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Michael Howe, Horst Seidel

Grundlagen der Volkswirtschaftslehre


Lerngerüst - Lerninformationen - Lernaufgaben - Lernkontrolle

31. Auflage

Bestellnummer 00194

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ISBN 978-3-441-00194-2

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Grundsätzliches zur Benutzung
dieses Buches

Das Lehr-, Lern- und Arbeitsbuch dient als Einführung in die Grundlagen der Volkswirt-
schaftslehre.

Das Buch ist so strukturiert, dass in seiner Vierteilung „Lerngerüst – Lerninformationen –


Lernaufgaben – Lernkontrolle“ methodisch-didaktische und handlungsorientierte Gesichts-
punkte im besonderen Maße berücksichtigt werden.

✔ Lerngerüst: Jedem Lernabschnitt ist ein Lerngerüst vorangestellt, das zentrale Lern-
inhalte und wirtschaftliche Zusammenhänge anschaulich darstellt.

✔ Lerninformationen: In Abstimmung mit dem Lerngerüst und im Hinblick auf die Lern-
aufgaben und Lernkontrolle wird in den Lerninformationen der notwendige Lernstoff
geboten, der in einprägsamer Kurzform das Lehren und Lernen erleichtern soll. Wichtige
Informationen sind grün unterlegt. Beispiele sind im Text kursiv gedruckt.

✔ Lernaufgaben: Zur problemorientierten Erarbeitung der Lernziele enthalten die Lern-


aufgaben Fragen, Texte, Schaubilder und grafische Darstellungen, die dazu beitragen, die
Lerninhalte zu festigen, einzuüben und zu vertiefen. Gleichzeitig bieten sie Anregungen, um
wirtschaftliche Tatbestände zu aktualisieren und kontrovers zu diskutieren. Das fördert das
selbstständige Denken und die eigene Urteilsfindung in wirtschaftlichen Fragen. Für die
Lernaufgaben, die Lernkontrolltests und die Fallstudien steht ein Lösungsheft für den Leh-
rer zur Verfügung.

✔ Lernkontrolle: Jedem Lernabschnitt schließen sich Lernkontrolltests an, die in ihrer


Anwendung als Kontrollarbeit die Funktion der Rückmeldung ausüben, ob und in welchem
Umfange die Lernziele erreicht wurden. Die Tests bestehen aus Mehrfachwahlaufgaben
und Zuordnungsaufgaben. Bei jeder Aufgabe ist nur eine Antwort die richtige Lösung.

Für Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.

Der Verfasser

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Vorwort zur 24. Auflage
In dieser Auflage wurden hauptsächlich Änderungen vorgenommen, die zur inhaltlichen
Aktualisierung (Daten- und Zahlenmaterial, Grafiken und Schaubilder, gesetzliche Rah-
menbedingungen) beitragen. Daneben wurden noch folgende Ergänzungen inhaltlicher
Natur in die Neuauflage eingearbeitet:
❯ Im Kapitel „Maßstab des Wirtschaftswachstums“ wurde die neue Methode der Berech-
nung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) – Umstellung von der Festpreisbasis auf die
jeweilige Vorjahrespreisbasis – berücksichtigt.
❯ In das Kapitel „Ordnung des Geldwesens“ wurden Aufbau und Aufgaben der Deutschen
Bundesbank eingefügt.

Vorwort zur 25. Auflage


In dieser Auflage wurden vor allem die statistischen Größen der volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnung auf den neuesten Stand gebracht und inhaltliche Ergänzungen und Aktu-
alisierungen vorgenommen.
❯ Im Kapitel „Entstehungs-, Verteilungs- und Verwendungsrechnung“ und im Kapitel
„Maßstab des Wirtschaftswachstums“ wurde die neue Methode der Berechnung des rea-
len Bruttoinlandsprodukts berücksichtigt.
❯ Zur Messung und Veranschaulichung der ungleichen Einkommensverteilung wurde in
das Kapitel „Personelle Einkommensverteilung“ die Lorenz-Kurve eingefügt.
❯ Die Anpassung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) an das europäi-
sche Wettbewerbsrecht (Kartellgesetz) wurde in das Kapitel „Wettbewerbsbeschränkun-
gen“ eingearbeitet.

Vorwort zur 26. Auflage


In dieser Auflage wurde das statische Zahlenmaterial auf den neuesten Stand gebracht sowie
Änderungen und Ergänzungen vorgenommen, die zur formellen und inhaltlichen Aktuali-
sierung beitragen.

Vorwort zur 27. Auflage


❯ Das statistische Zahlenmaterial wurde aktualisiert.
❯ Im Kapitel „Beschäftigungssituation auf dem Arbeitsmarkt“ wurden bei der Ermittlung
der Arbeitslosenquote und Erwerbsquote die Vorschriften der Bundesanstalt für Arbeit
(BA) und bei der Erwerbslosenquote die Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisa-
tion (ILO) berücksichtigt.

