (bei erhaltener Intel­
aequus, a, u m : gleich ligenz und peripherer Bewe­
aerob: auf das Vorhandensein von gungsfähigkeit (gr. a; grapho:
Sauerstoff angewiesen (gr. aer, schreiben, ritzen, malen, zeich­
aeros m.; Luft) nen)
afferens, entis: zu-, h i nführend Akapnie f.: Fehlen von Kohlendi­
-affin: Neigung zu einer Verbin­ oxid im Blut (gr. a-; gr. kapnos
dung (affi nitas, atis f. : Verwandt­ m.: Rauch, Dunst)
schaft) Akinese f.: hochgradige Bewe­
affixus, a, u m : angeheftet, befesti gt gungsarmut bis Bewegungslosig­
(affi go, fixi, fixum: an etwas an­ keit (gr. a; kineo: i n Bewegung
heften, fessei n) setzen, bewegen)
Akkommodation 4

Akkommodation f.: Anpassung Protein) im Urin (gr. uron n.:


(z.B. der Augen I i nse an die Ent­ Harn, Urin)
fernung, i.e.S. von der Ferne i n Alexie f: Leseschwäche, B uchsta­
die Nähe) (accommodo: sich ben- oder Wortb l i ndheit (gr. a;
anpassen, an etwas anpassen) lexis, eos f: das Lesen)
Akne f.: Hautfi nnenausschlag (gr. Algesie f: Schmerz (gr. algesis f
akme f: Spi tze) = algos n.: Schmerz). -algie f.:
Akranie f: Fehlbildung mit voll­ -Schmerz (gr. algeo: Schmerz
ständigem oder teilweisen Feh­ empfinden, leiden)
len des Schädels (gr. a; kranion alimentär: mit der Ernährung
n.: Schädel) zusammenhängend, ernäh­
akro-: s. acro rungsbedingt (al imentum, i n.:
Akupunktur f: Stichelbehandlung Nahrungsmittel, Pflegegeld)
der traditionellen chinesischen -alis, e: Suffix, das eine Beziehung
Medizin (acus, Lis f: Nadel; oder Zugehörigkeit ausdrückt
pungo, pupugi, pu nctu m: ste­ allantois, idis f: U rharnsack (gr.
chen) alias, al lantos m.: Wu rst; eides:
Akzeleration f.: Beschleunigung, ähnl ich)
Entwicklu ngsbesch leunigung Allergie f: veränderte Reaktions­
(accelero: besch leunigen, eilen) lage des Organismus nach vo­
akzessorisch: zusätzlich (accesso­ rausgegangenem Kontakt mit
ri us) Antigenen (gr. allos: anders,
ala, ae f: Flügel. alaeque nasi: . . . fremd; ergon: Werk, Tat)
u n d des Nasenflügels. -que Allocortex m.: phyl ogenetisch
(= und, sowie) verbindet zwei ältere H i rnrinde mit anders (ein­
Begriffe zu einem zusammenge­ facher) struktu rierter Zytoarchi­
hörigen Ganzen. alatus, a, u m : tektoni k als im Isocortex (cortex,
geflügelt, mit Flügeln. alaris, e: icis m.: Rinde). allogen: von
F l ügel-, zum F l ü gel gehörend, fremder Herkunft. Allosterie f. :
flügelförmig hiochem. Veränderung der Kon­
alaktazide Phase: kein Anstieg des formation unter Beeinflussung
Milchsäurespiegels i n Blut und des aktiven Zentrums (gr. allos:
Muskel. Laktat: Salz der Milch­ anders; gr. stereos: fest, räum­
säure (gr. a; lac, lactis n.: Milch; lich)
acidus, a, um: sau er) alternans, antis: abwechselnd
albicans, antis: weißlich, weiß (alterno: abwechseln, schwan­
schimmernd. Albino: Mensch ken)
od. Tier mit fehlender Farbstoff­ alveolaris, e: zu den Zahnalveolen
bildung. albugineus, a, u m : bzw. zum Proc. alveolaris gehö­
weißlich. albus, a , u m : weiß. rend. alveolus, i m.: kleine
Albuminurie f: Ausscheidung Wanne. alveus, i m.: Mulde,
von Albumin (ein globu läres Wanne; anal.: weiße Substanz
5 anaerob

des nach außen gebogenen ru ng). amnestisch: den Erinne­


Cornu ammonis rungsverlust betreffend (gr. am­
amakrin: mit kurzen Fortsätzen nesti a f.: das Vergessen)
(gr. a; makros: groß, lang; is, Amnion n.: i n n ere Eihaut, Frucht­
inos: Faser) wasserhaut (gr. amnion n.:
Amaurose f.: Erb I indung (gr. Schafhaut). Amniozentese f.:
amaurosis, eos f.: Verdunklung) Punktion der Fruchblase (gr.
ambiens, entis: umgebend, um­ kenteo: stechen, du rchstechen
kreisend. ambiguus, a, um: zu amöboid: Amöben-ähnlich (Amö­
zweien gehörend, zweiseitig ben: "Wech seltierchen", Proto­
ambulant: 1. Nicht fest an einen zoen; gr. amoibos: wechselnd)
Ort gebunden. 2. ohne stati onä­ amorph: formlos, ohne scharfe
re Aufnahme im Krankenhaus Begrenzung (gr. a; morphe f. :
(ambulo: u m hergehen, wan­ Gestalt)
dern, l ustwandeln) Amotio f.: Ablösung (a: von, weg;
Amelie f. : angeborenes Fehlen der motio, onis: Bewegung)
Extremitäten (gr. a; melos: Amphiarthrose f: straffes Gelenk
Gl ied) mit geringer Beweglichkeit (gr.
Ameloblasten: Schmelz bildende amphi: um, herum, beide-, dop­
Zellen (altengl. amel: Schmelz; pelt; arthron n.: Gelenk)
gr. blastao: sprossen) Amphibien: L u rche (gr. amphibios:
Amenorrhoe f.: Fehlen der monat­ doppellebig [zu Wasser und zu
lichen Periodenblutung (gr. a; Land))
men m.: Mon at; rheo: fließen) ampulla, ae f.: bauchiges, erwei­
Ametropie f.: Fehlsichtigkeit bei tertes Gefäß
Brech ungsanomalien des Auges amygdala, ae f.: Mandel (gr.
(gr. a; metron n.: Maß; ops, opos amygdalon n.)
n.: Auge, Gesicht) Amylase f.: Stärke spaltendes
-ämie: Suffix für eine Eigenschaft, Enzym (gr. amylon n.: Stärke­
Veränderung oder Erkrankung mehl, Stärke)
des B l u tes (gr. haima, hai matos ana- (gr.).: h i nauf, auf-, gegen
n.: Blut) Anabolikum n.: Substanz, die den
Amitose f. : di rekte Kernteilung Aufbau von körpereigenem
ohne Sichtbarwerden von Gewebe vorwiegend durch eine
Chromosomen (gr. a; mitos m.: verstärkte Protei nsynthese för­
Faden) dert (gr. anaballo: i n die Höhe
Ammon: ägyptischer Gott, dessen werfen; gr. anabole f.: Erdauf­
heil iges Tier der Widder war. wu rf, Wall)
Ammonshorn: s. Cornu ammo­ anaerob: nicht auf das Vorhan­
nis densein von Sauerstoff angewie­
Amnesie, Amnesia f. : Erinnerungs­ sen (gr. an; gr. aer, aeros m.:
verl ust (gr. a; mnesis f. : Erinne- Luft)
Anämie 6

Anämie f.: Anaemia; Blutarmut; den Chromosomensatz (gr. an;


Verminderung von Hämoglo­ eu: gut, richtig; diploos: zwei­
b i n ko nzentrati on, E rythrozyten­ fach)
zah I und/oder Hämatokrit unter Aneurysma n.: u mschriebene
die alters- und geschlechtsspezi­ Wandausbuchtung eines
fischen Normwerte (gr. an-; gr. Hohlorgans (gr. aneuryno:
haima n.: Blut; gr. anaimos: eiWeitern)
blutleer) Angina pectoris: "Engbrüstigkeit";
Anaesthesie f.: Unempfindlichkeit; anfallsartig auftretende Schmer­
med.: Schmerzbetäubung (gr. zen im Brustraum bei Sklerose
anaisthesia f.: Unempfindlich­ der Herzkranzarterien oder an­
keit, Gefü hllosigkeit) derer Herzkrankheiten (ango:
analis, e: zum After gehörend, beengen, würgen, ängstigen;
ringförmig pectus, oris n.: Brust)
Analgie: Aufhebung der Schmerz­ angio-: Gefäß-, BI utgefäß- (gr.
empfi ndung (gr. an; algos n. (!): angeion n.: Gefäß). Angio­
Schmerz) blasten: Gefäßwand bildende
Anaphylaxie: akute allergische Zellen (s. blastus). Angiographie:
Allgemeinreaktion (gr. ana: röntgenolog. Darstellung von
daneben; phylaxis f.: Schutz) Blutgefäßen mit H i lfe injizierter
Anastomose f.: 1 . natürliche Ver­ Kontrastmitte l . Angiom n.: Ge­
bindung zwischen Blut- oder schwulst des Gefäßgewebes.
Lymphgefäßen oder Nerven; Angioplastie f.: Aufdehnung von
2 . chirurgisch angelegte Verbi n­ Gefäßen m i t einem Ballonkathe­
dung von Hohl organen (gr. ter (gr. plasso: bilden, formen,
anastomosis f.: Eröffn ung, Mün­ gestalten)
dung) angularis, e: winkelig, zu einem
anconaeus, a u m : E l l enbogen­ W i n kel gehörend. angulus, i m.:
(gr. ankon, onos m.: E l lenbo­ W i n kel
gen) An(h)idrosis: vermi nderte bis
andro-: männlich-, Mann- (gr. fehlende Schweißbildung (gr.
aner, andros m.: Mann). Andro­ an; h i dros, otos m.: Schwe i ß)
gene: männliche Sexualhormone animal: 1. Die aktive Lebensäuße­
(genesis f. : Entstehung). Andro­ rung betreffend; 2. zu willkürli­
tropie: auf das männliche Ge­ chen Bewegungen fähig (anima,
schlecht gerichtet (gr. tropos: ae f.: Luft, Atem, Seele, Lebens­
Richtung) kraft). animalisch: 1. tierisch;
anencephalus, i m.: "ohne Ge­ 2. triebhaft
h i rn", Frosch kopf (gr. an; en­ Aniridie f. : angeborenes oder
kephalos: Gehirn) eiWorbenes Fehlen der Regen­
Aneuploidie f. : Abweichung der bogenhaut (gr. an; iris, idos f. :
Chromosomenzahl vom diploi- Regenbogen)
7 Antihypertensivum

Anisokorie f.: ungleiche Weite der ante: vorn, vorwärts, vor, Vorder­
Pupi Iien (gr. an; iso-: gleich; antebrachium, i n.: U n terarm
kore f. : Pupil le) (brach ium, i n.: Arm)
Ankylose f.: Gelenkversteifung anteflexio, onis f: Beugung nach
durch knöcherne oder narbige vorne (flecto, exi, ectu m: biegen,
Gelenkspaltüberbrückung (gr. beugen)
ankylosis f.: Krümmung, "Win­ antekolisch: vor dem Colon trans­
kel stel l u n g") versum gelegen
anomalis, e: u n regelmäßig (gr. antepositio, onis f.: ventrale Ver­
anomia f.: Gesetzl osigkeit). lagerung eines Organs (positio,
Anomaloskop n.: Spektralfar­ onis f: Stellung, Lage)
benmi schapparat, optisches anterior, ius: der Vordere, weiter
Instrument zur Prüfung des Far­ vorn gelegen. anterograd: nach
bensinnes (s. -skop) vorne gerichtet, vorwärts gehend
Anop(s)ie f: N icht-sehen; Untätig­ (gradior: schreiten)
keit der gesunden Netzhaut (z.B. anteversio, onis f.: Neigung
eines Auges beim Schielen) (gr. nach vorne (ante; verteo: wen­
an; opsis, eos f. : das Sehen, den)
Wahrnehmung) anthelix, icis f: Bogenwulst an der
anorexia, ae f. : Appeti tlosigkeit, Ohrmuschel (gr. anti: gegen­
Verlust des Triebes zur Nah­ über; helix, helikos f: Windung,
rungsaufnahme (gr. an; orexis Spirale)
f.: Streben, Begierde, Verlan­ anthrax, akos m. (gr.): Kohle;
gen) med.: Milzbrand
Anosmie f.: hochgradige Minde­ anthropoid: menschenähnlich (gr.
rung bis Aufhebung der Ge­ anthropos m.: Mensch). Anthro­
ruchswahrnehmung (gr. an; poiden: Menschenaffen. Anth­
osme oder odme f. : Geruch, ropologie f.: 1. Wissen schaft
Duft, Gestank) vom Menschen u n d seiner Ent­
Anotie f: angeborenes Fehlen der wickl ung in natur- und gei stes­
Ohren (gr. an; us, otos: Ohr) wissenschaftlicher Hinsicht; 2 .
Anoxie f: vollständiges Fehlen Geschichte der Menschenrassen
von Sauerstoff i m Gewebe (gr. anti- (gr.): gegen-
an; gr. oxys: scharf, sau er) anticus, a, um: der vordere
ansa, ae f Schleife, Schlinge, Antigen n.: artfremder Eiwei ßstoff,
Henkel der i m Körper die Bildung von
anser, eris m.: Gans. anserinus, a, spezifischen Anti körpern bewirkt
um: Gänse- (Pes anseri nus: Gän­ (gr.: -gen)
sefuß) Antihypertensivum n.: Medika­
Antagonist m.: Gegenspieler, ment zur B l utdrucksenkung (gr.
gegensi n n i g wirkend (gr. ant­ hyper-: höher, übermäßig; ten­
agon izomai: dagegen kämpfen) sio, onis f: Spannung)
artefactum 8

antikoagulatorisch: geri n n u n gs� nen). apertus, a, u m : geöffnet,


hemmend (coagulo: gerinnen) offen
Antimere: "Gegenteile"; 2 spie� apex, icis m.: Spi tze, spi tzes Ende,
gelbildlich gleiche Hälften Gipfel
Antipyretikum n.: Medikament mit Aphasia, Aphasie f.: Störung oder
Fieber senkender Wirkung (gr. Verlust der erworbenen Sprache
pyroo: i n Brand setzen, (gr. a: phase v. phemi: sagen,
verbrennen) sprechen)
antitragus, i m.: "Gegenbock"; der apicalis, e: die Spi tze einer Zelle,
dem Tragus gegenüber l i egende eines Organs oder Raumes
Tei I der Ohrmuschel (gr. tragos betreffend. apikal: zahnmedi­
m.: Ziegenbock) zin.: an derWurzelspitze, zur
Antrotomie: operative Eröffnung Wurzelspitze h i n
eines Antrum, i.e.S. Aufmeiße� Aplasie: angeborenes Fehlen eines
I ung des Warzenfortsatzes u n d Organs (gr. a-; plasso: b i l den)
Entfern u n g vereiterter Warzen� Apneusis f.: Atemmuster mit tiefer,
fortsatzzellen (antrum, i n.: Höh� sehr langer Einatmung und sehr
le, Hoh I raum; gr. temno: schneller Ausatmung (gr. ap�
schneiden; tome f. : das Sch nei­ neusti: i n einem Atemzug)
den, Sägen bes. als chirurgische Apnoe f.: Atemsti l lstand (gr. ap­
Operati on). Antrum, i n.: anat. noos: atemlos, nicht atmend)
Ausbuchtung bzw. Ausweitung apo (gr.): ab, weg, von
verschiedener Strukturen (z.B. apokrin: Sekreti onsmodus mit teil­
Antrum cardiacum, mastoideum, weiser Zell absto ßung (gr. krineo:
pyloricum) (antrum, i n.: Grotte, scheiden, abscheiden, absondern)
Höhle, Körperhöhle) Aponeurose f.: breitfl ächige Seh-
anularius, a, u m : ringförmig. ne, Sehnenpl atte (gr. aponeu ro­
anulospiralis, e: ringförmig ge­ sis f.: Muskel-Sehnen-Übergang)
wunden (anulus; gr. speira f. : apophysis f. (gr.): "das Aufgewach�
schlangenförmige Windung). sene", Fortsatz; anat.: Knochen­
anulus, i m.: kleiner Ring. anus, i vorsprung
m.: Kreis, Ring, After Apoplexie f. : Schlaganfall (gr.
Aorta f.: Hau ptschlagader; von plege f.: Schlag, das H i nfal len;
aorteo (gr.) aufhängen (nach apoplektos: vom Schlage ge­
Kraus, 1844, wegen des gleich­ rührt, starr)
sam freien Hängens der großen Apoptose f.: natürlich er, "pro­
Schl agader i n der Brust); nach grammi erter" Zelltod, Zellabsto­
Hyrtl (1866) leitet sich der Be­ ßung (gr. apo; ptosis f.: Fall,
griff Aorta ab von aero (gr.): er­ i.S.v. Laubabfall)
heben (im Sinne von pul sieren) Apostasis f.: 1. Krise oder Ende
apertura, ae f.: Öffnung (aperio, einer E rkran ku ng; 2. Abszess;
aperui, apertu m : öffnen, eröff- 3. Abstehen (gr. apostasis, eos f.:
9 Arrosion

Abstand, Entfern ung, Abszess, Zypressengewächse, deren Fä­


Auswuchs) cher dem B i l d des medianen
apparatus, Os m.: Zurüstung, Gerät Sagittalschni tts durch den Klein­
Appendicitis, pl. iden f.: Entzün­ hirnwurm ähnlich sind) (arbor,
dung des (\Nurm)Fortsatzes, oris f.: Baum; vita, ae f.: Leben)
" B l i nddarmentzündung" (-itis) archaios (gr.): uranfänglich, uralt
appendix, icis f. (!) : Anhängsel, -arche f. (gr.): Anfang
Fortsatz (appendo: daran hän­ archipallium, ii n.: ältester Teil des
gen) H i rn mantels (pal l i u m , ii n.: Man­
Applanation f.: Abflach ung (pla­ tel)
nus, a, u m : flach, eben) Architektonik f.: Aufbau eines
approximal: an der Kaufläche Werks, einer Struktur (gr. archi­
(zahnmed.) (ad: bei, hinzu; pro­ tekton ikos: baumei sterl ich, zur
ximus, a, u m : nächster, nächst­ Baukunst gehörend)
stehender). Approximalflächen: arcuatus, a, u m : bogenförmig,
einander berührende Flächen gekrümmt. arcus, Os m.: Bogen
von Zähnen area, ae f.: Pl atz, Fläche, Feld.
Apraxia, Apraxie f. : Unfähigkeit areola, ae f.: kleiner Bezirk,
zur Ausführung erlernter kleiner Hof (Areola mammae:
zweckmäßiger Bewegungen Brustwarzenhof)
oder Handlungen trotz erhalte­ Areflexie f.: Ausfall der Reflexe
ner Wahrnehmungs- und Bewe­ (z. B. der Muskeleigen reflexe)
gungsfähigkeit (gr. a; praxis, eos (gr. a; reflecto, reflexi, reflexu m :
f.: Handlung, Tätigkeit) zurückbiegen)
aquaeductus, Os m.: Wasserlei­ aresorptivus, a, u m : fehlende oder
tung; anat.: Verbindung zwi­ verminderte Rückresorption (bei
schen 3. und 4. H i rnventrikeL Hydrocephalus: von Liquor (gr. a;
aquosus, a, u m : voll Wasser, lat. resorbeo: wieder aufsaugen)
wasserreich argyrophil: durch Anfärbung mit
Äquation, f.: v. aequo: etwas Sil berpräparaten m i kroskopisch
gleich machen. Äquivalent n.: darstellbar (gr. argyros m.: Sil­
gleichwertiger Ersatz, Gegenwert ber; -phil)
(aequus, a, um: gleich, gleich­ Arkade f. : von Pfeilern getragener
artig; valens, entis: stark, kräfti g, Bogen (arcus)
wi rksam) arrector, oris m.: Aufrichter
arachne f. (gr.): Spinne. arachnoi­ Arrhythmie f.: u n regelmäßiger
dea, ae f.: Spin nwebenhaut (gr. oder fehlender Rhythmus (gr. a;
arach nion n.: Spinngewebe; gr. rhythmos m.: Takt, Regel­
-ideus, a, u m : -ähnl ich) mäßigkeit)
Arbor vitae f. (!): Lebensbaum (im Arrosion f.: das Annagen; Zerstö­
18. jahrh. der botanische Name rung von Organen, i nsb. von
für die Thuia aus der Familie der BI utgefäßen und Knochen (arro-
artefactum 10

do, rosi, rodum: annagen, bena­ Orgasmus ("trockener" Orgas­


gen) mus) (gr. a; gr. sperma, atos n.:
artefactum, i n.: künstlich hervor­ Samen, Samenflüssigkeit)
gerufene Veränderung Aspiration f: Eindri ngen von
arteria, ae f (gr.-lat.): Pul sader, F l üssigkeiten oder festen Stoffen
Luftrö h re (von gr. aer, aeros m.: i n die Luftröhre od. Lungen; An­
Luft, und tereo: bewahren; weil saugen von Gasen, Flüssi gkeiten
man sie früher für lufthaltig h i elt) u.a. beim Ei natmen (aspiro:
arthr-, arthro-: Gelenk- (gr. hi nwehen, anhauchen, zu etwas
arthron n.: Gelenk). Arthrodese h i n streben)
f: operative Gelenkversteifung Assoziation f: Verknüpfung (ad:
d u rch Entfernung des Gelenk­ zum, socius, i m.: Genosse)
knorpels (gr. deo: binden, ver­ Astasie f: Unfähigkeit zu stehen
binden). Arthrose f.: degenerati­ (gr. a; gr. stasis f.: das Stehen)
ve Gelenkerkrankung aster, astros m. (gr.): Stern
articularis, e: zum Gelenk gehö­ asthenisch: schmal-, schlank­
rend, Gelenk. articulatio, onis f: wüchsig, schwach (gr. asthenes:
Gelenk. Artikulation f.: 1 . Ge­ kraftlos, schwach)
lenkbildung, 2. Bissbewegungen Asthma n.: anfallsweise hochgra­
(zahnmed.); 3. deutliche Laut­ dige Atemnot (gr. asthma n.:
bildung bei Vokalen und Konso­ Atemn ot, E ngbrüsti gkei t, das
nanten (arti culus, i m.: Gelenk, Keuchen)
Satzglied, Wendepunkt) Astrozyt m.: sternförmige Glia­
aryt(a)enoideus, a, u m : einem zelle
G ießbecken ähnlich (gr. arytai na Asynergie f: Störung im Zusam­
f: Gi eßbecken, Schöpfgefäß) menwirken mehrerer Muskel­
ascendens, entis: aufsteigend. gruppen (gr. a; synergeo: zu­
ascensus, u s m.: das Hinaufstei­ sammenarbeiten, mitwirken)
gen, Aufstieg Aszites m.: Bauchwassersucht,
aseptisch: keimfrei (gr. a; sepo: Wasserbauch (gr. askos m.:
verfaulen, brandig werden) Schlauch; hydrops m.: Wasser­
Asomatognosie f (auch: Somata­ su cht)
agnosie): Unfähigkeit zur Erken­ atavistisch: einem früheren
n u n g des eigenen Körpers; Menschheitsstadi u m entspre­
Rechts-Links-Störung (gr. a; so­ chend (atavus, i m.: Vater des
ma, atos n.: Körper; gnosis, eos Uru rgroßvaters, Vorfahr)
f: Erkenntnis, Kenntnis, Be­ Ataxie f.: Störung des Bewegungs­
kanntsein; gignosko: erkennen) ablaufs (gr. a; taxis f.: das Stel­
asper, era, erum: rau, uneben len, Ordnen)
Aspermie f: 1 . Fehlen von Sa­ Atelektase f: verminderter bis
menzellen i m Ejakulat. 2. Aus­ fehlender Luftgehalt der Lungen­
bleiben der Ejakulation trotz alveolen mit mange! hafter bis
11 auxoton(isch)

fehlender Entfaltung des betrof­ sehe Schi cksalsgöttin) bzw. von


fenen Lungenbereiches (gr. a; gr. atropia f.: U nveränderlich­
telos n.: Ende; ektasis f.: Aus­ keit, Starrheit (wegen der Weit­
dehnung) stellung der Pupillen nach Atro­
Atherosklerose f.: zu Verhärtung pi nbehandl ung)
und Verdickung der Gefäßwand auditivus, a, um; auditorius, a,
führende Bi ndegewebswuche­ um: auf das Gehör/Hörorgan
rung der Intima- u n d i n neren bezogen (auditus, us m.: Gehör).
Mediaschicht (gr.: athere: Brei auditorisch: auf das Gehörorgan
aus Weizengraupen; skleros: oder das Hören bezogen (audio:
trocken, hart, rau) hören)
athletisch: muskulös, von kräfti­ auricula, ae f.: Ohrmuschel;
gem Körperbau (gr. athl etes m.: Herzohr. auricularis, e: zur
Wettkämpfer) Ohrmuschel gehörend; muschel­
Atlas, -antos od. -antis m.: Titan förmig. auris, i s f. : Ohr
der gr. Mythologie, der das ausculto: aufmerksam zuhören, an
Himmelsgewölbe auf den Schul­ der Tür lauschen
tern trägt; anal.: 1 . Halswirbel aut: oder
Atresie f.: fehlende Öffn ung, auto-: selbst- (gr. autos: selbst,
angeborener Verschi uss einer persönlich, aus eigenem An­
Körperöffn u n g (gr. a; tresis Loch, trieb)
Öffn ung; tretos: durchboh rt, autochthon (gr.): i m Lande selbst
durchlöchert) geboren, U rbewohner (chthon,
atretisch: undurchboh rt; nicht chthonos: Erde, Land)
zum Follikelsprung führend autoimmun: überschießende
atrialis, e: zum Herzvorhof gehö­ Reaktion des Immu nsystems
rend. atrioventrikular: die Atrio­ gegen körpereigenes Gewebe
ventri kularklappen zwischen (immu nis, e: befreit, verschont)
Vorhof (Atri um) und Kammer autokrin: die durch einen Stimu­
(Ventriculus) oder den Atrio­ lus ausgeschüttete Substanz
ventrikul arknoten des Herzens wi rkt auf die produzierende
betreffend. Zelle zurück (gr. kri neo: ab­
atrium, i n.: Vorhalle, Vorhof, scheiden)
Vorkammer eines Hohl organs autonom: "nach eigenen Gesetzen
Atrophie f.: " E rnährungsmangel"; lebend", selbstständig (gr. no­
Rückbildung eines Organs oder mos m.: Brauch, Sitte, Gesetz)
Gewebes (gr. a; trophe f.: Ernäh­ Autopodium: s. Acropodi u m
rung, Nahrung) auxi-, auxo-: vermeh rt- (gr. auxo:
Atropin n.: giftiges Alkaloid der vermehren, vergrößern, stei-
Tollki rsche (Atropa belladonna), gern, wachsen). auxoton(isch):
Parasympatholyti kum. Name Form der Muskel kontraktion,
abgeleitet von Atropos (griech i- bei der sich sowohl Kraft als
axialis 12

auch Länge ändern (gr. tonos azellulär: ohne Zellen, zellfrei (gr.
m.: Spannung, Ton) a)
avis, is f. (!): Vogel Azidose f.: Störung des Säure­
axialis, e: 1 . in der Achsenrich­ Basen-Gleichgewichts zu Guns­
tung; 2. zum 2 . Halswirbel ge­ ten der sauren Valenzen; Abfall
hörend des Blut-pH-Werts unter 7,36
axilla, ae f.: Achsel (acidus, a, u m : sauer)
axis, is m.: Achse; anal.: 2. Hals­ Azoospermie f.: keine reifen,
wirbel. axon, onis, i n.: Achsen­ beweglichen Spermatozoen i m
zylinder, Neurit (gr. axon, onos: Ejakulat (gr. a; gr. sperma n.:
Achse). Axolemm n.: Zellmemb­ Same; gr. zoon n.: lebendes
ran u m das Axon (gr. Iemma n.: Wesen, Tier)
Rinde, H ü l le). Axoplasma n.: azygos (gr.): anal. nicht gepaart
Zytoplasma i n nerhalb des Axons (mit einer Arterie) (gr. azyx, zy­
(gr. plasma n.: Bildung, Gebilde) gos: ohne Joch, u ngepaart)
B

Balanitis, pl. iden f.: Entzündung bifurcatio f.: Gabel ung (bifurcus,
der Eichel und/oder Vorhaut des a, um zweigabelig; furca, ae f.:
männl. Gliedes (gr. balanos f.: Gabel)
Eichel; �itis) bilateralis, e: beidseitig (bi; Iatus,
Balneotherapie: Behandlung mit lateris n.: Seite)
Bädern aus nat. Heilquellen, biliaris, e: zur Galle bzw. Gallen­
auch Seebäder, Trinkkuren und blase gehörend. bilifer(us), fera,
I n halationen (bal neum, i n.: ferum: Galle-leitend (fero: tra­
Bad) gen, bringen). Bilirubin: rötl ich er
bandelette f. (frz.): Bändchen, Gallenfarbstoff (ruber, rubra,
kleine Binde rubrum: rot). bilis, is f.: Galle.
Barorezeptor: (Bi ut-)Druck regis­ Biliverdin: Oxydati onsprodukt
trierende E i n richtung (gr. baros von Bilirubin (viridis, e: grün)
n.: Schwere, Gewicht, Druck; binaural: "mit beiden Ohren"; zur
receptor: Empfänger) Lokalisation von Schallquellen
basikranial: die Schädelbasis im Raum (bis: zweimal auris, is
betreffend f.: Ohr)
basilaris, e: zur Basis gehörend bio-: Leben- (gr. bios m.: Leben)
basilicus, a, um: fürstlich, königlich Biopsie: Untersuchung von dem
Basipodium: F u ß-, Handwurzel (s. Lebenden entnommenem Kör�
Acropodium. basis, is f.: Basis, pergewebe (gr. bios; opsis f.: das
Grundl age, Grund, Sockel Betrachten)
basolateral: die Basis und die biped: zweifüßig, zweibeinig (pes,
Seitenwände von (Epithel-) pedis m.: F u ß)
Zellen betreffend (s. Basis; Iatus, bipennatus, a, u m : doppelt gefie­
I ateris n.: Seite, Flanke) dert (penna, ae f.: Feder)
basophil: mit basischen Farbstof­ bipolar: mit zwei entgegen gesetz­
fen anfärbbar ten Polen (polus, i m.: Pol, End­
benignus, a, u m : gutartig (bonus: punkt der Erdachse)
gut; gigno: hervorbringen) biventer, tra, trum: zweibäuchig
bi-, bis: zweimal (bi; ven ter)
biceps, -cipitis: zweiköpfig (caput) -blast(us) m . : -Bildungszelle (gr.
bicuspidalis, e: zweizipflig (cuspis, blastao: sprossen, sich entwi­
idis f.: Spitze, Zipfel) ckeln). Blastem n.: B i l dungs­
bifidus, a, u m : i n zwei Tei I e ge­ gewebe (gr. bl astema n.: Spross,
spalten Keim, U rsprung). Blastozyste f.:
blepharon 14

embryon. Keimblase (gr. bl astos äste > ca. 1 m m Durchmesser.


m.: Keim, Trieb; kysti s, eos f. : bronchus, i m.: Hauptast der
Blase) Luftröhre (gr. bronchos m.: Luft­
blepharon n. (gr.): Augen I i d röhre)
Bolus, i m . : 1 . Bissen fester Nah­ Brückenkallus: überschießender
rung. 2. einmalige Gabe eines Knochenkal l u s als Brücke zwi­
Medikaments (gr. bolos m.: schen Knochenbruchbereichen
Wu rf, Schuss) benachbarter Knochen (s. callus)
brachialis, e: zum Arm gehörend. bucca, ae f. : Wange, Backe. buc­
brachium, i n.: Arm, Oberarm calis, e: zur Wange gehörend,
brachys (gr.): kurz. brachyzephal: der Wange zugekeh rt. buccina­
kurzschädelig, mit kurzem Schä­ tor, oris m.: Trompeter (bucca,
del versehen (gr. kephale f.: Kopf) ae)
bradys (gr.): langsam. Bradykardie bulboideus, a, um: zwiebelförmig.
f.: langsamer Herzschlag bulbus, i m.: Zwiebel, essbare
(< 50/mi n) (gr. kardia f.: Herz, Knolle (gr. bolbos m.); anal.:
Magen) Anschwel lung; z. B. Medulla
branchial: zu den Kiemenbögen oblongata, Augapfel, Bulbus
(Sch l u n dbögen) gehörend (gr. olfactorius
branchia n.pl.: F i schkiemen) Bulimie f. : "Ochsenhu nger", Ess­
bregmaticus, a, um: zum Scheitel­ Brech-Sucht (gr. bus m./f.: Rind,
bein gehörend (gr. bregma, atos Stier, Ochse, Kuh; gr. I i mos m.:
n.: Vorderkopf, Oberschädel; H u nger, Gier, Verlangen)
nach Aristoteles der Schnittpunkt bulla, ae f.: Blase, Buckel
von Pfei 1 - und Kranznaht) bursa, ae f.: Beutel, Tasche; anal.:
brevis, e: kurz Schlei mbeutel
bronchialis, e: zu den Bronchien bypass (engl.): künstlich angel egte
gehörend. Bronchien: Luftröhren- Umgehungsanastomose
C (siehe auch unter K und lj

Caecum, i n.: B l i nddarm (erster cancer, cri m.: Gittertier, Krebs,


Abschnitt des Di ckdarms) (cae­ Geschwür
cus, a, u m : blind, versteckt, caninus, a, um: vom Hund, hun­
blind endend) de- (canis, i s m.: Hund)
Ca isso n-Kra nkheit: D ru ckl uft­ canthus, i (gr. kanthos) m.: Au­
krankheit, Taucherkrankheit, genwinkel
Stickstoffembolie (frz. caisson capillus, i m.: Haar. capilli, orum:
m.: Senkkasten bei Wasserbau­ Kopfhaare (caput; pilus)
ten) capitatus, a, um: mit einem Kopf
calcaneum, i n.: Ferse (caput) versehen. capitulum, i
calcar, aris n.: Sporn. calcarinus, n.: (Geien k-) Köpfch en
a, um: vogelspornartig capsula, ae f.: kleine Kapsel, Käst­
caliculus, i m.: kleiner Kelch, chen
Knospe. calix, icis m.: Kelch, caput, capitis n. (!): Kopf. Caput
Becher, Pokal (gr. kalyx, Medusae, Medusenhaupt. Medu­
ykos f. (!): H ü l se, Kapsel; Kelch) sa: nach der gr. Mythologie eine
callosus, a, u m : verdi ckt, schwie­ der Gorgonen (Stheno, E u ryale,
lig, dickschalig; auf das Corpus Medusa), weibliche Schreckge­
cal losum bezogen. callus, i m.: stalten mit Schlangenhaaren, bei
1 . Schwiele; 2. nach Knochen­ deren Anblick der Mensch vor
brüchen neu gebil detes Faser­ Schreck zu Stein wurde. Perseus
knochengewebe (callum, i n.: schlug Medusa das Haupt ab,
Schwiele) dem die petrifi zierende Wirkung
calor, oris m. (!): Wärme, Hitze erhalten blieb (Medusenhaupt),
calotta, ae f.: Schädeldach, Kalotte und schen kte es Athene, die es
(frz. calotte f.: Käppchen, Ge­ auf dem Brustpanzer trug. Med.:
wölbe) Erweiterung der Vv. paraumbili­
calvaria, ae f.: H i rnschale, Schä­ cales bei Pfortaderstauung
del, Schädeldach (vgl . Kalva­ carcinoma, atis n.: bösartige epi­
rienberg: Schädel stätte) theliale Geschwulst, Krebsge­
camera, ae f.: Gewölbe, Kammer schwulst (gr. karkinos m. Krebs,
campus, i m.: offenes, freies Feld, nomao: zerfressen)
Fläche Cardia, ae f.: Herz, Magenmund;
canaliculus, i m.: kleine Röhre, cardiacus, a, u m : zum Herz od.
Kanal (dimin. v. canalis). cana­ zum Magenmund gehörend (gr.
lis, is m.: Kanal, Tunnel kardia f.: Herz, Magen)
cardinalis 16

cardinalis, e: grundl egend wichtig, caverna, ae f: Höhle. cavernosus,


H aupt- a, u m : höhlenreich
carina, ae f: Schiffskiel, kiel artige cavitas, atis f: Höhle, Hohl raum.
Lei ste cavum, i n.: Höhle, Körperhöh­
carneus, a, u m : fleischig (caro, le. cavus, a, um: hohl
carnis f: Fleisch). carnosus, a, cellula, ae f: kleine Kammer,
u m : fleischig Zelle
caroticus, a, um: auf die A. carotis cementum, i n. (!): Zement, äu­
bezogen. carotis, idis: Kopf­ ßerste Schicht der Zahnwurzel,
schl agader. "Der Name Carotis Teil des Parodonti u m (caemen­
stammt von karos [= Bewusstlo­ tum, i n.: Bruchstein, Baustein;
sigkeit], mit welchem Ausdruck caedo: hauen, schlagen, zer­
die ältesten griechischen Aerzte schlagen)
jene Form von Sopor [= tiefer -centese f: -durchstechu ng (gr.
Schlaf] bezeichneten, welche i n kenteo: stechen, durchstechen)
Folge gewisser H i rnverletzungen Centrum semiovale n.: weiße
vorkommt, und mit starker, aber Substanz des Endhirns oberhalb
auffallend langsamer Pu lsation des Bai kens; setzt sich aus Asso­
der grossen Halsgefäße einher­ ziations-, Kommissuren- und
geht" (Hyrtl, 1 866) Projekti onsbahnen zusammen
carpus, i m.: Handwurzel (s. kar­ (gr. kentron n.: Mittelpunkt,
pos) Zentrum; lat. semi: halb-; ovum,
cartilagineus, a, u m : knorpelig. i n.: Ei)
cartilago, i n i s f (!): Knorpel cephalicus, a, um: den Kopf
caruncula, ae f: Stückehen betreffend (gr. kephale f: Kopf,
Fleisch, Wärzchen (caro, carnis Vorderseite, oberes Ende).
f: Fleisch) -cephalus, i: -kopf (gr. kephale
caseosus, a, um: käsig, käseartig f: H aupt, Kopf)
casus, ils m.: der Fall, Krankheits­ cerato-: s. kerato. ceratoglossus:
fall vom großen Zungenbeinhorn
Cataracta f. (!): L i nsentrübung, (cornu, gr. keras, atos) zur Zunge
grauer Star, Wasserfa l l : viell. cerebellum, i n.: Kleinhirn (di m i n .
i .S.v. "Schleier vor den Augen" v. cerebrum)
cauda, ae f: Schwanz, Schweif; cerebrum, i n.: Gehirn; anal.:
dünnes Endstück eines Organs. Großhirn
cauda equina f.: Pferdeschweif. cerumen, i n i s n:. Ohrenschmalz
caudalis, e: zum Schwanz, Steiß (cera, ae f: Wachs)
(Endabsch n i tt der Wirbelsäule) cervicalis, e: zum Hals gehörend,
gerichtet, unten. caudatus, a, Hals. cervix, icis f (!): Hals
um: geschwänzt Chalasie: I nsuffi zienz, Entspan­
cave!: hüte dich, beachte, pass nung eines Sphinkters (gr. cha­
auf! lasis f.: Nachlassen, Erschlaffen)
17 chorioideus

