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DIN EN 1829-1:2010-05

Beginn der Gültigkeit


Diese Norm gilt ab 2010-05-01.

Nationales Vorwort
Diese Norm enthält sicherheitstechnische Festlegungen

Sie beinhaltet die Deutsche Fassung des vom Technischen Komitees CEN/TC 197 „Pumpen“ im Euro-
päischen Komitee für Normung (CEN) ausgearbeiteten EN 1829-1:2010.

Die nationalen Interessen bei der Erarbeitung wurden vom Arbeitsausschuss NA 060-17-01 AA „Reinigungs-
systeme — Bodenreinigungsmaschinen — Hochdruckreiniger“ im Fachbereich Reinigungstechnik des
Normenausschusses Maschinenbau (NAM) im DIN wahrgenommen Vertreter der Hersteller und Anwender
von Hochdruckwasserstrahlmaschinen sowie der Berufsgenossenschaften waren an der Erarbeitung beteiligt.

Diese Norm konkretisiert einschlägige Anforderungen von Anhang I der EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
an erstmals im EWR in Verkehr gebrachte Maschinen, um den Nachweis der Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen zu erleichtern.

Ab dem Zeitpunkt ihrer Bezeichnung als Harmonisierte Norm im Amtsblatt der Europäischen Union kann der
Hersteller bei ihrer Anwendung davon ausgehen, dass er die von der Norm behandelten Anforderungen der
Maschinenrichtlinie eingehalten hat (so genannte Vermutungswirkung).

Die im Abschnitt 2 und den Literaturhinweisen zitierten Europäischen Normen sind als DIN-EN- bzw.
DIN-EN-ISO-Normen mit gleicher Zählnummer veröffentlicht.

2
EUROPÄISCHE NORM EN 1829-1
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE Januar 2010

ICS 97.080

Deutsche Fassung

Hochdruck-Wasserstrahlmaschinen —
Sicherheitsanforderungen —
Teil 1: Maschinen

High pressure water jet machines — Machines à jet d'eau à haute pression —
Safety requirements — Exigences de sécurité —
Part 1: Machines Partie 1: Machines

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 18. Dezember 2009 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum des CEN oder bei jedem CEN-Mitglied auf
Anfrage erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-
Zentrum mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen,
Portugal, Rumänien, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten
Königreich und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: Avenue Marnix 17, B-1000 Brüssel

© 2010 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 1829-1:2010 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................4
Einleitung.............................................................................................................................................................5
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................6
2 Normative Verweisungen......................................................................................................................7
3 Begriffe ...................................................................................................................................................8
4 Liste der signifikanten Gefährdungen .............................................................................................. 10
4.1 Allgemeines......................................................................................................................................... 10
4.2 Gefährdungen durch den bestimmungsgemäßen Austritt unter Hochdruck stehender
Flüssigkeit ........................................................................................................................................... 10
4.3 Mechanische Gefährdungen.............................................................................................................. 10
4.4 Gefährdungen beim Transport .......................................................................................................... 11
4.5 Elektrische Gefährdungen ................................................................................................................. 11
4.6 Thermische Gefährdungen ................................................................................................................ 11
4.7 Gefährdungen durch Lärm ................................................................................................................ 11
4.8 Gefährdungen bei programmgesteuerten Hochdruckwasserstrahlmaschinen........................... 11
4.9 Gefährdungen durch plötzliches Anlaufen ...................................................................................... 11
4.10 Gefährdungen durch Schwingungen................................................................................................ 11
5 Sicherheitsanforderungen und/oder -maßnahmen ......................................................................... 12
5.1 Allgemeines......................................................................................................................................... 12
5.2 Anforderungen an Hochdruckwasserstrahlmaschinen bei bestimmungsgemäßem Austritt
von unter Hochdruck stehender Flüssigkeit ................................................................................... 12
5.3 Mechanische Anforderung ................................................................................................................ 13
5.4 Anforderungen an den Transport ..................................................................................................... 15
5.5 Elektrische Anforderungen................................................................................................................ 15
5.6 Anforderungen an Not-Aus-Einrichtungen ...................................................................................... 15
5.7 Thermische Anforderungen............................................................................................................... 15
5.8 Geräuschreduzierung......................................................................................................................... 16
5.9 Anforderungen hinsichtlich Schwingungen von handgehaltenen Spritzeinrichtungen............. 17
5.10 Anforderungen an programmgesteuerte Wasserstrahlmaschinen............................................... 17
5.11 Kennzeichnung von Kontrolleinrichtungen..................................................................................... 17
6 Feststellung der Übereinstimmung mit den Sicherheitsanforderungen
und/oder -maßnahmen ....................................................................................................................... 17
6.1 Allgemeines......................................................................................................................................... 17
6.2 Hydrostatische Druckprüfung ........................................................................................................... 18
6.3 Mechanische Prüfungen und/oder Sichtprüfungen ........................................................................ 18
6.4 Prüfung der Transportvorrichtung.................................................................................................... 19
6.5 Elektrische Prüfungen........................................................................................................................ 19
6.6 Prüfung der Not-Halt-Einrichtung ..................................................................................................... 19
6.7 Thermische Prüfungen....................................................................................................................... 19
6.8 Geräuschmessungen ......................................................................................................................... 19
6.9 Schwingungsmessungen .................................................................................................................. 19
6.10 Prüfung programmgesteuerter Hochdruckwasserstrahlmaschinen............................................. 19
6.11 Prüfung der Kennzeichnungen ......................................................................................................... 20

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

Seite

7 Benutzerinformationen .......................................................................................................................20
7.1 Allgemeines .........................................................................................................................................20
7.2 Kennzeichnung und Warnhinweise...................................................................................................22
7.3 Zusätzliche Warnhinweise..................................................................................................................24
Anhang A (normativ) Geräuschprüfvorschrift ...............................................................................................25
Anhang ZA (informativ) Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und den
grundlegenden Anforderungen der EG-Richtlinie 2006/42/EG.......................................................27
Literaturhinweise..............................................................................................................................................28

Bilder
Bild 1 — Spritzeinrichtung mit Körperstütze (Prinzip) .................................................................................14
Bild 2 — Spritzeinrichtung - Rückstoßkraft und Torsionskrafterzeugung.................................................14
Bild 3 — Allgemeines Warnzeichen nach ISO 7010:2003, W001 .................................................................21
Bild 4 — Gefahrensymbol: Gefährliche Spannung nach ISO 7010:2003, W012 ........................................22
Bild 5 — Achtung..............................................................................................................................................22
Bild 6 — Beispiel eines zusätzlichen Warnhinweises (entnommen aus EN 60335-2-79:2004) ................24
Bild 7 — Gefahrensymbol: Heiße Oberflächen nach ISO 7010:2003, W017 ...............................................24

Tabellen
Tabelle 1 — Maximal zulässige Temperaturen berührbarer Oberflächen von
Hochdruckwasserstrahlmaschinen während des Normalbetriebs......................................................16

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (EN 1829-1:2010) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 197 „Pumps“ erarbeitet,
dessen Sekretariat vom AFNOR gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Juli 2010 und etwaige entgegenstehende nationale
Normen müssen bis Juli 2010 zurückgezogen werden.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Texte dieses Dokuments Patentrechte berühren können.
CEN [und/oder CENELEC] sind nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen Patentrechte zu
identifizieren.

Dieses Dokument wurde unter einem Mandat erarbeitet, das die Europäische Kommission und die
Europäische Freihandelszone dem CEN erteilt haben, und unterstützt grundlegende Anforderungen der
EG-Richtlinien.

Zum Zusammenhang mit EG-Richtlinien siehe informativen Anhang ZA, der Bestandteil dieses Dokuments ist.

EN 1829 Hochdruck-Wasserstrahlmaschinen — Sicherheitsanforderungen besteht aus den folgenden Teilen:

Teil 1: Maschinen

Teil 2: Schläuche, Schlauchleitungen und Verbindungselemente

Übereinstimmung mit den Abschnitten des Teiles 1 zusammen mit jenen des Teiles 2 von EN 1829 bieten ein
Mittel des Konformitätsnachweises mit den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen
der erwähnten Richtlinie.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland,
Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien,
Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

Einleitung
Diese Europäische Norm ist eine Typ-C-Norm nach EN ISO 12100-1.

Die betroffenen Maschinen und inwieweit Gefährdungen, gefährdende Gegebenheiten oder gefährdende
Vorkommnisse hier behandelt werden, ist im Anwendungsbereich dieser Europäischen Norm beschrieben.

Wenn Festlegungen dieser Typ-C-Norm sich von denen unterscheiden, die in Typ-A- oder -B-Normen
getroffen werden, so sind die Festlegungen dieser Typ-C-Norm für Maschinen, die nach den Angaben dieser
Europäischen Norm konstruiert und gebaut wurden, denen der anderen Normen vorzuziehen.

