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Grundlagen der

Betriebswirtschaftslehre
Prof. Dr. Christian Kammlott
Wintersemester 2017/2018

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 1


Studieren lernen
Wie wird mein Studium erfolgreich?

1 Kommilitonen kennen lernen und gemeinsam lernen


2 Zeitmanagement: Prioritäten setzen
3 Den Prof verstehen

4 Viele Fragen stellen

5 Auch mal Pausen machen

6 Nicht durch das Studium hetzen

7 Sich nicht verstecken

8 Das (Studenten-)Leben nicht vergessen

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Kleiner Campus-Knigge
Ein paar Regeln für ein gutes Miteinander im Hörsaal

1 Vorlesungen sind fakultativ

2 Medienkonsum im Hörsaal

3 Essen im Hörsaal

4 Pünktlichkeit

5 Mitdenken und Mitarbeiten

6 Stilvolle Kommunikation

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Inhalt

Abschnitt 1: Wichtige Fragen rund um die Vorlesung


Welche Basisliteratur wird empfohlen? Auf welchem didaktischen Konzept baut die Vorlesung auf? Welche
Lernressourcen existieren? Wie ist der Prüfungsmodus?
Abschnitt 2: Einleitung und betriebswirtschaftliche Grundlagen
Welcher Zusammenhang existiert zwischen Bedürfnissen, Nachfrage und dem ökonomischen Prinzip? Welche Rolle
spielen Unternehmen in unserem Marktsystem? Welche Themen adressiert die Betriebswirtschaftslehre?

Abschnitt 3: Geschäftsmodelle und Wertschöpfung


Was ist ein Geschäftsmodell und wie kann man ein solches analysieren? Was sind Erfolgsfaktoren? Welche Elemente
tragen die Wertschöpfung von Unternehmen?

Abschnitt 4: Die Funktionen des Unternehmens


Über welche wesentlichen Funktionen verfügen Unternehmen? Was sind in den einzelnen Funktionen elementare
Konzepte und Tools? Wie interagieren die Funktionen miteinander?

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Abschnitt 1
Wichtige Fragen
rund um die Vorlesung

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Wichtige Fragen rund um die Vorlesung
Grundverständnis und Literatur

Grundlagen der Vorlesung


 Die Veranstaltung versteht sich als Einführung in die grundlegenden Fragestellungen der
Betriebswirtschaftslehre. Im Mittelpunkt steht das Verständnis von Geschäftsmodellen,
Wertschöpfungsketten und den zentralen Funktionen von Unternehmen.

Basisliteratur
 Straub, Thomas (2012): Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
 ….oder andere grundlegende Lehrbücher aus dem Bereich “Allgemeine
Betriebswirtschaftslehre”

 Osterwalder, Alexander (2010): Business Model Generation: A Handbook for Visionaries,


Game Changers, and Challengers

Ein vorlesungsbegleitendes Studium dieser Literatur wird erwartet und ist im Hin-
blick auf die Klausurvorbereitung unverzichtbar.

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Wichtige Fragen rund um die Vorlesung
Lernressourcen und Prüfungsmodus
Allgemeines

Klausur
 Beispielaufgabe(n) im Stil der Übungsaufgaben (anwendungsbezogen)
 Theoretische Grundlagen (offen und Multiple Choice)

Prüfungsrelevanter Stoff
 Vorlesung
 Skript (auch nicht aufgelegte Folien)
 Pflichtliteratur
 ggf. Vorträge von Gastreferenten

Lernressourcen
 Aktive Mitarbeit in den Vorlesungen
 Skript
 Literaturempfehlungen
 Sprechstunden des Dozenten
 Arbeitsgruppen

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Wichtige Fragen rund um die Vorlesung
Didaktisches Konzept

Aktivität des Lehrenden Aktivität des Lernenden

Darbietende Lehrverfahren Niedrig


Hoch

Gesprächsverfahren

Niedrig Hoch
Aktivierende Lehrverfahren

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Wichtige Fragen rund um die Vorlesung
Didaktisches Konzept

Darbietende Lehrverfahren Aktivierende Lehrverfahren

Grundverständnis Grundverständnis
 Darstellen, Erläutern und  Erarbeiten oder Verarbeiten eines
Veranschaulichen von Sachverhalten, Sachverhaltes, Problems, Modells (ggf.
Problemen, Modellen, Verfahren in Gruppen)

Lehrende Lehrende
 Bietet das Betreffende didaktisch  Initiiert didaktisch vorbereitende
aufbereitet selbst dar selbstständige Lern- und
Entdeckungsprozesse

Lernende Lernende
 Bemühen sich, das Dargebotene mit-  Bemühen sich, das Betreffende
und nachzuvollziehen selbstständig zu erarbeiten bzw. zu
verarbeiten

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Wichtige Fragen rund um die Vorlesung
Lernziele

Fachlich Persönlich

Ausbildung einer soliden Basis für das „Studieren“ und Abstraktionsfähigkeit


betriebswirtschaftliche Studium und erlernen
Schaffung eines Überblicks

 Die Breite des Fachs begreifen  „Ankommen“ im studentischen Arbeiten


 Umgang mit Fachbegriffen  Selbständiger Wissenserwerb und
 Was ist das? Wissensanwendung
 Wo ist es einzuordnen?  Herausbildung von Meinungsfähigkeit
 Wie wird der Begriff abgegrenzt und und –bereitschaft (Beziehen von
verwendet? Positionen und deren Begründung)
 Kenntnis grundlegender theoretischer  Umgang mit Ambiguität
Konzepte und erste
Anwendungsaufgaben

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Abschnitt 2
Einleitung und
betriebswirtschaftliche
Grundlagen

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Bedürfnisse, Nachfrage und das ökonomische Prinzip
Was sind Bedürfnisse?

Ein Bedürfnis ist das Verlangen oder der Wunsch, einem empfundenen oder
tatsächlichen Mangel abzustellen. Diese Mangelbeseitigung nennt man
Bedürfnisbefriedigung.

 Bedürfnisse unterscheiden sich nach Alter, Herkunft, Beruf, Ort, Zeit etc.
 Bedürfnisse lassen sich nach Dringlichkeit, Wichtigkeit und den Bedürfnisträgern
unterscheiden

Existenzbedürfnisse Wahlbedürfnisse

Ausschließlich auf das menschliche Nicht lebensnotwendig, Menschen treffen


(Über-) Leben gerichtet. Bsp.: eine Auswahl. Bsp.:

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Bedürfnisse, Nachfrage und das ökonomische Prinzip
Wie können wir Bedürfnisse unterscheiden?
Maslow‘sche Bedürfnishierarchie

Abraham Harold Maslow (amerikanischer Psychologe) hat herausgefunden, dass


die Bedürfnisse nach einer bestimmten Rangordnung befriedigt werden. Das
zentrale Element ist dabei die Wichtigkeit.

