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Agustin Pio Barrios, auch Agustin Barrios Mangoré und Nitsuga Mangoré

genannt wurde am 5. Mai 1885 in der kleinen Stadt San Juan Bautista de Jas
Misiones, Paraguay geboren. Er war der erste südamerikanische
Gitarrenvirtuosen, der internationale Bedeutung erlangte und großen Einfluß
auf die Entwicklung und Popularisierung der Gitarre in Süd- und Mittelamerika
hatte. Er war auch vermutlich der erste klassische Gitarrist, der eigene Platten
aufgenommen hat (ab1913).

Er erhielt ersten Gitarrenunterricht bei seinem Vater, einem Amateurmusiker.


Schon Kind verließ Barrios sein Elternhaus, um in der Hauptstadt Asunción als
Gitarrist aufzutreten, wo galt er schon als Wunderkind.1910 unternahm Barrios
seine erste Konzertreise nach Argentinien, sie wurde ein so großer Erfolg.

Ende der 1920er Jahre identifizierte sich Barrios immer stärker mit seiner
indianischen Abstammung und begann er sich als „Nitsuga Mangore - , der
Paganini auf der Gitarre aus dem Urwald“von Paraguay” bezeichnen, einige
Jahre später wurde es als Agustin Barrios Mangore abgekürzt.

Beim Ausbruch des Bürgerkrieges in Spanien reiste er nach Südamerika ab.


Wenige Jahre nach seiner Rückkehr übernahm er eine Professor in San
Salvador, wo er 1944 im Alter von 59 Jahren starb.

Barrios komponierte sein Leben lang mehr als 300 Stücke, darunter sind nur
über hundert seiner Werke erhaltet worden. Seine Kompositionen sind immer
tonal gehalten, weisen einsätzige Formen auf und zumeist sehr virtuos und
gitarrenidiomatisch: Akkordzerlegungen in Estudio de concierto, Tremolo
in Un sueño en la floresta. Außerdem sie lassen sich in drei Kategorien
einteilen: die auf südamerikanisch-folkloristischen Themen basieren (Danza
Paraguaya Nr. 1), romantische und religiöse Elemente aufweisen (La catedral)
oder europäische Komponisten imitieren, z. B. J. S. Bach (Preludio op. 5, Nr. 1)
oder Fr. Chopin (Vals op. 8, Nr. 3).

Die Mazurka ist ein aus Polen stammender stilisierter Tanz. Generell steht die


Mazurka im 3/4-Takt, international bekannt wurde die Mazurka durch Frédéric
Chopin. Besonderes Erkennungsmerkmal in musikalischer Hinsicht ist die
Verschiebung der Betonung auf die zweite Zählzeit und instrumentalen Weisen
ist der Rubatovortrag typisch. Zudem typisch ist die häufige Wiederholung von
einzelnen Motiven und Themen bis hin zur Wiederholung von ganzen Teilen.
Mazurka Appassionata entstand vermutlich in 1919, ist eine Chopin-Stil Stück.
Von Anfang bis Ende behält der Puls immer in Dreiertakt, es gibt nur eine
kurze kadenzartige Passage vor dem letzten Abschnitt.