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1. Thema des Didaktischen Angebotes.

Das Thema des Angebotes ist mit den Kindern zusammen Knete herzustellen und damit
zu formen. Dabei sollen unteranderem die sensorischen Kompetenzen der Kinder
gefördert werden, wie der Tastsinn und das beschreiben von dem was man anfasst.

2. Zusammenfassung und Auswertung der Beobachtungen


2.1 Beschreibung der gesamtgruppe
Die Gesamtgruppe besteht aus Jungen und Mädchen vom Alter 3,3-6,1 Jahre. Ein Mädchen
hat bosnische Wurzeln, ein anderes Mädchen hat kroatische Wurzeln, ein Junge ist syrischer
Abstammung und ein anderer Junge hat arabische Wurzeln. Zur Zeit hat die Gruppe zwei
integrativ Kinder. Es gibt manche feste Spielgruppen, wie z.B. eine Mädchengruppe die
überwiegend am Basteltisch Zeit verbringt oder mit Bügelperlen Figuren erstellen. Es gibt
auch eine feste Jungengruppe, sie besteht aus drei Jungs die ungefähr im gleichen Alter sind.
Die Jungs Spielen lieber überwiegend untereinander und die Mädchen auch. Die Mädchen
basteln und malen lieber mehr und spielen mit Puppen oder Tieren und bauen lieber Häuser
oder Reiterhöfe. Die Jungs hingegen bauen viel mit Magnetsteinen, Kiddi Tech Bausteinen
oder auch Lego und Duplo Steine. Die Jüngeren Kinder spielen lieber untereinander, sie
brauchen aber oft Unterstützung von den Erzieherinnen und manchmal auch eine 1:1
Betreuung. Insgesamt ist die Gruppe gemischt, was Interessen, Alter, Entwicklungsstände
etc.
2.2 Beobachtungsergebnisse und Möglichkeiten zum Kompetenzerwerb

Name: E. Alter: 5,3 Geschlecht: Weiblich


Stellung in der Gruppe: E. kann sich alleine gut beschäftigen, jedoch ist sie überwiegend mit
ihrer Freundin A.. die meiste Zeit verbringt sie mit ihr, aber manchmal spielt sie auch gerne
mit gleichaltrigen Jungs. E. ist nicht sehr selbstbewusst und bestimmt nicht gerne allein für
sich. Sie ist meist zurückhaltend und spielt eher mit anderen, wenn sie eingeladen wird.
Entwicklungsstände bezogen auf das Angebot: E.s sprachliche Entwicklung entspricht ihrem
Alter. Sie erzählt gerne von ihrem Alltag und von Sachen, die sie gerne mag. Sie kann auch
schon sagen wie sich manche Oberflächen fühlen (s. B1 vom 26.01.).
Fähigkeiten/Interessen/Erfahrungen: Emilia zeigt Neugier gegenüber verschiedenen
Materialien wie beispielsweise der Schnee aus Natron und Rasierschaum oder die Wolle
oder der Kasten mit Reis (S. B 1)
Hinweise auf Kompetenzentwicklung, die durch die Aktivität gefördert werden können oder
gefestigt werden können: durch diese Aktivität wird ihre Kreativität gefördert, ihr
Wortschatz wird erweitert. Folgende Begriffe finden während des kneten oft Anwendung:
rollen, drücken, ziehen, zusammendrücken, verbinden, trennen, zerkleinern, platt,
schneiden, glätten, warm, kalt, weich, hart, groß, klein, riesig, winzig und so weiter. Ihre
Kommunikationsfähigkeit und ihre Fähigkeit in einer Gruppe zu agieren wird ebenso
gefördert.
3. Didaktisch methodische Grundlagen
3.1 Theoretische Grundlagen /Überlegungen zur pädagogischen Bedeutung des
Themas
Mit der heute geplanten Aktivität werden die sensorischen Fähigkeiten durch das
Riechen und Ertasten der Knete gefördert. Durch das Modellieren, Zerteilen, Drücken
und Rollen der Knete werden fein motorische Fähigkeiten im Handbereich gefördert.
Beim Kneten gibt es kein richtig oder falsch, eigene Vorstellungen von der Welt
werden vom Kind nachgebildet, Knete ist beliebig formbar – es gibt wenig
Begrenzungen so werden Kreativität und Fantasie gefördert. Ein Kind muss sich über
die Form und das Aussehen eines Gegenstandes oder Lebewesens genaue Gedanken
machen um ihn/es nachbilden zu können, beim Kneten wird die 3-
dimensionale/räumliche Vorstellungskraft gefördert. Folgende Begriffe/Wörter
finden während des Knetens oftmals Anwendung: rollen, drücken, ziehen,
zusammendrücken, verbinden, trennen, zerkleinern, platt, schneiden, glätten, rau,
warm, kalt, weich, hart, groß, klein, riesig, winzig usw. Zudem findet zwischen den
Kindern häufig ein reger Austausch statt, denn während des Knetens kann man gut
diskutieren, ohne dass dabei etwas „kaputt gehen“ kann. Dadurch wird die Sprache
gefördert.
Die Kinder aus meiner Teilgruppe sind ungefähr im Alter von 4 - 6 Jahren. Um den
Entwicklungsstand meiner Zielgruppe erläutern zu können nutze ich die Fachtheorien
die wir im Erziehungswissenschaften Unterricht erlernt haben. Dazu nutze ich als
Informationsquelle die Arbeitsblätter, die wir in Erziehungswissenschaften Unterricht
von Herr Mesters bekommen haben und unser Erziehungswissenschaften Buch.

