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fflemagne,/ Germany / r/c, /g, '/Ef Ï
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Kritlscher Kommentar zum Entwurf einer
Regional- oder Mj-nderheitensprachen

Vorbemerku4g:

Nach mehrjâhr.igen Vor.to"l*en,an denen auch[u.t *."".-d dieses


Kommentars als GeneralbeiÛ{ohterstatter der zustândigen Kommission
des Europarates mitgewirkt hat ( 1 ) , irat eine ExpertengruPpe mi t
Mehrheit am im Rahmen des KomiLees ftir kulturelle
und soziale Angelegenheiten , lBerichterstatter Herbert Kohn (2) einen
Entwurf einer Europâlschen Charta der regionalen oder Minderheits-
sprachen in Europa - gemeint der Mitgliedstaatenjes Europarates -
erarbeitet. Die Mltqlieder dieses Komitees df,tÉ?Ëêl&. ten arn
ihren Entwurf der Standing Conference of Local
und Regional Àuthorities of Europe (3) und man war damals der Meinung,
daB nachdem das Vorbere itungskomitee mit eher starker Mehrheit den'
Entwurf einer solchen Europâischen Charta der regionalen oder Minder-
heitssprachen gu-tqeheissen hatte, dann auch die Standing Conference
' dfàtu<a,f>'t
diesen Entvrurf {dtheissen wiirde. Der En+-wurf dieser Europâischen
, . ÇjrartaJùr r.gi;;;il-;; Minderheitssprachen bildete dann den
r{" lv t 9a-tdl
'? CêSCÉÈ!g45J der Beratungen der Standing Conference in StraPburg
vo* @ Uberrascirenderweise wurde aber auf
dieser 22. sitzunq der standinq Conference <ler von dem Komitee
ftir kufturelLe und soziale Angelegenheiten unter Herbert Kohn
ausgearbeitete Entvrurf einer charta.'nicht angênommen und auf Antrag
des Biirgermeisters von cenf , u"r{l{?frmiffi\on der
( tranzosrschen Regierung \uorgeschickt war, die von vorneherein
\ ! . t , a .
- ^l- --
'

e i-ner solchen Charta nicht sitiv gegeni.iberstand, zurtickgestellt .

I'- a* 30 . November I lfulwurde


' von der Stand ing' Conf erence ( 4), einq^
etv ûA-h1,v{L
'^

ReihevonAbânderun9svorsch1â9enregistriert,die@von6rû2l-r-t
vertretern Griechenlands kamen und o.t"T;"Ê3i*fi,,*:t., den schutz
der reqionalen
- oder Minderheit.ssp:-achen
- einzusciiÈânken. Die rein
ûrv<,;,'-ry:,q-*t- fr.f,+<^r.ig
f ormale/ Ausf ellung d ieser $ttr.êgg iâsst allerdings ein solches
ZieIm".wej.teIAbânderungsvorSch1â9ekamenvonMit-
gliedern der 'franzôsischen und der dânischen Delegation. Die Ver-

-
-2-

treter Griéëhenlands und Dânemarks wandten sich insbesondere gegen


den Entwurf in Art. 13 betreffend die Berichte des bzw. der ExPerten-
komiÈees betreffend die Anwendung der Charta (5).

In iterer Folge $rurden dann d ie e inz elnen Bestimmungen d.: Ent-


rrre

wurfes ûberarbeitet und schlieBlich gelang es auf der Sitzung vom


15. 17 .14ârz 1988 der Standing Conferenc er
geplanten Charta fûr die Mitgliedstaaten des Europarates zv kommen,
nachdem zuvor am 16.Mâtz 1988 in einer lângeren Dlskussion die Grund-
lagen fti@hluBfassung ge_sctjglf (6). I"tit
groBer Mehrheit wurde, unter Bedachtnahme auf die Abânderungs-
vorschlâge, der Entwurf der Charta angenommen, doch kann nicht
ûbersehen werden, daB einige Lândervertreter sich in der Diskussion
gegen die Charta wendeten und sie ablehnten.

Es kann aber keinesrrlegs davon ausgegangen werden, daB heute i:n Rahmen
der zustândigen europâischen Gremien reine Freude iiber den BeschfuB
elner. derartigen Charta bestehe. So hat insbesondere der Conseil
de la Cor.ununautê Française am 3. Junl 1988 wie iibrigens schon vor-
her der belgj.sche Senator Hermqn SqyHhg rûssel -s ich
einen môglchen Mj-ssbrau.ch gewendet, *
'. sie im ûbrigen volf_y_glLgll.lg'lJ
wenn .:I-nt:enii.one r^terden
kônnte. Es wurd darau e!.riesen, daB diese
a eine das Franzôsische benachteiligende Auswirkung auf die
-
Flamen in Nordf rankre j-ch (7 ) auf die EIsâsser, die ;Bretonen und
andere Mlnderheiten haben kônnte, die dann plôtzlich einen effektiven
sihutz ihrer sprache und ihrer Kultur verlangen htilrden. Die in der G).
Charta festgelegten Rechte der Minderheiten seien wesentlich umfang*-Vù2ft
reicher als die Rechte,die , heute in Frankreich dLese Minderhelten
habèn und die Charta sei kelneswegs so unschuldig wie sle aussehe '-o