Chalazion n.: Hagelkorn, entzünd­ durch das Bakterium Vibrio


liche Anschwe l l u n g am Augen­ cholerae. Cholesteatom n.:
l i d (di m i n . v. gr. chalaza f.: Ha­ Perlgeschwu Ist (gr. stear, atos
gelkorn) n.: Talg, Fett) . Cholezystitis f. :
Cheiloschisis f.: L i ppenspalte, Entzündung der Gallenblase (gr.
Hasenscharte (gr. cheilos n.: kysti s f.: Blase). Cholezystokinin
Lippe, Rand; schisis f.: Spaltung n.: Pepti dhormon des Magen­
cheir, cheiros f. (gr.): Hand. Cheir­ Darm-Trakts, fördert die Pan k­
algia f.: Schmerzen in der Hand reassekretion und die Kontrak­
(gr. algeo: Schmerz empfinden). tion der gl atten Muskulatur der
cheirurgikos (gr.): mit der Hand Gallenblase sowie die Erschlaf­
arbeitend, chirurgisch fung des M. sphi ncter Oddi und
Chemosis: Ödem der Bulbus­ dadurch den Gallenfluss (gr.
bindehaut (gr. cheme f.: Gien­ kysti s f.: Blase; gr. ki nesis f.:
muschel) Bewegung)
Chemotaxis f.: du rch chemische chondralis, e: knorpelartig, den
Reize ausgelöste Bewegu ng oder Knorpel betreffend (gr. chondros
Zellwanderung (gr. chemeia f.: m.: Knorpel). chondro-: Knorpel-
Chemie; taxis f.: Aufstel Iu ng, chorda, ae f.: Darmsaite, Saite an
Ordnung) einem Musikinstrument; Strang;
chiasma, atis n.: i n Gestalt des gr. Körperachse. Chorda dorsalis:
Buchstabens Chi (X, y.) 1 . Ch ro­ zentrales Achsenorgan der
mosomenüberkreuzung i n der Chordaten, bi egsamer, unge­
Meiose, 2. anal. Bezeich n u n g gliederter Stab zwischen Schädel
für Kreuzungsstelle, vgl. decus­ und Schwanz (s. notochorda).
satio Chordotomie: operative D u rch­
chir-: s. cheir trennung des kontralateralen
Chloasma n.: gelblich-brauner Tractus spinothalamicus i m Vor­
Hautfleck, Leberfleck (gr. chloa­ derseitenstrang des Rücken­
zo: j u n ge hellgrüne Keime trei­ marks bei therapieresistenten
ben) Schmerzen (chorda spinalis:
choana, ae f.: h i ntere Nasenöff­ Rückenmark; gr. tome f.: Sch n i tt,
nung (gr. choane f.: Trichter) das Schneiden)
chol-: Gallen- (gr. chole f. : Galle, Choreoathetose f.: Bewegungsun­
Zorn). Cholangio-: auf die Gal­ ruhe i n Form serienweise auftre­
lenwege bezogen (gr. angeion tender zuckender u n d bizarr ge­
f.: Gefäß, Schlauch). choledo­ schraubter Bewegungen (gr.
chus: Gallengang (gr. doch us choreia: Tanz, Chortanz; athe­
von dechomai: nehmen, auf­ tos: ohne feste Stellung, unge­
nehmen). Cholera f.: Gallen­ eignet)
brechdu rchfal l; bakterielle I n ­ Chor(i)oidea, ae f.: Aderhaut des
fektionskrankheit, ausgelöst Auges. chorioideus, a, u m : dem
chorion 18

Chorion ähnlich. chorion, i i n. cicatriceus, a, u m : narbig, du rch


(gr.): Zotten haut der Plazenta, Narben bedingt (cicatrix, icis f. :
Fruchthülle. Chorionbiopsie f.: Narbe)
Probenentnahme aus dem Cho­ -cid: abtötend (caedo, cecidi,
rion für genetische U n tersu­ caesu m : töten)
chungen (s. Biopsie) ciliaris, e: zu den Zilien bzw. zum
Choristie f.: versprengtes embry­ Z i l iarkörper gehörend. cilium, i
o n . Gewebe (gr. chorizo: tren­ n.: Wimper
nen; histos m.: Gewebe) cinereus, a, um: aschgrau (cinis,
choroideus: s. chorioideus eris f.: Asche)
chrom-, chromo-: Farb-, Farb­ cingulum, i n.: G ü rtel
stoff-, Chrom- (gr. chroma n.: circa: ringsum, um, i n der Nähe
Farbe). chromaffin: typische von
Anfärbbarkeit mit Chromsalzen circadian: einen biologischen (24-
u. a. oxydierenden Agenzien Stunden-)Rhyth mus aufweisend
(affi nis: verwandt). Chromatin (dies, iei m.: Tag, Zeitraum von
n.: färbbare (kondensierte, " hete­ einem Sonnenaufgang zum
rochromatische") Chromoso­ nächsten)
menanteile im lnterphasezell­ circularis, e: kreisförmig, perio­
kern. Chromosom n.: "färbbarer disch wiederkehrend. circulus, i
Körper" im Zell kern; Träger der m.: kleiner Kreis (dimin. v. cir­
in der Basensequenz der DNA cus, i m.: Kreis)
kodierten Erbinformationen circum: um, ringsum, bei
(Gene) circumductio, onis f.: kreisförmige
chronos m. (gr.): Zeit. Chronaxie Gelen kbewegung, halbkreisförmi­
f.: Mini malzeit, über die e i n Reiz ge Führung eines gelähmten Bei­
von doppelter Rheobasenstärke nes (duco, duxi, ductum: führen)
fließen muss, um erregend zu circumferentia, ae f. : Umfang
wirken (gr. axia f.: Wert). Chro­ circumflexus, a, um: umgebogen
notropie f.: Wirkung auf die (circu mflecto: kreisförmig um­
Schlagfrequenz des Herzens (gr. biegen)
tropos m.: Richtung) cisterna, ae f.: u nterirdischer
Chylomikronen: bis 1 fJm große, Wasserbehälter, Fl üssigkeitsre­
fetthaltige Chyl uströpfchen i n servo i r, Zisterne; anal.: 1 . Erwei­
den viszeralen Lymphgefäßen terung des Subarach noidal­
(chylus; mi kros). chylus, i m.: raums; 2. spindeiförmige Erwei­
Darmlymphe; "Mil chsaft", auf­ terung des Ductus thoracicus;
grund des Fettgehalts milchig 3. H o h l räume im endoplasm.
aussehend (gr. chylos m.: Saft, Reti kulum und Golgi-Apparat
Brühe) -clast(us) m.: -abbauende, -re­
chymus, i m. Saft, Speisebrei, sorbierende Zelle (gr. klao: bre­
Magenbrei chen, zerbrechen)
19 comitans

Claudicatio intermittens: zu Geh­ ris, e: zur Schnecke, zum Innen­


pausen zwingende, vorüberge­ ohr gehörend
hende D u rchblutu ngsstörung coeliacus, a, u m : zur Bauchhöhle
des Beins (claudico: h i n ken; i n ­ gehörend (gr. koi los: hohl, bau­
termitto, -misi, -missum: dazwi­ chig; koilia f.: Bauchhöhle).
schen treten, unterbrechen) Coelom n.: embryonale Leibes­
claustrum, i n.: Vormauer, Riegel höhle, aus der Pleura-, Peri kar­
clavicula, ae f.: Schlüsselbein. dial- u. Peritoneal höhle hervor­
clavis, is f. : Schlüssel gehen
Clearance f.: Klärwert, Entfernen coeruleus (caeruleus), a, um: blau,
einer bestimmten exo- oder bläulich
endogenen Substanz aus einem colicus, a, um: zum Colon gehö­
gegebenen Körpersystem (engl. rend
clearance: Klärung, Räumung, collabor, Iapsus sum: zusammen­
Freigabe) sinken, -fallen
cleido-: Schlüsselbein- (gr. kleis, collateralis, e: auf derselben Seite
kleidas f.: Schi üssel, Schlüssel­ (des Körpers) befi ndlich, seit­
bein). cleidocranialis, e: Schlüs­ lich angeordnet, benachbart,
selbein und Schädel betreffend nebenständig, begleitend; Um­
clinoideus: einem Bett ähnlich (gr. gehungs-
kline f.: Bett, Sänfte; -ideus) colliculus, i m.: kleiner Hügel
clitoris, idis f.: kleiner Hügel, (di m i n . v. collis, i s m.: Hügel)
Kitzler colligens, entis: sammelnd (co l l i ­
clivus, i m.: Abhang go, legi, lectum: zusammenle­
cloaca, ae f.: Kloake, Abzugskanal sen, auflesen, sammeln)
dunes, i u m f.pl: Gesäß. clunis, is collum, i n.: Hals
f. : H i n terbacke colon, i n.: Glied, Teil, Grimm­
co-, col-, com-, con-, cor-: i n darm (Hau pttei l des Di ckdarms)
Wortzusammen setzungen = (gr. kolon n.: Darm, Wurst)
cum: mit-, zusammen­ colostrum, i n.: Vormilch; Sekret
coagulum, i n.: Lab (das die Milch der Brustdrüsen ab der 6.
zum Gerinnen bringt); med.: Schwangerschaftswoche
BI utgerin nsel -colpium n.: auf die Scheide (gr.
coarctatio, onis f. : Einengung, kolpos m.) bezogen
Verschi uss columella, ae f.: kleine Säule,
coccygeus, a, u m : Steißbei n - (gr. Pfeiler (dimin.v. columna). co­
kokkyx, ygos m.: Kuckuck lumna, ae f.: Säule, Pfeiler
[wegen der Ä h n l i chkeit mit comedo, onis m.: Mitesser (vi e l l .
einem Kucku ckssch nabel], weil m a n den ausgedrückten
Steißbein) Talg früher für lebende Parasiten
cochlea, ae f.: Schnecke, Schrau­ ansah)
be; ln nenohrschnecke. cochlea- comitans, antis: begleitend
commissura 20

commissura, ae f.: Verbindung. conoideus, a, um: kegelförmig (gr.


communicans, tis: verbindend. konos m.: Kegel, spitzer Zapfen;
communis, e: gemeinsam ideus)
compactus, a, um: fest constrictor, oris m.: Schnürer
compartimentum, i n. (v. engl. (constringo, strinxi, strictum: zu­
compartment): enger geschlos- sammenschnüren, -binden)
sener Raum (pars, partis f.: Teil; contactus, u s m.: Berührung,
Abteil, Absch n i tt) Anstecku n g
Compliance f. : med. Oberbegriff contortus, a , u m : zusammenge­
für das kooperative Verhalten dreht, verschlungen, gewunden
des Patienten im Rahmen der contra: gegenüber, gegen
Therapie (engl. compliance: contractio, onis f.: das Zusam­
Befolgung) menziehen, Verkürzung (contra­
compositus, a, um: zusammen­ ho, traxi, tractum: zusammen­
gesetzt ziehen). contractura, ae f.: dau­
compressio, onis f.: das Zusam­ ernde Verkürzung von Weichtei­
mendrücken, Druck. compres­ len, Gelen kkontraktur
sor, oris m.: Zusammen drücker contralateralis, e: auf der entge­
conceptio, onis f.: Empfängnis gengesetzten Körperseite (cont­
concha, ae f. : Muschel ra; Iatus)
concretus, a, um: verdichtet, conus, i m.: Kegel
zusammen gesetzt convergo: zusammenstreben, sich
condylaris, e: zum Gelen khöcker h i nneigen
gehörend. condylus, i m.: Ge­ convolutus, a, um: zusammenge­
len khöcker (gr. kondylos m.: rollt (convolvo, volvi, volutum:
Beule, geballte Faust) umrollen, umwickeln)
confluens, entis m.: Zusammen­ copula, ae f.: Band, Verbindung;
fluss (zwei er Flüsse; römischer Verbindungsstück
Name von Koblenz/Rhein­ cor, cordis n.: Herz
Mosel: Confluentes) coracoideus, a, u m : Raben(schna­
confusus, a, u m : verwirrt bel)-ähnlich (gr. korax, akos m.:
congenitus, a, u m : angeboren Rabe; ideus)
(gigno, genu, genitu m: zeugen, core (engl.): Kern, I n nerstes
gebären) corium; i n.: Haut, Feil, Leder­
coni(c)o-: den Conus elasticus haut
betreffend cornea, ae f. : Hornhaut des Auges.
conjugata, ae f.: Verbindung corneus, a, um: hörnern, aus
conjunctiva, ae f. : Bindehaut verhornenden Zellen bestehend.
(coniungo, i u nxi, i u nctum: ver­ corniculatus, a, um: hörnchen­
binden, etwas u n u nterbrochen artig, wi e ei n kleines Horn ge­
fortsetzen) staltet (corn iculu m, i . n.: kleines
connexio, on is f.: Verknüpfung Horn [dimin. v. cornu]). cornu,
21 cuticula

u s n . : Horn. Cornu ammonis: s . crena, ae f. Spalte


Ammon cribrosus, a, u m : siebartig durch­
corona, ae f: Kranz, Krone. coro­ löchert. cribrum, i n.: Sieb
nalis, e: Kranz- crico-: auf den Ringknorpel (Carti­
coronoideus, a, u m : hakenförmig, lago cricoidea) bezogen. cricoi­
säbelförmig gekrümmt (s. korone) deus, a, u m : ringförmig (gr. kri­
corpus, oris n (!).: Körper, Haupt­ kos m.: Ring, Siegel ring; ideus)
teil eines Organs. corpusculum, -crin: die Ausscheidung, Sekre­
i n.: Körperchen, kleines e i n heit­ tion betreffend (gr. krineo: ab­
liches Gebilde im Körper sondern)
corrugator, oris m.: Ru nzler (cor­ crinis, is m (!).: Haar, Kopfhaar
rugo: runzeln, runzelig machen) crista, ae f: Kamm, Lei ste. Crista
cortex, icis m. (!): Rinde, Borke. galli: Hahnenkamm (gallus, i m.:
corticalis, e: zur Rinde gehö­ Hahn, Haushahn)
rend, Rinden-. cortico-: auf die cruciatus, a, um: gekreuzt
H i rnrinde/Nebennierenrinde crus, cruris n. (!).: Schenkel, U n ­
bezogen terschenkel, schenkelartiger Tei I
costa, ae f: Rippe eines Organs
Cotransport m.: Form des spezifi­ crux, crucis f. (!): Kreuz, Not;
schen Membrantran sports, bei Gebilde, die sich überkreuzen
dem zwei Moleküle oder Ionen crypta: s. krypte
gekoppelt in gleicher (Sympo rt) cubitus, i m.: E l lenbogen
oder entgegengesetzter Rich­ cuboideus, a, u m : würfelförmig
tung (Antiport) transportiert (cubus, i m.: Würfel)
werden (transporto: h i n über culmen, i n i s n. (!): Gipfel, Giebel;
bringen) anat.: höchste Erhebung des
cotyledo, onis m (!).: 1 . Gelenk­ Klei n h i rnwurms
pfanne; 2. Zottenbüschel des cum: mit
Chorions mit umgebenden Pla­ Cumulus oophorus Eihügel (cumu­
zentasepten (gr. kotyledon, onos lus, i m.: Anhäufung, Hügel; gr.
m.: Näpfchen, Saugwarze der oon n.: E i ; phero: tragen)
Polypen). cotylicus, a u m : zur cuneatus, a, u m : gekeilt, keilför-
Gelenkpfanne gehörend mig. cuneiformis, e: kei lförmig.
coxa, ae f.: Hüfte cuneus, i m.: Keil, Zwickel
cranialis, e: zum Schädel gehö­ cunnus, i m.: weibliche Scham
rend, kopfwärts gelegen, oben. cupula, ae f.: Kuppel
cranium, i n.: Schädel (gr. kra­ curvatura, ae f.: Krümmung, Bo­
nion n.: Schädel) gen
crassus, a, um: dick cuspis, idis f: Spi tze, Zipfel (nicht:
cremaster, eris m.: der Aufhän­ Segel = velum, i)
gende (gr. kremastos: auf­ cuticula, ae f: Häutchen. cutis, is
gehängt) f: Haut
Cyanosis 22

Cyanosis: s. Zyanose cysticus, a, um: 1. zur Blase (Gal­


cylindricus, a, u m : walzenförmig len-, Harnblase) gehörend; 2.
(gr. kyl i ndros m.: Walze, Zyl i n ­ zystenbildend (gr. kystis, idis od.
der) eos f: Blase, insb. Harnbl ase)
cymba, ae f: oberer Teil der Ohr­ -cyt(us) m. (!): -zelle. cyto-:
muschel (gr. kymbe f: Topf, Zellen- (gr. kytos n.: Hohlraum,
Wölbung) Gefäß
D

dakryon n. (gr.): Träne deflectio, onis f.: Abweichung


daktylos m. (gr.): F i n ger, Zehe (deflecto, flexi, flectu m: zur Seite
dartos (gr.) abgehäutet ("wie rohes biegen, ablenken)
Fleisch"); Tu n i ca dartos: Defloration f.: Entju ngferung,
Fleischhaut des Hodensacks Zerstörung des Hymens (deflo­
de-: über, herab-, ent-, weg­ resco: abblühen, verblühen)
Deafferentierung f.: neurochi rur­ Deformation f. : Verformung,
gische Ausschaltung der sensib- Formänderung, Missbildung (de­
len Impulse (Afferenzen) durch formo: verunstalten, entstellen)
operative U nterbrechung der Degeneration f. : Entartung; Ersatz
segmentalen Hi nterwurzel­ vollwertiger Substanz durch
fasern (afferens, entis: zu-, h i n ­ minderwerti ge; Verfall von Zel­
führend) len, Geweben oder Organen
deciduus, a, u m : abfallend, h i n ­ (degenero: ausarten, entarten)
fällig, vergänglich dehiscens, entis: auseinander
declive, is n.: Abhang klaffend
decubitus, u s m.: Wundliegen Dehydration f.: Entwässerung,
(cubo, bui, bitum: l i egen, i m Mangel an Körperwasser (gr.
Bett l i egen) hydor, hydratos n.: Wasser)
decussatio, onis f.: Überkreuzung Deja-vecu-, Deja-vu-Erlebnisse:
(decussis, i s f. : schiefes Kreuz als Erinneru ngstäusch ungen, bei
Zeichen für die röm. Ziffer X denen eine neue Situation als
[1 0; lat. decem]; decusso: i n "schon einmal erlebt" (frz. deja
Form eines Kreuzes abteilen vecu) oder "bereits einmal gese­
oder verbinden); entspricht dem hen" (frz. deja vu) empfunden
gr. Chiasma wird
Defäkation f.: Stuhlentleerung Dekapsulation f.: operative Entfer­
(faeces, i u m f.pl. : Kot) nung der Organkapsel (capsula,
deferens, entis: weg, h i nab, ab­ ae f. : kleine Kapsel)
wärts führend Dekompensation f.: nicht mehr
Defibrillation f.: Behandlu ngs­ ausreichender Ausgleich einer
methode gegen lebensbedroh- F u n ktionsstörung, Versagen der
1 iche Herzrhyth musstörungen autonomen Kompensations­
durch starke Stromstöße (engl. mechanismen (compensatio,
atri al/ventri cu lar fibri llation: onis f.: Ausgleichung, ausglei­
Vorhof-/Kammerfl i m mern) chende Gegenüberste l l u ng)
Dekompression 24

Dekompression f.: Druckabfall, nen", Durchbruch der Mi Ich­


Druckentlastung und der bleibenden Zähne. den­
Dekrement n.: 1 . Verminderung, logen: von den Zähnen ausge­
Verfa l l . 2. Abklingen von hend
Krankheitserscheinungen (dec­ Depolarisation f.: Aufhebung bzw.
resco, decrevi : kleiner werden, Umkehrung des Ladu ngsunter­
abnehmen) schieds (d.h. der Polarisation)
Deletion f.: Ver! ust (deleo, levi, zwischen den beiden Seiten
letum: auslöschen, zerstören) einer biologischen Membran
deltoideus, a, u m : dem (großen) (polus, i m.: Pol, Endpunkt der
gr. Buchstaben Delta (!1) ähn­ Erd- und Himmelsachse)
l i ch, dreieckig depressor, oris m.: Herabzieher
dementia, ae f.: Unsinn, Unver­ (deprimo, pressi, pressum: nie­
stand; med.: Intelligenzdefekt derdrücken, -senken, -ziehen)
Demyelinisierung f.: Entmarkung; Derivat n.: Abkömmling (de: weg;
degenerative Zerstörung der rivus, i: Bach)
Myel i nscheiden der Axone des derma, atos n. (gr.) (auch dermis,
zentralen oder peripheren Ner­ i s f.): Haut, Lederhaut. Derma­
vensystems (gr. myelos m.: tom n.: 1 . (embr.) seit!. Bereich
Mark, Gehirn) des Somiten; 2. über die Radix
Denaturierung f.: (i rreversible) dorsal is eines Spinal nerven sen­
Zerstörung der Struktur von sibel innerviertes Hautareal (gr.
Biomolekülen durch chemische tomos m.: Abschn i tt, Segment)
oder physikalische E i nflüsse Desakkommodation f.: Entfer­
(natura, ae f. : Gebu rt, natürliche n u n gsanpassung der Linse von
Beschaffenheit) der Nähe i n die Ferne (de; ac­
Dendrit m.: baumartig verästelter commodo: an etwas anpassen)
Zytoplasmafortsatz einer Ner­ descendens, entis: absteigend.
venzelle (gr. dendron). dendriti­ descensio, onis f.: das H i n abstei­
cus, a, um: verästelt, verzweigt; gen. descensus, us m.: Abstieg
dendritisch. dendron n. (gr.): Deskriptor: Kennwort zur Be­
Baum stimmung des I n halts einer Datei
dens, dentis m.: Zahn. dens cani­ (describo, -scri psi, -scri ptum:
nus: " H u ndezahn"; Eckzahn beschreiben)
densus, a, u m : di cht, dicht ge­ desmalis, e: bandartig, B i n dege­
drängt webe betreffend (gr. desmos m.:
dentalis, e: Zahn-. dentatus, a, Band). desmo-: Band, B i ndege­
u m : gezähnt, m i t Zähnen verse­ webe, aus Bindegewebe hervor­
hen. denticulatus, a, um: fein­ gegangen. desmocranium, i n.:
zähnig (denti culus, i m.: kleiner der aus Deckknochen bestehen­
Zahn). Dentin(um, i) n.: Zahn­ de Teil des Schädels. desmodon­
bein (dens). Dentition f.: "Zah- tium, ii n.: Bindegewebe in der
25 Diarrhoe(a)

Zahnalveole (gr. odus, odontos ist also primär definiert aus der
m.: Zahn). Desmosom n.: Zell­ vermeh rten Ausscheidung von
hafte zwischen benachbarten Harn, nach dessen Geschmack
Epithelzellen (desmos; soma) (süß oder geschmacklos) früher
Desquamation f.: Abschuppung, die weitere Differen zierung der
Abstoßung (de: von, weg; Krankheit erfolgte.
squama, ae f.: Schuppe) Diagnose f.: Erkennung z.B. einer
destructio, onis f.: das N iederrei­ Krankheit (gr. diagnosis f.: Un­
ßen, Vernichtung terscheidung, Entscheidung, Ur­
detrusor, oris m.: Austreiber teil)
(detrudo, trusi, trusum: herab­ Diagramm n.: grafische Darstel­
stoßen, verdrängen, auspressen) l u n g von Daten, Sachverhalten
determinatio, onis f.: Abgrenzung, oder I nformationen (gr. di­
Besti mmung agramma n.: Zeich nung, geo­
detritus, Li s m.: Abgeriebenes, metrische Figur)
Abgenutztes, der Rest abgesto­ Diakinese f.: Auseinanderweichen
ßenen Gewebes (detero, trivi, der Chromosomen im Prophase­
tritum: abreiben, abschleifen) En dstad i u m der Meiose (gr. ki­
Deuteroanopie f.: Rotgrü nblind­ nesis f.: Bewegung)
heit ("zweiter Grad der Farb­ Dialyse f.: 1 . Bl utrei nigung mit
fehlsichtigkeit") (gr. deuteros: einer künstlichen Niere, BI ut­
zweiter, nächster; gr. an; gr. wäsche. 2. Verfahren zur Tren­
ops, opos m: Auge, Gesicht) nung niedermolekul arer von
deviatio, onis f.: Abweichung, höhermolekul aren Stoffen mit
Abknickung, Verbiegung (de; Membranen, die n u r für nie­
via, ae f.: Weg, Straße) dermolekulare Stoffe durchgän­
dexter, tra, trum: rechts; der Rech­ gig sind (gr. dialysis f.: Auflö­
te sung, Trennung)
Dezerebration f.: Enthirnung. Diameter m.: Durchmesser (gr.
Veränderungen, die nach Un­ diametros m.: D u rchmesser,
terbrech ung der Verbindungen Diagonale)
des H i rnstammes zum Neokor­ Diapedese f.: D u rchtritt von BI ut­
tex entstehen (cereb rum, i n.: körperchen durch eine i n takte
Gehirn; anat. Großhirn) Wand (gr. diapedao: hindurch­
di-, dia- (gr.): durch-, zwischen-, dringen)
auseinander-, untersch iedlich Diaphragma n. (gr.): Trennwand,
di- (vor Konsonanten), dis- (vor Septum; Zwerchfell
Vokalen) (gr.): zweimal, zwei­ Diaphyse f.: Mittelstück der Röh­
fach, doppelt renknochen (gr. diaphysis, eos f.:
Diabetes m.: Harnruhr (gr. dia: das dazwischen Gewachsene)
durch; baino: gehen); Zucker­ Diarrhoe(a) f.: D u rchfa l l (gr. di­
krankheit (D. mellitus). D iabetes arrheo: hindurch fließen)
Diarthrose 26

Diarthrose: (echtes) Gelenk, Arti­ di g-maschenartigem Chromatin


culatio (gr. dis: zwei mal; arthron (gr. tain ia f.: Band)
n . : G l i ed, Gelenk) Dilatation f.: krankhafte oder
Diastase f.: 1 . das Auseinanderste­ künstliche Erweiterung von
hen, -weichen von Organteilen, Hohlorganen (dilato: ausbreiten,
die normal erweise engen Kon­ ausdehnen). dilatator, oris m.:
takt haben; 2. Sammelbezeich­ Erweiterer
n u n g für Hydrolasen (z.B. Dimer n.: aus zwei Teilen beste­
a-Amylase) (gr. diastasis f.: das hend, 2-zählig (gr. di; gr. meros
Au sei nanderstehen, Entfernung, n.: Teil, Anteil)
Spaltung) Dimorphismus: Zweigestaltigkeit
Diastole f.: Erweiteru ng des Her­ (gr. dis: zweimal; morphe f.:
zens im Rahmen der Herzaktion Gestalt)
(gr. diastole f.: Ausdehnung) Diphtherie f.: pseudomembranöse
Diazonien: dunkle Abschni tte der Entzündung am Rachenring (gr.
Streifung i m Schmelz (gr. diazon­ diphthera f.: Leder, Pergament)
nymi: umgürten, rings umgeben) Diplegie: doppelseitige Lähmung
dichotomeo (gr.): in zwei Teile (di-: zweimal, doppelt; gr. plege
spalten f.: Schlag, Stoß)
didymos (gr.): zweifach; didymoi Diplocheirie f.: teilweise oder
m.pl.: Zwi l l i nge; Hoden vollständige Doppel bildung der
Diencephalon, i n.: Zwisch enhirn Hand (gr. chei r, cheiros f.:
(dia: zwischen; encephalon) Hand).
differenzieren: trennen, unter­ Diploe f.: ursprüngliche Bedeu­
scheiden (differentia, ae f.: Ver­ tung: das aus 2 Knochenplatten
schiedenheit, U n terschied) (Lamina externa u n d i n terna)
Diffusion f.: 1 . Ausgleich von bestehende Schädeldach. Heute:
Konzentrations u nte rsch i eden; die schwammige (spongiöse)
2 . Streuung des Lichts (diffundo: Schicht zwischen den beiden
ausfließen, verstreuen, ausbrei­ kompakten Schichten (gr.
ten) diploos: zweifach, beiderseitig).
digastricus, a, u m : zweibäuchig diploicus, a, u m : zur Diploe ge­
(gr. di; gaster) hörend. diploid: zweifach; dop­
digestorius, a, u m : zur Verdauung pelter Chromosomensatz (je­
dienend (digestio, onis f.: Tren­ weils von der Mutter und vom
nung, Zerte i l u n g) Vater stammend)
digitatus, a , um: fingerartig. digi­ directus, a, u m : in gerader Rich­
tus, i m.: F i nger, Zeh; F i ngerbrei­ tung, gerade
te = Zoll ( 1 8,5 mm) discus, i m.: Scheibe; Gelenkzwi­
diktyon n. (gr.): Netz. Diktyotän schenknorpelscheibe
n.: e i n Stad i u m der Prophase der disjunctio, onis f.: Trennung,
1 . meiotischen Tei l u n g mit fä- Scheidung
27 Doppler-Sonographie

Diskonnektionssyndrom n.: d u rch nander verschobenen Bruchen­


U nterbrechung von Assoziati­ den zur E i n richtung von Kno­
ons- oder Kommissurenfasern chenbrüchen (distraho, traxi,
veru rsachte neurologisehe tractum : auseinander ziehen)
Schäden (dis-: eine Tren nung Diurese f: Harnausscheidung (gr.
bezeichnend, entzwei; conecto: dia: durch; uresis f.: das Har­
verknüpfen, verbinden) nen). Diuretikum n.: harntrei­
Diskriminierung: das gegeneinan­ bendes, d.h. die D i u rese för­
der-Abgrenzen (discri mi no: derndes Mittel
scheiden, trennen, unterschei­ divergens, entis: auseinander
den) gehend
dislocatio, onis f: Lageverände­ diverticulum, i n.: Ausstü lpung
rung (locus, i m.: Ort, Stelle) von Wandtei len eines Hohlor­
Dispersion f: feinste Verlei lung gans (z. B. Darm) (dimin. v. di­
eines Stoffes i n einem anderen, verti um, i n.: das Auseinander­
wobei seine Teilchen in dem gehen)
anderen Stoff schweben (disper­ divisio, onis f.: Trennung, Teilung,
go, dispersi, dispersum: zer­ Ei ntei l u n g
streuen, überall verbreiten) dolichozephal: Langschädel (gr.
disruptio, onis f.: Zerreißung dolichos: lang; kephale f: Kopf)
dissecans: trennend, spaltend dolorosus, a, um: schmerzhaft,
(disseco: zerschneiden) schmerzensreich
Dissemination f.: "Aussaat"; die Dominanz f: D u rchsetzungskraft
aus einem Krankheitsherd erfol­ (z.B. von Erbfaktoren) (dominor:
gende weiträu mige Streuung Herr sein, beherrschen, die
von Krankheitserscheinu ngen Oberhand haben)
oder -erregern i n nerhalb des Doping n.: (unerlau bte) Anwen­
Organ ismus (dissemino: aus­ dung von Anregungsmitteln zur
säen, ausbreiten, verbreiten) vorübergeh enden Steigerung
dissociatio, onis f: Trennung, der (sportl ichen) Leistung (afri­
Aufspaltung caans. Dop: Getränk mit stimu­
distalis, e: körperfern; zahnmed.: l ierender Wirkung; engl. dope:
dem h i nteren Ende des Zahnbo­ Drogen verabreichen)
gens zugekehrt (di stare: abste­ Doppler-Sonographie: angiologi­
hen) sche U l traschalldiagnostik, die
distantia, ae f: Abstand auf dem Doppler-Effekt beruht
Distorsion f.: Verstauchung, Zer­ (Christian Doppler, 1 803-1853,
rung der Gelen kkapselbänder Physiker, Wien und Prag): Bei
und Bl utaustritt (distorqueo, tor­ Annäherun!VE ntfern ung des
si, tortum: verdrehen) Wellenzentrums an den Emp­
Distraktion f: Streckverband: das fänger erfolgt eine Steigerun!V
Auseinanderziehen von inei- Minderung der Wellenfrequenz
dorsalis 28

dorsalis, e: am Rücken gelegen, dys- (gr.): un-, miss-; eine Störung


zum Rücken h i n , h i nten. dor­ ausdrückend
sum, i n.: Rücken Dysarthrie f.: Sprachstöru ng (gr.
drainieren: ableiten von Körper­ arthroo: gliedern, arti kul ieren)
flüssi gkeiten (frz. drainage m.: Dyschylie f.: Störung der F u n ktion
Entwässerung) der Speichel- und Schleimdrü­
dromotrop: die Erregungsleitung sen v.a. des Verdauungs- und
im Herzen beeinflussend (gr. Atemtrakts (gr. chylos m.: Saft)
dromos m.: Lauf; tropos m.: Dysgenesie f.: anlagebedingte
Richtung) Fehlentwicklung, Missbildung
-duction: Ziehung, Führung eines Organs oder Organteils
ductulus, i m.: kleiner Kanal. (gr. genesis f.: Entstehung)
ductus, u s m.: Leitung, F ü h rung, Dysgeusie f.: Mi ssempfi ndung des
Richtung, Gang Geschmackssinnes (gr. geusis,
duodenum, i n.: das Zwö lffache eos f.: Geschmack)
(gr. dodekadaktylum: Zwölf­ Dysgraphie f.: Schreibstörung (gr.
finger; " F i nger" (Fingerbreite, grapho: schreiben)
Zoll) ist ein Längenmaß von Dyslexie: erschwertes Lesevermö­
1 8,5 mm) gen (gr. lexis, eos, f.: Sprechen,
Duodenum: Zwölffingerdarm (von Wort)
lat. duodeni: je zwölf). Der gr. Dysostosis f.: gestörte Knochen­
Begriff war "ekphysis dodeka­ entwickl ung (gr. osteon n.: Kno­
daktylos": zwölffi ngergroßer chen)
(Magen-)Auswuchs. Gerhard Dyspepsie: leichte Verlaufsform
von Cremona hat bei der Über­ einer akuten Ernäh rungsstörung
setzung des Avicenna vom Ara­ im Säuglingsalter (gr. pepsis f.:
bischen i n s Lateinische hierfür Kochung, Verdauung)
den Begriff "duoden um" ge­ Dysphagia f.: Sch luck- bzw.
wählt, den auch Vesal beibe­ Schi ingstörung bei Erkrankungen
halten hat. des Oesophagus (phagein: es­
Duplikatur f.: Verdoppl u n g sen). Dysphagia lusoria f.: Er­
(duplex, icis: doppelt gefaltet, schweru ng des Schi uckens
zweifach) durch das "Naturspiel" (ludo,
Dura mater: "harte H ü l le"; die lusi, lusum: spielen), dass die
äußere, straffe Hüll haut des A. subclavia dextra h i nter der
ZNS. durus, a, u m : hart A. subclavia s i n i stra aus der
Dyade f.: Zweiheit, die Zahl zwei Aorta entspringt und in i h rem
(gr. dyas, dyados f.) Verlauf nach rechts die Speise­
dynamisch: die von Kräften er­ röhre zusammendrückt
zeugte Bewegung betreffend (gr. Dysphorie f.: "banale Alltagsver­
dynamis f.: Kraft, Stärke, Leis­ sti mmung", schl echte Laune,
tungsfähigkeit) Störung des emotionalen Erle-
29 Dystrophie

bens (Gegente i l : Euphorie) (gr. Dysregulation f.: Störung der


dysphoreo: unwillig sein, sich Regulation (z.B. im Bl utkreis­
übel befinden) lauf) (regula, ae f.: maßgebender
Dysplasie f.: Fehlbildung (gr. Grundsatz, Richtsch n u r)
plasso: bi Iden) Dystonie f.: Störung eines natürli­
Dyspnoe f.: Atemnot (gr. pnoe f.: chen Spannu ngszustandes (gr.
das Atmen) tonos: Spannung)
Dysraphie f.: Störung der Schlie­ Dystopie f.: Verlagerung (gr. topos
ßung des Neural rohrs und der m.: Ort)
Bildung der Wirbelsäule (gr. Dystrophie f.: Ernähru ngsstörung,
raphe f.: Naht; raphe osteon: mangelhafte Versorgung mit
Naht zwischen Knochen) Nahrungsstoffen (gr. trophe f.:
Ernährung, Nahrung)
E

e-, ex-, ek-: aus Ektopie f.: (meist angeborene)


eburneus, a, um: elfenbein artig Lageveränderung eines Organs
(Dentin) (gr. ektopios: außer Landes be­
Effektor m.: physiol. 1. Nerv, der findlich, entlegen, entfernt, sich
einen Reiz vom ZNS zu den entfernend; gr. topos m.: Ort)
Organen weiterleitet und dort Ektropium n.: Auswärtskehrung,
eine Reaktion auslöst. 2 . Kör­ Umstülpung (gr. ektrepo: nach
perorgan, das aufei nen Reiz außen kehren)
ausführend reagiert (efficio, ef­ Ekzem n.: J u ckflechte (gr. ekzeo:
feci, effectu m : hervorbringen, aufkoch en, aufbrausen)
bewirken; effector, oris m.: Elephantiasis f.: unförmige Haut­
Schöpfer, Urheber) verdickung; durch Lymphstau­
efferens, entis: herausfü hrend ung bedingte Vergrößeru n g
egestorius, a, um: der Austreibung eines Körperabschnitts (gr.
dienend (egero, gessi, gestum: elephas, antos m.: E l efant)
h i n austragen, auswerfen) Elevation f.: Erhebung (elevo: i n
Ejakulation f.: Samenerguss (eiacu­ die Höhe heben, aufheben, auf­
lor: herausschleudern, hervor­ richten)
schießen lassen) Elimination f.: Ausschaltung,
Ejektionsfraktion f.: Herzauswu rf- Beseitigung (ex; I i men, i n i s n.:
leistung (eicio: heraus-, auswer­ Schwelle, Wohnung)
fen) Elongation f.: Verlängerung (lon­
Ektasie f.: Erweiterung von Hohl­ gus, a, um: lang)
organen (gr. ektasis f.: Ausdeh­ em-, en (gr.): in, innen
nung, Ausspannung) Embolie f.: plötzlich er Versch luss
ekto-, exo-: außen-, außerhalb eines Blutgefäßes durch einen
Ektoderm n.: äu ßeres der 3 em­ Embolus. embolus, i m.: Pfrop­
bryonalen Keimblätter (derma) fen (gr. embolos: Keil [zum Ver­
Ektomie f.: vollständige Entfernung rammeln des Tores]; gr. embal­
eines Organs (gr. ektemno: aus­ lo: hinei nwerfen)
schneiden) embryo, onis m.: Leibesfrucht bis
ektomorph: von hagerer, hoch zum 60. Schwangerschaftstag
aufgeschossener (leptoso­ (gr. embryon n.: ungeborene
mer) Konstitution (gr. morphe Leibesfrucht, Embryo). Embry­
f.: Gestalt, äu ßere Erschei­ oblast(us) m.: der Teil der
n u ng) B lastozyste, aus dem sich der
31 Engramm

