Sie sind auf Seite 1von 42

Zehn Schritte zur geistlichen Reife

Der Christ und sein Zeugnis


Der bezeugende Christ
„Wenn wir es der heutigen Welt doch nur zeigen könnten, dass die Hingabe an
Christus keine zahme, langweilige, verschanzte Monotonie bedeutet, sondern
das freudigste, aufregendste Abenteuer, das der menschliche Geist je erfahren
kann! Dann würden alle, die der Gemeinde fern stehen und Christus
misstrauisch betrachtet haben, in Massen hereindrängen, um Ihm ihre
Ergebenheit zu bezeugen, und wir könnten dann sehr wohl die größte
Erweckung seit dem ersten Pfingstfest erwarten!“
Prof. James Stewart, namhafter schottischer Geistlicher und Theologe

Sieben wesentliche Voraussetzungen, um andere zu Christus zu führen:

1. Sie müssen wissen, dass Sie ein Christ sind.


2. Achten Sie darauf, dass es keine noch zu bekennende Sünde in Ihrem Leben gibt.
3. Achten Sie darauf, dass Sie mit dem Heiligen Geist erfüllt sind.
4. Seien Sie bereit, anderen Ihren Glauben an Christus mitzuteilen.
5. Beten Sie.
6. Gehen Sie hin.
7. Reden Sie von Jesus.
8. Erwarten Sie Resultate.

Tatsachen, die Ihnen beim Zeugnisgeben helfen:


1. Kein Mensch, ohne Rücksicht auf Rang oder Stellung, ist ohne Christus
vollständig.
2. In jedem Menschen besteht ein Vakuum, das nur Gott erfüllen kann. Augustin
sagte: „Du hast uns für Dich selbst geschaffen, o Gott, und unser Herz bleibt
ruhelos, bis es zur Ruhe kommt in Dir.“
3. Recht verstanden, sind die Beweise hinsichtlich der Person und Gottheit Jesu
Christi mit überwältigender Endgültigkeit erbracht.

Schreiben Sie an „Campus für Christus“, wenn Sie mehr Hilfsmaterial für das
Weitersagen der Frohen Botschaft brauchen.

2
Der Christ und sein Zeugnis

Inhaltsverzeichnis

Lektion Seite

1. Warum Jesus bezeugen? 5


2. Jesus zeigt uns, wie wir ihn bezeugen sollen 9
3. Voraussetzungen für das Zeugnis 13
4. Zeugnis und Wort Gottes 15
5. Zeugnis und Gebet 19
6. Zeugnis und Heiliger Geist 23
7. Zeugnis und persönliches Erlebnis 27
8. Praktische Anleitung zum Zeugnis 29

3
4
Lektion Eins

Warum Jesus bezeugen?

Aufgabe: Lernen Sie 2.Korinther 5,14-


15 auswendig.
Lesen Sie Galater 1 und 2.

Ein Freund mag zu Ihnen sagen:


„Meiner Meinung nach ist die Religion
eines Menschen eine solch private
Angelegenheit, dass man ihn nicht
daraufhin ansprechen sollte.“ Ein
anderer meint vielleicht: „Ich mag die
Leute nicht, die so dogmatisch und fanatisch sind und versuchen, allen anderen
ihre religiöse Meinung aufzuschwatzen.“
Wir wollen anhand dieser Lektion erklären, warum es doch wichtig ist, anderen
von Christus zu erzählen.

1. Aus welchem Grunde kam nach Lukas 19,10 und Markus 10,45 Jesus in diese Welt?

2. Was ist das bedeutendste Ereignis Ihres Lebens?

3. Was ist das Beste, was Sie für einen anderen Menschen tun können?

4. Welche Aufforderung und Verheißung wird uns in Matthäus 4,19 gegeben?

5
5. Wie lautet der Auftrag Jesu in Markus 16,15 und Matthäus 28,18-19 für jeden
einzelnen Christen?

6. Wie ist die Berufung in 2.Korinther 5,20 zu verstehen?

7. Was sagt uns 2.Korinther 5,18-20 in Bezug auf unsere Botschaft?

8. Schreiben Sie eine Zusammenfassung des Zeugnisses, wie es von Paulus in


Apostelgeschichte 20,24-27.31-33 gegeben wird:

9. Lesen Sie 2.Korinther 5,14-15.


a. Was war der Beweggrund zum Zeugnis des Paulus?

b. Welche Auswirkung sollte die Botschaft von Christus auf die Menschen haben?

6
10. Welche Einstellung hat nach Lukas 9,26 Christus jenen gegenüber, die sich
Seiner schämen?

11. Was wird über den Auftrag der Gläubigen in Psalm 107,1.2.8.15.21.22.31.32
gesagt?

Notizen und Fragen:

7
Notizen und Fragen:

8
Lektion Zwei

Jesus zeigt uns,


wie wir ihn bezeugen sollen
Aufgabe: Lernen Sie Johannes
4,35 auswendig.
Lesen Sie Galater 3 und 4.

Im 4. Kapitel des Johannes-


evangeliums spricht Jesus mit
einer Samariterin und zeigt uns,
wie man ein wirksames Zeugnis
ablegen kann. Studieren Sie
diesen Abschnitt sorgfältig, um
neue Wege und Ansatzpunkte
für Ihr Zeugnis zu entdecken. Versuchen Sie, den folgenden Fragen auch noch
andere hinzuzufügen.

