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Deutsch Texte

Z.K.
Weimar - 2020
Heidelbeeren: blau und süß
Von Juni bis September ist Heidelbeerzeit. Wenn man Glück hat, findet man im Wald frische Heidelbeeren.
Die sind sehr klein und haben ein dunkelviolettes Fruchtfleisch. Wenn man sie isst, färben sich Zunge und
Zähne blau. Deshalb nennt man sie auch Blaubeeren. Heidelbeeren, die man in Obstgeschäften und
Supermärkten kaufen kann, sind meist sogenannte KulturHeidelbeeren, die man extra anpflanzt. Sie sind
größer, fester, ebenfalls mit blauer Schale, aber mit weißem Fruchtfleisch. Und sie schmecken manchmal
sogar noch etwas süßer. Denn sie bekommen mehr Sonne ab als die wilden Heidelbeeren im Wald.
Heidelbeeren sind außerdem gesund: Sie enthalten viele Vitamine und in der Schale stecken Stoffe, die eine
Entzündung verhindern können. Für diese Beerensorte gibt es – je nach Region – viele verschiedene Namen.
So nennt man sie auch Bickbeeren, Mollbeeren, Zechbeeren, Heubeeren usw. Ein bisschen verwirrend, wenn
man Deutsch lernt …
Radfahren kann teuer werden
Sie sind in Deutschland mit dem Fahrrad unterwegs? Dann sollten Sie Folgendes wissen:
• Wenn Sie auf der Straße und nicht auf dem Radweg oder nachts ohne Licht fahren, kostet das 20 bis 35
Euro.
• Fahren Sie auf dem Gehweg, dann sind Sie sogar zwischen 55 und 100 Euro los.
• Wer freihändig fährt, zahlt 5 Euro. Fahren Sie nur mit einer Hand am Lenker und telefonieren, dann kostet
der Spaß 55 Euro.
• Ignorieren Sie eine rote Ampel und werden dabei von der Polizei erwischt, zahlen Sie 60 Euro. Passiert ein
Unfall, sind es sogar 180 Euro.
• So richtig teuer wird es, wenn Sie alkoholisiert auf das Fahrrad steigen und z.B. in Schlangenlinien fahren.
Dann bekommen Sie schon ab 0,3 Promille Probleme mit der Polizei. Haben Sie mehr Alkohol im Blut, dann ist
– wenn es dumm läuft – sogar Ihr Führerschein weg.
Das Ei, ein Wunder der Natur
Eier sehen ganz fein und zerbrechlich aus: Eierschalen sind nur 0,4 Millimeter dick, das ist so dick wie vier
Haare. Aber in Wirklichkeit sind sie richtig stark. Wenn man versucht, ein rohes Ei zwischen Daumen und
Zeigefinger zu zerdrücken, dann ist das praktisch unmöglich. Auch wenn eine Henne auf dem Ei sitzt, zerbricht
das Ei nicht. Denn die Schale besteht aus Kalk und schützt den Inhalt des Eis. In der Schale gibt es ungefähr
10.000 MiniPoren. Diese kleinen Öffnungen sind eine sehr intelligente Konstruktion, denn sie funktionieren
wie Mini-Airbags: Drückt man auf das Ei, dann wird der Druck automatisch schwächer. Eierschalen sind auch
deshalb so unglaublich stark, weil sie eine ovale Form haben. Wenn man an einer Stelle drückt, verteilt sich
der Druck auf die ganze Oberfläche und konzentriert sich nicht nur auf einen Punkt. Raffiniert, nicht wahr?
Plastik im Meer
Weltweit landen jedes Jahr etwa 10 Millionen Tonnen Plastik im Meer. Nur ein kleiner Teil dieses Abfalls ist
übrigens sichtbar und schwimmt auf der Meeresoberfläche. Das kann Verpackungsmaterial sein oder auch
Mikroplastik aus Kosmetikprodukten, wie man es zum Beispiel in Duschgels oder Zahnpasta findet. Der
größte Teil dieses Abfalls kommt über die Flüsse in die Meere. Aber auch weggeworfene Plastiktüten oder
Plastikflaschen, die an den Stränden liegenbleiben, werden durch Wind und Wasser ins Meer getragen. Im
Mittelmeer und in der Ostsee kommt der Plastikabfall vor allem vom Tourismus in der Nähe der Küste. In der
Nordsee dagegen sind hauptsächlich die Schifffahrt und die Fischerei für den Plastikabfall verantwortlich. Für
Tiere, die in und an den Meeren leben, ist Plastik sehr gefährlich. Sie bleiben in Plastikteilen hängen oder
verwechseln sie mit Nahrung.
Rhabarber: Sauer macht lustig
Im Frühling ist Rhabarberzeit! Rhabarber kann man nur von April bis Juni kaufen und das macht ihn so
besonders. Obwohl Rhabarber wie Obst zubereitet wird und fruchtigsauer schmeckt, ist er ein Gemüse. Die
Pflanze mit großen Blättern hat lange Stiele, die man essen kann. Ist Rhabarber frisch, dann sind die Stangen
ganz fest, wenn sie älter sind, fühlen sie sich wie Gummi an. Rhabarber ist reich an Vitamin C und sehr
kalorienarm: 100 Gramm enthalten nur 20 Kilokalorien. Die Deutschen machen mit Rhabarber gerne
Kompott, Marmelade oder Kuchen. Es kann passieren, dass die Zähne nach dem Essen von Rhabarber pelzig
werden. Das heißt, auf den Zähnen bildet sich ein Belag, der etwas unangenehm sein kann. Das liegt an der
Oxalsäure. Deshalb darf Rhabarber auf keinen Fall roh gegessen werden.
Das Stoppschild
Im Ausland gelten oft andere Verkehrsregeln und auch andere Verkehrsschilder. Aber ein Verkehrsschild ist
international offiziell anerkannt: das Stoppschild. Es steht an gefährlichen Kreuzungen oder Einmündungen,
an denen leicht Unfälle passieren können. Wenn man es sieht, muss man unbedingt anhalten. Es ist das
einzige Verkehrszeichen, das achteckig ist. Man versteht es, auch wenn man die Landessprache nicht spricht.
Man erkennt es auch, wenn es schmutzig oder mit Schnee bedeckt ist. Und man erkennt es nicht nur von
vorne, sondern auch von hinten. Meistens ist dieses Schild rot mit einer weißer Schrift, in den USA oft auch
gelb mit schwarzer Schrift. Auf dem deutschen Verkehrszeichen müsste eigentlich „Stopp“ mit zwei p stehen,
weil man das Verb stoppen im Deutschen mit Doppel-p schreibt. Um das Schild international zu machen, hat
man jedoch das englische stop genommen.

Haben Sie am 29. Februar Geburtstag?


Dann sind Sie an Ihrem 16. Geburtstag vielleicht schon in Rente. Denn Sie feiern nur alle vier Jahre
Geburtstag. Wie kann das sein? Die Erde braucht ein Jahr, um einmal die Sonne zu umrunden. Ein Jahr hat
nach dem Kalender 365 Tage. In Wirklichkeit dauert das Jahr aber 365 Tage, 5 Stunden und ungefähr 49
Minuten. Es kommen also jedes Jahr circa 6 Stunden dazu. In vier Jahren ist das ungefähr ein Tag. Würde man
diese Stunden ignorieren, wäre der Kalender mit der Zeit ungenau, denn das Jahr ist ja eigentlich länger, als
es im Kalender steht. Nach vielen Jahren würden sich die Jahreszeiten verschieben, und der Winter wäre zum
Beispiel in Deutschland im Juli! Damit das nicht passiert, sind fast alle Jahre, die man durch vier teilen kann,
Schaltjahre. Diese Jahre haben einen zusätzlichen Tag, nämlich den 29. Februar.

Ich habe gerade ein Brett vor dem Kopf


Sie schreiben eine Prüfung und sind bestens vorbereitet. Aber bei der letzten Frage fällt Ihnen die Lösung
einfach nicht ein. Vor ein paar Minuten haben Sie das alles noch gewusst. Und jetzt haben Sie ein Brett vor
dem Kopf. Das heißt, Sie wissen momentan Dinge nicht mehr, die eigentlich ganz klar sind. Im täglichen Leben
können das zum Beispiel auch Namen von Verwandten oder Straßennamen sein, die Ihnen nicht einfallen.
Das Bild von dem Brett vor dem Kopf kommt übrigens aus der Landwirtschaft. Wenn Bauern früher auf dem
Feld mit Ochsen arbeiteten, hängten sie ihnen oft ein Brett direkt vor die Augen. So waren die Tiere nicht
abgelenkt und konzentrierten sich nur auf die Arbeit. Da Ochsen auch als dumm galten, entwickelte sich
wahrscheinlich so die Idee, dass ein Brett vor dem Kopf das Denken behindert.
Smartphone in der Tasche …
… Laptop auf dem Schreibtisch und Tablet auf dem Sofa – unser Kommunikationsverhalten hat sich in den
letzten Jahren sehr verändert. Und, was denken Sie? Kommunizieren wir inzwischen mehr oder weniger? Eine
Studie vergleicht die Situation in Deutschland heute mit der Situation 2014 und liefert überraschende
Ergebnisse: Die Deutschen nehmen sich inzwischen weniger Zeit für private Gespräche. Obwohl – oder
vielleicht auch weil – das Smartphone immer da ist. Im Privatbereich gilt das nicht nur für Unterhaltungen
von Angesicht zu Angesicht, sondern auch für die digitale Kommunikation, z.B. per Messenger oder soziale
Medien. Im beruflichen Alltag dagegen sieht die Situation etwas anders aus: Die Zeit, die die Deutschen sich
hier für die Kommunikation nehmen, hat sich fast nicht verändert. Sie kommunizieren allerdings inzwischen
viel häufiger auf digitale Weise. Der direkte persönliche Kontakt wird immer weniger wichtig.
Schornsteinfeger und das Glück
„Oh, ein Schornsteinfeger, darf ich Sie mal kurz anfassen?“ Diesen Satz hören Kaminkehrer und
Kaminkehrerinnen häufig, wenn sie beruflich unterwegs sind. Man erkennt sie leicht, denn sie tragen ihre
schwarze Berufskleidung und auch heute noch einen Zylinder. Die meisten Menschen freuen sich, wenn sie
diese Handwerker sehen und glauben, dass es Glück bringt, sie zu berühren. Doch woher kommt eigentlich
dieser Glaube? Schornsteinfeger reinigen Schornsteine, das heißt, sie entfernen den Ruß aus den Kaminen.
Als man früher nur Holzöfen hatte, sorgten sie dafür, dass man kochen und heizen konnte. Die Häuser von
früher waren außerdem überwiegend aus Holz, deshalb war ein sauberer Kamin lebensnotwendig, wenn man
einen Brand verhindern wollte. Die Schornsteinfeger waren also willkommen, weil sie Sicherheit und damit
Glück ins Haus brachten. Noch heute verschenkt man zum neuen Jahr kleine Schornsteinfeger, wenn man
jemandem Glück wünscht.
Das kommt mir spanisch vor!
Der Mann auf dem Bild versteht nicht, wie der gedeckte Tisch an die Decke kommt. Auch das schiefe Regal
findet er wahrscheinlich seltsam. Die Situation ist merkwürdig und vielleicht auch ein bisschen unheimlich.
Man kann sagen: Das alles kommt ihm spanisch vor. Sie fragen sich jetzt vielleicht, was das mit Spanien zu tun
hat. Diese Redewendung kommt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Kaiser Karl V. war seit 1516 spanischer
König. 1519 wurde er dann zum deutschen Kaiser gekrönt. Als deutscher Kaiser erklärte er Spanisch zur
neuen Verkehrssprache an seinem Hof. Das heißt, alle am Hof mussten sich auf Spanisch verständigen.
Außerdem gab es plötzlich viele spanische Regeln, die damals am deutschen Hof wenig bekannt waren. Das
alles war für die Untertanen des Kaisers sehr ungewohnt und fremd. Kurz gesagt: Alles kam ihnen spanisch vor.

127 Liter Leitungswasser


127 Liter – so viel Trinkwasser verbraucht eine Privatperson in Deutschland durchschnittlich pro Tag. Aber
das wenigste Wasser wird auch wirklich getrunken. Das meiste Leitungswasser, ungefähr 46 Liter, wird fürs
Baden, Duschen und für die tägliche Körperpflege verwendet. An zweiter Stelle folgt mit rund 34 Litern die
Toilettenspülung und an dritter Stelle steht das Wäschewaschen mit circa 15 Litern. Etwa 8 Liter braucht man
fürs Geschirrspülen und genauso viele Liter für Hausputz, Auto und Garten. Und nur 5 Liter Trinkwasser
werden fürs Essen und Trinken verbraucht. Hätten Sie das gedacht? Das Bundesumweltministerium empfiehlt
den Menschen, mehr Leitungswasser zu trinken. Denn Wasser aus dem Wasserhahn gibt es fast überall, es
kostet kaum etwas, und die Qualität ist sehr gut. Und wer Leitungswasser trinkt, spart Geld, Energie und
unnötige Verpackung.
Ein Selfie mit einer Tüte Pommes
Stellen Sie sich einen Glaskasten vor, in dem ein Cheeseburger und eine Portion Pommes liegen. Beides wird
präsentiert wie ein Kunstwerk. Daneben steht: „Hallo. Ich bin der letzte McDonald'sCheeseburger, der 2009
in Island verkauft wurde. Lass uns ein Selfie zusammen machen.“ Das ist kein Witz, sondern Realität! Ein
Isländer hat dieses letzte Fastfood-Menü 2009 bestellt, um es zu konservieren. Er hatte gehört, dass diese
Fastfood-Produkte nie kaputtgehen. Und das wollte er testen. Anfangs lagerte er Burger und Pommes in der
Originalverpackung in seiner Garage. Danach landeten sie im isländischen Nationalmuseum und jetzt findet
man sie in einem Hostel. Man kann dem Fastfood sogar per Livestream beim Altwerden zusehen. Na ja, nicht
besonders spannend … Cheeseburger und Pommes sind eigentlich uralt, sehen aber noch erstaunlich frisch
aus. Essen sollte man beides jedoch wohl eher nicht mehr .

Warum werden die Blätter der Bäume im Herbst bunt?


