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Переклад з української мови на німецьку мову

RECHTSANWALTSRAT DES GEBIETS CHERNIVTSI


RECHTSANWALTIN
Popova-Zagorodnya Snizhana Grygorivna
Zeugnis über Recht
auf Rechtanwaltstätigkeit Nr. 379
58001 Stadt Chernivtsi, Vul. Golovna, 89
Tel.: (050) 6659100

Sehr geehrter Herr Aden,


zwecks rechtlicher Beurteilung des Schreibens des stellvertretenden Dorfältesten von Karapchiv
LUCHAK V. P. vom 03.03.2017 Nr. 813 auf den Namen des bevollmächtigten Vertreters des
Konsulardienstes der Deutschen Botschaft in der Ukraine bezüglich der Nationalität von
Vakaryuk Olena (Elena oder Helena) zu mir betreffs des Rechtsanwalts wandte sich Matso Raisa
Antonivna für die Erlangung von Prozesskostenhilfe. Entsprechend Ihrer Vollmacht, mich in
seinem Interesse war Anfrage auf den Namen des stellvertretenden Dorfältesten LUCHAK V. P.
vom 6. April 2017 gebildet und an das Dorf Karapchiv gesendet. In der Anfrage wurden
klarstellende Fragen in Bezug auf die Nationalität der Obengenannten Vakaryuk Olena (Elena
oder Helena) gestellt.
Aus der Antwort des stellvertretenden Dorfältesten von Karapchiv LUCHAK V. P. geht
hervor, dass sein Schreiben auf den Namen des bevollmächtigten Vertreters des
Konsulardienstes der Deutschen Botschaft in der Ukraine vom 03.03.2017 Nr. 813 mit groben
Verletzungen der Regeln der Aktenführung erstellt wurde. Die Nationalität von Vakaryuk Olena
(Elena oder Helena) wurde ohne ordnungsgemäße urkundliche Bestätigung bei ausdrücklicher
Ignorierung einer Reihe offensichtlicher Faktoren angegeben. De facto bestimmte er (LUCHAK
V. P.) die Nationalität von Vakaryuk Olena (Elena oder Helena) als „Ukrainerin“ gemäß der
Nationalität ihres Ehegatten Vakaryuk Lasar, was die Überschreitung der Befugnisse bedeutet,
der Wirklichkeit nicht entspricht und den Behauptungen nicht zugrunde gelegt werden kann,
weil das nicht in seine Zuständigkeit fällt. Als stellvertretender Dorfältester ist Herr LUCHAK
V. P. nicht mit Befugnissen ausgestattet, die Nationalität der Bürger zu bestimmen.
Im Schreiben vom 6.04.2017 Nr. 1124 auf meine Anfrage erkannte Herr LUCHAK an, dass
seiner Feststellung das Buch „Hausbuch Nr. 2 aus den Jahren 1944-1945-1946, von Nr. 115 bis
Nr. 229 Dorfrat Karapchiv, Dorf Karapchiv, Bezirk Vashkivtsi Gebiet Chernivtsi“ zugrunde
gelegt worden war.
LUCHAK V. P. erkannte jedoch an, dass dieses Buch nicht offizielle Urkunde für Feststellung
der Nationalität einer Person ist. Nach Einsicht in das Buch „Hausbuch Nr. 2 …“ und dessen
Analyse fand LUCHAK heraus, dass bei 14 Familien der Landwirtschaftshöfe die Nationalität
überhaupt nicht angegeben war. Daraus zog er die Schlussfolgerung, dass das Ausfüllen des
Feldes „Nationalität“ damals nicht obligatorisch und wichtig gewesen war. Als Beispiel legte
Herr LUCHAK die Kopien der Dokumente aus demselben Buch „Hausbuch Nr. 2 …“ für
Haushalte Nrn. 125, 149, 152, 153 vor (das Genannte ist in den Punkten 1 und 5 des Schreibens
von LUCHAK V. P. vom 6.04.2017 Nr. 1124 aufgeführt).
Darüber hinaus gab Herr LUCHAK an (Punkt 4 des Schreibens vom 06.04.2017 Nr. 1124), dass
im Feld Liste der Hofmitglieder der Familie Vakaryuk in der Zeile 2 desselben Buches