Selbstverwirklichung, Kultur, Talent,


Individualität, Transzendenz…
Wertschätzung, Anerkennung, Karriere,
Macht, Geltungsbedürfnis…
Soziale Bedürfnisse, Integration, Freunde,
Kommunikation, Beziehungen, Familie…
Sicherheit, körperliche Sicherheit,
Gesetze, Ordnung, sicherer Job…
Existenzbedürfnisse, Atem, Trinken,
Schlaf, Wohnraum, Nahrung…
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Bedürfnisse, Nachfrage und das ökonomische Prinzip
Wie entsteht aus einem Bedürfnis eine Nachfrage?

Die Befriedigung von Bedürfnissen hängt davon ab, welcher Betrag meines
Einkommens für die Konsumierung von Gütern zur Verfügung steht. Die Kaufkraft
ist die Fähigkeit (i.S.v. Zahlungsfähigkeit) eines Menschen, Güter zu erwerben.
Vom Bedürfnis zur Nachfrage
Markt
Bedürfnis Bedarf Nachfrage Angebot Herstellung
Mangelgefühl Summe der mit Wirksam- Ein Unterneh- Ein Unterneh-
Kaufkraft werden des men bietet men stellt
ausgestatteten Bedarfs auf Güter auf dem wirtschaftliche
Bedürfnisse dem Markt Markt an. Güter her.
Beispiel: Beispiel: Beispiel: Beispiel: Beispiel:
Mobilität mit Finanzielle Kauf eines Golf Automobil- Automobil-
einem Auto Mittel reichen GTI, neuwertig, hersteller bietet hersteller stellt
befriedigen für einen rot Golf GTI an. Golf GTI her.
Kleinwagen
(z.B. Golf GTI)
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Bedürfnisse, Nachfrage und das ökonomische Prinzip
Welche Güter stehen zur Bedürfnisbefriedigung zur Verfügung?

Meist sind die finanziellen Mittel (Kaufkraft) zur Befriedigung unserer Bedürfnisse
begrenzt. Wirtschaftliche (knappe) Güter müssen bezahlt werden, freie Güter
kann man unentgeltlich konsumieren.
Güter

Freie Güter Wirtschaftliche Güter


 unbegrenzte  begrenzte Verfügbarkeit
Verfügbarkeit  nicht kostenlos
 kostenlos

Materielle Güter (Sachgüter oder Waren) Immaterielle Güter


Güter, die angefasst werden können. Güter, die nicht angefasst werden können.

Konsumgüter Investitionsgüter Dienstleistung Rechte


Güter, die von privaten Güter, die im Güter, die gleichzeitig Gesetzlich geschützes
Haushalten Unternehmen mit der Herstellung Recht, ein bestimmtes
(Konsumenten) verwendet werden. verbraucht werden. Gut zu produzieren
verwendet werden. oder (unter einem
bestimmten Namen) zu
verkaufen.
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Bedürfnisse, Nachfrage und das ökonomische Prinzip
Wie handeln wir bei der Befriedigung unserer Bedürfnisse?

Durch „haushalten“ versuchen wir, ein Gleichgewicht zwischen unseren


(zahlreichen) Bedürfnissen und der (begrenzten) Kaufkraft herzustellen. Dabei
handeln wir nach dem ökonomischen Prinzip.

Das ökonomische Prinzip

Minimumprinzip Maximumprinzip

Ein vorgegebenes Ergebnis mit dem Mit einem vorgegebenen Mitteleinsatz das
geringstmöglichen Mitteleinsatz erreichen. bestmögliche Ergebnis erreichen.

Bsp. Bsp.

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Bedürfnisse, Nachfrage und das ökonomische Prinzip
Kann man den Grad der Bedürfnisbefriedigung messen?

Der Grad der Verwirklichung des ökonomischen Prinzips wird mit der Effizienz
gemessen. Der Effizienz steht die Effektivität gegenüber.

Effizienz Effektivität

Beurteilung der Beziehung zwischen Beurteilung, in welchem Ausmaß die


erbrachter Leistung und Ressourcen- geplanten Ziele erreicht worden sind .
einsatz.

Leistungsfähigkeit Leistungswirksamkeit

Bsp. Bsp.

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Betriebswirtschaftslehre - Grundlagen und Perspektiven
Welche Rolle spielen Unternehmen in unserem Marktsystem?

Unternehmen sind zentrale Akteure von Wirtschaftssystemen, indem sie die


Bedürfnisse anderer durch die Herstellung und das Angebot von Waren befrie-
digen. Durch die Verwendung knapper Ressourcen sind Unternehmen gezwun-
gen, Wirtschaftlichkeitsprinzipen einzuhalten und Ressourcen effizient zu nutzen.

Gegenstand und Erkenntnisobjekt der Betriebswirtschaftslehre


ist das Wirtschaften von und in Unternehmen

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Betriebswirtschaftslehre - Grundlagen und Perspektiven
Ziele von Unternehmen

Ökonomische Ziele (Profit):


Sicherstellung des Erfolgs des
Unternehmens)

Soziale Ziele (People): Ökologische Ziele (Planet):


Wohlergeben der von der Ressourcen- und
unternehmerischen Tätigkeit Umweltschonung
betroffenen Personen

Zielbeziehungen:
 Zielharmonie (Verfolgung des einen fördert die Erfüllung des andere Ziels)
 Zielneutralität (Ziele voneinander unbeeinflusst)
 Zielkonflikt (Erfüllung des einen beeinträchtigt das andere Ziel)

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Betriebswirtschaftslehre - Grundlagen und Perspektiven
Was ist Betriebswirtschaftslehre?

Wissenschaften

Idealwissenschaft Realwissenschaft

Sozialwissenschaft Naturwissenschaft

Wirtschafts- Rechts- Politik-


Soziologie Psychologie
wissenschaft wissenschaft wissenschaft

BWL VWL

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Betriebswirtschaftslehre - Grundlagen und Perspektiven
Betriebswirtschaftslehre – eine junge Wissenschaft?

