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Mitwachs-Jogginghose „Hanni“
Hallo ihr Lieben,
vielen Dank, dass ihr euch für mein eBook zur Mitwachs-Jogginghose „Hanni“ entschieden
habt!
Ein gemütlicher Jogginghosen-Schnitt, wunderbar zum Turnen, Klettern und Chillen.
Hanni ist deutlich schmaler geschnitten als eine Pumphose.
Das Schnittmuster deckt die Größen 44-110 ab, der Schnitt enthält eine einfache Version
für Anfänger, sowie auch diverse Extras, wie Eingrifftaschen, Fake-Paspel und
verschiedene Bauch- und Beinabschlüsse für Fortgeschrittene oder die, die es werden
wollen!
Das eBook beinhaltet neben dem Schnittmuster eine ausführliche, anfängertaugliche
Bildanleitung.
Es empfiehlt sich, die Anleitung erst einmal in Ruhe durchzulesen, bevor man anfängt
...und falls es Fragen gibt, schreibt mir einfach an info@katedamate.de
Viel Spaß beim Nähen!

Eure Kate

Rechtliches:
Die Weitergabe, das Kopieren oder die Veröffentlichung dieses e-Books oder Auszüge
davon ist ohne schriftliche Erlaubnis von Kathrin Gottlieb / katedamate.de nicht erlaubt.
Dieser Schnitt darf zu privaten Zwecken und zur Fertigung / Verkauf von Kleinserien bis 20
Stück verwendet werden und unter Angabe des Schnittes und des Urhebernamens
katedamate.de auf Blogs etc. gezeigt werden. Massenproduktion ist ausdrücklich
untersagt.

Mitwachs-Jogginghose „Hanni“ - www.katedamate.de Seite 1 von 17


Zum Schnitt der Mitwachs-Jogginghose „Hanni“:
Der Schnitt ist für Popos, die normale Wegwerfwindeln tragen, konzipiert. Beim
Probenähen kamen einige Stoffi-Mamas auch gut mit dem Schnitt zurecht, es gab aber
auch welche, bei denen es dann eng wurde. Bei Kindern ohne Windeln sieht die Hose am
Popo dann entsprechend etwas zu weit aus.
Da ich mittlerweile diverse Schnitte für Pumphosen, Babyhosen und Co. durchprobiert
habe, hatte ich irgendwann eine genaue Vorstellung davon, wie meine perfekte Hose für
meine Kleine aussehen sollte – nicht zu pumpig, trotzdem locker wegen der
Bewegungsfreiheit.
Eine Silhouette sollte aber erkennbar sein.
Ich muss dazu sagen, dass die Kaufhosen immer das erste sind, aus dem meine Tochter
rausgewachsen ist und ich eine Hose lieber einen Tick zu lang als zu kurz mag, was
allerdings nur bei Hosen mit Beinbündchen möglich ist, sonst tritt das Kind nur auf dem
Saum herum. Ihr merkt – ich bin ein großer Fan von Beinbündchen, auch weil man die so
toll in die Stiefel stecken kann, damit es immer rundum schön warm ist! :-)
Auch Tragemamas sind oft Fans von langen Hosenbeinen, damit das Kind im Tragetuch
oder der Tragehilfe keine nackten Waden hat. Aus diesem Grund nähe ich die „Hanni“ für
Tragebabys gerne eine Nummer länger. Das hat auch vielen tragenden Probenäherinnen
gefallen.
Als Alternative wird es auch eine Version ohne Bündchen, mit oder auch ohne Gummizug
geben, diese wächst dann natürlich nicht so lange mit, sieht dafür aber aus wie eine
Jogginghose „für Große“.

Weitere Extras: die Jogginghose kann mit seitlichen Eingrifftaschen genäht werden, sowie
einem seitlichen Streifen (Fake-Paspel). Wer weder Taschen noch Streifen möchte,
braucht die beiden Schnittteile nicht an der roten Linie in der Mitte auseinanderschneiden
und hat so praktischerweise nur ein Schnittteil.

Die Nahtzugabe ist im Schnittmuster nicht enthalten, mit der normalen Nähmaschine
empfiehlt sich eine Nahtzugabe von 0,7cm (Viele kleben sich einfach zwei dünne Filzstifte
aneinander und fahren damit um das Schnittmuster herum, probiert es mal aus, ob der
Abstand passt) und mit der Overlock beträgt die zuzugebende Nahtzugabe 0,5-0,7cm.