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm enthält die sicherheitsbezogenen Anforderungen für Hochdruckwasser-
strahlmaschinen mit Antrieben aller Art (z. B. Elektromotor, Verbrennungsmotor, Luft und Hydraulik), bei
denen Pumpen zur Druckerzeugung verwendet werden. Dieser Teil der Europäischen Norm berücksichtigt die
maßgeblichen Gefährdungen, gefährlichen Situationen und Ereignisse, die während der Montage, der
Inbetriebnahme, des Betriebes und der Wartung der beschriebenen Maschinen auftreten können, im Rahmen
der bestimmungsgemäßen Verwendung sowie der vernünftigerweise durch den Hersteller vorhersehbaren
Fehlanwendung (siehe Abschnitt 4). Die in diesem Teil der Europäischen Norm beschriebenen Hochdruck-
wasserstrahlmaschinen finden ihre Anwendung in einer oder mehreren der folgenden industriellen Bereiche:

Reinigung;

Oberflächenbehandlung;

Materialabtragung;

Betonsanierung;

Schneidanwendungen.

Dieser Teil der Europäischen Norm gilt für mobile und stationär betriebene Hochdruckwasserstrahlmaschinen,
bei denen der Flüssigkeitsdruck durch einen Druckerzeuger oder eine Pumpe erzeugt wird und der maximal
zulässige Betriebsdruck über der oberen Grenze des Anwendungsbereiches nach EN 60335-2-79 liegt.

ANMERKUNG 1 35 MPa (350 bar) ist die aktuelle obere Grenze für Maschinen nach EN 60335-2-79.

ANMERKUNG 2 Im Allgemeinen fallen Maschinen, die im Anwendungsbereich dieses Teils der Europäischen Norm
genannt werden, nicht in den Anwendungsbereich der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG. In einigen Fällen können bestimmte
Teile den Anforderungen der Druckgeräterichtlinie unterliegen, deren Anwendung aber im Rahmen dieses Teils der
Europäischen Norm nicht behandelt wird.

Dieser Teil der Europäischen Norm behandelt nicht solche Hochdruckwasserstrahlmaschinen die in
EN 60335-2-54 und EN 60335-2-79 behandelt werden.

ANMERKUNG 3 EN 60335-2-54 behandelt Dampfreiniger für den Hausgebrauch. EN 60335-2-79 behandelt Hoch-
druckreiniger mit einem Bemessungsdruck von mindestens 2,5 MPa und nicht mehr als 35 MPa, sowie Dampfreiniger und
jene Teile von Heißwasser-Hochdruckreinigern mit eingebauter Dampfstufe, die ein Fassungsvermögen von nicht mehr
als 100 l, einen Bemessungsdruck nicht über 2,5MPa und ein Produkt aus Fassungsvermögen und Bemessungsdruck
haben, das 5 MPa ! l nicht überschreitet.

Dieser Teil der Europäischen Norm gilt nicht für zusätzliche Gefährdungen aufgrund der Integration von
Hochdruckwasserstrahlmaschinen in verfahrenstechnischen Anlagen.

Dieser Teil der Europäischen Norm behandelt nicht die speziellen Gefährdungen durch den Betrieb in
explosionsgefährdeten Bereichen, auf Schiffen oder bei Umgebungstemperaturen außerhalb eines Bereiches
von 5 °C bis 40 °C.

Dieser Teil der Europäischen Norm behandelt nicht die Gefährdungen durch den Antrieb oder bestimmte
Gefährdungen aufgrund der Wärmeerzeugung. Die Gefährdungen durch hohe Temperaturen bei berührbaren
Flächen werden aber gleichwohl behandelt.

Jedwede Gefährdung durch die Eigenschaften verwendeter Flüssigkeiten, abgesehen solcher des Druckes,
sind vom Anwendungsbereich dieses Teils der Europäischen Norm ausgeschlossen.

Dieser Teil der Europäischen Norm gilt nicht für Hochdruckwasserstrahlmaschinen, die vor dem Ausgabe-
datum dieses Teils der Europäischen Norm hergestellt worden sind.

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte
Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

EN 614-1, Sicherheit von Maschinen — Ergonomische Gestaltungsgrundsätze — Teil 1: Begriffe und


allgemeine Leitsätze

EN 809, Pumpen und Pumpenaggregate für Flüssigkeiten — Allgemeine sicherheitstechnische Anforde-


rungen

EN 953, Sicherheit von Maschinen — Trennende Schutzeinrichtungen — Allgemeine Anforderungen an


Gestaltung und Bau von feststehenden und beweglichen trennenden Schutzeinrichtungen

EN 981, Sicherheit von Maschinen — System akustischer und optischer Gefahrensignale und Informations-
signale

EN 1088, Sicherheit von Maschinen — Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzein-


richtungen — Leitsätze für Gestaltung und Auswahl

EN 1829-2, Hochdruckwasserstrahlmaschinen — Sicherheitstechnische Anforderungen — Teil 2: Schläuche,


Schlauchleitungen und Verbindungselemente

EN 12162, Flüssigkeitspumpen — Sicherheitstechnische Anforderungen — Prozessverfahren für hydro-


statische Druckprüfung

EN 12723:2000, Flüssigkeitspumpen — Allgemeine Begriffe für Pumpen und Pumpenanlagen — Definitionen,


Größen, Formelzeichen und Einheiten

EN 60204-1:2006, Sicherheit von Maschinen — Elektrische Ausrüstung von Maschinen — Teil 1: Allgemeine
Anforderungen (IEC 60204-1:2005, modifiziert)

EN 60529, Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code) (IEC 60529:1989)

EN 61310-2, Sicherheit von Maschinen — Anzeigen, Kennzeichen und Bedienen — Teil 2: Anforderungen an
die Kennzeichnung (IEC 61310-2:2007)

EN 60335-2-79:2004, Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke — Teil 2-79:
Besondere Anforderungen für Hochdruckreiniger und Dampfreiniger (IEC 60335-2-79:2002, modifiziert)

EN ISO 3743-1, Akustik — Bestimmung der Schallleistungs- und der Schallenergiepegel von Geräusch-
quellen aus Schalldruckmessungen — Verfahren der Genauigkeitsklasse 2 für kleine, transportable Quellen in
Hallfeldern — Teil 1: Vergleichsverfahren in Prüfräumen mit schallharten Wänden (ISO 3743-1:1994)

EN ISO 3744, Akustik — Bestimmung der Schalleistungspegel von Geräuschquellen aus Schalldruck-
messungen — Hüllflächenverfahren der Genauigkeitsklasse 2 für ein im wesentlichen freies Schallfeld über
einer reflektierenden Ebene (ISO 3744:1994)

EN ISO 4871, Akustik — Angabe und Nachprüfung von Geräuschemissionswerten von Maschinen und
Geräten (ISO 4871:1996)

EN ISO 11203:1995, Akustik — Geräuschabstrahlung von Maschinen und Geräten — Bestimmung von
Emissions-Schalldruckpegeln am Arbeitsplatz und an anderen festgelegten Orten aus dem Schalleistungs-
pegel (ISO 11203:1995)

EN ISO 12100-1:2003, Sicherheit von Maschinen — Grundbegriffe, allgemeine Gestaltungsleitsätze — Teil 1:


Grundsätzliche Terminologie, Methodologie (ISO 12100-1:2003)

EN ISO 12100-2:2003, Sicherheit von Maschinen — Grundbegriffe, allgemeine Gestaltungsleitsätze — Teil 2:


Technische Leitsätze (ISO 12100-2:2003)

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

EN ISO 13732-1, Ergonomie der thermischen Umgebung — Bewertungsverfahren für menschliche Reak-
tionen bei Kontakt mit Oberflächen — Teil 1: Heiße Oberflächen (ISO 13732-1:2006)

EN ISO 13849-1, Sicherheit von Maschinen — Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen — Teil 1: Allge-
meine Gestaltungsleitsätze (ISO 13849-1:2006)

EN ISO 13857, Sicherheit von Maschinen — Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von Gefährdungs-
bereichen mit den oberen und unteren Gliedmaßen (ISO 13857:2008)

ISO 7010:2003, Graphical symbols — Safety colours and safety signs — Safety signs used in workplaces and
public areas

3 Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die Begriffe nach EN ISO 12100-1:2003, EN 12723:2000 und
die folgenden Begriffe.

3.1
Hochdruckwasserstrahlmaschinen
Maschine mit Düsen oder anderen variablen Öffnungen, durch die Wasser auch zusammen mit Bei-
mengungen (chemisch und/oder abrasiv) unter hohem Druck in einem freien Strahl austreten kann

ANMERKUNG Im Allgemeinen bestehen Hochdruckwasserstrahlmaschinen aus Antrieb, Druckerzeuger, Rohr-


leitungen, Schlauchleitungen, Spritzeinrichtungen, Sicherheitseinrichtungen, Regel- und Messeinrichtungen.