Lesen Sie Johannes 4,1-42


1. Welche alltägliche Angelegenheit benutzte Jesus zum Ansatzpunkt für sein
Zeugnis (siehe Verse 6-9)?

2. Was ist der Vorteil, wenn man eine Unterhaltung auf der Ebene der
augenblicklichen Interessen eines Menschen beginnt?

3. Nennen Sie einige Ihrer natürlichen Gelegenheiten zum Zeugnis:

9
4. Wer fing die Unterhaltung an?

5. a. Was war die erste Reaktion der Frau, nachdem Jesus sie angeredet hatte (s.
Verse 9,11 und 12)?

b. Wie änderte sich diese Reaktion in Vers 15?

6. Was zeigt die genaue Kenntnis Jesu über das Vorleben der Samariterin (Verse
16-18)?

7. a. Was sagt Vers 24 über Gott aus?

b. Was für eine Anbetung erwartet Gott?

8. Was bewies die Frau mit ihrer Aussage in Vers 25?

9. Welchen Anspruch erhob Jesus in Vers 26?

10. Was war das Resultat dieses Zeugnisses Jesu gegenüber der Frau?

10
11. Was zeigt uns die Reaktion der Menschen, denen die Frau von Jesus erzählte?

12. Beschreiben Sie noch einmal kurz, wie Jesus in diesem Gespräch mit der
Samariterin vorging?

Notizen und Fragen:

11
Notizen und Fragen:

12
Lektion Drei

Voraussetzungen für
das Zeugnis

Aufgabe: Lernen Sie Matthäus 4,19 auswendig.


Lesen Sie Galater 5 und 6.

Jeder aufrichtige Christ hat das Verlangen, ein wirksamer Zeuge für Christus zu
sein. Eine sorgfältige Betrachtung des 8. Kapitels der Apostelgeschichte weist
uns auf wichtige Voraussetzungen zum Zeugnisgeben hin. Bitten Sie den
Heiligen Geist, diese Qualifikationen auch in Ihrem Leben zu verwirklichen.

Lesen Sie Apostelgeschichte 8,25-39


1. Warum hat Gott Philippus zu dieser besonderen Aufgabe berufen (Vers 25-26)?

2. Was für ein Mann war der in Vers 27 genannte Äthiopier?

3. a. Warum schloss Philippus sich diesem bestimmten Wagen an (Vers 29)?

b. Wie führt Gott uns heutzutage?

4. Beschreiben Sie die Reaktion des Philippus (Vers 30):

5. Beurteilen Sie die Kontaktaufnahme des Philippus (Vers 30):

13
6. Woran wird deutlich, dass der Äthiopier ein Verlangen hatte, mehr über Gott
zu hören (Vers 31)?

7. Was las der Äthiopier, und von wem war da die Rede (s. Verse 28, 32-33)?

8. Was war die zentrale Aussage des Philippus?

9. Es gibt wenigstens acht bestimmte Eigenschaften, die in Bezug auf Philippus


genannt werden oder erkennbar sind und ihn zu einem brauchbaren Werkzeug
Christi machen. Schreiben Sie die passenden Bibelstellen hinter folgende
Punkte:
a. Kenntnis des Wortes Gottes:

b. Freimütigkeit:

c. Mitmenschlichkeit:

d. Demut:

e. Gehorsam:

f. Feingefühl für die Führung des Geistes Gottes:

g. Taktgefühl:

h. Begeisterung:

14
Lektion Vier

Zeugnis
und Wort Gottes
Aufgabe: Lernen Sie 1. Petrus 3,15
auswendig.
Lesen Sie Epheser 1 und 2.

Als das Wunder des Pfingstfestes


begann, breitete sich die Nachricht davon schnell in Jerusalem aus. Eine große
Volksmenge versammelte sich, um die Bedeutung dieses merkwürdigen
Geschehens zu erfahren. Petrus sprach zu diesen Neugierigen, beherrscht und
bevollmächtigt vom Heiligen Geist. Einige von ihnen hatten gerade 50 Tage
zuvor beim Verhör Christi geschrieen: „Kreuzigt ihn!“ und „Sein Blut komme
über uns und unsere Kinder!“ (Matthäus 27,25). Möglicherweise sah Petrus in
den ersten Reihen viele, vor denen er Christus wiederholt verleugnet hatte, ehe
der Hahn schrie (Matthäus 26, 73-74). Die Kraftquelle des Petrus musste jetzt –
verglichen mit jenen Umständen der Furcht und des Zitterns – der Heilige Geist
und das Wort Gottes sein. In dieser Lektion wollen wir den rechten Gebrauch
des Wortes Gottes und dessen Auswirkungen beim Zeugnisgeben aufzeigen.

Lesen Sie Apostelgeschichte 2


1. Wie war Petrus seiner Vorgeschichte (s. obigen Abschnitt) und den Aussagen
in diesem Kapitel gemäß für diesen Predigtdienst zu Pfingsten geeignet?

2. Worauf stützte Petrus die Aussagen seiner Predigt?

15
3. Welche Bedeutung kommt dem Heiligen Geist zu:
a. beim Weitersagen des Evangeliums (Johannes 14,26)?

b. beim Hören des Evangeliums (Johannes 16,8-1l)?

