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Romantik Eichendorff – Aus dem Leben eines Taugenichts

Gebrüder Grimm – Der Froschkönig

Realismus Theodor Storm – Der Schimmelreiter

Theodor Fontane – Effi Briest

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben - Deutschlandlied

Naturalismus Gerhart Hauptmann – Bahnwärter Thiel

Romantische Aspekte der Twilight Saga


 romantische Figur aus der Welt des Fantastischen (Edward ist ein Vampir und Gentleman, er ist
gebildet, höflich und, völlig unpopulär)
 Edward = gequälte Seele, melancholisch,
 Rebel with a Cause, der von sich selbst sagt, er sei altmodisch. Seine Werte und Vorstellungen sind
radikal und konsequent konservativ, Edward verlangt von Bella ihn erst zu heiraten, bevor er
einwilligt, sie zu einem Vampir zu machen. Sein Motiv war und ist die Liebe, in ihrer reinsten und
ehrbarsten Form.
 Waldlandschaften um Forks, magische Schauplätze
 Der sehnliche Wunsch nach der wahren, reinen Liebe im unberührten, idyllischen Wald zu finden
ist,
 Bella folgt dem Prinzip der Intuition statt Wissenschaftlichkeit; Poesie und Liebe statt
Gelehrsamkeit; Einheit undHarmonie satt Trennung
 Vorliebe für Schwellensituationen (Dämmerung, Zwielicht, Mond, Sterne; Blick aus dem Fenster)
 Entdeckung des Unbewussten und Irrationalen. Erfahrungen wie Abgründe der Seele, Nachtseiten
des Lebens, Doppelgängertum,
 Das Leben wird zum Traum
 Vorliebe für Nacht und Tod 

Caspar David Friedrich


Um die Romantik in ihrer komplexen Ganzheit erfassen zu können, ist es notwendig, einen Blick auf die
Malerei zu werfen. 

Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich sieht. Sieht er
aber nichts in sich, so unterlasse er auch zu malen, was er vor sich sieht. ( Caspar David Friedrich )

Ein Bild muss empfunden, nicht erfunden sein. ( Caspar David Friedrich )

Wir träumen von Reisen durch das Weltall: ist denn das Weltall nicht in uns? Die Tiefen unseres
Geistes kennen wir nicht. – Nach innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns, oder nirgends ist die
Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft. (Novalis)
Romantische Gemälde haben häufig eine religiöse Komponente. Es geht dabei aber nicht
unbedingt um Religiosität im orthodoxen Sinn, sondern das Göttliche offenbart sich im individuellen
Erlebnis von Naturschönheit. Man hat diese Religion einen christlichen Pantheismus genannt.
Caspar David Friedrichs Landschaften sind also nicht „echt"; sie sind keine Imitate der Natur,
sondern in ihnen zeigt sich gewissermaßen eine kosmische Ordnung, deren Widerschein im Innern
des betrachtenden Menschen zu finden ist .

In einem Landschaftsbild reflektiert die Außenlandschaft die Innenlandschaft und umgekehrt. Die
Natur wird zum Ausdruck des menschlichen Innern, das wiederum durch sie nach außen geholt und
im Gemälde entäußert wird.

Der Mönch am Meer

Der “Mönch am Meer” ist Friedrichs wohl bekanntestes Gemälde. Es brach mit jeder bis dahin
gültigen Tradition der Natur- wie auch der Porträtmalerei. Interessant sind beim Mönch am Meer die
Anteile der einzelnen Bildelemente. So gehören z.B. fast 4/5 dem Himmel und nur 1/5 der Erde. Der
Mensch ist – in seiner ganzen Nichtigkeit angesichts der Umgebung – das einzige vertikale Element
im Bild, aber er ist zu klein, um die Horizontlinie zu überblicken

Wichtig für das Verständnis von Caspar David Friedrichs Bildern ist zum einen seine Verwendung
vertikaler und horizontaler Linien. Häufig überspannen einzelne Bildelemente, wie z.B. eine Ruine,
die Masten eines Segelschiffes, ein Baum oder auch ein Mensch, die Horizontlinie und stellen damit
eine Verbindung von Diesseits und Jenseits her.

