Sie sind auf Seite 1von 1353

Infos Schuljahresstart

FACHLEHRER GF Mathe - 4A
 Vorstellen Im
 Organisation des Unterrichts
 Bücher (inkl. Formelbuch) und Taschenrechner (des weiteren als “Taschenrechner“
bezeichnet) - evtl. Sammelbestellung
∗ Rechner TI-83(+) oder TI-84 CE/T
∗ Formelbuch: Formeln, Tabellen, Begriffe (ISBN 978-3-280-04116-1)
∗ Lambacher Schweizer 9/10 (ISBN 978-3-264-83982-1)
∗ Lambacher Schweizer 11/12 (ISBN 978-3-264-83983-8)
 Mitschreiben im Unterricht nötig (Heft)
 Übungen mit Lösungen auf “online Drive“
 alte Prüfungen auf “online Drive“
 Übungstagebuch immer aktuell und mit dabei im Unterricht
 Fehler direkt an LP oder per Mail an LP melden
 Jahresstoff (anhand der ersten Seiten des Skripts)
 Prüfungen
 1.Sem GF: 4 schriftliche, 45min-Prüfungen - jeweils gleich gewichtet
 2.Sem GF: 3 schriftliche (je 45min) und eine mündliche (15min Vorbereitung,
15min Prüfung) Prüfung, jeweils gleich gewichtet.
 Bei schlechtem Arbeitseinsatz in der Klasse oder nach Notwendigkeit behalte
ich mir das Recht vor von einer Lektion auf die nächste eine bis zu 20min
dauernde “Kurzprüfung“ (Lektion) über den gerade aktuellen Stoff durchzuführen.
Eine solche würde halb so viel zählen wie eine reguläre Prüfung.
 Daten der Prüfungen:
 Ankündigungen (mit Prüfungsstoff und organisatorischen Infos) jeweils per
Mail als pdf
 Sprechstunde auf Anfrage - Konkrete und sauber formulierte Fragen sollen
bis spätestens 24h vor dem Termin an mich gerichtet werden. Es empfiehlt
sich, sich nicht erst kurz vor der Prüfung zu melden.
 Falls nötig, gibt es je nur eine Nachprüfung. Die Prüfungsrückgabe für die
Klasse findet in jedem Fall erst nach der Nachprüfung statt.

 Reglementarisches:

 Schul- und Absenzenreglement und das Coronaschutzkonzept gelten bedingungslos


 Natel, Smartphone und WLAN- oder andere netzfähige Geräte bis zu einer
Diagonalen von 9 Zoll müssen zu Beginn des Unterrichts auf dem Lehrerpult
(vorzugsweise, falls vorhanden, im dafür vorgesehenen Behältnis) deponiert
werden, ausser bei Unterrichtseinheiten, die von der LP definiert werden.
 Vergessenes Material, Verspätungen, (Smart)Phone (oder ähnliches) nutzen,
el. Hilfsmittel für nicht den aktuellen Unterricht betreffendes nutzen, Störungen
des Unterrichts, ... notiere ich mir - gewichtet nach schwere des Vergehens.
Gegebenenfalls wird eine Strafarbeit (innert Wochenfrist zu erledigen) fällig.
Wird diese nicht zeitig eingereicht (mind. als Kopie per Mail innert wochenfrist
und in der nächsten Lektion als Orginal), so wird mittels eines Strafsamstages
sanktioniert.
 Teilweise können die Störungen auch einen Ausschluss aus der Lektion zur
Folge haben. Am Ende einer Lektion, von der ein SoS ausgeschlossen wurde,
hat er/sie sich bei mir persönlich zu melden. Man hat vor dem Schulzimmer,
an der nächsten Sitzmöglichkeit nach dem Ausschluss bis Ende der Schulstunde
zu warten.
 Schärfere Bestrafungen, gemäss Reglement, behalte ich mir vor.
 Für den Einsatz im Unterricht kann ein Tablet genau ein Blatt oder ein Buch
ersetzen. Werden etwa Notizen auf einem Tablet genommen, so sind trotzdem
Übungs-blätter, Formelbuch und Rechner mitzubringen. Der Einsatz muss
mit mir vorgängig abgesprochen sein. Ich behalte mir das Recht vor einem
Schüler/ einer Schülerin den Einsatz elektronischer Geräte (mit Ausnahme
des Rechners) im Unterricht zu verbieten.

 Wer ist Klassenchef, wer ist Kassier?

 Klassenchef ....................................................................................
 Klassenkassier ....................................................................................

 VARIA
Fachschaften Mathematik, Physik, Chemie
Merkblatt Formelbuch

Merkblatt Formelbuch

In den Fächern Mathematik, Physik und Chemie wird das Formelbuch „Formeln, Tabellen, Begriffe“
(Herausgeber: DMK, DPK, DCK; Verlag: orell füssli) benutzt. Im Folgenden wird beschrieben, was im
Zusammenhang mit dem Formelbuch an Prüfungen (inklusive Jahres- und Abschlussprüfungen)
erlaubt ist.

Erlaubt sind:
- Post-it, Klebezettel oder dergleichen auf welchen die auf den entsprechenden Seiten
verwendeten Titel stehen.
- Das Übermalen von ganzen Formeln, ganzen Titeln oder Spalten.
- Das Unterstreichen von ganzen Formeln oder ganzen Titeln.
- Farbige Markierungen am Rand einer Seite.
- Das Eintragen des eigenen Namens und der Klasse auf der ersten Seite des Formelbuchs.
- Der Zusatz der Fachschaft ist nur für die AdM-Prüfungen (SF oder EF) erlaubt.

Nicht erlaubt sind:


- Zusätzliche Blätter und/oder eingeklebte Seiten und/oder Zettel.
- Das Schreiben von Text/Formeln oder Zahlen (auch nicht als Korrektur).
- Referenzen von einem Teil des Formelbuches auf einen anderen mit Hilfe von Strichen,
Pfeilen, Text oder dergleichen.
- Das Nachtragen von zusätzlichen Informationen (ausser dem eigenen Namen und der
Klasse auf der ersten Seite).
- Verweise auf andere Seiten.
- Alle anderen Manipulationen am Formelbuch, die oben unter dem Punkt „Erlaubt sind“
nicht explizit aufgeführt sind.

Fachschaften Mathematik, Physik, Chemie

November 2018
Zur Prüfung “Mathe GF 6 von 8“
Mündlichprüfung

Klassen: 4A und 4F

Datum: Mo, 8.März 2021 bis Fr, 12.März 2021

Ort und Zeit: Gemäss online-Einschreibung

Stoff: Grundsätzlich alles, was wir bisher seit Jahresbeginn im Mathematikunterricht zu


den Funktionen und Vektoren behandelt haben und die zugehörigen Grundlagen
der verganenen Schuljahre. Insbesondere: Analysis (Einführung Funktionen und
Differentialrechnung 1) - Vektorgeometrie im Raum (Produkte, Geraden, Ebene)

1. Thema: Funktion
Definition des Begriffs Funktion, Definitions- und Wertebereich, injektiv/ sur-
jektiv/ bijektiv, Umkehrfunktion, Grenzwert ins Unendliche, Stetigkeit
2. Thema: Ableitungen
Definition Ableitung, Differentialquotient (inkl. Beweis für die Wurzelfunk-
tion), Ableitungsfunktion, Summen- Faktor- Produkt- und Quotientenregel
(je mit Beweis), Kettenregel (ohne Beweis), Gleichung von Tangenten und
Normalen, Bernoulli de l’Hospital (inkl. Teilbeweis)
3. Thema: Vektoren, Basics
Definition Vektor, Addition/Subtraktion/Vielfache von Vektoren, Skalarpro-
dukt (inkl. Beweis der Rechenregel und Eigenschaften), Vektorprodukt (inkl.
Beweis der Rechenregel und Eigenschaften), Spatprodukt (inkl. Beweis der
Rechenregel und Eigenschaften)
4. Thema: Gerade im Raum
Parameterdarstellung, Spurpunkte, Gegenseitige Lage zweier Geraden (in-
kl. Erklärung), Schnittwinkel (inkl. Beweis), Schnittpunkt, Abstand Punkt-
Gerade (inkl. Beweis), Fusspunkt, Abstand windschiefer Geraden
5. Thema: Ebene
Parameterdarstellung, Spurgerade, Gegenseitige Lage in der PD (inkl. Er-
klärung), Normalvektor (Beweis, Normalvektor - Koordinatengleichung), Um-
rechnung PD zu KG (2 Varianten), Konvention der KG, Achsenabschnitts-
form (inkl. Erklärung woher der Formel), Gegenseitige Lage in der KG (inkl.
Erklärung), Abstand paralleler Ebenen, Schnitt Ebene-Gerade (inkl. Projek-
tion und Spiegeln), Schnitt Ebene-Ebene, Schnittwinkel Gerade zu Ebene und
Ebene zu Ebene (inkl. Beweis), Abstand Punkt-Ebene inkl. Fusspunkt (inkl.
Beweis), Winkelhalbierende Ebenen (inkl. Erklärung)
Hinweise: – Zur Mündlichprüfung gebe ich euch hiermit zeitig den Stoff bekanntgeben.
Somit bleibt genügend Zeit zur Vorbereitung - nutz sie!
– Zur Analysis gibts ein Repetitionsskript. Die Regel von Bernoulli de l’Hospital
schauen wir noch gemeinsam an.
– Ich informiere euch per Mail sobald ich die Ein- schreibung freischalte. Wer
sich nicht innert 48 Stunden eingetragen hat erhält von mir einen Termin zu-
geteilt. Es gilt “first comes first serves“ - nach Absprache untereinander könnt
ihr innert dieser 48h tauschen. Wer jemanden ohne Zustimmung überschreibt
oder das Dokument auf andere Weise ausser dem Einschreiben des Namens
manipuliert erhält als Strafe 2h Nachsitzen (oder eine entsprechende Strafe).
Die eingetragenen Termine sind anschliessend bindend. Ein fernbleiben von
der Prüfung wird geahndet wie ein Nicht-Erscheinen an einer schriftlichen
Prüfung.
– Eine Prüfung = Eine Theorieaufgabe (zu 5pkt) und eine Rechenaufgabe (zu
5pkt) (wird gezogen)
– Jede(r) beantwortet eine Theoriefrage und löst eine Aufgabe zu einem von
der Theoriefrage abweichenden Thema (siehe 5 Themen oben).
– Jede(r) hat 15min Vorbereitungszeit und 15min Prüfungszeit am Visualizer.
– Erlaubte Hilfsmittel die man selber mitbringen muss: Eigenes Formelbuch
ohne Notizen, eigenes Schreibzeug
– Von mir werden Schreibpapier, ein Rechner TI83(+) oder TI-84 mit den
Programmen QUADGLG und VEKTOR sowie ein Pamir(Gehörschutz) zur
Verfügung gestellt.
– Note = 1+ “Anzahl erreichte Punkte“/2. Die Note wird in der ersten Stunde,
nachdem alle Mündlichprüfungen durch sind, kommuniziert.
– Bei der Prüfung wird der/die vorbereitende Mitschüler(in), der Mathelehrer
und evtl. ein zweite(r) Mathelehrer(in) als Experte anwesend sein.
– Die Themen sind auch Maturathemen. Der Ablauf entspricht (bis auf den
evtl. fehlenden Experten) der mündlich-Maturaprüfung.
Mathematik 3.Jahr
Kollegium Spiritus Sanctus Brig
verfasst durch Ingemar David Imboden

Version: Juli 2020

Inhaltsverzeichnis
1 Vektorgeometrie 4
1.1 Definition des Vektors . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
1.2 Elementare Vektoroperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.2.1 Addition und Subtraktion von Vektoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.3 S-Multiplikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
1.4 Vektoren im Koordinatensystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
1.4.1 Das ebene Koordinatensystem (R2 ) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
1.4.2 Das räumliche Koordinatensystem (R3 ) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
1.5 Das Rechnen mit Vektoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
1.6 Anwendungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
1.7 Lineare Abhängigkeit von Vektoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
1.8 R-Vektorräume und Unterräume* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
1.9 Das Skalarprodukt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
1.9.1 Winkelberechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
1.10 Das Vektorprodukt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
1.11 Das Spatprodukt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

2 Exponential- und Logarithmusfunktion 32


2.1 Wiederholung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
2.1.1 Umkehrfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
2.2 Die Exponentialfunktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
2.2.1 Transformationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
2.3 Exponentielles Wachstum und Exponentieller Zerfall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
2.4 Der Begriff des Logarithmus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
2.4.1 Basisumwandlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
2.4.2 Logarithmusgesetze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
2.5 Lösen von Exponential- und Logarithmusgleichungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58

1
2.6 Logarithmusfunktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
2.7 Form von Graphen von Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62

3 Folgen und Reihen 65


3.1 Grundbegriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
3.2 Begriffe rund um die reellen Zahlenfolgen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
3.3 Reihen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
3.4 Arithmetische Folgen (AF) und Reihen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
3.5 Geometrische Folgen (GF) und Reihen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
3.6 Finanzmathematik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
3.6.1 Zinseszinsrechung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
3.6.2 Rentenrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
3.6.3 Annuitätentilgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
3.6.4 Abschreibungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
3.7 Finanzmathematik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
3.7.1 Zinseszinsrechung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
3.7.2 Rentenrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
3.7.3 Annuitätentilgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
3.7.4 Abschreibungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
3.8 Grenzwert von Folgen und Reihen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76

4 Reelle Funktionen 86
4.1 Grundbegriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
4.2 Eigenschaften reeller Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89
4.2.1 Symmetrien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89
4.2.2 Periodizität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
4.2.3 Monotonie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
4.2.4 Verkettung von Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
4.3 Grenzwert von Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
4.3.1 Grenzwerte ins Unendliche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
4.3.2 Grenzwert zu reellen Zahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
4.4 Der Begriff der Stetigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105

5 Trigonometrie 2 109
5.1 Grundbegriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
5.1.1 Das Bogenmass . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113
5.2 Trigonometrische Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
5.3 Additionstheoreme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117

2
5.3.1 Additionstheoreme um den Sinus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117
5.3.2 Additionstheoreme um den Cosinus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
5.3.3 Additionstheoreme um den Tangens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119
5.3.4 Verdoppelungsformel und Formel des halben Winkels . . . . . . . . . . . . . . . 119
5.4 Trigonometrische Gleichungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120

3
1 Vektorgeometrie

Nach der Zahl und der Funktion ist der Vektor das nächste wichtige Objekt in der Mathematik.
Vektoren trifft man erstmal in der (euklidischen) Geometrie an. Später wird der Vektor (und das
allgemeinere Konzept: die Matrix) zum Lösen von linearen Gleichungssystemen zum Einsatz kommen.
Soweit zum Ausblick - der Vektor ist jedoch bereits bekannt aus dem Parallelverschieben.

1.1 Definition des Vektors

Verbindet man jeweils einen Punkt und seinen Bildpunkt durch einen Pfeil, so sind all diese Pfeile
gleich lang, und weisen in dieselbe Richtung. Jeder dieser Pfeile repräsentiert die Verschiebung und
heisst Repräsentant des Vektors ~v . All diese Pfeile zusammen heissen Vektor.

Ein Vektor ist somit gekennzeichnet durch durch Richtung und Länge, hat jedoch keinen
“Anfangspunkt“.

Definition 1.1. (Vektor)


Der Vektor ~v ist die Menge aller gleichgerichteter und gleichlanger Pfeile im Rn (n ∈ N).

Meist schreibt man einen Vektor als Kleinbuchstabe mit einem Pfeil über dem Buchstaben. Ein Pfeil
−−→
von Punkt A zu A0 repräsentiert denselben Vektor ~v . Man schreibt dafür AA0 = ~v .

Definition 1.2. (Inverser Vektor, Gegenvektor)


Für den Vektor −~b sollte auch hier (ähnlich wie bei den Zahlen) gelten ~b − ~b = ~0. Demnach ist −~b der
Vektor derselben Länge wie ~b und entgegengesetzter Richtung zu ~b.−~b heisst inverser Vektor zu ~b oder
auch Gegenvektor von ~b.

Bemerkung 1.3. (Länge eines Vektors)


Die Länge eines Vektors ~v wird geschrieben als |~v | (Betrag des Vektors ~v ).

Der Vektor mit Länge 0 heist Nullvektor und wird geschrieben als ~0 - er ist entartet, da kein
Repräsentant wie ein Pfeil aussieht. Für die algebraische Struktur ist dieser Vektor von Bedeutung.

Mathe 3GF 01.01 Nr.1-6


1.2 Elementare Vektoroperationen

Die elementaren Operationen “Vektor1 + Vektor2 “, “Vektor1 − Vektor2 “ und “Zahl · Vektor“ werden
im Folgenden definiert. Das Produkt zweier Vektorer wird im Kapitel “Vektorgeometrie 2“ definiert.

1.2.1 Addition und Subtraktion von Vektoren

Gegeben sind zwei Vektoren ~a und ~b. Nun wird ~a + ~b sowie ~a − ~b durch einen Repräsentanten definiert.

Definition 1.4. (~a + ~b)


Man nehme einen Repräsentanten von ~a. An seinen Endpunkt setzt man den Vektor ~b an. Der Vektor
vom Anfangspunkt von ~a zum Endpunkt von ~b heisst ~a + ~b.
In einem Bild:

Bemerkung 1.5. (Kommutivität und Assoziativität der Vektoraddition)


Es gilt:

~a + ~b = ~b + ~a (Kommutativität)
(~a + ~b) + ~c = ~a + (~b + ~c) (Assoziativität)

Mathe 3GF 01.01 Nr.7

Definition 1.6. (~a − ~b)


Man nehme einen Repräsentanten von ~a. An seinen Endpunkt setzt man den Vektor −~b an. Der Vektor
vom Anfangspunkt von ~a zum Endpunkt von −~b heisst ~a − ~b.
In einem Bild:

Mathe 3GF 01.01 Nr.8

5
1.3 S-Multiplikation

Das “S“ steht für “Skalar“. Da eine Zahl ein Skalar ist, handelt es sich hier um die Multiplikation einer
Zahl mit einem Vektor.

Definition 1.7. (x · ~a) 


die Richtung von ~a hat, falls x > 0 ist.

Es ist x · ~a der Vektor mit x-facher Länge von ~a der = ~0 ist, falls x = 0 ist. .

die Richtung von −~a hat, falls x < 0 ist.

Auch diese Definition kurz an einer Grafik anschaulich gemacht:

Es gilt also nach Definition: |x · ~a| = |x| · |~a|. Man streckt also den Vektor ~a um den Faktor x - ähnlich
wie bei der zentrischen Streckung. Da ein Vektor nicht von einem Anfangspunkt abhängt braucht es
für dieses “zentrische Streckung“ keine Häufig wird das Malzeichen weggelassen (ähnlich wie bei der
Multiplakation von Variablen).

Diese Definition lässt etwa die Schreibweisen zu: ~a + ~a = 2~a, ~a + ~a + ~a = 3~a usw.

Bemerkung 1.8. (Spezialfälle und Rechengesetze der Skalarmultiplikation)


Sind k1 , k2 Zahlen in R und ~a, ~b Vektoren, so gilt:

0 · ~a = ~0

1 · ~a = ~a
−1 · ~a = −~a
k1 · ~0 = ~0

(k1 + k2 )~a = k1~a + k2~a


(k1 · k2 )~a = k1 · (k2~a)
k1 · (~a + ~b) = k1~a + k1~b

Bemerkung 1.9. (Linearkombination und Koeffizienten)


Häufig ist es nötig, ein Vektor ~x als Summe anderer Vektoren a~1 , a~2 , ..., a~n beziehungsweise Vielfache

6
davon auszudrücken. Die Summe heisst dann Linearkombination:

~x = x1 · a~1 + x2 · a~2 + ... + xn · a~n

Die Zahlen x1 , x2 , ..., xn heissen Koeffizienten der Linearkombination.

Beispiel 1.10.

5~a + 2~c − 2(2~a − ~b + ~c) = 5~a + 2~c − 4~a + 2~b − 2~c


= (5 − 4)~a + 2~b + (2 − 2)~c = ~a + 2~b

Man kann also mit Vektoren ähnlich rechnen wie mit Zahlen.

Beispiel 1.11. Gegeben sei die Gleichung 23 (~a − 2~b + 3~c) = 12 ~a − 2(~b − 31 ~c). Diese soll nach ~a, ~b und ~c
aufgelöst werden - also soll jeder Vektor als Linearkombination der anderen dargestellt werden.

Lsg:
2 1 1
(~a − 2~b + 3~c) = ~a − 2(~b − ~c)
3 2 3
2 4 1 2
~a − ~b + 2~c = ~a − 2~b + ~c
3 3 2 3
2 1 4~ 2
( − )~a + (2 − )b + (2 − )~c = ~0
3 2 3 3
1 2~ 4
~a + b + ~c = ~0 | ·6
6 3 3
~a + 4~b + 8~c = ~0

~a = −4~b − 8~c ~b = − 1 ~a − 2~c 1


~c = − ~a −
1~
b
4 8 2
Mathe 3GF 01.01 Nr. 9
Wichtige Vektoren sind jene der Länge 1.

Definition 1.12. (Einheitsvektor)


Ein Vektor ~a der Länge 1 (|~a| = 1) heisst Einheitsvektor oder normierter Vektor.

Bemerkung 1.13. (Normieren von Vektoren)


Jeder Vektor ~a 6= ~0 lässt sich normieren, indem man ihn durch seine Länge teilt. Der normierte Vektor
zu ~a ist jener, der in die Richtung von ~a weist und Länge 1 hat. Er wird mit a~e bezeichnet. Es gilt:
~a
a~e = falls ~a 6= ~0 ist.
|~a|
Mathe 3GF 01.01 Nr.10-23,24*,25*

7
1.4 Vektoren im Koordinatensystem
1.4.1 Das ebene Koordinatensystem (R2 )

Legt man einen Nullpunkt (O (“eng: origin“)) und zwei senkrecht aufeinander stehende Einheitsvektoren
e~1 und e~2 fest, so erhält man ein kartesisches Koordinatensystem.
Jeder Punkt P auf der Ebene kann nun durch ein geordnetes Zahlenpaar eindeutig dargestellt werden.

P (xP |yP ) ist derjenige Punkt den man erreicht, wenn man xP Einheiten in x-Richtung und yP in
y-Richtung geht. xP heisst x-Komponente, yP heisst y-Komponente von P .
Der Vektor vom Ursprung zu P heisst Ortsvektor zu P (r~P ). Es gilt somit:
 
xP
r~P = xP · e~1 + yP · e~2 =
|{z} yP
Konvention
   
1 0
Demnach ist e~1 = und e~2 = .
0 1

1.4.2 Das räumliche Koordinatensystem (R3 )

8
Nimmt man zu e~1 und e~2 einen dritten, zu den ersten beiden Vektoren senkrechten Einheitsvektor e~3
hinzu, so ist man bereits im Raum.
Ein Ursprung und drei paarweise senkrecht zueinander- stehende Einheitsvektoren definieren also ein
kartesisches Koordinatensystem im Raum.
Die Nummerierung ist übrigens so, dass (e~1 , e~2 , e~3 ) ein Rechtssystem bildet - doch dazu später mehr.
Hier wird P (xP |yP |zP ) vom Ursprung durch den Ortsektor
r~P = xP · e~1 + yP · e~2 + zP · e~3 erreicht. Neu kommpt die z-Komponente zP hinzu.
     
1 0 0
Die kanonischen Basisvektoren sind: e~1 = 0 , e~2 = 1 und e~3 = 0.
0 0 1

Beispiel 1.14. Der Punkt P (2| − 3|4) soll an ...


(a) ... der xy-Ebene gespiegelt werden.
(b) ... an der xz-Ebene gespiegelt werden.
(c) ... an der y-Achse gespiegelt werden.
(d) ... am Ursprung gespiegelt werden.
Lsg:
0 (2| − 3| − 4).
(a) Es wird die z-Komponente “gedreht“, also ist P(a)
0 (2|3|4).
(b) Es wird die y-Komponente “gedreht“, also ist P(b)
0 (−2| − 3| − 4).
(c) Es wird die x- und die z-Komponente “gedreht“, also ist P(c)
0 (−2|3| − 4).
(d) Hier werden alle Komponenten mit einem Vorzeichen versehen: P(d)

Mathe 3GF 01.02 Nr.1

1.5 Das Rechnen mit Vektoren


 
xa
Die Rechenregeln angewandt auf die Vektoren in den Koordinatensystemen ergeben für ~a =  ya ,
za
 
xb
~b =  yb  und k ∈ R:
zb

~a ± ~b = (xa · e~1 + ya · e~2 + za · e~3 ) ± (xb · e~1 + yb · e~2 + zb · e~3 )


 
xa ± xb
= ((xa ± xb ) · e~1 + (ya ± yb ) · e~2 + (za ± zb ) · e~3 ) =  ya ± yb 
z a ± zb
 
k · xa
k · ~a = k · (xa · e~1 + ya · e~2 + za · e~3 ) = (k · xa · e~1 + k · ya · e~2 + k · za · e~3 ) =  k · ya 
k · za

9
   
xa xb
Satz 1.15. (Rechenregeln im Raum) Für zwei Vektoren ~a =  ya  , ~b =  yb  und eine reelle Zahl
za zb
k gilt:      
xa + xb xa − xb k · xa
~a + ~b =  ya + yb  ~a − ~b =  ya − yb  k · ~a =  k · ya 
za + zb za − zb k · za

   
2 ~ −3
Beispiel 1.16. Es seien ~a = und b = . Man soll 3~a −2~b berechnen (d.h. seine Komponenten
1 4
finden).
       
~ 2 −3 3 · 2 − 2 · (−3) 12
Lsg: 3~a − 2b = 3 · −2· = =
1 4 3·1−2·4 −5

Mathe 3GF 01.02 Nr.2-4

1.6 Anwendungen

Hier wird der Vektor dessen Repräsentant durch einen End- und einen Anfangspunkt gegeben ist,
komponentenweise hingeschrieben. Anschliessend wird dessen Länge berechnet und der Mittelpunkt
einer Strecke, sowie der Schwerpunkt eines Dreiecks bestimmt.

Lemma 1.17. (Vektor von Punkt zu Punkt)


−−−→
Es seien P1 (x1 |y1 |z1 ) und P2 (x2 |y2 |z2 ) Gesucht ist der Vektor P1 P2 .

Lsg: Ist O der Ursprung so kann man im Dreieck ∆OP1 P2 rechnen:


−−−→ −−→ −−→
P1 P2 = P1 O + OP2
−−→ −−→
= OP2 − OP1
   
x2 x1
=  y2  −  y1 
z2 z1
 
x2 − x1
=  y2 − y1  „Endpunkt minus Anfangspunkt “
z2 − z1

(Länge eines Vektors)


 
xa p
Der Vektor ~a = hat nach Satz des Pythagoras die Länge |~a| = x2a + ya2 .
ya

10
 
xa
Wird der Satz des Pythagoras im Raum herangezogen, so kann die Länge von ~a =  ya  berechnet
za
werden: qp p
|~a| = ( x2a + ya2 )2 + za2 = x2a + ya2 + za2

Lemma 1.18. (Länge eines Vektors von Punkt zu Punkt)


Kombiniert man die letzten zwei Lemmatas so erhält man für die Punkte P1 (x1 |y1 |z1 ) und P2 (x2 |y2 |z2 ):
−−−→ p
|P1 P2 | = (x2 − x1 )2 + (y2 − y1 )2 + (y2 − y1 )2

Nun folgen drei Aufgaben die zeigen, wie man die letzten drei Lemmatas brauchen kann.

Beispiel 1.19. .
Geg: P1 (−1|3| − 1) , P2 (1|0|5)
−−−→
Ges: Abstand der  Punkte
 P1 und P2 ( |P1 P2 |)
2 √
−−−→
q
Lsg: |P1 P2 | = | −3 | =
  22 + (−3)2 + 62 = 4 + 9 + 36 = 7
6

Beispiel 1.20. .
Geg: A (x|1|2) , B (1|3|2)
Ges: x so, dassAB =2
1−x
−−→ p
Lsg: |AB| = |  2  | = (1 − x)2 + 4 = 2 ⇔ x=1
0
p
(1 − x)2 + 4 = 2
(1 − x)2 + 4 = 4
1−x = 0 ⇒ x=1

Beispiel 1.21. Welche Punkte auf der y-Achse sind vom Punkt A (−6|0) doppelt so weit entfernt wie
vom Punkt B (3|3).

11
Lsg: Da P auf der y-Achse liegt ist P (0|yP ).
 
−→ 6
AP =
yP
 
−−→ −3
BP =
yP − 3

AP = 2 · BP
q p
36 + yP2 = 2 · 9 + (yP − 3)2
36 + yP2 = 4 · 9 + yP2 − 6yP + 9


0 = 3y 2 − 24y + 36
yp,1 = 2 yp,2 = 6
P1 (0|2) P2 (0|6)

Mathe 3GF 01.02 Nr.5-10

Lemma 1.22. (Mittelpunkt einer Strecke)


Gegeben seien zwei Punkte P1 (x1 |y1 |z1 ) , P2 (x2 |y2 |z2 ) mit den Ortsvektoren →

r1 und →

r2 . Nun soll der
Mittelpunkt M der Strecke P1 P2 bestimmt werden.

−−→
Lsg: Der Ortsvektor zum Mittelpunkt M ist r~M = OM .


r→ −→ 1 −−−→ −→ 1 (− r→ −→ 1 −→ 1 −→
M = rP1 + P1 P2 = rP1 + P2 − rP1 ) = rP + rP1
2 2 2 1  2
1 → x + x y + y z + z
· (−
r1 + →
− 1 2 1
2 1
2
= r2 ) ⇒ M
2 2 2 2

Lemma 1.23. (Schwerpunkt eines Dreiecks)


Es seien P1 (x1 |y1 |z1 ) , P2 (x2 |y2 |z2 ) , P3 (x3 |y3 |z3 ) die Punkte mit den Ortsvektoren →

r1 , →

r2 , →

r3 . Nun
soll der Schwerpunkt des Dreiecks ∆P1 P2 P3 errechnet werden.
P1 S 1
Lsg: Bekanntlich teilt der Schwerpunkt S die Gerade P1 MP2 P3 im Verhältnis = (oder, was
P1 MP2 P3 3

12
P1 S 1
gleichbedeutend ist: = ). Damit gilt:
MP 2 P 3 S 2
2 −−−−−−→
r~S = −
r→
P1 + P1 MP2 P3 | “End- minus Anfangspunkt“
3 
−→ 2 −−−→ 1 −−−→
= rP1 + P1 P2 + P2 P3
3 2
       
x1 x2 − x1 x3 − x2 x1 + x2 + x3
2 1 1
=  y1  + ·  y2 − y1  + ·  y3 − y2  = ·  y1 + y2 + y3 
3 3 3
z1 z2 − z1 z3 − z2 z1 + z2 + z 3
 
1 → − →
− →
− x1 + x2 + x3 y1 + y2 + y3 z1 + z2 + z3

= · ( r1 + r2 + r3 ) ⇒ S
3 3 3 3

Beispiel 1.24. Die Punkte A (5| − 2|5) , B (7|2|9) , C (3|8|7) sind Eckpunkte des Dreiecks ∆ABC.
Berechne den Schwerpunkt dieses Dreiecks. Lsg: Man kann direkt die Formel anwenden:
 
5 + 7 + 3 −2 + 2 + 8 5 + 9 + 7 8
M | | = (5| |7)
3 3 3 3

Beispiel 1.25. Sind A (5| − 2|5) , B (7|2|9) , C (3|8|7) so kann D derart bestimmt werden, dass ABCD
ein Parallelogramm ist.
−−→ −−→
Lsg: Da es sich um eine Parallelogramm handelt, muss DC = AB gelten.
−−→ −−→
 DC = AB
 
3 − xD 2 xD = 1
 8 − yD  = 4 ⇒ yD = 4 ⇒ D(1|4|3)
7 − zD 4 zD = 3

Mathe 3GF 01.02 Nr. 11-15

1.7 Lineare Abhängigkeit von Vektoren

Man kann man mit Hilfe fast aller Paare von Vektoren in der Ebene fast alle Vektoren in der Ebene
“basteln“. Man nehme dazu einfach ein Vielfaches des ersten Vektors und addiere eine Vielfaches des
zweiten Vektors. Um diesen Prozess und um das “fast alle“ aus obigem Satz geht es in diesem Kapitel.
     
2 4 ~ 2
Beispiel 1.26. Man soll ~c = nach den Vektoren ~a = und b = zerlegen.
5 −2 2

Lsg: Das heisst man finde die Faktoren x, y ∈ R so dass gilt:

x · ~a + y · ~b = ~c
      (
4 2 2 4x + 2y = 2
x· +y· = ⇔
−2 2 5 −2x + 2y = 5
1
x=− y = 2
2

13
Damit ist − 12 · ~a + 2 · ~b = ~c.

Der Raum wird von drei Vektoren, die nicht auf einer Ebene liegen, aufgespannt. Aus solche Vektorentrippel
kann man jeden beliebigen anderen Vektor im Raum “basteln“ (durch Linearkombination). Dies wird
in der folgenden Aufgabe gezeigt.
     
5 3 −5
Beispiel 1.27. Nun soll der Vektor d~ =  2  nach den Vektoren ~a = 7, ~b =  2  und
−11 4 3
 
4
~c = −3zerlegt werden.
−7
Lsg: Gesucht sind somit die reellen Zahlen x, y, z so dass gilt:

x · ~a + y · ~b + z · ~c = d~


3x − 5y + 4z =5
       
3 −5 4 5 
x · 7 + y · 2 + z · −3
      =  2  ⇔ 7x + 2y − 3z =2
4 3 −7 −11

4x + 3y − 7z = −11

x = 1 y = 2 z = 3 ⇒ d~ = ~a + 2 · ~b + 3 · ~c

Nun zu einigen Definitionen, die das “basteln“ etwas genauer beschreiben.

Definition 1.28. (Linearkombination und lineare Abhängigkeit)

• Lässt sich ein Vektor ~x schreiben als ~x = k1 · →



a1 + k2 · →

a2 + . . . + kn · −
a→
n dann ist der Vektor ~
x

− →
− −

eine Linearkombination der Vektoren a , a , . . . a .
1 2 n

• Die Vektoren →

a1 , →

a2 , . . . −
a→
n heissen linear abhängig, falls sich einer von ihnen als Linearkombination

der anderen darstellen lässt.

• Sind die Vektoren →



a1 , →

a2 , . . . −
a→
n nicht linear abhängig, so heissen sie linear unabhängig.

Bemerkung 1.29. (Prüfen auf lineare Abhängigkeit)


Um zu prüfen, ob die Vektoren → −
a1 , →

a2 , . . . −
a→
n linear unabhängig sind, löse das lineare Gleichungssystem:

− →
− −
→ →

k1 · a1 + k2 · a2 + . . . kn · an = 0 nach k1 , k2 , . . . kn auf.

Sind k1 = k2 = . . . = kn = 0, dann sind →



a1 , →

a2 , . . . −
a→
n linear unabhängig. Sonst sind sie (linear)

abhängig.

Mathe 3GF 01.02 Nr.16

14
Beispiel 1.30. Sind die Vektoren ~a, ~b und ~c linear unabhängig? Wenn nicht, bestimme eine mögliche
Linearkombination.
     
2 3 12
(a) ~a = 1 , ~b = 2 , ~c =  7 .
1 1 5
     
1 0 0
(b) ~a = 0 , ~b = 1 , ~c = 0.
0 0 1
     
3 18 2
 ~
(c) ~a = 2 , b = 11 , ~c = 1.
   
1 8 1
Lsg: Siehe dazu erst wie man Gleichungssysteme löst.

(a)
     
2 3 12
x· 1  +y·  2 =  7 | komponentenweise
1 1 5

2x +3y = 12
x +2y = 7 ⇒ x = 7 − 2y
Damit  y = 2, x = 3. Setzt man dies in die letzte Gleichung: x + y = 5 ein, so ist diese erfüllt. Damit
 ist
12
ist  7  linear abhängig von ~a, ~b. Die Linearkombination ist: ~c = 3 · ~a + 2 · ~b
5
(b) Schreibt man das System aus, so erhält man x = y = z = 0. Damit sind sie linear unabhängig.

(c) Hier ist


3x +18y = 2
1−11y
2x +11y = 1 ⇒ x = 2
Damit ist x = − 43 und y = 13 . Eingesetzt in die letzte Zeile x + 8y = 1 sieht man, dass diese für die
gefundenen x und y die Gleichung nicht gilt. Damit sind ~a, ~b und ~c linear unabhängig.

Bemerkung 1.31. (Spezialfälle linearer Abhängigkeit)

• Zwei Vektoren →

a1 und →−
a2 heissen kollinear, falls sie zu einer einizigen Geraden parallel sind, also

− →

a = k · a für ein k ∈ R.
2 1

• Zwei Vektoren sind linear abhängig genau dann, wenn sie kollinear sind.

• Drei Vektoren → −
a1 , →

a2 und → −
a3 heissen komplanar, falls sie zu einer einizigen Ebene parallel sind,

− →
− →

also a3 = k1 · a1 + k2 · a2 .

15
Drei Vektoren sind linear abhängig genau dann, wenn sie
komplanar sind.

• Drei oder mehr Vektoren in einer Ebene sind immer


linear abhängig.

• Vier oder mehr Vektoren im Raum sind immer linear


abhängig.

• n+1 oder mehr Vektoren im Rn (Vektoren mit n Komponenten)


sind immer linear abhängig.

Mathe 3GF 01.02 Nr. 17,18

Bemerkung 1.32. (Lineare Abhängigkeit)


Wir werden später in diesem Kapitel eine Möglichkeit sehen, wie man mit Hilfe des Spatproduktes
prüfen kann ob drei Vektoren linear abhängig sind.
Im SFMathe sieht man, dass n-Vektoren im Rn genau dann linear abhängig sind, wenn die Determinante
der Matrix bestehend aus den Vektoren in den Spalten null ist.

1.8 R-Vektorräume und Unterräume*

Eine Menge von Vektotren bilden mit den Operationen der Vektoraddition und der Skalarmultiplikation
ein algebraisches Gebilde, den Vektorraum bez. Unterräume von Vektorräumen.

Es soll bei diesen Mengen so sein, dass, wenn ein Vektor in ihr liegt, so auch jedes skalare Vielfache.
Weiter sind für jeweils zwei Vektoren auch deren Summe in der Menge liegen.