.'.-''-'.'.'!.'_--...
und es kônne dann sein, da$ in Belgien das Gebiet von Les Fôurons/
Voeren zu !{allonien geschlagen wtirde' was allerdings de -
ratsabgeordnete aus Belgie3 I(tU-pSrx
-b.*ri+-.
7,u erwâhnen wâre f erner noch , daB, obwohl in dem Entwurf der
Charta nicht ,erwâhnt, auch das Europâische Parlament s_ich mit einer
vergleichbarsn Charta beschâftigt -he.t UId zwar sginerzeiL dPJSh
den __i!el ienischen so z ialdemokrat schen abg"otdt"t"t
j- At{ê ,
den Abgeordne Kui'ipers und.basierend auf diesen Arbeiten vor
allem durch den deyrt,schen Ab-geordneten zum Europâischen Parlament
. p.anz T.udwig Graf en Stauf fgnberg , der im "AusschuB f tir Recht und

Bûrgerrechte,,desEuropâj.schenPariaments
gfuppenrechte in den Staaten der Europâischen Gemeinschaft vom
lffii"llr.i"*:..r_ar= eine sehr ausriihrri:he Besriinduns t"*
l,È
von ihm dann noch ft 5.Mai 1988 wurde (8) .
nachgereicht
I
II ) Die zu beiahende Bedeutun des Entwurfes'einer Charta der reg ional en

oder Minderhe it ss achen in Europa vom 17 .Mârz 1 988

Hervorgehoben muB bterden, daB es sich bei dem in Rede stehenden


Entwurf der charta - im f.olgenden \rrird r:ur diese Abkiiizung gebraucht -
um ein Jahrhundertwerk handelt, auci.r wenn nicht iibersehen werden
kann, welch groBe Leistungen der EuroParat , sei es die Parlâmentarische
versanmlung, sei es das Ministerkomitee, seien es auch die einzelnen
îe ilorganisationen, Kom[issionen und Komitees auf anderen cebieten
erbracht haben. Wir denken. dabei natùr1ich in erster Linie an die
puropâische Konvention der Menschenrechte und Grundfreihej.ten (9),
die aber iiberraschenderwe ise kaum einen schutz von sPrachminder-
heiten und sprachgruppen, noch auch von ethnischen Minderbeiten (Vo1ks-
gruppen) kennt, wenn man von ganz bescheidenen Ansâtzen absieht' Der
Ausdruck Jahrhundertl|erk ist sicherlich nicht unberechtigt r zumindest
dann nicht, wenn die in'Rbde stehende charta tatsâchtich auch sowohl
die Parlamentarische versammlung wie auch das Ministerkomitee Passieren
sof.Ite, vorausgesetzt natiirlich, caB dann auch die einzelnen Mitglied-
staaten des EuroParates (insge sant- 22 Staaten) fiir ihren Rechtsbereich
die charta annehmen sollten. Aileir: jjn EuroPa der zwôlf (El{G) Ieben
-4-

32O Mio. llenschen und 40 Mio, davon gehôren der elnen oder anderen
Sprachminderhelt an. Die Spracbminderheiten in den MitglledstaateD
des Europarates sind noch erheblich bedeutsamer als in jenen der
EG. tlber die Sprachgruppen in den Mitgliedstaaten der EG (bzw. des
EP) gibt es eine vom EP in Auftrag gegebene monumentale Studie des
ïtal ienische_n Staulstischen Zentralamtes (1O), wi{hrend fûr das iibrige
Europalund zwar sowohl den Bereich von Staaten die dem EuroParat ange-
hôren wie fiir Osteuropar eLne Fiille anderer statistlscher Unterlagen
vorhanden slnd, dles aus neuester Zeit,vor a1lem von Gunnemark Kenrick
(11) und l,eo8 Ëatava (12) und fùr osteuropa die Handbùcher von
Stephan Horak (13).

