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73. JAHRGANG 2. Januar• Haft 1931 Nr. 2

Produktiver Jahresanfang VxüJfsetuUc


In den ersten Monaten des neuen
In den Jahren nach der Währungsreform mußte sich die deutsche Radiowirtschaft Jahres widmen sich die meisten
wieder daran gewöhnen; mit begründeter Sorge der jeweiligen Entwicklung der ersten Jah­ Werkstattechniker der Verbesse­
reshälfte entgegenzusehen. Im Baujahr 1950/51 verdanken wir verschiedenen Faktoren eine rung und Ausgestaltung der vor­
etwas optimistischere Perspektive für diesen, kritischen Zeitabschnitt. handenen technischen Einrichtun­
Zunächst dürfen wir feststellen, daß die Saison 1950 die Spitzenmonate der Nachkriegs­ gen. Die etwas ruhigeren Zeiten
produktion und auch des Nachkriegsumsatzes gebracht hat. Zugleich konnte die laufende bieten ausreichend Gelegenheit da­
Abwärtsentwicklung des Preisniveaus zur Zeit der Düsseldorfer Funkausstellung ihren zu. Meß- und Prüfeinrichtungen
Tiefstand erreichen. Im Vergleich zum zweiten Halb ahr J948 ist der durchschnittliche Fa­ werden überholt erweitere und
brikationswert je Gerät auf etwa die Hälfte abgesunken Wenn die Preise auch im gegen­ modernisiert. Jeder Praktiker weiß,
wärtigen Zeitpunkt einen gewissen Anstieg von etwa 5 % aufweisen können, so bietet die daß die Rentabilität einer Radio­
immer noch relativ niedrige Preislage des deutschen Radiogerätes einen großen Kaufanreiz, werkstatt in hohem Maße von der
wenn man die Preiskalkulation anderer wesentlich höher liegender Industrieerzeugnisse Zweckmäßigkeit der technischen
zum Vergleich heranzieht Übrigens hat sich gezeigt, daß der deutsche Hörer nicht unbe­ Ausstattung abhängt
dingt das billigste Gerät bevorzugt, sondern b<^i gesenkten Preisen dazu neigt, den hoch­ Da heute schon der Überwienende
wertigeren Empfänger zu billigerem Preis zu kaufen Diese Tatsache auszunutzen, dürfte Teil der neu produzierten Empfän­
insbesondere bei jenen Interessenten nicht schwer fallen d e ihr veraltetes Gerät durch ger einen UKW - Bereich enthält
ein neues zu ersetzen wünschen. Da ferner in letzter Zeit die Löhne gestiegen sind, und und in vielen Gegenden West­
die Tendenz zu Preissteigerungen allgemein andauer wird aller Voraussicht nach die dies­ deutschlands etwa 55% aller Rund­
jährige Zwischensaison günstigere Absatzziffern erwarten assen insbesondere wenn man das funkteilnehmer UKW-Hörer gewor­
Bestreben der Industrie berücksichtigt, in dieser Periode ausgesprochene Verkaufsschlager den sind, muß die Radiowerkstatt
herauszuoringen wie z. B. einen Autosuper zu DM 248.— oder einen leistungsfähigen Zweit­ von heute in der Lage sein, etwaige
super für DM 155.—. im UKW - Teil auftretende Fehler
Während bisher die meisten Fabriken zum Jahresanfan außerordentlich vorsichtig dis­ ebenso sorgfältig und zuverlässig
poniert haben, und man früher in gewissem Sinne von einer Stagnation der Radioindu­ zu beheben, wie man es von einer
strie sprechen konnte, zeigen die Produktionsabsichten in diesem Jahre einen starken Auf­ fachmännisch geleiteten Kunden­ i
trieb, den man hauptsächlich auf die befriedigende Entwicklung der UKW-Technik und auf dienststätte verlangt Hierzu sind
gewisse Fernsehvorbereitungen zurückführen darf. So sind an die Stelle von Betriebsein­ Meß- und Prüfeinrichtungen er­
schränkungen und Personalentlassungen nunmehr bei zahlreichen Firmen Neueinszellungen forderlich. zu denen in erster Linie
von Spezialkräften und kaufmännischen Angestellten getreten. Man hört auch im Zu­ ein UKW-Prüfsender gehört.
sammenhang mit der Fertigung von UKW- Geräten von Betriebserweiterungen durch Neu­ Für Radiowerkstätten kommen
bauten. Die Fertigstellung weiterer FM - Rundfunksender bietet in diesen Tagen einen heute zwei Typen von Prüfsendern
wesentlichen Anreiz zum Kauf eines geeigneten Zusatzgerätes oder eines neuen Empfängers mit in Betracht. Die erste Ausführung
UKW - Bereich. Dieser Ausbau des UKW-Sendernetzes ermöglicht es dem Radiohandel, umfaßt lediglich den UKW-Bereich
in den neu erschlossenen Gebieten während der Zwischensa: :on 1951 mehr neue Geräte ab­ 75...100 MHz und eignet sich als
zusetzen als im Vorjahr. Erfreulicherweise konnte der UKW - Rundfunk gerade im letzten Ergänzungsgerät zu dem bereits
Vierteljahr angesichts der immer schlechter werdenden MW - Empfangsverhältnisse viele vorhandenen Meßsender für MW,
neue Freunde gewinnen, so daß man neuerdings auch in kritisch eingestellten Kreisen immer LW und KW. Dieser UKW-Ptüf-
mehr die Existenzberechtigung des UKW-FM-Rundfunks anerkennt. Wir wissen, wie sehr sender wird also in Werkstätten
viele Rundfunkhörer mit Sehnsucht auf die Inbetriebnahme ihres UKW - Senders warlen, mit bereits vollständiger Einrich­
der wenigstens für den Orts- und Bezirksempfang des betreffenden Gebietes die bestehen­ tung verwendet werden können.
den Empfangsschwiangkeiten zu beseitigen verspricht. Die Errichtung neuer UKW-Stationen Für den rauhen Werkstaitbetrieb
bedeutet andererseits eine Verpflichtung neuen technischen Personals, die gerade im gegen­ erweisen sich nur solche Prüfsender
wärtigen Zeitpunkt als erfreulich bezeichnet werden darf. . als nützlich, die sorgfältig abge-
Auch das Fernsehen gibt der Tätigkeit der Radioindustrie einen starken Impuls. So be­ schirmt sind und einen Ausgangs­
teiligen sich zahlreiche Firmen an der Erarbeitung der Grundlagen für den Bau eines deut­ spannungsregler aufweisen.
schen Fernsehnetzes. Zu den vordringlichen Entwicklungsaufgaben, die z. Z. gelöst werden, Wer noch keinen Prüfsender be­
gehören u. a. Dezimeterwellenanlaaen für den drahtlosen Programmaustausch und Fernseh- sitzt und sich mit der Neueinritfx-
Meßsender. Wenn auch mit dem Absatz von Fernsehempfängern erst nach Errichtung einiger tung eines Arbeitsplatzes beschäf­
Fernsehsender gerechnet werden kann, bildet die Entwicklung technisch einwandfreier tigt, wird am zweckmäßigsten eine
Fernsehempfänger eine weitere wichtige Aufgabe. Fernsehfachleute gehören heute zu den Ausführung für alle Wellenbereiche
begehrtesten Spezialisten. In den Laboratorien vieler zukünftiger Fernsehgerätehersteller bevorzugen. Dieses Meßgerät soll
wird emsig gearbeitet und man darf erwarten, daß der Öffentlichkeit im Laufe dieses Jah­ also MW, LW, KW UKW und den
res die Ergebnisse dieser von der deutschen Radioindustrie getragenen Entwicklungstätig­ Zf-Bereich erfassen, dabei aber im
keit zugänglich gemacht werden. Bereich um 10 MHz mit Band­
Es gehört nun zu den wichtigsten Aufgaben des Rundfunks, die intensiven Fernseh­ abstimmung ausgerüstet sein, um
bemühungen der Industrie durch gleichwertige Bestrebungen auf der Senderseite zu er­ die Zf-Stufen des UKW-Teiles rich­
gänzen. Der UKW - Rundfunk hat gelehrt, daß das Vorhandensein leistungsfähiger Emp­ tig abgleichen zu können.
fänger allein nicht genügt, um ein neues Sendeverfahren einzuführen, sondern die Existenz Im FUNKSCHAU - Labor sind
eines lückenlosen Sendernetzes voraussetzt. Es ist unzureichend, wenn nur eine Sendegesell­ zwei Prüfsender der beschriebenen
schaft, wie z. B. der NWDR Fernsehsender errichten wird. Auch in den anderen Sende­ Art entwickelt worden. Das erste
bezirken müssen Stationen aufgestellt werden. Es wäre dringend angezeigt, weim sich ins­ Gerät, das einen UKW-Prüfsender
besondere die süddeutschen Sendegesellschaften so schnell wie möglich über den Bau von darstellt, ist in diesem Heft auf
Fernsehsendern in ihren Gebieten klar werden. Ähnlich wie beim UKW-Rundfunk kommt Seite 27 beschrieben worden, wäh­
man in der ersten Entwicklungsperiode mit Leistungen von 1 kW gut aus. Im zweiten Auf- rend der für alle Wellenbereiche
bau?bschnitt wird man zu größeren Sendeenergien übergehen. Sender mit 10 kW Leistung eingerichtete Service - Oszillator in
ermöglichen einen einwandfreien Fernsehbetrieb, wie auch die Ausländserfahrungen bestätigen einem der nächsten Hefte ver­
konnten. , . _ öffentlicht werden loird. Wir hof­
Nach der vorliegenden NWDR-Planung wird zunächst ein etwa 1% Jahr dauernder Ver­ fen damit allen Werkstatt - Prakti­
suchsbetrieb den Vorläufer des zukünftigen deutschen Fernsehens bilden. Im Rahmen dieses kern wertvolle Anregungen für die
Abschnittes soll im April 1951 ein 1 - kW - Sender in Hamburg in Betrieb genommen Modernisierung ihrer Arbeitsplätze
werden. Im Neubau des Funkhauses in Köln ist ferner ein kleines Fernseh-Studxo vorgesehen, geben zu können.
dessen Programme durch einen Fernseh-Aufnahmewagen mit Sendeeinrichtungen ergänzt wer­
den können. Diese in Deutschland hergestellte fahrbare Fernsehsendeanlage wird voraus­
sichtlich DM 500 000 — kosten. Die Programmöglichkeiten des NWDR - Fernsehens erweitern
Dezimeterwellen-Strecken nach Köln und Berlin.
Gegenwärtig überträgt der Hamburger 100- Watt-Versuchssender dreimal wöchentlich und des FRANZIS-VERLAGES, Berlin-
zwar montags, mittwochs und freitags von 20 bis 22 Uhr Fernseh-Programme. Bei der geringen Friedenau, Grazer Damm 155, Femnd
Sendeleistung ist der Empfang in größerer Entfernung naturgemäß erheblichen Stonmgen 716768, liefert die Zeitschriften FUNK­
unterworfen. Um die Sendungen einem größeren Kreis zugänglich zu machen, sind in Ham­
SCHAU and RADIO-MAGAZIN
burg Fernsehstuben in Hotels, Gaststätten und in Räumen und sämtliche Werke ___
worden und im Entstehen begriffen. Auch in den Schaufenstern trifft man J?*
Bereich des Hamburger Fernsehsenders befinden sich augenblicklichi etwa 50 Ferasehem^änger lages aus. Unsere Berliner Ki
in Betrieb. Mit einer wesentlichen Zunahme der »Fernsehteilnehmer kann ab April gerech­ sich tan Interesse
net werden, wenn der neue 1-kW-Sender seinen Betrieb eröffnet haben wird.
.
iT.l
24 FUNKSCHAU 1951

aktuelle funkschau Funktechnische Fachliteratur

Avsbm dos VaÜkaa-Soadors Fr«qa«nz-Änderung Methodische Fehlersuche


In Rundfunkempfängern
„PJ5 Rui^*unkeinrichtungen des Vatikans Der Bayerische Rundfunk hat die Frequenz Von Dr. A. Renardy. Heft 20 der Radio-'
*•z- ausgebaut. So sollen die Studios seines Nebensenders Augsburg auf 1142 kHz
Aufnahmegeräte erhalten und durch zwei (262,7 m) geändert. Praktiker-Bücherei. 64 Seiten. Mit 16 Bildern.
fahrbare Aufnahmeräume ergänzt werden. DM. —.90. Franzis-Verlag, München.
Es ist ferner der Bau eines 50-kW-Senders Wer sich als Anfänger der Reparaturtech­
geplant. Gegenwärtig errichtet der Vatikan Verdoppelter Radlogeräte-Export
nik mit der Fehlersuche in Rundfunkemp­
u. a. auch eine KW - Rundfunkstation mit Die Gesamtausfuhr der deutschen Elektro­ fängern befassen will, wird gern zu diesem
100-kW-Leistung, die aus Holland kommt. industrie hat im Jahre 1950 erstmalig nach . für den Rundfunkmechanikerberuf geschrie­
dem Kriege wieder die 300-Millionen-Grenze benen RPB-Bändchen greifen. Es bietet einen
Schwolsor Forasohwersacho erreicht und ist damit der Vorkriegsziffer Überblick über fortschrittliche Verfahren der
Die FemsehkommLssion empfiehlt als Vor­ nahegekommen. 1937 wurden bekanntlich für methodischen Fehlersuche, behandelt die
läufer eines späteren Fernsehdienstes einen 328 Millionen exportiert. Innerhalb des Elek- Spannungs-, Strom- und Widerstandsanalyse,
Versuchsbetrieb. Es wurde eine Programm­ tro-Exports ist die Ausfuhr von Erzeugnissen beschreibt die Signalzuführung und Signal­
kommission ins Leben gerufen. Weitere der Funkindustrie im letzten Jahr vom zehn­ verfolgung und geht auch auf die Fehler­
Kommissionen sollen sich mit Rechtsfragen ten auf den sechsten Platz aufgerückt und suche mit dem Katodenstrahl-Oszillografen
und technischen Fragen befassen. Die Fi­ dürfte einen Wert von 15 Millionen erreichen. ein. Bewährte Hilfsmethoden und Ratschläge i
nanzkommission konnte bereits ihre Tätig­ Fast 30 Prozent dieser Ziffer entfallen auf für die Praxis beschließen die allgemein ver­
keit aufnehmen. Die mit dem Versuchs­ den Radiogeräte-Export der Fa. Telefunken. ständlich abgefaßte Broschüre, die man dem
betrieb verbundenen Aufwendungen belau­ Nachwuchs sehr empfehlen darf.
fen sich auf ca. eine Mill. Franken jährlich. Mazda-Radioröhren -Vortrlebsgosellschait Radio-Röhren
U KW- Messungen Als nunmehr einzige autorisierte Vertre­ Wie sie wurden und was sie leisten. Von Her­
tung der Compagnie des lampes (Mazda), bert G. Mende. Heft 18/19 der Radio-Praktiker-
des Siddesischen Randlanks Paris, ist die Mazda-Radioröhren-Vertriebs-
Die Ausbreitungsmessungen, die der Ultra­ gesellschaft m.b.H., Stuttgart-W., Augusten- BUcherei. 128 Seiten mit 65 Bildern. DM. 1.80.
kurzwellen - Versuchszug des Süddeutschen straße 3, gegründet und mit der Einfuhr so­ Franzis-Verlag, München.
Rundfunks eine Woche lang in der Geis- wie Auslieferung von Mazda-Röhren für die Jeder, der sich mit der Radiotechnik be­
linger Gegend durchführen konnte, sind ab­ Westzonen beauftragt worden. Das im Rah­ faßt, wird früher oder später vor Röhren­
geschlossen. Für die Aufstellung eines Ultra­ men der Handelsverträge vorgesehene Ein­ probleme gestellt, deren Verständnis das
kurzwellensenders kommen je nach dem Er­ fuhrkontingent wurde vom Bundeswirt­ Wissen um den Aufbau und die Fabrikation
gebnis der Messungen der Ödenberg bei schaftsministerium zur Verfügung gestellt. der Röhren voraussetzt. Es ist daher sehr
Geislingen oder der Michelsberg bei Ober­ zu begrüßen, wenn der Verfasser im Rahmen
böhringen in Frage. Die Versuche hatten Indes Irle-Veröfientlichung eines Doppelbändchens der Radio-Praktiker-
den Zweck, festzustellen, von welchem Punkt Bücherei einen Einblick in die moderne Röh­
aus das ganze Stadtgebiet von Geislingen Die Philips Valvo Werke haben unter dem rentechnik bietet. Die heute in der Radio­
und das Filstal sowohl in Richtung nach Titel „Der Elektronenstrahl - Oszillograf und empfangstechnik üblichen Röhrenformen wer­
Göppingen als auch nach Wiesensteig am seine Anwendungen" eine 48 Seiten umfas­ den ausführlich beschrieben, während die
besten mit UKW versorgt werden können. sende Broschüre herausgebracht, die den verschiedenen Konstruktions- und Herstel­
In Göppingen selbst ist der Ultrakurzwellen­ Technikern in den Reparatur - Werkstätten lungsfragen ein weiteres, sehr aufschluß­
sender Degerloch noch recht gut zu hören. und Laboratorien auf diesem Spezialgebiet reiches Kapitel behandelt. Anschauliche Fo­
Unterlagen vermitteln soll. tos gewähren einen Einblick in den Fabrika­
UKW-Bericht« erwünscht tionsgang der Radioröhren, so daß die Bro­
Jtosboa des Berliner UKW-Polizei-Netzes schüre nicht nur für den Anfänger, sondern
Der Süddeutsche Rundfunk hat seit einiger auch für den Fortgeschrittenen interessante
Zeit sein zweites Programm auf Ultrakurz­ Im etappenweisen Ausbau sollen bis An­ Einzelheiten bietet.
welle begonnen. Für die weitere Pro­ fang des nächsten Jahres weitere 50 Polizei­
granunplanung wäre es von Interesse, zu er­ fahrzeuge mit FM-UKW-Funk-Sprechanlagen
fahren, in welchen Gebieten das Ultrakurz- durch Telefunken aus der Berliner Fertigung
wellen-Programm empfangen und gehört ausgerüstet werden. Die Zahl der ortsfesten «aste#''
wird. Der Süddeutsche Rundfunk bittet alle
Hörer, die dieses zweite Programm empfan­
Sender und die der Betriebszentralen wird
auf je vier erhöht. Damit wird die Polizei FUNKS C Hfle U
gen können, um kurze Mitteilung über Emp­ West-Berlins eines der größten FM-UKW-
fangsqualität, Art des benutzten Empfängers Funk-Sprechnetze der europäischen Groß­
und der Antenne. Die Anschrift lautet: Süd­ städte betreiben und kann dadurch noch
deutscher Rundfunk, UKW-Programm, Stutt­ wirkungsvoller als bisher den Schutz der Herausgegeben vom
gart, Neckarstraße 145. Einwohner übernehmen.
FRANZIS-VERLAG MÜNCHEN
Verlag der G. Franz'schen Buchdruckerei G. Emil Mayer
ycobulieuH: 25 Jahre Schaub-Radio Besitzer: G. Emil Mayer, Buchdruckereibesitzer und
Verleger, München 27. Holbeinstr. 16 (Vi Anteil):
Kürzlich konnte die G. Schaub ten moderner Empfangsgeräte gehörten Dr. Ernst Mayer, Buchdruckereibesitzer und Ver­
Apparatebauges. mbH.. Pforzheim, ihr noch vor etwa zwei Jahrzehnten zu den leger, München-Solln. Whistlerweg 15 CA Anteil).
25jähriges Jubiläum feiern. Sie zählt zu bahnbrechenden Neuerungen. Der n&ch Aditungl Ab 1. Januar 1S51 Anschrift für Verlag,
den alten Radiofabriken, die vor Anfang 1930 herausgebrachte „Weltsuper“, das Redaktion und Anzeigenverwaltung: München 2,
EHtwiddimg des Empfängerbaues erste Gerät für Weltempfang, wurde in Luisenstraße 17.
maßgeblich beeinflussen konnten. ständiger WeiterentwicWung besonders Erscheint zweimal monatlich, und zwar am 5. und
Mancher Leser erinnert sich an die gepflegt und wird auch. im diesjährigen 20. eines jeden Monats. Zu beziehen durch den
verschiedenen Neuerungen, die seiner- Bauprogramm als „Weltsuper 52“ geführt. Buch- und Zeitschriftenhandel, unmittelbar vom
zeu von Schaub-Radio eingeführt worden Die bis 1934 in Berlin-Charlottenburg ar­ Verlag und durch die Post.
z' ?m an die geeichte und in- beitenden Werke sind zu diesem Zeitpunkt Monats-Bezugspreis für die gewöhnliche Ausgabe
rinfälbeleuchlete Stationsskala mit Wel- nach Pforzheim verlegt worden. Die Pforz- DM 1.40 (einschl. Postzeitungsgebühr) zuzügl. 6 Pfg.
JJSJJJJL un<* Stationsnamen, an die heimer- Gold- und Uhrenindustrie war Zustellgebühr: für die Ingenieur-Ausgabe DM 2.—
Hers*ellung von Empfän- durch die Ungunst der Verhältnisse nicht (einschi. Postzeitungsgebühr) zuzügl. 6 Pfg. Zustell­
mehr in der Lage, den vielen, auf Fein­ gebühr. Preis des Einzelheftes der gewöhnlichen I
koShinTpL Kurzwellenteil und an die Ausgabe 70 Pfg. Die Ingenieur-Ausgabe kann nur
arbelt geschulten Kräften Arbeit zu ge­ im Abonnement bezogen werden.
ben. Die Werksleitung war sich bei der
damaligen Übersiedlung, unterstützt durch Redaktion, Vertrieb und Anzeigenverwaltung:
von hnutn m*Z£Sh2&J2SuS£m Franzis - Verlag, München 2, Luisenstraße 17. —
die Pforzheimer Stadtverwaltung, der Vor­ Fernruf: 36 0133 — Postscheckkonto München 57 58.
teile wohl bewußt, die sich
einer Radiofabrik in Pforzheim Berliner Geschäftsstelle: Berlin-Friedenau, Grazer
Damm 155 — Fernruf 71 67 68. f
bieten konnten.
Heute ist Schaub-Radio das be­ Verantwortl. lür den Textteil: Werner W. Diefen­
deutendste Industriewerk Pforz­ bach, Kempten (Allgäu), für den Anzeigenteil:
Paul Walde, München. — Anzeigenpreis nach
heims. Nach der TotalVernich­ Preisliste Nr. 7.
tung der alten Fabrikanlagen
und nach dem Zusammenbruch Auslandsvertretungen: Schweiz: Verlag H. Thall &
Cie., Hitzkirch (Luz.) — Saar: Ludwig Schubeit.
entstand ein modernes und groß­ Buchhandlung, Neunkirchen (Saar), Stummstr. 15.
zügiges Werk, dessen technische
Einrichtungen als mustergültig Drude: G. Franz'scht Buchdruckerei G. Emil Mayer,
anzusprechen sind. Heute ferti­ (13b) München 2, Luisenstr. 17. Fernspr. 36 01 33.
gen mehr als 1200 Werksangehö­ Der ermäßigte Preis
rige täglich mehr als tausend Ge­
räte. So sind alle Voraussetzun­ der „Funktechnischen Arbeitsblätter“, Liefe­
gen gegeben, um den nach dem rung 1 bis 4, für £*?_,£J>c£n,enten unserer
Wiederaufbau einsetzenden Auf­
stieg der neuen Schaub-Werke
fortzusetzen, zu dem die FUNK­
SCHAU nur das Beste wünscht. Druckfehlers angegeben wurde, in vler Raten>
FUNK SC HAU 1951 / Heft 2 25

einen Überblick über den grundsätzlichen


Verlauf der einzelnen Spannungskompo­
Einführung in die Fernseh-Praxis nenten in einer modernen Fernsehsendung
verschaffen und greifen zu diesem
Zweck auf die Bilder 4 bis 7 zurück, die
2. Folge: Allgemeiner Überblick (Schluß) den „Technischen Hausmitteilungen des
NWDR“, Heft 9/10, Seite 344, entnommen
sind. In Bild 4 sehen wir zunächst die
Wir setzen unsere Beltragsreihe mit einer Be­ Sende - und Empfangsseite Synchronisierimpulsfelge für den NWDR-
trachtung der Fcrnseh-Norraen lort und beginnen Nach den vorstehenden grundsätzlichen Versuchsbetrieb. Oben ist der Verlauf der
mit den Ausführungen Uber die Vorgänge auf Zeilenimpulse wiedergegeben. Nach Be­
der Sendeseite.
Erläuterungen wissen wir nun über die
wichtigsten Begriffe Bescheid, die in der endigung einer Zeile wird der Sender bis
modernen Fernsehtechnik immer wieder zu einer Leistung von 75 % des Maximal­
Dieser „Zeilensprung“ erfordert etwas auftauchen An Hand von Bild 2 wollen wertes hochgetastet, was bei Negativ­
kompliziertere Synchronisiersignale, was wir uns noch einen grundsätzlichen Über­ modulation mit dem Schwarzwert des Bil­
sich ohne weiteres aus Bild 1 ergibt. Links blick über die Geräteeinheiten der Sen­ des identisch ist. Das geschieht in einer
sehen wir die einfache Abtastung, bei der derseite verschaffen. Wir sehen zunächst Zeit, die 1 % der Zeilendauer ent­
der Strahl in Punkt A beginnt, sämtliche den Bildabtaster angedeutet. Er liefert die spricht. Danach wird der Sender auf Ma­
Zeilen durchläuft und bei B wieder auf A zu den Bildpunkten gehörenden Span­ ximalleistung (100 %, Synchronisierpegel,
zurückspringt. Rechts ist das Zeilensprung­ nungsstöße, die in einem geeigneten Ver­ „schwärzer als schwarz“) für die Zeit von
verfahren angedeutet. Der Strahl beginnt stärker so weit in ihrer Amplitude her­ 9 % der Zeilendauer getastet. Das ist der
wieder bei A. springt von B nach C und von D aufgesetzt werden, daß sie die Modula­ eigentliche Synchronisierimpuls; danach
über alle weiteren Zeilen bis zum Punkt E. tionsstufe des Fernsehsenders steuern fällt die Sendeleistung wieder bis auf 75%,
Jetzt sind jedoch nur die ungeradzahligen können. Im Bildabtaster sind die Ablenk­ und nach weiteren 8 % der Zeilendauer
Zeilen, d. h. das erste Halbraster, durchlau­ spannungen in Zeilen- und Bildrichtung beginnt die Niederschrift der nächsten
fen. Der Strahl springt nun zum Punkt F enthalten. Synchron mit diesen Spannun­ Zeile.
und wandert über G, H, J, K und L gen läuft ein sehr komplizierter Impuls­ Die untere Darstellung von Bild 4 zeigt
schließlich zu Punkt M, von wo aus er generator, der in dem Blockschaltbild den Verlauf der Bildwechselimpulse. Für
wiederum nach A springt. Man sieht, daß ebenfalls angedeutet ist und dessen Aus­ das Bildsignal steht eine Zeit von 35 %
bei dieser Art der Abtastung das zweite gang den Sender in der schon beschrie­ der Zeilendauer zur Verfügung. Der Sen­
Teilraster ohne weiteres in das erste hin­ benen Weise mit den Synchronisiersigna­ der wird zwei Zeilen vor und dreizehn
einpaßt. Erforderlich ist nur, daß der Bild­ len tastet. Von der Sendeantenne wird die Zeilen nach jedem Signal auf „schwarz“
rücklauf des ersten Teilrasters mit der ganze Bildsendung, die aus dem Bildinhalt getastet. Während dieser Zeit werden
Beendigung der letzten halben Zeile und den Synchronisierzeichen besteht, aus­ kurze Spannungsstöße gegeben, die den
(Punkt E) zusammenfällt, und daß das gestrahlt.