eigentliche Embryo entwickelt endo-, ento- (gr.): innen­


(gr. bl astos m.: Keim, Spross) Endocard(ium) n . : Herzinnenhaut
Emesis f. (gr): Erbrechen (cardia, ae f.: Herz)
eminentia, ae f.: Erhöhung endocrin: in Blutgefäße Stoffe
emissaria, orum n.pl.: absondernd (gr. krinei n : son­
Anastomosen zw. Vv. diploicae dern, trennen, scheiden)
und oberfl. Schädelvenen durch endogen: im Körper selbst entste-
Knochenkanälchen (emissari um, hend, von innen kommend
i n.: Abzugsgraben, -kanal, -rohr) (-gen)
Emission f.: Abgabe von Substan­ Endolymphe f.: Flüssigkeit i m
zen, Aussendung, Entleerung häutigen Labyrinth ("im i n neren
(emitto, emisi, emissu m: heraus­ Raum") (lympha, ae f.: klare
schicken, abschicken, aussto­ Flüssi gkeit, Wasser)
ßen, entlassen, loslassen) endometrium, i i n.: Uterus­
Emphysem n.: Lungenblähung, Sch leimhaut (gr. metra f.: Ge­
Alveolarektasie (gr. emphysao: bärmutter)
hinein blasen, aufblasen) endomorph: von der Konstitution
Empyem n.: E i teransammlung i n eines Pykn i kers (gr. morphe f.:
natürlichen Körperhöhlen (gr. Gestalt)
en: innen; pyon n.: E i ter) Endoprothese f.: künstlich herge­
Emulsion f.: fein verteiltes Ge­ stelltes Ersatzstück, das im Or­
misch zweier normalerweise ganismus den geschädigten Kör­
nicht mischbarer F l üssigkeiten perteil ganz oder teilweise er­
ohne si chtbare Entmischung setzt (gr. prothesis, eos f.: das
(z.B. Milch) (emulgeo, emulsi, Davorsetzen, Aufste l l u ng)
emulsum: ausmelken) Endorphin n.: körpereigenes
enamelum, i n.: Zahnschmelz, Schmerz stillendes Hormon
Substantia adamantina (engl. (Kunstwort aus endo und Mor­
enamel: Emaille, Lack, Glasur, phin; Morpheus ["Gestalten­
Zahnschmelz) der"): gr. Gott des Traumes;
en- (gr.): in, im Sohn des Hypnos; Bruder des
Enarthrosis f.: Nussgelenk (i.S.v. Phantasus)
eingeschlossenes Gelenk) (gr. Endost(eum, i) n.: die B i n nenräu­
arthron n.: Gelenk, G l i ed) me des Knochens auskleidende
encephalon, i n.: Gehirn (gr. Gewebssch icht (gr. osteon n.:
kephale f.: Kopf; gr. enkephalos Knochen)
m.: Gehirn) Endothel(ium) n.: einschichtige
endemisch: örtlich begrenzt auf­ zellige Auskleidung der Gefäße
tretend, in einem bestimmten und serösen Höhlen (gr. theleo:
Gebiet verbreitet (demos m.: aufsprossen, wachsen)
Volk; endemeo: daheim sein, Engramm n.: die bleibende Spur
Heimat haben) geistiger Eindrücke, Erinne-
Enophthalmus 32

rungsbild (gr. engrapho: eingra� 1 . Neigung bestimmter Zell- und


ben, aufschreiben) Gewebestrukturen, sich mit Eo­
Enophthalmus m.: Zurücksinken s i n an zu färben; 2. Vermehrung
des Augapfels (gr. en; ophthal� der eosinophilen Granulozyten
mos m.: Auge) i m Blut, Knochenmark oder i n
entericus, a, um; enterisch: zum Geweben
Darm gehörend. enteron n. (gr.): Ependym n.: Epithel der ZNS­
Darm. entera n.pl.: E i ngeweide Hohlräume (gr. ependyma n.:
Entoderm (auch Endoderm) n.: Oberkleid)
I n neres der 3 embryonalen epi-, ep� (gr.): auf, über
Keimbl ätter (-derm) Epicard(ium, ii) n.: viszerales, also
Entropie f.: physikalische Größe, dem Herzen aufliegendes Bl att
die die Verlaufsrichtung eines des Perikards (gr. kardia f.: Herz,
Wärmeprozesses kennzeichnet Magen)
(gr. en; gr. trope f.: Wendung, Epicondylus m.: der auf einem
U m kehr, Wechsel) Kondylus l iegende Knochenvor­
Enukleation f.: "Entkernung" 1 . sprung (gr. kondylos m.: Faust,
Ausschälen eines abgekapselten Beule, Gelen kfortsatz)
Fremdkörpers oder eines in sich Epicranium, i n.: Kopfschwarte (gr.
gut begrenzten Organs, Organ­ kranion n.: Schädel)
teils oderTumors ohne Mitent­ epidermis, idis f.: Oberhaut (der�
fernung benachbarten Gewebes; ma), Epithelschicht der Haut
2 . Zellkernausstoßung (nucleus, epididymis, idis f.: Nebenhoden
i.: Kern) (didymoi: Hoden)
Enzephalitis f.: Gehirnentzündung Epigastrium n.: Magengrube,
(gr. en kephalos m.: Gehirn). En­ Gegend zwischen Schwertfort­
zephalozele f.: Hernia cerebri, satz und Nabel (gr. gaster f.:
H i rnbruch, bruchartige Aus­ Bauch, Magen)
stülpung des Gehirns und seiner epiglottis, idis f.: Kehldeckel ("über
Häute durch einen Defekt im der Gl ottis" [Stimmapparat))
Schädeldach (gr. kele f.: Epikanthus m.: Hautfalte am me­
Bruch) dialen Rand des Oberlids (gr.
Enzym n.: von lebenden Zellen kanthos m.: Augenwi n kel)
gebil detes Protein zur Katalysie­ epikritisch: genaue Lokalisi er­
rung von biochemischen Reak­ barkeit von Empfindungen (gr.
tionen (gr. en: i n ; gr. zyme f.: epi kri no: u rteilen, entscheiden;
Sauerteig) krites m.: Richter)
eosinophil: mit Affi n i tät zu (sau­ Epilepsie f.: Fallsucht (gr.: epilep­
ren) Eosi nfarbstoffen (gr. -phil; tos v. epilambano: ergreifen,
eos f.: Morgen röte; Eosin: roter überfallen)
Farbstoff Tetra-b romfl uoreszi n­ Epimysium n.: unterhalb der Fas­
Natriu m). Eosinophilie f.: zie l i egende Bi ndegewebshülle
33 Erosion

um den ganzen Muskel (gr. epithel (ium, ii) n.: Epithelgewebe;


mys, myos m.: Muskel) ein- oder meh rsch ichtiger Zell­
Epineurium n.: bi ndegewebige verband, der i n n ere oder äußere
H ü l l e der Nervenstämme, die Körperoberflächen bedeckt (gr.
die jeweils von Perineurium um­ epitheleo: über etwas h i nweg
schlossenen Nervenfaserbündel wachsen). epitheloid: Epithel­
zusammenfasst (gr. neuron n.: ähnlich
Nerv) eponychium, i i n.: Nagelober­
Epiorchium n.: viszerales Bl att des häutchen (gr. onyx, ychos m.:
Processus vaginalis periteonei Nagel, Huf)
(gr. orchis m.: Hode) Eponym n.: Bezeichnung, die auf
Epipharynx m.: obere Etage des einen Personennamen zu rück­
Rachens (Nasopharynx) geht (gr. onoma n.: Name; epo­
Epiphora f.: Tränenträufeln, nymion n.: Beiname, Benen­
Dakryorrhoe (gr. epiphora f.: das nung) (z.B. Pu rki nje-Faser)
Hervorbrechen) Epoophoron n.: Nebeneierstock
Epiphyse (epiphysis, i s oder eos) (Urni erenrest) i n der Mesosal­
f.: 1 . Synonym für Glandu Ia pinx (gr. epi; oophoron: Eier­
pinealis, Zirbeldrüse, 2 . proxi­ stock)
male und distale Endstücke der equinus, a, u m : Pferde- (equus, i
langen Röhrenknochen (gr. m.: Pferd)
epiphysis: das auf etwas Wach­ erectio, onis f.: Erektion, An­
sen) schwel! ung und Festwerden von
epiploicus, a, u m : zum Darm-Netz Schwel l körpern (erigo, erexi,
gehörend. epiploos m. (gr.): erectu m: aufrichten, erregen;
Netzhaut u m die Gedärme rectus, a, u m : gerade). erector,
Episiotomie f.: Dammschnitt (gr. oris m.: Aufrichter
episeieon n.: die Scham; tome f.: -erg, ergo-: -tätig, -wirksam,
das Schneiden, Schnitt) Arbeit- (gr. ergasia f.: Arbeit, Tä­
Episklera f.: Lamina episcleralis; tigkeit). Ergastoplasma n.: l icht­
Schicht mit lockerem Binde­ mi kroskopisch si chtbare ba­
gewebe und Episkleralplexus auf sophi Je Zytoplasmabereiche, die
der Lederhaut (Sklera) des Auges dem rauen endoplasmatischen
(gr. skleros: trocken, hart, rau, Reti kulum entsprechen. ergo­
straff) trop: leistungssteigernd, auf die
Epispadie f.: obere Harnröhren­ Leistung gerichtet (gr. tropos m.:
spalte (gr. epi: oben; spazo: spal­ Richtung)
ten) Erosion f.: oberflächlicher bis i n
epistropheus m.: frühere Bezeich­ die Keimschicht reichender Ge­
nung für den 2. Halswirbel webeverl ust von Haut oder
(Axis) (gr. epistrophe f.: das He­ Schleimhaut; Erosion der Zähne:
rumdrehen) Fehlen des Schmelzes, Abschlei-
ery- 34

fung der Kaufläche (erodo, si, Eupnoe f.: normale Atmung (gr.
sum: annagen) pnoe f.: das Atmen)
ery-, erythro-: rot (gr. erythros: euryprosop: breitgesichtig (gr.
rot). Erysipel n.: Wundrose, auf eurys: breit, weit; prosopon n.:
dem Lymphweg sich ausbreiten­ Gesicht)
de Entzündung der Haut (gr. pel­ eversus, a u m : verdreht, ausge­
l a f.: Haut). Erythroblast(us, i) stülpt (e; versio, onis: Wendung,
m.: kern haltigej ugen dform der Drehung)
Erythrozyten (gr. blaste f.: Spross). Evolution f.: stammesgeschichtliche
Erythrocyt(us) m.: (reifes) rotes Entwickl ung der Lebewesen von
B l u tkörperchen, Erythrozyt n iederen zu höheren Formen;
(-cyt). erythroide Zellen: allmählich fortschreitende Ent­
Erythrozyten und i h re Vorstufen. wicklung (evolvo, volvi, volutum:
Erythropoese f.: Bildu ngsprozess herauswälzen, entwickeln)
der Erythrozyten (gr. poesis f.: evozieren: reizen, durch Reiz
das Machen, Entstehung) hervorrufen (evoco: herausrufen,
Erythem: entzü ndliche Rötung der -fordern)
Haut (gr. erythema n.: Röte, Er­ ex: aus
rötu ng) Exanthem: Hautausschlag, Aus­
essentiell: wesentlich, hauptsäch­ blühung (gr. exantheo: aufblü­
lich, lebensnotwendig. med. hen, hervorbrechen)
selbständig (nicht symptoma­ excavatio, onis f.: Aushöhlung
tisch für bestimmte Krankheiten, (cavus, a, um: hohl)
unbekan nte Krankheitsursache) excitans, antis: antreibend, erre­
(essential is, e: wesentlich, gend, belebend
hauptsäch lich) excretorius, a, um: der Ausschei­
Estradiol, Estrogen: s. Östrogen dung dienend (excerno, crevi, cre­
et: und tum: ausscheiden, aussondern)
ethmoidalis, e: si ebartig; zum Exencephalie f.: Frei l i egen des
Siebbein gehörend (gr. ethmos (embryonalen) Gehirns bei feh­
m.: Sieb) lender Schädel kalotte (gr. en­
Euch romati n n.: Tei I des färbbaren kephalos m.: Gehirn)
Bestandteils des Zell kerns, der Exhairese f.: chi r. Herausziehen
i m I n terphasestadi u m seine eines Nerven oder einer Vene (gr.
Färbbarkeit verli ert; Gegen- exairesis f.: das Herausnehmen)
satz: Heterochromati n (gr. eu-: exo-, ekto- (gr.): aus-, nach außen,
gut, schön, wohl-; chroma: von außen; außerhalb
Farbe) exocrin: Drüsenausscheidu ngs­
eunuchos m. (gr.): eigentl. Bett­ richtung nach außen (an die
h ü ter, Versch nittener, Harems­ Hautoberfläche oder i n s Darm­
wärter (euny f.: Bett; echo: sich l u men) (gr. krinein: sondern,
enthalten) tren nen, scheiden)
35 exzitatorisch

Exocytose f.: Ausschleusen ge� mische, optische, aktustische,


speicherter Stoffe aus der Zelle olfaktive, gustative) Reize auf­
Exophthalmus m.: krankhaftes nehmend (exterior, ius: der Äu­
Hervortreten des Augapfels aus ßere, äußerlich; recipio, cepi,
der Augenhöhle (gr. ophthalmos ceptum : zurücknehmen, in sich
m. (!): Auge) aufnehmen)
Exostose f.: Knochenauswuchs (gr. extra: außen, außerhalb
osteon n.: Knochen) extrafusale Fasern: außerhalb
Expulsion f.: Entfernung, Abfüh­ der Muskelspindel gelegene
rung, Austreibung (expulsio, eigentliche Muskelfasern, Ar­
onis f.: Vertreibung) beitsmuskulatur (fusus, i : m.
Exsikkose f.: Austrocknung (z.B. Spindel)
durch Abnahme des Körperwas­ extrauterin: außerhalb des Uterus,
sers) (ex-sicco: austrocknen, z.B. in Tube, Ovar, Bauchhöhle
austrinken) (uterus, i m.: Gebärmutter)
Exspiration f.: Ausatmung (ex: aus, extravasal: außerhalb der Blutge­
spiro: atmen) fäße (vas, vasis n.: Gefäß)
Exstirpation f.: völlige Entfernung extremitas, atis f.: das Äu ßerste,
eines erkrankten Gewebetei l s Pol; anat.: Extremitäten =

oder Organs (exstirpo: ausrotten) Gliedmaßen. extremus, a, u m :


Ex(s)trophie f.: Ortsveränderung, äu ßerster, letzter (sup. v. exter:
Verlegung nach außen (gr. ex; außen befi ndlich)
strepho: wenden) extrinsisch: von außen her ange­
Exsudat n.: eiweißreiche Flüssig­ regt, nicht aus eigenem i n neren
keit, die bei Entzündung aus Anlass erfolgend (extrinsecus:
Blutgefäßen austritt (exsudo: von außen her, außen)
(her)au sschwi tzen) Exzitation f.: Erregung, spezifische
Extension f.: Streckung. extensor, Reaktion erregbarer Systeme auf
oris m.: Strecker einen äußeren oder i n n eren
externus, a, u m : äu ßerer, äu ßer­ Reiz (excito: aufscheuchen,
lich aufwecken, anfeuern). exzitato­
extero(re)zeptiv: von außen risch: erregend (excitati o, onis
kommende (mechanische, ther- f.: Erregung)
F (siehe auch unter Ph)

fabella, ae f.: kleine Bohne; femur, femoris n. (!): Oberschen­


anat.: Sesambein des M. gas­ kel, der Knochen des Ober­
trocnemi us (faba, ae f. : schenkels
Bohne) fenestra, ae f.: Öffn ung, Fenster,
facette f. (frz.): 1 . Seitenfläche; Pore
2 . Gelenkfläche Fertilisierung f.: Befruchtung
facialis, e: Gesichts-, zum Gesicht (ferti lis, e: fruchtbar)
gehörend. fades, ei f.: Aussehen, fetalis, e: zur Frucht bzw. zur
Gesicht, Fläche Fetalperiode gehörend. fetoma­
faex, faecis f. : Bodensatz, Hefe. ternal: vom Fetus zur Mutter
faeces, faecu m f.pl.: Kot, Stuhl (bzw. in deren B l ut) führend
falciformis, e: sichelförmig. falx, (maternus, a, um: mütterlich,
falcis f.: Sichel Mutter-) . Fetoskopie f.: endo­
fascia, ae f.: Binde, Band, Gu rt; skopische Betrachtung des Fetus
anat.: bi ndegewebige Muskel hül­ im Uterus (-skopie). fetus, u s
le, Faszie. fasciculatus, a, um: in m.: Frucht, J u nges; med.: Lei­
Bündeln angeordnet. fasciculus, besfrucht ab dem 6 1 . Tag
i m.: kleines Bündel, Muskel­ (3. Monat) der Schwangerschaft
bzw. Nervenfaserbündel (dimin. bis zur Geburt
v. fascis, i s m.: Bund, Bün- fibra, ae f.: Faser, Fiber. Fibrin n.:
del). fasciola, ae f.: Bändchen, Blutfaserstoff, der bei der B l u t­
kleine Binde (dimin.v. geri nnung aus der löslichen
fascia) Vorstufe Fibrinogen entsteht.
fastigium, i n.: Dachgiebel, Spitze Fibroblast(us, i) m.: Vorstufe ei­
fauces, i u m f.pl.: Schlund, Rachen, ner Bindegewebszel l e (Fibrozyt)
Kehle (gr. blastos: wachsend). fibro­
Fazilitation: Förderung, Erlei chte­ sus, a, u m : fasrig, faserreich
rung; physiol.: Bahnung (facilis, fibula, ae f.: Spange, Wadenbein
e: leicht, m ü helos) (s. auch perone)
febris, is f.: Fieber -fidus, a, u m : -gespalten (findo,
feedback n. (engl.): "Rückfütte­ fidi, fissum: spalten, zerteilen)
rung", Steuerung d u rch Rück­ figura, ae f. : äußere Gestalt, Form,
meldung Beschaffenheit, Figur
fel, fel l i s n. (!): Galle, Gallen blase, filamentum, i n.: fadenförmiges
Bitterkeit, Zorn. felleus, a, u m : Gebilde, fadenförmige Protein­
Gallen- moleküle im Zytoplasma. filaria,
37 fremitus

ae f.: Fadenwurm. filiformis, e: knötchen, 5. kolloidhaltige Fol­


fadenförmig, Faden. filum, i n.: l i kel der Sch i l ddrüse, 6. sekret­
Faden haltige Fol l i kel des Hypophysen­
Filtration f.: Verfahren zum Tren­ mittellappens (Pars intermedial
nen von festen Stoffen u n d Flüs­ fonticulus, i m., Fontanelle f.: Kno­
sigkeiten (frz. filtre m.: Seihtuch, chen! ücken am kindlichen Schä­
F i lter; dt. F i lz) del (dimin. v. fons, fontis f.: Quel­
fimbria, ae f.: Franse, Troddel. le; damit ist das Blut der Sinus
fimbriatus, a, u m : ausgefranst, durae matris gemeint, die beim
mit Fransen Neugeborenen du rch die kno­
fissura, ae f. : Spalte. fissus, a, u m : chenfreie Zone der Fontanellen
gespalten, zerteilt (findo, fidi, zu tasten und zu punktieren sind)
fissum: spalten) foramen, inis n.: Loch, Öffnung
fistula, ae f.: Röhre, Fistel, Eitergang forceps, ipis m.: Zange (in der
fixus, a, u m : fest, bleibend Form einer Beiß- oder Kneif­
flaccidus, a, um: schlaff, schlapp- zange)
ohrig forensisch: gerichtlich (forensis, e:
flatus, fis m.: die (entweichende) zu den Gerichten gehörend,
Blähung gerichtlich; forum, i n.: Markt,
flavus, a, u m : gelb Gerichtsverhandlu ngen)
flexio, onis f.: Biegung, Krüm­ formatio, onis f.: Bildung
mung. flexor, oris m.: Beuger. -formis, e: -förmig, -ähnlich
flexura, ae f.: Biegung (entspricht dem gr. -ideus)
flocculus, i m.: Kleinhi rnflocke fornix, icis m.: Wölbung, Bogen,
(di m i n . v. floccus, i m.: Woll­ Gewölbebogen
flocke) fossa, ae f.: Graben, Grube, Kanal.
Flora f.: 1 . Pflanzenwelt, 2 . Ge­ fossula, ae f.: kleine längliche
samtheit der natürlich vorkom­ Einsenkung
menden Bakterien in einem fovea, ae f.: Grube. foveola, ae f.:
Körperorgan (flos, floris m.: kleine Grube, Grübchen
B l u me; Flora: Göttin der Blumen Fraktion f. : 1 . Zusammenschluss
und des Frühlings) einer Sondergruppe i n nerhalb
fluctuo: h i n und her wogen, einer Organisation. 2. bei einem
schwanken Trennverfahren anfallender Tei I
focus, i m.: Herd eines Substanzgemischs (fractio,
foliatus, a, u m : blattartig (wie die onis f.: Bruch, Bruchtei I; frango,
Bl ätter eines Buches). folium, i fregi, fractu m: brechen, zerbre­
n.: Bl att chen). fractura, ae f.: Knochen­
folliculus, i m.: Bläschen, Säck­ bruch, Fraktur (frango, fregi,
chen, kleiner Balg; anaL: 1 . Orü­ fractum: brechen, zerbrechen)
senschlauch, 2 . Zel l h ü l l e der fremitus, us m.: dumpfes Ge­
Eizelle, 3. Haarbalg, 4. Lymph- räusch, Summen, Brummen
frenulum 38

frenulum, i n. (dimin. von frenum, fungiformis, e: pi lzförmig (fu ngus,


i n.: Zügel, Zaum): Bändchen i m.: Pilz, Schwamm)
Frequenz f.: gibt die Häufigkeit funiculus, i m.: kleines Seil; anat.:
eines sich regel mäßig wiederho­ strangförmiges Gebilde, kleiner
lenden Vorgangs an (frequens, Gewebsstrang, Nervenstrang
entis: häufig wiederholt, zahl­ (dimin. von funis, is m.: Seil).
reich) Funikuläre Myelose f. : degenera­
Frigidität f.: Empfindungslosigkeit tive Erkrankung der Leitungs­
der Frau i n Bezug auf den Ge­ bahnen i m Rückenmark (gr. my­
schlechtsverkehr (frigidus, a, um: elos m.: Mark)
kalt, Kälte bringend, matt, furca, ae f.: Gabel
schlaff) furunculus, i m.: "kleiner Dieb"
frondosus, a, u m : reich an Zotten (an den Körpersäften); med.: ei­
(fro ns, frondis f.: Laub) trige Entzündung von Haarfoll i­
frons, frontis f.: Stirn. frontalis, e: kein und Talgdrüsen
in Beziehung zum Os frontale; -fusal: die (Muskei-)Sp indel
in der Frontalebene betreffend
-fugal: von etwas wegfü hrend fuscus, a, um: d u n kelbraun,
(fugio: fliehen, entfl iehen) schwarzgelb
fundiformis, e: b l i n dsackförmig. fusiformis, e: spindeiförmig (fusus,
fundus, i m.: Grund, Boden ei­ i m.: Spindel)
nes Gefäßes, Grundstück, fusio, onis f. : Versch melzung
Grundbesitz
G

galea, ae f.: Heim Gekröse n.: Bauchfellduplikatur


gallus, i m.: Hahn, Haushahn (Meso) an E i ngeweiden u. ande­
Gameten: männliche oderweibli- ren i n traperitonealen Organen
che haploide Geschl echtszellen, (Ähnlichkeit der Faltung mit ei­
Keimzellen (gr. gametes m!f.: ner span. Hal skrause)
Gatte, Gattin) gelatinosus, a, u m : glasig, gallertig
ganglion, i i n.: Knoten; 1 . Nerven­ (frz. gelatine f.: Gall erte)
knoten; 2 . Überbein gemellus, i m.: Zwi l l i ngsbruder;
Gangrän f.: absterbendes, "bran­ gemelli, orum p/.: Zwi l l i nge.
diges", schwarz-gefärbtes Ge­ geminatus, a, um: verdoppelt,
webe (gr. graino: nagen, fressen; gepaart
gangrai na f.: fressendes Ge­ -gen n., -genese f.: -bildung,
schwür, kalter Brand) -u rsprung, -entwickl u n g (gr. ge-
gap junction: Zellverbindung mit nesis f.: Bildung, Ursache, Ent­
interze l l u lärem Spalt (engl. gap: stehung)
öffn ung, Spalte) generalisatus, a, u m : auf den
gaster, gast(e)ris f. (!): Bauch, Ma­ ganzen Körper ausgebreitet (ge­
gen (gr. gaster, gastros f.). gastr-, neral is, e: allgemein, alles
gastro-: auf den Magen bezo­ betreffend)
gen, bauchig. gastricus, a, u m : Generikum n.: wirkstoffgleiche
zum Magen gehörend. Gastritis: Kopie eines bereits unter einem
Entzündung der Magenschleim­ Markennamen auf dem Markt
haut (-itis). gastrocnemius: (bau­ befi ndlichen Medikaments,
chiger) Wadenmuskel (gr. kne­ meist u n ter dem internationalen
me f.: U nterschenkel, Wade). Freinamen des Wi rkstoffs ange­
gastroileakal: den Magen und boten (gr. genos n.: Gebu rt, Ab­
das Ileum betreffend (ileum, i stammung; genero: erzeugen,
n.: Krummdarm). gastroin­ erschaffen, abstammen)
tenstinal: den Magen-Darm­ genetisch: die Entstehung, Ent­
Trakt betreffend (i ntesti num, i wicklung der Lebewesen betref­
n.: Darm, das innen befi nd- fend, zur Genetik gehörend.
1 iche). gastroösophageal: vom Genetik f. : Vererbungslehre
Magen in Richtung Oesophagus geniculatus, a, um: knotig, mit
(Speiseröh re) fortschreitend. Knoten versehen. geniculum,
Gastrulation f.: Bildung der i n.: kleines Knie (genu), abge­
Keimblätter d u rch Einstülpung kni ckte Struktur
genio- 40

genio-: Kinn- (gr. genaion n.: glans, glandis f.: Eichel, eichel­
Kinn) förmiger Körper
genitalis, e: zur Zeugung gehörend Glaukom n: krankhafte Steigerung
(gigno, genui, genitum: zeugen, des Augeninnendrucks, Grüner
erzeugen, gebären). Genitale, Star (gr. glaux, glaukos f: Eule;
p l . -ien n.: (Organa genitalia) glau kos: meerfarben, glänzend;
männlich es oderweiblich es Ge­ glau kopis: eulen-, flammen­
schlechtsorgan, primäre Ge­ äugig)
schlechtsorgane glenoidalis, e: zur Schultergelenk­
genu, us n.: Knie pfanne gehörend; wörtl ich: dem
germinativus, a, u m : zum Keimen Augapfel (gr. giene f: Augapfel)
gehörend, Keim- (germen, i nis ähnlich (wegen des glänzenden
n.: Keim, Spross) Knorpelüberzugs der Pfanne
geronto-: kennzeichnet Alter, oder wegen des kugeligen Ge­
Greisenhaftigkeit (gr. geron m.: len kkopfes?)
Greis, Alter). Gerontologie: glia, ae f: i n terstitielles Gewebe
Alternsforschung, Wissenschaft, des Nervensystems (gr. glia f:
die sich mit somatischen, psy­ Leim, Kitt). Gliazellen: n i cht­
chischen und sozialen Vorgän­ neuronale Zellen des Nerven­
gen des Alterns beschäftigt (gr. gewebes. gliös: aus G l i azellen
Iogos m.: Zusammenlegen, bestehend
Ordnen, Wort) globosus, a, u m : kugelförmig.
gestatatio, onis f: Schwanger­ globulus, i m.: kleine Kugel,
schaft (gesto: an sich tragen) Kügelchen. globus, i m.: Kugel
Gigantismus m.: übergroßes glomerulosus, a, um: knäuelartig,
Wachstum, proportionierter glomerul usartig; reich an Gefäß­
Hochwuchs, Riesenwuchs knäueln. glomerulum, i . n., auch
(gr. gigas, gi gantos m.: Gigant glomerulus, i. m.: kleiner Knäu­
(Riesenvolk in der griech. Sage), el. glomus, eris glomus, eris pl.
Riese, riesig) -era: einfügen n.: Knäuel (glo­
gingiva, ae f: Zahnfleisch mus lanae: Wollknäuel)
ginglymos m. (gr.): Türangel; anat.: glossa, glotta f (gr.): Zunge. glos­
Scharniergelenk sopharyngeus: die Zunge und
glabella, ae f: kleine Glatze. den Rachen (Pharynx) betreffend
glaber, bra, brum: glatt, kahl, glottis, idis f. : anat.: Stimmapparat
u nbehaart des Kehl kopfs (gr.: glottis, idos:
glandotrop: auf (endokrine) Drü­ Zunge)
sen einwirkend; adenotrope Glukokortikoide n.: auf den Zu­
Hormone des Hypophysenvor­ ckerstoffwechsel einwi rkende
derlappens (lat. glandu Ia; gr. Hormone der Nebennierenrinde
tropos: Richtung). glandula, ae (gr. glykys: süß; cortex, corticis
f: kleine Eichel; anat.: Drüse. m.: Rinde)
41 gustus

Glukosurie, Glykosurie f.: Aus­ Augen mit schleimigem Ausfluss


scheidung von Traubenzucker (gr. blenna f.: Schleim). Go­
(Glukose) über den Harn norrhoe f.: Tripper, durch Go­
durch die N i ere (gr. uron n.: nokokken verursachte Ge­
Urin) schlechtskrankheit mit eitrigem
gluteus, a, um: Gesäß- (gr. glutos Ausfluss aus der Urethra (gr.
m.: H i nterbacken, Gesäß) rheo: fließen). gonorrhoicus, a,
glyco-: süß-[Kohlen hydratel (gr. um: auf die Gonorrhoe bezogen
glykys: süß). Glykokalix f.: Koh­ gony, atos n. (gr.): Knie (z. B. i n
len hydratsaum an der Außen­ Gonarth rose)
fläche der Zell membran (gr. gracilis, e: schmal, schmächtig
kalyx, -ykos f.: H ü lse, Kapsel, Gradient m.: Gefälle, Steigungs­
Kelch) maß (gradior, gressus sum:
Gnathoschisis f.: Kieferspalte (gr. Schritte machen, schreiten)
gnathos f.: Kiefer; sch isis, eos f. : granulatio, onis f.: (Herstellung
Spaltung) einer) körnige(n) Struktur. Gra­
-gnosie f.: -Erkennung (gr. gnosis, nulomer n.: Körnchen enthal­
eos f.: Erkenntnis, Kenntnis, Be­ tender Anteil des B l utplättchens
kanntsei n) (gr. meros n.: Teil). granulosus,
Gomphosis f.: E i nstauch ung, a, u m : gekörnt, körn ig. Granulo­
Einkeil ung (gr. gomphos m.: zyten: zu den weißen Bl utkör­
Zahn, Pflock) perchen zählende Blutzellen; sie
Gon-: auf das Knie (gr. gony) be­ werden nach der Anfärbbarkeit
zogen (z.B. Gonitis, Gonarthritis) ihrer Gran ula in neutrophile,
Gonaden: Keimdrüsen (Ovarien eosinophile u n d basophile Gra­
und Hoden) (gr. gone f.: Zeu­ n u lozyten unterteilt. granulum, i
gung, Gebu rt; aden m./f.: Drü­ n. Körnchen. granum, i n.: Korn
se). Gonadotropine: auf die -graphie f.: -schriftl iche oder
Keimdrüsen gerichtete Hormone bildl iehe Darstellung (gr.
des Hypophysenvorderlappens grapho: e i n ritzen, schreiben,
und der Pl azenta (-trop) beschreiben)
gone f. u n d gonos m. (gr.): Erzeu­ gravis, e: schwer, schlimm, heftig,
gung, Geburt, Samen, Geschlecht wichtig
Goniometer n.: Winkel messer für graviditas, atis f.: Schwanger­
Schädel u n d Knochen (gr. gonia schaft. gravidus, a, u m : schwan­
f. : Winkel; metron n.: Maß, ger
Maßstab) griseus, a, u m : grau
Gono-: auf das Genitale bezogen gubernaculum, i n.: Steuerruder,
(z.B. Gonorrhoe). Gonoblen­ Leitung
norrhoe f.: Augentripper, eitrige, gustatus, u s m.: Geschmack
durch Gonokokken veru rsachte gustus, us m.: Geschmack,
Entzündung der B i n dehaut der Schmecken
gynäkotrop 42

gynäkotrop: auf das weibl. Ge­ kephalos m.: Gehirn). gyrus, i


schlecht gerichtet. gyne, gynai­ m.: Windung (gr. gyros m.:
kos f. (gr.): Frau Krümmung, Kreis)
gyrencephal: Gehirn mit Windun­
gen an der Oberfläche (gr. en-
H

habenula, ae f.: kleines Zügel kunst). hämo-, hämato-: Bl ut-.