Vorwort zur 28. Auflage


❯ Das statistische Zahlenmaterial wurde aktualisiert.
❯ Im Kapitel „Globale Finanzmärkte“ werden an einem Beispiel der Ursprung der Finanz-
krise und deren Auswirkungen sowie einige Rettungsmaßnahmen dargestellt.

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Vorwort zur 29. Auflage
❯ Das statistische Zahlenmaterial wurde aktualisiert.
❯ Im Zusammenhang mit der Finanzkrise wurden im Kapitel „Globale Finanzmärkte“ die
Leitlinien einer Krisenvorbeugung berücksichtigt. Zudem wurde der Sonderfonds Finanz-
marktstabilisierung (Sofin – Der Bankenretter) erläutert.
❯ Im Kapitel „Neue Schlüsseltechnologie RFID“ wurden die nahezu unbegrenzten Einsatz-
möglichkeiten der drahtlosen Datenübertragung dargestellt.

Vorwort zur 30. Auflage


❯ Das statistische Zahlenmaterial wurde aktualisiert.
❯ Im Kapitel „Neue Ökonomie“ wurde der Wille der Bundesregierung zum Ausdruck
gebracht, führender Anbieter von Elektroautos zu werden und Deutschlands neue Ener-
giezukunft zu gestalten.
❯ Die Aufstellung schärferer Regeln für Ratingagenturen durch die Bundesregierung wurde
berücksichtigt.

Vorwort zur 31. Auflage


❯ Das statistische Zahlenmaterial wurde aktualisiert.
❯ Es wurde versucht, theoretische volkswirtschaftliche Zusammenhänge an möglichst aktu-
ellen Beispielen der heutigen Wirtschaftsrealität zu verdeutlichen.
❯ Lerngerüste wurden den teilweise durch Aktualisierung und Ergänzung veränderten
Kapitelinhalten angepasst.
❯ Im Kapitel „Berechnung des Bruttoinlandsprodukts und des Volkseinkommens“ wurden
die rechnerischen Zusammenhänge von nominalem und realem Bruttoinlandsprodukt in
Monatsberichten der Deutschen Bundesbank dargestellt.
❯ In zwei weiteren Fallstudien (8.10 und 8.11) erfolgt eine Auseinandersetzung mit Geld-
menge und Geldpolitik einerseits und Preisniveaustabilität andererseits.

Der Verfasser

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Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen der Wirtschaft......................................................................... 11


1.1 Bedürfnisse und Güter ............................................................................................. 12
1.1.1 Bedürfnisse als Triebfeder der Wirtschaft ......................................................................... 12
1.1.2 Bedarf und Nachfrage .......................................................................................................... 13
1.1.3 Güterarten und Güterangebot ............................................................................................. 14
1.1.4 Markt ....................................................................................................................................... 17

1.2 Notwendigkeit des Wirtschaftens .......................................................................... 22


1.2.1 Wirtschaft (Ökonomie) und Umwelt (Ökologie)............................................................. 22
1.2.2 Wirtschaftliche Wahlentscheidungen................................................................................. 23
1.2.3 Einzelwirtschaften (Wirtschaftssubjekte) .......................................................................... 23
1.2.4 Gesamtwirtschaft (Wirtschaftswissenschaften) ................................................................ 26

1.3 Maßstäbe wirtschaftlichen Handelns ..................................................................... 32


1.3.1 Ökonomisches Prinzip ......................................................................................................... 32
1.3.2 Erfolgsbegriffe........................................................................................................................ 33
1.3.3 Kosten-Nutzen-Analyse ....................................................................................................... 37

1.4 Arbeitsteilung ........................................................................................................... 43


1.4.1 Berufliche Arbeitsteilung ..................................................................................................... 43
1.4.2 Betriebliche Arbeitsteilung .................................................................................................. 44
1.4.3 Volkswirtschaftliche Arbeitsteilung.................................................................................... 45
1.4.4 Internationale Arbeitsteilung .............................................................................................. 46

2 Produktionsprozess in der Volkswirtschaft .............................................. 51


2.1 Produktionsfaktoren ................................................................................................ 52
2.1.1 Güterproduktion ................................................................................................................... 52
2.1.2 Produktionsfaktor Arbeit ..................................................................................................... 53
2.1.3 Produktionsfaktor Boden (Natur) ...................................................................................... 55
2.1.4 Produktionsfaktor Kapital.................................................................................................... 57

2.2 Produktionsmöglichkeiten durch Kapitalbildung .................................................. 62


2.2.1 Kapitalbildung als Produktionsumweg .............................................................................. 62
2.2.2 Kapitalbildung durch Investitionsentscheidungen ........................................................... 63
2.2.3 Gesamtwirtschaftliche Produktionsmöglichkeiten .......................................................... 66
2.2.4 Hemmnisse bei der Kapitalbildung .................................................................................... 67

2.3 Kombination der Produktionsfaktoren .................................................................. 74


2.3.1 Produktionsmenge und Faktoreinsatz ............................................................................... 74
2.3.2 Substitutionale Produktionsfaktoren .................................................................................. 75
2.3.3 Limitationale Produktionsfaktoren .................................................................................... 77
2.3.4 Technischer Fortschritt und Innovationen........................................................................ 79