3.2
programmgesteuerte Hochdruckwasserstrahlmaschinen
Maschinen, welche gekennzeichnet sind durch räumliche Trennung von Aufstellort des Druckerzeugers und
Arbeitsplatz, durch fest verlegte Hochdruckleitungen zwischen Aufstellort und Arbeitsplatz mit einer oder
mehreren Anschlüssen für Spritzeinrichtungen sowie Inbetriebnahme des Systems durch externe Schalt-
einrichtungen, die nicht vom Bediener der Spritzeinrichtung aktiviert wird

ANMERKUNG In diesem Zusammenhang wird die Betätigungseinrichtung einer Spritzeinrichtung nicht als Schalt-
einrichtung betrachtet.

3.3
Antriebe
Antriebseinheit bestehend aus Elektromotoren, Verbrennungsmotoren, Hydraulikmotoren oder Luftmotoren,
die je nach Einsatzbedingungen Verwendung finden

3.4
Druckerzeuger
Einheit zur Erzeugung eines Betriebsdruckes und zur Versorgung der Spritzeinrichtung (z. B. Pumpe,
Druckübersetzer) mit Reinigungsmittel

3.5
Hochdruckleitungen
Rohrleitungen oder Schlauchleitungen, in denen das Wasser unter Druck zu den Verbrauchsstellen geleitet
wird

3.6
Rohrleitungen
fest installierte Rohre, die betriebsmäßig mit Rohrarmaturen oder Ventilen usw. verbunden sind

3.7
Schläuche
bewegliche rohrförmige Halbzeuge, bestehend aus mehreren Schichten und Einlagen

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

ANMERKUNG Schläuche und Schlauchleitungen werden in EN 1829, Teil 2 behandelt.

3.8
Schlauchleitungen
Schläuche, die mit geeigneten Schlaucharmaturen verbunden sind

ANMERKUNG Schläuche und Schlauchleitungen werden in EN 1829, Teil 2 behandelt.

3.9
Spritzeinrichtungen

3.9.1
Allgemeines
Spritzeinrichtungen bestehen aus der Betätigungseinrichtung, dem Spritz-/Verlängerungs- oder Düsenrohr
sowie der Düse

ANMERKUNG Dazu gehören auch Fußschalter, Fußventile mit Schlauchleitungen und Spritzlanzen, Spritzköpfe,
Düsenträger.

3.9.2
handgehaltene Spritzeinrichtungen
Spritzeinrichtung, bei der die Rückstoßkraft durch die Bedienperson der Spritzeinrichtung aufgenommen wird

ANMERKUNG Die Betätigungsvorrichtung kann aus Gründen der Bedienbarkeit von der Spritzeinrichtung getrennt in
Form eines Fußschalters ausgeführt sein (z. B. für Sprühlanzen).

3.9.3
mechanisch geführte Spritzeinrichtungen
Spritzeinrichtung, bei der die Rückhaltekräfte durch eine mechanische Führung aufgenommen werden

3.10
Betätigungseinrichtung

3.10.1
dicht schließende Betätigungseinrichtung (dry shut-off device)
Vorrichtung für handgehaltene Spritzeinrichtungen, mit der die Flüssigkeitszufuhr zur Hochdruckdüse durch
Öffnen und Schließen eines Ventils mit selbsttätiger Rückstellung beim Loslassen gesteuert wird

ANMERKUNG Bei geschlossenem Ventil darf keine Flüssigkeit aus der Düse austreten.

3.10.2
elektrisch, pneumatisch oder hydraulische gesteuerte Betätigungseinrichtung (dump device)
Vorrichtung für handgehaltene Spritzeinrichtungen, bei der durch Öffnen und Schließen eines Ventils die
Flüssigkeitszufuhr zu einer Bypass-Leitung, durch die der erzeugte Druck begrenzt ist mittels einer größeren
Bypass-Düse, gesteuert wird, wobei die Leitung zur Hochdruckdüse offen bleibt

3.10.3
Spritzpistole (dump gun)
handgehaltene Spritzeinrichtungen mit integriertem dump device

3.11
Sicherheitseinrichtungen
Einrichtung, die selbsttätig ein Überschreiten relevanter kritischer Parameter, wie z. B. Druck oder Temperatur
verhindert

3.12
Auslegungsaustrittsdruck
Druck, der sich, bei einem durch den Hersteller festgelegten, bestimmten Volumenstrom mit dazugehöriger
Düse am Druckerzeuger einstellt

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

3.13
maximal zulässiger Betriebsdruck
Druck, bis zu dem die Maschine funktionsfähig ist und sicherheitstechnisch einwandfrei betrieben werden
kann

3.14
Betriebstemperatur der Spritzflüssigkeit
Temperatur des Wassers an einem festgelegten Punkt

3.15
Umrüstung
Anpassung der Maschinenleistung unter Verwendung alternativer Komponenten (z. B. Wechselsätze, andere
Düsen)

3.16
Wechselsätze
austauschbare Einbauten des Druckerzeugers, die in Kombination mit Kolben verschiedener Durchmesser
unterschiedliche Kolbenhubvolumen erzeugen

3.17
Pulsationsdämpfer
Einrichtung zur Reduzierung von Druckpulsation

3.18
Prüfdruck
Messdruck, dem ein Teil, Bauteil oder Pumpe ausgesetzt ist, für Festigkeits- oder Leckageprüfungen

3.19
Reinigungsmittel
Wasser mit oder ohne Zugabe von gasförmigen, lösbaren oder mischbaren Reinigungssubstanzen oder
festen Schleifmitteln

4 Liste der signifikanten Gefährdungen

4.1 Allgemeines

Dieser Abschnitt enthält alle signifikanten Gefährdungen und Gefahrensituationen, soweit sie in dem vor-
liegenden Teil der Europäischen Norm behandelt werden. Diese werden durch eine für diese Art von
Maschinen signifikante Risikobeurteilung ermittelt und sofern Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung
der Risiken notwendig sind.

4.2 Gefährdungen durch den bestimmungsgemäßen Austritt unter Hochdruck stehender


Flüssigkeit

Der aus der Düse von Hochdruckwasserstrahlmaschinen austretende Wasserstrahl stellt durch den abrasiven
Schneideffekt, durch das Eindringen in Gegenstände oder durch das Schwenken oder Ablenken der Hoch-
druckwasserstrahldüse und des Schlauches eine Gefährdung dar.

4.3 Mechanische Gefährdungen

4.3.1 Allgemeines

Die Komponenten einer Hochdruckwasserstrahlmaschine stellen insgesamt ein System unter innerem
Überdruck dar. Mechanische Gefährdungen können z. B. durch nicht bestimmungsgemäßes Austreten von
druckbeaufschlagtem Wasser, ausgenommen an der Düse, infolge unzulässiger Drucküberschreitung oder
defekten druckbeaufschlagten Teilen entstehen.

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

4.3.2 Spritzeinrichtungen

4.3.2.1 Gefährdungen bei handgehaltenen Spritzeinrichtungen

Insbesondere besteht bei handgehaltenen Spritzeinrichtungen eine mechanische Gefährdung durch die vom
austretenden Flüssigkeitsstrahl verursachten Rückstoßkräfte. Von der unbeabsichtigten oder häufigen
Betätigung der Einrichtung können andere Gefährdungen ausgehen.

4.3.2.2 Gefährdungen bei mechanisch geführten Spritzeinrichtungen

Eine Gefährdung der Standfestigkeit mechanisch geführter Spritzeinrichtungen kann durch den Rückstoß des
austretenden Wasserstrahls entstehen.

4.3.3 Gefährdungen durch mobile Maschinen

Bei mobilen Maschinen besteht die Gefahr unbeabsichtigter Bewegungen und des Fortrollens.

4.4 Gefährdungen beim Transport

Gefährdungen beim Transport können durch Umkippen, Verlagerung oder Herabfallen der Maschine
entstehen.

4.5 Elektrische Gefährdungen

Elektrische Gefährdungen können insbesondere durch Kontakt des Wasserstrahls mit stromführenden Teilen
der Maschine entstehen.

4.6 Thermische Gefährdungen

Das Risiko der Verbrennung oder des Verbrühens kann durch Berührungen von heißen Oberflächen oder
austretenden Flüssigkeiten entstehen.

4.7 Gefährdungen durch Lärm

Es besteht eine Gefährdung durch die Belastung durch Lärm.

Die Belastung durch Lärm kann zum Hörverlust, Tinnitus oder physiologischen Störungen führen.

Lärm kann das Risiko von Unfällen vergrößern, weil das Hören von Warnsignalen oder auftretender Fehler in
einer Maschine unmöglich sein kann.

4.8 Gefährdungen bei programmgesteuerten Hochdruckwasserstrahlmaschinen

Gefährdungen können durch den bestimmungsgemäßen wie auch den nicht bestimmungsgemäßen Austritt
des Flüssigkeitsstrahls oder durch die Bewegung von Maschinenteilen entstehen.