Habituation f.: Gewöhnung; phy­ Hämodialyse f.: Blutwäsche,
sische und psychische Gewöh­ Entfernung harnpflichtiger Subs­
n u n g an Drogen (habito: be­ tanzen aus dem Blut mittels
wohnen, sich eifrig mit etwas "künstlicher Niere" (Dialysator)
beschäftigen; habitus, üs m.: (gr. dialysis f.: Auflösung, T ren­
Zustand, Eigentüml ichkeit; frz. nung). Hämodynamik f.: BI ut­
habitude f.: Gewohnheit). habi­ fluss i n den BI utgefäßen i n Ab­
tuell: gewohn heitsmäßig hängigkeit von den verantwort-
haima, atis (lati nisierter Genitiv) 1 ichen Kräften; Lehre von den
n.: Blut (gr. haima, atos n.: B l ut) physikalischen Grundlagen der
hallux, ucis m.: große Zehe Blutbewegung (gr. dynamis f.:
Hamartie f.: Fehlbildung eines Or­ Kraft, Stärke, Leistu ngsfähigkeit).
gans (Organsystems) aufgrund Hämophilie f.: Bl uterkrankheit,
fehlerhafter Gewebszusammen­ keine oder verlangsamte Blutge­
setzu ng infolge atypischer Ent­ rinnung bei Wunden (gr. phi los:
wicklung (Differenzierung) des lieb, befreundet). Hämorrhagie
ortsständigen Keimmaterials (gr. f.: Blutung (gr. rhegnym i : zer­
hamartia f.: Fehler, Irrtum, Verfeh­ reißen). Hämorrhoiden: varikö­
l u ng). Hamartom n.: Geschwulst­ se Erweiterungen der Venenge­
bildung aus einer Hamartie flechte des unteren Mastdarms
Hämarthros: Bluterguss im Gelenk (gr. hai marrhoideis phlebes:
(gr. arthron n.: Gelenk). Häma­ bl utfließende Adern). Hämosta­
tokrit m.: Volumenanteil der se f.: Bl utsti l l ung, Prozess, der
B l utkörperchen am Gesamtblut Blutungen zum Stillstand bringt
(gr. krites m.: Richter, Deuter). (gr. stasis f.: Stehen, Sti l l stand)
Hämatom n.: Bluterguss, Bl ut­ hamulus, i m.: kleiner Haken
beule, Ansammlung von Blut haploid: ei nfacher Chromosomen­
außerhalb der Blutbahn i n den satz (gr. haploos: ei nfach)
Weichteilen Haustren: Ausbuchtungen in der
hamatus, a, um: mit Haken verse­ Wand des Colon (haustrum, i n.:
hen, hakenförmig Schöpfrad)
Hämatopoese: Blutbildung (i.e.S. helica, ae f.: Schrauben-, Schne­
Bildung derzellu lären Bestand­ ckengewinde. helicinus, a, u m :
teile des Blutes (gr. poiesis f.: rankenartig (gr. helix, i kos: ge­
das Tun, Schöpfung; Dicht- wunden, gesch längelt; Wi n-
helicotrema 44

dung). helicotrema, atis n.: tive Chromosomenabschnitte


Schneckenloch an der Spi tze (im Gegensatz zum Euchroma­
der Cochlea (gr. trema, atos n.: tin, welches außerhalb der Kern­
Loch). Helix, helicis f. : Win­ teilung entspiralisiert ist)
dung, das Gewundene; zyl indri­ Heterodontie f. : unterschied! iche
sche Spirale; anat. äußere Ohr­ Zah nform (gr. odus, odontos m.:
muschelleiste Zahn)
Helminthen f.: Eingeweidewürmer heterolog: in Form und F u n ktion
(gr. helmins, i nthos f.: Wurm) nicht übereinstimmend; artfremd
hemi- (gr.): halb- (gr. Iogos m.: hier: Bedeutung)
Hemianopsie f.: Halbseiten blind­ heteronym: ungleichnamig, sich
heit; halbseitiger Ausfall des Ge­ nicht entsprechend, auf ver­
s ichtsfeldes eines oder beider schiedenen Körperseiten (gr.
Augen (gr. hemi-; an; opsis, eos onyma n.: Name, Benennung)
f.: das Sehen, Wahrnehmung) heterotop: an atypischer Stelle
Hemiballismus m.: einseitiges I iegend, entstehend oder erfol­
Werfen; Bewegungsstö rung mit gend (gr. topos m.: Ort)
Schleuderbewegungen einer hexa-: sechs- (gr. hex: sechs).
Körperhälfte, an Wurfbewegun­ hiatus, us m.: Schi itz, klaffende
gen erinnernd (gr. hemi-; ballo: Öffn ung, Spalt
werfen, schleudern) hidros, otos m. (gr.): Schweiß.
hemisphaerium, i i n.: Halbkugel, H idrosis f.: Schweißabgabe
Hemisphäre (gr. hemi; sphaira f.: hilum, i n., auch hilus, i m.: anal.:
Kugel) Vertiefung an der Oberfläche
hepar, atis n. (!): Leber. hepato-: eines Organs, Stelle des Gefäß­
Leber- u n d Nerveneintritts (Area nervo­
herba, ae f.: Pflanze, Kraut vascul osa), Stiel
hereditär: erblich (heres, heredis hippocraticus, a, u m : nach dem
m./f.: Erbe/Erbin) gr. Arzt Hippokrates, geb. 460,
hernia, ae f. : Eingeweidebruch, gest. um 359 oder 3 77 v. Chr.)
Hernie (gr. hernos n.: j u nger benannt; h i ppokratisch (gr. hip­
Trieb, Spross). Herniation: Ein­ pos m./f.: Pferd; krateo: beherr­
klemmung schen)
Herpes m.: Bläschenausschlag (gr. Hippokampos m.: Fabeltier der gr.
herpo: kriechen) Mythologie mit dem Kopf und
heter-, hetero-: anders- (gr. hete­ den Vorderbeinen eines Pferdes
ros: der Eine, Andere von bei­ (gr. hippos m.: Pferd) und einem
den; anders; verschieden) F i schschwanz (gr. kampe f. : Bie­
Heterochromatin n.: auch wäh­ gung, Krümmung); nach anderen
rend der I n terphase des Zellzyk­ Quellen: einem Seepferdchen
l u s kondensi erte, lichtmi krosko­ (Hi ppocampus, i m.) ähnlich.
pisch si chtbare, genetisch i nak- Vgl. Ammonshorn. Hippursäure
45 hydr-

f.: (Acidum hippuricum) Im Pfer­ Homoiodontie f.: gleichartige


deharn vorkommende organische Zahnform (gr. odus, odontos m.:
Carbonsäure (gr. uron n.: Harn) Zahn)
hirci, orum m.p/.: Achselhaare homoios (gr.): gleich, ähnlich
(hi rcus, i m.: Ziegenbock, Ge­ homolog: gleichlautend, überein­
ruch des Achselschwei ßes) stimmend
Hirsutismus m.: übermäßig starker homonym: gleichnamig, -lautend,
Haar-, bes. Bartwuchs (hirsutus, auf der gleichen Körperseite (gr.
a, um: stachelig, borstig) hom-; onyma n.: Name, Benen­
histiocyt(us, i) m.: Makrophage i m nung)
lockeren B i ndegewebe. H isto-: homunculus, i m.: kleiner Mensch,
(Fein-)Gewebe- (gr. h i stos m.: Mensch lein (dimin. v. homo,
Gewebe, Mastbaum, Aufzug). i n i s m.: Mensch)
Histogramm n.: graphische Dar­ hordeolum, i n.: Gerstenkorn
ste l l u n g der Häufigkeitsvertei­ (hordeum, i n.: Gerste)
l u n g von Messwerten in Säulen­ horizontalis, e: waagrecht (gr.
form (gr. h i stos m: Gewebe, horizon, ontos m.: Grenzlinie,
Netz, Webstuhl; gr. gramma n: Horizont)
Darstel lung, Aufzeich n u n g) . Hormon n.: von endokrinen Drü­
Histokompatibiltät f.: Gewebe­ sen gebi ldeter und ins Blut ab­
verträglichkeit (frz. compatibi lite gegebener Wi rkstoff (gr. hormao:
f. : Verei nbarkeit, Verträglichkeit) erregen, antreiben)
holo-: ganz, vollständig (gr. holos: humanus, a, u m : menschlich, dem
ganz, völlig) Menschen eigen, gebildet, edel,
holokrin: gänzlich ausscheidend; menschenfreundlich
Drüsenausscheidu ngsmecha­ humerus, i. m.: Oberarmknochen
nismus, bei dem die gesamte humoralis, e: die Körperfl üssigkeit
Zelle zum Sekret wird (gr. kri­ betreffend (humor, oris m.: Flüs­
nein: ausscheiden) sigkeit, Saft, Körpersaft)
hom-, homo-: gleichartig, entspre­ -hyal: abgekürzt für -hyoidal
chend (gr. homos: derselbe, ge­ (Zungenbein)
meinsam, zusammen, i n glei­ hyalinum, i n.: glasartig d u rchsich­
cher Weise) tiger Eiwei ßkörper. hyalo-: glä­
homo, hominis m.: Mensch sern, durchsichtig (gr. hyalos m.:
homolog: gleich l iegend, -lautend, Kristall, Glas). Hyalomer n.:
übereinstimmend, entsprechend durchsichtiger Anteil des BI ut­
Homöostasis f.: Gleichgewicht der plättchens (gr. meros n.: Teil)
physiolog. Körperfunktionen, Hydatide f. : gestieltes, mit Wasser
Stabi l i tät des Verhältnisses von gefü l l tes Bläschen (gr. hydatis f. :
Bl utdruck, Temperatur, B l ut-pH Wasserblase)
u.a. Parametern (gr. homoios; hydr-, hydro-: Wasser- (gr. hydor,
stasis f. : das Sich-stel len, Stand) hydratos n.: Wasser). Hydram-
Hydrarthros 46

nion n.: krankhafte Fruchtwas­ Gefü h l , Wahrnehmung, Emp­


servermehrung (Am nion: Schaf­ findlichkeit)
haut, die das Fruchtwasser ein­ hyper- (gr.): höher, übermäßig
fassende Eihaut). Hydrarthros Hyperämie f.: vermeh rte Blutfülle,
m.: Gelenkwassersucht (gr. verstärkte Durchblutung (gr.
arthron n.: Gelenk). Hyd(r)­ hai ma n.: BI ut)
arthrose f.: Gelenkerguss. Hyperakusis f.: krankhafte Feinhö­
hydrocephalus, i m.: Wasser­ rigkeit (lauter Schall führt u . U .
kopf; bedingt durch vermeh rte zu schmerzhaftem Hören) (gr.
Flüssigkeit i n den H i rnventrikeln akuo: hören)
(H. i n ternus) oder im Subarach­ Hyperglykämie f.: erhöhter G l u ko­
noidalraum (H. externus) (gr. segehalt des B l utes (gr. glykys:
kep hale f.: Kopf). hydrophil: süß; haima, atos n.: Bl ut)
Neigung zur Wasseraufnahme Hyperkapnie f.: erhöhter arterieller
(s. -phil). hydrophob: wasser­ Partialdruck des Kohlendioxid
scheu; chemische Eigen schaft, (gr. kapnos m.: Rauch, Dunst)
von Wassermolekülen abgesto­ Hyperkines(i)e f.: übermäßige
ßen zu werden (s. -phob). hyd­ Muskeltätigkeit, motorischer
rostatisch: den Druck einer un­ Reizzustand des Körpers mit
bewegten Flüssigkeit auf die Muskelzuckungen und unwill­
Gefäßwand betreffend (gr. stasis kürlichen Bewegungen (gr. ki­
f.: das Stehen). hydrops m. (gr.): neo: bewegen)
Wassersucht. Hydrozele f.: Hypermastie ( Polymastie) f.:
=

Wasserbruch, Zyste durch Stau­ Vorhandensein überzäh l iger


ung von Exsudat in einer serö­ Brustwarzen (gr. poly; mastos
sen Höhle. i.e.S.: H. testis: Fl üs­ m.: Brustwarze)
si gkeitsansammlung im Proces­ Hypermetrie f.: Bewegungsüber­
sus vagi nalis testis (gr. kele f.: maß; Zielbewegungen erfolgen
Bruch) überschießend (gr. metron n.:
Hymen, enos m. (gr.) Hochzeits­ Maß, Strecke)
gott, dünne Haut; anat.: Hypermetropie ( = Hyperopie) f.:
Schleimhautfalte am Scheiden­ Weitsichtigkeit, Übersichtigkeit
ei ngang, Jungfernhäutchen (gr. metron n.: Maß, ops, opos
hyoideus, a, um: dem gr. B uchsta­ m.: Auge)
ben y (u) ähnl ich, hufeisenför­ Hyperodontie f.: Überzahl von Zäh­
mig; anat.: zum Zungenbein nen (gr. odus, odontos m.: Zahn)
(Os hyoideum) gehörend Hyperopie f.: ( Hypermetropie)
=

hyp-, hypo- (gr.): unter-, zu wenig Weitsichtigkeit, Übersichtigkeit


Hypakusis f.: Schwerhörigkeit (gr. (gr. ops, opos m.: Auge)
akuo: hören) Hyperorexie f.: Heißhunger (gr.
Hypästhesie f.: herabgesetzte hyper: über-; gr. orexis f.:
Empfind! ichkeit (gr. aisthesis f. Appetit)
47 Hypospadie

Hyperplasie f.: Vergrößerun g eines Hypogastrium n.: Bereich unter


Gewebes oder Organ s du rch dem Bauch (gr. gaster f.: Bauch,
Zunahme der Zellzahl (gr. plasis Magen, Mutterleib)
f. : Bildung, Gestaltung) Hypogeusie f.: herabgesetzte
Hyperpnoe f.: vertiefte Atmung; Geschmacksempfi ndung (gr.
Atemtätigkeit, die im Verhältnis geusis: Gesch mack)
zur Arbeitsbelastu ng und Stoff­ hypoglossus, a, u m : u n ter der
wechsellage des Organismus Zunge (gr. glossa f.: Zunge)
zu hoch ist (gr. pnoe f.: das Hypoglykämie f. : Unterzuckerung,
Atmen) zu wenig G l ucose im Blut (gr.
Hypertelorismus m.: vergrößerter glykys: süß; haima, atos n.:
Abstand der beiden Augen (gr. Blut)
telos n.: Ende, Endpunkt) Hypogonadismus m.: hormonale
Hyperthyreose f.: Überfunktion Unterfunktion der Keimdrüsen
der Schilddrüse (Giandula (Gonaden)
thyroidea) mit Erhöhung des Hypokapnie f.: verminderter
Thyroxi ngehalts des Blutes Kohlendioxidgehalt im Blut
Hypertonie f., Hypertonus m.: (gr. kapnos m.: Rauch, Dunst)
übermäßiger Spannungszustand; Hypokinese f.: Bewegungsarmut,
arterielle Hypertension, Hoch­ Verminderung der Spontan moto­
druckkrankheil (tensio f.: Span­ rik (gr. kinesis f.: Bewegung)
nung; tonus, i m.: Spannung, hypomochlion n.: Unterstützungs-
Span nungszustand) punkt eines Hebels (gr. moch­
Hypertrophie f.: übermäßige lion n.: kleiner Hebel)
Vergrößerung von Geweben und hyponychium, ii n.: Keimschicht
Organen i nfolge Vergrößerung der Haut u n ter der Nagelpl atte
(nicht Vermehrung) von Zellen (gr. onyx, nychos: Nagel)
(gr. trophe f.: Ernährung) Hypopharynx m.: untere Etage des
Hyperventilation f.: über den Schlundes
Bedarf gesteigerte Lungenbei üf­ Hypophysis, i s f. : H i rnanhangsdrü­
tung (venti lo: wehen, schwin­ se (gr. hypophysis, eos f.: darun­
gen) ter Gewachsenes)
Hypervolämie f.: Vermehrung der Hypoplasie f.: Verkleinerung eines
z i rkul ierenden BI utmenge Gewebes oder Organs durch
(volvo, volvi, volutum: wälzen, Abnahme der Zellzahl (gr. plasis
rollen, u m l aufen; -ämie) f. : Bildung, Gestaltung)
hypochondriacus, a, um; hypo­ Hyposmie f.: herabgesetzte Ge­
chondrios (gr.): unterhalb des ruchsempfi ndung (gr. osme f.:
Brustknorpels I iegend (gr. Geruch)
chondros m.: Korn, Knorpel) Hypospadie f.: Fissu ra urethrae
Hypodontie f.: Unterzahl der Zäh­ inferior, untere Harnröhrenspalte
ne (gr. odus, odontos m.: Zahn) (gr. spazo: spalten)
Hypothalamus 48

Hypothalamus, i m.: Zwischen­ Hypotonizität f.: das Vorliegen


h i rnregion unterhalb des Thala­ eines hypotonen Zustands
mus Hypovolämie f.: Verminderung
hypothenar, aris n. (!): Klei nfi n­ der zirkul ierenden Bl utmenge
gerballen (gr. hypo: unter; thenar (volvo, volvi, volutum: wälzen,
n.: Oaumenballen) rollen, u m laufen; -ämie)
Hypothyreose f. : Unterfunktion bis Hypoxämie f.: Sauerstoffmangel
F u n ktionsausfall der Schilddrüse im B l u t (gr. oxis: scharf, sauer;
(Giandula thyroidea) mit Ver­ gr. haima, atos n.: Blut). Hypo­
minderung des Thyroxi ngehalts xie f.: Sauerstoffmangel im Ge­
des Blutes webe
Hypotonie f.: (Bi ut-)Oruckerniedri­ hypsizephal: hochköpfig (gr.
gung hypsi: hoch, i n der Höhe;
hypoton(isch): eine Lösung mit kephale f. : Kopf)
geringerem osmotischem Druck hystera f. (gr.): Gebärmutter, Ute­
als ein Vergleichsmedium (z.B. rus
BI ut) (gr. tonos m.: Spannung,
Spannu ngszustand)
iatrogen: d u rch ärztl iche E i nwir­ betreffend. ilioinguinalis, e: i m
kung entstanden (gr. iatros m.: Unterleib-Leistenbereich (ile n.:
Arzt, Retter, Helfer, Heiland, Unterleib; inguen, inguinis n.:
-gen) Lei ste)
ichthys, yos m. (gr.): Fisch immersio, onis f: das E i ntauchen
-iasis, is f: Suffix für Krankheits­ immunis, e: frei, befreit, verschont
geschehen (häufig nach H aupt­ ("immu n")
symptom) impar, is: ungleich, u n paar
-ideus, a, u m : -ähnlich, -förmig imperfectus, a, um: u nvoll ständig,
(gr. eido: ähnlich sein, gleichen) unvollendet
Identität f: völlige Gleichheit oder lmpingement-Syndrom: Engpass­
Übereinstimmung, Wesens­ Syndrom, Schmerzen aufgrund
gleichheit, Eigentümlichkeit einer Einengung der Sch u l ter­
eines Wesens (idem, eadem, sehnen zwischen Oberarmkopf
idem: derselbe, der gleiche; und Schul terdach mit Entzün­
identidem: wiederholentlich) dung der Umgebung (engl. im­
idio-: eigen- (gr. idios: eigen, pi ngement: Prall, Zusammenstoß)
eigentü mlich, privat). idiopa­ Implantation f: 1 . E i npflanzung
thisch: selbstständig, unabhän­ von Gewebe, Organteilen,
gig von anderem, primär ent­ Organen oder Ersatzmaterial i n
standene Krankheit (gr. pathos den Körper. 2 . E i n n istung der
n.: Leiden) befruchteten Eizelle in die Ute­
I kterus, i m.: Gelbsucht (gr. i kteros russch leimhaut (implantatio,
m.: Gelbsucht, Pirol [gelber Vo­ onis f: E i npflanzung; planta,
gel)) ae f.: Setzl ing, Propfreis)
ileum, i n.: Krummdarm (ileus, a, Impotenz f.: U nvermögen,
um: krumm). ileozäkal: das Schwäche, Unfruchtbarkeit,
Ileum und das Caecum betref­ Zeugungsu nfähigkeit, U nfähig­
fend, Übergang vom Ileum zum keit des Mannes zum Ge­
Caecum schl echtsverkehr (impotens,
I leus m.: Darmversch luss (gr. entis: o h n mächtig, schwach)
eileo: zusammendrängen, ein­ impressio, onis f: E i ndruck
engen) lmpuls(us, Os) m.: Anstoß, An re­
ilia, i l i u m n.pl.: Weichen. iliacus, gung (impello, puli, pulsum: an­
a, um; i l iacal: die l l i a (Weichen) stoßen, stoßend bewegen, fort­
bzw. das Osilium (Darmbein) stoßen, an treiben)
in- 50

in-: hinei n-, ein- infantilis, e: kindlich


in-: (verneinend) un-, n i cht, ohne Infarkt m.: umschriebene Organ­
(entspr. gr. a, an) oder Gewebenekrose nach Un­
in vitro: im Reagenzglas (vitrum, i terbrech ung der Durchblutung
n.: Glas) (i nfarcio, farsi, farctum: hinein­
in vivo: am lebenden Objekt stopfen)
(vivum, i n.: das Lebendige) inferior, ius: der untere
in situ: in der natürlichen Lage infiltrieren: eindri ngen, einsickern
(situs, us m.: Lage, Stel l u ng) (fi ltrum, i n.: Seihetuch)
incertus, a, u m : u n gewiss, unsi­ infra-: unter
cher, schwankend infundibulum, i n.: E i ngießer,
incido, cidi, cisum: einschneiden, (klein er) Trichter; anat.: Hypo­
zerschneiden. incisalis, e: die physenstiel
Schneidezähne (Dentes incisivi) inguen, inguinis n. (!): Leiste.
betreffend. incisio, onis f: das inguinal(is, e): auf die Leisten­
E i nschneiden, Einschnitt. incisi­ region bezogen (inguen, i n i s n.,
vus, a, um: zu den Schneide­ pl: i nguina, u m : Weichen, Leis­
zähnen gehörend (inci do). inci­ tengegend, U nterleib)
sura, ae f.: E i nschnitt inhibitio, onis f.: Hemmung. inhi­
inclinatio, onis, I nklination f: bitus, a, um: angehalten, ge­
Neigung (i ncli no: neigen, beu­ hemmt
gen, biegen) Inkabein (Os lncae): Os i n terpa­
incus, udis f (!): Amboss (eines der rietale; der obere Teil der H i n ­
3 Gehörknöchelchen) (cudo: terhauptsschuppe (Squama oc­
schlagen, klopfen) cipitalis), der bei peruanischen
index, icis m.: Zeigefi nger Mumien nicht selten vom unte­
I ndikation f: med. Heilanzeige, ren Teil durch eine Knochennaht
Veranlassung für eine bestimm- getrennt ist ( I n ka: Angehöriger
te Heil methode (indico: anzei­ der ehemaligen indianischen
gen, angeben, verraten). I ndika­ Herrscher- und Adelsschicht i n
tor m.: Anzeiger Peru, besonders der Könige des
I nduration f: Gewebe- oder Or­ l n kareiches)
ganverhärtung (i nduro: hart ma­ Inkarzeration f: E i n klemmung
chen, härten) einer Hernie (carcer, eris m.:
I ndusium griseum n.: dünne Schran ke, Gefängnis)
Schicht grauer Substanz (Rin­ Inkompatibilität f: Unvereinbar­
denrudiment) auf der Balken­ keit, Unverträglichkeit (in; cum;
oberfläche (i ndusi um, i n.: Be­ patior: ertragen, leiden, dulden)
satz, Schlei er; griseus, a, u m : inkongruent: nicht übereinstim­
grau) mend, nicht passend (congruo:
induzieren: bewirken, u msetzen zusammenlaufen, übereinstim­
(induco: hineinführen) men)
51 interdigitierend

inkretorisch: i n n erse kretori sch, schauen, besichtigen, u n tersu­


der i nneren Sekretion dienend. chen)
I nkrete: von Hormondrüsen ab­ I nspiration f.: 1 . E i nsaugen der
gegebene Stoffe ( i n : hinein; cer­ Ateml uft; 2. schöpferischer Ge­
no, crevi, cretum: scheiden, danke (inspiro: hineinblasen,
sondern) einhauchen, einflößen)
in loco typico: an typischer Stelle I nsuffizienz f.: ungenügende
(locus, i m.: Ort; gr. typicos: bil­ Leistung, Schwäche eines Or­
dend, vorbildl ich, charakteris­ gans (sufficio, feci, fectum: aus­
tisch) reichen, genügen)
Innervation f.: Signalweiterlei tu ng, insula, ae f.: Insel
Nervenversorgung, Nervenwi r­ I nsult m.: Anfall (insilio, s i l u i ,
kung (nervus, i m.: Nerv) sultum: auf oder i n etwas sprin­
innominatus, a, u m : unbenannt gen)
(nomino: mit einem Namen be­ intactus, a, u m : unverseh rt, u nbe­
legen, nennen) rü hrt (noch unangerührt), unver­
ino-: auf die Kontrakti l i tät bezogen sucht, heil, fun ktionsfähig
(gr. is, inos f.: Stärke, Muskel­ I ntegration f. : Wiederherstellung
kraft) . l notropie f.: Einflussnah­ einer Einheit, Eingliederung in
me auf die Kontrakti onsfähigkeit ein größeres Ganzes (i ntegro:
von Muskel gewebe (gr. tropos wiederherstellen, erneuern, er­
m.: Richtung, Wendung) gänzen). I ntegrator m.: Baustein
I nsemination f.: 1 . Künstliche in der Regel u ngstech nik, der
Befruchtu ng durch Übertragung eine mathematische I n tegration
des männ Iichen Samens in den durchführt
weiblichen Genitaltrakt 2. E i n ­ integumentum, i n.: Decke, Hülle,
dringen der Samenfäden i n das äu ßere Haut
reife Ei (semen, i n i s n: Same, l ntentionstremor: grobes Zittern
Samenkorn, Geschlecht) bei Ansetzen einer wi l l kürlichen
insensibilis, e: nicht wahrnehmbar Bewegung (i ntentio, onis f.: Ab­
(sensus, u s m: Gefü h l , Empfin­ sicht; tremor, oris m.: das Zit­
dung) tern, Beben)
insertio, ionis f. : Ansatzstelle inter: zwischen
(insero, serui, sertu m : hinein­ interauricularis, e: zwischen den
fügen, -stecken) Herzohren (auricula atrii) gele­
insipidus, a, u m : ohne Geschmack gen oder verlaufend
(sapio: schmecken) intercalatio, onis f.: Einschaltung
I nskription f.: E i nzeichnung (ins­ interdigitalis, e: zwischen den
criptio, onis f.: das Darauf­ Fingern oder Zehen (digitus, i
schreiben, Insch rift) m.: F i n ger, Zehe). interdigitie­
I nspektion f.: Besichtigung (inspi­ rend: wie F i nger inei nander grei­
cio, spexi, spectu m: hinein- fend
intermediär 52

intermediär: dazwischen l i egend, Intertrigo, onis f. : Hautwolf,


Zwischenprodukte (frz. i n terme­ Wundsein, nässendes Erythem
diaire: Zwischen-, Mittel-). in­ an Berührungsstellen der Haut
termedius, a, um: dazwischen wie Lei stengegend, Analfalte,
l i egend, zwischen 2 Gebilden Damm (tero: reiben, aufreiben)
l iegend (medius, a, um: mittlerer) intervillosus, a, u m : zwischen den
I nternodalbündel: zwischen Si­ Zotten (villus, i m.: Zotte)
nusknoten und Atrioventriku­ intestinum, i n.: Darm (i ntesti nus,
larknoten verlaufende Bahnen a, um: i nwändig, innen befi nd­
(nodus, i m.: Knoten) lich)
interosseus, a, u m : zwischen intimus, a, um: i n nerster
Knochen l i egend intra: i n nerhalb
I ntero(re)zeptor m.: Rezeptor, der intrafusale Fasern: Muskelzellen in­
auf im Körperi nneren entstehen­ nerhalb einer Muskelspindel (fu­
de Reize anspricht (recipio, cepi, sus, i m.: Spindel zum Spinnen)
ceptum: aufnehmen) intramuralis, e: in der Wand
interpeduncularis, e: zwischen (eines Hohl organs) gelegen (mu­
den ( H i rn-)Stielen (pedunculus, i rus, i m.: Mauer, Wand)
m.: Stiel) Intrauterinpessar n.: in die Ge­
interpositus, a, um: dazwischen bärmutter eingelegte Kupferspi­
gelagert rale zur Empfängnisverhütung
interradikulär: zahnmed.: zwi­ (uterus, i m.: Gebärmutter;
schen den Zahnwurzeln (radix, pessulus, i m.: Riegel)
icis f.: Wurzel) lntrinsic-Factor: in der Magen­
interruptio, onis f.: Zerreißung, schleimhaut gebil detes Muco­
U nterbrech ung protein, das die Vit. B 1 2 - Resorp­
intersectio, onis f.: D u rchschnei­ tion i m Ileum ermögli cht. Fehlen
dung, Sehn ittl i n ie (sectio, onis f.: von intrinsic factor bewirkt per­
das Zerschneiden) niziöse Anämie. intrinsisch: von
I ntersexualität: Mischung von innen her, aus eigenem Antrieb
weiblichen und männlichen Ge­ (intrin secus: im Inneren, i n ner­
schlechtsmerkmalen i n einem lich)
Individuum; Wi derspruch zwi­ introitus, ü s m.: E i ngang
schen äußerem Habitus, geni ta­ Intubation f.: Einführen eines
ler Entwickl ung u n d chromoso­ Rohres (in den Kehl kopf) (tubus,
malem Geschlecht; Schei nzwit­ i m . : Röhre)
tertum (sexus, üs m.: Geschl echt) intumescentia, ae f.: Anschwel lung
interstitialis, e: i m Zwischenraum (intumesco, tumui: anschwellen)
l i egend. interstitium, i i n: Zwi­ Intussuszeption f.: E i nscheidu ng,
schenraum (zwischen dem Pa­ Ei nstü lpung (intus: innen, drin­
renchym gelegenes Bindegewe­ nen; suscipio, cepi, ceptum :
be mit Gefäßen u n d Nerven) aufnehmen)
53 Isotonische Muskelkontraktion

invaginatio, onis f.: E i n stülpung, zurückhalten, u n terbrechen;


Einscheidung (vagina, ae f.: haima, atos n.: Blut)
Scheide) ischiadicus, a, u m : zur Hüfte
invasiv: aktiv eindringend (i nvado, gehörend (gr.: ischiadi kos: an
si, sum: gewaltsam eindringen) Hüftweh leidend). Ischialgie f.:
inversio, onis f.: Umkehrung. in­ Schmerzen i m Bereich des N .
versus, a, um: umgekehrt, ver­ ischiadicus (gr. algeo: Schmerz
dreht empfinden). Ischias m. oder n.:
invisibilis, e: unsi chtbar Kurzbezeichnung für 1 . N. is­
in-vitro-Fertilisierung f.: Befruch­ chiadicus; 2. lschiassyndrom.
tung i m Glas; die Eizellen wer­ ischio-: zum Sitzbein (Os ischii)
den mit dem aufbereiteten bzw. Sitzbeinh öcker (Tuber is­
Sperma in einem Reagenzglas chiadicum) gehörend. ischiocru­
zusammengebracht. Es findet ral: zwischen Tuber ischiadicum
eine spontane Befruchtung statt und U nterschenkel (crus, cruris
(fertil is, e: fruchtbar) n.: Schenkel, U n terschenkel)
I nvolution f.: Rückbildung (invol­ gelegen. ischyon n. (gr.): H üfte,
vo, volvi, volutum: h i neinwäl­ Hüftgelenk
zen, verh ü l len) iso-: gleich- (gr. isos: gleich)
inzisal: zah nmed.: an der Kaukan­ Isocortex m.: phylogenetisch
te (incido: einschneiden) jungerTeil der Großhirnrinde
ipsilateral: auf derselben Körper­ mit weitgehend gleichartigem
seite (ipse, a, u m : selbst, selber, zytoarch itekton i schem Aufbau
eigen; Iatus, lateris n.: Seite) (cortex m.: Rinde)
I ridozyklitis f: Entzündung der Iris isogen: von gleicher Herku nft, m i t
und des Ziliarkörpers (gr. kyklos identischer Erbanlage
m.: Kreis, Ring). I ris, iridis f.: Iris lsokorie f.: Gleichheit der Pupil­
(Tochter des Thaumas u n d der lenweite beider Augen (gr. kore
Elektra, Personifikation des den f.: Mädchen, Pupil le)
Himmel mit der Erde verbinden­ isometrisch: gleiches Maß, gleiche
den Regenbogens); anal.: Re­ Länge (gr. metron n.: Maß,
genbogen haut des Auges Maßstab, Länge). Isometrische
I rregularität f.: Regellosigkeit, Muskelkontraktion: Muskelan­
mangelnde Gesetzmäßigkeit spannung ohne Verkürzung der
(regula, ae f.: Richtschnur; Muskelfasern
Norm). irregularius, a, u m : isomorph: von gleicher Form (gr.
nicht der Regel entsprechend, morphe f.: Gestalt)
u n regelmäßig isoton(isch): eine Lösung mit
irritatio, onis f.: Reizung, Erregung gleichem osmotischem Druck
Ischämie f.: Verminderung oder wie e i n Vergleichsmed i u m (z.B.
Unterbrech u n g der Durchblu­ Bl ut) (gr. tonos m.: Spannung,
tung eines Organs (gr. ischein: Ton). Isotonische Muskelkon-
isthmus 54

traktion: Muskelverkürzung kennzeichnet das Suffix eine


ohne Spannungsänderung erhöhte Aktivität eines Organs
isthmus, i m. enger D u rchgang, oder anderer Begriffe aus dem
schmale Verbindung Naturreich (Steine, Wein arten),
-itis, -itidis, pl. -itiden f. : Suffix, die eine Metamorphose der ur­
das in der Medizin eine Entzün­ sprünglichen Substanz bewirken
dung kennzeich net; im Stamm­ kann (Sand wird zu Ste i n : Sand­
wort wird das erkran kte Organ stein, Fenchel zu Wein: Fen­
oder System vorzugsweise mit chelwein etc.). Bei der Entzün­
der griechischen Bezeichnung dung steht -itis also für erhöhte
verwendet (z.B. Nephritis, Neu­ Aktivität (welcher Art auch im­
ritis; nicht Rektitis (lat. Rectum), mer) eines Organs mit wesentl i­
sondern Proktitis). Allgemein eher Veränderungspotenz
J

)ejunum, i n.: Leerdarm (ieiunus, junctio, onis f. : Verbindung (iun­


a, um: nüchtern, h u n grig, armse­ go, iunxi, i u nctum: anspannen,
lig) verbinden).
jugularis, e: das Jugulum betref­ junctura, ae f.: Verbindung
fend. jugulum, i n.: Kehle, Hals, juvenilis, e: jugendlich
med.: Drosselgrube (iugulo: die juxta: dicht daneben, nahe an
Kehle abschneiden, abschlach­ juxtaglomerulär: neben den Glo-
ten). jugum, i n.: Joch, Querbal­ meruli der Niere gelegen (s.
ken, Bergrücken, Berg; anat.: glomerulus)
(Knochen-)Erhebung
K (siehe auch unter C)

Kakosmie f.: Geruchstäu schung (cardia, ae f.: Herz; vascul um,


(gr. kakos: schlecht, übel; osme i n.: kleines Gefäß)
f.: Geruch) Karies f.: Zerfall der Zahnhartsub­
Kallo(so)tomie f.: operative stanz (Zahnkaries); entzü ndliche
D u rchtrennung des Balkens Erkrankung des Knochens mit
(Corpus callosum). Kallus m.: Zerstörung von Knochengewebe
Schwiele, Knochenschwiele (Knochenkaries) (caries, ei f.:
(callosus, a, um: verdickt, Morsch heit, Fäulnis)
schwielig; callum, i n.: Schwie­ Karnivoren: Flei schfresser (Tiere
le, verdickte Haut) oder Pflanzen) (caro, carnis f.:
Kalorimetrie f. : Messung von Fleisch; voro: versch l i ngen, gie­
Wärmemengen, die an biologi­ rig fressen)
sche, chemische oder physikali­ Karotissinus m.: Sinus caroticus,
sche Vorgänge gekoppelt sind die Erweiteru ng des Anfangslei l s
(calor, -oris m.: Wärme, H i tze, der Arteria carotis i nterna
GI ut; gr. metron n.: Maß, Maß­ (s. Sinus)
stab, Länge). kalorisch: die karpal-: zur Handwurzel gehörend.
Wärme betreffend karpos m. (gr.): Handwurzel
kalzifizieren: verkalken (calx, Karyo-: Kern-, Zel l kern- (gr. kary­
calcis f.: Kalkstein, Kalk) on n. (!): Kern)
Kanthomeatalebene: Ebene durch Karzinom: s. carci noma
Kanthus u n d Meatus acusticus Kaskadenmagen: Überhängen
externus (gr. kanthos m.: Au­ eines erweiteren Magenab­
genwinkel; meatus, us m.: Gang, schnitts mit treppenartiger Kon­
Weg) tur der großen Ku rvatur (frz. cas­
Kapazität f.: 1 . Fassungs-, Leis­ cade f.: stufenförmiger Wasser­
tungs-, Speicherungsvermögen. fall)
2. hervorragender Fachmann Kastration f.: Ausschaltung oder
(capacitas, atis f. Fassungsfähig­ Entfernung der Keimdrüsen
keit, Raum). (castro: entmannen, verschnei­
Kapazitation f.: Reifungsprozess den)
der Spermien i m weiblichen kat-, kata- (gr.): h i nab­
Genitaltrakt (capax, acis: fas­ Katabolismus: abbauender Stoff­
s u ngsfähig, empfänglich) wechsel, Abbau der Stoffe i m
Kardia: s. Cardia. kardiovaskulär: Körper (gr. katabal l o : h i nabwer­
Herz u n d Blutgefäße betreffend fen, h i n u nterbringen)
57 Kommunikation

Katarakt f. (!): Trübung der Augen� kognitiv: die Erkenntnis betreffend


I i nse, Grauer Star (cataracta, ae (cognosco, gnovi, gnitum: er�
f. : Wasserfall; gr. kat�arasso: kennen, kennen lernen)
herabstürzen) Kolik f. : krampfarti ge Leibschmer�
Katarrh m.: med.: Schleimhaut� zen (gr. kolon n.: Grim mdarm)
entzü ndung mit meist reich I i � Kollagen: Protein des Binde� und
chen Absonderungen (gr. ka� Stützgewebes; "Leim erzeu�
tarrheo: herabfl ießen, triefen) gend": z. B. Knochenleim (gr.
kaudal: s. caudal i s ko l l a f.: Leim; genesis f.: Entste�
kerat(in)o�: Horn� (gr. keras, atos hung)
n.: Horn). Keratin n.: Hornstoff. kollateral: s. collateral is
Keratitis f. : Entzündung der Kollektor m.: Sammler (co l l igo,
Hornhaut des Auges (Cornea) legi, lectum: zusammenlesen,
kinocilium, i n.: F l i m merhärchen, sammeln)
beweglicher Zel lfortsatz (gr. ki� Kolloid n.: Teilchen oder Tröpf�
nesis f.: Bewegung; cilium, i n.: chen, die i n einem anderen
Wimper) Medium (Dispersionsmedi um)
-klast: s. -clast(us) fein vertei l t sind (gr. ko l l a f.:
Klaustrophobie: Angst vor dem Leim; gr. eido: ähnlich sein,
Aufenthalt in geschlossenen gleichen). kolloidosmotischer
Räumen (claustrum, i n.: Ver� Druck: osmotischer Druck i n
schl uss, Käfig; �phob) einer kolloidalen Lösung
Klimakterium n.: Wechseljahre Kolobom n.: Spalt i n der Iris (gr.
der Frau, Jahre der hormonellen koloboo: verstü mmeln, verkür�
Umstel I u ng vor u n d nach der zen)
Menopause (gr. kli makter n.: Kolon n.: s. colon
Stufenleiter, kritischer Zeitpunkt Kolostrum: s . colostrum
im Leben) Kolpo�: die Scheide betreffend (gr.
kline f. (gr.): Lager, Bett kolpos m.: Busen, Schoß, Schei�
kneme f. (gr.): Schienbein de)
kodieren: eine Nachricht mit H i lfe Koma n. (gr.): tiefer Schlaf;
eines Kodes verschlüsseln (co� schwerste Form einer Bewusst�
dex, icis m.: Buch, Sammlung seinsstörung
von Gesetzen; frz. code: Schi üs� Kommunikation f.: allg. 1 . Ver�
sei zu Geheimschriften) ständigung untereinander, Um�
Koeffizient m.: kennzeichnende gang, Verkehr. 2. Verbindung,
Größe für bestimmte technische Zusammenhang. bio/. 1 . I n ter�
od. physikalische Verhaltens� aktionen zwischen Zellen,
weisen. math.: Vorzahl der ver� Geweben, Organen und Orga�
änderlichen Größen einer F u n k� nismen zum Zwecke der Ver�
tion (coef�fi cio, �feci, haltenskoordi nation. 2 . lnfor�
�fectum: mitbewirken) mationsübertragung innerhalb
Kompartiment 58

eines Organismus. 3. Übermitt­ Konkrement n.: Stein, krankhaftes


l u n g von Signalen und Informa­ festes Gebilde i n Körperhöhlen
tionen zwischen zwei oder oder ableitenden Systemen
mehreren E i nzelorganismen (con-cresco, -crevi , -cretum:
(commun ico: teilen, mitteilen, durch Verdichtung entstehen)
tei I nehmen lassen; gemeinsam Konsolidierung f.: Festigung, Siche­
machen, verei n i gen) rung (so I idus, a, um: dicht, fest)
Kompartiment n.: Abteilung, Fach Kontinenz f.: Fähi gkeit, etwas
(m/at. comparti mentu m, i n.: zurückzuhalten (conti neo: zu­
abgeteiltes Feld; pars, partis f.: sammenhalten, zurückhalten)
Teil) Konstriktion f.: Zusammensch n ü ­
Kompensation f.: Ausgleich, Ent­ ren. med. : verengendes, meist
schädigung, Aufrechnung (com­ krankhaftes Zusammenziehen
pensatio, onis f.: Ausgleichung) von Blutgefäßen (s. Vaso­
Komplement n.: Serumeiweiß, das konstri ktion), im Bronchialsys­
die spezif. Wirkung von Anti­ tem oder eines Hoh lorganes
körpern ergänzt oder aktiviert (con-stringo, -stri nxi, -strictum:
(complementum, i n.: Ergän­ zusammenschnüren, -binden)
zung, Ergänzungsmittel). kom­ Kontinuität f. : (I ückenloser) Zu­
plementär: sich gegenseitig er­ sammenhang; u n u n terbroche­
gänzend ner, gleichmäßiger Fortgang
Kompression f. : Zusammenpres­ (continuo: aneinander reihen,
sung (compri mo, pressi, pres- aufeinander folgen lassen, ohne
s um: zusammendrücken) Unterbrechung folgen lassen)
kondylos m.: s. condylus Kontraktion f.: Zusammenziehung
Konglomerat n.: Zusammenbal­ (contractio, onis f. : das Zusam­
lung, Gemisch (glomero: zu ei- menziehen, Verkürzung)
nem Knäuel ballen) Kontrast m.: starker Gegensatz,
Kongruenz f. : Übereinsti mmu ng, auffallender U n terschied
Decku ngsgleichheit (congruens, (contrari us, a, u m : gegenüber
entis: übereinstimmend, pas­ l i egend, entgegengesetzt)
send) Kontrazeption f.: Empfängni sver­
Koniotomie f.: Durchsch neidung hütung (contra: gegenüber, ent­
des Conus elasticus (Lig. cri­ gegen, wider; capio, cepi, cap­
cothyroideum medianum) des tum: erfassen, empfangen; ac­
Kehl kopfs. konisch: kegelförmig ceptio, onis f.: das Empfangen,
(gr. konos m.: spitzer Zapfen, Annah me)
Kegel) Konvergenz f.: Zusammentreffen ;
Konjugation f.: Verbindung (con­ Annäherung der Augenachsen
j u gatio, onis f: Verbindung; co­ beim Nahsehen (s. convergo)
n i ugo: paarweise zusammen­ Konvolut n.: Knäuel (z. B. von
binden; iugo: verbinden) Darmsch l i ngen, Blutgefäßen),
59 kytos