Empfangs-
Bild- teil

“3
Verstärker Sender
Abtaster
Filter

B Synchronis.-
Ablenk­
Jmpu/s-
Bild 1. Zeilenraster Oenerator teil
bei Einfachab­
tastung und beim Bild 2. Prinzipielle Anordnung Bild 3. Prinzipielle Anordnung
Zeilensprung der Fernseh-Sendeseite der Fernseh-Empfangsseite
In Bild 3 sehen wir die grundsätzliche Sender auf 100 % seiner Leistung bringen.
Empfangsanordnung. Sie besteht zunächst Dieses Vorgehen basiert noch auf der
zweite Teilraster in der Mitte der oberen aus dem Empfangsteil, der die an der alten deutschen Fernsehnormung und soll
Zeile (Punkt F) beginnt. Beim einfachen Empfangsantenne auftretenden Signale hier nicht weiter erörtert werden, weil
Abtastverfahren dagegen fällt der Bild­ verstärkt und demoduliert. Mit der de- man sich in Kürze den allgemeinen euro­
wechsel stets mit dem Ende der letzten modulierten Spannung wird die Intensi­ päischen Fernsehnormen anschließen will.
bzw. dem Anfang der ersten Zeile zu­ tät des Abtaststrahls moduliert, wobei jetzt Bild 5 zeigt uns die Frequenzkurven von
sammen. schon vorausgeschickt sei, daß diesen Sender und Empfänger für den NWDR-
Die praktische Bedeutung des Zeilen­ Strahl eine Katodenstrahlröhre (Bildröhre) Versuchsbetrieb. Der Sender wird mit teil-
sprungverfahrens liegt, kurz gesagt, darin, erzeugt. Der Schreibstrahl wird nicht nur weiser Unterdrückung des einen Seiten-
daß man bei Verwendung dieser Methode moduliert, sondern auch in Zeilen- und bandes betrieben. Vom Bild überträgt man
bei Übertragung derselben Bildpunktzahl Bildrichtung abgelenkt. Zu diesem Zweck jeweils das obere Seitenband voll, das un­
je Zeiteinheit nur die halbe Band­ ist der Ablenkteil vorgesehen, eine eben­ tere Seitenband dagegen mit einer Band­
breite benötigt, wie sie das einfache falls ziemlich komplizierte Röhrenanord­ breite von maximal 1,5 Megahertz. Die
Abtastverfahren erfordert. Am Empfangs­ nung. Zwischen Empfangsteil und Ablenk­ obere Darstellung von Bild 5 zeigt die Ver­
ort arbeitet man nämlich scheinbar mit teil ist ganz allgemein ein Filter angedeu­ hältnisse beim Sender, die untere beim
der doppelten Bildfrequenz, während in tet, das einerseits den Bildinhalt vom Ab­ Empfänger. Dort ist auch die Lage des
Wirklichkeit das Bild nur mit der halben lenkteil fernhält, andererseits für eine Tonträgers angegeben, der den Begleitton
Bildfrequenz übertragen wird. Das Zei­ Trennung der Zeilen- und Bild-Synchro­ überträgt.
lensprungverfahren kommt bei fast allen nisierimpulse sorgt. In Bild 6 sehen wir die Synchronisier­
modernen Fernsehsystemen zur Anwen­ impulsfolge für die neue europäische Fern­
dung, obwohl es aus verschiedenen Grün­ Fernsehnormen sehnorm, auf die später auch der Betrieb
den immer noch umstritten ist (Zwischen- des NWDR umgestellt werden soll. Die
zeilenflimmern, größerer Betrachtungs- Die Blockschaltbilder geben natürlich entsprechenden Zeiten für die Synchroni­
absland usw.). Darauf gehen wir hier nur einen ganz rohen Überblick über die siersignale sind eingetragen. Vor und nach
nicht weiter ein. Vielzahl der erforderlichen Stu­ dem Bildimpuls werden sogenannte Dop­
fen und sind nur als Zusammen­ pelzeilenimpulse oder „Trabanten“ gesen­
100% fassung des bisher Gesagten an­ det, und zwar sechs sogenannte „Früh­
•Synchron - 9% zusehen. Wir wollen uns nun impulse“ vor den eigentlichen sechs Syn-
—100% Pegel
8%
— 75%t25%
Schwarzpegel A. Seitenbänder des Senders

J unteres \
/ Seitenband oberes Seitenband
mm
— 10% Weiß’ L,
— 0 pogel r
A- Zeilenimpulse -3 -2 -/ 0
BHdträi
3ZeHen ca. 15Zeilen
b,5°/o Mo A5%
lULIU! U TlTTTTUlXJUUUl^ unteres \
Seitenband oberes Seitenband

ji jl i ojuuuLHirrr^ n—l I
-3 -2
i
-1
i
0 +1
i i
+2 *3
i
*4
i i
+$
* -
+6 *7 MHz
Bildträger Tonträger
B. Bildwechselimpulse ^ B. Seitenbänder des Empfängers
Bild 4, Zeilen- und Blldvoechselimpulse beim NWDR-Versuchsbetrieb Bild. 5. Frequenzkurven beim NWDR-Versuchsbetrieb
■. ■ -
w
M Heft!/FUNKSCHAU 1951

—xe%sVctr?"- A. Seitenbänder des Senders

1 — 7S%
'res
iband j
/
oberes Seltenband
\

-3 -2 -1#-1 0 +1 +2 +3 +(/ +5 *6 +7 HHz


Bildträger Tonträger
— *%
'— 0
A. Zeilenimpulse unteres \
Seitenband oberes Seitenband
t3Ze!/en

iKHS 35%/
Trabanten

JI_rUL_JL
Jl -3 -2

Bild 7. Frequenz­
i +f
Bildträger
+2 *3 +</

8. Seitenbänder des Empfängers


+5 *6
Tonträger
+7 HHz

man hierfür vorzugsweise Breitbandkabel


kurven nach der vorgesehen, kommt jedoch davon mehr
B. Bildwechselimpulse europäischen und mehr ab.
Norm
Bild 6. 2. Abtastung und Sendung
Zeilen- und Bildwechselimpulse nach der europäischen Norm
An Hand von Bild 8 wollen wir nun die
Vorgänge auf der Fernseh-Sendeseite be­
chronisierimpulsen. Daran schließen sich trachten und dabei auf die wichtigsten
wieder sechs „Spätimpulse" an (bei den eines Fernsehbildes ab. Je länger das Bild
im Verhältnis zu seiner Höhe ist, um so Einzelheiten eingehen. Die in diesem Bild
alten NWDR-Normen wird den normalen wiedergegebene Blockschaltung enthält
Synchronisierzeichen lediglich ein Halb­ mehr quadratisch angenommene Bild­
punkte sind darin enthalten, denn die solche Geräteeinheiten, die man für die
zeilentrabant von 8 % der Zeilendauer bei­ Durchführung eigener Versuche mit ver­
gefügt). Bildpunktzahl je Zeile ist ja durch die
Länge gegeben, während die Bildhöhe hältnismäßig geringem Aufwand selbst
durch die Zeilenzahl selbst festliegt. bauen kann. Die Abtastung nimmt
Trabanten der sog. Katodenstrahlröhren-
Für dieFemsehmodulation ist Ampli- Abtaster vor, eine Einrichtung, die
Der Zweck der Trabanten ist einfach zu tudenmodulation vorgesehen,xcb-
verstehen. Bei der Besprechung des Zei- wohl ein Fernsehbild prinzipiell auch fre- auch heute noch in der Fernsehtechnik,
lensprungverfahrens haben wir gehört, quenzmoduliert gesendet werden könnte, z. B. zur Übertragung von Filmen, Be­
daß nach Niederschrift des ersten Teil- Dagegen wird der zugehörige Begleitton deutung hat. Mit geeigneten Abtaströhren,
rasters das Bildsignal nicht mit einem Zei- grundsätzlich frequenzmoduliert ausge- die bei hohen Anodenspannungen helle
lensignal zusammenfällt. Ist dagegen das strahlt. Abtastraster liefern, ist auch die unmittel­
zweite Teilraster geschrieben, so fallen Weiterhin ist zu erwähnen, daß sehr oft bare Übertragung von bewegten oder un­
Zeilen- und Bildsignal zusammen. Diese die Bildwechselfrequenz mit der Netz­ bewegten kleineren Objekten möglich.
periodisch wiederkehrende imgleichmäßige frequenz auf der Senderseite starr syn- Die später zu beschreibende Versuchs­
Konstellation führt unter Umständen zu chronisiert wird. Das hat folgenden anordnung gestattet allerdings nur die
Schwierigkeiten, denn für eine einwand- Grund: Die Verstärkereinheiten im Bild­ Wiedergabe von Diapositivbildern.
freie Zuordnung der beiden Teilrsster teil von Sender und Empfänger müssen Frequenzteilung
muß die Synchronisierung des Bildkipp- eine sehr tiefe untere Grenzfrequenz be-
gerätes ganz besonders exakt sein. Das ist sitzen, damit auch noch die tiefsten vor- Wir besprechen nun das Blockschalt­
aber nur dann gewährleistet, wenn die kommenden Frequenzen einwandfrei über­ bild im einzelnen. Den Ausgangspunkt
aufeinanderfolgenden Synchronisiersignale tragen werden. Die Beseitigung der Wel- bildet ein Steuergenerator, der
der Teilraster untereinander absolut iden- ligkeit der Gleichspannungen ist daher eine Sinusspannung bei 31 250 Hz erzeugt.
tisch sind. Deshalb ergänzt man die Syn- außerordentlich schwierig und kostspielig, Dieser Wert entspricht der doppelten
chronisierfolge des zweiten Teilrasters, denn die Netzfrequenz beträgt ja nur Zeilenfrequenz (15 626 Hz). An den Sttuer-
bei dem der Bild- mit dem Zeilenimpuls 50 Hertz. Es hat sich nun gezeigt, daß generator schließt sich zunächst eine
zusammenfällt, durch Hilfsimpulse, die Störungen für das Auge geringer sind, Verzerrerstufe an, deren nähere
die die Verhältnisse beim ersten Teil- wenn zwischen Netzfrequenz und Bildfre- Ausgestaltung später besprochen werden
raster nachahmen. Auf diese Weise wer- quenz Synchronismus besteht. Im andern soll. Am Ausgang dieser Stufe tritt eine
den die beiden Teilrasterimpulse unter- Fall läuft durch das Fernsehbild impulsförmige Spannung mit steiler Vor­
einander vollkommen identisch, so daß ------------ von
von oben
oben derfront und mit der Grundfrequenz von
eine exakte Synchromsierung und’ damit je nachdem, Welche*FrequemTgrößerlst — 31 250 Hz auf.
ein einwandfreies Ineinandergreifen der
....______ ___________ ein dunkler Schatten. Laufen
T^ufJn dagegen Auf die Verzerrerstufe folgt eine sehr
Teilraster gewährleistet sind. Die oben er- beide Frequenzen synchron, so steht dieser komplizierte, aus vielen Röhren be­
| wähnten Hilfsimpulse werden Trabanten Schatten still, was sich dem Auge lange stehende Anordnung, die den Zweck hat,
genannt, weil sie gewissermaßen den Bild- nicht so störend bemerkbar macht wie ein die Ausgangsfrequenz von 31 250 Hz bis
Impuls ständig begleiten. durchlaufender Schatten. auf 50 Hz herab zu erniedrigen. Es han­
Wir sehen, daß die Anwendung des Zei- Das Verfahren ist natürlich nur dann delt sich um sog. Frequenzteiler­
lensprungverfahren8 die Synchronisier- sinnvoll, wenn der Fernsehempfänger aus stufen. Sie bestehen aus insgesamt vier,
Impulsfolge verhältnismäßig kompliziert demselben Netz wie der Fernsehsender ge- jeweils in sich abgeschlossenen Multi­
gestaltet. speist wird. In Anbetracht der beim UKW- vibratoren. Wir wissen, daß sich ein
BUd 7 stellt die Frequenzkurven für die Betrieb ohnehin nur sehr beschränkten Multivibrator sehr leicht von einer frem­
europäische Femsehnorm dar, die sich in Reichweite ist diese Voraussetzung in den den Spannung synchronisieren läßt, und
gewisser Hinsicht von den Frequenzkur- meisten Fällen erfüllt. Außerdem sind die zwar auch von einer Spannung, deren
ven des derzeitigen Versuchsbetriebes in wichtigsten Überlandnetze in Deutschland Frequenz höher liegt als die Eigen­
manchen Einzelheiten unterscheiden. Auch ohnehin untereinander synchronisiert, frequenz des Multivibrators. Es muß sich
hier wird mit der teilweisen Unter- Übrigens will man sich später im deut- nur immer um ganzzahlige Frequenzver­
drüdmng eines Seitenbandes gearbeitet. sehen Femsehbetrieb von der Netzsyn- hältnisse handeln. So wird z. B. .im vor­
. chroni8ierung durch besondere Maßnahmen liegenden Falle die Grundfrequenz der
Sonstige Normwerte ganz unabhängig machen. Steuerstufe von 31 250 Hz an den Eingang
Über die Synchronisierzelchen und die Die einzelnen Fernsehsender sollen spä- eines Multivibrators gegeben, der eine
sonstlgen genormten Femsehdaten gäbe es ter mit Hilfe von Dezimeterwellenstrecken Eigenfrequenz von 6250 Hz besitzt.
noch viel zu sagen. Die beschriebenen Im- untereinander verbunden sein. Früher hat (Forts, folgt.)
pulsfolgen stellen verhältnismäßig eln- Ingenieur Heinz Richter
M fache Normen dar, die nur bei ganz be-
''".'■Huuuicn gerätetechnischen Anordnungen Netzgerät
zur Anwendung kommen können. Darüber *
J
st Steuer­
generator
31260Hz
Verzerrer­
stufe
MHz
fTvm.T/rm[i Jmpu/s-
p n Nischstufe
1
Sender
unmittelbar mit der Normung zusam- 1 15625Hz
hängm. So hat mBn sich auf ein ein - Synchronisierung
t lieh es Bildformat von4:3
aigt, und zwar sowohT beim NWDR-
nuhsbetrieb auch bei den_ euro- Sammellinse Diapositiv Photoz9„ä

Bildimpuls-
[tSth/SOHz verstdrker

■ Bild #. B+ckschema einer Femsehsendeanlage


FUNKSCHAU 1951/Heft2 27

FU N KSCHAU-BauanUituHg. 'T^X®

UKW Prüfsender
für das 3-m-Band
Wichtiges Ergfinsangsgorfit Itir die Rnndlnnkwerkstcdt -
Osslllatorstaie - Tronnröhro - Tonireqaensgenerator -
Stabilisierter Netzteil - Amplituden- and Freqaei toda-
latlon - Frequenzbereich: 75...100 MHz - Ausgangsspan-
nung: 50 jtV 150 mV - Frequenzmodulation (400 Hz):
■M?
0 ».. 100 hHz - Amplitudenmodulation: 400 Hz« 30 0/o
Außenansicht des UKW-Prüfsenders

Im Baujahr 1950/51 weisen etwa 60 % Steuergitter der als A-Verstärker geschal­ tiometer Pi, mit dem sich der Frequenz­
aller produzierten Radiogeräte UKW- teten Trennröhre EF42 (im Schaltbild die hub einstellen läßt Ls dient als Hf-
Empfangsmöglichkeit auf. Die fortschrei­ 3. Röhre von links). Um die Ausgangs­ Drossel, während Kondensator Cu (600 pF)
tende Entwicklung des UKW - Rundfunks spannung auf einem niedrigen Wert zu etwaige Hf-Reste ableitet.
in Deutschland wird in den nächsten halten, ist der Außenwiderstand recht Da auf stabile Tonfrequenzerzeugung
Jahren zu einer weiteren Erhöhung dieses klein bemessen. Die Ausgangsspannung großer Wert gelegt wurde, besitzt der
Prozentsatzes führen. Der Werkstatt­ läßt sich mit Hilfe eines 200-Q-Potentio- UKW-Prüfsender einen besonderen Ton­
praktiker von heute steht daher vor dem frequenzgenerator. Hierfür hat sich die
Problem, vorhandene Einrichtungen für übliche Rückkopplungsschaltung bewährt,
Prüf- und Abgleicharbeiten für den für die das zweite System der Röhre
UKW - Bereich zu ergänzen. Für Radio­ ECC 40 als Generator benutzt wird. Bei
praktiker, die bereits eine vollständig der angewandten Dimensionierung des
eingerichtete Werkstätte besitzen, ist die RC - Gliedes im Gitterkreis und einem
Anschaffung eines UKW-Prüfsenders als parallel zur Primärwicklung geschalteten
Ergänzungsgerät zu dem bereits vorhan­ Kondensator von 2,5 nF erhält man die
denen Prüfsender für MW, LW und KW Normalfrequenz von 400 Hz. Die erzeugte
sehr empfehlenswert. Wer sich einen Tonfrequenz läßt sich rückwirkungsfrei
UKW - Prüfsender selbst bauen möchte, auskoppeln, wenn man eine besondere
findet in der folgenden Baubeschreibung Wicklung (Ls) verwendet.
alle erforderlichen Angaben. Die Amplitudenmodulation geschieht
Gelegentlich wird die Frage des Um­ mit Hilfe des Bremsgitters der Trenn­
baues eines bereits vorhandenen Prüf­ röhre EF 42, dem wir die Tonfrequenz
senders üblicher Wellenbereiche ange­ über ein Siebglied zuführen. Für die
schnitten. Die dabei erforderlichen Ände­ Umschaltung der Modulationsarten ist ein
rungen sind jedoch so weitgehend und vierstufiger, keramischer Schalter vorge­
umständlich, daß sich eine Umkonstruk­ sehen. Er gestattet es, die erzeugte Ton­
tion nicht lohnt. In der Regel dürfte der frequenz dem AM - Kanal oder der FM-
Umbau schon aus Platzgründen ausschei- Modulationsröhre zuzuleiten. In der drit­
den. Hinzukommt, daß außer dem Oszil­ ten Schaltstellung kann Fremdmodulation
lator eine zusätzliche Stufe für Frequenz­ über die Eingangsbuchsen zugeführt wer­
modulation erforderlich wird. den. Eine weitere Umschaltung von AM
auf FM und umgekehrt läßt sich ein­
Sohalliingselnxelheilen sparen, wenn man für diese Modulations­
Der UKW-Prüfsender stellt einen Oszil­ arten zwei verschiedene Eingangsbuchsen
lator mit Trennröhre, Reaktanzröhre und meters innerhalb des Bereiches 50 nV... verwendet (Bi, B*).
Tongenerator dar. Die UHf (= Ultra- 150 mV regeln. Im Netzteil mit der Zweiweggleich­
Hochfrequenz) wird von dem einen Eine weitere Röhre EF 42 dient als richterröhre AZ 41 finden wir auf der
System der Röhre ECC 40 erzeugt, Reaktanzröhre (im Schaltbild die 2. Röhre Gleichstromseite den Glimmlampen­
das als „Ultra - Audion“ arbeitet. Der von links). Die Anode dieser Pentode hat stabilisator GR 150 DA, der ausgangs-
Schwingkreis befindet sich zwischen An­ mit der Anode der Oszillatorröhre Ver­ *) VergL „Funktechnische Arbeitsblatter*,
ode und Gitterkombination, wobei die bindung. Die EF 42 ist als veränderliche l. Lieferung, Blatt AG 31: Die Elektronen­
Anodenspannung über den Mittelabgriff Induktivität1) geschaltet. In der Ton­ röhre als regelbare Induktivität und Kapa­
der Schwingkreisspule zugeführt wird. frequenzleitung befindet sich das Poten- zität. Franzis-Verlag, München.
Die Gitterkombination ist mit 100 kQ und
30 pF so bemessen, daß die Schwingungen
einwandfrei einsetzen. Die Abstimmung n ECC 40 EF 42 EF 42 % ECC 40
geschieht kapazitiv mit Hilfe eines kera­ 4mA 150V
misch isolierten UKW - Drehkondensators 60QpF 600pF
(max. 12 pF), dessen Rotor keine Masse- Vpf
Verbindung aufweist.
Die erzeugte Hf-Spannung gelangt über SOOpF^
den Kopplungskondensator C7 (1,5 pF) zum
HK!
"1 4SnF
Cff
20nF

Aus
• tCFR 9
5

SkOf 6W HH
fm1 Um
Aus

X
Z , 6.3V
Z 500pF Schaltung de»
Senders für
28 Haft2/FUNKSCHAU1951
z. Tongenerator - + * 2. Schwingkreis
seitig eine geglättete Spannung von 150 V Abmessungen Transformator
liefert Der Netzschalter konnte mit dem
Modulationsschalter kombiniert werden
und schaltet die Netzspannung zweipolig
der Hf-Montageeinheit
T
iV fh lc7
ein oder aus, da ausreichend Kontakte zur 5%
Verfügung stehen. Auf der Primärseite - — -ECC 40-}—j-
des Netztransformators befindet sich fer-
Drehkondensator

----- -EF42)
%

kJ r
f aaj f ii in
z Schwingkreis
gPtWfK,
; Ausgangs - z. Frequenzhub -
Links: Der Hf-Teil des UKW ■ Spannungsteiler regier
Prüfsenders ist durch eine Verdrahtung des
große Aluminiumhaube ab­ Hf-Teiles
geschirmt (im Bi'd abge­ (Montageeinheit)
nommen), die auch eine Hf-
Einstrahlung in den Netzteil
verhindert. Die Röhren aes ren sind wurde eine Zwischen-
eigentlichen Prüfsenders be­ frontpla ie gewählt. Die Achse des
finden sich auf einer Montage­ Abstimmdrehkondensators ist durch diese
einheit. Rechts oben sieht Frontplatte hindurchgeführt und trägt die
man die gekapselte A usgangs- Antriebsscheibe, die der rechts eingebaute
buchse Antrieb betätigt.
gleichzeitig den UKW Ab­ W. W Diefenbach-W. Knobloch
stimm - Drehkondensator :-n
den die Schwingkre:s-
ner ein aus zwei Kondensatoren bestehen­ spule L angelötet ist. Die Spule besteht
der Hf-Störschutz. aus 2 mm starkem Kupferdraht und be­
sitzt bt: einem Innendurchmesser von
Aafbauvorschlögs 8 mm sieben Windungen Der am
Bei einem UKW - Prüfsender kommt es unteren Ende der Wicklung befestigte
auf zweckmäßige Anordnung der Einzel- Trimmer Ti vergrößert die Röhrenkapa-
teile, giltst-gl» "'erdrahtung und sorg- . zität Cgk und erhöht die Frequenzstab-li-
faltige Abschirmung wesentlich an Es tät. Unmittelbarüber dem Abstimm­
wurde schließlich eine Bauform gefunden, kondensator. durch die Abschirmung ge­
die es ermöglicht, bei Verwendung eines trennt, ist der Nf-Transformator zur Er­
handelsüblichen Me~aiigehäuses alle Son­ zeugung der Tonfrequenzspannung an­
derprobleme, die die UKW-Technik stellt, geordnet.
zu lösen. Bei der Verdrahtung der Röhreneinheit
Röhren und zugehörige Bauelemente muß man ganz besonders auf die UKW-
sind auf einem L-formigen Aluminium- Verdrahtuhgstechnik achten. Wendet man
winkel mit den Abmessungen 78x130 mm die im MW- und LW -Bereich übliche
vereinigt worden. Der kürzere Teil trägt Verdrahtung an, so kann man mit einem
sicherer. Mißerfolg rechnen. Vor allem Der UKW-Prüfsender verwendet eine zweite
erweist es sich, als zweckmäßig, alle Frontplatte, die die Abschirmung verbessert
Elnaelfallllsia Masseverbindungen möglichst kurz aus­ und die Montage des Drehkondensator-Antrie-
zuführen. So werden an den Befestigungs­ bes erleichtert
Widerstände (Dralowid) schrauben der Röhrenfassungen Lötösen
Y* Watt: 4 Stück je 1 kß, 10 kß, 50 kß, angebracht, die eine einwandfreie Eidung
3 Stück je 100 kß. 500 kß, 1 Mß zulassen. Ferner sind die Abschirmzylinder
M Watt: 100 ß der Röhrenfassungen direkt mit Masse zu
1 Watt. 2 Stück je 150 ß verbinden Auf diese Weise ergeben sich
6 Watt: 5 kß zahlreiche günstige Erdungsmöglichkeiten.
I Potentiometer (Dralowid) Schließlich wurden noch an die Montage­
I Y* Watt: 200 Q lin., 1 Mß lln. winkei Lötösen angenietet.
Als Ausgangsbuchse dient eine bewährte
I Durchführungskondensatoren (Dralowid) Hf-Buchse mit keramischer Isolation, für
I 250/750 V: 3 stück Je 500 pF die ein passender Anschlußstecker ge­
I Sikatropkondensaioren liefert wird. Die Ausgangsbuchse ist durch
eine Abschirmhaube zusammen mit dem
I 250/750 V: 8 Stüde Je 600 pF 600 - pF - Kopplungskondensator in einem
I Keramische Kondensatoren (Dralowid) kleinen Abschirmgehäuse untergebracht.
I 250 v: 1.5 pF 10 pF. 30 pF Es schirmt die Ausgangsleitungen gegen
I Trimmer (Philips) den Hf-Teil ab. Vor dem Netzteil wurden
unterhalb des Abstimmkondensators drei
I 2 Stück Je 3...30 pF Durchführungskondensatoren auf einem
I Rollkondensatoren (NSF) Metallwinkel befestigt. Dieser Metall­
| 250/750 V: 2 Stück je 1 nF, 2.5 nF, 20 nF winkel paßt genau in einen entsprechen­ Seltenansicht des UKW-Prüfsenders. Unter­
den Ausschnitt der großen Abschirm­ halb des Abstimmkondensators ist die Schwing­
I Elektrolytkondensatoren (NSF) haube. Letztere wird über den ganzen kreisspule Li sichtbar
I 250/285 V: 2 Stück Je I jiF Hf-Teil geschoben und
I Transformatoren u. Drosseln (Hegenbart) bewirkt eine völlige
I 1 Netztransformator, NT 1, primär HO, 125, Abschirmung gegen­
I ISO. 220 V. sekundär 2 X 300 V, 4 A, 4, 8,3, über dem Netzteil. Ausgang
I 12,6 V; 1 Netzdrossel 20 H, 20 mA Die Einzelteile des Netz­
I Gehäuse: teiles werden zweck­
mäßigerweise auf ge­
I Paul Lelstner, Hamburg - Altona, CUus- eigneten Montagewin­
I Straße 4...0
keln seitlich und über
I Sonstige Einzelteile dem Netztransformator
I Hf-Buchse (Rohde & Schwarz), Drehkon- befestigt. Die Schraub­
I denaator 12 pF (NSF). Hf-Drossel, 2,5 mH sicherung wurde auf
I (K. Lederer, Stuttgart, Ellsabethenstr. 31), einem Montagewinkel
I Wellenschalter 4X4 Kontakte (Mayr), montiert und kann
I Glättungsröhre GR ISO DA (DGL), Föh-
I renfaasungen (Mozar), Drehknöpfe cMo- nach rückwärts her­
I zar), Buchsen (Mozar), Sicherungselement ausgeschraubt werden.
I (Wickmann), Skalenlämpchen (Osram) Da bei einem Prüf­
I Bähten (Philips-Volvo) sender Skalenantrieb
und Skala mit gro­
I 2 X EF 42, ECC 40, AZ 41 ßer Sorgfalt auszufüh-
I Nf-Übertroger
I Spezialausführung mit drei Wicklungen:
I Fn. A. Diezmann, Ludwigsburg, Isopls- Maßskizze und Einzel­
teileanordnung an der
Frontplatte
//-
FUNKSCHAU 1951 /Hef»2 29

Wenn nun als Anzeige- oder Schreib­


Elektrokardiografie instrument ein solches gewählt wird, das
mit seiner Eigenfrequenz über 150 Hz liegt
und die Zeitkonstante des Verstärkers ent­ ■