Definition 1.33. (R-Vektorraum)


(V, +, ·) heisst R-Vektorraum falls für alle ~u.~v ∈ V und x, y ∈ R gilt:

• Bedingungen an die Addition und die Multiplikation:


(VR1) x · (y · ~v ) = (x · y) · ~v
(VR2a) x · (~v + w)~ = x · ~v + x · w
~
(VR2b) (x + y) · ~v = x · ~v + y · ~v
(VR3) 1 · ~v = ~v
• Abgeschlossenheit von V :
(A1) für alle ~u.~v ∈ V gilt: ~u + ~v ∈ V
(A2) für alle x ∈ R und ~v ∈ V gilt: x · ~v ∈ V
• Schliesslich soll V nicht die leere Menge sein.

Definition 1.34. (Unterraum von V )


U heisst (echter) Unter(vektor)raum von (V, +, ·) falls U ⊂ V ist und (U, +, ·) selber ein Vektorraum
ist.

16
Beispiel 1.35. (Polynome)
Es ist P2 die Menge aller Polynome von Grad zwei. V = P2 bildet mit der Standartmultiplikation ein
R-Vektorraum (wird hier nicht nachgerechnet).
Ich zeige, dass U = p ∈ P2 | p(x) + p(x + 1) = 2 · p(x) ein Unter(vektor)raum von (V, +, ·) ist.


Lsg:
Die Eigenschaften (VR1) bis (VR3) erbt der Unterraum vom Vektorraum. Weiter ist (nach Definition
von U ) U ⊂ V .

Nun seien p, q ∈ P2 und r ∈ R.


(A1) Hier muss man zeigen, dass auch p + q ∈ U liegt. Also sollte gelten (p + q)(x) + (p + q)(x + 1) =
2 · (p + q)(x).

(p + q)(x) + (p + q)(x + 1) = (p(x) + q(x)) + (p(x + 1) + q(x + 1)) | Kommutativität der Addition
= (p(x) + p(x + 1)) + (q(x) + q(x + 1)) | p, q ∈ U
| {z } | {z }
2·p(x) 2·q(x)
= 2 · p(x) + 2 · q(x) | Kommutativität der Addition
= 2 · (p + q)(x)

(A2) Auch sollte (r · p)(x) ∈ U liegen. Da p ∈ U liegt, gilt p(x) + p(x + 1) = 2 · p(x):

(r · p)(x) + (r · p)(x + 1) = r · p(x) + r · p(x + 1)


= r · (2 · p(x)) | (VR 1)
= 2r · p = 2 · (r · p(x)) = 2 · ((r · p)(x))

Damit ist U ein Unterraum von V .

Bemerkung 1.36. (Prüfverfahren für Vektoren)


Für Vektoren, die Vektoraddition und die Skalarmultiplikation gelten (VR1) bis (VR3) immer (siehe
vorangehende Bemerkungen). Damit muss nur (A1) und (A2) geprüft werden.

Beispiel 1.37. Es sei V = ~v ∈ R3 | |~v | = 1 , also alle Vektoren mit Länge eins. Ist (V, +, ·) ein


Vektorraum?

Lsg:
Die Eigenschaften (VR1) bis (VR3) erbt der Unterraum vom Vektorraum der Vektoren im Raum.
Die Menge ist jedoch nicht abgeschlossen, da etwa 2 · ~v Länge zwei hat, insofern |~v | = 1 hat. Formal:
(A2) Gegenbeispiel: |2 · ~v | = 2 · |~v | |{z}
= 2 · 1 6= 1.
~v ∈V

Damit ist V unter Skalarmultiplikation nicht abgeschlossen und V ist kein Vektorraum.

17
Bemerkung 1.38. (Dimension eines Vektorraumes)
Die maximale Anzahl linear unabhängiger Vektoren in einem R-Vektorraum ist konstant, und heisst
Dimension des Vektorraumes.

Mathe 3GF 01.02 Nr. 19*,20*

Zum Abschluss dieses ersten Teiles ein Abschlusstraining. Im Anschluss gehen wir zu den Produkten
von Vektoren über. Mathe 3GF 01.03

18
1.9 Das Skalarprodukt

Nun kommen wir zum Multiplizieren zweier Vektoren. Dies werden wir verschieden definieren - es gibt
also verschiedene Produkte von Vektoren - um verschiedene Probleme lösen zu können.
Die Hauptanwendung des Skalarproduks ist die Winkelberechnung.
Summe, Differenz und Skalarmultiplikation von Vektoren sind wohldefiniert:

+ : Rn × Rn → Rn
(→−
v ,→

w) 7→ →

v +→ −
w
     
v1 v1 v 1 + w1
(v2  , v2 ) 7→ v2 + w2 
v3 v3 v3 + w3

− : Rn × Rn → Rn
(→−
v ,→

w) 7→ →

v −→ −
w
     
v1 v1 v1 − w1
(v2  , v2 ) 7→ v2 − w2 
v3 v3 v3 − w3

Skalarmultiplikation : R × Rn → Rn
(t, →

v) 7→ t→

v
   
v1 tv1
(t, v2 ) 7→ tv2 
  
v3 tv3
Doch wie ist das Produkt zu definieren? Eine Möglichkeit ist das Skalarprodukt.

Definition 1.39. (Skalarprodukt)


Es seien →

v und →−
w zwei Vektoren im Rn . ϕ sei der Zwischenwinkel der
Vektoren Vektoren →

v und →

w.
Das Skalarprodukt der Vektoren →

v und →

w ist definiert als



v ·→

w = |→

v | · |→

w | cos(ϕ).

Also:

· : Rn × Rn → R
(→

v ,→

w) 7→ →−v ·→ −
w
(→

v ,→

w) 7→ |→
−v | · |→

w | cos(ϕ)

19
Bemerkung 1.40. (Eigenschaften des Skalarproduktes)

(i) →

a ·→

a = |→
− a | cos (0◦ ) = |→
a | · |→
− −
a |2
| {z }
1

− →
− →
− →
− −
(ii) Kommutativgesetz →

a · b = |→

a | · | b | cos (ϕ) = | b | · |→

a | cos (ϕ) = b · →
a

− →
− →
− →
− →

(iii) →

a · b =0 ⇔ →

a = 0 oder b = 0 oder ϕ = 90◦ (d.h. →

a ⊥ b)

(iv) Linearität

− − −c + →− →
(→
−a + b)·→ c =→ −a ·→ b · −c

− →

(t→
−a ) · (s b ) = s · t · (→
−a · b ), s, t ∈ R

Rechenregel
   
v1 w1
v = v2  und →
Geg: →
− −w = w2 
v3 w3

− →

Ges: Rechenregel für v · w
Lsg:



v ·→

w = (v1 →

e 1 + v2 →
−e 2 + v3 →

e3 ) · (w1 →

e 1 + w2 →

e2 + w3 →−
e3 ) | →

ei · →

ej = 0 falls i 6= j (da senkrecht)
= v1 w1 (→−
e1 · →

e1 ) + v2 w2 (→−
e2 · →

e2 ) + v3 w3 (→

e3 · →

e3 ) | →

ei · →

ei = 1
= v1 w1 + v2 w2 + v3 w3

Satz 1.41. (Rechenregel des Skalarproduktes)


   
v1 w1
Für zwei Vektoren im Raum gilt: v2  · w2  = v1 w1 + v2 w2 + v3 w3 .
v3 w3
   
v w1
Bemerkung 1.42. Ist → −
v = 1 und → −
w = so gilt (anolog zum 3-dimensionalen Fall)
v2 w2


v ·→

w = v1 w1 + v2 w2 .

Beispiel 1.43.
   
−1 5

− →

Geg: a =  2 , b = −9
 
−7 1

− →

Ges: a · b    
−1 5

− →

Lsg: a · b =  2 · −9 = (−1) · 5 + 2 · (−9) + (−7) · 1 = −30
 
−7 1
Mathe 3GF 01.04 Nr. 1,2

20
1.9.1 Winkelberechnung

Und nun zur Hauptanwendung, der Winkelberechnung.


− →
→ − →
− →

Geg: →

a 6= 0 , b 6= 0 und →

a · b
Ges: Zwischenwinkel ϕ

− →

Lsg: Nach Definition gilt, dass →

a · b = |→

a | · | b | · cos (ϕ).

→ −

a·b
Damit ist cos (ϕ) = −

|−

a |·| b |



Bemerkung 1.44. Normalerweise bewichnet man als Zwischenwinkel zwischen →

a und b den kleinstan

→ −

a·b
Winkel zwischen den Winkeln. Da cos (ϕ) = −
→ −
→ zwei Lösungen für ϕ hat, nämlich
| a |·| b |


− →
− →
− !
|→

!
a · b| ◦ a · b|
ϕ = arccos | →
− , und ϕ = 180 − arccos →

|→

a|·|b| |→
−a|·|b|

ist in manchen Anwendungen auch der zweite Winkel von Bedeutung.

Mathe 3GF01.04 Nr. 3-11


Diese beiden Tatsachen lässt sich, wie dies auch bei den Additionstheoremen des Sinus möglich gewesen
wäre, mit Vektoren beweisen. Ein möglicher Beweis wäre:

Beweis. * Eine der wohl schönesten innermathematischen Anwendungen des Vektorproduktes ist der
Beweis des Kosinussatzes mit Hilfe des Skalarprodukts.

−c = →
Mit meiner Wahl ist →
− →
b −−
a.

c2 = |→
−c |2 = →
−c · →
−c

− − →
− −
= (b −→ a)·(b −→ a)

− → − →
− →− →−
= b · b − 2→ −
a · b + b · b
= b2 − 2ab cos (γ) + a2

21
1.10 Das Vektorprodukt

Das Skalarprodukt wurde im Rn definiert, das Vektorprodukt nur im Raum (R3 ).


Die Hauptanwendung des Vektorproduktes ist die Flächenberechnung und Konstruktion von Vektoren
die senkrecht auf zwei anderen Vektoren stehen.
Um das Vektorprodukt zweier Vektoren im Raum (R3 ) zu definieren braucht man folgende Definition.

− −
Definition 1.45. (Orientierung eines Vektortripels) Das Vektortripel (→

a , b ,→
c ) (Reihenfolge
wesentlich) bestehend aus drei linear unabhängigen Vektoren im Raum, bilden ein Rechtssystem falls
man die drei Vektoren durch folgende Finger der rechten Hand darstellen kann:

Daumen : → −a


Zeigefinger : b
Mittelfinger : →
−c


− −
Ansonsten bilden (→

a , b ,→
c ) ein Linkssystem.

− −
Bemerkung 1.46. Ist (→

a , b ,→
c ) ein Rechtssystem so ist:


− −
(→
−a , b ,→ c) ein Rechtssystem,

− →
( b , −c , →
−a) ein Rechtssystem,
(→
−c , →
−a ,→−c ) ein Rechtssystem,
(→
−a ,→−c , →

b) ein Linkssystem,
−c , →
(→
− →
b ,−a) ein Linkssystem,

− − →
( b ,→
a , −c ) ein Linkssystem.

Zyklische Vertauschung erhalten also die Orientierung dreier


Vektoren.

Definition 1.47. (Vektorprodukt)



− →

Es seien →

a und b zwei Vektoren im R3 . →

a × b ist derjenige
Vektor, dessen

− →

• Länge |→

a × b | dem Flächeninhalt des von →

a und b auf-
gespannten Parallelogramms entspricht.

22


• Richtung so gewählt ist, dass →

a × b senkrecht auf →

a und


auf b steht.

− − → −
• Richtung so gewählt ist, dass (→

a , b ,→
a × b ) ein Rechts-
system bildet.

Wichtig ist, dass das Vektorprodukt zweier Vektoren wieder ein


Vektor ist. Also:

× : R3 × R3 → R3
(→

v ,→

w) 7→ →

v ×→

w

Bemerkung 1.48. (Eigenschaften des Vektorproduktes)



− →
− →

(i) |→

a × b | = |→−a | · | b | · | sin (ϕ)|, wobei ϕ der Zwischenwinkel zwischen → −a und b ist.


Denn, die Länge |→ −
a × b | entspricht der Fläche des aufgaspannten Parallelogramms. Diese Fläche


lässt sich aber auch als Grundkante (|→ −a |) mal Höhe (| b | sin (ϕ)) berechnen.

(ii)


− →
− →
− →

a × b = 0 ⇔ →

a und b spannen kein Parallelogramm auf

− →

⇔ a und b sind linear abhängig

(iii) →
− →
− →
− −
a × b = -b ×→
a (entgegengerichtet).
Das Vektorprodukt ist nicht kommutativ, es ist antikommutativ.

(iv) Das Vektorprodukt ist nicht assoziativ, soll heissen, dass im Allgemeinen

− →
− −
folgendes Gesetz nicht gilt: (→

a × b)×→ −c = →−a ×(b ×→ c)

(v) Linearität

− →
− − →
− − →
a ×(b +→ c)=→ −a × b +→ a × −c

− →

(t→

a ) × (s b ) = t · s · (→

a × b ), s, t ∈ R

Rechenregel


Doch wie berechnet man →

a × b effektiv?
   
a1 b1


Geg: →

a = a2  und b = b2 
a3 b3

− →

Ges: a × b

23
Lsg: Nach Definition ist


− →

e1 × →

e1 = 0 , →

e1 × →

e2 = →

e3 , →

e1 × →

e3 = −→

e2

− →

e ×→
2

e = 0,
2


e ×→
2

e =→
3

e ,
1


e ×→
2

e = −→
1

e3

− →
− − →
e3 × →

e3 = 0 , → e3 × −
e1 = →

e2 , → −
e3 × →

e2 = −→−
e1
   
a1 b1


Weiter ist a = a2 = a1 e1 + a2 e2 + a3 e3 und b = b2  = b1 →

−   →
− →
− →
−  −
e1 + b2 →

e2 + b3 →

e3
a3 b3


− →

a × b = (a1 →

e 1 + a2 →

e2 + a3 →

e3 ) × (b1 →

e1 + b2 →

e2 + b3 →

e3 )
= a1 b1 (→
−e ×→ −
e ) +a b (→ −
e ×→ −e ) +a b (→−e ×→ −
e )+
| 1 {z 1 } 1 2 | 1 {z 2 } 1 3 | 1 {z 3 }

→ −

e3 −−

e2
0
a2 b1 (→

e ×→ −
e ) +a b (→

e ×→ −
e ) +a b (→

e ×→ −
e )+
| 2 {z 1 } 2 2 | 2 {z 2 } 2 3 | 2 {z 3 }
−−

e3 −

0


e1
a3 b1 (→

e ×→ −
e ) +a b (→

e ×→ −
e ) +a b (→

e ×→ −
e )
| 3 {z 1 } 3 2 | 3 {z 2 } 3 3 | 3 {z 3 }


e2 −−

e1 −

0
= (a2 b3 − a3 b2 )→

e1 + (a3 b1 − a1 b3 )→

e2 + (a1 b2 − a2 b1 )→

e3
 
a2 b2

   a3 b3 
(a2 b3 − a3 b2 ) 
 a3 b3 

=  (a3 b1 − a1 b3 ) = 
  
a1 b1

(a1 b2 − a2 b1 ) 
 a1 b1 


a2 b2

Merkregel: Vektor nochmals unten anfügen, über Kreuz multiplizieren, Subtrahieren und in der zweiten
Zeile beginnen.

Satz 1.49. (Vektorprodukt)


Für zwei Vektoren im Raum gilt:
     
a1 b1 (a2 b3 − a3 b2 )
a2  × b2  = (a3 b1 − a1 b3 )
a3 b3 (a1 b2 − a2 b1 )

Beispiel 1.50.
   
1 1


Geg: →

a = 2 und b =  0 
3 −1

− →
− → − →

Ges: a × b , b × a
Lsg:
           
1 1 −2 1 1 2

− →
− →
− →
a × b = 2 ×  0  =  4  , b ×−
a =  0  × 2 = −4
3 −1 −2 −1 3 2

24
Mathe 3GF 01.05 Nr.1

Beispiel 1.51.
   
1 3


Geg: →
−a = 2 und b =  y 
0 −6
Ges: y so dass F = 14
Lsg:
 
−12


|→

a × b | = | 6 |
y−6
p
= 144 + 36 + (y − 6)2


Nach Aufgabenstellung ist |→

a × b | = 14
p 2
14 = 144 + 36 + (y − 6)2 |
196 = 180 + y 2 − 12y + 36
y 2 − 12y + 20 = 0
√ (
12 ± 122 − 4 · 20 y1 = 10
y1,2 = =6±4 ⇒ L = {2, 10}
2 y2 = 2

Beispiel 1.52.
Geg: A(0|0|0), B(0|2|2), C(x|5|7)
Ges: x so dass die Fläche des Dreiecks ∆ABC genau 6 ist (F∆ABC = 6).
Lsg:

1→ →

F∆ABC = |−
a × b|
2  
4
1 
= | 2x  |
2
−2x
1 p
= 42 + 8x2
2

25
Nach Aufgabenstellung ist F∆ABC= = 6, also
1p 2 2
4 + 8x2 = 6 |
2
1
(16 + 8x2 ) = 36
4
2x2 = 32

x2 = 16 | .
x = ±4

Also ist die Lösungsmenge für x: Lx = {−4, 4}

Mathe 3GF 01.05 Nr.2-6

Bemerkung  1.53.
  

− a1 → − b
Geg: a = , b = 1
a2 b2

− →

Ges: Fläche des von a und b aufgespannten Parallelogramms F .
Lsg: Man muss die zweidimensionalen Vektoren in den Raum einbetten. Die xy-Ebene gibts nämlich
im Raum auch. Sie besteht aus allen Punkten mit z-Komponente 0.

Einbettung : R2 → R3
 
  v1
v1
7→ v2 

v2
0
     
    a1 b1 0    
a1 b1 a b
× := a2 × b2 =
     0  . Damit ist also F = | 1 × 1 | = |a1 b2 −a2 b1 |
a2 b2 a2 b2
0 0 a1 b2 − a2 b1

26
Man kann mit Hilfe des Vektorprodukts sehr effizient den Sinussatz beweisen.*

Beweis. .


− →
− − →

a + b +→c = 0 | ×→ −c

− − −c = →
− →
(→

a + b +→c)×→ × −c}
|0 {z


0

− −c + →
a ×→
− →
b × −c + →
− ×→ −c = →

⇒ →
− −c + →
a ×→
− → →

b × −c = 0
|c {z } 0


0

Da nun →
− −c = −→
a ×→
− →
b × −c und →

a ×→ −c × →
−c = → −
b gilt:

|→

a ×→ −c × →
−c | = |→ −
b|


|→

a | · |→
−c | · sin (180◦ − β) = |→ −c | · | b | · sin (180◦ − α) | FMP sin (180◦ − α) = sin α

|→−a | · |→
−c | · sin β = |→−c | · |→

b | · sin α

sin α |→

a|
= →

sin β |b|

− sin γ |−

c|
Rechnet man im ersten Schritt “ | × b “ erhält man sin α = |−

a|
.


Rechnet man im ersten Schritt “ | × →

a “ erhält man sin β
sin γ = |b|
|−

c|
.


27
1.11 Das Spatprodukt

Die Hauptanwendung des Spatproduktes ist die Volumenberechnung.

Definition 1.54. (Spatprodukt)




Es seien →

a , b und →
−c drei Vektoren im Raum (R3 ) dann ist

− − →
− −
[→

a , b ,→
c ] := (→

a × b)·→
c

Betrachtet man die Definitionen des Vektor-und des Skalarproduktes, so kommt beim Spatprodukt
eine Zahl raus.

[·, ·, ·] : R3 × R3 × R3 → R

− − →
− −
(→

a , b ,→
c) 7→ (→

a × b)·→
c

Die wichtigste Eigenschaft des Spatproduktes ist in folgendem Satz gefasst.



− − →

Satz 1.55. |[→−a , b ,→
c ]| ist das Volumen des von →
−a , b und →
−c aufgespannten Spates (Prisma mit

Parallelogrammals Grundfläche).

Beweis. Das Volumen das Spates VSpat ist Grundfläche mal Höhe.



Wird als Grundfläche das von →−
a und b aufgespannte Parallelogramm,

− →

so ist dessen Grundfläche F = |→−a × b |. Der Vektor →−
a × b steht


senkrecht auf →

a und b .
Die Höhe h des Spates über dem Parallelogramm ist h = |→ −c | · | cos ϕ|.


Hierbei bezeichnet ϕ der Zwischenwinkel zwischen →
−c und →

a × b.
Zusammengefasst:

VSpat = G · h

− −
= |→

a × b | · |→
c | · | cos ϕ|

− − →
− −
= |(→

a × b)·→
c | = |[→

a , b ,→
c ]|

28
Beispiel 1.56.
     
2 −1 3

− →
− →

Geg: a = −4 , b = −2 und c = −2
    
1 −5 −3

− →
− →

Ges: Volumen des von a , b und c aufgespannten Spates.
Lsg:
     
2 −1 3
VSpat = [−4 , −2 , −2]
1 −5 −3
         
2 −1 3 22 3
= |   −4 × −2
    · −2 | = | 9 · −2 |
    
1 −5 −3 −8 −3
= |66 − 18 + 24| = 72

Beispiel 1.57. (Berechnung des Tetraedervolumen VT edraeder )


In der Grafik sieht man, dass VT edraeder = VABDE = VEF HD = VEBF D
und VABDE + VEF HD + VEBF D = 21 VSpat . Also gilt:
| {z }
3VABDE

1 1 −−→ −−→ −→
VT edraeder = VSpat = |[AD, AB, AE]|
6 6
Mathe 3GF 01.06 Nr.1-6

Bemerkung 1.58. (Weitere Eigenschaften des Spatproduktes)



− − →
− −
(i) [→

a , b ,→
c]=0 ⇔ →

a , b ,→
c sind linear abhängig.


− − →
− − → →

(ii) [→

a , b ,→
c ] = [ b ,→
c ,−
a ] = [→
−c , →

a , b ] (Zyklische Vertauschung Z)

(iii) Linearität:

− − →
− − →
− −
[→

a1 + → −
a2 , b , →c ] = [→

a1 , b , →c ] + [→−
a2 , b , → c]

− →
− →
− →

[→
−a , b1 + b2 , →−c ] = [→

a , b1 , →
−c ] + [→−a , b2 , →
−c ]

− →
− →

[→
−a , b ,→−
c1 + → −
c2 ] = [→

a , b ,→ −
c1 ] + [→−a , b ,→ −
c2 ]

− →
− → − →
− →
− → −
[t1 a , t2 b , t3 c ] = t1 · t2 · t3 · [ a , b , c ], t1 , t2 , t3 ∈ R
Diese Linearitäteigenschaften folgen direkt aus den Linearitätseigenschaften des Skalar- und des
Vektorproduktes.

− − →

(iv) (→

a × b)·→
c =→
−c · (→

a × b)
Dies folgt direkt aus der zweiten Eigenschaft und der Kommutativität des Skalarproduktes.

29
Rechenregel
     
a1 b1 c1

− →
− →

Geg: a = a2 , b = b2 und c c2 
    
a3 b3 c3

− −
Ges: Rechenregel zum direkten Berechnen von [→

a , b ,→
c ].
Lsg: Aus den Rechenregeln für Skalar-und Vektorprodukt folgt direkt dass
     
a1 b1 c1
[ a2 , b2 , c2 ] = a1 b2 c3 + b1 c2 a3 + c1 a2 b3 − a3 b2 c1 − b3 c2 a1 − c3 a2 b1
    
a3 b3 c3
.

Beweis.
               
a1 b1 c1 a1 b1 c1 a2 b3 − a3 b2 c1
[ a2 , b2 , c2 ] =
        a2 × b2
    · c2
  = a3 b1 − a1 b3 · c2 
  
a3 b3 c3 a3 b3 c3 a1 b2 − a2 b1 c3
= (a2 b3 − a3 b2 ) · c1 + (a3 b1 − a1 b3 ) · c2 + (a1 b2 − a2 b1 ) · c3
= a1 b2 c3 + b1 c2 a3 + c1 a2 b3 − a3 b2 c1 − b3 c2 a1 − c3 a2 b1 

Damit man sich diese Formel nicht merken muss gibt es den Gartenzauntrick. Man schreibe die drei
Vektoren in eine Box und berechne dann ihre Determinante.

Definition 1.59.

a1 b1
Zweireige Determinante:
a2 b2 = a1 b2 − a2 b1

a1 b1 c1

Dreireige Determinante: a2 b2 c2 = a1 b2 c3 + b1 c2 a3 + c1 a2 b3 − a3 b2 c1 − b3 c2 a1 − c3 a2 b1
a3 b3 c3
+
+ +
& & &
a1 b1 c1 a1 b1
= a2 b2 c2 a2 b2
a3 b3 c3 a3 b3
% % %
− − −

Bemerkung 1.60. (Berechnen von Determinanten mit dem TR)


[ a1 b1 c1 ]
MATRIX → EDIT → 1:[A] → Anzahl Zeilen × Anzahl Spalten, Werte [ a2 b2 c2 ] eingeben
[ a3 b3 c3 ]
(Jeweils mit ENTER quittieren) → QUIT → MATRIX → MATH → : det( → ENTER → MATRIX
→ NAMES → 1: [A] → [ENTER] → [ENTER]
Mathe 3 GF 01.06 Nr.7-9

30
Beispiel 1.61. (Cramer’sche Regel)
Eine weitere, nicht ganz naheliegende Anwendung, ist das lösen von Gleichungssystemen mit drei
Gleichungen und drei Variablen.

a1 x + b1 y + c1 z = k1
a2 x + b2 y + c2 z = k2
a3 x + b3 y + c3 z = k3

       
a1 b1 c1 k1

− →
− →
− →

Sei a = a2 , b = b2 , c = c2 und k = k2  dann schreibt sich obige Gleichung als
      
a3 b3 c3 k3

− →
− −c z = →

ax+ by+→ k


Angenommen →

a , b und →
−c sind linear unabhängig, dann gibt es genau eine Lösung gegeben durch:


− →
− −c z = →− →
− −
ax+ by+→ k | ·(b ×→ c)
h → − − →
− → − −


a , b ,→ −c , →
c ] y + [→
c x + [ b , b ,→
− → →
− → − −
b , −c ] z = [ k , b , →
i
c]
| {z } | {z }
=0 =0

− → − −
[ k , b ,→
c]
x = →
− →


[a, b, c]−


− →
− −c z = →

ax+ by+→ k | · (→−c × →

a)
h→
− − → →
− − →
[→

a ,→
−c , →

a ]x + b ,→
c ,−
a y + [→
−c , →
−c , →

a ]z = [ k ,→
c ,−
i
a]
| {z } | {z }
=0 =0

− − → →
− −
[ k ,→
c ,−
a] [→

a , k ,→
c]
y = →
− → = →
− →
− →

[b, c, a] →
− −
[a, b, c]


− →
− −c z = →
− →

ax+ by+→ k | · (→

a × b)

− →
− − → − →
−i →
− − →−
[→
− a , b ]x + [ b ,→
a ,→
− a , b ]y + →−c , →

a , b z = [ k ,→
h
a, b]
| {z } | {z }
=0 =0

− − → − →
− → −
[ k ,→a, b] [→

a, b, k]
z = − = →
→ →
− −
[→
−c , →

a, b] [−
a , b ,→
c]
Mathe 3GF 01.06 Nr.10*

Als Abschluss zum zweiten Teil der Vektorgeometrie ein Übungsblatt:


Mathe 3GF 01.07

31
2 Exponential- und Logarithmusfunktion
2.1 Wiederholung

Definition 2.1. (Quadratische Gleichung)


Eine quadratische Gleichung hat die Form

ax2 + bx + c = 0, a, b, c ∈ R und a 6= 0

Die Lösungen obiger quadratischer Gleichung sind gegeben durch die Mitternachtsformel (Euklid, 300

−b± b2 −4ac
v.Chr) x1,2 = 2a .
Der Term D 2
= b − 4ac heisst Diskriminante - insbesondere gilt dass die quadratische Gleichung

• zwei reelle Lösungen hat genau dann wenn D > 0 gilt,

• eine reelle Lösunge hat genau dann wenn D = 0 gilt,

• keine reelle Lösunge hat genau dann wenn D < 0 gilt,

Bemerkung 2.2. Stammt die Lösungsformel für die quadratische Gleichung aus der Zeit vor Christi
Geburt, so brauchte es doch länger für eine Lösungsformel kubischer Gleichungen. Letztgenannte
wurder erst 1545 vom Italiener Cardano gefunden. Die Lösungsformel der Gleichungen vierten Grades
wurde kurz darauf entdeckt.
1826 bewies Abel in Norwegen und kurz darauf (1831) Galois in Frankreich unabhängig von Abels
Arbeit, dass es keine allgemeine Lösungsformel für Gleichungen höheren als vierten Grades geben
kann.

Beispiel 2.3. Es sei a ∈ R. Wir betrachten die Gleichung x2 + a · x + 4 = 0.

(a) Wann hat die Gleichung keine, eine oder zwei Lösungen?

(b) Gib die Lösungen für den Fall zweier solcher an.

Lsg:

sich mittels der Diskriminanten bestimmen. Diese ist D = a2 − 4 = (a − 2)(a + 2) und


(a) Die lässt 
gleich null, wenn(a − 2) = 0 oder (a + 2) = 0 ist.

ist dann grösser null, wenn(a − 2) > 0, (a + 2) > 0 oder (a − 2) < 0, (a + 2) < 0 ist.

kleiner null, wenn(a − 2) > 0, (a + 2) < 0 oder (a − 2) < 0, (a + 2) > 0 ist.


D = 0 ⇔ eine Lösung ⇔ a ∈ {−2, 2}

Somit ist D > 0 ⇔ zwei Lösungen ⇔ a ∈] − ∞, −2[∪]2, ∞[

D < 0 ⇔ keine Lösung ⇔ a ∈] − 2, 2[


−a ± a2 − 4
(b) Die Lösung ist dann x1,2 = .
2

32
Beispiel 2.4. Für welche reelle Zahlen x gilt: x2 − 2ax + a2 + 2bx − 2ab = 0? Berechne!

Lsg:
Erstmal muss die Gleichung in die richtige Form gebracht werden und dann kommt die Mitternachtsformel
zum Einsatz: x2 + (2b − 2a)x + a2 − 2ab = 0
p √
2a − 2b ± (2b − 2a)2 − 4(a2 − 2ab) 2a − 2b ± 4b2 − 8ab + 4a2 − 4a2 + 8ab
x1,2 = =
2 2
√ (
2a − 2b ± 4b 2 2a − 2b ± 2b a = x1
= =
2 2 a − 2b = x2

Mathe GF 3.02.00 Nr 1-3

Definition 2.5. (natürliche Potenzen)


Ist a ∈ R und n ∈ N so ist an = a
| · a {z
· ... · a}. Weiter ist
n−mal

1 m √
a0 = 1, a−n = , an = n
am
an
Im Zusammenhang mit natürlichen Potenzen gelten folgende Sätze:

Satz 2.6. (Potenzsätze)


Seien a, b ∈ R und n, m ∈ Z so ist

am · an = am+n an · bn = (ab)n
 a n
am : an = am−n an : bn =
b
An dieser Stelle vier Rechenbeispiele:

Beispiel 2.7. Vereinfache soweit wie möglich:


7 1 3
a− 8 · b
b 2 · c 4  c  38
(a) 1 : ·
c− 2 a b
rq r rq !
√ 3 √ √ 3 √
q
3 4
(b) x· x: x· x· x

Für welche reelle Zahl x gilt:

(c) 50 · 5a−1 + 3 · 5a+1 = 5x


1
(d) 4a−1 · 82−a =
2x

33
Lsg:
(a)
7 1 3 7 3
a− 8 · b b 2 · c 4  c  38 a− 8 · b · a · c 8 1 1 1 1
: · = = a 8 · b 8 · c 8 = (abc) 8
− 12 a b − 12 1 3 3
c c ·b ·c ·c
2 4 8

(b)
rq r rq !
√ √ √ 3 √
q  1 
3 1 1 1 1
3 4
x· x: x· x· x = x 4 · x 12 : x 12 · x 12 · x 12

1 1
 1 1 1 1 1 1 1 1
= x 4 + 12 : x 12 + 12 + 12 = x 3 : x 4 = x 3 − 4 = x 12

(c)

50 · 5a−1 + 3 · 5 a+1
|{z} = 5x
=52 ·5a−1
2 a−1
(50 + 3 · 5 ) ·5 = 5x
| {z }
=125=53
3 a−1
5 ·5 = 5a+2 = 5x | Exponentenvergleich ⇒ x = a + 2

(d)
1
4a−1 · 82−a =
2x
(22 )a−1 · (23 )2−a = (2x )−1
· 26−3a} = 2−x | Exponentenvergleich ⇒ 2a − 2 + 6 − 3a = −x ⇒ x = a − 4
2| 2a−2{z
=22a−2+6−3a

Mathe GF 3.02.00 Nr 4,5

Schliesslich nochmals einen kurzen Blick zu den Funktionen: (Video bei “ Reelle Funktionen, erstes Video“)

Definition 2.8. (Funktion)


Es seien A, B zwei Mengen. Eine Zuordnung f , die jedem Element aus A genau ein Elemnt aus B
zuordnet heisst Funktion. Notiert wird solche eine Funktion f als:

f: A → B
x 7→ f (x)

Beispiel 2.9.

Eine Funktion keine Funktion keine Funktion

34
Definition 2.10. (Definitions- und Wertebereich)
Alle Werte, denen die Funktion f einen Wert aus B zuordnet bilden den Definitionsbereich der Funktion
f , also
Df = A.

Die Werte aus B auf die eine Zuordnung fällt heisst Werteberech Wf von f , also

Wf = {f (x) : x ∈ Df }

Bemerkung 2.11. Sucht man „den“ Definitionsbereich einer Funktion (z.B.f (x) = x − 1), so sucht
man den grösstmöglichen Definitionsbereich Df (im Beispiel also Df = [1, ∞[ ).

Definition 2.12. (Reelle Funktion)


Eine Funktion f bei der der Definitions- und der Wertebereich Teilmengen der reellen Zahlen sind
heisst reelle Funktion.

Bemerkung 2.13. Wird jedem/r Schüler/in einer Klasse die Mathematiknote zugeordnet, so ist diese
Funktion keine reelle Funktion, da der Definitionsbereich eine Menge von Namen und keine Menge
reeller Zahlen ist.

Reelle Funktionen lassen sich grafisch in einem kartesischen Koordinatensystem darstellen. Dabei wird
zu jedem x ∈ Df der Punkt (x| f (x)) ins xy-Koordinatensystem eingetragen.
|{z}
y

Definition 2.14. (Graph einer reellen Funktion)


Es sei A, B ⊆ R und

f: A → B
x 7→ f (x) = y

eine reelle Funktion, so ist der Graph von f (Gf ) die Menge

Gf = {(x|f (x)) ∈ R2 : x ∈ Df }.

Sicherlich sind die lineare Funktion f (x) = mx + q (m, q ∈ R) und die quadratische Funktion f (x) =
ax2 + bx + c (a, b, c ∈ R; a 6= 0) noch wohlbekannt.
Später in diesem Kapitel werden wir den Zusammenhang zwischen Exponential- und
Logarithmusfunktion sehen - sie sind Umkehrfunktionen zueinander. Deswegen betrachten wir
zuerst die Umkehrfunktionen und repetieren bei dieser Gelegenheit gleich einiges aus den Kapiteln
„Lineare Funktionen“ und „Quadratische Funktionen“.

2.1.1 Umkehrfunktionen

Dieses Thema wurde ausführlicher im zweiten Jahr behandelt.


Die Umkehrfunktion kehrt nun die Richtung der Pfeile um. Dies wird auch zu einer Zuordnung, die
aber nicht zwangsläufig eine Funktion ist, folgende Situationen sind denkbar:
Es sei f : A → B eine Funktion und f −1 : B → A die Zuordnung mit umgekehrter Pfeilrichtung zu
jener von f .

35
f −1 ist keine Funktion, da f −1 ist keine Funktion, da f −1 ist eine Funktion, da
nicht jedem b ∈ B Elementen b ∈ B jedem b ∈ B genau ein
ein Element aus A mehrere Elemente aus Element aus A
zugeordnet wird. A zugeordnet werden. zugeordnet wird.
.
Der Wertebereich von f muss also ganz B entsprechen (Wf = B) und kein Element aus B darf von
zwei Pfeilen aus A getroffen werden, damit es eine Umkehrfunktion gibt.

Definition 2.15. (surjektiv, injektiv, bijektiv)


Es sei f : A → B eine Funktion.

f heisst injektiv, falls keinen zwei Elemeten aus A demselben Element in B zugeordnet werden.
f injektiv ⇔ @x1 , x2 ∈ A mit x1 6= x2 so dass f (x1 ) = f (x2 ).

f heisst surjektiv, falls jedes Element in B von einem aus A eine Zuordnung erhält.
f surjektiv ⇔ Wf = B.

f heisst bijektiv, wenn sie sowohl surjektiv als auch injektiv ist.
f injektiv ⇔ f injektiv und f surjektiv.

36
Beispiel 2.16.

Injektive Funktion Nicht injektive Funktion

Surjektive Funktion Nicht Surjektive Funktion Bijektive Funktion


Bemerkung 2.17. Hat man den Graph einer Funktion gegeben, so kann man mit Hilfe eines
Lineals/Geodreiecks einfach bestimmen ob eine Funktion injektiv und/oder surjektiv ist.
Man bewege dazu den Lineal parallel zur x-Achse entlang der y-Achse
Schneidet der Lineal für alle y-Werte im Wertebereich Wf den Graphen Gf , so ist die Funktion
surjektiv.
Schneidet der Lineal während der ganzen Bewegung den Graphen Gf nie gleichzeitig zweimal, so ist
die Funktion injektiv.
Mathe GF 3.02.00 Nr 6
Definition 2.18. (Umkehrfunktion)
Ist f : A → B eine bijektive Funktion, so ist f −1 : B → A die Umkehrfunktion wobei gilt:
Sei x ∈ A und y ∈ B so dass f (x) = y dann gilt f −1 (y) = x
Bemerkung 2.19. Ist eine Funktion nicht bijektiv, so hat sie keine Umkerfunktion.
Bemerkung 2.20. Bildet man das Element f (a) ∈ B durch die Umkehrfunktion f −1 ab, so erhält
man das Element a ∈ A - etwas kürzer
f −1 (f (a)) = a.
Haben wir eine bijektive Funktion als Funktionsvorschrift so kann man folgendermassen die
Umkehrfunktion bilden:
Beispiel 2.21. Es sei f : R → R mit f (x) = 2x − 1. Gesucht ist die Umkehrfunktion f −1 . Das
Verfahren ist das Folgende:
f (x) = y = 2x − 1 | nach x auflösen
y + 1 = 2x
y+1
= x |x
y
2
x+1
y =
2

37
Somit ist f −1 (x) = x+1
2 .

Eine gute Kontrolle ist jeweils, wenn man zeigt, dass f −1 (f (x)) = x gilt. Hier muss man jedes x in der
Funktionsvorschrift von f −1 (x) durch eine f (x) ersetzen:
x+1
f −1 (x) =
2
f (x) + 1
f −1 (f (x)) =
2
(2x − 1) + 1
f −1 (f (x)) = =x
2
Bemerkung 2.22. Zeichnet man den Graphen einer bijektiven Funktion f (x) und ihrer
Umkehrfunktion f −1 (x) so sieht man, dass die beiden spiegelsymmetrisch sind zur ersten
Winkelhalbierenden, welche durch die Gleichung y = x gegeben ist.