4.9 Gefährdungen durch plötzliches Anlaufen

Gefährdungen können durch plötzliches Anlaufen der Maschine und der Druckerzeugung an der Spritz-
einrichtung entstehen.

4.10 Gefährdungen durch Schwingungen

Gefährdungen können von handgehaltenen Spritzeinrichtungen aufgrund verbleibender Pulsationen des


Druckerzeugers ausgehen.

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

ANMERKUNG Gefährdungen können von Restdrücken in Schlauchleitungen ausgehen, z. B. bei dicht schließender
Betätigungseinrichtung — auch bei ausgeschaltetem Druckerzeuger. Diese Gefährdungen werden in EN 1829, Teil 2
behandelt.

5 Sicherheitsanforderungen und/oder -maßnahmen

5.1 Allgemeines

Maschinen müssen den Sicherheitsanforderungen und/oder Schutzmaßnahmen dieses Abschnittes


entsprechen.

Zusätzlich muss die Maschine im Hinblick auf Gefährdungen, die nicht in diesem Teil der Europäischen Norm
behandelt werden, entsprechend den Anforderungen nach EN ISO 12100-2 konstruiert sein.

Um Typ-B-Normen (wie z. B. EN 614-1, EN 953, EN 981, EN 1088, EN 60204-1, EN ISO 13732-1,


EN ISO 13849-1 und EN ISO 13857) anwenden zu können, muss der Hersteller dort, wo eine Auswahl
notwendig ist, eine geeignete Risikobeurteilung für die aus den Normen resultierenden Anforderungen
durchführen.

Pumpen und Pumpaggregate müssen EN 809 entsprechen.

Bei der Verwendung von feststehenden trennenden Schutzeinrichtungen müssen die Befestigungsmittel nach
dem Abnehmen der Schutzeinrichtungen mit den Schutzeinrichtungen oder mit der Maschine verbunden
bleiben.

5.2 Anforderungen an Hochdruckwasserstrahlmaschinen bei bestimmungsgemäßem


Austritt von unter Hochdruck stehender Flüssigkeit

5.2.1 Wechselsätze

Bei Druckerzeugern/Pumpen mit Wechselsätzen müssen Vorkehrungen getroffen werden, die vorliegende
Bestückung der Maschine an einer gut sichtbaren Stelle auszuweisen.

5.2.2 Sicherheitseinrichtungen gegen Drucküberschreitung

Die Maschine muss mit einer Sicherheitseinrichtung ausgerüstet sein, die verhindert, dass der maximal
zulässige Betriebsdruck um mehr als 15 % überschritten wird oder, im Falle von Maschinen mit Pulsations-
dämpfer, um mehr als 10 %. Es darf nicht möglich sein, diese Sicherheitseinrichtung auszuschalten, und sie
muss so beschaffen und angeordnet sein, dass sie nicht umgangen werden kann.

Die Einstellung der Sicherheitseinrichtung muss so gesichert sein, dass unzulässige Änderungen verhindert
werden, mittels einer Abdichtung oder fälschungssicheren Einrichtung. Wasser, welches durch eine
Sicherheitseinrichtung dringt, muss auf sichere Weise abgeleitet werden, etwa durch die Verwendung eines
Bypass-Systems, eines Auffangbeckens oder einer Kammer.

Sicherheitseinrichtungen müssen so beschaffen und angeordnet sein, dass Personen nicht durch aus-
tretendes Wasser oder beschädigte Teile gefährdet werden.

5.2.3 Druckmesseinrichtungen

Die Maschine muss eine Druckmesseinrichtung haben, die den tatsächlichen Betriebsdruck der Flüssigkeit
am Ausgang des Druckerzeugers in Megapascal (MPa) oder Bar (bar) direkt anzeigt. Die Anzeige der
Druckmesseinrichtung muss vom Bediener gut einsehbar und lesbar sein. Der maximal zulässige
Betriebsdruck muss gekennzeichnet sein.

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

Die Druckmesseinrichtung muss so beschaffen und angeordnet sein, dass im Falle einer Leckage keine
Gefährdung durch austretende Flüssigkeit oder durch defekte Teile entsteht.

5.3 Mechanische Anforderung

5.3.1 Allgemeine Anforderungen

Alle Teile des Drucksystems müssen auf den maximal zulässigen Betriebsdruck nach Herstellerangabe
ausgelegt sein. Der Prüfdruck muss über einen Faktor auf den maximal zulässigen Betriebsüberdruck
bezogen sein, der in der Spezifikation des Herstellers angegeben ist. Auf keinen Fall darf der Faktor weniger
als 1,3 betragen.

5.3.2 Spritzeinrichtungen

5.3.2.1 Allgemeine Anforderungen für Spritzeinrichtungen

Spritzeinrichtungen müssen den bei Normalbetrieb zu erwartenden Stoß- und Schlagbeanspruchungen


standhalten, ohne dass Leckagen entstehen bzw. ihre bestimmungsgemäße Funktion eingeschränkt wird.

Die Betätigungsvorrichtung muss gegen unbeabsichtigtes Auslösen geschützt sein (z. B. durch einen Bügel).

5.3.2.2 Handgehaltene Spritzeinrichtung

Beim Loslassen der Betätigungsvorrichtung muss eine der folgenden Maßnahmen greifen:

a) Es darf keine Flüssigkeit aus der Spritzdüse austreten (dicht schließende Betätigungseinrichtung).

b) Im Falle austretender Flüssigkeit darf die von der Spritzeinrichtung erzeugte Reaktionskraft nicht größer
sein als das Gewicht der Spritzeinrichtung selbst.

c) Der Druckerzeuger muss abgeschaltet werden. Die sicherheitsbezogenen Teile der Steuerung müssen
einen Performance-Level von mindestens „c“ nach der Definition in EN ISO 13849-1 aufweisen.

Das Loslassen der Betätigungsvorrichtung darf durch Rückstoßeffekte während des Schließens nicht
erschwert oder verhindert werden. Die aufzubringende Haltekraft für die Betätigungsvorrichtung der Spritz-
einrichtung darf für die gesamte Hand nicht mehr als 60 N betragen.

Die Betätigungsvorrichtung muss in nicht aktivierter Stellung zu verriegeln sein. Dies kann z. B. durch einen
Knopf, Handhebel oder Schalter erreicht werden. Die Betätigungsvorrichtung darf in der Einschaltstellung
nicht arretierbar sein.

Die an der Spritzeinrichtung wirkenden Rückstoßkräfte dürfen 250 N in der Längsachse nicht überschreiten.
Die Rückstoßkraft darf nicht in einer Zeitspanne 1 s ansteigen, um dem Bediener Zeit zur Reaktion zu
geben.

Bei mehreren an den gleichen Druckerzeuger angeschlossenen Spritzeinrichtungen dürfen sich beim
Betätigen des Stellteiles einer Spritzeinrichtung die an den übrigen Spritzeinrichtungen in der Längsachse
wirkenden Rückstoßkräfte nicht schlagartig um mehr als 15 % verändern.

Beträgt die Länge der Spritzeinrichtung weniger als 75 cm, muss die Betätigungsvorrichtung als Zwei-
handschaltung ausgebildet sein, sodass die Spritzeinrichtung nur bei gleichzeitiger Betätigung beider
Betätigungseinrichtungen betrieben werden kann. Die Betätigungseinrichtungen müssen so angebracht sein,
dass ein Betätigen mit einer Hand nicht möglich ist. Die Bedienungsanleitung muss eine Warnung vor der
erhöhten Gefährdung durch den Gebrauch kurzer Spritzeinrichtungen enthalten (siehe 7.1). Bei Rückstoß-
kräften größer als 150 N in der Längsachse (F cos !, Bild 2) muss die Spritzeinrichtung zusätzlich mit einer
Körperstütze (siehe Bild 1) ausgerüstet sein, über die eine Rückstoßkraft ganz oder teilweise aufgenommen
wird. Die Schulterstütze muss die grundlegenden Anforderungen im Hinblick auf Arbeitssicherheits- und

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EN 1829-1:2010 (D)

Gesundheitsaspekte erfüllen, wie in EN 614-1 festgelegt. Die Anteile der radial wirkenden Rückstoßkräfte, die
sich aus dem Drehmoment T F sin · l mit einem Winkel der Düse und einem Abstand l zwischen der
Düse und der Handposition ergeben, müssen beispielsweise durch einen Kompensationsstrahl ausgeglichen
werden.

Legende
1 Körperstütze

Bild 1 — Spritzeinrichtung mit Körperstütze (Prinzip)

Legende
F Rückstoßkraft
! Winkel
l Länge
T Drehmoment

Bild 2 — Spritzeinrichtung - Rückstoßkraft und Torsionskrafterzeugung

5.3.2.3 Stabilität von mechanisch geführten Spritzeinrichtungen

An mechanisch geführten Spritzeinrichtungen muss sichergestellt sein, dass sie bei Rückstoß nicht umkippen,
abheben oder sich bewegen. Dies kann z. B. durch eine geeignete Stellfläche, Gewichte oder Sperr-
vorrichtungen erreicht werden.