4.000 v.Chr. 1494 16. Jh. 18. Jh. 1898

Aufzeichnungen Der Merkantilismus Geburtsstunde der


zur Buchhaltung erlebt den Höhepunkt Betriebswirtschaftslehre im
bei Babyloniern seiner Popularität deutschsprachigen Raum durch die
und Ägyptern Gründung von Handelshochschulen in
Leipzig, St. Gallen , Aachen und Wien.
Etablierung der modernen
1494: Luca Pacioli Veröffentlichung Betriebswirtschaftslehre durch Vorreiter
erste Darstellung grundlegender syste- wie Schmalenbach, Kosiol, Gutenberg,
der doppelten matischer Schriften zur Mellerowicz u.a.
Buchführung in Wirtschaftswissenschaft
„Summa (Leuchs, Ludovici)
Arithmetica“

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Betriebswirtschaftslehre - Grundlagen und Perspektiven
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre – was wollen wir adressieren?

1. Fokus der Veranstaltung: Die Betriebswirtschaftslehre aus einer


2. marktorientierten Perspektive betrachten, analysieren und verstehen

Analyse der Betrachtung der


Beziehung zwischen Betriebs- Unternehmung als
Markt und wirtschafts- Institution und Unter-
Unternehmung und lehre suchung ihres
ihre Entstehung Handelns

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Abschnitt 3
Geschäftsmodelle und
Wertschöpfung

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Märkte und Geschäftsmodelle
Eine Einführung

Umsatzwachstum
41% p.a.
für 20 Jahre

Foto: xerox

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Was kostet
1kg Kaffee?

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9,98 €

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79,90 €

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Wieso ist
Nespresso so
erfolgreich?

BUZZ GROUP…
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Nespresso hat das
Geschäftsmodell für
Kaffee neu erfunden!

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Umsatz 2015:

ca. 4,5 Mrd. Euro mit

mit einem Produkt

Quelle: Stuttgarter Zeitung, 22.12.2015

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Was ist ein
Geschäftsmodell?

BUZZ GROUP…
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Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Eine Einführung

Was ist ein Geschäftsmodell?

„A business model describes the


rationale of how an organization
creates, delivers and captures
value“
Alex Osterwalder, Business Model Generation

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Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Die Wertschöpfung von Unternehmen
Business Model Canvas

Business Model Canvas – ein einfaches Tool, um Geschäftsmodelle zu verstehen.

Quelle: Alex Osterwalder, Business Model Generation

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Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Die Wertschöpfung von Unternehmen
Business Model Canvas

Wertangebote

 Welchen Wert vermitteln wir unseren


Kunden?
 Welche Probleme unseres Kunden helfen
wir zu lösen?
 Welche Kundenbedürfnisse erfüllen wir?
 Welche Produkt- und Dienstleistungspakte
bieten wir jedem Kundensegment an?

Quelle: Alex Osterwalder, Business Model Generation

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Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Die Wertschöpfung von Unternehmen
Business Model Canvas

Kundensegmente

 Für wen schöpfen wir Wert?


 Wer sind unsere wichtigsten Kunden?

Quelle: Alex Osterwalder, Business Model Generation

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Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Die Wertschöpfung von Unternehmen
Business Model Canvas

Kanäle

 Über welche Kanäle wollen unsere


Kundensegmente erreicht werden?
 Wie erreichen wir sie jetzt?
 Wie sind unsere Kanäle integriert?
 Welche funktionieren am besten?
 Welche sind am kosteneffizientesten?
 Wie integrieren wir sie in unsere
Kundenabläufe?

Quelle: Alex Osterwalder, Business Model Generation

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Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Die Wertschöpfung von Unternehmen
Business Model Canvas

Kundenbeziehungen

 Welche Art von Beziehung erwartet jedes


unserer Kundensegmente von uns?
 Welche haben wir eingerichtet?
 Wie kostenintensiv sind sie?
 Wie sind sie in unser übriges
Geschäftsmodell integriert?

Quelle: Alex Osterwalder, Business Model Generation

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Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Die Wertschöpfung von Unternehmen
Business Model Canvas

Einnahmequellen

 Für welche Werte sind unsere Kunden


bereit zu zahlen?
 Wie bezahlen sie jetzt? Wie würden sie
gerne bezahlen?
 Wie viel trägt jede Einnahmequelle zum
Gesamtumsatz bei?

Quelle: Alex Osterwalder, Business Model Generation

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 51


Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Die Wertschöpfung von Unternehmen
Business Model Canvas

Schlüsselressourcen

 Welche Schlüsselressourcen sind für


unsere
 Wertangebote
 Distributionskanäle
 Kundenbeziehungen
 Einnahmequellen
erforderlich?

Quelle: Alex Osterwalder, Business Model Generation

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 52


Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Die Wertschöpfung von Unternehmen
Business Model Canvas

Schlüsselaktivitäten

 Welche Schlüsselaktivitäten erfordern


unsere
 Wertangebote
 Distributionskanäle
 Kundenbeziehungen
 Einnahmequellen?

Quelle: Alex Osterwalder, Business Model Generation

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Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Die Wertschöpfung von Unternehmen
Business Model Canvas

Schlüsselpartnerschaften

 Wer sind unsere wichtigsten Partner?


 Wer sind unsere wichtigsten Lieferanten?
 Welche Schlüsselressourcen beziehen wir
von Partnern?
 Welche Schlüsselaktivitäten üben Partner
aus?

Quelle: Alex Osterwalder, Business Model Generation

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Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Die Wertschöpfung von Unternehmen
Business Model Canvas

Kostenstruktur

• Welches sind die wichtigsten mit unserem


Geschäftsmodell verbundenen Kosten?
• Welche Schlüsselressourcen sind am
teuersten?
• Welche Schlüsselaktivitäten sind am
teuersten?

Quelle: Alex Osterwalder, Business Model Generation

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Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Die Wertschöpfung von Unternehmen
Business Model Canvas

Schlüssel- Schlüssel- Wert- Kunden- Kunden-


Partner Aktivitäten Angebot Beziehungen Segmente

Schlüssel- Kanäle
Ressourcen

Kostenstrukturen Einnahmequellen

Quelle: Alex Osterwalder, Business Model Generation
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Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
Die Wertschöpfung von Unternehmen
Die Wertschöpfungskette nach Porter

Unternehmensinfrastruktur

unter- Personalwirtschaft
stützende
Aktivitäten Technologieentwicklung

Beschaffung

primäre Eingangs- Opera- Marketing Ausgangs- Kunden-


Aktivitäten logistik tionen & Vertrieb logistik dienst

Lieferanten- Wertkette des Abnehmer-


Wertketten Unternehmens Wertketten

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Abschnitt 4
Die Funktionen des
Unternehmens

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 58


Die Funktionen des Unternehmens
Strategisches Management

Strategisches Management beschäftigt sich mit der nachhaltigen Entwicklung,


Planung und Umsetzung strategischer Ziele und der Ausrichtung des Unter-
nehmens ggü. seiner Umwelt durch die Geschäftsleitung des Unternehmens.