Zur Abrundung des Wissens ist die Kenntnis


sprechend den langsamen Frequenzen der
Zwischen den erwähnten Extremitäten Aktionsströme zwischen 1,2 bis 2 Sek. ge­
der Randgebiete der Funktedmlk sehr von Nut­ bestehen Spannungsdifferenzen, da die
zen. Die FUNKSCHAU wird von Zeit zu Zeit wählt wird, so kann mit einer frequenz-
elektrische Herzachse, die von der anato­ getreuen Aufzeichnung gerechnet werden.
geeignete Themen berQckslditigen. Der folgende mischen Achse abweicht, in einem be­ Bei den älteren Typen werden Schlei­ .
Beitrag behandelt ein Teilgebiet der Elektro- stimmten Winkel zur symmetrischen Kör­
Medlzln.
fenoszillografen besonderer Kon­
perachse liegt. Der Spannungsvektor S des struktion (Siemens) benützt. Bei den neue­
In der' medizinischen Diagnostik spielt Herzmuskels verläuft von rechts oben sten Geräten dient die trägheitslose
das Elektrokardiogramm (EKG) eine we­ nach links unten. Mit Hilfe des E i n t h o - Braunsche Röhre zur Aufzeichnung. Die
sentliche Rolle. Eine gründliche Unter­ venschen S p a n n u n g s d r e i e ck e s *
(Bild 2) läßt sich die Projektion dieses Vek­ Zeitkpnstante oder Abklingdauer eines
suchung der Kreislauforgane eines Patien­ Verstärkers wird durch die Kopplungs­
ten ohne Aufnahme der Herzkurve ist tors bei den verschiedenen Ableitungen glieder und Ableitungswiderstände an den
heute nicht mehr denkbar. Diese Unter- grafisch darstellen. Die drei Anschlüsse Gittern bestimmt. Bei mindestens 1,2 Sek.
suchungsmethode bietet zwar für sich der Elektroden (RA—LA—LB) sind in Abklingdauer werden alle Frequenzen im
allein kein ausschlaggebendes Kriterium Form eines gleichseitigen Dreieckes ge­ Bereich 0,1...150 Hz amplituden- und prak­
bei der Aufstellung eines Krankheitsbildes zeichnet. Der Spannungsvektor S ist auf tisch auch frequenzgetreu aufgezeichnet.
durch den Arzt; das EKG stellt vielmehr die Dreiecksseiten projiziert, wobei in Ab­ Da die hierbei erforderlichen großen
einen wichtigen Teil des gesamten klini­ leitung II normalerweise die Projektion Kopplungskondensatoren eine längere Auf­
schen Befundes dar. von S am größten wird. Abweichende ladezeit gebrauchen, werden die Gitter-
Jeder Muskel erzeugt bei Kontraktion Projektionen, z. B. I größer als II, läßt ableitwiderstände beim Einstellen des Ver­
(Zusammenziehung) einen Aktionsstrem auf anormale Herzlage bestimmte Rück­ stärkers mit einem sogenannten Schnell­
bzw. eine Aktionsspannung. Dies gilt be­ schlüsse zu. starterknopf einige Sekunden lang ent­
sonders für den wichtigsten Muskel des Or­ laden.
ganismus, den Herzmuskel. Die hierbei Die Entwicklung der Elekirokardiogralle
auftretenden Spannungsunterschiede lassen Die Bestandteile des Elektrokardiogr«
Die ersten Elektrokardiogramme wur­
sich nicht nur am Entstehungsort, d. h. am den mit Hilfe des Saitengalvanometers Betrachten wir nun die Normal-
Herzen, sondern auch noch an entfernten von Einthoven als Strom-Dia­ formdes Elektrokardiogramms
Stellen, z. B.an den Gliedmaßen, messen. gramme mit Lichtstrahlpro­ (Bild 3). Die charakteristischen Zacken der
Die Spannungsdifferenzen sind zwar sehr jektion auf fotografischem Papier auf­ Herzkurve sind mit den Buchstaben P...U
gering und liegen in der Größenordnung genommen (1903). Das Galvanometer ar­ bezeichnet. Die Zacke P entspricht der so­
von 1 mV. Auf den biologischen Ablauf beitete mit einem extrem dünnen Platin­ genannten Vorhoferregung des
dieser Spannungen im Körper soll hier faden, der sich im Felde eines starken Herzens und weist eine Dauer von un­
nicht näher eingegangen werden. Die vom Elektromagneten befand. Mit einer sol­ gefähr 0,1 Sek. auf; die Strecke P...Q vom
Herzmuskel ausgehenden Spannungen chen Anordnung waren also nur Strom- Beginn der Zacke P' bis zum Beginn der
LB Zacke Q wird als Überleitungszeit
bezeichnet und dauert 0,18 Sek. Das
RA n 1 Periode Kammer elektrokardiogramm umfaßt
R R
IA I •Ableitungen die Strecke Q...T; dabei stellen Q...R...S
(0,08 Sek.), die Erregungsausbrei­
LB_J> ] tu n g in der Herzkammer und die Strecke
T-Zacke S...T den Erregungs rückgang dar.
Bild 1. P P Uber die Entstehung der Muskelaktions­
Die 3 Ableitungen am ströme wäre noch zu bemerken, daß jede
menschlichen Körper
erregte Muskelstelle sich zu einer benach­
Unten: Bild 2. ja 5 a s barten unerregten negativ geladen verhält.
Einthoven’sches Eine einzeln erregte Stelle liefert einen
Spannungs-Dreieck ''h-Zeift Kammer-EKG '
mit den Projektionen sogenannten einphasigen Span.iungs-
den Vektors S. Bild 3. Normales Elektrokardiogramm stoß (Bild 4). Die Spannung steigt im Mo­
ment der Erregung steil an und fällt in
+ messungen möglich, die durch die elektro- Form einer S-Kurve auf Null zurück.
A dynamische Auslenkung des stromdurch- Beim menschlichen Herzen treten aber nur
flossenen Platinfadens bewirkt wurden, zweiphasige Spannungsvorgänge auf, die
Strommessungen sind aber ziemlich un- gegenläufig sind und in ihrer Phasenlage
genau, da bei den sehr schwachen Strömen eine kleine Verschiebung zeigen. Die Re-
der innere Widerstand des Galvanometers suitierende aus diesen beiden Spannungen
relativ niedrig ist und eine Belastung der ergibt dann den eigenartigen Verlauf der
Stromquelle auftritt. Aus der beim Mes- Strecke R...T (Bild 5). Die Spannungsver-
sen erfolgenden Stromentnahme und durch hältnisse liegen so, daß die Höhe der
den nicht konstanten Widerstandswert der P-Zacke einer Spannung von 0,1...0,25 mV,
menschlichen Haut ergeben sich Polari- die R-Zacke 0,5...1,6 mV und die T-Zacke
Bild 4.
sationserscheinungen und damit nicht mehr 0,2...0,5 mV entspricht
Einphasiger kontrollierbare Änderungen der Meßresul- Man stellt mit Hilfe der Eichspannung
Herzaktionsstrom late. Ferner lagen die Eigenfrequenzen von 1 mV den Verstärkungsgrad des Elek-
dieser Saitengalvanometer in der Nähe trokardiografen-Verstärkers am besten so
breiten sich im ganzen Körper aus und von 50 Hz und ermöglichten damit keine ein, daß 1 mV = 1 cm Ausschlag auf dem
können mit Hilfe von Elektroden an den frequenzgetreue Aufzeichnung der Herz- Film ergibt, wodurch die Ausmessung der
Armen und am Bein abgegriffen werden. kurven. Kurve vereinfacht wird. Wie die Unter-
Die klassischen Grandableitungen Ais schließlich vor etwa 30 Jahren die suchungen zeigen, bleibt das charakteristi-
ersten brauchbaren Widerstandsverstärker sehe Elektrokardiogramm eines Menschen
Auf Grund verschiedener Untersuchun­ entwickelt waren, konnte man dazu über- so lange unverändert, wie sich die Lage
gen hat Einthoven die drei klassischen gehen, die Spannungsverstär- des Herzens bzw. dieses in seiner Funk-
Grundableitungen (Bild 1) festgelegt: kung der Aktionsströme des tion nicht ändert Das Lesen dieser Dia-
I. vom linken zum rechten Arm, Herzmuskels praktisch zu verwirklichen. gramme ist eine besondere Kunst und er-
II. vom linken Unterschenkel zum rech- Da es sich bei dieser Methode um eine fordert langjährige Erfahrung.
ten Arm, leistungslose Verstärkung mit Elektronen- In letzter Zeit wird auch häufig eine
III. vom linken Unterschenkel zum linken röhren handelt, tritt bei der Messung kei- weitere Ableitung (IV) zwischen linkem
Arm. nerlei Energieentzug an der Meßstelle auf. Bein und einer Stelle an der Brustwand

Ui

Spannung an
Herzbasis

Differenzkune
L

0 € J Verstärker a
R

UKG) LTk
B
Spannung an Verstärkerb
Herzspitze

Bild 5. Entstehung
r*i#t>rehzkurve aus dem
2UjeiphSi9en Spannungsvorgang
B

0 -0_1 BR2 7- Richtung der


3 Spannungsvektoren
m
30 H«ft2/FUNICSCHAU 1951

?-• (absolute Herzdämpfung) benutzt, wo­ keit gestreift, mit einem Doppelver- des Meßinstrumentes an den einzelnen
durch die Möglichkeiten der Diagnostik stärker alle drei Ableitungen Tastpunkten geben Aufschluß über die
erweitert werden. Von diesen Brust- gleichzeitig aufzunehmen. Diese jeweilige Störverseuchung. Das Verfahren
. wandableitungen werden beson­ neuen großen Anlagen findet man meist hat den Vorzug, daß sich die Überprüfung
ders in Amerika verschiedene Varianten nur in modern eingerichteten Kranken- direkt am jeweiligen Störsender vorneh-
angewandt häusern. Beim einfachen Elektrokardio- men läßt.
Zur Aufnahme der Kurven die­ grafen wird die Aufnahme der drei Ab- Auch vor dem Einbau des Autosuper­
nen besondere Elektroden aus Silber oder leitungen der Reihe nach durch Betäti- hets erweist sich der Funk-Entstörprüfer
Nirosta-Stahlblech in Form von schmalen gung eines Umschalters in drei Stellun- als nützlich. So kann man den günstigsten
Streifen bzw. einer kleinen Blechscheibe gen aufgenommen. Durch Verwendung von Einbauort des Empfängers feststellen
für die Brustwand-(Thorax-)Ableitung. Die zwei Verstärkern in Differentialschaltung oder, falls zweckmäßig, von vornherein
Elektroden werden nicht direkt auf die und drei Schreibsystemen (Schleifenoszil- die Zündspule verlegen. Ebenso ist es
Haut gelegt sondern mit angefeuchteten lografen oder Braunsche Röhren) lassen leicht möglich, die günstigste Antennen-
Binden so befestigt, daß eine Lage Stoff sich aber alle drei Ableitungen gleichzeitig montage vorzunehmen, wenn man vorher
zwischen Elektrode und Haut liegt Da­ auf einen entsprechend breiten Film alle Störverseuchungen überprüft. Die
durch wird vermieden, daß eine Kapazi­ schreiben (Bild 6). Durch diese Schaltung sich dabei ergebende Zeitersparnis be­
tätswirkung zwischen Haut und Elektrode wird ein dritter Verstärker auf Grund fol­ deutet eine wesentliche Entlastung des
eintritt Die Binden werden mit einer gender Überlegungen überflüssig: Werkstattbetriebes.
Kochsalzlösung getränkt Drei Spannungen, die in Form eines Die Anwendung des Funk-Entstörprüfers
Bei der Aufnahme des Elektrokardio­ Dreieckes zusammengeschaltet sind, er­ ist nicht allein auf das Kraftfahrzeug
gramms liegt der Patient möglichst be- geben als Summe immer den Wert Null, beschränkt. Es sind auch von Motor-
auem mit entspannten Muskeln auf einem da Ui 4* U8 — Us = 0 (Bild 7). Ferner be- Kollektoren usw. herrührende Störungen
Liegebett das in einem ruhigen Raum und sitzt die Spannung zwischen zwei Glied­ deutlich erkennbar. Das Gerät eignet sich
in entsprechendem Abstand von an den Wän­ maßen (Ableitung) den Wert der Summe daher zur Ermittlung von Funkstörungen
den verlegten Starkstromleitungen auf­ der beiden anderen Ableitungen, aber mit aller Art und zum Eingrenzen der Stör­
gestellt ist Der Patient darf nicht frie­ negativem Vorzeichen. Wenn daher nur quelle; ferner kann die Wirksamkeit der
ren, da sich in diesem Fall dem EKG die zwei Ableitungen mit je einem Verstär­ jeweiligen Entstörung überprüft werden.
vom Muskelzittem verursachten unregel­ ker a und b gewonnen und an die beiden Schließlich läßt sich die eingebaute
mäßigen Störspannungen überlagern. Braunschen Röhren BR 1 und BR 2 gelegt Glimmlampe als Spannungsprüfer verwen-
werden, so ergibt sich die dritte Ableitung den, wobei zu berücksichtigen ist, daß
Dl« ■arkübllchen Elekirokardlografen durch Addition der Spannungen an den bei- Spannungen über 400 V nicht angelegt
den Verstärkerausgängen. Voraussetzung werden sollen. Beim Arbeiten an Span-
Auf dem Markt finden sich in der Haupt­ dabei ist, daß die Verstärkungsfaktoren nungen über 40 V ist der Erdanschluß des
sache batteriebetriebene Geräte mit Schlei­ der beiden Verstärker an ihren Ausgängen Prüfgerätes mit einer einwandfreien Erd­
fenoszillografen und netzbetriebene Elek- gleich groß sind. Durch entsprechende Ein- leitung zu verbinden.
trokardiografen mit Schleifen oder Braun­ Stellung der Widerstände Wi und W2 läßt Bei Gleichspannungen über 90 V wirkt
schen Röhren für Schreibzwecke. Die Kur­ sich diese Gleichheit leicht erzielen. Als der Funk-Entstörprüfer ferner als Polari-
ven werden meist auf lichtempfindlichen Kriterium dient eine Kontrollspannung K, tätsanzeiger. So leuchtet der dem Anzeige-
Papierfilm geschrieben. Neuerdings sind die an den Röhren BR 1 und BR 2 bei rieh- Instrument abgewandte Teil der Glimm­
auch Gerate mit direkter mechanischer tiger Abgleichung keine Anzeige geben lampe auf. wenn positive Spannung zu­
Aufzeichnung erhältlich. Tintenschreiber darf. geführt wird. Umgekehrt läßt das Auf-
haben sich infolge ihrer Trägheit nicht Die Weiterentwicklung der EK-Verstär- leuchten des dem Meßinstrument zuge-
bewährt In USA werden auch Wachs­ ker, d. h. die Steigerung ihrer Empfind- wandten Teiles der Glimmlampe auf das
streifen benutzt, auf welche durch einen lichkeit, ermöglicht die Aufnahme der an Vorhandensein negativer Spannung
geheizten Platinstift die Kurve übertra­ der Kopfhaut abnehmbaren Spannungen schließen,
gen wird. Die besten Kurven hinsichtlich des Gehirns, die sich in Ruhe (Schlaf) und
Wiedergabetreue werden mit den Braun­ bei Denktätigkeit in Form verschiedener
schen Röhren erhalten. Die Papierfilme Wellenzüge genau wie ein EKG aufzeich­
sind meist mit einer horizontalen Strich­ nen lassen und zur Untersuchung der Ge­ FUNKSCHA U-AMlaUdecic&te
einteilung versehen, während die Zeit- hirnvorgänge (epileptische Anfälle usw.)
roarken mittels einer besonderen opti­ von besonderer Wichtigkeit sind. Dieses
schen Einrichtung gleichzeitig mit der Gebiet ist unter dem Namen Encephalo- Zwergfotozellen aus Germanium
Kurve geschrieben werden. graphie bekanntgeworden. Die Firma Sylvania stellt Jetzt Zwergfoto­
Schließlich sei noch kurz die Möglich- Dipl.-Ing. A. CI. Hofmann zellen aus Germanium her, die kleiner als
Streichhölzchen sind und beispielsweise un­
mittelbar nebeneinander gesetzt werden kön­
nen, um perforierte Telegrafendrähte zu
Auto-Entstörung leicht gemacht „lesen“. Dank ihrer kleinen Abmessungen
sind sie für elektronische Rechengeräte und
Sortiergeräte sehr geeignet. Allerdings ist
Beim Einbau von Autosuperhets reicht teten Endpentode. DL 92, in deren Gitter- ihre technische Entwicklung noch nicht ab­
erfahrungsgemäß die Entstörungsvor- kreis ein uA-Meter als Anzeigeinstrument geschlossen, so daß sie Im Augenblick im
schrift des Geräteherstellers nicht in angeordnet ist. Die. vorhandene Reststör­ Handel noch nicht erscheinen. Dr.K.
allen Fällen aus. Vor allem sind es Zünd­ spannung wird mit Hilfe der Prüfspitze Quelle: Proc. Inst. Rad Engr.,
störungen. deren Beseitigung oft mit eines abgeschirmten Taststabes unmittel­ Sept. 1950, S. 18 —A.
großen Schwierigkeiten verbunden ist. bar am lokalen Störerzeuger abgegriffen.
Durch Anwendung der üblichen Ent­ Der Skalenausschlag des Meßinstrumentes Elektrisches Gerät
störmittel tritt zwar eine wesentliche entspricht annäherungsweise der Entstör­ zur Regulierung von Uhren
Verringerung der Zündstörungen ein, doch gruppe nach VDE 0878. Eine Glimmlampe Das genaue Einregulieren von Taschen-
müssen etwa vorhandene Reststörungen zeigt an, ob am Prüfgerät eine Spannung und Armbanduhren nimmt gewöhnlich Tage
durch sorgfältige Prüfung der Masse­ von über 90 V anliegt. Dieser Fall ist ge­ oder Wochen in Anspruch. Auf elektrischem
verbindungen, der Abschirmungen usw. geben, wenn die Prüfspitze mit einem Weg läßt sich aber mit neuen Geräten inner­
lokalisiert werden. Der von der Firma Punkt Verbindung hat, der gegen die halb 30 Sekunden feststellen, um wieviel
Tonolux, Radio- und Meßgeräte- Zündspannung mangelhafte Isolation be- die betreffende Uhr innerhalb 24 Stunden
Fabrikation, Neuenbürg/Württ., hergestellte sitzt. vor- oder nachgehen würde. Die Uhr wird
auf ein Kristallmikrofon gelegt, das das
Funk-Entstörprüfer (D.B.P. an- Um den Funk-Entstörprüfer vielseitig Ticken der Uhr aufnimmt. Das Ergebnis er­
gemeldet), Alleinvertrieb: BERU-Vertriebs- verwenden zu können, erscheint er in scheint als Diagrammlinie auf einer Schreib­
ges. mbH. Ludwigsburg, soll die zeitrau- einer handlichen Ausführung (Abmessun- trommel. Dr. K.
bende Störungssuche wesentlich abkürzen. gen: 200X70X40 mm) und verwendet ein­ Quelle: Electronics, Okt. 1950,
gebaute Stromquellen. Zum Betrieb rei­ S. 2 3.
chen zwei Pertrix - Nqrmalzellen Nr. 200
(3 Volt) aus, deren Spannung durch einen Kondensator mit besonders
Die Prinzipanordnung zeigt eine Meß­ kleinem Ladungsverlusl
einrichtung mit der als Triode geschal- Regelwiderstand genau eingestellt werden
kann. Die Einschaltung des Gerätes wäh­ Für manche Zwecke benötigt man Konden­
rend der Prüfung geschieht durch den satoren, die ihre Ladung besonders lange
Druckschalter. Bei täglich % stündiger halten. So wird von einem Kondensator von
Betriebszeit darf man mit einer Betriebs­ 0.02 nF berichtet, der in 24 Stunden höchstens
DL 92 dauer von mehreren Monaten rechnen.
5 •/• Ladung verliert. Er ist für 2200 V gebaut
und hat einen Isolationswiderstand von
Prinzlpschaltbüd des 10u O bei 50 mm Länge und 20 mm Durch­
Funk-Entstörprüfers messer. Er ersetzt eine Trockenbatterie von
Man führt zunächst die Entstörung ge- 4,5 Kilogramm Glicht- Das Dielektrikum
mäß der Firmenvorschrift durch und besteht aus einem Kunstharz,

■asrSb-S.Ä Ä “-".ee.ron.c,. Au, J?*

Störspannungen auftreten. wobei man mit Hersteller: CondenserProducts


dem Taststecker die jeweiligen Positionen Company, 13 7 6 « 0 J J h Branch
abtastet. Die unterschiedlichen Ausschläge Street, Chicago 22, 111.
FUNKSCHAU 1951 /Heft 2 31

Abgleich des Diskriminators Begrenzer


'CKKXXT'------
lOOpF
Ein schwieriges Problem des AM-FM- Millimeter verschieben läßt. Spulen mit TOOL
Superhets bildet der Abgleich des Dis­ Hf -Eisenkern sind dabei unpraktisch, kß
Nf

£3»
kriminators. Hier soll eine Methode be­ weil bei jeder Kopplungsänderung neu
schrieben werden, die sich in der Praxis 100
abgeglichen werden müßte. Bei richtiger
gut bewährt hat und auch dem in dieser Kopplung resultiert eine gerade Demodu-
Technik weniger Erfahrenen keine we­ lationskennline. Die bewegliche Spule ist Hh 100pF
sentlichen Schwierigkeiten bereitet. dann sorgfältig festzustellen. Ergibt sich
Allgemeines ein zu kleiner linearer Bereich, d. h. Bild l. Prinzipschaltbild der Diskriminatorstufe
liegen die Maxima nicht weit genug aus­ i
Gewöhnlich wird der Diskriminator für einander, so muß man eine zusätzliche
einen Frequenzhub von 75 kHz be­ Dämpfung anwenden, sofern sich die
messen, wobei die erforderliche Band­ gewünschte Erweiterung des linearen /f h.
breite 150 kHz beträgt. Da man aber Bereiches nicht durch Kopplungsänderung
den Empfänger nicht genau auf die Mit­ erreichen läßt.
telfrequenz einstellen kann und die Oszil­ Steht ein Röhrenvoltmeter zur
latorfrequenz Schwankungen unterworfen Verfügung, so ist die Einstellung etwas
ist, wählt man für den Zf-Verstärker und einfacher, wenn man die Spannung des
für den Diskriminator eine Bandbreite von Primärkreises mißt. Beim Durchdrehen
mindestens 180...200 kHz. des Meßsenders müssen zwei Höcker auf- -200 -700 /O *700 *200
Die Güte des Diskriminatorkreises soll treten, die etwa mit den Maxima der
Diodenströme zusammenfallen sollen. Die
Spannung zwischen den Höckern beträgt fT _T Bild 2. Diodenströ-
ca. 10...20 % weniger als im Maximum. l2~l7 me und Diskrimi-
sein. In diesem Falle sind f die Zwischen­ Ein weiteres Verfahren zur Aufnahme natorkennlinie
frequenz und b die Bandbreite. Bei einer ' der Kennlinie bildet die Steilheits­
Zf von 10,7 MHz ergibt sich bei der an­ messung, zu der man einen frequenz­
gegebenen Bandbreite eine Güte von modulierten Meßsender benötigt. Es wird
etwa 50. Auf eine zusätzliche Dämpfung zunächst ein sehr kleiner Hub von ca. 1
wird man im allgemeinen verzichten kön­ oder 2 kHz eingestellt. Dann ändert man
nen. Der Kopplungsfaktor soll die Frequenz z. B. um jeweils 10 kHz.
etwa k = 1,5/Q betragen. Als günstigste Statt der Diodenströme mißt man die Nf-
Spannungsübersetzung hat sich Spannung, die sich entsprechend der je­
das Verhältnis 1 : 2 herausgestellt; das ent­
spricht bei k = 1,5/Q einem Verhältnis
L2/L1 = 1,77.
weiligen Steilheit ändert. Trägt man die
Nf in Abhängigkeit von der Frequenz
auf, so ergibt sich die Steilheitskurve
>J + + +
In den meisten Fällen wird es nicht mög­ (Bild 3). Der lineare Teil verläuft waage­ -200 -700 0 *100 *200
lich sein, die angegebenen Werte zu mes­ recht und muß eine Breite von 180...
sen und einzustellen. Die L-Werte lassen 200 kHz aufweisen. Bild 3. Steilheitskurve des Diskriminators
sich berechnen oder aus Tabellen entneh­
men. Es ist jedoch bei erträglichem Auf­
wand möglich, die Demodulationskenn-
linie direkt aufzunehmen, um dann die
übrigen Werte einstellen zu können. Praxis des UKW-Empfanges
Aufnahme der Demodulationskennlinie
Erfahrungsbericht und Vorschläge
Zu diesem Zweck schaltet man zu den
beiden 100-kß-Widerständen je ein Milli­
amperemeter mit Endausschlägen von' ca. Nach Einführung des UKW-Rundfunks bietet sich Fällen konnte man schnelle Flacker-
0,1...0,5 mA in Reihe (Bild 1). Sodann gibt Gelegenheit, interessante Ausbreitungsverhält­ Fadings beobachten. Aus dieser Erschei­
man die auf die Zf-Mittelfrequenz abge­ nisse insbesondere im Gebirge zu studieren. In nung darf man auf sporadische Reflexio­
stimmte Meßsenderfrequenz an den Ein­ den folgenden Ausführungen werden weitere Er­ nen an der Troposphäre schließen. Beim
gang des Zf-Verstärkers. Man stellt die fahrungen und Vorschläge lm Anschluß an den Empfang des UKW - Senders West waren
Spannung so ein, daß der Begrenzer wirk­ ln Heft 1, 1950, Seite 7, veröffentlichten Beitrag ferner von Zeit zu Zeit Verzerrungen fest­
sam ist. Andernfalls kann z. B. durch über Ausbreitungsfragen bekanntgegeben. stellbar. Es ist inzwischen theoretisch be­
schief abgestimmte Zf-Filter eine falsche wiesen, daß derartige Verzerrungen beim
Kennlinie vorgetäuscht werden. Die Aus­ Eingehende Versuche, deren Ergebnisse Empfang frequenzmodulierter Sender
steuerungsgrenze ist erkennbar, wenn man auch mit anderen Erfahrungen (z. B. in außerhalb der Sicht - Reichweite, wenn
die Ausgangsspannung des Meßsenders den Alpen) übereinstimmen, ergeben für wie in diesem Falle Reflexionsstrahlungen
langsam erhöht und dabei die Dioden­ die Empfangsverhältnisse in der rheini- mit mehreren Schwerpunkten vorliegen,
ströme mißt. Bei wirksamer Begrenzung sehen Kleinstadt Linz folgendes Bild: durch die Laufzeitenunterschiede ent-
bleiben diese praktisch konstant. Dort ist der UKW - Sender West (Köln- stehen können. Sicht war bei den Ver-
Langenberg) in einer Entfernung von ca. suchen auf den Bergen zwar nicht vor-
Abgleichen 55 km mit einer Feldstärke von etwa handen. Wenn trotzdem völlig verzer-
Die Meßsenderfrequenz bleibt zunächst 30...100 uV/m zu empfangen. Linz liegt in rungsfreier Empfang erzielt werden
fest eingestellt. Der Primärkreis wird jetzt der Rheinebene und ist einerseits huf- konnte, so darf man annehmen, daß es
so abgeglichen, daß der Ausschlag der bei­ eisenförmig von den Bergen des Wester- zu solcher Schwerpunkt - Bildung nicht
den Meßinstrumente jeweils ein Maximum waldes umgeben und andererseits durch kam, d. h., daß der Empfang nur aus einem
erreicht. Beim Durchdrehen des Sekun­ die Ausläufer des Eifelgebirges abge- Quellpunkt herrührte. Dabei entsprach
därkreises werden die Diodenströme wie­ schirmt. die Einfallrichtung genau der Verbin­
der Höchstwerte aufweisen, die allerdings dungslinie Köln-Linz.
Rellexlonserschelnungen
nicht zusammenfallen. Die Einstellung ge­
schieht so, daß die Diodenströme schließ­ ES wurde durch Peilungen mit Rieht- Blohl«al.na.n als Energie,pl.,.l
lich gleiche Werte besitzen. Bei Verstim­ antennen festgestellt, daß die einfallende Die auf den Bergen vorgenommenen
mung nach unten muß der eine Dioden­ Feldstärke von Reflexionen an Bergzügen -Empfangsversuche sind -nun mit folgen­
strom, bei Verstimmung nach oben der der Eifel herrührt, die aus zwei versebie- dem Experiment fortgesetzt worden. Eine
andere ansteigen. Gewöhnlich ist ein denen Richtungen stammen. Die oben an- auf den UKW-Sender West ausgerichtete
wiederholtes Nachstimmen der Kreise in gegebenen Feldstärke Unterschiede wur- 8-Element-Richtstrahlantenne wurde von
der gleichen Reihenfolge erforderlich, da den zu verschiedenen Zeiten festgestellt einem in geringer Entfernung liegenden
sich die Kreise gegenseitig beeinflussen. und traten bei beiden Reflexionen auf. Da Tal aus mit einer zweiten Empfangs-
Verstimmt man statt des Sekundärkreises es sich nicht um Schwunderscheinungen Richtantenne angepeilt mit dem Zweck,
den Meßsender, so müssen sich die Di­ im üblichen Sinne handeln kann, war die von der Reflexstrahlung der auf dem
odenströme entsprechend ändern (Bild 2). Feldstärkeschwankung zunächst nicht zu Berge befindlichen, nur als Spiegel oder
Um die Diskriminatorkennlinie zu erhal­ erklären. Reflektor wirkenden Antenne Empfangs-
ten, variiert man die Meßsenderfrequenz Messungen, die auf verschiedenen energie aufzunehmen. Das Ergebnis war
um jeweils etwa 10 oder 20 kHz und liest Höhen in der Umgebung von Linz aus- überraschend. An der bisher vollkommen
die auftretenden Diodenströme ab. Beim geführt wurden, ergaben für den UKW- empfangstoten Talstelle ließ sich ein
Einträgen der sich ergebenden Differenz Sender West Feldstärken von 1...3 mV/m. Empfang mit hinreichender Feldstärke
der einzelnen Ströme in Abhängigkeit Der UKW-Sender des Hessischen Rund- (ca. 0 5 mV/m) erzielen. Alle aufgeführten
von der Frequenz, erhält man die ge­ funks (Feldberg-Taunus) erzielte auf den Feldstarkeangaben sind relativ. Zum
wünschte Kurve Sie wird zunächst noch Anhöhen Feldstärkenwerte von 0.5.. . Empfang wurden einfache Pendelempfän-
1,5 uV/m, während man im Linzer Tal ger benutzt W
nicht die verlangte Linearität aufweisen.
Es gilt jetzt, die Kopplung richtig ein­ gerade noch den Träger feststellen konnte. TT™ SLiJu? im Versprgungsgebiet der
zustellen. Zu diesem Zweck ist eine Spule Die Feldstärke stieg hier gelegentlich bis UKW-Sender, insbesondere in dem hier^
so -angebracht, daß sie sich um mehrere zur Sprachverständlichkeit an; In diesen für ungünstigen Gebiet Rheinland-Pfalz
w

