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Caritasverband

Westerwald-Rhein-Lahn e. V.
Caritas-Altenzentrum
Haus Helena Hachenburg

Haus Helena
Ihr Altenzentrum der Caritas in Hachenburg

Beschäftigungsangebote und Angebote der Einzelbetreuung

Caritas-Altenzentrum Haus Helena | Nisterstraße 3 | 57627 Hachenburg


Beschäftigungsangebote und Angebote der Einzelbetreuung 2

Erinnerungsarbeit ermöglicht auch, zu einem


Beschäftigungsangebote desorientierten Menschen in Verbindung zu tre-
ten und ihm ein Gefühl von Geborgenheit und
Aktuelle Stunde Angenommensein durch Widererkennen zu
Information und Diskussionen über aktuelle ermöglichen. Wir spiegeln Erinnerungen und
Ereignisse. geben sie zurück, auch wenn es mitunter nur für
einen kurzen Augenblick ist.
Ziel:
- Bewohner an aktuellen Ereignissen Ziel:
in der Welt und Region teilnehmen lassen - Wertschätzung der Lebensgeschichte
- Förderung der Kommunikation und der Lebensleistung
- Gemeinschaft in der Gruppe - Erhalt des Selbstwertgefühls
- Gesprächsaustausch und der Identität
- „Wer bin ich?“ – „Woher komme ich?“
- Förderung der Kommunikation
Bingospiel
- Möglichkeit der Kontaktaufnahme – Integra-
Gemeinschaftsspiel: Kommunikatives Lotto-Spiel
tion in die Gruppe
für Jung und Alt. Die gezogenen Zahlen werden
- Förderung der Gemeinschaft
auf die Zahlenkarten angekreuzt. Wer eine
- „Wir-Gefühl“
Fünferreihe hat muss „Bingo“ rufen und gewinnt.
- Gegenseitiges Verstehen und Annehmen kön-
Ziel: nen
- Gemeinschaft in der Gruppe - Widererkennen ermöglichen
- Gedächtnistraining - Orientierung unterstützen
(Zahlen erkennen und ankreuzen) - Freude und Zufriedenheit
- Spaß durch Gewinnen

Feste und Veranstaltungen


Erinnerungsstunde
„Man soll die Feste feiern, wie sie fallen.“
Erinnerungen der Vergangenheiten werden
Auch im Alter bedeutet vielen Menschen, das
geweckt:
Feiern von Festen, eine hohe Lebensqualität. Es
- Welche Musik wurde gehört?
werden verschiedene Jahreszeitlich orientierte
- Welche Schauspieler waren bekannt?
Veranstaltung angeboten:
- Wie war die Mode dieser Zeit?
- Karneval
- Was und wie wurde gekocht?
- Mai-Feier - Frühschoppen
- Wie und wo wurde eingekauft?
- Sommerfest – Tag der offenen Tür
- Wie wurde Wäsche gewaschen?
- Oktoberfest
- Wie wurde die Freizeit verbracht?
- Adventsbasar
- Welche politischen Ereignisse gab es?
- Sankt Nikolaus Feier
- Wie waren die Lebensbedingungen
- Weihnachtsfeier – Heiligabend
jener Zeit?
- Wodurch war die Kindheit; Schulzeit
und Jugendzeit geprägt?

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sonstige Angebote: Geburtstagskaffee


- Musiknachmittage (z.B. Besuch der Gitarren- Bewohner die im vorherigen Monat Geburtstag
gruppe) hatten, werden am ersten Mittwoch des neuen
- Besuch von Kindergruppen Monats, zusammen mit allen anderen Heimbe-
- Besuch von AG Gruppen Schulen (z.B. Besuch wohnern und wer sonst noch möchte, besonders
der AG Gruppe Abenteuer Leben Bad Marien- geehrt und gefeiert mit einem gemeinsamen
berg) Kaffeetrinken.
- Sankt Martin (Besuch der Kommunion – Kin-
Ziel:
der mit Laternen und Gesang) - Würdigung des persönlichen Festtages
- externe Veranstaltung wie Besuch des Pfarr- - Vermitteln von Freude und Lebensqualität
festes (Juni), Kirmes (August) - Stärkung des Gemeinschaftsgefühl
- Darbietung der Theatergruppe aus der Pfarr- - Würdigung und Ehrung einzelner Personen -
gemeinde (Adventszeit) dadurch Stärkung des Selbstbewusstsein
Ziel: - Stärkung des Wir-Gefühls, Freude an gemein-
- Rahmen für Integration samen Veranstaltungen
und Kommunikation schaffen - Anbindung an biografisches Erlebens
- soziale Vernetzung innerhalb - Integrationshilfe für Bewohner
des Hauses fördern - Stärkung des Selbstwertgefühls
- Kontaktpflege mit Angehörigen der geehrten Personen
- kulturelle Anregung - feste Veranstaltung/Ritual in unserer Einrich-
- Spaß und Freude – gemeinsames Erleben tung
- Sinnes-Impulse - Angebot für Alle zur Förderung
- Aktivierung des Langzeitgedächtnisses des Kennenlernens
- Darstellung der Einrichtung
in der Öffentlichkeit
Gedächtnistraining
- Einbeziehung von Angehörigen, Nachbarn,
Ganzheitliches Gedächtnistraining ist bewusst so
der Gemeinde und Institutionen
konzipiert, das die Übungen nicht unter dem
aus dem räumlichem Umfeld
Leistungsaspekt erarbeitet werden, sondern der
- Förderung der Gemeinschaft
Prozess des gemeinsamen Erarbeitens von
Lösungen im Vordergrund steht.
Das Angebot umfasst nicht nur das Lösen von
Denksportaufgaben zur Förderung bestimmter
Hirnfunktionen, sondern auch Bewegungsspiele
und Entspannungsübungen. Dabei werden die
Sinne gefördert und letztendlich damit auch indi-
rekt der Erhaltung der Selbstständigkeit.