3 Wirtschaftskreislauf und Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung ........... 83


3.1 Modell des Wirtschaftskreislaufs ............................................................................ 84
3.1.1 Kreislaufgrößen ..................................................................................................................... 84
3.1.2 Einfacher Wirtschaftskreislauf ............................................................................................ 84
3.1.3 Erweiterter Wirtschaftskreislauf ......................................................................................... 86

3.2 Entstehung des Bruttoinlandsprodukts und des Volkseinkommens ................... 94


3.2.1 Bruttoinlandsprodukt als gesamtwirtschaftliches Produktionsergebnis ....................... 94
6

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3.2.2 Wertschöpfung als Beitrag der Unternehmen zum
Bruttoinlandsprodukt ........................................................................................................... 95
3.2.3 Volkseinkommen als Faktoreinkommen der privaten Haushalte.................................. 97
3.2.4 Zukunftsverträgliche Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts .......................................... 98

3.3 Berechnung des Bruttoinlandsprodukts


und des Volkseinkommens ...................................................................................... 103
3.3.1 Entstehungsrechnung ........................................................................................................... 103
3.3.2 Verteilungsrechnung ............................................................................................................. 105
3.3.3 Verwendungsrechnung......................................................................................................... 107
3.3.4 Zusammenhang von Verteilungs- und Verwendungsrechnung .................................... 108
3.3.5 Zusammenhang zwischen nominalem und realem
Bruttoinlandsprodukt.................................................................................................................... 110

3.4 Einkommensverteilung ............................................................................................ 118


3.4.1 Funktionelle Einkommensverteilung ................................................................................. 118
3.4.2 Personelle Einkommensverteilung ..................................................................................... 119
3.4.3 Problem der Verteilungsgerechtigkeit ................................................................................ 120
3.4.4 Einflussmöglichkeiten der Tarifpartner auf die
Einkommensverteilung ........................................................................................................ 122

3.5 Wachstum des Bruttoinlandsprodukts als


Wohlstandsindikator ................................................................................................ 128
3.5.1 Maßstab des Wirtschaftswachstums................................................................................... 128
3.5.2 Wohlstandsindikatoren ........................................................................................................ 129
3.5.3 Grenzen des Wachstums ...................................................................................................... 131

4 Markt und Preis ........................................................................................... 136


4.1 Markt ......................................................................................................................... 137
4.1.1 Markt als ökonomisches Geschehen .................................................................................. 137
4.1.2 Marktarten.............................................................................................................................. 137
4.1.3 Markttypen ............................................................................................................................. 139
4.1.4 Marktwirtschaft ..................................................................................................................... 140

4.2 Marktformen ............................................................................................................ 144


4.2.1 Polypol (vollkommene Konkurrenz).................................................................................. 145
4.2.2 Oligopol .................................................................................................................................. 145
4.2.3 Monopol ................................................................................................................................. 146
4.2.4 Monopolistischer Wettbewerb (unvollkommene Konkurrenz) ..................................... 147

4.3 Entscheidungsverhalten der privaten Haushalte .................................................. 151


4.3.1 Objektive Bestimmungsgrößen der Haushaltsentscheidungen ...................................... 151
4.3.2 Subjektive Bestimmungsgrößen der Haushaltsentscheidungen ..................................... 153
4.3.3 Optimaler Verbrauchsplan................................................................................................... 156

4.4 Haushaltsnachfrage ................................................................................................. 160


4.4.1 Bestimmungsgrößen der Nachfrage ................................................................................... 160
4.4.2 Nachfragefunktion (Bewegung entlang der Kurve) ......................................................... 160
4.4.3 Verschiebung der Nachfragekurve ..................................................................................... 163
4.4.4 Gesamtnachfrage (Marktnachfrage)................................................................................... 164

4.5 Elastizitäten .............................................................................................................. 170


4.5.1 Preiselastizität der Nachfrage .............................................................................................. 170
4.5.2 Kreuzpreiselastizität .............................................................................................................. 173
4.5.3 Einkommenselastizität der Nachfrage ............................................................................... 174

4.6 Unternehmerangebot .............................................................................................. 180


4.6.1 Bestimmungsgrößen des Angebots .................................................................................... 180
4.6.2 Angebotsfunktion (Bewegung entlang der Kurve) .......................................................... 180

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4.6.3 Verschiebung der Angebotskurve ....................................................................................... 183
4.6.4 Gesamtangebot (Marktangebot) ......................................................................................... 184

4.7 Kosten und Erlöse .................................................................................................... 189


4.7.1 Wirtschaftsplan der Unternehmen ..................................................................................... 189
4.7.2 Kostenfunktion ...................................................................................................................... 189
4.7.3 Ertragsgesetz .......................................................................................................................... 193
4.7.4 Erlösfunktion ........................................................................................................................ 194