Mehr als zwei Jahre arbeitete Caspar David Friedrich an diesem seinem Hauptwerk. Immer wieder
veränderte er Einzelheiten; so tilgte er beispielsweise zwei Segelschiffe links und rechts des
Mönchs und den Mond sowie den Morgenstern. Das Gestaltungsprinzip heißt also Reduktion – und
zwar auf das Verhältnis des winzigen Mönchs – als solcher gewissermaßen ein Bindeglied
zwischen Diesseits und Jenseits – und dem alles beherrschenden dunklen, dunstverhangenen
Horizont und der schwarzen See.  Der Mensch ist der grenzenlosen Weite des Unendlichen
kompromisslos ausgeliefert.  Das Bild ist horizontal gegliedert, es hat einen tief liegenden Horizont,
wodurch der Kosmos noch dominanter wird. Der Betrachter nimmt automatisch die Position des im
Rückenbild dargestellten Mönchs ein. Er „schaut", was in diesem vorgehen könnte. Religion wird
zum „Anschauen des Universums". Allein die Tatsache, dass die einzige Person des Bildes gerade
ein „Mönch" ist, ein irdischer Mensch, der sich dem Ewigen verschrieben hat, zeigt den
metaphysischen Gehalt des Gemäldes.

Rückenbilder

David Friedrichs hatte eine Vorliebe für Rückenbilder. Es ist in der Malerei überaus ungewöhnlich,
dass Personen von hinten dargestellt werden.

Das Fenster spielt in zahlreichen Texten der Romantik eine zentrale Rolle, ist Zugang nach
draußen, Verbindung zum Außerpersönlichen und Ausdruck des Wunsches nach innerer Befreiung
und nach dem Erlebnis freier Natur, gleichzeitig aber auch nach Geborgenheit und Häuslichkeit,
von der aus die „gefährliche" Welt gut betrachtet werden kann.
 

J.v.Eichendorff
Sehnsucht
Es schienen so golden die Sterne,
Am Fenster ich einsam stand
Und hörte aus weiter Ferne
Ein Posthorn im stillen Land.
Das Herz mir im Leib entbrennte,
Da hab' ich mir heimlich gedacht:
Ach, wer da mitreisen könnte
In der prächtigen Sommernacht!
Das lange 19. Jahrhundert
Geschichte

Die Forschung spricht im Allgemeinen von einem langen 19. Jahrhundert, das mit der französischen
Revolution von 1789 beginnt und mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 endet. Es ist die
Zeit der Industrialisierung und des Imperialismus. Die Lebensweise der Menschen verändert sich
dramatisch, Auf Suche nach Arbeit zieht die Bevölkerung vom Land in die Städte.

Mit der Industrialisierung wird die Eisenbahn und die Dampfschifffahrt aufgebaut. Zwischen den
Kohleabbaugebieten, den industrialisierten Zentren und den bestehenden Handelsmetropolen entwickeln
sich Verkehrsnetze.

Das Bürgertum entwickelt sich und prägt die Kunst und Kultur dieses Jahrhunderts. In der Wirtschaft
kommt das Prinzip des Liberalismus auf, der den Bürgern und ihrer Initiative größte Freiheit lässt .Die
Schulpflicht für Jungen wird eingeführt, doch werden Arbeiterkinder oft frühzeitig aus der Schulbildung
genommen, um für den Familienunterhalt zu sorgen. Zudem hatten bei Kindern auf dem Land der Hof und
die Ernte immer Vorrang vor der Schulpflicht. Über Kunst, Literatur und Musik spricht man in den oberen
Schichten.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entsteht die Arbeiterbewegung und der Sozialismus wird zu
einem zentralen Begriff. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entsteht die Arbeiterbewegung und der
Sozialismus wird zu einem zentralen Begriff. Darwin veröffentlicht seine Evolutionstheorie.

Ende des 19. Jahrhunderts sind Europas Metropolen mit dem Zug erreichbar, Informationen werden ohne
Zeitverzug elektronisch vermittelt. Reisegeschwindigkeiten sind durch den Zugverkehr verkürzt. Mit
Dampfschiffen kann man von einem Kontinent zum anderen gelangen. Die Wirtschaft ist Ende des 19.
Jahrhunderts weltweit eng verbunden.