Hinweis zu den Fotos: Es sind teilweise unterschiedliche Hosenvarianten dargestellt. Die


Version mit den Taschen wurde einmal mit schwarzem Seitenstreifen auf rosa Sweat und
einmal mit rosa Seitenstreifen auf grauem Sweat genäht. Die einfache Version wurde aus
Apfelstoff genäht.

Stoffauswahl:
Eine Jogginghose wird klassischerweise aus dehnbarem Sweat genäht, dafür ist der
Schnitt ausgelegt.
Ihr könnt aber natürlich auch Jersey oder Nicky nehmen.
Undehnbare Stoffe wie z.B. Cord sind nicht geeignet, weil die Hose dann nicht mehr über
den Popo passt. Es gibt auch noch undehnbaren Sweat, der nicht ganz so steif ist wie z.B.
Cord, den haben einige Probenäherinnen auch erfolgreich verwendet.

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Stoffverbrauch:
Der Stoffverbrauch zeigt die Länge der Ware an, die ihr braucht, bei voller Stoffbreite.

Sweat
44-50 56 62 68 74 80 86 92 98 104 110
30cm 35cm 40cm 40cm 45cm 50cm 55cm 55cm 60cm 65cm 70cm
Bei der Gummibundvariante müssen je 12cm mehr Stoffverbrauch eingerechnet werden

Bündchenware:
15cm

Gummiband:
70-80cm (ich empfehle 2,5cm Breite).
Das Gummiband wird am besten direkt am Kind angepasst, da die Gummibänder total
unterschiedlich in ihrer Dehnbarkeit sind. Wer nicht direkt am Kind Maß nehmen kann,
orientiert sich am Bündchen-Schnittmuster plus Nahtzugabe.

Zuschnitt:
Druckt euch das Schnittmuster aus, schneidet es aus und klebt es an den passenden
Stellen zusammen (Kennzeichnung A1 zu A1, A2 zu A2, usw.). Die Nahtzugabe ist nicht
enthalten und muss noch hinzugefügt werden!

Kleiner Tipp für Tragemamas: Wenn ihr die Hose eine Nummer länger zuschneidet, gibt
es auch in der Anhock-Spreiz-Haltung unter Garantie keine kalten Waden ;-)

Achtung! Wenn ihr Hosentaschen und/oder einen seitlichen Streifen einnähen möchtet,
schneidet ihr das Schnittmuster mittig, entlang der roten durchgehenden Linie entzwei.
Entlang der roten Linie wird ebenfalls Nahtzugabe gegeben.
Wenn ihr an Bauch- oder Beinabschluss einen Gummibund möchtet, müsst ihr entweder
direkt beim Zuschnitt 6cm Saumzugabe geben oder alternativ einen 6cm langen Streifen
in der Breite des Bauch- oder Beinabschlusses zuschneiden (siehe Kapitel „Bauchbund
und Beinabschluss mit Gummiband „).

Bitte achtet auf den Fadenlauf beim Zuschnitt (er ist im Schnittmuster eingezeichnet) – der
Stoff sollte in die Breite dehnbar sein, damit er auch über den Popo passt.
Wenn ihr die Hosentaschen möchtet, schneidet ihr insgesamt 4 Taschenbeutel zu (je 2
gegengleiche Teile). Hier wird die Nahtzugabe auch noch dazu gegeben.

Dann nehmt ihr euren (Sweat-)Stoff und legt ihn doppelt rechts auf rechts (schöne Seite
auf schöne Seite), zeichnet euch das Schnittmuster nach, gebt die Nahtzugabe hinzu und
schneidet es dann entlang der Nahtzugabe aus (siehe Fotos auf der nächsten Seite).
Zum Nachzeichnen könnt ihr Kugelschreiber oder einfache Filzstifte nehmen, es gibt auch
sogenannte Trickmarker, die auswaschbar sind oder natürlich Schneiderkreide (ich
persönlich benutze am liebsten ein Kreiderädchen).
Zum Ausschneiden entweder klassisch mit einer Stoffschere (die besser nicht für Papier
benutzen, dadurch stumpft sie schnell ab) oder mit Rollschneider und Schneidematte.