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Neben dem Training der kognitiven Fähigkeiten Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter aus der Kir-
mit dem Ziel der Verbesserung oder zumindest chengemeinde begleiten die heilige Messe und
des Erhaltens des momentanen Status geht es organisieren die anschließende Begegnung.
darum, dass sich Teilnehmer wohlfühlen und Die heilige Messe wird nicht nur für unsere
Spaß haben. Bewohner angeboten, die ganze Pfarrgemeinde
- Angebote zur Erhaltung der wichtigsten ist eingeladen. Ein Fahrdienst wird von en Ehren-
Funktionen des Gehirns amtlichen angeboten (mit unserem Hausbus –
Anmeldung telefonisch – Kontakttelefonnummer
Ziel:
im Inform).
- Spielerische Förderung der Konzentration
Anschließende Begegnung heißt: unsere Bewoh-
und des Kurzzeitgedächtnisses
ner trinken nach der heiligen Messe mit den
- Steigerung der Merkfähigkeit
externen Teilnehmern der heiligen Messe
- Training der Wortfindung und Flexibilität im
zusammen Kaffee (Begegnung. Austausch, Kon-
Denken
takte mit der Kirchengemeinde).
- Sensibilisierung der Wahrnehmung und Verar-
beitung des Erlebten Die Bewohner, die aus gesundheitlichen Grün-
- Stärkung und Erhaltung der vorhandenen den nicht an der heiligen Messe teilnehmen
Fähigkeiten können, haben die Möglichkeit die Messe über
- Steigerung des Selbstwertgefühls durch unsere Übertragungsanlage im Zimmer zu hören.
Erfolgserlebnisse Ebenfalls wird die Sonntagsmesse aus der Pfarr-
kirche Maria Himmelfahrt in Hachenburg über-
tragen.
Katholische Heilige Messe
Die Bewohner bekommen auf Wunsch die Hei-
mit anschließender Begegnung
lige Kommunion ins Zimmer gebracht. Außerdem
Jeden Montagnachmittag – jeweils um 15.00 Uhr kann ein Besuch des Seelsorgers ermöglicht wer-
– findet eine katholische Heilige Messe mit den (im Pfarrbüro telefonisch anmelden).
anschließender Begegnung statt. Ziel:
Je nach Kirchenfesten, Feiertagen kann es zu - Kontakte mit der Kirchengemeinde
Verschiebung des Wochentags kommen. Ter- - Religion kann weiter gelebt werden
mine werden von der Kirchengemeinde im Hei- - religiöser Beistand
matblatt Inform und im Pfarrgruß veröffentlicht.
Organisation der heiligen Messe und Durchfüh- Evangelischer Gottesdienst
rung untersteht unserem Gemeindepfarrer Pater
In der Regel findet alle zwei Wochen freitags um
Guido Dupont OCist unter Mitwirkung der Kir-
10.00 Uhr ein evangelischer Gottesdienst statt.
chengemeinde.
Auf Wunsch kann auch ein Besuch des Seelsor-
Die Messe wird in unserer Hauskapelle ausge-
gers beim Bewohner organisiert werden.
richtet.
Ziel:
Die anschließende Begegnung (gemeinsames - Religion kann weiter gelebt werden
Kaffeetrinken) findet dann im Speisesaal E statt.
- religiöser Beistand

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Hausfeste und Veranstaltungen Regelangebote:


Die an den Jahreszeiten und kirchlichen Feier- zum Beispiel:
tagen sowie an den Wünschen der Bewoh- - Sommerfest
ner/innen orientierten Hausfeste und Veranstal- - Weihnachtsfeier
tungen werden gemeinsam von den Bewoh- - Karnevalsfeier
nern/innen, deren Angehörigen und sonstigen - Basar
Gästen in den Räumlichkeiten des Hauses gefei- - Oktoberfest
ert/veranstaltet. Mit Hilfe der Programmgestal- - Maifeier
tung und ansprechender Raum- und Tischdeko-
ration wird eine feierliche, gesellige Atmosphäre Gymnastik und Sitztanz/Sitzgymnastik
erzeugt. Getränke verschiedenen Art und dem Bewegungsübungen im Sitzen/Stehen mit oder
Anlass entsprechende Spezialitäten werden ohne Hilfsmittel oder Musik.
geboten. Bei der Ausrichtung von Hausfesten
Hierzu gehören Lockerungsübungen, Sitztänze,
und Veranstaltungen wird an die Gewohnheiten
Kegeln, Bewegungsspiele usw.
der Bewohner/innen angeknüpft und die Bewäl-
tigung der jetzigen Lebenssituation unterstützt. Das Tempo wird durch den Bewohner bestimmt.