4. Was bewirkte die Rede des Petrus (Verse 23,36-37) bei seinen Zuhörern?

5. Welche großen Aussagen macht Petrus über Gott in den Versen 24, 34-35
und 38-39?

6. Was war das Resultat dieses Tages?

7. Was für Empfindungen zeigten die Menschen vor und nach ihrer Bekehrung
(Verse 7, 37 und 46-47)?

16
8. Was geht in einem Nichtchristen vor, wenn wir im Zeugnis ihm gegenüber
das Wort Gottes anwenden (Hebräer 4,12)?

9. a. Womit wird das Wort Gottes in Epheser 6,17 verglichen?

b. Warum?

10. Schreiben Sie eine Zusammenfassung von Jesaja 55,11:

11. Nennen Sie in Anlehnung an diese Lektion einige Gründe, weshalb es


wichtig ist, Bibelverse auswendig zu lernen und anzuwenden:

Notizen und Fragen:

17
Notizen und Fragen:

18
Lektion Fünf

Zeugnis und Gebet

Aufgabe: Lernen Sie Apostelgeschichte 4,31


auswendig.
Lesen Sie Epheser 3 und 4.

„Und nun, Herr, siehe an ihr Drohen und gib deinen


Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort ...
Und da sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, da sie
versammelt waren; und sie wurden alle des heiligen
Geistes voll und redeten das Wort Gottes mit
Freimut“ (Apostelgeschichte 4,29.31).
Oftmals bleiben unsere Anstrengungen, Menschen zu Christus zu führen,
fruchtlos. Der Grund mag darin liegen, dass wir unter falschen Voraussetzungen
dienen wollen. Die göttliche Reihenfolge heißt: Zuerst mit Gott über die
Menschen reden, und dann mit den Menschen über Gott reden. Wenn wir dieser
Anweisung folgen, werden wir Resultate sehen. Im Gebet werden Menschen für
Christus gewonnen; im Dienst sammeln wir nur die Frucht unserer Gebete ein!
Wir wollen anhand dieser Lektion darauf hinweisen, dass das Gebet in der
Urgemeinde eine Hauptrolle spielte.

Lesen Sie Apostelgeschichte 4


1. Nennen Sie das Problem, dem sich diese Christen gegenübersahen:

2. Ist ein Christentum ohne Zeugnis denkbar? (Begründen Sie Ihre Antwort.)

3. Was ist für die Sache Christi ebenso wichtig wie das klare Bezeugen?

19
4. Auf welche Weise suchten die Christen eine Lösung für ihr Problem:
a. vor den Behörden?

b. jeder allein für sich?

c. gemeinsam vor Gott?

d. durch Information der Öffentlichkeit?

5. Was kam ihnen nach Apostelgeschichte 4,21 als Schutz zugute?

6. Wofür beteten sie?

7. Wie sah die Gebetserhörung aus ?

Zusammenfassend können wir also sagen, dass die Gebetserhörung sofort und
auf ganz bestimmte Weise erfolgte. Sie war positiv. Die Christen beteten, und
Gott antwortete nach seiner Verheißung. Die Stätte, an der sie beteten, erbebte;
sie wurden erfüllt, d. h. beherrscht und geführt vom Heiligen Geist und
verkündigten das Evangelium mit großer Freude. Niemand konnte ihnen
widerstehen, und sie siegten in Christus.

8. a. Inwieweit sind Ihnen diese Christen ein Vorbild?

b. Welche Menschen kennen Sie, die ebenfalls auf Ihren Mut, Ihr Gebet und Ihr
Zeugnis angewiesen sind?

20
9. Wen sehen Sie als den Urheber des Widerstands gegen ein klares
Glaubenszeugnis an, und warum?

10. Von welcher Seite kam die Verfolgung der damaligen Christen wegen ihres
Eifers, Jesus Christus zu bezeugen?

Notizen und Fragen:

21
Notizen und Fragen:

22
Lektion Sechs

Zeugnis und Heiliger Geist

Aufgabe: Lernen Sie Johannes 15,26-27 auswendig.


Lesen Sie Epheser 5 und 6.

Befangenheit und Furcht vor den


Meinungen der Leute behindern
unser Zeugnis am stärksten.
Stephanus – der kein Apostel war,
sondern ein Gemeindehelfer
(Apostelgeschichte 6,2-5) – sah sich
boshaften und gewalttätigen
Widersachern des Christentums
ausgesetzt. Er hätte sich sehr wohl
im Bewusstsein seiner eigenen
Unzulänglichkeit zurückziehen können, doch überließ er die Kontrolle über sein
Leben allein dem Heiligen Geist. So wurde er zum ersten christlichen Märtyrer,
der den Ungläubigen gegenüber ein beeindruckendes Zeugnis ablegte und den
ersten Anstoß zur späteren Bekehrung des Paulus gab. Wir wollen anhand dieser
Lektion sehen, in welcher Beziehung die Kraft des Heiligen Geistes zu unserem
Zeugnis steht.

Lesen Sie Apostelgeschichte 6 und 7


Unterstreichen Sie dabei jede Nennung des Heiligen Geistes.
1. Was ist nach Johannes 15,26; 16,13-14 und Apostelgeschichte 1,8 die
Aufgabe des Heiligen Geistes?