Erreichung von Unternehmenszielen durch:

Wettbewerbsvorteile Performance

„Trumpf“ eines Unternehmens, mit dem es Von einem Unternehmen erreichtes


sich von den Wettbewerbern Ergebnis im Verhältnis zum
unterscheiden bzw. abgrenzen kann. Ressourceneinsatz (soziale und
ökonomische Performance)
Bsp.: Besondere Kompetenzen,
besonderes Image Bsp.: Rendite

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 59


Die Funktionen des Unternehmens
Strategisches Management
Wesentliche Ansätze

Market-Based-View Resource-Based-View

Umwelt des Unternehmens Umwelt des Unternehmens


Sektor 2
1
(außen) Entwickeln und
5-Kräfte-Modell Kombinieren von
strategischen
2
Vermögenswerten,
Strategie-Mapping um einen Wettbe-
werbsvorteil zu
3
generieren
Generische
Grundstrategien 1

4
Identifizieren von
strategischen
Wertschöpfungskette Vermögenswerten
Unternehmen des Unternehmens
(innen)

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Die Funktionen des Unternehmens
Strategisches Management
Das 5-Kräfte-Modell von Porter

Potentielle neue
Konkurrenten

Bedrohung durch potentielle


neue Konkurrenten
Verhandlungsstärke
der Lieferanten Rivalität

Lieferanten der Kunden

Konkurrenten Verhandlungsstärke der


Kunden
Bedrohung
durch Substitute

Substitute

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Die Funktionen des Unternehmens
Strategisches Management
Strategie-Mapping

(+)
Produkten/Dienstleistungen
Umfang an angebotenen

(-)
(-) (+)
Standardisierungsgrad der Produkte/Dienstleistungen

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Die Funktionen des Unternehmens
Strategisches Management
Generische Grundstrategien

Wettbewerbsvorteil
(+)

Differenzierung
Kostenführerschaft
Marktvolumen

(Kundenwertschätzung)

Fokussierung
(Nische)

(–) (+)

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 63


Die Funktionen des Unternehmens
Strategisches Management
Identifizierung interner Ressourcen und Kompetenzen

Identifikation

Strategische
Vermögenswerte

Kombination Entwicklung

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 64


Die Funktionen des Unternehmens
Strategisches Management
Entwickeln und Kombinieren von strategischen Vermögenswerten

Erfolgsfaktoren des
Sektors

Strategische Wettbewerbs-
„Fit“
Vermögenswerte vorteile

Entwicklung
Vermögenswerte
des Unternehmens

Quelle: Ansoff (1957)

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Die Funktionen des Unternehmens
Marketing

Unternehmensfunktion: Durchführung von Unternehmensaktivitäten, die den


Strom von Produkten und Dienstleistungen vom Hersteller zum Konsumenten
leiten. Führungsphilosophie: marktorientierte Führung des Unternehmens

Vision Marketingkonzept
Mission
Leitbild

Markt- Marketingstrategie Marketing-Mix


analyse  Zielmarkt
 Positionierung P P P P

Normativ strategisch operativ

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Die Funktionen des Unternehmens
Marketing
Marktanalyse

Marketing bedeutet, Geschäftsprozesse auf den Markt auszurichten. Dementsprechend


müssen die Bedürfnisse der Kunden verstanden, reflektiert und in den Mittelpunkt der
Entscheidungen gestellt werden. Während der Marktanalyse werden entsprechend
Informationen über das eigene Unternehmen im Vergleich zum Wettbewerb
(Situationsanalyse) sowie das Kaufverhalten und Marktgrößen (Marktforschung)
untersucht. Die Marktanalyse ist die Grundlage einer Marketingstrategie.

Situationsanalyse Marktforschung

Verständnis der aktuellen Lage des Systematische Beschaffung und


Unternehmens am Markt. Auswertung von Marktinformationen.

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Die Funktionen des Unternehmens
Marketing
Marktanalyse – Die SWOT-Analyse

Mit Hilfe der SWOT-Analyse erfolgt  P: Politik


die Evaluierung  E: Wirtschaft
unternehmensrelevanter Stärken 1. Externe  S: soziokulturelle Faktoren
und Schwächen hinsichtlich Umweltanalyse  T: Technologie
externer Chancen und Gefahren.
 E: ökologische Faktoren
Die Dimensionen  L: gesetzliche Rahmenbedingungen

 Strenghts,  Unternehmen
 Weaknesses, 2. Interne  Zwischenhändler
Unternehmens-  Kunden
 Opportunities und analyse  Mitbewerber
 Stakeholder
 Threats

ergeben sich aus der  S: Strength (Stärken)


vorgelagerten Umwelt- und  W: Weaknesses (Schwächen)
internen Unternehmensanalyse. 3. SWOT Matrix
 O: Opportunities (Chancen)
 T: Threats (Risiken)

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Die Funktionen des Unternehmens
Marketing
Marktanalyse – Die SWOT-Analyse

Umwelt

Threats (=Gefahren) Opportunities (=Chancen)

Strengths Mit welchen Stärken können Mit welchen Stärken können


(=Stärken) welche Gefahren in Zukunft welche Chancen in der
Unternehmen

abgewendet werden? Zukunft genutzt werden?

Weaknesses Welche Schwächen stellen Welche Schwächen hindern


(=Schwächen) zusammen mit Gefahren in uns, bestimmte Chancen in
Zukunft Risiken dar? Zukunft zu nutzen?

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 69


Die Funktionen des Unternehmens
Marketing
Marketing-Strategie

Eine Marketingstrategie ist ein langfristiger und umfassender Verhaltensplan, der


der Erreichung der Marketing- und Unternehmensziele dient. Sie ist die
Grundlage für den Einsatz von Marketinginstrumenten.

Targeting
Positionierung
 Evaluierung der
Segmentierung  Differenzierung
Potenziale
zum Mitbewerb
 Auswahl

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 70


Die Funktionen des Unternehmens
Marketing
Marketing-Strategie

Marktsegmentierung ist die Aufteilung des Gesamtmarktes in homogene


Käufergruppen. Das Ziel der Segmentierung ist die Sicherstellung einer effizienten
und erfolgreichen Marktbearbeitung.