4.8 Preisbildung auf dem Markt.................................................................................... 200


4.8.1 Gleichgewichtspreis .............................................................................................................. 200
4.8.2 Veränderung des Marktgleichgewichts .............................................................................. 202
4.8.3 Funktionen der Marktpreise ................................................................................................ 202
4.8.4 Marktpreisbildung in langfristiger Sicht ............................................................................ 204
4.8.5 Marktversagen bei externen Effekten................................................................................. 206

4.9 Preisbildung einzelner Marktformen ...................................................................... 212


4.9.1 Unvollkommenes Polypol .................................................................................................... 212
4.9.2 Unvollkommenes Oligopol .................................................................................................. 214
4.9.3 Unvollkommenes Monopol ................................................................................................ 216

4.10 Politische Preisbildung ............................................................................................. 226


4.10.1 Indirekte und direkte Eingriffe in das Preisgeschehen .................................................... 226
4.10.2 Höchstpreis ............................................................................................................................ 227
4.10.3 Mindestpreis ......................................................................................................................... 229

4.11 Zusammenballung wirtschaftlicher Macht............................................................. 236


4.11.1 Arten der Unternehmenskonzentration ............................................................................ 236
4.11.2 Wettbewerbsbeschränkungen .............................................................................................. 238
4.11.3 Auswirkungen wirtschaftlicher Macht ............................................................................... 240
4.11.4 Kontrolle wirtschaftlicher Macht ........................................................................................ 243

5 Geld und Währung ...................................................................................... 249


5.1 Geld in der Wirtschaft ............................................................................................. 250
5.1.1 Geldlose Wirtschaft .............................................................................................................. 250
5.1.2 Geldwirtschaft........................................................................................................................ 250
5.1.3 Ordnung des Geldwesens .................................................................................................... 252

5.2 Zentralbankgeld ....................................................................................................... 260


5.2.1 Monetäre Finanzinstitute ..................................................................................................... 260
5.2.2 Arten des Zentralbankgeldes ............................................................................................... 261
5.2.3 Änderungen des Zentralbankgeldes ................................................................................... 262
5.2.4 Liquidität der Zentralbank .................................................................................................. 264

5.3 Geschäftsbankengeld ............................................................................................... 271


5.3.1 Buchgeldschöpfung und -vernichtung ............................................................................... 271
5.3.2 Umfang der Buchgeldschöpfung......................................................................................... 273
5.3.3 Liquiditätsproblem der Geschäftsbanken .......................................................................... 275

5.4 Geldmenge ................................................................................................................ 280


5.4.1 Geldangebot ........................................................................................................................... 280
5.4.2 Änderungen der Geldmenge M1 ......................................................................................... 281
5.4.3 Geldnachfrage ........................................................................................................................ 283
5.4.4 Geldmenge und Zinssatz...................................................................................................... 284
5.4.5 Steuerung der Geldmenge ................................................................................................... 286

5.5 Binnenwert des Geldes ............................................................................................ 291


5.5.1 Verkehrsgleichung des Geldes ............................................................................................. 291
5.5.2 Preisindex der Lebenshaltung ............................................................................................. 292

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5.5.3 Kaufkraft und Preisniveau ................................................................................................... 296
5.5.4 Nominaleinkommen und Realeinkommen....................................................................... 297

5.6 Außenwert des Geldes und Zahlungsbilanz .......................................................... 302


5.6.1 Devisenangebot und Devisennachfrage ............................................................................ 302
5.6.2 System freier Wechselkurse ................................................................................................. 303
5.6.3 System fester Wechselkurse ................................................................................................. 305
5.6.4 Zahlungsbilanz ...................................................................................................................... 307

5.7 Geldwertänderungen ............................................................................................... 315


5.7.1 Formen der Inflation ............................................................................................................ 315
5.7.2 Ursachen der Inflation ......................................................................................................... 315
5.7.3 Auswirkungen von Geldwertänderungen.......................................................................... 319

6 Konjunktur und Wirtschaftspolitik ........................................................... 325


6.1 Konjunktur ................................................................................................................ 326
6.1.1 Arten der Wirtschaftsschwankungen ................................................................................. 326
6.1.2 Konjunkturzyklus .................................................................................................................. 327
6.1.3 Ursachen von Konjunkturschwankungen ......................................................................... 328
6.1.4 Konjunkturforschung ........................................................................................................... 329
6.1.5 Besondere Probleme der Entwicklungsländer .................................................................. 330

6.2 Ziele der Wirtschaftspolitik ..................................................................................... 338


6.2.1 Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht .............................................................................. 338
6.2.2 Einzelziele der Wirtschaftspolitik ....................................................................................... 338
6.2.3 Beziehungen zwischen den Einzelzielen............................................................................ 341
6.2.4 Wirtschaftspolitische Strategien.......................................................................................... 342
6.2.5 Multiplikatoreffekt bei Investitionsentscheidungen ......................................................... 345

6.3 Geldpolitik ................................................................................................................ 352