2. Was für eine Bedeutung hatte der Heilige Geist im Leben des Stephanus
(Apostelgeschichte 6,5.10.55)?

23
3. Weshalb ging den Zuhörern die Anklage des Stephanus „durchs Herz“?

4. Was zeigt uns das Verlangen des Stephanus, Christus zu bezeugen, und wie
erklärt sich sein letztes Gebet?

5. Können Sie in Galater 5,22-23 und 2.Korinther 5,14-15 eine Begründung für
das Verhalten des Stephanus sehen? Welche?

6. Es ist der Heilige Geist, der dem Menschen seinen Zustand der Trennung von
Gott und seine geistliche Not vor Augen hält. Dieses Wirken wird „Überführen,
Tadeln, Aufdecken, Ans-Licht-Bringen“ genannt. Wenn wir aus uns selbst
Christus bezeugen wollten, würden wir nichts bewirken; wenn aber der Heilige
Geist unser Zeugnis gebraucht, stellt er die Menschen eindringlich vor wichtige
Tatsachen – er zeigt sie ihnen so klar, dass sie diese anerkennen und in Betracht
ziehen müssen.

Was sind nach Johannes 16,7-11 diese Tatsachen und ihre Bedeutung?

24
7. Welche dieser grundlegenden Tatsachen gebrauchte der Heilige Geist zur
Überführung der Menschen, als Petrus predigte (siehe Apostelgeschichte 3,13-
18.22-23)?

8. Was sagt uns Apostelgeschichte 4,4 über die Reaktion der Zuhörer?

Bitten Sie den Heiligen Geist, dass er Menschen vorbereite, denen Sie ein
Zeugnis von Christus ablegen können. Bitten Sie ihn darum, die Haltung
skeptischer Personen offen zu machen (2. Korinther 4,3-4), damit sie erkennen
können, worum es geht (Johannes 16,8-11), und eine vernünftige
Glaubensentscheidung treffen können, um Christus als ihren persönlichen
Erretter und Herrn aufzunehmen.
Bitten Sie den Heiligen Geist, Sie zu der von ihm bestimmten Zeit zu diesen
Menschen zu senden und durch Sie zu reden, wenn Sie sie mit der
Einzigartigkeit der Person Jesu Christi konfrontieren.
Seien Sie sich bei Ihrem Zeugnis dessen bewusst, dass es der Heilige Geist ist,
der den Sinn der anderen Person durchdringt und geistliche Wahrheit offenbart
(1. Korinther 2,9.12).
Lesen Sie 1.Korinther 1,18; 2,10-12
9. Welche Meinung hat ein Nichtchrist von der Kreuzigung Christi?

25
10. Wie verändert sich diese Einstellung, wenn ein Mensch die Bedeutung des
Kreuzes zu erkennen und zu erfassen beginnt?

11. Warum geschieht diese Änderung der Einstellung?

Zusammenfassung
12. Fassen Sie kurz das in 1.Korinther 2,4-7.9-10 beschriebene Wirken des
Heiligen Geistes zusammen:

13. Weshalb ist es von wesentlicher Bedeutung, dass Sie alle Sünden in Ihrem
Leben, deren Sie sich bewusst sind, bekennen? Warum sollten Sie darum beten,
dass andere zu Christus kommen und dass der Heilige Geist Sie zu denen führt,
die er vorbereitet hat, um sie dann durch Ihr Zeugnis zu Christus zu ziehen?
Fassen Sie in Anlehnung an diese Lektion die einzelnen Gründe noch einmal
zusammen:

26
Lektion Sieben

Zeugnis und persönliches Erlebnis

Aufgabe: Wiederholen Sie die Briefe an die Galater und Epheser.

Schreiben Sie ein Drei-


Minuten-Zeugnis über
Ihre persönliche Begeg-
nung mit Christus. Teilen
Sie kurz mit, wie Ihr
Leben vor Ihrer Entschei-
dung aussah, wie Sie
Christ wurden und – in
längerer Ausführung –
was für Sie das Christsein
bedeutet. (Heften Sie Ihr
Zeugnis an diese Lektion
an.)

Eine Herausforderung
Vor einigen Jahren sprach König George VI. von England zur Eröffnung einer
Abrüstungskonferenz, als jemand über die Drähte der Columbia
Rundfunkgesellschaft stolperte, sie zerriss und die Rede unterbrach. Der
hauptverantwortliche Techniker fasste die losen Drähte geistesgegenwärtig mit
beiden Händen, um den Kontakt wiederherzustellen, und ließ 20 Minuten lang
den Strom durch seinen Leib gehen, bis der Schaden repariert war. Seine Hände
waren leicht versengt, aber durch sie kamen die Worte des Königs zu Millionen
von Hörern, die sie deutlich vernehmen konnten. Ohne solchen Mut und solche
Ausdauer hätte die Botschaft des Königs ihr Ziel nicht erreicht.
Jesus Christus, der König aller Könige, hat es erwählt, seine Heilsbotschaft
durch Menschen und menschliche Mittel an eine verlorene, kranke Welt zu
senden. Was es auch koste: die Botschaft muss alle erreichen, die sie noch nie
gehört haben. Jeder treue Christ, der dazu bereit ist, kann ein solches
menschliches Werkzeug sein, durch das die Stimme des Königs die Verlorenen
mit seinem Evangelium der Befreiung, der Freude und des Friedens erreicht (die
weitaus wichtiger als die Botschaft aus London ist!).
„Die Lehrer aber werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die, welche
viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne, immer und ewiglich“ (Daniel
12,3).