Wir alle finden es schön, wenn die Blätter im Herbst eine gelbe, orange oder rote Farbe bekommen. Aber
warum findet diese Verwandlung statt? Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte deutlich kälter, ist das
für die Pflanzen ein Signal, das sogenannte Chlorophyll in ihren Blättern abzubauen. Das Chlorophyll gibt den
Blättern die grüne Farbe. Nun können andere Stoffe hervortreten, wie etwa das orangefarbene Carotinoid.
Deren Pigmente wurden bislang vom Chlorophyll überdeckt. Jede Herbstfarbe bildet sich aus einem anderen
Stoff. Übrigens geben die Farbpigmente aus diesen Stoffen auch Möhren, Beeren und Rotwein ihre Farbe.
Wenn der Abbau des grünen Blattfarbstoffs beendet ist, bildet sich eine Korkschicht zwischen Ast und Blatt.
Dadurch kann das Blatt nicht mehr mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden und fällt ab. Die Bäume
stellen ihre Aktivität und ihr Wachstum im Winter ein und machen einen „Winterschlaf“.
E-Scooter rollen durch die Stadt
Seit Juni 2019 sind E-Scooter, also Tretroller mit Elektromotoren, in Deutschland als offizielle Verkehrsmittel
erlaubt. Zurzeit sieht man solche E-Scooter vor allem in größeren Städten. Jeder, der mindestens 14 Jahre alt
ist, darf so einen E-Scooter fahren, ein Führerschein ist dafür nicht notwendig. Genauso wie alle anderen
Verkehrsteilnehmer müssen natürlich auch E-Scooter-Fahrer bestimmte Regeln beachten. Sie dürfen zum
Beispiel nicht schneller als 20 Stundenkilometer fahren und dürfen keine andere Person mitnehmen. Auf
Gehwegen sind E-Scooter verboten, man muss einen Radweg benutzen. Und wenn kein Radweg da ist, darf
man auch auf der Straße fahren. Fährt jemand trotzdem mit seinem E-Scooter auf einem Gehweg, muss er
Strafe bezahlen. Und müssen E-Scooter-Fahrer einen Helm tragen? Es gibt keine Helmpflicht, aber es ist
empfehlenswert, seinen Kopf mit einem Helm zu schützen.
Gefräßige Pandabären
Der Panda ist eigentlich eine Fehlkonstruktion. Obwohl er ein Raubtier ist, ernährt er sich zu 99 % von
Bambus. Dabei ist er ziemlich wählerisch: Von 100 Sorten Bambus sind dem Panda gerade einmal 25 recht.
Raubtiere sind aber Fleischfresser. Das Verdauungssystem des Pandabären entspricht dem eines Raubtiers
und der pflanzliche Bambus liefert ihm kaum Nährstoffe. Der Panda futtert dennoch Unmengen davon und
praktisch nonstop: 20 Kilo Bambus, 16 Stunden täglich. Aber nur 4 Kilo davon kann er verwerten – und wie
das endet, kann man sich denken: Der Panda muss bis zu 100-mal pro Tag „auf die Toilette“. Nicht gerade
geeignet als Haustier, oder?
Eincremen, Hut und Sonnenbrille
Die Sonnenstrahlen tun gut, aber zu viel Sonne kann gefährlich werden. Ganz schnell bekommt man einen
Sonnenbrand. Damit das nicht passiert, ist der UV-Index in vielen WetterApps eine gute Orientierung. Seine
Skala geht von 1 bis 11: Je höher die ultraviolette Strahlung ist, desto schneller bekommt man einen
Sonnenbrand. Dieser UV-Index ist international einheitlich. Das heißt, ein UV-Index von 7 ist in Australien
genauso stark wie in Mitteleuropa. In Deutschland werden normalerweise Werte bis acht erreicht, in den
Bergen in Süddeutschland auch bis zu elf. Bei einem UV-Index von 3 bis 7 sollte man Kleidung, Sonnenbrille
und eine Kopfbedeckung tragen und den Schatten aufsuchen. Außerdem sollte man eine Sonnencreme mit
hohem Lichtschutzfaktor benutzen und sich oft eincremen. Bei einem UV-Index von 8 bis 11 ist es besser, in
den Mittagsstunden zu Hause zu bleiben.

Städtereisen sind „in“


Anstatt drei Wochen am Stück wegzufahren, planen viele Deutsche immer öfters kleinere Kurzurlaube, die
normalerweise nur zwei bis vier Tage dauern. Sie machen also häufiger und dafür kürzer Urlaub. Viele
verbringen diese freien Tage bei Freunden oder Verwandten. Aber noch mehr Deutsche wählen für ihren
Kurzurlaub eine Städtereise. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Städte ideale Reiseziele sind: Sie sind mit
Zug oder Flugzeug gut erreichbar und bieten ein großes Freizeitangebot. Bei solchen Städtereisen suchen
Touristen nicht so sehr die Erholung, sondern sie möchten eine fremde Stadt erkunden, das kulturelle
Angebot genießen oder einfach nur shoppen und neue Restaurants ausprobieren. Am beliebtesten sind in
Deutschland Städtereisen im Inland, die fünf Topziele sind Berlin, Hamburg, München, Köln und Dresden. Die
fünf attraktivsten Ziele im Ausland sind für die Deutschen Paris, London, Amsterdam, Prag und Wien.

Wenn ich doch Geld drucken könnte!


Das haben Sie sich vielleicht auch schon mal gewünscht … Eine 20-jährige Frau in Rheinland-Pfalz hatte eine
Schnapsidee, also eine verrückte Idee: Sie ging in ein Autohaus, interessierte sich für ein Auto im Wert von
15.000 Euro und wollte dann direkt bar bezahlen. Der Verkäufer merkte sofort, dass etwas nicht stimmte,
denn die Frau zahlte mit schlecht kopierten 50- und 100- Euro-Scheinen, die wie Spielgeld aussahen. Der
Autoverkäufer rief deshalb die Polizei, die sofort kam und die Betrügerin in Handschellen fortführte. In der
Wohnung der jungen Frau fand man dann weitere falsche Banknoten im Wert von 13.000 Euro. Und auf dem
Wohnzimmerboden stand ein ganz normaler Tintenstrahldrucker mit ganz gewöhnlichem Papier. Im Drucker
lag sogar noch frisch gedrucktes Falschgeld. Die Polizisten meinten anschließend: „Wir haben ja schon viel
erlebt – aber so dreist war noch niemand.“

Wofür sparen die Deutschen?


Fast jeder zweite Deutsche spart und die Motive sind recht unterschiedlich. Gut die Hälfte spart für die
Altersvorsorge, also um im Alter genug Geld zu haben. Genauso viele Menschen legen Geld auf die Seite, um
sich eine größere Anschaffung leisten zu können, beispielsweise ein neues Auto. Diese beiden Motive werden
am häufigsten genannt. 35 Prozent der Sparer träumen von den eigenen vier Wänden, möchten also gerne
eine Wohnung oder ein Haus besitzen. Für die Ausbildung der Kinder sparen dagegen nur wenige, genauer
gesagt nur 4 Prozent.Das funktioniert nur, weil der deutsche Staat die meisten Kosten für die Schulausbildung
an öffentlichen Schulen und für das Studium übernimmt. Selber bezahlt werden müssen in der Schulzeit
beispielsweise Klassenfahrten oder eventuell Nachhilfe. Auch das Studium ist nicht so teuer wie in vielen
anderen Ländern, denn man muss nur einen Semesterbeitrag zahlen.
Kinderreiche Familien in der EU
223 Millionen Haushalte gab es im Jahr 2018 in der Europäischen Union. Und in fast einem Drittel dieser
Haushalte wohnen Kinder unter 15 Jahren oder junge Leute zwischen 15 und 24 Jahren, die noch von den
Eltern abhängig sind. Und in rund 13 Prozent dieser Familien leben mindestens drei Kinder. Die wenigsten
kinderreichen Familien findet man in Bulgarien, Portugal, Spanien und Italien. Dort haben nur fünf bis acht
Prozent der Familien drei Kinder oder mehr. Und wo leben die meisten großen Familien? Belgien und
Frankreich liegen hier auf Platz drei mit 18 Prozent. Auf Platz zwei kommt Finnland mit 19 Prozent und ganz
an der Spitze mit 26 Prozent steht Irland. Hätten Sie das gedacht? Und Deutschland? Hier gibt es etwas mehr
als eine Million kinderreiche Familien, das entspricht einem Anteil von zwölf Prozent.

Immer diese Wespen!


Man sitzt gemütlich im Café oder macht ein Picknick. Sobald man beginnt, etwas Süßes zu trinken oder zu
essen, bekommt man Besuch: Die Wespen, schwarz-gelbe Insekten, kommen nie alleine und können Zucker
schon aus großer Entfernung riechen. Deshalb sind sie oft auch schon da, bevor man den ersten Schluck
getrunken oder den ersten Bissen gegessen hat. Das nervt! Das alles wäre nicht so schlimm, wenn sie nicht
auch stechen würden, und Wespenstiche tun richtig weh. Wespen mögen es zum Beispiel nicht, wenn man
versucht, sie mit der Hand wegzuscheuchen. Am besten bleibt man ganz ruhig und bewegt sich nicht. Nun ja,
das ist leichter gesagt als getan … Wenn man gestochen wird, dann kann man die Stelle mit Eis kühlen oder
eine aufgeschnittene Zwiebelhälfte auflegen. Manchmal hilft auch einfach Spucke.

Ein Einbrecher, ein Handy und ein Ladekabel


In der Kölner Innenstadt fand ein 25-jähriger Einbrecher die perfekte Erdgeschosswohnung: Das Fenster war
gekippt und die Bewohnerin war gerade in der Stadt unterwegs. In nur wenigen Sekunden war er in der
Wohnung. Drinnen schaute er auf sein Handy und merkte, dass sein Akku fast leer war. Da er sein Ladekabel
dabeihatte, steckte er es sofort in die Steckdose, um sein Handy aufzuladen. Dann durchsuchte er alles, stahl
eine Kreditkarte und verschwand. Als die Frau zurückkam, bemerkte sie den Einbruch und alarmierte über
den Notruf 110 die Polizei. Kurz darauf bekam die Frau noch einmal Besuch: Der Einbrecher klopfte heftig von
außen gegen das Fenster und rief: „Mein Handy liegt noch in der Wohnung!“ Tatsächlich lag auf dem Tisch ein
weißes Handy mit Ladekabel, das nicht der Bewohnerin gehörte. Der vergessliche Einbrecher wurde schnell
gefasst, er ist polizeibekannt.

Taschengeld für Kinder


10- bis 13-jährige Kinder in Deutschland bekommen jeden Monat im Durchschnitt fast 35 Euro Taschengeld.
Und 94 Prozent aller Kinder dürfen das Geld auch selbstständig ausgeben. Das weiß man aus 1.329
Doppelinterviews. Das heißt, man hat nicht nur mit einem Kind zwischen 10 und 13 Jahren gesprochen,
sondern auch mit einem Elternteil. Und was kaufen sich die Kinder am liebsten für ihr Taschengeld? Ganz
oben auf der Liste stehen Süßigkeiten: 70 Prozent der 10- bis 13-Jährigen geben ihr eigenes Geld für Süßes,
Kekse und Kaugummis aus. 60 Prozent verwenden das Taschengeld auch für Zeitschriften oder Comics. Und
knapp die Hälfte der Kinder kauft sich Lieblingsgetränke. Überraschenderweise ist das Interesse an Spiele-
Apps und Online-Spielen in dieser Altersgruppe noch gering. Nur etwa 5 Prozent der Kinder geben ihr
Taschengeld dafür aus.
Kleine deutsche Sprachrekorde
Die vielen Konsonanten in der deutschen Sprache bereiten den Deutschlernern manchmal Kopfschmerzen.
Im Deutschen gibt es sogar Wörter mit acht Konsonanten hintereinander. Hier mal zwei schöne Beispiele: der
Angstschweiß und das Glückwunschschreiben. Jetzt sagen Sie vielleicht, nun ja, das ist nicht ganz fair. Sch
besteht aus drei Buchstaben, ist aber nur ein Klang. Vielleicht gefällt Ihnen die Herbstpflanze (ohne sch) mit
sieben Konsonanten hintereinander besser? Übrigens, die längsten einsilbigen Wörter, also Wörter, die man
nicht trennen kann, sind Verbformen der Verben schnarchen und schrumpfen: du schnarchst und du
schrumpfst. Aber deutsche Wörter haben natürlich auch Vokale. Was ist zum Beispiel das Besondere am Wort
Magermilchjoghurt? Oder am Wort Wasserskisportclub? Na, haben Sie eine Idee? In diesen Begriffen tauchen
alle Vokale in alphabetischer Reihenfolge auf: a - e - i - o - u, und zwar alle nur einmal.
Der Postbote auf der Zugspitze
Seit Dezember 2017 hat die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg, eine neue Seilbahn. Sie transportiert
jährlich rund eine halbe Million Besucher auf eine Höhe von knapp 3.000 Metern. Und genau mit dieser
Seilbahn fährt der Postbote Montag bis Samstag auf den Gipfel. Bei klarem Wetter ist der Ausblick fantastisch
und er kann vier Länder auf einmal sehen: Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz. Oben
angekommen, verteilt er zuerst die mitgebrachte Post. Circa 30 Menschen haben eine Adresse auf der
Zugspitze, darunter Restaurantbesitzer und Umweltforscher. Anschließend öffnet er die kleine Postfiliale,
damit Touristen Briefmarken kaufen können. Er leert auch den höchsten Briefkasten Deutschlands. Einmal
während der Hauptsaison musste er an einem Tag 3.500 Ansichtskarten mitnehmen! Alle Postkarten
bekommen den beliebten Zugspitz-Sonderstempel und dann geht es mit der Seilbahn wieder zurück ins Tal …

Ein kurioser Banküberfall


In einem kleinen Ort in Hessen betrat ein 68-Jähriger eine Bankfiliale und sagte zu einem Bankangestellten:
„Das ist ein Überfall!“ Er wirkte anscheinend nicht besonders gefährlich, denn der Angestellte war nicht
ängstlich und fragte den Mann ganz ruhig nach seinem Namen. Der Bankräuber war so perplex, dass er
seinen Vor- und Zunamen nannte. Der Angestellte blieb weiterhin cool und antwortete: „Tut mir leid, Sie sind
kein Bankkunde und haben hier kein Konto. Deshalb kann ich Ihnen unmöglich Geld auszahlen.“ Der
Bankräuber wollte das nicht akzeptieren und rief nochmals: „Das ist ein Überfall!“ Eine Mitarbeiterin an
einem anderen Schalter war ebenfalls clever und behauptete einfach, dass er in einer bargeldlosen Filiale ist
und man ihm deshalb kein Geld geben kann. Da gab der Bankräuber auf und verließ die Bank. Die Polizei
konnte ihn in null Komma nichts festnehmen.
Die beliebtesten deutschen Vornamen
Emma und Ben waren 2018 die beliebtesten Vornamen für Neugeborene in Deutschland. Ben steht bereits
das achte Mal hintereinander bei den Jungen an der Spitze. Das zeigt die neueste Statistik des Hobby-
Namensforschers Knud Bielefeld, der jedes Jahr Geburtsmeldungen aus ganz Deutschland auswertet. Nach
Emma kommen die Namen Mia, Hanna/Hannah (mit und ohne „h“ am Ende), Emilia und Sophia/Sofia (mit
„ph“ oder „f“). Und auf Ben folgen Paul, Leon, Finn/Fynn (mit „i“ oder „y“) und Elias. Es ist angeblich typisch,
dass sich neue Vornamen von Norddeutschland nach Süddeutschland ausbreiten. So hießen viele Babys in
Schleswig-Holstein bereits 1980 Finn/Fynn. Nach und nach kam der Vorname dann auch in den Süden. Heute
ist der männliche Vorname Fiete – oft eine Kurzform von Friedrich – im Norden sehr populär. Der
Namensforscher vermutet, dass Fiete in zehn Jahren auch in Bayern in der Vornamen-Hitparade auftauchen wird.

