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Was passiert heute?

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Potentielle Energie
Kinetische Energie

Energieerhaltungssatz

Kraftstoß
3dman_eu

Arbeit und Energie


Definition der Arbeit Diese Beziehung gilt nur, wenn die Kraft
Auf entlang der Verschiebung konstant ist.
! einen Körper wirke die !Kraft
F , die ihn um die Strecke Dr ver-
schiebt. Die Einheit der Arbeit ist
!
F [W] = 1 Joule = 1 J = 1 N m

m Q 1 J = 1 Nm = 1 kg m2/s2
!
Dr
Wenn die Kraft entlang der Verschiebung
Dann ist die geleistete Arbeit gleich nicht konstant ist, oder wenn der Weg
dem Skalarprodukt aus dem Kraft- gekrümmt ist, muss bei der Berechnung
und dem Verschiebungsvektor: der Arbeit anders vorgegangen werden:
! ! Es wird über „infinitesimale Teilarbeiten“
W = F × Dr = F Dr cos Q summiert bzw. integriert.
„Arbeit = Kraft • Weg“

1
Arbeit wird verrichtet
! Bsp: Eine Masse wird um die
Wenn am Punkt r der Körper
! um ein Höhe h angehoben.
„differentielles Stück“ dr verschoben
wird, dann wird dafür die Arbeit benötigt: !
! ! F
!
dW = F (r ) × dr m

!
Aufsummieren, d.h. Integrieren, G
über all diese Beiträge ergibt:
h
!
r2
! ! !
W = ò
!
r1
F ( r ) × dr

Potentielle Energie
! ! !
Die zum Heben der Masse erforderliche Kraft ist: F = -G = m g

Beim Heben ist die Kraft parallel zum Weg h und konstant, so dass die
Arbeit vereinfacht geschrieben werden kann als:
W = mgh
Die Arbeit W ist aufzubringen, um die Masse m in die Höhe h zu bringen. Dort
ist die aufgewendete Arbeit quasi „gespeichert“. Man sagt, dass die Masse ihre
potentielle Energie erhöht hat um den Betrag

Epot = W = m g h
Ganz allgemein ist:
„Energie = gespeicherte Arbeit“

2
Potentielle Energie
Bsp: Dehnung einer Feder. Eine Feder wird durch die Kraft F um die Länge
x gedehnt. Es gilt das Hooke‘sche-Gesetz:
F
D= Þ F ( x) = D x
x
Die hierfür aufgewendete Arbeit ist dann

é~
x
x2 ù
x x
~ ~ ~ ~
W = ò F ( x ) dx = D ò x dx = D ê ú
0 0 ë 2 û0

1
x
Also muss die Arbeit W= D x2
2
geleistet werden, um eine Feder um die Länge x
zu verlängern.

Potentielle Energie Durch Differenzieren ergibt sich:


Arbeit kann in Form von
dW ( x)
potentieller Energie z. B. in einer = Dx
Feder gespeichert werden. Durch dx
Entspannen kann die Energie
wieder freigesetzt und in Arbeit
Das ist wieder die Kraft auf die Feder,
umgewandelt werden.
wenn sie um die Strecke x gedehnt oder
zusammengedrückt wird.
Beispiel:
Die mechanische
Taschenuhr Allgemein gilt: Wenn man die potentielle
Energie W(x) als Funktion des Ortes x
kennt, dann kann man die Kraft berechnen
Allgemein gilt also, wenn eine durch
Feder um den Wert x gedehnt
dW ( x )
oder zusammengedrückt wird: F ( x) =
1 dx
W ( x) = D x 2
2

3
Potentielle Energie oder das Potential einer Feder
Anstelle des Begriffs „potentielle
4,5
Energie“ verwendet man oft auch
1
den kürzeren Begriff „Potential“. 4
Epot = D x2
3,5 2
3
Epot

2,5
W(x)

1,5

0,5

0
-2 -1,5 -1 -0,5 0 0,5 1 1,5 2
xx

Kinetische Energie Für die Arbeit dW entlang des


Wegelementes dx gilt dann einfach
Auf eine sich frei im Raum bewe-
gende Masse wirkt die Kraft F. dv
dW = F dx = m dx
dt
! dv dx
m F =m dt
! dt dt
v
Hieraus folgt dv
Nach dem 2. Newton‘schen Gesetz sofort: dW = m v dt
wird sie dadurch beschleunigt: dt
! !
! dv Nach der Kettenregel der Differential-
F = ma = m rechnung gilt für die Funktion v(t):
dt
Wir betrachten zunächst den
eindimensionalen Fall und können die
d 2
dt
( )
v = 2v
dv
dt
Vektorpfeile weglassen.