27
Notizen und Fragen:

28
Lektion Acht

Praktische Anleitung zum Zeugnis

Jeder Christ sollte das Verlangen haben, seine Freunde und andere Menschen
mit Christus bekannt zu machen. Das Heftchen „Gott persönlich kennen lernen“
(siehe Anhang) stellt eine klare und einfache Erläuterung des Evangeliums
unseres Herrn Jesus Christus dar. Dieses Heftchen können Sie vom Verlag
Campus für Christus, Postfach 100262, 35332 Gießen beziehen. Es ist das
Ergebnis einer über zwanzigjährigen Erfahrung in persönlicher Evangelisation
unter Tausenden von Studenten in aller Welt sowie einer vergleichbaren Zahl
von Laien, Geistlichen und Oberschülern. Es will uns eine Hilfe sein, unseren
Glauben auf wirksame Weise mitzuteilen.

Einige der offensichtlichsten Vorteile des Heftchens „Gott persönlich kennen


lernen“ sind:
1. Man kann es zur Eröffnung der Unterhaltung benutzen. Sie können einfach
sagen: „Kennen Sie schon das Heft „Gott persönlich kennen lernen“?“
2. Es fängt positiv an: „Gott liebt Sie.“
3. Es bringt ganz klar die Bedeutung Christi zur Geltung.
4. Es enthält eine Einladung, Christus aufzunehmen.
5. Es bietet Anregungen zum Wachstum und unterstreicht die Bedeutung der
Gemeinde.
6. Es gibt Ihnen ein sicheres Auftreten, weil Sie wissen, was Sie sagen werden
und wie Sie es sagen wollen. Sie können sich also ganz auf den Gesprächspart-
ner konzentrieren.
7. Es ermöglicht Ihnen, beim Thema zu bleiben – das Gespräch zu leiten.
8. Es ermöglicht Ihnen, immer bereit zu sein.
9. Es ermöglicht Ihnen, sich kurz zu fassen. Lernen Sie zunächst, „Gott
persönlich kennen lernen“ wörtlich, ohne unnötigen Kommentar, zur Sprache zu
bringen.
10. Es stellt eine „Mitteilbare Methode“ dar. Viele Christen sind zwar wirksam
in ihrem persönlichen Dienst, können aber anderen nicht zeigen, wie sie
ebenfalls andere zu Christus führen können.
Es sollte niemals der Zweck beim Erläutern des „Gott persönlich kennen lernen“
sein, jemanden zu manipulieren. Es ist Gott allein, der Frucht hervorbringt.

29
Wirksames Zeugnis heißt, in der Kraft des Heiligen Geistes von Christus zu
reden und die Ergebnisse Gott zu überlassen. Deshalb:
1. Gehen wir zu den Menschen.
2. Teilen wir ihnen Christi Anspruch auf ihr Leben einfach und deutlich mit.
3. Sollten wir immer einen positiven Eindruck hinterlassen, damit sie gerne
wieder mit uns oder mit anderen über ihr persönliches Verhältnis zu Christus
sprechen.

I. Anwendungsmöglichkeiten (Überleitungs-Sätze)
Folgende Überleitungen dienen als Anregung für Gespräche:
1. „Kennen Sie schon das Heft „Gott persönlich kennen lernen“?“ oder: „Haben
Sie schon von dem Heft „Gott persönlich kennen lernen“ gehört?“
2. „Ich nehme an einem Schulungskurs teil, wo wir ein kleines Heftchen
behandeln, das schon vielen Menschen eine Hilfe war. Ich möchte es auch Ihnen
zeigen. Kennen Sie schon „Gott persönlich kennen lernen“?“
3. „Was halten Sie von Jesus Christus?“
4. „Sind Sie in Ihrem Leben schon zu einem Punkt gekommen, dass Sie ein
persönliches Verhältnis zu Gott gefunden haben, oder suchen Sie noch danach?“
5. „Könnten Sie mir bitte für ein paar Minuten behilflich sein? Ich hätte gern
gewusst, ob Ihrer Meinung nach die folgenden vier Punkte ein sinnvoller
Hinweis auf Gott sind.“
6. „Wen halten Sie für die bedeutsamste historische Persönlichkeit? Haben Sie
als erwachsener Mensch schon einmal ernsthaft die Aussagen von und über
Jesus Christus durchdacht?“
7. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie mit einem Christen sprechen, könnten Sie
sagen: „Ich bin schon jahrelang Christ. Aber erst kürzlich habe ich ein
Arbeitsheft kennen gelernt, das mir eine Hilfe ist, um über meinen Glauben zu
sprechen, und zwar auf wirklich vernünftige Weise. Ich möchte es Ihnen gern
einmal zeigen. Haben Sie schon von „Gott persönlich kennen lernen“ gehört?“

(In der Praxis ergibt sich eine Fülle weiterer Möglichkeiten, ein Gespräch zu
beginnen.)