Ziel: Sitztanz: Bewegungen mit rhythmischer Musik,


- Lebensfreude und Zufriedenheit schaffen Einsatz von Musikhandinstrumenten
- Gemeinschaftsgefühl fördern Ziel:
- Selbstständigkeit erhalten und fördern, - Schulung der Körperwahrnehmung
sich als Persönlichkeit erfahren - Erhaltung und Förderung der Muskelkraft
- Rahmen schaffen für Interaktion und Kommu- (Muskelaufbau zur Sturzprophylaxe)
nikation der Teilnehmer untereinander - Bewegungsfähigkeit der Extremitäten erhal-
- Förderung des sozialen Netzes innerhalb ten und verbessern (Erhaltung und Förderung
der Einrichtung der Gelenkbeweglichkeit) - Kontrakturen-
- Impulse und Anregungen geben prophylaxe
- Anknüpfung an die Biografie herstellen - Erhaltung der Förderung der Elastizität
- Erweiterung des Erlebnishorizonts der Muskeln, Sehnen und Bänder
- Förderung des Sozialverhaltens - Erhaltung der Förderung der
- Kontaktpflege mit Angehörigen und Betreuern Grob- und Feinmotorik
- Teilnahme am öffentlichen Leben durch - Förderung der Koordination
Einbeziehung von Angehörigen, Nachbarn,
der Gemeinde und Institutionen aus dem regi-
onalen Umfeld
- Förderung der Orientierung und Aktivierung
des Langzeitgedächtnisses
- Darstellung der Einrichtung in der Öffentlich-
keit

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Kochen und Backen Kreatives Gestalten


(Hauswirtschaftliche Tätigkeiten)
umfasst Aktivitäten wie zum Beispiel:
Bewohnern wird die Möglichkeit geboten, in Malen auf Seide, mit Wasserfarben, mit Kreide,
einer kleinen Gruppe aus der Vergangenheit ver- mit Buntstiften, mit Wachsmalstiften, mit Öl,
traute Tätigkeiten wie Backen, Kochen, Marme- Acryl, Bilder malen oder ausmalen von Bildern
lade einkochen oder auch die Zubereitung von usw.
Kompott oder Salaten auszuüben. In der Regel Basteln mit Naturmaterialien, Filz, Papier, Ton-
kennen sich die Bewohner mit den alten Arbeits- karton, Knete, Üben von Serviettentechnik usw.
abläufen wie z. B. Kartoffel oder Obst schälen
Werken mit Werkstoffen wie Holz, Ton, Speck-
und Gemüse putzen aus und fühlen sich dabei
stein usw.
wohl.
Werken, basteln, gestalten umfasst z. B. die jähr-
Gleichzeitig werden durch Koch- und Backge-
liche Dekoration und die Herstellung von Ver-
rüche Erinnerungen geweckt und somit Gesprä-
kaufsgegenständen für den Basar (findet in der
che angeregt, Diskussionen in Gang gesetzt und
Regel zweimal im Jahr statt – Verkauf beim
Erfahrungen ausgetauscht.
Sommerfest und Adventsbasar). Der Erlös des
Nur wer möchte, schält z. B. Äpfel, schneidet Basars fließt in die Bastelkasse zum Kauf von
Obstschnitzel. Auch passives Dabeisein hat seine neuen Materialien.
Berechtigung: Das Beobachten, das Wahrneh-
Im Vordergrund der kreativen Gestaltung liegt
men der Aktivitäten, die vielfältigen Sinnesein-
nicht das Endprodukt, sondern das kreative
drücke regen das Erinnern an und ermuntern z.
Gestalten als prozessorientierter Vorgang, der
B. zum Erzählen an.
sich stets an den Ressourcen des Einzelnen im
Ziel:
Sinne von Erhalten, Stärken und Festigen der
- Kommunikation der Bewohner fördern
vorhandenen Fähigkeiten orientiert.
- Förderung der manuellen Fähigkeiten
Dabei müssen Zuwendung und Ermutigung eine
(Umgang mit Koch- und Backutensilien, Geschirr)
große Rolle spielen.
- Förderung und Erhaltung sozialer Kontakten
- Förderung der Kommunikation Ziel:

- Förderung und Erhaltung der Konzentration - Abwechslung im Alltag


- Förderung und Erhaltung - erhöhte Lebensqualität durch Bestätigung
der Fein- und Grobmotorik - Förderung der Konzentration, Feinmotorik,
- Aktivierung des Langzeitgedächtnisses Seh- und Tastsinn
und des Erinnerungsvermögens - Förderung der sozialen Kontakte
- Erhaltung und Förderung der individuellen - Stärkung des Ich-Gefühls, Steigerung des
Fähigkeiten und Ressourcen der Bewohner Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühls
- Steigerung des Wohlbefindens und der („Ich kann was, ich kann was.“)
Zusammengehörigkeit durch vertraute Tätig- - Kommunikation unter den Bewohnern för-
keiten dern

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Musik - Erinnerungen und geistige Fähigkeiten erhal-