Àngesichts der zahlenmâssigen, zum Teil aber auch Potentlell ausser-


ordentlich bedeutsamen ethnischen und sprachlichen l,tinderheiten
im westlichen Europa kommt einem schutz von cleren Sprachen grôBte
Bedeutung zur. zumal Sprachen zugleich auch Ausdruck von Kultur-
traditionen sind, die mannlcht ûbersehen darf. Wenn z.B. die neu
gegrùndete union du Peuple Alsacien ftr das ElsaB und bis zu
e i nem sewi s se n crad aucir ttl)ç!f||jS lo rhr in;gr"**JÈ,
ii,r"^ umf as se nden
politischen Programn (14)Ô 31!9't, daB die'EgllggCgr der elsâssischen
Identitât ven ej.ner sprachlichen und kulturelfen Àhtonomie abhàngt
und elne tausend j âhrige ethnisçhe,-gesçhicirtliche- uryd sprachliche
-gv-- 4t .*{- ù'r,.-9 , ,'.-l cl-ub H c',rr, oç'l- - ltt\'.v'rè -
Gemeinschaft auf dem anàéè't'arifr"téii Héimàtboden / yolhanden ist und auf-
recht erhalt,en werden muB, so wird man nur- anhând allein schon
dieses Beispieles der Tatsache inne, wie wichtig die Erhaltung und
Entfaltung der ethnischen Kulturen ist. Man kann aber in bezug auf
das freiheitl-ich-demokratische Europa , also den sogenannten westen
d.i'ese Kultufl.rerte tlberaLl feststellen und der manchmal ziemlich harte
Po't"'^ &'l-.
Kampf um a.n/-réîiËéJâSd soLcher Kulturwerte , dies als sPrachkultur-
!ùerte, i"t ,rlîllGi!Éender Bedeutung fùr die Erhaltung Europas ûber-
haupù. Man braucht dabei..nur an die vielen ethniscben und sprach-
Iichen cemeinschaften in Italien zu denken (15), an jene in SPanien
(16), an jene in der "viersprScfigen QchweiT"r êrljene in ôsterreich
(17) , um nur einise *"r,ig"Îâf.*"b'SÈH, Ëry"t aber in
Osteuropa ein ganzer Teppich von sprachllchen und ethnischen Minder-
heiten vorhanden und gibt es dort tiberhaupt keinen monoethnischen
Staat, auch wenn beispielsweise die heutige rumânlsche Regierung
den Ver"rr"nl *""F|f"t Sysrematj-sierung die boden-
stândigen ethnischen und"on.n.nnten
sprachlichen Minderhej-ten auszulôschen.

Angesichts dieser europâischen kulturellen und sprachlichen Viel-


falt ist der vorliegende Entwurf einer Charta von ungemein gfo3er
Bedeutung und kann gar nicht hoch genug eingeschâtzt sein, denn J
wie sich aus der prâamber ergibt, lst es das zlel d.es Europarates,
zwischen sei.nen Mitglledern die rdealë und Grundsâtze des gemeinsamen
Erbes zu bewahren und zu fôrdern , nur besteht die Gefahr, daB gewisse
regionare oder minoritâre sprachen verschwinden und dadurch rradition
.

und kuLturerrer Rer.chtum Europas geschhrâcht. werd.en. rn der Einleitung


wird auch noch gesagt, daB die Bevôlkerungen - gemeint Vôlker -
das. Recht haben, si-ch in ihrer regionalen-oder Mlnderheitssprache aus-
zudrûcken, dies im privaten wie im ge sel]sôhaftlichen Leben , wobei
auch auf den'.Weltpakt ûber die zivilen und politischen Rechte und
ltuf die Europâische Kgnventiçn-_dgl Menschenrechte und GruiElreiheiten
wie auch auf die Schlqllakte der xSzE hingewiesen wird. Nach dieser
grundlegenden Feststellung folgen dann in der Charta à]-" einzelnen
Bestimmungen fum deren Durchfthrung es geht.

rn den allgemeinen r wird der Begriff ,,re-


Bestimmungen des TeiLes
gionale oder Minderheitssprachen " nâher umschrieben ,wobei die zahren-
mâssige Minderheit der sprecher dieser sprachen gegeniiber der zahlen-
mehrheit der cesamtbevôlkerung herausgestrichen wird, auf die
territoriale Àbgrenzung des Gebrauches einer solchen sprache hinge-
wiesen wird und auch der Begriff Diskriminierung im sinne der wert-
weit anerkannten Formurierungen, umrissen wird, da ja jede Diskrini-
nlerung des Gebrauches elner sprache einer sprachminderheit unzurâssig
und zu verbieten ist,
Dle allgemeinàn gestimnungen der chalta geben sehr treffende Definitionen
zum Begriff "regionale oder Minderheitenspraciren " "éàÈinlétrÉna, d.a8 es
sich um sprachen handeln muB, die auf einem bestirunten Territorium
von bestinmten staatsangehôrigen gesprochen brerden, die eine zahr-en-
mâsslg kleinere Gruppe gegenùber dem Rest der Staatsbevôlkerung dar_
'stell-en und deren sprachen von jenen oder jener sich unterscheiden,
die von dem ResÈ der staatsbevôrkerur.g gesprochen
* ",tru.@LD ntion ge-
nannt) kelnerlei Beeintrâchtlgung gegenii-ber Bestinnungen darstellen

-t
-6-

dtirfen, die in bezug auf die Rechtslage der bereits in dem be-
treffenden vertragsstaat vorhandenen Minderheiten giinstiger sind.
Dlese Art einer Mei stbegtnstigungskrausel verdient besondere Hervor-
hebung.

