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Vrste terapija

Neurologie
Im Fachgebiet der Neurologie steht die Behandlung von Schädigungen des zentralen und des
peripheren Nervensystems im Vordergrund. So vielfältig die Aufgaben und Funktionen des
Nervensystems sind, so vielfältig sind auch die Folgen bei vorhandenen Störungen.

Wiedererlernen von Bewegung - was bedeutet Plastizität?

Physiotherapeut(inn)en üben gezielte Bewegungsabläufe, schulen die Wahrnehmung und leiten qualifiziert dazu an,
vorhandene Ressourcen sowie verfügbare Hilfsmittel effizient zu nutzen.

Nervenzellen bzw. ganze Hirnareale haben die Fähigkeit, sich bei Erkrankungen des Nervengewebes neu
anzupassen. Diese sogenannte Plastizität (Anpassungsfähigkeit) ist die Grundlage aller Lernprozesse.

Physiotherapie unterstützt u.a. nach folgenden Ereignissen bzw. Erkankungen:

 Schlaganfall / Hirnblutung
 Schädel-Hirn-Trauma
 Morbus Parkinson
 Multiple Sklerose
 Querschnittslähmung
 Operationen an Kopf, Wirbelsäule oder Bandscheibe
 Neuromuskuläre Erkrankungen
 Polyneuropathie, Gefühlsstörungen und Ausfälle in Armen und Beinen

Chirurgie
Das Arbeitsfeld der Physiotherapie in der Chirurgie ist breit gefächert.

Es gliedert sich u.a. in die Bereiche:

 Handchirurgie, z.B. Sehnenverletzungen, schwere Schnittverletzungen


 Thoraxchirurgie, z.B. Operationen am offenen Herzen, Lungentransplantationen
 Gefäßchirurgie, z. B. Bypass-Operationen, Amputationen
 Plastische Chirurgie, z.B. Verbrennungen, Replantationen
 Abdominalchirurgie, z.B. Tumore, Verletzung innerer Organe

In allen Bereichen der Behandlung chirurgischer Patienten werden PhysiotherapeutInnen sowohl


in der präoperativen als auch in der postoperativen Phase tätig.
Geht es in der präoperativen Phase um die Vorbereitung der PatientInnen für die Therapie nach
der Operation, so reichen die postoperativen Therapieansätze und Maßnahmen in ihrer
Zielsetzung von der Sekundärprophylaxe über die Behandlung der geschädigten Strukturen, bis
zur Erreichung größtmöglicher Handlungsfähigkeit und Selbständigkeit bei den Aktivitäten des
täglichen Lebens.
In der Behandlung chirurgischer PatientInnen kommt der Physiotherapeutische Prozess zur
Anwendung. An einigen Beispielen werden Therapieansätze, als Teil dieses Prozesses, angeführt.

Plastische Chirurgie/Verbrennungen

 Unterstützung der Vitalfunktion bei Patienten mit lebensbedrohlichen Ausfällen


 Vermeidung von Narbenkontrakturen in den unterschiedlichen Strukturen unter Benützung von
Kompressionsverbänden, Lagerungen, Schienen, …
 Rehabilitation als Langzeittherapie zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft

Thorax- und Abdominal Chirurgie

 Vermeidung von Immobilisationsschäden


 Schulung situationsrelevanter Atemtechniken
 Narbenbehandlung
 Herz-Kreislauf-Training basierend auf den Grundlagen der Trainingslehre

Gefässchirurgie

 Gefäßtraining
 Vorbereitung der PatientInnen auf die Prothesenversorgung nach Amputationen
 Gangschulung vor und nach der Prothesenversorgung

Geriatrie
Im Bereich Geriatrie kommen grundsätzlich alle physiotherapeutischen Behandlungsmethoden
zur Anwendung, die auch bei jüngeren PatientInnen eingesetzt werden. Die Besonderheit bei
geriatrischen PatientInnen besteht jedoch darin, dass häufig mehrere Krankheiten gleichzeitig
auftreten (Multimorbidität), die auf dem Boden von Vorschädigungen zu einem komplexen
Krankheitsgeschehen führen.

Zusätzlich muss altersbedingt von einer geringeren Belastbarkeit und einem langsameren
Heilungsprozess ausgegangen werden.
Physiotherapeutische Behandlung in der Geriatrie benötigt daher neben einem breiten
Fachwissen spezifische Kenntnisse zu altersbedingten Veränderungen und die Fähigkeit
realistische Behandlungsziele zu setzen.
Die Fachgruppe Geriatrie versteht sich als Netzwerk für den fachlichen Austausch im Bereich
Geriatrie. Die Mitglieder tauschen ihre Erfahrungen per Mail aus oder treten telefonisch in
Kontakt zueinander. Natürlich verstehen sie sich auch als AnsprechpartnerInnen für
fachspezifische Anfragen.
Handtherapie
Die Handtherapie umfasst die Rehabilitation von PatientInnen mit angeborenen, traumatischen
und degenerativen Erkrankungen der oberen Extremität und deren Auswirkungen.
 