ten
Musik ist ein Medium, mit dem auch alte Men-
- Körpergefühl, Grob und Feinmotorik erhalten
schen, die mit anderen Mitteln und Methoden
und fördern
nicht mehr oder nur wenig ansprechbar sind, oft
- Spaß und Freude vermitteln
noch erreicht und aktiviert werden können –
- Biografiearbeit: vorhandenes/erlerntes Wis-
sozusagen als emotionaler „Eisbrecher“.
sen/Fähigkeiten „wecken“
Musik verschafft Zugang zur Welt von Menschen
- Chor: Förderung des Gemeinschaftsgefühls
mit Demenz und weckt Erinnerungen, aktiviert
- Aktivierung von sehr passiven Bewohnern
vorhandene Fähigkeiten.
Gemeinsames Singen als direkt-körperliches
Spielnachmittag
Musizieren hat dabei weitere Vorteile. Es wirkt in
vielfältiger Weise auf die Gesundheit, besonders Jeden Donnerstag findet ein Spielnachmittag in
auf die Stimme und den gesamten Atemvorgang. unserer Einrichtung statt. Hierzu sind nicht nur
Es kann uns in eine glückliche und gehobene unsere Bewohner mit ihren Bekannten oder
Stimmung versetzen und gleichzeitig Angst und Angehörigen eingeladen, sondern auch alle
Schmerzerleben reduzieren. Senioren aus der Gemeinde, die Spaß an Brett-
spielen und/oder Kartenspielen haben. Eine Ein-
Musik gestalten und erleben umfasst:
ladung für unsere Senioren, aus der Gemeinde
Singen bekannter Volkslieder, Schlager, Ever- erfolgt wöchentlich im Verbandsgemeindeblätt-
greens, Lieder passend zur Jahreszeit. Singen chen (Inform).
kann jederzeit stattfinden z. B. als Einzelbetreu-
Unsere ehrenamtlichen Helfer aus der Pfarrge-
ung, spontan auf dem Wohnbereich, beim Spa-
meinde organisieren diesen Seniorennachmittag
zierengehen oder im Chor.
gemeinsam mit unseren Mitarbeitern des sozia-
Musik machen: Einsatz von Rhythmus- und Klan- len Dienstes.
ginstrumenten während des Singens, Spielen von
Es stehen besondere Brettspiele für Senioren zur
Musikinstrumenten
Verfügung (stabile, Größen angepasste Holz-
Musik und Bewegung: Tänze im Sitzen, Einsatz brettspiele).
von Geräten und Materialien wie z. B. Tücher,
Spielen – Miteinander spielen bedeutet Anre-
Bänder, Zauberschnur usw., Tanzen allgemein
gung auf seelischer, geistige und körperliche
Musik hören: Musikstücke verschiedener Stile Ebenen und sind den meisten Menschen ver-
und Epochen und darüber sprechen, Lieblings- traut.
lieder dem einzelnen Bewohner vorspielen,
Ziel:
Radio hören (auf Einstellung des Senders achten:
- Kontakte zur Gemeinde herstellen
Senioren gerecht)
(ein offenes Haus sein)
Ziel: - Zusammenarbeit mit dem Gemeindewesen
- Kräftigung der Stimmmuskulatur - Zusammenarbeit und gemeinsame Freude
(beim Singen) mit unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern
- Fördern der körperlichen und geistigen Ausge- - Angehörige mit einbeziehen
glichenheit

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- Freundschaften nach Außen fördern - Tafel: Ergebnisse festhalten evtl. Gewinner


und erhalten ermitteln oder Gruppengewinner
- Freude und Spaß haben • Bewohner/Gruppe erhält einen Gewinn
- Stärkung des Gemeinschaftsgefühls
und der Kommunikation Nachbereitung:
- Ablenkung und Entspannung - aufräumen
- Anregung verschiedener Gedächtnisfunktio- - Transfer Bewohner
nen - Dokumentation
Erhaltung und Förderung der Feinmotorik
Durchführung von Aktivitäten
Kegeln – ein Präzisionsspiel außerhalb des Heimgeländes
Ziele: Diese finden in unregelmäßigen Abständen mit
- Gemeinschaft in der Gruppe unterschiedlicher Teilnehmerzusammensetzung
- Gedächtnistraining (Kegel zusammenzählen, und Teilnehmerzahl statt.
geworfene Punktzahlen zusammenzählen) Die Planung und Durchführung der Aktivitäten
- Spaß durch Gewinnen orientieren sich immer an den Bedürfnissen der
- Erfolgserlebnisse vermitteln Bewohner/innen.
- Aktivierung der Motorik und der Körper- Ziele:
balance - Lebensfreude und Zufriedenheit schaffen
- Training von Auge-Hand-Koordination - Gemeinschaftsgefühl fördern
- Kräftigung der Gesamtmuskulatur und - Selbständigkeit erhalten und fördern,
Gelenkbeweglichkeit sich als Persönlichkeit erfahren
- Rahmen schaffen für Interaktion und Kommu-
Vorbereitung:
nikation der Teilnehmer untereinander
- Bewohner zur Teilnahme motivieren/einladen
- Förderung des sozialen Netzes innerhalb
- Transfer der Bewohner organisieren
und außerhalb der Einrichtung
- Raum vorbereiten – Tische und Stühle in
- Impulse und Anregungen geben
geeignete Form stellen
- Anknüpfungen an die Biografie herstellen
- Getränke bereitstellen
- Erweiterung des Erlebnishorizonts
- Spiel aufbauen und Aufbau der Kegel
- Förderung des Sozialverhaltens
- Schreibmaterial und Tafel
- Kontaktpflege mit Angehörigen und Betreuern
Durchführung: - Förderung der Orientierung und Aktivierung
- Spiel erklären, besonders für neue Bewohner des Langzeitgedächtnisses
- ggfls. Bewegungsablauf deutlich vorführen - Teilnahme am öffentlichen Leben
- unsichere Bewohner vom Platz zur Kegelbahn - Darstellung der Einrichtung
begleiten und Hilfestellung anbieten in der Öffentlichkeit
- Rollstuhlfahrer an die Kegelbahn fahren
- Ermutigung zurückhaltender Bewohner
- verschiedene Kegelspiele anbieten und durch-
führen

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In einer Kiste oder Beutel befinden sich Gegen-