Àls besonders begrùssens!'rert muB man ansehen die Ànerkennung der


regionalen,oder Minderheitensprachen {Art. 5) als Ziel der Charta
und die Achtung des geographischen Umfelds jeder dieser Minder_
heitssprachen dahj.ngehend, daB Verwaltungssprengelgrenzen kein
Hindernis gegeniiber einer regionaren oder Minderheitssprache und
ihrer Fôrderung bieten dùrfen. cemeint sind damit offenkundig Fâr1e
vtie tn Kârnten, wo die Grenzen der politischen Bezirke in einer Novelle
zur Landtagsriahrordnung so gezogen wurd.en, daB in zukunft nie mehr
ein Àngehôriger der slowenischen Minderheit auf einer Minderheiten-
parteiliste in den Landtag gewâhtt vrerd.en kann.
.SehrwichtigsindauchdietibrigenBestimmungen@odurch
j ede Di skr jminierung bezûgl ich de s Gebrauche
s der Minderhe its -
sprachen iJn Geiste der Europâis onvention l"lenschgnrechte
u"'d Grundfreibeiten zu verbieten ist und die Minderheits- una
njiÀn
sprachen hinsi.chtr.ich ihres miindlièhen wie schriftrichen cebrauches
im gesamten, ôffentlichen, soz ialen und. $rirtschaftU_chen Leben zu
fôrdern sind, diese Sprachen gelehrt und erforscht vrerden sol'en,
den Einwohnern
rdle diese sprachen in einem Bezirk nicht behe*schen,
d ie Môglichkelt geboten werden so11, diese regi-onaren oder Minder-
heitssprachËn zu erlernen' 'Toreranz geEeniiber diesen sprachen zu
pflegen ist und grenzùberschreitend diese sprachen so zu praktizieren
sind, wie sie i.n den Nachbarsprachen entwickelt wurd.en und gehand-
habt werden .
rn Abschnitt rrr finden sich dann detaillierte vorschriften iiber
den unterricht in der uinderheitensprache oder den MinderheiÈen-
sprachen rin Àrt. 6, hingegen ist der Gebrauch dieser Sprachen im
ôffentlichen Dienst ,voi den Verwaltungsbehôrden und vor Gericht
geregelt, sodaB di.ese sprachen auch dort anzuwenden sind und zwar
bis hinauf zu .den Berufungsinstanzen.
Art. I begùnstigt die Verwendung der Regional_ oder Minderheits_
sprachen in .den Massenmedi-en einschr"ie8lich des Fernsehens womit
,
weitgehend Neuland beschritten wirci. rrn allgemeJ.nen haben heut,e
in
Europa die SPrachminderheilen nur in ganz bescheidenem AusmaB
auch Sendungen in ihrer eigene n Sprache.

Da das sprachenrecht in mehrsprachigen Staaten in hôchstem Àus-


rmB eine Angelegenbeit der XulturPolitik ist steht ln Art' 9,
daB die kulïurellen Aktivitâten und Einrichtungen htie z'B'
Bibliotheken, Videotheken, Kulturzentren, Museen, Àrchive,
Akadernien, theater, xinos us'i. sowie die Buch- und FilnProdukti.on
volksfeste usvr. so zu fôrdern sind, daB dort tberall auch die Minder-
he its sprache ihren gesicherten Platz hat. Nichù wird dabei ûber-
. sehen, da8 die vertragsstaaten auch im Àusland in ihrer Kul-tur-und
sprachenpolitlk auf dieqe MinderheitssPrachen Bedacht nehmen so11en.
, ; ,r---I*,*-'t .,u {J'"1,o";
V{"1,i'i"utich lst :.n atUt. 1o auf das wirtschafts- und sozialreben
*1
Bezug genomm€nr das unter Umstândqn erade beim Minderheltenschutz çt-
von qroBer Bedeutun l-n rden auch srenzûberschreitende /"i*"t
hutzmaB und unqsmagnahme., Ii="ot*i,m*qef asst. Hièbei C
wird man \^roh1 auch auf die absolut ftihrenden Arbeiten der Arbeits-
trh{/ von
geme inschaf t Europâj,scher Grenzregion
3r-serL haben
XarI Ahrens hinzuhteisery
AGEG)Ànter der Leitung
naDel ( 1 I ) a V
aj*'*- 'otq,rViy^
V'"ffa v,,^^

Nicht unr^richtig erscheint Art . 14 , wona.B&pertenkomitee vom


MinisterkomiteedesEuroparateseinz|tTicht",,ffidie
Dauer von 6 Jahren einberufen ist und zwar aus je einem Mit-
glied f iir j e e j.nen Vertrags staat . um iiber die Ourc[€ûltrg.g der
Charta zu wachen.

In den schluBbestilunungen , Àbschnitt v sind wej.t.ers keine besonderen


Vorkehrungen getroffen, ausser rein formel-]e (siehe aber unten unter IE/5)
Alles in allêm lst die Charta ein ausserordentlich geej.gnetes In-
strument um den regionalen- oder Minderheitssprachen im Bereich
des Europarates grundLegende Erhaltungs- und Entfaltungsrechte zu
siqhern. Die Annahme dieser mit vieler Mtihe erarbeiteten Charta durch
dj,e entsprechenden Gremien des Europarates ist daher in jeder Hin-
sicht von gfôBter wichtigkeit und mùsste auch von der FUEV vorange-
trieben werden.
-8-

III) Kritische Anmerkunqen zu dem Entwurf der Charta


So begriis senswert der Entwurf der Charta ist, miissen doch mancher-
lei kritische Bemerkungen dazu gêmacht werden, auf welche noch be-
sonders Bedacht zu nehmen sein rtird, dies zumindest bei der Àn-
wendung, teilrielse verdient aber diese Kritik auch Berticksichtigung
im Rahmen einer zusatzkonvention oder einer Ergânzung der vorliegenden
Charta.
1) Dl.e Charta. lst eine reine Sp.rachencharta