Der Hummer und seine verrückte Geschichte


Will man heute Hummer essen, dann ist das meistens sehr kostspielig, denn Hummer ist auf der ganzen Welt
eine besondere Delikatesse. Das war nicht immer so. Um 1900 gab es an der Ostküste Nordamerikas so viele
Hummer, dass Bauern sie sogar in die Erde gaben, um damit den Boden zu düngen. So wuchsen die Pflanzen
besser. Nur arme Leute haben damals Hummer gegessen. Und angeblich organisierten Hausangestellte sogar
Streiks, weil sie Hummer nicht öfters als dreimal pro Woche essen wollten. Schon verrückt, nicht wahr? Als
dann das Reisen mit dem Zug immer beliebter wurde, servierte man den reichen Passagieren im Speisewagen
Hummer. Die Reisenden wussten nicht, dass er in einigen Regionen nur ein Essen für arme Leute war. Und so
passierte es, dass der Hummer plötzlich in Mode kam. Immer häufiger stand er auf Speisekarten teurer
Restaurants.
Das alles passiert in einer Minute
Hier einmal ein Jahresrückblick, der Ihnen zeigt, was statistisch gesehen in einer Minute auf unserer Welt so
alles passiert. In einer Minute schlagen alle menschlichen Herzen zusammen 560 Milliarden Mal, und es
werden weltweit 258 Menschen geboren. Ein Erwachsener atmet in einer Minute mindestens sieben Liter
Luft ein und aus, und Männer, Frauen und Kinder vergießen 15.800 Liter Tränen. In einer Minute werden
534,8 Millionen E-Mails verschickt und empfangen, bei Google 3,8 Millionen Suchanfragen gestellt und 1,25
Millionen Fotos auf die sozialen Netzwerke hochgeladen. Es werden 55 Milliarden Wörter gesprochen und
100 Milliarden Wörter gelesen. Eine Bananenpflanze wächst bis zu 1,1 Millimeter, es landen 28 Kilogramm
kosmischer Staub auf der Erde, und die Vögel auf der Welt fressen 951 Tonnen Insekten.
Die 103-Jährige und der Zetteltrick
Als es klingelte, öffnete die 103-jährige Berlinerin ihre Tür. Zwei unbekannte Frauen standen davor und
wollten in ihre Küche, um dort für eine Nachbarin etwas auf einen Zettel zu schreiben. Als die Seniorin das
ablehnte, weigerten sich die beiden Frauen, die Wohnung zu verlassen. Da nahm die ältere Dame ihren
Gehstock und schlug damit die beiden Frauen. Die bekamen einen Schreck und rannten mit einem Mann, der
im Treppenhaus gewartet hatte, sehr schnell weg. Mit diesem sogenannten „Zetteltrick“ versuchen Trickdiebe
häufig, ältere Menschen zu betrügen. Das geht so: Zwei Personen sagen, dass sie nur eine Nachricht für den
Nachbarn schreiben wollen. So lenken sie die ältere Person ab, die sich auf den Zettel konzentriert. Und in der
Zwischenzeit geht dann eine dritte Person in die Wohnung und stiehlt Wertsachen. Aber bei solchen
Seniorinnen haben Trickdiebe natürlich keine Chance!
Frauenwahlrecht in Europa
Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt 1893, erhielten Frauen in Neuseeland das Wahlrecht –
und damit ein Vierteljahrhundert vor Deutschland. Ganz schön fortschrittlich, nicht wahr? In Europa mussten
die Frauen noch länger warten, bis sie wählen durften. Die Länder in Nordeuropa gehörten zu den ersten
Staaten, die das Wahlrecht für Frauen einführten. Im Jahr 1906 erhielten die Finninnen als erste
Europäerinnen das Recht zu wählen und sich selbst wählen zu lassen. 1913 folgte Norwegen und 1915
konnten auch die Frauen in Dänemark und Island wählen. In Deutschland erhielten die Frauen das Recht
1918, genauso wie in Österreich und Polen. Die Französinnen mussten bis 1944 warten, die Italienerinnen bis
1946, die Griechinnen bis 1952 und die Schweizerinnen sogar bis 1971. Als letztes europäisches Land erlaubte
das Fürstentum Liechtenstein 1984 seinen Bürgerinnen zu wählen.
Kennen Sie die deutschen Stadtstaaten?
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in Deutschland die Bundesländer. Ein Bundesland besteht
normalerweise aus einem großen Gebiet mit vielen Städten. Eine der Städte ist die Hauptstadt, so ist etwa
Hannover die Hauptstadt vom Bundesland Niedersachsen. Doch in den Stadtstaaten ist das anders; hier sind
Stadt und Bundesland eins. In Deutschland gibt es drei dieser Stadtstaaten: Berlin, Bremen und Hamburg.
Berlin und Hamburg sind alleine ein Stadtstaat. Zu Bremen gehört noch die Stadt Bremerhaven nahe der
Nordseeküste. Die kleinen Stadtstaaten haben wie die anderen Bundesländer ein eigenes Parlament; diese
Landesregierung nennt man dort Senat. Sie haben auch z.B. ein eigenes Schulwesen oder eine eigene Polizei.
Warum es diese Stadtstaaten gibt, hat historische Gründe. Sie hatten eine besondere Stellung im
sogenannten Heiligen Römischen Reich, das im Mittelalter in Europa herrschte, und waren immer schon frei
und unabhängig.
Deutschlands Grenzen
Wissen Sie, wie viele Nachbarländer Deutschland hat? Geben Sie mal einen Tipp ab … Fünf? Sechs? Oder
sieben? Es sind neun Länder und insgesamt knapp 3.900 Kilometer Grenze. Die längste Grenze hat
Deutschland gleich mit zwei Nachbarländern: 817 Kilometer lang ist die Grenze sowohl zu Österreich als auch
zu Tschechien. Die kleinste Grenze ist die im Norden zu Dänemark mit einer Länge von 68 Kilometern.
Weitere Nachbarländer sind die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, die Schweiz und Polen. Und
Italien? Viele glauben, Deutschland grenzt an Italien, aber wenn man nach Italien möchte, muss man zuerst
durch Österreich oder durch die Schweiz fahren. Vom Norden bis zum Süden hat Deutschland übrigens eine
Länge von 876 Kilometern. Und die breiteste Stelle in OstWest-Richtung beträgt 640 Kilometer.
Der Nordseeküsten-Radweg
Wollten Sie im Urlaub schon immer einmal eine lange Radtour machen? Dann ist der Nordseeküsten-Radweg
genau das Richtige. Immer an der Nordseeküste entlang führt über fast 6.000 Kilometer der längste
ausgeschilderte Radweg der Welt durch sieben Länder: Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland, die
Niederlande, England und Schottland. In Deutschland führt er durch die Bundesländer Schleswig-Holstein
und Niedersachsen. Hier fährt man teils auf Feldwegen, teils am oder auf dem Deich. An der Strecke durch
Europa finden sich ganz unterschiedliche Landschaften, von Klippen bis zu endlosem Watt. Der nördliche Teil
mit seinen Bergtouren stellt höhere Ansprüche an die Kondition der Radfahrer. Der flache Süden lädt zum
gemütlichen Radeln ein und ist für Familien bestens geeignet. Wer es schafft, den Nordseeküsten-Radweg
komplett abzufahren, der kann auch über eine Teilnahme an der Tour de France nachdenken. Die längste Tour
wurde 1926 gefahren und war 5.745 Kilometer lang.
Sind Sie durstig?
In einem durchschnittlichen Erwachsenen stecken 70 Prozent Wasser. Das Wasser sitzt vor allem im Blut und
in Organen wie Hirn, Herz, Nieren, Lunge und Leber und sogar in Zähnen und Knochen. Leider kann unser
Körper Flüssigkeit nicht speichern. Alles, was wir beim Schwitzen, Pinkeln oder Ausatmen verlieren, müssen
wir „nachtanken“. Das ist lebenswichtig, denn ohne Wasser würde der Körper kaputtgehen. Das Blut wäre
schnell zu dick und das Herz könnte nicht mehr arbeiten. Damit das nicht passiert, warnt uns das Durstgefühl:
Wenn wir beim Sport schwitzen oder zu salzig essen, dann wird unser Mund trocken und wir wissen, dass wir
Flüssigkeit trinken müssen. Den Durst löscht man am besten mit Wasser, Tee oder Saftschorle. Süße Limo
oder Saft machen uns nur noch durstiger. Und wie viel soll man täglich trinken? Pro Kilogramm Körpergewicht
sollten es etwa 40 Milliliter sein.
Können Fische seekrank werden?
Wenn Menschen auf einem Schiff übers Meer fahren, kann es passieren, dass sie seekrank werden. Sie haben
dann ein schlechtes Gefühl im Magen, weil sie das Auf und Ab der Wellen nicht gut ertragen. Das ist nicht
ungewöhnlich, denn der Mensch ist nicht im Wasser zu Hause. Aber auch Fische können seekrank werden
und Magenprobleme bekommen. Wenn Sie zum Beispiel in einem Tiergeschäft einen Goldfisch kaufen und
ihn im Plastikbeutel nach Hause befördern, dann kann dem Fisch schlecht werden. Bei der Fahrt mit dem
Auto oder Bus weiß er nicht mehr, was oben und unten ist. Seine Übelkeit nimmt zu, und einige Fische
müssen sich sogar übergeben. Tierzüchter, die ihre Fische länger transportieren müssen, kennen dieses
Problem. Die Tiere bekommen deshalb zwei Tage vor dem Transport kein Futter mehr.

Was machte Einstein auf dem Oktoberfest?


Möchten Sie eine kuriose Geschichte über das Oktoberfest in München hören? Angeblich war Albert
Einstein, als er 17 Jahre alt war, auf dem Oktoberfest. Er hat dort aber nicht als Kellner gearbeitet und Bier
und Hähnchen serviert. Der spätere Physik-Nobelpreisträger hat dort als Elektriker gearbeitet. Kaum zu
glauben … Heute ist es keine Besonderheit mehr, dass Bierzelte und Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest hell
erleuchtet sind: 43 Kilometer Kabel werden für jedes Fest verlegt und allein am Riesenrad leuchten 35.000
Glühbirnen. Aber das erste Mal elektrisches Licht gab es auf dem Oktoberfest erst im Jahr 1886. Die 16
Bogenlampen mit ihrer großen Helligkeit waren damals eine richtige Sensation! Und wissen Sie, wer diese
innovative Technik auf dem Oktoberfest installiert hat? Das war die Firma Einstein, die dem Vater und dem
Onkel von Albert Einstein gehörte.

Wenn Sie Blut spenden möchten …


Wenn Sie zwischen 18 und 72 Jahre alt sind, dann können Sie in Deutschland Blut spenden. Sind Sie ein
Mann, dann dürfen Sie bis zu sechsmal im Jahr spenden, sind Sie eine Frau, dann viermal. Zwischen zwei
Spenden müssen immer mindestens acht Wochen liegen. Und in den letzten vier Monaten vor einer Spende
dürfen Sie sich weder piercen noch tätowieren lassen. Bevor Sie Blut spenden, gibt es einen kleinen
Gesundheitscheck: Sie füllen einen Fragebogen aus und Ihr Blut wird untersucht. Gibt der Arzt sein Okay,
dann nimmt man Ihnen einen halben Liter Blut ab. Das dauert circa fünf bis zehn Minuten, und anschließend
ruhen Sie sich noch etwa 20 Minuten aus. Übrigens, am 14. Juni ist Weltblutspendetag. Das ist der Geburtstag
von Karl Landsteiner, dem Entdecker der Blutgruppen. Der Österreicher bekam dafür 1930 den Nobelpreis für
Medizin.

Deutschland ist ein Waldland


Was glauben Sie, wie viel Prozent der gesamten Fläche Deutschlands sind Wälder? Geben Sie mal einen Tipp
ab … Fast ein Drittel der Fläche Deutschlands, genauer gesagt 32 Prozent, ist mit Wald bedeckt. Hätten Sie das
gedacht? Deutschland ist also ein waldreiches Land. Von den über 4.000 Pflanzenarten und fast 45.000
Tierarten in Deutschland leben die meisten im Wald. In deutschen Wäldern wachsen über 90 Milliarden
Bäume. Und in den Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz sind sogar 42 Prozent der Fläche Wald. Im
nördlichsten Bundesland Schleswig-Holstein dagegen gibt es die wenigsten Wälder. Die Deutschen lieben
ihren Wald, und Millionen von ihnen joggen jeden Tag dort, fahren mit dem Rad, führen ihren Hund Gassi
oder gehen einfach nur spazieren und relaxen.
Was macht der Mann im Baum?
An einem Freitagabend ist in einer kleinen deutschen Stadt in Rheinland-Pfalz etwas Kurioses passiert. Ein
Ehepaar ging in einem Park spazieren und begann plötzlich zu streiten. Der 47-jährige Mann war anscheinend
so wütend, dass er aus Protest auf einen Baum kletterte. Er kletterte bis in eine Höhe von 15 Metern und
wollte nicht mehr herunterkommen. Personen, die den Streit beobachtet hatten, alarmierten die Polizei. Die
Polizisten versuchten immer wieder, den Mann zu überreden herunterzukommen. Erst nach zwei Stunden
war der Mann dazu bereit. Aber schon nach drei Metern hatte er keine Kraft mehr. Die Feuerwehr musste
den völlig erschöpften Mann deshalb mit einer speziellen Leiter herunterholen und ins Krankenhaus bringen.
Und die Ehefrau? Die Polizei berichtete, dass sie so aufgeregt war, dass sie den Ort noch während des
Rettungseinsatzes verlassen hatte.

Alt, älter, am ältesten


Die Deutschen leben immer länger: Ein neugeborenes Mädchen wird durchschnittlich 83 Jahre und zwei
Monate alt, ein Junge 78 Jahre und vier Monate. „Durchschnittlich“ heißt, dass manche trotzdem jünger
sterben, andere dafür aber 100 Jahre oder älter werden. Vor sechzig Jahren wurde ein neugeborener Junge
nur 64 und ein Mädchen 68 Jahre alt. Woran liegt es, dass wir immer älter werden? Die Menschen leben
länger, weil viele Medikamente entwickelt wurden. Die Menschen essen auch gesünder und achten mehr auf
Sauberkeit. In jedem Haushalt steht ein Kühlschrank, und im Auto schnallt man sich an. Das wird wohl noch
eine Weile so weitergehen. Die Schweizer leben zum Beispiel schon heute etwa zwei Jahre länger als die
Deutschen. Ist es überhaupt besser, länger zu leben? Oder ist man nur länger alt und krank? Darüber streiten
die Forscher noch.
Musst du immer deinen Senf dazugeben?
Senf hat eine gelb-braune Farbe und kann scharf, mild oder süß sein. Ein Wiener Würstchen schmeckt mit
Senf noch viel besser. Es gibt nun Personen, die immer ihren Senf dazugeben. Das heißt jetzt nicht, dass sie
alles mit Senf würzen. Eine Person, die immer ihren Senf dazugibt, mischt sich ständig in Gespräche ein und
kommentiert alles. Das kann sehr lästig sein. Die Redewendung seinen Senf dazugeben kommt aus dem 17.
Jahrhundert. Damals war Senf sehr kostbar und machte das Essen teuer. Einige Köche servierten deshalb
jedes Essen mit Senf, auch wenn die Gäste nicht direkt danach fragten. Eine Person, die immer ihren Senf
dazugibt, sagt ständig ihre Meinung, auch wenn niemand sie darum gebeten hat. Sie handelt also wie früher
die Köche, die unnötigerweise bei allen Gerichten Senf servierten.