Sammelband (convolvo, volvi, kranial: s. cranialis


volutum: zusammenrollen, um­ Kretinismus m.: angeborene oder
wickeln) früh erworbene U nterfunktion
Konzeption f.: med. Befruchtung der Schilddrüse mit Schwach­
der Eizelle, Schwangerschafts­ sinn, Zwergwuchs u.a. (frz. cre­
eintritt (conceptio, onis f.: Emp­ ti n m.: körp. und geist. verkrüp­
fängnis; con-cipio, -cepi, pelter Mensch, Dummkopf)
-ceptum : schwanger werden) -krin: s. -crin
kopr-, kopro-, copro: Worttei l mit kryo-: Kälte- (gr. kryos n.: Kälte,
der Bedeutung Schmutz, Kot (gr. Frost)
kopros f.: Exkremente). Kopre­ krypte f. (gr.): u n terirdischer Gang.
mesis: Koterbrechen (gr. emesis krypto-: versteckt, unbekannt
f.: Erbrechen) (gr. kryptos: verborgen, ver­
korax, korakos m. (gr.): Rabe steckt) . Kryptorchismus: Zu­
korone f. (gr.): das Gekrümmte rückbleiben der Hoden in der
kortikal: auf die Rinde bezogen, Bauchhöhle oder im Lei stenka­
Rinden- (cortex, icis m.: Rinde). nal (gr. orchis: Hoden)
kortikofugal: von der ( H i rn-) Kyphose f.: Buckel, physiol. od.
Rinde ausgehend (fugio, fugi, pathol. Wirbelsäu len(ver)krüm­
fugitu m: fliehen). kortikopetal: mung (gr. kyphos: gebückt,
zur ( H i rn-) Rinde führend (peto, vornüber gebogen)
ivi, itum: erstreben, zu erreichen kystis f. (gr.): Beutel, Blase, Harn­
suchen) blase, bl asenförmiges Organ
Kotransport m.: s. Coiransport kytos m. (gr.): H ü l le, Gefäß; zyt-:
kotyledon: s. cotyledo Zelle
L

labialis, e: zur Lippe gehörend, der lambdoideus, a, um: dem gr. Buch­
Lippe zugekehrt (Iabium). Iabi­ staben Lambda ä h n l i ch (/\ A)
um, i n.: L i ppe, Wulst lamella, ae f. : schmale Platte (frz.
Iabrum, i n.: L i ppe, Rand; anat.: Iameiie f.: Bl ättchen, Plättchen).
l i ppenförmiger Rand einer Ge­ Iamina, ae f.: Pl atte, Bl att,
lenkpfanne Schicht. Lamina tecti: Vierhü­
labyrinthus, i n.: I rrgarten, Laby­ gelplatte (tectum, i n.: Dach).
rinth laminar: i n Schichten (z.B. strö­
lacer, era, erum: zerrissen mend, ohne Turbulenzen)
lacertus, i m.: Muskel (des Ober­ Ianugo, i n i s f.: Wolle
arms), Kraft Laparoskopie: endoskopische
lacrima, ae f.: Träne. lacrimalis, e: Bauchu ntersuch u n g (gr. lapare
Tränen-, zur Tränendrüse gehö­ f.: Weichen, Bauch; -skop)
rend laryngeus, a u m : zum Kehlkopf
lac, lactis n. (!): Mi Ich. lactalis, e: gehörend. Iarynx, yngis m. (gr.):
M i l ch-. lactifer(us), fera, ferum: Kehlkopf
M i l ch abführend (fero: tragen, lateralis, e: zur Seite gelegen
wegtragen) (Iatus, eris n.: Seite). Lateralisa­
lacuna, ae f.: Vertiefung, Lücke tion f.: 1 . Verlagerung, Ver­
lacus, us m.: See schiebung zur Seite; 2 . Entwick­
laesio, onis f.: Verletzung l u n g der Zuordnung von Groß­
laevis, e (levis): glatt, u nbehaart hi rnhemisphären zu psych ischen
(ohne Zotten) F u n ktionen. Lateralität f.: Do­
lagena, ae f.: Flasche minanz einer Körperseite (z.B.
Laktat n.: Salz der Milchsäure. Li nkshändigkeit)
Laktation f. : Produktion und Laterotrusion f.: zahnmed.: Sen­
Abgabe von Milch (lac, lactis net-Bewegung; Bewegung, bei
n.: Mi Ich). laktazide Phase: der die eine Seite des U nterkie­
Anstieg des M i l chsäurespiegels fers von der Normalste l l u n g aus
in Blut und Muskel (acidus, a, nach lateral schwen kt. Dabei
u m : sauer). laktogen: Milch stellt der Kondylus der aus der
bildend (genesis f.: Entste­ Mitte sich weg bewegenden Sei­
h u ng) te (Arbeitsseite) das Bewegungs­
lakunär: mit Lakunen (Vertie­ zentrum (ruhender Kondylus)
fung, Grube, Lücke) verse­ dar (trudo, si, sum: stoßen, ver­
hen drängen)
61 lokomotorisch

latissimus, a, u m : sehr breit (sup. Iigamentum, i n.: Band. Ligatur f.:


v. Iatus). Iatus, a, um: breit, groß Unterbindung von B l u tgefäßen
Iatus, eris n.: Seite, Flanke (ligo: binden, umschli ngen)
-lemm n.: - h ü l le, - u m h ü l l u n g (gr. limbicus, a, um: 1 . einen Limbus
Iemma, atos n.: Rinde, Schale, betreffend; 2. das l i mbisehe Sys­
Haut, H ü l le) tem betreffend. Iimbus, i m.:
lemniscus, i m.: kleines Band, Saum, Rand
Schleife limen, i n i s n. (!): Schwelle, Gren­
lens, lentis f.: L i nse. lenticularis, e: ze. limitans, antis: begrenzend
l i nsenartig, -förmig. lentiformis, linea, ae f.: Richtschnur, L i n i e
e: Ii nsenförmig lingua, a e f.: Zunge, Rede, Wort,
leptomeninx, ingis f.: anal.: wei­ Sprache. Iinguaiis, e: zur Zunge
che H i rnhaut (Arachnoidea + gehörend, der Zunge zugekeh rt.
Pia mater) (gr. leptos; meni nx). lingula, ae f.: kleine Zunge, zun­
leptoprosop: schmal-, hochge­ genförmige Struktur
sichtig (gr. prosopon n.: Ge­ lipo-: Fett- (gr. lipos n.: Fett). Li­
sicht). leptos (gr.): dünn, fein, pom(a) n.: (gutartige) Fettge­
zart, mager. leptosom: schlan­ websgeschwu Ist
ker, schmalwüchsiger Körperbau Iiquor, oris m.: F l üssigkeit. Li­
mit langen zartknochigen GI ied­ quorrhoe f. : Abfließen von Li­
maßen (gr. soma n.: Körper) quor über eine Liquorfistel (gr.
letalis, e: tödlich rheo: fließen)
leuco-, leuko-: weiß (gr. leukos: lissencephal: Gehirn mit gl atter
leuchtend, glänzend, weiß). Oberfläche (gr. l i ssos: glatt, en­
Leukämie f.: Hyperleukozytose, kephalos m.: Gehirn). Lis­
Leukose, Bl utkrebs, Erkrankung sosphinkter m.: aus gl atter Mus­
des blutbildenden Systems mit ku Iatu r bestehender Sch Iieß­
stark vermeh rter Bi I du ng von muskei
Leu kozyten und ihrerfunktions­ lithos m. (gr.): Stein
untüchtigen Vorläuferzellen (gr. lobulus, i m.: Läppchen, läpp­
haima, atos n.: Blut). leucocy­ chenförmiger Organte i l . lobus, i
tus, i m.: weiße B l utzelle, Leu­ m.: Lappen
kozyt. Leukopenie f.: Vermi nde­ lochia, ae f.: Kin dbettfl uss (gr.
rung der Zahl der Leu kozyten locheia f.: Gebu rt)
i m periph. Blut (gr. penia f.: locus, i m.: Ort. locus minoris
Armut, Mangel) resistentiae m.: Stel l e geringerer
Ievator, oris m.: Heber (levo: i n Widerstandsfähigkeit
d i e Höhe heben, aufrichten) Loge f. (frz.): kleiner, abgeteilter
liber, era, erum: frei, ungebunden Raum
Iichen, enis m.: Flechte lokomotorisch: die Fortbewegung,
Iien, enis m.: Milz. lienalis, e: zur den Gang betreffend (locus;
Milz gehörend moveo, movi, motum: bewegen)
longissimus 62

longissimus, a, u m : sehr lang, der lusorius, a, um: spielerisch (s.


Längste (sup. v. longus). longitu­ Dysphagia lus.)
dinalis, e: längs verlaufend, lutealphase f: Sekreti onsphase
längs gerichtet. longitudo, i nis f: des Menstruationszyklus, be­
Länge. longus, a, u m : lang, wi rkt d u rch das vom Corpus
(weit) entfernt luteum produzierte Hormon
Lordose f: Krümmung derWirbel­ Progesteron (luteus, a, um:
säu le nach vorn (gr. Iordosis f: gelb). luteinisierung f: "Gelb­
Rückgratverbi egu n g) werdung"; Umwandlung der
lubrikation f: Austritt von schlei­ Granulosa- und Theka-interna­
miger Gleitflüssigkeit (aus den Zellen des Graaf-Fol l i kels i n
Barth o l i n i - und den Skene-Drü­ den Gelbkörper (Corpus luteum)
sen der Frau oder dem Penis des Luxation f: Verrenkung (luxo,
Mannes (Präejakulat) beim l uxavi, l uxatum: verrenken, aus
Geschl echtsverkehr (I ubricus, seiner Lage bringen; I uxatio,
a, um: schlüpfrig, gl att) onis f: Verrenkung)
lucidus, a, u m : hell, leuchtend lympha, ae f.: klares Wasser,
lumbalis, e: zur Lende gehörend Lymphe. lymphadenektomie f:
lumbricalis, e: wurmförmig, operative Entfernung von
Wurm-. lumbricus, i m.: Spul­ Lymph knoten ("Lymphdrüsen")
wurm, Regenwurm (gr. aden, adenos m.lf: Drüse;
lumbus, i m.: Lende gr. ektemno: (her)aussch neiden).
Iumen, i nis n.: Licht, l i chte Weite lymphaticus, a, um: zum
Iuna, ae f.: Mond. lunatus, a, u m : Lymph(gefäß)system gehörend.
mondförmig. Iunuia, ae f : klei­ lympho-: zum lymphatischen
ner Mond, mondförmiges Ge­ System gehörend
bilde Iysis f (gr.): Ablösung, Auflösung
M

macro-: groß- (gr. makros: groß, des Darmtrakts (malus, a, um:


ausgedehnt) schlecht; rotatio, onis f.: Dre­
macula, ae f.: F l eck 1 . Hautverän­ hung)
derung, 2 . fleckförmiger Organ­ Maltase f.: Maltose (Malzzucker)
bezirk (im Utriculus u n d Saccu­ spaltendes Enzym (engl. malt:
lus) Malz zum Bierbrauen)
magnus, a, um: groß mamilla, ae f.: kleine Brust, Brust­
major m.lf., majus n.: größer warze (dimin v. mamma, bzw.
makro-: s. macro­ Kurzform von Papi l l a mam mae).
Makrophagen: "große Partikel mamma, ae f.: Brust, Brustdrüse.
fressende Zellen"; mobile Zellen Mammalia, orum n.pl.: Säugetie­
des monozytären Systems (gr. re. mammaria interna: frühere
phagos m.: Fresser) Bezei chnung der A. und V. tho­
makroskopisch: ohne optische racica i n terna
H i lfsmittel, mit bloßem Auge mandibula, ae f.: U n terkiefer
erkennbar (skopeo: betrachten, (mando: kauen, i n etwas bei­
untersuchen) ßen). mandibularis, e: zur Man­
makrosmatisch: mit stark ausge­ dibula gehörend
bil detem Geruchsinn (gr. osme Manschette f.: Papierkrause für
f.: Geruch) BI umentöpfe (frz. manch ette f. :
Malabsorption f.: u ngenügende Handkrause, Stulpe; d i m i n . v .
Nahrungsaufnahme aus dem manche: Ärmel; lat. manicae,
Darm (malus, a, u m : böse, arum f.pl.: (langer) Ärmel)
schlecht, unbrauchbar; absor­ manubrium, i n.: Handgriff,
beo: verschl ucken) Henkel. manus, u s f. : Hand,
Malazie f.: Erweichung (gr. mala­ Arm
kos: weich) marginalis, e: Rand-, randständig;
malformatio, onis f.: Fehlbildung beim Großhirn: auf die Mantel­
(malus, a, um: schlecht) kante bezogen. margo, i n i s m.:
malignus, a, u m : bösartig Rand, Randlei ste
malleolus, i m.: Hämmerchen, massa, ae f. : zusammengeknetete
F u ßknöchel (nach Vesal). mal­ Masse, Klumpen
leus, i m.: Hammer (Gehörknö­ masseter, eris m.: Kaumuskel (gr.
chelchen) masso: kauen, kneten). massete­
Malrotation f. : Störung der fetalen ricus, a u m : zum M. masseter
Darmdrehung mit Lageanomalie gehörend
masticatorius 64

masticatorius, a, um: dem Kauen mediastinum, i n.: Mittelraum


dienend (gr.: mastax, akos f.: ("quod per medium stat" : was i n
Kauwerkzeuge) der Mitte steht)
mastoideus, a, u m : warzenähn- Mediator: Vermittler (medius:
1 ich, auf den Warzenforsatz mittlerer; frz. mediateur: Ver­
(Processus mastoideus) bezogen, mittler)
warzenartig. mastos m. (gr.): Meditation: Nachdenken, sinnen­
Brust, Mutterbrust de Betrachtung, geistig-religiöse
Masturbation f.: Die Etymologie Übung zur Selbsterfahrung (me­
des Wortes ist nicht sicher ge­ ditor: nachdenken, überdenken,
klärt. Oftmals wird es vom lat. sich üben)
man ustupratio (manus: Hand; medius, a, um: in der Mitte befi nd­
stuprare: Unzucht treiben, lich, m i ttlerer
schänden) abgeleitet: Unzucht medulla, ae f.: Mark. medullaris,
mit der Hand. Eine andere e: auf das Mark bezogen
Herleitung stützt sich auf die Medusa: s. Caput Medusae
Vorsilbe mas- (von mascu l i - mega, megalo-: groß, Riesen- (gr.
n us) und tu rbare: stören, auf­ megas, megale, mega: groß)
rühren. Megacolon n.: hochgradige Erwei­
mater, matris f.: Mutter; anat.: terung des Di ckdarms
H ü l l e . maternal: mütterlich (ma­ Megakaryozyt m.: Riesenzelle i m
ternus, a u m : mütterlich). ma­ Knochenmark mit zahlreichen
trix, icis f.: Mutter, Erzeugerin; Zel l kernen oder Riesenzell kern;
Keimschicht, Grundsubstanz b i l det durch Pl asmaabsch nürun­
maxilla, ae f.: Gebiss, Zähne, gen Thrombozyten (karyon :
K i n n lade, anat.: Oberkiefer. Kern)
maxillaris, e: zur Max i l l a gehö­ Megaloblast m.: kernhaltige Vor­
rend stufe des Megalozyten
maximus, a, um: sehr groß, der Megalozyt m.: besondere großer
Größte (sup. v. magnus) Erythrozyt
meatus, us m.: Gang, Bahn meion (gr.): kleiner (comp. v.
Mechano(re)zeptor m.: sensibles m i kros) . meioo (gr.): verkleinern.
Endorgan, das durch mechani­ Meiose f.: Reifete i l u ngen der
sche Reize (Druck, Dehnung) Geschlechtszellen unter Reduk­
erregbar ist (gr. mechane f.: tion der Chromosomenzahl
Werkzeug, Masch ine, künst­ (meioo)
l i ches Mittel) melano-: schwarz- (gr. melas,
medialis, e: mehr zur Mittelebene melaina, melan: schwarz). me­
(Medianebene) des Körpers ge­ lanocyt(us, i) m.: Zelle mit ein­
legen gelagerten schwarzen Pig­
medianus, a, u m : genau in der mentgranula. Melatonin n.:
Mi tte l i egend Melanotropin, melanotropes
65 mesenterium

Hormon, Melanozyten�sti� mentalis, e: 1 . zum Kinn gehörend


m u l i erendes Hormon; Hormon (mentum); 2. geistig, gedanklich
der Zirbeldrüse (Corpus pineale, (men�. me�um, i � : � n n
Epiphysis cerebri) (gr. tonos: meralgia f. : Neuralgie des N .
Span nung: teino: spannen, aus� cutaneus femoris lateralis (gr.
dehnen, auf etwas zustreben; meros m.: Oberschenkel; algos
i.S. einer Wirkung auf die epi­ m.: Schmerz)
dermalen Melanozyten (Farb� merocrinus, a, u m : teilabson�
änderung der Haut bei vielen dernd; Drüsenabscheidungsme­
Tierarten) chanismus mit nur geringem
mellitus, a, u m : s ü ß (mel, mellis Plasmaverlust (gr. meros n.: Tei I,
n.: Honig) Anteil; -crin). Synonym: ekkrin
membrana, ae f. : Häutchen, Per­ mes-, meso-: (gr. mesos: mi ttlerer,
gament. membranaceus, a, u m : zwischen-) 1 . mittlerer, Mittel-,
hautartig, a u s Haut bestehend mittelmäßig; 2 . Bezeich nung
membrum, i n.: Glied von Bauchfellduplikaturen u n d
Menarche f.: Zeitpunkt des ersten Gekrösen von Organen (abge­
Auftretens der Menstruation (gr. leitet von Mes�enterium) und
men m.: Mon at; arche f.: An­ Umschlagstellen von parietalen
fang) auf viszerale Serosabl ätter.
mendosus, a, u m : fehlerhaft, häu­ "Mes(o)"- wird vorzugsweise i n
fig fehlend Verbindung mit der gr. Organ­
mene f. (gr.): Mond bezeich nung verwendet (z.B.
meningeus, a, um: zu den Hirn­ Mesosalpinx der Tuba uterina);
häuten gehörend. Meningitis: analoge Verwendung von
H i rnhautentzündung. meninx, mes(o)- auch im m i kroskopi­
ingis f.: H i rnhaut schen Bereich (z.B. Mesangi um,
meniscus, i m.: Möndchen (dimin. Mesaxon)
v. mensis); halbmondförmige Mesangium n.: B i n degewebe
Knorpelscheiben im Kniegelenk zwischen den N i eren-Giomeru­
Menopause f. : Aufhören der Mo­ luskapill aren (gr. angeion n.:
natsblutungen im Kli makteri u m Gefäß)
(gr. mene; pauo: beendigen) Mesencephalon, i n: Mitte l h i rn (gr.
mensalis, e: einen Tisch betreffend encephalon)
(mensa, ae f.: Tisch, Essen) Mesenchym(a, atis) n.: embryona­
mensis, is m.: Monat, Mond les Bindegewebe, pluri potentes
menstruatio, onis f.: Monatsbl u ­ Grundgewebe; h i stolog. Begriff
tung. menstruus, a , u m : mon at­ für das n i chtepitheliale Gewebe
lich des Keims (gr. enchyma n.: das
mental: geistig, gedanklich (mens, Eingegossene)
mentis f.: das Denken, Verstand, mesenterium, ii n.: D ü n ndarmge­
Gedanken) kröse (gr.: enteron n.: Darm)
mesial 66

mesial: zahnmed.: der Median­ Metachromasie f.: untersch iedli­


ebene (des Zahnbogens) zuge­ che Färbung durch denselben
kehrt Farbstoff (gr. chroma n.: Farbe)
Mesiodens m.: zusätzliche Zahn­ Metamerie f: segmentale Gl iede­
anlage i m Bereich der Oberkie­ rung in h i ntereinander l i egende
ferschneidezähne (s. Hyper­ gleiche Abschni tte (gr. meta:
odontie) (dens, dentis m.: Zahn) nacheinander; meros n.: Teil).
Mesocortex m.: Übergangszone Metamere: Segmente längs der
zw. Allo- und Isocortex (cortex Körperhau ptachse
m.: Rinde) Metamorphose f.: Umgestaltung,
Mesoderm(a, atis) n.: mittleres der Verwandlung (gr. metamor­
3 embryonalen Keimbl ätter phoo: umgestalten, sich ver­
mesogastrium, i n.: Magengekröse wandeln)
(gr. gaster, gastros f: Magen) metanephrogenes Blastem: das
mesomorph: von athletischer die Nachnieren bildende Keim­
Konstitution (gr. morphe f: Ge­ gewebe. Metanephros m.:
stalt) Nachniere, defi nit. Niere (gr.
Mesopharynx, yngis m.: m i ttlere nephros m.: N iere)
Etage des Schi undes Metaphase f.: Stad i u m der Kern­
mesoprosop: m i tteigesichtig (gr. teilung in Mitose u n d Meiose
prosopon n.: Gesi cht) mit Anordnung der Chromoso­
Mesosalpinx f.: Bauchfel lduplika­ men zur Äquatorialpl atte (gr.
tur zur Tuba uterina (gr. salpinx, phasis, eos f: Absch n i tt)
ingis f: Trompete; E i l eiter) Metaphyse f: Wachstumszone der
Mesotendineum, i n.: s. Mesote­ Röhrenknochen (gr. phyo:
non (lat. tendo, i n i s m.: Sehne) wachsen)
Mesotenon(ium, i), Mesotenon, Metaplasie f.: Umwandlung einer
ontis n.: Verbindung zwischen Gewebeart in eine andere nahe
viszeralem und parietalem Bl att verwandte (gr.: metaplasso: um­
der Sehnenscheide (gr. tenon, bilden, anders gestalten)
ontos m.: Sehne) Metapodium: s. Acropodi u m
Mesothel(ium) n . : Bezeich n u n g für Metastase f: Absiedl u n g von
das einschichtige Plattenepithel erkran kten Geweben, Tochter­
der serösen Höhlen geschwu Ist (gr. metastasis f:
met-, meta- (gr.): zwischen-, mit­ Wanderung, Auswanderung)
ten-, nach-, einen Wechsel aus­ Metatarsalgie f: Mittelfußschmerz
drückend (-algie). Metatarsus m.: Mittelfuß
metabolisch: im Stoffwechsel zwischen F u ßwurzel und Zehen
entstanden (gr. metabole f.: Ver­ (tarsus, i m.: F u ßwurzel)
änderung, Wechsel) metencephalon, i n.: H i nterhirn
metacarpus, i m . : Mittelhand (Pons + Cerebellum) (gr. meta;
("hinter dem Karpus") enkephalos: Gehirn)
67 mobilis

Meteorismus m.: Blähs ucht, Gas­ Partikel aufnehmen und verdau­


ansammlung i m Darm oder i n en können (gr. phagein: essen,
der freien Bauchhöhle (gr. mete­ fressen)
oros: i n die Höhe gehoben, i n mikroskopisch: n u r durch das
der Luft befi ndlich) Mi kroskop erkennbar, winzig
metra f (gr., mit f) [eta] geschr.): (-skop)
Gebärmutter mikrosmatisch: mit gering ausge­
Metropie f: normale Refraktion bil detem Geruchsinn (gr. osme
des Auges (gr.: metrios: das f.: Geruch, Duft)
rechte Maß habend, passend; Mikrozephalie f.: Kleinköpfigkeil
opsis f.: Auge) (gr. kephale f.: Kopf)
Metrorrhagie: länger als sieben mimisch: die Mimik betreffend,
Tage andauernde Uterusblutung Gebärden- und Mienenspiel des
(gr. metra f: Gebärmutter; gr. Gesichts (gr. mimos m.: Nach­
rhage f: Reißen, Riss) ahmung, Schauspieler)
micro-: klein- (gr. m i kros: klein, minimus, a, u m : sehr klein, der
kurz, wenig) Klei nste (sup. v. parvus: klein)
microvillus, i m.: Mi krozotte; minor m.lf., minus n.: kleiner
Zytoplasmafortsatz an der Ober­ (comp. v. parvus: klein)
fläche von Epithelzellen (villus, i Miose, Miosis f. : Engstel l u n g der
m.: Zotte) Pupille (gr. meiosis f: Verkleine­
mictio, onis f: Harn lassen rung)
Migräne f.: anfallsweise auftreten­ mirabilis, e: wunderbar, erstaunlich
de, meist einseitige Kopfschmer­ mitis, e: mild, gelinde
zen (med.: Hemikranie: gr. mitochondrium, i n.: rund I iche bis
hemi-: halb; kranion: Schädel; gestreckte Zellorganellen (gr.
frz. migraine: ei nseitiges Kopf­ mitos; chondros m.: Korn). mitos
weh) m. (gr.): Faden. Mitose, Mitosis
Migration f.: Wanderung, Ab-, f.: Zellkernlei lung mit Längstei­
E i nwanderung, längerfristiger lung der (fadenförmigen) Chro­
Wohnsitzwechsel, aktive Orts­ mosomen
veränderung (mi gratio, onis f: mitra, ae f: B ischofsmütze
Wanderung) Mizellen f: (sehr kleine) Aggregate
mikro-: s. mi cro- aus amphiphilen Molekülen
Mikrogenie f: Kleinheit des U n ­ bzw. grenzflächenaktiven Sub­
terkiefers, z u rückstehendes K i n n stanzen (dimin. v. mi ca,
(gr. genaion n . : Kinn) ae f: Körnchen, Krümchen)
Mikroglia: Sammelbezei chnung mnemo-: Gedächtnis- (gr. mneme
für kleine Zellformen der Neu­ f: Gedächtn is). mnestisch: das
roglia des ZNS Gedäch tnis betreffend
Mikrophagen: neutrop h i l e Granu­ mobilis, e: beweglich, veränder-
lozyten; Fresszellen, die kleinere lich
Modalität 68

Modalität f.: med.: Oberbegriff mono cyt(us, i) m.: größte weiße


für die versch iedenen Geräte­ B l utzelle, mit meist hufeisenför­
gruppen, die i n der Medizin mig gebuchtetem oder gelapp­
zur B i l dgebung genutzt werden tem Kern. Ursprünglich als mo­
(z.B. "klassisches" Röntgen, nonukleäre (einkernige) Zelle
Computertomographie) (modali­ bezeichnet im Gegensatz zu den
tas, atis f.: Art und Weise, Mög­ stark segmenti erten Kernen der
l i chkeit, Bedingung, Ausfüh­ Granulozyten (gr. kytos: Zelle)
rungsarO Monomer n.: aus 1 Teil beste­
Moderatorband: Trabecul a sep­ hend, 1 -zählig (gr. meros n.:
tomarginalis der rechten Herz­ Teil, Anteil)
kammer (moderor: mäßigen, i m monopodial: sirenenähnliche
Zaum halten, lenken, regulie­ Fehlbildung mit Ausbildung n u r
ren) eines F u ßes (gr. pus, podos m.:
modifizieren: abwandeln, auf das F u ß)
rechte Maß bringen (modifico: Monosomie f.: ei nfaches (statt
gehörig abmessen) zweifaches) Vorkommen eines
modiolus, i m.: Spindel; Achse der Chromosoms in diploiden Kör­
Hörschnecke perzellen (gr. soma, atos n.:
modulieren: abwandeln (modulor: Leib, Körper)
taktmäßig singen, melodisch monosynaptisch: Nervenbahn, die
begleiten; i n eine andere Tonart durch nur eine Synapse läuft
übergehen) (s. Synapse)
modus, i m.: Maß, Takt, Art und mons, montis m.: Berg. monticu­
Weise lus, i m.: kleiner Berg (dimin. v.
mola, ae f.: Mühle, Mühlstei n . mons)
molaris, is f. : zum Mahlen gehö­ Morphologie f.: Lehre von den
rend Formen. morpho-: Gestalt- (gr.
molecularis, e: Moleküle (kleine morphoo: gestalten, bilden, eine
Teilchen) enthaltend (molecula, Gestalt annehmen)
ae f. : kleine Masse, d i m i n .v. mo­ mors, mortis f. (l): Tod
les, is f.: Masse) Morula f.: kugeliger Zellhaufen
mollis, e: weich, biegsam aus 8 bis 32 Zellen (Bl astome­
mono- (gr.): ein-, einzig, allein ren) (morula, ae f.: kleine Maul­
monaural: mit einem Ohr (auris, beere, Brombeere)
is f.: Ohr) Motilität f.: Bewegungsvermögen;
Monochromat m.: Ei nfarbenseher, Gesamtheit der unwill kürliehen
völlig Farbenbli nder, Lebewe­ Muskel bewegungen (moveo,
sen, das n u r eine Art von Farb­ movi, motum: bewegen). moto-:
rezeptoren (Zapfen) in der auf das Bewegungssystem bezo­
Netzhaut hat (gr. chroma n.: gen, efferent. motorius, a, u m :
Farbe) bewegend, motorisch
69 Myofibrillen

mucoid: Sch leim-ähnlich (mucus). steigerte Ermüdbarkeit der Mus­


Mucosa f.: Ku rzform für Tunica ku Iatu r (gr. astheneia f.: Schwä­
mucosa: Sch leimhaut. mucosus, che)
a, um: sch leimig, Sch leim-. mu­ mydriasis f. (gr.): Pupillenerweite­
cus, i m.: Schleim, "zäher (Na­ rung
sen-)Schlei m" myel-, myelo-: Mark-, Rücken­
mukoziliär: den Schleim und die mark-, Knochenmark- (gr. mye­
Kinozilien der F l i mmerzellen in los m.: Mark, Gehirn). myelen­
den Atemwegen betreffend (gr. cephalon, i n.: Markhirn, Medul­
kinesis f.: Bewegung; cilium, i la oblongata (gr. enkephalos:
n.: Wimper) Gehirn). myelinum, i n.: Ner­
multi-: viel-, vielfach- (multus, a, venmark, Myelin; Oberbegriff
u m : viel) für versch iedene L i poproteide,
multifidus, a, um: vi elfach gespal­ die die Myel i n scheide aufbauen.
ten (findo, fidi, fissum: spalten) myeloid; myeloisch: das Kno­
multiformis, e: vielförmig, vielge­ chenmark betreffend, vom K.
staltig ausgehend. Myeloschisis f.: an­
multimodal: auf vielerlei Art und geborene mediane Spaltbildung
Weise (modus) i m Rückenmark (gr. schizo: spal­
Multiple Sklerose f.: "MS"; En­ ten). Myelose f. : 1 . Degenerati­
cephalomyelitis disseminata; ver Rückenmarksprozess; 2 .
herdförmiger, regel los verteilter Erkrankung des myeloischen
Markscheidenzerfall, perivasku­ Gewebes. Myelozele f.: Ausstül­
läre Infiltration und Narben pung des Rückenmarks bei De­
(multiplex: vi elfach, vielfältig; fekt des knöchernen Wi rbelka­
Sklerose) nals (gr. kele: Bruch)
multi polar: mit vielen (>2) Polen, myentericus, a, u m : zur Muskula­
Fortsätzen, Spindelzentren u.a. tur der Darmwand gehörend (gr.
Bezugsbegriffen (pol us) mys; entera n. pl.: E i n geweide)
multi potent: s. pl uripotent mylo-: auf die Molarengegend des
muralis, e: zur Wand, Mauer Unterkiefers bezogen (gr. myle
gehörend. murus, i. m.: Mauer f. : Mühle, Mühlstein, Backen­
Muscarin: Pi lzgift (Amanita mus­ zahn)
caria: F l i egenpilz; musca, ae f.: my-, myo-: Muskel- (gr. mys, myos
F l i ege) m.: Maus, Muskel). myocardi­
musculus, i m.: Mäuschen, Muskel um, i i n.: Muskelschicht des
mutatio, onis f.: Veränderung, Herzens (cardia: Herz). myo­
Wechsel epitheliocyt(us) m.: vom Epithel
mutuus, a, u m : wechsel-, gegen­ abstammende glatte Muskelzel­
seitig len an den Endstücken von
my-, myo-: Muskel- (mys). Mya­ exokrinen Drüsen (epithelium).
sthenia f.: Muskelschwäche, ge- Myofibrillen f.: lichtmi krosko-
Myogelose 70

pisch erkennbare fädige Grund­ Myositis f.: Muskelentzü ndung (gr.


elemente der Muskelzellen mys, myos m.: Muskel). Myotom
(fibri lla, ae f. : d i m i n . von fibra, n.: Muskelanl age-Absch nitt der
ae f.: Faser, F i ber). Myogelose f. : Somiten (gr. tome f.: Schnitt)
u mschriebene, druckschmerz­ Myringitis f.: Trommelfellentzün­
hafte Muskelverhärtung; Hart­ dung (gr. myrinx, ingos: Trom­
spann (gelu, us n.: Eis, Kälte, melfell)
Erstarru n g) . Myometrium, i i n.: mys, myos m. (gr.): Maus, Muskel
Muskelschicht des Uterus (gr. Myxödem n.: Anreicherung
metra f.: Gebärmutter) schleimhaltiger Substanzen in
Myopie f. : Kurzsichtigkeit (gr. der Haut (gr. myxa f.: Schleim;
myo: die Augen schließen, bli n­ oidema n.: Geschwulst, Schwel­
zeln; ops, opos m.: Auge, Ge­ l u ng)
sicht)
N

Nanosomie f.: Zwergwuchs (na­ neo-, ne-: neu- (gr. neos: jung,
nus, i m.: Zwerg; gr. soma n.: neu)
Körper) Neologismus: Neueru ngssucht;
naris, is f.: Nasenloch. pl. nares, sprach liche Neubildung (gr. lo­
narium: die Nase als Geruchs­ gismos m.: Rech n u n g, Über­
organ legung, Gedan ke)
nasalis, e: zur Nase gehörend. neonatus, a, u m : neu geboren
Nasion n.: anthropol. Nasen­ (nascor, natus sum: geboren
punkt; Schnittpunkt der Nasen­ werden)
wurzel (Sutura frontonasalis) mit Neoplasma n.: Neubildu ng; ad­
der Median-Sagittalebene. na­ ject.: neoplastisch (gr. plasma n.:
sus, i m. (!): Nase Gebilde). Meist versteht man
natalis, e: zur Geburt gehörend unter N . eine bösartige Neubil­
(nascor, natus sum: geboren dung.
werden, entstehen) Neovaskularisation: Blutgefäß­
natatorium, i n.: Schwi mmhalle neubildung (vasculum, i n.: klei­
(natator, oris m.: Schwi mmer) nes Gefäß)
nates, i um f.pl.: Gesäß, Gesäß­ nephro-: Nieren- (gr. nephros m.
backen (natis, is f.: H i n terbacke, (!): N i ere). nephron(um, i) n.:
Afterwange) mi krosk. und funkt. Baueinheit
navicula, ae f.: Schiffchen, Kahn, der N i ere (Glomerulus mit Kap­
Boot (di min. v. navis, i s f.: Schiff). sel, prox., i n termed. u n d dist.
navicularis, e: kahnförmig; zum Tubulus)
Os naviculare gehörend nervosus, a, um: nervenreich, Ner­
neglectio, onis f.: Vernachlässi­ ven-. nervus, i m.: Nerv, Sehne
gung, Gleichgültigkeit neur-, neuro-: Nerven-, das Ner­
nekro-: tot- (gr. nekros: tot, abge­ vensystem betreffend (gr. neuron
storben). Nekrose f.: lokaler n.: Sehne, Nerv). Neuralgie f.:
Gewebstod anfallsweise auftretender
Nekrozoospermie f.: alle Sperma­ Schmerz im Ausbreitungsgebiet
tozoen i m Ejakulat sind u n be­ eines sensiblen Nerven (gr. al­
weglich (gr. zoon n.: lebendes geo: Schmerz empfinden). Neu­
Wesen, Tier; gr. sperma n.: rinom, Neurolem(m)om n.: gut­
Same) artige Geschwulst eines periphe­
Nematoden: Fadenwürmer (gr. ren, sympath. oder H i rnnerven,
nema n.: Faden, Garn) abgeleitet von Zellen der
Neurit 72