30
II. Wie man mit jemanden „Gott persönlich kennen lernen“ durchgeht
1. Seien Sie Ihrem Gesprächspartner gegenüber feinfühlig. Lassen Sie sich vom
Heiligen Geist leiten. Die einfachste Weise, „Gott persönlich kennen lernen“ zu
erklären, besteht im Vorlesen des Heftchens, wobei der andere mit in das Heft
schaut und die Worte mitliest. Achten Sie darauf, dass Ihre Erklärung nicht
mechanisch wird. Denken Sie daran: Sie teilen nicht nur Grundsätze mit,
sondern Sie machen die Person mit Christus bekannt. „Gott persönlich kennen
lernen“ soll nur ein Hilfsmittel sein, um das Evangelium wirksam
weiterzusagen. Beten Sie, dass Gottes Liebe durch Sie zum Ausdruck kommt.
2. Kommen Fragen auf, die vom Thema abweichen, so erklären Sie, dass die
meisten Fragen beim Durchlesen von „Gott persönlich kennen lernen“
beantwortet werden. Oder sagen Sie: „Das ist eine berechtigte Frage. Vielleicht
sollten wir zuerst das Heftchen durchlesen und dann darüber sprechen.“
3. Scheint überhaupt keine Reaktion da zu sein, unterbrechen Sie und fragen:
„Verstehen Sie, was hier gemeint ist?“
4. Halten Sie das Heftchen so, dass man es deutlich sehen kann. Benutzen Sie
einen Stift zum Aufzeigen wichtiger Punkte. Das fördert die Aufmerksamkeit.
5. In einer Gruppe sollte jeder ein Heftchen „Gott persönlich kennen lernen“
haben. Beten Sie mit denen, die Interesse zeigen, Christus aufzunehmen. Ist
einer daran interessiert, seien Sie rücksichtsvoll und – das sollte meistens der
Fall sein – beten Sie mit ihm allein.
a. Achten Sie darauf, dass Ihr Gesprächspartner versteht, dass wir Jesus durch
den Glauben aufnehmen. Wenn jemand das Einladungsgebet spricht, ohne daran
zu glauben, dass Jesus es gemäß seiner Verheißung (siehe Offenbarung 3,20)
erhören wird, wird nichts geschehen.
b. Überlassen Sie es dem anderen, ob er lieber ein selbstformuliertes Gebet oder
das aus dem Heftchen beten möchte. Einige werden auch ein stilles Gebet
vorziehen.
7. Hat jemand schon von „Gott persönlich kennen lernen“ gehört, fragen Sie
ihn, was er davon hält und ob er irgendwelche Fragen habe. Ist er daran
interessiert, obwohl Kernpunkte des Evangeliums ihm noch unverständlich sind,
so gehen Sie noch einmal das Heft mit ihm durch.
8. Wenn jemand beim ersten Zusammensein mit Ihnen Christus nicht aufnimmt,
versichern Sie ihm, dass Sie bereit sind, ihm weiterhin in diesen Fragen zur
Verfügung zu stehen.
a. Vereinbaren Sie einen anderen Termin mit ihm, wenn er interessiert ist.

31
b. Beten Sie für ihn. Ergibt sich die Gelegenheit, fragen Sie ihn, ob er noch
weiter über Ihre Unterhaltung nachgedacht habe oder weitere Fragen stellen
möchte.

III. Wie man jemanden ermutigt, Christus im Gebet aufzunehmen


Haben Sie das Heftchen „Gott persönlich kennen lernen“ jemandem erklärt,
dann gibt es nur eine Möglichkeit, um festzustellen, ob der andere bereit ist,
Christus im Gebet aufzunehmen: Geben Sie ihm die Möglichkeit, sich jetzt zu
entscheiden. Oftmals scheint jemand zuerst etwas gleichgültig zu sein.
Konfrontiert man ihn dann aber mit der konkreten Gelegenheit, so kann er bereit
sein, im Gebet Jesus Christus als Herrn und Erretter in sein Leben aufzunehmen.
Darum:
1. Nach dem Erklären des „Gott persönlich kennen lernen“ sollten Sie auf alle
Fälle fragen:
a. „Welcher Kreis stellt Ihr Leben dar?“
b. „Welchen Kreis würden Sie für Ihr Leben bevorzugen?“
2. Erklären Sie, wie man Christus im Gebet aufnehmen kann.
3. Lesen Sie das Gebet vor.
4. Fragen Sie: „Entspricht dieses Gebet Ihrem Verlangen?“
5. Machen Sie hier eine Pause für das Gebet. Achten Sie darauf, dass er das
Gebet lesen kann.
6. Wenn er zögert, laut zu beten, fragen Sie: „Möchten Sie mir das Gebet
nachsprechen?“
7. Wünscht jemand leise zu beten, können Sie ihm vorschlagen, zum Schluss
laut „Amen“ zu sagen, damit Sie danach auch noch für ihn beten können.

32
Notizen und Fragen:

33
Notizen und Fragen:

34
Ebenso wie es Naturgesetze gibt, die im physikalischen Bereich gelten, gibt es
auch für den geistlichen Bereich Grundsätze, die unser Verhältnis zu Gott
bestimmen.

ERSTER GRUNDSATZ

Gott LIEBT Sie und hat einen PLAN für Ihr Leben.