5.3.3 Hochdruckleitungen

5.3.3.1 Rohrleitungen

Rohrleitungen müssen für die bestimmungsgemäße Verwendung geeignet sein. Sie müssen bei der Druck-
prüfung der Anforderung nach EN 12162 entsprechen und so konstruiert oder geschützt sein, dass Leckagen
keine Verletzungen verursachen können. Dies kann z. B. durch Einschließung in einem geschlossenen
Gehäuse und Informationen hinsichtlich verbleibender Risiken (siehe Abschnitt 7) erfolgen.

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

5.3.3.2 Schlauchleitungen

Schlauchleitungen müssen für die bestimmungsgemäße Verwendung ausgelegt sein und mit EN 1829, Teil 2
übereinstimmen.

5.3.3.3 Spritzdüse

Der Hersteller muss an der Maschine eine Einrichtung vorsehen, woraus für den Bediener Einzelheiten über
die Spritzdüsen zu entnehmen sind.

5.3.4 Anforderungen an mobile Maschinen

Mobile Maschinen auf Fahrgestellen müssen die Anforderungen an die Standsicherheit nach EN 809 erfüllen.

5.4 Anforderungen an den Transport

Die Maschine muss so konstruiert sein, dass sie (z. B. an passenden Kranösen) transportiert werden kann.
Jede Transportvorrichtung an der Maschine muss als solche gekennzeichnet sein.

ANMERKUNG Die geeignete Ausführung kann im Einzelfall mit dem Käufer vereinbart werden.

5.5 Elektrische Anforderungen

Die elektrische Ausrüstung der Maschine muss mit EN 60204-1 übereinstimmen. Für die elektrischen Bauteile
der Maschine ist eine spritzwassergeschützte Ausführung erforderlich, mit IP X3 nach EN 60529. Für
Maschinen mit Verbrennungsmotor gilt diese Anforderung nicht für solche elektrischen Bauteile, die aus-
schließlich für den Betrieb des Verbrennungsmotors (z. B. Anlasser, Lichtmaschine) erforderlich sind.

Elektrische Bauteile von Hochdruckwasserstrahlmaschinen im Arbeitsbereich der Düsen müssen strahl-


wassergeschützt sein, mit IP X5 nach EN 60529.

Für Maschinen, die in einem gesonderten Raum fest installiert werden sollen, ist eine tropfwassergeschützte
Ausführung der elektrischen Bauteile mit IP X2 nach EN 60529 ausreichend.

Sicherheitsbezogene Bauteile des Bediensystems, insbesondere elektrische und elektronische Bedien-


elemente handgehaltener Spritzeinrichtungen, müssen eine geeignete Sicherheitskategorie nach EN 13849-1
haben.

Drahtlose Bedieneinrichtungen müssen den Anforderungen nach EN 60204-1:2006, 9.2.7 entsprechen.

5.6 Anforderungen an Not-Aus-Einrichtungen

Die Maschine muss mit Not-Aus-Einrichtungen entsprechend den speziellen Gefahren nach der Risiko-
beurteilung des Herstellers ausgerüstet sein. Insbesondere muss das Pumpenaggregat mindestens mit einer
Not-Aus-Einrichtung für die Steuerung ausgestattet sein, die mit der Maschine verbunden ist. Die Not-Aus-
Einrichtung muss der Stopp-Kategorie 0 oder 1 entsprechen, wie sie in EN 60204-1 festgelegt ist.

Diese Anforderung gilt nicht für verbrennungsmotorisch betriebene Maschinen, für die die Risikobeurteilung
des Herstellers zeigt, dass die Not-Aus-Einrichtung das Risiko nicht reduziert, sei es weil es die Stoppzeit
nicht verkürzt oder weil es die besonderen, erforderlichen Maßnahmen zu Risikobehandlung nicht ermöglicht.

5.7 Thermische Anforderungen

Maschinenteile, die während des normalen Gebrauchs berührt werden können, dürfen die Temperatur-
grenzwerte für berührbare Oberflächen nach Tabelle 1 nicht überschreiten.

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EN 1829-1:2010 (D)

Wenn die in Tabelle 1 genannten Temperaturen im normalen Betrieb nicht eingehalten werden können,
müssen Maßnahmen zur Reduzierung des Kontaktes mit der Fläche (z. B. durch Isolierung) getroffen oder
Warnhinweise für den Benutzer/Bediener an der Maschine nahe der Gefahrenstelle gegeben werden.

Tabelle 1 — Maximal zulässige Temperaturen berührbarer Oberflächen von


Hochdruckwasserstrahlmaschinen während des Normalbetriebs

Kontaktzeit
Werkstoff 0,5 sa 1 minb 8 h und längerc
T01 C T01 C T01 C

Unbeschichtete Metalle 65 51 43

Beschichtete Metalled 75 51 43

Keramik, Glas, Stein 80 56 43

Kunststoffe 85 60 43
a z. B. Teile, die normalerweise vom Bediener nicht berührt werden

b z. B. Teile der Maschine, die eine kurzfristige Neuausrichtung erfordern (Bedienung der Schläuche, etc.)

c anhaltende Berührung durch Bediener (handgehaltene Spritzeinrichtung, etc.)

d Dicke der Oberflächenbeschichtung nach EN ISO 13732-1

5.8 Geräuschreduzierung

5.8.1 Geräuschreduktion an der Quelle durch

Maschinen müssen so beschaffen und konstruiert sein, dass das aus der Luftschallemission resultierende
Risiko auf das niedrigste Niveau reduziert wird, unter Berücksichtigung des technischen Fortschritts und der
Verfügbarkeit von Mitteln zur Lärmminderung, insbesondere an der Quelle. Bei der Gestaltung einer Maschine
müssen die verfügbaren Informationen und technischen Maßnahmen zur Geräuscheinschränkung an der
Quelle Berücksichtigung finden, siehe z. B. EN ISO 11688-1.

ANMERKUNG EN ISO 11688-2 enthält nützliche Informationen zu Gesetzmäßigkeiten, die bei Maschinen zur
Geräuscheerzeugung beitragen.

Der Erfolg der angewendeten Geräuschreduzierung ist auf Basis der tatsächlichen Schallemissionen im
Verhältnis zu anderen Maschinen gleicher Bauart mit vergleichbaren nicht-akustischen Daten zu bewerten.
Die Hauptlärmquellen von Hochdruckwasserstrahlmaschinen sind Pumpen, Antriebe und Heizelemente.

Lärm kann durch die folgenden Maßnahmen reduziert werden:

Nutzung von Bauteilen und Nebenantrieben mit der niedrigsten möglichen Lärmemission;

Isolierung des konstruktionsbedingten Schalls oder des Lärmeinflusses der Antriebseinheit;

Bedienkabine mit Lärmschutz.

5.8.2 Geräuschreduzierung durch Schutzmaßnahmen

Entsprechend der Ergebnisse der Lärmmessung nach Anhang A dieses Teils der Europäischen Norm
müssen Hochdruckwasserstrahlmaschinen mit angemessenen Einrichtungen zur Geräuschreduzierung

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EN 1829-1:2010 (D)

ausgerüstet sein, sofern zutreffend. Solche Einrichtungen können an der Maschine befindliche Gehäuse,
Kapselungen, Schalldämpfer oder Blenden sein.

5.8.3 Geräuschreduzierung mittels Information

Die Bedienungsanleitung muss Informationen beinhalten über verbleibende Risiken hinsichtlich Lärm durch
den Betrieb von Hochdruckwasserstrahlmaschinen (siehe 7.1).

5.9 Anforderungen hinsichtlich Schwingungen von handgehaltenen Spritzeinrichtungen

Die Gerätekonstruktion muss ein zumutbares, möglichst niedriges Schwingungsemissionsverhalten der


Spritzeinrichtungen aufweisen.

5.10 Anforderungen an programmgesteuerte Wasserstrahlmaschinen

Programmgesteuerte Wasserstrahlmaschinen müssen, wenn der Sprühstrahl aktiviert und ohne direkte
Handlung durch den Bediener gestoppt wird, durch Sicherheitseinrichtungen, z. B. Abdeckungen, Abschran-
kungen usw., so geschützt sein, dass Personen nicht in Gefahrenzonen gelangen können nach EN 953,
EN 981, EN 1088 und EN ISO 13857. Die Gefahrenzonen umfassen alle Bereiche, die der Hoch-
druckwasserstrahl erreichen kann.

Falls der Hersteller die Sicherheitseinrichtung für den gefährdeten Bereich nicht mitliefert, so muss er
geeignete Informationen über deren Aufstellung in der Bedienungsanleitung geben (siehe 7.1).