Die Zahl 23 und das Geburtstagsparadoxon


Stellen Sie sich vor, Sie sehen ein Fußballspiel. In jeder Mannschaft sind 11 Spieler, und dann gibt es noch
einen Schiedsrichter. Zusammen sind das also 23 zufällig ausgewählte Personen. Ich behaupte jetzt, dass
mindestens zwei Personen aus dieser Gruppe ihren Geburtstag am gleichen Tag feiern. Was denken Sie, wie
groß sind die Chancen, dass ich Recht habe? Die meisten denken, dass die Wahrscheinlichkeit bei etwa ein bis
fünf Prozent liegt. In Wirklichkeit liegt sie jedoch bei einer Gruppe von 23 Personen bei 50,7 Prozent! Und
sind in der Gruppe 50 Personen, dann liegt die Wahrscheinlichkeit sogar bei 97 Prozent. Verblüffend, nicht
wahr? Mathematiker nennen dieses mathematische Prinzip das „Geburtstagsparadoxon“. Ein Beispiel dafür,
dass Menschen Zufälle und Wahrscheinlichkeiten im Leben immer wieder falsch interpretieren. Denn unser
Gefühl täuscht uns öfter, als wir glauben.
Ehrlich oder unehrlich?
In einem einfachen Experiment an der Universität München haben 273 Studenten in einem Labor ein Video
gesehen, in dem ein Würfel geworfen wurde. Die Teilnehmer mussten immer nur sagen, wie hoch die Zahl auf
dem Würfel war. Nannten sie eine möglichst hohe Zahl, dann bekamen sie mehr Geld. Wenn Sie etwas
Falsches sagten, gab es keine Strafe. Der Wunsch zu schummeln, das heißt ein bisschen zu tricksen, war also
groß. Zuerst mussten die Teilnehmer einzeln antworten, später sollten sie sich mit anderen in einem
anonymen Gruppenchat absprechen. Das Ergebnis war ganz eindeutig: Menschen lügen nicht so oft, wenn sie
allein entscheiden. Entscheiden Menschen jedoch gemeinsam, werden sie unehrlicher. In Gruppen findet
man anscheinend viel leichter eine Entschuldigung für eine Lüge. Ganz nach dem Motto: „Es ist ja nicht so
schlimm, wenn ich lüge. Die anderen machen das ja auch!“
Stadtmenschen
Viele Jahrtausende lang waren die meisten Menschen auf dem Land zu Hause. Noch im Jahr 1800 wohnten
nur zwei Prozent der Weltbevölkerung in der Stadt. Das hat sich inzwischen radikal geändert: Seit 2007 leben
mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Und 2050 werden voraussichtlich zwei Drittel der Menschheit
in großen Städten leben. Zurzeit gibt es weltweit 470 Millionenstädte. 32 von ihnen sind sogenannte
Megacitys, das heißt, sie haben mehr als zehn Millionen Einwohner. Die ersten beiden Megacitys der Welt
waren übrigens in der Mitte des 20. Jahrhunderts New York und Tokio. Heute gilt Chóngqìng, eine Stadt im
Herzen Chinas, als größte Stadt der Welt: Ihre Fläche ist so groß wie Österreich und dort leben 32 Millionen
Menschen, so viele wie in Österreich, der Schweiz, der Slowakei, Bulgarien, Serbien und Slowenien
zusammen!
Im stillen Örtchen
Ein Wiener Institut hat vor einiger Zeit eine lustige Umfrage durchgeführt. Man hat 500 österreichische
Internet-Nutzer zwischen 15 und 69 Jahren gefragt, was sie mit ihrem Toilettenpapier machen, bevor sie es
benutzen. Hier das Ergebnis: 67 Prozent der Befragten falten das Klopapier vor der Verwendung am liebsten.
Sieben Prozent knüllen das Papier einfach irgendwie zusammen. Weitere sieben Prozent nutzen etwas
ungewöhnliche Methoden: Sie wickeln das Papier um die Hand oder legen Blatt für Blatt aufeinander. 16
Prozent sagen, sie sind absolut flexibel und benutzen das Papier mal so oder so. Und drei Prozent gaben an,
überhaupt nicht darauf zu achten, was sie mit dem WC-Papier machen. Nun ja, falten, knüllen oder ein
kreativer Umgang mit Klopapier – viele Wege führen zum Ziel.
Der menschliche Körper
Jeder Mensch ist einzigartig und etwas ganz Besonderes. Aber trotzdem gibt es bestimmte Proportionen des
Körpers, die bei allen Menschen gleich sind. Hier mal ein paar Beispiele:
• Ein durchschnittlicher Erwachsener ist sieben bis siebeneinhalb Köpfe groß.
• Unter- und Oberschenkel sind gleich lang.
• Wenn man die Arme ausstreckt, dann entspricht die Entfernung von einer Mittelfingerspitze zur anderen
der Körpergröße.
• Der Fuß inklusive Zehen ist so lang wie der Unterarm.
• Fünf Augen sind so breit wie der Kopf.
• Die Basis der Nase ist so breit wie ein Auge.
• Die Strecke von Mundwinkel zu Augenwinkel ist so lang wie das Ohr.
Messen Sie doch einfach mal nach …
Alles in Butter
Sie haben gestern mit einem Freund gestritten oder hatten Zahnschmerzen? Aber heute ist alles in Ordnung,
und es gibt keine Probleme mehr? Also, alles in Butter? Diese Redewendung kommt aus dem Mittelalter. Die
italienische Stadt Venedig war damals schon berühmt für ihre Glaskunst. Oft transportierte man in Kutschen
wertvolle Gläser über die Alpen nach Deutschland. Da die Straßen schlecht waren, musste man aufpassen,
dass die Gläser dabei nicht kaputtgingen. Zeitungspapier zum Einwickeln gab es ja noch nicht. Ein Händler
hatte damals eine praktische Lösung: Er legte die zerbrechlichen Gläser in ein Fass und goss dann heiße,
flüssige Butter darüber. Wenn die Butter wieder kalt und fest wurde, waren die Gläser im Fass sicher verpackt
und geschützt. Immer wenn die Kutschen am Ziel ankamen, war die erste Frage: „Noch alles in Butter?“
Gemüse auf dem Vormarsch
Deutsche sind bekannt dafür, dass sie sehr gern und viel Fleisch essen, aber wenig Gemüse. Wenn man
jedoch den Gemüsekonsum von heute mit den Zahlen von 1960 vergleicht, dann hat sich die Menge fast
verdoppelt: Jeder Deutsche isst heute pro Jahr 94 Kilo, am liebsten Tomaten* , gefolgt von Karotten und
Zwiebeln. Diese Entwicklung hat verschiedene Gründe. Die Deutschen kümmern sich inzwischen mehr um
ihre Gesundheit. Auch die technischen Möglichkeiten haben sich verbessert: Gemüse geht nicht mehr so
schnell kaputt, es kann länger gelagert werden. Außerdem ist das Gemüseangebot im Supermarkt das ganze
Jahr über viel größer als früher. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 400 Gramm Gemüse am
Tag, den Deutschen fehlen also nur noch rund 140 Gramm zum Glück. Russen, Marokkaner und Chinesen
haben uns übrigens überholt, denn sie haben einen noch höheren Gemüseverbrauch.
(* Für die Deutschen sind Tomaten kein Obst, sondern Gemüse. )
Statistik: Ein Tag in Deutschland
Pro Tag kommen 2.164 Kinder auf die Welt, 1.120 Paare heiraten, und 444 Paare lassen sich scheiden. Wenn
man alle Sonnenstunden im Jahr zusammenrechnet und gleichmäßig auf alle Tage des Jahres verteilen würde,
dann hätten wir in Deutschland täglich durchschnittlich vier Stunden und 20 Minuten Sonnenschein. Jeden
Tag werden 34,7 Millionen SMS verschickt und 205 Millionen Zigaretten geraucht. 330.900 Menschen gehen
täglich ins Kino, und in den Bibliotheken werden 995.000 Bücher ausgeliehen. Junge Menschen zwischen 14
und 29 Jahren surfen täglich 4 Stunden und 34 Minuten im Internet. Zwei Zahlen machen nachdenklich:
Täglich ereignen sich auf den deutschen Straßen 7.064 Autounfälle. Und pro Tag verliert Deutschland
natürlichen Boden, weil neue Gebäude, Parkplätze oder Straßen gebaut werden und der Boden so
zubetoniert wird. Es verschwinden jeden Tag 66 Hektar – ein Hektar ist ungefähr so groß wie ein Fußballfeld.

Der Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann sieht eigentlich so aus wie der Nikolaus und auch er bringt den Kindern Geschenke. In
Deutschland kommt er am Weihnachtsabend, auch Heiligabend genannt. Den Weihnachtsmann kennt man
vor allem in Skandinavien, Norddeutschland, Großbritannien und den USA. In Süddeutschland, Österreich
und der Schweiz kommt das Christkind. Anders als der Nikolaus ist der Weihnachtsmann kein Heiliger,
trotzdem wird er in den USA aber Santa Claus genannt. Die amerikanischen Kinder glauben, dass der
Weihnachtsmann vom Nordpol zu ihnen kommt. Böse Zungen behaupten aber, die Firma Coca Cola hätte ihn
erfunden. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts konnte der Weihnachtsmann noch blaue oder goldene Mäntel
tragen. Erst ein schwedischer Zeichner verpasste ihm den unverwechselbaren roten Kapuzenmantel mit dem
weißen Pelz und auch den langen Bart. Er machte das für eine Werbekampagne von Coca Cola.

Schnelle und langsame Sprachen


Wenn ein Deutscher Spanisch lernt, dann merkt er, dass Spanier viel schneller sprechen als Deutsche. In
einer Sekunde schaffen sie fast acht Silben und die Deutschen nur sechs. Sagen die Spanier in der gleichen
Zeit also mehr? Französische Wissenschaftler haben sieben Sprachen miteinander verglichen: Chinesisch
(Mandarin), Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch und Spanisch. Japaner sprechen demnach
am schnellsten und Chinesen am langsamsten. Deutsch gehört zu den langsamen Sprachen. Aber egal, wie
schnell Sprachen gesprochen werden: Alle brauchen ungefähr gleich lang, um eine Information
weiterzugeben. Wie erklären das die Wissenschaftler? Schnelle Sprachen schaffen in einer Sekunde viele
Silben, weil die Silben meistens kurz sind. Aber in kurze Silben kann man nicht so viele Informationen packen.
Bei langsamen Sprachen sind die einzelnen Silben komplexer und es steckt in ihnen mehr Inhalt. Langsame
Sprachen sagen viel mit wenigen Worten.

Ein Zebrastreifen, der schwebt


Sind Zebrastreifen sicher? Leider nicht immer, weil viele Autofahrer sie oft nicht beachten. In Island wird
deshalb zurzeit ein dreidimensionaler Zebrastreifen getestet. Er soll die Straßen sicherer machen. Man
arbeitet dort mit einem Trick: Man malt den Zebrastreifen ganz normal auf die Straße. Und dann malt man
um die weißen Streifen herum Schatten. So wirken die Streifen dreidimensional, es entsteht also ein 3-
DZebrastreifen. Für die Fußgänger bleibt das ein ganz normaler Zebrastreifen. Aber für den Autofahrer, der
auf ihn zufährt, ändert sich die Perspektive. Für den Fahrer sehen die Streifen aus wie dicke, weiße Blöcke, die
über der Straße schweben. Das ist eine optische Täuschung, auch optische Illusion genannt. Die Folge ist, dass
Autofahrer sofort langsamer fahren, weil sie Angst haben, mit ihrem Auto gegen diese Blöcke zu fahren, die in
Wirklichkeit überhaupt nicht existieren.
Bäume, die twittern
Bäume, die twittern? Wie soll denn das gehen? 13 Bäume in Belgien, Deutschland und den Niederlanden
haben schon einen eigenen Twitteraccount. Unter @TreeWatchNet kann man lesen, wie es den Bäumen geht.
Forscher einer belgischen Universität hatten die Idee mit dem Twitteraccount. Sie haben an den Bäumen
Sensoren befestigt, also Geräte, die die kleinsten Änderungen messen. Die Daten zeigen, ob Bäume wachsen
oder kleiner werden und wie Bäume auf Hitze und Trockenheit reagieren. Es ist interessant zu sehen, wie sich
der Wasserhaushalt von Bäumen verändert, wenn sie Stress haben. Die Wissenschaftler haben nun eine
Möglichkeit gefunden, aus diesen Daten dann eine passende Kurznachricht zu formulieren. Ist es zu trocken,
dann twittert der Baum zum Beispiel: „Hilfe, ich habe Durst!“ Wenn man den Bäumen bei Twitter folgt, merkt
man, dass Bäume sehr lebendig sind und jeder Baum seine eigenen Probleme hat.

Oranges Gemüse mit vielen Namen


Sie wächst in der Erde, hat eine längliche Form und eine knallige Farbe: Die Wurzel, Möhre, Mohrrübe,
Karotte. Und das sind nur einige der Bezeichnungen im deutschsprachigen Raum. Im Vergleich zu seinen
vielen Namen hat dieses Wurzelgemüse nur sehr wenige Kalorien. Die schöne Farbe kommt vom Carotin,
einer Vorstufe des Vitamin A* . Dieses Vitamin ist wichtig für unsere Fähigkeit zu sehen, besonders in der
Nacht. Außerdem ist es von Bedeutung für unser Immunsystem und das Wachstum unserer Zellen. Beliebt ist
die – ich sage jetzt mal – Mohrrübe, weil sie süß schmeckt und direkt aus der Hand geknabbert werden kann.
Aber auch in der Küche ist sie vielseitig einsetzbar: Kalt im Salat oder warm als gesunde Beilage zu allem, was
schmeckt. Sie kann sogar in Brot oder Kuchen verarbeitet werden und gibt beidem eine satte Farbe und einen
saftigen Geschmack. (*Der Genitiv auf -s („des Vitamins A“) ist auch korrekt; man verwendet jedoch heute in
dieser Wortkombination häufiger die Variante ohne -s. )
Ein Münchner schwimmt zur Arbeit
Den morgendlichen Berufsverkehr in München findet Benjamin David zu hektisch. Seit zwei Jahren
schwimmt er deshalb in aller Ruhe zur Arbeit. Und zwar in der Isar, in dem Fluss, der durch das Zentrum von
München fließt. Er macht das sogar im Winter, dann aber nicht ganz so häufig wie im Sommer. Von seinem
Zuhause sind das zwei Kilometer den Fluss hinunter. Für diese Strecke braucht er maximal eine halbe Stunde.
Vor dem Start checkt er online den Wasserstand der Isar. Ist der höher als 1,20 m, dann ist das Schwimmen zu
gefährlich. Alle wichtigen Dinge wie Schuhe, Anzug, Geldbörse und sogar seinen Laptop packt er in seinen
wasserfesten Badesack, der im Wasser schwimmt. Die Idee, zu seiner Arbeit zu schwimmen, kam ihm bei
einem Gespräch mit ein paar Schweizern. Denn in Basel machen das im Rhein offenbar täglich Hunderte* .
(Ein Lehrer aus Basel hat uns geschrieben: „Es trifft zu, dass es an warmen Sommertagen Hunderte hat, die
abends im Rhein schwimmen. Aber es stimmt nicht, dass da viele Menschen im Winter zur Arbeit
schwimmen. Es gibt ein paar wenige, die auch in der kalten Jahreszeit im Rhein schwimmen.“ )
Danke nach Basel für diese Information!

Die Katze, die auf einem Turm arbeitet


Die Stadt Nördlingen in Bayern ist einzigartig: Sie stammt aus dem Mittelalter und hat noch eine komplett
erhaltene Stadtmauer. Und auf dieser Mauer kann man auch heute noch um die ganze Stadt herumlaufen. Im
Herzen der Stadt steht ein 90 Meter hoher Turm, der sogenannte „Daniel“. Über 50.000 Besucher steigen pro
Jahr die 350 Treppen hinauf, um die herrliche Aussicht zu genießen. Oben treffen die Touristen oft nicht nur
einen Türmer, sondern auch die Turmkatze, die „Wendelstein“ heißt. Diese Katze ist nicht nur eine kleine
Touristenattraktion, sondern sie hilft dem Türmer auch, den Turm zu reinigen. Sie hat die Aufgabe, die Tauben
zu erschrecken, die viel Schmutz hinterlassen. Seit die Katze auf dem Turm lebt, gibt es weniger Tauben, die
Treppen und Fenstersimse schmutzig machen. Und dafür bekommt Wendelstein monatlich sogar Lohn von
der Stadt – für Futter und Tierarzt.
Ein- und Zwei-Cent Münzen
Wenn man eine Ein-Cent-Münze herstellt, dann kostet das 1,65 Cent. Die Produktion ist also viel teurer als
der eigentliche Wert der Münze. Wenn man der Statistik glauben darf, dann hat jeder Deutsche ungefähr 175
Ein- oder Zwei-Cent-Münzen irgendwo zu Hause herumliegen. Nur 25 Prozent aller Münzen werden
tatsächlich benutzt. Weil die kleinen Geldstücke also immer wieder verschwinden, müssen Banken ständig
neue Münzen produzieren. Das Kleingeld nervt viele Menschen, sie finden es unpraktisch. Deshalb haben
Länder wie die Niederlande, Finnland, Belgien, Irland und Italien beschlossen, keine Einund Zwei-Cent-
Münzen mehr herzustellen. Muss man in einem Geschäft 2,98 oder 2,99 Euro zahlen, dann runden die
Kassierer dort auf, und man bezahlt drei Euro. Muss man 2,96 oder 2,97 Euro bezahlen, dann runden die
Kassierer ab, und man zahlt nur noch 2,95 Euro.

