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Radiologie Strahlenschutz/ Röntgenverordnung ,

Gesetzliche Grundlagen
Worum geht’s?
• Wdh. Gesetzlicher Strahlenschutz Was müssen wir als Pflegende wissen?
• Untersuchungsmethoden in der Radiologie
• Röntgen
• CT
• MRT
• Sonografie
• Szintigrafie
Wo erleben wir im Alltag Strahlung?

Gesetzliche Grundlagen

Die Entdeckung der Röntgenstrahlen im Jahre 1895 durch den Würzburger Physik-Professor
Wilhelm Conrad Röntgen.

Im Bereich Strahlenschutz sind folgende Rechtsgrundlagen wichtig:

 Die Strahlenschutzverordnung (StrlSchV)


 Die Röntgenverordnung (RöV)

Diese Verordnungen sollen erreichen, dass…

…die Patienten, das Personal und die Umwelt keiner unnötigen Strahlenbelastung ausgesetzt
werden („so wenig wie möglich“).

…Alle Personen, die mit Strahlung umgehen, die gesundheitlichen Voraussetzungen und erforderlichen
Fachkenntnisse mitbringen.

…Die Zahl der Personen, die Strahlen anwenden dürfen begrenzt bleibt.

…Die festgelegten Dosisgrenzwerte eingehalten werden

Die Röntgenverordnung

• 1988 trat die Röntgenverordnung in Kraft, zuletzt wurde sie 2014 geändert.

• Sie ist an international geltende Richtlinien und Sicherheitsnormen (z.B. der EU und der
internationalen Strahlenschutzkommission) angepasst.
Die Röntgenverordnung
– Wichtige betriebliche Bestimmungen

Betriebe müssen Bestimmungen für den Betrieb einer Röntgenanlage einhalten, z.B.:

• der Betrieb benötigt eine Genehmigung, die Bauart muss den Anforderungen des
Medizinproduktegesetzes entsprechen
• das Röntgengerät muss eine optimale Bildqualität, bei niedriger Strahlenexposition gewährleisten
• Die volle Verantwortung und die Haftung für die Durchführung und Einhaltung des Strahlenschutzes
übernimmt der Strahlenschutzverantwortliche. Das ist meist der Betreiber der Anlage, z.B. der
Röntgenarzt oder bei Krankenhäusern ist es der Träger (Er muss dafür sorgen, die Strahlenexposition für
die Menschen möglichst gering zu halten bzw. zu vermeiden)

Die Entdeckung der Röntgenstrahlen im Jahre 1895 durch den Würzburger Physik-Professor
Wilhelm Conrad Röntgen.

Im Bereich Strahlenschutz sind folgende Rechtsgrundlagen wichtig:


-Die Strahlenschutzverordnung (StrlSchV)
-Die Röntgenverordnung (RöV)
Diese Verordnungen sollen erreichen, dass……die Patienten, das Personal und die Umwelt keiner
unnötigen Strahlenbelastung ausgesetzt werden („so wenig wie möglich“)
…Alle Personen, die mit Strahlung umgehen, die gesundheitlichen Voraussetzungen und erforderlichen
Fachkenntnisse mitbringen.
…Die Zahl der Personen, die Strahlen anwenden dürfen begrenzt bleibt.
…Die festgelegten Dosisgrenzwerte eingehalten werden.
Die Röntgenverordnung • 1988 trat die Röntgenverordnung in Kraft, zuletzt wurde sie 2014 geändert. •
Sie ist an international geltende Richtlinien und Sicherheitsnormen (z.B. der EU und der internationalen
Strahlenschutzkommission) angepasst.
Die Röntgenverordnung – Wichtige betriebliche Bestimmungen Betriebe müssen Bestimmungen für den
Betrieb einer Röntgenanlage einhalten, z.B.: • der Betrieb benötigt eine Genehmigung, die Bauart muss
den Anforderungen des Medizinproduktegesetzes entsprechen • das Röntgengerät muss eine optimale
Bildqualität, bei niedriger Strahlenexposition gewährleisten • Die volle Verantwortung und die Haftung
für die Durchführung und Einhaltung des Strahlenschutzes übernimmt der
Strahlenschutzverantwortliche. Das ist meist der Betreiber der Anlage, z.B. der Röntgenarzt oder bei
Krankenhäusern ist es der Träger (Er muss dafür sorgen, die Strahlenexposition für die Menschen
möglichst gering zu halten bzw. zu vermeiden)
Die Röntgenverordnung – Wichtige betriebliche Bestimmungen • Der Strahlenschutzverantwortliche
benennt einen Strahlenschutzbeauftragten zur Unterstützung. • Für häufig vorgenommene
Untersuchungen oder Behandlungen mit Röntgenstrahlen müssen schriftliche Anweisungen erstellt
werden und für die dort tätigen Personen zur Einsicht bereit sein (Standards). • Der
Strahlenschutzbeauftragte muss einen Nachweis der für den Strahlenschutz erforderlichen Fachkunde
erbringen. Strahlenschutzkurse mit Abschlussprüfung, regelmäßige Aktualisierung ist Pflicht. Die
Röntgenverordnung – Strahlenschutzbereiche • Räume in denen geröntgt wird müssen allseits
umschlossen sein. • Der Zutritt zu den Strahlenschutzbereichen ist nur erlaubt: – dem
Bedienungspersonal – den zu untersuchenden Patienten oder Tieren und ihnen helfenden Personen,
wenn der Arzt, Zahnarzt, oder Tierarzt zugestimmt hat – Zur Ausbildung nur (zw. 16-18 Jahre, wenn
festgelegte niedrigere Dosisgrenzwerte nicht überschritten werden) – Schwangeren (auch für Beruf und
Ausbildung) nur, wenn der fachkundige Strahlenschutzverantwortliche oder der
Strahlenschutzbeauftragte dies ausdrücklich gestattet und besondere Dosisgrenzwerte eingehalten und
dokumentiert werden.
Die Röntgenverordnung – Qualitätssicherungsmaßnahmen • Regelmäßige
Qualitätssicherungsmaßnahmen müssen durchgeführt werden • Abnahmeprüfung vor der
Inbetriebnahme oder bei Veränderungen der Röntgeneinrichtung • mind. monatliche Konstanzprüfung
(Bildqualität i. Vgl. zur Strahlenexposition, Störungen…) • Dokumentation der Prüfungen, 2 Jahre
Aufbewahrungspflicht

Wer darf röntgen?


Röntgenverordnung – Anwendung von Röntgenstrahlen auf den Menschen • Folgende Personen dürfen
in Ausübung ihres Berufs Röntgenstrahlen auf den Menschen anwenden: – Approbierte Ärzte und
Zahnärzte, wenn sie die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz besitzen – Approbierte Ärzte und
Zahnärzte, wenn sie über die erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz verfügen, unter ständiger
Aufsicht • Die technische Durchführung ist erlaubt: – Personen, die zur Führung der Berufsbezeichnung:
Medizinischtechnische(r) Radiologieassitent(in) berechtig sind – Personen mit einer abgeschlossenen
medizinischen Ausbildung, wenn sie unter ständiger Aufsicht und Verantwortung einer Person mit
Fachkunde im Strahlenschutz arbeiten und selbst die erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz
besitzen, z.B. Arzthelfer(-innen) oder Gesundheits- und Krankenpfleger(- innen).

Was bedeutet „Kenntnisse im Strahlenschutz“?


Kenntnisse im Strahlenschutz können durch die Teilnahme an berufsbegleitenden Kursen mit
Abschlussprüfung erworben werden. Eine entsprechende Bescheinigung ist für jegliche Tätigkeit in der
Röntgendiagnostik und Röntgentherapie erforderlich. Die Kurse werden von verschiedenen Stellen, z.B.
der Ärztekammer, angeboten.

Welche Anwendungsgrundsätze gelten für Röntgenstrahlung?