Angebote der Einzelbetreuung stände, die in der Vergangenheit für die alten
Menschen eine Bedeutung hatten:
10-Minuten-Aktivierung Stofftaschentücher, Wäscheklammern, alte
Die 10-Minuten-Aktivierung nach Ute Schmidt- Kochutensilien, Gürtel, Nähzeug (wie Knöpfe,
Hackenberg ist eine Betreuungs- und Beschäfti- Nähgarn, Stopfei, Schnallen), alte Postkarten,
gungsmöglichkeit, konzipiert für Menschen mit Spitzendeckchen, Flaschenkorken, Kurzwaren
Demenz. Sie basiert auf der Tatsache, dass für (wie Hosenträger, Sockenhalter, Korsettstangen),
Menschen mit Demenz nicht zur Überforderung Manschettenknöpfe, Werkzeuge (wie Hammer,
kommen darf und daher eine Aktivierung nicht Zollstock, Nägel, Klemmen, Dübel, Rohrzange)
länger wie 10 Minuten realistisch in den Betreu- usw.
ungsteams umgesetzt werden. Durch das Anfassen und Betrachten von Gegen-
Die Inhalte werden durch die Restfähigkeiten der ständen kommt man ins Gespräch und es wer-
Bewohner bestimmt und beinhalten das Training den Erinnerungen geweckt. Bewegungsübungen
der geistigen Fähigkeiten, die Förderung der können ebenfalls mit den entsprechenden
Beweglichkeit einzelner Körperteile sowie das Gegenständen durchgeführt werden.
Angebot von Reizen zur Sinneswahrnehmung.
Die 10-Minuten-Aktivierung ermöglicht Men- Musiktherapie:
schen mit Gedächtnisstörungen ein Wiederer- Musik – Singen – Hörspiel
kennen von vertrauten Alltagsgegenständen und Die Musiktherapie kann durch das bewusste
bekannten Textinhalten. Dabei werden alle Sinne Hören von Musik oder durch das eigene Musizie-
– Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken ren oder Singen die geistige, körperliche und
– und die gefühlsmäßige Ebene angesprochen seelische Gesundheit erhalten und fördern.
und aktiviert. Grade bei depressiven Menschen kann Musik
Die im Langzeitgedächtnis verankerten Fähigkei- emotionale Leere füllen und zu einer differen-
ten sind die, mit denen der Bewohner vertraut zierten Wahrnehmung verhelfen. Bei Menschen
ist und sich sicher fühlt. Durch regelmäßiges mit Demenz dient die Musik häufig als Erinne-
Aktivierung/Training bleiben diese Fähigkeiten rungshilfe. Besonders für die immobilen Bewoh-
länger erhalten. ner ist diese Art der Einzelbetreuung geeignet
Des Weiteren dient diese Aktivierung zur Unter- und bringt Spaß und Ressourcen zum Vorschein.
brechung des täglichen Alltags und ist gleicher- (Erhaltung des Langzeitgedächtnisses – alte,
maßen eine Orientierungshilfe zur Tagesstruktu- bekannte Liedtexte (Schlager, Volkslieder, Kir-
rierung. Spaß an der Beschäftigung soll dabei chenlieder usw. können abgeru-
natürlich auch vermittelt werden. fen/gesungen/mit gesummt werden).
Diese Art der Aktivierung, kann aber auch mit Bei der Musiktherapie werden auch Musikin-
orientierten Bewohnern durchgeführt werden. strumente wie Rasseln, Trommel, Klanghölzer
Der Spaß steht immer im Vordergrund. eingesetzt.
Beispiel:

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Vorlesen gungsdrang der unruhigen Bewohner gerecht zu


werden.
Vorlesen bietet sich in der Einzelbetreuung an,
wenn Bewohner wegen Behinderung (z. B. Seh- Außerdem kann der Spaziergang zum
behinderung, körperliche Schwäche) selbst nicht Gesprächsaustausch genutzt werden.
mehr lesen können, jedoch kognitiv noch in der
Lage sind, Inhalte zu erfassen. Des Weiteren soll Hilfe bei der Tagesstrukturierung
das Vorlesen, z. B. aus der Tageszeitung, die Idealerweise sollen sich die Abläufe im Tagesge-
Möglichkeit zu einem Gesprächsaustausch schehen an den Bedürfnissen, Gewohnheiten
geben. und Vorlieben des Bewohners orientieren – Bio-
Hörbücher werden auch hier entsprechend grafie bezogen, damit diese ihren Tagesablauf als
besorgt und eingesetzt. sinnvoll und befriedigend empfinden. An die
frühere häusliche Situation der Bewohner ange-
Kreatives Gestalten knüpfte Strukturierungsmaßnahmen bieten eine
Atmosphäre der Geborgenheit und Sicherheit
Malen – Basteln – Schreiben – Handarbeit –
und damit auch Orientierungspunkte im Tages-
Werken wird individuell, Biografie bezogen, bei
geschehen, seien es gemeinsame vorbereitende
dem Bewohner als Einzelbetreuung angeboten
Maßnahmen zur Mahlzeiten-Gestaltung,
und durchgeführt.
beschäftigungstherapeutische Angebote oder
Dabei soll nicht das Endprodukt im Vordergrund
Rituale zur gleichen Tageszeit.
stehen, sondern das kreative Gestalten als pro-
zessorientierter Vorgang, der sich stets an den
Gespräche
Ressourcen des Einzelnen im Sinne von Erhalten,
= Gedankenaustausch in Unterredungen
Stärken und Festigen der vorhandenen Fähigkei-
ten orientiert. Neben Abwechslung im Alltag soll - Gespräche über Tagesthemen
eine erhöhte Lebensqualität durch Betätigung - Beratungsgespräch
erreicht werden. - Einzelgespräche
- Kriseninterventionen (Konfliktbewältigung)
Spaziergänge - Biografie bezogene Gespräche