Für vorangehendes Beispiel mit f (x) = 2x − 1 und f −1 (x) = x+1


2 sehen die Graphen folgendermassen
aus:

Das Spiegeln an der ersten Winkelhalbierenden (y = x) entspricht formaldem Vertauschen von x und
y (x
y).

Mathe GF 3.02.00 Nr 7,8

Umkehrfunktion linearer Funktion


Definition 2.23. (Lineare Funktion)
Seien m und q zwei reelle Zahlen, so heisst

f: R → R
x 7→ mx + q

lineare Funktion mit y-Achsenabschnitt q und Steigung m.


Setzt man für x = 0 ein, so erhält man als Funktionswert y = f (0) = q. Damit gilt also (0|q) ∈ Gf .

Einige Beispiele von Graphen linearer Funktionen

38
Die Umkehrfunktion einer linearen Funktion existiert, genau dann, wenn m 6= 0. Dann ist sie gegeben
durch

f (x) = mx + q | Auflösen nach x


f (x) − q
= x |x
f −1 (x) und f (x)
x
m
x−q
= f −1 (x)
m

Umkehrfunktion quadratischer Funktionen


p
Bekanntlich gilt (x2 ) = |x|. Somit müsste die Wurzelfunktion die Umkehrfunktion der quadratischen
Funktion f (x) = x2 sein - doch die Funktion f : R → R+ 0 ist nicht injektiv und somit gibt es keine
Umkehrfunktion. Schränkt man jedoch den Definitionsbereich auf den Bereich rechts (oder links) vom
Scheitelpunkt ein, so ist die eingeschränkte Funktion f˜ : R+ + ˜ 2
0 → R0 mit f (x) = x bijextiv und die
˜−1 √
Umkehrfunktion ist wahrlich f (x) = x. Sieht man sich die Graphen an, so sieht man dies:

Es gibt jeweils zwei Möglichkeiten eine quadratische Funktion einzuschränken umdann die
Umkehrfunktion zu bilden - formal korrespondiert dies mit den zwei Lösungen beim Ziehen der Wurzel.
Im Allgemeinen ist es sinnvoll eine quadratische Form in Scheitelform (y = a(x − p)2 + q) zu bringen
um die Umkehrfunktion zu bilden.

39
Definition 2.24. (Quadratische Funktion)
Seien a,b und c drei reelle Zahlen (a 6= 0), so heisst
f: R → R
x 7→ ax2 + bx + c
quadratische Funktion mit Parametern a,b und c.
Der Graph zu einer quadratischen Funktion heisst Parabel.
Setzt man für x = 0 ein, so erhält man als Funktionswert y = f (0) = c. Damit gilt also (0|c) ∈ Gf .
Der Parameter a gibt Auskunft über die Öffnung der Parabel.
Einige Beispiele von Graphen quadratischer Funktionen

Die Nullstellen einer quadratischen Funktion (x-Werte, so dass f (x) = 0) gibt die Mitternachtsformel:

−b ± b2 − 4ac
x1,2 = .
2a

2
zwei Nullstellen, falls b − 4ac > 0

Es gibt demnach eine Nullstelle, falls b2 − 4ac = 0 .

 2
keine Nullstellen, falls b − 4ac < 0
Aus diesen Nullstellen lassen sich die Schnittpunkte √
des Graphen Gf und der x-Achse ablesen, es sind
−b± b2 −4ac
dies (x1 |0) und (x2 |0) (oder ausgeschrieben ( 2a |0))
Bemerkung 2.25. (Multiplikationsform)
Die Funktion f (x) = ax2 + bx + c habe die Nullstellen x1 und x2 . Die Funktion f (x) lässt sich dann
folgendermassen in der sogenannten Multiplikationsform schreiben: f (x) = a(x − x1 )(x − x2 ).
Der Punkt (xM |f (xM )) an dem f (x) sein Maximum (bei a < 0) bez. sein Minimum (bei a > 0) annimmt
heisst Scheitelpunkt. In kann man herauslesen, wenn man die Funktionsgleichung quadratisch ergänzt
(Merksatz: Halbieren - Quadrieren - Addieren). Dies sei an einem Beispiel kurz gezeigt.

40
Bemerkung 2.26. (Scheitelpunktform / Scheitelpunkt S(p|q))
Die Form f (x) = a(x − p)2 + q heisst Scheitelpunktform. Der Scheitelpunkt S(p|q) lässt sich aus dieser
Form herauslesen.

Beispiel 2.27. Gegeben sei die quadratische Funktion f (x) = 2x2 + 4x − 10. Gesucht sind neben dem
Scheitelpunkt auch die Nullstellen.
Nun wird quadratisch ergänzt, damit man die Scheitelpunktfunktion erhält:

f (x) = 2x2 + 4x − 10 |a = 2 ausklammern


= 2(x2 + 2x − 5) |Zahl vor dem x = 2 → Halbieren-Quadrieren-Addieren
2
= 2(x 2x+1} −1 − 5)
| +{z
(x+1)2

+1 )2 |{z}
= 2(x |{z} −12
−p q

Damit ist der Scheitelpunkt S(p|q) = (−1| − 12).


√ √
−b± b2 −4ac −4± 96
Mithilfe der Mitternachtsformel erhält man schliesslich die Nullstellen x1,2 =
( 2a = 4 ≈
1.4495
.
−3.4495

Bemerkung 2.28. (Umkehrfunktion quadratischer Funktionen)


Da die quadratische Funktion f : R → R, f (x) = ax2 + bx + c, <6= 0 weder injektiv noch surjektiv
ist, gibt es keine Umkehrfunktion. Betrachtet man jedoch nur die eine Hälfte (links oder rechts
vom Scheitelpunkt) so wird die Funktion injektiv. Mit geeignetem Wertebereich gibt es dann die
Umkehrfunktion.

Gehen wir dazu davon aus, dass die quadratische Funktion in Scheitelform vorliegt, also f (x) = a(x −
p)2 + q mit Df = [p; ∞[, so ist die Funktion umkehrbar:

f (x) = a(x − p)2 + q



f (x) − q = a(x − p)2 |
f (x) − q
= (x − p)2
r a
f (x) − q
= x−p
r a
f (x) − q
+p = x | x
f −1 (x) und f (x)
x
ra
x−q
+p = f −1 (x)
a

41
Beispiel 2.29. Es sei f : R → [1; ∞[ mit f (x) = 2x2 + 4x + 3.

y = 2x2 + 4x + 3
3
y = 2(x2 + 2x + ) |Halbieren - Quadrieren - Addieren
2
3
y = 2(x2 + 2x+1 − 1 + )
2
2 3
y = 2( x + 2x +1) − 1 + )
2
3
y = 2((x + 1)2 −1 + )
2
y = 2(x + 1)2 + 1 | nach x auflösen
y−1 √
= (x + 1)2 | VORSICHT: zwei Lösungen
r 2
y−1
± = x+1
2
r
y−1
−1 ± = x |x
y
2
r
x−1
−1 ± = y
2

Der Scheiteilpunkt ist P (−1|1), für die Funktion sind nun zwei Einschränkungen zu zwei verschiedenen
Umkehrfunktionen möglich:

f : [−1; ∞[ → [1; ∞[
x 7→ 2x2 + 4x + 3

−1
f : [1; ∞[ → [−1; ∞[
r
x−1
x 7→ −1
2

und die zweite Möglichkeit:

f : ] − ∞; −1] → [1; ∞[
x 7→ 2x2 + 4x + 3

−1
f : [1; ∞[ → ] − ∞; −1]
r
x−1
x 7→ − −1
2

In einer Grafik sieht dies folgendermassen aus:

42
Bemerkung 2.30. Durch das Vertauschen x
y tauschen Werte- und Definitionsbereich ihre Rollen,
soll heissen
Df −1 = Wf und Wf −1 = Df

43
Umkehrfunkltion allgemeiner Potenzfunktionen

Definition 2.31. (Potenzfunktion)


Für n ∈ Z\{0} heisst die Funktion f (x) = xn Potenzfunktion.

Die wichtigsten Eigenschaften der Potenzfunktionen in Abhängigkeit von n sind:

n>0: Df = R
n gerade ⇔ Wf = R+
0 ⇔ f (x) gerade

n ungerade ⇔ Wf = R ⇔ f (x) ungerade

n < 0 : Df = R\{0}
n gerade ⇔ Wf = R+ ⇔ f (x) gerade
n ungerade ⇔ Wf = R\{0} ⇔ f (x) ungerade

Bemerkung 2.32. (Umkerhfunktion einer Potenzfunktion)

• Für ungerade Zahlen n ∈ 2N + 1 = {1, 3, 5, 7, ...} ist die Exponentialfunktion f (x) = xn bijektiv
für Df = R.

f (x) = xn
f (x) = x | x
f −1 (x) und f (x)
x
p
n

√n
x = f −1 (x)

Hierbei ist Df −1 = R.

• Für gerade Zahlen n ∈ 2N = {2, 4, 6, 8, ...} ist die Exponentialfunktion f (x) = xn nicht bijektiv
für Df = R. Die Funktion muss eingeschränkt werden auf Df,1 = (−∞; 0] oder Df,2 = [0; ∞)
damit sie injektiv ist.

f (x) = xn
f (x) = x | x
f −1 (x) und f (x)
x
p
n


± n x = f −1 (x)

( ist Df −1 = [0;
Hierbei ∞.
−1 √
f (x) = − x so ist Wf −1 = Df =] − ∞; 0]
n
Falls √
f −1 (x) = n x so ist Wf −1 = Df = [0; ∞[

Mathe GF 3.02.00 Nr 9,10,11,12

44
2.2 Die Exponentialfunktion

Bisher haben wir Potenzfunktionen gesehen, so zum Beispiel f (x) = x2 . Die Viariable ist in der Basis.
Ist die Variable im Exponenten so handelt es sich um eine Exponentialfunktion, etwa f (x) = 2x .

Dazu ein einführendes Beispiel:

Beispiel 2.33. (Lineares Wachstum)


Der kleine Thomas spart jeden Monat 10 Franken, indem er sie in sein Sparschwein wirft. Hat er zu
Beginn etwa 12 Franken so ergibt sich:
Zeit (Monate) Kapital
0 mt 12.-
1 mt 22.-
2 mt 32.-
3 mt 42.-
4 mt 52.-
5 mt 62.-

Eine Abbildungsvorschrift dazu wäre: f (t) = K0 + 10t, wobei t die Zeit in Monaten und K0 das
Anfangskapital ist.

Die absolute Änderung zwischen zwei Monaten ist konstant, nämlich jeweils 10.-. Man kann nachrechnen
f (6mt) − f (5mt) = f (5mt) − f (4mt) = ... = f (t + 1mt) − f (t) = 10.−.

Beispiel 2.34. (Exponentielles Wachstum - Moorsches Gesetz) Das Moorsche Gesetz besagt, dass
die Anzahl Transistoren (Elementare Baiteile von Prozessoren) der Top-Homecomputer sich alle zwei

Jahre verdoppelt. In einem Jahr wird folglich mit dem Faktor 2 = 1.4142 multipliziert In der Grafik
nebenbei ist die y-Achse nicht linear - man spricht von einem Linear-Logarithmischen System.
Beginnen wir 1971 mit den 2’300 Transitoren. Dies ergibt die Folgende Tabelle (erst in Jahres, dann
Zweijahres und schliesslich Fünfjahresschritten):

45
Zeit [a] seit 1971 Anzahl Transistoren
0a (1971) 2’300
1a (1972) 3’253
2a (1973) 4’600
4a (1975) 9’200
6a (1977) 18’400
8a (1979) 36’800
10a (1981) 73’600
15a (1986) 416’344
20a (1991) 2’355’200
25a (1996) 13’323’023
30a (2001) 75’366’400
35a (2006) 426’336’740
40a (2011) 2’411’724’800
.
Es ist also eine jährliche prozentuale Zunahme

um 2 − 1 = 41.42 Prozent, oder eine
100-prozentige Zunahme pro zwei Jahren.
Somit muss von einem Jahr zum anderen

mit dem Faktor 2 multipliziert werden,
oder
f (6a) f (4a)
= = ... = 2
f (4a) f (2a)
Ist die prozentuale Zunahme immer gleich,
so spricht man vom exponentiellen Wachstum.

Definition 2.35. (Lineares und exponentielles Wachstum)


Eine konstante absolute Änderung ergibt ein lineares Wachstum.
Eine konstante prozentiale Änderung ergibt ein exponentielles Wachstum.

Definition 2.36. (Exponentialfunktion)


Sei a ∈ R\{1} und b 6= 0 so heisst folgende Funktion Exponentialfunktion:

f : R →R
x 7→ b · ax

Dabei ist der Wertebereich R+ falls b positiv und R− fall b negativ ist.
Wir sehen im Anschluss auch die Logarithmusfunktion, welche die Umkehrfunktion der Exponentialfunktion
ist.

Der zugehörige Graph heisst Exponentialkurve.

Mathe GF 3.02.01 Nr 1,2

46
Die Exponentialkurven (aus Nr1) haben also folgendes Aussehen:

Bemerkung 2.37. (Eigenschften von Exponentialfunktionen, Nr2)


Die wichtigsten Eigenschaften der Exponentialfunktionen f (x) = ax sind:

(i) Df = R und Wf = R+ ,

(ii) Die x-Achse ist eine Asymptote,


(
streng monoton steigend ⇔ a > 1
(iii) Die Exponentialfunktion ist
streng monoton fallend ⇔ 0 < a < 1

(iv) Der Punkt P (0|1) liegt auf jeder Exponentialkurve (∀a ∈ R+ \{1}) weil immer f (0) = a0 = 1
gilt.

(v) Spiegelt man den Graphen von f (x) = ax an der y-Achse, so erhält man den Graphen von
x
g(x) = a1 .

Mathe GF 3.02.01 Nr 3-6

47
2.2.1 Transformationen

Nun folgt ein kurzer Einschub zum modifizieren von Funktionen - dies sollte mehr oder weniger bekannt
sein aus vorangehenden Kursen. Es gibt im wesentlichen sechs Transformationen. Ich zähle sie auf,
schriebe die transformierte Funktion als g(x) hin und rechne ein Beispiel an der Funktion f (x) = 4−x .

(i) Verschieben um a Einheiten entlang der y-Achse (a > 0 heisst nach oben, a < 0 heisst nach
unten): f (x) → g(x) = f (x) + a
Im Beispiel verschiebe ich um zwei Einheiten in positive y-Richtung: g(x) = 4−x + 2.

(ii) Verschieben um a Einheiten entlang der x-Achse (a > 0 heisst nach rechts, a < 0 heisst nach
links): f (x) → g(x) = f (x − a)
Im Beispiel verschiebe ich um zwei Einheiten in positive x-Richtung: g(x) = 4−(x−2) = 4−x+2 .

(iii) Speigeln an der x-Achse: f (x) → g(x) = −f (x)


Am Beispiel: g(x) = −4−x .

48
(iv) Speigeln an der y-Achse: f (x) → g(x) = f (−x)
Am Beispiel: g(x) = 4−(−x) = 4x .

(v) Axial strecken an der x-Achse mit Faktor k: f (x) → g(x) = k · f (x)
Im Beispiel strecke ich axial an der x-Achse mit k = 2: g(x) = 2 · 4−x .

(vi) Axial strecken an der y-Achse mit Faktor k: f (x) → g(x) = ·f ( xk )


x √
Im Beispiel strecke ich axial an der y-Achse mit k = 2: g(x) = 4− 2 = 4−x = 2−x .

Mathe GF 3.02.01 Nr 7,8

Wie bereits in der Einleitung zu diesem Kapitel erwähnt ist die wichtigste Exponentialfunktion diejenige
mit Basis e = 2.718281828459045235....

49
Definition 2.38. (e-Funktion)
Die Zahl e = 2.718281828459045235... (siehe TR) heisst Eulersche Konstante, benannt nach dem
Schweizer Mathematiker Leonhard Euler (1707-1783).
Die Funktion

f : R → R+
x 7→ ex

heisst (natürliche) Exponentialfunktion oder auch e-Funktion.

Die Zahl e ist so wichtig weil die Steigung an den Graphen am Punkt (x0 |f (x0 )) gerade f (x0 ) ist. (blau
in untenstehender Grafik)
Auch die Fläche zwischen der x-Achse, dem Graphen von f (x) = ex und der Geraden x = x0 ist gerade
f (x0 ). (rot in untenstehender Grafik)

Definition 2.39. (Eulersche Zahl)


Die Eulersche Zahl ist die einzige Zahl e, so dass die Funktion f (x) = ex die obengenannten Eigenschaften
hat, also

• Die Steigung der Tangente an den Graphen von f (x) durch den Punkt (x0 |f (x0 )) ist immer
m = f (x0 ).

• Die nach links offene Fläche zwischen x-Achse, dem Graphen von f (x) und der vertikalen Geraden
x = x0 ist F = f (x0 ).

50
Die Zahl e lässt sich auf zwei weitere Wege definieren wie die folgenden zwei Aufgaben zeigen:

Hierbei ist :

Definition 2.40. (Fakultät)


Für n ∈ N: n! = 1 · 2 · 3 · ... · (n − 1) · n und 0! = 1 (TR: MATH → PRB → 4: ! )

Mathe GF 3.02.01 Nr 9
Man sieht also aus der vorangehenden Aufgabe, dass

Definition 2.41. (Eulersche Zahl)


e ≈ (1 + n1 )n wobei die Genauigkeit mit grösser werdendem n stetig steigt.

Aus der Aufgabe, lässt sich folgende (korrekte) Definition vermuten:

Definition 2.42. (Eulersche Zahl)


1 1 1 1 1 1 1 1
e=1+ 1! + 2! + 3! + 4! + 5! + 6! + 7! + 8! + ...

Dies ist eine unendliche Summe und ein Indiz für die nicht ganz leicht zu beweisende Tatsache, dass
man e nicht als Bruch darstellen kann, also e ∈
/ Q gilt.

Weitere Aufgaben sind:


Mathe GF 3.02.01 Nr 10-13

2.3 Exponentielles Wachstum und Exponentieller Zerfall

Sehr viele Erscheinungen in der Natur lassen sich durch Exponentialfunktionen beschreiben.
Häufige Beispiele sind die Vermehrung von Bakterien (Exponentielles Wachstum) oder der radioaktive
Zerfall (Exponentieller Zerfall).
(
monoton fallend falls 0 < a < 1, also exponentieller Zerfall
f (t) = at (t ist die Zeit) ist .
monoton steigend falls a > 1, also exponentielles Wachstum
Für eine Exponntialfunktion gilt immer f (0) = 1. Da aber zu zum Zeitpunkt t = 0 mehr als ein
Bakterium bez mehr als ein Atom betrachtet wird muss die Funktion bezüglich der x-Achse axial
gestreckt werden. Der Streckfaktor b > 0 heisst Anfagsbestand - die Wachtums- oder Zerfallsfunktion
hat dann das Aussehen:
f (t) = b · at .

Mathe GF 3.02.02 Nr 1-4

Das schöne an der Funktion f (t) = b · at ist, dass sie in gleichen Zeitintervallen dieselbe prozentule Zu-
oder Abnahme beschreibt.

51
(i) Nehmen wir eine Zeitspanne ∆t, ist die Wachstumsrate r zur Zeitspanne ∆t der Faktor, so dass
gilt: f (t + ∆t) = r · f (t). Wichtig ist, dass dieser Wachtumsfaktor unabhängig von t ist. Er kann
folgendermassen berechnet werden:

f (t + ∆t) = r · f (t)
f (t + ∆t) b · at+∆t b · at · a∆t p
r = = t
= t
= a∆t = 1 + .
f (t) b·a b·a 100

Hier ist p die prozentuale Zunahme (falls p > 0) beziehungsweise die prozentuale Abnahme (falls
p < 0).
Mathe GF 3.02.02 Nr 5,6

(ii) Die Zeitspanne zum Wachtumsfaktor 2 heisst Verdoppelungszeit T . (Man berechnet sie beim
expoentiellen Wachstum.) In dieser Zeit T verdoppelt sich jeweils der Bestand.
Hat man zum Beispiel zu Beginn eines Experimentes (t = 0) 100 Bakterien und zählt nach einer
Stunde 200 Bakterien so ist die Verdoppelungszeit T = 1 Stunde. In diesem Beispiel wäre dann:
f (0) = 100; f (1) = 200; f (3) = 400; f (4) = 800; f (5) = 1600; f (6) = 3200....

1
(iii) Die Zeitspanne zum Wachtumsfaktor 2 heisst Halbwertszeit T . (Man berechnet sie beim expoentiellen
Zerfall.) In dieser Zeit T halbiert sich jeweils der Bestand.
Hat man zum Beispiel zu Beginn eines Experimentes (t = 0) 6400 radioaktive Atome und zählt
nach einer Woche 3200 Atome so ist die Halbwertszeit T = 1 Woche. In diesem Beispiel wäre
dann: f (0) = 6400; f (1) = 3200; f (3) = 1600; f (4) = 800; f (5) = 400; f (6) = 200....

(iv) Schliesslich gibt man das Wachstum oder den Zerfall manchmal auch in Prozenten an. Die
prozentuale Änderung in der Zeitspanne einer Einheit (1 Einheit=1 Stunde beim Bakterienexperiment;
1Einheit =(1 Woche beim oben beschriebenen radioaktiven Zerfall) wird mit p beschrieben.
p
das exponentielle Wachstum : a = 1+ 100
Es gilt für p
den exponentiellen Zerfall : a = 1− 100

Wir zum Beispiel ein Kapital von K0 = 1000F r im Jahre 2000 mit einer jährlichen Verzinsung von
1 t

p = 1 Prozent angelegt, so gilt K(t) = K0 · 1 + 100 . (t in Jahren)
Nach einem Jahr ist das Kapital also auf K(1) = 1000·1.01 = 1010 Franken angewachsen. Mit Hilfe der
Exponentialfunktion rechnet die Bank nun aus, welchen Wert das Kapital nach beispielsweise t = 2.5
Jahren hat - man rechnet K(2.5) = K0 · 1.012.5 = 1025.19 Franken.
Mathe GF 3.02.02 Nr 7-12

52
2.4 Der Begriff des Logarithmus
1
Das Lösen dieser letzten zwei Gleichungen (aT = 2 und aT = 2) ist im Allgemeinen nicht ohne
weiteres möglich. Wir werden zwei Möglichkeiten sehen solche Gleichungen zu lösen.

Definition 2.43. (Exponentialgleichung)


Eine Gleichung der Form ay = x mit a ∈ R+ \{1} und x ∈ R+ heisst Exponentialgleichung.

Möchte man die Exponentialgleichung nach y auflösen so braucht man den Logarithmus.

Definition 2.44. (Logarithmus von x zur Basis a)


Ist ay = x so heisst y Logarithmus von x zur Basis a. Dies wird geschrieben als y = loga x.

Bemerkung 2.45. Der Logarithmus von x zur Basis a ist also die Hochzahl y, so dass ay = x gilt.

Beispiel 2.46. Bekanntlich ist 32 = 9, also gilt |{z}


2 = log3 9.
Hochzahl
Als weiteres Beispiel: Man weiss: 3−1 = 1
3 und damit ist log3 1
3 = −1.

Bemerkung 2.47. Folgende Eigenschaften lassen sich direkt aus der Definition ableiten:

a1 = a ⇒ loga a = 1
a0 = 1 ⇒ loga 1 = 0
ay = ay ⇒ loga (ay ) = y
aloga x = x ⇐ loga (x) = loga (x)

Bemerkung 2.48. Nach Definition sind die folgenden Terme sind nicht definiert (gibt es nicht):
log1 5, log−1 2, log3 (−1) , log0 1, ...

Bemerkung 2.49. Der Logarithmus zur Basis 10 wird häufig gebraucht. Deswegen gibt es für diesen
eine Abkürzung, nämlich lg.
10y = x ⇒ y = log10 x = lgx

Der Logarithmus zur Basis e wird ebenfalls häufig gebraucht. Deswegen gibt es auch hier eine
Abkürzung, nämlich ln.
ey = x ⇒ y = loge x = lnx

Mathe GF 3.02.03 Nr 1-5

53
2.4.1 Basisumwandlung

Die meisten Taschenrechner berechnen „nur“ log10 und ln (oder sogar nur eines der beiden). Im
folgenden Kapitel wird gezeigt, dass dies reicht; das heisst jeder Logarithmus loga x mit Hilfe von lga
und lgx (oder lna und lnx) berechnet werden kann.

Satz 2.50. (Basiswechsel)


ln x
Für a ∈ R+ \{1} gilt: loga x =
ln a
Beweis. Dies muss mit Hilfe der Definition nachgerechnet werden. loga x ist nach Definition des
Logarithmus diejenige Zahl mit der a potenziert werden muss sodass:

aloga x = x

Nun kommt der entscheidende Trick:


a = eln a ; x = eln x

Die obere Zeile stimmt ebenfalls nach Definition des Logarithmus und der Tatsache, dass ln für loge
steht.
Nun setzen wir diese Gleichheit in die Formel (2.4.1) ein, und erhalten:

aloga x = (eln a )loga x = x = eln x

Mit Hilfe des Potenzsatzes (am )n = am·n erhalten wir aus obiger Gleichung:

eln a·loga x = eln x

Diese Gleichung wiederum gilt nur wenn die Exponenten übereinstimmen also wenn gilt:

ln a · loga x = ln x

ln x
Somit gilt also: loga x = ln a und der Satz zum Basisiwechsel ist bewiesen. 

Anstatt a = eln a ; x = eln x zu schreiben, hätte man auch schreiben können a = clogc a ; x = clogc x (mit
c ∈ R+ \ {1}). Somit können wir also immer schreiben:
logc x
Satz: loga x = logc a

Mathe GF 3.02.03 Nr 6-8

54
2.4.2 Logarithmusgesetze

Bis anhin wurden Logarithmen mit Hilfe der Definition oder des Taschenrechners berechnet. Nun
werden wir mit Hilfe dreier Regeln Logarithmen „zerlegen“.
Diese drei Logarthmengesetze werden bewiesen, weil der Beweis jeweils eine gute Übung im Umgang
mit dem Logarithmus ist.

Erstes Logarithmusgesetz

Satz 2.51. (Erstes Logarithmusgesetz)


Innerhalb der Definition gilt: loga (u · v) = loga (u) + loga (v)

Beweis. Warum dies gilt? Nach Definition des Logatithmus kann geschrieben werden:

u = ax genau dann wenn loga u = x

v = ay genau dann wenn loga v = y

Zuerst lässt sich festhalten dass x + y = loga u + loga v .


Mit Hilfe der Potenzregeln erhält man für u · v

u · v = ax · ay = ax+y

Mit der Definition des Logarithmus gilt nun:

x + y = loga (u · v)

Kombiniert man nun die obigen Gleichungen für x + y so erhält man:

loga (u · v) = x + y = loga u + loga v

das erste Logarithmengesetz! 

Mathe GF 3.02.03 Nr 9

Zweites Logarithmusgesetz

Wenn es ein erstes Logaritmengesetz gibt, muss es wohl auch ein zweites geben; hier ist es:

Satz 2.52. (Zweites Logarithmusgesetz)


Innerhalb der Definition gilt: loga uv = loga (u) − loga (v)


Beweis. Auch dies lässt sich ähnlich beweisen wie das erste Gesetz.

55
Nach Definition des Logatithmus kann erneut geschrieben werden:

u = ax genau dann wenn loga u = x

v = ay genau dann wenn loga v = y

Zuerst lässt sich festhalten dass: x − y = loga u − loga v.


u
Mit Hilfe der Potenzregeln erhält man für v

u ax
= y = ax−y
v a
Mit der Definition des Logarithmus gilt nun:
u
x − y = loga
v
Kombiniert man nun die Gleichungen für x − y so erhält man:
u
loga = x − y = loga u − loga v
v
das zweite Logarithmengesetz! 

Und wenn man den Beweis mit dem des ersten Gesetzes vergleichen läuft dieser sehr ähnlich.

Mathe GF 3.02.03 Nr 10,11

Drittes Logarithmusgesetz

Und schliesslich das dritte Logarithmengesetz:

Satz 2.53. (Drittes Logarithmusgesetz)


Innerhalb der Definition gilt für x ∈ R: loga bx = x · loga b

Beweis. Nach Definition des Logatithmus kann erneut geschrieben werden:

b = ay genau dann wenn loga b = y

Mit Hilfe der Potenzregeln erhält man bx = (ay )x = ay·x .


Mit der Definition des Logarithmus gilt nun: y · x = loga (bx ).
Da aber loga b = x erhält man mit Hilfe der letzten Gleichung:

loga (bx ) = x · loga b

das dritte Logarithmengesetz! 

Mathe GF 3.02.03 Nr 12

56
Bemerkung 2.54. Folgende Rechenregeln ergeben sich aus dem dritten Logarithmengesetz:
√ 1 1
loga ( n x) = loga (x n ) = · loga (x)
  n
1
loga = loga (x−1 ) = − loga (x)
x

Bemerkung 2.55. (Potenzen in der Basis)


1
Es gilt: logax (b) = · loga (b). Der Grund dafür liefert der folgende Beweis:
x
logax (b) = y | Definition des Logarithmus
(ax )y = ay·x = (ay )x = b
1
ay = b x | Definition des Logarithmus
1 1
y = logax (b) = loga (b x ) |{z}
= · loga (b)
x
3.LogGesetz

Abschliessende Aufgaben sind:

Mathe GF 3.02.03 Nr 13-18

Bemerkung 2.56. * (Drittes Logarithmengestz via erstem Logarithemngesetz)


Zum Abschluss sei bemerkt, dass das dritte Logarithmengesetz eigentlich unnötig ist, da es direkt aus
dem ersten Logarithmengesetz folgt. Dies funktioniert folgendermassen:
Wir interessiren uns für loga (bn ). Nach Potenzregeln gilt aber: bn = b · bn−1 .
Das erste Logarithmengesetz lautet

loga (u · v) = loga (u) + loga (v)

Nun wählen wir u = b und v = bn−1 und erhalten:

loga (bn ) = loga b · bn−1 = loga (b) + loga bn−1


 

Wendet man nun dieses Verfahren auf bn−1 an (also bn−1 = b · bn−2 ) erhält man:

loga (bn ) = loga (b) + loga bn−1 =




loga (b) + loga (b) + loga bn−2 = ... = loga (b) + ... + loga (b) = n · loga (b)


das dritte Logarithmengesetz.


Trotzdem hält man am dritte Logarithmengesetz fest da es sehr praktisch zum Rechnen ist.

57
2.5 Lösen von Exponential- und Logarithmusgleichungen

Exponentenvergleich
Kann man eine Exponentialgleichung (x in der Potenz) so umschreiben, dass man auf beiden Seiten
lediglich eine Basis mit Exponenten hat, so müssen die Exponenten übereinstimmen. Der Grund ist
die Injektivität der Exponentialfunktionen.

2 · 32x−1 = 18
32x−1 = 9 = 32 | Exponentenvergleich
2x − 1 = 2
2+1 3
x = =
2 2
Mathe GF 3.02.04 Nr 1-7

Logarithmieren
Bekommt man es nicht hin, dass auf beiden Seiten die gleiche Basis steht, kommt man durch beidseitiges
Logarithmieren zum Ziel. Dies ist zulässig, da jeder Logarithmus injektiv ist. Bei der Berechnung haben
dann die Logarithmengesetze ihren grossen Auftritt.

2 · 32x−1 = 17 |ln
ln(2 · 32x−1 ) = ln(17) |Logarithmengesetze
ln(2) + ln(32x−1 ) = ln(17) | Drittes Logarithmengesetz
ln(2) + (2x − 1) · ln(3) = ln(17)
(2x − 1) · ln(3) = ln(17) − ln(2)
ln(17) − ln(2)
2x − 1 =
ln(3)
ln(17)−ln(2)
ln(3) +1
x = ≈ 1.474
2 |{z}
TR

Mathe GF 3.02.04 Nr 8-10

58
Lösung durch Substitution
Hat man eine Summe in der Gleichung so kann nach dem Logarithmieren nicht durch
Logarithmengesetze zur Lösung. Hier hilft in ausgewählten Fällen die Substitution.

5 · 5x +5−x = 6 Logarithmieren nicht nützlich


5 · 5x + (5x )−1 = 6 | t = 5x
5 · t + (t)−1 = 6 | · t
5t2 + 1 = 6t
5t2 − 6t + 1 = (0
1 ⇒ 1 = 50 = 5x1 ⇒ x1 = 0
t1,2 = 1 1 −1 = 5x2 ⇒ x = −1
5 ⇒ 5 =5 2

L = {0, −1}
Mathe GF 3.02.04 Nr 11,12

Logarithmengleichungen
Kommen Logarithmen bereits in den Gleichungen vor, so heisst die Gleichung Logarithmusgleichung.
Stimmen die Basen überein, so nimmt man durch die Logarithmengesetze auf beiden Seiten alles
in einen Logarithmus. Dann man, ähnlich wie beim Exponentenvergleich auf beiden Seiten den
Logarithmus weglassen (weil der Logarithmus injektiv ist).

log2 (x + 2) + log2 (x − 3) = log2 (7) + 1 | log2 (21 ) = 1


log2 (x + 2) + log2 (x − 3) = log2 (7) + log2 (2)
log2 ((x + 2)(x − 3)) = log2 (2 · 7) | log10 injektiv
(x + 2)(x − 3) = 14
x2 − x − 20 = 0(
−4
x1,2 =
5
−4 ist keine Lösung da es den Logarithmus negativer Zahlen nicht gibt. Folglich ist L = {5}.
Mathe GF 3.02.04 Nr 13,14

Ungleichungen*
Im Zusammenhang mit Ungleichungen und Logarithmen sind folgende Regeln zu beachten:

Da loga für a > 1 streng monoton steigend ist wird beim beidseitigen Logarithmieren oder beidseitigen
weglassen des Logarithmus das Relationszeichen belassen. Gleiches gilt für Exponentenvergleich oder
dessen Umkehrung für eine Basis a > 1.

59
Da loga für 0 < a < 1 streng monoton fallend ist wird beim beidseitigen Logarithmieren
oder beidseitigen weglassen des Logarithmus das Relationszeichen geändert. Gleiches gilt für
Exponentenvergleich oder dessen Umkehrung für eine Basis 0 < a < 1.

Beispiel 2.57.

(a) ln(x2 − x) ≥ 3
ln(x2 − x) ≥ ln(e3 )
x2 − x ≥ e 3

(b) 2x > 4 = 22
x > 2

(c) log 1 x < 1


2
1
log 1 x < log 1
2 2 2
1
x >
2
 x  2
1 1 1
(d) > =
2 4 2
x < 2

Im Weiteren muss das Relationszeichen gewechselt werden, wenn man durch eine negative Zahl dividiert
oder mit einer solchen multipliziert. Hierbei hilft folgende Tabelle die man sich einfach selber beweisen
kann:
0<a<1 a>1
0<x<1 loga x > 0 loga x < 0
x>1 loga x < 0 loga x > 0

Mathe GF 3.02.04 Nr 15*

60
2.6 Logarithmusfunktion

Bildet man die Umkehrfunktion so erhält man, nach Definition, die Logarithmusfunktion:
Geg: f (x) = ax für a ∈ R+ \{1} mit Df = R und Wf = R+
Ges: Umkehrfunktion f −1 (x)
Lsg:

f (x) = y = ax | Definition des Logarithmus


x = loga (y) | x
y
f −1 (x) = loga (x)

Insbesondere ist Df −1 = Wf = R+ , Wf −1 = Df = R, a ∈ R+ \{1}.


Mathe GF 3.02.05 Nr 1-9

61
2.7 Form von Graphen von Funktionen

(i) Potenzfunktion mit positivem Exponenten


Die allgemeine Form ist f (x) = a · (x − u)n + v

1. Fall: n gerade 2. Fall: n ungerade


Prototyp: f (x) = x2 Prototyp: f (x) = x3

Asymptoten: keine Asymptoten: keine


u: Verschiebung entlang der x-Achse u: Verschiebung entlang der x-Achse
v: Verschiebung entlang der y-Achse v: Verschiebung entlang der y-Achse
S(u|v) ist der Scheitelpunkt S(u|v) ist der Symmetriepunkt
a: Streckung bez.
( x = u-Achse a: Streckung bez. x = u-Achse
[v, ∞[ falls a > 0
Df = R, Wf = Df = R, Wf = R
] − ∞, v] falls a < 0

(ii) Potenzfunktion mit negativem Exponenten


Die allgemeine Form ist f (x) = a · (x − u)−n + v

1. Fall: n gerade 2. Fall: n ungerade


1
Prototyp: f (x) = x2
Prototyp: f (x) = x13

Asymptoten: x = u- und y = v-Achse Asymptoten: x = u- und y = v-Achse


u: Verschiebung entlang der x-Achse u: Verschiebung entlang der x-Achse
v: Verschiebung entlang der y-Achse v: Verschiebung entlang der y-Achse
S(u|v) ist Asymptotenschnittpunkt S(u|v) ist der Asymptotenschnittpunkt
a: Streckung bez. x =
( u-Achse a: Streckung bez. x = u-Achse
]v, ∞[ falls a > 0
Df = R\{u}, Wf = Df = R\{u}, Wf = R\{v}
] − ∞, v[ falls a < 0

62
(iii) Wurzelfunktion


Prototyp: f (x) = x
Asymptoten: keine

Allgemeine Form: f (x) = k x − a + b
a: Verschiebung entlang der x-Achse
b: Verschiebung entlang der y-Achse
k: Streckung bez. x-Achse
(
[b, ∞[ falls k > 0
Df = [a; ∞[, Wf =
] − ∞, b] falls k < 0
(a|b) ist der Startpunkt des Graphen der Funktion.