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Danach schneidet ihr genau so die Bündchenware zu (hier müsst ihr die Nahtzugabe auch
noch selbst zugeben).
Zum Bauchbündchen: wenn ihr das Kind, für das die Hose gedacht ist, bei euch habt, ist
es am genausten, wenn ihr einfach den Bauchumfang des Kindes messt und diesen x 0,7
nehmt (also z.B. Bauchumfang 50cm x 0,7 = Bauchbündchenbreite 35cm + Nahtzugabe,
Länge laut Schnittmustervorlage).
Wenn nicht, nehmt ihr einfach die Schnittmustervorlage.

Stichart und Nadel:


Auf jeden Fall braucht ihr einen elastischen Stich! Der einfache Geradstich würde reißen,
wenn der elastische Stoff gedehnt wird.
Wer eine Overlock hat, benutzt natürlich diese.
Wer an seiner Nähmaschine einen Fake-Overlock-Stich hat, sollte den benutzen (wenn ihr
unsicher seid, ob eure Maschine einen hat, schreibt mir am besten über meine Facebook-
Seite www.facebook.com/katedamate1 – ich schaue es mir gerne an und helfe weiter).
Wer beides nicht hat, nimmt einfach einen schmalen Zickzackstich (Stichlänge 2,0-3,0 und
Stichbreite 0,5-1,0).
Beim Zickzackstich bitte am Anfang und Ende jeder Naht das Vernähen (3 Stiche vor,

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3 Stiche zurück und dann weiternähen, bzw. am Ende 3 Stiche zurück und wieder 3 Stiche
vor) nicht vergessen, damit später keine Naht aufgeht.
Für Jersey empfiehlt sich eine 75er (Super-)Stretchnadel, für Sweat eine 80er oder sogar
90er Jerseynadel.
Ihr könnt Jersey natürlich auch mit einer Jerseynadel nähen, allerdings gleitet die
(Super-)Stretchnadel nochmal sanfter durch elastischen Stoff und sticht definitiv keine
Löcher rein, weshalb ich sie nur noch für Jersey mit Elasthananteil nehme.

Wenn euch das Garn reißt, könnte z.B. ein Problem billiges oder zu altes Garn sein.
Sowohl bei Garn als auch bei Nadeln kann ich nur dazu raten, auf die Qualität zu achten,
so näht es sich bedeutend leichter.
Üblicherweise näht man mit Garn in passender Farbe zum Stoff, so sieht es, auch wenn
sich die Naht mal dehnt, immer ordentlich aus.
Bitte wundert euch nicht, im eBook nehme ich gerne mal Kontrastfarben, damit ihr die
Nähte auf dem Beispielbildern besser erkennen könnt.

...und los geht’s!

Ich erkläre hier zuerst die einfache Version, bestehend aus einem Schnittteil, ohne Extras
und mit einfachem Bündchenabschluss. Die Erklärung der Extras erfolgt im Anschluss,
wer diese nähen möchte, liest sich bitte zuerst den entsprechenden Abschnitt ab S. 9
durch.

Nachdem ihr, wie oben im Kapitel


„Zuschnitt“ erklärt, euren Stoff
zugeschnitten habt, habt ihr nun vor euch
zwei aufeinander liegende Schichten eures
(Sweat-)Stoffes liegen und zwar rechts auf
rechts (das heißt, die schönen Seiten
liegen innen und schauen sich quasi an).
Ihr steckt nun entlang der im Bild
markierten roten Striche die beiden
Stofflagen zusammen und näht sie dann
zusammen – wir schließen dadurch die Po-
Naht (hinten) und die Schrittnaht (vorne).

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Dann nehmt ihr euer zusammengenähtes Teil in die Hand und dreht es so, dass die Po-
Naht und die Schrittnaht aufeinander liegen.
An der Stelle, wo die beiden Nähte unten aufeinander treffen, steckt ihr den Stoff
zusammen (siehe Foto). Achtet darauf, dass die Nähte genau aufeinander treffen, die
Nahtzugaben klappt ihr in entgegengesetzter Richtung auseinander.