Zeit ist relativ


Sie denken, eine Stunde ist immer eine Stunde? Sie haben Recht, eine Stunde hat immer 60 Minuten.
Trotzdem ist es so, dass eine Stunde für kleine Kinder meistens sehr lange dauern kann und nur langsam
vergeht. Ältere Menschen dagegen haben oft das Gefühl, dass die Zeit fliegt, also schnell vergeht. Warum ist
das so? Zeitforscher haben eine Erklärung: Kinder sehen jeden Tag neue Dinge. Ein Tag erscheint ihnen sehr
lang, weil sie ständig viele neue Eindrücke bekommen. Wenn Menschen älter werden, wiederholen sich viele
Dinge, und dann vergeht die Zeit sehr schnell. Erlebt man wenig Neues, dann bleiben auch später weniger
Erinnerungen. Wenn ältere Menschen sich erinnern, dann haben sie das Gefühl, dass ihre Urlaubstage an
einem fremden Ort sehr lang waren. Aber ihre vielen Arbeitstage im Büro mit viel Routine erscheinen ihnen
kurz.
5.000 neue Wörter
Kennen Sie den Duden, das wichtigste Wörterbuch der deutschen Sprache? Im ersten Duden 1880 standen
27.000 Stichwörter, heute sind es bereits 145.000.Ungefähr alle fünf Jahre wird der Duden aktualisiert. Dieses
Jahr kamen 5.000 neue Wörter hinzu. Einige der neuen Wörter kommen aus dem Englischen, so zum Beispiel
Fake News für ‚falsche Nachrichten‘ oder das Verb facebooken, also das soziale Netzwerk Facebook benutzen.
Es gibt auch Begriffe aus der gesprochenen Sprache, die jetzt im Duden stehen. Zum Beispiel das Verb
rumeiern. „Dieser Politiker eiert immer nur rum.“ Das bedeutet, der Politiker kann sich nicht entscheiden und
sagt nicht klar, was er möchte. Oder der Ausdruck verpeilt sein: „Du bist heute mal wieder so verpeilt!“ Das
kann man zu einer Person sagen, die etwas chaotisch ist. Man findet das Verhalten dieser Person lustig, aber
manchmal auch ein bisschen anstrengend.

Toi, toi, toi!


Ein Freund oder eine Freundin von Ihnen schreibt eine wichtige Prüfung und Sie möchten Glück und Erfolg
wünschen. Dann können Sie im Deutschen sagen: „Ich drücke dir die Daumen!“ oder Sie sagen: „Toi, toi, toi!“
Toi, toi, toi kommt nicht aus dem Japanischen, wie manche vielleicht vermuten. Eine Erklärung heißt: Toi, toi,
toi kann eine Abkürzung für „Teufel, Teufel, Teufel“ sein. Das wäre ein komischer Wunsch, nicht wahr? Aber
im Mittelalter sagte man oft etwas Negatives, wenn man jemandem etwas Positives wünschte. Eine vielleicht
bessere Erklärung lautet: Wenn man früher Glück wünschte, spuckte man dreimal über die eigene Schulter.
Das Geräusch, das man dabei hörte, klang wie toi, toi, toi. Später fand man das Spucken wahrscheinlich etwas
unhygienisch, und man spuckte nicht mehr, sondern sagte nur noch: „Toi, toi, toi!“

Die Hühner-Lotterie
Auf der dänischen Insel Bornholm gibt es eine lustige Tradition. In einer Kleinstadt an der Ostküste findet in
den Sommermonaten eine Hühner-Lotterie statt. Auf einer Straße gibt es ein großes Spielfeld mit zehn mal
zehn Feldern, also mit insgesamt 100 kleinen Feldern. In jedem Feld steht eine Zahl von 1 bis 100, und auf
allen Feldern liegt Hühnerfutter. Wenn man mitspielen will, kauft man für wenig Geld ein Feld mit einer Zahl
und bekommt dafür ein Los. Dann darf ein Huhn auf das Spielfeld. Sofort läuft es herum und pickt Körner.
Und natürlich muss das Huhn auch einmal „auf die Toilette“. Jetzt wird es spannend – wo lässt das Huhn
seinen Haufen fallen? Fällt der Haufen zum Beispiel auf das Feld 41, und Sie haben ein Los mit der Zahl 41,
dann haben Sie Glück und gewinnen einen kleinen Preis.
Regen in Rom und London
Wo regnet es mehr – in Italien oder in England? Was würden Sie antworten, wenn man Sie das fragen würde?
Es ist erstaunlich, aber die Regenmengen in diesen beiden Ländern unterscheiden sich nur wenig. England ist
im Durchschnitt sogar noch ein bisschen trockener als Italien: In Italien fallen pro Jahr 950 mm Niederschlag,
in England sind es 900 mm. Und in den Hauptstädten ist der Unterschied noch ein bisschen größer: In Rom
fallen pro Jahr 760 mm Niederschlag, in London nur 590 mm. Aber die Niederschläge sind unterschiedlich
verteilt. In Italien regnet es hauptsächlich im Herbst und im Winter. In England dagegen verteilen sich die
Regenfälle über das ganze Jahr. In Italien regnet es oft sehr heftig, in England weniger stark, aber fast jeden
zweiten Tag.

Essen im Gehen
Unserem Körper ist es ziemlich egal, ob wir beim Essen gehen, sitzen oder liegen. Theoretisch könnten wir
beim Essen sogar auf dem Kopf stehen. Es gibt aber drei Gründe, die gegen das Essen im Gehen sprechen:
Erstens isst man schneller. Unterwegs konzentriert man sich nicht auf das Essen, sondern auf andere Dinge.
Und so isst man dann meistens viel zu schnell. Das hat zweitens die Konsequenz, dass man mehr isst als
normalerweise. Man verliert das Gefühl für die Menge und nimmt oft nicht nur einen Imbiss, sondern
mehrere. Und drittens isst man unterwegs die falschen Dinge. Eine Mahlzeit, die man im Gehen isst, muss
handlich sein. Man kann ja keinen Teller und kein Besteck benutzen. Deshalb kauft man dann oft Snacks. Und
diese Snacks enthalten häufig zu viel Fett und zu viele Kohlenhydrate.

Komplizierte Verwandtschaft
Kennen Sie Jack Nicholson? Den Schauspieler? Seine Familie war wirklich ungewöhnlich. Als er 1937 geboren
wurde, war seine Mutter June gerade 17 Jahre alt und arbeitete als Tänzerin. Der Vater war unbekannt. Junes
Eltern schämten sich und erzählten deshalb allen eine Lügengeschichte: Sie behaupteten von sich, die Eltern
von Jack zu sein. Der kleine Jack glaubte also, dass seine Großeltern seine Eltern sind. Und er dachte, dass
June seine ältere Schwester ist. Erst 1974 erfuhr er von einem Journalisten des „Time Magazine“ die
Wahrheit. Zu dieser Zeit waren seine Mutter und seine Großeltern bereits gestorben. Nicholson sagte in
Interviews immer wieder, dass ihn diese Lüge nicht stört, denn er war mit seiner Familie sehr zufrieden.

Erste Schritte
Ab wann kann ein kleines Kind eigentlich laufen? Laufen ist ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln
und Knochen. Gleichgewichtssinn, Koordinationsfähigkeit und Beinmuskulatur müssen ausgeprägt sein. Es
gibt keine absolute Antwort auf die Frage nach dem Wann, aber Richtwerte. Die meisten Kleinkinder können
im Alter von 10 bis 12 Monaten die ersten Schritte machen. Sie halten sich dann aber meistens noch an der
Hand bei Eltern oder anderen Bezugspersonen fest. Ungefähr zwischen dem 12. und 16. Monat können sie
dann selbstständig laufen. Manchmal dauert es aber etwas länger: Es gibt auch Kinder – oft sind sie sogar
besonders groß und kräftig –, die erst mit 17 oder 18 Monaten laufen lernen. Wenn die Entwicklung
ansonsten normal verläuft, besteht hier kein Grund zur Sorge.

Kein Fleisch und keine Wurst


Vier von hundert Erwachsenen in Deutschland sind Vegetarier. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die
das Robert Koch-Institut vorgestellt hat. Unter den Frauen sind 6,1 Prozent Vegetarierinnen, Männern
dagegen ernähren sich nur zu 2,5 Prozent fleischlos. In den letzten Jahren ist es in Deutschland viel einfacher
geworden, vegetarisch zu essen. Ging ein Vegetarier früher in ein Restaurant, dann hatte er keine große
Auswahl. Für ihn gab es oft nur Omelett mit Pilzen. Heute jedoch stehen viel mehr vegetarische Gerichte auf
der Speisekarte. Und wer verzichtet nun eigentlich hauptsächlich auf Fleisch? Das sind vor allem 18- bis 29-
Jährige und Frauen von 60 bis 69 Jahren. Die Untersuchung zeigt außerdem, dass Menschen in Großstädten
und Menschen, die pro Woche mehr als vier Stunden Sport treiben, häufig vegetarisch leben.
Die zehn Top-Freizeitaktivitäten
Man hat 3.000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland gefragt, was sie regelmäßig in ihrer Freizeit machen. Die
zehn beliebtesten Aktivitäten kann man in drei Gruppen einteilen:
1. Sechs der häufigsten Freizeitaktivitäten haben mit Medien zu. Es dominieren nicht nur neuere Medien wie
Internet und Smartphone, sondern auch klassische Medien wie Radio, Telefon oder Zeitungen. An erster
Stelle steht – wie in den letzten Jahren – das Fernsehen: 97 Prozent der Befragten sehen regelmäßig fern.
2. Sehr viele Bundesbürger faulenzen in ihrer Freizeit und wollen oft nur ausschlafen. Oder sie möchten nur
ihren Gedanken nachhängen.
3. Sehr gerne verbringen die Deutschen ihre Freizeit gemeinsam mit anderen Menschen. Ihnen gefällt es
auch, über wichtige Dinge zu reden. Übrigens, wenn man die Ergebnisse mit den Ergebnissen vor fünf Jahren
vergleicht, dann haben heute die meisten Menschen weniger Zeit für soziale Kontakte.

Eine Henne beim Friseur


In einem kleinen Ort in der Nähe von Würzburg war eine Henne ein paar Stunden lang das Gesprächsthema
Nummer eins. Die Henne hatte einen kleinen Spaziergang gemacht, hatte dann die Orientierung verloren und
sich verlaufen. Sie machte bei einem Friseursalon Pause und stellte sich direkt vor die Eingangstür. Dort
blockierte sie eine halbe Stunde die Tür und ließ niemanden hinein und niemanden heraus. Die Henne war
die ganze Zeit sehr aggressiv, und niemand konnte sie beruhigen. Passanten riefen deshalb die Polizei. Als die
Polizisten kamen, versuchten sie, die Henne mit Brot zu füttern. Die Henne war hungrig und ging deshalb mit
den Polizisten mit. So war der Eingang zum Friseursalon endlich wieder frei. Übrigens, wem die Henne
gehörte, war nicht klar.
Welches EU-Land ist Ihr Lieblingsland?
Diese Frage haben 2.018 Menschen in Deutschland beantwortet. Fast die Hälfte sagt: „Mein Lieblingsland ist
Deutschland.“ 51 Prozent der Männer und 44 Prozent der Frauen sind der Meinung, dass es zu Hause am
schönsten ist. An zweiter Stelle – mit großem Abstand – kommt Italien mit 7 Prozent. Und auf dem dritten
Platz liegt mit 6 Prozent Spanien, das Lieblingsferienland der Deutschen. Dann folgen Österreich, Frankreich
und Schweden. Die Ergebnisse in einigen Bundesländern unterscheiden sich manchmal stark von den Zahlen
in ganz Deutschland. Das hängt wahrscheinlich mit den geografischen Nachbarn zusammen, denn in
manchen Bundesländern sind die Nachbarländer besonders beliebt. So ist zum Beispiel für 49 Prozent der
Bayern Österreich das Lieblingsland. Die Menschen in Nordrhein-Westfalen dagegen mögen die Niederlande
besonders gern, und die Bewohner SchleswigHolsteins bevorzugen Dänemark.
Die Heiligen Drei Könige
Als der kleine Jesus geboren war, bekam er Besuch von drei weisen Männern aus dem Morgenland* ,
wahrscheinlich aus dem Gebiet des Iraks, Irans, Saudi Arabiens oder des Jemen. So lesen wir es in der
Weihnachtsgeschichte. Obwohl man heute immer von drei Königen spricht, sagt die Bibel weder etwas zur
Zahl der Männer, noch dazu, ob sie Könige waren. Man nimmt an, dass sie Sterndeuter oder Magier waren.
Diese bedeutenden Persönlichkeiten folgten dem Stern von Bethlehem, der ihnen den Weg zur Krippe Jesu
zeigte, und brachten ihm Geschenke in Form von kostbarem Gold, Weihrauch und Myrrhe. Die katholische
Kirche feiert den Dreikönigstag am 6. Januar. An diesem Tag wurde früher übrigens auch Weihnachten
gefeiert und nicht wie heute Ende Dezember. Im katholischen Süden Europas gibt es die Bescherung, das
heißt das Austauschen von Geschenken, auch heute erst am 6. Januar. ( * das Morgenland = altes
Wort für der Orient )
Tickets mit Zeit bezahlen
Wenn man in Düsseldorf ein öffentliches Verkehrsmittel benutzen möchte, hat man zurzeit zwei
Möglichkeiten. Man kann einen Fahrschein für 2,60 Euro kaufen. Oder man bezahlt nichts. Dann muss man
sich aber 80 Sekunden lang Werbung ansehen. Das heißt, man bezahlt mit seiner Zeit. Jeder, der kostenlos
mit Bus und Bahn durch Düsseldorf kommen will, braucht dazu eine spezielle App. Die Werbung wird nicht
automatisch vom Computer ausgesucht, sondern man wählt aus einer Liste vier Werbespots, die man sehen
möchte. Jeder dauert etwa 20 Sekunden. Hat man sich vier Werbefilmchen angeschaut, dann bekommt man
sein Ticket auf das Smartphone. Mehr als 10.000 digitale Fahrkarten wurden bereits in der ersten Woche
gelöst, in der es die App gibt. Das Experiment ist also sehr erfolgreich und wird vielleicht fortgesetzt.
Der Bauchnabel
Einen Bauchnabel hat jeder Mensch auf der ganzen Welt – egal ob er aus Finnland, Peru, China oder Kamerun
kommt. Und er ist auch immer an der gleichen Stelle am Körper, nämlich in der Mitte des Bauches. Wenn ein
Baby im Mutterleib heranwächst, kann es noch nicht atmen und essen; es bewegt sich in einer Flüssigkeit,
dem Fruchtwasser. Sauerstoff und Nahrung bekommt es aus dem Körper der Mutter, und zwar durch die
sogenannte Nabelschnur. Man kann sich die Nabelschnur wie eine Art Schlauch vorstellen, der am Bauch des
Babys hängt. Wird das Kind geboren, ist die Nabelschnur noch mit dem Bauch verbunden. Sie wird nun vom
Arzt abgetrennt, denn das Baby kann jetzt atmen und Nahrung durch den Mund aufnehmen. Das Abtrennen
tut dem Baby nicht weh; es ist so, als würde man einen Fingernagel schneiden. An der Stelle, wo die
Nabelschnur saß, bleibt später eine Vertiefung, und das ist der Bauchnabel.

Essen die Deutschen gesund?