(iv) Exponentialfunktion

Prototyp: f (x) = ex
Asymptoten: x-Achse bez. x = c
Allgemeine Form: f (x) = b · ax + c
a: Definiert die Form de rKurve
b: Streckung bez. x-Achse
c: Verschiebung
( entlang der y-Achse
]c, ∞[ falls b > 0
Wf =
] − ∞, c[ falls b < 0
y = c ist die einzige Asymptote.
Der Punkt P (0|c + 1) liegt immer auf dem Graphen Gf .

63
(v) Logarithmusfunktion

Prototyp: f (x) = ln(x)


Asymptoten: y-Achse bez. y = c
Allgemeine Form: f (x) = loga (x − b) + c
b: Verschiebung entlang der x-Achse
c: Verschiebung entlang der y-Achse
a: Versteckt
( die Streckung bez. x-Achse
]b, ∞[ falls a > 1
Df = , Wf = R
] − ∞, b[ falls 0 < a < 1
x = b ist die einzige Asymptote.
Der Punkt P (b + 1|c) liegt immer auf dem Graphen Gf .

Bei den nun folgenden Aufgaben kümmert man sich erst um die Verschiebungen und setzt dann Punkte
ein.
Mathe GF 3.02.05 Nr 10,11
.
Und zum Abschluss eine Exponential- und Logarithmentraining:
Mathe GF 3.02.06 Nr 1-12

64
3 Folgen und Reihen

Die Aufgaben in diesem Kapitel stammen grässtenteils aus LS 11/12.

3.1 Grundbegriffe

Bestimmt sind Aufgaben im folgenden Stil bekannt:

Beispiel 3.1. Führe logisch fort:

• 1,3,5, 7, 9,11,

• 1,4,9,16,25,36,

Die erste Zeile ist die Auflistung der ungeraden Zahlen nach Grösse geordnet. Die nächst (also siebte)
Zahl wäre 13.
Man rechnet also jeweils „Zahl = Vorgänger + 2“. Dies alleine genügt aber nicht um die Abfolge der
Zahlen hin zu schreiben, denn man braucht noch einen Startpunkt, etwa „1.Zahl=1“.
Die Zahlen werden also durchnummeriert, anstatt „erste Zahl, zweite Zahl, ...“ nennt man diese „1.
Folgeglied, 2. Folgeglied,...“ oder abgekürst „a1 , a2 , ...“. Demnach ist der Vorgänger des Folgegliedes an
gerade an−1 . Obige Beschreibungen lassen sich dann folgendermassen schreiben:

an = an−1 + 2, , a1 = 1

Diese Darstellung heisst rekursive Darstellung der Folge (an ). Zur Berechnung eines Folgegliedes
braucht man den Vorgänger.
Man kann auch eine Formel (Funktion) angeben, die sich nicht das vorangehende Glied zur Berechnung
braucht, hier etwa:
an = 2n − 1

Diese Darstellung heisst explizite Darstellung der Folge (an ).

Die zweite Folge oben ist die Folge der Quadratzahlen: a1 = 12 , a2 = 22 , a3 = 33 , a4 = 42 , ... und damit
a7 = 72 = 49. Man liest direkt die explizite Darstellung ab:

an = n2

Zum Rechnen sind Folgen in expliziter Form meist angenehmer als jene in rekursiver Form.

Ein weiteres Beispiel geometrischer Natur:

Beispiel 3.2. (Würfel stapeln)


Man beginne mit einem Würfel von Kantenlänge 1, stelle auf diesen mit halb so langer Seitenlänge,
auf diesen wieder einer mit halbsolanger (ausgehend vom zweiten Würfel) Seitenlänge usw. Es entsteht
folgender Würfelstapel:

65
Drei Folgen sollen aufgeschrieben werden:
 n−1
1
Die Folge der Kantenlängen: (ln ) = (1, 0.5, 0.25, 0.125, 0.0625, ...) ln =
2
Die Folge der aktuellen Höhe: (hn ) = (1, 1.5, 1.75, 1.875, 1.9375, ...) hn = l1 + l2 + ... + ln
 3(n−1)
1
Volumen der neu hinzugefügten Würfel: (Vn ) = (1, 0.53 , 0.253 , 0.1253 , 0.6253 , ...) Vn =
2

Eugen Jost hat sich in seinen Werken mit Zahlen und Folgen beschäftigt.

(i) Gib die erste Zeile in rekursive und in explizite Form an.

(ii) Gib die zweite Zeile in expliziter Form an.

(iii) Beschreibe die Gesetzmässigkeit der dritte Zeile in Worten


und gib die Folge in rekursiver Form an.

(iv) Gib die fünfte Zeile in rekursiver Darstellung an.

(v) Beschreibe das Bildungsgesetz für die sechste Zeile in Worten.

Zu den Lösungen:

(i) (1,2,3,4,5,6,7,8,9,...) ist die Zählfolge.


Explizit: an = n und rekursik: an = an−1 + 1, a1 = 1

(ii) (1,8,27,64,125,216,...) ist die Folge der Kubikzahlen, also ist:


Explizit: bn = n3

(iii) (1,1,2,3,5,8,13,21,34,55,...) ist die Fibonacci-Folge. Die ersten beiden Folgegllieder sind eins,
danach ist ein Folgeglied sie Summe der zwei vorangehenden, also:
Rekursiv: an = an−1 + an−2 für n ≥ 3 und a1 = a2 = 1

66
(iv) (2,3,6,10,15,21,28,36,45,55,66,...) Vom ersten zum zweiten Glied zählt man 1 hinzu, zum nächsten
zählt man 2 hinzu, dann addiert man 3, dann 4 ... Die Differenz vom (n − 1)-ten zum n-ten Glied
ist cn − cn−1 = n − 1, also:
Rekursiv: cn = cn−1 + n − 1

(v) Das Ganze beginnt mit einer Eins, also eine (1) Eins (1), damit ist das nächste Folgeglied „Zwei
(2) Einen (1)“ und das darauffolgende Glied 1211, das ist eine (1) Eins (1), eine (1) Zwei (2) und
zwei (2) Einen (1) usw.
Man zählt also immer die Anzahl gleicher Zahlen bis zur nächsten unterschiedlichen und listet
dann die Anzahl vor der Ziffer auf und fährt so fort.

(vi) (6,28,496,8128,...) ist die geordnete Liste der vollkommenen Zahlen (Eine vollkommene Zahl hat
die Eigenschaft, dass die Summe ihrer Teiler das doppelte der Zahl ergeben.)

(Die letzte Zeile auf dem Bild sind übrigens die letzten sieben Ziffern der Telefonnummer des Künstlers
- eine Zahlenfolge ohne Regelmässigkeit.)

Schliesslich wird man folgende Aufgabe in wenigen Sekunden lösen können:

Finde die Summe aller natürlichen Zahlen die kleiner oder gleich 1000 sind.

Damit ist nun bekannt, was eine rekursive und was eine explizite Definition einer Folge ist, doch es
fehlt noch die Definition einer (reellen) Zahlenfolge.

Definition 3.3. (Reelle Zahlenfolge)


Eine Zuordnung die jeder natürlichen Zahl n eine reelle Zahl an zuweist heisst reelle Zahlenfolge. Damit
ist eine jede reelle Zahlenfolge eine Funktion mit Definitionsbereich N.

f: N → R
n 7→ f (n) = an

Und noch kurz eine formale Definition expliziter und rekursiver Form.

Definition 3.4. (Explizite, rekursive Form)


Eine Folge kann in

• expliziter (direkter) Form angegeben werden.


Dazu braucht man das Bildungsgesetz: an = f (n).
Beispiel an = 4n − 1 ⇒ (an ) = (3, 7, 11, 15, ...)

67
• rekursive (bezugnehmende) Form angegeben werden.
Die Funktion hängt nun von vorangehenden Gliedern ab. Insbesondere braucht man (einen)
Startwert(e).
an = f (an−1 , an−2 , an−3 , ..., n) und Startwert(e)
Beispiel an = an−1 + 4, a1 = 3 ⇒ (an ) = (3, 7, 11, 15, ...)

an heisst n-tes (Folge)Glied der Folge (an ).

Reelle Zahlenfolgen werden dann in der Form (an ) = (a1 , a2 , a3 , ...) notiert.
Entsprechend kann man in einem Koordinatensystem auf der x-Achse (hier n-Achse) die natürlichen
Zahlen und auf der y-Achse die an s aufzeichnen. Der „Graph“ ist dann die Menge aller Punkt (n|an )
für n ∈ N. Und nun einiges zum Selber-Üben:

Bemerkung 3.5. Oft ist es von Vorteil sich die Folgen hinzuschreiben und dann Differenzen und
Quotienten der benachbarten Glieder zu berechnen.

Bemerkung 3.6. (Merksätze)


Bei diesen Aufgaben findet man gewisse Strukturen, die man in drei Merksätzen zusammenfassen kann.

• Merke 1:

rekursiv: an = an−1 +c, a1 = ...


explizit: an = c·n + Zahl

Die Zahl wird so bestimmt, dass beim Einsetzen von n = 1 genau a1 rauskommt.

• Merke 2:

rekursiv: an = an−1 ·c, a1 = ...


explizit: an = cn · Zahl

Die Zahl wird so bestimmt, dass beim Einsetzen von n = 1 genau a1 rauskommt.

• Merke 3:

rekursiv: an = an−1 · (n + c), a1 = ...


explizit: an = (n + c)! · Zahl

Die Zahl wird so bestimmt, dass beim Einsetzen von n = 1 genau a1 rauskommt.
(Zur Erinnerung: Die Fakultat ist n! = 1 · 2 · 3 · ... · n.)

Mathe 3 GF 03.01 Nr.1-6

68
3.2 Begriffe rund um die reellen Zahlenfolgen

Definition 3.7. (Monotonie, konstante und beschränkte Folgen)


Eine reelle Zahlenfolge (an ) = (a1 , a2 , a3 , ...) heisst

• monoton wachsend falls für alle n ∈ N gilt: an+1 ≥ an .

• streng monoton wachsend falls für alle n ∈ N gilt: an+1 > an .

• monoton fallend falls für alle n ∈ N gilt: an+1 ≤ an .

• streng monoton fallend falls für alle n ∈ N gilt: an+1 < an .

• konstant falls es eine Zahl c ∈ R gibt, so dass für alle n ∈ N gilt: an = c.

• nach oben beschränkt falls es eine Zahl M ∈ R gibt, so dass für alle n ∈ N gilt: an ≤ M .

• nach unten beschränkt falls es eine Zahl m ∈ R gibt, so dass für alle n ∈ N gilt: an ≥ m.

• beschränkt falls die Folge sowohl nach oben als auch nach unten beschränkt ist.

• unbeschränkt falls die Folge nicht nach oben oder nicht nach unten beschränkt ist.

• alternierend falls die Folge um 0 springt (für alle n ∈ N gilt: an > 0 ⇒ an+1 < 0 und an < 0 ⇒
an+1 > 0 und an 6= 0 ).

Dazu jeweils ein Beispiel:

• monoton wachsend (an ) = (−3, −3, −3, −2, −2, −1, 1, 2, 2...).

• streng monoton wachsend (an ) = (−2, −1.5, −1, −0.5, 0, 0.5, 1, 1.5, ...).

• monoton fallend (an ) = (3, 3, 3, 2, 2, 1, −1, −2, −2...).

• streng monoton fallend (an ) = (2, 1.5, 1, 0.5, 0, −0.5, −1, −1.5, ...).

• konstant (an ) = (7, 7, 7, 7, 7, ...).

• nach oben beschränkt (an ) = (−10, −5, −2.5, −1.25, −0.625, ...) mit M = 0.

• nach unten beschränkt (an ) = (1, 12 , 13 , 14 , ...).

• beschränkt (an ) = (1, − 21 , 14 , − 18 , 16


1
, ...) mit M = 1 und m = − 12 .

• unbeschränkt (an ) = (−1, 1, −2, 2, −3, 3, −4, 4, ...) die obere Schranke wäre ∞ und die untere
−∞, also gleich zwei Gründe weshalb die Folge unbeschränkt ist.

• alternierend (an ) = (−1, 1, −2, 2, −3, 3, −4, 4, ...)

69
Mathe 3 GF 03.02 Nr.1-4
Einer der bekanntesten Aufgabentypen ist das Suchen des kleinsten/grössten n ab welchem eine
vorgegebene Bedingung gilt. Ein Beispiel dazu:

Beispiel 3.8. Es sei an = 2n. Für welche n gilt an > 10. (n ∈ N)


Lsg:

an > 10
2n > 10 | : 2
n > 5

Die erste natürliche Zahl die (echt) grösser ist als 5 ist sechs. Von dieser an gilt die Ungleichung für
alle Zahlen, also ist L = {6, 7, 8, 9, 10, ...}.

Beispiel 3.9. Es sei xn = 0.9n . Gesucht ist das kleinste n ∈ N, so dass xn < 0.1.
Lsg:

xn < 0.1
0.9n < 0.1 | ln
ln(0.9n ) < ln(0.1) | 3.Logarithmengesetz
n ln(0.9) < ln(0.1) | : ln(0.9)
| {z }
<0
ln(0.1)
n > = 21.854 | aufrunden da „>“
ln(0.9)
nmin = 22

Mathe 3 GF 03.02 Nr5

3.3 Reihen

Eine erste Reihe haben wir bereits zu Beginn gesehen. Beim „Würfel stapeln“ war (ln ) die Folge der
Kantenlängen. Summiert man alle Längen bis und mit der n-ten so erhält man die Höhe nach dem
Aufstapeln des n-ten Würfels.

hn = l1 + l2 + ... + ln−1 + ln

Damit ist (hn ) die Teilsummenfolge von (ln ). Das Element hn heisst n-te (endliche) Reihe oder n-te
Partialsumme von (ln ). Wir werden später alle Längen zusammenzählen. Diese unendliche Summe
wäre dann „h∞ “ und heisst schlicht Reihe von (ln ).
Mathe 3 GF 03.02 Nr.6

70
Um diese Summen nicht immer ausschreiben zu müssen definiert man das Summenzeichen (und sehr
ähnlich das Produktzeichen).

Definition 3.10. (Summen- und Produktzeichen)


Seien m, n ∈ Z mit n ≤ m so ist
m
X
ak = an + an+1 + an+2 + ... + am
k=n
Ym
ak = an · an+1 · an+2 · ... · am
k=n

Hierbei heisst k Laufindex. Er nimmt alle natürlichen Zahlen aus der Menge {n, n + 1, ..., m − 1, m}
an.

Es gibt zwei wesentliche Aufgabentypen, die ich hier zeigen möchte:


P  P 
4 1 4 k .
Beispiel 3.11. (a) Man berechne k=1 k · i=2 2
(b) Man schreieb die Summe 9 + 16 + 25 + ... + 100 in einem Summenzeichen.

Lsg:
(a)
4 4
! !  
X 1 X
k 1 1 1 1  25 175
· 2 = + + + · 22 + 23 + 24 = · (28) =
k 1 2 3 4 12 3
k=1 i=2

(b) Die Summanden gehören zur Folge an = n2 . Aufsummiert werden die n zwischen 3 und 10. Damit
ist die gesuchte Summe:
10
X
n2
n=3

(Als Laufindex wählt man die Variable in der expliziten Definition)

Mathe 3 GF 03.02 Nr.7,8

Bemerkung 3.12. (TI-83)


Der Taschenrechner TI-83 beherrscht Folgen und Reihen - man kann Berechnungen anstellen und sich
die Folgen aufzeichnen lassen.

Dazu stellt man den Rechner in den „Folgemodus“: MODE → Seq


Nun kann man sich Folgen zeichnen lassen: Y= → u(n)= „explizite Formel angeben“ → TRACE
 (
OPS seq(Vorschrift(n),n,Grenze1 ,Grenze2 )

Und Berechnungen: 2nd → LIST cumSum(seq(Vorschrift(n),n,Grenze1 ,Grenze2 ))

MATH → sum(seq(Vorschrift(n),n,Grenze1 ,Grenze2 ))

71
Hierbei spuckt „seq()“ die Folge, „cumSum()“ die Teilsummenfolge von Grenze1 an gerechnet (bei den
klassenschen Teilsummen muss man Grenze1 =1 setzen) und „sum()“ die Summe Grenze
P 2
i=Grenze1 Vorschrift(n)
aus.
Man versuche dies doch kurz für Grenze1 = 2 und Grenze2 = 7 sowie Vorschrift(n)= 2n − 1, dann ist:

seq(Vorschrift(n),n,Grenze1 ,Grenze2 ) → (5, 7, 9, 11, 13, 15)


cumSum(seq(Vorschrift(n),n,Grenze1 ,Grenze2 )) → (5, 12, 21, 32, 45, 60)
sum(seq(Vorschrift(n),n,Grenze1 ,Grenze2 )) → 60

3.4 Arithmetische Folgen (AF) und Reihen

Folgen, in welchen benachbarte Glieder immer dieselbe Differenz haben (an+1 − an =const) sind
arithmetische Folge. Diese betrachten wir nun genauer.

Definition 3.13. (Arithmetische Folge)


Is bei einer reellen Zahlenfolge (an ) für alle n ∈ N die Differenz an+1 − an := d konstant, mit d 6= 0, so
heisst die Folge arithmetische Folge.

Lemma 3.14. In einer arithmetische Folge mit erstem Glied a1 und Differenz d kann man des n-te
Gleid folgendermassen berechnen:
an = a1 + (n − 1)d

Dies folgt daher, dass in jedem Schritt ein d hinzuaddiert wird, also fürd n-te Glied kommen zum a1
(n − 1)mal dies d hinzu.

Es gibt im Wesentlichen zwei Aufgabentypen:

Beispiel 3.15. (AF)


(a) Gib die ersten sechs Folgeglieder für die arithmetische Folge mit a2 = 2 und a5 = 8 an.
(b) Finde das Glied a12 für die arithmetische Folge mit a4 = 0 und d = − 21

Lsg: Es gibt verschiedene Lösungsstrategien. Ich verfolge die, erst a1 und d zu bestimmen um dann die
Formel zu benutzen.
(a) Man hat zwei Angaben, also zwei Gleichunge:

a2 = a1 + d = 2 ⇒ d = 2 − a1
a5 = a1 + 4d = 8 ⇒ a1 = 8 − 4d = 8 − 4(2 − a1 ) ⇒ 5a1 = 0 ⇒ a1 = 0 und d = 2

Eingesetz in die Formel an = a1 + (n − 1)d erhält man (an ) = (0, 2, 4, 6, 8, 10, ...).

72
(b) Auch hier berechne ich zuerst a1 .
 
1 3
a4 = a1 + 3 · − = 0 ⇒ a1 = 2
2

Damit kann man a12 berechnen:


3 11 8
a12 = a1 + 11d = − = − = −4
2 2 2
Mathe 3 GF 03.03 Nr.1

Es gibt eine Formel um die n-te Teilsumme einer arithmetischen Folge aus dem Wert d und dem
ersten Folgeglied a1 zu berechnen:

Pn Pn
sn = i=1 an = i=1 a1 + d · (n − 1), kann man schreiben:

sn = a1 + (a1 + d) + (a1 + 2d) + ... + (an − d) +an


sn = an + (an − d) + (an − 2d) + ... + (a1 + d) +a1 |Zeilen addieren

2 · sn = (a1 + an ) + (a1 + an ) + (a1 + an ) + ... + (a1 + an ) +(a1 + an )

Also erhält man


1 n n
sn = · n · (a1 + an ) = (a1 + (a1 + (n − 1)d)) = · (2a1 + (n − 1)d)
2 |{z} 2 2
an =a1 +(n−1)d
n(n − 1)
= n · a1 + · d.
2
Satz 3.16. (endliche Reihe zu einer arithmetischen Folge)
= 1n ai :
P
Ist (an ) eine arithmetische Folge mit an+1 − an = d so gilt für die n-te Teilsumme sn = i

1 n(n − 1)
sn = · n · (a1 + an ) = n · a1 + · d.
2 2

Beispiel 3.17. Finde die Summe aller natürlichen Zahlen die kleiner oder gleich 1000 sind.
Lsg: Die Summanden bilden die Folge an = n, und der Laufindex n läuft von 1 bis 1000, also ist die
gesuchte Summe s1000 .
Die beschriebene Folge ist eine arithmetische Folge mit d = 1 und a1 = 1, also ist die gesucht Summe
1000 · 999
s1000 = 1000 · 1 + · 1 = 5000 500
2
Mathe 3 GF 03.03 Nr.2

73
3.5 Geometrische Folgen (GF) und Reihen

Definition 3.18. (Geometrische Folgen)


an+1
Eine reelle Zahlenfolge (an ) bei welcher der Quotient an = q für alle n ∈ N konstant ist wobei
q∈
/ {0, 1} ist, heisst geometrische Folge.

Es gilt also an = q · an−1 . Demnach ist in expliziter Form: an = q n · Zahl.

a1 = q 1 · Zahl : ·q −1
a1 · q −1 = Zahl

an = a1 · q n−1

Dies ist die explizite Form der geometrischen Folge mit Startglied a1 und Quotient q.
Mathe 3 GF 03.03 Nr.3

Anwendungen Finanzmathe geometrisch/arithmetisch:

Mathe 3 GF 03.03 Nr.4,5

Auch hier gibts eine schöne Formel für die n-te Teilsumme.

Satz 3.19. (n-te geometrische Teilsumme)


an+1
Für eine geometrische Folge mit Anfangsglied a1 und Quotient q = an gilt für dessen n-te Teilsumme
sn = nk=1 ak
P
1 − qn qn − 1
s n = a1 = a1 .
1−q q−1
Beweis. Da sn = ni=1 an = ni=1 a1 · q n−1 , kann man schreiben:
P P

sn = a1 +(a1 · q) + (a1 · q 2 ) + ... + (a1 q n−1 ) | · −q


−q · sn = −(a1 · q) − (a1 · q 2 ) − ... − (a1 q n−1 ) − a1 q n |Zeilen addieren

(1 − q) · sn = a1 −a1 q n

Da (1 − q) 6= 0 ist (schliesslich darf nach Definition q nicht eins sein), kann man durch (1 − q) dividieren
und erhält
1 − qn qn − 1
s n = a1 = a1 .
1−q q−1


74
Viele geometrische Anwendungen findet man im Zusammnehang mit GF. So etwa:

Beispiel 3.20. (vonKochkurve)


E1 besteht aus vier Strecken der Länge 1.

(a) Gib die Länge von En , n ∈ N als Folge in expliziter sowie in rekursiver Darstellung an.
(b) Zeige dass für alle n ∈ R gilt, dass Länge(En+1 ) > Länge(En ) (die Folge also streng monoton
wachsend ist).
(c) Ab welchem k ist die Länge von Ek grösser als 99? Ist die Folge beschränkt?

Lsg:
(a) Länge(E1 ) = 4, das ist gegeben. Eine jede Strecke wird dreigeteilt (Länge 13 ), doch im E2 gibts nun
1 16
4 · 4 = 42 von denen. Also hat E2 die Länge 42 · 3 = 3 .
1 3
E3 besteht aus 43 Teilen jeweils der Länge 3 · 13 , also ist Länge(E3 ) 342 . Somit sieht man, dass:

4n 4 · Länge(En−1 )
Explizit: Länge(En ) = , Rekursiv: Länge(En ) = , Länge(E1 ) = 3
3n−1 3
(b) Man muss also zeigen, dass stets (also für alle n ∈ N) gilt:

an+1 > an | : an
|{z}
>0
an+1
> 1
an
4n+1 4 4n
3n 3 · 3n−1
4n = 4n > 1
3n−1 3n−1
4
3 4
= > 1
1 3

Da die letzte Gleichung stimmt ist also an+1 > an und damit die Folge monoton steigend.

75
(c)

4k
Länge(Ek ) = k−1 > 99
3
 k
4
4· > 99 | : 4
3
 k
4 99
> | ln
3 4
 k !  
4 99
ln > ln
3 4
99
      
4 99 4 ln 4
k · ln > ln | : ln ⇒ k> 4 = 11.154
3 4 3 ln 3
| {z }
>0

Ab k = 12 gilt also stets Länge(Ek ) > 99.

Beschränkt ist die Folge nicht. Zu jeder Zahl M ∈ R gibt es ein n0 , so dass an > M für alle n ≥ n0 .
Die Strecke wird also unendlich lang und ihre Länge ist also nach oben nicht beschränkt.

Mathe 3GF 03.03 Nr.6-12


Als Abschluss zu diesem ersten Teil einige weitere Übungen:
Mathe 3GF 03.04

Als Anwendung sehen wir nun die Finalzmathematik. Die folgenden Seiten können selbstständig
erarbeitet werden. In einem ersten Durchgang soll das Skript mit den integrierten Übungen und
anschliessend die zugehörigen Übungsblätter bearbeitet werden.

76
3.6 Finanzmathematik

Mit Hilfe der geometrischen Folgen und Reihen kann man einen Einstieg in die Finanzmathemaik
machen. Die Zinseszinsrechnung, Abschreibungen, Rentenrechnung und Annuitätentilgung sind Grundpfeiler
der Versicherungsmathematik.

Ein einführendes Beispiel

Beispiel 3.21. (Zinseszins seit Christi Geburt). Angenommen einer deiner Vorfahren hat zu Christi
Geburt einen Wert von einem Franken bei einer Bank zu einem Prozent Jahreszins angelegt, welches
wäre der Kontostand anfangs 2011 gewesen?

1
Nach einem Jahr hat man: Fr.1. − + · Fr.1.− = Fr.1.0100 = K1 .
|100 {z }
Zins
| {z }
1
Fr.1.−·(1+ 100 )
1
Nach zwei Jahren hat man: Fr.1.01 + · Fr.1.01 = Fr.1.0201 = K2 .
| 100
{z }
1 2
Fr.1.−·(1+ 100 )
1
Nach n Jahren hat man: Kn−1 + · Kn−1 = Kn , n ∈ N.
| 100
{z }
1 1 n
Kn−1 ·(1+ 100 )=Fr.1.−·(1+ 100 )
1 2011
= K2011 = Fr.4900 0970 714.10

Nach
| 2011
{z Jahren} hat man: Fr.1. − · 1 + 100
Anfangs 2011

Zu beachten ist, dass Kn das Kapital zu Beginn des n-ten Jahres angibt.

Ges: Welchen Zinssatz hätte der Vorfahre anstatt dem einen Prozent aushandeln müssen damit man
Anfangs 2011 Milliardär gewesen wäre?
Lsg:

K2011 = 1Mrd = Fr.109


 p 2011
Fr.1 · 1 + = Fr.109
100
 p 2011 Fr.109
1+ =
100 Fr.1.−
 p 2011 √
1+ = 109 2011 .

 100 p  √
2011
1+ = 109
100
 p  √
2011
 √
2011

= 109 − 1 ⇒ p = 109 − 1 · 100 = 1.036Prozent
100

1
3.6.1 Zinseszinsrechung

Ein einmalig angelegtes Kapital wirft Zins ab. Der Zins ist eine Leihgebühr welche derjenige, der das
Kapital überlässt von demjenige der es annimmt verlangt. Der Zins bezieht sich jeweils auf einen vorher
festgelegten Zeitraum (zum Beispiel Jahreszins). Dieses Kapital inklusive Zins wirft erneut Zins ab.

Beispiel 3.22. Am Endes des Jahres legt jemand Fr 4000.- für vier Jahre an. Die Bank gewährt einen
Zinssatz von fünf Prozent pro Jahr.

K0 = F r.40 000. − (Anfangskapital)

5 5
K1 = 40 000 + 40 000 · = 40 000 · (1 + ) = 40 200.−
100 100

5 2
 
0 0 5 0 5 0
K2 = 4 200 + 4 200 · = 4 200 · (1 + ) = 4 000 · 1 + = 40 410.−
100 100 100

5 3
 
K3 = 40 000 · 1 + = 40 630.50
100
 4
0 5
K4 = 4 000 · 1 + = 40 862.025
100

 n
5 
Kn = 40 000 · 1 +  = K0 · r
n

100
| {z }
:=r

In der Zinseszinsrechnung werden Kapitalbeträge durch geometrische Folgen beschrieben. Dabei ist

n die Anzahl der Zinsjahre, auch Laufzeit genannt


p der Zinssatz oder der Zinsfuss in Prozent
K0 das Anfangskapital, also das Kapital zum Zeitpunkt t = 0 oder der Barwert
p
r := (1 + ) der Aufzinsfaktor
100

Beispiel 3.23. Zu welchem Zinssatz müssen F r.30 325.29 für sieben Jahre angelegt werden, damit am
Ende des siebten Jahres F r.5000..− zur
q Verfügung stehen?
0 000
Lsg: 50 000.− = 30 325.29 · r7 ⇒ r = 7 305325.29 = 1.06 ⇒ p = 6 Prozent

2
Beispiel 3.24. Für einen Autokauf sollen in 5 Jahren F r.200 000.− zur Verfügung stehen. Welchen
Betrag müsste man dazu zu 7 Prozent anlegen?
200 000.−
Lsg: K0 · (1.07)5 = 200 000.− ⇒ K0 = 1.075
= 140 259.72

Beispiel 3.25. Wie lange müssen F r.60 808.24 zu 6.5 Prozent angelegt werden bis das Vermögen auf
F r.120 000.− angewachsen ist.
120 000.−
 
log10 60 808.24
Lsg: 1.065n · 60 808.24 = 120 000.− ⇒ n= log10 (1.065) =9

Mathe 3GF 03.05 Nr.1-7

Unterjährige Verzinsung

Bisher haben wir mit jährlichen Zinsen gerechnet. Im Alltag hat man aber häufig mit Quartals- oder
Monatszahlungen zu tun. So ist dies etwa beim Autoleasing oder beim Abzahlen eines teuren Fernsehens
im InterDiscount...
In diesem Zusammenhang kann man sich fragen welches eine gerechte Monatszahlung ist. Dem Zins
und Zinseszins muss Rechnung getragen werden.

Mathematisch ist die Zinseszinsrechnung stark mit Exponentialfunktionen gekoppelt. Die eulersche
Zahl e = 2.71828182846... erhält man bei sehr feiner Kapitalverzinsung mit einem Prozentsatz von
pneu = 100 Prozent.
Kn bezeichnet das Kapital nach n Verzinsungen.
Kapitalverzinsung erfolgt: Kapital nach einem Jahr
100 1
= K0 · (1 + 1)1 = K0 · 2

Jährlich: K1 = K0 · 1 + 100
100 2
2
= K0 · 1 + 12 = K0 · 2.25

Halbjährlich: K2 = K0 · 1 + 100·2
100 12 1 12
 
Monatlich: K12 = K0 · 1 + 100·12 = K0 · 1 + 12 = K0 · 2.61
100
360 1 360

Täglich: K360 = K0 · 1 + 100·360 = K0 · 1 + 360 = K · 2.7145
100
8640 1
8640 0
Stündlich: K8640 = K0 · 1 + 100·8640 = K0 ·  1 + 8640 = K0 · 2.7145
100 m 1 m

m-Mal jährlich: Km = K0 · 1 + 100·m = K0 · 1 + m , steigt mit wachsendem m

Erfolgen nun unedlich viele Verzinsungen (m → ∞) so hat sich nach einem Jahr das Anfangskatital
um den Faktor e = 2.71828182846... vervielfacht.
1 m

Man schreibt dann als Grenzwert: limm→∞ 1 + m =: e ≈ 2.71828.

Bemerkung 3.26. Es gibt andere Definitionen der eulerschen Zahl e. Eine weitere häufig bebrauchte
ist:

X 1 1 1 1 1 1 1
e := = + + + + ... = 1 + 1 + +
i! |{z}
0! 1! 2! 3! 2 6
i=0
:=1

3
n
Eine weitere wäre e := limm→∞ √
m
m!

Übrigens ist die eulersche Zahl nach einem


Schweizer benannt. Leonard Euler (1707-
1787) war Sohn eines Basler Pfarrers. Er
interessierte sich für Mathemtik (führte viele
Symbole wie π oder das Summenzeichen
ein) und Physik. Viele Formeln und eben
auch die eulersche Zahl sind nach ihm benannt.
Sein Antlitz zierte die 1976er (im Einsatz
bis 1995) 10er Note.

Definition 3.27. (Unterjährige Verzinsung)


Wird m-mal jährlich (m ∈ N) verzinst, mit einem Zinssatz von pJahr Prozent, so ist nach n-Jahren das
Kapital:
h pJahr i(m·n)
Kn = K0 · 1 +
100 · m
Wie im obigen Beispiel gesehen, ist Kn bei einem gewissen (konstanten) Jahreszinssatz grösser je
häufiger verzinst wird.

Hat man K0 = F r.100.− und pJahr = 5 Prozent Jahreszins mit Quartalsverzinsung so ist:

5 4
 
K1 = F r.100 · 1 + = F r.105.095
400
Hat man weiterhin K0 = F r.100.− und pJahr = 5 Prozent Jahreszins neu mit monatlicher Verzinsung
so ist:  12
5
K1 = F r.100 · 1 + = F r.105.116
1200
Fünf Prozent Zins bei Quartalverzinsung ist somit nicht das gleiche wie fünf Prozent bei monatlicher
Verzinsung. Um Vergleichen zu können braucht man den entsprechenden Jahreszins. Man rechnet also
aus, welchem wahren Jahreszins dies entspricht. Wir nennen diesen Jahreszins den effektiven Jahreszins.

Hat man K0 = F r.100.− und pm=4


Jahr = 5 Prozent Jahreszins mit Quartalsverzinsung so ist der
entsprechende effektive Jahreszins (siehe obige Rechnung) p = 5.095 Prozent.
Hat man K0 = F r.100.− und pm=12
Jahr = 5 Prozent Jahreszins mit monatlicher Verzinsung so ist der
entsprechende effektive Jahreszins (siehe obige Rechnung) p = 5.116 Prozent.

Bemerkung 3.28. (Jahreszins vs. Effektiver Jahreszins)


Ich bezeichne mit pm=m
Jahr den Jahreszins bei m-maliger Verzinsung - kurz (wenn m aus dem Kontext

4
 pJahr (m·n)
klar ist) pJahr . Hier gilt Kn = K0 · 1 + 100·m .
p n
Ich bezeichne mit p den effektiven Jahreszins. Für ihn gilt: Kn = K0 · 1 + 100 .

Bemerkung 3.29. (Stetige Verzinsung)


Die stetige Verzinsung ist der Grenzfall m → ∞. Berechnet man aus dem effektiven Jareszins pJahr das
für die Foreml nötige p durch
pJahr
K0 · (1 + ) = K0 · ek
100
pJahr
(1 + ) = ek | ln
100
pJahr
ln(1 + ) = ln(ek ) = k · ln(e)
100 | {z }
=1

pJahr
Mit k = ln(1 + 100 ) erhält man die stetige Verzinsung durch:

Kn = K0 · ek·n

Wobei K0 das Anfangskapitel, n die Anzahl Jahre (man kann beliebige positive reelle Zahlen einsetzen)
und Kn das Kapital nach n Jahren ist.
Die Zinseszinsrechnung ergibt im stetigen Fall folglich einem exponentiellen Wachstum.

Mathe 3GF 03.05 Nr.8-10

3.6.2 Rentenrechnung

In der Finanzmathematik werden jährlich (oder monatlich) gleich hohe Ein- oder Auszahlungen als
Rente bezeichnet. Solche Jahres-(bez. Monats)renten werden verzinst. Wichtig ist: Es gibt auch Renten,
die nicht mit der AHV oder allgemeinen Altersrücklagen verknüpft sind.

Beispiel 3.30. Man zahlt am Ende jeden Jarhres F r.1000.− auf ein Sparkonto ein um auf ein Auto
zu sparen. Der vereinbarte Zinssatz sei 4 Prozent. Wie hoch ist das Guthaben nach der sechsten
Einzahlung?
Die am Ende des ersten Jahres einbezahlten F r.1000.− werden fünmal verzinst, also wächst dieser
4 5

Anteil des Vermögens durch Verzinsung auf 1000 · 1 + 100 .
Die am Ende des zweiten Jahres einbezahlten F r.1000.− werden viermal verzinst, also wächst dieser
4 4

Anteil des Vermögens durch Verzinsung auf 1000 · 1 + 100 .
...
Die am Ende des sechten Jahres einbezahlten F r.1000.− werden am Ende des sechsten Jahres nicht
verzinst.

5
Der Betrag, der am Ende des sechten Jahres auf dem Konto liegt ist also:
6
4 i−1
X  
1000 · 1 + .
100
i=1

Da sich die Beträge der einzelnen Jahre „zu einer geometrischen Folge aufzinsen“, ist Kn nichts anderes
als das n-te endliche Reihe der geometrischen Folge mit Anfangsglied b = F r.1000.− und Quotient
r = 1.04. In diesem Fall ist n = 6, also
rn − 1 p 1.046 − 1
Kn = b · wobei r = 1 + . Im Beispiel K6 = 1000 = F r.60 632.98
r−1 100 1.04 − 1
Bemerkung 3.31. Mit monatliche Rente liesse sich sehr ähnlich rechnen wie mit jährlichen Renten,
die verstrichene Zeit zwischen zwei Aus- bez. Einzahlungen wäre dann aber ein Monat.

Definition 3.32. Diese eben betrachtete Rente heisst nachschüssig, da sowohl die Einzahlung als auch
die Berechnung des Endbetrages am Ende eines Jahres erfolgen. b ist der Betrag der regelmässigen
Zahlung, der über n Jahre bei einer Verzinsung mit p (in Prozent) ausgerichtet wird.

Definition 3.33. Bei vorschüssigen Jahresrente erfolgt die Einzahlung am Anfang des Jahres, der
Rentenwert (Kn ) wird aber weiterhin am Ende des Jahres berechnet.

Beispiel 3.34. Dieses Beispiel soll wie das vorangehende sein, doch die Einzahlungen sollen zu
Jahresbeginn erfolgen (vorschüssige Rente).
Man zahlt am Anfang jeden Jarhres F r.1000.− auf ein Sparkonto ein um auf ein Auto zu sparen. Der
vereinbarte Zinssatz sei 4 Prozent. Wie hoch ist das Guthaben nach sechs Jahren?
Die am Anfang des ersten Jahres einbezahlten F r.1000.− werden sechsmal verzinst, also wächst dieser
4 6

Anteil des Vermögens durch Verzinsung auf 1000 · 1 + 100 .
Die am Anfang des zweiten Jahres einbezahlten F r.1000.− werden fünfmal verzinst, also wächst dieser
4 5

Anteil des Vermögens durch Verzinsung auf 1000 · 1 + 100 .
...
Die am Anfang des sechten Jahres einbezahlten F r.1000.− werden am Ende des sechsten Jahres einmal
4 1

verzinst, also wächst dieser Anteil des Vermögens durch Verzinsung auf 1000 · 1 + 100 .