Irlie schon aus der Bezeichnung hervorgeht, sieht die Charta einen
Schutz der regionalen oder Minderheitensprachen in den Mitgliecl-
staaten des Europarates vor, aber keineswegs einen Schutz der
ethnischen Minderheiten (Volksgruppen) als solcher. Nun besteht
aber zwj.schen Sprachgerne j.nschaf ten und ethnlschen Gemeinschaften
schon vom begrifflichen her ein gro8er Unterschied rwobei in vielen
Fâllen der Umfang einer ethnischen Minderheit (Volksgruppe, Nationau-
tât) vresentlich grëBer ist al.s jener von Sprachgruppen ' aber auch das
Umgekehrte komnt vor. Man braucht nur daran zu denken, daB z.B.
clie ,luden in der so$rjetunion , aber nicht nur in dieser, vielmehr
auch in den westlichen Staaten Europas keine Sprachgemeinschaft
mehr darstellen, seitdem das Jiddische mehr oder weniger erloschen
ist,wohl aber a1s ethnische, fiir manche auch als rassische Gemein-
schaft sehr exakt umschreibbar sind. Die Literatur dazu ist in letzter
zeit aus selordentl ich angewachsen und beachtlich (19). Auch dle
zigeuner bzhr. Roma und sinti sinil heute fast ni.rgendwo in den htest-
lichen Staaten Europas noch ej.ne Sprachgemeinschaft, dies aus den
verschiedensten Grtinden, aber daB sie ein elgenes volk bzw. ent-
sprechende Volksgruppen darstellen, darûber kann es kaum einen
zweifeL geben. Durch die Charta werden aber diese Gemeinschaften
mangels einer von ihnen im tâglichen Leben gesprochenen SPrache
tiberhaupt nicht geschùtzt.

Daher ist der Vorschlag Stauffe betreffend eine Charta der


Volksgruppenrechte in den Staaten der Europâischen Gemeinschaft
Nr. PE 121 .212 und PE 121 .212 B wesentlich besser und wirkungs-
voller als die hier in Rede stehende Charta und es wâre unbedingt
,Jq il" {, tJ*ffiii[$eù Ë[

-9-

darauf hlnzuarbelten, diese 1n EP im AusschuB fur Recht und Btirger-


rechÈe elngebrachten Resolutlonstexte auch fiir deri Europarat nutz-
bar zu machen- Es sei nicht ûbersehen, da8 auch beim EP (EG) frûher
(Arfê-Bericht und Kuij pers-Bericht) auf die Minderheltssprachen
Bezug genomrnen wurde und nicht auf die ethnischen Gemeinschaften und
auch das nicht vreniger als 252 Seiten umfassende Docunent "Linguistic
Minoritles in Countries belonging to the European Comunity " der
Comnission .of the European. Comunities , Luxemburgrvom Jahre 1986
der EG, ausgearbeitet vom fstituto della Enciclopedia IÈaliana in
Rom , das bis ins letzte Detail geht, ist ein Dokument betreffend
Sprachminderheiten, aber nicht Volksgruppen und ethnische Minder-
heiten (2O). Unter den dort angefiihrten Sprachen kommen daher zwar
das Albanische in Italien oder das Friesische in der Bundesrepublik
Deutschland und ln den Niederlanden , das Furlanlsche in Italien,
auch das Ladinische in ltal"ien , soga! das Sardische in ftalien oder
das Polnische in der Bundesrepublik Deutschland, wortiber man auch
anderer Meinung seln kann vor, aber nicht das Jiidische und nichÈ-
die Z.igeunersprache (Roma.und Sinti) , allerdings auch nicht Skâne
ln Bornholm und eigenartigende j.se auch nicht das Fârôj-sche. So he!-
vorragend diese UnÈersuchungen auch sind, behandeln sie ebenfalls
nur Sprachenfragen .
Daher ist der VorstoB von Franz Grafen Stauffenberg beim Ep von
so besonderài gedeutrrrrg, dâ sein Entwurf eine Charta der Volksgruppen-
rechte in den Staaten der Europâischen Gemeinschaft zum Ziele hat.
Sie ist auch als solche offiziell bezeichnet.
2) Fehlbezeichnung bezûg1ich Minrierheitensprachen

Obwohl heute europavreit und zwar auch in den Ostblockstaaten der Aus-
druck "nationale llinderheiten" ausser tlbung kommt und e tr^ra die FUEV
schon seit ihrer Griindung sich nur als Union Europâischer Volksgruppen
nlcht etwa europâischer Minderheiten bzw, nationaler Minderheiten
bezeiôhnet und das auch id ihrer englischen und franzôsischen Version
anal-og zum Ausdruck konmt (Comnunautês Ethniques oder Nationatities)
geht die Charta noch von dem iiberholten und. in den meisten Mitglied-
staaten des Europarates gar nicht mehr angexrendeten Begriff "Minder-
heit " aus. Zvrar kann rnan rwenn es sich um Sprachg.ruppen rninoritârer
Natur handeit, sicherlich/ duch noch Cen Àusdruck Sprachminderheit ge-
-10-