Die Deutschen essen weniger Gemüse als fast alle anderen Menschen in Europa. Nur die Rumänen und
Niederländer essen noch weniger davon. Kaum mehr als 30 % der Deutschen essen jeden Tag Gemüse. Aber
warum ist Gemüse eigentlich gesund? Es enthält wenig Energie, füllt aber den Magen, sodass unser
Hungergefühl schnell verschwindet. Es enthält außerdem viele Pflanzeninhaltsstoffe, die sogenannten
Mikronährstoffe, welche Entzündungen hemmen und den Stoffwechsel ankurbeln. Ein wenig problematisch
sind allerdings Kartoffeln, Mais und Reis, denn sie haben einen hohen Anteil an Kohlenhydraten. Und was ist
das gesündeste Gemüse? Das sind alle Kohlsorten und der Brokkoli. Oder auch die Paprika; sie enthält sehr
viel Vitamin C. Und welches Gemüse wird häufig überbewertet? Die Gurke – wir müssten sieben Stück davon
essen, um nur 20 Gramm der sogenannten Ballaststoffe aufzunehmen, die wichtig für unsere Verdauung sind.
Ansonsten besteht die Gurke überwiegend aus Wasser – aber das könnten wir ja auch einfach trinken.

Mineralwasser – mit oder ohne?


Das Wasser, das in Deutschland aus dem Wasserhahn kommt, hat eine gute Qualität. Man kann es
problemlos trinken. Trotzdem kaufen die Deutschen oft Mineralwasser in Flaschen: 1970 trank jeder
Bundesbürger durchschnittlich zwölf Liter im Jahr, heute sind es 147 Liter. Das sind circa zwei kleine Gläser am
Tag. Wahrscheinlich kaufen die Deutschen so viel Mineralwasser, weil sie am liebsten Wasser mit Kohlensäure
trinken. Die meisten finden das besonders erfrischend. Nur 10 Prozent der Deutschen trinken lieber stilles
Mineralwasser, also ohne Kohlensäure. Übrigens, wenn Sie im Restaurant Mineralwasser bestellen, dann darf
die Bedienung die Flasche erst an Ihrem Tisch öffnen. Nur so können Sie sicher sein, dass Sie auch wirklich
Mineralwasser bekommen.

Kalt oder warm?


Wenn der Körper eines Menschen wärmer ist als normal, dann hat er Fieber. Das ist ein Zeichen, dass er krank
ist. Das Fieber hilft dem Körper, gegen Viren und Bakterien zu kämpfen. Bei Fieber beginnt der Mensch zu
schwitzen und verliert viel Flüssigkeit. Deshalb empfehlen die Ärzte, dass man in so einer Situation viel trinkt.
Sind nun kalte oder warme Getränke besser? Wenn man schwitzt, dann möchte man am liebsten etwas
Kaltes trinken. Das ist jedoch keine gute Idee. Heißer Tee zum Beispiel ist viel besser. Aber warum ist das so?
Wenn kalte Flüssigkeit in den Magen kommt, dann braucht der Körper Energie, um sie zu wärmen. Und das
lässt die Temperatur dann wieder steigen. Aus dem gleichen Grund ist es auch besser, im Sommer auf eiskalte
Getränke zu verzichten.

Darf ein Baby sitzen?


Wenn Babys auf die Welt kommen, dann ist ihr Rücken noch ganz rund. Er ist noch nicht so gerade wie bei
älteren Kindern. Und ihre Muskeln sind noch schwach. Erst mit acht Monaten können 90 % der Babys gut
ohne Hilfe sitzen. Wenn Babys noch nicht alleine sitzen können, dann sollen Eltern vorsichtig sein. Ärzte
empfehlen den Eltern, ihre Babys nur dann hinzusetzen, wenn es unbedingt sein muss. Zum Beispiel nur
dann, wenn sie ihre Babys füttern oder mit ihnen Auto fahren. Es passiert trotzdem immer wieder, dass Eltern
ihr Baby hinsetzen, bevor das Baby das selber kann. Wenn man das tut, schadet das der Wirbelsäule. Und das
Kind kann später Probleme mit dem Rücken bekommen.
Deutschland – Land des Brotes
Haben Sie eine Ahnung, wie viele Brotspezialitäten es in Deutschland gibt? Es sind nicht 500 oder 1.000,
sondern ungefähr 3.250! Und pro Jahr und Haushalt essen die Deutschen 47 Kilogramm Brot. Das ist viel,
obwohl man in Deutschland heute zu Hause etwas weniger Brot isst als in den letzten Jahren. Denn die Zeiten
haben sich geändert. Früher waren drei Mahlzeiten zu Hause üblich: Frühstück, Mittagessen und
Abendessen. Und abends aß man meistens kalt. Das heißt, man hat nicht gekocht, sondern hat Brot mit
Wurst oder Käse gegessen. Heute sind viele Deutsche tagsüber unterwegs und essen nur abends zu Hause.
Und dann essen sie abends warm. Denn das ist oft die einzige Zeit, wenn die ganze Familie zusammen ist.
Tagsüber kaufen die Deutschen aber viel öfter als früher belegte Brötchen beim Bäcker oder am Imbiss-Stand.

Zeitverschiebung
Wenn man von Deutschland in die USA fliegt, also nach Westen, dann gewinnt man Zeit. Man startet zum
Beispiel morgens um zehn Uhr und fliegt neun Stunden. Aber man kommt nicht abends um sieben Uhr an,
sondern schon mittags. Man hat also einige Stunden gewonnen. Fliegt man von Westen nach Osten, dann ist
es genau umgekehrt: Man verliert Zeit. Aber so richtig verrückt wird es, wenn man über die Datumsgrenze
am 180. Längengrad fliegt. Sagen wir, Sie starten an einem Freitag um 17:00 Uhr in Tokio und fliegen nach
Osten bis Los Angeles. Dann sind Sie 10 Stunden unterwegs. Sie kommen aber nicht am Samstag um drei Uhr
morgens an, sondern am Freitagvormittag um 11:00 Uhr. Sie sind also früher da, als sie losgeflogen sind und
haben einen Tag gewonnen.

Eine deutsche Erfindung


Die erste elektrische Straßenbahn wurde von Werner von Siemens gebaut. Er konzipierte Wagons, die Strom,
d.h. Elektrizität, über die Schienen aufnehmen konnten. Sie ging im Mai 1881 in Berlin in Betrieb. Schon um
1920 war das Berliner Schienennetz für Straßenbahnen über 600 km lang. Auch heute noch hat Berlin das
größte Straßenbahnnetz Deutschlands. Damals war die Straßenbahn recht langsam: Sie fuhr nur etwa 20
Stundenkilometer (km/h). Bald hatten sehr viele Städte Deutschlands Straßenbahnverbindungen. Im Süden
nennt man dieses Verkehrsmittel übrigens Trambahn oder kurz Tram. Im Laufe der Zeit kam sie dann etwas
aus der Mode und viele Städte montierten die Schienen wieder ab. Erst ab 1980 wurde sie wieder populär.
Man entwickelte die Straßenbahn weiter, sodass Ein- und Aussteigen leichter wurden. Der Strom kam nun aus
Oberleitungen, was viel sicherer war. Heute gibt es in ungefähr 60 deutschen Städten Straßenbahnen.

Die bekannteste Briefträgerin Deutschlands Im Bundesland


Brandenburg gibt es ein kleines Dorf, das Lehde heißt. Viele Touristen besuchen diesen romantischen Ort.
Man sagt auch, das Dorf ist ein „Inseldorf“, weil man die meisten Häuser nur auf einer Wasserstraße
erreichen kann. Der kleine Fluss, der die Häuser miteinander verbindet, ist nur bis zu einem Meter tief. Und
wie bekommen die Einwohner dort ihre Post? Von April bis Oktober werden Briefe und Pakete mit einem
kleinen Boot transportiert. Diese Tradition existiert bereits seit 1897. Heute ist das die Arbeit von Postbotin
Andrea Bunar. Sie bringt jede Woche mehr als 600 Briefe und circa 60 Päckchen nach Lehde. Da Motorboote
verboten sind, muss sie das Boot mit einer Stange und ihren Muskeln bewegen. Von Frühjahr bis Herbst fährt
sie so ungefähr 1.100 Kilometer. Das ist eine Strecke von Berlin nach Helsinki.

Bauen mit Gras Bauen mit Gras?


Das klingt komisch, wenn man an die grünen Pflanzen in den Parks denkt, nicht wahr? Dieses Gras ist viel zu
dünn. Aber: Gras ist nicht gleich Gras. Auch der Bambus ist eine Grassorte. Und diese Grassorte ist sehr stabil
und wird oft auf Baustellen für Baugerüste benutzt. Zum Beispiel sehen Sie so ein Baugerüst auf dem Foto. In
Asien und Afrika sind solche Konstruktionen aus Bambus ganz selbstverständlich. Man sieht sie nicht nur in
ärmeren Regionen, sondern auch in hochentwickelten Ländern. So ein Bambus hat viele Vorteile: Er ist sehr
flexibel und elastisch, aber gleichzeitig sehr stabil. Außerdem kostet er nicht viel und ist umweltfreundlich.
Und wenn man ein Bambus-Gerüst nicht mehr braucht, dann nimmt man die einzelnen Teile und
transportiert sie einfach zur nächsten Baustelle.
Kokosnüsse
Hatten Sie schon einmal eine Kokosnuss in der Hand? Sie ist ziemlich schwer. Kokosnüsse können bis zu 2,5 kg
wiegen und 30 cm groß werden. Im Deutschen spricht man von „Kokosnüssen“, obwohl die Frucht der
Kokospalme keine Nuss ist. Sie ist eine Steinfrucht. Sie ist also verwandt mit Pfirsichen, Aprikosen und
Kirschen. Um die Kokosnüsse von den Bäumen zu holen, muss man gut klettern können. Personen, die die
Kokosnüsse pflücken, klettern den Baum hinauf und schneiden die Kokosnuss mit einem Messer ab.
Manchmal pflücken auch Affen die Kokosnüsse. Sie benutzen dabei kein Messer, sondern sie drehen die
Kokosnuss so lange, bis sie vom Baum auf den Boden fällt. Die meisten Kokosnüsse kommen übrigens aus
Indonesien. An zweiter Stelle kommen die Philippinen und an dritter Stelle Indien.

Hund, Katze, Vogel oder Fisch?


Was glauben Sie, wie viel Prozent der deutschen Bundesbürger haben ein Haustier? Nach der neuesten
Statistik sind das 53 %. Die Statistik zeigt außerdem, dass es Haustiere besonders in Haushalten mit mehreren
Personen gibt. International gesehen liegt Deutschland damit so ungefähr in der Mitte. Zum Beispiel in
Argentinien und Mexiko leben viel mehr Menschen mit einem Haustier, nämlich 80 %. In asiatischen Ländern
dagegen, z.B. in Südkorea und Japan, halten nur ungefähr 35 % ein Haustier. Und welche Tiere sind nun
besonders beliebt? Das ist international recht unterschiedlich: Südamerikaner mögen angeblich am liebsten
Hunde. Russen, Franzosen und Deutsche wählen viel häufiger Katzen. In chinesischen Haushalten findet man
meistens Fische und in der Türkei bevorzugen die Menschen Vögel.

Mücken können Elefanten ärgern


Elefanten nennt man im Deutschen auch „Dickhäuter“, denn sie haben wirklich eine dicke Haut. Bis zu 3 cm
dick kann so eine Elefantenhaut sein. Das große und kräftige Tier braucht auch so eine feste Haut, die alle
Organe im Inneren des Körpers gut zusammenhält. Wenn jetzt eine Mücke einen Elefanten stechen will, dann
hat sie wirklich ein Problem. Sie kann nicht so einfach durch drei Zentimeter dicke Haut stechen und Blut
saugen. Trotzdem gibt es auch bei einem Elefanten Stellen am Körper, da ist die Haut so dünn wie Papier. Das
sind zum Beispiel Stellen hinter den Ohren, an den Augen und am Bauch. Dort können sogar kleine Mücken
zustechen und einem großen Elefanten ein bisschen Blut stehlen.

Sicherheit für Hühner


Hühner leben eigentlich auf Bauernhöfen. Dort legen sie Eier, die der Bauer verkauft. Einige Leute in der Stadt
halten auch in ihren kleinen Gärten Hühner, weil sie immer ganz frische Eier wollen. Ja, und für diese Hühner
kann das Leben in der Stadt wirklich gefährlich werden. Denn sie kennen keine Verkehrsregeln. Sie schauen
nicht nach rechts und links und laufen auch bei Rot über die Straße. Eine englische Firma hat sich nun um die
Sicherheit dieser Stadt-Hühner gekümmert: Sie hat Sicherheitswesten speziell für diese Tiere entwickelt. Es
gibt sie in Gelb und in Pink und sie kosten ungefähr 15 Euro. Außerdem reflektiert ein Teil der Weste, damit
Autofahrer die Tiere auch im Dunkeln sehen können. Die Westen haben noch einen Vorteil: Sie halten die
Hühner warm, und dann legen sie noch mehr Eier als normalerweise.

Deutschland und das Meer


Möchten Sie in Deutschland Urlaub machen? Dann fahren Sie doch an die Nordsee oder die Ostsee! Die
Nordsee ist ein Teil des Atlantiks und ein offenes Meer. Die Ostsee ist ein Binnenmeer. In Deutschland liegt die
westlichste Stelle der Ostsee, und zwar bei der Stadt Flensburg. Die größte deutsche Insel liegt auch in der
Ostsee, sie heißt Rügen. In der Nordsee gibt es mehrere Inseln, die zu Deutschland gehören. Sie heißen nach
ihrer Region ostfriesische oder nordfriesische Inseln. Dort gibt es schöne Strände und viele Menschen
machen dort Urlaub. Auf einigen der Inseln darf man nicht Auto fahren. Die Touristen machen dann z.B.
Fahrradtouren. In die Nordsee fließen drei deutsche Flüsse: Das sind die Elbe, die Weser und die Ems. Es gibt
in Deutschland auch einen Kanal zwischen Nord- und Ostsee. Er heißt NordOstseekanal. Wussten Sie, dass auf
keinem Kanal der Welt mehr Seeschiffe fahren als dort?
So verschieden sehen Kalorien aus
Ein erwachsener Mensch braucht am Tag ungefähr 2.000 Kalorien, um genügend Energie zu haben.
Theoretisch sind das 12 Kilo Tomaten oder 2,3 Kilo Bananen. Aber niemand von uns wird nur Tomaten oder
Bananen essen! Nehmen wir einmal kleinere Mengen. Hätten Sie gedacht, dass in einem halben Liter Bier
und in 40 g Schokolade genauso viele Kalorien stecken? Nämlich 200. 200 Kalorien stecken auch in 25 g
Butter, 55 g Salami, 30 g Walnüssen oder 350 g Äpfeln. Und vom Kopfsalat könnten Sie sogar zwei Kilo essen,
um auf 200 Kalorien zu kommen. Aber Kopfsalat ohne Dressing, also ohne Salatsoße. Zusammenfassend kann
man sagen: Hat ein Lebensmittel besonders viel Wasser, dann hat es auch wenige Kalorien.

Ein Topf Sauerkraut


In einer Kleinstadt im Süden Bayerns hat ein Mann am Freitagabend einen großen Schreck bekommen. Er
wollte seinen Mülleimer leeren und verließ deshalb kurz seine Wohnung im zweiten Stock. Im Treppenhaus
bemerkte er dann einen komischen Geruch. Er war ganz sicher, Gas zu riechen. Er hat deshalb sofort die
Polizei alarmiert. Die kam auch gleich, zusammen mit der Feuerwehr und dem Roten Kreuz. Die Luft wurde
gemessen, aber alle Messungen waren negativ. Das war keine Überraschung, denn im Haus wurde auch gar
nicht mit Gas geheizt. Als die Polizisten mit anderen Bewohnern des Hauses sprachen, fanden sie schnell den
Grund: Eine Nachbarin erzählte, dass sie kurz zuvor Sauerkraut gekocht hatte. Ja, und Sauerkraut riecht
wirklich sehr intensiv, wenn man es länger kocht …

Was passiert mit unseren Knochen?