Danach steckt ihr beide Beine zusammen (siehe rote Linie, Bild links unten) und näht sie
zusammen.
Wenn ihr die Hose danach auf rechts wendet, sieht sie schon fast fertig aus!

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Fehlen nur noch die Bündchen:
Schaut bitte zuerst, dass der Fadenlauf beachtet wird – sprich, die Bündchen sollten in die
Breite dehnbar sein.
Ihr legt das Bündchen rechts auf rechts aufeinander (die kurzen Seiten sollen dehnbar
sein, siehe Foto) und näht es dann zusammen. Hierfür verwende ich gerne den
Dreifachgeradstich – der ist dehnbar und man kann die Nahtzugabe der Bündchen danach
schön auseinanderfalten und hat nicht so ein Geknubbel wie mit einem Overlockstich. Für
das Foto unten habe ich jetzt aber mit der Overlock genäht, damit man die Naht besser
sieht.

Jetzt wird das Bündchen gewendet und zwar wie folgt: ihr fasst das Bündchen am oberen
und unteren Ende der Naht an (Foto links, siehe Pfeile).
Für das Foto unten habe ich jetzt aber mit der Overlock genäht, damit man die Naht
besser sieht.

Dann legt ihr diese beiden Enden aufeinander, so dass die Nahtzugabe innen versteckt
wird (Foto rechts) – und schon ist das Bündchen bereit fürs Annähen.
Diese Vorgehensweise ist übrigens für Bein- und Bauchbündchen gleichermaßen
vorgesehen.

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Das Annähen der Bündchen:
Die Hose liegt auf rechts (also richtig herum).
Ihr stülpt nun den Bündchenring so über das Hosenbein, dass alle offenen Kanten nach
oben schauen.
Dann befestigt ihr das Bündchen an der Hose, wobei ihr darauf achtet, dass das
Bündchen gleichmäßig gedehnt wird. Ich benutze zum Befestigen gerne die sogenannten
Wonderclips.
Am besten fangt ihr an der Innenbeinnaht an und lasst diese genau auf die Naht des
Bündchens treffen. Nun markiert ihr die gegenüberliegende Seite beider Stoffe mit einer
Nadel oder einem Clip, so dass ihr zwischen beiden Nadeln/ Klammern gleichmäßig viel
Stoff habt.
Danach steckt ihr 2 weitere Nadeln/ Klammern wieder genau in die Mitte der beiden eben
eingeteilten Stoffhälften, so dass das Bündchen und die Hose in 4 gleichmäßige Viertel
aufgeteilt ist.
Dadurch könnt ihr euch das Bündchen auseinander ziehen und annähen, ohne das etwas
verrutscht.

Und nun näht ihr das Ganze einmal rundherum fest.


Wenn ihr mit der Overlock näht, lasst ihr da, wo die Naht auf den Anfang trifft, langsam
nach außen auslaufen und macht entweder einen Knoten in das Fadenende oder stopft es
mit einer Stopfnadel in die Naht rein.
So macht ihr es mit beiden Beinbündchen und auch dem Bauchbündchen. Achtet
rundherum immer darauf, dass ihr wirklich alle drei Stofflagen beim Nähen erfasst, sonst
habt ihr später ein Loch.

Und fertig ist eure


Mitwachs-Jogginghose!

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Extras

Seitlicher Streifen (Fake Paspel)


Das Schnittmuster wird entlang der roten Linie längs auseinander geschnitten.
Ihr habt dann also zwei Schnittteile (vorderes Hosenteil und hinteres Hosenteil), welche
auf den doppelt gelegten Stoff gezeichnet werden (Nahtzugabe bitte nicht vergessen).
Anschließend wird der Stoff entlang der gezeichneten Linie ausgeschnitten.
Auch entlang der roten Linie gebt ihr eure Nahtzugabe.
Ihr habt dann also insgesamt 4 Stoffteile.

Zusätzlich schneidet ihr für jedes Hosenbein einen Streifen in Wunschfarbe (am besten
aus dem gleichen Material wie der Rest der Hose) zu.
Er sollte mindestens so lang sein, wie eine komplette Beinseite (orientiert euch für die
Länge am roten Trenn-Strich auf dem Schnittmuster und verlängert entsprechend bei der
Gummibund-Saum-Variante).
Im Zweifelsfall lieber ein Stück länger als zu kurz, hinterher abschneiden geht immer
einfacher als drankleben ;-)
In der Breite sollte er je nach Geschmack 2-4cm sein (ich nehme die goldene Mitte: 3cm,
gefaltet sind es dann 1,5cm).
Alternativ könnt ihr natürlich auch eine fertig gekaufte Paspel nehmen.