Ich gehe als erstes auf die Theorie von Erik Eriksson, ein Schüler des Psychologen
Sigmund Freud. Eriksson hat sich mit der Psychosozialen Entwicklung des Menschen
beschäftigt. Laut Eriksson besitzt jedes Lebewesen einen Bauplan, der die
menschliche Entwicklung beinhaltet. Der Bauplan enthält alle Entwicklungsstufen, die
ein Mensch im Leben durchlaufen wird. Die Kinder meiner Zielgruppe befinden sich
in der dritten Stufe von Eriksons Stufenmodell: Initiative vs Schuldgefühl in dieser
Phase Stufe entscheidet das Kind was es möchte, gleichzeitig aber entwickelt es ein
eigenes Moral Gefühl, weiß also, wenn etwas schlecht ist. Zu viel Initiative, die nicht
gebremst wird, führt später vielleicht zu Überlastung, während zu viele Verbote dem
Kind das Gefühl vermitteln, von Grund auf schlecht zu sein. Sie wollen beobachten
und selbst aktiv werden. Sie wollen von dir Zeit bekommen, wie man etwas macht,
um es schließlich selbst auszuprobieren.
Bei diesem Angebot werde ich die Zutaten der Knete selbst rühren und werde dabei
versuchen die Kinder miteinzubeziehen in dem sie beispielsweise, die Zutaten in der
Schüssel geben lasse oder sie frage was bestimmte Zutaten sind. Bei dem Färben der
Knete werde ich mich eher zurückhalten und die Kinder allein kneten lassen. Ich
werde versuchen die Kinder zu loben.
3.2 Technisch sachliche Grundlagen
Für dieses Angebot habe ich ein Rezept von den Erzieherinnen aus dem Kindergarten
bekommen und habe mir ein Video dazu angeschaut.
Rezept:
600 g Mehl
300 g Salz
600 ml warmes Wasser
3 Esslöffel Öl
6 Esslöffel Zitronensäure
Und Lebensmittelfarbe

4. Verlaufsplanung
Möglicher Ablauf

Einstiegsimpuls Ich lege die Zutaten auf dem Maltisch und meine Projektkinder
wissen schon, dass wir Knete machen.
Erarbeitungsimpuls Fragen wie: Wisst ihr wie man Knete macht? Welche Zutaten
braucht man dafür? Wie fühlt sich Knete an?
Durchführungsimpul Ich setze mich zu den Kindern und wir fangen an die Zutaten in
s der Schüssel zu geben. Die Kinder sollen die Zutaten selbst in
die Schüssel geben und ich rühre sie. Nachdem die Knete
etwas gekühlt ist bekommen die Kinder von mir ein Stück
knete und ein bisschen Lebensmittelfarbe. Sie kneten bis die
Knete die Farbe aufgenommen hat und dürfen anschließend
mit der Knete spielen.
Abschluss Zum Abschluss wird aufgeräumt, aber falls andere Kinder
spielen möchten, lasse ich die Knete am Basteltisch.

Da die Kinder schon wissen was wir machen sind sie schon darauf eingestellt und sind motivierter auf
das Zubereiten der Knete. Ich lasse die Kinder die Zutaten in der Schüssel geben, da ich sie auch bei
der Zubereitung miteinbeziehen möchte. Ich ziehe mich während die Kinder kneten lieber zurück, da
meistens die Kinder sich dabei miteinander austauschen und zum Abschluss werde ich die Kinder
loben und die Knete für die anderen am Tisch lassen, falls sie spielen möchten.