Werden im Haus und außerhalb des Hauses als


Unterstützung
Einzelbetreuung angeboten und durchgeführt.
bei persönlichen Angelegenheiten
Das Angebot ist besonders wichtig für Menschen
- Begleitung und Organisation
mit Angst vor Stürzen, körperlichen Einschrän-
von z. B Arztbesuchen, Behörden usw.
kungen oder Demenz.
- Begleitung beim Einkaufen
Es umfasst das einfache Begleiten, das Unter-
- für Bewohner einkaufen
stützen vom Gehen oder das Schieben vom Roll-
- Beratung und Unterstützung
stuhl des jeweiligen Bewohners.
bei Verwaltungsangelegenheiten
Ziel ist es, die Beweglichkeit der Bewohner zu
erhalten und zu fördern, die Möglichkeit nach
draußen an die frische Luft kommen, den Bewe-

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Begleitung / Transfer zu Veranstaltungen - aktuelle Informationen zum Tag – Kalender –


Bauernkalender – Datum aus der Zeitung
- Durchführung des Transfers zu den entspre-
- Orientierungshilfen: Bilder allgemein und an
chenden Angeboten
der Tür, große Uhr mit Zahlen, Namensschild
(Zuständigkeit für den Transfer ist das Pflege-
an der Tür
personal, Mitarbeiter der sozialen Betreuung -
Mithilfe und Organisation des Transfers)
- Begleitung und Betreuung der Bewohnern Spiele
bei Veranstaltungen Verschiedene Spiele stehen zur Verfügung und
(beinhaltet Essen und Getränke anreichen – können sowohl in Eigeninitiative als auch mit
Anleitung/Unterstützung/Hilfe bei Tätigkeiten Betreuung gespielt werden:
usw.) - Brettspiele, Kartenspiele, Würfelspiele,
Fragespiele usw.
Gedächtnistraining Ziel:
Unter dem Begriff Gedächtnistraining werden - Freude und Spaß vermitteln
üblicherweise die Methoden und Techniken - Gedächtnis und Konzentration fördern
zusammengefasst, die Gedächtnisleistungen ver- - Entscheidungsfähigkeit fördern
bessern sollen. Der passendere Ausdruck ist - Anregung für Körper und Geist und Seele
jedoch kognitives Training. anbieten d.h. bewegen, reagieren, handeln,
Gedächtnistraining ist ein Sammelbegriff für wahrnehmen, denken, fühlen und empfinden.
Betreuungsmaßnahmen mit dem Ziel, auf spiele-
rische Weise kognitive Fähigkeiten zu erhalten Wahrnehmungsförderung
und zu fördern. Gleichzeitig kann Gedächtnis- Wahrnehmungsförderung bedeutet ein Reakti-
training dementiellen Krankheiten – besonders vieren verlorener Wahrnehmungsmuster und
im Frühstadium hinauszögern (evtl.). Wichtig: zielt auf die Anteilnahme mit der uns umgebe-
mit allen Sinnen leben und trainieren nen Umwelt hin.
Beispiele von Übungen: Basale Stimulation (nach Christel Binstein) ist ein
- verschiedene Obstsorten, Teesorten o. ä. rie- Konzept der Wahrnehmungsförderung für die
chen und schmecken lassen Anwendung bei verwirrten, als auch bei Men-
- verschiedene Instrumente aus einem Musik- schen mit Bewusstseinseinschränkungen.
stück heraushören Reduzierte Wahrnehmungs-, Bewegungs- und
- Liedtexte vervollständigen Kommunikationsfähigkeit wird durch gezielte
- Gedichte aufsagen Stimulation verschiedener Wahrnehmungsbe-
- Rätsel lösen, Sprichwörter und Redewendun- reiche angeregt und aktiviert.
gen vervollständigen
Wahrnehmung durch Geruch und Geschmack:
- Dinge zuordnen (z.B. Kleidung etc.)
- erzählen von zu Hause - Angebot individuell bevorzugter Getränke
(Mithilfe im Haushalt, Garten, Bauernhof, oder Nahrung schmecken lassen
Familie etc.) (z. B. mit eingetauchten Mulltupfern – dient
auch zur Mundpflege)

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Stimulation durch bekannte Gerüche/Düfte Wahrnehmung des Körpergefühls


Biografie bezogen: durch Bewegungsübungen
- Lieblings Parfüm, Rasierwasser riechen lassen - Fingertanz: Bewegung der Finger aktiv oder
- Stimulation mit Duft des Lieblingskuchen / passiv zur Musik oder selbst gesungen Liedern
Lieblingsessen, Lieblingsblume, Kräuter, - Wiedererlangen des Körpergefühls durch
- Küchengewürze Wipp-, Dreh-, Schaukel-, Auf und Abwärtsbe-
- für Männer: bekannte Gerüche aus der wegungen
Arbeitszeit riechen lassen (z. B Motoröl, Holz- - Körperteile (Gelenke) aktiv und passiv bewe-
harz, Heu, frisch gemähtes Gras usw.) gen
Akustische Wahrnehmung Snoezelen
- Hörangebot (Geräusche, Stimme, Musik) Snozelen fördert bei verwirrten Menschen die
- Klangschalen Wahrnehmung auf spielerischer Weise.
Alltagsgeräusche und thematisch sortierte Anregung des Geruchssinns, Geschmackssinns,
Geräusche (z. B. Instrumente, Tierlaute, Volks- akustische Reize (z. B. Musik), taktile Wahrneh-
lieder) werden vorgespielt. Es soll erraten wer- mung (Tasten), visuelle Wahrnehmung (Licht und
den um welche Geräusche es sich handelt Farben).
Wahrnehmung des Tastsinns
- Wahrnehmen durch Tastsinn „Begreifen der Vorsicht!
Welt“ durch fühlen (Hände, Mund und Fußin- Eine Reizüberflutung verunsichert den alten
nenflächen) Menschen und verstärkt eher die Verwirrung.
- Materialien, die z. B. bei Pflegehandlungen
Deshalb sollten nicht alle Reize gleichzeitig auf
verwendet werden, vorab fühlen (be)greifen
den Pflegebedürftigen einströmen, sondern ein-
lassen
zelne Sinne gezielt angesprochen und deren
- verschiedene Gegenstände (thematisch
Wahrnehmung vertieft werden.
gebündelt) in einem Stoffsack ertasten lassen
- kleine Dosen mit Reis, Nudeln, Steinen, Sand
usw. füllen und fühlen lassen
Biografie
- verschieden Gegenstände des Alltags Biografie heißt Lebensbeschreibung oder
beschreiben und fühlen lassen (z. B. Welche Lebensgeschichte.
Farbe, Größe, Farbe und Form hat der Gegen- Sie bringt den individuellen Reifungsprozess
stand? Aus welchem Material besteht er? eines Menschen, der von verschiedenen Einflüs-
Welchen Nutzen hat er?) sen wie z. B. Familie, Kindheit, Schule, Berufe
Somatische Wahrnehmung und soziales Umfeld geprägt wird, zum Ausdruck.
über die Haut steigern Erfolgt die Pflege und Betreuung des alten Men-
- Einsatz von Massagerollen, Therapiebällen schen nach dem biografischen Ansatz, werden
- Einreibungen mit Körperölen, Cremes die individuellen Lebenserfahrungen und Poten-
- Wahrnehmung von Schwingungen (z. B. Ein- ziale der Pflegebedürftigen berücksichtigt.
satz von Vibrations-/Massagegeräten)