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Die Fake-Paspel wird nun längs gefaltet an das vordere oder hintere Schnittteil angeheftet,
wie es euch besser gefällt.
Die Schnittteile sind mit Vorderseite und Hinterseite beschriftet.
„Fake“ (falsche) Paspel übrigens, weil wir im Gegensatz zur richtigen Paspel keine Kordel
einnähen.

Wer eine Hosentasche möchte, muss diese jetzt rechts auf rechts liegend dazu stecken
und liest bitte im Abschnitt „Eingrifftaschen“ weiter.

Wer keine Eingrifftaschen möchte, näht jetzt einfach das Vorderteil auf das Hinterteil, die
Paspel steckt gefaltet (die offenen Seiten zeigen nach außen) zwischen den beiden
Lagen.

Das Ganze wiederholt ihr mit dem anderen Hosenbein.


Danach geht es in der Standardanleitung ganz normal weiter.

Eingrifftaschen
Auch hier wird das Schnittmuster entlang des roten
Strichs auseinander geschnitten, so dass ihr zwei
Schnittteile habt.
Es existieren Markierungen in Form von Kreuzen
auf dem Schnittmuster, diese bitte mit
Schneiderkreide o.ä. jeweils auf den Stoff
übertragen.

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Falls ihr einen seitlichen Streifen möchtet, näht ihr diesen nun zuerst wie oben
beschrieben an.

Als nächstes nehmt ihr eines der vier Seitentaschenteile und steckt es auf ein Hosenteil
(die obere Spitze des Taschenbeutels stößt an die Kante des Hosenteils).
Falls ihr den Beinabschluss mit Gummibund in der Variante mit Saum näht, müsst ihr euch
mithilfe des Schnittmusters markieren, wo die obere Kante des Hosenteils ist.
Die beiden Teile liegen rechts auf rechts, so näht ihr erstmal nur das Taschenteil auf die
Hose (siehe rote Linie rechts Foto).

Das Gleiche macht ihr mit dem Gegenstück.

Dann klappt ihr die angenähten Taschen vom Stoff weg und legt die Hosenteile rechts auf
rechts.

Ihr legt also das Hosen-Vorderteil auf das Hosen-Hinterteil (rechts auf rechts), die beiden
Taschen liegen genau aufeinander (siehe Foto oben) und sind nach außen geklappt.
Dann näht ihr alles außerhalb der Markierungen zusammen.

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Dieses Foto zeigt zum besseren
Verständnis, was wo zusammen genäht
wird.
Es ist ein Querschnitt abgebildet,
bestehend aus nur einem Taschen- und
Hosenteil mit eingeklappter Tasche.
Tatsächlich liegen aber die Hosenteile wie
zuvor beschrieben aufeinander beim
zusammennähen, die Taschen sind nach
außen geklappt.

Achtet darauf, an den Ecken alle Stofflagen zu erfassen. Falls nicht, könnt ihr nochmal
nachträglich drübernähen, um das zu beheben.
So ist sichergestellt, dass es von der anderen Seite dann ordentlich aussieht.
TIPP für Fortgeschrittene: näht die Beinseiten mit einer etwas größeren Nahtzugabe
zusammen. Da der Beutel dann weniger Nahtzugabe hat, wird der Eingriffbereich nach
dem Wenden optisch besser versteckt – probiert es mal aus!

Dann klappt ihr die beiden Taschenbeutel-Teile nach außen und näht diese noch
zusammen:

...und genau so näht ihr auch den Taschenbeutel auf der anderen Seite an!

Wer möchte kann die Taschen nun von außen noch


absteppen, ich mache außerdem gerne oberhalb und
unterhalb des Eingriffs eine Sicherungsnaht, indem ich
mit dem einfachen Geradstich ein paar Mal drüber
nähe:

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Wenn ihr danach Bauchbündchen oder Bauchgummi annäht, wird ein Stück vom oberen
Taschenbeutel am vorderen Hosenteil oben mit festgenäht.
Das ist Absicht, damit der Beutel nicht rausrutschen kann (siehe Foto; Ansicht mit
umgeklapptem, bereits angenähtem Bauchbündchen).