Der Betrag der am Ende des sechten Jahres auf dem Konto liegt ist also:
6 6
4 i−1 X 4 i
X    
r· 1000 · 1 + = 1000 · 1 +
100 100
i=1 i=1

Da sich die Beträge der einzelnen Jahre „zu einer geometrischen Folge aufzinsen“, ist Kn nichts anderes
als das n-te endliche Reihe der geometrischen Folge mit Anfangsglied b · r = F r.10 000 · 1 + 100
4

und
Quotient r = 1.04. In diesem Fall ist n = 6, also
rn − 1 p 1.046 − 1
Kn = b · r · wobei r = 1 + . Im Beispiel K6 = 1000 · 1.04 = F r.60 898.29
r−1 100 1.04 − 1

6
Schliesslich noch ein letzer Begriff vor den Aufgaben zu diesem Kapitel, derjenige des Barwertes.

Definition 3.35. (Barwert einer Rente bezüglich eines Zeitpunktes t0 )


Der Barwert einer Rente bezüglich eines Zeitpunktes t0 ist der Wert der Summe aller Renten jeweils
zurückgezinst auf den Zeitpunkt t0 = 0Jahren (wird definiert).

Beispiel 3.36. Ein Unternehmer hat sich das Recht auf eine 15-jährige vorschüssige Rente von jährlich
F r.50 000.− erworben. Er entscheidet sich um und möchte den Wert der Rente lieber sofort auszahlen
lassen. Welches ist der gerechte Auszahlungsbetrag wenn der Rechnung ein Zinssatz von 5 Prozent
zugrunde gelegt werden soll?
1.0515 −1
Lsg: Wert der Rente am Ende der Laufzeit der Rente (in 15 Jahren): K15 = 50 000 · 1.05 · 1.05−1
15 −1
K15 5000·1.05· 1.05
Wert der Rente heute (zurückzinsen): K0 = 1.0515
= 1.0515
1.05−1
= 540 493.20

Beispiel 3.37. Aus einem Lottogewinn werden F r.1000 000.− zu 6.5 Prozent am Jahresanfang so
angelegt, dass am Ende eines jeden Jahres eine Rente ausgeschüttet wird. Die Rente soll 20 Jahre lang
laufen, dann soll das Kapital aufgebraucht sein. Welche Rente wird jährlich ausbezahlt?
Lsg: Vergleicht man zwei Werte, so muss man (wegen der Verzinsung) dies immer zu demselben
Zeitpunkt tun.
1.06520 − 1
K20 = |1000 000{z· 1.06520} = b ·
aufgezinst | 1.065{z − 1 }
Wert der Rente
1000 000·1.06520 ·(1.065−1)
b= 1.06520 −1
= 90 075.64

Beispiel 3.38. Der Lottogewinner legt weitere F r.1000 000.− zum Prozentsatz von 6.5 Prozent an.
Aus ihnen entnimmt er jährlich nachschüssig F r.150 000.−. Wie lange dauert es bis dieses Vermögen
aufgebraucht ist?
Lsg:

1.065n − 1
Kn = 1000 000 · 1.065n = 150 000 ·
1.065 − 1
1.065n − 1
1000 000 · 1.065n − 150 000 · = 0
1.065 − 1
150 000
 
log10 0
15 000
0.065

0.065
−1000 000
n = ≈9
log10 (1.065)

Bemerkung 3.39. (Unterjährige Rente)


Falls man m-mal jährlich während n Jahren den Betrag b einzahlt so hat man nach dieser Zeit den

7
Betrag Kn auf dem Konto mit
 p n·m
b · ( m·100
1− 1+ Jahr )
 pJahr
1−(1+ m·100
nachschüssig
Kn = )
pJahr n·m
 1−(1+ m·100
p
b · 1 + m·100 ·
Jahr )

pJahr
1−(1+ m·100
vorschüssig
)
Bemerkung 3.40. (Effektiver Jahreszins)
Nach Aufagbenstellung kann es sein, dass pm
Jahre aus dem effektiven Jahreszins p berechnet werden
muss. Ist etwa der effektive Jahreszins p = 8% und die Verzinsung monatlich, so gilt:
12
p12

p Jahre
1+ = 1+
| {z100} 12 · 100
| {z }
Jahreszinsfaktor Zinsfaktor für ein Jahr Zinsen mit Monatszins
p12
r
p
1 + Jahre = 12
1+
10 200 100
r
p
12 12
pJahre = ( 1 + − 1) · 10 200 = 7.7208
100
Somit muss bei einem effektiven Jahreszins von 8 Prozent mit einnem p12
Jahre von 7.7208 gerechnet
werden.

Beispiel 3.41. (Monatsrente)


In einem Spiel gewinnt man am 1. März 2012 eine nachschüssige monatliche Rente mit b = F r.50 000.−
welche während 20 Jahren ausgezahlt werden soll. Welches ist der Wert dieser Rente am 1. März 2012?
(effektiver Jahreszins p = 2)
Lsg: Erst braucht man den Prozentsatz pJahr für m = 12:
 
2  pJahr 12
K0 · 1 + = K0 · 1 +
100 1200
 
2  pJahr 12
1+ = 1+
100 1200
s 
2
pJahr = 1200 · ( 12 1 + − 1) = 1.9819
100
Nun berechnet man den Wert der Rente nach 20 Jahren (K20 ) und zinst dies 20 Jahre zurück um den
aktuellen Wert zu erhalten:
20·12
−20 0 1 − 1 + 1.9819
K20 · 1.02 = 5 000 · 1200  · 1.02−20
1 − 1 + 1.9819
1200
= 10 4710 157.96 · 1.02−20
= F r.9900 047.13

Mathe 3GF 03.06 Nr.1-10

8
3.6.3 Annuitätentilgung

In diesem Abschnitt geht es um die Darlehensrückzahlung (Schuldentilgung). Die Rückzahlung eines


Darlehens wird meist auf mehrere Jahre aufgeteilt. Dabei wird am Ende eines jeden Jahres eine gleich
grosse Rate zurückgezahlt. Diese Rate enthält die Tilgung und den Zins. Da die Rate auch Annuität
heisst, heisst die Darlehensrückzahlung auch Annuitätentilgung.
Wie eben beschrieben entspricht die Annuität einer nachschüssigen Rente.

Beispiel 3.42. Um sein Unternehmen ausbauen zu können erhält Herr Meier von seiner Bank ein
Darlehen von F r.1500 000.−, das mit 9 Prozent verzinst wird. Für die jährliche Annuität werden
F r.330 438.− vereinbart. Es wird ein Tilgungsplan für die ersten sechs Jahre erstellt.

Tilgungsplan

Jahr Restschuld am Zinsen Annuität Tilgung Restschuld am


Anfang des Jahres Ende des Jahres
9
1 K0 = z1 = K0 · 100 = b= t1 = b − z1 = K1 = K0 + z1 − b=
150’000.- 13’500.- 33’438.- 19’938.- 130’062.-
9
2 K1 = z2 = K1 · 100 = b= t2 = b − z2 = K2 = K1 + z2 − b=
130’062.- 11’705.58 33’438.- 21’732.42 108’329.58
9
3 K2 = z3 = K2 · 100 = b= t3 = b − z3 = K3 = K2 + z3 − b=
108’329.58 9’749.66 33’438.- 23’688.34 84’641.24
9
4 K3 = z4 = K3 · 100 = b= t4 = b − z4 = K4 = K3 + z4 − b=
84’641.24 7’617.71 33’438.- 25’820.29 58’820.95
9
5 K4 = z5 = K4 · 100 = b= t5 = b − z5 = K5 = K4 + z5 − b=
58’820.95 5’293.89 33’438.- 28’144.11 30’676.84
9
6 K5 = z6 = K5 · 100 = b= t6 = b − z6 = K6 = K5 + z6 − b=
30’676.84 2’760.92 33’438.- 30’677.08 0.24 ≈ 0

Die gleich bleibende Annuität ist die Summe der Zinsen und der Tilgung im n-ten Jahr. Der Tilgungsanteil
verringert die zu verzinsende Restschuld. Dadurch fallen die Zinsen im darauffolgenden Jahr geringer
aus, die Tilgung steigt um die Zinsersparnis.
Da die Rückzahlung einer nachschüssigen Rente gleichkommt gilt jeweils die Formel:
p nSchluss
1 + 100 −1  p nSchluss
b· p  = K0 · 1 + ,
1 + 100 −1 |{z} 100
| {z } Anfangsschuld
nachschüssige Rente

wobei nSchluss die Zeit ist, bis die Schuld getilgt ist (KnSchluss = 0).

Beispiel 3.43. Ein Investor meint, aus seinem Ertrag 10 Jahre lang jährlich F r.1000 000.− für die
Rückzahlung eines geplanten Investitionsdarlehens aufbringen zu können. Wie hoch darf das Darlehen
sein, wenn der Investor mit einem Zinssatz von 8.25 Prozent rechnet?

9
1.082510 − 1
Lsg: K0 · 1.082510 = 1000 000 · ⇒ K0 = 6630 507.07
| {z } 1.0825 − 1
Aufgezinstes Darlehen | {z }
Annuitätentilgung

Beispiel 3.44. Für die Renovierung eines Mietshauses benötigt Herr Schulze ein Darlehen von F r.4000 000.−,
das er zu einem Zinssatz von 10.5 Prozent erhält. Wie hoch muss die Annuität angesetzt werden, wenn
das Darlehen innerhalb von 12 Jahren zurückgezahlt werden soll?
12−1
Lsg: 4000 000 · 1.10512 = b 1.105 0
1.105−1 ⇒ b = 60 150.70

Beispiel 3.45. Frau Haupt möchte für den Kauf einer Eigentumswohnung bei ihrem Kreditinstitut
ein Darlehen in der Höhe von F r.2000 000.− mit einer langen Laufzeit aufnehmen. Sie erhält folgendes
Angebot: Bei einem Zinssatz von 8 Prozent, die Annuität enspricht den Zinsen des ersten Jahres und
einem Prozent der Anfangsschuld. Wie lange dauert es bis das Darlehen zurückgezahlt ist?
Lsg:

8 1
b = 2000 000 · ( + ) = 180 000. −
100 100
1.08n − 1
2000 000 · 1.08n = 180 000 ·
 1.080 − 1 
18 000.−
log10 0.08
0 000
2000 000− 180.08
n = = 28.55
log10 1.08

Mathe 3GF 03.07 Nr.1-6

3.6.4 Abschreibungen

Anlagen, Maschinen, Fahrzeuge, Immobilien,... verlieren mit der Zeit an Wert. Diese Wertminderungen
müssen durch den Kauf neuer Anlagen ausgeglichen werden. Diese Aufwendungen werden als Abschreibungen
erfasst.
Die Höhe der Abschreibung ist proportional zur Höhe der Anschaffungskosten (Nettopreis und Beschaffungskosten).
Weiter gehört zu jeder Abschreibung ein (jährlicher) Abschreibungsprozentsatz.
Man unterscheidet zwischen linearer und degressiver Abschreibung. Bei der linearen Abschreibung
bezieht sich der Abschreibungsprozentsatz auf die Anschaffungskosten. Die Abschreibung ist also
konstant und nach einer gewissen Zeit ist die Anlage vollkommen abgeschrieben.

Beispiel 3.46. Soll eine Anlage in 5 Jahren abgeschrieben sein, und soll linear abgeschrieben werden, so
100 Prozent
muss der Abschreibungsprozentsatz 5 = 20 Prozent und der Abschreibungsbetrag 20 Prozent
des Anschaffungspreises betragen.

10
Bei der degressiven Abschreibung bezieht sich der Prozentsatz auf den Buchwert der Wirtschaftsgüter
(also des Wertes nach den bereits getätigten Abschreibungen). Der Abschreibungsbetrag wird also von
Jahr zu Jahr kleiner.

Beispiel 3.47. Die Anschaffungskosten einer Anlage betragen F r.4200 000.−. Die Anlage wird mit
einem Abschreibungssatz von 25 Prozent degressiv abgeschrieben.
Der Anschaffungswert wird mit K0 bezeichnet. Kn sei der Buchwert nach n Jahren.

K0 = F r.4200 000.−
K1 = (1 − 0.25) · K0 = F r.3150 000. −
K2 = (1 − 0.25) · K1 = (1 − 0.25)2 · K0 = F r.2360 000. −
K3 = (1 − 0.25) · K2 = (1 − 0.25)3 · K0 = F r.1170 187.50

Kn = (1 − 0.25) · Kn−1 = (1 − 0.25)n K0 n ∈ N

Damit sind die Restbuchwerte die Glieder der geometrischen Folge mit 0-tem Glied K0 . und dem
p
Faktor q = 1 − 100 = 0.75. Also lässt sich der Restbuchwert nach n Jahren berechnen als
 p n
Kn = K0 · 1 − , n∈N
100
Der Abschreibungswert an ist derjenige Betrag, der am Ende des n-ten Jahres abgeschrieben wird. Er
berechnet sich als

an = |Kn − Kn−1 |
p
= Kn−1
100
p  p n−1
= K0 · 1 − n∈N
100 100
Mathe 3GF 03.07 Nr7-11

An dieser Stelle soll schliesslich das zugehörige Abschlussblatt gelöst werden:


Mathe 3GF 03.08

Es folgt die Version des Skripts “Fiananzmathematik ohne Lösungen.

11
3.7 Finanzmathematik

Mit Hilfe der geometrischen Folgen und Reihen kann man einen Einstieg in die Finanzmathemaik
machen. Die Zinseszinsrechnung, Abschreibungen, Rentenrechnung und Annuitätentilgung sind Grundpfeiler
der Versicherungsmathematik.

Ein einführendes Beispiel

Beispiel 3.48. (Zinseszins seit Christi Geburt). Angenommen einer deiner Vorfahren hat zu Christi
Geburt einen Wert von einem Franken bei einer Bank zu einem Prozent Jahreszins angelegt, welches
wäre der Kontostand anfangs 2011 gewesen?

1
Nach einem Jahr hat man: Fr.1. − + · Fr.1.− = Fr.1.0100 = K1 .
|100 {z }
Zins
| {z }
1
Fr.1.−·(1+ 100 )
1
Nach zwei Jahren hat man: Fr.1.01 + · Fr.1.01 = Fr.1.0201 = K2 .
| 100
{z }
1 2
Fr.1.−·(1+ 100 )
1
Nach n Jahren hat man: Kn−1 + · Kn−1 = Kn , n ∈ N.
| 100
{z }
1 1 n
Kn−1 ·(1+ 100 )=Fr.1.−·(1+ 100 )
1 2011
= K2011 = Fr.4900 0970 714.10

Nach
| 2011
{z Jahren} hat man: Fr.1. − · 1 + 100
Anfangs 2011

Zu beachten ist, dass Kn das Kapital zu Beginn des n-ten Jahres angibt.

Ges: Welchen Zinssatz hätte der Vorfahre anstatt dem einen Prozent aushandeln müssen damit man
Anfangs 2011 Milliardär gewesen wäre?
Lsg:

K2011 = 1Mrd = Fr.109


 p 2011
Fr.1 · 1 + = Fr.109
100
 p 2011 Fr.109
1+ =
100 Fr.1.−
 p 2011 √
1+ = 109 2011 .
100
 p  √
2011
1+ = 109
100
 p  √
2011
 √
2011

= 109 − 1 ⇒ p = 109 − 1 · 100 = 1.036Prozent
100

1
3.7.1 Zinseszinsrechung

Ein einmalig angelegtes Kapital wirft Zins ab. Der Zins ist eine Leihgebühr welche derjenige, der das
Kapital überlässt von demjenige der es annimmt verlangt. Der Zins bezieht sich jeweils auf einen vorher
festgelegten Zeitraum (zum Beispiel Jahreszins). Dieses Kapital inklusive Zins wirft erneut Zins ab.

Beispiel 3.49. Am Endes des Jahres legt jemand Fr 4000.- für vier Jahre an. Die Bank gewährt einen
Zinssatz von fünf Prozent pro Jahr.

K0 = F r.40 000. − (Anfangskapital)

K1 = ..........................................................................................................

K2 = ..........................................................................................................

K3 = ..........................................................................................................

K4 = ..........................................................................................................

Kn = ..........................................................................................................

In der Zinseszinsrechnung werden Kapitalbeträge durch geometrische Folgen beschrieben. Dabei ist

n die Anzahl der Zinsjahre, auch Laufzeit genannt


p der Zinssatz oder der Zinsfuss in Prozent
K0 das Anfangskapital, also das Kapital zum Zeitpunkt t = 0 oder der Barwert
p
r := (1 + ) der Aufzinsfaktor
100

Beispiel 3.50. Zu welchem Zinssatz müssen F r.30 325.29 für sieben Jahre angelegt werden, damit am
Ende des siebten Jahres F r.5000..− zur Verfügung stehen?
Res: 6 Prozent

Beispiel 3.51. Für einen Autokauf sollen in 5 Jahren F r.200 000.− zur Verfügung stehen. Welchen
Betrag müsste man dazu zu 7 Prozent anlegen?
Res: F r.140 259.72

2
Beispiel 3.52. Wie lange müssen F r.60 808.24 zu 6.5 Prozent angelegt werden bis das Vermögen auf
F r.120 000.− angewachsen ist.
Res: 9 Jahre

Mathe 3GF 03.05 Nr.1-7

Unterjährige Verzinsung

Bisher haben wir mit jährlichen Zinsen gerechnet. Im Alltag hat man aber häufig mit Quartals-
oder Monatszahlungen zu tun. So ist dies etwa beim Autoleasing oder beim Abzahlen eines teuren
Fernsehens im InterDiscount...
In diesem Zusammenhang kann man sich fragen welches eine gerechte Monatszahlung ist. Dem Zins
und Zinseszins muss Rechnung getragen werden.

Mathematisch ist die Zinseszinsrechnung stark mit Exponentialfunktionen gekoppelt. Die eulersche
Zahl e = 2.71828182846... erhält man bei sehr feiner Kapitalverzinsung mit einem Prozentsatz von
pneu = 100 Prozent.
Kn bezeichnet das Kapital nach n Verzinsungen.
Kapitalverzinsung erfolgt: Kapital nach einem Jahr
100 1
= K0 · (1 + 1)1 = K0 · 2

Jährlich: K1 = K0 · 1 + 100
100 2 2
= K0 · 1 + 12 = K0 · 2.25

Halbjährlich: K2 = K0 · 1 + 100·2
100 12 1 12
 
Monatlich: K12 = K0 · 1 + 100·12 = K0 · 1 + 12 = K0 · 2.61
100
360 1 360

Täglich: K360 = K0 · 1 + 100·360 = K0 · 1 + 360 = K · 2.7145
100
8640 1
8640 0
Stündlich: K8640 = K0 · 1 + 100·8640 = K0 ·  1 + 8640 = K0 · 2.7145
100 m 1 m

m-Mal jährlich: Km = K0 · 1 + 100·m = K0 · 1 + m , steigt mit wachsendem m

Erfolgen nun unedlich viele Verzinsungen (m → ∞) so hat sich nach einem Jahr das Anfangskatital
um den Faktor e = 2.71828182846... vervielfacht.
1 m

Man schreibt dann als Grenzwert: limm→∞ 1 + m =: e ≈ 2.71828.

Bemerkung 3.53. Es gibt andere Definitionen der eulerschen Zahl e. Eine weitere häufig bebrauchte
ist:

X 1 1 1 1 1 1 1
e := = + + + + ... = 1 + 1 + +
i! |{z}
0! 1! 2! 3! 2 6
i=0
:=1
Eine weitere wäre e := limm→∞ m√nm!

3
Übrigens ist die eulersche Zahl nach einem Schweizer benannt. Leonard Euler (1707-1787) war Sohn
eines Basler Pfarrers. Er interessierte sich für Mathemtik (führte viele Symbole wie π oder das
Summenzeichen ein) und Physik. Viele Formeln und eben auch die eulersche Zahl sind nach ihm
benannt. Sein Antlitz zierte die 1976er (im Einsatz bis 1995) 10er Note.

Definition 3.54. (Unterjährige Verzinsung)


Wird m-mal jährlich (m ∈ N) verzinst, mit einem Zinssatz von pJahr Prozent, so ist nach n-Jahren das
Kapital:
h pJahr i(m·n)
Kn = K0 · 1 +
100 · m
Wie im obigen Beispiel gesehen, ist Kn bei einem gewissen (konstanten) Jahreszinssatz grösser je
häufiger verzinst wird.

Hat man K0 = F r.100.− und pJahr = 5 Prozent Jahreszins mit Quartalsverzinsung so ist:

5 4
 
K1 = F r.100 · 1 + = F r.105.095
400
Hat man weiterhin K0 = F r.100.− und pJahr = 5 Prozent Jahreszins neu mit monatlicher Verzinsung
so ist:  12
5
K1 = F r.100 · 1 + = F r.105.116
1200
Fünf Prozent Zins bei Quartalverzinsung ist somit nicht das gleiche wie fünf Prozent bei monatlicher
Verzinsung. Um Vergleichen zu können braucht man den entsprechenden Jahreszins. Man
rechnet also aus, welchem wahren Jahreszins dies entspricht. Wir nennen diesen Jahreszins den
effektiven Jahreszins.

Hat man K0 = F r.100.− und pm=4


Jahr = 5 Prozent Jahreszins mit Quartalsverzinsung so ist der
entsprechende effektive Jahreszins (siehe obige Rechnung) p = 5.095 Prozent.
Hat man K0 = F r.100.− und pm=12
Jahr = 5 Prozent Jahreszins mit monatlicher Verzinsung so ist der
entsprechende effektive Jahreszins (siehe obige Rechnung) p = 5.116 Prozent.

Bemerkung 3.55. (Jahreszins vs. Effektiver Jahreszins)


Ich bezeichne mit pm=m Jahr den Jahreszins bei m-maliger Verzinsung - kurz (wenn m aus dem Kontext
 pJahr (m·n)
klar ist) pJahr . Hier gilt Kn = K0 · 1 + 100·m .
p n
Ich bezeichne mit p den effektiven Jahreszins. Für ihn gilt: Kn = K0 · 1 + 100 .

Bemerkung 3.56. (Stetige Verzinsung)


Die stetige Verzinsung ist der Grenzfall m → ∞. Berechnet man aus dem effektiven Jareszins pJahr das

4
für die Foreml nötige p durch
pJahr
K0 · (1 + ) = K0 · ek
100
pJahr
(1 + ) = ek | ln
100
pJahr
ln(1 + ) = ln(ek ) = k · ln(e)
100 | {z }
=1

pJahr
Mit k = ln(1 + 100 ) erhält man die stetige Verzinsung durch:

Kn = K0 · ek·n

Wobei K0 das Anfangskapitel, n die Anzahl Jahre (man kann beliebige positive reelle Zahlen einsetzen)
und Kn das Kapital nach n Jahren ist.
Die Zinseszinsrechnung ergibt im stetigen Fall folglich einem exponentiellen Wachstum.

Mathe 3GF 03.05 Nr.8-10

3.7.2 Rentenrechnung

In der Finanzmathematik werden jährlich (oder monatlich) gleich hohe Ein- oder Auszahlungen als
Rente bezeichnet. Solche Jahres-(bez. Monats)renten werden verzinst. Wichtig ist: Es gibt auch Renten,
die nicht mit der AHV oder allgemeinen Altersrücklagen verknüpft sind.

Beispiel 3.57. Man zahlt am Ende jeden Jarhres F r.1000.− auf ein Sparkonto ein um auf ein Auto
zu sparen. Der vereinbarte Zinssatz sei 4 Prozent. Wie hoch ist das Guthaben nach der sechsten
Einzahlung?
Die am Ende des ersten Jahres einbezahlten F r.1000.− werden fünmal verzinst, also wächst dieser
4 5

Anteil des Vermögens durch Verzinsung auf 1000 · 1 + 100 .
Die am Ende des zweiten Jahres einbezahlten F r.1000.− werden viermal verzinst, also wächst dieser
4 4

Anteil des Vermögens durch Verzinsung auf 1000 · 1 + 100 .
...
Die am Ende des sechten Jahres einbezahlten F r.1000.− werden am Ende des sechsten Jahres nicht
verzinst.

Der Betrag, der am Ende des sechten Jahres auf dem Konto liegt ist also:
6  i−1
X 4
1000 · 1 + .
100
i=1

5
Da sich die Beträge der einzelnen Jahre „zu einer geometrischen Folge aufzinsen“, ist Kn nichts anderes
als das n-te endliche Reihe der geometrischen Folge mit Anfangsglied b = F r.1000.− und Quotient
r = 1.04. In diesem Fall ist n = 6, also

rn − 1 p 1.046 − 1
Kn = b · wobei r = 1 + . Im Beispiel K6 = 1000 = F r.60 632.98
r−1 100 1.04 − 1
Bemerkung 3.58. Mit monatliche Rente liesse sich sehr ähnlich rechnen wie mit jährlichen Renten,
die verstrichene Zeit zwischen zwei Aus- bez. Einzahlungen wäre dann aber ein Monat.

Definition 3.59. Diese eben betrachtete Rente heisst nachschüssig, da sowohl die Einzahlung als auch
die Berechnung des Endbetrages am Ende eines Jahres erfolgen. b ist der Betrag der regelmässigen
Zahlung, der über n Jahre bei einer Verzinsung mit p (in Prozent) ausgerichtet wird.

Definition 3.60. Bei vorschüssigen Jahresrente erfolgt die Einzahlung am Anfang des Jahres, der
Rentenwert (Kn ) wird aber weiterhin am Ende des Jahres berechnet.

Beispiel 3.61. Dieses Beispiel soll wie das vorangehende sein, doch die Einzahlungen sollen zu
Jahresbeginn erfolgen (vorschüssige Rente).
Man zahlt am Anfang jeden Jarhres F r.1000.− auf ein Sparkonto ein um auf ein Auto zu sparen. Der
vereinbarte Zinssatz sei 4 Prozent. Wie hoch ist das Guthaben nach sechs Jahren?
Die am Anfang des ersten Jahres einbezahlten F r.1000.− werden sechsmal verzinst, also wächst dieser
4 6

Anteil des Vermögens durch Verzinsung auf 1000 · 1 + 100 .
Die am Anfang des zweiten Jahres einbezahlten F r.1000.− werden fünfmal verzinst, also wächst dieser
4 5

Anteil des Vermögens durch Verzinsung auf 1000 · 1 + 100 .
...
Die am Anfang des sechten Jahres einbezahlten F r.1000.− werden am Ende des sechsten Jahres einmal
4 1

verzinst, also wächst dieser Anteil des Vermögens durch Verzinsung auf 1000 · 1 + 100 .

Der Betrag der am Ende des sechten Jahres auf dem Konto liegt ist also:
6 6
4 i−1 X 4 i
X    
r· 1000 · 1 + = 1000 · 1 +
100 100
i=1 i=1

Da sich die Beträge der einzelnen Jahre „zu einer geometrischen Folge aufzinsen“, ist Kn nichts anderes
als das n-te endliche Reihe der geometrischen Folge mit Anfangsglied b · r = F r.10 000 · 1 + 100
4

und
Quotient r = 1.04. In diesem Fall ist n = 6, also

rn − 1 p 1.046 − 1
Kn = b · r · wobei r = 1 + . Im Beispiel K6 = 1000 · 1.04 = F r.60 898.29
r−1 100 1.04 − 1
Schliesslich noch ein letzer Begriff vor den Aufgaben zu diesem Kapitel, derjenige des Barwertes.

6
Definition 3.62. (Barwert einer Rente bezüglich eines Zeitpunktes t0 )
Der Barwert einer Rente bezüglich eines Zeitpunktes t0 ist der Wert der Summe aller Renten jeweils
zurückgezinst auf den Zeitpunkt t0 = 0Jahren (wird definiert).

Beispiel 3.63. Ein Unternehmer hat sich das Recht auf eine 15-jährige vorschüssige Rente von jährlich
F r.50 000.− erworben. Er entscheidet sich um und möchte den Wert der Rente lieber sofort auszahlen
lassen. Welches ist der gerechte Auszahlungsbetrag wenn der Rechnung ein Zinssatz von 5 Prozent
zugrunde gelegt werden soll?
Res: F r.540 493.20

Beispiel 3.64. Aus einem Lottogewinn werden F r.1000 000.− zu 6.5 Prozent am Jahresanfang so
angelegt, dass am Ende eines jeden Jahres eine Rente ausgeschüttet wird. Die Rente soll 20 Jahre lang
laufen, dann soll das Kapital aufgebraucht sein. Welche Rente wird jährlich ausbezahlt?
Res: F r.90 075.64

Beispiel 3.65. Der Lottogewinner legt weitere F r.1000 000.− zum Prozentsatz von 6.5 Prozent an.
Aus ihnen entnimmt er jährlich nachschüssig F r.150 000.−. Wie lange dauert es bis dieses Vermögen
aufgebraucht ist?
Res: 9 Jahre

Bemerkung 3.66. (Unterjährige Rente)


Falls man m-mal jährlich während n Jahren den Betrag b einzahlt so hat man nach dieser Zeit den
Betrag Kn auf dem Konto mit
 p n·m
b · ( m·100
1− 1+ Jahr )
 pJahr
1−(1+ m·100 )
nachschüssig
Kn = pJahr n·m
pJahr  1−(1+ m·100 )
b · 1 + m·100
 · 1− 1+ pJahr vorschüssig
( m·100 )

Bemerkung 3.67. (Effektiver Jahreszins)


Nach Aufagbenstellung kann es sein, dass pm
Jahre aus dem effektiven Jahreszins p berechnet werden
muss. Ist etwa der effektive Jahreszins p = 8% und die Verzinsung monatlich, so gilt:
12
p12

p Jahre
1+ = 1+
| {z100} 12 · 100
| {z }
Jahreszinsfaktor Zinsfaktor für ein Jahr Zinsen mit Monatszins
p12
r
Jahre 12
p
1+ = 1+
10 200 100
r
p
p12
Jahre = ( 12 1 + − 1) · 10 200 = 7.7208
100

Somit muss bei einem effektiven Jahreszins von 8 Prozent mit einnem p12
Jahre von 7.7208 gerechnet
werden.

7
Beispiel 3.68. (Monatsrente)
In einem Spiel gewinnt man am 1. März 2012 eine nachschüssige monatliche Rente mit b = F r.50 000.−
, welche während 20 Jahren ausgezahlt werden soll. Welches ist der Wert dieser Rente am 1. März
2012? (effektiver Jahreszins p = 2)
Res: F r.9900 047.13

Mathe 3GF 03.06 Nr.1-10

3.7.3 Annuitätentilgung

In diesem Abschnitt geht es um die Darlehensrückzahlung (Schuldentilgung). Die Rückzahlung eines


Darlehens wird meist auf mehrere Jahre aufgeteilt. Dabei wird am Ende eines jeden Jahres eine gleich
grosse Rate zurückgezahlt. Diese Rate enthält die Tilgung und den Zins. Da die Rate auch Annuität
heisst, heisst die Darlehensrückzahlung auch Annuitätentilgung.
Wie eben beschrieben entspricht die Annuität einer nachschüssigen Rente.

Beispiel 3.69. Um sein Unternehmen ausbauen zu können erhält Herr Meier von seiner Bank ein
Darlehen von F r.1500 000.−, das mit 9 Prozent verzinst wird. Für die jährliche Annuität werden
F r.330 438.− vereinbart. Es wird ein Tilgungsplan für die ersten sechs Jahre erstellt.

Tilgungsplan
Jahr Restschuld am Zinsen Annuität Tilgung Restschuld am
Anfang des Jahres Ende des Jahres
1
150’000.- 13’500.- 33’438.- 19’938.- 130’062.-
2
130’062.- 11’705.58 33’438.- 21’732.42 108’329.58
3
108’329.58 9’749.66 33’438.- 23’688.34 84’641.24
4
84’641.24 7’617.71 33’438.- 25’820.29 58’820.95
5
58’820.95 5’293.89 33’438.- 28’144.11 30’676.84
6
30’676.84 2’760.92 33’438.- 30’677.08 0.24 ≈ 0

Die gleich bleibende Annuität ist die Summe der Zinsen und der Tilgung im n-ten Jahr. Der Tilgungsanteil
verringert die zu verzinsende Restschuld. Dadurch fallen die Zinsen im darauffolgenden Jahr geringer
aus, die Tilgung steigt um die Zinsersparnis.
Da die Rückzahlung einer nachschüssigen Rente gleichkommt gilt jeweils die Formel:

8
p nSchluss
1 + 100 −1  p nSchluss
b· p  = K 0 · 1 + ,
1 + 100 −1 |{z} 100
| {z } Anfangsschuld
nachschüssige Rente
wobei nSchluss die Zeit ist, bis die Schuld getilgt ist (KnSchluss = 0).

Beispiel 3.70. Ein Investor meint, aus seinem Ertrag 10 Jahre lang jährlich F r.1000 000.− für die
Rückzahlung eines geplanten Investitionsdarlehens aufbringen zu können. Wie hoch darf das Darlehen
sein, wenn der Investor mit einem Zinssatz von 8.25 Prozent rechnet?
Res: F r.6630 507.07

Beispiel 3.71. Für die Renovierung eines Mietshauses benötigt Herr Schulze ein Darlehen von F r.4000 000.−,
das er zu einem Zinssatz von 10.5 Prozent erhält. Wie hoch muss die Annuität angesetzt werden, wenn
das Darlehen innerhalb von 12 Jahren zurückgezahlt werden soll?
Res: F r.600 150.70

Beispiel 3.72. Frau Haupt möchte für den Kauf einer Eigentumswohnung bei ihrem Kreditinstitut
ein Darlehen in der Höhe von F r.2000 000.− mit einer langen Laufzeit aufnehmen. Sie erhält folgendes
Angebot: Bei einem Zinssatz von 8 Prozent, die Annuität enspricht den Zinsen des ersten Jahres und
einem Prozent der Anfangsschuld. Wie lange dauert es bis das Darlehen zurückgezahlt ist?
Res: 28.55 Jahre

Mathe 3GF 03.07 Nr.1-6

3.7.4 Abschreibungen

Anlagen, Maschinen, Fahrzeuge, Immobilien,... verlieren mit der Zeit an Wert. Diese Wertminderungen
müssen durch den Kauf neuer Anlagen ausgeglichen werden. Diese Aufwendungen werden als Ab-
schreibungen erfasst.
Die Höhe der Abschreibung ist proportional zur Höhe der Anschaffungskosten (Nettopreis und Be-
schaffungskosten). Weiter gehört zu jeder Abschreibung ein (jährlicher) Abschreibungsprozentsatz.
Man unterscheidet zwischen linearer und degressiver Abschreibung. Bei der linearen Abschreibung
bezieht sich der Abschreibungsprozentsatz auf die Anschaffungskosten. Die Abschreibung ist also
konstant und nach einer gewissen Zeit ist die Anlage vollkommen abgeschrieben.

Beispiel 3.73. Soll eine Anlage in 5 Jahren abgeschrieben sein, und soll linear abgeschrieben werden, so
100 Prozent
muss der Abschreibungsprozentsatz 5 = 20 Prozent und der Abschreibungsbetrag 20 Prozent
des Anschaffungspreises betragen.

Bei der degressiven Abschreibung bezieht sich der Prozentsatz auf den Buchwert der Wirtschaftsgüter
(also des Wertes nach den bereits getätigten Abschreibungen). Der Abschreibungsbetrag wird also von
Jahr zu Jahr kleiner.

9
Beispiel 3.74. Die Anschaffungskosten einer Anlage betragen F r.4200 000.−. Die Anlage wird mit
einem Abschreibungssatz von 25 Prozent degressiv abgeschrieben.
Der Anschaffungswert wird mit K0 bezeichnet. Kn sei der Buchwert nach n Jahren.

K0 = F r.4200 000.−
K1 = (1 − 0.25) · K0 = F r.3150 000. −
K2 = (1 − 0.25) · K1 = (1 − 0.25)2 · K0 = F r.2360 000. −
K3 = (1 − 0.25) · K2 = (1 − 0.25)3 · K0 = F r.1170 187.50

Kn = (1 − 0.25) · Kn−1 = (1 − 0.25)n K0 n ∈ N

Damit sind die Restbuchwerte die Glieder der geometrischen Folge mit 0-tem Glied K0 . und dem
p
Faktor q = 1 − 100 = 0.75. Also lässt sich der Restbuchwert nach n Jahren berechnen als
 p n
Kn = K0 · 1 − , n∈N
100
Der Abschreibungswert an ist derjenige Betrag, der am Ende des n-ten Jahres abgeschrieben wird. Er
berechnet sich als

an = |Kn − Kn−1 |
p
= Kn−1
100
p  p n−1
= K0 · 1 − n∈N
100 100

Mathe 3GF 03.07 Nr7-11

An dieser Stelle soll schliesslich das zugehörige Abschlussblatt gelöst werden:


Mathe 3GF 03.08

10
3.8 Grenzwert von Folgen und Reihen

Stapelt man unendlich viele Würfeel aufeinander, bei dem jeder nur kmal so gross ist wie sein Vorgänger
sieht dies für verschiedene k folgendermassen aus:

Beispiel 3.75. (Würfel stapeln)

. k = 0.4 k = 0.5 k = 0.7 k=1 .

Die untere Zeile gibt eine Ansicht von vorne und es ist eine obere Schranke eingezeichnet, welche
der Turm nie überschreiten wird. Diese Linie heisst dann Grenzwert der Höhenfolge (hn ) und wird
geschrieben als limn→∞ hn .

Beim Grenzwert interessiert man sich für das Verhalten der Folge für sehr grosse n ∈ N. Häuft sich
die Folge (an )n für grosse n bei einer reelen Zahl a so heisst a Grenzwert von (an )n (der Grenzwert
existiert). Verreist die Folge (an )n für grosse n ins unendliche (der Grenzwert existiert nicht), so heisst
∞ der uneigentliche Grenzwert. Falls (an )n für grosse n gegen −∞ geht (der Grenzwert existiert
nicht), so heisst −∞ uneigentlicher Grenzwert. Folgen die sich „im Unendlichen (grosse n) nicht
entscheiden können“ oder „im Unendlichen (grosse n) nicht sesshaft werden“ haben keinen Grenzwert

76
(der Grenzwert existiert nicht).
Dieses „wenn n gegen unendlich geht geht an gegen a“ wird folgendermassen mathematisch sauber
definiert:

Definition 3.76. (Grenzwert einer reellen Zahlenfolge)


a ∈ R heisst Grenzwert der reellen Zahlenfolge an falls für jedes (noch so kleine)  > 0 ein n0 ()
existiert, so dass an ∈ ]a − , a + [ für alle n > n0 ().
| {z }
−Umgebung von a

Bemerkung 3.77. (Geometrische Interpretation)


Geometrisch ist obige Definition gleichwertig mit:
Für jeden noch so schmalen -Streifen um a gibt es einen Index n0 , so dass ab diesem Index sämtliche
Folgeglieder in besagtem Streifen liegen. Man merke sich folgendes Bild:

a = 0.8 falsch, trotzdem alle Glieder ab n0 = 12 im -Streifen für  = 0.3

a = 0.8 falsch, ab n − 0 = 12 ist kein Folgeglied im -Streifen für  = 0.1

77
a = 1 richtig, alle Glieder ab n0 = 3 sind im -Streifen für  = 0.4

a = 1 richtig, alle Glieder ab n0 = 5 sind im -Streifen für  = 0.1

a = 1 richtig, alle Glieder ab n0 = 23 sind im -Streifen für  = 0.05

Notation 3.78. Der Grenzwert einer reellen Zahlenfolge (an )n (ob eigentlich oder uneigentlich,
existent oder inexistent) wird als limn→∞ an notiert.