Schwann-Scheide (gr. Iemma n.: NO: Stickstoffmonoxid


Hülle; -om). Neurit(um, i) n. (!): noceo, cui, citum: schaden,
Erregungen wegleitender (effe­ schädlich sein
renter) Nervenzellfortsatz; Axon. nodosus, a, um: knotig, knoten­
Neurohypophyse f.: Hypophy­ reich. nodulus, i m.: Knötchen.
sen h i nterlappen. neuromusku­ nodus, i m.: Knoten
lär: das Zusammenspiel von noli me tangere (laL): rühr mich
Nerven und Muskeln betreffend. nicht an
Neuron(um, i) n.: Nervenzelle nonverbale Kommunikation: nicht
mit allen Fortsätzen, funktionelle durch Sprache, sondern durch
Gru ndstruktur des Nerven­ Gestik, Mimik od. and. Zeichen
systems. Neuropil(us, i) m.: vermittelte Verständigung (non:
Geflecht von Zel lfortsätzen zwi­ n i cht; verbum, i n.: Wort; com­
schen den Peri karyen von Ner­ m u n i co: eine Mitte i l u n g ma­
ven- und Gliazellen (gr. pilos chen)
m.: F i l z) . Neuroporus, i m.: norma, ae f.: Winkelmaß, Richt­
vordere (anterior) bzw. h i ntere schnur, Maßstab
(posterior) Öffn ung des Neural­ Normazoospermie f.: normale
rohrs (An Iage von Gehirn und Spermatozoenanzahl (2 0 - 1 2 0
Rückenmark) (gr. poros m.: Mill.) i m Ejakulat (gr. zoon n.:
D u rchgang). Neurothel(i um, i) lebendes Wesen, Tier; gr. sper­
n.: pl atte Meningealzellen der ma n.: Same)
Arachnoidea, auf der der Dura notochord(a, ae) f.: Rückensaite,
zugewandten Seite u ntereinan­ Chorda dorsalis (gr. notos m.:
der durch tight junctions ver­ Rücken; chorde f.: Darm, Darm­
bunden (Kunstwort aus Neuro­ saite)
u n d Epithel) noxa, ae f. : Schaden
neutrophil: mit neutralen Farbstof­ Nozizeptoren: Schmerzrezeptoren
fen anfärbbar; neutroph iler Gra­ (noceo)
n u lozyt (neuter, tra, trum: keiner nucha, ae f.: Nacken
von beiden, indifferent) nucleus, i m.: Kern (einer Nuss);
nexus, us m.: Verbindung, Zusam­ anaL: 1 . Zell kern, 2 . Ansamm­
menhalt, Band; anaL Zellverbin­ l u n g von Nervenzel len gleicher
dung F u n ktion, Hirnnervenkern
nidatio, onis f. : E i n n istung (nidus, i nudus, a, u m : bloß, nackt, unbe­
m.: Nest eines Vogels) deckt
niger, gra, grum: schwarz, dunkel nutricius, a, u m : ernährend
Nikotin n.: nach jean N i cot (nutrix, icis f. : Amme)
(1 530- 1 600) benan ntes Alka­ Nystagmus m.: Augenzittern (gr.
loid der Tabakpflanze nystazo: nicken, schlafen)
0

obex, icis m./f.: Verschluss, Riegel zwischen Zähnen des Ober- u n d


obliquus, a, u m : schräg, schief Unterkiefers
verlaufend occultus, a, um: verborgen, ver­
Obliteration f.: Lichtungsver­ steckt
schluss eines Körperhohlraums oculomotorius, a, um: den Aug­
(ob l i ttero: vergessen machen, apfel bewegend (s. -motorius).
auslöschen) oculus, i m.: Auge
oblongatus, a, um: verlängert. Ödem n.: Gewebewassersucht (gr.
oblongus, a, u m : länglich oidema n.: Geschwulst, Beule,
obscurus, a, um: dunkel, finster, Schwellu ng)
versteckt, unverständlich, unbe­ odontoblast(us, i) m.: Dentin
kannt bildende Zelle in der Zahnpulpa
obstetricus, a, um: zur Gebu rts­ (gr. odus, odontos m.: Zahn;
h i lfe gehörend (obstetrix, icis f. : blastao: sprossen, sich entwi­
Beisteherin der kreißenden ckeln)
Frau, Hebamme) ökotrop, oikotrop: auf die Umwelt
Obstipation f.: Stuhlverstopfung gerichtet (gr. o i kos m.: Haus,
(ob-: entgegen, stipo: stopfen, Hei mat; -trop)
zusammenpressen). obstipus, a, oesophagus, i m.: Speiseröhre (gr.
um: seitwärts geneigt, schief, oiso [Futur von phero): tragen,
geduckt bringen, i n Bewegung setzen;
obstruktiv: verstopfend (obstruo: phagos: essend)
verrammeln, verschließen, u n ­ okklusal: zahnmed.: an der Kau­
zugänglich machen) fläche (occlusio)
obturatus, a, u m : verstopft (obtu­ olecranon, i . n.: E l l enbogen (gr.
ro: verstopfen) olene f.: Elle; kranon n.: Kopf)
obtusus, a, u m : stumpf, abge­ olfactorius, a, u m : die Geruchs­
stumpft (obtu ndo: durch Schla­ empfi ndung betreffend (olfacio,
gen stumpf machen, abstump­ feci, factu m : riechen). olfactus,
fen) us m.: Geruchss i n n
occipitalis, e: zum H i nterkopf oligo-: wenig-, gering (gr. oligos:
gehörend. occiput, itis n.: H i n ­ wenig, klein)
terkopf (ob: gegen; caput: Kopf) oligodendrocyt(us, i) m.: wenig
occludens, entis: versch ließend. verzweigte GI iazelle, bildet
occlusio, onis f. : Versch ließung, Myelinscheiden im ZNS (gr.
Verschi uss; zahnmed.: Kontakt dendran n.: Baum; -cyt). Oligo-
Oligozoospermie 74

zoosperrnie f.: < 20 M i l l . Sper­ -opie/-opsie: das Sehen, das Auge


mien/mi i m Ejakulat (gr. zoon betreffend (gr. ops, opos m.
n.: lebendes Wesen, Tier; gr. Auge, Gesicht)
sperma n.: Same) Opisthotonus m.: tonische Mus­
-oma (-om) n . : Suffix, das Tumor, kelanspannung der langen Rü­
Schwel Iu ng ausdrückt ckenmuskulatur (gr. opisthen:
omentalis, e: zum Netz gehörend. hinten; tonus, i m: Spannung)
omentum, i n.: Netzhaut um die opponens, entis: entgegen stellend
Gedärme, Fetthaut (oppono, posui, positum: (sich)
omnis, e: aller, jeder entgegen stellen)
omos m. (gr.): Sch u l ter, Achsel Opsonine: thermolabile Serum­
omphaloentericus, a, u m : vom stoffe, die ei ngedrungene Bak­
Nabel zum Darm verlaufend. terien i n Gegenwart von Kom­
omphalos m. (gr.): Nabel. plement so verändern, dass sie
Omphalozele f.: Nabelschnur­ von Leu kozyten besser auf­
bruch (gr. kele f.: Bruch) genommen werden können
onko-: bösartige Geschwul st-, (gr. opson n.: Leckerbissen,
Krebs- (gr. o n koo: schwel­ Wü rze)
len) opticus, a, u m : das Sehen betref­
onkotisch: eine Volumenzunahme fend (gr. optike techne: Lehre
betreffend vom Licht)
Ontogenese f. : Entwickl u n g des ora, ae f. : Rand, Saum
(individuellen) Organismus (gr. oral: zahnmed.: i n Richtung zur
on, ontos: seiend; genesis f.: Er­ Mundhöhle. oralis, e: zum
zeugung) Mund in Beziehung stehend (os,
Oogenese f. : Ei-E ntwickl ung (gr. oris; -alis)
oon n.: Ei). oophorus: s. cumu­ orbicularis, e: kreiselförmig, ring­
lus o. Oozyt, Oocytus m.: förmig. orbiculatus, a, um: rund­
Eizelle (s. -zyt) lich. orbis, is m.: Kreis
operculum, i n.: Deckel. Operku­ orbita, ae f. : Augenhöhle
larisation: m i t Decke l n ver­ orchis, eos m. (gr.): der Hoden
schli eßen organisieren: med.: totes Gewebe
ophthalmicus, a, u m : das Auge i n gefäßfü hrendes Bindegewebe
betreffend (gr. ophthalmos m. umwandeln (wörtl . "zu einem
(!): Auge). ophthalmoplegia, ae Organ machen"). organon n.
f.: Lähmung der äußeren bzw. (gr.): Werkzeug, Si n neswerk­
i n neren Augenmuskeln (s. -ple­ zeug, Organ
gie) Orgasmus m.: Höhepunkt der
Opiat n.: natürliche Substanzen geschlechtlichen Erregung (gr.
im Opium m i t schmerzsti llender orgao: strotzen, schwellen, vor
Wirkung (gr. opos m.: Saft, Eifer glühen)
Pflanzensaft) orificium, i n.: Mündung
75 Osteotomie

origo, i n i s m.: U rsprung Osmolarität f.: Anzahl der osmo­


oro-: auf den Mund bezogen (os, tisch aktiven Teilchen pro Liter
oris n.: Mund) Lösung, Maß für den osmoti­
ortho- (gr. orthos): gerade, i n schen Druck. Osmose f: Über­
gerader Richtung, aufrecht, rich­ gang des Lösungsm ittels (z.B.
tig, recht Wasser) einer Lösung durch
orthognath: gerade Gesichts-, eine semipermeable Membran
Kieferstellung (gr. gnathos f. : (z.B. Zell membran) in eine
Kinnbacke, Kiefer) stärker konzentrierte Lösung
orthogonal: rechtwi nklig (gr. gonia (gr. osmos m.: Antrieb). Os­
f. : Winkel) mo(re)zeptoren: Rezeptoren zur
Orthopädie: Lehre von der Verhü­ Steuerung des Wasser-Elektro­
tung und Behandlung der ange­ lyt-Haushalts
borenen und erworbenen Fehler osseus, a, um: knöchern. ossicu­
in Form oder F u n ktion des Be­ lum, i n.: Knöchelchen (dimin.
wegungsapparates (gr. paideia v. os, ossis). ossificans, antis:
f.: Erziehung) verknöchernd. ossificatio, onis
Orthopnoe: höchste Atemnot, die f. : Knochenbildung
n u r i n aufrechter Haltung unter osteo-: Knochen- (gr. osteon n.:
E i nsatz der Atemhi lfsmuskulatur Knochen). Osteoblast m.: Kno­
kompensiert werden kann (gr. chen bildende Zelle (gr. bl astao:
pnoe f: das Atmen) sprossen, sich entwickel n).
Orthostase f: aufrechte Körperhal­ Osteoklast m.: Knochen abbau­
tung (im Sitzen oder Stehen) (gr. ende Zelle (gr. klao: brechen,
stasis, eos f: Stehen). orthosta­ abbrechen). Osteomalazie f:
tisch: im Sitzen oder Stehen auf­ Knochenerweichung, generali­
tretendes Ereignis sierte Skel ettveränderung mit
orthoton: normaler Spannungs­ unzureichender Mi neralisation
oder Druckzustand (tonus, i m.: der Grundsubstanz (gr. malakia
Spannung) f: Weichheit, Schlaffheit). Oste­
orthozephal: mi ttelköpfig (gr. on n.: aus Knochen Iameiien be­
kephale f: Kopf) stehendes Säulchen; morpholog.
os, oris n.: Mund, Öffnung Einheit des Havers-Lamellen­
os, ossis; pl. ossa, ossium n.: Kno­ systems. Osteophyt n.: um­
chen schriebene Anlagerung von neu
-osis, -ose f. : Suffix (meist) für gebildetem Knochen (gr. phyton
nicht-entzü ndliches krankhaftes n.: Gewächs). Osteoporose f:
Geschehen, degenerativen Pro­ Schwund des festen Knochen­
zess, aber auch physiologischen gewebes bei Zunahme der
Vorgang Markräume ("porös", löchrig; gr.
-osmie-: auf den Geruch bezogen poros m.: Öffn ung, Pore). Osteo­
(gr. osme f: Geruch) tomie f: Knochendurchtrennung
Ostitis 76

(gr. tome f.: das Schneiden, Sä­ Otolithen: s. Statokonien (gr.


gen). Ostitis f.: Knochenentzün­ I ithos m.: Stein)
dung ovalis, e: eirund, länglich-rund
ostium, i n.: Öffn ung, Tür, Ein­ (ovum)
gang, Mündung ovarium i n.: E i erstock (ovum, i n.:
Östrogen n.: den ÖStrus erzeu­ Ei). Ovulation f. : Ausstoßung des
gend; weibl. Sexualhormon; Fol­ Eies aus dem reifen Graaf­
l i kelhormon (gr. oistros m.: Lei­ Fol l i kel des E i erstocks, Eisprung,
denschaft, Begierde; lat. oestrus, Fol l i kelsprung (ov u l u m d i m i n . v.
i m.: Brunst; i .e.S. Zeitpunkt der ovum, i n.: Ei)
Ovulation) oxy-: Säure- (gr. oxys: scharf, spi tz,
-osus, a, um: Suffix, das Fülle, herb, sauer, hell, laut, schnell).
Reichhaltigkeit bezeichnet oxycephalus, i m.: Spi tz-, Turm­
oszillieren: schwingen (osci llo: schädel. oxyphil: saure Farbstof­
sich schaukeln) fe bindend
oticus, a, um: zum Ohr gehörend
(gr. us, otos n.: Ohr). oto-: Ohr-.
P (Ph siehe auch u n ter F)

pachy-: dick- (gr. pachys: dick, pan- (gr.): alles, ganz (gr. pas,
feist, beleibt). pachymeninx, in­ pasa, pan: ganz, al les)
gis f. : harte H i rnhaut (syn on. Du­ Panaritium, i n., Paronychie f. :
ra mater) Nagelgeschwür, Nagel bettent­
-pagus: -zusammengefügt (gr. zündung, eitrige Entzündung an
pegnym i : festmachen, anheften) Fingern oder Zehen und Hand
Pädiatrie f.: Kinderheilkunde (gr. (gr. para: neben; onyx: Nagel)
pais m.: Kind, Knabe; gr. iatros pancreas, atis n. (!): Bauchspei­
m: Arzt) cheldrüse, Pan kreas (gr. pan:
palaeo-: alt- (gr. palaios: alt, ehe­ ganz, alles; kreas, kreatos n.:
malig, früher) Fleisch; hier i. S. v. Drüsensub­
palatinal: zahnmed.: dem Gau­ stanz)
men zugekehrt. palatinus, a, panniculus, i m.: Haut, Schicht
u m : zum Gaumen gehörend. (di m i n . v. pannus, i m.: Kleid,
Palatoschisis f.: Gaumenspalte, Tuch, Lappen)
Wolfsrachen (gr. schisis, eos f. : papilla, ae f.: warzenfö rmige
Spaltung). palatum, i n.: Gau­ Erhebung, Brustwarze, Knospe,
men Warze. papillaris, e: warzenartig
Paliästhesie f.: Vi brationsempfi n­ par-, para- (gr.): neben-, zur Seite,
dung (gr. pallo: schwingen, durch-, gegen-, zum Unter­
schütteln; aisthesis f.: Gefü h l , schied von, wider
Empfindung) Parageusie f. : veränderte Ge-
palliativ: "bemäntelnd"; die Be­ schmacksempfi ndung (gr. geusis,
schwerden Ii ndernd, aber nicht eos f.: das Kosten, Geschmack)
die Ursachen bekämpfend (im Parakeratose f.: Verhornungsano­
Gegensatz zu kurativ: heilend) malie der Haut mit Schuppen­
(pal l i u m , i n.: Mantel) bildung (gr. keras, atos n.: Horn)
Pallidum n. = Globus pallidus. parakortikal: neben der Rinde
pallidus, a, u m : blass, bleich gelegen (cortex, icis m.: Rinde)
pallium, i n.: Mantel; anat.: Hirn- parakrin: die durch einen Stimulus
mantel ausgeschüttete Substanz wirkt
palma, ae f:. Handfläche auf die Nachbarzelle (lokale Dif­
palpatio, onis f.: das Betasten fusion) (gr. krineo: abscheiden)
palpebra, ae f.: Augenlid Parakusis f.: falsches Hören (gr.
pampiniformis, e: rankenförmig akuo: hören; parakuo: falsch
(pampinus, i m.: Weinran ke) hören, sich verhören)
paralytisch 78

paralytisch: durch Lähmung be� neben Hineingegossene, das aus


dingt (gr. paralyo: lähmen) den BI utgefäßen Ausgetretene)
Parameter m.: kennzeichnende Parese f.: Schwäche, unvollst.
Größe, veränderliche Größe (gr. Lähmung (gr. paresis, eos f.: Er­
parametreo: nach einer Sache schlaffung)
messen) paries, etis m. (!): Wand (nicht mit
parametrium, ii n.: Bindegewebe pars f. verwechseln!). parietalis,
neben dem Uterus und im Lig. e: 1 . zur Wand gehörend,
latum (metra) Wand-; 2. zum Scheitelbein (Os
paranasalis, e: neben der Nase parietale) gehörend
gelegen, Nasen neben� parodontium, ii n.: Zahnhalteap­
Parästhesie f.: krankhaft abnorme parat, Zahnbett (gr. odus, odon­
Empfindung, z.B. kribbeln, taub tos: Zahn)
sein (gr. aisthesis f.: Gefü hl, Paronychie: s. Panariti u m
Wahrnehmung, Empfindung) Paroophoron n . : Beieierstock
parasympathicus: "neben dem (Derivat der Urniere) i n der Me­
Sympathicus", wegen des stre� sosalpi nx oder im Lig. latum ute­
ckenweise parallelen Verlaufs ri (gr. oophoron: Eierstock)
von N . vagus und Grenzstrang Parosmie f.: Geruchstäu schung
("N. sympathicus") (gr. osme: Geruch, Duft)
paraterminalis, e: neben der La� parotideus, a, um: zur Ohrspei­
m i n a term inalis befi ndlich cheldrüse (Giandula parotidea)
Parathormon n.: Parathyrin, PTH; gehörend (gr. us, otos n . : Ohr)
Peptidormon der Nebensch ild� pars, partis f. (!): Teil, Absch nitt
drüse (Giandula parathyroidea). eines Organs
parathyreoideus, a, um: neben, -partal: zur Geburt gehörend.
bei der Schilddrüse gelegen partus, O s m.: Geburt
paraventricularis, e: neben dem Partialdruck m.: der Druck, der i n
( I I I .)Ventrikel gelegen einem Gasgemisch (z.B. Luft)
parazellulär: "neben der Zelle"; einem bestimmten Gas zuge­
Stofftransport durch die Zwi� ordnet werden kann (pars, partis
sehenräume zwischen den f.: Teil, Anteil)
Zellen parvus, a, um: klein (comp. minor,
Parazentese f. : Einstich (z. B. i n s m i n us; sup. m i n i m us, a, um)
Trommelfell) (gr. kenteo: ste­ patella, ae f.:. Schüssel, Opfer�
chen; eigentl. Seitenstiehl schale; anat.: Kniescheibe
Parazonien: helle Absch n i tte der patens, patentis: offen (pateo:
Streifung im Schmelz (gr. zone offen stehen)
f.: Gürtel) pathos n. (gr.): Leiden
parenchyma, atis n.: organspezi­ pecten, i n i s m.: Kamm, Grat.
fisches Gewebe, Parenchym pectinatus, a, um und pectineus,
(gr. parenchyma, atos n.: das da- a, u m : kammartig
79 periorbita

pectoralis, e: zur Brust gehörend. gefäße m i t einer Flüssigkeit (per­


pectus, oris n. (!): Brust fusio, onis f: Durchströmung)
pediculus, i m.: "Füßchen" 1 . peri- (gr.): um-, herum-
Laus, 2 . Wurzelstück des Wir­ periapikal: in der Umgebung der
belbogens (Pedikel) (dimin. v. Zahnwurzelspitze (apex, apicis
pes, pedis: Fuß). pedunculus, i m.: Spitze)
m.: Stiel (dimin. v. pes, pedis m.: pericardium, i i n.: Herzbeutel,
F u ß) Peri kard (cardia, ae: Herz)
pellucidus, a, u m : durchschei­ perichondral: u m den Knorpel
nend (per: durch; Iux, lucis f. : herum, an der Außenseite des
Licht) K., vom Perichondrium (Knor­
pelvicus, a, u m : zum Becken pelhaut) ausgehend (gr. chon­
gehörend. pelvinus, a, u m : das dros m.: Knorpel)
Becken betreffend. pelvis, is f pericranium, ii n.: äu ßeres Periost
(!): Becken, Napf des Schädels (gr. kranion n.:
pendulans, antis; pendulus, a, u m : Schädel)
hängend, pendelnd Perikaryon n.: der um den Zell­
penetratio, onis f: das H i nein-, kern gelegene Teil der Zelle
Vor-, D u rchdringen (ohne i h re Fortsätze), Zellkörper,
penicillus, i m.: Pinsel (dimin. v. Soma (gr. karyon n.: Kern)
penis m.: Schwanz) Perilymphe f: Lymphe i n den
-penie: -mangel, -u nterzahl (gr. Räumen zwischen dem häuti­
penia f: Armut, Mangel) gen und dem knöchernen Laby­
penis, is m.: Schwanz, männl. rinth
Glied perimetrium, i n.: Bauchfe l l ü ber­
penta-: fünf- (gr. pente: fünf). zug der Gebärmutter, Tu n i ca
Pentamer n.: aus 5 Teilen be­ serosa des Uterus (gr. metra f. :
stehend, 5-zählig (gr. meros n.: Gebärmutter)
Teil, Anteil) Perimysium n.: Bindegewebsh ü l l e
Pepsin n.: Verdauungsenzym des u m Muskelfaserbündel (gr. mys,
Magens. pepsis f (gr.): Ko­ myos m.: Muskel)
chung, Verdauung. peptisch: perineum, i n.: Damm (gr. peri­
das Pepsin betreffend, durch neo: rings aufhäufen)
Pepsin hervorgerufen perineurium, i n.: das einzelne
per-: durch - hindurch, durch, Faserbündel eines peripheren
über, vermittelst Nerven umgebende Bi ndegewe­
perforans, antis: durchbohrend. be (gr. neu ron n.: Nerv, Sehne)
perforatio, onis f. : Durchboh­ periodontium, ii n.: Zahn­
rung, Durchbruch. perforatus, a, Wurzelhaut (gr. odus, odontos
um: durchbohrt, durchlöchert m.: Zahn)
Perfusion f: D u rchströmung eines periorbita, ae f: Periost der knö­
Körpers, Organs oder der Bl ut- chernen Augenhöhle (orbita)
periorchium 80

periorchium, i n.: pariet. Bl att des perpendicularis, e: sen krecht


Cavum serosum testis (gr. orchis, stehend (perpendicul um, i n.:
orcheos m.: Hoden) Blei lot, Sen krechte)
perio st(eum, i) n.: Knochenhaut Perseveration f.: krankhaftes Ver­
(gr. osteon n.: Knochen; peri­ weilen an ein und demselben
osteos: um den Knochen befi nd­ Denkinhalt (persevero: beharr­
lich) lich bei etwas verbleiben, behar­
peripheres (gr.): sich herum bewe­ ren)
gend, kreisförmig, von der Mitte persistens, entis: bestehen blei­
entfernt bend (persisto, -stiti)
Peristaltik f.: fortschreitende Be­ Perspiratio, onis f.: Hautatmung,
wegung i n Hohlorganen (Darm­ Austausch von Atemgasen
rohr, U reter) infolge meist ring­ durch die Haut (spiro: hauchen,
förmiger E i nschnürungen du rch atmen)
Muskel kontraktion (peristel lo: Pertussis, is f: Keuchhusten (tus­
sich i n Bewegung setzen) sis, is f: H usten)
periton(a)eum, i n.: Bauchfe l l (gr. Perzeption f.: s i n n l i ches Wahr­
peritonaion n.: das Darum­ nehmen, Reizaufnahme durch
gespannte). Peritonitis f.: Ent­ Sinneszellen (percipio, percepi,
zündung des Peritoneums, perceptum: erfassen, empfan­
Bauchfellentzündung gen, wahrnehmen)
Perkussion, perkutieren, perkuto­ pes, pedis m.: F u ß
risch: Beklopfen der Körperober­ -petal: gerichtet auf (peto, ivi,
fläche, um aus den Schallquali­ itum: etwas zu erreichen su­
täten auf Ausdehnung und Be­ chen)
sch affenheit der darunter liegen­ petiolus, i m.: Stiel, F ü ßchen (dim.
den Organe zu schließen (percu­ v. pes, pedis m.: F u ß)
tio, cussi, cussum: schlagen, er­ petra, ae f., petros m. (gr.): Fels,
schüttern) Stei n . petrosus, a um: felsig;
permanens, entis: verbleibend, anal.: zum Felsenbein gehörend
sich erhaltend, fortbestehend Petrophaga lorioti: Steinlaus aus
Permeabilität f.: D u rchlässigkeit Pschyrembel ien, Verlagstier von
(z.B. v. Membranen) (permeo: de Gruyter, entdeckt von Loriot
d u rchdringen) (gr. petra f: Fels, Stein; gr. pha­
permissiv: gewähren lassend, n u r gos m.: Fresser)
locker kontro l l i erend (permitto, Phänotyp(us, i) m.: äu ßeres Er­
permisi, permissum: gehen las­ scheinungsbild (gr. phaino:
sen, erlauben) si chtbar machen; typoo: formen,
perniciosus, a, um: bösartig, ver­ pragen
derblich phagesis f. (gr.): Essen, Fressen.
perone f. (gr.): Wadenbein (s. auch phagocyt(us, i) m.: Fresszelle mit
fibula) der Fähigkeit, unbelebte oder
81 phrenicus

belebte Fremdpartikel aufzu� zogen werden kann (gr. phi mos


nehmen und zu verdauen (Pha� m.: Maulkorb, Knebel)
gozytose) . H i stio�, Monozyten, philtrum, i n.: Rinne in der Mitte
Mikroglia�, Reti kulum�, Sinus� der Oberlippe (gr. p h i l tron n.:
wandzellen als überwiegend Liebesmittel, Reizmittel)
sessile Makrophagen; Granulo� phleb-, phlebo-: Venen- (gr.
zyten als mobile Mikrophagen phleps, phlebos f: Ader, Vene).
Phako�: Worttei l m i t der Bedeu� Phlebographie: röntgenolog.
tung Linse (gr. phakos m.: L i nse) Darste l l u n g der Venen nach
phalanx, angis f./m.: Finger�, Kontrastmittel i njektion
Zehenglied (gr. phalanx, angos Phlegmone f.: flächenhaft sich
f.: Holzstamm, F i ngergelenk, ausbreitende eitrige Entzündung
Sch I achtrei he) (gr. phlego: brennen)
Phäochromozytom n.: Tumor der -phob: fürchtend, meidend, abge­
chromaffi nen Zellen des Neben� neigt (gr. phobeo: vertreiben,
nierenmarks oder anderer Teile fliehen, sich fürchten)
des adrenosympath ischen Phokomelie: Robbengl iedrigkeit
Systems (gr. phaios: dunkel, (Extremitätenmissbildu ng) (gr.
schwärzlich; chroma n.: Farbe; phoke f: Robbe, Seehund; me­
-om) los n.: Gl ied)
Phantom n.: 1 . Trugbild, Sinnes� Phonation f: Art u n d Weise der
täuschung; 2. Nachbi ldung von Entstehung von Sti mml auten (gr.
Körperteilen für den U nterricht phone f.: Stimme, Ton, Laut, Re­
(gr. phantazomai: erscheinen). de, Sprache)
Phantomschmerz m.: Schmer� Phosphor m.: ein ehern. Element
zen, die man in einem bereits (gr. phos-phoros: Licht brin­
amputierten Körperglied emp� gend: Leuchten des weißen
findet Phosphors bei der Reaktion mit
pharynx, yngos m. (gr.); pharynx, L uftsauerstoff)
yngis m. (lat.): Rachen, Schi und, Photorezeptoren m.: 1 . l ichtemp­
Gurgel findliche Sinneszellen des Au­
Phase f.: Absch n i tt, Reihe, Wand� ges. 2. l ichtempfi ndliche Protei­
l u n g, verschiedener Zustand (gr. ne m i t unterschiedlichen Chro­
phasis, eos f.: Erscheinung, Pha­ mophoren in Pflanzen u n d Pi I­
se). phasisch: in bestimmten Ab­ zen (gr. phos, ph otos n.: Licht;
ständen wiederkehrend reci pio, recepi, receptum: an­
-phil: neigend zu, tendierend zu nehmen, aufnehmen, überneh­
(gr. phi los: lieb, freundlich, be­ men)
freundet) phrenicus, a, um: zum Zwerchfel l
Phimose f: Verengung der Vor­ gehörend (gr. p h ren, phrenos f:
haut des Penis, so dass sie nicht 1 . Zwerchfel l , 2. Gei st, Sinn,
mehr über die Glans zu rückge- Seele, Gemüt, Verstand). Phre-
phrygische Mütze 82

nologie: Anschauung, dass aus pilus, i m.: (einzel nes) Haar


den Schädelformen auf be­ pinealis, e: fichten- bzw. zirben­
stimmte geistig-seelische Veran­ zapfenförmig; anat.: zur Zirbel­
lagungen geschlossen werden drüse gehörend (pinea, ae f.:
kann F i chten-, Tannenzapfen). Pinea­
phrygische Mütze: Jakobi nermüt­ lom; Pineozytom n.: vom Cor­
ze, in der frz. Revolution Sinn­ pus pi neale (Epiphysis cerebri,
b i l d der Freiheit (Phrygien: Zirbeldrüse) ausgehender Tumor
Landschaft i n Kleinasien) Pinozytose f. : Aufnahme von
phthisis, eos f. (gr.): Abnahme, das gelösten Stoffen ins Zell i n n ere
H i nschwinden, Schwindsucht; (gr. pino: trinken, einsaugen;
Tuberkulose kytos: Zelle)
Phylogenese f.: Stammesentwick­ piriformis, e: bi rnenförmig. pirum,
l u ng, Entwickl ung neuerer Stäm­ i n.: Birne
me aus erdgeschichtlich älteren pisiformis, e: erbsenförmig. pisum,
(gr. phylon n.: Geschlecht, i n.: Erbse
Stamm, Gattu ng; genese) pituicyt(us, i) m.: G l i azelle in der
Physiologie f.: Lehre von den Neurohypophyse (die Hypophy­
normalen Lebensvorgängen (gr. se hieß früher Glandula pituita­
physis, eos f.: Natur, natürliche ria; pituita, ae f.: Schleim)
Beschaffenheit, Geschöpf; gr. placenta, ae f. : Mutterkuchen,
Iogos). physisch: körperlich, Nachgeburt
natürlich plagiocephalus, i m.: Schi efschä­
-phyt: -gewächs, -auswuchs (gr. del (gr. plagios: seitlich, schi ef;
phyo: entstehen, wachsen; phy­ kephale f. : Kopf)
ton n.: Gewächs, Pflanze) Plakode f.: verdickter Bezirk i m
pial: auf die Pia mater bezogen. seitlichen Ektoderm, der Materi­
Pia mater: Blutgefäße-führender al aus dem Epithelverband in die
Teil derweichen Hirnhaut (pius, Tiefe abgibt und i nsbesondere
a, um: fromm, gütig, zart; mater, Anlagen für Sinnesorgane l i efert
matris f.: H ü l le, Mu tter) (gr. plax, pl akos f.: P latte, Flä­
piezoelektrisch: elektrisch durch che; frz. plaque f.)
Druck (gr. piezo: drücken, pres­ planta, ae f.: Setzl ing, Fußsohle
sen) planum, i n.: Fläche, Ebene, ebe­
piloarrector, oris m.: Haaraufrich­ nes Feld. planus, a, u m : flach,
ter (pilus; arrigo, -rexi, -rectum: eben, pl att
i n die Höhe richten) plaque f. (!) frz.: Platte
Pilonfraktur: komplexer Trüm­ Plasma n . : 1 . flüssiger Teil des
merbruch der distalen Tibia. Als B l utes; 2 . Protoplasma (gr. plas­
Pilon tibiale wird der unterste ma n.: Gebilde, das Geformte).
Anteil des Schienbeins bezeich­ Plasmalemm n.: äußere Grenz­
net (frz. pilon: Stampfer) membran der Zelle, Zellmemb-
83 Polarisierung

ran (gr. Iemma n.: H ü l le). Plas­ Fähigkeit, Leistungsvermögen,


mozytom n.: Systemerkrankung Macht)
mit neoplastischer Vermehrung pneum-, pneumo-: Lungen- (gr.
der Plasmazellen, v.a. im Kno­ pneumon m. (!): Lunge). pneu­
chenmark ma n. (gr.): Atem, Lufthauch,
Plastination: Verfahren zur D u rch­ Luft. pneumaticus, a, u m : I uft­
tränkung eines Organs oder hailig. Pneumatisation f. : B i l ­
ganzen Körpers mit Kunststoff. d u n g Iufthaitiger Hohlräume i n
Plastizität f.: 1 . Formbarkeit, Geweben. Pneumenzepha­
Anpassungsfähigkeit; 2. B i l dhaf­ lographie f.: Darstellung der L i ­
tigkeit (gr.: plasso: aus weicher quorräume des Gehirns nach
Masse bilden; plastes m.: Bild­ Einbringen von Luft oder Edel­
hauer) gas d u rch subokzipitale oder
Plateau n.: Hochebene, Tafelland l u mbale P u n ktion (gr. enkepha­
(gr. platys : flach, platt) los m.: Gehirn; grapho: zeich­
platelet (engl.): Pl ättchen, Blut­ nen, schreiben). pneumotak­
plättchen, Th rombozyt (engl. tisch, Pneumataxie f.: auf die
plate: Platte) Steuerung des Grundrhythmus
platysma n. (gr.): Pl atte, Verbreite­ der Atmung bezogen (gr. taxis
rung (gr. platys: dünn). Vollst. f.: das Ordnen, Anordnung;
anal. Bezeich nung: Platysma gr. taktos: festgesetzt, ange­
myoides (Muskelplatte) ordnet). Pneumothorax m.:
platyzephal: n iederköpfig (gr. Ansammlung von Luft i m
platys; kephale f.: Kopf) Pleuraspalt (gr. thorax m . : Brust­
-plegie f.: motorische Lähmung korb)
ganzer G l i edmaßen oder pnoe f. gr.: das Atmen
-abschnitte; Lähmung einzelner Podo-: Fuß- (gr. pus, podos m.:
Muskeln oder Muskelgruppen Fuß, Bein). Podozyt(us) m.:
(gr. plege f. : Schlag, Stoß) "Füßchenzelle" mit langen, ver­
pleo- (gr.): mehr- zweigten Fortsätzen, bilden das
pleura, ae f.: Rippen-, L u ngenfell i n nere Bl att der Bowman-Kapsel
(gr. pleura f.: Seite, Rippen) von N i erenkörperehen
plexus, us m.: Geflecht (von Ner­ -poese f.: -entstehung, -entwick­
ven oder Gefäßen) lung (gr. poiesis f.: Hervorbri n­
plica, ae f.: Falte, Schleimh autfalte gung, Entstehung, Entwicklung)
pluri-: mehr, viele (plus, pl uris: Polarisierung f. : Hervorheben von
mehr) Gegensätzen, gegensätzliches
Pluripotenz f.: Fähigkeit undiffe­ Verhalten von Substanzen. phy­
renzierter (embryonaler) Zellen, sik.: Herstellung einer festen
sich unter versch iedenen Bedin­ Schwi ngungsrichtung des L i chts
gungen unterschied! ich zu diffe­ (gr. polos m.: Pol, Endpunkt der
renzieren (potentia, ae f. : Erd- und H i m mel sachse)
Poliklinik 84

Poliklinik: eigentlich Stadtkranken­ porta, ae f. : Tor, Pforte


haus (gr. pol is f.: Stadt, Stadt­ portio, onis f.: Anteil, Teil eines
gemeinde, Bürger, Staat; gr. kli­ Organs
ne: Ruhebett); heute: Kranken­ porus, i m.: Durchgang, öffn ung,
hausabtei l u n g zur ambul anten Weg
Behandlung von Patienten positio, onis f.: Ste l l u n g, Lage
Poliomyelitis f.: "spinale Kinder­ post: h i nten, nach, nachher, spä­
lähmu ng", entzü nd!. Erkrankung ter, nachstehend. posterior, ius:
des ZNS, v.a. der grauen Sub­ h i n terer, folgender (comp. v.
stanz des Vorderhorns (gr. po­ posterus: nachfolgend). posticus,
lios: grau; myelos: Mark, Rü­ a, u m : h i n terer, h i nten befi nd­
ckenmark) lich. postremus, a, um: hinters­
pollex, icis m.: Daumen ter, letzter (sup. v. posterus)
polus, i m.: Pol (gr. polos m.: Pol, postabsorptive Phase: Zeitraum
Drehpunkt) zwischen 3 und 1 5 h nach Nah­
poly-: viel- (gr. polys, polle, poly: rungsaufnahme ( N üchternzu­
viel, häufig, zahl reich) stand), erste Phase des H u nger­
polychromatisch: vielfarbig (gr. stoffwechsels (Absorpti on: Stoff­
chroma n.: Farbe aufnahme)
polyedrisch: von Vielecken be­ postnatal: nach der Geburt (auf
grenzt, vielflächig (gr. polyedros: das Kind bezogen) (nascor,
vi elsi tzi g; edra f.: Ort, PI atz) natus sum: geboren werden)
polygonalis, e: vieleckig, vielwi n­ postpartal: nach dem Gebu rtsvor­
kelig (gr. gonia f. : Winkel, Ecke) gang (meist auf die Mutter be­
Polymorphismus m.: Viel-, Ver­ zogen) (post; partus, us m . : Ge­
schiedengestaltigkeit (gr. mor­ burt)
phe: Gestalt, Erscheinung) postprandial: nach der Mahlzeit
polyploid: mit einem vielfachen (prandeo, prandi, pransum:
Chromosomensatz; mehrkernig frühstücken, zu Mittag speisen)
(gr. -ploos: -fach) postsynaptisch: örtlich oder i m
Polysomie f.: Vorhandensein F u n ktionsablauf h i n ter der Sy­
zusätzlicher Chromosomen i m napse gelegen (s. Synapse)
Genom, z.B. als Trisomie Potential n.: Leistungsfähi gkeit.
Polyzythämie f.: starke Vermeh­ Physik. Maß für die Stärke eines
rung der Erythrozytenzahl i m Kraftfeldes. physiol. Elektro­
Blut (cytus: Zelle; gr. haima, chemische Größe an der
-atos n.: Blut) Membran lebender Zellen (z.B.
pons, pontis m. (!): Brücke, Steg. Aktions-, Ruhepotential)
pontinus, a, u m : den Pons (Brü­ Potenz f.: Fähi gkeit, Leistungs­
cke des H i rnstamms) betreffend vermögen. med. 1 . Fähigkeit
poples, popl itis m. (!): Knie, Knie­ des Mannes zum Geschl echts­
kehle verkehr. 2 . Zeugungsfähigkeit.
85 Progenie