32 Heft2/FUNKSCHAU 1951

viele kleine Dörfer gibt, die vollkommen Wartung und verursacht keine Betriebs- Bild 4. Vorschlag für die
im Empfangsschatten liegen werden, wäre kosten. Aber auch die Verwendung kleiner praktische Ausführung rHi
es unseres Erachtens angebracht, min- Relaissender (Verstärker ohne Demodula- eines Anschlußkästchens
destens durch gründliche Versuche zu tion) mit einer zweiten, scharf bündeln­ mit elektrischer Welche r.B. Lüsterklemme
klären, ob die Anbringung von Reflexions- den Antenne für das im Schatten liegende
und Umlenkantennen-Anordnungen Emp- Versorgungsgebiet erscheint noch wirt- Elektrisch© Weichen
fangsverbesserungen bewirken kann. Unter schaftlich. Da der UKW - Rundfunk bei Eleganter ist eine

¥
Umlenkantennen ist hierbei eine Anord- der gegenwärtigen Empfangssituation im Anordnung nach Bild 3.
nung zu verstehen, bei der zwei Antennen MW - Bereich wesentlich an Bedeutung Diese Schaltung ver­
angewendet werden, von denen die eine gewonnen hat, ist die Behandlung dieser zichtet auf die Ver­
empfängt und die zweite mit der Emp- Fragen (zumal im Hinblick auf den kom- wendung der Erde als
. fangsenergie gespeist wird und auf das menden Fernsehrundfunk) von allgemei- Rückleitung dadurch,
zu versorgende Gelände ausgerichtet ist., nem Interesse. Der neben dem UKW-Rund- daß sie elektrische Weichen (Bild 4) ver-
Abmessungen und Konstruktionseigen- * funk vielleicht noch rentable Drahtfunk wendet und die beiden Leiter des
art sind auf die jeweils spezifischen Er- wird für das Fernsehen infolge des zu UKW-Kabels als Hin- bzw. Rückleitung
fordernisse abzustimmen. Der Vorschlag übertragenden breiten Frequenzbandes für den Nf - Strom zum Lautsprecher
wird auf kleine Ortschaften mit geringen bei hoher Trägerfrequenz unseres Er- benutzt. Es empfiehlt sich dann den
Teilnehmerzahlen beschränkt bleiben. achtens zu kostspielig. Ausgangstransformator unmittelbar an
Eine solche Anordnung bedarf keiner Ing. Georg Paffrath das Empfangsgerät anzuschließen oder
die Nf-Spannung parallel zur Schwing­
Winke für die Aufstellung des UKW-Dipols spule des im Gerät eingebauten Laut­
sprechers zu übertragen.
Die Nf - Spannung wird über je eine
Der überwiegende Teil der UKW-Rund- nötigt zusätzlich nur einen kleinen zwei­ UKW - Hf - Drossel (ca. 20...30 Windungen,
funkhörer ist heute auf die Verwendung ten Lautsprecher oder einen Kopfhörer, Cu - Draht 0,5 mm Durchmesser, Spulen­
eines zum Sender günstig angeordneten dessen Qualität ohne Bedeutung ist, da durchmesser 5...8 mm) den beiden Leitungen
Dipols angewiesen. Aber auch in un­ es ja für den Versuch nicht auf be­ des UKW-Kabels zugeführt. Diese Span­
mittelbarer Sendernähe, etwa im Umkreis sondere Wiedergabegüte ankommt. Kopf­ nung gelangt unmittelbar am Dipol oder
von wenigen Kilometern, darf besonders hörer oder Lautsprecher befinden sich in einige Meter davor über gleichartige Hf-
in großen Städten die Bedeutung einer unmittelbarer Nähe des aufzustellenden Drosseln zur Lautsprecherschwingspule.
zweckmäßig aufgestellten Antennenanlage Dipols. Dabei dient die Zuleitung zur Kleine Kapazitäten verhindern dabei in
nicht unterschätzt werden, wenn neben Antenne gleichzeitig als Ubertragungs­ jeder Weiche einen Kurzschluß der Nf-
dem Vorteil der höheren ■ Wiedergabe­ leitung der Nf - Ausgangsspannung des Spannung über die UKW - Antennenspule
güte auch der Vorzug der Störungsfreiheit Gerätes. bzw. über den Faltdipol.
beim einfacheren UKW-Empfangsteil zur Die einfachste Anordnung zeigt Bild 1. Wer häufig UKW - Antennenanlagen zu
Geltung kommen soll. Sie läßt sich anwenden, wenn die Mittel­ erstellen hat. fertigt am besten zwei der­
Es werden häufig Ratschläge erteilt, den anzapfung der UKW - Antennenspule her­ artige Weichen in Kästchenform mit be­
Dipol in einer bestimmten Richtung zum ausgeführt ist. Sofern das Gerät einen quemen Anschlußmöglichkeiten für Band­
Sender aufzustellen. Die Praxis zeigt je­ zweiten Lautsprecher - Anschluß besitzt, kabel, Antenne bzw. Empfänger (Ai und
doch immer wieder, daß durch Reflexio­ schalten wir die Mittelanzapfung über A2), Kabel (Ki und K2) und passenden
nen an Gebäudeteilen, Freileitungen, Ge­ einen Kondensator von ca. 0,1...0,5 uF an Doppelleitungen für Telefon oder Laut­
stängen usw. die richtige Lage oft sehr die Nf - Spannung. Bei der Aufstellung sprecher (T).
stark von der Theorie abweicht. eines Faltdipols muß der Lautsprecher Der Verfasser, der nicht in unmittel­
unmittelbar mit dem Mittelanschluß (evtl, barer Nachbarschaft eines UKW - Rund­
Erproben der günstigsten Antennenlage über einen Widerstand von ca. 1...2 kQ) funksenders wohnt, hat mit Hilfe der
sowie ferner mit einer in der Nähe be­ zuletzt geschilderten Anordnung viele
Um vollkommen sicher zu gehen, emp­ findlichen Erdleitung Verbindung haben. UKW - Dipole mit Erfolg aufgestellt und
fiehlt es sich zur Feststellung der besten Das Gerät selbst ist zu erden, wenn der dabei reiche praktische Erfahrungen in
Lage des Dipols, praktische Versuche vor­ Lautsprecher stumm bleibt. Tritt bei der zweckmäßigen Aufstellung von UKW-
zunehmen. Leider ergeben sich hierbei einem Allstromgerät starkes Brummen Antennen sammeln können. Es sei er­
meist erhebliche Schwierigkeiten. Denn auf, so empfiehlt es sich, den Netzstecker wähnt, daß diese Methode, besonders bei
gerade dort, wo es infolge gerade noch umzupolen. Handelt es sich um einen der Errichtung von Dipolantennen mit
ausreichender Empfangsfeldstärke auf die einfachen, offenen (60-Q-)Dipol, so muß Reflektor und Direktor gute Dienste leistet.
richtige Lage der Antenne ankommt, be­ der Lautsprecher über einen Widerstand Die durch die Anordnung, speziell bei
findet sich der Empfänger im allgemei­ von ca. 1 kQ an eine der beiden UKW- Verwendung von Widerständen an Stelle
nen in größerer Entfernung vom Dipol. Kabelleiter angeschlossen werden. der Hf - Drosseln hervorgerufene zusätz­
Nicht immer läßt sich durch Zurufe oder Fehlt nun in der Nähe des Dipols eine liche Dämpfung, ist sehr gering und hat
Zeichengeben zwischen dem Hörer am direkte Erdleitüng, so genügt es unter für das Erproben der günstigsten Dipol­
Gerät und dem „Schwenker" am Dipol Verwendung eines Kopfhörers, den zwei­ lage keinerlei Bedeutung.
(evtl, über einen dritten Mittelsmann) ten Anschluß mit irgendeinem größeren Sehr oft ist die Bestimmung des Emp-
eine genügend klare und rasche Ver­ Metallgegenstand (z. B. Dachrinne usw.) farigsmaximums nicht einfach. Viel leich­
ständigung erzielen. Wo Meßgeräte nicht zusammenzuschalten, oder fest in die ter lassen sich Stellungen ermitteln, bei
zur Verfügung stehen, machen sich bei Hand zu nehmen. Im allgemeinen wird denen Minimum der Empfangsamplitude
längeren Versuchszeiträumen Modulations­ auch dann noch die Lautstärke ausreichen. auftritt (stärkstes Rauschen bei Pend­
schwankungen sehr störend bemerkbar. Wie man zweckmäßig verfährt, wenn lern!). Wählt man für die Empfangs­
Das Verfahren ist umständlich, sehr zeit­ die Mittelanzapfung der UKW - Eingangs­ antenne eine Lage, die zu mehreren
raubend und nimmt Hilfskräfte in An­ spule im Gerät nicht herausgeführt wurde Minimumstellungen senkrecht steht, so
spruch. oder überhaupt fehlt, erläutert Bild 2. Ist darf man diese als die richtige betrachten,
die Mittelanzapfung im Gerät mit Chassis bei der die günstigsten Empfangsbedin­
Antennenzuleitung als Tenfrequeflakabel verbunden, so wird es erforderlich, zwi­ gungen für den betreffenden UKW-Sender
Es soll eine einfache Methode beschrie­ schen UKW-Kabel und Empfänger kleine zu erwarten sind.
ben werden, mit der man ohne fremde Kapazitäten von je ca. 50...100 pF einzu­ Dipl.-Ing. Ulrich Fusban
Hilfe die günstigste Stellung der Antenne schalten, damit man die Nf - Spannung
rasch und mühelos finden kann. Man be­ nicht kurzschließt.
Leichtere Nachrichtengeräte
Bei transportablen Nachrichtengeräten, wie

(
J?

D
I i.
r--—1- - Al-
\ioopf1~1ioop?
sie u. a. für kommerzielle Zwecke verwen­
det werden, kommt es neben unbedingter
Betriebssicherheit vor allem auf Gewimts-
ersparnis an. In Amerika wurde in dieser
H3 Richtung umfangreiche Entwicklungsarbeit

UM-
Eingang
irf Skß ? L_
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JTr±
1 1
K2 Jchwinqspute
geleistet. So gelang es, das Gewicht einer
Lautsprecher- kleinen Feldfernsprechzentrale unter Eei-
behaltung aller Funktionen und mit voller
Betriebssicherheit von 33 kg auf 10 kg herab­
zudrücken. Bei Fernschreibern glückte eine
Verringerung des Gewichtes von 100 kg auf
20 kg. Das Gewicht des Feldfernsprechkabels
\ wurde von bisher 37 kg/km auf 14 kg/km
Lautspr. Chassis 1100pF ± 100pF' . verringert. Dabei konnte die Sprechreich­
o 9- L___ _________ | Ausgangs - weite auch bei nassem Kabel auf fast 20 km
UKW- Aj A2 Transformator
vergrößert werden. Die heutigen Zwergröh­
• o. rennehmen nur 15 •/• des Raumes der frühe­
Ant. -Anschluß ren Röhren ein, die wiederum ganz wesent­
UfOV- Eingang des 6erätes lich kleiner als,di®/}ochiltvo,r Jahren gängi­
BlldL Antennenzuleitung als Bild 2. Hat die Mittelanzapfi^g Bild 3. Elektrische Welchen ger! Typen sind. Widerstände und Konden­
Tonfrequenzkabel bei UKW- der UKW-Antennenspule Qhocs- gestatten es. die Nf-Span- satoren nehmen nur noch 10 •/• bzw. 26 V. des
Geräten mit angezapfter An­ 8is-Verbindung, so empfiehlt es nung über die beiden Leiter Raumes der vor einem Jahrzehnt verwen
tennenspule sich zwischen UKW-Kabel und des UKW-Kabels zuzuführen S Typen ein. Bel StromerzeugernTSSSS
Empfänger Kondensatoren (59... unter Beibehaltung der Leistung eino Ge­
100 pF) einzuschalt
n wichtsreduzierung von 65 kg auf 38 kg. DrG£
1
FUNKSCHAU 1?51 / Heft2 33
Faßt man nun diese beiden Siebglieder
Niederfrequente Bandbreitenregelung derart zusammen, daß die beiden Wider­ ■

stände Ri und R2 zusammen ein Potentio­


meter bilden, so* ergibt sich die einfache
Im allgemeinen dienen Klangfarbenreg­ Eine stetige niederfrequente Bandbrei­ Anordnung nach Bild 5. Der Zusatzwider­
ler bei Rundfunkempfängern dazu, die be­ tenregelung wäre z. B. mit Hilfe eines stand r begrenzt die Regelung, um den
sonders bei Fernempfang mehr oder we­ Differentialkondensators möglich (Bild 2). Außenwiderstand bei zu weit herunter­
niger stark auftretenden Störgeräusche In der Endstellung (bei voller Kapazität gedrehtem Regler nicht zu stark absinken
zu verringern. Da diese Störungen von Cs) hat der Kopplungskondensator zur zu lassen. Steht der Schleifer bei B, so
hauptsächlich im oberen Gebiet des Hör­ nächsten Röhre volle Kapazität, während wird das ganze Frequenzband übertragen;
bereichs liegen, sind die Klangfarbenreg­ die Parallelkapazität zur Anode der Vor­ bei der Schleiferstellung S tritt eine Ein­
ler so ausgebildet, daß man mit ihnen eine röhre nicht eingeschaltet ist. Das ist die engung des Frequenzbereiches nach oben
Beschneidung der Höhen vornimmt. Stellung „breit“. In der Schmalbandstel­ und unten ein.
Es zeigt sich jedoch, daß die Wiedergabe lung (Ci volle Kapazität) werden die Höhen An Hand der Ersatzbilder der beiden
durch Betätigen des Klangfarbenreglers durch das ganz eingeschaltete Parallel-C Endstellungen lassen sich, die Vorgänge
unnatürlicher und damit unverständlicher (Ci) beschnitten, während der Übergang leicht übersehen (Bild 6 und 7). In der
wird, weil sich die geometrische Mitte des der tiefen Töne durch die verringerte Breitstellung ist der Querwiderstand
Klangbildes, die bei Normalwiedergabe bei Kopplungskapazität (Cs) zur nächsten (P + r) sehr hoch, so daß bei entsprechen­
etwa 800 Hz liegt, mehr nach den tiefen Röhre verringert wird. Ein einfaches der Dimensionierung keine Schwächung
Tönen zu verschiebt. Wie Untersuchungen Durchrechnen zeigt jedoch, daß diese der Tiefen eintritt, während der Vorwider­
gezeigt haben, empfindet das menschliche Schaltung im allgemeinen praktisch nicht stand (R2 gemäß Bild 4) für die Höhen
Ohr die Verschiebung dieser Klangbild­ ausführbar ist, da die Kapazität des Diffe­ (abgesehen vom Innenwiderstand der Vor­
mitte mehr oder weniger unangenehm. rentialkondensators sehr groß sein muß röhre) null geworden ist Die Höhen wer­
Daraus ergibt sich die Folgerung, den und solche Kondensatoren relativ teuer den also ungeschwächt hindurchgelassen.
Klangfarbenregler so auszubilden, daß bei wären.
einer Wegnahme der Höhen auch die tie­ Eine recht einfache Lösung der stetigen Zur Berechnung der Schalt­
fen Töne gleichzeitig im entsprechenden Nf-Bandbreitenregelung, die nur ganz ge­ elemente kann man in folgender Weise
Verhältnis abgesenkt werden. ringen Aufwand benötigt, besteht in der Vorgehen: Der Potentiometerwiderstand
Ein Beispiel mag dies erläutern: Der Kombination zweier RC-Siebglieder, von sei zu 1 MQ angenommen und der Zusatz­
eingeschaltete Klangfarbenregler soll so denen das eine die Begrenzung nach unten widerstand r zu 0,2 MQ. Der gesamte Wi­
dimensioniert sein, daß die obere Grenz­ und das andere die Begrenzung nach oben derstand (P + r gemäß Bild 5) ist also
frequenz des Verstärkers bei 2150 Hz liegt ausführt. 1,2 MQ.
(bei der Grenzfrequenz ist die Spannung In Bild 3 sehen wir ein Siebglied zur In Stellung „breit“ berechnet sich für
auf das 0,7fache gegenüber der Spannung Begrenzung der tiefen Töne. Die Spannung eine untere Grenzfrequenz von 50 Hz die
einer mittleren Frequenz gesunken). Be­ am Ausgang dieses Siebgliedes ist
zeichnen wir die Frequenz der geometri­ Kapazität aus | Ri + Rs 1 = I -4-1
schen Mitte (800 Hz) mit f„„ die obere Ri I coCi I
Ui = U 1 10«
Grenzfrequenz mit f0 und die untere mit Ci =
f„, so können wir schreiben ]/ R'! + (^k)’ (Ri + Rs) • 2 jt f
~ 2500 pF
1,2 • 10« • 2 • k • 50
fm = V fu * fo [Hz]
Im speziellen Falle, in dem | Ri | = In Stellung „schmal“ (Schleifer bei S)
fm2
oder fu = ~f~, also in unserem Falle soll die untere Grenzfrequenz auf 300 Hz
ist, wird ansteigen; damit muß
8002 1 10«
£= = 0,7Uo. r= ~200kQ
fu ~ 2150 ~ 300 Hz
Bei der Bemessung einer Schaltung zur P 2 ji fu ■ Ci
werden.
2 n • 300 • 2500
gleichzeitigen Wegnahme der Höhen und Die Frequenz, bei der | Ri | = | | ist, Für die obere Grenzfrequenz bei
Tiefen ist aber zu berücksichtigen, daß „schmal“, die mit 2150 Hz festgelegt
u. U. eine Verschiebung der geometrischen ist die Grenzfreqüenz. Das Spannungstei­ wurde, ist (gemäß Bild 4) Rs maßgebend,
Mitte des Klangbildes gerade erwünscht ler-Verhältnis einer RC-Kombination be­ sein Wert beträgt 1 MQ. Die Kapazität Cs
ist (z. B. beim Schallplattenspiel mit ma­ trägt bei der Grenzfrequenz 1:0,7. (gemäß Bild 4) berechnet sich zu
gnetischem Tonabnehmer oder beim Emp­
fang einer Rundfunksendung mit zu stark Wie man sieht, liegt die Grenzfrequenz 1 10«
einer solchen Schaltung um so tiefer, je Cs = -75 pF
betonten Höhen). Es muß also auch noch 2 jt f * Rs 2jt-2150 *10«
die Möglichkeit vorgesehen werden, die größer Ci und je größer Ri sind.
einschließlich der Gitterkapazität der fol­
Höhen a 11 e i n zu schwächen (auf die Not­ Ein Siebglied zur Begrenzung der hohen genden Röhre.
wendigkeit, u. U. auch die Tiefen allein Töne geht aus Bild 4 hervor.
Wie man sieht, besitzen die gefundenen
abzusenken, soll hier nicht näher ein­ Hier wird für die Grenzfrequenz Werte der Schaltelemente Größenordnun­
gegangen werden). gen, die sich praktisch leicht darstellen
Die Möglichkeit, die Höhen und Tiefen l-i-l = |Rs| lassen.
unabhängig voneinander zu regeln, die bei I coCs I
manchen Geräten vorgesehen ist, hat den 1 Bild 8 zeigt die Grenzkurven einer sol­
Nachteil, daß für die Klangfarbenregelung chen Einrichtung. Ein Vergleich der be­
cüCs
zwei Knöpfe notwendig sind. Das bringt Us = Ui schriebenen Anordnung mit einem ge-
eine gewisse Bedienungsschwierigkeit mit
sich, so daß der Laie die für die betref­
fende Sendung richtige Reglerstellung häu­
1/- + (irj gewöhnlichen nur die Höhen absenkenden
Klangfarbenregler zeigt bei gestörtem
Empfang die Überlegenheit des niederfre­
1 quenten Bandbreitenreglers im Hinblick
fig gar nicht findet. coCs
Eine bekannte Industrieschaltung mit = 0,7 Ui. auf Verständlichkeit und Natürlichkeit der
= Ui Wiedergabe.
1
V
stufenweiser Regelung und gleichzeitiger 2
Beschneidung der Höhen und Tiefen zeigt co2Cs* Eingangs war erwähnt worden, daß bei
Bild 1. Stellung 1 des Tonblendenschalters Schallplattenspiel zwar eine Absenkung
. gibt die optimale Qualität, Stellung 2 be­ Die Grenzfrequenz einer solchen Anord- der Höhen u. U. zur Verringerung des Na-
wirkt ein Absinken der Höhen allein, wäh­ nung liegt um so höher, je kleiner der delgeräusches notwendig sein wird, daß
rend in Stellung 3 Höhen und Tiefen Widerstand Rs und je kleiner die Kapa- aber keinesfalls die Tiefen eine Schwä-
gleichzeitig abgesenkt werden. zität Cs sind. chung erfahren dürfen, da diese ja aus

Ci *-&r
ECL11 HKr—0

tM§
1250pF |
Nf

I Uo
X-o
*, Ul

Bilds.
RC-Glied
(Tiefen­
absenkung)
Ul flT

Bild 4.
RC-Glied
(Höhen­
absenkung)
^

r Bild 5. Stetig«
Nf - Bandbrei­
Bild 2. Stetige Nf-Bandbreitenrege­ tenregelung
% TQnF 250pF + lung mit Differentialkondensator mit Potentio-
+
n S-fJ0' = 2500PF. C, = 75 pF.
-6/ C, Rj'P fi 5 P=1 Megohm,r = 0,2 Megohm

Bild 1.
Stufen-
3MS3
___
" SOOpF
SOOkS
D| «Hl

Ryr fC* Pi*Pi


p
r
TC* IXTTSX
tl___ '! x
sl *■ Frequenz dOOHx
Klang­ Bild 7. Regler „Breit"
regler mit Nf-Bandbreitenregelung Bild 6. Regler „Schmal" Bild 8. Frequenzkurven .Schmal- t u. „BTeit- l
p

34 H«ft2/FUNKSCHAU 1951

bekannten Gründen bereits bei der Auf­ unten, daß auch in Stellung „schmal“ noch
nahme abgeschwächt aufgenommen wer­ keine Absenkung der innerhalb des Hör­
©
ALU 4 (mA)
den. Man muß also den niederfrequenten bereichs liegenden Tiefen eintritt. Da
-WO
Bandbreitenregler so konstruieren, daß
z. B. am Wellenschalter eine zusätzliche
Kontaktstellung vorgesehen wird, mit der
bei Plattenspieler-Betrieb ein sehr großer
Kondensator (etwa 20 nF) parallel zu Ci
gemäß Bild 5 gelegt wird. Dadurch ver­
jedoch auch bei Rundfunkempfang u. U.
eine Absenkung lediglich der hohen Töne
erwünscht ist, kann man als Potentiometer
ein solches mit Druck-Zugschalter ver-
wenden, mit dem sich der oben erwähnte
Zusatzkondensator willkürlich zu- oder
1MQ
I 100mA
El
-so

-SO
schiebt sich die Grenzfrequenz so weit nach abschalten läßt. Dipl.-Ing. Karl Eisele 10kQ
-70
P A'6