4
Kinetische Energie
1 1
Damit ergibt sich = m vB2 - m vA2
2 2
v
dv 1 d 2
=
dt 2 dt
v ( )
Wenn eine Masse m aus der Ruhelage
und für die Arbeit dW (vA = 0) bis zu einer Geschwindigkeit
vE = v beschleunigt wird, dann ist
dW = m
1d 2
(v )dt = m d (v 2 ) dafür die Arbeit
2 dt 2
1
W = m v2
Die Gesamtarbeit erhält man
wieder durch Integration über
2
alle „Einzelarbeiten“:
erforderlich. Diese Arbeit ist in
vB Form von „kinetischer Energie“ in
W =
1
( )
1
m ò d v2 = m v2
2 vA 2
[ ] vB
vA
der bewegten Masse gespeichert.

Umwandlung der Energie

Eine sich mit der Geschwindigkeit v bewegende Masse hat also die kinetische Energie
1
Ekin = m v 2
2
Um die Geschwindigkeit einer Masse zu ändern, muss man also entweder
Energie zuführen (z.B. durch den Motor beim Auto) oder entziehen (z.B. durch
Bremsen).

Es gilt: Kinetische und potentielle Energie können ineinander umgewandelt werden.

kinetische potentielle
Energie Energie

Beispiel: Wenn die Masse m in die Höhe h gehoben wird, dann hat sie potentielle
Energie gewonnen. Lässt man die Masse wieder fallen gewinnt sie offensichtlich
kinetische Energie.

5
Energieerhaltung

Satz von der Energieerhaltung


Potentielle und kinetische Energien können ineinander umgewandelt
werden. Dabei gilt immer: Ekin + Epot = const.

Beispiel:
1 2
Eine Masse befindet sich in einer Epot
Höhe h über dem Boden in Ruhe.
Dann läßt man die Masse fallen.
Frage: Mit welcher Geschwindigkeit
trifft sie auf dem Boden auf ?
h

v Ekin

Energieerhaltung
2 Beim Auftreffen auf den Boden
1 2 ist die potentielle Energie ver-
Epot schwunden, die Masse ist aber
auf die Geschwindigkeit v be-
schleunigt worden. Dann gilt für
h die Energien
v Ekin Epot = 0
(2)

1
(2)
Ekin = m v2
2
1 Die potentielle Energie in der
Höhe h ist Aus dem Energieerhaltungssatz
folgt sofort
(1)
Epot =mgh (1)
Epot + Ekin
(1)
= Epot
(2)
+ Ekin
(2)

Da die Masse in Ruhe ist, hat 1


sie keine kinetische Energie m g h = m v2
2
(1)
Ekin =0

6
Energieerhaltungssatz
1 2 Die Geschwindigkeit beim Auftreffen auf
Epot
den Boden ist also
v = 2gh
h
v Ekin Dieses Ergebnis kann man auch mit den
Methoden der Kinematik erhalten, die
Berechnung über die Energieerhaltung ist
hier aber wesentlich einfacher.

Wie wir schon vorher gesehen haben ist die


Geschwindigkeit unabhängig von der Masse
m des fallenden Körpers, d.h. wenn nur die
Gravitationskraft wirkt, dann fallen alle
Körper gleich schnell.

Versuche

„Springende Kugel“

Eine Stahlkugel wird aus der Höhe h auf eine Stahlplatte fallen
gelassen. Nach dem Aufprall springt sie fast wieder auf die
ursprüngliche Höhe. Potentielle Energie wird in kinetische
Energie umgewandelt und umgekehrt. Aber nicht vollständig

„Hemmpendel“

Die Kugel des Fadenpendels schwingt auf beiden Seiten auf die
gleiche Höhe h, unabhängig von der Position des Hemmstabs.
In dieser Höhe ist die kinetische Energie
vollständig in potentielle Energie umgewandelt worden.

7
Anmerkung zum Energieerhaltungssatz Der Energieerhaltungssatz
Bisher haben wir nur zwei
Erscheinungsformen von Energie
Ekin + Epot = E = const .
kennen gelernt. für die „mechanische Energie“
eines Systems gilt nur unter
Versuch: „idealisierten“ Bedingungen !
Wenn das Pendel
ausgelenkt und los- Ganz allgemein gilt
gelassen wird, dann
beginnt es zu Ekin + Epot + E"andere" = E
schwingen.
Mit der Zeit nimmt Dabei bezeichnet E“andere“ die
die Amplitude aber bisher noch nicht behandelten
ab, bis das Pendel Energieformen.
wieder in Ruhe ist.
Beispielsweise gibt es noch
Reibungskräfte, die zu Wärmeverlusten
Sowohl die kinetische als auch die führen. Wärme ist ebenfalls eine Form
potentielle Energie sind „weg“ ! von Energie.