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Beschäftigungsangebote und Angebote der Einzelbetreuung 13

Voraussetzung sind Grundkenntnisse über den - Steigerung des physischen und psychischen
Lebenslauf und die Lebensgeschichte sowie Wohlbefindens
bedeutende historische Kenntnisse aus der - Reduzierung von psychosomatischer Unruhe
Generation des Pflegebedürftigen. Beispiele:
Viele Pflegebedürftige, insbesondere Demenz- - Wurfspiele mit einem Luftballon
kranke, fühlen sich von ihrer Umwelt zunehmend - Spielen, Übungen mit dem Gymnastikband,
überfordert und ziehen sich in ihre Erinnerungs- - gymnastische Übungen durch drehen, deh-
welt zurück. Dadurch kann ihr Verhalten für Pfle- nen, heben und senken der Gliedmaßen (im-
gekräfte unverständlich erscheinen. Kenntnisse mer unter Berücksichtigung der Pflege- und
über die Biografie eines Bewohners eröffnen Betreuungsplanung AEDL 2 sich bewegen)
einen Einblick in deren Gedankenwelt und sind - Wurfspiele mit Ringen usw.
somit der Zugang/der Schlüssel zum Bewohner. Den Bewohner zur Durchführung der Maßnah-
Alle Informationen werden ausschließlich für men in die geeignete Position bringen z. B.
pflegerische/therapeutische Zwecke genutzt und bequeme Sitzposition, Seiten- oder Rücken-
vertraulich behandelt (die Schweigepflicht eines position.
jeden Mitarbeiters ist eine Dienstpflicht).
Für die Biografie-Arbeit beim Bewohner steht ein
Biografiebogen zur Verfügung, der nach und
nach erarbeitet wird (mit dem Bewohner, Ange-
hörigen, Bezugspersonen usw.).
Die Biografie-Arbeit wird als ein kontinuierlicher
Prozess angesehen.

Bewegungsübungen
Bewegungsspiele bei Bettlägerigkeit
Sich bewegen können, ist ein wesentlicher
Aspekt von Lebensqualität. Die Durchführung
von Bewegungsübungen hat zum Ziel, anhand
von speziell auf den Bewohner abgestimmten
Übungen unter Berücksichtigung seines Krank-
heitsbildes einerseits, seine Muskelkraft und
Gelenkbeweglichkeit zu erhalten, anderseits das
Körpergefühl des Bewohners zu stärken.
Ziele:
- Erhaltung und Förderung der Beweglichkeit;
Reaktion, Konzentration und der Ausdauer
- Ablenkung und Entspannung

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Beschäftigungsangebote und Angebote der Einzelbetreuung 14