Tue de* Uber den Isolationswiderstand 10 V -250V +


\
-50
\ A)
AftfäHfcc: der Kopplungskondensatoren Oben: Bild 4.
Prüfschaltung für \
Isolationswiderstände 40
Die Kopplungskondensatoren haben die für den gewählten Katodenwiderstand. In von Kopplungs- / \\
Kondensatoren / -J0
Aufgabe, die zu verstärkenden Wechsel­ unserem Falle entsteht durch die endliche \
spannungen von der Anode der Vorröhre Isolation des Kopplungskondensators eine
auf das Gitter der Endröhre zu übertra­ positive Spannung von 2 Volt am Gitter. \ -20
gen (Bild 1). Dabei soll der statische Po­ Diese Spannung ist unabhängig vom Ka­
tentialunterschied der beiden Elektroden todenstrom und addiert sich zu der am \1.0
nicht beeinflußt werden. Katodenwiderstand erzeugten Spannung.
Die wunschgemäße Übertragung der
Wechselspannungen läßt sich durch pas­
Den neuen Arbeitspunkt A' erhält man
also durch eine Parallelverschiebung der
-14 -12 -10 -8 -6 -4 -2
-X
sende Wahl der Kapazität und des Gitter- Widerstandsgeraden um 2 Volt nach rechts. Ug (Voll)
ableitwiderstandes leicht erreichen. Viel Bild 2 zeigt, daß dabei der Katodenstrom
schwieriger ist es, die zweite Forderung um ca. 1 mA, also um 7 % angestiegen ist. Bild 3. Katodenstrom in Funktion
einzuhalten, denn der Gleichstromwider­ Legt man nun eine Schaltung zugrunde, der Gitterspannung mit Wider­
stand eines Kondensators ist nicht unend­ bei der die Grundvorspannung nicht auto­ standsgerade für Rk = 150 Q (AL 4)
lich groß, sondern hat je nach der Zusam­ matisch durch den Katodenstrom, sondern
mensetzung seines Dielektrikums, seiner durch eine getrennte Wideistandsanord- Meßanordnung zur Bestimmung
Herstellung und seiner Lagerbedingungen nung erzeugt wird, so ist der Stromanstieg des Isolatxonswiderstandes
einen Wert, der häufig das zu fordernde noch größer, da jetzt die ausgleichende
Minimum unterschreitet Mit einer Serie Wirkung des Katodenwiderstandc3 fehlt Tm Beispiel de? Rohre AL 4 bedeutet
von Rollkondensatoren aus der Nachkriegs­ Man gewinnt den Arbeitspunkt A' als eine maximale Arbeitspunktverschiebung
zeit (1945/46) wurden in dieser Hinsicht Schnittpunkt der Katodenstromkennl’nie um 0 v Volt bei fester Vorspannung eine
besonders schlechte Erfahrungen gemacht. mit der um 2 Volt nach rechts gerückten Erhöhung des Katodenstromes um ca.
Im folgenden soll quantitativ untersucht senkrechten Gitterspannungslinie. Der 3 mA Dies *0 1 e. en noch als zulässig gel­
werden, welchen Einfluß ein Kopplungs­ Stromansvieg beträgt jetzt 3.2 mA. al o ten. Der Grenzw derstand des Kopplungs­
kondensator mit endlichem Isolations­ 24 %. Im gleichen Verhältnis wächst auch kondensators? müßte also 300 Mß betra­
widerstand auf die Arbeitsbedingungen die thermische Belastung der Röhre. gen Der Leckstrom bei 25t; v olt Spannung
der Endröhre hat. Zum Schluß wird eine betrag" dann m Höchstfälle 0,83 uA. Da
Meßanordnung angegeben, mit der man Arbolfspnnktverschlebang Instiumerte, die derart Kleine Ströme
die interessierenden Isolationswiderstände bei steilen Endröhren (AL 4) roch gut anzeigen, sehr selten sind, emp­
ohne höchstempfindliche Instrumente mes­ Spannung an der Anode der fiehlt sich die in Bild 4 gezeigte Meßanord­
sen kann. Vorröhre 4- 100 Volt nung für ein Instrument mit 100 mA Voll­
ausschlag. Der Anodenstrom der Röhre
ArboUspunktvorschlobong Isolationswiderstand des Kopp­ AL 4 wird mit Hilfe des Potentiometers P
bei wenig stellen Röhren lungskondensators 50 Mß auf 38 mA eingeregelt. Die Steilheit im
Wir wollen hier eine Endröhre anneh­ Gitterableitwiderstand 1 Mß Arbeitspunkt beträgt dann rund 9 mA/Volt.
men, die eine Steilheit von etwa 1,4 mA/ Katodenwiderstand 150 ß Wir schalten den zu prüfenden Konden­
Volt und einen mittleren Katodenstrom Aus Bild 3 wird ähnlich wie aus Bild 2 sator zwischen Anode und Gitter, wobei
Ia + lg* von 13,5 mA bei —11,5 Volt Git­ der neue Arbeitspunkt bei automatischer sich der Anodenstrom um nicht mehr als
und bei fester Vorspannung entnommen. 3 mA erhöhen darf. Um eine Überlastung
terspannung hat (RES 164/L 416 Dj. Die Git­ des Instruments und der Röhre bei sehr
terspannung wird in der Regel automatisch Der Katodenstrom bei idealem Koppiungs- schlecht isolierten Kondensatoren zu ver­
durch Einschalten eines 850-ß-Widerstan- kondensator beträgt 40 mA, er steigt in hindern, empfiehlt sich das Zwischen­
des zwischen der Heizfadenmitte und der unserem Beispiel auf 48 bzw. bei fester schalten einer Sicherung (100 mA).
negativen Bezugsleitung erzeugt. Das Git­ Vorspannung auf rund 64 mA an. Der pro­
ter hat über einen Widerstand von 1 Mß zentuale Anstieg des Katodenstromes be­ Dipl.-Ing. Albert Schairer
ebenfalls mit Masse Verbindung. Von der trägt 20 bzw. 60 %. Bei gleichem Kopp­
Anode der Vorröhre fließt über den end­ lungskondensator ist also der Stromanstieg
lichen Isolationswiderstand des Kopp­ bei einer steilen Endpentode wesentlich Nachnahmen sind unpraktisch und teuerl
lungskondensators und den Gitterableit- größer als bei den älteren, weniger steilen
widerstand ein Leckstrom. Infolge seines Röhren. Die Freunde und Kunden des Franzis-
Spannungsabfalles am Gitterableitwider- Verlages wollen wir auch über die beste
stand erhält das Gitter ein positives Po­ Bild 2. Katodenstrom in Funktion (mA) Bezugsart gut beraten. Viele Leser be­
tential gegenüber der Bezugsleitung, wo­ der Gitterspannung mit Wider­ stellen ihre Bücher noch immer für die
durch der Arbeitspunkt sich in Richtung standsgerade für Rk=850Q (RES 164) -40 Zusendung unter Nachnahme, wahrschein­
größerer Anoden- und Schirmgitterströme lich Ohne zu wissen, welche erheblichen
RES 164 Spesen ihnen daraus erwachsen. Beson­
verschiebt und die Röhre überlastet wird.
Um einen quantitati­ ders bei kleinen Rechnungsbeträgen, wie
ven Überblick zu er­ sie sich beim Bezug unserer „Radlo-
halten. betrachten wir Praktiker-Bücherei“ meist ergeben, ist die
Nachnahme-Zusendung viel zu kostspie­

Ö
folgendes Beispiel:
lig. Die Nachnahmelieferung ist auch un­
Spannung an der praktisch; ist der Empfänger häufig ab­
Anode der Vor- wesend, so kann die Nachnahme nicht
röhre + 100 Volt eingelöst werden, und es entstehen un­
nötige Kosten und Verzögerungen.
Isolationswiderstand
Wir raten deshalb: Bestellen Sie alle
des Kopplungs­ Ihre Bücher, Tabellen, Bauhefte usw.
kondensators
50MQ unter Voreinsendung des Betragest ln
allen unseren Anzeigen geben wir die
Gitterableitwider­ Versandkosten an, die dem eigentlichen
stand 1 Mß Buchpreis hinzuzurechnen sind. Zahlen Sie
Bild 1. Schaltung des Kopp­ den sich ergebenden Betrag auf das Post­
Katodenwider* lungskondensators zwischen scheckkonto München 5758 (Franzis-Ver­
stand 850 Q zwei Röhren lag) ein und notieren Sie Ihren Wunsch
auf dem Zahlkartenabschnitt: das Ist die
In Bild *! ist der Katodenstrom in Funk­ billigste und rascheste Bestellart. Sie er­
tion der c-itterspannung dargestellt. Den spart Ihnen Zeit und uns Arbeit, und Sie
Arbeitspunkt erhält man bei idealem kommen auf diese Weise mindestens drei
Kopplungskondensator als Schnittpunkt Tage früher in den Besitz Ihrer Bücher.
dieser Kurve mit der Widerstandsgeraden
+',4*-
FUNKSCHAU 1951 /H«ft2 35

Fernsehen im UHf-Band 475 • • • 890 MHz

w
Jeder technische Fortschritt wirft neue mutigend ansehen darf. Allerdings verlie­ / "s.
's
Probleme auf. die es zu meistern gilt. In fen die ersten, in großer Entfernung
Amerika führte die sprunghafte Entwick­ durchgeführten Empfangsversuche sehr
lung des Fernsehens zu einer bedenk­ !. \ \
unbefriedigend. Um gleiche Eingangsfeld­ \ \
lichen Verknappung der Senderkanäle, so stärken wie im VHf-Bereich zu erzielen,
daß es heute schon in vielen Gebieten wären Senderleistungen aufzuwenden, die I
\ \
unmöglich ist, am Fernsehen teilzuneh- man mit den gegebenen Einrichtungen auf t \
men, weil man zur Uberbrückung toter
Zonen Frequenzen für neue Sender nicht
mehr zur Verfügung hat. Der Fernseh­
betrieb wickelt sich jetzt im VHf-Band
wirtschaftlich tragbare Weise nicht erzeu­
gen könnte. Um gleiche Empfangsverhält­
nisse wie im UKW-Bereich sicherzustellen,
V\
müßte die Senderleistung zur Über­ 1
(UKW) ab, das sich mit einigen Unter­ brückung einer Entfernung von 65 km
brechungen von 54...216 MHz erstreckt. von 20 kW auf 1 :500 (500 MHz) bzw. auf
Gegen 500 Fernsehstationen müssen sich 1 :5000 (900 MHz) vergrößert werden. Dies
in 12 Kanäle zu je 6 MHz Bandbreite tei­ läßt sich mit ökonomischen Mitteln nicht
len. Man ist daher gezwungen, mit Gleich­ verwirklichen, um so mehr, als die gegen­ Bild 4. Röhrenanordnung des ,Symmetrons"
wellensendern zu arbeiten, die ein Mut­ seitigen Störungen auf das mehr als 30-
tersender versorgt. fache ansteigen würden.
Um gegenseitige Störungen zu vermei­ Flackerzeichen werden geringer. Die Feld­
Man fand aber nach genauerer Auswer­ stärkeunterschiede am Empfangsori sind
den, wurde bestimmt, daß Gleichwellen­ tung der Meßergebnisse, wie sie in den
sender mindestens 240 km und Nachbar- jedoch infolge größerer Schattenbüdung
Kurven (Bild 1) niedergelegt wurden, daß an Gebäuden und Hügeln wesentlich grö­
sender mindestens 120 km voneinander ent­ wohl der Feldstärkeunterschied in 50 km
fernt sein müssen. Es hat sich aber ge­ ßer als bei längeren Wellen. Ferner er­
Entfernung gegenüber 15 km mehr als geben sich höhere Verluste durch die
zeigt, daß in vielen Gebieten, vor allem 1:10 beträgt (bei 900 MHz sogar über
bei Gleichwellenbetrieb, Interferenzstö­ Antennenableitungen. Die effektive An­
1 : 50), daß aber die Reichweite in einer tennenhöhe wird geringer und das Eigen­
rungen bis über 300 km auftreten, die die Entfernung bis zu 15 km ungefähr umge­
Feldstärkeänderungen infolge Troposphä­ rauschen größer. Ob bei UHf, w?e man an­
kehrt proportional der Entfernung ist, nimmt, kleinere Eingangsfeldstärken für
renschwankungen verursachen. Als Aus­ wenn sich die Antenne höher als 60 m
weg wird erwogen, die Stratovision noch gleiche Bildgüte genügen, richtet sich ganz
über dem Erdboden befindet. Messungen nach den örtlichen Gegebenheiten Wie die
mehr als bisher anzuwenden und zu einem im Umkreis von 15 km haben ergeben, daß
höheren Frequenzband überzugehen, in Kurven (Bild 1) zeigen, weichen die Meß­
es gar nicht notwendig ist, mit Leistungen ergebnisse bei unebenem Gelände mitunter
dem noch genügend Raum vorhanden ist. von 100 kW und mehr zu arbeiten, sondern stark von den errechneten Werten ab.
Die bisherigen Ergebnisse der Stratovision daß man hier auch mit kleineren Sender­
lassen jedoch keine befriedigende Lösung leistungen noch genügende Feldstärken UHI-Sender
erwarten. Das Interesse der Fernseh­ erhält. So wurden in 15 km Entfernung
industrie wendet sich daher immer mehr von der mit 4 kW ausgestrahlten Leistung'' Während man im VHf-Band bereits
der zweiten Lösung zu. Im sogenannten noch Feldstärken von 5 mV/'m gemessen, Sendeeinrichtungen genügender Leistung
UHf-Band (Ultrahohes Frequenzband) mit denen ausreichende Bildgüte erzielt zu bauen imstande ist und auch auf dem
steht für das Fernsehen der Bereich von werden konnte. Diese Erkenntnisse be­ Gebiet der Mikrowellen durch die Radar­
475...890 MHz zur Verfügung, in dem 69 wogen die RCA, die Einführung des „Ober­ praxis den Bau von Sende- und Empfangs­
neue Kanäle untergebracht werden könn­ band (UHf)‘- geräten beherrscht ist das UHf-Gebiet
ten, und das auch geeignet wäre, dos viel noch Neuland. Es fehlte an Erfahrungen
diskutierte Farbfernsehen mb; u. U. größe­ Polycasi-Systems und vor allem an geeigneten Röhren.
rer Bandbreite als 6 MHz aufzunehmen. In vorzuschlagen, das eine Vielzahl kleiner Inzwischen konnten auf dem Röhren­
Amerika strebt man in Großstädten ein 200...600-Watt-Sender vorsieht. Da neue gebiet gewisse Fortschritte erzielt werden.
Vierfach-Programm an, da nur ein Mehr­ Hochleistungsantennen mit Richtstrahlwir­ So wartete die Firma Collins Radio mit
fachprogramm, wie die Statistik beweist, der Hochleistungsröhre „Resonatron“.
kung und 20 fachem Leistungsgewinn ver­ auf, die sich bereits in ähnlicher Form :m
einen genügenden Anreiz zum Kauf eines wendet werden sollen, können auf diese
Fernsehempfängers zu bieten vermag. Weise die erforderlichen 4 kW erreicht Kriege (Störsender) bewährt hat. Es han­
Auch dieser Umstand könnte ein Grund delt sich um eine Röhre, in der gleich­
werden. Die tatsächliche Senderleistung zeitig die Resonanzkreise untergebracht
sein, zum UHf-Band überzugehen. Um die wird je nach der Geländebeschaffenheit
empfängerseitigen Kosten gering zu hal­ sind. Eine andere Lösung macht von Mehr­
und Bevölkerungsdichte verschieden sein. fachröhren in einem einzigen Resonanz­
ten, wäre es vorteilhafter kein gemisch­ Wichtig ist, daß keine Interferenzstörun­
tes VHf/UHf - Vierfachprogramm zu sen­ gen durch Nachbar- und Gleichwellen­ kreis Gebrauch. Durch diese Anordnung
den, sondern alle vier Programme über ergeben sich für alle kreisförmig angeord­
sender zu beobachten waren. Es wird vor­ neten Röhren (z. B. 4 bis 20 Stück) gleiche
VHf oder UHf auszustrahlen. geschlagen, die Minimalentfernung zwi­ stabile elektrische Verhältnisse. Ein sol­
schen Gleichwellensendern in den VHf- cher UHf-Verstärker ist unter der Be­
Versuchsorgebnlsse und UHf-Bändern auf 350 km zu erhöhen.
Die amerikanischen Fernsehgeräteher­ zeichnung „Symmetron" von der
Die gefürchteten Geisterbilder (Doppelbil­ Firma Westinghouse gebaut worden Er
steller RCA, Du Mont und Phiico h sben der durch Reflexionen) treten im UHf- zeichnet sich durch geringes Gewicht so­
inzwischen ausgedehnte Sende- und Emp­ Band weniger in Erscheinung. Erfreu­ wie durch verhältnismäßig billige Röhren
fangsversuche sowie genaue Feldstärke­ licherweise stören Zündfunken und Elek- aus und vermag bei 1000 MHz noch über
messungen vorgenommen, die man als er­ tromptoren kaum noch und auch die 2 kW zu liefern.
WOG Das „Svmmetron“ arbeitet in Gitter­

; r) /v basisschaltung (Bild 2), die bei sehr hohen


Frequenzen gute Verstärkung und stabiles
Arbeiten gewährleistet. Diese Schaltung
bedarf zur Vermeidung von Selbsterregung
100 Eingang !£ ! i L2 Ausgang
iS keiner besonderen Neutralisation, wenn man
Trioden verwendet. Die Röhrenausgangs­
50 kapazitäten sind sehr klein und nur un­
gefähr gleich CKa, so daß man eine höhere
10 ’Al
Bild 2. Prinzipschaltbild des „Symmetrons- Leistungsausbeute erhält. Der Symmetron-
verstärker besteht aus einer koaxialen
S Katode und aus Topfkreisen. Die parallel
geschalteten Röhren sind symmetrisch um
/ f eine gemeinsame Achse gruppiert (Bild 4).
Diese Anordnung. ergibt außerordentlich
Anodenzrlinder | |]_ t|| |, mren niedrige Impedanzen. Die Abstimmung
geschieht mit Abstimmschieber (Li- und
Ls - Änderung) und mit veränderlicher
Anodenauskopplung (Ci), wie Bild 3 zeigt.
Nach diesem Prinzip wurden bereits Fern­
OßS sehsender mit 10 kW für VHf und ein
0.01 Gitter i Farbfernsehsender für 1 kW (1000 MHz)
J 5 f 0 Kt 8 JO 30 60 100 150km gebaut.
ii
Bild 1. Errechnete und gemessene Feldstärke­
kurven bei einer effektiven Abstrahlleistung h II Ein wichtiges Problem stellen die ab­
gestrahlten Seitenbandfrequenzen dar. die
von 100 kW. Höhe der Sendeantenne=350 m, Hö­

T
man senderseitig durch Filter zu elimi­
he der Empfangsantenne—10 m. Bodenerhebun­ nieren versucht. Es kommt ferner darauf
gen bis 100 m. Kurve A gilt für 500 MHz, Kurve an, Phasenmodulation auf ein Minimum zu
C für 900 MHz, während. Kurve B die Meßer­ Jbhieber reduzieren und die Neutralisation so ab-
gebnisse bei 500 MHz (4 kW) darstellt und Kurve zugleichen, daß man den Sender genügend
Bild 3. Aufbau der msyrnmetronm-Topfkreise tief ausmodulieren kann.
D sich auf 4-kW-Leistung bei 900 MHz bezieht
.1

<iÖ H#f»2/FUNKSCHAU 1951

Obwohl in Westeuropa das Fernsehen Quollen


Die bisher benutzten Baumuster arbei­ auf UKW erst in der Entwicklung begrif­ Mitteilungen Dr. Goldsmith; Veröff«nt"
ten nach dem Superhetprinzip. Es ist leicht fen ist, lohnt es sich doch, über die ame­ Hebungen Westinghouse Electr. Comp.; Vor­
möglich, den Empfang beider Bänder rikanischen Probleme nachzudenken, da schläge RM Wilmotte ln FM/TV; Bericht«
durch doppelte Transponierung zu lösen. man daraus auch für die europäischen von du Mont.
Getrennte Oszillator- und Mischröhren Verhältnisse wertvolle Schlüsse ziehep
bilden aus dem UHf-Empfangssignal eine kann. Dipl.-Ing. Roland Hübner
neue Zfi, die in den VHf-Bereich fällt und
mit dem vorhandenen Empfänger aufge­
nommen werden .kann (z. B. fei = 800 MHz,
f01 = 900 MHz, fzi = fe2 = 100 MHz). Das
Empfangsgerät ist dann auf 100 MHz ein­
Wie beseitigt man Amateurfunkstörungen?
zustellen, während das Vorsatzgerät auf Bis heute wurden in Westdeutschland p (AS?)
den UHf-Bereich abgestimmt wird. Bei und Westberlin ca. 2000 Amateurfunk- *
Stationen lizenziert. Damit haben viele Sperrwirkung des Tiefpaßftlters
geringer Senderdichte bietet dieses Ver­ 200 -
fahren keine Schwierigkeiten. Sind aber Orte einen oder mehrere „Ortssender"
einmal viele Kanäle besetzt, so besteht die erhalten. Die dadurch eingetretenen Ver­
Gefahr, daß man zufällig auf einen vor­ hältnisse entsprechen etwa denen der
handenen VHf-Ortssender (z. B. 100 MHz) USA, wo auch die meisten Orte einige
transponiert, so daß Kreuzmodulation, Sender/geringer Leistung besitzen. Wäh­
wilde Schwingungen und Bildverzerrungen rend man in den USA schon seit vielen wo -
entstehen. Außerdem könnte der zweite Jahren den kleinen Geradeausempfänger
Oszillator, wenn er nicht oberwellenfrei (Typ Volks- oder Kleinempfänger) nicht
arbeitet, Interferenzen mit dem empfange­ mehr kennt, sind diese an sich technisch
nen UHf-Signal bilden. überholten Geräte bei uns aus wirtschaft­
Daher stattet man diese Vorsatzgeräte lichen Gründen noch immer in großer Q_ -►
mit variabler Eingangsabstimmung aus, Stückzahl vertreten. So wird es oft Vor­ 0,1 T2 10 100 f(MHz)
wobei sich f0i durch Feinabstimmung kommen, daß die Sendung einer Amateur­
leicht ändern läßt, und auf diese Weise station in Rundfunkempfängern der Nach­ ankopplung besitzen, da dann zugleich
Störungen vermieden werden (z. B. fei = barschaft gehört wird, da die nicht trenn­ mit der Trennschärfesteigerung auch die
800 MHz, f0i = 906 MHz, fzi = fe2 = scharfen Empfänger den Ortssender nicht KW-Störung stark vermindert wird1).
106 MHz, fstör = 100 MHz). zu dämpfen vermögen. Der Großstädter Sendet der KW - Ortssender nicht, so
ist es gewöhnt, mit einem Sperrkreis mehr kann man durch Umstecken der Antenne
Bessere Ergebnisse liefert jedoch ein oder weniger erfolgreich seinen Ortsrund­
einziger Superheterodynekreis. Nach auch den meist vergessenen KW - Bereich
funksender wegzuregeln; doch geg-m die benutzen.
diesem Prinzip hat die Firma du Mont KW - Amateur - Ortssender besitzen diese
Versuchsgeräte in Form von Vorsetzern Nachstehend sei ein vielfach bewährtes
gebaut. Der schon vorhandene Empfänger Geräte keine Sperrkreise. Es kommt noch Tiefpaßfilter beschrieben, das etwa
hinzu, daß Amateure auf fünf verschie­ 5 Neper Dämpfung für den 80-m- und
wird mit einem Umschalter ausgerüstet, denen Wellenbereichen senden dürfen, so
der es gestattet, VHf nur mit dem vor­ 40-m-Bereich aufweist und im 20-m-,
handenen Gerät oder UHf mit Hilfe des daß man fünf Sperrkreise oder ein Tief­ 14 - m - und 10 - m - Band auch noch gut
Vorsatzgerätes aufzunehmen, wobei dessen paßfilter benötigt, um die überall auf­ wirksam ist. Sollte diese Dämpfung nicht
Spannung an den Zf-Eingang des Emp­ tretenden KW - Ortssender abriegeln zu ausreichen, so kann man weitere Filter­
fängers gelangt (z. B. fei = 800 MHz, f0i — können. glieder verwenden. Vielfach ist es jedoch
Für den Praktiker ist es wichtig zu dann einfacher, die Empfangsantenne in
810 MHz, fzi = fz* = 10 MHz. Als Zwi­ wissen, wie man den KW-Ortssender beim
schenfrequenzen wurden für Bild 26,4 MHz eine andere Richtung zu spannen, was
Rundfunkempfänger unterdrücken kann. den Rundfunkempfang nicht beeinträch­
und für Ton 21,9 MHz verwendet. Zunächst sollten die Geräte so abge­ tigt.
Mit einer solchen Einrichtung sind hohe schirmt aufgebaut sein, daß sie ohne an­
Bildgüten von mehr als 10 db erzielt wor­ Am leistungsfähigsten waren Filter, bei
gesteckte Antenne keinerlei Empfang denen die Spulen auf KW-Eisenstabkeme
den. Die erforderliche präzise Abstimm­ geben. Das bedeutet, daß auch die Netz­
vorrichtung bilden verlustarme Topfkreise gewickelt waren, während Kreuzspulen
anschlußleitung nicht als Schleichweg für ohne Eisenkern längst nicht so gut dämpf­
und Quarzmischer (Kristalldetektor). An den Empfang wirken darf. Die Netz­
den Detektor schließt sich eine einzige Zf- ten. Die ganze Filteranordnung kann auf
leitung ist also unmittelbar bei der Ein­ einen kleinen Pertinaxstreifen von 40 X
Stufe an, die über ein koaxiales Hf-Kabel führung in den Empfänger abzublocken
mit dem VHf-Empfänger (1. Zf-Stufe) Ver­ 100 mm montiert werden. Das Filter
(2X5 nF). Das Tiefpaßfllter wird am wurde für eine Abschlußimpedanz von
bindung hat. besten an der Rückwand ansteckbar an­ 1 kQ berechnet. Die Daten der Schalt­
gebracht, um es erst dann erwerben zu elemente sind nicht sehr kritisch. Der
müssen, wenn die KW - Störung auftritt. Sperrbereich soll zwischen 1,6 und 1,8 MHz
Es läßt sich durch eine möglichst kurze steil beginnen.
Senne I, Poet Brackwede, 14. IE. 50 Leitung zwischen Antenne und Erde Es kommt auch vor, daß ein Filter erst
BRAVO - FUNKSCHAU, zu Ihrer Notiz in Heft 23 einerseits und an die Antennen- und Erd­ dann voll wirksam wird, wenn der Ein­
„Radiotechnik in Rundfunk". Aber . . . der buchse andererseits anschließen. So kann kreisempfänger mit seiner Antennen- vnd
NYDR hat mit seinen 14 tägigen Sendungen sich auch der Rundfunkhörer jederzeit Rückkopplung richtig bedient wird. Hier
davon überzeugen, daß der Mittelwellen­ ist dann der Rundfunkhörer durch den
sonntags 8,30 bis 8,45 h Schluß gemacht. oder Langwellenempfang durch ein gutes
Tir alten Amateure im DARC vermissen das Funkamateur anzuleiten, sein Gerät rich­
Tiefpaßfllter nicht beeinträchtigt wird. Bei tig zu bedienen.
oft, denn man hörte doch hin und wieder Superhets kann es Vorkommen, daß der
etwas Neues. - ünd die anderen Sender ______ Hans Rückert, DL 1 EZ
Amateursender lediglich beim 80-m-Funk-
hatten für ihre Teilnehmer auf rundfunk- betrieb Kreuzmodulation im Rundfunk­ ’) Bei den modernen Industrie-Empfängern
technischea Gebiet in den letzten Jahren gerät verursacht. In diesen Fällen genügt ist dies meist der Fall.
hie etwas übrig. Können Sie sich nicht zua das Einschalten eines Sperrkreises für
Sprecher von uns Amateuren machen und diese Frequenz. Es sei noch bemerkt, daß
einen Abzug Ihres Artikels an die Sende­ die Post das Vorhandensein einer ein­
wandfreien Hochantenne und Erdleitung
KURZWELLEN-ßuftdfiutoü.
gesellschaften senden? Es würde unserm
schönen „Sport", vielleicht auch der FUNK­ verlangt, bevor der Amateur verpflichtet
SCHAU, die ich schon lange halte, mancher ist, Entstörungsmaßnahmen an dem Rund- Chile
neue Teilnehmer zugeführt. funkempfänger zu versuchen (er wird es ' Radlo sociedad Naclonal de Mineria Sta-
trotzdem meist tun). tion „CE-622" auf 6223 kHz (48,21 m) in San-
Wenn schon Einkreiser gebaut werden, tiago kann zu folgender Zeit gut ln Europa •
so sollten sie neben der variablen Rück- gehört werden: 03.30 bis 04.45 Uhr MEZ, Stö-

4L, ipüLIv
yi?-
Kopplung auch eine induktive Antennen- fSnJFÄ QSLP-Kart«
bestätigt. Anschrift: Radio Sociedad Nacional
de Mineria, Casilla 2626, Santiago, Chile.
-
Wir haben den Wunsch unseres Lesers A . 50pH WOpH . softn V
T
r—»—10000 f—»—1l OOOOOOOQ s-r—vDfiQft/—J'
Südafrika
Die Station der Südafrikanischen Luft­
waffe sendet zeitweilig Musikprogramme auf
erfüllt und die Nummer 23 den Sendege­ 9110 kHz = 32,93 m. Die Ansage lautet: South
sellschaften unter besonderem Hinweis African Air Force Broadcasting Station
300pF 300pF Waterkloof. Empfangsmöglichkeiten nach­
auf den Artikel 2ugesandL Hoffentlich T±to% *T ±10%
mittags. Berichte, welche gerne bestätigt
werden, sind zu richten an: Director Gene­
können wir bald über einen Erfolg be­ Z ral of Air Force, Air Directorate, p. o. Voor
richten 1 Die Antworten der Sendegesell­ trekkerhoogte, Pretoria, South -Africa. nil
Sendestation arbeitet unter dem Rufzeichen
schaften wollen wir unsera Lesern gern
mfttellei). “
k „ZRB" mit einer Leistung von 5 kW. stanrt
örU BC Station, P. O. Odonata, Distrlc* 2*
Redaktion der FUNKSCHAU Schaltung des Tiefpaßfilters 1 Pretoria, Transvaal.
73’s es best DX, ur Gerhard
01
Kensy
FUNKSCHAU 1951/Heft 2 37