Anmerkungen zum Energieerhaltungssatz


Jetzt wird definiert: Epot = 0 wenn sich
Genau genommen ist die poten- die Masse in der Höhe h befindet. Also
tielle Energie eine relative Größe. gilt für die Gesamtenergie: E = 0.
Ihr Nullpunkt kann frei gewählt
werden. Beim Fallen wirkt die Kraft F = –mg.
Am Boden gilt nach dem Durchfallen
Beispiel: Wie vorher der Höhe h mit dem
Energieerhaltungssatz:
1 2
Epot

(1)
Epot + Ekin
(1)
= Epot
(2)
+ Ekin
(2)
=E
1
h 0 + 0 = -mgh + m v 2
2
v Ekin d.h. es ergibt sich wieder das bereits
vorher berechnete Resultat.

8
Bewegung im homogenen Gravitationsfeld der Erde

Die potentielle Energie war: Epot= mgh; sie hängt nur von der Höhe h ab.
!
! ! !
r2

!
r2
WA =
!
ò ( r ) × dr
F
r1 , A
!
B ! ! !
r2

! ! !
WB =
!
ò ( r ) × dr
F
F (r ) = mg
r1 , B

h Beim Aufstieg zur Zita-


A delle ist die benötigte

!
Arbeit unabhängig
davon, ob der Weg A
r1 oder B gewählt wird,
d.h. WA = WB .

Potential und Vektorfeld


Das Potential wird in der Regel
mit U(x) oder V(x) bezeichnet. Um æxö æ F ( x, y , z ) ö
aus dem Potential die wirkende ! ç ÷ ! ! ç x ÷
Kraft (z.B. die Federkraft) des
r = ç y÷ F (r ) = ç Fy ( x, y, z ) ÷
çz ÷ ç ÷
Systems zu è ø è Fz ( x, y, z ) ø
berechnen gilt:

z.B. : Die Kraft F ist ein sog. Vektorfeld,


dU ( x) U ( x) = 12 Dx 2 dessen drei Komponeten durch die
F ( x) = -
dx Funktionen Fx(x,y,z), Fy(x,y,z) und
F ( x) = - Dx Fz(x,y,z) gegeben sind, die jeweils
wieder von den drei Variablen x, y
und z abhängen.
In drei Dimensionen ist die Kraft
F ein Vektor, dessen Komponenten
vom Ortsvektor r abhängen.

9
Die Oberfläche einer Landschaft ist zweidimensional, die Höhe z über dem
Meeresspiegel (NN = Normal-Null) ist eine Funktion von x und y :

z = f ( x, y) Þ U ( x, y )

!
- ÑU ( x , y )
Höhenlinien = Linien mit gleichem z

Gradient = „Richtung des steilsten Anstieges“

Gradient
Symbolisch schreibt man ihn häufig
Es lässt sich mathematisch beweisen als „Vektor“ æ ¶ ö
dass folgendes gilt: ç ÷
! ! ç ¶x ÷
! ç ¶ ÷
Eine Kraft F (r ) ist konservativ, wenn Ñ=
! ç ¶y ÷
es ein Potential U (r ) gibt, mit
! ! ! ! ç ¶ ÷
F (r ) = -ÑU (r ) ç ÷
è ¶z ø
Dabei bedeutet die rechte Seite:
æ ¶U ö Wenn dieser Operator auf eine skalare
ç ÷ Funktion U(x, y, z) wirkt, dann wird
ç ¶x ÷ der Gradient von U gebildet. Häufig
! ¶U ÷
ÑU ( x , y , z ) = ç ! auch die Schreibweise:
findet man
! !
ç ¶y ÷
ç ¶U ÷ ÑU (r ) = grad U (r )
ç ÷ In der Regel kann mit dem Nabla-
è ¶z ø operator wie mit einem Vektor
!
Der Operator Ñ wird „Nablaoperator“ gerechnet werden.
genannt.

10
Arbeit aus dem Potential

!
dr
! ! !
! C F (r ) r2
r1 !
r

Mit einem Potential U läßt sich die Arbeit sehr einfach berechnen:
! !
! !r2
!
r2
! ! ! ! !
W = ò F (r ) × dr = - ò Ñ U ( r ) × dr = U ( r1 ) - U ( r2)
! !
r1 ,C r1 ,C

Sie hängt nur noch vom Anfangs- und Endpunkt ab. Die Existenz eines Potentials U und die
Unabhängigkeit des Linienintegrals W vom speziellen Weg C sind also äquivalent. Das
Potential ist nur bis auf eine additive Konstante festgelegt ( Þ Nullpunkt der potentiellen
Energie frei wählbar).