5.11 Kennzeichnung von Kontrolleinrichtungen

Manuell betätigte Kontrolleinrichtungen, wie z. B. Druckschalter, Wählschalter usw., müssen direkt auf der
Einrichtung oder in unmittelbarer Nähe mit ihrer Funktion gekennzeichnet sein. Vorzugsweise sollten
international genormte graphische Symbole (Piktogramme) verwendet werden (siehe ISO 7010, EN 60204-1
und EN 61310-2).

6 Feststellung der Übereinstimmung mit den Sicherheitsanforderungen


und/oder -maßnahmen

6.1 Allgemeines

Die gesamte Hochdruckwasserstrahlmaschine ist einer erfolgreichen Funktionsprüfung bei Nennleistung und
mit der Düsenbestückung, die den maximal zulässigen Betriebsdruck erzeugt, zu unterziehen.

Insbesondere ist hierbei zu überprüfen:

die Funktion der Regel- und Druckmesseinrichtungen;

Betrieb mit dem maximal zulässigen Betriebsdruck;

ob Undichtigkeiten auftreten.

Erfüllen auftretende Fehler diese Kriterien, so gilt der Test als nicht erfüllt.

Die richtige Zuordnung von Schlauchleitungen und Spritzeinrichtungen ist durch Besichtigung zu prüfen. Alle
gekennzeichneten maximal zulässigen Betriebsdrücke müssen gleich oder größer sein als der maximal
zulässige Betriebsdruck des Druckerzeugers.

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6.2 Hydrostatische Druckprüfung

Eine hydrostatische Druckprüfung mit einem Prüfdruck nach 5.3.1 (diese können durch den Druckerzeuger
der Maschine selbst erzeugt werden, wenn der Antrieb die Leistung erbringt). Die hydrostatische Druck-
prüfung muss nach EN 12162 durchgeführt werden. Weiterhin muss die Druckentlastungseinrichtung
entweder verlagert oder zurückgestellt werden, wenn der Test des vorangegangenen Abschnittes ausgeführt
wird.

6.2.1 Prüfung der Sicherheitseinrichtungen zur Vermeidung von Drucküberschreitung

6.2.1.1 Dicht schließende Sicherheitseinrichtung

Die Funktion der Sicherheitseinrichtung muss wie folgt geprüft werden:

Vor der Druckprüfung muss eine Überprüfung der Maschine anhand der Konstruktions-/Auslegungs-
dokumente erfolgen.

Sichtprüfung der Plombenlacksicherungen an der Druckeinstellvorrichtung, die unbeschädigt sein


müssen.

Der Betriebsdruck muss bis zum Ansprechen der Einrichtung erhöht werden. Der Druck, bei dem die
Einrichtung anspricht, darf nicht über die in 5.2.2 angegebenen Drücke hinaus erhöht werden. Das für
den Test verwendete Wasser muss sauber sein, um eine Verschmutzung der Ventilsitze und daraus
resultierende spätere Leckage zu vermeiden.

6.2.1.2 Nicht dicht schließende Sicherheitseinrichtung

Die Vorrichtung muss per Sichtprüfung hinsichtlich der Übereinstimmung mit den Angaben der Bedienungs-
anleitung geprüft werden.

6.2.2 Druckmessgerät

Das Druckmessgerät muss bei der Funktionsprüfung nach 6.1 überprüft werden auf

a) die einwandfreie Funktion der Anzeige sowie

b) die richtige Anordnung des Druckmessgerätes nach 5.2.3 durch Sichtprüfung.

6.2.3 Hydrostatische Druckprüfung der Spritzeinrichtung

Spritzeinrichtungen sind für die Dauer von mindestens 30 s einer statischen Druckprüfung des 1,5fachen
maximal zulässigen Betriebsdrucks auszusetzen.

6.3 Mechanische Prüfungen und/oder Sichtprüfungen

6.3.1 Allgemeines

Vor Beginn der Prüfung sind die Spritzeinrichtungen und die Anschlussleitungen zu entlüften.

Spritzeinrichtungen sind außerdem einem Funktionstest unter maximal zulässigem Betriebsdruck zu unter-
ziehen.

6.3.1.1 Prüfung von handgehaltenen Spritzeinrichtungen

Die Mindestlänge und die Rückstoßkraft sind nach 5.3.2 zu messen. Durch Sicht- und Funktionsprüfung ist
die Betätigungsvorrichtung nach 5.3.2 zu prüfen.

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6.3.1.2 Prüfung der Standsicherheit mechanisch geführter Spritzeinrichtungen

Die Standsicherheit mechanisch geführter Spritzeinrichtungen wird mit der maximal vorhersehbaren Rück-
stoßkraft aller angebotenen Spritzdüsen oder Einsätze entsprechend den Herstellerangaben nach 5.3.2.2
geprüft.

6.3.1.3 Prüfung der Schlauchleitungen

Siehe EN 1829, Teil 2.

6.3.2 Prüfung der Standsicherheit der Hochdruckwasserstrahlmaschine

Die Standsicherheit der Maschine im Hinblick auf nicht bestimmungsgemäße Lageänderung muss z. B. durch
eine entsprechende Funktionsprüfung oder eine statische Berechnung gemäß EN 809 nachgewiesen werden.

6.4 Prüfung der Transportvorrichtung

Das Vorhandensein von Transportvorrichtungen wird durch Sichtprüfungen geprüft.

6.5 Elektrische Prüfungen

Es sind die in EN 60204-1:2006, Abschnitt 18 vorgesehenen Prüfungen durchzuführen, sofern anwendbar.


Bei der Prüfung müssen die Maschinen für den Dauerbetrieb bis zum Erreichen eines Beharrungszustandes
(Pumpendurchsatz, Temperatur und Druck) betrieben werden.

6.6 Prüfung der Not-Halt-Einrichtung

Alle Not-Halt-Einrichtungen sind nach EN 60204-1:2006, Abschnitt 18 zu prüfen.

6.7 Thermische Prüfungen

Bei Hochdruckwasserstrahlmaschinen unter Verwendung von heißem Wasser sind die Temperaturen der
heiß werdenden Teile der Spritzeinrichtung im Griffbereich des Bedienungspersonals zu messen. Die
gemessenen Temperaturen dürfen die maximal zulässigen Temperaturen nach Tabelle 1 nicht überschreiten.
Bei Maschinen mit Erhitzer muss sichergestellt sein, dass der Erhitzer funktioniert und die Flüssigkeit die fest-
gelegte Temperatur erreicht, bevor die Messungen erfolgen.

6.8 Geräuschmessungen

Die Geräuschemission der Maschine ist nach Anhang A dieses Teils der Europäischen Norm zu messen.

6.9 Schwingungsmessungen

Schwingungsemissionswerte sind nach einschlägigen Normen oder Prüfverfahren zu messen.

ANMERKUNG Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Hand-Arm-Schwingungen dieser Geräte üblicherweise deutlich
niedriger als 2,5 m/s2 sind. Daher ist es ausreichend zu erwähnen, dass die Emissionswerte niedriger als 2,5 m/s2 sind,
wenn das betreffende Gerät nicht technische Spezifikationen aufweist, welche diese Erfahrung unanwendbar macht.

6.10 Prüfung programmgesteuerter Hochdruckwasserstrahlmaschinen

Die Prüfung der sicherheitstechnischen Anforderungen für programmgesteuerte Hochdruckwasserstrahl-


maschinen erfolgt durch Sicht- und/oder Funktionsprüfung nach den in 5.10 genannten Normen. Liefert der
Hersteller die Sicherheitseinrichtungen für die gefährdeten Bereiche nicht, so muss er in der Bedienungs-
anleitung geeignete Informationen für deren Prüfung angeben.

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6.11 Prüfung der Kennzeichnungen

Die Überprüfung der Kennzeichnungen von Kontrolleinrichtungen erfolgt durch Sichtprüfung nach den in 5.11
genannten Normen.

7 Benutzerinformationen

7.1 Allgemeines

Die der Maschine beiliegende Bedienungsanleitung muss EN ISO 12100-2:2003, 6.5 und den folgenden
Anforderungen entsprechen.

Alle Bedienungshinweise, die zur sicheren Einstellung, Inbetriebnahme, Außerbetriebnahme, zum Umgang
mit Fehlfunktionen sowie zur Wartung der Hochdruckwasserstrahlmaschine erforderlich sind, müssen in der
Bedienungsanleitung erläutert werden. Die bestimmungsgemäße Verwendung der Hochdruckwasserstrahl-
maschine muss in der Bedienungsanleitung erläutert werden. Dies kann durch beispielhafte Auflistung von
korrekten und unzulässigen Betriebsweisen erfolgen.

Wirkungsweise der Sicherheitseinrichtungen und Austrittsmöglichkeiten von Flüssigkeit, verursacht durch das
Ansprechen solcher Sicherheitseinrichtungen, sind in der Bedienungsanleitung zu erläutern.

