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Überall auf der Welt begleiten wir das gesprochene Wort mit Gestik und Mimik, die unsere

Aussagen verstärken.

Aber wir finden in jeder Kultur ganz individuelle Körperbotschaften. Nicht jedes Signal welches
wir als gut oder schlecht betrachten, wird in anderen Kulturen ebenso verstanden.

Die folgenden Gesten laden ganz besonders zu Missverständnissen ein:

Daumen hoch

Diese Geste wird in Deutschland, den USA und in Korea als "sehr gut" verstanden. Der Daume
darstellt in vielen Mittelmeerländern, Russland und im Mittleren Osten eine Aufforderung zum
Sex. In Japan kann sie sowohl die Zahl fünf bedeuten.

Daumen zwischen Mittel- und Zeigefinger ("Feige")

In Deutschland wünscht man sich so "viel Glück". In der Türkei, Griechenland und in Japan ist
diese Geste jedoch ein Symbol für weibliche Geschlechtsorgane.

Ring aus Zeigefinder und Daumen

In Deutschland, Frankreich, den USA und in Skandinavien ist diese Geste: Sie bedeutet zum
einen "sehr gut". So sieht man das auch in Brasilien, in Mittelamerika wiederum steht sie für
"perfekt". In Belgien, Tunesien signalisiert man damit eine Null, in Japan versteht man darunter
Geld.

Mit der Hand-Innenfläche nach unten winken

In Deutschland bedeutet sie "mach mal langsam", in Ost- und Südostasien, Lateinamerika und
Westafrika signalisiert man so: "Komm her!", in den Niederlanden jedoch genau das Gegenteil:
"Geh weg!".

An die Stirn tippen

Bei dieser Geste ist die Empörung meist auf deutscher Seite. Sie drückt in den USA und
Rumänien ganz ohne Bewunderung für eine gute Idee.

Das V-Zeichen

In Deutschland bedeutet es "Victory"-Zeichen oder "Peace"-Symbol. In Großbritannien,


Australien und Neuseeland liegt der Teufel im Detail: Je nachdem, in welche Richtung die
Handinnenfläche zeigt, kann diese Geste für viel Ärger sorgen: Ist sie zum Zuschauer gerichtet,
bedeutet sie "Victory" oder "Peace", zeigt sie vom Zuschauer weg, handelt es sich um eine sehr
ordinäre Geste.
In Vietnam, Japan, China und Korea ist das V-Zeichen eine Koketterie, mit der sich die
Jugendliche und Kinder gerne ablichten lassen.

Die Telefon-Geste

Diese Geste kann zu lustigen Missverständnissen führen: Den abgespreizten Daumen und
kleinen Finger legt man in Deutschland, den USA und in Westafrika als Aufforderung zum
Telefon aus. In Italien bedeutet das Handzeichen "Komm las uns einen Trinken gehen!" und in
Hawaii grüßen sich so die Surfer.

ZUSTIMMUNG

Körpersignale und Körpersprache können von Land zu Land, Kultur und Region variieren. Die
nonverbalen Kommunikation lernen wir bereits im Kindesalter und geben sie an unsere
Nachkommen weiter.