6.3.1 Europäische Zentralbank als Trägerin der Geldpolitik ................................................... 352
6.3.2 Antizyklische Geldpolitik..................................................................................................... 353
6.3.3 Potenzialorientierte Geldpolitik .......................................................................................... 360
6.3.4 Grenzen der Geldpolitik ...................................................................................................... 362

6.4 Fiskalpolitik ............................................................................................................... 369


6.4.1 Aufgaben der Fiskalpolitik................................................................................................... 369
6.4.2 Antizyklische Fiskalpolitik................................................................................................... 371
6.4.3 Angebotsorientierte Fiskalpolitik ....................................................................................... 372
6.4.4 Grenzen der Fiskalpolitik..................................................................................................... 373
6.4.5 Stabilitätsbewusste Haushaltsdisziplin in der EWWU .................................................... 375

6.5 Außenwirtschaftspolitik .......................................................................................... 381


6.5.1 Außenhandelspolitik............................................................................................................. 381
6.5.2 Währungspolitik .................................................................................................................... 385
6.5.3 Stabilisierung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts ............................................... 388
6.5.4 Internationale Organisationen und Abkommen .............................................................. 389

6.6 Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik .............................................................. 399


6.6.1 Ursachen und Folgen der Unterbeschäftigung ................................................................. 399
6.6.2 Beschäftigungsorientierte Lohnpolitik ............................................................................. 401
6.6.3 Keynes’sche Beschäftigungstheorie (Keynesianismus) .................................................... 402
6.6.4 Neue klassische Beschäftigungspolitik (Neoklassiker) .................................................... 405
6.6.5 Arbeitsmarktpolitik............................................................................................................... 406

6.7 Wachstums- und Strukturpolitik ............................................................................. 415


6.7.1 Ziele des Wirtschaftswachstums ......................................................................................... 415
6.7.2 Ansatzstellen einer Wachstumspolitik ............................................................................... 416
6.7.3 Wirtschaftswachstum und Strukturwandel....................................................................... 418

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6.7.4 Staatliche Strukturpolitik ..................................................................................................... 420
6.7.5 Industriepolitik ...................................................................................................................... 422

6.8 Umweltpolitik ........................................................................................................... 428


6.8.1 Gefährdung der Umwelt ...................................................................................................... 428
6.8.2 Prinzipien der Umweltpolitik .............................................................................................. 430
6.8.3 Instrumente der Umweltpolitik .......................................................................................... 432
6.8.4 Ökobilanzen ........................................................................................................................... 433
6.8.5 Umweltpolitik und Stabilitätsziele ...................................................................................... 434

7 Wirtschaftsordnungen ................................................................................ 440


7.1 Wirtschaftsordnungen im Modell ........................................................................... 441
7.1.1 Wirtschaftsordnung und Gesellschaftsordnung ............................................................... 441
7.1.2 Grundelemente der Wirtschaftsordnungen ...................................................................... 442
7.1.3 Marktwirtschaft im Modell.................................................................................................. 442
7.1.4 Zentralverwaltungswirtschaft im Modell .......................................................................... 445
7.1.5 Mischformen.......................................................................................................................... 446

7.2 Soziale Marktwirtschaft als reale Wirtschaftsordnung ........................................ 451


7.2.1 Wettbewerbsordnung............................................................................................................ 451
7.2.2 Sozialordnung ........................................................................................................................ 457
7.2.3 Gestaltung des Wirtschaftsgeschehens .............................................................................. 459
7.2.4 Globalisierter Wettbewerb ................................................................................................... 461
7.2.5 New Economy (Neue Ökonomie) ...................................................................................... 466

8 Fälle zur Beurteilung und Entscheidung ökonomischer Sachverhalte... 473


8.1 Wirtschaftskreislauf einer offenen Volkswirtschaft mit
staatlicher Aktivität.................................................................................................. 473

8.2 Beiträge der Wirtschaftsbereiche zum Bruttoinlandsprodukt im Vergleich mit


den allgemeinen Aussagen des Drei-Sektoren- Theorems .................................. 474

8.3 Preisbildung von Bundesautobahntankstellen ...................................................... 475

8.4 Konjunkturbelebung durch nachfrageorientierte bzw. angebotsorientierte


Maßnahmen .............................................................................................................. 476

8.5 Beziehungen zwischen Zahlungsbilanz und Wechselkurs.................................... 477

8.6 Berechnung und Bedeutung der Geldmenge in einer Volkswirtschaft ............... 478

8.7 Nachfrage- und angebotsorientierte Maßnahmen der Stabilisierungspolitik .... 479

8.8 Entwicklungszusammenhang zwischen Wachstums- bzw. Konjunkturzyklen


und Erwerbstätigen in der Bundesrepublik Deutschland..................................... 481

8.9 Umweltprobleme und ökonomisches Verursacherprinzip .................................... 482

8.10 Wirtschaftspolitische Bedeutung einer kurzfristigen und langfristigen


Arbeitslosigkeit im Zusammenhang mit der Entwicklung von Lohn,
Stückkosten und Arbeitsproduktivität ................................................................... 483