Kriterium Ausprägung Beispiel


Geografisch  Gebiet  …
 Bevölkerungsdichte
 Klima
 Sprache
Soziodemografisch  Alter  …
 Geschlecht
 Einkommen
 Beruf
 Ausbildung
Wert- und verhaftensbezogen  Werthaltung  …
 Lebensstil
 Art der Freizeitgestaltung
 Kaufmotive
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Die Funktionen des Unternehmens
Marketing
Marketing-Strategie

Targeting ist das Treffen einer Auswahl aus den identifizierten Marktsegmenten
aufgrund deren Potenziale (z.B. auf Basis von Marktgröße, Rendite, Anzahl
Wettbewerber).

Undifferenziertes Differenziertes Konzentriertes


Marketing Marketing Marketing

„Masse“ - keine „Segmentierung “ – jeweils „Nische“ – Beschränkung


Unterscheidung zwischen differenziertes Angebot für auf einen spezialisierten und
einzelnen Segmenten. Der ausgewählte Segmente kleinen Markt (besonders
gesamte Markt wird mit interessant, wenn die
einem Angebot bedient. Ressourcen des
Unternehmens stark
beschränkt sind)

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 72


Die Funktionen des Unternehmens
Marketing
Marketing-Strategie

Positionierung ist die Stellung des Leistungsangebotes gegenüber der Konkurrenz


durch Differenzierung bzw. Hervorhebung der Einzigartigkeit. Gibt die
Rahmenbedingungen für den Einsatz der Marketinginstrumente vor.

Positionierungen werden idR in zwei-


oder mehrdimensionalen
Positionierungsmodellen dargestellt.
Die jeweiligen Kriterien ergeben sich
dabei aus den spezifischen
Eigenschaften der Marktsegmente.

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 73


Die Funktionen des Unternehmens
Marketing
Marketing-Mix

Marketing-Mix ist die von einem Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt


eingesetzte Kombination der Marketinginstrumente Produkt, Preis, Distribution
und Kommunikation.

„Product“ „Price“
Welche Produktleistung und welche Wie müssen Preise und Konditionen
Ausgestaltung entspricht den ausgestaltet sein, damit sie vom
Kundenbedürfnissen? Kunden akzeptiert werden?

Marketing-Mix
„Die 4 P‘s“
„Promotion“ „Place“
Wie kann das Unternehmen Wie gelangt das Produkt möglichst
die Kunden auf das Produkt einfach, schnell und kostengünstig zum
aufmerksam machen? Kunden?

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 74


Die Funktionen des Unternehmens
Marketing
Marketing-Mix

Beispiel für die Bestimmung der


Produktpolitik – Dimensionen der
Produktgestaltung:

Gestaltung des Gestaltung des Zusatzleistungen


Gestaltung (Kun-
des Produktkerns
Produktkerns Produktäußeren denservice) zum Produkt

 Größe  Design (Form, Farbe)  Beratung


 Gewicht  Verpackung  Schulung
 Material  Markierung  Zustellung
 Technische Leistung  Installation
 Bedienungsfreundlichkeit  Reparatur und
Garantiedienst

Grundnutzen Zusatznutzen

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 75


Die Funktionen des Unternehmens
Marketing
Marketing-Mix

Beispiel für die Bestimmung der


Preispolitik:

Skimming-Strategie Marktpenetrationsstrategie

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Die Funktionen des Unternehmens
Marketing
Marketing-Mix

Beispiel für die Bestimmung der


Distributionsstrategie:

Direkte Distribution Indirekte Distribution

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Die Funktionen des Unternehmens
Marketing
Marketing-Mix

Beispiel für die Bestimmung der


Kommunikationspolitik:

Above-the-line Below-the-line

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Die Funktionen des Unternehmens
Sales

„Sales“ oder „Distribution“ umfasst alle Entscheidungen und Handlungen, die den
Weg eines Produktes oder einer Dienstleistung vom Hersteller zum Endabnehmer
betreffen.

Distributionsorgane Absatzwege Physische Distribution

Wer soll die Produkte Auf welchem Weg sollen die Soll der Transport selbst
verteilen? Produkte zum Kunden oder durch Dritte erfolgen?
gelangen? Welche Transportmittel
sollen zum Einsatz
kommen?

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 79


Die Funktionen des Unternehmens
Sales
Distributionsorgane

Distributionsorgane von Unternehmen sind für die Überführung von Produkten


und Dienstleistungen vom Hersteller zum Endabnehmer verantwortlich.

Unternehmensinterne Unternehmensexterne
Distributionsorgane Distributionsorgane
 Geschäftsleitung  Handelsvertreter
 Verkäufer, Außendienst  Makler
 Verkaufsniederlassungen  Einzelhandel
 Großhandel

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 80


Die Funktionen des Unternehmens
Sales
Absatzwege

Distributionskanäle oder Absatzwege umfassen alle Stufen, die zuständig bzw.


notwendig sind, ein Produkt oder eine Dienstleistung dem Kunden zur Verfügung
zu stellen.

Absatzwege
Direkter Absatzweg
Produzent Konsument

Indirekter Absatzweg
Produzent Einzelhandel Konsument

Produzent Großhandel Einzelhandel Konsument

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 81


Die Funktionen des Unternehmens
Sales
Distributionsorgane

Franchising als Hybrid zwischen direkter (aus Sicht des Kunden) und indirekter
(aus Sicht des Herstellers) Distribution: vertraglich geregelte Zusammenarbeit
zwischen rechtlich selbstständigen Unternehmen.

Franchise-Geber (Hersteller) Franchise-Nehmer (Distributer)

Liefert: Liefert:
 Know-How, Marketing-Konzept,  Unternehmerisches Risiko, Infra-
Marke/Name, Schulung, Beratung struktur, Personal, Franchise-Gebühr…

Vorteile: Vorteile:
 Schnelle Expansion, keine Fixkosten,  Schneller Start, etablierte Marke,
keine Haftung für Schulden… kaufm. Unterstützung, Selbständigkeit...

Nachteile: Nachteile:
 Gefahr der Verselbstständigung  Abhängig von Marketing und Qualität

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 82


Die Funktionen des Unternehmens
Sales
Physische Distribution

Ökonomie: Welches
Transportmittel verursacht
die geringsten Kosten?

Magisches
Dreieck bei der
Transportmittelwahl

Zeit: Welches Transportmittel Ökologie: Welches


garantiert die termingerechte Transportmittel verursacht die
Auslieferung der Ware? geringste Umweltbelastung?