Definition 3.79. (Konvergente, divergente Folgen)


Eine Folge deren Grenzwert existiert heisst konvergent ((an )n konvergiert ⇔ limn→∞ an ∈ R).
Eine Folge deren Grenzwert nicht existiert heisst divergent ((an )n divergiert ⇔ limn→∞ an ∈
/ R).

78
Definition 3.80. (Nullfolge)
Eine Folge (an )n mit limn→∞ an = 0 heisst Nullfolge.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist die Eindeutigkeit des Grenzwertes.

Satz 3.81. (Eindeutigkeit des Grenzwertes)


Eine konvergente Folge (an ) hat genau einen Grenzwert a ∈ R.

Beweis. Ich nehme an es gebe zwei verschiedene Grenzwerte a1 = limn→∞ an und a2 = limn→∞ an .
Ich werde zeigen, dass die beiden gleich sein müssen, also die Annahme zwei verschiedener Grenzwerte
ad absurdum führen (Widerspruchsbeweis).

> 0. Nun wähle ich  = d3 .


Der Abstand von a1 zu a2 ist d = |a1 − a2 | |{z}
a1 6=a2
Damit schneiden sich die -Umgebung von a1 und die -Umgebeung von a2 nicht.

1.Fall Ist a1 Grenzwert, so liegen ab n0 ( d3 ) alle Punkte (n|an ) im d3 −Streifen von a1 . Da die Streifen
von a1 und a2 disjunkt sind, können nach n0 ( d3 ) keine Punkte (n|an ) im im d3 −Streifen von a2 liegen,
womit a2 kein Grenzwert ist. Dies ist im ersten Fall ein Widerspruch zur Annahme, dass a1 und a2
verschiedene Grenzwerte sind.

2.Fall Ist a2 Grenzwert, so liegen ab n0 ( d3 ) alle Punkte (n|an ) im d3 −Streifen von a2 . Da die Streifen
von a1 und a2 disjunkt sind, können nach n0 ( d3 ) keine Punkte (n|an ) im im d3 −Streifen von a1 liegen,
womit a2 kein Grenzwert ist. Dies ist im ersten Fall ein Widerspruch zur Annahme, dass a1 und a2
verschiedene Grenzwerte sind.

Damit können a1 und a2 nicht verschieden sein und es ist beweisen, dass a1 = a2 gelten muss. 

Beispiel 3.82. (-Rechnung)


Sei an = n1 , dann ist limn→∞ 1
n = 0. Dies wollen wir anhand der Definition überprüfen:
Sei also  > 0, so muss ein n0 () gefunden werden, so dass an im Intervall ]−; [ liegt für alle n ≥ n0 ().

79
1 1
Da n für alle n > 0 positiv ist muss nur gezeigt werde, dass ∀n ≥ n0 () gilt: n < .

1
<  | · |{z}
n
n
>0
1 < n | · |{z}

>0
1
< n

|{z}
:=n0 ()
n0 () < n

1 1
Also kann man n0 () =  wählen, dann gilt für alle n ≥ n0 () : n < .
Ein Zahlenbeispiel:
Ist  = 12 , so gilt für jedes n ≥ |{z}
2 , dass 1
n <  gilt - also ist | n1 − |{z}
0 | < .
=n0 =a
1 1
Ist  = 19 , so gilt für jedes n ≥ |{z}
19 , dass n <  gilt - also ist | n1 − |{z}
0 | < .
=n0 =a

Mathe 3GF 03.09 Nr.1-2, 3*,4*,5*

Beispiel 3.83. Weitere wichtige Grenzwerte sind:

• limn→∞ ln(n) = ∞,

• limn→∞ arctan n = π2 ,

• limn→∞ n = ∞ (uneigentlicher Grenzwert),

• limn→∞ √1 =0
n

• limn→∞ en = ∞ (uneigentlicher Grenzwert),

1
• limn→∞ en =0

• limn→∞ c = c, falls c ∈ R eine Konstante ist,

• limn→∞ sin n existiert nicht.

Bemerkung 3.84. Folgende Merksätze helfen beim Lösen von Aufgaben:


Sei c ∈ R\{0}, so ist

c
• „ ±∞ “ = 0,
(
±∞ ±∞ falls c > 0
• „ c “= ,
∓∞ falls c < 0

• „ 0c = ±∞“ (abhängig vom Vorzeichen von c und der Art des Grenzwertes (links- oder rechtsseitig).)

80
• „ 0c „ = 0


• „∞ “ ist nicht definiert, hier hilft meist kürzen weiter.

2n+1 ∞
Beispiel 3.85. limn→∞ n ist vom Typ ∞. Kürzt man mit n so erhält man einen Grenzwert, den
man berechnen kann:
2n+1 1
2n + 1 n 2+ n 2+0
lim = lim n = lim = =2
n→∞ n n→∞
n
n→∞ 1 |{z} 1
limn→∞ =0

Mathe 3GF 03.09 Nr 6,7

Im Zusammenhang mit den Grenzwerten gibt es viele Tatsachen die man beweisen kann und die auch
intuitiv einsichtig sind. Man mache sich doch mal kurz über folgende Tatsachen Gedanken:

• Jede konvergente Folge ist beschränkt.

• Nimmt man eine Teilfolge (bn ) einer konvergenten Folge (an ) mit limn→∞ an = a, also bildet
man eine Folge aus (a1 , a2 , a3 , ...) bei der beliebige Folgeglieder gestrichen werden, so konvergiert
auch diese mit limn→∞ bn = limn→∞ an = a.

• Eine konvergente alternierende Folge hat Grenzwert null (sie heisst dann Nullfolge).

Diese Aussagen sollen nun hier bewiesen werden.

Satz 3.86. (Konvergent und beschränkt)


Jede konvergente Folge (an )n ist beschränkt.

Beweis. Man muss also zeigen, dass es eine obere Schranke M (für alle n ∈ N gilt: an ≤ M ) und eine
untere Schranke m (für alle n ∈ N gilt: an ≥ m) gibt.

Die Folge (an )n ist konvergent, also ist limn→∞ an = a. Nach Definition heisst dies, dass für jedes  ab
dem n0 -ten Glied alle Glieder im -Streifen um a liegen. Also

an ∈]a − , a + [ für alle n ≥ n0

81
Ich wähle nun nun  = 1, dies siht dann folgendermassen
aus wie rechts abgebildet.
Nun gibt es hier ein n0 , sodass ab dem n0 -ten Glied alle
Glieder im Streifen um a mit Breite 2 = 2 liegen.

obere Schranke
Ab dem n0 -ten Glied sind alle Glieder kleiner oder gleich
a + 1. Somit können nur die Glieder a1 , a2 , ...an0 grösser als a + 1 sein. Unter diesen gibt es aber ein
grösstes Glied, also max{a1 , a2 , ...an0 }. Nun ist kein Element grösser als dieses Maximum beziehungsweise
a + 1. Also nimmt man
M = max{a1 , a2 , ...an0 , a + 1}

und die Folge ist nach oben beschränkt.


untere Schranke
Ab dem n0 -ten Glied sind alle Glieder grösser oder gleich a − 1. Somit können nur die Glieder
a1 , a2 , ...an0 kleiner als a − 1 sein. Unter diesen gibt es aber ein kleinstes Glied, also min{a1 , a2 , ...an0 }.
Nun ist kein Element kleiner als dieses Minimum beziehungsweise a + 1. Also nimmt man

m = min{a1 , a2 , ...an0 , a − 1}

und die Folge ist nach unten beschränkt.

Man hat also gezeigt, dass die konvergente Folge (an ) nach oben und nach unten beschränkt, also
beschränkt ist. 

Es gilt etwa auch, dass jede monotone, beschränkte Folge konvergent ist - dies soll in der Aufgabe 8 in
Anwendung gebracht werden.
Mathe 3GF 03.09 Nr. 8,9

Definition 3.87. ((unendliche) Teilfolge*)


Eine (unendliche) Teilfolge einer Folge (an ) ist eine neue Folge, die entsteht, wenn Folgenglieder von
der ursprünglichen Folge (an ) weggelassen werden. Bei diesm Prozess müssen jedoch unendlich viele
Folgeglieder übrig bleiben.

Beispiel 3.88. (Teilfolge)


Es sei (an ) = {1, 2, 3, ...} die Zählfolge, dann ist

• (bn ) = {2, 4, 6, ...} eine Teilsummenfolge von (an ) - es wird das erste und dann jedes zweite Glied
gestrichen.

82
• (cn ) = {3, 6, 9, 12, ...} eine Teilsummenfolge von (an ) - es wird nur jedes dritte Folgeglied stehen
gelassen.

Nun zum Satz:

Satz 3.89. (Konvergenz und Teilfolgen*)


Konvergiert eine Folge (an ) so konvergiert auch jede ihrer Teilfolgen.

Beweis. Für jedes  > 0 gibt es ein n0 () so dass nach dem n0 ()-ten Glied alle Folgeglieder in
]a − , a + [ liegen.
Nimmt man einige Folgeglieder weg und erhält so die Teilsummenfolge (bn ). Weil man Folgeglieder
wegnimmt sind auch hier spätestens ab dem n0 ()-ten Glied alle Glieder im Intervall (a − , a + ).
Nach Definition ist die Teilsummenfolge damit konvergent. 

Dieser letzter Satz hilft um folgenden Satz nzu beweisen:

Satz 3.90. * (Alternierend, konvergent)


Eine alternierende konvergente Folge (an ) ist ein Nullfolge (also limn→∞ an = 0).

Beweis. (an ) konvergiert, also ist limn→∞ = a. Nun muss man zeigen, dass a = 0 ist.

Alternierend heisst, dass jedes zweite Glied positiv ist, alle anderen aber negativ. Es gibt also unendlich
viele positive und unendlich viele negative Folgeglieder.

Sei (bn ) die Folge der positiven Folgeglieder von (an ) (gleiche Ordung). Dies ist eine Teilfolge und sie
konvergiert (siehe letzter Satz) gegen den Grenzwert von (an ) , also

lim bn = a
n→∞

Da jedes bn positiv ist, ist auch a ≥ 0.

Sei (cn ) die Folge der negativen Folgeglieder von (an ) (gleiche Ordung). Dies ist eine Teilfolge und sie
konvergiert (siehe letzter Satz) gegen den Grenzwert von (an ) , also

lim cn = a
n→∞

Da jedes cn negativ ist, ist auch a ≤ 0.

Also ist 0 ≥ a ≥ 0 und a muss gleich null sein. 

Bemerkung 3.91. (Unendliche geometrische Reihe)


an+1
Sei (an ) eine geometrische Folge mit Anfangsglied a1 und Quotient an = q. Die unendliche geometrische
Reihe ist
1 − qn
s∞ = lim sn = lim a1 ·
n→∞ n→∞ 1−q

83
Die Zahl, die nach n
 Unendlich strebt kommt nur im „q “ vor, also muss man dieses untersuchen.

 0 falls 0 < q < 1

existiert nicht falls q > 1



n
limn→∞ q = 0 falls −1 < q < 0

existiert nicht falls q = −1





1 falls q = 1

Somit ist (
1
a1 1−q falls q ∈] − 1, 1[
s = lim sn =
n→∞ existiert nicht für |q|>1

Unser „Würfel stapeln“ ist solche ein Beispiel.

Beispiel 3.92. (Würfel stapeln)

. k = 0.4 k = 0.5 k = 0.7 k = 1 ...................

Die Kantenlänge (ln ) ist eine geometrische Folge mit q = k und a1 = 1m. Das (kleinste) obere Maximum
der Höhe der Pyramide entspricht der unendlichen geometrischen Reihe.

1
• k = 0.4 ⇒ Maximale Höhe = 1m · 1−0.4 = 53 m = 1.67m

1
• k = 0.5 ⇒ Maximale Höhe = 1m · 1−0.5 = 22 m = 2m

1 10
• k = 0.7 ⇒ Maximale Höhe = 1m · 1−0.7 = 3 m = 3.33m

Mathe 3GF 03.09 Nr. 10-12

Definition 3.93. (Nullfolge)


Eine Folge (an )n mit limn→∞ an = 0 heisst Nullfolge.

Im Zusammenhang mit den Grenzwerten kann man folgende nützliche Sätze beweisen (hier ohne
Beweis).

84
Satz 3.94. (Grenzwertsätze)
Es seien an eine konvergente Folge mit limn→∞ an = a, bn eine konvergente Folge mit limn→∞ bn = b,
(cn ) eine konvergente Folge mit limn→∞ cn = c wobei cn , c 6= 0 und k ∈ R.

• limn→∞ (an ± bn ) = limn→∞ an ± limn→∞ bn = a ± b

• limn→∞ (an · bn ) = limn→∞ an · limn→∞ bn = a · b

• limn→∞ (k · an ) = k · limn→∞ an = k · a

• limn→∞ ( acnn ) = limn→∞ an


limn→∞ cn = a
c

Der Mathematiker spricht hier auch von der Linearität des Grenzwertes.
Mathe 3GF 03.09 Nr 13-18 (17*)

Bei den Funktionen wird der Begriff des Grenzwertes nochmals aufgegriffen. Erst als Grenzwert ins
Unendliche, dann als Grenzwert zu x-Werten und schliesslich bei der Ableitung und dem Integral.

85
4 Reelle Funktionen

4.1 Grundbegriffe

In diesem Abschnitt werden die reellen Funktionen definiert und es werden erste Beispiele reeller
Funktionen gegeben.

Definition 4.1. (Funktion)


Es seien A, B zwei Mengen. Eine Zuordnung f , die jedem Element aus A genau ein Elemnt aus B
zuordnet heisst Funktion. Notiert wird solche eine Funktion f als:

f: A → B
x 7→ f (x)

Beispiel 4.2.

......... Eine Funktion keine Funktion keine Funktion

Mathe 3GF 04.01 Nr.1

Bemerkung 4.3. Bekanntlich ist der ln in den reellen Zahlen nur für positive Zahlen definiert. Die
ln-Funktion ist damit eine Zuordnung, welche allen positiven Zahlen (R+ ) eine Zahl zuordnet, also ist

ln : R+ → R
x 7→ ln x

Es wäre falsch zu schreiben, dass

ln : R → R
x 7→ ln x

eine Funktion ist, da für negativen Zahlen x kein ln x existiert.

Definition 4.4. (Definitions- und Wertebereich)


Alle Werte aus A, also jenen, welche die Funktion f einen Wert aus B zuordnet, bilden den
Definitionsbereich der Funktion f , also
Df = A.

86
Die Werte aus B auf die eine Zuordnung fällt heisst Werteberech Wf von f , also

Wf = {f (x)| x ∈ Df }

Bemerkung 4.5. Sucht man „den“ Definitionsbereich einer Funktion (z.B.f (x) = x − 1), so sucht
man den grösstmöglichen Definitionsbereich Df (im Beispiel also Df = [1, ∞[ da man nur x-Werte in
diesem Bereich einsetzen kann).

Definition 4.6. (Reelle Funktion)


Eine Funktion f bei der der Definitions- und der Wertebereich Teilmengen der reellen Zahlen sind
heisst reelle Funktion.

Bemerkung 4.7. Wird jedem/r Schüler/in einer Klasse die Mathematiknote zugeordnet, so ist diese
Zuordnung keine reelle Funktion, da der Definitionsbereich eine Menge von Namen und keine Menge
reeller Zahlen ist.

Reelle Funktionen lassen sich grafisch in einem kartesischen Koordinatensystem darstellen. Dabei wird
zu jedem x ∈ Df der Punkt (x| f (x)) ins xy-Koordinatensystem eingetragen.
|{z}
y

Definition 4.8. (Graph einer reellen Funktion)


Es sei A, B ⊆ R und

f: A → B
x 7→ f (x) = y

eine reelle Funktion, so ist der Graph von f (Gf ) die Menge

Gf = {(x|f (x)) ∈ R2 : x ∈ Df }.

Beispiel 4.9. (Betragsfunktion)

f : R → R+,0
x 7→ |x|

87
Df = R, Wf = R+,0 .

Beispiel 4.10. (Vorzeichenfunktion)


Aus der Betragsfunktion lässt sich eine weitere häufig gebrauchte reelle Funktion generieren, die
Vorzeichenfunktion sgn(x). Sie gibt an, ob eine reelle Zahl positiv (sgn(x) = 1 für x ∈ R+ ), negativ
(sgn(x) = −1 für x ∈ R− ) oder null (sgn(x) = 0 für x = 0) ist

sgn(x) : R → {−1, 0, 1}

1
 ∀x ∈ R+
x 7→ 0 ∀x ∈ {0}

−1 ∀x ∈ R−

|x|
Für x ∈ R\{0} ist abs(x) = x , also ist

sgn(x) : R → {−1, 0, 1}
(
|x|
x 7→ x ∀x ∈ R+ ∪ R−
0 ∀x ∈ {0}

Beispiel 4.11.

f : R → R+,0
1
x 7→
x

Df = R\{0}, Wf = R\{0}.

Mathe 3GF 04.01 Nr.2-10

88
4.2 Eigenschaften reeller Funktionen

In diesem Abschnitt werden vor allem Symmetrien der Graphen von Fuktionen bezüglich der y-Achse
und dem Ursprung betrachtet, sowie weitere Begriffe einführen.

4.2.1 Symmetrien

Beispiel 4.12. Die Funktion f (x) = x2 ist symmetrisch bezüglich der y-Achse.
Die Funktion f (x) = x3 ist punktsymmetrisch bezüglich dem Ursprung.

f (x) = x2 f (x) = x3
gerade Potenz ungerade Potenz

Wir verallgemeinern dies:

• Nehmen wir erst eine Funktion, deren Graph symmetrisch zur y-Achse ist. Zu einem x0 nehmen
wir den Punkt (x0 |f (x0 )) auf dem Graphen, womit y0 = f (x0 ) die zugehörige Höhe ist.
Spiegeln wir die Stelle x0 an der y-Achse, so sind wir bei −x0 und der zugehörige y-Wert f (−x0 )
ist auf derselben Höhe, also gilt: f (−x0 ) = f (x0 ).

Gilt dies nun für jedes mögliche x0 , so haben wir eine gerade Funktion: Für diese Funktion gilt
∀ x ∈ Df : f (−x) = f (x).

89
• Nehmen wir nun eine Funktion, deren Graph symmetrisch zum Ursprung ist. Zu einem x0 nehmen
wir den Punkt (x0 |f (x0 )) auf dem Graphen, womit y0 = f (x0 ) die zugehörige Höhe ist.
Spiegeln wir die Stelle x0 an der y-Achse, so sind wir bei −x0 und der zugehörige y-Wert f (−x0 )
ist auf der an der x-Achse gespiegelten Höhe von (x0 |f (x0 )) also gilt: f (−x0 ) = −f (x0 ) - das
Minus repräsentiert die Spiegelung.

Gilt dies nun für jedes mögliche x0 , so haben wir eine ungerade Funktion: Für diese Funktion
gilt ∀ x ∈ Df : f (−x) = −f (x).

Definition 4.13. (gerade, ungerade


( Funktionen)
gerade ⇔ f (−x) = f (x) ∀ x ∈ Df
Eine reelle Funktion f heisst .
ungerade ⇔ f (−x) = −f (x) ∀ x ∈ Df

Beispiel 4.14. Die Funktion f (x) = ex mit Df = R hat keine Symmetrie.


Beweisen kann man dies zum Beispiel durch Einsetzen zweier Werte:

1
f (1) = e 6= = f (−1) ⇒ f nicht gerade
e
1
f (1) = e 6= = −f (−1) ⇒ f nicht ungerade
e

Beispiel 4.15. Die Funktion f (x) = cos x mit Df = R ist gerade, denn

f (x) = cos x = cos (−x) = f (−x) ⇒ f gerade

Bemerkung 4.16. Die einzige reelle Funktion, die sowohl gerade als auch ungerade ist, ist die
Konstant-null-Funktion. Dies ist die Funktion mit f (x) = x (dabei muss Df symmetrisch bezüglich
der y-Achse sein).

Beispiel 4.17. Im folgenden sei Df = R.

• Die Funktion f (x) = x2 ist gerade, denn f (−x) = (−x)2 = (−1)2 x2 = x2 = f (x). Da es sich
nicht um die Nullfunktion hanelt ist f (x) nicht ungerade.

90
• Die Funktion f (x) = x3 ist ungerade, denn f (−x) = (−x)3 = (−1)3 x3 = −x3 = −f (x). Da es
sich nicht um die Nullfunktion hanelt ist f (x) nicht gerade.

• Die Funktion f (x) = ex ist weder gerade noch ungerade, denn


(
1 1 f (x) ⇒ nicht gerade
f (−x) = e−x = x = 6=
e f (x) −f (x) ⇒ nicht ungerade

Mathe 3GF 04.01 Nr.11-13

4.2.2 Periodizität

Eine Funktion die sich ständig wiederholt, heisst periodisch. Der Graph solche einer Funktion besteht
aus immer denselben Teilstücken.

Definition 4.18. (Periodische Funktion, Periode einer Funktion)


Eine reelle Funktion f : A → B heisst periodisch falls es eine Zahl P gibt, so dass gilt:

∀x ∈ A : f (x) = f (x + P ).

P heisst Periode der periodischen Funktion f .

Graphen von periodischen Funktionen sind zum Beispiel

Die wohl bekanntesten periodischen Funktionen sind der sin x, cos x und tan x - auf die im nächsten
Kapitel genauer eingegangen wird.
Mathe 3GF 04.01 Nr.14

4.2.3 Monotonie

Eine Funktion die, wenn man ihrem Graphen von links nach rechts folgt steigt heisst monoton
wachsend. Eine solche die sinkd heisst monoton fallend. Von strengem Wachsen/Fallen spricht man
sobald der Graph einer monoton wachsende/fallende Funktion keine horizontalen Stücke enthält.

91
Also zur Definition anhand der Funktion:

Definition 4.19. ((Streng) monoton wachend/fallend)

 f : Df → Wf eine reelle Funktion und ]a, b[⊆ Df , so heisst f


Sei


 streng monoton steigend auf ]a, b[, falls für alle x1 , x2 ∈]a, b[ gilt: x1 < x2 ⇒ f (x1 ) < f (x2 )

 monoton steigend auf ]a, b[, falls für alle x , x ∈]a, b[ gilt:
1 2 x1 < x2 ⇒ f (x1 ) ≤ f (x2 )


 streng monoton fallend auf ]a, b[, falls für alle x1 , x2 ∈]a, b[ gilt: x1 < x2 ⇒ f (x1 ) > f (x2 )

 monoton fallend auf ]a, b[, falls für alle x , x ∈]a, b[ gilt:
1 2 x1 < x2 ⇒ f (x1 ) ≥ f (x2 )

Bemerkung 4.20. Ist eine Funktion streng monoton wachsend, so ist sie immer auch monoton
wachsend. Die Umkehrung gilt aber nicht.
Ist eine Funktion streng monoton fallend, so ist sie immer auch monoton fallend. Die Umkehrung gilt
aber nicht.

Definition 4.21. (surjektiv, injektiv, bijektiv)


Es sei f : A → B eine Funktion.

f heisst injektiv, falls keinen zwei Elemeten aus A demselben Element in B zugeordnet werden.
f injektiv ⇔ @x1 , x2 ∈ A mit x1 6= x2 so dass f (x1 ) = f (x2 ).

f heisst surjektiv, falls jedes Element in B von einem aus A eine Zuordnung erhält.
f surjektiv ⇔ Wf = B.

92
f heisst bijektiv, wenn sie sowohl surjektiv als auch injektiv ist.
f injektiv ⇔ f injektiv und f surjektiv.

Mathe 3GF 04.01 Nr.15-18

4.2.4 Verkettung von Funktionen

Führt man Funktionen nacheinander aus, so spricht man von verketteten Funktionen.

Definition 4.22. (Verkettung von Funktionen)


Es seien f : Df → R und g : Dg → R wobei Wf ⊆ Df so heisst die Funktion

g ◦ f : Df → R
x 7→ g(f (x))

Verknüfung von f und g. Dabei wir erst f dann g ausgeführt.



Beispiel 4.23. Sei f (x) = sin x und g(x) = x.
2 2
Man berechne f (g( π4 )), f (g(− π4 )), g(f ( π2 )) und g(f (− π2 )) falls möglich.


Bei der Funktion f ◦ g(x) berechne man erst die Wurzel und dann den Sinus. Also ist f ◦ g(x) = sin x.
Da Dg = [0; ∞[ist auch D = [0; ∞[.
q  f ◦g
2 2
f (g( π4 )) = sin π
4 = sin π2 = 1.
q 
2 2
f (g(− π4 )) = sin − π4 . Da man aber in R die Wurzel negativer Zahlen nicht ziehen kann, gibt es
2
den Wert f (g(− π4 )) nicht.


Bei der Funktion g ◦ f (x) berechne man erst den Sinus und dann die Wurzel. Also ist g ◦ f (x) = sin x.
q  √
g(f ( 2 )) = sin π2 = 1 = 1
π
q  √
g(f (− π2 )) = sin − π2 = −1. Die Wurzel aus negativen Zahlen gibt es in R nicht.
Der Sinus muss also immer grösser oder gleich null sein, damit man die Wurzel ziehen kann. Somit ist
Dg◦f = ...[−2π, −π] ∪ [0; π] ∪ [2π; 3π] ∪ [4π; 5π] ∪ ....

93
Definition 4.24. (Umkehrfunktion)
Ist f : A → B eine bijektive Funktion, so ist f −1 : B → A die Umkehrfunktion wobei gilt:

Sei x ∈ A und y ∈ B so dass f (x) = y dann gilt f −1 (y) = x

Bemerkung 4.25. Ist eine Funktion nicht bijektiv, so hat sie keine Umkerfunktion.

Bemerkung 4.26. Bildet man das Element f (a) ∈ B durch die Umkehrfunktion f −1 ab, so erhält
man das Element a ∈ A - etwas kürzer
f −1 (f (a)) = a.

Haben wir eine bijektive Funktion als Funktionsvorschrift so kann man folgendermassen die
Umkehrfunktion bilden:

Beispiel 4.27. Es sei f : R → R mit f (x) = 2x − 1. Gesucht ist die Umkehrfunktion f −1 . Das
Verfahren ist das Folgende:

f (x) = y = 2x − 1 | nach x auflösen


y + 1 = 2x
y+1
= x |x
y
2
x+1
y =
2
Somit ist f −1 (x) = x+1
2 .

Eine gute Kontrolle ist jeweils, wenn man zeigt, dass f −1 (f (x)) = x gilt. Hier muss man jedes x in der
Funktionsvorschrift von f −1 (x) durch eine f (x) ersetzen:
x+1
f −1 (x) =
2
f (x) + 1
f −1 (f (x)) =
2
(2x − 1) + 1
f −1 (f (x)) = =x
2

Mathe 3GF 04.01 Nr.19-21

94
4.3 Grenzwert von Funktionen

Bei einer reellen Funktion f (x) mit Definitionsbereich Df , kann man zu jedem Punkt a ∈ Df im
Definitionsbereich von f (x) den Wert einsetzen - der Funktionswert ist f (a).
Ist a nicht im Definitionsereich der Funktion f (x), so kann man f (a) nicht berechnen. Doch für Werte a
auf dem Rand des Definitionsbereiches kann man die Werte im Definitionsbereich rund um a einsetzen
und sehen wie sich die Funktionswerte verhalten wenn man nahe zu a geht. Dieses Vorgehen heisst
“Bilden des Grenzwertes“.
Es geht also um die Untersuchung der Funktion am Rande des Definitionsbereiches.

Beispiel 4.28.

f (x) = ln(x) f (x) = x1 f (x) = arctan x


Df = R+ Df = R\{0} Df = R

“Grenzen von Df =“ “Grenzen von Df =“ “Grenzen von Df =“


{0, ∞} {−∞, 0, ∞} {−∞, ∞}
lim ln x = −∞ lim x1 = 0 lim = − π2
+ x→−∞ x→−∞
x →
| {z }0
von oben her
| {z }
rechtsseitiger Grenzwert
1 π
lim ln x = ∞ lim = −∞ lim = 2
x→∞ − x x→∞
|→
x {z 0 }
von unten gegen 0
| {z }
linksseitiger Grenzwert
1
lim =∞
+ x
|→
x {z 0 }
von oben gegen 0
| {z }
rechtsseitiger Grenzwert
lim 1 = 0
x→∞ x

Für alle reelle Funktion f (x) heisst lim f (x) = b der Grenzwert der Funktion f (x) für x gegen a.
x→a
Hierbei kann a, b ∈ R ∪ {−∞, ∞} sein.
Ergibt der Grenzwert (als Resultat) ∞ oder −∞ so heisst er uneigentlich.
Der Grenzwert gibt also an, was mit f (x) für x−Werte in der Nähe von a geschieht. Dies ist nicht
1 1 1
immer eindeutig. In obigem Beispiel ist lim x = ∞ und lim x = ∞. Also ist lim nicht definiert,
x→0+ x→0+ x→∞ x

95
da der linksseitige und der rechtsseitige Grenzwert nicht gleich sind.
Wir betrachten zuerst die Grenzwerte lim und lim .
x→∞ x→∞

4.3.1 Grenzwerte ins Unendliche

Diese Grenzwerte gibt es nur linksseitig ( lim ) oder rechtsseitig ( lim ). Der Grenzwert ins Unendliche
x→∞ x→−∞
ist definiert wie bei den Folgen, bei welche die Variable n gegen unendlich lieff - hier wird es x sein.

Grenzwert ins positiv unendliche: lim f (x)


x→∞

Im folgenden betrachten wir erst lim f (x) = b.


x→∞
Anstatt die x-Werte in der „Nähe von a“ vorzugeben und zu fordern, dass die Werte f (x) nahe an b
liegen kann man von den f (x)-Werten ausgehend.
Die „Nähe von ∞“ ist ein Intervall (x0 , ∞).
Von den Werten auf der y-Achse ausgehend heisst dies, dass für eine Umgebung von b gilt, dass ab
einem gewissen x0 alle Werte f (x) nahe zu b liegen. Folgende Grafik veranschaulicht dies:

Dies wird die Definition des Grenzwertes lim f (x) = a sein:


x→∞

Definition 4.29. Sei f (x) eine reelle Funktion und a ∈ R, so ist lim f (x) = a genau dann wenn
x→∞

∀ > 0 ∃x0 () so dass ∀x > x0 gilt: |f (x) − a| <


| {z }
Abstand von f (x) und a

1 1
Beispiel 4.30. Sei f (x) = x mit Df = R\{0}, dann ist lim = 0. Dies wollen wir anhand der
x→∞ x
Definition überprüfen:
1
Sei also  > 0, so muss ein x0 gefunden werden, so dass f (x) im Intervall ] − ; [ liegt. Da x für alle

96
1
x > 0 positiv ist muss nur gezeigt werde, dass ∀x > x0 gilt: x < .

1
<  | · |{z}
x
x
>0
1 <  · x | · |{z}

>0
1
< x

|{z}
:=x0 ()
x0 () < x

1 1
Also kann man x0 () =  wählen, dann gilt für alle x > x0 () : dass x <  ist.
Ein Zahlenbeispiel:
Ist  = 21 , so gilt für jedes x > |{z}
2 , dass 1
x <  gilt - also ist | x1 − |{z}
0 | <  = 12 .
=x0 =b
1 1
Ist  = 19 , so gilt für jedes x > |{z}
19 , dass x <  gilt - also ist | x1 − |{z}
0 |<= 1
19 .
=x0 =b

Bemerkung 4.31. Weitere bekannte und häufig genutzte Grenzwerte sind:


lim ln(x) = ∞ lim ex = ∞ (uneigentlicher Grenzwert)
x→∞ x→∞
lim arctan x = π2 lim 1x =0
x→∞ √ x→∞ e
lim x = ∞ (uneigentlicher Grenzwert) lim c = c, falls c ∈ R eine Konstante ist
x→∞ x→∞
lim √1 =0 lim sin x existiert nicht.
x→∞ x x→∞

Beispiel 4.32. (Einige Grenzwerte - ähnlich zu den Grenzwerten bei den Folgen)
Mit denselben Tricks, die wir bei den Folgen kennengelernt haben, lassen sich Grenzwerte nach
unendlich berechnen.

2x − 3 x · (2 − x3 ) 2− 3
x 2−0
(a) lim = lim = lim = =2
x→∞ x x→∞ x·1 x→∞ 1 1
2x2 − 3 x2 · (2 − x32 ) 2 − x32 2−0 1
(b) lim 2
= lim 3 = lim 3 = =
x→∞ 4x − 3x x→∞ x2 · (4 − ) x→∞ 4 − 4−0 2
x x

97
x5 − 3x4 − 5 x5 · (1 − x1 − x55 ) lim x · (1 − lim ( x1 − 5
x5
)) ∞·1
x→∞ x→∞
(c) lim = lim = =“ “=∞
x→∞ x4 − 2x x→∞ x4 · (1 − x23 ) 1 − lim ( x23 ) 1
x→∞

2x − 4 2x · (1 − 24x 1− 4
2x 1−0 1
(d) lim = lim x = lim = =
x→∞ 2 · 2x + x x→∞ 2 · (2 + xx ) x→∞ 2 + x
2+0 2
2 2x
 x
2x + 4 2x · (1 + 24x ) 2 1 + 24x 1+0
(e) lim x = lim x = lim · x = “0 · =0
x→∞ 3 + 2 · 2x x→∞ 3x · (1 + 2 · 2 ) x→∞ 3 1+2· 3 2 1+2·0
3

Hierbei wurde...

... bei (a),(b), (c) wurde oben und unten die höchste Potenz ausgeklammert um “die Unendlichkeit
weg zu kürzen“

... bei (d) verwendet, dass Die Exponentialfunktion die stärkere Unendlichkeit liefert als alle Arten
von Polynomfunktionen. Dies wird in der folgenden Bemerkung genauer betrachtet.

... bei (d) und (e) die Exponentialfunktion der höchsten Basisa usgeklammert und verwendet, dass
lim q n = 0 ist, falls q ∈] − 1, 1[ ist.
x→∞

Mathe 3GF 04.02 Nr 1

Bemerkung 4.33. (Drei “Stufen“ der Unendlichkeit)


Läuft eine Exponentialfunktion gegen unendlich, so tut sie dies immer stärker als jede Polynomfunktion
und letztgenannte immer stärker als Logarithmusfunktionen:

∞exp >> ∞pol >> ∞log

In den Aufgaben kann man, nach dem nötigen kürzen, etwa folgendermassein einsetzen

∞exp = ∞ · ∞ · ∞ ∞pol = ∞ · ∞ ∞log = ∞

Beispiel 4.34. Ausgeklammert wird jeweils die “höchste Unendlichkeit“:


2 ∞·∞
2x − x2 2x · (1 − x2x ) ∞ · ∞ · ∞(1 − ∞·∞·∞ ) ∞ · (1 − 0)
(a) lim = lim ln(x)
= “ ∞ “=“ “=∞
x→∞ ln(x) + x x→∞ x · ( + 1) ∞ · ∞ · ( ∞·∞ + 1) (0 + 1)
x

1 1
ln(x) + 1 ln(x) · (1 + ln(x) ln(x) · (1 + ln(x) ) 1+0
(b) lim = lim = lim = “ 3 “ =
x→∞ log (x) + 3 ln(x)
+3 x→∞ ln(x) · ( 1 + 3 1
x·ln(x) ) + ∞·∞
x→∞
5 x ln(5) x ln(5) ln(5)
ln(5)

Mathe 3GF 04.02 Nr 2

98
Grenzwert ins negativ Unendliche: lim f (x)
x→−∞

Bemerkung 4.35. Die Definition und die Beispiele sind sehr ähnlich für den Grenzwert lim .
x→−∞

Definition 4.36. Sei f (x) eine reelle Funktion und b ∈ R, so ist lim f (x) = b genau dann wenn
x→−∞

∀ > 0 ∃x0 ()so dass ∀x < x0 gilt: |f (x) − b| <


| {z }
Abstand von f (x) und b

An einigen Beispielen heisst dies, dass:


lim x1 = 0 lim ex = 0 (uneigentlicher Grenzwert)
x→−∞ x→−∞
lim arctan x = − π2 lim 1x =∞
x→−∞ √ x→−∞ e
lim −x = ∞ (uneigentlicher Grenzwert) lim c = c, falls c ∈ R eine Konstante ist
x→−∞ x→−∞
lim √1 =0 lim sin x existiert nicht.
x→−∞ −x x→−∞

Definition 4.37. Gilt lim f (x) = b oder lim f (x) = b mit b ∈ R (also mindestens eines der beiden)
x→∞ x→−∞
so heisst die Gerade y = b waagrechte Assymptote.

Bemerkung 4.38. (Zusammenhang von lim f (x) und lim f (x))


x→∞ x→−∞
Ein Grenzwert gegen minus unendlich kann durch eine Substitution stets auf einen Grenzwert nach
unendlich überführt werden. somit brauchen wir keine spezielle Theorie für das berechnen von
Grenzwerten nach minus unendlich.

Bemerkung 4.39. Folgende Merksätze helfen beim Lösen von Aufgaben:


Sei c ∈ R\{0}, so ist

c
• „ ±∞ “ = 0,
(
±∞ ±∞ falls c > 0
• „ c “= ,
∓∞ falls c < 0

• „ 0c = ±∞“ (abhängig vom Vorzeichen von c und der Art des Grenzwertes (links- oder
rechtsseitig).)

• „ 0c „ = 0


• „∞ “ ist nicht definiert, hier hilft meist kürzen weiter.