Das 19. Jahrhundert kann in drei Epochen aufgeteilt werden:

I Romantik
II Realismus
III Naturalismus

I Die Romantik

Die Bezeichnung „Romantik“ erscheint zum ersten Mal 1789 bei Novalis. Die romantischen Dichter waren
überzeugt, mit ihren Werken das Irreale zu verwirklichen und die Welt zu verändern d.h. die Harmonie
zwischen Mensch und Natur, Bürger und Staat, Diesseits und Jenseits wieder zu erreichen. Im heutigen,
allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet der Begriff Romantik mit dem Adjektiv romantisch die Eigenschaft
einer Sache oder eines Ereignisses, Menschen mit Liebe und Sehnsucht zu erfüllen.

Romantik bedeutet in diesem Sinne Abwendung von der Antike und von klassischen Vorbildern. Die
Romantiker wenden sich ab von klassischen Formen und wenden sich der Sagen- und Mythenwelt des
Mittelalters zu. Das Mittelalter gilt als Ideal und wird verherrlicht.

Man unterscheidet zwischen Frühromantik (ca. 1795–1804), Hochromantik (ca. 1804–1815) und
Spätromantik (ca. 1815–1848).

Die Frühromantik wurde von den Ideen der Französischen Revolution beeinflusst; Universalismus,
Kosmopolitismus und Pantheismus Ein wichtiges Merkmal ist der „Sinn fürs Unendliche“. Hauptvertreter
sind die Philosophen Fichte und Schelling und die Dichter Novalis und Tieck.
Die Spätromantik ist Ausdruck der Enttäuschung über die Französische Revolution.

Die Grundthemen der Romantik sind Gefühl, Leidenschaft, Individualität sowie Seele, vor allem die
gequälte Seele. Romantik entstand als Reaktion auf die Vernunfttheorie der Aufklärung.

Die Romantiker wollen die Welt heilen, Gegensätze zusammenführen und Harmonie schaffen.

Die romantische Liebe ist eine Synthese von sinnlicher und seelischer Liebe. Die Liebe ist die schönste
Verkörperung des Geistes.

In der romantischen Literatur sind weder Form noch Inhalt sind festgelegt. So werden Lieder, Erzählungen,
Märchen und Gedichte ineinander vermischt. Poesie, Wissenschaft und Philosophie werden miteinander
verbunden.

Wichtige Motive der Romantik sind die Sehnsucht, das Fernweh, der Müßiggang

Schauplätze der Romantik sind oft Friedhöfe, Ruinen, alte Burgen, dunkle Wälder, Höhlen und
Naturlandschaften. Das Dargestellte ist oft übernatürlich oder märchenhaft.

UNIVERSALISMUS es gibt allgemeingültige Normen und Prinzipien

SEELE die Gesamtheit aller Gefühle und geistigen Vorgänge eines Menschen oder eines

Tieres

FRIEDHOF Ort, wo Tote begraben werden

DAS UNENDLICHE die Ewigkeit

KOSMOPOLITISMUS die Menschheit ist in allen ethnischen und sozialen Ausformungen als Einheit zu

sehen und Bestandteil der kosmischen Ordnung

MÜSSIGGANG das Nichtstun

RUINE Reste eines Gebäudes

LEIDENSCHAFT starke Neigung, Drang, der das gesamte Denken, Fühlen und Wollen beherrscht.

PANTHEISMUS das Universum ist ein Teil Gottes, Gott wohnt allen Lebewesen und Pflanzen inne

SEHNSUCHT ein inniges Verlangen nach einer Person oder Sache, die man liebt oder begehrt. Sie

ist mit dem schmerzhaften Gefühl verbunden, den Gegenstand der Sehnsucht nicht

erreichen zu können

FERNWEH/WANDERLUST der stete innere Antrieb, zu Fuß die Natur und die Welt fern der Heimat zu entdecken

Komponisten der Romantik:

Felix Mendelssohn Bartholdy, Frédéric Chopin, Franz Liszt, Franz Schubert, Robert Schumann, Richard
Strauss,

Maler der Romantik:

Caspar David Friedrich, William Turner, John Constable


Erfindungen des 19. Jahrhunderts

1814 Dampflokomotive (Stephenson)

1838 Telegraphen (Morse)

1838 Fotografie

1876 Telefon (Alexander Graham Bell)

1879 Elektro-Glühbirne. (Edison)

1885 das erste Motorrad (Gottlieb Daimler)

1888 der erste Kinofilm (Brüder Lumière)

1896 drahtlose Telegraphie (Marconi)

Röntgenaufnahme (Wilhelm Conrad Röntgen)

1898 Radium (Madame Curie)