- Tiere fördern die Kontakt-Kommunikations-


Aktivierung möglichkeiten (Gespräche über das Erlebte –
durch Tiere im Altenheim Gespräche über das Tie.r)
- Vielfältige Aktivierung – regelmäßige Fütte-
Tiere wirken auf Bewohner beruhigend, aufmun-
rung, Reinigung des Käfigs, Fellpflege und bei
tert und sind ein Anreiz für körperliche Bewe-
Hunden Spaziergänge erforderlich.
gung.
- Die notwendige Regelmäßigkeit der Versor-
Oftmals rufen sie bei sehr verschlossenen oder
gung hilft bei der Strukturierung des Tages
wenig aktiven Bewohner Reaktionen hervor, die
und kann Gefühlen der Langweile entgegen-
mit anderen Betreuungs- oder Therapieansätzen
wirken.
nicht denkbar wären (immobile Bewohner
- Der Kontakt mit Tieren führt zur körperlichen
bewegen die Hände, lächeln usw.). Tiere rufen
Entspannung; Tiere haben eine physiologisch
Erinnerungen hervor und aktivieren das
harmonisierende Wirkung auf den Menschen.
Gedächtnis. Sie vermitteln Nähe und Geborgen-
So kann man nachweisen, dass beim Strei-
heit, verbessern die Ansprechbarkeit, fördern die
cheln eines Tieres der Blutdruck sinkt.
Wahrnehmung, fördern soziale Kontakte, vermit-
- Durch die körperliche Berührung und den Um-
teln Kameradschaft.
gang mit Tieren lässt sich das Bedürfnis nach
Tierhaltung von Kleintieren im Bewohnerzimmer Zärtlichkeit und Sinnlichkeit ausleben. Dabei
(wie Fische, Vögel) ist mit Absprache der Heim- zeigt das Tier sein Wohlbefinden. Das Strei-
leitung möglich. cheln und Schmusen eines Tieres ist zudem
Es muss abgeklärt werden, ob der Bewohner kein eindimensionaler Prozess, sondern wird
noch in der Lage ist, die Versorgung selbstständig von diesem erwidert.
zu übernehmen: - Ein Tier vermittelt Sinneseindrücke (Sehen,
- Wer versorgt das Tier wenn der Bewohner Hören, Riechen, Tasten).
krank ist oder z. B. ins Krankhaus muss? - Ein Tier regt die Erinnerung an. Dies gilt auch
- Wer kümmert sich um Tierarztbesuche usw. ? für dementiell erkrankte Menschen.
Es bedarf einer verantwortungsbewussten Pla- - Tiere zeigen eine bedingungslose Zuwendung
nung, um bei der Tierhaltung im Heim dem und Verbundenheit. Sie sind nicht von Erwar-
Bewohner und den Mitarbeitern als auch den tungen geprägt und nehmen Menschen auch
Tieren gerecht zu werden. mit seiner Krankheit und Behinderung an. Im
alltäglichen Umgang zeigen sie keine vermei-
Ziele – den Nutzen, denden oder entmutigenden Reaktionen.
- Tiere wecken das Interesse von Besuchern
den gerade ältere Menschen aus dem Leben mit
und fördern somit die Kontakte nach außen z. B.
Tieren ziehen können lässt sich wie folgt zusam-
Kontakte zu (Ur-) Enkelkindern.
menfassen:
- Tiere können Ansprechpartner sein, der gegen
Einsamkeitsgefühle hilft.
- Verantwortung übernehmen für ein Tier
(Tiere wirken sinnstiftend).

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Beschäftigungsangebote und Angebote der Einzelbetreuung 15

Aktivierung mit Tieren


wird als Einzelbetreuung Einsatzmöglichkeiten liegen in der spielerischen
oder Gruppenangebot angeboten Begegnung im Rahmen von Gruppenangeboten
oder in der Einzelbetreuung. Insbesondere von
bettlägerigen Bewohnern können positive Kon-
Beispiel: taktmöglichkeiten (Aufhellende Momente)
Regelmäßiger (nach Möglichkeit wöchentlich) geschaffen werden. Ähnlich wie bei der Basalen
Besuch unserer Hündin Paula (Parson-Russel- Stimulation können gezielte Reaktionen hervor-
Terrier-Hündin gehört einer Mitarbeiterin des gerufen werden (z.B. durch anfassen, ansehen).
Sozialen Dienstes): Bewohner leben auf, sie beginn von früher oder
Vorbereitung: von ihren eigenen Tieren zu erzählen. Auch
Bewohner die verschlossen sind, reagieren meist
- Hund wurde mit entsprechenden Verhaltens-
positiv.
training auf den Besuch im Altenheim vorbe-
reitet.
- Eignung des Hundes wurde im Vorfeld P a u l a zu Besuch im Haus Helena:
getestet. „Komm mal her, na komm mal her zu mir, hier-
- Nachweis des Hundes über Versicherung, her Paula, hier gibt’s Leckerchen“
Impfungen. Mit dem Schwanz wedelnd trottet Paula, ein
- Mögliche Allergien von Bewohnern beachten. kleiner Jack-Russel-Terrier mal hier hin und mal
- Biografie der Bewohner beachten (Akzeptanz dort hin, schnappt vorsichtig nach kleinen
des Hundebesuches abklären). Leckerchen, die auf den ausgestreckten Händen
- Bei Gruppenstunde/Tierstunde Raum entspre- liegen.
chend vorbereiten (Stuhlkreis).
Alle paar Wochen besucht die Hundedame die
Bewohner. Die Damen und Herren beobachten
Durchführung: lächelnd, wie das Tier sich an sie schmiegt und
- Bewohner fragen, ob Kontakt bzw. Nähe vom kraulen ihr das weiße Fell.
Hund erwünscht ist. Es ruft Erinnerungen hervor, denn manche hat-
- Hund vorsichtig an Bewohner heranführen ten früher selbst Hunde oder andere Tiere. Viele
(Bewohner entscheidet selbst über Nähe und fangen an zu erzählen von früher oder einfach
Distanz zum Tier – Reaktionen beobachten). nur aus ihrem Leben. Für kurze Zeit sind
- Hund absitzen lassen, damit Bewohner ihn Beschwerden vergessen und es tut gut, einfach
streicheln oder ihr z.B. ein „Leckerchen“ Wärme von dem Lebewesen zu spüren. Manch
geben kann. einer fragt schon am nächsten Tag „Wann
- Paula zeigt gerne Kunststücke (Stuhlkreis). kommt Paula wieder, ich freue mich darauf“.
- Bewohner ins Gespräch bringen. (Wer hatte
früher Haustiere? Erlebnisse mit Tieren usw.)

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Beschäftigungsangebote und Angebote der Einzelbetreuung 16

Einzelbetreuung:
Besuch der immobilen Bewohner
im Zimmer
Nachbereitung:
bei Gruppenstunde/Tierstunde:
- Raum aufräumen und desinfizieren
- evtl. Hände Bewohner desinfizieren
- Transfer Bewohner
- Dokumentation

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