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 83


Die Funktionen des Unternehmens
Materialwirtschaft und Logistik

Materialwirtschaft / Logistik ist die Planung, Koordination und Steuerung der


Materialbewegungen innerhalb eines Unternehmens und zwischen dem
Unternehmen und seiner Umwelt.

Seven-Rights-Definition nach Grosvenor E. Plowman (1964):

„Logistik heißt, die Verfügbarkeit des richtiges Gutes, in der richtigen Menge, im
richtigen Zustand, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, für den richtigen Kunden, zu den
richtigen Kosten zu sichern.“

Technische Aufgaben Wirtschaftliche Aufgaben

Bsp. Bsp.

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 84


Die Funktionen des Unternehmens
Materialwirtschaft und Logistik
Bestandteile und Herausforderungen der Materialwirtschaft

Kapitalbindung und
Lagerunterhalt

Magisches
Dreieck bei der
Materialwirtschaft

Beschaffungskosten Lieferbereitschaft

Materialwirtschaft

BeschaffungsL ProduktionsL LagerL AbsatzL EntsorgungsL

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 85


Die Funktionen des Unternehmens
Materialwirtschaft und Logistik
Beschaffungslogistik - Beschaffungskonzepte

Vorratsbeschaffung Fallweise Beschaffung


„order to stock“ „just in time“
Beschaffungsmenge ist größer als der Beschaffungsvorgang wird ausgelöst,
aktuelle Bedarf. wenn Materialbedarf festgestellt wird.
Lagerhaltung wird an den Lieferanten
Typisch: bei erwarteten Preissteigerungen, übertragen.
Lieferengpässe, unverderbliche
Materialien Typisch: Material ist jederzeit beschaffbar,
Bedarf kann nicht gut geplant werden,
Vorratsbeschaffung kostspielig

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 86


Die Funktionen des Unternehmens
Materialwirtschaft und Logistik
Beschaffungslogistik - ABC-Analyse

Die ABC-Analyse ist ein Instrument zum Management der Beschaffungskosten.


Sie dient dazu, diejenigen Beschaffungsobjekte zu identifizieren, die wertvoll sind
und damit eine hohe Kapitalbindung verursachen.

Kategorie Wertanteil am Gesamtwert Mengenanteil an der Gesamtmenge

A-Güter 70% – 80% <30%

B-Güter 15% – 20% 30% – 50%

C-Güter 5% – 10% 40% – 50%

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 87


Die Funktionen des Unternehmens
Materialwirtschaft und Logistik
Beschaffungslogistik - XYZ-Analyse

Die XYZ-Analyse kann als Ergänzung zur ABC-Analyse herangezogen werden.


Mit ihr erfolgt eine Einteilung der Beschaffungsobjekte nach dem Kriterium der
Vorhersagebarkeit des Bedarfs.

Kategorie Bedarf/Vorhersagegenauigkeit Beispiel

X-Güter Regelmäßiger Bedarf Grundnahrungs-


Vorhersagegenauigkeit ist hoch mittel

Y-Güter Schwankender Bedarf Eiscreme


Vorhersagegenauigkeit ist begrenzt

Z-Güter Unregelmäßiger Bedarf Medikamente


Vorhersagegenauigkeit ist gering

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 88


Die Funktionen des Unternehmens
Materialwirtschaft und Logistik
Lagerlogistik

1 Zeitüberbrückung

2 Versorgungssicherheit

3 Spekulation Lager-
funktionen

4 Veredlung / Umformung

5 Bündelung/Entbündelung/Sortierung

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 89


Die Funktionen des Unternehmens
Materialwirtschaft und Logistik
Lagerorganisation

Warenlager
Lieferanten
Fertigwarenlager Zwischenlager Eingangslager

Distribution/ Produktion Produktion


Absatz 2. Fertigung 1. Fertigung

Fertigwarenlager Zwischenlager Eingangslager


Aufnahme von fertigen Parallel zur Produktion Befinden sich logistisch vor
Produkten. angeordnet. der Produktion.
Zeitüberbrückungs-, Zeitüberbrückungs- und Zeitüberbrückungs- und
Sortierungs- und Sicherungsfunktion Sicherungsfunktion
Sicherungsfunktion
Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 90
Die Funktionen des Unternehmens
Materialwirtschaft und Logistik
Wichtige Kennzahlen im Lagermanagement

Durchschnittlicher Lagerumschlags- Durchschnittliche


Lagerbestand häufigkeit Lagerdauer
Wie hoch ist der Wie oft wird der Wie lange verbleibt das Gut
Lagerbestand im durchschnittliche im Durschnitt im Lager?
Durchschnitt? Lagerbestand im Jahr
umgesetzt?

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 91


Die Funktionen des Unternehmens
Produktion

Produktionsmanagement ist die Planung, Organisation, Koordination und


Kontrolle aller organisatorischen Prozesse und Ressourcen, die zur Herstellung
von Produkten im Unternehmen benötigt werden.

Produktionsmanagement
Prozess der Wertschöpfung
Effizienz/Effektivität

Inputs Outputs
 Arbeitsleistung  Produkte
 Betriebsmittel  Dienstleistung
 Material Transformations-
 Energie prozess
 Kapital
 Technologien
 Informationen
Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 92
Die Funktionen des Unternehmens
Produktion
Historische Entwicklung des Produktionsmanagements

Ende 18. Jh. 1911 1914 1970er 1980er 1990er

„Industrielle Frederic W. Taylor Die aus Japan


Revolution“ fördert entwickelt die stammende
den Einsatz von Theorie der Produktionsphilosophie
Maschinen Arbeitsteilung „Just-in-Time“ wird
populär und leistet
erhebliche
Adam Smith Einführung der Effizienzbeiträge
(1776): Fließbandfertigung
Arbeitsteilung im bei Henry Ford
Produktions- Mit „Total Quality
prozess Management“ werden Defizite
Im Informationszeitalter wird die in der Produktion vermieden
elektronisch gesteuerte und die Qualität als
Materialbedarfsplanung Unternehmensphilosophie
eingeführt eingeführt
Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 93
Die Funktionen des Unternehmens
Produktion
Produktionsstrategien

Kostenstrategie Qualitätsstrategie Zeitstrategie DiversifikationsS

Minimale Im Vergleich zum Kundenleistung soll Sicherstellung einer


Produktionskosten, Wettbewerb dauerhaft und mit hohen Varianten-
Vermeidung von herausragende hoher vielfalt und Flexibilität,
Ineffizienzen Leistungseigen- Geschwindigkeit hohe organisatorische
schaften erfolgen Anpassungsfähigkeit

Bsp. Bsp. Bsp. Bsp.