In der Handtherapie soll die funktionsgestörte Hand zum zielgerichteten, automatisierten und
koordinierten Gebrauch, also zur möglichst ursprünglichen Funktion zurückgeführt werden. Das
Ziel ist, den PatientInnen frühere Beschäftigungen und Tätigkeiten weitestgehend zu
ermöglichen, um ihren Anforderungen im sozialen, häuslichen und beruflichen Bereich wieder
gerecht zu werden.
Im Fachgebiet der Handtherapie sind sowohl PhysiotherapeutInnen als auch ErgotherapeutInnen
tätig. 

Diese beiden Berufsgruppen haben 2013 eine Österreichische Gesellschaft für Handtherapie 
gegründet. Die Zielsetzung des Vereins ist, sich sowohl auf europäischer als auch internationaler
Ebene zu vernetzen, an der Entwicklung der Handtherapie aktiv mitzuwirken und in Zukunft ein
Qualifizierungsmodell, angelehnt an die europäischen Standards, auch in Österreich anzubieten.

Es werden aber auch Informationen für Betroffene angebote.

Innere Medizin
Im Vordergrund steht die ganzheitlich orientierte, teilweise fächerübergreifende (z.B.
Herzchirurgie) Arbeit mit den PatientInnen. Die Grundlage für eine zielführende Therapie bilden
die Diagnose der zuweisenden ÄrztInnen und der physiotherapeutische Befund, geleitet von den
Bedürfnissen der PatientInnen.

Die Ergebnisse des Befundes, die Zielsetzung und der therapeutische Ansatz bestimmen in weiterer Folge
die physiotherapeutischen Maßnahmen bezüglich Prophylaxe, Therapie und Rehabilitation.
Diese sind z.B.:

 die Schmerzbehandlung
 die Atemtherapie
 die Bewegungstherapie nach funktionellen Gesichtspunkten
 die Rehabilitation bei Koronarerkrankungen
 das prä- und postoperative Herz- Kreislauftraining
 stabilisierende Schienen und Verbände
 uvm.

Bewegungsschulung, Atemtherapie, Körperwahrnehmungsschulung, unterstützende Maßnahmen


wie beispielsweise Elektrotherapie, sowie diverse Reizsetzungen über die Haut oder tiefer
liegende Strukturen, werden in jeder Behandlung von PhysiotherapeutInnen kombiniert. Die
Auswahl der eingesetzten Techniken und die Dauer der einzelnen Behandlung richtet sich nach
der körperlichen Belastbarkeit der PatientInnen, nach ihrem Verhalten während der Behandlung
und auch nach Risikofaktoren des jeweiligen Krankheitsbildes.

Speziell im Bereich der Kardiologie umfasst das Tätigkeitsfeld der PhysiotherapeutInnen die
Behandlung der Patienten auf der Intensivstation genau so, wie die Phase der Spätrehabilitation,
in der die PatientInnen gezielt zu dosierter sportlicher Belastung angeregt werden. Auch das
Herz-Kreislauftraining von Gesunden in Sportvereinen oder Fitness-Centern steht häufig unter
der kompetenten Führung von PhysiotherapeutInnen.

Rheumatologie

Bei der physiotherapeutischen Behandlung im Bereich der Rheumatologie wird besonderes


Augenmerk auf das komplexe Bewegungssystem Gelenke-Bänder-Sehnen-Muskulatur gelegt,
welches durch den entzündlichen Prozess besonders bedroht ist. Ganze Funktionsketten im
Bewegungsablauf und in der Gesamtmotorik können erheblich beeinträchtigt werden. Der
Schmerz ist für diese Patienten eine große Belastung. Er verursacht zwangsläufig reflektorische
Verspannungen und Schonhaltungen. Im akuten Stadium eines entzündlich generalisierten
Schubs stehen die Schmerzlinderung und örtliche Entzündungshemmung, sowie die Kontraktur-
und Thromboseprophylaxe im Vordergrund der physiotherapeutischen Behandlung.

Im schubfreien Intervall richtet sich die physiotherapeutische Behandlung nach dem


funktionellen therapeutischen Befund der jeweiligen Gelenks- und Muskelbeschwerden. In
diesem Stadium sind die Erhaltung und Verbesserung von Gelenksfunktionen und Muskelbalance
ebenso Gesichtspunkte der Behandlung, wie die Schulung der Alltagsfunktionen, Beratung und
Training von gelenksschonenden bzw. -schützenden Bewegungen und die Beratung zum
richtigen Einsatz von Hilfsmitteln.

Das Arbeitsgebiet der Physiotherapie im Bereich der Inneren Medizin umfasst die Erkrankungen

 der Atemwege und der Lunge


 des Herzens
 der Arterien und Venen
 aus dem Bereich der Rheumatologie
 des Stoffwechsels
 des Immunsystems
 der Verdauungsorgane

Orthopädie / Traumatologie
Physiotherapie im Bereich Orthopädie/Traumatologie nimmt auf das muskuloskelettale System
beziehungsweise auf Strukturen des Bewegungsapparates positiv Einfluss.

Kenntnis der muskuloskelettalen Anatomie des menschlichen Körpers, deren Systematik und
Topographie sowie physiologische, pathologische und biomechanische Aspekte und viele andere
Komponenten sind wesentlich. Für Personen mit Funktionsstörungen und/oder Schmerzen im
muskuloskelettalen Bereich sind PhysiotherapeutInnen die geeigneten AnsprechpartnerInnen um eine
Besserung der Beschwerden zu erzielen bzw. diese präventiv zu vermeiden.