FUN KSCHAU-PeufAecicUt: Technische Daten T

Philips »Philetta 51« Eigenschaften: 6 Kreise, 5 Röhren; Vor­


kreis, OszlUatorkrels, Zweliach-Drehkon-
densator; 2 Je zwelkrelslge Zf-Bandfllter;
gehörrichtiger Lautstärkeregler; Dioden­
.
gleichrichtung; zweistufiger Schwundaus­
gleich, auf Misch- und Zf - Röhre wirk­
Seit mehr als einem Jahrzehnt pflegen Katodenkondensator der Endröhre. Da sam; zweistufiger Nf - Teil mit Trioden-
die Philips - Werke den kleinen, leicht der Lautstärkeregler ferner gehörrichtig Vorverstärker und Pentoden-Endstufe;
transportablen Allstromsuper mit beson­ ausgebildet ist, erübrigt sich die Betäti­ Gegenkopplung zum Nf - Vorverstärker;
derem Erfolg, und unter dem Namen gung des Klangfarbenschalters bei kleiner Klangfarbenschalter; perm.-dynamlscher
Lautsprecher mit Ticonal - Magnet; ein­
„Philetta“ sind Vertreter dieser Geräte­ Lautstärke. gebaute Flächenantenne; mattsilbem 1
gattung in allen europäischen Ländern Auch die Schaltung des Netzteiles zeigt glänzendes oder elfenbeinfarbenes Pla­
bekannt geworden. Auch in den ersten einen klaren Aufbau. Die Heizkreisvor- stik-Gehäuse
Nachkriegsjahren war es wieder ein widerstände sind so bemessen, daß sich Röhrenbestückung: UCH 42, UF 41, UBC41,
Philetta-Super, der von sich reden machte. der Empfänger an Lichtnetzen mit 110... UL 41, UY 41
Seit kurzem steht ein neues, in der Emp­ 127 V und 220 V betreiben läßt. Durch
fangsleistung vorbildliches und in seiner Kurzschluß des 200-Ohm-Widerstandes ist Zwischenfrequenz: 452 kHz
Ausstattung apartes Philetta - Gerät auf ferner ein Betrieb auch an 200 V möglich. Wellenbereiche: 13.8...51 m, 185...580 m,
dem deutschen Markt zur Verfügung. Der Das Skalenlämpchen schützt ein NTC- 1150...2000 m
5-Röhren-6-Kreissuper „Philetta 51" ver­ Widerstand. der den Einschaltstromstoß Skalenlämpchen: 19 V, 0,097 A
einigt viele, in letzter Zeit gelungene abfängt. Die am Ladekondensator herr­ Sicherung: HO V = 0,3 A, 220 V = 0,25 A
Fortschritte des Empfängerbaues mit einer schende Spannung beträgt 195 V. Da die
Aufmachung, die man schlechthin als am Siebkondensator auftretende Gleich­ Netzspannungen: 110...127 V, 220 V Glelch-
„up to date“ bezeichnen darf. und Wechselstrom
spannung von ca. 170 V nur eine geringe
Die Empfängerfabriken mußten sich Endleistung zuläßt, wird die Anoden­ Leistungsaufnahme: ca. 45 Watt
schon vor Monaten den Kopf zerbrechen, spannung für die Endpentode vor der Abmessungen: Breite 273 mm, Höhe
mit welchem „Schlager“ man in der Siebkette abgegriffen. Daraus ergibt sich 170 mm, Tiefe 120 mm
Zwischensaison das Geschäft machen u. a. der Vorteil eines geringeren Be­ Gewicht: ca. 2,5 kg
könnte. Philips hat das Absatzproblem lastungswertes für den Siebwiderstand.
mit der neuen Philetta zu lösen versucht Preis: DM 155.— (Sonderausführung
und diesen modernen Reise- und All­ Konstruktive Fortschritte DM 160.—)
zwecksuper so ausgeführt, daß er für den Für den Kenner der Geräteentwicklung Hersteller: Philips Valvo Werke GmbH,
deutschen Käufer einen starken Anreiz ist es außerordentlich interessant, zwi­ Hamburg
bietet und auch als Zweitgerät allen An­ schen der 1939 herausgebrachten Philetta-
forderungen zu entsprechen vermag. Bei Ausführung und dem heute hergestelIlten
dieser Entwicklung kamen Philips die Typ Vergleiche zu ziehen. Man erkennt
vielseitigen Erfahrungen des Auslands­ einen Metallrahmen besitzt, werden zwi­
daraus die bedeutenden Fortschritte, die schen Gehäuse und Lautsprecher Papp­
marktes zugute, die auch für Deutsch­ in der Zwischenzeit auf dem Gebiet der
land in den meisten Fällen Gültigkeit ringe eingelegt. Man kann so den Laut­
Einzelteilfertigung gelingen konnten. So sprecherkorb mit stabilen Metallwinkeln
haben. sind die heute benutzten Zweifachkon­ direkt anschrauben. Die oft gefürchteten
densatoren kaum wesentlich größer als Resonanzerscheinungen sind durch Lage­
zwei nebeneinander gelegte Zündholz­ rung des Chassis auf Gummipolstern und
schachteln, während man das Volumen durch weniger starren Einbau des Dreh­
der in der Philetta 51 verwendeten Mikro- kondensators vermieden worden. Da auch
Zf-Bandfilter etwa mit dem Rauminhalt defr Drehkondensator auf einer doppelt
eines kleinen Feuerzeuges vergleichen durch Gummiringe isolierten Montage­
darf. Eine Überraschung bieten ferner die platte befestigt ist, treten keine akusti­
im Vor- und Oszillatorkreis benutzten schen Rückwirklingen auf.
Hf - Spulensätze. Da in diesen Kreisen, Der Reparaturtechniker stellt mit Ge­
ebenso wie im Zf-Teil, Ferroxcube-Spulen nugtuung fest, daß bei der Entwicklung
eingebaut sind — eine Spulenart, die bei des Philetta-Gerätes 51 auch seine Wün­
kleinsten Abmessungen hohe Güteziffern sche berücksichtigt wurden. So bilden
erzielt —, findet man an Stelle der sonst Rückwand und Bodenplatte eine prak­
üblichen Spulenplatte jeweils zwei auf tische Montageeinheit. Nach Lösen weni­
einem Montagewinkel befestigte Preß- ger Schrauben werden Chassis und Ver­
stoffkörper. Sie sind nicht viel größer als drahtung zugänglich. Da man jetzt die
0,1 - uF - Kondensatoren (500/1500 V) und meisten Reparaturen, wie z. B. auch das
•Philetta 51«, der elegante Kleinformat-Super haben den Vorzug, völlig gekapselt zu Auswechseln des Skalenlämpchens, vor­
mit hoher Empfangsleistung sein. Obwohl eine Metallschirmung fehlt, nehmen kann, fällt der zeitraubende Aus­
kann die Spulenwicklung nicht beschädigt bau des Chassis weg. Der bei Allstrom­
werden. Die Preßstoffkörper selbst dienen geräten häufig auszuwechselnde Heizkrels-
Standardschalinng zur Befestigung anderer Bauteile, wie z. B. Vorwiderstand macht von einer federnden
Kleine Abmessungen lassen sich viel verschiedener Drahttrimmer, die man an Befestigung Gebrauch, so daß er sich nach
leichter erzielen, wenn man eine einfache geeigneter Stelle mit Paraffin festklebt. Drücken einer Feder leicht herausnehmen
Schaltung bevorzugt und auf alle nicht läßt
unbedingt erforderlichen Schaltelemente DU akustischen Probleme Von Reiseempfängern im Kleinformat
verzichtet. Dieser Grundsatz ist auch bei konnten auf fortschrittliche Art gelöst erwartet man im allgemeinen weder an
der Philetta angewandt worden. So zeigt werden. Auf die bisher übliche Laut­ Empfangsleistung noch an Klangqualität
das Schaltbild einen verblüffend ein­ sprecherwand ist verzichtet worden. Zur etwas Besonderes. .Die Empfindlichkeit
fachen Aufbau, der weitgehend standar­ Lautsprecherbefestigung hat man einen und auch die Trennschärfe der „Phi­
disiert werden konnte und sich an Über­ kreisrunden Halterahmen in das Kunst- letta 51“ liegen jedoch zweifellos über
sichtlichkeit kaum noch übertreffen läßt. stoffgehäuse eingepreßt. Da der Laut­ dem Durchschnitt, ein Erfolg, der in erster
Der 6-Kreis-5-Röhrensuperhet kommt mit sprecherrand keinen Filzstreifen enthalt Linie den neuzeitlichen Einzelteilen zu
insgesamt 19 Widerständen und 24 Kon­ und aus fertigungstechnischen Gründen danken sein wird.
densatoren aus.
Oszillator- und Zf-Teil sind mit den
Rimlockröhren UCH 42 und UF 41 be­
stückt. Die Schwundregelspannung wird
aus Verdrahtungsgründen parallel zum
Vorkreis zugeführt. Auch der Zf-Ver-
stärker ist geregelt. Die im Schwund­
ausgleichkreis angeordneten Glieder sind Die Chassisrückansicht der
in ihrer Zeitkonstante so bemessen, daß »PhilettaSU zeigt deutlich die
man eine tiefgreifende Schwundautomatik kleinen Abmessungen der
erhält. neuen Bauteile, wenn man als
Entgegen einer für andere Länder be­ Größenvergleich den rechts
stimmten Ausführung erscheint das in neben dem Lautsprecher be-
Deutschland herauskommende Gerät mit flndllchenElektrolytkonden-
Gegenkopplung und Klangfarbenschalter. sator heranzieht. Die beiden
Der Gegenkopplungskanal verläuft zwi­ zwischen den 3 Rimlockröh­
schen der Sekundärseite des Lautsprecher­ ren in der Chassismitte an­
übertragers und dem Steuergitter der geordneten Mikro-Zf-Band-
Nf-Vorröhre. Er bewirkt eine Frequenz­ filter lassen den im Einzel­
korrektur. Eine andere Gegenkopplung teilebau erzielten Fortschritt
entsteht durch den Verzicht an* den erkennen
38 H«ft2/ FUNKSCHAU 1951

FUNKSCHAU- h) Moduliertes Hf - Signal (548,5 kHz) der

Seci/icedate*t: Philips »Philetta 51« Antennenbuchse zuführen.


i) Abziehtrimmer Ti auf maximalen Aus­
schlag des Outputmeters abziehen.
k) Zeiger auf linke Eichmarke der Skala
Abglolch-Vorschrilt b) Lautstärkeregler voll aufdrehen. einstellen.
1. Vorbereitung c) Abziehtrimmer Ti auf ca. 437 pF ab­ l) Moduliertes Hf - Signal (1630 kHz) der
Zum Abgleichen ist der Ausbau des ziehen. Antennenbuchse zuführen.
Chassis nicht notwendig. Nach Entfernen d) Moduliertes Hf-Signal (1630 kHz) der m) Trimmer Ta und Abziehtrimmer T3 auf
der kombinierten Rückwand und Boden­ Antennenbuchse zuführen. maximalen Ausschlag des Ausgangs­
platte können alle Abgleichelemente er­ instrumentes einstellen.
e) Zeiger auf linke Eichmarke der Skala Punkte g bis m wiederholen.
reicht werden. einstellen.
2. Zf-Abgleich 6. Bereich 1150...2000 m
f) Trimmer T2 auf max. Ausschlag des
a) Wellenschalter in Stellung „Mittel­ angeschlossenen Ausgangs-Instrumentes a) Wellenschalter in Stellung „Langwelle“
welle“ (185...580 m) bringen. regeln. bringen.
g) Zeiger auf rechte Eichmarke der Skala b) Lautstärkeregler auf größte Lautstärke
b) Lautstärkeregler auf größte Lautstärke regeln.
einstellen. einstellen (Rechte Eichmarke befindet
sich bei Skalenstellung 550 Tm). c) Moduliertes Hf - Signal (241 kHz) der
c) Drehkondensator ganz herausdrehen Antennenbuchse zuführen.
(Kapazität minimal).
d) Zeiger auf mittlere Eichmarke der
d) Moduliertes Hf-Signal (452 kHz) über Skala einstellen (Mittlere Eichmarke
einen Kondensator (32 000 pF) an das befindet sich rechts vom Skalenpunkt
Steuergitter der Mischröhre UCH 42 1200 m).
führen. e) Abgleichtrimmer T4 auf maximalen
e) Zweites Zf-Bandfilter auf größten Aus­ Ausschlag des Ausgangs - Instrumentes
schlag des am Lautsprecherübertrager abziehen.
angeschlossenen Ausgangs-Instrumentes Nach Beendigung der Abgleichvorgänge
einregeln. empfiehlt es sich, alle Reglerelemente mit
3. Zeigereinstellung Hartwachs-Schmelzmasse festzulegen.
a) Moduliertes Hf-Signal (1154 kHz) der
Antennenbuchse zuführen. Eine kostenlose Schaltungssammlung
b) Zeiger auf 260 m stellen und auf dem erhalten unsere Leser durch die Veröffent­
Chassis-Vorderansicht der „Philetta 51“ lichung der neuesten Industrie-Schaltungen
Skalenseil festsetzen. ln der FUNKSCHAU. Weitere Schaltungen
4. Bereich 13,8...50,5 m
f erscheinen laufend im RADIO-MAGAZIN, so
7 daß der Abonnent beider Zeitschriften im
1 Laufe des Jahres eine Schaltungssammlung
a) Wellenschalter in Stellung „Kurzwelle“
bringen. großer Vollständigkeit erhält, die den Vor­
2 8 teil hat, fast nichts zu kosten. Das RADIO­
b) Lautstärkeregler auf größte Lautstärke MAGAZIN veröffentlichte in der neuen Saison
einstellen. u. a. folgende Schaltungen:
9 Emud-Faverit 69 ....................... Nr. 1
c) Moduliertes Hf-Signal (21,8 MHz) der J
• Antennenbuchse zuführen.
d) Zeiger auf linke Eichmarke der Skala
stellen (Eichmarke befindet sich links
%
5
■&

m
Chassisansicht und Qkalenseilführung (1 = Ab-
12
ft .
11
Graetz 154 W .............................
Himmelwerk-Zauberflöte HS 10
Jotha-Export 640 W 3 ................
Loewe-Opta-Globus W .............
Lorenz-Isar ................................
Nr. 1
Nr. 12
Nr. 1.2
Nr. 10
Nr. 1
der 200-m-Markierung). schirmblech für Gleichrichter- und Endröhre,
2 = Elektrolytkondensator, 3 = Gummipuffer, Metz-Super Capri W ................ Nr. 9
e) Beide Drehkondensator-Paralleltrimmer Offenbach-Akk.............................. Nr. 12
auf max. Ausschlag des angeschlossenen 4 = Lautstärkeregler mit Netzschalter kombi­ Saba-Freiburg W 10 USW ...... Nr. 1
niert, 5 = Skalenseilrolle, 6 = Mikro-Zf-Band- Telefunken-Operette 50 GW ... Nr. 11
Ausgangs-Instrumentes regeln. filter, 7=Zugjeder für Antriebsschnur, 8*= Dreh­
kondensator-Trommel, 9= Bügel mit Skalen­ Tonfunk-Violetta UKW (W) ... Nr. 11
5. Bereich 185...580 m Wobbe-Senator W ................... Nr. 11
seilrollen, 10 =» Abstimmachse, 11 = Schalthebel
a) Wellenschalter in Stellung „Mittel­ für Wellenschalter, 12=Antriebsschnur Das RADIO-MAGAZIN können Sie beim Franzis-Verlag, München 2,
welle“ bringen. (830 mm lang) bestellen. Fordern Sie Probe-Nummern anl

2200n r-'WS L5 r'SSWS L7 LgrC2

I"
wo,&
äs?? 10k52

UCH 42
ü Sä Sa üä % UF 41 UBC 41 UL 41 To
InF
170Vj2,5mA 47Vj0,5mA 174V!54,5mA
0~ 4700
70V 80V PF
ioopF % □ Ql
lf 47
pF
4 4 *5
e 1 Q k
7~pF -V
* & WF
HH
Q
*
^ 2200pF
1? Oä
Öl 8
12.5pF
[fl*
Qi
5ß IL7V'SLt VS2
t7MS1 IÖ i fl
fl PF
30pF
12
JOnF
tP
%
O - 125 V Betriebs*pg.
9 - 250V
9 - 350V • Q25/0.3A ■

lOE7T.
18052
□ - 500V • 1k52
0 - 750V • +
f IQ007A 20052 9

11 $
V* % 1 Watt
110-127 V
o
MC 43052
7~r4~r2JlU3
UY41
50pF JOpF

Service-Schaltbild des 6-Kreis-5-Röhren-Superhets „Philetta 51“ mit Röhrenmeßdaten und Einzelteilwerten


FUNKSCHAU 1951/Heft2 39

-3S—\

Radio-Meßtechnik °T r

I
!
Eine Aufsatzfolge für den Funkpraktiker (19. Folge) —25—

Im Anschluß an die 18. Folge In Heft 1,


1951, Seite 17, werden die Eigenschaften
teilt auf. Irgendein besonderer Wickelsinn ist
hierbei nicht zu beachten. Ein auf diese oft
Weise hergestellter' Widerstand zeigt bei
von Drahtwiderständen u. Widerstands­ Gleich- und bei Wechselstrom niederer Fre­
messungen behandelt. j
quenz gleiches Verhalten. Mit zunehmender
Frequenz macht sich Jedoch die einer solchen 1
Widerstandsspule eigentümliche Induktivi­
b) Drahtwiderstände tät L und Eigenkapazität C störend bemerk­
b
Drahtwiderstände dienen in der Radio- bar. Der Wirkwiderstand Rw nimmt hierbei
Meßtechnik z. B. als Neben- und Vorwider­ gegenüber dem bei Gleichstrom gemessenen Bild 105. Formen von Wickelkörpern für Meß-
stände in Strom- und Spannungsmessern, als Wert bei steigender Frequenz zu oder ab, wid erstände
Vergleichs- und Verzweigungswiderslände in je nachdem, ob die Induktivität L oder die
Meßbrücken, als Tellerwiderstande in Eich­ Kapazität C überwiegt. Die Induktivität eines
leitungen für das Tonfrequenzgebiet und gewöhnlich gewickelten Widerstandes ist
überall dort, wo Kohleschicht-Widerstände naturgemäß um so größer, je mehr Win­ ? ** o |—l i—rra>—I
wegen unzureichender Konstanz der Ge­ dungen vorhanden sind. Die Größe der Ka­
nauigkeit nicht verwendet werden können. pazität hängt weitgehend ab von der Form -----
und den Abmessungen des Wickelkörper? so­
Der Widerstandsdraht dieser Meßwider­ wie vom Volumen der aufgetragenen Wick­ HrrttTsHrHrj c

n
stände besteht vorwiegend aus der unter lung. Die Kapazität setzt sich zusammen A a >. A A y Oben: Bild m b.
dem Namen Manganin bekannten Legie­ (siehe Bild 106 a) aus den verteilten Kapazi­ Ersatzschaltbild des
rung. Die hauptsächlichsten physikalischen täten zwischen den Spulenwindungen, aus
Konstanten von Manganin sind folgende: Wirkwiderstandes Rw
der Kapazität der Anschlüsse und aus der
Spezifischer Widerstand = 0,43 ß je mm!/m, verteilten Raumkapazität gegen das Chassis
Temperaturkoeffizient des elektrischen Wi­
derstandes s= + 0,00001 "/« je 1' C, Thermokraft
in einem Gerät. Bild 106 b zeigt das Ersatz­
schaltbild dieses frequenzabhängigen Wirk­
t*tm Links: Bild 106a. Ver­
teilung der Spulen­
gegen Kupfer = + 1 |iV je 1' C, Schmelz­ widerstandes Rw. 'NNN kapazität
punkt bei 960 # C. Die größte Bedeutung hat
Manganin wegen seines außergewöhnlich klei­ Ein Maß für die Frequenzabhängigkeit bil­
nen Temperaturkoeffizienten erlangt. Erst det die Zeitkonstante Rw. In diesem Falle befindet sich die Kapa­
durch die Schaffung dieser Legierung ist es zität C parallel zum Gleichstromwiderstand
gelungen, praktisch temperaturunabhängige L Rr1. Einen Drahtwiderstand, der vollkommen
Meßwiderstände herzustellen. Aber auch die T = R--------------------- C’R«>
----
induktionslos und völlig frei von Eigenkapa­
sehr geringe Thermokraft, die bei der Ver­ Kl
(T in Sekunden, L in Henry, C in Farad zität ist, gibt es nicht. Durch besondere
bindung von Manganin mit Kupfer auftrltt, Wickelkörperform und Wickelart kann man
ist besonders für Präzisionsmeßbrücken mit und Rßl in ft). Es ist nicht möglich, die In­ aber erreichen, daß
hochempfindlichen Galvanometern von Wich­ duktivität und die Eigenkapazität eines L
tigkeit. Drahtwiderstandes mit einem Gerät direkt zu -
rk*
~ c * Rgt
Handelsüblich sind Drähte von 0,02...6 mm messen. Man kann jedoch die Zeitkonstante T
Durchmesser. Die Drähte werden wahlweise aus der bei einer Frequenz gemessenen Wi­ wird, dann gilt für die Zeitkonstante
blank, mit Lack- oder Seideisolation, oder derstandsänderung AR bestimmen und daraus
mit beiden Isolationsarten geliefert. In nach­ den gesamten Frequenzgang des Wirkwider­ L
T = _----- CR gi«°
stehender Tabelle sind die gebräuchlichsten standes Rw ermitteln. Die Wirkwiderstands­ R g1
Drahtdurchmesser aufgeführt. Die Tabelle änderung ist
diene als Unterlage bei der Bemessung von Der Wirkwiderstand Rw ist in einem mehr
Manganin-Drahtwiderständen. AR = 50 tu1 • T* oder weniger großen Bereich von der Fre­
(AR in •/., <o = 2 n f in Hz). quenz unabhängig. Der Drahtwiderstand muß
Manganin -Widersiandsdrähte also bei einer gewissen Eigenkapazität C die
Die Zeitkonstante errechnet sich aus Induktivität
Durch­
messer
mm
;
Quer-
schnitt
qmm
Wider-
stand
ß/m
j Gewicht
i pro 100 m
g
T=y- mV
L = C • R*gl
oder bei einer gewissen Induktivität L die
Eigenkapazität
L
C = ——
0,02 0,000314 . 1360 0,26 Voraussetzung hierfür ist, daß die durch L R-
0,03 0,000707 609 0,58 und C bedingte Resonanzfrequenz genügend g1
0,04 0,00125 342 i,o weit außerhalb des Frequenzbereiches liegt, aufweisen. Hat z. B. ein nach Bild 106 a ge­
0,05 0,00196 219 1.6 in dem der Widerstand arbeitet. Es soll also wickelter Widerstand von 1000 ß die Eigen­
0,06 0,00283 152 2,4 die Bedingung co'LOl erfüllt sein. Ferner kapazität C = 20 pF = 20 • 10_,! F, so dürfte
0,07 0,00385 112 3,2 muß die Frequenz hinreichend niedrig oder seine Induktivität L für T = O nicht größer
0,08 0,00502 85,5 4,2 der Durchmesser des Widerstandsdrahtes ge­ sein als
0,09 0,00636 67,6 5,3 nügend klein sein, um den Einfluß des Skin- L = 20 • 10-“ • 1000* = 20 • 10~* H = 20 jiH.
effektes im Draht zu verringern. Die Zeit­ Ein nach dieser Art gewickelter Widerstand
0,10 0,00785 54,8 6,6 konstante T ist dann von der Frequenz un­ hat normalerweise • aber eine wesentlich
0,11 0,00950 45,3 8,0 abhängig. Denkt man sich die Kapazität
C = O, so ist die durch eine vorhandene In- größere Induktivität. Die Zeitkonstante ist
0,12 0,0113 38,0 9,5 also sehr positiv und der Wirkwiderstand
0,13 0,0133 32,3 11 L
duktivität L bedingte Zeitkonstante T = —— steigt mit zunehmender Frequenz beträcht­
0,14 0,0154 28,0 13 Rgi lich an. Die Kurve a in Bild 108 zeigt als
0,15 0,0177 24,3 15 positiv und bewirkt eine Vergrößerung des
0,16 , 0,0201 21,4 17 Wirkwiderstandes Rw, da zu dem Gleich­
0,18 0,0254 16,9 21
stromwiderstand Rgl die Induktivität L in Pt]
0,20 0,0314 26 Reihe liegt. Denkt man sich L = O, so ist die
0,25 0,0491 41 durch C bedingte Zeitkonstante T = — CR
X
0,30 0,0707 59 negativ und bewirkt eine Verkleinerung von ::c5
0,35 0,0962 80
0,40 0,1257 106 X
0,45 0,1590 134 *2
0,5 0,1963 165
0,6 0,2827 240
0,7
0,8
0,3848
0,5026
320
415
CP V
a b c
0,9 0,6356 534
^ to Oben: Bild 107. Verschiedene
1.0 659 Wickelarten für frequenzunab­
*I -r
1.1 800 hängige Drahtwiderstände
1.2 940 a) einfache Bifilarspule,
1.3 1114
1292 b) Kreuzwicklung
1.4 -§ -2
1485 c) Eine gerade Anzahl fest auf­
1.5
I einander gekoppelter Flachspu­
g -3 len mit abwechselndem Wickel­
Bild 105 zeigt drei Formen von Wickelkör­ sinn für Wickelkörper n. Bild lOSc
pern, die sich zur Herstellung von Meßwider­ 5
ständen für Gleich- und für Wechselstrom -i Links: Bild 108. Frequenzabhän­
gut eignen. Als Werkstoff für diese Wickel­ gigkeit von Drahtwiderständen
körper eignen sich Hartpapier, Hartgewebe, a) Wickelart nach Bild 106 a.
Bakelite, Hartgummi oder keramische Mas­ b) Wickelart nach Bild 107 a
sen. Bei Widerständen, die nur in Gleich­ 0.1 10 100 1000
stromkreisen verwendet werden, spult man c) Wickelart nach Bild 107 c
Frequenz[MHz]. d> Wickelartnach . Bild ml\
den Draht'auf den Körper gleichmäßig \er-
40 Haft 2/FUNKSCHAU 1951
Beispiel die stark positive Frequenzabhängig- kapazltät aus einem Werkstoff mit kleiner Legt man die von den Instrumenten
ke t eines Drahtwiderstandes mit R = 100 kfl, Dielektrizitätskonstante (Hartgummi, Calit gezeigten Werte zugrunde, so ergibt sich *ur
Manganindraht 0,04 mm 0, Wickelkörper nach u. ä.) gefertigt und hat eine gerade Anzahl Rx ein Wert von
Bild 105 a und Wickelart nach Bild 106 a. (10...24) von Wickelfächern. Der Wicklungs- 100
Di^.ser Widerstand ist für Gleichstrom be- sinn wechselt von Fach zu Fach und zwar = loo n
stimmt; für Meßzwecke im Tonfrequenz- in den ungeradzahligen Fächern (1. 3, 5 usf.) 1
bereich oberhalb etwa 1 kHz eignet er sich linksherum, in den geradzahligen Fächern In Wirklichkeit hat Rx aber den Wert
nicht. Bei 5 kHz beträgt die Wirkwider- (2. 4. 6 usf.) rechtsherum. Die gesamte Draht­
standsänderung bereits + 20 •/., bei 10 kHz länge muß so verteilt werden, daß in jedem
rund + 80 •/*. Die sehr stark positive Fre- Fach die Anzahl der Windungen gleich 90'48 "
quenzabhängigkeit ist also eine Folge der groß ist.
viei zu hohen Selbstinduktion. Eine Ver- nio„ aio„. Der Meßfehler beträgt somit
kleinerung der Selbstinduktion gelingt, wenn SnJinhmSpn eSJ2" Istwert — Sollwert
man den Draht nach der in Bild 107 a ge- hunpiS?ihMcf iS F =---- - • 100
zeigten Art aufwickelt. Für diese einfache nfr^nn7JlhiPtr(n Sollwert
Bifilarspule werden zwei Drähte gleich- "SSSSSB?1SlvJSS-mit w1h _ _100 — 90,48
zeitig parallel aufgespult und an einem ^-^n'^TvrTntaninrirahVrfnR • 100 r« + 10,5V«
Ende miteinander verbunden. Es bilden sich ?r?' — 90,48
«) ungefähr deich starke und ept- hat den in Bild 108 Kurve c gezeigten Fre-
gegengesetzt gerichtete Magnetfelder, die 2253*2i»/D£i Dieser Fehlereinfluß ist an sich leicht zu
sich gegenseitig nahezu aufheben. Man er- b 20 k?z’ Ti»?/6 £2?’ übersehen, erfahrungsgemäß findet er aber
hält auf diese Weise eine sehr kleine Selbst- “If./'rtJ?1w1iS.tlS5 doch häufig ungenügende Beachtung Wird
Induktion. Durch die Parallelführung der «SESLiIET nach diesem Strom-Spannungsverfahren z. B.
Drähte ergibt sich aber eine verhältnismäßig derstandes gehört au2* d®ss,eJl der Frequenzgang eines Drahtwiderstardes
große Eigenkapazität. Der Frequenzgang des ^ [ifphasenfehler ist wieder aufgenommen, so verwende man als Span­
Wirkwiderstandes ist daher negativ, jedoch die Zeitkonstante T. nungsmesser ein Röhren - Voltmeter und als
viel günstiger als mit der gewöhnlichen A «r = 3440 • w T (in Bogenminuten) Strommesser ein Thermoinstrument, um
Wickelart nach Bild 106 a. Dies zeigt Kurve b einen Frequenzgang der Instrumente selbst
in Bild 10S für einen Widerstand mit Rg, = Wie gezeigt, ist die Zeitkonstante positiv, auszuschließen.
100 kfl, Manganindraht 0,04 mm 0. Wickel­ wenn in einem Widerstand die induktive
körper nach Bild 105 a und Wickelart nach KomDonente überwiegt. Der Strom eilt dann
der Spannung nach. Der Phasenfehler ist $ 4. Widerstandsmessung
Bild 107s. Die Wirkwiderstandsänderung AR demzufolge negativ. Umgekehrt entspricht
be rägt —0.79 . bei 10 kHz und — 3,16% bei einer negativen Zeitkonstante ein positiver durch Siromvergleich
20 kHz. Demgemäß ist die Zeitkonstante ne­ Phasenfehler, da hierbei der Strom der
gativ: Spannung voreilt. Ein Drahtwiderstand, des­ Bild 110 zeigt die Schaltanordnung zur Mes­
sung eines Widerstandes bei Gleichstrom
/ 3,16 sen Frequenzabhängigkeit in Bild 108 Kurve c
durch Stromvergleich mit Hilfe eines Nor­
50 • (2 • 3,14 • 20 • 10«)! zeigt, hat eine negative Zeitkonstante T =
—3 55 • IO-7 sec. Dieser Widerstand bewirkt malwiderstandes Rjj. Die Meßgenauigkeit
also bei 20 kHz eine positive Phasenver­ des Strommessers spielt hier überhaupt keine
schiebung Rolle. Das Drehspulsystem muß jedoch sehr
—1 4 • IO"” = — 2 • IO’* S.
A «p = 3344 • c.i • T = 3440 • gut gelagert sein, damit Stromänderungen
Aus Bild 108 Kurve b läßt sich die Wirk­ von etwa + 0,2°/o einwandfrei angezeigt wer­
20 • 10J • 3,55 • IO"7« 24 Minuten. den. Die Messung geschieht wie folgt: Rx
widerstandsänderung für die Frequenz 30 kHz
nicht entnehmen. Sie beträgt Solange die Zeitkonstante frequenzunab­ wird angeschlossen und das Potentiometer
hängig ist, nimmt der Phasenfehler pro­ nach höherer Spannung hin gedreht, bis der
A R = — 50 io* • T* = —50 (2 • 3,14 • 30 • 107)! • portional mit der Frequenz zu. Bei 200 kHz Strommesser einen größeren Ausschlag zeigt.
beträgt er dann 244 Minuten oder 4 Grad Uber Rx fließt sodann der Strom Ij. Nun
(2 • 10-«)! = —7,1V.
und 4 Minuten. drückt man die gefederte Umschalttaste T
Eine weitere Verringerung der Frequenz­ und regelt den Normalwiderstand Rj^ so
abhängigkeit wird erzielt, wenn man danach ein, bis der über ihn fließende Strom
trachtet, außer der Selbstinduktion auch die
Eigenkapazität weitgehend zu verkleinern. 6 24. Wlderstandsmessung I2 = Ii
Dies gelingt mit einem Wickelkörper nach aas Strom und Spannung ist. Da gleiche Ströme gleiche Widerstände
Bild 105b und einer Wickelart nach Bild 107b zur Voraussetzung haben, ergibt sich
fKreuzwicklung). Hier werden zwei gleiche, Bild 109 zeigt die Anordnung zum Messen
parallel geschaltete Widerstandsdrähte in von Widerständen bei Gleichstrom durch Rx = RX
entgegengesetzter Richtung auf den Körper Strom- und Spannungsmessung. Es empfiehlt sich, die Taste einige Male In
aufgewickelt Die Wicklungsteile, zwischen Es ist kurzen Abständen zu drücken, um sich von
denen der größte Spannungsunterschied be­ u der Gleichheit der Ströme besser überzeugen
steht, liegen so am weitesten auseinander. Rx = ----- Ri (fl; v; A) zu können. Die Meßgenauigkeit ist abhängig
Auf diese Weise wird die Eigenkapazität sehr von der Genauigkeit des Normalwiderstandes
klein. Nach dieser Wickelart stellt man vor­ R\- und vom Verhältnis Rx : (Rj + Rj), das
wiegend niederohmige Widerstände bis etwa Die Höhe der Spannung bzw. des Stromes
5000 fi mit Hüfe von Spezialwickelmaschinen richtet sfeh nach der zulässigen Belastbarkeit möglichst groß sein soll, etwa
her. Die Kurve d in Bild 108 zeigt den Fre­ N ir.ax des zu messenden Widerstandes Rx.
quenzgang eines nach dieser Art gefestigten Rx
Widerstandes von 1000 fl mit Manganindraht > 10
Ri + Rl
0,06 mm 0. Diese Ausführungsform hat ab­ Umax = ]/N, nax •Rx
gesehen von der etwas umständlichen Wickel­ Eine Veränderung des Normalwiderstandes
art den Nachteil, daß jeder der beiden Drähte Der Innenwiderstand Rj des Strommessers um +1V« hat dann praktisch auch eine
den zweifachen Widerstand (2000 fl) des ge­ Stromänderung von +1V# zur Folge, und
wünschten Endwertes (1000 fl) haben muß. kann unberücksichtigt bleiben, wenn Rx die Genauigkeit vpn R\ kann voll ausge­
insgesamt ist also die vierfache Drahtlänge ^ 200 • Rj. Der dadurch entstehende Meß­ nützt werden. Betrüge dagegen (um ein
(4000 fl) erforderlich. Der elektrischen Vor­ fehler ist hierbei gleich oder kleiner + 0,5V*. besonders ungünstiges Verhältnis zu be­
teile wegen beschreitet man aber dennoch Zur Messung eines Scheinwiderstandes Z trachten) der Widerstand Rj + Rt = 1000 fl
diesen Weg, insbesondere für niederohmige werden die Batterie durch eine Wechsel­
Widerstände bis etwa 10 kfl. stromquelle (z. B. Schwebungssummer oder und Rx = 100 fl, so müßte man R^t um rund
Herstellungsmäßig einfacher ist eine Aus­ 800-Hz-Summer) und die beiden Gleichstrom- + lOVo des Wertes von Rx verändern, um im
führung mit einem Wickelkörper nach Bild Instrumente durch Wechselstrominstrumente Stromanzeiger eine Stromänclerung von + IV.
105 c und der Wickelart nach Bild 107 c. Der ersetzt. Außer dem Meßfehler, der durch die zu erzielen. Folglich kann man die an sich
Körper wird zur Erzielung geringer Eigen- Vernachlässigung von Rj entsteht, können die gegebene Genauigkeit des Normalwider­
Anzeigefehler der beiden Instrumente einen standes bei weitem nicht auswerten. Die
Meßfehler zur Folge haben, der doppelt so Messung wird sehr ungenau. Die Höhe der
*i an R, abgegriffenen Spannung bzw. des
Am/ H groß werden kann wie der Anzeigefehler