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 94


Die Funktionen des Unternehmens
Produktion
Produktionsprozess

Der Produktionsprozess ist der zielgerichtete Ressourceneinsatz in einem


wertschöpfenden Kombinations- und Transformationsprozess der
Güterherstellung. Er wird in verschiedene Fertigungstypen unterteilt.

Produktionsprozess-Matrix nach Hayes und Wheelwright

Produkteigenschaften

Geringes Volumen Geringes Volumen Hohes Volumen und


Hohes Volumen
I und geringe II Verschiedene IV Standardisierung III
Weniger Produkte
Standardisierung Produkte „Massenware“
Film-
I Einzelfertigung
produktion
Fertigungstyp

II Kleinserien Kupferstich

Autimobil-
III Großserien
produktion

Zucker-
IV Massenproduktion
raffinerie

Quelle: Hayes und Wheelwright (1979), S. 128.

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 95


Die Funktionen des Unternehmens
Produktion
Produktionskosten

Fixe Kosten sind unabhängig Variable Kosten sind von der


von der Produktionsmenge und betrieblichen Leistung abhängig
bleiben länger konstant. und variieren je nach Menge.

Die Break-even-Analyse ermittelt die sogenannte Gewinnschwelle, indem sie


das Verhältnis von Volumen, Kosten, Umsatz und Gewinn untersucht. Die
Gewinnschwelle ist der Punkt, an dem weder Gewinn noch Verlust entsteht.

Summe Fixkosten
Break-Even (Menge) =
Deckungsbeitrag je Stück

Summe Fixkosten
Break-Even (Wert) =
Deckungsquote je Stück

Deckungsbeitrag je Stück
Deckungsquote je Stück =
Verkaufspreis je Stück

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 96


Die Funktionen des Unternehmens
Finanzwirtschaft
Grundbegriffe

 Die betriebliche Finanzwirtschaft


befasst sich mit Finanzierungs- und
Investitionsentscheidungen. Im Fokus
stehen also unternehmerische
Entscheidungsprozesse, bei denen
finanzielle Mittel an Kapitalmärkten

Beschaffungsmärkte
beschafft und auf Güter- und

Absatzmärkte
Dienstleistungsmärkten investiert
werden.
Leistungsbereich
Güter- und Dienstleistungsströme
 In der betrieblichen Finanzwirtschaft Beschaffung-Produktion-Absatz
betrachtet man die Zusammenhänge
stets aus der Perspektive der Finanzbereich
Zahlungswirksamkeit von Zahlungsströme
Unternehmensfunktionen.

Finanz- und Kapitalmärkte

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 97


Die Funktionen des Unternehmens
Finanzwirtschaft
Zielsystem von Unternehmen

Sämtliche finanzwirtschaftlichen Entscheidungsprozesse werden vom Zielsystem des


Unternehmens eingerahmt.
Kunden u.
Eigentümer Gläubiger Management Arbeitnehmer Gesellschaft
Lieferanten

Langfristige Existenz- und Erfolgssicherung

Sachziele Finanzziele Sozialziele


Zum Beispiel: Zum Beispiel: Zum Beispiel:
 Herstellung qualitativ hochwertiger  Steigerung des Unternehmens-  Beachtung von Umweltschutz-
Produkte wertes standards
 Erbringung exklusiver Dienst-  Erwirtschaftung eines ange-  Mitarbeiterbeteiligung bei betrieb-
leistungen messenen Gewinns lichen Entscheidungen
 Sicherung der Zahlungsfähigkeit
Quelle: in Anlehnung an Pape (2009)

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 98


Die Funktionen des Unternehmens
Finanzwirtschaft
Finanzwirtschaftliche Ziele und Entscheidungskriterien

Aus dem finanzwirtschaftlichen Oberziel der Unternehmenswertsteigerung lassen


sich finanzwirtschaftliche Ziele und Entscheidungskriterien ableiten.
Rentabilität Liquidität
Die Rentabilität einer finanzwirtschaftlichen Fähigkeit eines Unternehmens, den laufen-
Maßnahme ergibt sich aus ihrem Ergebnis den Zahlungsverpflichtungen fristgerecht
(Gewinn, Jahresüberschuss, Cashflow u.a.) und betragsgenau nachkommen zu können.
im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.
Zentrale Aufgabe:
Sicherheit Kapitalbeschaffung Unabhängigkeit
und -disposition
Als komplementäres Entschei- Zielsetzung der Erhaltung der
dungskriterium zur Rentabilität ist das einer Dispositionsfreiheit und Flexibilität. Mit der
finanzwirtschaftlichen Maßnahme inne- Aufnahme von Kapital werden neue
wohnende Risiko zu sehen, das mit dem Mitspracherechte geschaffen. Das Kriterium
für Investoren grundsätzlich anzunehmen- der Unabhängigkeit bzw. Flexibilität verlangt
de Sicherheitsstreben im Konflikt steht. daher bspw. eine Begrenzung von
Sicherheitsleistungen.
Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 99
Die Funktionen des Unternehmens
Finanzwirtschaft
Abgrenzung Investition und Finanzierung

Investition Finanzierung

Cash Flow
Cash Flow

Jahr 1 Jahr 2 Jahr 3 Jahr 4 Jahr 5 Jahr 1 Jahr 2 Jahr 3 Jahr 4 Jahr 5

Zahlungsreihe, die mit einer Zahlungsreihe, die mit einer Einzahlung


Auszahlung beginnt; Umwandlung von beginnt; Maßnahme, die der
Kapital in Vermögen Bereitstellung von Kapital dient

Themen bzw. Fragestellungen: Themen bzw. Fragestellungen:

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 100


Die Funktionen des Unternehmens
Finanzwirtschaft
Systematik der Finanzierungsformen und -instrumente

Kriterien zur Systematisierung von Finanzierungsformen

Finanzierungs- Kapitalüber- Finanzmittel- Rechtliche Stellung


anlass lassungsdauer herkunft des Kapitalgebers
 Gründungsfinanzierung  Kurzfristige  Eigenfinanzierung
 Wachstumsfinanzierung Finanzierung (bis 1  Fremdfinanzierung
 Finanzierung in der Jahr)  Hybride Finanzierung
Reifephase  Mittelfristige Finanzie-
 Refinanzierung rung (1 bis 5 Jahre)
 Sanierungsfinanzierung  Langfristige Finanzie-
rung (ab 5 Jahre)