Typ und/oder Durchmesser der zu verwendenden Düsen und die zugehörigen Rückstoßkräfte.

Zulässige Arbeitsstoffe und ihre Verwendung sind in der Bedienungsanleitung anzugeben, z. B. durch die
Angabe des Flammpunktes, die Grenzen des pH-Wertes oder der chemischen Stoffgruppe und die
Konzentration.

Der maximal zulässige Betriebsdruck und die Betriebstemperatur der Spritzflüssigkeit.

Die Spezifikation von Schlauchleitungen und ein Warnhinweis, dass Ersatzteile dieser Norm entsprechen
müssen.

Bei Hochdruckwasserstrahlmaschinen mit Wechselsätzen sind in der Bedienungsanleitung angemessene


Hinweise zu geben, die ein sicheres und korrektes Umrüsten solcher Wechselsätze ermöglichen; die
anschließend erforderlichen Prüfungen sind anzugeben.

Auf Maßnahmen zur Vermeidung von Gefährdungen, die sich durch die Art der Aufstellung, z. B. durch Lärm,
durch gesundheitsgefährdende Stoffe in gefährlichen Konzentrationen (z. B. Abgase), durch explosions-
gefährdete Atmosphären, durch nicht bestimmungsgemäße Verwendung usw., ergeben, muss in der
Bedienungsanleitung hingewiesen werden.

Die Bauteile und Betätigungseinrichtungen zur Kontrolle des Wasserstrahls sind zu erläutern.

Informationen zu Maßnahmen im Umgang mit Rückschlagmomenten oder -kräften durch eine Punktdüse
(siehe Bild 1) müssen angegeben werden.

Falls Restdrücke in Schlauchleitungen, z. B. bei dicht schließenden Betätigungseinrichtungen, auftreten


können, auch wenn der Druckerzeuger ausgeschaltet ist, muss eine entsprechende Anleitung gegeben
werden, zum sicheren Ablass des Druckes.

Hinweise auf Sicherheitsmaßnahmen im Falle einer Sicherheitsabschaltung der Maschine (einschließlich der
Trennung von jedweder Energieversorgung, Maßnahmen zur Vermeidung einer unbeabsichtigten Neu-
verbindung, Neutralisierung möglicher Restenergie, Prüfung des Sicherungszustands) müssen genannt
werden.

Informationen über sichere Arbeitsabläufe zur Reinigung, Wartung und Reparatur sowie eine Anleitung zum
Transport müssen angegeben werden.

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EN 1829-1:2010 (D)

Es sind Angaben über die Prüfungen und Inspektionen, die vom Betreiber auszuführen sind, zu machen (Art
und Umfang sowie Empfehlungen zur Qualifikation des Prüfers).

Informationen über angemessene persönliche Schutzausrüstung für Hochdruckwasserstrahlmaschinen im


Betrieb, z. B. Schutzkleidung, Sicherheitsschuhe, Sicherheitshandschuhe, Sicherheitshelme mit Visier,
Ohrschutz usw., die während des Maschinenbetriebes getragen werden müssen.

Es müssen Informationen, sofern die Oberflächentemperaturen die Werte nach Tabelle 1 überschreiten, zum
Schutz vor thermischen Gefährdungen bereitgestellt werden.

Spezielle Informationen für die Aufstellung programmgesteuerter Wasserstrahlmaschinen, bei denen der
Wasserstrahl ohne direkten Eingriff eines Bedieners ein- oder ausgeschaltet werden kann, müssen in der
Bedienungsanleitung aufgeführt werden (siehe 5.10 und 6.10).

Falls konstruktiv oder betriebsbedingt erforderlich, müssen zusätzlich folgende Angaben gemacht werden:

bei drehzahlveränderlichen Antrieben die Leerlaufdrehzahl sowie die unter Beibehaltung des ent-
sprechenden maximal zulässigen Betriebsdruckes niedrigste Lastdrehzahl;

Angaben über die Anzahl der zulässigen Betriebszyklen;

Angaben über die Betriebsart, falls keine Dauerleistung angegeben werden kann.

Sicherheitsrelevante technische Daten, inklusive der Spezifikationen der zu verwendenden Ersatzteile, sofern
diese die Sicherheit oder Gesundheit des Bedieners beeinflussen.

Die Bedienungsanleitung muss Informationen über die Luftschallemissionen entsprechend A.7 enthalten.

Der Bediener muss durch die Bedienungsanleitung auf die Nutzungsdauer spezieller Düsen hingewiesen
werden, zur Begrenzung seiner Lärmbelastung. Der Bediener sollte außerdem auf den zusätzlichen Lärm
hingewiesen werden, der durch das Auftreffen des Wasserstrahls auf den Werkstoff entstehen kann, der aber
außerhalb des Anwendungsbereiches dieses Teils der Europäischen Norm liegt.

Für handgehaltene Spritzeinrichtungen muss die Bedienungsanleitung über den Schwingungsgesamtwert,


dem das Hand-Arm-System ausgesetzt ist, informieren, wenn er 2,5 m/s2 überschreitet. Wenn er niedriger als
2,5 m/s2 ist, ist es ausreichend zu erwähnen, dass er niedriger als 2,5 m/s2 ist (siehe auch 6.9).

Die mit diesen Werten verbundene Unsicherheit sowie die Messbedingungen und die angewendeten
Messverfahren oder der Verweis auf die angewendete harmonisierte Norm müssen angegeben sein.

Die Bedienungsanleitung muss über erforderliches zusätzliches Training informieren.

Die Warnhinweise der Bedienungsanleitung, deren Nichtbeachtung zu einer Verringerung der Sicherheit
führen würde, müssen mit dem folgenden Zeichen gekennzeichnet sein:

Bild 3 — Allgemeines Warnzeichen nach ISO 7010:2003, W001

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und für die elektrische Sicherheit mit:

Bild 4 — Gefahrensymbol: Gefährliche Spannung nach ISO 7010:2003, W012

Technische Warnhinweise, welche berücksichtigt werden müssen zum Schutz der Maschine selbst, sind mit
dem folgenden Zeichen zu kennzeichnen:

Bild 5 — Achtung

7.2 Kennzeichnung und Warnhinweise

7.2.1 Allgemeines

Informationen und Warnhinweise, die an der Maschine selbst anzubringen sind, müssen vorzugsweise in der
Form von leicht verständlichen Zeichen oder Piktogrammen gegeben werden (siehe beispielsweise 7.3). Die
durch diesen Standard geforderten Kennzeichnungen müssen klar lesbar und dauerhaft angebracht sein.

7.2.2 Kennzeichnung der Maschine

Hochdruckwasserstrahlmaschinen sind mit folgenden Angaben zu kennzeichnen:

Name und vollständige Adresse des Herstellers und erforderlichenfalls seines Bevollmächtigten;

Kennzeichnung der Maschine;

Modell- oder Typenbezeichnung;

Seriennummer;

Baujahr, d. h. das Jahr, in dem der Produktionsprozess abgeschlossen wurde;

Gewicht, in Kilogramm (kg);

maximaler Volumenstrom in Liter/Minute (l/min) mit dem dazugehörigen Betriebsdruck, in Megapascal


(MPa) oder Bar (bar);

ANMERKUNG 1 Bei Hochdruckwasserstrahlmaschinen ohne Wechselsätze genügt die Angabe des maximalen
Volumenstroms, in Liter/Minute (l/min).

maximal zulässiger Betriebsdruck, in Megapascal (MPa) oder Bar (bar), mit dem dazugehörigen
Volumenstrom in Liter/Minute (l/min);

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EN 1829-1:2010 (D)

ANMERKUNG 2 Bei Hochdruckwasserstrahlmaschinen ohne Wechselsätze genügt die Angabe des maximal
zulässigen Betriebsdruckes, in Megapascal (MPa) oder Bar (bar).

bei Maschinen mit Pumpenwechselsätzen, die alternativ möglichen, maximal zulässigen Betriebsdrücke
mit den jeweils dazugehörenden Volumenströmen;

die maximal zulässige Betriebstemperatur der Spritzflüssigkeit bei Temperaturen über 43 °C;

Nennspannung mit der Kennzeichnung für Gleichspannung oder Wechselspannung sowie bei
Wechselspannung die Frequenz und Phasenzahl;

die Nennaufnahme, in Kilowatt (kW), mit dem Nennstrom, in Ampère (A) oder Nennspannung, in Volt (V)
und, bei nicht-elektrischen Antrieben, die angegebene Motorleistung, in Kilowatt (kW);

den Schutzgrad (IP-Nummer nach EN 60529).

Bei Hochdruckwasserstrahlmaschinen mit Wechselsätzen muss der aktuell verwendete Wechselsatz direkt
oder indirekt mit dem maximal zulässigen Betriebsdruck gekennzeichnet sein.