I \P
V U
-I
des Strom- oder des Spannungsmessers. So­
lange beide Instrumente richtig anzeigen,
ist natürlich auch der Meßfehler OVo. Zeigen
Stromes hat sich zu richten nach der zu­
lässigen Belastbarkeit des zu messenden
Widerstandes und nach der des Normal-
viderstandes. Bei der Messung hochohmiger
4 beide Instrumente um denselben Prozent­
Kohleschicht - Widerstände empfiehlt es sich,
satz zuviel oder zuwenig an, so beträgt der
T Meßfehler ebenfalls 0%. Der Meßfehler kann
jedoch groß werden, wenn die Anzeigefehler
der beiden Instrumente unterschiedliche Vor­
auch deren Spannungsabhängigkeit zu be­
rücksichtigen. Der Spannungskoefflzient eines
Kohleschicht-Widerstandes kann nach diesem
Bild 109. Widerstands-Meßanordnung zeichen haben. Meßverfahren besonders einfach ermittelt
werden. Will man z. B. einen 1-Mfl-Wider-
nach der Strom-Spannungsmethode Ein Beispiel: Das Voltmeter zeigt 100 V stand untersuchen, so wählt man einmal eine
bei Gleichstrom (Istwert) und hat einen Anzeigefehler F = Spannung von 50 V bei einem Strom von
+ 5*/«. Die wirkliche Höhe der Spannung 50 jiA und hierauf eine Spannung von 300 V
(Sollwert) beträgt also: bei 300 iiA. In beiden Fällen muß dann, falls
keine Spannungsabhängigkeit auftritt, an
Istwert 100
Sollwert = — =— rNt für I2 = Ii derselbe Ohmwert einzustellen
4 1 + [0,01 • F] 1 + [0,01 (+ 5)] sein. Anderenfalls ergibt die erforderliche
T prozentuale Änderung an Rj^ gleich den
7 mA n 100
= TT05 = 95’24V- Spannungskoefflzienten für 300 V. Die Be­

t Pi

Bild 110. Widerstands-Meßanordnung


Der Strommessei zeigt 1A und hat einen
Anzeigefehler F = — 5 Vf. Der tatsächliche
Betrag des Stromes ist also:

Sollwert =
1 1
lastung von Rx beträgt hierbei selbst für
einen Widerstand zu 0,5 W erst etwa la •/.
der Nennbelastbarkeit, so daß der jedem
Kohleschicht - Widerstand
bleiben kann.
eigentümliche
Temperaturkoefflzient noch unberücksichtigt
(Fortsetzung folgt!)
nach der Vergleichsmethode 1 +[0,01 (—5)] 0,95 "■ 1,053 A Ing. j. Cassani
FUNKSCHAU 1951/Hef»2 41

Wiedergabe hoher Qualität F


i C*9 :
Bei jeder Wiedergabe einer akustischen Darbietung kommt es einer Gittervorspannung. Dieser ist
darauf an, dem natürlichen Klangbild möglichst nahezukommen. mit einem Kondensator überbrückt.
Die Frage lautet für den Praktiker: Wie soll man die gegebene Als Beispiel diene die Röhre EF 12. %
Nf-Modulation verstärken und wie soll man die Lautsprecher­
c* i
Es interessiert besonders die Di­
anlage ausbilden, um eine möglichst naturgetreue Wiedergabe, mensionierung der Schaltelemente.
die der akustischen Darbietung vor dem Mikrofon weitgehend Da für diese Schaltung und die Bild 1. Schaltung
entspricht, zu erreichen? einer VorVerstärkerstufe
Röhre EF 12 (AF 7) alle erforder­
Das Frequenzband der hörbaren Töne umfaßt etwa 30.. 16 000 Hz. lichen, optimalen Werte von der Herstellerfirma angegeben
Die Hörbarkeit der hohen Frequenzen ist für den einzelnen sehr werden, erübrigen sich zeitraubende Bemessungsversuche. Die
verschieden und nimmt meist mit dem Alter ab. Eine Begren­ jeweiligen Daten gehen aus folgender Tabelle für Anoden­
zung des Bandes bei 10 000...12 000 Hz wird wohl von den meisten spannungen von 250 und 200 Volt hervor.
Menschen nicht als nachteilig empfunden.
Optimale Dimensionlerangsdaten
Die Probleme iür die Wiodergabeanlege
Beim Bau einer Wiedergabeanlage sind grundsätzlich zwei Außen widerstand Ra 0,2 ; 0,1 0,05 MD
Probleme zu unterscheiden:
Schirmgitterwiderstand Rst!: 0,5 0,3 0,2 MD
1. Unmittelbare Wiedergabe einer Mikrofonsendung, wobei am
Eingang des Verstärkers das ganze Frequenzband mit unver­ Katodenwiderstand Rk
fälschten Amplituden vorhanden ist, bei 2C0 Volt 4000 ! 2500 2000 Q
2. Wiedergabe oder Verstärkung einer Modulation, in der die Katodenwiderstand Rk I
einzelnen Frequenzen nicht mehr dem Original entsprechend bei 250 Volt 3C00 1500 1000 ß
enthalten sind. Dazu gehört vor allem die Modulation hinter Verstärkung v bei 200 Volt 80
dem Empfangsgleichrichter eines Rundfunksgerätes sowie 110 50 fach
hinter Tonabnehmern. Verstärkung v bei 250 Volt 160 100 I 70 fach
Im zweiten Fal' kann man die Wiedergabe durch Korrektur des
Verstärker-Frequenzganges dem Original wesentlich näher­ Die angegebenen Verstärkungsziffern gelten für einen nach­
bringen. folgenden Gitterableitwiderstand Rg von 0,7 MD, wie er für die
Es ist also zu unterscheiden zwischen Korrekturen, die infolge Endröhre EL 11 z. B. üblich ist.
Unvollkommenheit der Lautsprecher nötig sind solchen die bei
unverfälschter Modulation durchzuführen sind und weiteren, die Bei größeren Ableitwiderständen wächst die Verstärkung etwas
zusätzlich als zweckmäßig erscheinen, um eine etwaige an sich an Die Verstärkung v ist stets
schon in der Modulation vorhandene Verfälschung zu kompen­ v = SRa
sieren. Durch Korrekturen lassen sich aber nur lineare Ver­
zerrungen abschwächen. Enthält die Modulation bereits einen hör­ sofern der Innenwiderstand der Röhre Ri groß gegen Ra ist,
baren Klirrfaktor (nichtlineare Verzerrungen), was bei Schall­ was hier noch zutrifft. S stellt die dynamische Steilheit im
platten z. B. sehr oft der Fall ist, so wird auch mit der besten Arbeilspunkt dar. Letztere beträgt bei obiger Dimensionierung .
Wiedergabeanlage nur eine verzerrte Musik reproduziert werden etwa 1 mA/V. Der Gitterableitwiderstand liegt dem Anoden­
können. Dann empfiehlt sich sogar meist eine Beschneidung der widerstand über Cg parallel und verkleinert demnach dessen
oberen Frequenzen, d. h eine lineare Verzerrung, um die nicht­ Wert und damit die Verstärkung um so weniger, je größer er
lineare unhörbar zu machen. Die Wiedergabe ist dann zwar un­ ist. Die Aussteuerung solcher Vorstufen bleibt meist so gering,
natürlicher, aber angenehmer zu hören. Diese Beschneidung be­ insbesondere bei nachfolgender Pentode, daß man den Klirr­
sorgt in allen Rundfunkgeräten der Klangfarbenregier. faktor vernachlässigen kann « 1%).
Mit dem UKW-Funk läßt sich bekanntlich das ganze Nf-Band Der Frequenxgang
ohne Begrenzung übertragen, so daß der Bau einer hochwertigen
Anlage hier einen Sinn bekommt sofern die Modulation des Von besonderem Interesse ist nun der Frequenzgangbei
Senders unter Punkt 1. fällt, d. h. eine unmittelbare Mikrofon­ hohen und tiefen Frequenzen. Bei hohen Frequenzen
sendung erfolgt. hat die nicht vermeidbare Eigenkapazität des Anodenkreises Ca
Im folgenden werden nun zuerst die Vorverstärker be­ (Bild 1) einen Einfluß. Sie setzt sich aus der Anodenkapazität der
handelt, die das ganze Band möglichst gleichmäßig verstärken Vorröhre und der Gitterkapazität der Endröhre zusammen. Da­
sollen. Dann folgt die Behandlung der Endstufe einschließlich zu kommt eine gewisse Schaltkapazität. Setzt man die Summe
der Lautsprecher, und schließlich werden die Regel­ aller Kapazitäten mit etwa 50 pF an, so dürfte das in den meisten
möglichkeiten zur Anbringung von Korrekturen im obigen Fällen genügen. Der Scheinwiderstand Rc beträgt für einen
Sinn erörtert. Schaltungen zur Durchführung einer Niederfre­ Kondensator von 50 pF für 10 kHz Rc = 318 kß. Wäre bei
quenzverstärkung gibt es wohl sehr viele. Immer wieder er­ einer bestimmten Frequenz Rc gleich Ra, so würde der wirksame
scheinen neue Bauanleitungen. Sie zeigen irgendeine Schaltung
bzw. Dimensionierung Warum aber die Dimensionierung so und Anodenscheinwiderstand für diese Frequenz und damit die Ver­
nicht anders ist, wird dabei selten gesagt Ist die Wiedergabe stärkung um 30 % kleiner als bei z. B. 1000 Hz. Man kann also
schlecht, so fängt der Praktiker an zu probieren, jedoch oft an mit Ra auf jeden Fall bis auf 200 kß gehen, ohne daß der
der falschen Stelle. Auch beim Nf-Verstärker führen eine ganz Frequenzgang hörbar beeinflußt wird.
einfache Rechnung und richtige Überlegungen immer zu dem Oft. ist es in Rundfunkempfängern üblich oder notwendig, die
gewünschten Ziel. Es gibt wohl kaum etwas Einfacheres in der Anode der Nf-Verstärkerröhre gegen Erde für Hochfrequenz
Verstärkertechnik, als mit den heute zur Verfügung stehenden abzublocken. Dabei geht natürlich die Verstärkung für die hohen
Mitteln einen Nf-Verstärker hoher Qualität zu bauen. Frequenzen (10 000 Hz) je nach Kapazitätswert zurück. Wählt
man Ra = 100 kQ, so darf diese Kapazität für 30% Verstärkungs­
Die Meßwerte beim Nlederireqaens-Verslärker
verlust nur 150 pF mit einem Scheinwiderstand von 106 kQ be­
Jeder Nf-Verstärker läßt sich durch folgende Meßwerte charak­ tragen. Bei richtig verdrosselten bzw. auf gebauten Emnfangs-
terisieren: gleichrichtern kommt man aber ganz ohne diese zusätzliche Ver­
1. Maximale Endleistung. blockung aus. Wird als Endröhre eine Triode benutzt, z. B. AD 1,
so ist die dynamische Eingangskapazität dieser Röhre infolge der
2. Die Eingangsspannung, bei der die maximale Endleistung er­ Anodenrückwirkung nicht gleich der statischen, sondern größer.
reicht wird was gleichbedeutend mit der Größe der Verstär­ Man verwendet dann zweckmäßig höchstens 100 kQ oder noch
kung zwischen dem Gitter der Endröhre und dem der ersten weniger für den Anodenwiderstand der Vorröhre. Die Wirkung
V.erstärkerröhre ist. Diese Verstärkung soll Vorverstärkung der Anodenrückwirkung hängt dabei sehr davon ab. wie weit
genannt werden. der Widerstand des angeschlossenen Lautsprechers bei steigen­
3. Frequenzgang der Ausgangsleistung für konstante Eingangs­ der Frequenz induktiv wird.
amplitude bei Belastung des Ausgangstransformators mit Für die Verstärkung der tiefen Frequenzen ist die Größe des
einem ohmschen Widerstand, der gleich dem Schwingspulen­ Katodenkondensators Ck in Bild 1 maßgebend. Sein Widerstand
widerstand des benutzten Lautsprechers bei 800 Hz ist. steigt mit fallender Frequenz, so daß dann der parallel liegende
4. Klirrfaktor. Dieser kann für hohe und tiefe Frequenzen ge­ ohmsche Widerstand eine zunehmende Gegenkopplung verur­
trennt betrachtet werden, da er verschiedene Ursachen hat sacht, die die Verstärkung mit abnehmender Frequenz vermin­
und vor allem bei frequenzabhängigen Gegenkopplungsschal­ dert. Der Widerstand des Kondensators soll bei z. B. 50 Hz
tungen für die einzelnen Frequenzbereiche verschieden be­ gleich oder kleiner als der dynamische Widerstand R<\ an der
einflußt wird. Katode sein. Letzterer ist annähernd Rd = 1/S, wobei wieder
Die einzelnen vorstehend aufgeführten Punkte sollen nun im S die Steilheit im Arbeitspunkt ist. Für die EF 12 wäre also
folgenden näher betrachtet werden. Rd = 1000 ß; im vorliegenden Fall wird Rd noch durch den
parallel liegenden Katodenwiderstand verkleinert. Praktisch
Vorverstärker kann man Vi Rd einsetzen, also 500 fi. Ein Kondensator von
Bild 1 zeigt zwei Röhren, die als Pentoden geschaltet sind. Die 10 uF. der einen Scheinwiderstand von 300 Q bei 50 Hz hat ist
Kopplung erfolgt über den Kondensator CR. Üblicherweise ent­ also groß genug. Will man nur 100 Hz noch gut übertragen so
hält die Röhre im Katodenkreis einen Widerstand zur Erzeugung genügen etwa 5 nF. für 25 Hz sind 20 „F notwendig usw.8 , S°
kann. Eventuell geht es auch mit einer getrennten SiebKe
unter Verwendung derselben Gleichrichterröhre, wenn man eK
mehrstufige Siebung anwendet. Zumindest läßt sich immer °
gleiche Transformator verwenden. Eine weitere Möglich**^;
bei dreistufiger Verstärkung die Neigung zu KippschwingunU*
zu vermindern, ist die der Anwendung einer GegentaktendstU*
Dreistufige Verstärker mit Gegentaktendstufe lassen sich raeU
ohne Schwierigkeiten aus einem Netzgerät betreiben. Bei SteU*
rung der Endstufe in A-Betrieb schwankt ja der aus dem Ne*2
gerät entnommene Strom fast gar nicht und erzeugt daher
Innenwiderstand des Netzgeräts auch keine Rückkopplung*
>+Z50V Spannung.
Bild 3. Gegentaktvorverstärker
hoher Verstärkungsziffer Vorverstärker zur Erzeugung einer Gegentaktspannung
Eine Gegentaktspannung kann bekannntlich sehr leicht rnl
Der Frequenzgang für die tiefen Frequenzen wird weiter durch Hilfe eines Transformators erzeugt werden. Für hochwertige Ver­
die Größen des Koppelkon.densators Cg und Gitter- stärker ist jedoch eine Transformatorkopplung ungeeignet. Di«
ableitwiderstandesRg bestimmt. Das Produkt aus beiden erforderlichen streuarmen Transformatoren geringer Kapazität
soll 1/50 sein, wobei C in Farad eingesetzt wird und R in ß. mit hochwertigem Eisen sind teurer als eine Röhrenstufe. Bild 2
Das ergibt also bei 1 Mß Ableitwiderstand 20 000 pF oder bei zeigt eine bekannte Schaltung zur Erzeugung einer Gegentakt­
0,5 Mß 40 000 pF, bei 2 Mß 10 000 pF usw. Für Rg wählt man spannung. Anoden- und Katodenwiderstand Rk2 sind gleich grcß,
so daß sich zwei gleich große Gegentaktspannungen ergeben,
zweckmäßig immer die für die betreffende Röhre maximal zu­ wobei es allerdings auf eine Verschiedenheit der Spannungen von
gelassene Größe, also z. B. 1 Mß für die EL 11 oder 3 Mß für 10 % (Streuung der Widerstandswerte) nicht ankommt. Die
die EF 12. Dimensionierung der Schaltung läßt sich nach obiger Tabelle für
Schließlich wird der Frequenzgang noch durch die Zeit- die Röhre EF 12 leicht vornehmen; der Anodenwiderstand wird
konstante Csg*Rsg am Schirmgitter beeinflußt. Sie soll geteilt, also z. B. in zweimal 25 kß, der Katodenwiderstand Rk»
mindestens V*# sec betrageh. Ein Kondensator von 0,2 nF be­ bleibt unverändert (1000 Q), Schirmgitter und Anode werden ver­
einflußt die Verstärkung für 50 Hz bei den üblichen Größen für bunden. Ebensogut kann man die Widerstände bis 50 kQ wählen
den Vorwiderstand praktisch nicht. Größere Werte bringen keine und (bei 250 V am Anodenwiderstand) ca. 2500 ß für Rj<.
weiteren Vorteile. Eine solche Stufe verstärkt in jedem Fall weniger als 2 X
Das ist nun alles, was der Praktiker bei Anwendung einer als lfach. Das ist ein gewisser Nachteil. Man bekommt in Verbin­
Pentode geschalteten Vorverstärkerstufe zu beachten hat. Ge­ dung mit einer Vorstufe nach Bild 1 für Ra = 0,2 Mß eine Ver­
legentlich werden für die Vprverstärkung auch Trioden ange­ stärkung von maximal 2 X 150fach. Auch hier gibt es bezüglich
wendet, wie z. B. in Form der Röhre ECL 11. Zur Beurteilung des Klirrfaktors und Frequenzgangs der Verstärkung praktisch
des Frequenzgangs bei hohen Frequenzen ist dann praktisch die keine bessere Schaltung.
Parallelschaltung des Innenwiderstandes der Röhre im Arbeits­ Der Gitterableitwiderstand der Gegentaktstufe liegt hier an
punkt und des Außenwiderstandes maßgebend. Der Innenwider­ einer Anzapfung des Katodenwiderstandes und nicht gegen Erde.
stand hat meist einen wesentlich kleineren Wert als der Außen­ Er wird also mit seinem Ende gleichphasig zur Gitterwechsel-
widerstand, so daß man an die Anode gegen Erde eine ent­ spannung gesteuert, so daß der an ihm auftretende Wechselspan­
sprechend größere Kapazität legen kann, ohne den Frequenz­ nungsabfall einen wesentlich kleineren Wert besitzt, als wenn
gang hörbar zu beeinflussen. Bei gleichen Außenwiderständen er an Erde liegt. Das ist gleichbedeutend mit einer Vergrößerung
liegen die Verhältnisse bei Trioden immer günstiger, als bei seines Wertes (dynamisch gesehen) bzw. der Größe des Kopp­
Pentoden. lungskondensators. Der Faktor der scheinbaren Vergrößerung
Einstellung des Arb«llspunkt«s beträgt, wenn Rki zu Null angenommen wird, 1 + SRk, wobei S
die Steilheit im Arbeitspunkt ist, so daß der Kopplungskonden­
Hat man nun irgendeine andere Nf-Pentode, so läßt sich der sator Cg sehr viel kleiner sein kann als normal. Eine Kapazität
richtige Arbeitspunkt etwa folgendermaßen einstellen: Die Wider­
stände sind so auszuwählen, daß bei einer Vorspannung (Span­ von 2000 pF würde bei R~ = 1 Mß völlig ausreichen.
nung am Katodenwiderstand) von ca. 2,5...3 Volt etwa die Hälfte Man kann nun nach Bild 3 (DP angem.) eine wesentlich höhere
der an den Anodenwiderstand angelegten Spannung gegen Erde Verstärkung, die gelegentlich erwünscht ist, erreichen, indem
zwischen Anode und Erde der Röhre liegt. Der Widerstand des man den Anodenwiderstand der Vorröhre teilt und den Teil­
verwendeten Spannungsmessers muß aber mindestens lOmal so punkt über einen Kondensator von einigen fiF mit der Katode
groß sein wie der Anodenwiderstand selbst. der Gegentaktstufe verbindet. Die Wirkungsweise und Berech­
Die Schirmgitterspannung ist bei den einzelnen Röhrentypen nung dieser Schaltung wurden vom Verfasser in der Zeitschrift
sehr unterschiedlich. Bei den deutschen Stahlrohren hat sie „Allgemeine Rundfunk-Technik“ 1949, Heft 7, angegeben. Die
gleichen Wert wie die Anodenspannung, bei amerikanischen Grenze der möglichen Verstärkung ist für jede TeilsDannung
Typen (z. B. 12 C 8) nur etwa & der Spannung an der Anode. (Katode oder Anode) der Gegentaktstufe gleich dem Verstär­
Hat. man 250 Volt Spannung zur Verfügung und wählt man Ra kungsfaktor der ersten Röhre (Ra = oo). Bei der angegebenen
zu 100 kß, so müßte in diesem Widerstand ein Strom von 1,25 mA Dimensionierung wird eine Verstärkung von etwa 2 x 750fach
fließen, wenn an der Röhre oder — was das gleiche ist — am erreicht, wenn die zweite Röhre als Triode geschaltet ist. Bei
Widerstand 125 Volt abfallen sollen. Pentodenschaltung liegt sie um etwa den Faktor 2 höher. Das
Für den Katodenstrom der verwendeten Pentode kann man Schirmgitter, das dann seine Spannung über einen Vorwider­
etwa 25% zum Anodenstrom (Schirmgitterstrom) zuschlagen. Es stand erhält, muß gegen die Katode abgeblockt sein.
fließen also in der Katodenleitung ca. 1,6 mA. Der Katoden­ Für den Frequenzgang gelten ebenfalls die obigen Betrach­
widerstand Hk wird dann, wenn 3 Volt daran abfallen sollen, tungen. Der Klirrfaktor ist zu vernachlässigen. Damit dürfte ge­
3*10* zeigt sein, wie ein einwandfreier Vorverstärker genügender Ver­
Rk = = 1900 Q. Diesen Wert baut man ein und variiert stärkung zu bauen ist.
1.6
nun den Schirmgitterwiderstand solange, bis an der Anode DI« Endstufe
125 Volt gemessen werden. Statt dessen kann man auch den '
Anodenstrom messen und im vorliegenden Falle auf 1 mA ein­ Bei der Endstufe ergibt sich zunächst die Frage nach der z
stellen. Bei Röhren hoher Steilheit (z. B. EF 14 oder 6 AC 7) Leistung, die allerdings nur in Verbindung mit dem Lautsprecher "
wählt man bei einem Anodenstrom von 7...10 mA und einer zu lösen ist. Es gibt sehr viele Lautsprechertypen in verschiede­
Schirmgitterspannung von 80...100 Volt den Anodenwiderstand ner Qualität. Vor allem kann der Wirkungsgrad sehr verschieden
zweckmäßig etwa nur 10...15 kß groß und erhält auch infolge sein. Bei kleinen Typen bis 4 Watt ist er meist geringer als bei
der hohen Steilheit eine 50...100fache Verstärkung. größeren. Will man bei kleinen Lautsprechern eine genügend T
Wenn man bei Röhren, für die die notwendigen Widerstands­ starke Baßwiedergabe erzielen, so muß man sehr viel mehr
werte nicht bekannt sind, in der beschriebenen Weise vorgeht, Leistung dafür aufwenden, als bei großen, die die Baßtöne viel
wird man immer annähernd das Richtige treffen. Eine so di­ besser abstrahlen. Man muß die tiefen Frequenzen stark an-
mensionierte Verstärkerstufe erfüllt alle Anforderungen, die heben. Im ganzen kann man sagen, daß eine Endleistung von
man stellen kann. Sie läßt sich durch Kunstschaltungen nicht 4 Watt für die Wiedergabe in Wohnräumen bei guter Dynamik
weiter verbessern. und einem Lautsprecher von etwa 16 cm Konusdurchmesser
immer mehr als ausreichend ist. Noch mehr gilt das bei Anwen­
Dl« Bäh« d«r Verstärkung dung von Lautsprechern hohen Wirkungsgrades, wie z. B. des
„Isophon“-Orchester-Chassis.
wird mit einer Stufe meist ausreichend sein, sofern nicht Ton­
abnehmer mit sehr kleiner Eingangsspannung (TO 1002, R 5 elek­ Für Endleistungen, die größer als 4 Watt sind, verwendet man
trodynamisch oder dgl.) verwendet werden. Die Kaskadenschal­ zweckmäßiger Gegentaktendstufen. Der Wirkungsgrad der Röh­
tung von mehr als zwei Stufen einschließlich der Endstufe führt ren wird etwas besser, der Ausgangstransformator etwas billiger.
meist zu Schwierigkeiten, da durch den Innenwiderstand des Auch ist der Klirrfaktor bei Verstärkern ohne Gegenkopplung
Netzgerätes eine Rückkopplung bewirkt wird, die den Verstärker kleiner als bei einfachen Endstufen, wobei allerdings die Be­
zu Kippschwingungen veranlaßt. Dies tritt besonders dann leicht trachtungen über den Klirrfaktor bei kleiner Aussteuerung der
ein, wenn die tiefen Frequenzen ohne Verlust verstärkt werden Endstufe nur eine unwesentliche Rolle spielen.
sollen. Die sicherste Abhilfe ist dann gegeben, wenn die erste Die Frage ist weiterhin, ob man eine Triode oder eine Pentode
Röhre aus' einem getrennten Netzgerät gespeist wird, das ja verwenden soll. Die Triode gibt infolge ihrer natürlichen <W en-
wegen des geringen Stromverbrauchs der Stufe sehr klein sein kopplung (Rj < Ra) meist eine bessere Wiedergabe, benötigt * aber
*
FUNKSCHAU 1951 /H*f»2 43