(Die hier angegebenen Bibelstellen sollten möglichst in ihrem Zusammenhang


gelesen werden.)

Gottes Liebe
„Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass
alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“
(Johannes 3, 16).

Gottes Plan
Christus spricht: „Ich bin gekommen, um das Leben in seiner ganzen Fülle zu
bringen“ (ein inhaltsreiches und sinnerfülltes Leben) (Johannes 10, 10).

Warum ist dieses Leben den meisten Menschen als Realität nicht greifbar?

35
Begründung
ZWEITER GRUNDSATZ

Der Mensch ist SÜNDIG, er ist von Gott GETRENNT. Deshalb kann er die
Liebe und den Plan Gottes für sein Leben weder erkennen noch erfahren.
Der Mensch ist sündig
„Alle haben gesündigt und können deshalb nicht vor Gott bestehen“ (Römer 3,23).
Der Mensch wurde geschaffen, um- in der Gemeinschaft mit Gott zu leben. In
seinem Eigenwillen entschied er sich gegen den Schöpfer und wählte seinen
eigenen, von Gott unabhängigen Weg. Die Gemeinschaft mit Gott war zerstört.
Dieser Eigenwille, den die Bibel als Sünde bezeichnet, wird durch eine Haltung
aktiver Auflehnung oder passiver Gleichgültigkeit gekennzeichnet.

Der Mensch ist von Gott getrennt


„::: und Eure Sünden verbergen das Angesicht Gottes vor Euch“ (Jesaja 59, 2).

Gott ist heilig. Der Mensch ist sündig. Zwischen


beiden ist eine tiefe Kluft. Der Mensch ist ständig
bemüht, um Gott und ein sinnerfülltes Leben zu
erreichen.
Aber alle seine eigenen Anstrengungen, diese
Trennung zu überbrücken, z. B. durch gutes Leben,
Philosophie, Religiosität usw., sind vergeblich.

Der dritte Grundsatz zeigt uns den einzigen Ausweg aus diesem Dilemma ...

36
DRITTER GRUNDSATZ

Jesus Christus ist Gottes EINZIGER Ausweg aus der Sünde des Menschen.
Durch ihn können Sie die Liebe Gottes und seinen Plan für Ihr Leben
kennen lernen und erfahren.
Er starb stellvertretend für uns
„Gott aber beweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist,
als wir noch Sünder waren“ (Römer 5, 8).
Er ist auferstanden von den Toten
„Christus ist für unsere Sünden gestorben ...
Er ist begraben und am dritten Tag vom Tod erweckt worden, so wie es in den
Schriften vorausgesagt war. Darauf hat er sich Petrus gezeigt, dann dem ganzen
Kreis der Jünger. Später sahen ihn über fünfhundert Brüder auf einmal“
(1.Korinther 15, 3-6).

Er ist der einzige Weg


„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Johannes 14, 6).

Gott hat durch sein Handeln die Kluft überbrückt,


die uns von ihm trennt; er sandte seinen Sohn Jesus
Christus, damit er stellvertretend für uns sterben
sollte.

Diese drei Grundsätze zu kennen, ist zu wenig ...

37
VIERTER GRUNDSATZ

Wir müssen Jesus Christus durch persönliche Einladung als Erlöser und
Herrn AUFNEHMEN. Dann können wir die Liebe Gottes und seinen Plan
für unser Leben erfahren.

Wir müssen Jesus Christus aufnehmen


„Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden,
die an seinen Namen glauben“ (Johannes 1, 12).

Wir nehmen Jesus Christus durch Glauben auf


„Ihr seid durch die göttliche Gnade gerettet, weil ihr glaubt. Es ist nicht eure
eigene Tat, sondern ein Geschenk Gottes. Keiner hat Grund, darauf stolz zu
sein“ (Epheser 2, 8-9).

Wir nehmen Christus durch persönliche Einladung auf


Christus spricht: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine
Stimme hört und mir die Tür öffnet, bei dem will ich eintreten“ (Offenbarung 3,
20). Christus aufnehmen heißt auch, sich von sich selbst weg und Gott
zuwenden: es heißt, Christus zu vertrauen, dass er in unser Leben eintritt, dass
er unsere Sünden vergibt und dass er uns so umgestaltet, wie Gott uns haben
will. Den Ansprüchen Christi nur intellektuell zuzustimmen, ist ebenso
unzureichend wie eine bloße Gefühlsregung.
Diese beiden Kreise stellen zwei Lebenseinstellungen dar:

Welcher Kreis stellt Ihr Leben dar?

Weichen Kreis würden Sie für Ihr Leben bevorzugen?

Im folgenden wird erklärt, wie man Christus einlädt:

38
Sie können jetzt im Glauben durch Gebet Christus aufnehmen. (Beten heißt,
mit Gott reden)
Gott kennt Sie. Ihm kommt es nicht auf gut formulierte Worte an, sondern auf
Ihre ehrliche Einstellung. Mit folgenden Worten könnte man ein Reden mit Gott
beginnen:

„Herr Jesus Christus, bisher habe ich ohne Dich gelebt. Ich habe gegen
Dich gesündigt. Ich öffne Dir mein Leben und bitte Dich, mein Herr und
Erlöser zu sein. Vergib meine Schuld. übernimm die Herrschaft in meinem
Leben und verändere mich so, wie Du mich haben willst.“

Entspricht dieses Gebet Ihrem Verlangen? Wenn ja, dann machen Sie es jetzt zu
Ihrem eigenen Gebet, und Christus wird so, wie er es versprochen hat, in Ihr
Leben eintreten.