brauchen und er koruBt ja auch sonst noch gelegentllch vor, aber in


den letzten'iahren haben sich hier !{andlungen vollzogen, auf die Be-
dacht zu nehmen ist. GewiB, auch in der UNO gibt es noch den Aus_
druck Minderheit in Form von sprachricher Minderheit oder ethnischer
Mlnderheit - nationale Mlnderheit ist ausser ubung gekorunen, da auf
Nation, a1so einen politischen Begriff hlngeordnet - aber in der
Charta sollte man doch besser von Volksgruppen sprechen, also im
Englischen von Ethnic Communities und im Franzôsischen von
Communautês Ethniques auch wenn Sprachminderheiten gemeint si-nd.
'
Der Grund liegt in den vorhin erwâhnten Notwendigkeiten, die Charta
auf ethnj-sche. Gruppen (Volksgruppen,ethnische lr{inderheiten, Na tional i -
tâten) auszuhreiten und sich nicht mit Sprachminderheiten zu begntigen.

3 ) Regionale Sprachen

Wenn in der...Charta von Regionalsprachen die Rede ist, so ist das an


und ftir sich <lurchaus der sachlage angemessen, in manchen Fâr.r.en auch
der. Rechtslage nach innerstaatlichem wie auch nach vôlkerrecht, denn
in sehr vielen FâIlen gehôrt, zum Begrlff Region (21) auch das Vor_
handensein einer regionaren sprache. Arlerdings gehôrt zum Begriff
der Region und des Regionalismus, der zwar nichÈ im Osten, wohl
aber in westeuropa rasch an eedeutung zunimmto,f teine eigene sprache/
nicht notwendigerweise auch das Vorhandensein eines reg j-onalen
Dialekts. aber nach den heutigen Definitionen des Regionsbegr iffes,
r^rie er nicht zuLetzt, vom Europarat , aber auch von der conference
Europe of Regions in Kopenhagen und von Intereg in Mûnchen ausgear_
beitet wurde, gehôrt als in der Regel wichtigstes Kennzeichen die
regionale sprache, sei es auch nur in Form einer Mundart. rnsoweit
ist die charta zwar sachgerecht, da8 aber dort immer steht "charta
der regionalen oder Minderheitssprachen ist nicht sachgerecht. Es
mûsste heis.qen "Charta der regionalen und Volksgruppensprachen oder
noch besser "charta der vorksgruppensprachen', . Das wort und relativiert
die Begrif fe und ftihrt, zD Abschwâchungen, ebenso aber auch der irn
Entwurf allgernein vorkonmende Ausdruck ,,oder,, . DaB die
Mundarten
nicht vorkommêD r ist ein Mangel, denn sehr oft sind die
Gren zen
zwischen Hochsprache und Mundart sehwer zu zi-ehen.
Das kann man
recht deutlich in Belgien hinsichtlich des walloni.schen
sehen, das
sich vom Franzôsischen in vielern deutrich unterscheidet,
weshalb
/
-II-
es auch elgene Wôrterbtcher glbt, dies sogar ftir das ln Liêge,/Li
d,ge/Luik/
LiitÈlch gesprochene Wallonlsche (22). Und daB 1n dern zwischen
Wallonien
und Flandern so lntensiv umk Êirnpf ten Gebiei von Voeren/Les Fourons
elne
im Grunde plattdeutsche Mundart mit tellweiser Elnsprengung von franzô-
slschen bzw. warlonischen Àusdriicken ge€prochen wird, e thra 1n Fouron-le-
Comte oder ln Mouland und in Remersdael

";.; ;;
(23). Àber schweizerische und É::ï::.ï:J::"ff:::ï1"ï:ï"
letzteres von anr.t-ethnisch orientierten Linksextremisten ars reine
Erfindung bezeichnet (24) - lst, zusamrnen wohl auch mit dem Elsâssisclren,
zwar keine eigene Hoch- und scbriftsprache, wohr aber eine Art ubergaag
zu einer solchen, wie aus den einschlâgigen zum Teil monr:mentar.en
For- i-,)
schunsergebnissen einschlieBl-lch des wôrterbuches der schweizerdeutschen
sPrache sich e"rgibt (25). Àber auch andere mundartâhnLiche sprachen
kônnten
und sollten mit einbezogen werden. Als Beispier.e sind zu e,oâhnten das
r'ëtzebiiergesch, das Asturische, das Brrrgenland-Kroatische eine Reihe
,
von sprachgruPPen in der so$rjetunion, dargestellt u.a. auf der monumentalen
Konferenz der University of Manoa, Honolulu, Ëalraii, und der Sowjeti_
schen Àkademie der wissenschaften tiber Anthropor.ogie und EthnoJ.ogie
(rcÀEs) in zagreb vom 24. bis 3r. August 19gg (26), die Lingua veneta,
die skâne-Mundart nrcht nur in skâne, sondern auch auf Bornhorm usw.
Auf diese Éragen sor.r.te man bei endgiirti-ger verabschiedung der Europâischen
Sprachencharta auch rnit Bedacht nehmen
4) Expertenkomitee
fn ArÈ. 14 ist j, vorgesehen, dàs zrrar, was richtig ist,
eirExpe rtenkomi tee
vom Mi-ni-sterkomitee ernannt werd.en wird, aber in welches aus einer
vor-
bereiteten Llste jeder vertragsstaat ein Mitgr.ied entsendet.Das fùr 6
Jahre bestellte Kornitee dient der slcherung der Anwendung der charta. Bei
dàm uberwiegeri,- des Nationars taatsdenkens bei den meistg! Mitgriedstaaten
mu8 darnit gerechnet werd,en, daB das Komitee
als eine
Fôrderung der ziele der charta sein wird. Es"t., "irr*ffihuh
sorlte .n"" unabhângiger
"ë1r1,
Seite berufen werden (etwa der FUEV, dem INTEREG., der À.I.D.L.C.M. oder
auf Universiâts-Ebene)
5) AbschnitÈ V ',Dis sitions finales " Punkt 1

