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Ost-West-Konflikt bzw. Kalter Krieg dauerte von 1948-1990.

Das war kein richtiger Krieg, sondern nur eine Systemkonfrontation,


zwischen kommunistischen und kapitalistishcen Staaten bzw. zwischen den USA und der Sowjetunion. Kalter Krieg war vor allem
eine ideologische Auseinandersetzung mit Propaganda, Drohungen und mit gegenseitiger Aufrüstung. Beide Seiten hatten immer
mehr Waffen, um den Gegner zu bedrohen. So bestand die Gefahr, dass aus dem kalten Krieg ein echter Krieg werden könnte, was
zum Teil im asiatischen,südamerikanischen und afrikanischen Raum der Fall war. Wichtige Ereignisse des kalten Krieges sind zum
Beispiel: Bau der Berliner Mauer, die Kubakrise, der Prager Frühling und der Vietnamkrieg

1961 wurde Berliener Mauer gebaut. In dieser Zeit war Deutschland geteilt. Im Osten war die DDR und im Westen die BRD. Viele
Bürger aus der DDR waren mit der Regierungsweise unzufrieden. Deshalb ziehen sie nach Westdeutschland. Um sie daran zu hindern,
baute die DDR die Mauer.

Die Kubakrise war 1962. Sie brachte die Welt an den Rand eines Atomkriegs. Es kam zu einem Konflikt zwischen den USA und der
Sowjetunion, weil ein US-Flugzeug sowjetische Raketen auf Kuba entdeckte. Die USA haben danach Atomraketen in der Türkei
stationiert, die Moskau bedrohten. Aber zum Schluss haben die beiden Ländern ihre Raketen gezogen.

1968 war Prager Frühling. Prager Frühling ist ein Liberalisierungs- und Demokratisierungsprogramm in der Tschechoslowakei.
Parteichef Alexander Dubček wollte einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ schaffen. Im August 1968 marschierten rund
500.000 Soldaten aus der Sowjetunion, aus der DDR, Polen, Ungarn und Bulgarien in die Tschechoslowakei ein, um den Prager
Frühling zu beenden. Da starben rund 150 Menschen.

Die Große Koalition wurde im 1966 gegründet , um die Wirtschaftskrise zu überwinden. Der Deutsche Bundestag wählte Kurt
Kiesinger zum Bundeskanzler. Die Große Koalition bestand aus CDU/CSU und SPD. Die neue Regierungskoalition hatte die 447
Abgeordneten im Bundestag. Parlamentarische Opposition hatte nur die 49 Abgeordneten. Eine Auseinandersetzung mit der
Regierungspolitik war angesichts dieser Mehrheitsverhältnisse im Parlament unmöglich.

APO (Außerparlamentarische Opposition) formierte sich als Reaktion auf die erste Große Koalition. Vor allem die akademische
Jugend war mit der Koalition der beiden großen Volksparteie unzufrieden. Am Anfang war APO ein Teil der sozialistischen
deutschen Studentenbund. Das war die ehemalige Studentenorganisation der SPD. Ihre Wichtigste Antriebskräfte waren:

 die Forderung nach einer Hochschulreform ,


 die Schwäche der parlamentarischen Opposition gegenüber der regierenden Koalition,
 die Notstandsgesetze, Das Postgeheimniss sollte beschränkt werden sowie den Einsatz von Bundeswehr und
Bundesgrenzschutz zu erlauben. Bei inneren Unruhen und Naturhatastrophen könnte auch die
Bundeswehreingesetzt.Männer könnten zum Militärdienst und Frauen zum Sanitätsdienst verpflichtet werden
 der Vietnamkrieg und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung , die gleiche Rechte für die schwarze Bevölkerung forderte.

In Yugoslawien hat man es Proteste angelegt. Besonders bekannt sind die Studentenproteste in Belgrad 1968. Ihre Hauptursache war
die yugoslawische Wirtschaftsreform,die zur Massenarbeitslosigkeit führte. Che Guevara galt als Vorbild der yugoslawischen
Studenten. Der Auslöser des protest war die Massenschlägerei zwischen Studenten und Teilnehmern der Jugendarbeitsaktionen, bei
der die Polizei Gewalt über Studenten angewendet hat. Bei den Demostrationen starben wenigstens 4 Menschen. Die Studenten
forderten Suspendierung des Polizeichefs, Pressefreiheit und Einführung eines persönlichen Mindesteinkommens für alle Arbeiter.
Die Studenten veröffentlichten ihre eigene Zeitung „ Student“ und umbenannten Belgrader Universität in Karl Marx Universität. Am
Ende unterstützte Tito den Studenten .