Wenn ein Mensch auf die Welt kommt, dann hat er alles, was er braucht. Bis er dann erwachsen ist, ändern
sich aber natürlich viele Dinge. Nehmen wir zum Beispiel die Knochen: Ein Baby hat bei seiner Geburt
ungefähr 350 Knochen. Und ein erwachsener Mensch hat dann nur noch so um die 200. Heißt das nun, dass
wir einige Knochen verlieren? Nein, das ist nicht der Fall. Aber zum Teil wachsen mehrere kleine Knochen zu
einem größeren Knochen zusammen. Das beste Beispiel dafür ist der menschliche Kopf. Der Kopf eines Babys
besteht aus vielen verschiedenen Knochen, die alle ganz weich sind. Bei der Geburt ist das sehr praktisch,
denn der Kopf kann so noch ganz leicht geformt werden. Erst später, im ersten Lebensjahr, wachsen die
Knochen dann fest zusammen.

Kaiserin Sisi und ihr Anker


Haben Sie schon einmal etwas von der bayerischen Prinzessin Sisi gehört? Als sie 1854 Kaiser Franz Joseph I.
heiratete, wurde sie Kaiserin von Österreich. Man sagt, dass sie eine der schönsten Frauen ihrer Zeit war. Im
Jahr 1888, da war sie 51 Jahre alt, machte sie mit ihrem Mann eine Schiffsreise im Mittelmeer. Als das Schiff
in einem großen Hafen ankam, ging sie allein in ein Lokal in der Nähe. Sie ließ sich dort tätowieren, ohne
ihrem Mann etwas zu sagen. Als Motiv wählte sie einen kleinen Anker. Wahrscheinlich wollte sie damit
zeigen, wie sehr sie die Freiheit und das Reisen liebte. Man sagt, Kaiser Franz Josef war nicht begeistert, als er
den Anker auf ihrer Schulter sah. Sisi war mit ihrer Tätowierung nichts Besonderes, denn damals trugen viele
Adelige in Europa solche Tatoos.

Millionen Kätzchen
Letztes Jahr wurden auf YouTube mehr als zwei Millionen Katzenvideos gepostet. Und diese Filmchen
wurden insgesamt 26 Milliarden Mal angeklickt. Warum machen das so viele von uns? Eine amerikanische
Wissenschaftlerin hat sich jetzt mit diesem Thema genauer beschäftigt. Fast 7.000 Menschen, die gerne
Katzenvideos ansehen, haben über Facebook ihre Fragen beantwortet. Und hier das Ergebnis ihrer Studie:
Diese Videoclips machen Spaß und man kann lachen. Nun, das ist keine große Überraschung. Die
Katzenvideos machen aber auch glücklich: Viele Menschen fühlen sich danach besser als vorher. Sie haben
dann mehr Energie und weniger Angst oder Stress. Die Fluglinie British Airways hat das schon früher
vermutet: Sie hat auf langen Flügen für nervöse Passagiere einen Extra-Videokanal, der die Passagiere
beruhigen soll. Dort werden nur lustige Videos mit Katzen und Hunden gezeigt.
Schwimmende Geldscheine
An einem Wintertag in Wien: Passanten alarmierten die Polizei, als sie sahen, wie zwei junge Männer in das
eiskalte Wasser der Donau sprangen. Doch es war kein Unfall. Die Studenten taten das nur, weil sie im klaren
Wasser des Flusses sehr viele 500- und 100-Euro-Scheine gesehen hatten. Und die wollten sie herausfischen.
Wenig später kam die Polizei, sammelte alle Geldscheine ein und brachte sie zum Trocknen in die Polizei-
Zentrale. Insgesamt waren es 130.000 Euro! Eines stand schnell fest: Alle Scheine waren echt, es war kein
Falschgeld. Aber wem gehörte das Geld? Niemand hatte eine solche Summe bei der Polizei als vermisst
gemeldet. Jetzt ist das Rätsel gelöst: Ein Jogger hat einen 85-jährigen Herrn gesehen, wie er einen Sack in die
Donau geworfen hatte. Einen Sack mit seinem gesparten Geld. Aber keiner weiß, warum der verwirrte Mann
das getan hat.

Die Deutschen und ihr Kaffee


Nicht Wasser, nicht Wein, nicht Bier, sondern Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Hätten Sie das
gedacht? 86 % der Erwachsenen trinken täglich oder mehrmals wöchentlich Kaffee. Jedes Jahr sind das pro
Kopf 162 Liter Kaffee. Im Vergleich dazu: Der Deutsche trinkt nur 143 Liter Wasser oder 107 Liter Bier. Was
vielleicht auch noch ganz interessant ist: Jede vierte Tasse Kaffee, die in Deutschland getrunken wird, wird
nicht zu Hause getrunken. Wenn die Deutschen Kaffee trinken gehen, dann am liebsten in Bäckereien oder
Stehcafés. Und wenn Deutsche ihren Kaffee nicht daheim genießen, trinken 60 % von ihnen am liebsten
traditionellen Kaffee. Von den restlichen 40 % bevorzugen die meisten italienische Kaffespezialitäten wie
Latte Macchiato oder Cappuccino.

Der Maroni-Mann
Jeden Winter steht der Maroni-Mann mit seinem kleinen Ofen mitten in Freising. Dort brät er Maronen*,
also Kastanien, die man essen kann, für Jung und Alt. Das macht er nun schon seit fast 40 Jahren. Angefangen
hat alles in seiner Studentenzeit: Er hat damals in München Sinologie studiert und wollte nebenbei etwas
Geld verdienen. Inzwischen hat er schon circa sechs Millionen Maronen verkauft. Aus einem Studentenjob ist
also ein Beruf geworden und viele sagen, er ist der größte Maroni-Experte weit und breit. Früher verkaufte er
die Esskastanien sieben Tage pro Woche, jetzt nimmt er sich immer ein bis zwei Tage frei. Da niemand im
Sommer Maroni mag, hat er sich irgendwann für den Sommer einen Zweitjob gesucht – als Reiseleiter für
Trekking-Touren. Und so hat er inzwischen die halbe Welt gesehen. Am liebsten aber ist er in Asien.
(* in Süddeutschland und in Österreich sagt man: die Maroni /- hochdeutsch: die Marone/-n )

Sieben Freunde und ein Sauerbraten


In einem kleinen Ort in Baden-Württemberg haben sich am Wochenende sieben Freunde getroffen, um
gemeinsam zu kochen. Fünf Männer und zwei Frauen im Alter von 29 bis 58 Jahren wollten ein neues Rezept
ausprobieren: einen Sauerbraten. Das ist ein Rinderbraten, der in einer Soße aus Essig und besonderen
Gewürzen mariniert wird. Bei der Vorbereitung wurde viel gelacht und auch viel Wein getrunken. Als der
Braten schließlich fertig war, konnten sich die Hobbyköche jedoch nicht einigen, wie man den Sauerbraten
zerlegt, also richtig in Scheiben schneidet. Sie diskutierten laut und sehr emotional. Der Streit ist am Ende so
eskaliert, dass die Nachbarn die Polizei riefen. Die Polizisten kamen mit drei Streifenwagen, trennten die
Streitenden und schickten alle nach Hause. Was dann mit dem Sauerbraten passiert ist, ist nicht bekannt.

Zum Mittagessen ein paar Steine


Strauße sind interessante Tiere: Sie können sehr schnell laufen, aber nicht fliegen. Und haben Sie gewusst,
dass Strauße Steine fressen? Ein Strauß hat keine Zähne und die Steine helfen ihm, die Nahrung im Magen zu
zerkleinern. So kann er sein Essen besser verdauen. Aber warum fressen auch Krokodile Steine? Sie haben
doch eine Menge Zähne. Wie beim Strauß ist das auch gut für ihre Verdauung. Aber das ist nicht der einzige
Grund: Durch die Steine wird ein Krokodil auch ein bisschen schwerer. Das Gewicht zieht die Tiere unter
Wasser. Und das ist sehr praktisch, denn so kann sich das Krokodil im Wasser besser verstecken. Man sieht
dann nur noch seine Augen und die Spitze seiner Schnauze, die aus dem Wasser herausschauen. In dieser
Position kann das Krokodil in aller Ruhe auf Beute warten.
Eine Toilette mit allem Pipapo
„Mit allem Pipapo“, das heißt im Deutschen so viel wie „mit allen Extras“. Ja, und die neue öffentliche Toilette
in der chinesischen Hauptstadt Peking ist wirklich eine Toilette mit allem Pipapo. Die Organisatoren nennen
sie nicht mehr „WC“, sondern den „5. Raum“. In diesem fünften Raum kann man nicht nur das tun, was man
normalerweise auf einer Toilette tut. Diese Multifunktionstoilette bietet viel mehr: Es gibt WLAN, also können
Sie schnell mal ins Internet und auf Youtube surfen. Sie wollen nebenbei am Bankautomaten Ihren
Kontostand checken oder Geld abheben? Auch kein Problem. Ist beim Smartphone der Akku leer, dann
können Sie ihn aufladen. Man hat sogar die Möglichkeit, elektronische Fahrzeuge, wie zum Beispiel
Elektroroller, direkt vor Ort aufzuladen. Außerdem gibt es auch eine Gesundheitsstation: Mit speziellen
Geräten können Puls oder Blutdruck kontrolliert werden.

Die Kartoffelkönigin soll helfen


Die Deutschen essen immer weniger Kartoffeln. In den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts aß ein
Bundesbürger im Jahr 110 Kilo Kartoffeln – heute nur noch 58 Kilo. Kritiker meinen, dass die Deutschen
vielleicht nur faul sind und keine Kartoffeln schälen wollen. Sie essen lieber Nudeln und Reis, denn die
müssen sie nicht mehr vorbereiten. Um die Kartoffel wieder populärer zu machen, gibt es in ganz
Deutschland in vielen Regionen Kartoffelköniginnen, die Werbung für die Kartoffel machen. Das sind meistens
junge Frauen, die jedes Jahr neu gewählt werden. Diese Frauen sind dann ein Jahr lang Kartoffelkönigin. In
dieser Zeit sind sie viel unterwegs und haben oft 100 Termine auf Messen und Wochenmärkten. Dort stellen
sie verschiedene Kartoffelsorten vor und zeigen, was man aus der Kartoffel alles machen kann.

Oje, jetzt habe ich mein Passwort vergessen!


Viele Menschen benutzen als Passwort das Wort „Passwort“ oder die Zahlen „123456“. Diese beiden
Passwörter kann man sich gut merken, das stimmt. Aber sie sind nicht originell und deshalb auch nicht sicher.
Passwörter sollen so lang und komplex wie möglich sein. Nur dann sind sie wirklich sicher. Aber, wie kann
man sich lange Passwörter merken? Es gibt einen Trick: Man denkt in Sätzen und verwendet dann die
Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter. Nehmen wir zum Beispiel den Satz: "Ich mache jede Woche zwei
Hörtexte". Das Passwort wäre dann: "ImjW2H". So einen Satz können Sie sich leichter merken als einzelne
Buchstaben. Und dieses Passwort kann man nicht so leicht knacken.

Selfies gab es früher schon …


Der niederländische Maler Rembrandt lebte im 17. Jahrhundert. Wenn er heute leben würde, dann wäre er
wahrscheinlich von Selfies begeistert! Denn Rembrandt hat sich besonders gern selbst gemalt. Von ihm gibt
es circa 350 Gemälde. Und rund 80 davon sind Selbstporträts, also Bilder von sich selber. Er musste damals an
jedem Bild sicherlich viele Tage oder Wochen arbeiten. Heute dagegen macht man Selbstporträts in
Sekunden. Als Rembrandt jung war, hat er viele Selbstporträts gemalt, um zu üben. Vielleicht hatte er kein
Geld, um jemanden zu bezahlen, der als Modell arbeitet? Die Selbstporträts am Ende seines Lebens sind sehr
realistisch. Sie zeigen einen Mann, der auch viele traurige Dinge erlebt hat.

Schäfchen zählen
Wenn Menschen schlecht einschlafen können, dann versuchen sie es manchmal mit einem Trick: Sie denken
an viele Schäfchen und zählen sie. Ein britisches Forscherteam der Universität Oxford hat jetzt
herausgefunden, dass das Zählen von Schäfchen nicht wirklich hilft, wenn man einschlafen möchte. Wenn
man die Tiere zählt – so die Wissenschaftler – dann ist das oft stressig. Außerdem hat man dabei keine
angenehmen Gefühle. Viel besser funktioniert es angeblich, wenn man sich schöne Bilder vorstellt, zum
Beispiel einen Wasserfall oder einen Strand. Sie haben nicht so viel Fantasie? Dann essen Sie vor dem
Einschlafen auf keinen Fall zu viel, rauchen Sie nicht und verzichten Sie auf Alkohol. Wenn Sie auch noch für
regelmäßige Schlafzeiten sorgen, dann klappt das Einschlafen meistens auch ohne Fantasie!
Kastanien und Gummibärchen
Jetzt im Herbst kann man immer wieder Kinder sehen, die Kastanien sammeln. Wer besonders viele
gesammelt hat, kann sie beim Gummibärchen-Hersteller Haribo in Bonn abgeben. Für 10 Kilo Kastanien
bekommt man dort ein Kilo Gummibärchen. Jede Person kann maximal 50 Kilo abgeben. Angefangen hat
diese Tauschaktion 1937. Die HariboFamilie hatte einen Park mit Wildtieren, und die Kinder aus der
Nachbarschaft sammelten für diese Tiere Kastanien. Dafür bekamen sie dann als Belohnung Gummibärchen.
Im Laufe der Zeit interessierten sich immer mehr Menschen dafür. Inzwischen tauschen pro Jahr etwa 15 000
Menschen rund 300 Tonnen Kastanien. Für die Wildtiere der Haribo-Familie ist das viel zu viel. Deshalb geben
sie die meisten Kastanien an Tierparks in Deutschland und Österreich weiter.

Schlechte Laune?
Sie haben öfters schlechte Laune? Und Sie wissen nicht, was Sie dagegen tun können? Wissenschaftler in
Alaska haben jetzt einen Tipp für Sie: Nehmen Sie einfach einen Spiegel und lächeln Sie hinein. Sie finden, das
klingt ein bisschen seltsam? Die Wissenschaftler behaupten, dass es wirkt. Der Versuch an der Universität
Alaska hat gezeigt, dass sich Teilnehmer, die sich selbst im Spiegel anlächelten, anschließend viel besser
fühlten. Wenn man ohne Spiegel lächelt, ist der Effekt angeblich nur halb so stark. Damit das alles aber auch
wirklich gut funktioniert, ist etwas besonders wichtig: Das Lächeln darf nicht künstlich sein, sondern es muss
echt und natürlich sein. Ist das Lächeln künstlich, dann fühlt man sich danach noch schlechter.

Ohne Fenster
Und, wie war das Wetter heute? Wer nach Feierabend diese Frage stellt, hat oft einen Arbeitsplatz ohne
Fenster. Er sieht also kein Tageslicht, sondern arbeitet bei künstlichem Licht. Menschen, die den ganzen Tag
bei künstlichem Licht arbeiten, schlafen im Durchschnitt 46 Minuten kürzer als Menschen, die bei Tageslicht
arbeiten. Außerdem erholen sie sich beim Schlafen nicht so gut. Sie können sich bei der Arbeit oft nur
schlecht konzentrieren und sind auch nicht so aktiv. Das fand ein Team aus US-amerikanischen und
taiwanischen Medizinern, Neurowissenschaftlern und Architekten heraus. Alle 49 Personen, die an der
kleinen Untersuchung teilgenommen haben, waren berufstätig und haben von 09:00 bis 17:00 Uhr
gearbeitet. 22 von ihnen hatten einen Arbeitsplatz ohne Tageslicht, 27 einen Arbeitsplatz mit einem Fenster
in der Nähe.