Energiesatz in 3D
Wir gehen vom 2. Newton‘schen
Axiom aus:
Die Summe aus der kinetischen und
! ! ! !
m"r" = F (r ) × r" der potentiellen Energie ist in konser-
! ! ! ! ! vativen Kraftfeldern konstant.
m"r" × r" = F (r ) × r"
Die Kraft sei konservativ,
! ! ! ! Diese Betrachtung liefert also auch die
also F (r ) = -ÑU (r ) Bedingung, unter der die mechanische
! ! ! ! !
m "r" × r" = -ÑU (r ) × r" Energie erhalten bleibt.
d æ1 ! ö d !
m ç r" 2 ÷ = - U (r (t ) )
dt è 2 ø dt Es ist daher fundamental, konservative
d æ 1 !2 ! ö und nicht-konservative Kraftfelder zu
ç m v + U (r ) ÷ = 0 identifizieren.
dt è 2 ø
1 !
m v 2 + U (r ) = E = const.
2

11
Leistung

Die auf die Zeit bezogene Arbeit ist als Leistung


definiert:
dW
P=
dt
„Leistung = Arbeit pro Zeit“

t1
Damit ist die Arbeit auch W = ò P(t ) dt
t0

J Nm
Die Einheit der Leistung ist: [ P] = 1 = 1 = 1 Watt = 1 W
s s
früher : 1.36 PS = 1 kW

Stöße und Impuls


Bewegte Körper können untereinander Stöße ausführen. Dabei ändert sich im allgemeinen
deren Geschwindigkeit und Richtung.
! !
m1 , v1 m1¢ , v1¢

Wechselwirkungs-
! !
m2 , v2
bereich
m2¢ , v2¢
Zur Beschreibung dieses Phänomens definieren wir den Impuls (eigentlich haben wir das
schon bei dem 2. Newton‘schen-Axiom):

" " "


p = m v = m r!

12
Stoß
Daraus folgt wie bisher
(2. Newton‘sches Gesetz)
" " " "
! t<0 F = m !r! = m v! = p!
v1 > 0 m2

Beim Stoß ist der Kraftverlauf


m1
!
! v2 = 0
!
t=0 - Fs ! Fs
Fs harte Kugeln
(Stahl)
m1 m2
t>0
weiche Kugeln
m2 ! (Gummi)
v2¢ > 0
!
m1 v1¢ > 0
0 t

Kraftstoß t2
! !
Dabei gilt für den sog. „Kraftstoß“
! ! ò F dt = Dp
ò (t ) dt =
F
Stahl Gummi
ò (t ) dt
F t1
d.h. durch den Kraftstoß wird der
Impuls einer Masse verändert.
Was bedeutet der Kraftstoß
Es gibt zwei prinzipiell unterschied-
!
ò F (t ) dt
liche Arten von Stößen:
physikalisch ?
1. Der elastische Stoß
dabei bleibt die mechanische
Nach dem 2. Newton‘schen Gesetz
Energie erhalten.
ist
! !
! ! dv
F = m "r" = m v" = m 2. Der inelastische Stoß
! ! dt dabei wird ein Teil der Energie
m dv = F dt
! z.B. in Wärme umgewandelt
! 2 !
v2 t
! ! !
m ò dv = ò F dt = m (v2 - v1 ) = Dp
!
v1 t1

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Beispiele Kraftstoß
Beispiel: Die Ramme M

Aus der Höhe h wird die Masse M


auf dem Pfahl fallengelassen. Nach h
dem Aufprall wird sie in der Zeit Dt
gestoppt. Wie groß ist die Kraft F ?

t1 t2 = t1 + Dt

Ramme

Die Geschwindigkeit beim Aufprall ist: Mit v2 = 0 folgt:


1 2 M v1 M 2 gh
v1 = g t1 , h = g t1 F= =
2
Dt Dt
2h
Þ t1 = v1 = 2 gh Zahlenbeispiel:
g M = 1000 kg,
h = 8.5 m,
Dt = 0.01 s
Berechnung der Kraft:
t2 Einsetzen liefert

ò F (t ) dt = F (t
t1
2 - t1 )
F=
1000 2 × 9.81 × 8.5 kg m
0.01 s2
= F Dt = M (v2 - v1 )
= 1.3 ×10 6 N

14
Was passiert das nächste Mal?

Impulserhaltungssatz

Couleurbox

Schwerpunkt

Gida

15