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Die Syntax — Lehre von Aufbau der zusammenhängenden Rede.

Die Haupteinheiten der Syntax


sind Wortgruppen, Satz, Text. Die Wortgruppe besteht mindestens aus zwei selbstständigen Worten.
Das zentrale Einheit der Syntax ist der Satz — als minimale sprachliche Einheit, mit deren Hilfe
die Menschen ihre Gedanken austauschen (mit einander kommunizieren).
Der Satz gehört sowohl zur Sprache, als auch zur Rede. Zur Sprache gehören Satzmodelle, nach
welchen konkrete Satze gebildet werden können. Zur Rede gehören konkrete Sätze, die von den
Menschen nach bestimmten Satzmodellen gebildet werden können.
Der Satz erfüllt drei Funktionen:
1.Kognitive: besteht darin, dass die geistig sprachliche Tätigkeit der Menschen im Prozess der Erkenntnis
der Welt in Form von Sätzen vor sich geht. Sätze und materielle Hüllen unserer Gedanken.
2.Nominative Funktion besteht darin, dass die Sätze bestimmte Sachverhalte der objektiven Welt nennen.
3.Kommunikative Funktion besteht darin, dass die Menschen mit einander mit Hilfe von Sätzen
kommunizieren.
Ziele der Kommunikation:
-Erbitten (ertragen eine Information): Ist es heute kalt?
-Menschen teilen die Information mit: Wir studieren Deutsch.
-Wir bewegen den Gesprächspartner zur Handlung: Komm an die Tafel!

In allen Sprachen hat der Satz folgende strukturelle Merkmale:


-Die Prädikativität – zeigt das dem Subjekt des Satzes ein positives oder negatives Merkmal zugeordnet
und das prädikative Verhältnis äußert sich in der Kongruenz des Subjektes mit der Prädikat und ist nur
dem Satz eigen. Das prädikative Verhältnis ist entweder bejahend oder verneinend, d.h. die Bejahung
oder Affirmation und die Verneinung (Negation) sind polare Formen der Prädikativität:
*Ich verstehe dich (+)
Ich verstehe dich nicht (-)
Man unterscheidet die Satznegation und Wortnegation. Bei der Satznegation wird das prädikative
Verhältnis verneint: ich bin nicht schuld daran; nicht ich bin schuld daran.
Bei der Wortnegation wird nur ein Satzglied verneint.
-Die Modalität – drückt das Verhältnis zu der Aussage und Wirklichkeit vom Standpunkt des Sprechers
aus. Grundformen der Modalität:
Die Modalität der Wirklichkeit (Realität): zum Ausdruck der Realität dient der Indikativ; *Ich habe
dieses Buch gelesen
-Die Modalität der Nichtwirklichkeit (Irrealität): zum Ausdruck der Irrealität dient Konjunktiv; *Ich hätte
dieses Buch gelesen.
-Die intonatorische Gestaltung (fallende|terminale; schwebende|progrediente; streigende|
interrogative): die Intonation ist die universellste Charakteristik des Satzes (in einigen Fällen ist sie das
einzige Merkmal des Satzes: Hilfe!)
-Strukturelle Abgeschlossenheit (завершенность): jeder Satz besteht aus einer notwendigen Zahl des
Satzglieder, die entsprechend morphologisch geformt und durch bestimmte syntaktische Mittel verbunden
sind.