eine große Steuerwechselspannung. Zudem ist der Wirkungsgrad len einen Luftspalt aufweisen. Dieser
bei normaler Anodenspannung wesentlich schlechter als der dürfte etwa zwischen Vto und Vio mm -
feiner Pentode. Der an sich kleinere Klirrfaktor der Endstufe liegen. Ein zu großer Luftspalt schadet
kann zum Teil durch die Notwendigkeit größerer Aussteuerung nichts, wenn die erforderliche Selbst- =
der Vorstufe und das dadurch bedingte Ansteigen des Klirrfak- induktion noch erreicht wird. Der
tors dieser Stufe kompensiert werden. Durch Gegenkopplung läßt ohmsche Widerstand soll stets so klein
sich jedoch erreichen, daß eine Schaltung mit Pentoden die wie möglich sein, um unnötige Verluste
guten Eigenschaften einer solchen mit Trioden ohne deren Nach- an Leistung zu vermeiden. Der Wickel- Bild 4 streuarme
teile aufweist. raum muß also stets ganz ausgenutzt Transformatorwlcklung
Die Betriebsdaten sind für jede auf dem Markt befind- werden,
liehe Endröhre angegeben. Für den Katodenkondensator gelten Das Übersetzungsverhältnis ist durch den Anpas­
die gleichen Betrachtungen wie oben. Entsprechend der großen sungswiderstand der Röhre und durch die Lautsprecherimpedanz
Steilheit einer Röhre (EL 11z. B.) muß er etwa 100 nF groß sein, gegeben. Für eine EL 11 beträgt ersterer z. B. 7000 ß. Hat die m
wenn die tiefen Frequenzen richtig übertragen werden sollen. Impedanz der Schwingspule (ohmscher Widerstand 4- 20 %) z. B.
Bei weniger steilen Röhren genügt ein kleinerer Kondensator. einen Wert von 3,5 ß, so muß das Übersetzungsverhältnis
Für Gegentaktstufen ist es immer zweckmäßig, getrennte Ka­ ]/7000/3,5 = 45:1 sein. Dies ist in jedem Fall optimal.-Beträgt
todenwiderstände anzuwenden. Bei fester Vorspannung (AB-Be-
trieb ^ur Erzielung hoher Endleistung) oder gemeinsamem Ka­ nun bei 50 Hz der Leerlaufwiderstand cdL des Transformators
todenwiderstand müssen die Röhren so ausgesucht werden, daß 7000 ß, so überträgt er die tiefen Frequenzen gut. Bei 50 Hz
sie annähernd gleichen Anodenstrom haben, um eine Über­ würde er diese Frequenz dann zu 70 % übertragen, .was ausrei­
lastung einer der beiden Röhren bzw. zu große Unsymmetrie zu chend erscheint. Man kann, falls es erwünscht ist, auch für
vermeiden. Bei Gegentakt-A-Betrieb und gemeinsamem Katoden­ 30 Hz dimensionieren.
widerstand kann der Katodenkondensator wegfallen. Gegentakttransformatoren bestimmt man genau so. Angegeben
Für einige Endröhren seien hier für Eintakt- und Gegentakt­ wird dabei immer der Anpassungswiderstand von Anode zu
schaltung mit zwei Röhren die von den Röhrenherstellern an­ Anode, z. B. 10 kß für 2 EL 11. Ist die notwendige Windungszahl
gegebenen optimalen Werte zusammengestellt. Soweit bei zwei ermittelt, so versieht man die Wicklung nur mit einer Mittel­
Röhren im Gegentakt nur ein Katodenwiderstand angegeben ist, anzapfung. Der Scheinwiderstand bei z. B. 50 Hz läßt sich leicht
gilt dieser für beide Röhren gemeinsam. WQ ist die abgebbare nach dem Ohmschen Gesetz dadurch feststellen, daß man den
Endleistung, dtot der bei dieser Leistung vorhandene Klirrfaktor. Transformator an die 50periodige Netzspannung (möglichst nur
Einen besonders kleinen Klirrfaktor erhält man z. B. bei Verwen­ HO V) legt und den Stromdurchgang bestimmt. Ist z. B. der
dung von zwei Röhren EL 6 (EL 12) in Gegentakt. Widerstand bei der Messung des sekundär unbelasteten Trans­
formators um einen Faktor n falsch, so bringt man eine Win­
OpÜmalo Werte für gebräuchliche Endpentoden dungszahl, die um den Faktor ]/ 1/n verändert wird, auf. Mißt
man also im obigen Beispiel nur 3500 ß (bei HO V 28,5 mA), so
Wo UEing- d muß die Windungszahl um den Faktor ]/ 2 = 1,4 erhöht werden. I
i ua M Usg [v] I.,[mA] Rk [Q] Ra [ß] tot
[Watt] Hat man so die erforderliche Primärwindungszahl ermittelt, so
Cff-
wickelt man die Sekundärseite entsprechend dem notwendigen
ECL 11 j 250 | 250 36 7000 4 4.2 10 V. Windungsverhältnis. Auf die beschriebene Art gelangt man immer
ECL 113 I- . 250 250 25 95 12500 2,25 2.3 10 •/. zu einem brauchbaren Transformator, der allerdings keinen An­
spruch auf größte Wirtschaftlichkeit hinsichtlich des getriebenen
EEL 71 250 i 250 24 230 > 9000 2,3 3,1 10»/. Aufwandes, also seiner Größe macht. Das ist ja für den Praktiker
265 100 120 1 2000
weniger von Bedeutung.
EL 34 265 25 10 V.
EL 41 250 250 36 150 | 7000 4,5 4,2 10 Vr Die beschriebene Messung des Scheinwiderstandes erfolgt bei
EL 42 250 250 22,5 500 11000 2,6 7,9 10 V. einer Frequenz von 50 Hz. Der bei 50 Hz gemessene Scheinwider­
EL 11 250 I 250 36 150 7000 4,5 1 4,2 10 V.
stand ist bei einer Frequenz von 100 Hz annähernd doppelt so
AL4EBL1 groß. Mißt man also bei 50 Hz 3500 ß, so wäre der Widerstand
EL 3 Ui bei 100 Hz dem Anpassungswiderstand der Röhre gleich. In den
meisten Rundfunkgeräten begnügt man sich mit einer Anpassung
2 X EL 11 250 250 2 X 24 140 10000 8,2 2 X 6,7 3,1 V. für 100 Hz. Für hochwertige Wiedergabe sollte man aber wenig­
2 X AL 4 ■ stens für 30 Hz anpassen.
2 X EL 3
2 X EBL 1 Nachstehend sei noch auf Verzerrungen hingewiesen, die an
der untersten Frequenzgrenze des Transformators, besonders
AL 5 250 275 72 175 3500 8,8 8,2 10 •/• wenn dieser keinen Luftspalt hat, auftreten können. Vielfach
EL 5 i besteht die Meinung, daß Gegentaktübertrager keinen Luftspalt
2 X AL 5 250 275 4 X 58 120 4500 19 j> 5,1 •/.
benötigen, da sie nicht mit Gleichstrom vormagnetisiert sind.
2 X EL 5
Die Selbstinduktion ist jeweils der momentanen Permeabilität
-------- d--------- proportional. Sie schwankt aber über eine ganze Stromperiode
EL 6 250 250 72 90 3500 8,2 4,8 10 V. in weiten Grenzen. Der Transformator hat also einen mit den
EL 12 Momentanwerten des Stromes stark schwankenden Scheinwider­
stand, der dem konstanten Anpassungswiderstand parallel liegt.
2 X EL 12 250 265 2 X 45 97 5000 16 2 X 8,2 1,7 V. Fließt nun in die Parallelschaltung dieser Widerstände ein sinus­
2 X EL 6 förmiger Strom, wie dies z. B. bei Pentodenbetrieb (Ri > Ra) stets
6L6 250 250 170 2500 6,5 10 V.
bei sinusförmiger Wechselspannung am Gitter der Fall ist, so
2 X 6L6 270 270 2 X 67 125 5000 18,5 2 •/. muß an dem über eine Periode stark schwankenden Widerstand
eine stark verzerrte Spannung auftreten. Es entsteht ein starker
6V6 250 250 45 240 5000 4.5 Wh Klirrfaktor, wie man sich leicht mittels eines Oszillografen über­
2X6V6 250 ; 250 2 X 35 210 10000 10 5 •/• zeugen kann. Die Verzerrung nimmt mit abnehmender Frequenz
zu und wird bereits untragbar, wenn (oL gleich dem Anpassungs­
CL 4 200 200 45 170 4500 4 5 10 •/• widerstand wird, also z. B. bei 10® Hz. Hat jedoch der Trans­
formator einen Luftspalt, was allerdings zur Erzielung der glei­
2 X CL 4 200 200 2 X 3i 135 4500 8 1,5 •/• chen Selbstinduktion L wenigstens die doppelte bis dreifache
200 100 45 190 4500 4 5,6 10 V.
Windungszahl je nach Größe des Spaltes erfordert, so schwankt
CL 6 seine Selbstinduktion und damit der Scheinwiderstand über eine
100 100 50 140 2000 2,1 5,6 10 V«
Periode nur wenig. Durch starke Gegenkopplung im unteren
2 X CL 6 100 100 2 X 42 2 X 190 3000 4 2 X 6,7 5,6 •/• Grenzfrequenzbereich wird die Verzerrung ebenfalls vermieden.
2 X CL 6 200 125 2 X 45 2 X 250 4400 12,1 2 X 11 1,8 •/.

200 3500 4,8 ! 10 V*


Dl« Streuung
UBL 21 200 200 55
UBL 3 ' Bisher blieb die Streuung des Transformators unberücksich­
tigt. Sie wirkt bei hohen Frequenzen so, als ob eine Selbst­
UEL 11 200 |00 22 250 9000 5 4,5 10 V. induktion mit der Schwingspule in Serie geschaltet wäre, so daß
UEL 51 200 20p 45 150 4500 9 5 10 V.
200 9000 2 3,2 10 V.
bei konstanter Primärspannung mit zunehmender Frequenz die
UEL 71 200 200 23 Spannung an der Schwingspule kleiner wird, sofern dieser Wider­
ÜL 41 170 170 53 165 3000 4 6,2 10 V.
UL 71 200 200 23 200 9000 2 3,2 10 V. stand konstant bleibt. Letzterer steigt meist mit der Frequenz
stark an, so daß die Spannung an der Schwingspule bis zu
10 000 Hz nahezu konstant bleibt. Tatsächlich ist aber der
D«r Ansgangstransiermalor Schwingspulenstrom, der ja für den Schalldruck maßgebend ist,
WohT Ä SSÄÄÄÄ“daß
großen Kernquerschnitt im Innern des Wickelkörpers haben. Als Der Transformator läßt sich leicht streuarm aufbauen. Man
Anhaltspunkt für reichliche Dimensionierung mag hier für End- teilt z.B. die Primärwicklung nach Bild 4 in vier oder fünf
leistungen zwischen 4 und 10 Watt gelten, daß er etwa eben- gleiche Teile und die sekundäre Wicklung in drei oder vier
soviel qcm haben sollte, wie Leistung über- gleiche Teile und vdckelt nun abwechselnd einen Teil Prim&r-
tragenwird. Dies sei aber nur eine grobe Richtlinie für den Wicklung undeinen Teil Sekundärwicklung übereinander
Praktiker. Darüber hinaus muß der Transformator in allen Fäl- (Schluß folgt.) Dr.-Ing. DiUenburger
44 Heft2/ FUNKSCHAU 1951

a EF 41
%
\J<Mädä^ Kr die WERKSTATTPRAXIS
Vorsicht Zweckmäßiger Einbau
bei Heizkreis-Umschaltnngen des Drehkendensaiors
In der Zeit vor der Währungsreform wur­ Empfängerchassis und Lautsprecher sind
den bei so manchem Rundfunkempfänger die heute in der Regel in einem Gehäuse un­
gewagtesten Röhrenkombinationen zusam­ tergebracht. Solange die Rundfunkempfänger
mengeschaltet, um das Gerät wieder be­ nur Mittel- und Langwellenbereiche aufzu­
triebsbereit zu machen. Daß dabei das Kön­ weisen hatten, konnte der Drehkondensator
nen des jeweiligen Instandsetzers von aus­ meist ohne weiteres fest mit dem Metall­
schlaggebender Bedeutung war, zeigen ver­ gestell verschraubt werden. Da ein zeitgemä­
schiedene schadhafte Geräte, die nunmehr ßer Empfänger heute mindestens einen KW-
in Werkstätten zur Umstellung auf den Ori­ Bereich besitzt und neuerdings sogar noch +A
ginal-Röhrensatz eingeliefert werden. für UKW-Empfang eingerichtet ist, kommt Prinzipschaltbild des kombinierten UKW-Zu-
Im vorliegenden Talle wurde s. Z. ein man mit dieser einfachen Montage des Dreh­
VE Dyn GW (Normalbestückung: VF 7, VL 1, kondensators nicht mehr aus. satzgerütes und Antennenverstärkers. Dimen­
VY 1, U 3505) wahrscheinlich infolge defekter Empfangsgeräte mit mehreren Bereichen sionierungswerte :Lx = L3 = 4Wdg (Cu 1,5 mm 0,
Audion-Röhre nach der aus Bild 1 ersicht­ haben vielfach die unangenehme Eigenschaft, Wicklungsdurchmesser 14 mm); D,= 3 Wdg (Cu
lichen Weise umgeschaltet. Es war. nahelie­ auf KW bei größeren Lautstärken zu heulen. 1,5mm 0, Wicklungsdurchmesser 14 mm); L« =
gend, den Urdox-Widerstand wenigstens zum Die Ursache bildet der sogenannte Mikro­
Schutze der Skalenlampen heranzuziehen, foneffekt des Drehkondensators. Die vcn Hf-Eisenkernspule 1 mH ; L3=mit L4 gekoppelt,
jedoch war dies gemäß der vorgenommenen den Schallwellen des Lautsprechers getrof­ Vs der Windungszahl von L«; T„ T2 = Hescho-
Umschaltung falsch: Auch im normalen Be­ fenen, geschlitzten Rotorendplatten geraten Trimmer Typ 2509
triebszustand der Röhren reichte der Span­ in Schwingungen. Wenn letztere auch kleine i»A
nungsüberschuß im Urdoxkreis nicht aus, Amplituden haben, so genügen sie doch, um UKW-Bereich. In der oberen Schaltstellung
den Urdox - Widerstand ausreichend zu er­ die KW- und UKW-Abstimmkreise so ru be­ sind der Oszillatorkreis L3, sowie der
wärmen und damit auf seinen Betriebs- einflussen, daß Heultöne entstehen. Rückkopplungszweig L2, 200 pF abgeschallet.
Ohmwert zu bringen. Somit betrug die Heiz­ Die von den Spulensätzen und den Stator­
spannung am Parallelkreis der V-Röhren anschlüssen des Drehkondensators zum An deren Stelle treten die beiden Kondensa­
68 Volt bei gleichzeitiger Unterheizung der Steuer- und Oszillatorgitter der Mischröhre toren 100 pF und 0,1 mF. Das Zusatzgerät ar­
Röhre CF 7. Der überlastete Heizfaden der führenden Leitungen sollen kurz und starr beitet jetzt als aperiodischer Antennenver­
Röhre VL 1 brannte durch. ausgeführt werden. Dann wird die Kreuz­ stärker mit der als Tetrode geschalteten
modulation selbst bei unabgeschirmt verleg­ Röhre EF 41.
VL1 ten Gitterleitungen klein gehalten. Es ist Die Betriebsspannungen werden dem Rund­
A wünschenswert, diese Gitterleitungen nicht funkgerät entnommen. Das Zusatzgerät ist
ständig mit eingeschaltet. Beim Übergang
VY1 rr7 abzuschirmen, damit man kleine Anfar.gs-
7602 kapazitäten der Kreise erhält und im MW- von Mittel- auf UKW-Empfang fallen die Ein­
A Hh Bereich auf etwa 1600 kHz sowie im KW-Be- brennzeit und das damit verbundene Nach­

220Y
T
zum 6/r.
71002 reich auf ca. 12 m herunterkommt.
Diese Gesichtspunkte sind bestimmend für
stellen
dieser
des Empfängers fort. Mit einem nach
Schaltung gebauten Zusatzgerät konnte
in Rosenheim der UKW-Sender Wendelstein
die Montage des Drehkondensators. Um Mi­
krofoneffekt zu vermeiden, werden die Dreh­ störungsfrei empfangen werden. Auf Mittel­
1/3505 2502 47 kondensatoren neute nicht mehr mit dem und Kurzwellen trat eine erhebliche Emp­
Chassis fest verschraubt. Man verwendet viel­ fangsverbesserung ein.
Bildl. Fehlerhafte Umschaltung des Heizkreises mehr Gum m*i zwischenlagen, die Da die Tropadynschaltung in der beschrie­
den Drehkondensator und die Befestigungs­ benen Art nicht strahlungs. roi arbeitet, emp­
schrauben vom Chassis isolieren, so daß der fiehlt es sich, diese nur dort anzuwenden, wo
n vli Drehkondensator gewissermaßen federnd auf­ UKW - Hörer in der Nachbarschaft nicht ge-
gehängt ist. Ähnlich wurden früher die Fas­ stört werden können. Gustav Held
CF 7
7602 n m sungen der Audionröhre befestigt, als die
Röhren noch nicht genügend klingfrei waren.
7602 Leider sind solche Gummizwischenlagen für
6702 r^—H
Drehkondensatoren man benötigt eine
kleine Gummischeibe mit Ansatz und eine
Schallplatten-Vloiü&eH
flache Gegenscheibe aus Gummi für jede Be­
47/0.06 A festigungsschraube — im Einzelhandel schwer In der Neuheltenreihe der C. Lind­
erhältlich. ström AG, beglückt uns der bekannte
Bild 2. Zweckmäßige Heizkreis-Umstellung Um kurze Gitterleitungen zu erzielen, wird Schallplattentenor Herbert Ernst Groh auf
es erforderlich, den Drehkondensator an pas­ Odeon 2 6 8 9 0 mit dem ausdrucksvoll ge­
Sollte der Heizkreis nach dem angegebenen sender Stelle und unter Verwendung von sungenen Lied „Jetzt spielen . ..“ aus dem
Prinzip richtig umgestellt werden, hätte auf Gummizwischenlagen unmittelbar auf dem 1. Akt des „Bajazzo" von R. Leoncavallo.
den Urdox-Widerstand verzichtet werden Chassis zu befestigen. Bei entsprechender Auf der Rückseite bietet der beliebte Künst­
müssen. Der Heizkreis wäre dann gemäß Anordnung von Spulensatz und Mischröhre ler die in akustischer Hinsicht gelungene
Bild 2 zu schalten. Bei Ausfall der Skalen­ läßt sich die günstigste Stelle für den Dreh­ Romanze „Mir träumt von jener Zeit* aus
lämpchen erhöht sich der resultierende Wi­ kondensatoreinbau leicht ermitteln. Skalen­ Bizet’s Perlenfischer. Die klangvolle Wieder­
derstand des Parallelkreises von 275 Q auf kondensators antriebe, die eine erhöhte Montage des Dreh­ gabe des großen Opernorchesters verdient
294 ß. Der Spannungsabfall an diesem Wi­ über dem Chassis erfordern, besondere Anerkennung. — Die gern gehörten
derstand beträgt dann 57,5 V, so daß die Heiz­ sind nicht geeignet. Selbst wenn sich der Kilima Hawaiians erfreuen durch ihr me­
fäden der V-Röhren nur innerhalb der zu­ Drehkondensator auf Winkeln federnd be­ lodisches und effektvolles Spiel auf Odeon
lässigen Grenzen (5 •/•) überlastet werden. festigen läßt, fallen die Gitterleitungen zu 2 6 8 7 3 („Kampong - Melodie“ und „Als de
Dieses Beispiel zeigt erneut, daß selbst lang aus, denn Spulensatz und Gitter­ Nacht valt in Hawaii"), während Gerhard
einfache Maßnahmen, wie sie Heizkreis-Um- anschlüsse der Mischröhre befinden sich stets Wendlang, Gesang, begleitet von H. Rieth­
schaltungen darstellen, sorgfältig überlegt unter dem Chassis. müller an der Odeon-Kinoorgel die bekann­
werden müssen. Ing. E. Hannausch ' Der Skalenantrieb soll so ausgeführt wer­ ten Melodien „C’est si bon“ und „Fern von
den, daß das Seilrad nicht hinter oder über der Heimat" stimmungsvoll zu Gehör bringt
der Skala angeordnet ist, was stets einen er­ (0 -26 888). Diese beiden Neuaufnahmen
Brummfreier Allstromheizkreis höhten Einbau des Drehkondensators ver­ eignen sich sehr gut als Vorführplatten.
Es ist allgemein bekannt, daß Allstrom­ langt. Das Seilrad muß sich unter dem Ska­ Flotte Tanzmusik hören wir von dem instru­
lenblatt oder seitlich davon befinden. In vie­ mental gut besetzten Swing-Orchester Heinz
empfänger ein größeres Restbrummen auf- len Industrieempfängern scheint sich die-seit­ Buschhagen in den Foxtrotts „Unter tausend
weisen als Wechselstromgeräte. Im Gegen­ liche Anordnung des Seilrades am besten be­ Sternen träumt die große Stadt" und -Was
satz zur letzteren Empfängerart, deren Hei­ währt zu haben. gehört zum Dirndlkleid“ (0-31 941). Das
zung ausschließlich aus Transformatoren ge­ Auch für den Selbstbau erweist sich dieses Golgowsky-Qulntetl verleiht dieser moder­
schieht, werden die Röhren eines Ällstrom- Einbauprinzip als vorteilhaft, da unterhalb nen Aufnahme eine aparte Note. Audi die
gerätes direkt aus dem Netz geheizt. Da- des Drehkondensators Spulensatz und Wel­ ' Odeon - Platte 2 6 9 7 5 gewinnt durch den
durch gelangt u. a. der Teil des Netzbrum­ lenschalter Platz finden können und sich so humorvollen Gesang -des Rodgers - Duetts,
mens in das Gerät, der sonst durch die kürzeste Schwingkreisverbindungen ergeben. das von Heinz Huppertz begleitet den net- i
Schutzwicklung eines Netztransformators zu­ —ner ten Polka - Fox „Die Jägerhosenträger" und
rückgehalten würde, und verursacht mehr den volkstümlichen Foxtrott „Wenn es
oder weniger starke Störungen. 5
Anordnung zur Be­ Kombiniertes UKW- Zusatzgerät
seitigung des Rest- R01 R52 Rö3 und Ht-Verstärker SgKM j
brummens imHeiz- / Eine Weiterentwicklung des in,Heft 5 der den. Die beiden Foxtrotts „Weißt du daß
kreis FUNKSCHAU 1949, Seite 84, beschriebenen du schön bist“ und „Ukraine“ (0-2.26 94 1)
UKW-Zusatzgerätes stellt nachstehend erläu- zeichnen sich durch akustisch vollendete
^ V terte Schaltung dar (Bild). Das Zusatzgerät Wiedergabe aus, bei der vor allem die
arbeitet auf UKW in der bekannten Tropa- reine Übertragung aller Solopartien besticht
dynschaltung. Die hinter dem Diskriminator Moderne Unterhaltung im Kabarett-Stil hi**I
220V*? . entstehende amplitudenmodulierte Frequenz ten „Die 3 Jray®uners auf den Odeon-Platten
verdrillte Leitungen von 1500 kHz wird im Hochfrequenzteil des 2 6 9 7 3 und 2 8 8 8 3. Die humoristisch Uen und
4 nachgeschalteten Mittelwellenempfängers ver-- flott vorgetragenen Schlager „Onkel Jon»*«
•r, stärkt und demoduliert. Die weitere Ver- „Ach Babett, backe Kuchen“, „An der Wati’
Dieses Restbrummen kann man fast voll­ arbeitung der Niederfrequenz geschieht in kant, an der See und „Deine Klingel tS*
ständig unterdrücken, wenn man den Heiz- üblicher Form. kaputt, huh - huh“.treffen den PuhiiS,«!!-
kreis in der angegebenen Weise schaltet Die Besonderheit der Schaltung stellt der geschmack vorzüglich und sind darüber hh?”
(Bild). Die Verdrahtung ist verdrillt auszu­ zweipolige Umschalter dar. In der unteren aus wie alle Kleinb^etzungen für SchiS’
führen. - Gerhard Fischer Schalterstellung arbeitet das Zusatzgerät im plattenwiedergabe. hervorragend geeignet011’
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