„Ist ja nur ein Röntgenbild“ Frau Ling, 23 Jahre, hatte im Februar einen schweren Skiunfall. Sie wurde
notfallmäßig in das nächste Unfallkrankenhaus verlegt, wo sie ein Ganzkörper-CT bekam. Kopf- und
Wirbelsäulenverletzungen konnten ausgeschlossen werden. Jedoch waren zwei Frakturen in den
unteren Extremitäten erkennbar. Im Juli desselben Jahres musste Frau Ling erneut einen Arzt aufsuchen.
Wegen Schmerzen im Schulterbereich ließ sie sich einen Termin beim Orthopäden geben. An der Theke
meldete sich Frau Ling in der Praxis an und eine Arzthelferin kümmerte sich um sie: „Hallo Frau Ling. Sie
haben Schmerzen in der Schulter? Dann machen wir gleich ein Röntgenbild für den Arzt.“ „Ist ja nur ein
Röntgenbild“ Frau Ling: „Muss das wirklich sein? Ich hatte vor ein paar Monaten ein CT, da gibt es auch
Bilder von meiner Schulter. Könnten Sie nicht im KH anrufen und die Bilder einfordern? Ich habe etwas
Bedenken, was die Strahlenbelastung angeht.“ Arzthelferin: „Hm. Naja das würde aber zu lange dauern.
Wir machen einfach ein Röntgenbild zusätzlich, da brauchen Sie keine Bedenken wegen der Strahlen
haben, die sind nur gering.“ Frau Ling lässt sich also überreden und wird auf der Liege positioniert. Sie
hat das Gefühl, hier läuft es nicht, wie es sollte.
Erklären Sie, was im Fall von Frau Ling falsch gelaufen ist und was bzgl. der Anwendungsgrundsätze für
Röntgenstrahlen zu beachten gewesen wäre. Stelle im Text Erklärung bzgl. Anwendungsgrundsätze …
Frau Ling, 23 Jahre … Frau Ling ist 23 Jahre alt und im gebärfähigen Alter. Daher muss eine
Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Daran hat im Fallbeispiel niemand gedacht. … „Hallo Frau
Ling. Sie haben Schmerzen in der Schulter? Dann machen wir gleich ein Röntgenbild für den Arzt.“ … Die
Arzthelferin darf kein Röntgenbild anordnen, denn Röntgenbilder dürfen nur auf ärztliche Anordnung
hin angefertigt werden. Die Arzthelferin handelt hier außerhalb ihrer Befugnisse und rechtswidrig. Stelle
im Text Erklärung bzgl. Anwendungsgrundsätze … hatte im Februar einen schweren Skiunfall. …, wo sie
ein GanzkörperCT bekam. .... Im Juli desselben Jahres musste Frau Ling erneut einen Arzt aufsuchen.
Wegen Schmerzen im Schulterbereich ließ sie sich einen Termin beim Orthopäden geben. Frau Ling:
„Muss das wirklich sein? Ich hatte vor ein paar Monaten ein CT, da gibt es auch Bilder von meiner
Schulter. …“ Im Fallbeispiel kann angezweifelt werden, ob eine rechtfertigende Indikation vorliegt. Es
fehlt eine Anamnese, inkl. vorheriger Unterlagen, vielleicht könnte man eine Röntgenaufnahme auch
vermeiden. Diese rechtfertigende Indikation kann nur vom Arzt gestellt werden. Und:
Doppeluntersuchungen müssen Austausch dervermieden werden Ärzten notwendig. Das findet im Fall
nicht statt. Erklären Sie, was im Fall von Frau Ling f

Erklären Sie, was im Fall von Frau Ling falsch gelaufen ist und was bzgl. der Anwendungsgrundsätze für
Röntgenstrahlen zu beachten gewesen wäre.
Stelle im Text Erklärung bzgl. Anwendungsgrundsätze … „Könnten Sie nicht im KH anrufen und die Bilder
einfordern? Ich habe etwas Bedenken, was die Strahlenbelastung angeht.“ … „Wir machen einfach ein
Röntgenbild zusätzlich, da brauchen Sie keine Bedenken wegen der Strahlen haben, die sind nur gering.“
Frau Ling macht sich Sorgen um die Strahlenbelastung. Diese muss so gering wie möglich gehalten
werden. Das scheint im Fall nicht so umgesetzt zu werden. Die Arzthelferin nimmt sie nicht ernst. Frau
Ling muss außerdem gefragt werden, ob sie einen Röntgenpass besitzt. Bei häufigen
Röntgenuntersuchungen benötigen diese Personen einen Röntgenpass.