Beispiel 4.40. (Minus unendlich zu plus unendlich)

2x + 1
(a) lim | Substitution: t = −x ⇒ t → ∞, x
−t:
x→−∞ 6x − 1
2(−t) + 1 −2t + 1 t · (−2 + 1t ) −2 + 0 1
= lim = lim = lim 1 =“ “=
t→∞ 6(−t) − 1 t→∞ −6t − 1 t→∞ t · (−6 − ) −6 − 0 3
t

99

x3 + 4x6
(b) lim | Substitution: t = −x ⇒ t → ∞, x
−t:
x→−∞ x2 − x3

q
t6 · (− t13 + 4)
p
3
(−t) + 4(−t) 6 3
−t + 4 · t 6
= lim = lim = lim
t→∞ (−t)2 − (−t)3 t→∞ t2 + t3 t→∞ t3 · ( 1t + 1)
q q
t3 · − 1
+4 − 1
+4 √
t3 t3 0+4
= lim t3 ·( 1t +1)
= lim 1
+1
=“ 0+1 “ =2

|{z} t→∞ t→∞ t
t6 =t3

Mathe 3GF 04.02 Nr 3-5

Schliesslich noch eine Aufgabe, welche mittels erweitern mit drittem Binom zu lösen ist - wie bereits
bei den Grenzwerten der Folgen zu sehen war.
Mathe 3GF 04.02 Nr 6

100
4.3.2 Grenzwert zu reellen Zahlen

Ist ein Punkt a ∈ R auf dem Rand des Definitionsbereiches oder in Df der reellen Funktion f (x), so
kann man von links, von rechts oder on beiden Seiten gegen dieses a streben. Dabei betrachtet man,
wie sich f (x) verhält.

Beispiel 4.41. (Grenzwerte zum Einstieg)


lim 2x = 2·1
= 2
= 1, Hier ist a = 1 im Definitionsbereich Df für die Funktion f (x) = 2x
3−x . Damit
x→1 3−x 3−1 2
kann man einsetzen, denn es gilt für a ∈ Df :

lim f (x) = f (a)


x→a

1 1
Nun zum Grenzwert lim x = ∞. Beim Grenzwert lim x = −∞ ist,da 0 ∈
/ Df die Verwendung des
x→0+ x→0−
Grenzwertes absolut nötig.

1
 für x > 0
Im Folgenden sei f (x) = sgn(x) = 0 für x = 0 .

−1 für x < 0

Obwohl f (0) = 0 ist, gilt lim sgnx = 1 und lim sgnx = −1
x→0+ x→0−

Bemerkung 4.42. lim f (x) heisst rechtsseitiger Grenzwert der Funktion f (x) für x gegen a.
x→a+
lim f (x) heisst linksseitiger Grenzwert der Funktion f (x) für x gegen a.
x→a−

Der rechtsseitige Grenzwert soll exemplarisch sauber definiert werden. Was heisst denn lim f (x) = b?
x→a+

• Wenn x von rechts gegen a strebt, so strebt f (x) gegen b.

• Rechts von a unterscheiden sich f (x) und b in einer Umgebung von a kaum.

In einer Skizze könnte das so aussehen:

Und nun zur Definition

101
Definition 4.43. (rechtsseitiger Grenzwert lim f (x) = b)
x→a+
Sei a im oder auf dem Rand von Df und b ∈ R so ist lim f (x) = b genau dann wenn:
x→a+

∀ > 0∃ δ() > 0, so dass ∀x ∈ [a, a + δ()] gilt: |f (x) − b| < 

s Der linksseitige Grenzwert kann sehr ähnlich definiert werden.

Definition 4.44. Stimmen links- und rechtsseitiger Grenzwert überein, so spricht man schlechterdings
vom Grenzwert, auch wenn die Funktion am Punkt x = a nicht definiert ist.
lim f (x) = lim f (x) = b ⇒ lim f (x)
x→a+ x→a− x→a

Definition 4.45. Gilt lim f (x) = ∞ oder lim f (x) = ∞ (also mindestens eines der beiden) so
x→a+ x→a−
heisst die Gerade x = a senkrechte Assymptote.

Mathe 3GF 04.03 Nr1,2,3


In einigen Beispielen wird schliesslich eine Zahl durch null dividiert. Dieser Typ Grenzwerte “ 0c “ (c 6= 0)
ergibt plus oder minus unendlich.

Bemerkung 4.46. Es gilt weiter das Grundprinzip “ 0c “ = ±∞. Ob es sich nun um plus oder minus
unendlich handelt entscheidet sich gemäss der folgenden Fallunterscheidung:
(
c ∞ falls (c > 0 und 0 = 0+ ) oder (c < 0 und 0 = 0− )
“ “=
0 −∞ falls (c > 0 und 0 = 0− ) oder (c < 0 und 0 = 0+ )
wobei 0+ für einen Grenzwert steht, bei welchem die Werte von der Richtung aus welcher der Grenzwert
herkommt positiv ist und “0− “ entsprechendes für negativ.
Dan Fall “ 00 “ betrachten wir im Anschluss.

Beispiel 4.47. Bestimmt werden soll jeweils der links-, der rechtsseitige Grenzwert und der Funktionswert
an der Stelle x0 .

(a) f (x) = x1 x0 = 0
1 1 1 1
lim = “ + “ = +∞, lim = “ − “ = −∞. Somit existiert lim f (x) nicht.
x→0+ x 0 x→0− x 0 x→0

(b) f (x) = x12 x0 = 0


1 1 1 1
lim 2 = “ + “ = +∞, lim 2
= “ + “ = ∞. Somit ist lim f (x) = ∞ als unenigentlicher
x→0 x
+ 0 x→0− x 0 x→0
Grenzwert.

2x
(c) f (x) = x−3 x0 = 3

102
2x 6 2x 6
lim = “ + “ = +∞, lim = “ − “ = −∞. Somit existiert lim f (x) nicht.
x→3+ x−3 0 x→3− x−3 0 x→3

x+1
(d) f (x) = sin(x) x0 = 0
Hier muss verwendet werden, dass der Sinus leicht rechts von null negativ und leicht rechts von
x+1 1 1 x+1 1 1
null positiv ist. lim = “ + “ = “ − “ = −∞, lim = “ − “ = “ + “ = ∞.
x→0 − sin(x)
+ −0 0 x→0 − sin(x)
− −0 0
Somit existiert lim f (x) nicht.
x→0

Aber Vorsicht, ein Grenzwert der “ 0c “ (c 6= 0) ergibt hat weiterhin null als Antwort.

Mathe 3GF 04.03 Nr4,5

0
Bei den folgenden Aufgaben ist das Hauptproblem die Grenzwerte der Form „ 0 “. Auch hier muss
man kürzen.

Beispiel 4.48. Hier nutzen wir dritte Binome und das Faktorisieren von quadratischen Termin (etwa
mittels QUADRGLG-Programm) bevor wir kürzen können:
1 − x2 (1 − x)(1 + x) 1−x
(a) lim = lim = lim =2
x→−1 x + 1 x→−1 (x + 1) x→−1 1
2x2 − 10x + 8 2 · (x − 4) · (x − 1) 2(x − 1)
(b) lim = lim = lim =6
x→4 x−4 |{z} x→4 x−3 x→4 1
QUADGLG

x3 − x x · (x − 1) · (x + 1) x · (x + 1) 1·2 1
(c) lim 2
= lim = lim = =
x→1 x + 2x − 3 x→1 (x − 1) · (x + 3) x→1 (x + 3) 1+3 2

Mathe 3GF 04.03 Nr6,7

Falls sich die Polynome nicht ganz einfach faktorisieren lassen, so hilft der Teilbarkeitssatz:

x3 −x2 +x−1
Beispiel 4.49. Wir berechnen lim x2 −1
.
x→1
Setzt man für x den Wert Eins ein, so erhält man den Fall „ 00 “. Nun hilft zum Kürzen der Folgende
Satz:

Satz 4.50. (Teilbarkeitssatz)


Sei f (x) = a0 + a1 x + a2 x2 + ... + an xn ein Polynom n-ten Grades und a eine Nullstelle (das heisst,
dass f (a) = 0 gilt), so ist das Polynom f (x) durch (x − a) teilbar.
In anderen Worten: Es gibt ein Polynom g(x) (von Grad n − 1) so dass gilt: f (x) = (x − a)g(x).

103
Das Prinzip um die Polynome aufzuteilen heisst Polynomdivision. Dies ist sehr ähnlich zur schriftlichen
Division und sei am Beispiel demonstriert:

x2
 
−1 : x−1 =x+1
− x2 + x
x−1
−x+1
0
x2 −1
Somit ist x−1 = x + 1, also ist x2 − 1 = (x + 1)(x − 1).

Und nun gilt dasselbe Prinzip für die Funktion f (x) = x3 − x2 + x − 1 und a = 1,
da f (1) = 13 − 12 + 1 − 1 = 0.
x3 − x2 + x − 1 : x − 1 = x2 + 1
 

− x3 + x2
x−1
−x+1
0
x3 x2
− +x−1
Also ist = x2 + 1 und damit x3 − x2 + x − 1 = (x − 1)(x2 + 1).
x−1

Nun können wir kürzen und somit den Grenzwert berechnen:


x3 − x2 + x − 1 (x − 1)(x2 + 1) x2 + 1 2
lim = lim = lim = =1
x→1 x2 − 1 x→1 (x − 1)(x + 1) x→1 x + 1 |{z} 2
x=1 einsetzen

Bemerkung 4.51. Wäre nach dem Durchführen des Verfahrens weiter der Fall „ 00 “, so müsste das
Verfahren nochmal angewandt werden.

Mathe 3GF 04.03 Nr8

Bemerkung 4.52. Einige weitere wichtige Beispiele werden wir im vierten Jahr sehen:
sin x
lim x =1
x→0
lim (1 + n1 )n = e
n→∞
lim (1 + nx )n = ex
n→∞
Die Regel, die wir benutzen werden heisst „Regel von Bernouilli de l’Hospital“.

Viele Sätze kann man mit Hilfe der Definition direkt beweisen. Folgende Bemerkung stellt wichtige die
wichtigsten Eigenschaften dar,hier jedoch ohne Beweis.

Bemerkung 4.53. Folgende Eigenschaften gelten für a ∈ R ∪ {±∞} und b, b1 , b2 ∈ R.

• Gilt lim f (x) = b1 und lim g(x) = b2 so gilt lim (f (x) + g(x)) = lim f (x) + lim g(x) = b1 + b2 .
x→a x→a x→a x→a x→a

104
• Gilt lim f (x) = b1 und lim g(x) = b2 so gilt lim (f (x) − g(x)) = lim f (x) − lim g(x) = b1 − b2 .
x→a x→a x→a x→a x→a

• Gilt lim f (x) = b und sei c ∈ R eine reelle Zahl, so gilt lim (c · f (x)) = c · lim f (x) = c · b.
x→a x→a x→a

• Gilt lim f (x) = b1 und lim g(x) = b2 so gilt lim (f (x) · g(x)) = lim f (x) · lim g(x) = b1 · b2 .
x→a x→a x→a x→a x→a

f (x) lim f (x)


x→a b1
• Gilt lim f (x) = b1 und lim g(x) = b2 6= 0 so gilt lim = = b2 .
x→a x→a x→a g(x) lim g(x)
x→a

• Gilt lim f (x) = b1 und lim f (x) = b2 so muss b1 = b2 gelten. (Eindeutigkeit des Grenzwertes.)
x→a x→a

Einige zusätzliche Übungen zum Abschluss dieses Themas sind zu finden auf dem Blatt:

Mathe 3GF 04.04


.

4.4 Der Begriff der Stetigkeit

In diesem Kapitel wird die Stetigkeit von Funktionen untersucht - eine Funktion soll stetig sein wenn
ihr Graph zusammenhängend (also mit einem Strich zeichenbar) ist.
Im Gegensatz zu den Grenzwertbetrachtungen, wo der Rand de Definitionsbereiches Df interessant
war, geht es bei den Stetigkeitsbetrachtungen um das Verhalten im Inneren des Definitionsbereiches
Df .
Funktionen verhalten sich „brav“ im Definitionsbereich, wenn ihr Graph keinen Sprung macht. Dazu
betrachtet man links- und rechtsseitige Grenzwerte. Stimmen diese mit dem Funktionswert überein so
heisst die Funktion an dieser Stelle stetig.
Der Punkt in den folgenden Skizzen bezeichne den Punkt (a|f (a)) auf dem Graphen von f (x).
Insbesondere ist also a ∈ Df .

lim f (x) 6= lim f (x) lim f (x) = lim f (x) 6= f (a) lim f (x) = lim f (x) = f (a)
x→a+ x→a− x→a+ x→a− x→a+ x→a−
f (x) nicht stetig in a f (x) nicht stetig in a f (x) stetig in a
In den ersten zwei Grafiken hat der Graph eine Sprungstelle, in der dritten Grafik nicht. So wird dann
auch die Stetigkeit definiert:

105
Definition 4.54. (Stetigkeit am Punkt a)
Sei f (x) eine reelle Funktion und a ∈ D. f heisst stetig an der Stelle a falls

lim f (x) = lim f (x) = f (a) falls a nicht auf dem Rand von Df liegt.
x→a+ x→a−
lim f (x) = f (a) falls a auf dem rechten Rand von Df liegt.
x→a−
lim f (x) = f (a) falls a auf dem linken Rand von Df liegt.
x→a+

Dies ist nur eine von vielen Definitionen der Stetigkeit. Häufig trifft man (insbesondere in Beweisen)
folgende Charakterisierung an:
f ist stetig in a ∈ Df ⇔ ∀ > 0 ∃δ() > 0, so dass gilt:

∀x, so dass |x − a| < δ gilt: |f (x) − f (a)| < 

Definition 4.55. (Stetigkeit)


Ist eine reelle Funktion f (x) an jeder Stelle a im Definitionsbereich Df stetig, so heisst f (x)
schlechterdings stetig.

Folgende wohlbekannte Funktionen sind Beispiele stetiger Funktionen:

• Polynomfunktionen (f (x) = a0 + a1 x + a2 x2 + ... + an xn )



• f (x) = x

• f (x) = sin x, f (x) = cos x

• f (x) = arcsin x, f (x) = arccos x

• f (x) = ex , f (x) = ln(x)

Beispiel 4.56. (Vorzeichenfunktion)


Die Vorzeichenfunktion mit Dsgn = R ist nicht stetig in 0.

1 falls x > 0

Es ist sgn(x) = 0 falls x = 0 .

−1 falls x < 0

Somit ist lim f (x) = 1, lim f (x) = −1 und f (0) = 0. Nach Definition ist die Vorzeichenfunktion
x→0+ x→0−
also nicht stetig in 0.

Beispiel 4.57. (Abrunden)


Die Funktion f (x) = bxc ist die Funktion des Abrundens, also bxc = max{k ∈ Z | k ≤ x}.
Somit ist zum Beispiel b0.99c = 0, b1c = 1 und b1.1c = 1 - also wahrlich das Abrunden auf ganze
Zahlen.

106
Diese Funktion ist nicht stetig an den Stellen a ∈ Z, da links- und rechtsseitiger Grenzwert nicht
übereinstimmen.
Die Funktion ist stetig an den Stellen a ∈ R\Z.

Mathe 3GF 04.05 Nr 1

Satz 4.58. Es seien f (x) und g(x) zwei stetige Funktionen in a (also ist insbesondere a ∈ Df ∩ Dg ).

• (f + g)(x) = f (x) + g(x) ist stetig in a

• (f − g)(x) = f (x) − g(x) ist stetig in a

• (f · g)(x) = f (x) · g(x) ist stetig in a


f (x)
• ( fg )(x) = g(x) ist stetig in a falls g(a) 6= 0

• f ◦ g(x) = f (g(x)) ist stetig in a (insofern g(a) ∈ Df )

Im Beweis bedient man sich hauptsächlich der Linearität des Grenzwertes.

Satz 4.59. Sei f (x) eine bijektive stetige Funktion, so ist auch f −1 (x) stetig. (ohne Beweis)

Eine der vielen wichtigen Eigenschaften ist:


Das Vertauschen des Grenzwertes mit einer stetigen Funktion f ist möglich.

Satz 4.60. (Vertauschbarkeit)


Es seien f und g zwei stetige Funktionen und a ∈ R ∪ {−∞, ∞}. Weiter sei lim g(x) = b und f stetig
x→a
in a so gilt:
lim f (g(x)) = f ( lim g(x)) = f (b)
x→a x→a

Den Beweis lassen wir hier weg.


So unscheinbar letzter Satz auch wirken mag - er ist doch sehr praktisch. Dies zeigen folgende Beispiele:

107
Beispiel 4.61. (Grenzwert und stetige Funktionen)
1
1 lim
= ex→∞ x = e0 = 1
(i) lim e x |{z}
x→∞
ex stetig
  2       
−1 x2 −1 (x−1)·(x+1)
(ii) lim ln xx−1 = ln lim = ln lim = ln lim (x + 1) = ln(2) ≈
x→1 |{z} x→1 x−1 x→1 (x−1) x→1
ln(x) stetig
0.693

Beachte dass das ganze schief geht wenn f im Punkt a nicht stetig ist.

Beispiel 4.62. Bei der zusammengesetzten Funktion f (g(x)) = sgn(x2 ) st f (v) = sgn(v) und g(x) =
x2 funktioniert das Vertauschen für a = 0 nicht weil die Vorzeichenfunktion nicht stetig in 0 ist.
Rechnen wir mal nach:

lim sgn(x2 ) = 1
x→0+
lim sgn(x2 ) = 1
x→0−

Somit ist lim sgn(x2 ) = 1.


x→0

Vertauscht man aber die Vorzeichenfunktion und den Grenzwert so erhält man

sgn( lim x2 ) = sgn(0) = 0.


x→0

Zusammanfassend ist also


sgn( lim x2 ) = 0 6= 1 = lim (sgn(x2 ))
x→0 x→0

Häufig findet man auch Beispiele mit Beträgen, da diese natürlicherweise zu stückweise definierten
Funktionen führt:

Beispiel 4.63. (Betrag)


Es soll gezeigt werden, dass f (x) = x · |x − 2| an der Stelle x0 = 2 stetig ist.

Lsg: Dazu schreibe ich die Funktion erst stückweise definiert auf. Wo x − 2 positiv ist soll der Betrag
durch eine Klammer ersetzt werden. Ansonsten kommt zudem ein minus vor der Klammer hinzu.
(
x · (x − 2) = x2 − 2x falls x − 2 ≥ 0 ⇔ x ≥ 2
f (x) = x · |x − 2| =
x · (−1) · (x − 2) = −x2 + 2x falls x − 2 < 0 ⇔ x < 2

Nun sind lim f (x) = [x2 − 2x]x=2− = 22 − 2 · 2 = 0, lim f (x) = [−x2 + 2x]x=2+ = −22 + 2 · 2 = 0,
x→2− x→2+
f (2) = 2 · (2 − 2) = 0. Somti ist f (x) stetig in x0 = 2.

Mathe 3GF 04.05 Nr 2-4

108
5 Trigonometrie 2

Bisher ist bekannt, wie Winkel und Längen in rechtwinkligen Dreiecken berechnet werden können.
Alles was man dazu braucht ist, neben dem Satz des Pythagoras, die Definitionen von Sinus, Cosinus,
Tangens und Cotangens.
In diesem Kapitel werden die Werkzeuge zur Verfügung gestellt, so dass man Winkel und Längen auch
in nicht-rechtwinkligen Dreiecken berechnen kann.
Schliesslich werden wir einige trigonometrische Gleichungen lösen. Dazu braucht man
Additionstheoreme - dies sind Zusammenhänge zwischen den trigonometrischen Funktionen.

5.1 Grundbegriffe

Winkel werden vorerst im Gradmass geschrieben, eine ganze Umdrehung entspricht 360◦ , weitere
Winkel liest man entsprechend linear ab.
In einem Kreis mit Mittelpunkt im Ursprung eines xy-Koordinatensystems (karthesisches
Koordinatensystem) und Radius r > 0 sind:

Definition 5.1. (Sinus, Cosinus, Tangens, Cotangens)


y
sin(α) =
r
x
cos(α) =
r
y
tan(α) = / {90◦ , 270◦ , 450◦ , ...}
für α ∈
x
x
cot(α) = / {0◦ , 180◦ , 360◦ , ...}
für α ∈
y
Mathe 3GF 05.01 Nr1,2

109
Ist r = 1 so nennt man den Kreis in obiger Skizze den Einheitskreis. Die Definitionen von Sinus und
Cosinus wird dementsprechend einfacher.

Definition 5.2. (Sinus, Cosinus, Tangens und Cotangens im Einheitskreis)


Am Einheitskreis sei α der Winkel zwischen der positiven x-Achse und der Hypothenuse. Da die
Hypothenuse dem Radius des Kreises entspricht ist dieser 1. Die Komponenten des Punktes P (x|y)
können damit auch negativ sein (in untenstehender Beipsielgrafik, ist x negativ und y positiv).

Nun ist:
y x
sin(α) = y cos(α) = x tan(α) = cot(α) =
x y
Mathe 3GF 05.01 Nr3,4

Bemerkung 5.3. (Zusammenhänge und Periodizitäten)

• Es gilt:
tan α = sin α
cos α / {90◦ , 270◦ , 450◦ , ...}
für α ∈
cot α = 1
tan α = cos α
sin α / {0◦ , 180◦ , 360◦ , ...}
für α ∈

• Mathe 3GF 05.01 Nr5


Wie in der Aufgabe Mathe 3GF 05.01 Nr5 gesehen, gibt es zu jeder der vier Winkelfunktionen
von β eine entsprechende Co-Funktion von α gibt und umgekehrt. α und β sind komplementär
zueinander, d.h. sie ergänzen sich auf 90◦ . Diese Komplementbeziehung hat auch zu den
entsprechenden Namen geführt. Cosinus bedeutet beispielsweise complement sinus.

sin(β) = cos(90◦ − β) cos(β) = sin(90◦ − β)


tan(β) = cot(90◦ − β) cot(β) = tan(90◦ − β)

Die Funktion eines spitzen Winkels ist gleich der Co-Funktion des Komplementwinkels.
Mathe 3GF 05.01 Nr6

110
• Trigonometrische Funktionen (Variable α) sind periodisch, für alle k ∈ Z gilt gemäss der
Definition am Einheitskreis:

sin(α + k · 360◦ ) = sin α cos(α + k · 360◦ ) = cos α

tan(α + k · 180◦ ) = tan α cot(α + k · 180◦ ) = cot α

• Einige wichtige Sinus- und Cosinuswerte stehen auch im Formelbuch, so etwa, gemäss den
Beziehungen am Einheitskreis:
sin(0◦ ) = 0 cos (0◦ ) =√1 tan(0◦ ) =√0
sin(30◦ ) =√12 cos (30◦ ) = √23 tan(30◦ ) = 33
sin(45◦ ) = √22 cos (45◦ ) = 22 tan(45◦ ) = 1

sin(60◦ ) = 23 cos (60◦ ) = 12 tan(60◦ ) = 3

sin(90 ) = 1 cos (90◦ ) = 0 cot(90◦ ) = 0

• Wendet man den Satz von Pythagoras an, so erhält man die wohl wichtigste trigonometrische
Beziehung:

sin2 (α) + cos2 (α) = 1

Mathe 3GF 05.01 Nr7

• Bekannt als Quadrantenrelationen folgende Gleichungen gelten (siehe Einheitskreis):

Die Punkte Pi sind Spiegelungen von P (x|y) an den Koordinatenachsen.

111
90◦ − α sin(90◦ − α) = cos(α) cos(90◦ − α) = sin(α)
tan(90◦ − α) = cot(α) cot(90◦ − α) = tan(α)

90◦ + α sin(90◦ + α) = cos(α) cos(90◦ + α) = − sin(α)


tan(90◦ + α) = − cot(α) cot(90◦ + α) = − tan(α)

180◦ − α sin(180◦ − α) = sin(α) cos(180◦ − α) = − cos(α)


tan(180◦ − α) = − tan(α) cot(180◦ − α) = − cot(α)

180◦ + α sin(180◦ + α) = − sin(α) cos(180◦ + α) = − cos(α)


tan(180◦ + α) = tan(α) cot(180◦ + α) = cot(α)

360◦ − α sin(360◦ − α) = − sin(α) cos(360◦ − α) = cos(α)

−α sin(−α) = − sin(α) cos(−α) = cos(α)


tan(−α) = − tan(α) cot(−α) = − cot(α)

Die letzte Zeile ergibt sich, da der Punkt zu −α der Punkt P3 (x| − y) ist.

Beispiel 5.4. (Quadrantenrelationen um zugehörige Winkel zu finden)


Finde graphisch alle Winkel α ∈ [0◦ , 360◦ [ für die gilt:
(a) sin(α) = 0.369 (b) cos(α) = 0.963

Lsg:

(a) Der Sinus ist die Höhe des rechtwinkligen Dreieck am Einheitskreis. Konstruiert man einen Kreis
mit Radius 1, so zieht man eine parallel Gerade zu x-Achse auf eine Höhe von etwa 0.369 und
misst die zugehörigen Winkel. Diese sind:

α1 = 21.654◦ , α2 = 158.346◦

Hier sieht man, dass α2 = 180◦ − α1 ist, wie oben in den Quadrantenrelationen gesehen.

(b) Der Cosinus ist der zugehörige y-Wert, womit eine parallele Gerade zur y−Achse im positiven
Abstand 0.963 konstruiert wird. Dies ergibt die Werte:

α1 = 15.635◦ , α2 = 344.365◦

Hier sieht man exemplarisch die Quadrantenrelation des Cosinus, denn x2 = 360◦ − α1 .

Zu einer rechnerischen Lösung dieser Aufgabe kommen wir, nachdem die trigonometrischen Funktionen
und ihre Umkehrfunktionen eingeführt worden sind.

Mathe 3GF 05.01 Nr8-15

112
5.1.1 Das Bogenmass

Ein weitere wichtige Definition im Zusammenhang mit trigonometrischen Funktionen ist das
Bogenmass.

Definition 5.5. (Bogenmass)


Die Länge des Bogens im Sektor des Einheitskreises der zum Winkel α gehört heisst Bogenmass von
α. Dies wird notiert als arc(α).

Bekanntlich ist die Bogenlänge des ganzen Kreises mit Radius r = 1: 2πr = 2π. Ein „ganzer Kreis“
entspricht wiederum 360◦ , also ist arc(360◦ ) = 2π. Allgemein gilt, gemäss Dreisatz:

π 180◦
arc(α) = ·α und α= · arc(α)
180◦ π
π
Bemerkung 5.6. • Häufig schreibt man das arc von arc(α) nicht, also man schreibt α = 4 anstatt
π
arc(α) = 4. Dies ist immer noch eindeutig, denn wird ein Winkel im Gradmass angegeben so
schreibt man am Schluss ein „ ◦ “, im Bogenmass nicht.

• Rechnet man im Taschenrechner so ist es wichtig zwischen Grad- und Bogenmass zu


unterscheiden. Drückt man die MODE-Taste kann man dort Degree (dies ist das Gradmass)
oder Radian (dies ist das Bogenmass) wählen.

Beispiel 5.7. (Umrechnung Grad- und Bogenmass)


Man rechne 30◦ ins Bogenmaas und 1 ins Gradmass um.

Lsg: Man wende direkt die Umrechnung an:

π π
α= ◦
· 30◦ =
180 6
180◦ 180◦
α= ·1 = 57.296◦
π π

Mathe 3GF 05.01 Nr16

113
5.2 Trigonometrische Funktionen

Nun - um eine Gleichung wie etwa sin α = 0.25 zu lösen braucht man die Arcusfunktionen.
Arcusfunktionen sind also die Umkehrfunktionen der trigonometrischen Funktionen für geeignet
eingeschränkte Definitionsbereiche.
Der Variable sagen wir nun nicht mehr α sonder, wie von anderen reellen Funktionen bekannt x.
Da sin x, cos x, tan x und cot x mit Df = R periodische Funktionen sind, sind sie nicht injektiv. Damit
haben sie keine Umkehrfunktion wenn man den Definitionsbereich nicht einschränkt.

Sinus und Arcussinus

π π π π
f : [− ; ] → [−1; 1] f −1 (x) : [−1; 1] → [− ; ]
2 2 2 2
x 7→ sin x x 7→ arcsin x

Bemerkung 5.8. Im Taschenrechner ist die arcsin-Funktion als sin−1 anwählbar. Beim rechnen sollte
man sich des aktuellen Modes (RADIAN oder DEGREE) bewusst sein. Lässt man eine Funktion
aufzeichnen so sollte man im Zoom-Menü den Trigzoom aktivieren.

Beispiel 5.9. (Arcusfunktionen als Umkehrfunktion)


Im RADIAN-Mode gilt: sin π6 = 21 , demnach ist arcsin 12 = π6 .
Im DEGREE-Mode gilt: sin 30◦ = 12 , demnach ist arcsin 21 = 30◦ .

Cosinus und Arcuscosinus

f : [0; π] → [−1; 1] f −1 (x) : [−1; 1] → [0; π]


x 7→ cos x x 7→ arccos x

114
Bemerkung 5.10. Im Taschenrechner ist die arccos-Funktion als cos−1 anwählbar. Beim rechnen
sollte man sich des aktuellen Modes (RADIAN oder DEGREE) bewusst sein. Lässt man eine Funktion
aufzeichnen so sollte man im Zoom-Menü den Trigzoom aktivieren.

Beispiel 5.11. (Arcusfunktionen als Umkehrfunktion)


√ √
3
Im RADIAN-Mode gilt: cos π6 = 2√ , demnach ist arccos 23 = π6 .

Im DEGREE-Mode gilt: cos 30◦ = 23 , demnach ist arccos 23 = 30◦ .

Tangens und Arcustangens

π π π
f : R\{(2k + 1) · | k ∈ Z} → R f −1 (x) : R →] − ; [
2 2 2
x 7→ tan x x 7→ arctan x

Bemerkung 5.12. Im Taschenrechner ist die arctan-Funktion als tan−1 anwählbar. Beim Rechnen
sollte man sich des aktuellen Modes (RADIAN oder DEGREE) bewusst sein. Lässt man eine Funktion
aufzeichnen so sollte man im Zoom-Menü den Trigzoom aktivieren.

Beispiel 5.13. (Arcusfunktionen als Umkehrfunktion)


√ √
3
Im RADIAN-Mode gilt: tan π6 = 3√ , demnach ist arctan 33 = π6 .

Im DEGREE-Mode gilt: tan 30◦ = 33 , demnach ist arctan 33 = 30◦ .

Mathe 3GF 05.01 Nr17

Bemerkung 5.14. (Eigenschaften)

• Die Periode ist bekanntlich die kleinste Zahl P für die gilt f (x) = f (x + P ) für alle x im
Definitionsbereich. Demnach sind die trigonometrischen Funktionen....

... Sinus und Cosinus 2π-periodisch.


... Tangens π-periodisch.

• Gemäss der Definition am Einheitskreis sind, wie man es auch an den Graphen gut erkennt:
NS von sin(x): die Vielfachen von π: {kπ | k ∈ Z}
NS von cos(x): die Vielfachen von π um π2 verschoben: { 2k+1
2 π | k ∈ Z}
NS von tan(x): die NS von Sinus:: {kπ | k ∈ Z}

115
Beispiel 5.15. Finde alle α ∈ [0◦ ; 360◦ [ so dass sin α = 0.25 ist.
Lsg: Mit dem Taschenrechner kann man berechnen, dass α1 = arcsin(0.25) = 14.47◦ ist. Eine weitere
Lösung erhält man durch die Quadrantenrelationen: α2 = 180◦ − α1 = 165.52◦ . Alternativ kann man
dies auch direkt an der Sinusfunktion ablesen.

Und zum Beispiel, welches wir vorher “nur“ graphisch gelöst haben, nur in einer analytischen Lösung.

Beispiel 5.16. (Quadrantenrelationen um zugehörige Winkel zu finden)


Finde rechnerisch alle Winkel α ∈ [0◦ , 360◦ [ für die gilt:
(a) sin(α) = 0.369 (c) tan(α) = −1.12
(b) cos(α) = 0.963 (d) sin2 (α) = 0.75

Lsg:

(a) Den ersten Winkel erhält man mittels der Umkehrfunktion des Rechners, die zweite Lösung
jeweils mittels der Quadrantenrelation.

α1 = arcsin(0.369) = 21.654◦ , α2 = 180◦ − α1 = 158.346◦ ⇒ L = {21.654◦ , 158.346◦ }

(b) Den ersten Winkel wird erneut mittels der Umkehrfunktion des Rechners gefunden, die zweite
Lösung jerneut mit der Quadrantenrelation - nun jene für den Cosinus.

α1 = arccos(0.963) = 15.635◦ , α2 = 360◦ − α1 = 344.365◦ ⇒ L = {15.635◦ , 344.365◦ }

(c) Die erste Lösung ist α = arctan(−1.12) = −48.240◦ - diese Lösung muss zurück in den Lösungsbereich
von α ∈ [0◦ , 360◦ [ verschoben ist - dies geschieht mittels der Periodizität von π
2 = 90◦ und damit
gibt es zwei Lösungen im Lösungsbereich: α1 = −48.240◦ +180◦ = 131.760◦ und α2 = α1 +180◦ =
311.760◦ . Die Lösungen werden also alle mittels der Periodizität gefunden:

L = { 131.760◦ , 311.760◦ }

(d) Zieht man die Wurzel, so gibt es zwei Teile der Lösung:

sin2 (α) = 0.75



sin(α) = ± 0.75
√ √
sin(α) = 0.75
√ sin(α) = − 0.75

x1 = arcsin( 0.75) = 60◦ x3 = arcsin(− 0.75) = −60◦ = 360◦ − 60◦ = 300◦ Die
x2 = 180◦ − 60◦ = 120◦ x4 = 180◦ − 300◦ = −120◦ = 360◦ − 120◦ = 240◦
Lösungen sind folglich L = {60◦ , 120◦ , 240◦ , 300◦ }.

116
5.3 Additionstheoreme

Im Folgenden werden wir einige Hilfsmittel zusammenstellen um Trigonometrische Gleichungen zu


lösen.
In diesem Kapitel geht es um Rechenregeln im Zusammenhang mit den trigonometrischen Funktionen.
Das Problem ist, so der Slang der Mathematiker, dass trigonometrische Funktionen, nicht linear sind.
Dies sei an zwei Beispielen illustriert:

sin(90◦ ) = sin(30◦ + 60◦ ) 6= sin(30◦ ) + sin(60◦ )


| {z } | {z } | {z √
}
=1 = 12 = 3
2

sin(90◦ ) = sin(2 · 45◦ ) 6= 2 sin(45◦ )



| {z } | {z }
=1 = 2

In diesem Kapitel wird gezeigt, wie man sin(α + β), sin(α − β), cos(α + β), cos(α − β), ... berechnet.

5.3.1 Additionstheoreme um den Sinus

Satz 5.17. (Additionstheoreme um den Sinus)


Für alle Winkel α und β gilt:

sin(α + β) = sin(α) cos(β) + sin(β) cos(α)


sin(α − β) = sin(α) cos(β) − sin(β) cos(α)

Beweis. * Der Beweis beginnt beim Sinussatz, wobei r der Umkreisradius ist:

Nun wird die Seite c auf zwei Wegen berechnet.


a b c
= = = 2r
sin(α) sin(β) sin(γ)
c = 2r · sin(γ) | Innenwinkelsumme
c = 2r · sin(180◦ − (α + β)) | sin(180◦ − δ) = sin(δ)
c = 2r · sin(α + β)

117
c = c1 + c2 | Definition von Sinus und Cosinus
= a · cos(β) + b · cos(α) |Sinussatz: a = 2r · sin(α), b = 2r · sin(β)
= 2r · sin(α) · cos(β) + 2r · sin(β) · cos(α)
= 2r (sin(α) · cos(β) + sin(β) · cos(α))

Kombiniert man diese beiden Wege c zu berechnen, so erhält man:

c = c
2r · sin(α + β) = 2r (sin(α) · cos(β) + sin(β) · cos(α)) | : 2r
sin(α + β) = sin(α) · cos(β) + cos(α) · sin(β)

Nun noch zur Formel für sin(α − β). Hier verwendet man, dass der Sinus ungerade (d.h. sin(−δ) =
− sin(δ)) und der Cosinus gerade (d.h. cos(−δ) = cos(δ)) ist.

sin(α − β) = sin(α + (−β)) | Satz für sin(α + β)


= sin(α) cos(−β) + cos(α) sin(−β) | Symmetrie von Sinus und Cosinus
= sin(α) cos(β) + cos(α) · (− sin(β))
= sin(α) cos(β) − cos(α) · sin(β)

5.3.2 Additionstheoreme um den Cosinus

Satz 5.18. (Additionstheoreme um den Cosinus)


Für alle Winkel α und β gilt:

cos(α + β) = cos(α) cos(β) − sin(α) sin(β)


cos(α − β) = cos(α) cos(β) + sin(α) sin(β)

Beweis. Wir nutzen, dass cos(x) = sin(90◦ + x) und die Additionstheoreme für den Sinus:

cos(α + β) = sin(90◦ + (α + β)) = sin((90◦ + α) + β) = sin(90◦ + α) · cos(β) + sin(β) · cos(90◦ + α)


| {z } | {z }
=cos(α) =− sin(α)
= cos(α) · cos(β) − sin(α) · sin(β)

cos(α − β) = sin(90◦ + (α − β)) = sin((90◦ + α) − β) = sin(90◦ + α) · cos(β) − sin(β) · cos(90◦ + α)


| {z } | {z }
=cos(α) =− sin(α)
= cos(α) · cos(β) + sin(α) · sin(β)

118
5.3.3 Additionstheoreme um den Tangens

Satz 5.19. (Additionstheoreme um den Tangens)


Für alle Winkel α und β gilt:
tan(α) + tan(β) tan(α) − tan(β)
tan(α + β) = und tan(α − β) =
1 − tan(α) · tan(β) 1 + tan(α) · tan(β)
Ich beweise den ersten Teil des Satzes, der zweite Teil wird eine Aufgabe sein.