Hier erhâIt jeder vertragsstaat das Recht, bei der Ratifikation das Terrj.-
torium zu bezeichnen, welches er von der certung der charta ausschliegen
wilr. Dies ôffnet dem Nationarstaatsdenken Trir und Tor (Elsa', Bretagne,
Burgenland, Briissel, val d'Aran, ulster, Moutier, provinz udine
usw.).
Die charta sorrte ohne dle Môglichkeit solcheï Einschrânkungen inkraft
gesetzt hrerden.
-L2-
1) s. dle zusamnenfassung der ôffentllchen Anhôrung "Fûr eine charta der
RelonaJ.- und Mlnderheitensprachen in Europa',, stra6burg, ti./Ii-r.lii fiàE,
abgedruckt ln: Theodor yeiigr, Natlonalitârenkonflikt ir,a voit sgr"pp-"i"ér
lltl ausgehenden zwanzigsEëi-Jahrhundert, Bd. rrr, wren ieiaum llèr) -irnd
Milnchen (INTEREG) 1984, SS. 55 ff.
2) Herbert Report Regional or Minority Languages in Europe,
Strasbourg _ ï99,
14 September 9n
L987 , ACPL4 .22r der Stânding Conference of
Local and Regional Authorities of Europe
3) CPL (22) 4, Fart I und Àppendix
4) cPL/ Cult (22) 2 bzw . Europaratsdrucksache E 6 . 4 5çl og .2I
5) Details in dem in Anm. 4 angefrihrt:en Dokumept, Seiten Z bis 4
6) Resolution ].92 (1989) (1) on Regional or Minority in
Europe, ARESL92. 88, Twenty-Thir Session Strasbourgrl5Langauges 17 March lggg
der St,anding. .Conference of Local and Regional Authoritj,es
rt*raruns des
/fzl*anzoii;;;,-;;
t) .irliiiria3*gېs,
8) Europêiiaches parlarnent, Ausschu8 fïir Recht und Brirgerrechte, Entwurf
eines Berichtes ùber ei.ne charta der Volksgr"pp."rà.irËà-in aen staaten dex
Europâlschen Geme!nschaft, Teil A Enrschr.iésdrà, B.ii.htàrstatter
stauffenberg, 69/94 v. 17.3.1999, Teil a, segrrlnau"à--rriàr" v.5.Maicraf
1988. tlbtiche zirieruns Nr. pE r2t.2l2 u"a pÉ liijiz s-'
9) vorn 4.lL'1950. wortraut u.a. bei Ferix Ermacora,
Dokunente zurn Menschenrechtsschutz , s tut t gâFE--ffiêEi anrnternationar.e
) 1971
1c|) Linguistic Minorities in Countries belonging to tlre European
Comunity, I",uxembo,rrg 19 86
1r) Erik cunnemark/Donald Kenr*ck, A
GothenburÇft666ig (seusEîêEà!'eii:.Georinguistic Handbook, 19g5 edition,
eor,r,é."rr.j rssà---
I2)Leoë5.*r-AutochtonniMa1âEtnikavEvrope,2
koordinovâFFtë vëdeckich informaci-pi" ernografii Bde, Praha (Zpravodaj
a folkloristiku ) l9B7
13 ) SteP han M. Horak , Eastern European Nationar
Minoriti-es go .
A Handbook, f,itffin (Libraries Unlimitedrlnc. ) 19g5 ; 19g31919-19
erschien
Horak's Buch tiber die Nationalitâten in der Sowjetunion, im gleichen Verla
L4 ) 'und programm der union des Er-sâssischen volkes, abgedruckt
in ..Grtindung
"Rot un Wiss", Stia8burg, Juli ]9gg
15) bisher bestes werk: Massimo ormi, rtaliani dimezzati. (Harbielte
rtariener). Le minoranze ernico-lffiuistich; ;;"-;;;;;Ii!,'ll.por:_ (Edizion
Dehoniane) 1986
16 ). I"lanuel Clavero Arêvalo, Espaffa, desde el
Barcelona (ffi centralismo a las autonomias ,
17)- Giinther Hôd1 (Hrsg-),r,age und perspektiven der ôs terreichischen
volksgruppen, wi-en ( ôé teireictri".r,. nèi,iotenkonferenz
veitgr, Das - ôsterreichische v-olksgïuppenrecht seit dem) ùolksgruppen- 1988; Theodor
gesetz von 1926, Wien (Sraumii1ler) 1979
lll*:;ui:.9""-:l1F::_ger Assernblée des Résions d,Europe in. srraBburs
Herbst 1987, wo besonders auch tiber die aibeitsg"..i"i.tii.-à;;"il;-
fl::l:l g::":ïgi?"en.berlchret wurde r.i"-o"rËiËî-;;;;ï.ï:r;;:
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(Fr: , Eig=r;
socioEfrEfsrics
!fr*]ï' ;;â;tËi; i "i",
Effin--(ÏmEêrffiuyrer) 1 )_
ss.
qc aA
,rrY ri -sozioting;isrik
---J ,Handbuch
'/-''"--
vter) 19g7,
lg8? 96 ff
ç€ .
- t? -