Die Vergangenheitsbewältigung ist eine juristische, politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und ihren
Folgen. Erst mit dem Eichmannprozess (1961) in Israel und dem Auschwitzprozess in Frankfurt begann die
Vergangenheitsbewältigung in der BRD. Adolf Eichmann war als deutscher SS-Obersturmbannführer für den millionenfachen Mord
der Juden verantwortlich. Im Prozess wurde er zum Tode durchs Hängen verurteilt.

Der Auschwitz-Prozess dauerte von 1963 bis 1965. 22 Angeklagten wegen Mordes oder wegen Beihife zum Mord standen vor
Gericht. Aber ein Urteil war fast unmöglich, weil der Mord nach 20 Jahren verjährt. Im Bundestag wurde viel über die Verjährung
diskutiert. Als Ergebniss der Verjährungsdebatten wurde die Verjährung aufgeschoben. Die Angeklagten im Auschwitz-Prozess
wurden eines Massenmordes beschuldigt, aber der Massenmord war vom Staat angeordnet und dafür gab es im Strafgesetzbuch keine
Regelungen. Das Urteil war nach 2 Jahren ziemlich mild. Nur sechs der Angeklagten werden als Täter verurteilt. Die Anderen werden
nur als Mittäter betrachtet, weil sie, anderen nur Befehle ausgeführt haben.
Ein wichtiges Ereignis war der Tomatenwurf 1968. Auf dem SDS-Delegiertenkongress war auch Helke Sander. Helke war
Filmmacherin Sprecherin des Aktionsrates zur Befreiung der Frau. Sie beschuldigte die SDS-Männer, Diskriminierung der Frauen zu
ignorieren. Sie wollten nicht darüber sprechen und wollten zur Tagesordnung übergehen. Als Zeichen des weiblichen Protests warf
Helke Tomaten in Richtung Vorstandtisch, auf den Podium des SDS- Cheftheoretikers. Der Tomatenwurf und seine mediale
Übertragung sind verantwortlich dafür, dass sich vermehrt Frauenbewegungen bildeten,die sich gegen Ungleichkeiten zwischen den
Geschlechtern kämpften

Da erfand die erste Antibaby-Pille, Envoid 10. Die Pille machte eine Schwangerschaft planbar und trug auch zur sexuellen
Revolution bei. Obwohl die Pille und andere Verhütungsmitteln von der Kirche und in den Medien verboten waren, setzten sie sich
schnell durch. Die Entwicklung der ersten Waschmaschinen und Kühlschränke haben Frauen von ihrer härtesten Arbeit befreit und
auf dieser Weise auch zur sexuellen Revolution beigetragen.

Die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen beeinflussten auch die Mode. Mary Quant, die englische Modedesignerin schuf
den ersten Minirock. Das war ein Skandal, aber die Frauen haben die Mode schnell akzeptiert. Die Hosen und Anzüge waren auch
für die Frauen kein Tabu mehr. Die berühmteste Trägerin dieser Mode war das Supermodell Twiggy.Sie galt als Schönheitsideal
dieser Zeit.

1964 stellte IBM das erste Computersystem vor. Die Entwicklungskosten des Systems betragen 5,5 Millionen Dollar. Das ist das
teuerste Computersystem aller Zeiten.

1967 startet das Farbfernsehen in Deutschland. Es war live übertragen. Willy Brandt drückte einen roten Knopf und dann wurde
Fernsehen farbig.

Auch 1967 gelang dem Chirurgen Christian Barnand die erste Herztransplatation. Der Patient lebte nach der Operation noch 18
Tage, was für damalige Verhältnisse ausgezeichnet war.

1969 betrat der erste Mensch den Mond. Das war der amerikanische Astronaut Neil Armstrong. Da sagte er: „Ein kleiner Schritt für
einen Menschen, ein großer Sprung für die Menschheit