3 . Verdünnu ngsgrad einer Arz­ präzipitieren: ausfällen, ausflo­


ne in der Homöopathie (pos­ cken (praecipito: h i n abstürzen,
sum, potui, passe: können, sinken)
vermögen, gelten; potentia, ae pre- prae-
=

f: Kraft, Gewalt, Macht, Ein­ Presbyopie f: altersbedi ngte Weit­


fluss) sichtigkeit (gr. presbys: alt; opsis
Potenzierung f.: Erhöhung, Steige­ f. : das Sehen, Auge)
rung. med. Verstärkung der Pressorezeptoren m.: dehnung­
Wirkung eines Medikaments empfi ndliche Mechanorezepto­
oder Anäestheti kums ren i n der Wand von Arterien
prae: voran, voraus, vor (premo, pressi, pressum: drü­
praecox, cocis: früh reif, verfrüht, cken, pressen; recipio, cepi,
vorzeitig ceptum : aufnehmen)
praecursor, oris m.: Vorläufer Primaten m.: Herrentiere (Halb­
praedentinum, i n.: unverkal kte affen, Affen und Menschen) (pri­
Vorstufe des Dentin (Zahnbein) marius, a, um: zu den Ersten ge­
praemolaris, e: vor den Mahlzäh­ hörend)
nen liegend (mola, ae f. : Mühl­ primitiv: auf n iedriger Entwick­
stein, Mühle) l u ngsstufe stehend; ei nfach (pri­
pränatal: vor der Gebu rt, der mus: erster; frz. primitif: ur­
Geburt vorausgehend (nascor, sprünglich)
natus sum: geboren werden; primordialis, e: ursprünglich, die
natalis, is m.: Gebu rtstag) embryonale Erstanlage betref­
praeparatio, onis f: Vorbereitung. fend. primordium, i n.: Anfang,
praeparo: im Voraus zubereiten, Ursprung. primus, a, u m :
gut zubereiten, insland setzen erster
praepositus, a, u m : vorangestellt princeps, cipis: erster, Haupt-.
praeputium, i n.: Vorhaut (puto: principalis, e: erster, u rsprü ngli­
beschneiden) cher
praestitialis, e: voranstehend privatus, a, um: persö nlich, eigen
(praesto, stiti, stitum: voranste­ pro: vor, je, für, von
hen) procerus, a, um: schlank
praetectalis, e: vor dem Tectum processus, u s m.: Fortgang, Fort-
(Mitte l h i rndach) gelegen satz
präsynaptisch: örtlich oder i m prodromos m. (gr.): Vorläufer
F u n ktionsablauf vor der Synapse profundus, a, um: tief
gelegen (s. Synapse) Progenese f: vorzeitige Ge-
Prävention f: Vorbeugung, Verhü­ schlechtsentwickl u n g (genesis
tung (praevenio, -ven i , -ventum: f. Entwicklung)
zuvorkommen) Progenie f: starkes Vorspringen
praevius, a, um: voran, voraus des Kinns, Vorstehen des Unter­
gehend kiefers (gr. genaion: Kinn)
Progesteron 86

Progesteron: Schwangerschafts� rezeptoren, Muskel- und Sehnen­


erhaltendes Hormon, Gelbkör� spindeln) vermittelt (recipio, cepi,
perhormon (gestatio: Schwan� ceptu m : zurücknehmen, in sich
gerschaft) aufnehmen). propriozeptive Re­
Prognathie f. : Vorstehen des flexe: R., bei denen Reiz- und
Oberkiefers (gnathos f.: Kinnba� Erfolgsort identisch sind (Muskel­
cke, Kiefer) dehnu ngs-, Sehnenreflexe).
prognosis, eos f. (gr.): Vorherwis� proprius, a, u m : eigen, kenn­
sen, Voraussicht zeichnend, allein zugehörig
progressio, onis f.: Fortschritt, prosencephalon, i n.: Vorderhirn
Steigerung. progredient: stufen­ (pros- von pro: vor, oder gr. pro­
weise fortschreitend tos: erster, vorderer)
Projektion f.: örtliche Verlagerung Prosodia, Prosodie f.: Sprachme­
(proicio, ieci, iectum: ausstre­ lodie; urspr. die Lehre von dem,
cken, hinauswerfen) was bei der Aussprache zu den
proktodeum, i n.: Afterbucht, bloßen Lauten noch " h i n zuge­
ektodermaler Abschnitt des tönt" wurde (pros-odia, ac­
Analkanals (gr. hodos: Ei ngang). centus); heute Betrachtung der
proktos m. (gr.): Steiß, After Wörter und Wortgruppen einer
Prolaps m.: Vorfa l l (prolabor, Sprache im Hinbl ick auf i h re
Iapsus sum: vorwärts gleiten, Eignung, sich der Ordnung eines
herabgleiten) Verses ei nzufügen. (gr. pros:
Proliferation f.: Wucherung, noch dazu, hinzu; ode f.: Ge­
Wachstum, Zellvermehrung sang)
(proles m.: Nachkomme; fero: prospektiv: vorausschauend
hervorbringen) (prospicio, spexi, spectu m: i n
prominens, entis n.: Vorsprung, die Ferne schauen, vorherse­
Ausl äufer (promineo: hervorra­ hen)
gen) prostata, ae f.:Vorsteherdrüse (gr.
promontorium, i n.: Vorgebi rge, prostates m.: Vorsteher)
Vorwölbung (mons, montis m.: Protanopie f.: Rotgrü nbli ndheit
Berg, Hügel) erster Form (gr. an; ops, opos
pronatio, onis f.: Ei nwärtsdrehung m.: Auge, Gesi cht)
von Hand und Fuß (prono: protopathisch: physiol. : zur vita­
vornüber neigen) len Sphäre gehörend, emotiona­
Prophylaxe f.: Verhütung (z.B. von l e E i nfärbung einer Empfindung
Krankheiten), Vorbeugung (gr. (gr. protos: erster; pathe f. : Leid,
prophylasso: bewach en, verhü­ Gefü hl)
ten) Protoplasma n.: Lebenssubstanz
Propriozeption f.: Eigenempfindung der tierischen und pflanzlichen
des Körpers oder eines Organs, Zelle (gr. protos; plasma n.: Ge­
über Propriozeptoren (Mechano- formtes, Gebil detes)
87 Pyrogene

Protozooen n.: Urtierchen; einzel� publicus, a, um: öffentlich, allge�


lige Tierchen; Einzeller (gr. pro� mein, dem ganzen Volk gehörend
tos: erster, früh ester; zoon n.: pudendum, i n.: Scham
Tier, Lebewesen) pulmo, onis m. (!): Lunge, Lungen­
protrusio, onis f.: das Hervortreten flügel. pulmonalis, e: zur Lunge
protuberantia, ae f.: Vorwölbung, gehörend
Hervorragung, Vorsprung (pro: pulpa, ae f.: Mark bzw. Paren­
vor; tuber, eris n.: Höcker, Aus� chym eines Organs; wörtl .: das
wuchs) Fleischige, Fruchtfleisch. pulpo­
proximalis, e: dem Rumpf näher lie� sus, a, u m : aus weicher Substanz
gend (proxi mus, a, um: Nächster) pulsus, us m.: Stoß, Schlag
pruritus, ils m.: der J u ckreiz, das pulvinar, aris n. (!): Polster, Pols­
j ucken tersitz; anal.: Polkissen (hinterer
Psalidodontie f.: Scherenbiss, Teil des Thalamus)
Überbiss (gr. psalis, idos f.: punctio, onis f.: das Stechen.
Schere; odus, odontos m.: Zahn) punctum, i n.: Stich, P u n kt
pseudo�: falsch� (gr. pseudos n.: pupilla, ae f.: Pupille; Püppchen,
Lüge, U nwahrheit) Augenstern (dimin. v. pupa, ae
pseudounipolar: "falsch-ei npolig", f. : Mädchen, Puppe)
d.h. kurze gemeinsame Anfangs� pus, puris n. (!): E i ter
strecke des zentralen und des putamen, i n i s n. (!): Schale
peripheren Zellfortsatzes sen­ Pyelographie: röntg. Darstellung
sibler, ursprünglich bipolarer des Nierenbeckens (gr. pyelos f. :
Ganglienzellen Wanne, Becken; grapho: schrei­
psoas, ae: Lendenmuskel (gr. psoa ben, beschreiben)
f.: Lendengegend) pyknisch: stämmiger Körperbau
Psoriasis f.: Schuppenfl echte (gr. (gr. pyknos: derb, fest, d ichtge­
psora f.: Krätze) drängt). Pyknose f.: Verdichtung
pterygium, i n.: Flügelfell. ptery­ und Schrumpfung des Zellkerns
go-: zum Flügelfortsatz gehö­ pyloros m. (gr.); pylorus, i (lat.):
rend. pterygoideus, a, u m : flü­ Torhüter, Torwart, Pförtner, Ma­
gelförmig; zum Proc. pterygoi­ genausgang
deus gehörend. pteryx, ygos f. pyo-: Suffix für Eiteran sammlung
(gr.): F l ügel, Feder (gr. pyon n.: E i ter)
ptosis f.: Senkung, Ptose eines Or� pyramidalis, e: zur Pyramide
gans (Augenlid, Eingeweide) (gr. gehörend; die Pyramidenbahn
ptosis, eos f.: das Fallen, Sturz) betreffend (gr. pyramis, idis f.:
pubertas, atis f.: Geschlechtsreife. Pyramide)
pubes, is f.: Scham, Schamge­ Pyrogene n.: Eiweißstoffe mit
gend, Schamhaare. pubicus, a, Fieber erzeugender Wirkung
u m : die Schambehaarung, die (gr. pyroo: i n Brand setzen,
Schamgegend betreffend verbrennen)
Q

quadr-, quadri-: vier- (quadrus, a, -que: und, sowie (verbindet zwei


u m : vi ereckig). quadratus, a, Begriffe, z. B. i n M. Ievator an­
u m : vi ereckig, quadratisch. g u l i oris al ae� nasi: Heber des
quadriceps, cipitis: vierköpfi g Mundwinkels und des Nasenflü­
(caput, capitis n.: Kopf). quadri­ gels)
geminus, a, um: vierfach, Vier­ Querschnittsläsion: Voll ständige
l i ngs- (geminus: Zwi l l i ng). quar­ oder teilweise Schädigung eines
tus, a, um: Vierter Rückenmarksquerschn itts
quintus, a, u m : Fü nfter
R

rabies, ei f.: die Tollwut raphe f. (gr.): Naht


Rachischisis f.: Wirbelspalt (gr. rarus, a, um: locker, dünn, verein­
rhach is, eos f.: Rückgrat, zelt, sei ten. Rarefikation f. : Ge­
Rücken; gr. schisis f.: Spalt). Ra­ websschwund (bes. bei Kno­
chitis f.: "englische Krankheit" chen)
durch Vit. D- und Lichtmangel Rascetta f. (Rasceta, Raceta, Ras­
bedingte Störung des Kalzium­ ceus, Li nea Rascettae): distale
Phosphat-Stoffwechsels mit Beugefurche am Handgelenk,
mangelhafter Verkalkung der nach Avicenna (persischer Arzt,
Knochen mit wesentlicher Betei­ 980 - 1 037) "locus qui separat
ligung der Wirbelsäule; ent­ brachium a manu, et crus a
spricht der Osteomalazie (keine pede' (di m i n . von arab. Racha
Entzündung, s. -itis) oder Rasga: F u ßwurzel, Hand­
radiatio, onis f. : Strahlung, Aus­ wurzel). Eine nicht u n terbroche­
strahlung. radiatus, a, um: strah­ ne Rascella deutet i n der Chiro­
lenförmig. Radioisotope pl. n.: mantie (Handlesekunst) auf
radioaktive Atomarten mit der einen glücklichen Fortgang i n
gleichen Kernladungszahl (nicht Unternehmungen h i n .
aber Massenzahl). Isotope ein re-: zu rück-, wieder
und desselben Elements stehen Reanimation f.: Wiederbelebung
im Periodensystem am gleichen (ani mo: beseelen, beleben)
Ort (radius, i m.: Strahl; gr. isos: Rearrangement n.: Umordnung,
gleich; gr. topos m.: Ort) Umstel l u n g (frz. arrangement
radicularis, e: die Wurzel betref­ m.: Ordnung)
fend recellens, entis: zurückschnel­
radio: strah Jen. radius, i m.: Strahl, lend
Speiche receptaculum, i n.: Behältnis,
radix, icis f.: Wurzel, Ursprung Aufnahmeort
ramulus, i m.: Ästchen. ramus, i recessus, us m.: das Zurückgehen,
m.: Ast Schi upfwi nkel
ranula, ae f.: kleiner Frosch; recto-: zum Rectum gehörend
Froschgeschwulst (Speichei-Re­ rectus, a, u m : gerade, gerad l i n i g
tentionszyste im Ausführungs­ recurrens, entis: zu rücklaufend,
gang der Glandula subli ngualis -kommend, rückläufig
bzw. des Pan kreas) (rana, ae f.: recurvatus, a, u m : zu rückge­
Frosch) krümmt, -gebogen
recurvatus 90

redundant: überreich! ich, über� nachwachsen): E i nberufung von


flüssig (redundo: überfließen, Wehrpfl ichtigen i n den M i l i tär�
Überfluss haben) dienst; Prozess, (militärische)
Reflex: Reizantwort (reflecto, flexi, Einheiten wieder auf die volle
flexum: zurückbiegen, �wen� Anzahl zu bringen. physiol.:
den). reflexus, a, u m : rückwärts Aktivieru ng zusätzlich er motori­
gebogen, umgedreht scher E i n heiten
Reflux m.: Rückfluss (refl uo, fluxi: Relaisstation: der Umschaltung
zu rückfl i eßen) nervöser Impulse auf andere Sys­
refraktär: unempfi ndlich, nicht teme dienende Kerne bzw. Zel­
beeinflussbar (refragor: wider­ len (frz. relais m.: Pferdewech­
streben, sich widersetzen; frz. sel, Umspannort)
refractai re: widerspenstig) Relaxation f: Entspannung, Er­
Refraktionsanomalie f (s. Ametro­ schlaffu n g (relaxo: erweitern,
pie): Fehlsichtigkeit infolge lockern, erleichtern, Erholung
eines Brech u ngsanomalie des gewähren)
Auges (frango, fregi, fractum: releasing (engl.): frei lassend, ent­
brechen) lassend
Regeneration f: Wiederauffri­ Relief n.: (plastische) Gelände­
schung, Erneuerung (genero: oberfläche (relevo: wieder er�
erzeugen) heben; frz. rel ief: erhabene Ar­
regio, on is f.: Richtung, Gegend. beit)
regionär: aufei nen bestimmten ren, renis m. (!): N i ere. renalis, e:
Bezirk ausgerichtet zur Niere gehörend, Nieren-.
Regression f: Rückschritt, Rück­ renculus, i m.: N i erenlappen
bildung, Entdifferenzierung (dimin. v. ren)
(regredior, �gressus sum: zu rück­ repetitiv: sich wiederholend
gehen, sich zurückziehen) (re-peto, -petivi, -peti tum:
Rejektion f: 1 . Abstoßung (ins­ wiederholen)
bes. Transplantatabstoßung). replicatio, onis f: Rückbewegung,
2. Ablehnung (reiectio, onis f: Nachbildung, Entgegnung
Zurückweisung, Versch mä­ (Rep l i kation hat, obwohl die
hung) Begriffe oft glei chgesetzt wer­
Rekanalisation f. Wiedereröffn u n g den, eigentlich nichts mit der
eines verschlossenen Gefäßes DNS-Reduplikation zu tun: re;
(canalis, is m.: Röhre, Wasser� duplicatio, onis f: Verdoppe�
rinne) l u ng)
Reklination f: Biegung nach Reposition f: Wiedereinrichtung
rückwärts (recl ino: zurückleh­ von Hernien, Knochenbrüchen,
nen, -beugen, rückwärts biegen) Luxationen (repono, posui, posi­
Rekrutierung f: von Rekrut (re­ tum: zurücklegen, wieder hin­
cresco, crevi, -cretu m: wieder stellen)
91 rezent

Repräsentation f.: Vertretung retentio, on is f.: Zurückhaltung,


(repraesento: vergegenwärtigen, Verhaltung
vor Augen stellen) reticularis, e: netzförmig. reticu­
rER: raues endoplasmatisches lum, i n.: kleines Netz. Retiku­
Retuku l u m lumzellen: Zellen des reti kulären
resectio, o n i s f.: das Weg-, Ab­ Bindegewebes. retina, ae f.:
schneiden Netzhaut des Auges ("weil sie
residual: zurückbleibend (resi­ den Glaskörper des Auges um­
duus, a, um). Residualkapazität fasst wie ein Fischnetz [rete) den
f.: physiol. die Menge an Luft, Fang"). retinaculum, i n.: Halter,
die nach dem Ausatmen noch i n Leine, Band, Zügel; anal.: Bin­
der Lunge verbleibt (residuum, degewebszug
i n: Überrest; capacitas, atis f: retro-: zu rück-, rückwärts, h i nter
Fassungsfähi gkeit, Raum) retroauricularis, e: h i nter der
resistentia, ae f.: Widerstands­ Ohrmuschel gelegen
fähigkeit (resisto, stiti: stehen retrobulbaris, e: h i n ter dem B u l ­
bleiben, widerstehen) b u s gelegen (z.B. B u l b u s oculi,
Resonanz f.: Mitschwingen eines Bulbus olfactorius) (bulbus, i m.:
anderen Körpers oder Raumes Knolle, Zwiebel, Augapfel)
(resono: widerhallen, widerhal­ retroflexus, a, u m : zurück gebo­
len lassen). Resonator m.: bei gen (flecto, flexi, flexum: biegen,
der Resonanz mitschwingender beugen, drehen, lenken)
Körper retrograd: rückwärts gerichtet,
Resorption f.: Aufnahme von zu rückgehend (gradior, gressus
Stoffen in die Blut- oder Lymph­ sum: Schritte machen, schreiten)
bahn (resorbeo: zurückschlü rfen) retrokolisch: h i nter dem Colon
respiratorisch: auf die Atmung (transversu m)
bezogen (respiratio, onis f.: retroperitonealis, e: h i n ter dem
Atmung) Bauchfe l l gelegen (peritoneum)
Restricta, ae f.: proximale Beuge­ retroversio, onis f.: Neigung nach
furche des Handgelenks (Bedeu­ hinten, Zu rückwendung (verteo :
tung u n klar: restri ngo, strinxi, wenden)
strictu m : zurückbinden, festbin­ Retrusion f.: Rückverlagerung
den). Restriktion f.: E i nschrän­ eines Zahnes gegenüber der
kung (re-stri ngo, -strinxi, -stric­ normalen Stel l u n g (retrudo, si,
tum: zurückbinden, festbinden, sum: zu rückstoßen, -drängen,
beengen) -verdrängen)
retardo: verzögern, aufhalten reuniens, entis: v. reuni eren (iat.­
rete, retis n.: Netz, Netzwerk. Rete frz.): wiederverei nigen, verbinden
mirabile: Wundernetz; über eine rezent: gegenwärtig noch lebend
Pfo rtader verbundene Kap i l l ar­ (recens, entis: soeben ankom­
gebiete mend, frisch, jung, neuerdi ngs)
rezeptiv 92

rezeptiv: aufnehmend, empfan­ G l i edmaßen: H üft- /Sch ulter-,


gend, empfänglich (reci pio, re­ Handwurzel- /Fußwurzel-, Fin­
cepi, receptum: annehmen, gergrund- /Zehengrund- Gelenk
aufnehmen, übernehmen). rhombencephalon, i n.: Rauten­
Rezeptor: Empfänger hirn (gr. rhombos m.: Kreisel,
reziprok: wechsel-, gegenseitig, Raute; enkephalos: Gehirn).
aufeinander bezüglich (recipro­ rhomboideus, a, um: rautenför­
co: h i n - und zurückgehen) mlg
Rhabdosphinkter m.: Schließmus­ ribbon (engl.): Band
kel aus quer gestreifter Muskula­ rigidus, a, um: starr, steif. Rigor
tur (gr. rhabdotos: gestreift; m.: Muskel starre (rigor, oris m:
sphinkter: Sch ließmuskel) Starrheit, Härte, Härte)
Rhagade: Schrunde, spaltfö rmiger rima, ae f.: Riss, Spalte, Ritze
Einriss der Haut (gr.: rhagas f. : resident: ortsständig (resideo:
Riss, Ritze) sitzen bleiben)
Rheobase f.: m i n i male Stromi nten­ risorius, a, um: das Lachen betref­
sität zur Auslösung einer Erre­ fend (rideo, risi, risu m: lachen,
gung (gr. rheos n.: Strom, F l uss; lächeln)
gr. basis, eos f.: Grundlage). Rodentia n.pl.: Nagetiere (rodo, si,
rheologisch: die F l ießeigen­ sum: nagen)
schaften betreffend rostralis, e: "schnabelwärts", i n
Rheuma n.: vielfältiger Krankheits­ Richtung Mund, vorne (vom
komplex mit fließenden, rei­ Gehirn aus gesehen). rostrum, i
ßenden und ziehenden Schmer­ n.: Schnabel
zen i m Stütz- und Bewegungs­ rotatio, tionis f.: Drehung
apparat (gr. rheuma n.: das rotator, oris m.: Herumdreher,
F l i eßen, Feu erstrom, Fluss, DrehmuskeL rotundus, a, um:
GI iederrei ßen) rund
rhinencephalon, i n.: Riechhirn -rrhoe: -fließen, -fl uss (gr. rhoe f.:
(gr. rhis, rhinos f.: Nase; en­ Strömung, F l u t)
kephalos: Gehirn). rhinoscopia, Rubeosis f. : Rötung, Hautrötung.
ae; Rhinoskopie f.: U n tersu­ ruber, bra, brum: rot, rot gefärbt
chung der Nase von vorn (R. rudimentum, i n.: erster Anfang,
anterior) oder vom Rachen her verkümmertes Organ
(R. posterior) (gr. rhis; skopeo: ruga, ae f.: Falte, Runzel
betrachten) ruptura, ae f.: Zerreißung, D u rch­
Rhizarthrose f.: Arthrose eines bruch, Riss (rumpo, rupi, rup­
"Wurzelgelenks" (gr. rhiza f.: tum: zerbrechen, zerreißen)
Wurzel; arthron n.: Gelenk) der
s

sacculus, i m.: kleiner Sack, Säck­ Sarkolemm n.: Zellmembran der


chen, Geldbörse. saccus, i m.: Muskelzelle (gr. Iemma n: Rin­
Sack de, H ü l le). Sarkomer n.: klei nste
sacer, sacra, sacrum: heilig. Os funktionelle Einheit der Muskel­
sacrum: Kreuzbei n . sacralis, e: fibri l l e (Myofi brille), begrenzt
zum Kreuzbein gehörend. i n der von 2 benachbarten Z-Streifen
antiken Medizin wurde das Wort (Z-Scheiben) (gr. meros n.: Teil,
sacer für "groß" oder "schwer" Anteil). Sarkoplasma n.: myofri l ­
gebraucht, wurde also wegen lenfreier Bereich des Zytoplas­
der Ausmaße des Kreuzbei n s mas von Muskelzellen
zur Bezeich n u n g des größten sartorius, a, um: den Schneider
Knochens der Wirbelsäule be­ betreffend, Schneider- (sartor,
nutzt. oris m.: Schneider; vielleicht
sagittalis, e: i n Pfei lrichtung, von wegen des "Schneidersitzes")
ventral nach dorsal (sagitta, ae f. : Satelliten: Himmelskörper, die
Pfeil) einen Planeten u m kreisen (satel­
sakkadisch: ruckartig, unterbro­ les, itis m.: Trabant, Begleiter)
chen, kurz abgesetzt (frz. sacca­ scabies ei f.: die Krätze
de f.: Ruck, kurzes Rütteln) scala, ae f.: Treppe, Leiter. scale­
saliva, ae f.: Speichel. Salivation f. : nus, a, u m : schräg, schief (gr.
Spei chelprod u kti o n skalenos); treppenartig (scala, ae)
salpinx, i n g i s f. (gr.): Trompete; 1 . scaphocephalus, i m.: Kahnschä-
E i l eiter (Tuba uteri na: Mesosal­ deL scaphoideus, a, um: kahn­
pinx, Salpingitis), 2. Oh rtrompe­ förmig (gr. scaphe f. : Kahn)
te (Tuba auditiva: M. salpin­ scapula, ae f. : Schu lterblatt
gopharyngeus) schisis, eos f. (gr.): Spaltung. Schi­
saltatorisch: sprunghaft (salto: zophrenie f.: Spaltungsirresein,
tanzen, hüpfen; saltatori us: zum Psychose mit Spaltung von Den­
Tanzen gehörig) ken, Affekt und Erleben (gr.
sanguis, i n i s m. (!): Blut schizo: spalten; phren: Seele)
saphenus, a, um: sichtbar, deutlich sclera, ae f.: Lederhaut des Augap­
(gr. saphenes); auf die V. saphe­ fels (skleros). sclero-: hart- (gr.
na bezogen skleros: trocken, hart, rau, strafi)
sapientia, ae f.: Einsicht, Weisheit scrotum, i n.: Sack, Hodensack.
sarko-: Muskel- (gr. sarx, sarkos f. (nach Hyrtl viel I . v. scortum, i
(!): Fleisch) n.: Haut, Leder, H u re)
sebaceus 94

sebaceus, a, um: Talg�, aus Talg Veränderungen (senesco: alters­


bestehend. sebum, i n.: Talg schwach werden). senium, i n.:
sectio, onis f. : das (Zer�)Sch nei� Altersschwäche, drückendes
den. Sectio alta: hoher Blasen� Alter
schn itt, extraperitoneale Eröff� sensibel: emfindsam; die Empfin­
n u n g der Harnblase vom Bauch dung bzw. Reizaufnahme
her (altus, a, um: hoch, tief) betreffend (sensibilis, e: füh­
secundarius, a, u m : zur 2 . Ord� lend). sensibilisieren, Sensibili­
n ung gehörend, sekundär. se­ sierung: 1 . empfi ndlich (sensi­
cundus, a, u m : der zweite bel) machen. 2. den Organis­
Segmentierung f.: Zerlegung i n mus für bestimmte Antigene
Teilstücke. segmentum, i n.: Ab� empfi ndlich machen, die
schnitt Bildung von Antikörpern aus­
segregatio, onis f.: Absonderung, lösen. Sensitivität f.: Über­
Trennung empfi ndlichkeit, Fei nfü h l i gkeit.
Sekretion: Produktion und Abson� sensus, us m.: Gefü hl, Empfin­
derung von Drüsenprodukten dung. sensorius, a, um: senso­
(secretio, onis f.: Absonderung). risch, die S i n nesorgane betref­
sekretorisch: die Drüsensekre� fend
tion betreffend sentinel: (engl). Wächter (sentio,
Selachii: Haie (gr. selachos n.: sensi, sensum: wahrnehmen,
Knorpelfisch) fühlen, unangenehmes zu sei­
Selektion f.: Aussonderung, Aus� nem Schaden empfinden).
wahl, Auslese (sel i go, selegi, Sentinel-lymphknoten: Wäch­
selectum: auswählen) ter-Lymphknoten, der erste i m
sella, ae f. : Sessel, Satte l . sellaris, Abfl ussgebiet eines Tumors
e: sattel artig, Sattel� gelegene Lymphknoten
semen, inis n. (!): Samen Sepsis f.: Bl utvergiftung, Aussaat
semi�: halb� (semis, issis m.: Hälfte) von Mi kroorganismen von ei�
semicanalis, is m.: Halbkanal, nem Herd aus in die Blutbahn
Kanalhälfte (gr. sepsis f. : Fäulnis)
seminiferus, a, u m : Samen tra� septum, i n.: Scheidewand, Um­
gend, Samen� (semen; fero: tra� zäunung
gen) sequentia, ae f.: Folge
semispinalis, e: zur Hälfte zum Sequester m.: abgestorbenes
Dornfortsatz der Wirbel gehö­ Knochenstück (sequestro: ab­
rend, "Halbdorn -" (spina, ae f.: sondern)
Dorn) serosa, ae f.: Ku rzform von Tu n i ca
semilunaris, e: halbmondförmig serosa; das die i n traperitoneal
(Iuna, ae f.: Mond) gelegenen Bauchorgane über­
Seneszenz f.: das Altern und die ziehende Mesothel des Perito­
dadu rch bedingten körperlichen neum vi scerale; im weiteren
95 Skotom

Sinn das Peritoneum i nsgesamt terung, Höhle, l ufthaltige Räume


sowie die übrigen serösen Häute i m Knochen, BI utleiter. Sinusoi­
(Pleura, Epi- und Peri kard, Epi­ de: weite, mit Ausbuchtungen
und Periorchi um). serosus, a, versehene B l u tkapi I Iaren
um: 1 . das BI utserum betreffend. siphon, onos m. (gr.): Abzugsröhre
2. ein Serum-ähnliches Sekret für Wasser; S-förm i g gekrü mm­
absondernd tes Abfl ussrohr
serratus, a, u m : sägeförmig ge­ situs, u s m. Lage, Stellung, Orts­
zackt, gezähnt (serra, ae f. : verhältnis; i.e.S.: normale Lage
Säge) von Organen i m Körper
serum, i n.: Mol ke, Käsewasser sive: oder
(eiweißhaltige F l üssigkeit) Skalp m.: 1 . Kopfschwarte (funkti­
Sesambein: dem Samen der Se­ onelle Einheit von Haut, Unter­
sampflanze in Größe und Form haut und Sehnenhaube (Galea
ähnliche Verknöcherung in Seh­ aponeurotica) über dem Schä­
nen und Bändern (gr. sesamon deldach (Calvaria) 2. von einem
n.: Sesam, Sesamschote). sesa­ lebenden oder toten Gegner ab­
moideus, a, u m : einem Sesam­ gesch n i ttenes behaartes Stück
korn ähnlich der Kopfhaut als Tapferkeitstro­
seu: oder phäe (scalpo: kratzen, ein­
shunt (engl.): Nebenschluss; natür­ schneiden)
licher oder operativ angel egter skeletos m.: Gerippe, Knochenge­
Nebenweg zur Überbrückung rüst, Skelett; ausgetrocknet. ske­
eines Gefäßabschn i tts (Bypass) letotopisch: Lage auf das Skelett
oder zur di rekten Verbindung bezogen (gr. topos m.: Ort)
zweier Gefäßsysteme sklero- s. sclero-. Sklerose, Sclero­
Sialolith m.: Speichelstein (gr. sis f.: krankhafte Verhärtung von
sialon n. (!): Speichel, lithos m.: Geweben oder Organen
Stein) Skoliose f.: Schi efwuchs, seitliche
siccus, a, u m : trocken Verkrü mmung der Wirbelsäule
sigmoideus, a, u m : dem gr. Buch­ (gr. skolios: krumm, gekrümmt,
staben Sigma (c;) ähnl ich; zum gebogen)
Colon sigmoideum gehörend -skop n.: Suffix für ein Betrach­
simplex, icis: ei nfach tungs- oder U ntersuchungsin­
sinister, tra, trum: l i n ks strument (gr. skopeo: betrachten,
sinuatrialis, e: den Bereich zwi- untersuchen)
schen Sinus cordis und rechtem Skorbut: Scharbock; Vit.-C-Man­
Vorhof des Herzens (in dem sich gei-Erkrankung
auch der S i n usknoten befin det) Skotom n.: Gesichtsfeldausfall,
betreffend. sinus, us m.: Krüm­ Verdunklung an einer umschrie­
mung, Bucht, Busen; anal.: ge­ benen Stelle des Gesichtsfelds;
schlossener Kanal, Gefäßerwei- physiol. i m Bereich des blinden
smegma 96

F l ecks der Retina (gr. skotos, us krampfartig, an Krämpfen lei­


n.: D u n kelheit, F i nsternis) dend. Spastizität f. : verstärkter
smegma, atos n. (gr.): Seife, muskulärer Widerstand gegen
Schmiere, Salbe passive Bewegungen, erhöhte
solaris, e: zur Sonne gehörend, Eigenspannung der Skelettmus­
sonnenartig, Sonnen- (sol, solis kulatur
m. (l): Sonne) spatium, i n.: Raum
soleus, i m.: Wadenmuskel (solea, sperma, atis n.: Samen, Keim,
ae f.: Seezunge, Scholle, Sandale) Samenflüssigkeit (gr. sperma,
solitarius, a, u m : allein stehend, atos n.)
einzeln Spezifität f.: kennzeichnende
-som: Suffix für Körper, Gebilde, Eigenschaft, Eigentüml ichkeit,
Struktur (soma) Besonderheit (species, ei f.: An­
soma, atos, n. (gr.): Leib, Körper; blick, Aussehen, Begriff, Art)
Zellkörper ( Peri karyon), kern­
= -sphäre: -kugel (gr. sphaira f. :
naher Bereich der Zelle ohne Kugel). sphaericus, a , u m :
Zel lfortsätze) . Somatoagnosie: s. kugelig, d i e Kugelform betref­
Asomatognosie. somatomoto­ fend
risch: die Bewegungen der wi 1 1 - sphen, sphenos m. (gr.): Keil
kürlichen Muskulatur (Skel ett­ sphex, sphekos m. (gr.): Wespe.
musku latur) betreffend. somato­ Wahrscheinlich durch einen
sensorisch!somatosensibel: die Übertragunsfehler im Mittelalter
bewusste Wahrnehmung von wurde das Wespenbein (Os
Körperempfi ndungen betreffend sphekoidale) zum Keilbein (Os
(sen sibilis, e: empfi ndungsfähig; sphenoidale)
sensori us: der Empfi ndung die­ sphincter, eris m.: Sch l i eßer,
nend). somatotopisch: der rela­ Schnürer (gr. sphingo: zuschlie­
tiven Lage der Körperlei le ent­ ßen, einschnüren)
sprechend angeordnet (topos sphygmos, m. (gr.): Puls
m.: Ort, Stelle). Somit m.: spina, ae f. : Dorn, Stachel, Gräte,
(embryol.): Ursegment Wirbelsäule. Spina bifida: Spalt­
Somnolenz f.: krankhafte Schläf­ bildung der Wirbelsäule (bifidus:
rigkeit (somnus, i m.: Schlaf) zweigeteilt). spinalis, e: auf W i r­
Sono-: Schall-, U l traschall- (sono: belsäule oder Rückenmark be­
tönen, schallen) zogen. spinosus, a, um: stache-
sopor, oris m.: tiefer Schlaf 1 ig, dornig; zur Spina gehörend
spasmus, i m.: vermeh rter Span­ spiralis, e: gewunden (spira, ae f.:
n u ngszustand der Muskulatur Windung, Spirale)
mit federndem Widerstand bei Spirometrie f.: Messung des Lu n­
passiver Bewegung (gr. spasmos gen- bzw. Atemvol u mens und
m.: das Ziehen, Reißen; der Luftflussgeschwindigkeit
Krampf). spasticus, a, u m : (spiro: hauchen, atmen, ausat-
97 Sternalpunktion

men; metior, mensus sum: statisch: keine Bewegu n g oder


messen, ausmessen, beurteilen) Entwickl ung aufweisend (Ge­
splanchnicus, a, um: zu den Ein­ gensatz: dynamisch). stato-: das
geweiden gehörend (gr. Stehen betreffend, zum Gleich­
splanchnon n.: E i n geweide) gewichtsorgan gehörend (gr.
splen, enos m. (!) (gr.): Milz. spleni- statike f: Lehre vom Gleichge­
cus, a, u m : zur Milz gehörend, wicht). Statokonien: Gehörsand
Milz- (gr. konia f: Staub, Sand). Stato­
splenium, i n.: Wul st, abgerunde­ lithen: Steinehen im Gleich­
ter Bauch gewichtsorgan (gr. lithos m.:
splenius, a, u m : pflaster-, riemen­ Stein)
förmig stella, ae, f: Stern. Stellatum, i n.:
Spondylitis f: entzündliche Er­ Abk. f. Gang I ion stellatum. stel­
krankung der Wirbel (gr. spon­ latus, a, u m : "mit Sternen be­
dylos m.: Wirbel). Spondylo­ setzt", sternförmig. stellula, ae f:
listhesis f.: Wirbelgleiten (gr. Sternchen
olisthesis f.: das Ausgleiten). Stenose f: Verengung (gr. stenos:
Spondylose f. : Arthrose der Wir­ eng, schmal)
beigelenke stercus, oris n.: Ausl eeru ng, Dün­
spongia, ae f (gr. spongos m.): ger, Kot
Schwamm, Pilz. spongiosus, a, stereo- (gr.): starr, fest, räumlich.
um: schwam mig, porös. Spongio­ stereophon: räu m l ich klingend
zyt m.: Zelle mit schwammför­ (gr. phone f: Stimme, Laut, Ton,
migem Zytoplasma (Zona fas­ Rede, Sprache). Stereotaxie,
ciculata-Zellen der Nebennie­ stereotaktisch: pun ktgenaue
renrinde) Ausschaltung bestimmter Hirn­
spurius, a, um: falsch, unecht strukturen du rch e i n Bohrloch
sputum, i n.: Auswu rf, ausgewor­ in der Schädel decke mittels ei­
fener Speichel, Spucke nes Ziel gerätes (gr.: taxis f.:
squama, ae f: Schuppe. squamo­ Ordnung, Ste l l u n g; taktos: fest­
sus, a, u m : die Schuppe betref­ gesetzt, angeordnet). Stereozi­
fend, Schuppen lien: unbewegliche Zellfortsätze
stapes, edis m.: Steigbügel (stare: (ci l i um, i n.: Wimper, F l i mmer­
stehen; pes, pedis m.: Fuß) haar)
Stasis, Stase f. : Stockung, Stau ung sterilis, e: unfruchtbar, keimfrei
(gr. stasis, eos f: Stehen, Sti l i ­ Sternalpunktion f: Anstechen des
stand) Brustbeins (Sternum) zur Ge­
stationär: 1 . an eine Kranken­ winnung von Knochenmark
hausaufnahme gebunden. (pungo, pupugi, punctum: mit
2. u nverändert bleibend (statio, einem spitzen Gegenstand ste­
onis f.: Standort, Aufenthalt, chen). sternum, i n.: Brustbein
Posten) (gr. sternon n.: Brust)
Stethoskop 98