8.11 Geldmengenwachstum und potenzialorientierte Geldpolitik .............................. 484

8.12 Preisniveaustabilität und Ursachen für Veränderungen des Preisniveaus .......... 486

Sachwortverzeichnis ................................................................................................ 488

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Grundlagen der Wirtschaft

Lerngerüst 1.4

Arbeitsteilung

Berufliche Arbeitsteilung

Berufsbildung Berufsspaltung

Grundberufe: Menschen Aufgabenteilung:


• Bauer • vom: „Alles-Macher-Schmied“
• Handwerker • zum Schlosser und
• Händler und Priester • zum Computertechniker

Betriebliche Arbeitsteilung

Innerbetriebliche Zwischenbetriebliche
Arbeitsteilung Arbeitsteilung
Unter-
• Arbeitszerlegung in Teilvor- nehmen • Produktionsteilung, z. B.
gänge, z. B. Fließbandarbeit Montagebetrieb und Zulieferer

Volkswirtschaftliche Arbeitsteilung

Primärer Sekundärer Tertiärer Quartärer Quintärer


Sektor Sektor Sektor Sektor Sektor
Urerzeugung und Weiter- Weiterleitung, IT, Abfallwirtschaft
Gewinnung verarbeitung Dienstleistung Kommunikation und Recycling
• Landwirtschaft • Industrie • Einzelhandel • Soziale • Entsorgung
• Forstwirtschaft • Handwerk • Großhandel Netzwerke • Müllverbrennung
• Rohstoffabbau • Kraftwerke • Versicherungen • Software • Papierverwertung
• Internet • usw.
• usw. • usw. • usw. • usw.
Internationale Arbeitsteilung

Aufteilung der Arbeit zwischen verschiedenen Ländern


• Absolute Kostenvorteile: • Komparative Kostenvorteile:
Spezialisierung auf die Güter, die mit Spezialisierung auf das Gut, das mit
absolut niedrigeren Kosten hergestellt relativ günstigeren Kosten hergestellt
werden können. werden kann.

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Arbeitsteilung

Lerninformationen 1.4

1.4 Arbeitsteilung

In der Wirtschaftsform der geschlossenen Produktion immer stärker von den Haus-
Hauswirtschaft (Naturaleigenwirtschaft) halten zu den Unternehmen verlagert. Die
erzeugte ursprünglich die Stammesge- starke Ausdehnung der Tauschwirtschaft
meinschaft alle Güter selbst, die sie zur und der Märkte führte zu unserer heuti-
Befriedigung der Bedürfnisse benötigte. gen weitgehenden Arbeitsteilung (Spezia-
Entscheidungsträger für Produktion und lisierung) und zur Trennung von Konsum
Konsum war der Haushalt. Im Laufe der und Produktion.
wirtschaftlichen Entwicklung wurde die

Durch die Arbeitsteilung wird die Arbeit in Teilverrichtungen auf Personen, Betriebe und
Volkswirtschaften verteilt. Ihre wirtschaftliche Bedeutung liegt darin, dass sie die
Ergiebigkeit der menschlichen Arbeit stark erhöht. Die Arbeitsteilung führt also zu einer
Steigerung der Arbeitsproduktivität, das heißt zu einer höheren Produktion von Gütern
und Dienstleistungen je Arbeitsstunde.

1.4.1 Berufliche Arbeitsteilung


Der Ursprung der beruflichen Arbeitsteilung geht zurück in die Zeit, als es noch keinen
Austausch von Gütern gab und die Arbeiten zwischen den Geschlechtern aufgeteilt wurden.
Es existierte nur die Arbeitsteilung zwischen den Familienmitgliedern. Die Frauen bestell-
ten die Felder, bereiteten die Speisen zu und erzogen die Kinder. Die Männer stellten für die
Jagd die Waffen her und beschafften vorwiegend die Nahrung.
Berufsbildung
Zur weiteren Aufteilung der Arbeit kam es, als der Bauer seine Werkzeuge und Geräte nicht
mehr selbst anfertigte, sondern seine Agrarprodukte gegen Werkzeuge und Geräte tauschte,
auf deren Produktion sich andere (Handwerker) spezialisiert hatten. So entwickelten sich
mit der Zunahme der Produktion, des Handels und der sozialen Belange durch Nutzung
der besonderen Fähigkeiten und Neigungen der Menschen die Berufe wie Bauer, Handwer-
ker, Händler und Priester. Aus diesen Grundberufen haben sich durch fortgesetzte Arbeits-
teilung alle übrigen Berufe herausgebildet.
Berufsspaltung
Durch die ständige Weiterentwicklung der Arbeitstechnik kam es innerhalb der einzelnen
Grundberufe zu Aufgabenteilungen, und damit nahm die Anzahl der Berufe immer mehr
zu. Dieser Vorgang der Berufsspaltung setzt sich auch heute noch fort. Noch vor wenigen
Jahren gab es z. B. keinen Fachinformatiker, Produktmanager oder Systemkaufmann.

| Beispiele | Durch Spezialisierung entstanden aus dem Alles-Macher-Schmied der Hufschmied, der
Waffenschmied, der Schlosser, der Mechaniker, der Fernsehtechniker, der Computertechniker usw.