„Hausbuch Nr. 2 …“, wo Vakaryuk Elena eingetragen ist, der Vatersname „Antonivna“ nicht
angegeben ist. In Wirklichkeit steht dort ein unleserliches Wort geschrieben, das nicht gelesen
werden kann und selbst bei angenäherter Schreibweise dem Wort „Antonivna“ nicht entspricht.
Zur Beantwortung der Anfrage der Botschaft hatte er (LUCHAK) den Vatersnamen „Antonivna“
nicht dem Buch „Hausbuch Nr. 2 …“ entnommen, sondern entsprechend der Anfrage des
bevollmächtigten Vertreters des Konsulardienstes der Botschaft angegeben und den vom
Vertreter des Konsulats bereitgestellten Informationen entnommen. Kurz gesagt hat LUCHAK
V. P. den Vatersnamen „Antonivna“ aus dem elektronischen Schreiben des bevollmächtigten
Vertreters des Konsulardienstes der Botschaft kopiert, was unzulässig ist.
Bei Vorbereitung und Bereitstellung der Informationen dem Konsulat hat Herr LUCHAK auch
andere Angaben in der Zeile 2, wo das Geburtsjahr von Vakaryuk Helena als 1906 angegeben ist
und auch dem tatsächlichen Geburtsdatum nicht entspricht, ignoriert bzw. nicht ordnungsgemäß
beurteilt. Das spricht davon, dass sich LUCHAK V. P. in seiner Antwort nicht nach den
Informationen aus dem Buch „Hausbuch Nr. 2 …“, sondern nach den Informationen aus der
elektronischen Anfrage des bevollmächtigten Vertreters des Konsulats richtete, was wiederum
unzulässig ist.
Somit wurden die Informationen darüber, dass Vakaryuk Olena (Elena oder Helena) Ukrainerin
ist, von Herrn LUCHAK V. P. mit groben Verletzungen der Normen der Aktenführung
vorbereitet und versendet, weil sie nicht auf dem Buch „Hausbuch Nr. 2 …“ basieren. De facto
wurden die Angaben zur Person von Vakaryuk Olena (Elena oder Helena) – ihren richtigen
Namen, Vatersnamen und ihr richtiges Geburtsjahr von LUCHAK V. P. dem Schreiben des
bevollmächtigten Vertreters des Konsulardienstes entnommen, und ihre Nationalität wurde von
der Nationalität ihres Ehemannes nach eigenem Ermessen abgeleitet und nicht dem Buch
„Hausbuch Nr. 2 …“ entnommen. Denn neben dem Vornamen Helena ist die Nationalität
„Ukrainerin“ nicht angegeben.
Beim Ausfüllen des Feldes „Schreib- und Lesefähigkeit“ in der Zeile 2 steht neben dem Namen
Helena ein Vermerk „Analphabet“. Das entspricht auch nicht der Wirklichkeit, weil Vakaryuk
Olena (Elena oder Helena) lese- und schreibkundig war. Das war ihrem Mann, ihren Kindern,
allen Verwandten und Nachbarn gut bekannt. Sie selbst schrieb Briefe auf deutsch an ihre
Verwandten in Borna. In der Familie Vakaryuk waren 1944 lese- und schreibkundig: Olena
(Helena), ihre Tochter Klavdia und ihr Sohn Anton. Ungebildet war der Hausherr – Lasar
Ivanovich. Eben nach seiner Ungebildetheit wurde der Vermerk „Analphabet“ eingetragen, und
für alle Mitglieder des Hofes, die unter ihm eingetragen waren, vermerkte man dasselbe. Das
spricht davon, dass die das Buch ausfüllende Person über richtige Informationen zur Schreib-
und Lesefähigkeit von Helena nicht verfügte. Sie verfügte auch nicht über die Informationen zur
Schreib- und Lesefähigkeit der Kinder, weil die Tochter Klavdia zum Zeitpunkt des Ausfüllens
die 5. Klasse der örtlichen Schule besuchte und selbstverständlich lese- und schreibkundig war.