Stethoskop n.: Hörrohr zur Aus� Struma f.: Vergrößerung der


kultation (gr. stethos n.: Brust, Schilddrüse (Kropf) oder anderer
Herz, I n neres; skopeo: betrach� Drüsen (Ovar, Hypophyse, Ne­
ten, untersuchen) benni ere, Prostata) (struma, ae
stigma n. (gr.): Stich, Punkt, Wund� f.: Geschwul st)
mal, auffäl l . Krankheitszeichen stylo-: zum Proc. styloideus gehö­
stoma, atos n. (!) (gr.): Mund, Öff� rend. styloideus, a, um: griffel­
nung, Mündung förmig (gr. stylos m.: Griffel,
stomachicus, a, u m : auf den Ma� Säule). Stylopodium: s. Acropo­
gen bezogen (gr. stomachos m.: dium
Magen) sub-: unter-, zu wenig
Stomodeum, Stomatodeum, i n.: subarcuatus, a, um: unter einem
Mu ndbucht, ektodermaler Ab� Bogen(gang) l i egend (arcus, us
schnitt der Mundhöhle (gr. sto� m.: Bogen)
ma; hodos f.: Ei ngang) (s. Prok� subiculum i, n.: kleine U n terlage
todeum) sub Iinguaiis, e: u n ter der Zunge
Strabismus: Schielen (gr. strabizo: liegend
schielen) Subluxatio, onis f.: unvoll ständige
Strangulation f.: med.: Abklem­ Verrenkung, wobei die Gelenk­
mung innerer Organe (gr. stran­ flächen teilweise i n Berührung
galao: erdrosseln, d u rch Zu­ bleiben (luxo: verrenken)
schnüren der Luftrö h re töten) submandibularis, e: unter dem
stratum, i n.: Decke; anaL: Lage, U n terkiefer I iegend
Zellschicht substantia, ae f.: Bestand, Beschaf­
Streptokokken: Gattu ngsname für fenheit, Vorrat, Substanz
grampositive, u nbewegliche substituo, u i , utum: an die Stelle
Kettenbakterien (gr. streptos m.: setzen, ersetzen
Halskette; kokkos m.: Korn, subungualis, e: u n ter dem Nagel
Beere) liegend (unguis, is m.: F i nger­
stria, ae f.: Kerbe, F u rche, Streifen. oder Zehennagel)
striatal, striär: 1 . das Corpus succedaneus, a, um: nachfolgend
striatum betreffend; 2 . die Area (suc-cedo, cessi, cessu m : folgen,
striata (primäre Sehri nde) betref­ nachfolgen)
fend. Striatum n.: Kurzform für succus gastricus: Magensaft (su­
Corpus striatum (Nucleus cau­ cus, i m.: Saft)
datus + Globus pallidum). stria­ sudor, oris m.: Schweiß. sudorifer,
tus, a, u m : gestreift, mit Streifen fera, ferum: Schweiß bringend
versehen (fero: tragen, bringen)
strictura, ae f.: die Verengung suffizient: ausreichend (in Bezug
stroma n. (gr.): Gerüst: anaL auf eine Organfunktion) (suffi­
Gru ndgewebe von Organen und cio, feci, fectu m: genügen, aus­
Geschwül sten reichen)
99 Synergist

sulcus, i m.: F u rche, Rinne. Sulzi­ suspensorium, i n.: Aufhänger


fizierung: Entstehung von Fu r­ (suspendo, pendi, pensum: auf­
chen hängen)
Summation f: Anhäufung; zeit- sustentaculum, i n.: Stütze (susten-
1 iche oder räumliche Summie­ to: stützen, nicht s i n ken lassen)
rung mehrerer Einzel erregungen sutura, ae f: Naht
(summa, ae f: Summe, Gesamt­ sym-, syn- (gr.): mit-, zusammen
zahl) sympathicus, a, um: sympathisch;
super: oben, darüber, über­ anat.: sympathischer Teil des
supercilium, i n.: Augenbraue veg. Nervensystems (gr. pathos
superus, a, u m : oben befi ndlich, m.: Leiden)
höher stehend symphysis, is oder eos f: Ver­
superficialis, e: oberflächlich ge­ wachsung; knorpelige Verbin­
legen (superficies, ei f.: Ober­ dung zwei er Knochen (gr.
fläche) symphyo: zusammenwachsen)
supinatio, onis f: Auswärtsdre­ Symptom n.: Krankheitszeichen
hung von Hand und F u ß (supi­ (gr. symptoma, n.: Unfall, Eigen­
no: nach oben drehen) schaft)
supplementär: ergänzend (frz. Synapse f: Kontaktstelle zwischen
supplementaire: ergänzend; lat. Nervenzellen untereinander und
supplementum, i n.: Ergänzung, zwischen Nervenzel lfortsatz und
Rekrutierung) Muskel-, Drüsen-, S i n neszellen
Suppressor m.: Unterdrücker (gr. synapsis, eos f.: Verbindu ng)
(supprimo, suppressi, suppres­ Synarthrose f.: u nechtes Gelenk,
sum: u n terdrücken, hemmen) Fuge, Hafte (gr. arthron n.: Ge­
supra: oben, oberhalb, über, lenk, Gl ied)
übergeordnet synchondrosis, is f: knorpelige
supramarginalis, e: oberhalb des Verbindung zwei er Knochen (gr.
Randes befi ndlich chondros m.: Knorpel)
supranukleär: funktionell oberhalb syncytium, i n.: mehrkerniger
eines (H irnnerven-)Kerns Zellverband (gr. kytos m.: Zelle)
supremus, a, um: höchster, obers­ syndesmos m. (gr.): Band, Verbi n­
ter (sup. v. superus, a, u m : oben dung, Fessel. Syndesmose f.:
befi ndlich) Knochen durch B i ndegewebe
sura, ae f. : Wade (das dreiköpfige verbunden (gr. desmos m.: Band)
Muskelpaket, das dem U n ter­ Syndrom n.: Symptomenkomplex
schenkel die Wölbung nach h i n ­ (gr. syndrome n.: Zusammen­
ten verleiht) lauf, Anhäufung)
Surfactant(-Faktor): grenzflächen­ Synergist m.: Zusammenwi rken,
aktive Substanz in L u ngenalveo­ gleichs i n n i g Wirken (z.B. von
len (Kunstwort aus engl. su rface Muskeln) (gr. synergeo: zusam­
ili.J.ive Qgen!) men arbeiten, mitwirken)
Synkope 1 00

Synkope f.: 1 . Kollaps; 2 . anfallsar­ Schan ker; chron. Infektions­


tige, kurzdauernde Bewusstlo­ krankheit durch Treponema pal­
sigkeit bei Mi nderdurchblutung lidum; im Stad i u m IV (Neurosy­
des Gehirns (gr. synkopto: zu­ p h i l is) mit Tabes dorsalis und
sammenschlagen, sich todmatt progressiver Paralyse des Ge­
fühlen) h i rns. Der Name S. wurde erst­
synonym: bedeutungsgleich, mals i n einem Gedicht von Fra­
-ähnlich (gr. onyma n.: Name, castoro 1 5 3 0 genannt, dessen
Bezeichnung) Held Syp h i l u s heißt u n d an S.
synopsis, eos (gr.) f. : Übersicht, leidet (arab. sifl: Weltkran kheit;
Überblick gr. siphlos: verstü mmelt; sys:
Synostose f: knöcherne Verbin­ Schwein; phileo: l ieben)
dung von Knochen (gr. osteon Syringomyelie f: Höhlenbildung
n.: Knochen) in der grauen Rückenmarksub­
synovia, ae f: Gelenkflüss igkeit, stanz (syrinx, i ngos f.: Röh re,
-schmi ere (ovum, i n.: das Ei, Hohlraum, H i rtenflöte; kli n .
eiwei ßartige Konsistenz [nach auch verwendet f ü r Ohrtrom­
Paracelsus: "mit Ei stoff"]) pete; myelos m.: Mark, Gehirn).
Synthese f.: 1 . Zusammenfügung, Syringitis f: Entzündung der
Verknüpfung. 2. Aufbau einer Oh rtrompete
chemischen Verbindung aus systole f. (gr.): das Zusammenzie­
ei nfacheren Stoffen (gr. synthe­ hen
sis f: Zusammensetzung) Szintigramm n.: durch E i nwirkung
Synzytium: s. Syncytium radioaktiver Stoffe auf eine fluo­
Syphilis f: Lues venerea (Iues, is: reszierende Schicht erzeugtes
ansteckende Krankheit, Seuche; Leuchtbild (sci ntillo: F u n ken
venereus, a, u m : zur Ge­ sprühen, funkeln)
schlechts liebe gehörend), harter
T

Tabatiere (frz.): Sch n u pftabakdose; tarsalis, e: zur Lidplatte gehörend.


Vertiefung am Han drücken zum tarsus, i m.: Flechtwerk, B latt,
Aufhäufeln einer Prise Hängematte; Bezeich n u n g für
tabes, is f.: Fäulnis, Zersetzung flache Gebilde; anal. 1 . L idfa­
tabuIa, ae f. : Brett, Tafel serplatte, "Li dknorpel" 2 . Fuß­
Tachykardie f.: Herzrasen, an- wurzel
haltend beschleunigter Puls -taxie, -taxis f.: d u rch einen
(> 90 Schl äge/min) (gr. kardia f.: bestimmten Reiz ausgel öste Be­
Herz). Tachypnoe f.: beschleu­ wegungsreaktion (gr. taxis, eos
n i gte Atmung (gr. pnoe f.: das f.: Ordnung, Aufmarsch)
Atmen) tectorius, a, u m : eine Bedeckung
tachys (gr.): schnell, geschwi nd bildend. tectum, i n.: Dach. tec­
tactilis, e: den Tasts i n n betreffend tus, a, u m : bedeckt, versteckt
(tacti o, onis f.: Tastsinn, Gefühl). tegmen, i n i s n.: Decke, Bede­
tactus, a, um: berüh rt. tactus, u s ckung. tegmentum, i n.: Decke,
m.: Berührung, Gefü h l , Tasts i n n Heim, Haube
-tän: Chromosomen i n den Vor­ tel-, telo-: End- (gr. telos n.: Ende,
stadien der Reifetei l u n g (taenia). Ziel, Zweck)
taenia, ae f.: Strang, Streifen, tela, ae f.: Gewebe, das Weben,
Rissrand (gr. tai n i a f.: Band, Bin­ Gewebesch i eht
de, schmaler Streifen) Teleologie f.: Lehre von der Ziel­
talus, i m.: F u ßknöchel, anal. gerichtetheit einer Entwickl ung
Sprungbein (gr. telos)
Tamponade f.: das Ausstopfen Telencephalon n.: Endhirn. Telo­
(von Wunden) mit Tampons dendran n.: Endbäumchen; feine
tanycytus, i m.: Ependymzelle mit En dverzweigungen des Axons
langem, bis zur B l u tkap i l l are oder der Dendriten (gr. dendron
reichendem basalem Zellfortsatz n.: Baum). Telophase f.: Endpha­
(gr. tany-: langgestreckt; v. teino: se der m i totischen und meioti­
strecken, spannen, dehnen) schen Kernteilung
tardus, a, um: langsam, verspätet, Temperatur f.: 1 . Wärmegrad
spät auftretend eines Stoffes . 2 . Körperwärme,
Targetzellen: Schießscheibenzel­ med. leichtes Fieber (tempero:
len, Zielzellen; schießscheiben­ richtig wärmen, richtig abkü h­
förmige Erythrozyten (engl. tar­ len; richtig mischen; Maß hal­
get: Ziel, Schießscheibe) ten)
tempora 1 02

tempora, oru m n.pl.: Schläfen. nung). Tetanus m.: I nfekti ons­


temporalis, e: zur Schläfe gehö­ krankheit (du rch das Bakterium
rend Clostridium tetani) mit Lähmung
temporär: zeitweilig auftretend, und Muskel krämpfen (Wund­
vorübergehend (tempus, oris n.: starrkrampf). physiol.: Muskel­
Zeit, Zeitabsch n i tt; frz. temporai­ kontraktion der Skelettmusku­
re: n u r eine Zeit lang dauernd) latur mit Verschmelzung der
tendineus, a, u m : sehnig. tendo, einzelnen Muskelzuckungen i n
i n i s m. (!): Sehne (tendo, tetendi, Folge e i n e r erhöhten Reizfre­
tentum: spannen, straff anziehen) quenz
tenon, ontos m. (!) (gr.): Sehne tetra (gr.): vier. Tetrade f. (gr. Letra­
tensio, onis f: Spannung. tensor, dion n.) : VierzahL Tetramer n.:
oris m.: Spanner. tensus, a, u m : aus 4 Teilen bestehend, 4-zählig
gespannt (gr. meros n.: Teil, Anteil)
tentoriell: auf das Kleinhirnzelt thalamus, i m.: Sehhügel (wegen
(Tentorium cerebelli) bezogen. der Verbindung mit dem Seh­
tentorium, i n.: Zelt nerv) (gr. thalamos m.: Woh­
tenuis, e: zart, dünn n u n g, Zimmer, Kammer, Schlaf­
terato-: Fehlbildung, Missbildung gemach)
(gr. teras, atos n.: Zeichen, theca, ae f.: Kapsel, H ü l le (gr.
Wunder, Ungeheuer, Schreck­ theke f.: Behältnis, Kasten)
bild). Teratozoospermie f. : Thelarche f: Beginn der Brustent­
Vorkommen von > 60% fehl­ wicklung (gr. thele f.: Brustwar­
gebil deter Spermatozoen im ze; arche f.: Anfang)
Ejakulat (gr. zoon n.: lebendes thenar, aris n. (!): Daumenballen
Wesen, Tier; gr. sperma n.: Therapie f. : Kranken-, Heilbe­
Same) handlung (gr. therapeia f.:
teres, etis (gr.): gerundet und glatt Bedienung, Dienstleistung,
(gr. tero: abreiben, glätten, Behandlung, Pflege)
drechseln) thermisch: die Wärme betreffend,
terminalis, e: End-, Grenz-, zur Wärme- (gr. therme f.: Wärme,
Grenze gehörend (termino: be­ Hitze). thermodynamisch: Ver­
grenzen). terminatio, onis f. : halten physikalischer Systeme
Begrenzung, Abgrenzung, bei Temperatu ränderung (gr.
Schluss dynamis f: Kraft, Stärke, Leis­
territorium, i n.: Gebi et, Bezirk tungsfähigkeit)
tertius, a um: dritter thoracalis, e: zum Brustkorb gehö­
testis, is m.: Zeuge vor Gericht, rend. thorax, acis m.: Brustkorb
Hode; meist pl.: testes, i u m : Ho­ (gr. thorax, akos m.: Brust,
den Brustkasten, Brustharnisch)
Tetanie f.: schmerzhafter Muskel­ Thrombose f. : Blutpfropfbildu ng;
krampf (gr. tetanos m.: Span- i ntravaskuläre, i n travitale BI utge-
1 03 trachea

rinnu ng (gr. thrombosis f.: Bl ut� tome f: das Schneiden, Schni tt,
geri nnung). thrombocytus, i m.: Schärfe). tomo-: Schicht�,
Blutplättchen. thrombus, i m.: Schni tt� (gr. tomos m.: abge�
Blutpfropf, geronnenes Blut schn ittenes Stück, Schnitte)
i n n erhalb eines Gefäßes (gr. Tonizität f: beschreibt das Ver�
thrombos m.: Klu mpen, geron� halten des Zellvolumens in un�
nene Masse) tersch iedlichen extrazel l u lären
thymus, i m.: Bries, Thymus (gr. Lösungen; Maß für den osmoti�
thymos m.: Lebenskraft, Seele, sehen Druck einer Lösung i m
Gemüt. I m Altertum wurde der Vergleich z u Körperfl üssigkeiten
Thymus als Sitz des Gemüts an­ (hypo�, iso-, hyperton). tonos,
gesehen) m. (gr.): 1 . Spannung, 2 . Ton.
thyr(e)oideus, a, um: schildähn- tonotop: nach derTonhöhe
1 ich (gr. thyreos m.: Schild, gro­ (Frequenz) angeordnet (gr. topos
ßes Sch i l d der F u ßsoldaten; m.: Ort). Tonotopie f: die nach
-ideus). thyro-: zur Schilddrüse der Tonhöhe differenzierte GI ie�
bzw. zum Sch i l dknorpel gehö­ derung der Hörrinde
rend. Thyrotropin n.: das die tonsilla, ae f: Mandel
Schilddrüse (Giandula thyroi­ tonus, i m.: Spannung
dea) stimul ierende Hormon des -top: auf einen Ort bezogen (gr.
Hypophysenvorderlappens (gr. topos m.: Ort, Platz, Gegend,
tropos m.: Richtung) Gebiet). topographia f.: Lagebe�
tibia, ae f: F l öte, Schienbein schreibung (gr. topos m.: Ort;
Tic doulo(u)reux m.: Schmerztick, grapho: schreiben, aufschreiben)
Gesichtszucken bei Trigeminus­ Torsion f.: Verdri l l u ng, Verwi n�
neuralgie (frz. tic m.: Zucken; dung; Achsendrehung eines Or�
douloureux: schmerzhaft) gans (torqueo, torsi, tortum : dre­
tight junction (engl): di chte (un­ hen, winden, foltern). tortuosi­
durchlässi ge) Verbindung; ver� tas, atis f: Schlingenbildung (tor�
engte Zell -Zell-Verbindungs­ tus, us m.: Windung, Krüm�
stelle mung)
Tinea pedum: F u ßpi lzerkran kung torus, i m.: Wulst, Anschwel l u n g
(tinea, ae f: nagender Wurm, totalis, e: voll ständig, restlos,
Raupe; pedum: Gen. PI. von gesamt (totus, a, u m : ganz)
pes, pedis m.: F u ß) trabecula, ae f: kleiner Balken,
tinnitus, us m.: das Klingeln, Bälkchen (di m i n . von trabs, tra­
Gekli rr; med.: Ohrensausen, bis f: Balken)
Ohrgeräusche trachea, ae f. : Luftröhre (gr. tra�
tokos m. (gr.): Gebu rt, Gebu rtswe­ chys: rau, uneben). Früher "Arte�
hen ria [= Luftader] tracheia" (wegen
-tomie, -tomia: -schneiden, der Knorpelspangen in der
-sch n i tt; chi rurg. Eröffn u n g (gr. Wand)
tractus 1 04

tractus, üs m.: Zug, Strang u m : mit einem D u rchgang ver­


(von Muskel- od. Nervenfa­ sehen, D u rchgangs-)
sern) Translation f.: 1 . Vorschubbewe­
tragi, orum m.p/.: Haare des Ge­ gung; 2 . Sei twärtsversch iebung;
hörgangs. tragicus, a, u m : zum 3. Übersetzung (transfero, -tuli,
T ragus gehörend (gr. tragikos: -latum: h i n über tragen, verset­
bocksartig, tragisch). tragus, i zen, übertragen)
m.: Ziegenbock, Bock; anal.: translocatio, onis f.: Ortsverän­
Erhebung vor der Öffn u n g des du ng ("hinüberstellen")
Gehörgangs Transmitter m.: Überträgersub­
Trajektorien f.: mathem.: Linien, stanz (transmitto: etwas h i n über
die jede Ku rve einer ebenen schi cken)
Kurvenschar unter gleichblei­ Transkription f.: Umschreibung
bendem Winkel schneiden; (scriptio, onis f.: das Schreiben)
anal.: sich rechtwi nklig kreu­ Transparenz f.: 1 . das Durch­
zende Span nungslinien als Orte scheinen, Durchsi chtigkeit,
großer Druck- und Zugbelastung L i chtdurchlässigkeiL 2 . Versteh­
in einem bel asteten Körper; i m barkeil (trans: über . . . h i naus;
Knochen du rch entsprechend pareo: erscheinen, sichtbar
ausgerichtete Spongiosazüge sein)
manifestiert (traicio, ieci, ectu m : Transplantation f. : Verpflanzen
h i n überwerfen, überschreiten, von lebenden Geweben oder
d u rchbohren) Organen (planta,ae f.: Setzl ing,
trans-: jenseits, über­ Pfropfreis)
Transdifferenzierung: U mwand­ Transsudat n.: nicht entzündli­
l u n g einer Zell art in eine andere cher, eiweißarmer Erguss i n
(differentia, ae f.: Versch ieden­ Körperh öhlen (sudo: schwitzen)
heit, Unterschied) transversus, a, u m : quer verlau­
Transduktion f.: Überfü hrung fend, quer l i egend
1. Genü bertragung zwischen transzellulär: beim transze l l u lären
Bakterien oder in Wi rtszellen Transport (Transzytose) werden
durch Viren. 2. Umwandlung die Stoffe direkt durch die Zelle
eines äußeren Reizes in ein transportiert (z.B. durch Exo­
physiologisches Signal. 3. Über­ und En dozytose oder durch re­
mittl ung eines Signals in eine zeptorvermittelten Membran­
Zelle über die Zell membran transport)
h i nweg trapezius, a, u m : trapezfö rmig (gr.
Transformation f.: Umwandlung, trapeza f.: (viereckiger) Tisch).
U mformung, Umgestaltung trapezoideus, a, u m : trapezähn­
(transformo: u mgestalten) lich, -förmig
transitorisch: vorübergehend, trauma, atis od. atos n. (gr.): Ver­
später wegfallend (transitorius, a, letzung, Wunde
1 05 turbulent

trema n. (gr.): Loch, Öffn u n g trochos m. (gr.): Rad


tremor, oris m . : das Zittern, -trop: gerichtet auf, drehend (gr.
Schauder (gr. tremo: zittern, be­ trepo: drehen, h i nwenden, an
ben) etwas gehen). tropos m.: Rich­
tri- (latJgr.): drei- tung, Wendung)
Triade f.: Dreiheit (tres, tria, tri u m : -troph, tropho-: -ernährend,
drei) Nähr- (gr. trepho: ernähren;
triangulus, i m.: Dreieck trophe f. : Ernährung). tropho­
trias, triados f. (gr.): Dreizahl, blast(us, i) m.: Außenwand der
Dreiheit Bl astozyste (Keimbläschen) (gr.
triceps, cipitis: drei köpfi g (caput, blastos m.: Spross, Keim)
capitis n.: Kopf) truncus, i m.: Stamm, Rumpf,
Trich-, Tricho, -thrix : Worttei l i n Hauptlei I eines Organs
der Bedeutung von Haar (gr. Trypsin n.: Eiweiß spaltendes
thrix, trichos f.: Haar) Enzym der Bauchspeicheldrüse
Tricuspidalklappe: dreizipflige (gr. trypao: durchbohren, durch­
Segelklappe des rechten Herzens löchern)
(cuspis, idis f.: Spitze, Zipfel) tuba, ae f.: Trompete (gerades
trigeminus, a, u m : dreiwüchsig, Blasi nstrument mit trichterför­
Drill ings- miger Öffn u n g) (gr. salpi nx).
trigonum, i n.: Dreieck tubarius, a, u m : zur Tuba (audi­
trimenon n. (gr.): Vierteljahr tiva oder uterina) gehörend.
(3 Monate) Tubargravidität f.: Ei Ieiter­
Triploidie f.: dreifacher Chromo­ schwangerschaft (graviditas,
somensatz i m Zell kern (gr. atis f.: Schwangerschaft). Tuben­
tri plus: dreifach) ligatur f.: Unterbindung der
tripus, podos m. (gr.): Dreifuß E i l eiter zur Steri l isation der Frau
triquetrus, a, u m : dreieckig (ligo: binden, umschli ngen)
Trisomie f.: dreifaches Vorhanden- tuber, eris n.: Beule, Höcker.
sein eines bestimmten Chromo­ tuberculum, i n.: Höckerchen,
soms, z.B. Trisomie 2 1 (Down­ Buckel, knötchenförmige
Syndrom) (gr. soma, atos n.: Schwellung. tuberositas, atis f.:
Körper) Rauigkeit
triticeus, a, u m : Weizen-, weizen­ tubulus, i m.: kleine Röh re, kleiner
kornäh nlich (triticum, i n.: Wei­ Kanal, Schlauch. tubus, i m.:
zen) Röhre
trochanter, eris m.: Rollhügel (gr.: tumor, oris m.: die Geschwulst
trochazo: laufen, sich im Kreise tunica, ae f.: Gewand, H ü l le;
drehen) Gewebesch i eht
trochlea, ae (trochil ia, ae) f.: Wi n­ turbulent: 1 . stürmisch. 2. u nge­
de, Rolle, F l aschenzug. troch­ ordnet. 3 . Wirbel bildend (tur­
learis, e: zur Rolle gehörend bo, i n i s m.: Wirbel, wirbelnde
turcicus 1 06

Drehung; turbo: Verwirrung tussis, is f.: der Husten


anrichten; turbu lentus, a, u m : tympanicus, a, u m : zur Pauken­
unruhig, aufgeregt) höhle gehörend. tympanitisch:
turcicus, a, u m : türkisch, Türken­ paukentonartig, "musikalisch".
turgor, oris m.: Spannungszu­ tympanum, i n.: Trommel,
stand, F l üssigkeitsdruck i m Ge­ Handpauke; Paukenhöhle
webe (turgeo: geschwollen sein, Typologie f.: Einteilung nach
von Säften strotzen) Typen (Merkmalen) (gr. typos
turricephalus, i m.: Turmschädel m.: Form, Gestalt, Bild, Mal)
(turris, is f.: Turm)
u

ulcus, eris n.: Geschwür, wunde unipennatus, a, u m : ei nfach gefie­


Stelle dert (penna, ae f.: Feder)
ulna, ae f. : Eile universus, a, u m : in eins gekeh rt,
Ultimobranchialkörper: besteht gesamt
aus der ventralen Knospe der 4 . Urachus, i m.: Urharngang, Harn­
und der beim Menschen rudi­ blase-Allantois-Gang (gr. uron:
mentären 5 . (letzten) Schi u ndta­ Harn; echo: enthalten)
sche (frü her als Kiementaschen Urbanisation f.: Verstädterung
bezeichnet) (ulti mus; gr. bran­ (urbanus, a, um: städtisch)
chia n.: Kiemen). ultimus, a, um: Ureter, eris m.: Harnleiter (gr. uron
äu ßerster, letzter n.: Harn; gr. u reter, ureteros m.
ultra-: jenseits, darüber, äußerst Uringang). urethra f. (gr.): Harn­
Ultrafiltration f.: F i l trationsverfah­ röhre. urogenitalis, e: die Harn­
ren aus dem Bereich der Memb­ und Geschlechtsorgane betref­
rantechn i k zur Abtrennung und fend (genitalis, e: zur Zeugung
Aufkonzentrierung von makro­ gehörend). urothel(i um) n.: Be­
molekul aren Substanzen und zeichn. f.d. Übergangsepithel
kleinen Partikel aus einem Me­ der Harn ableitenden Organe
d i u m (frz. filtre m.: Seihtuch, usura, ae f.: Nutzung, Abnutzung;
F i lter; dt. F i lz) z.B. Knochenschwund d u rch
umami: Geschmack der Glutamin­ Druck ("Rippenusuren")
säure (japan. umai: fleischig und usus, fis m.: Gebrauch, Benutzung
herzhaft, wohlsch meckend) uterinus, a, um: zur Gebärmutter
umbilicalis, e: zum Nabel gehö­ in Beziehung stehend. uterus, i
rend. umbilicus, i m: Nabel, Mit­ m.: Gebärmutter
telpunkt. umbo, onis m.: Nabel, Utilisation f.: aus etwas N utzen
Sch i l dbuckel ziehen. biochem. Ausnutzung
uncinatus, a, u m : hakenförmig, eines Substrats i m Stoffwechsel
Haken-, hakenartig gekrümmt. (utilis, e: brauchbar, nützlich)
uncus, i m.: Haken utriculus, i m.: kleiner Balg,
unguis, is m.: Nagel, Kralle Schlauch (z.B. i m Vesti bulum
uni-: ein- (unus, a, um: als Zahl­ des Labyrinths, Prostata)
wort ei ner, n u r ei ner, ein Einzi­ uvea, ae f. : Weinbeere. uvula, ae
ger, e i n u n d derselbe) f. : kleine Traube; Gaumenzäpf­
unilateral: einseitig, auf einer Seite chen
(Iatus, eris n.: Seite)
V

vacuola, ae f: kleiner H o h l raum, kele f: Bruch). Varizen: Krampf­


Bläschen adern (varix, icis f.: Knoten,
vagalis, e: den N . vagus betreffend Krampfaderknoten, Krampfader)
vagina, ae f. : Scheide. vaginalis, e: varus, a, u m : krumm, nach aus­
1 . die weibl. Scheide betreffend. wärts gebogen (lateralkonvex,
2 . scheidenförmig 0-Krümmu ng)
Vagotomie f.: operative D u rch­ vas, vasis n.: Gefäß, Blutgefäß.
trennung des Nervus vagus (gr. Vasa vasorum: Gefäße der Ge­
temno: schneiden) fäße; kleine Arterien und Venen
vagus, a, um: umherschweifend, in der Wand größerer Blutgefä­
umherstreifend (wegen des z.T. ße, deren äu ßere Schichten sie
weit entfernt I iegenden Versor­ versorgen
gungsgebi etes des N . vagus) vascularis, e: die Blutgefäße
Vakzination f.: Impfung, Schutz­ betreffend. vasculosus, a, um:
impfung (vacca, ae f: Kuh) gefäßreich (vasculum: dimin. v.
valgus, a, um: krumm, nach innen vas: kleines Gefäß) . Vaskularisa­
gebogen (I ateral konkav, X­ tion f: Gefäßb ildung, Durch­
Krümmung) wachsung mit Gefäßen
vallatus, a um: mit einem Wall Vasektomie f: (= Vasoresekti on):
u mgeben. vallecula, ae f: Täl­ operative Entfern ung eines Stü­
chen, kleine Einsenkung, Nische ckes des Samenleiters (Ductus
(dimin. von valles, vallis f. : Tal). deferens); op: Entfernung eines
vallum, i n.: Wall, Hautwulst Teils von Blutgefäßen (gr.
valva, ae f: Klappe. valvula, ae f. : ektemno: ausschneiden)
kleine Klappe, Teil e i n e r Klappe Vasodilatation f: Gefäßerweite­
Varicella, ae f: Windpocken rung (dil ato: ausdehnen). Vaso­
(dimin. v. varix, icis f: Knoten, konstriktion f.: Gefäßverengung
Krampfader) . Varikosität f: (con-stringo, -stri nxi, -strictu m:
Krampfaderbi I du ng. zusammenschnüren, -binden).
varicosus, a, um: krampfadrig, Vasomotorik f: Vasokonstrik­
krampfaderreich tion und -dilatation durch
Varietät f.: Abart, Spielart (varie­ Gefäßnerven (moveo, movi,
tas, atis f.: Manni gfaltigkeit, Ver­ motum: bewegen)
schiedenheit) Vasoresektion f: s. Vasektomie
Varikozele f: Krampfaderbruch (resecti o, onis f: das Weg-,
des Plexus pampiniformis (gr. Abschneiden)
1 09 vitreus

vastus, a, u m : sehr groß, plump förmiges Organ. vesiculosus, a,


Vegetationen: Wucherungen um: reich an Bläschen
lymphatischer Gewebe (vegeto : vestibulär: zahnmed.: dem Vesti­
wachsen) b u l u m oris zugekehrt. vestibula­
vegetativ: dem Wi Iien nicht unter­ ris, e: zum Vesti bulum, i.e.S.
l i egend zum Glei chgewichtsorgan ge­
velum, i n.: Segel hörend. vestibulum, i n.: Vor­
vena, ae f.: Ader, Bl utader, Saug­ hof, E i ngang, Vorhalle, Vor­
ader. venosus, a, u m : venös, raum
reich an venösen B l u tgefäßen vestigium, i n.: zurückgelassene
venter, tris m.: Bauch, Leib, F u ßspur, Merkmal
bauchförmige Ausbuchtung. Vibration f.: Schwi ngung, Beben,
ventralis, e: bauchwärts gelegen, Erschütteru n g (vibro: schwingen,
zum Bauch gehörend, zur vor­ zittern, schütteln, schnurren).
deren Seite, vorn. ventriculus, i vibrissae, arum f. : Schnu rrhaare;
m.: Herz-, Gehirnkammer, Ma­ Haare im Nasenvorhof
gen, Tasche (dimin. v. venter) villosus, a, u m : mit Zotten, zottig.
Ventilation f.: Bel üftung der villus, i m.: zottiges Haar, Zotte
Lungen bei der Atmung (ventus, vinculum, i n.: Fessel
i m.: Wind, Luft; ventil ator, oris Virilisierung f.: Vermännlichung
m.: Taschenspieler) der Frau (vi rilis, e: männlich)
vermiformis, e: wurmförmig. viscera, u m n.pl.: Eingeweide.
vermis, is m.: Wurm visceralis, e: die E i n geweide
vernix, icis f. (!): Firnis, Lack. betreffend, den Eingeweiden
Vernix caseosa: Fruchtschmiere aufliegend
auf der Haut der Neugeborenen viscosus, a, um: klebrig, zäh (vis­
versio, onis f.: Drehung, Wendung cum, i n.: Mistel, Vogelleim)
(verto, verti, versu m: wenden, visuell: das Sehen betreffend (frz.
drehen, u m kehren) visuel: Gesi chts-, Seh-). visus, u s
vertebra, ae (neu lat.) f.: Wi rbel m.: das Sehen, Gesichtssinn,
(verto, versi, versum: wenden, Sehschärfe (video, vidi, visum:
drehen, kehren). Vertebrata: die sehen)
Wirbeltiere Vitalismus m.: phi losophische
verticalis, e: sen krecht, lotrecht, Lehre, nach der das organische
"Scheitel-linig" (vertex, icis m.: Leben einer besonderen Le­
Wirbel, Scheitel). Vertikalisation benskraft (vis vitalis) zuzu­
f.: Rechtsdrehung des Herzens schreiben ist (vita, ae f.: Leben;
um die Sagittalachse, die zur vis, viris f.: Kraft, Stärke)
Steilstellung führt vitellinus, a, u m : zum Dotter, zum
verus, a, u m : wahr, zutreffend Dottersack gehörend (vitellus, i
vesica, ae f.: Blase, Harnblase. m.: Eidotter)
vesicula, ae f. : Bläschen, blasen- vitreus, a, um: gläsern
Vivisektion 110

Vivisektion f.: operativer E i ngriff gen Körpers (volumen, i n i s n.:


am lebenden Tier (vivus, a, um: 1 . Krümmung, Windung, Kreis,
lebend; sectio, onis f. : Zerle­ Umfang, Masse, Volumen.
gung) 2. Schriftenrolle, Buch)
vocalis, e: klangvoll, singend. voluntas, atis f. : Wille, Absicht
Vokalisation f. : 1. Veränderung vomer, eris m.: Pflugschar, Pfl ug
der Aussprache, bei der ein vomitus, us m.: Erbrechen
Konsonant zu einem Vokal vortex, icis m.: Wirbel, Strudel.
wird. 2. Ausstattung einer Kon­ vorticosus, a, u m : reich an Stru­
sonantenschrift mit Vokalzei­ deln, Wirbeln
chen. 3. das Lesen eines ge­ vulgaris, e: alltäglich, gewöhn­
schriebenen Textes. 4. Bildung lich
und Aussprache der Vokale vulnus, vu lneris n.: Wunde
beim Singen vulva, ae f. : äußere weibliche
vola, ae f.: die Hohlhand Geschlechtsteile; Pudendu m
Volumen n.: Rauminhalt eines fem i n i n u m (volva, ae f.: Gebär­
festen, flüssigen oder gasförmi- mutter)
X

Xerophthalmie f.: Austrockn u n g xiphos n. (gr.): Schwert


der Horn haut des Auges (gr. xe­
ros: trocken, dü rr; ophthalmos
m.: Auge)
Z (siehe auch u n ter C und K)

-zele f.: --bruch (gr. kele f. : Zirkumzision f.: 1 . Besch neidung,


Bruch) Entfernung der Vorhaut des
zellulär: zellenähnlich, zellenartig, Penis. 2 . U msch neidung eines
aus Zellen gebildet (cell ula, Geschwürs (circumcido, cidi,
ae f.: kleine Kammer, Zelle) cisum: ringsum absch neiden,
Zement n. (!), cementum, i n.: beschneiden)
äußere Schi cht, die die Zahn­ Zirrhose f. : chronische i nterstitiel­
wurzel als Teil des Parodonti­ l e Entzündung der Leber mit
ums bedeckt (s. cementum) Bindegewebswucherung und
zentroazinär: im Zentrum eines nachfolgender Schrumpfung;
Azi nus gelegen gelbe Verfärbung d u rch Gallen­
zephal: s. cephal icus farbstoffe und Fett (gr. kirrhos:
zervikal: zahnmed.: am Zahnhals gelb)
(ceiVix, icis f.: Hals) Zölom n.: s. coelom
Zeugopodium: s. Acropodi u m (gr. zonula, ae f.: d i m i n . v. zona, ae f.:
zeugos n.: Gespann, Paar; i .S. G ü rtel, Zone
des Knochenpaars i n U n terarm zoon n. (gr.): Lebewesen, Tier
u n d U n terschenkel) zoster, eris m. (gr.): Gürtel
Zirbel: Die Zi rbelkiefer (Pinus Zyanose (Cyanosis) f.: blau rote
cembra) ist e i n Nadelbaum aus Färbung infolge mangelnder 0,­
der Familie der Kieferngewächse Sätti gung des BI utes (gr. kyane­
(Pi naceae). Ihre aufrecht stehen­ os: blau)
den Zapfen ähneln in i h rer Form zygomaticus, a, um: zum Jochbo­
der Zirbeldrüse (Corpus pi neale, gen gehörend (gr.: zygoma, atos
Epiphysis cerebri) n.: Jochbogen). zygon n. (gr.):
zirkadian: einen biologischen 24- Joch, Steg, Paar
Stunden-Rhythmus aufweisend Zygote f.: befruchtete Eizelle m i t
(circum: rings um; dies, ei m.: mütterlichem und väterlichem
Tag) Genom (diploider Chromoso­
Zirkannualrhythmus: Jahresrhyth­ mensatz) (gr.: zeugnymi: verei­
mus (annus, i m.: Jahr; gr. nigen)
rhythmos m.: Takt, Regelmäßig­ zymogen: Gärung bewirkend
keit) (gr. zyma n.: Sauerteig,
Zirkumduktion: Herumführung Hefe, Gärung; -gen: erzeu­
(circumduco, -duxi, -ductum: i m gend)
Kreise herumführen) Zyste f.: s. kysti s
113 zytotoxisch

zyto-, -zyt: Zelle s. cyto-, -cyt; n.: lösliche Bestandteile der Zel­
kytos. Zytoarchitektonik: Struk­ le (kytos: (hi er) Zelle; solutum:
turierung der H i rnrinde aufgrund das Gel öste). Zytostatikum n.:
zytologischer Merkmale (s. Ar­ ehern. Substanz, die die Kerntei­
chitektonik). Zytopempsis f. : lung und Zellvermehrung
transze l l u l ärer Stofftransport i n hemmt (gr. stasis f.: Sti l l stehen).
Vesikeln (gr. pempsis f.: Aussen­ zytotoxisch: zel lvergiftend,
dung, das Schicken). Zytoplas­ -schädigend (gr. toxon n.: Bo­
ma n.: Zellleib um den Zell kern gen, Pfeil, i .w.S. (Pfeii-)Gift)
(gr. plasma n.: Gebilde). Zytosol
D E G R UYT E R

PSCHYR E M B E L
KLI N I SCH ES WÖ RT E R B U C H
Begr. v. Willibald Pschyrembel
Bearb. v. der Wörte rbuch-Redaktion des Ve rlages

2 6 2 . n e u b e a r b . A u f l . X XV I I , 2 2 9 6 S. G e b u n d e n I S B N 9 7 8 - 3 -1 1 - 0 2 1 1 5 2 - 8
Auch Online erhältlich: ISBN 978-3-11-022573-0

Jetzt n e u i n der 262. Auflage:

Mehr als 20.000 Stichwörter inhaltlich aktualisiert


• Mehr als 1 .500 neue Fachbegriffe
• Über 3.000 farbige Abbildungen
• Enthält alle neu zugelassenen Wirkstoffe
• Ausbau der klinischen und praxisrelevanten Aspekte
• Mit l Monat Testzugang zu Pschyrembel Online

www.degruyter.com