Von der Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau ausgehend wurden einzelne Funktio-
nen aus dem Haushalt ausgegliedert, und es entstanden selbstständige Berufe. Im Zuge
der Berufsspaltung wurden die in sich komplexen Berufe weiter aufgeteilt.

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Geldwertänderungen

Lerninformationen 5.7

5.7 Geldwertänderungen

Im Gegensatz zum Außenwert des Geldes, Preisänderungen bei den verschiedenen


der das Wertverhältnis zwischen verschiede- Gütern untereinander ausgleichen. Der
nen Währungen ausdrückt, hängt die Kauf- Geldwert bleibt dann stabil. Steigt oder fällt
kraft des Geldes von den Güterpreisen jedoch das allgemeine Preisniveau, dann
im Inland ab. Diese Preise ändern sich dau- ändert sich der Geldwert. Es kommt zu
ernd. Dabei können sich die einzelnen einer Inflation oder Deflation.

Inflation ist ein Prozess dauernder Preisniveausteigerungen. Der Geldwert fällt. Defla-
tion ist ein Prozess dauernder Preisniveausenkungen. Der Geldwert steigt. Das Ausmaß
der Änderung des Preisniveaus wird durch Preisindizes gemessen.

5.7.1 Formen der Inflation


Die Formen der Inflation kann man unterscheiden nach der Sichtbarkeit des Geldwertver-
lustes am Markt und nach dem Tempo, mit dem sich der Preisanstieg vollzieht.

Offene und verdeckte Inflation


Bei der offenen Inflation steigen die Preise für jeden erkennbar an. Bei der verdeckten
Inflation wird das Preisniveau durch einen allgemeinen Preisstopp des Staates konstant
gehalten. Der Preis verliert dadurch seine Ausschaltungsfunktion, und es bilden sich
Schwarzmärkte, auf denen die Güter zu höheren Preisen gehandelt werden.

Schleichende und beschleunigte Inflation


Bei einem geringen jährlichen Preisanstieg von etwa 1 % bis 2 % spricht man von einer
schleichenden Inflation. Bei höheren Preissteigerungen kommt es zu einer beschleunigten
(trabenden oder galoppierenden) Inflation. Die Grenzen zwischen diesen Inflationsformen
sind fließend, und je nach der Inflationsmentalität des Landes werden unterschiedliche Auf-
fassungen vertreten. Von der schleichenden Inflation sind alle westlichen Industriestaaten
in den letzten Jahrzehnten mehr oder weniger stark betroffen. Dieser stetige Preisanstieg
wird auch als chronische Inflation bezeichnet. Tritt die Inflation in Verbindung mit einem
Rückgang der Produktion (Stagnation) und steigender Arbeitslosigkeit auf, spricht man von
Stagflation, z. B. durch den Ölpreisschock 1973/74 (Ölpreis stieg um mehr als das Dreifache)
kam es in den westlichen Industrieländern zu rückläufigem Wirtschaftswachstum und zu stei-
gender Inflation.

5.7.2 Ursachen der Inflation


Der Impuls zu einer Preissteigerung kann von der Nachfrage- oder Angebotsseite ausge-
hen.

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Geld und Währung

Phasen der nachfragebedingten Inflation


Wenn in einer Volkswirtschaft die gesamte monetäre Nachfrage (N) bei konstantem gesamt-
wirtschaftlichem Güterangebot (A) steigt, dann können die Preise sozusagen durch den
Nachfragesog nach oben gezogen werden. Voraussetzung für einen Anstieg der monetären
Gesamtnachfrage ist Geldschöpfung. Die gesamtwirtschaftliche Nachfragekurve verschiebt
sich nach rechts. Wie aus der grafischen Darstellung hervorgeht, bewirkt jedoch nicht jedes
Steigen der Nachfrage auch gleichzeitig einen Preisanstieg. Es können drei Phasen unter-
schieden werden:
▶ In der I. Phase verläuft die Angebotskurve waagerecht, da das Angebot infolge unausge-
lasteter Kapazitäten und Unterbeschäftigung zu konstanten Preisen ausgedehnt werden
kann (vollkommen elastisches Angebot).
▶ In der II. Phase treten Engpässe bei der Beschaffung der Produktionsfaktoren auf. Der
Wettbewerb der Unternehmer untereinander verteuert die knappen Produktionsfaktoren
(z. B. durch übertarifliche Lohnzahlung) und die Kosten steigen. Die Unternehmer werden
also nur zu höheren Preisen ihr Angebot erhöhen (elastisches Angebot).
▶ In der III. Phase bewirkt auch eine noch so starke Zunahme der Nachfrage keine weitere
Ausdehnung der Produktion, weil die Produktionsfaktoren vollbeschäftigt sind (vollkom-
men unelastisches Angebot an der volkswirtschaftlichen Kapazitätsgrenze).