Bauchbund und Beinabschluss mit Gummiband


Da die Hose nur aufgrund der Bündchen mitwachsen kann, ist der Beinabschluss mit der
Gummibundvariante entsprechend nicht mitwachsend.

Für den Beinabschluss näht ihr zuerst die beiden Gummibänder mit einem Zickzackstich
zu einem Ring zusammen.
Dann versäubert ihr den Rand der Hose entweder mit der Overlock oder mit einem
Zickzackstich der Nähmaschine (direkt am Rand entlang).

Variante I:
Bei dieser Variante gebt ihr beim Zuschneiden an Hosenbein und Bauch jeweils 6 cm
Saumzugabe hinzu.
Danach legt ihr den Gummiring von innen an das Hosenbein und steckt ihn abgeteilt in
vier gleiche Teile im Sweatring fest.

Um euch die Arbeit zu erleichtern, könnt ihr den Gummi an mindestens zwei
gegenüberliegenden Seiten mit einem Geradstich festnähen (siehe Foto auf der nächsten
Seite).
Wenn ihr den Geradstich nicht vernäht, könnt ihr den Faden auch später leichter wieder
entfernen, falls er euch optisch stört.

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Jetzt klappt ihr den Rand des Hosensaums einmal nach innen, so dass das Gummiband
nicht mehr zu sehen ist, und näht es mit einem Zickzackstich rundherum fest (dabei wird
das Gummi gedehnt, der Hosenstoff nicht) – fertig!

Wem das zu friemelig ist, der kann auch gerne erst den Rand des Hosensaums
umklappen und festnähen, bis auf eine kleine Öffnung. Durch diese zieht ihr dann das
Gummiband und näht erst dann zum Ring zusammen, wenn es durch den Beintunnel
gezogen wurde (die beiden Gummienden schauen dann ja noch raus). Hier unbedingt
darauf achten, dass das Gummiband nicht verdreht zusammengenäht wird.

Das Gleiche noch mit dem anderen Hosenbein.

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Und genau so verfahrt ihr auch mit dem Bauchbündchen, wenn der Abschluss so
gewünscht wird.

Variante II:
Diese Variante eignet sich gut, wenn man Variante I geplant hat und dann die
Saumzugabe vergessen hat, oder wenn man nicht genug Stoff hat und ein wenig stückeln
muss.
Hier schneidet ihr euch einen 6 cm hohen Streifen Sweat zu (ergibt sich aus 2,5cm
breitem Gummiband x 2 + 1cm zum festnähen), der so lang ist wie der Umfang von
Bauch- / Beinabschluss und schließt ihn zum Ring (schöne Seite liegt innen).

Dann legt ihr den Ring aus Gummiband in den Ring aus Sweat (also an die linke Seite des
Stoffes) und steckt ihn abgeteilt in vier gleiche Teile im Sweatring fest.
Um euch die Arbeit zu erleichtern, könnt ihr den Gummi an mindestens zwei
gegenüberliegenden Seiten mit einem Geradstich festnähen (wenn ihr den Geradstich
nicht vernäht, könnt ihr den Faden auch später leichter wieder entfernen, falls er euch
optisch stört).

Nun klappt ihr euch den Ring nach innen in das Hosenbein oder die Bauchbundöffnung
herein, so, dass das Gummiband innen liegt und der Sweat außen.
Diesen Ring steckt ihr nun von außen an die Bauch- oder Beinöffnung und näht ihn einmal
rundherum fest. Achtet darauf, dass ihr immer alle 3 Lagen Stoff erfasst.

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Dann nur noch hochklappen und ihr habt eure Jogginghose geschafft!

Beinabschluss mit einfachem Saum:


Wer gerne ein gerades Bein mag, für den ist diese, sehr einfache Variante interessant:
Ihr versäubert den Rand des Hosenbeins mit der Overlock oder einem Zickzack-Stich.

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Dann klappt ihr den Saum 3cm nach innen und näht ihn z.B. mit einem Zickzack-Stich
fest.

FERTIG! :-)

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