Der kleine Schwarzfahrer


An einem Sonntag blieb der kleine Terrier Sammy nicht zu Hause. Er nutzte den Tag für einen kurzen Ausflug
nach München – und zwar ohne sein Frauchen! Irgendwann am Vormittag verließ der zweijährige Hund
seinen Heimatort in der Nähe von Freising. Er lief zuerst circa sieben Kilometer an einem Fluss entlang und
wurde dann gegen Mittag am Freisinger Bahnhof gesehen. Dort lief er am Bahnsteig hin und her und stieg
dann in den Regionalzug, der von Passau kam und nach München fuhr. Im Zug bemerkten dann einige
Reisende, dass das Tier allein unterwegs war und informierten den Zugbegleiter. Der brachte den Hund am
Münchner Hauptbahnhof zur Bundespolizei. Einige Polizisten kannten Sammy schon, weil das nicht sein
erster Ausflug war.

Frühstück im Hotel
Ein Buchungsportal im Internet hat kürzlich knapp 1.200 Menschen gefragt, was sie normalerweise auf Reisen
frühstücken. An der internationalen Umfrage haben Menschen aus Deutschland, Italien, England, Spanien,
Frankreich, den Niederlanden und Brasilien mitgemacht. 91 % von ihnen lassen sich beim Frühstücken im
Hotel Zeit und essen lieber im Hotel als außerhalb in einem Café. 40 % von ihnen mögen ein herzhaftes
Frühstück: Sie starten mit Eiern, Wurst und Speck in den Tag. Die süße Variante – Kuchen, Marmelade,
Croissants – bevorzugt nur ein Viertel der Reisenden. Nur 10 % achten auf ihre Gesundheit: Sie bestellen
Vollkornbrot, Obst und Joghurt. Und natürlich gibt es auch Menschen, die auf ihrer Reise ganz auf das
Frühstück verzichten. In Deutschland sind das angeblich circa 9 %.
Gehirnjogging ,
Jeder Mensch hat in seinem Leben bestimmte Gewohnheiten, so genannte Rituale, die er Tag für Tag genauso
durchführt, z.B. morgens zuerst duschen, dann einen Kaffee trinken und dann immer denselben Weg zur
Arbeit nehmen. Viele Dinge machen wir automatisch, und das macht unser Leben einfach. Aber unser Gehirn
wird dabei leider auch langsam faul. Damit unser Gehirn fit bleibt, gilt das Motto: „Raus aus der Routine!“ Sie
fahren immer denselben Weg mit dem Bus? Dann gehen Sie morgen einmal zwei Haltestellen zu Fuß. Oder
machen Sie einmal einen Umweg. Oder nehmen Sie einmal die andere Hand, um sich die Zähne zu putzen.
Oder ändern Sie einfach mal die Sitzordnung am Esstisch. Dann muss sich das Gehirn anstrengen. All das hilft,
das Gehirn zu trainieren. Es sind oft diese Kleinigkeiten im Leben, die große Wirkung zeigen.

Lust auf eine Tüte Eis?


Wenn im Sommer die Temperaturen in Deutschland steigen, dann sieht man überall das Gleiche: lange
Schlangen vor den Eisdielen. Ein Zeichen, dass den Deutschen Eis am besten schmeckt, wenn es draußen so
richtig heiß ist. In Europa liegt Deutschland hinter Italien gemeinsam mit Frankreich auf dem fünften Platz.
Die Deutschen und Franzosen essen 6 Liter pro Kopf und Jahr. Und, was glauben Sie, wer auf den ersten drei
Plätzen in Europa liegt? Länder, in denen es noch wärmer ist als in Deutschland? Am meisten Eis in Europa
essen die Nordeuropäer, die Finnen, Norweger und Schweden. In Finnland sind das pro Kopf jährlich 12 Liter,
in Norwegen 11,1 und in Schweden 10,4. Hätten Sie das gedacht?

Die grüne Kiste


Haben Sie schon einmal etwas von einer „grünen Kiste“ oder „Bio-Kiste“ gehört? Das ist eine Kiste mit Obst
und Gemüse, alles 100-prozentig biologisch. Man kann so eine Kiste bestellen und sie wird dann direkt nach
Hause geliefert. Der Inhalt unterscheidet sich je nach Jahreszeit. Es gibt zum Beispiel:
1. Regionalkisten Hier kommen Obst und Gemüse nur von Bauernhöfen aus der nahen Umgebung.
2. Bürokisten Obst und Gemüse sind hier ganz klein geschnitten. Man kann alles sofort ohne Besteck essen.
3. Familien- oder WG-Kisten In diesen Kisten sind die günstigsten Obst- und Gemüsesorten. Das ist praktisch
für große Haushalte, die Geld sparen möchten.
Sind in einer Kiste Obst- und Gemüsesorten, die man nicht so gern isst, kann man sie austauschen. Man muss
aber vorher telefonisch oder per E-Mail mitteilen, welche Sorten man nicht mag.
Das kostet zwei Micky Maus!
2.400 Kilometer im Nordosten von Neuseeland gibt es eine kleine Insel. Sie liegt im Pazifik und heißt Niue.
Nur 1.400 Menschen wohnen dort. In diesem kleinen Pazifikstaat können die Einwohner seit einiger Zeit mit
Donald-Duck- und Micky-Maus-Münzen bezahlen. Ohne Witz! Auf der Vorderseite der Münzen sieht man die
bekannten Comicfiguren von Walt Disney. Und auf der Rückseite der Münzen ist die britische Königin
Elizabeth II. abgebildet, die den kleinen Inselstaat repräsentiert. Mit diesen Münzen darf man ganz offiziell
zahlen. Aber das wird wahrscheinlich niemand machen. Der Grund: Sie sind viel zu wertvoll. So wurde zum
Beispiel die Goldmünze, die eigentlich nur umgerechnet 15 Euro wert ist, für fast 800 Euro verkauft! Der
kleine Inselstaat versucht, mit dieser originellen Marketing-Idee etwas bekannter zu werden. Ob Touristen
deshalb tatsächlich die Insel besucht haben, weiß man nicht.

Einen Bestseller schreiben Sie möchten ein Buch schreiben?


Und Sie wollen mit diesem Buch viel Geld verdienen? Und Sie möchten natürlich, dass Ihr Buch auf einer
deutschen BestsellerListe steht? Das Institut für Literaturwissenschaft an der Universität Stuttgart wollte
wissen, wann man die besten Chancen hat, so einen Bestseller zu schreiben. Deshalb haben die
Wissenschaftler Bestseller-Listen der letzten 15 Jahre untersucht. Und hier sind die Ergebnisse:
1.Männliche Autoren haben mehr Chancen als weibliche Autoren: Wenn man die 20 meistverkauften Bücher
nimmt, dann wurden mehr als 60 Prozent von Männern geschrieben.
2.Nur 39 Prozent aller Autoren von Bestsellern kommen aus Deutschland. Englischsprachige Autoren haben
mehr Erfolg.
3.Die Statistik zeigt, dass es sehr gut ist, dem Buch einen kurzen Titel zu geben. Am erfolgreichsten sind Titel
mit höchstens drei Wörtern.
So schnell kommt man ins Gefängnis …
Wer in Deutschland mit seinem Auto rast, muss oft viel Geld bezahlen. Manchmal muss man auch ein paar
Monate auf seinen Führerschein verzichten. In der Schweiz sind die Strafen jedoch noch viel härter: Wenn
man dort mit zu hoher Geschwindigkeit fährt, dann kann es passieren, dass man sein Auto ganz abgeben
muss. In besonders schweren Fällen muss man sogar ein bis vier Jahre ins Gefängnis gehen. Und was sind nun
solche schweren Fälle? Autofahrer können im Gefängnis landen:
1.Wenn sie auf der Autobahn mindestens 80 km/h schneller fahren als erlaubt,
2.wenn sie außerhalb von Ortschaften mindestens 60 km/h zu schnell fahren,
3.wenn sie in einem Ort mindestens 50 km/h zu schnell fahren und
4.wenn sie in Tempo 30-Zonen mindestens 70 km/h fahren.
Also, in der Schweiz immer auf den Tacho schauen!
Orte, die wie Verben heißen
Kennen Sie die deutsche Stadt Essen? Das ist wahrscheinlich die bekannteste Stadt in Deutschland mit einem
Namen, der so klingt wie ein deutsches Verb im Infinitiv. Wenn man zum Beispiel im Internet Informationen
über die Stadt sucht, ist das nicht immer praktisch: Dann findet man beim Suchbegriff „Essen“ viele Rezepte
und wenig über die Stadt. Übrigens, warum die Stadt so heißt, darüber streiten bis heute die Forscher. Noch
viele andere Orte in Deutschland haben einen Infinitiv als Namen. Zum Beispiel gibt es auch Wissen, Singen
und Lachen. Geben gibt es nicht. Nehmen auch nicht. Aber Senden und Zimmern gibt es sogar öfters. Und
Baden-Baden hat den Infinitiv gleich doppelt im Namen. Die häufigen deutschen Verben haben und sein
fehlen dagegen auf der Deutschlandkarte. Ja, und die Leute, die aus Kotzen kommen, müssen sich bestimmt
immer dumme Kommentare anhören …

Farbe auf den Straßen


In einem kleinen niederländischen Ort ist ein Fehler passiert. Man wollte dort einige Verkehrsinseln neu
anstreichen, und ein Beamter in der Stadt hat Farbe bestellt. „Er hat aus Versehen die falsche Farbnummer
aufgeschrieben und deshalb bekam der Maler die falsche Farbe“, erklärte ein Sprecher der Stadt. Jetzt sind
einige Verkehrsinseln in dem kleinen Ort pink statt grau. Zuerst wollte die Stadt die Verkehrsinseln schnell
noch einmal streichen lassen und hat gleich neue Farbe bestellt. Dann jedoch meinte der Bürgermeister im
niederländischen Radio: „Wir haben so viele positive Reaktionen bekommen, dass wir die Verkehrsinseln jetzt
so lassen. Für die Sicherheit auf der Straße ist die Farbe ja nicht wichtig.“ Und eine Künstlergruppe hat schon
Ideen, wie man die Verkehrsinseln noch kreativer gestalten kann.
Kleine Lügen im Alltag
Im Internet kann man immer wieder lesen, dass ein Mensch pro Tag 200-mal lügt! Doch niemand weiß
wirklich, woher diese Zahl genau kommt. Tatsache aber ist: Jeder von uns sagt öfters die Unwahrheit, auch
bei einfachen Fragen. Wenn Sie 100 Personen fragen: „Wie geht es Ihnen?“, dann hören Sie bestimmt 90-mal
die Antwort: „Gut“. Und Sie können sicher sein: Sehr oft wurde gelogen. Wahrscheinlich will man nicht allen
Leuten erklären, warum man schlecht geschlafen hat oder welche Probleme man gerade hat. Wissenschaftler
haben festgestellt, dass sich die Moral im Laufe des Tages ändert: Am Morgen sind Menschen ehrlicher als am
Abend. Am Abend wird mehr gelogen. Und es gibt dafür auch eine Erklärung: Abends haben wir nicht mehr
so viel Kraft wie am Morgen, wir sind müder und die moralische Kontrolle wird anstrengend. Deshalb lügen
wir dann schnell mal aus Bequemlichkeit.
So schlafen Astronauten im Weltraum
Astronauten in einer Raumstation fliegen schwerelos durch die Luft. Das heißt, sie fliegen, als hätten sie kein
Gewicht. Im Weltraum gibt es kein Oben und kein Unten. Und in dieser Schwerelosigkeit ist es ganz egal, ob
man auf dem Kopf steht, auf dem Rücken oder auf dem Bauch liegt. Ein Astronaut braucht deshalb kein Bett:
Er schläft nur in einem Schlafsack. Um beim Schlafen nicht wegzufliegen, muss er seinen Schlafsack und sich
selbst gut befestigen. Da eine Raumstation in 24 Stunden 16-mal um die Erde fliegt, geht die Sonne alle 90
Minuten einmal auf und einmal unter. Es gibt also keine richtige Nacht wie auf der Erde. Die Maschinen in der
Raumstation sind außerdem sehr laut. Deshalb stecken sich die Astronauten Ohrenstöpsel in die Ohren, um in
Ruhe schlafen zu können. Trotzdem erzählen Astronauten, dass sie im Weltall besser schlafen als zu Hause
und viel weniger schnarchen.
Der zahme Storch
Die Touristen auf der schönen Insel Föhr in Nordfriesland glauben fast nicht, was sie da am Wasser sehen: Auf
der vollen Strandpromenade läuft gemütlich ein stolzer Storch umher. Der Vogel mit den langen Beinen blickt
mal nach links, mal nach rechts und lässt sich von niemandem stören. Aufmerksam schaut er die Badegäste
an: Hat da vielleicht jemand etwas Leckeres zu essen? Zum Glück behalten die Strandbesucher ihre Kekse und
anderen Proviant für sich, denn diese Dinge sind nicht gut für Störche. Es wird sogar besonders davor
gewarnt, die Tiere zu füttern. Die Störche geben nämlich die Essensbrocken an ihre Jungen weiter und diese
sterben daran. Man sollte sich also einfach darüber freuen, dass dieser Vogel so schön aussieht und ihn am
besten in Frieden lassen.

Hilfe, mein Kind isst Schnee!


Eine Mutter hat im Internet einen Arzt um Hilfe gebeten. Ihre dreijährige Tochter Lena liebt den Winter und
vor allem Schnee. Lena nimmt oft eine Handvoll Schnee in den Mund und isst ihn. Lenas Mutter war ganz
beunruhigt und wollte wissen, ob das ungesund ist. Der Arzt hat ihr geantwortet: „Wenn Ihre Tochter nur eine
geringe Menge Schnee isst, dann müssen Sie sich keine Sorgen machen. Aber Sie müssen aufpassen, dass der
Schnee sauber ist und nicht vom Gehweg oder vom Straßenrand stammt. Denn ist der Schnee schmutzig,
dann kann Ihr Kind schnell Magenschmerzen bekommen. Problematisch wird es auch, wenn Ihre Tochter
größere Mengen Schnee isst. Sie müssen sich vorstellen, das Schneewasser ist wie destilliertes Wasser. Es hat
selber keine Mineralstoffe. Wenn man nun viel davon trinkt, holt sich das Schneewasser die Mineralien aus
dem Körper. Und der Körper wird dann schwach.“

Selfies
Alle machen Selfies: Kinder, Erwachsene, halb Hollywood, Politiker, Sportler und sogar der Papst! Die ganze
Welt ist anscheinend verrückt nach digitalen Selbstportraits: 35 Millionen gibt es allein davon auf Instagram.
Wer die Selfies nicht dort teilt, lädt sie bei Facebook, Twitter oder Whatsapp hoch. Und was glauben Sie …
wer postet mehr Selfies? Männer oder Frauen? Frauen posten mit 64 % die meisten Selfies. Aber das
Interessante ist: 34 % der Männer bearbeiten ihre Fotos mit Photoshop, bevor sie sie hochladen. Von den
Frauen machen das nur 13 %! Am häufigsten werden die Gesichtsfarbe, die Augenfarbe und die Augenform
verändert. 19 % aller Selfies entstehen übrigens im Urlaub, ebenso viele zu Hause im Wohnzimmer. Und am
fleißigsten knipsen sich die Einwohner von Makati City, das ist eine Stadt auf den Philippinen. Die Berliner
Bevölkerung liegt mit der Zahl ihrer Selfies nicht unter den Top 100.