Preisniveau I II III
I: Unterbeschäftigung
(nur Produktionseffekt)

II: Aufschwung
A (Produktions- und
N6
Preiseffekt)
N5
P6 III: Vollbeschäftigung
(nur Preiseffekt)

P5
N4
N3
Inflatorische Lücke:
N2 Nachfrageüberhang
P4 zwischen N3 N4
P3 N1 und N5 N6

P1/2

Nationaleinkommen (y)
Y1 Y2 Y3 Y4 Y5/6 (Angebot und Nachfrage)

I. Phase: N1 → N2 II. Phase: N3 → N4 III. Phase: N5 → N6


– Unterbeschäftigung – Aufschwung (Engpässe) – Vollbeschäftigung
– Unausgelastete Kapazitäten – Kapazitäten zunehmend – Kapazitäten ausgelastet
ausgelastet
– Nationaleinkommen steigt – Nationaleinkommen steigt – Nationaleinkommen
(Y1 → Y2) (Y3 → Y4) konstant (Y5/6)
– Preisniveau konstant (P1/2) – Preisniveau steigt (P3 → P4) – Preisniveau steigt (P5 → P6)
nur Produktionseffekte Produktions- und Preiseffekte nur Preiseffekte

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Geldwertänderungen

Eine Steigerung der Nachfrage kann von den privaten Haushalten, von den Unterneh-
mungen, vom Staat oder vom Ausland ausgehen.

Arten der nachfragebedingten Inflation


Es werden vier nachfragebedingte Inflationsarten unterschieden. Dabei wird der Zustand
des Aufschwungs bzw. der Vollbeschäftigung unterstellt, weil nur dann Nachfragesteigerun-
gen inflatorische Prozesse auslösen.
▶ Konsuminflation: Lohnerhöhungen (höher als der Produktivitätsfortschritt), Kreditauf-
nahmen und Auflösung von Sparguthaben bewirken eine Nachfragesteigerung nach Kon-
sumgütern. Dieser Nachfragesog, der durch die Güterproduktion nicht gedeckt werden
kann, führt zu einem steigenden Preisniveau für Konsumgüter.
▶ Investitionsinflation: Wenn die Unternehmer mehr investieren wollen als Spargelder zur
Verfügung stehen und das Bankensystem die dazu notwendigen Gelder zur Verfügung
stellt, wird die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Investitionsgütern größer sein als
das Angebot. Das führt zu einem steigenden Preisniveau im Produktionsgüterbereich.
▶ Fiskalinflation: Der Anteil der Ausgaben des Staates einschließlich der Sozialversiche-
rungen am Bruttosozialprodukt, die sogenannte Staatsquote, beträgt in der Bundesrepu-
blik Deutschland im Jahre 2012 rund 44,9 %. Fast jeder zweite Euro fließt also durch die
Kassen der öffentlichen Hand. Übersteigen die Ausgaben des Staates seine Einnahmen
aus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, dann kann er die Haushaltslücke (Budget-
defizit) durch Kreditaufnahmen schließen. Das kann zu einer Güterlücke führen und
damit einen Preisanstieg bewirken.
▶ Importierte Inflation: Bei fixierten Wechselkursen muss die Notenbank im Falle eines
Exportüberschusses Devisen ankaufen (Interventionspflicht). Dadurch steigt die inländi-
sche Geldmenge bei gleichzeitigem Export von Gütern. Die entstehende Güterlücke
bewirkt einen inflatorischen Preisauftrieb. Zu einer steigenden Auslandsnachfrage kommt
es vor allem, wenn das Ausland stärker inflationiert als das Inland. Die Inflation wird
sozusagen importiert.

Bei der nachfragebedingten Inflation wird der Preisanstieg durch einen Überschuss der
monetären Gesamtnachfrage über das gesamte Güterangebot verursacht. Vorausset-
zung ist, dass sich die Volkswirtschaft der Vollbeschäftigung nähert oder dass Vollbe-
schäftigung herrscht.

Arten der angebotsbedingten Inflation


Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es in verschiedenen westlichen Industriestaaten auch bei
starker Unterbeschäftigung zu einem Anstieg des Preisniveaus. Diese sogenannten Stagfla-
tionen (Stagnation + Inflation) konnten nicht von der Nachfrage-, sondern nur von der
Angebotsseite her erklärt werden.
Vollbeschäftigung
Preis-
| Beispiel | Zu einem angebotsbedingten Preis- niveau N
anstieg kommt es, wenn sich die Angebotskurve P2
durch höhere Kosten oder Gewinne nach links oben P1

verschiebt. Bei gegebener Nachfrage kommt es zu A´


einem Steigen des Preisniveaus (p1 → p2) sowie
einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts A
(y1 → y2) und der Beschäftigung. Unterstellt man, Brutto-
inlands-
Y2 Y1 produkt

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