Die ausfüllende Person gab sich keine Mühe, genaue Informationen zu wissen und anzugeben,
weil das für sie unwichtig war. Dass die Tochter Klavdia zum Zeitpunkt des Ausfüllens des
Buches „Hausbuch Nr. 2 …“ lese- und schreibkundig war, spricht die Tatsache, dass sie bereits
1948 beim Dorfrat Karapchiv als Erfasserin eingestellt wurde. Das war nur unter der Bedingung
der Schreib- und Lesefähigkeit möglich. (Eine Kopie und Übersetzung des Arbeitsbuches von
Klavdia KOROVUSHKINA (Vakaryuk) liegt bei).
Wichtig ist, dass im Buch „Hausbuch Nr. 2 …“ die Unterschriften der Mitglieder des Hofes nicht
vorhanden sind. Das gab der stellvertretende Dorfälteste LUCHAK V. P. im Punkt 2 des
Schreibens vom 6.04.2017 Nr. 1124 zu.
Deswegen sprechen die Angaben in der Zeile 2 des Feldes „Hofmitgliederliste“ im Buch
„Hausbuch Nr. 2 …“, dass derjenige, der das Buch ausfüllte, richtige Informationen zum
Vatersnamen von Helena, ihrem Geburtsjahr und ihre Nationalität nicht hatte. Er bemühte sich
auch nicht, diese Informationen zu bekommen und richtig einzutragen, weil diese Informationen,
seiner Meinung nach, für ausgerechnet dieses Buches nicht relevant und nicht notwendig waren.
Wichtig für Aufnahme ins Buch „Hausbuch Nr. 2 …“ waren die Angaben zum Vermögen eines
Bauernhofes. Das ist daran zu sehen, wie genau und detailliert das Vermögen, Vieh, Geflügel,
landwirtschaftliche und industrielle Ausrüstung des Hofes aufgezählt war. Nämlich all das war
obligatorisch darzustellen und wurde mit entsprechender Genauigkeit festgehalten. Es wird klar,
dass das Buch „Hausbuch Nr. 2 …“ zur Festhaltung des wirtschaftlichen Bestandteils eines
Bauernhofes bestimmt war. 1944-1946 trug das auch einen Klassencharakter in Bukovina, weil
die Sowjetmacht eine Zwangskollektivierung durchführte. Obwohl das Feld „Nationalität“
genauso wie das Feld „Bildung“ vorhanden war, war sein Ausfüllen jedoch formal und nicht
obligatorisch. Die Bestätigung dafür ist, dass bei den Bauern aus 14 von 114 Höfen die
Nationalität überhaupt nicht eingetragen war, und bei den meisten, wenn nicht bei allen Höfen,
wurde die Nationalität nach dem Hausherr vermerkt.
Und zum Schluss, zwecks Feststellung der wahrhaften Informationen bezüglich der Nationalität
von Vakaryuk Olena (Helena), drückten wir die Bitte an die Leitung des Dorfes Karapchiv aus,
die Alteingesessenen des Dorfes zu befragen, als wen die Dorfeinwohner sie kannten, und als
wen sie sich selbst identifizierte. Die Dorfverwaltung befragte die Dorfeinwohner, unter denen
die ehemaligen Nachbarn der Familie Vakaryuk, damalige Arzthelferin und Hebamme des
Dorfkrankenhauses und zwei Vorsitzende des Dorfrates waren. Sie bestätigten, dass sie
tatsächlich Vakaryuk Helena (Helka) persönlich kannten. Und dass sie der Nationalität nach
Deutsche war, hatten sie unmittelbar von ihr erfahren. Ihre Aussagen wurden vom
stellvertretenden Dorfältesten LUCHAK V. P. beglaubigt. Diese Dokumente schließen wir an.

Mit freundlichen Grüßen,

RECHTSANWALTIN gez. Unterschrift

SIEGEL: / UKRAINE Gebiet Chernivtsi Rechtsanwaltin Popova-Zagorodnya


Snizhana Grygorivna Zeugnis Nr. 379 3104710205 /

Переклад з української мови на німецьку мову здійснено перекладачем Теутуляком Вячеславом


Авреловичем