7.2.3 Kennzeichnung der Sicherheitseinrichtungen

Sicherheitseinrichtungen gegen Drucküberschreitung müssen deutlich erkennbar und dauerhaft mit

dem maximal zulässigen Betriebsdruck oder dem Nenndruck,

der Durchflussmenge, in Liter/Minute, oder der Nennweite und

mit dem Herstellernamen oder dem Herstellerzeichen

gekennzeichnet sein.

7.2.4 Kennzeichnung der Spritzeinrichtung

Spritzeinrichtungen und ihre lösbaren druckführenden Teile, ausgenommen Düsen, müssen mit

dem maximal zulässigen Betriebsdruck,

dem Herstellerzeichen und

dem Serientyp

gekennzeichnet sein.

Die Kennzeichnung mit Serientyp ist nicht erforderlich für

Spritzrohre,

Verlängerungsrohre und

Düsenrohre oder Verbindungselemente.

Sofern Spritzeinrichtungen für Betriebstemperaturen der Flüssigkeit über 43 °C geeignet sind, müssen sie
zusätzlich mit der maximal zulässigen Betriebstemperatur gekennzeichnet sein.

Düsen müssen mit einer besonderen Kennzeichnung versehen sein, die in Verbindung mit der vom Hersteller
in der Bedienungsanleitung gegebenen Information den Durchfluss in Litern je Minute (l/min) als Funktion des
Betriebsdruckes angibt.

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

Werden verschiedene Spritzdüsen mit der Maschine geliefert, so müssen diese in spezifischen Behältnissen
am Aggregat, die jeweils mit den spezifischen Daten der Spritzdüsen, Durchsatz, maximal zulässiger
Betriebsdruck und Geräuschpegel gekennzeichnet sein müssen, vorgehalten werden.

7.2.5 Kennzeichnung der Rohrleitungen

Das Gehäuse muss mit dem maximal zulässigen Betriebsdruck gekennzeichnet werden.

7.3 Zusätzliche Warnhinweise

Als zusätzliche Warnhinweise im Hinblick auf die Gefährdungen durch den austretenden Hochdruckwasser-
strahl ist die Hochdruckwasserstrahlmaschine mit entsprechenden Hinweisen zu versehen. Dies kann z. B.
mit Piktogrammen, wie in Bild 6 und Bild 7 dargestellt, erfolgen.

Bild 6 — Beispiel eines zusätzlichen Warnhinweises (entnommen aus EN 60335-2-79:2004)

Bild 7 — Gefahrensymbol: Heiße Oberflächen nach ISO 7010:2003, W017

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EN 1829-1:2010 (D)

Anhang A
(normativ)

Geräuschprüfvorschrift

A.1 Bestimmung des Emissionsschalldruckpegels


Der Emissionsschalldruckpegel wird nach EN ISO 11203:1995 unter Verwendung der Methode, wie in
6.2.3 d) beschrieben, mit einem Messabstand d = 1 m gemessen.

ANMERKUNG In diesem Fall ist der Emissionsschalldruckpegel gleich dem Oberflächenschalldruckpegel, der
verwendet wird, um den Schallleistungspegel nach EN ISO 3744 zu berechnen, unter Zugrundelegung einer quader-
förmigen Hüllfläche mit 1 m Abstand zum Bezugsquader.

A.2 Bestimmung des Schallleistungspegels


Der Schallleistungspegel wird nach EN ISO 3744 oder EN ISO 3743-1 gemessen, wenn ein geeigneter
Prüfraum mit schallharten Wänden zur Verfügung steht.

Sowohl bei der Bestimmung der Schallleistung und als auch des Emissionsschalldruckpegels muss die
Betriebsbedingung an den festgelegten Positionen identisch sein.

A.3 Betriebsbedingungen
Sowohl bei der Bestimmung der Schallleistung und als auch des Emissionsschalldruckpegels müssen der
Aufbau und die Betriebsbedingung an den festgelegten Positionen identisch sein.

Der Hochdruckreiniger muss auf einer schallreflektierenden Ebene installiert werden; auf Kufen montierte
Maschinen müssen auf einem 0,40 m hohen Auflager untergebracht werden, sofern durch Festlegungen des
Herstellers keine anderen Installationsbedingungen gefordert sind.

Der Hochdruckreiniger wird bei Normalbetrieb betrieben. Die Geräuschemission des auf eine Oberfläche
auftreffenden Wasserstrahls ist von der Messung auszuschließen.

Der Überwachungszeitraum muss mindestens 15 s betragen.

A.4 Messunsicherheiten
Für den A-gewichteten Schallleistungspegel, bestimmt nach A.2, und den A-gewichteten Emissionsschall-
druckpegel, bestimmt nach A.1, wird eine Standardabweichung der Reproduzierbarkeit von weniger als
1,5 dB erwartet.

ANMERKUNG Die führt jeweils zu einem Maximalwert von 3 dB für die Unsicherheiten KWA und KpA.

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

A.5 Aufzuzeichnende Angaben


Die aufzuzeichnenden Angaben umfassen alle technischen Anforderungen dieses Geräuschprüfcodes. Alle
Abweichungen von diesem Geräuschprüfcode oder von den Grundnormen, auf denen er beruht, sind
zusammen mit der technischen Begründung für derartige Abweichungen aufzuzeichnen.

A.6 Zu berichtende Angaben


Die Angaben, die im Prüfbericht enthalten sein müssen, sind zumindest die, die der Hersteller für eine Angabe
der Geräusche verlangt oder der Anwender für die Nachprüfung der angegebenen Werte fordert.

A.7 Angabe und Nachprüfung von Geräuschemissionswerten


Die Angabe des Emissionsschalldruckpegels muss als Zweizahlangabe des Geräuschemissionswertes nach
EN ISO 4871 erfolgen.

Die Angabe muss den Geräuschemissionswert LpA, und dazu getrennt, die jeweilige Unsicherheit KpA
enthalten.

Der Schallleistungspegel muss nach EN ISO 4871 als ein Einzelwert angegeben werden, wobei die Summe
von LWA und die jeweilige Unsicherheit KWA anzugeben ist.

Die Geräuschangabe muss die Feststellung enthalten, dass die Geräuschemissionswerte nach diesem
Geräuschprüfcode erhalten wurden. Sollte diese Feststellung nicht zutreffend sein, muss die Geräusch-
angabe eindeutig angeben, worin die Abweichungen von diesem Teil der Europäischen Norm und von den
Grundnormen bestehen.

Hinzukommende Geräuschemissionsgrößen können ebenfalls in der Angabe enthalten sein.

Die Geräuschangabe muss dergestalt sein, dass sie nach EN ISO 4871 überprüft werden kann.

Die Überprüfung muss, wenn sie durchgeführt wird, mit demselben Aufbau und denselben Betriebs-
bedingungen wie bei der Ursprungsbestimmung der Geräuschemissionswerte vorgenommen werden.

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

Anhang ZA
(informativ)

Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und den


grundlegenden Anforderungen der EG-Richtlinie 2006/42/EG

Diese Europäische Norm wurde im Rahmen eines Mandates erarbeitet, das dem CEN von der Europäischen
Kommission und der Europäischen Freihandelszone erteilt wurde, um ein Mittel zur Erfüllung der
grundlegenden Anforderungen der Richtlinie nach der neuen Konzeption für Maschinen 2006/42/EG
bereitzustellen.

Sobald diese Norm im Amtsblatt der Europäischen Union im Rahmen der betreffenden Richtlinie in Bezug
genommen und in mindestens einem der Mitgliedstaaten als nationale Norm umgesetzt worden ist, berechtigt
die Übereinstimmung mit den normativen Abschnitten dieser Norm innerhalb der Grenzen des Anwendungs-
bereichs dieser Norm zu der Annahme, dass eine Übereinstimmung mit den entsprechenden grundlegenden
Anforderungen der Richtlinie und der zugehörigen EFTA-Vorschriften gegeben ist.

WARNHINWEIS — Für Produkte, die in den Anwendungsbereich dieser Norm fallen, können weitere
Anforderungen und weitere EG-Richtlinien anwendbar sein.

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DIN EN 1829-1:2010-05
EN 1829-1:2010 (D)

Literaturhinweise

[1] EN ISO 11688-2, Akustik — Richtlinien für die Gestaltung lärmarmer Maschinen und Geräte — Teil 2:
Einführung in die Physik der Lärmminderung durch konstruktive Maßnahmen (ISO/TR 11688-2:1998)

[2] EN 60335-2-54, Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke —
Teil 2-54: Besondere Anforderungen für Geräte zur Oberflächenreinigung mit Flüssigkeiten oder
Dampf (IEC 60335-2-54:2008)

[3] EN ISO 11688-1, Akustik — Richtlinien für die Konstruktion lärmarmer Maschinen und Geräte —
Teil 1: Planung (ISO/TR 11688-1:1995)

[4] Richtlinie 97/23/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. Mai 1997 zur Angleichung
der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Druckgeräte

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