Gewissheit über die Gegenwart Christi in Ihrem Leben

Haben Sie Christus in Ihr Leben eingeladen? In Offenbarung 3, 20 verspricht


Christus, dass er in Ihr Leben eintreten wird. Er hält sein Wort. Wo ist er
demnach? Auf Grund welcher Autorität können Sie also wissen, dass Gott Ihr
Gebet beantwortet hat? (Die Glaubwürdigkeit Gottes und seines Wortes.)
Die Bibel sagt, dass alle, die Christus aufnehmen, ewiges Leben haben

„Gottes Aussage aber besagt: Gott hat uns ewiges Leben gegeben, und wir
erhalten dieses Leben in seinem Sohn. Wer den Sohn Gottes hat, der hat das
Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Das habe ich
euch, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt, geschrieben, damit ihr
wisst, dass ihr das ewige Leben habt“ (1.Johannes 5,11-13). Danken Sie Gott oft
dafür, dass Christus in Ihnen lebt und dass er Sie nie verlassen wird (Hebräer
13,5). Weil Sie ihm auf Grund seines Wortes vertrauen, dürfen Sie wissen, dass
der lebendige Christus in Ihnen wohnt und dass Sie ewiges Leben haben. Was er
verspricht, das hält er.

Welche Rolle spielt das Gefühl?

39
Das Gefühl ist nicht ausschlaggebend

Entscheidend ist die Verheißung Gottes in seinem Wort, nicht unser Gefühl. Der
Christ lebt im Glauben (im Vertrauen auf die Glaubwürdigkeit Gottes und
seines Wortes). Die Zeichnung soll das Verhältnis zwischen Tatsache (Gott und
sein Wort), Glaube (unser Vertrauen in Gott und sein Wort) und Gefühl (Folge
von Glaube und Gehorsam) (Johannes 14,21) veranschaulichen.

Der Zug fährt mit und ohne Anhänger. Den Zug vom Anhänger ziehen zu
lassen, wäre zwecklos. Ebenso sind wir als Christen nicht von Stimmungen und
Gefühlsbewegungen abhängig, sondern wir setzen unser Vertrauen (unseren
Glauben) auf die Glaubwürdigkeit Gottes und auf die Zusagen in seinem Wort.

Sie haben Christus beim Wort genommen

In dem Moment, in dem Sie Christus durch einen Glaubensschritt angenommen


haben, ist u.a. folgendes geschehen:

1. Christus ist in Ihr Leben gekommen (Offenbarung 3,20; Kolosser 1,27).


2. Ihre Sünden sind vergeben worden (Kolosser 1,14).
3. Sie sind ein Kind Gottes geworden (Johannes 1,12).
4. Sie haben begonnen, an dem sinnerfüllten Leben, für das Gott Sie geschaffen
hat, teilzunehmen (Johannes 10,10; 2.Korinther 5,14-15 und 17).

Sie sollten gleich jetzt Gott für das danken, was er für Sie getan hat. Danken ist
ein Ausdruck des Glaubens.

Was nun?

40
Wie man als Christ wächst

Geistliches Wachstum folgt aus dem täglichen Vertrauen zu Jesus Christus.


„Der Gerechte wird durch den Glauben leben“ (Galater 3, 11). Ein Leben im
Glauben führt dazu, dass man Gott immer mehr in allen Einzelheiten seines
Lebens vertraut und folgende Punkte praktiziert:
Beten – Sprechen Sie täglich mit Gott (Johannes 15,7).
Bibel – Lesen Sie täglich Gottes Wort (Apostelgeschichte 17,11).
Beginnen Sie mit dem Johannesevangelium
Bezeugen – Bekennen Sie Christus täglich durch Wort und Tat
(Matthäus 4,19; Johannes 15, 8; Galater 4, 6).
Gehorsam – Gehorchen Sie Gott jeden Moment Ihres Lebens
(Johannes 14, 21).
Glaube – Vertrauen Sie Christus täglich mit allen Einzelheiten Ihres
Lebens (1.Petrus 5,7).
Geist Gottes – Lassen Sie Ihr tägliches Leben und Zeugnis von Ihm leiten
(Galater 5,16-17; Apostelgeschichte 1,8).

Die Bedeutung der Gemeinde

In Hebräer 10, 25 werden wir ermahnt, die Gemeinschaft gläubiger Christen


nicht zu verlassen und uns gegenseitig zu ermutigen. Mehrere Scheite
zusammen brennen hell; legt man aber eins davon zur Seite, so erlischt das
Feuer rasch. So verhält es sich auch mit Ihrer Beziehung zu anderen Christen.
Wenn Sie noch nicht zu einer Gemeinde gehören, in der Christus geehrt und
sein Wort verkündet wird, ergreifen Sie selbst die Initiative. Suchen Sie
regelmäßig die Gemeinschaft mit anderen, die auch Christus als ihren Erlöser
kennen und seine Liebe erfahren.

Wollen Sie das Erlebte weitersagen?

41
Notizen und Fragen:

42