Außenfinanzierung Innenfinanzierung

Umsatzerlöse
Beteiligungs- Misch- Fremdfinan- Vermögens-
(Zahlungsüber-
finanzierung formen zierung umschichtung
schüsse)

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 101


Die Funktionen des Unternehmens
Human Ressource Management
Historie und Ursprung

Im 19. Jh. entstanden wesentliche Vorläufer des heutigen Human Ressource


Managements:

1 Technologische und industrielle Entwicklung im Sinne der Entstehung groβer


Organisationkomplexe

2 Erziehungswesen als Grundlage des betrieblichen Aus- und Weiterbildungssystems

3 Arbeiterbewegung und Arbeitsgesetzgebung im Sinne von organisierter


Interessensverfolgung (z.B. Bergbau, Handwerk, industrielle Fertigung)

4 Fabrikgesetzgebung als staatlicher Regelungseingriff seit dem 19. Jahrhundert (v.a.


bezüglich der Arbeitszeit und Arbeitssicherheit)

5 Welfare-Bewegung im Kontext der Vergesellschaftung, der Industrialisierung und der


wachsenden Verantwortung von Unternehmen bezüglich des Personals

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 102


Die Funktionen des Unternehmens
Human Ressource Management
Definition und Einordnung

Die Aktivitäten des Human Ressource Management sind daraus ausgerichtet,


das für die Umsetzung der Strategie in der entsprechenden Unternehmens-
struktur quantitativ und qualitativ erforderliche Personal zu gewinnen, zu erhalten,
weiterzuentwickeln und wirtschaftlich einzusetzen.

Personalmanagement als
unterstützende Funktion
 Personal als
Früher
Produktionsfaktor
Human  Administrationsorientiert,
Ressource passiv
Manage-
ment Personalmanagement als
Herausforderungen:
im Wandel Wettbewerbsfaktor
Demografie, Bildungsniveaus,
 Teil des strategischen
Heute Nachhaltigkeit, Struktur der
Managements
Erwerbstätigkeit (Produktion
 Mobilisierung von
->Dienstleistung)
Kompetenzen, aktiv
Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 103
Die Funktionen des Unternehmens
Human Ressource Management
Der Human Ressource Kreislauf

Arbeitnehmer Gewerkschaften

Human Ressource Kreislauf

Belohnung

Leistungs-
Auswahl Beurteilung
prozesse

Startpunkt! Entwicklung

HR-Administration

Staat bzw.
Führungskräfte Gesellschaft

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 104


Human Ressource Kreislauf

Die Funktionen des Unternehmens Belohnung

Human Ressource Management Auswahl


Leistungs-
prozesse
Beurteilung

Der Human Ressource Kreislauf Startpauht! Entwicklung

HR-Administration

Die Personalbeschaffung (Recruiting) hat zur Aufgabe, die benötigten


Arbeitskräfte in qualitativer, quantitativer, zeitlicher und räumlicher Hinsicht zu
beschaffen.

Wahl der
Identifizierung
Personalbeschaf-
des Bedarfs Integration des
fungsquellen Selektion
Festlegung des Bewerbers
Bewerbungs-
Bewerberprofils
ausschreibung

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 105


Human Ressource Kreislauf

Die Funktionen des Unternehmens Belohnung

Human Ressource Management Auswahl


Leistungs-
prozesse
Beurteilung

Der Human Ressource Kreislauf Startpauht! Entwicklung

HR-Administration

Die Personalbeurteilung hat zum Ziel, die Leistung des Mitarbeiters, seine
Ergebnisse oder seinen Beitrag zum Mehrwert des Unternehmens zu beurteilen, sie
dient als Grundlage für die Personalentwicklung und Vergütung.

Auswahl der Bewertung


Bewertungs- Festlegung von
Bewertungsme-
kriterien, bzw., Bewertungs-
thoden und -
Bewertungsgebiet modalitäten
instrumente

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 106


Human Ressource Kreislauf

Die Funktionen des Unternehmens Belohnung

Human Ressource Management Auswahl


Leistungs-
prozesse
Beurteilung

Der Human Ressource Kreislauf Startpauht! Entwicklung

HR-Administration

Die Vergütung definiert die im Unternehmen angewendeten Vergütungsmodelle


bzw. die Art der Vergütung der Mitarbeiter. Regelmäßig bestehen in Unternehmen
feste und variable Vergütungsbestandteile.

Komponenten von Forderungen der Mitarbeiter


Vergütungssystemen an ihre Vergütung
 Finanzielles Gleichgewicht  Interne Logik
 Fairness  Leistungsabhängigkeit
 Motivation und Bindung  Konkurrenzfähigkeit

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 107


Human Ressource Kreislauf

Die Funktionen des Unternehmens Belohnung

Human Ressource Management Auswahl


Leistungs-
prozesse
Beurteilung

Der Human Ressource Kreislauf Startpauht! Entwicklung

HR-Administration

Personalentwicklung (Kompetenzmanagement) hat die Aufgabe,


Mitarbeiterkompetenzen zu beschreiben, zu visualisieren, zu entwickeln, zu
verteilen und die Nutzung für das Unternehmen sicherzustellen.

Eindeutige Bestimmung der Kompetenzen,


die gegenwärtig und zukünftig erforderlich
Identifizierung sind, damit das Unternehmen seine Tools:
strategischen Ziele erreichen kann  Zielvorgaben
Qualifizierung, Messung, Hierarchisierung  Stellenpläne
Priorisierung der Kompetenzen entsprechend ihrer  Alterspyramiden
strategischen Bedeutung  Zugangs-
Management und Entwicklung dieser Abgangstabellen
Gestaltung und
Kompetenzen (u.a. Outsourcing,
Entwicklung Jobrotation, Ausbildung etc.)

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 108


Human Ressource Kreislauf

Die Funktionen des Unternehmens Belohnung

Human Ressource Management Auswahl


Leistungs-
prozesse
Beurteilung

Der Human Ressource Kreislauf Startpauht! Entwicklung

HR-Administration

Die HR-Administration umfasst die administrative Verwaltung von Personalange-


legenheiten. Sie beinhaltet die Erfassung von Ereignissen in der Personaldatenbank
sowie deren Verarbeitung.

Wesentliche Eigenschaften

 Wiederholung von Abläufen:


 Gesetzlicher Rahmen:
 Komplexität:
 Hohe Kosten:

Wintersemester 2017/2018 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 109