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Christina Hehenberger 3.a.

Die Kartoffel
Kochgruppe1

Die Kartoffel

Geschichte der Kartoffel


Die Inkas nannten die Kartoffeln "papas", was soviel heißt wie "Knollen".
Auf ihrem Weg nach Europa, bekamen sie in Italien den Beinamen
"Trüffel", italienisch: "tartufoli". Die weitere Abwandlung im Deutschen
entstand über "Tartuffeln", "Artuffel", "Artoffel" bis zur Kartoffel.
Die Heimat der Kartoffeln sind die Anden. Vermutet wird, dass sie aus
einer Gegend, die dem heutigen Peru und Bolivien entspricht, stammt.
Erst Mitte des 16. Jahrhunderts erreichte die Kartoffel über Spanien und
England Europa. 1565 erhielt der spanische König eine Kiste mit indi-anischen Produkten, in
der auch einige Kartoffelknollen waren. Aber die Kartoffeln wurden nicht gegessen, sondern
in Ziergärten wegen ihrer schönen Blüte gezüchtet. Doch die Seefahrer erkannten - erst in der
zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts - dass die Kartoffel als Nahrungs-mittel die oft
auftretende Skorbut-Krankheit verhindern konnte.
Erst im Jahre 1621 gelang die Kartoffel nach Deutschland. Die Tatsache, dass sie in
Deutschland zum "Volksnahrungsmittel" wurde, ist Friedrich II. von Preußen zu verdanken.
Denn in einer Zeit mit ständig wachsender Einwohnerzahl und mehrmaligen Hungersnöten
war die Ernährung der Bevölkerung zunehmend schwieriger geworden. Dabei ist die
Kartoffel noch ein wahres Vitamin-C-Paket, das zudem nicht einmal dick macht.

Lagerung
Kartoffeln sollten dunkel und trocken bei ca. 5-8°C gelagert werden. Frühkartoffeln sollten
möglichst bald verbraucht werden, Spätkartoffeln können über den Winter im Keller gelagert
werden.

Kartoffelarten
Es gibt weltweit ca. 130 verschiedene Sorten des beliebten Nahrungs-mittels, die z. B. in
verschiedene Reife- und Eigenschaftengruppen aufgeteilt werden können.
Die Erntezeit der Kartoffeln beträgt von Anfang Juni bis ende Oktober,
z. B. Frühkartoffeln werden Anfang Juni - Mitte August geerntet. Mittelfrühe Kartoffeln
dagegen Mitte August - Ende September und Spät Kartoffeln erst von Mitte
September - Ende Oktober.

Die Kartoffel gibt uns Kraft

Kartoffeln enthalten keinen Zucker, sondern Stärke. Ihr Eiweißgehalt liegt gerade mal bei 2%.
Fett ist kaum vorhanden, das heißt, der Energiewert der Kartoffeln ist sehr gering und der
hohe Wassergehalt wirkt zusätzlich energiehemmend. Kartoffelprodukte sättigen nur
mittelmäßig, denn die Verweildauer im Magen beträgt gerade einmal 2-3 Stunden.

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Christina Hehenberger 3.a. Die Kartoffel
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Wissenswertes zur Kartoffel


Die Kartoffel gilt in Österreich als wichtigstes Nahrungsmittel. Sie findet in sehr vielen
Gerichten Verwendung. Die Qualität der Kartoffel wurde erst viele Jahre nach ihrer
Entdeckung festgestellt. Zunächst verwendete man die
Kartoffelpflanze nur als Zierpflanze.

Das Herkunftsland der Kartoffel ist Mittel- und Südamerika. Der


Ursprung der Kartoffel liegt im sonnigen Peru, dem Reich der Inkas.
Das Alter der köstlichen Knolle wird jedoch auf über 10.000 Jahre
geschätzt. Die Spanier brachten die wertvolle Frucht nach Europa.

Erdäpfel und Co.


Kartoffeln – auch Erdäpfel genannt – zählen zu den Nachtschattengewächsen und sind somit
die „Geschwister“ der Tomaten, Auberginen, Paprikas … Die grünen Teile der
Kartoffelpflanze gelten für den Menschen ungenießbar. Für den Anbau der Kartoffeln eignen
sich vor allem Gebiete mit geringer Luftfeuchtigkeit.

Lagerung von Kartoffeln


Damit die Kartoffel ihr volles Aroma entfalten kann, muss sie richtig gelagert werden. Bei zu
kalter Lagerung wird die im Erdapfel enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt. Nach diesem
chemischen Prozess schmeckt die Kartoffel zu süß und ist zum Verzehr nicht mehr optimal
geeignet.

Solanin
Bestimmt haben Sie schon mal die Triebausbildung bei Kartoffeln beobachtet. Dieser
Vorgang wird durch zu warme Lagerung beschleunigt und entzieht der Kartoffel wichtige
Substanzen. Die Triebe eignen sich nicht zum Verzehr. Dort bildet sich das natürliche Gift
Solanin, welches ein schädliches Nervengift darstellt.

Die richtige Lagerung findet bei etwa 4°C-8°C statt. Eine trockene Lagerung verhindert
zudem die Ausbreitung von Schimmelpilzen auf der Kartoffel. Außerdem sollte die Kartoffel
vor Sonnenlicht abgeschirmt werden, denn sonst entstehen grüne Flecken, die wiederum
Solanin enthalten. Grüne Stellen auf jeden Fall vor dem Kochen entfernen.

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Christina Hehenberger 3.a. Die Kartoffel
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Kalorienarm und
Wundermittel
„Von Kartoffeln wird man dick“ – Gerüchte aus der Vergangenheit rücken die
Kartoffel in kein positives Licht. Mittlerweile ist aber auch diese Knolle besser
erforscht und die veraltete Annahme kann eindeutig verworfen werden. Nicht
die Kartoffel ist schuld, sondern die Zubereitung.

Bei der Kartoffel kommt es tatsächlich nur auf die Art der Zubereitung an. So sind Chips um
einiges kalorienreicher, als zum Beispiel die gleiche Menge Kartoffeln. Man kann rohe
Kartoffeln bezüglich der Kalorien mit Bananen vergleichen.

Kartoffeln und Gesundheit


Die Kartoffel enthält pflanzliche Eiweiße. Diese sind im Normalfall nicht so gut verwertbar,
wie tierische. Die Kartoffel stellt hier jedoch eine Ausnahme dar. Weiters kann die Kartoffel
mit viel Kalium dienen. Kalium verringert nicht nur das Schlaganfallrisiko, da es den
Blutdruck senkt, sondern lindert auch schmerzhafte Muskelkrämpfe.

Die dominierenden Vitamine in der Kartoffel sind Vitamin B1, B2 und B6. Diese wertvollen
Stoffe halten unsere Zellen auf Trab.

Wundermittel
Der Kartoffelkonsum der Österreicher ist zwar noch immer sehr hoch, dennoch wurde in den
letzten Jahren eine rückläufige Entwicklung festgestellt. Um den Menschen auf der ganzen
Welt die Kartoffel wieder vermehrt ins Bewusstsein zu rufen, wurde das Jahr 2008 zum
internationalen Jahr der Kartoffel bestimmt.

Die Kartoffel zählt als fixer Bestandteil zu einem globalen Ernährungssystem. Sie ist aber
nicht nur sehr gut zum Verzehr geeignet, sondern kann auch als Hausmittel fungieren.

Danke

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