19) s. dl.e Literaturhinvrelse bel Rudolf Vgqelr Der deutsch-lsraellsche


ôilf àg.O"f"rentatlon elnes erregenden Ka[Gfs ^deutscher AuBenPoI itlk,
Teil i: Polltlkr 3 Bde, Miinchen (K.G.Saur) 1988
20) s. Àût. IO. D1e notvrendige Ergânzung lieferteanaber Franz Graf stauffer
Ueig mit selnêm Resolutionsaitrag-nebst Berlcht (f988; das EPt Ml-noritles '
ù"àiti, of Europe, Cardiff (Ilugheé a'i Fab) o.J. Anlta P+*le{tig'
Elementarschulén europâischer Minderheiten/ELementary Schools for the1988,
Minorities in nuropel-ifigê"i"it (11nt der i<ârntner Lândesreglerung)
et}nischen Minderheiten in Euro'
mit vlelen Statlstikén iibér.dle ei.nzel_nen
Pa r' ausgenommen. Polen
21)s.Ànm.ls,fernerdievierBândevon,.RegionalismusinEuropa,,,..,^.
lAùnciren (Bayërische iandeszentrate fur Politische Bildungsarbeit) 1981/83
22) Jules Lempereeur et Jacques Morayne, Li walon D'Lldge - Dictionnaire
pratique ffiGIlon r,iêgeoiJ,, 3llillÏl-l 977, bzw. vocabulaire Françaj.s -
r,iégeois, Liêge und visé (verlag Wallon â l'êcole) 19?3
231 s. Àlbert stassen, La situation des dialectes dans Les Fourons,t in:
Europa Ethnica,-I-ll7Ï987 , ss . 185 f f . , ferner die z* eimonatsschrif
der Action Fouronnaise , mlt Sitz in Fouron-Saint Itlartin, "Le Foron",
redigiert vôn Jean-Louis xhonneux in Rêmersdael. Die Gegensâtze sinil
in Vôeren derzeit nicht tiberbrûckbar, htie der Verfasser bei zwei Besuchen
Ende .Tuli 1988, einmal unter vralLonisch-extremisti scher Ftihrung, einmal
unter Fiihrung von fliirnischer Seite feststellen konnte.
24) Markus Barnay, Die Erfindung des vorarlbergers. EthnizitËitsbililung
und LandesbélffiElein im 19. und 20. Jahrhundert, Bregenz (Vorarlberger
Autorengesellschaft) 1988. Auf Volks- und Sprachzers tôrung arbeiÈet'
die genannte AuÈorengesell"schaft gemeinsan mit der ebenso orientierten
Johain August !,talin-éesell-schf t in publikationen von Meinrad Pichler'
Markus Bainay, Kurt GreuBing, Harald Walser und anderen Lj.nksextremisten
hin, was ?ur- Ablehnung einei Europâischen Charta der regionalen und
Minderheiténsprachen f iihrt, aber keinerl,ei Bedeutung hat, da es genug
sachbezogene Publikationen gibt wie die 4 Bânde von Benedikt Bilgeri,
GeschichÈe. Ygrarlbergs, Wien (Bôhlau) L973-1984, oder Elmar Grabherr,
Vorarlberger- ceschicËté, Bt"g.tr" (seibstverlag) 2.Aufl. 19 8 8l-fi--âîÏ[eren
ôsterrelchischen Bundeslândern gibt es solche sprachregionzerstôrenden
Tendsnzeho gut wie nicht
25) Schweizerisches ldiotikon - Wôrterbuch der schweizerdeutschen Sprache
erscheint seit 1895, Frauenfeld (Verlag Huber) Bd. xIv, 188. Heft, 1987
26) s. den Band Abstracts (3.OOO an Zahl), vol . L2 1988 supptement ,
von ICÀES, Zagreb, Juty 1988, mit zusâtzl-ich den Referaten vbn uitglie-
dern der Èowjètisctren Àkademie der Wissenschaften wie t.M.Drobizheva, V.I
Kozlov, M.N. Guboglo, A.Ye.Tei Sarkisyânts ' v.S. Kondratyev, L.À.
Subbot j.na, Yu.V. Brornley, M.Ya. Ustinova, M.A. Aglanov, a1le als eigene
Druckwerke der ussR Acaâemy of sciences, N,N. Mikloukho-Maklay rnstitute
of Ethnography, ,Iu1i 1988

FIjEV. [.'FGE. FUEilI


Schiffbrûcke 4.f
D . 24939 FLENSBURËI
Allemagne / Germany