Beweis. Es wird direkt mittels der Definition des Tangens nachgerechnet:

sin(α + β)
tan(α + β) = |Formel für sin(α + β) und cos(α + β)
cos(α + β)
1
sin(α) cos(β) + sin(β) cos(α) cos(α) cos(β)
= | · 1
cos(α) cos(β) − sin(α) sin(β) cos(α) cos(β)
| {z }
=1
1
(sin(α) cos(β) + sin(β) cos(α)) · ( cos(α) cos(β) )
=
(cos(α) cos(β) − sin(α) sin(β)) · ( cos(α)1cos(β) )
sin(α) sin(β)
cos(α) + cos(β) tan(α) + tan(β)
= sin(α) sin(β)
=
1 − cos(α) · cos(β) 1 − tan(α) · tan(β)

Mathe 3GF 05.02 Nr1

5.3.4 Verdoppelungsformel und Formel des halben Winkels

Lemma 5.20. (Verdoppelungsformel und Formel des halben Winkels)


Aus den Additionstheoremen für Sinus und Cosinus ergeben sich folgende Formeln (die für alle Winkel
α gelten):

sin(2α) = 2 · sin(α) · cos(α)


cos(2α) = 2 cos2 (α) − 1 = 1 − 2 sin2 (α)
2 tan(α)
tan(2α) =
1 + tan2 (α)
r
α 1 − cos(α)
sin( ) = ±
2 r 2
α 1 + cos(α)
cos( ) = ±
2 2
α 1 − cos(α) sin(α)
tan( ) = =
2 sin(α) 1 + cos(α)

119
Diese Eigenschaten folgen aus den Sätzen der vorderen Unterkapitel - es wird eine Aufgabe sein dies
zu berechnen.
Mathe 3GF 05.02 Nr2-17 (*: Nr4,6,10,12,14,16,17)

5.4 Trigonometrische Gleichungen

Für viele Arten von Gleichungen sind die Lösungen bekannt.


q
Lineare Gleichung: mx + q = 0 x=− falls m 6= 0
m √
−b ± b2 − 4ac
Quadratische Gleichungen: ax2 + bx + c = 0 x = falls b2 − 4ac ≥ 0
2a
...

In diesem Kapitel geht es darum, Gleichungen die trigonometrische Terme enthalten zu lösen. Eine
solche wäre beispielsweise:
1
2 · sin3 (x) + tan(2x) =
2
Trigonometrische Gleichungen sind also Gleichungen in denen Variablen, Faktoren, Sinus, Cosinus,
Tangens, Produkte und/oder Quotienten von solchen und Summen letzgenannter vorkommen.
Ziel wird es auch hier sein, die Lösungsmenge L zu finden.

Beispiel 5.21. Ich zeige an dieser Stelle ein graphisches Lösungsverfahren mit Hilfe der Graphen und
alternativ eine rechnerische Lösung, nach der anschliessend häufig gefragt wird.
Ges: x ∈ [0◦ , 360◦ ] so dass sin(x) = 3 cos(x)

Grafische Lösung:

sin(x) = 3 cos(x)
f (x) = g(x)

Man muss also die beiden Graphen zu den Funktionen f (x) = sin(x) und g(x) = 3 cos(x) miteinander
schneiden. Dies kann man mit dem Taschenrechner tun.

120
Hat man beide Funktionen eingetragen, so kann man unter 2nd → TRACE,CALC → 5:intersect jeden
Schnittpunkt einzeln berechnen lassen. Die Schnittpunkte sind A(71.57◦ |0.949) und B(251.57◦ |0.949).
Die Lösungsmenge ist nun die Menge der x-Komponenten der Schnittpunkte, also L =
{71.57◦ , 251.57◦ }.

Bemerkung 5.22. (Gleichung näherungsweise mit dem Rechner lösen)


Jede Gleichung kann auch graphisch mittels des Rechners gelöst werden -insofern man in etwa die
Lösung erahnen kann (wie etwa in physikalischen Anwendungen der geometrsichen Optik). Ich zeige
2
x ◦ ◦
schrittweise, wie man die Gleichung sin(x) + cos( 30◦ ) = 4 cos(x) für x ∈ [−90 , 90 ].

1. Die Gleichung als Nullgleichung aufschreiben - das heisst “alles auf eine Seite“, so dass rechts vom
Gleichzeichen nur eine Null steht.
x2
sin(x) + cos( ) − 4 cos(x) = 0
30◦

2. Das WINDOW entsprechend der erwarteten Lösung einstellen.


Hier sollen Lösungen in [−90◦ , 90◦ ] gefunden werden - man stelle mittels der WINDOW-Taste
etwas über diesem Bereich ein:
Xmin = −100, Xmax = 100, Ymin = −10, Ymax = 10
Zudem soll in deisem Besipiel, da als Resultat Grad gesucht sind, kontrolliert werden, dass der
Rechner im DEGREE-MODE ist.

3. Die Gleichung mittels ZERO-Funktion lösen.


Man nutze die Funktion 2nd-TRACE(CALC)-2:ZERO, welche die Nullstellen numerisch
bestimmt. Nun nimmt man sich die Nullstellen im vorgegebenen Bereich zur Brust. Hier gibt
es nur einen am “rechten Rand“.

 Der Rechner frägt erst nach der “Left Bound“: Mit dem Cursor links von der Nullstelle (nicht
zu weit weg) fahren und mit ENTER bestätigen.
 Der Rechner frägt dann nach der “Right Bound“: Mit dem Cursor rechts von der Nullstelle
(nicht zu weit weg) fahren und mit ENTER bestätigen.
 Der Rechner frgt dann schliesslich nach eine Schätzung der “Guess“: Mit dem Cursor etwa
auf die Nullstelle (zwingend zwischen rechter und linker Grenze) fahren und mit ENTER
bestätigen.

Nun rechnet der TI-83 durch ein numerisches Verfahren die Nullstelle. Insofern man nach obigem
Rezept vorgegangen ist gibt der Rechner rechts unten die Lösung als X = an und links sieht
man, als Bestätigung, dass Y = 0 (oder ziemlich klein) ist.
Hat man mehrere Nullstellen, so muss dieser letzten Schritt mehrfach durchgeführt werden.

121
In unserem Beispiel sieht dies etwa folgendermassen aus:

Die Lösung ist demnach x = 83.9624◦ .


Die zweite Lösung von x = −95.825◦ liegt nicht im Intervall [−90◦ , 90◦ ].

So kann im Prinzip jede Gleichung gelöst werden, doch: Insofern nicht explizit darauf hingewiesen wird
dass approximativ mittels der Nullstellenfunktion des Rechners gelöst werden soll, muss von Hand (mit
Ausnahme der Arcus-Tasten des Rechners) gerechnet werden.

Rechnerische Lösung:

sin(x) = 3 cos(x) | : cos(x)


sin(x)
= 3
cos(x)
tan(x) = 3
x1 = arctan(3) = 71.57◦
x2 = 180◦ + x1 = 251.57◦

Die Lösungsmenge ist also L = {71.57◦ , 251.57◦ }.

Beispiel 5.23. .
Ges: x ∈ [0◦ , 360◦ ] so dass sin2 (x) − 3 cos2 (x) = 1
Lsg:

sin2 (x) − 3 cos2 (x) = 1 | sin2 (x) = 1 − cos2 (x)


1 − cos2 (x) − 3 cos2 (x) = 1
1 − 4 cos2 (x) = 1
cos2 (x) = 0
x1 = arccos(0) = 90◦
x2 = 360◦ − x1 = 270◦

Die Lösungsmenge ist also L = {90◦ , 270◦ } .

122
Beispiel 5.24. Der rechnerische Weg erfordert häufig die Verwendung der Additionstheoreme, wie
folgendes Beispiel zeigt:
Ges: x ∈ [0◦ , 360◦ ] so dass tan(x) + tan(2x) = 0
Lsg:

tan(x) + tan(2x) = 0 | Additionstheorem


2 tan(x)
tan(x) + = 0
1 − tan2 (x)
tan(x) · (1 − tan2 (x)) + 2 tan(x)
= 0 | · (1 − tan2 (x))
1 − tan2 (x)
tan(x) · (1 − tan2 (x)) + 2 tan(x) = 0
tan(x) · (3 − tan2 (x)) = 0

tan(x) = 0 oder 3 − tan2 (x) = 0


x1 = arctan(0), x2 = 180◦ + x1 oder tan2 (x) = 3

x1 = 0◦ , x2 = 180◦ oder tan(x) = ± 3

x1 = 0◦ , x2 = 180◦ oder x3 = arctan( 3), x4 = 180◦ + x3 ,

x5 = arctan(− 3), x6 = 180◦ + x5
x1 = 0◦ , x2 = 180◦ oder x3 = 60◦ , x4 = 240◦ ,
x5 = 300◦ , x6 180◦ + x5 (−360◦ ) = 120◦

Die Menge welche alle Lösungen enthält ist L = {0◦ , 60◦ , 120◦ , 180◦ , 240◦ , 300◦ }.

Und nun gibts nur eines: Üben, üben, üben ...


Mathe 3GF 05.03 Nr1-9 (komplett), (*:Nr5jkl, Nr6,9)

123
Übungen Mathematik 3 GF 01.01
Vektorgeometrie - Einführung zum Vektorbegriff

( steht für ein Video, das für diese Aufgabe zur Verfügung steht.)

1. Welche der folgenden Pfeile gehören zu demselben Vektor?

2. LS 9/10, S.213 , Nr.1

Auf einem Würfel mit den Eckpunkten A, B, C, D, E, F, G, H werden Pfeile auf


−−→
den Kanten gebildet (z.B. AB ist der Pfeil von A nach B). Wie viele solcher Pfeile
gibt es und wie viele verschiedene Vektoren definieren diese Pfeile?

3. LS 9/10, S.213 , Nr.2

Wie viele verschiedene Vektoren können mittels der Eckpunkte


eines Tetraeders als Anfangs- und Endpunkt des Vektors festgelegt
werden?

4. LS 9/10, S.213 , Nr.3

A sei der Anfangspunkt eines Vektors ~a 6= ~0 mit Endpunkt A1 und durch den
Gegenvektor von ~a mit Startpunkt A sei A2 als dessen Endpunkt definiert. Der
Punkt B sei der Endpunkt von ~b mit Anfangspunkt A. Wie müssen ~a und ~b gewählt
werden, damit das Dreieck A1 BA2 ...

(a) ... gleichschenklig ist. (b) ... gleichseitig ist.


5. LS 9/10, S.213 , Nr.4

Es sei A der Anfangspunkt des Vektors ~v . Die Endpunkte von ~v und dem Gegenvektor
von ~v heissen A1 und A3 . Auf gleiche Art werden mittels w
~ die Punkte A2 und A4
definiert. Welche Eigenschaften hat das Viereck A1 A2 A3 A4 , wenn ~0 6= ~v 6= w
~ 6= ~0
gilt?

6. LS 9/10, S.213 , Nr.6

Betrachte das Dreieck ∆ABC und die Achse a sowie die zu a parallele Achse
a|| . Nun wird ∆ABC erst an a und dann an a|| gespiegelt. Das resultierende
Dreieck ∆A0 B 0 C 0 ist eine Verschiebung von ∆ABC. Welche Aussagen über von
Verschiebungsvektor sind möglich?

7. Zeige durch Konstruktion, dass für die gezeichneten Vektoren gilt:

~a + ~b = ~b + ~a (Kommutativität)
~ ~
(~a + b) + ~c = ~a + (b + ~c) (Assoziativität)

8. Zeige für die unten dargestellten Vektoren durch Konstruktion, dass ~a − ~b der
inverse Vektor zu ~b − ~a ist.
9. LS 9/10, S.216 , Bsp 2

Die Punkte R und S sind Kantenmittelpunkte des neben-


−→
stehenden Quaders und bilden den Vektor RS. Drücke ihn
als Linearkombination von ~a, ~b und ~c aus.
.

10. Zeichne beliebige drei Vektoren ~a, ~b und ~c in der Ebene. Konstruiere:

(a) d~ = ~a − 2~b + 12 ~c,


(b) ~e dermassen, dass ~c = ~a − 2~b + ~e gilt.

11. Zeige, dass sich in jedem Parallelogramm die Diagonalen halbieren.

12. LS 9/10, S.216 , Nr.1aghi

Vereinfache soweit wie möglich:


(a) 2(~a + ~b + ~a) (c) 6(~a − ~b) + 4(~a + ~b)
.
(b) 3(~a + 2(~a + ~b)) (d) 7~u + 5(~u − 2(~u + ~v ))

13. LS 9/10, S.216 , Nr.2c

Konstruiere (~a + ~b) − (~c + d)


~ und (~a − ~b) + (~c − d)
~ mit den Vektoren:
14. LS 9/10, S.216 , Nr.3

Drücke die Vektoren ~x, ~y , ~z in nebenstehender Grafik


als Linearkombination von ~a, ~b und ~c aus.
.

15. LS 9/10, S.216 , Nr.5

Betrachte eine quadratische Pyramide ABCDS mit Spitze S. Drücke den Vektor
−→ −→ −−→ −−→
CS mit den Vektoren AS, AB und DA aus.

16. LS 9/10, S.216 , Nr.6

Betrachte das nebenstehende regelmässigen Sechseck mit


Schwerpunkt M .

(a) Drücke ~c, d~ und ~e als Linearkombination


der Vektoren ~a und ~b aus.
(b) Drücke ~a, ~b und ~c als Linearkombination
der Vektoren d~ und ~e aus.

17. LS 9/10, S.217 , Nr.7

Ein Mann hat zwei gleichstarke Hunde, welche in einem Winkel von 40◦ an Herrn
Meier ziehen. In welche Richtung wirkt die resultierende Kraft - konstruiere!

18. LS 9/10, S.217 , Nr.10

Es sei O der Ursprung und A 6= B seien zwei Punkte deren Mitte M sei. Weiter
−→ −−→ −−→
sind ~a = OA, ~b = OB und m~ = OM . Schreibe m~ als Linearkombination von ~a
und ~b hin.

19. LS 9/10, S.217 , Nr.11


−−→
Der Punkt M sei der Schwerpunkt des Parallelogramms ABCD. Weiter ist AB =
−−→ −−→ −−→ −−→ −−→
~a und AD = ~b. Schreibe die Vektoren M A, M B, M C und M D als Linearkombination
von ~a und ~b an.

20. LS 9/10, S.217 , Nr.12

Im Dreieck ∆ABC seien Ma , Mb , Mc die Seitenmittelpunkte.


−−−→ −−−→ −−−→ −−−−→ −−−−→ −−−−→
Drücke AMa , BMb , CMc , Ma Mb , Ma Mc , Mb Mc als Linearkomination der zwei
−−→ −→
Vektoren ~u = AB und ~v = AC aus.
21. LS 9/10, S.217 , Nr.13
−−→ −→ −−→
Es seien, im allgemeinen Viereck ABCD, ~b = AB, ~c = AC, d~ = AD. Drücke
−−→ −−→ −−→
BC, BD und CD als Linearkombination von ~b, ~c und d~ aus.

22. LS 9/10, S.217 , Nr.14

Das Quadrat ABCD ergibt mit der Spitze S eine regelmässige, quadratische
−→ −−→ −−→ −−→ −−→
Pyramide. Drücke die Vektoren SD, AB, BC, DA und CD als Linearkombination
−→ −→ −→
von SA, SB und SC aus.

23. LS 9/10, S.217 , Nr.15

Betrachte den Würfel ABCDEF GH (mit der Standartbeschriftung). Hierbei ist


A die Ecke vorne, unten, links. M1 sind die Mitte der vorderen, M2 die Mitte
der rechten Seitenfläche und M3 die Mitte der hinteren Seitenfläche. Weiter sind
−−→ −−→ −→ −−−→ −−−→ −−−→
AB = ~a, AD = ~b und AE = ~c. Drücke die Vektoren AM1 , AM2 , AM3 als
Linearkombination von ~a, ~b, ~c aus.

24.* Im Dreieck ∆ABC liegt D auf der Strecke AC und E auf AB.
Weiter ist AE = 13 AB sowie CD = 25 AC. Schliesslich ist bekannt, dass sich BD
BF CF
und CE in F schneiden. Berechne den Bruchteil x = BD und y = CE .

25.* Im Dreieck ∆ABC liegt D auf der Strecke AC und E auf BC. Weiter ist AD =
1 1
4 AC sowie CE = 3 BC. Schliesslich ist bekannt, dass sich BD und AE in F
BF
schneiden. Berechne den Bruchteil x = BD und y = EF
AE
.
Übungen Mathematik 3 GF 01.02
Vektorgeometrie - Komponenten von Vektoren und erste Anwendungen

1. LS 9/10, S.221 , Nr.2

Wo liegen alle Punkt P (x|y|z) im karthesischen Koordina-


tensystem, wenn...

(a) ... x = 0 oder y = 0 oder z = 0 ist.


(b) ... die y- und die z-Komponente null sind.

     
−3 ~ 2 0
2. Gib die Komponenten von d~ = 3~a−2~b−~c für ~a = ,b = und ~c = .
4 −1 −5
     
2 0 2
3. Berechne d~ = ~a + 2~b − 21 ~c für ~a =  1  , ~b = −1 und ~c = 2.
−1 3 4
     
3 ~ 3 1
4. Es seien ~a = , b= und ~c = . Berechne d~ wenn
1 −2 3

(a) 3~b − 2~a = 3d~ − 2~b gilt. (b) −2~a + 3d~ = 4~b − 3~c gilt.

5. Zeige, dass das Viereck mit den Eckpunkten A(4| − 2|5), B(7|9| − 4), C(9|12| − 2)
und D(6|1|7) ein Parallelogramm ist.

6. LS 9/10, S.221 , Nr.5cd


−−→
Bestimme die Komponenten der Vektros AB und seines Gegenvektors.

(a) A(−1|2|3), B(2| − 2|4) (b) A(4|2| − 1), B(5| − 1| − 3)

7. LS 9/10, S.221 , Nr.6b

Sind A(2|0|3), B(4|4|4), C(11|7|9), D(9|3|8) Eckpunkte eines Parallelogramms?

8. LS 9/10, S.221 , Nr.7

Bestimme die Koordinaten des Punktes D so, dass ABCD ein Parallelogramm
ist wenn A(21| − 11|43), B(3|7| − 8), C(0|4|5).
9. LS 9/10, S.222 , Nr.8
−−→
Bestimme die Komponenten der Vektoren F G,
−−→ −→ −−→ −−→ −−→ −−→
DB, CA, EB, AD, CF und OG in nebenstehender
Grafik.
.
.
.
.

10. LS 9/10, S.222 , Nr.10cd

Es seien A(2| − 1|5), B(3|0|3), C(−2|7|1) und D(4|4|4). Bestimme die folgenden
Vektoren.
−−→ −−→ −−→ −−→ −−→
(a) 2BC − 3AB (b) 2AB + 7BC − 4CD

11. LS 9/10, S.222 , Nr.12cd

Berechne den Flächeninhalt der folgenden gleichschenkligen Dreiecken ∆ABC für.

(a) A(1|1|6), B(3|3|−2), C(5|−1|2) (b) A(7|0|−1), B(5|−3|−1), C(4|0|1)

12. LS 9/10, S.222 , Nr.14

Berechne den fehlenden Eckpunkt des Dreiecks ∆ABC mit dem Schwerpunkt S.

(a) S(1|2|3), A(2| − 1|0), B(5| − 12|1) (b) S(−2|0|1), B(2|4|9), C(0|0|0)

13. LS 9/10, S.222 , Nr.15b

Der Punkt A(6|2|0) wird an B(4| − 5| − 1) gespiegelt. Ermittele die Koordinaten


des Spiegelpunktes.

14. LS 9/10, S.222 , Nr.16

Bestimme alle Zahlen zP , so dass der Punkt P (5|0|zP ) vom Punkt Q(9|2|3) den
Abstand d = 6 hat.

15. LS 9/10, S.222 , Nr.17b

Gib die Koordinaten derjeniger Punkte P und Q an, die von A(12|3|4) den Abstand
d = 2 haben und auf der Geraden durch den Ursprung und A liegen.
(Tipp: Erstelle erst eine Skizze.)
16. LS 9/10, S.222 , Nr.11

Stelle jeweils ~x als Linearkombination von ~a, ~b und ~c dar.


       
3 2 −4 5
(a) ~x =  13  , ~a = 3 , ~b =  3  , ~c =  7 
−1 4 −2 −3
       
1 1 −1 0
    ~
(b) ~x = 2 , ~a = 1 , b = −1 , ~c =   1
0 1 1 −2

17. LS 9/10, S.225 , Nr.3

Bestimme a ∈ R so, dass die angegebenen Vektoren linear abhängig sind.


         2  
        2 −1 a 0 a 0
5 a a 2a
(a) , (b) , (c) 3 ,  3  , 3 (d) a ,  1  , 0
2 3 3 5
5 6 2 1 0 1
18. LS 9/10, S.225 , Nr.5

Liegen die folgenden Punkte auf einer Ebene?

(a) A(2| − 5|0), B(3|4|7), C(4| − 4|3), D(−2|10|5)


(b) A(1|1|1), B(5|4|3), C(−11|4|5), D(0|5|7)

19.* Welche der nachfolgenden Mengen bilden bezüglich der üblichen Standardverknüpfungen
keinen Vektorraum (mit Begründung)?

(a) V = p(x) ∈ P2 | p(x) + p(x + 1) = 1 + 2 · p(x)



   
 x1 
(b) V = ~x = x2  ∈ R3 | x1 + 2x2 + 3x3 = 4
x3
 

20.* Überprüfe, ob U ein Unterraum von V ist.

(a) U = ~x ∈ R3 | ~x = t · e~1 , t ∈ R und V den Vektoren im Raum mit dem




Standartoperationen.
(b) P = p(x) ∈ P2 | p(x) + p(−x) = p(2x) und V = P2 mit den Standartoperationen.

Übungen Mathematik 3 GF 01.03
Vektorgeometrie - Abschlusstraining 1.Teil

     
3 ~ −2 1
1. Gegeben sind die Vektoren ~a = ,b= , ~c = .
1 2 2.5

a) Bestimme rechnerisch den Vektor d~ aus der Gleichung:


5~ n   o 1  
d − 4~c = 2~c − −2~c + 3 ~a − ~b + 2~c + d~ − ~b − ~a
6 3

b) Bestimme konstruktiv (wirklich absolut nichts ausrechnen) den Vektor ~e so,


dass gilt: ~a + 2~b − ~e = 2~c (1 Einheit =
ˆ 2 Häuschen).
2. Gegeben ist eine quadratische Pyramide mit der Grundfläche ABCD und der
−−→ −−→ −→
Spitze S. Definiere die Vektoren ~a := 12 AB, ~b := 31 AD, ~c := AS. Drücke die
−→ −→ −→
Vektoren CA, BS, SC mit den Vektoren ~a, ~b und ~c aus.

3. Von einem Parallelogramm ABCD sind die Eckpunkte D(−2|0), C(2|0) sowie
B(0| − 6) gegeben. Bestimme rechnerisch
(a) die Koordinaten des Punktes A,
(b) die Koordinaten des Diagonalenschnittpunktes S,
(c) die Länge der Diagonalen AC.

4. Gegeben ist das Parallelogramm ABCD. Der Punkt E ist Mittelpunkt der Seite
−−→ −−→
AB, der Punkt F ist Mittelpunkt der Seite BC. Definiere AB =: ~a und EF =: ~b.
−→ −−→ −−→
Drücke die Vektoren AF , AD, CE mit den Vektoren ~a und ~b aus.

Im Dreieck ABC sind der Schwerpunkt S − 31 |2 , der Mittelpunkt der Seite a



5.
Ma (2|4) und der Eckpunkt B(4|2) gegeben. Berechne die Koordinaten der Punkte
A und C.

√  √ 
6. Die Punkte A 3| − 1 und B 2 3|0 sind die Eckpunkte eines gleichseitigen
Dreiecks ABC. Bestimme die Koordinaten des Eckpunktes C.

7. In einem gleichschenkligen Dreieck ABC sind der Eckpunkt C(6|3) und der Fusspunkt
der Höhe hc Hc (2|1) gegeben. Der Flächeninhalt des Dreiecks beträgt 30 Flächeneinheiten.
Berechne die Koordinaten der Eckpunkte A und B.
8. Gegeben sind die drei Punkte A(−3|−4), B(2|−4), C(−1|2). Berechne die Koordinaten
des Punktes P , der von A den Abstand 2.5 hat und von B und C gleich weit entfernt
ist.

9. Gegeben sind die drei Punkte A(3|2|4), B(1|3|2), C(9|4|−2). Gesucht ist ein Punkt
P , der folgende drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt:

• P liegt auf der xz−Ebene,


• P hat von B den Abstand 5
• und P ist von C doppelt so weit entfernt wie von A.

10.* Im Dreieck ABC sind auf den Seiten BC und AC die Punkte D und E gewählt so,
dass BD = 21 BC und AE = 13 AC sind. Die Geraden (AD) und (BE) schneiden
sich im Punkt F . Berechne die Bruchteile, die die Strecken DF und EF von AD
bzw. BE ausmachen.

11.* Im Rechteck ABCD liegt der Punkt E auf der Seite CD und der Punkt F auf der
Seite AD so, dass DE = 14 DC und AF = 21 AD sind. (AE) und (BF ) schneiden
sich im Punkt G. Welche Bruchteile machen die Strecken AG und BG von AE
bzw. BF ?

12. Gegeben sind die drei Punkte A(0|1), B(1|y), C(−18|7). Berechne die y− Koordinate
des Punktes B derart, dass die Punkte A, B, C auf einer Geraden liegen.

Gegeben sind die drei Punkte X −1| 54 , Y 3| − 74 , Z 32 | − 85 . Prüfe mit Hilfe


  
13.
der Theorie der Vektor-Kollinearität nach, ob die drei Punkte X, Y und Z auf
einer Geraden liegen.


      
4 q1 −5 21
14. Gegeben sind p~ = , ~q = , ~r = , ~s = . Berechne die
−6 q2 r2 −31.5
fehlenden Komponenten so, dass die Vektoren ~s = 2~p − ~q − 3~r und p~ kollinear zu
~r sind.

15. Gegeben sind die Punkte P (3|2|4), Q(3|8|1). Bestimme den Punkt R auf der Geraden
(P Q), dessen y− Koordinate gleich -6 ist.

16. Überprüfe folgende Vektoren auf Kolinearität.


       1 √   
−2 6 1 −π 2 −2

(a)  3  , −9 (b)  0  ,  0  (c) −1 ,  2
4 −8 π −1 0 0
   
2 5
17. Bestimme ~b so, dass ~a = −3 und ~b = y  kollinear sind.
−5 z
     
−14 −4 1
18. Bestimme ~c =  0  so, dass ~a =  2  , ~b = 3 und ~c komplanar sind.
z 3 5

19. Vom Dreieck ∆ABC kennt man den Eckpunkt A(0|0|4), den Schwerpunkt
S(3| − 1|3) und den Seitenmittelpunkt MAB (2.5|1|2). Berechne den Umfang des
Dreiecks ∆ABC.

20. Gegeben sind die beiden Punkte A(1| − 2|3) und B(4| − 2| − 3). Finde die Punkte
P auf der z-Achse, die vom Punkt B doppelt so weit entfernt sind wie vom Punkt A.

21.* Gegeben ist ein Dreieck ∆ABC. Ein Punkt D liegt auf der Seite BC mit CD =
2 1
3 CB . Ein Punkt E liegt auf der Seite AC mit AE = 2 AC . Die Geraden (BE)
und (AD) schneiden sich im Punkt S. Welche Bruchteile machen die Strecken AS
und BS von AD bzw. BE aus? Mache eine saubere und möglichst genaue Skizze
−→ −−→
und bezeichne ~a = CA und ~b = CB.

22. Ein Würfel mit Kantenlänge 4 und ein Quader mit Kantenlängen 4, 4 und 2 sind
wie in der untenstehenden Skizze gegeben.

−−→ −−→ −−→


(a) Der Punkt Q liegt in der xy-Ebene. Die Vektoren ~v = 2AD − 3HD und CQ
sind kollinear. Welche Koordinaten hat Q ?
(b) Ergänze die Punkte C, H und D zum Parallelogramm CHDK. Welche
Koordinaten hat K?
(c) Welcher Punkt auf der z -Achse hat von B und C den gleichen Abstand?
(d) Welcher Punkt auf der Quaderkante HI hat vom Punkt G den Abstand 6?
Übungen Mathematik 3 GF 01.04
Vektorgeometrie - Skalarprodukt

1. LS 9/10, S.229 , Nr.1


    
1 −2 2
Es seien ~a =   ~
2 ,b =  1  und ~c = 1. Berechne:

−1 3 1

(a) ~a · ~b (b) ~a · ~c (c) ~a · (~b − ~c) (d) (~a + ~b) · (~b − ~c)

2. LS 9/10, S.229 , Nr.2

Gegeben sei ein gleichseitiges Dreieck ∆ABC mit der Seitenlänge a. Bestimme
−−→ −→
AB · AC.

3. LS 9/10, S. 229, Nr.3

Bekannt seien die Längen zweier Vektoren und eine Beziehung zwischen ihnen.
Berechne den Zwischenwinkel ϕ von ~a und ~b.

(a) |~a| = 3, |~b| = 4 und (~a − 12~b) ⊥ (~a + ~b)


(b) |~a| = 2|~b|, |~b| > 0 und (~a + ~b) · (~a + 3.5~b) = 0
(c) |~a| = 4, |~b| = 6 und |~a − 2~b| = |~a + ~b|

4. LS 9/10, S.229 , Nr.4

Berechne die Winkel zwischen den Vektoren:


       
1 5 −11 1
  ~
(a) ~a = 3 und b = 0   (c) ~a =  4  ~
und b = 2

1 3 1 3
   
1 5
(b) ~a = 3 und ~b = 3
5 1
5. LS 9/10, S.229 , Nr.5

Berechne die Längen der Seiten und die Grössen der Winkel im Dreieck ∆ABC
mit den folgenden Eckpunkten:

(a) A(2|1), B(5| − 1), C(4|3)


(b) A(8|1), B(17| − 5), C(10|9)
6. LS 9/10, S.229 , Nr.6

Berechne für die folgenden ebenen Dreiecke im Raum deren Seitenlängen und
Grössen der Winkel für die gegebenen Eckpunkte:

(a) A(5|0|4), B(3|0|0), C(5|4|0)


(b) D(5|5|3), E(5|1|5), F (3|5|5)

7. LS 9/10, S.229 , Nr.7

Finde die Seitenlängen und die Innenwinkel des ebene Viereck mit den Eckpunkten
O(0|0|0), P (2|3|5), Q(5|5|6), R(1|4|9).

8. LS 9/10, S.229 , Nr.8

Bestimme die fehlende Komponente jeweils so, dass die beiden Vektoren senkrecht
zueinander stehen.
       
    1 2 −1 3
2 ~ x
(a) ~a = ,b = (b) ~a = y  , ~b = −1 (c) ~a =  4  , ~b = 0
3 −4
3 1 2 z

9. LS 9/10, S.229 , Nr.9

Gegeben sei ein Quader und ein Eckpunkt A. Die Vektoren zu den drei zu A direkt
benachbarten Eckpunkten heissen ~a, ~b, ~c. Betrachte die Menge {~b, ~c, ~b+~c, ~b−~c, ~a +
~b, ~a + ~b + ~c}. Welche der Vektoren in diese Menge ...

(a) ... stehen senkrecht zu ~a?


(b) ... sind orthogonal zu ~a und ~b?

10. LS 9/10, S.229 , Nr.10

Gegeben sind zwei, vom Nullvektor verschiedenen Vektoren ~a und ~b. Beschreibe
die Lage aller Vektoren, die zu ~a und ~b orthogonal sind, falls...

(a) ... ~a und ~b linear unabhängig (d.h. nicht kolinear) sind.


(b) ... ~a und ~b linear abhängig sind.

11. LS 9/10, S.229 , Nr.11

Bestimme mit Hilfe des Skalarproduktes einen Vektor, der sowohl senkrecht auf ~a
als auch senkrecht auf ~b stehen.
           
1 2 2 5 1 4
(a) ~a = 2 , ~b = 0 (b) ~a =  3  , ~b = −1 (c) ~a = 2 , ~b = −1
3 3 −1 −2 5 5
Übungen Mathematik 3 GF 01.05
Vektorgeometrie - Vektorprodukt

1. LS 9/10, S.231 , Nr.1


     
2 3 −1
  ~
Es sind ~a = 1 , b = 2 und ~c =
   5 . Berechne...
5 1 0

(a) ... ~a × ~b, ~b × ~c und ~c × ~a.


(b) ... ~a × (~b × ~c) und (~a × ~b) × ~c.

2. LS 9/10, S.232 , Nr.2

Berechne den Flächeninhalt des Dreiecks ∆ABC wenn...

(a) ...A(4|7|5), B(0|5|9) und C(8|7|3) ist.


(b) ...A(−1|0|5), B(2|2|2) und C(2|2|0) ist.

3. LS 9/10, S.232 , Nr.3

Berechne mit Hilfe des Vektorproduktes die Fläche des (ebenen) Parallelogramms
mit den Eckpunkten A(1|1|1), B(0|1|3), C(−1|2|3) und D(0|2|1).

4. LS 9/10, S.232 , Nr.4


−−→ −→
Finde einen Vektor ~c, der senkrecht auf ~a = AB und ~b = AC steht.

(a) A(0|0|0), B(1|7|3), C(2| − 3|4) (b) A(1|3|0), B(−2|4|4), C(2|2|1)

5. LS 9/10, S.232 , Nr.5


   
0 a
Zeige, dass für alle a ∈ R+ die Vektoren ~a =  0  und ~b = 0 ein Parallelogramm
1
a 0
immer gleichen Flächeinhalts aufspannen.

6. LS 9/10, S.232 , Nr.6


   
a 1 √
Für welche reelle Zahl a hat 1 × 1 einen Betrag von 2 2.
a 1
Übungen Mathematik 3 GF 01.06
Vektorgeometrie - Spatprodukt

1. LS 9/10, S.232 , Nr.7

Berechne jeweils das Volumen der dreiseitigen Pyramide mit den Eckpunkten...

(a) A(0|0|0), B(0|5|9), C(2| − 3|4), D(6|1|10)


(b) A(1| − 2|12), B(11|3|5), C(3|5|8), D(19|4|4)

2. LS 9/10, S.232 , Nr.8

Für jedes a ∈ R\{0} sind die Punkte A(2|1|0), B(2|4|4), C(−3|4|4), D(−3|1|0)
und Sa (− 12 | 52 + 4a|2 − 3a) Eckpunkte einer quadratischen Pyramide. Wie ist a zu
wählen, damit deren Volumen V = 250 3 beträgt.

3. LS 9/10, S.232 , Nr.9

Sind die folgenden Vektoren linear abhängig? Entscheide mit Hilfe des Spatproduktes.
                 
−1 8 −2 7 −5 17 1 −8 7
(a)  5  , 2 ,  0  (b) 3 ,  6  ,  −9  (c) 7 ,  8  , 2
6 1 5 8 9 −10 1 18 2

4. LS 9/10, S.232 , Nr.10

Die Punkte A(3| − 6|1), B(−2| − 2|13) und C(6| − 2|5) sind die Eckpunkte der
Grundfläche und S(−6|12|1) die Spitze der dreiseitigen Pyramide ABCS.

(a) Gib einen Normalvektor auf die Ebene der Grundfläche der Pyramide an.
(b) Berechne den Inhalt der Grundfläche ∆ABC.
(c) Berechne das Volumen der Pyramide ABCS.
(d) Die Resultate der vorangehenden zwei Teilaufgaben nutzend: Bestimme die
Höhe der Spitze S über der Grundfläche ∆ABC.

5.* LS 9/10, S.232 , Nr.11

Zeige erst, dass |~a|2 · |~b|2 · sin2 (ϕ) = (~a · ~a) · (~b · ~b) − (~a · ~b)2 gilt und beweise dann
mit Hilfe dieses Resultates, dass das von ~a und ~b aufgespannte Parallelogramm den
Flächeninhalt |~a × ~b| hat.
6. LS 9/10, S.232 , Nr.12

Welche der folgenden Behauptungen stimmen?


(a) Sind die Koordinaten der Eckpunkte eines Parallelogramms ganze Zahlen, so
ist auch der Flächeninhalt des Parallelogramms ganzzahlig.
(b) Das Volumen eines Spates, welcher von drei ganzzahligen Vektoren aufgespannt
wird, ist ganzzahlig.
(c) Für das Volumen V des von ~a, ~b und ~c aufgespannten Spates gilt:
V = |~a · (~b × ~c)| = |(~a × ~b) · ~c|

7. Berechne das Spatprodukt der Vektoren ~a, ~b, ~c (in dieser Reihenfolge) für ...
     
2 3 4
 ~
(a) ... ~a = 5 , b = −2 , ~c = 1.
   
1 2 3
     
1 2 5
(b) ... ~a =  3  , ~b = −4 , ~c =  7 .
−3 12 −15
     
12 6 −4
(c) ... ~a =  6  , ~b = 4 , ~c =  4 .
3 2 8
8. Zeige, dass die folgenden vier Punkte A, B, C und D in einer Ebene liegen:
(a) A(0|2|4), B(1|0|5), C(2|2|4) und D(1|4|3).
(b) A(3|1| − 4), B(−1|3|8), C(−2| − 1|2) und D(1| − 1| − 4).
9. Berechne das Volumen des Tetraeders mit den Eckpunkten A, B, C, D für:
(a) A(2|3|3), B(4| − 1|4), C(1|1| − 2) und D(5|1|0).
(b) A(0|2|3), B(−2|2| − 1), C(4| − 2|2) und D(3|6|0).
(c) A(0|2|4), B(1|0|5), C(2|2|4) und D(3|1|0).
10.* Löse mittels der Cramerschen Regel die folgenden Gleichungssysteme:
4x + 3y + z = 13
(a) 2x - 5y + 3z = 1
7x - y - 2z = −1
6x - z - 2y = 1
(b) 5y - 3x - z = 4
3z - 2x + y = 14
x + 2y = 20
(c) 3x + 4z = 50
5y + 6z = 83
Übungen Mathematik 3 GF 01.07
Vektorgeometrie - Abschlusstraining 2.Teil (Produkte)

1. Berechne den Winkel β des Dreiecks ∆ABC mit den Eckpunkten A(−1|3|7), B(−5|4|3)
und C(6| − 5| − 4).

2. Gegeben sind die Punkte A(x + 1| − x|x), B(−2|7| − 3) und C(2| − 2|1). Berechne
den Parameter (Zahl) x so, dass das Dreieck ∆ABC den Flächeninhalt 28 hat.

3. Gegeben seien die Punkte A(0|2|4), B(1|0|5), C(y|y|2y) und D(3|1|0). Berechne den
Parameter y so, dass das Volumen des Tetraeders ABCD gleich 3 ist.

4. Es seien A(−2|2|0) und B(−1|0|2) zwei Punkte im Raum. Berechne die Koordinaten
des Punktes P (t|1 + t|4 − t), t ∈ R, so dass der Winkel ∠P AB = 45◦ ist.

5. Welche Vektoren mit Länge 7 stehen senkrecht auf den Ortsvektoren der Punkte
A(−3|4|6) und B(9| − 4| − 2)?

6.* Löse das nachfolgende Gleichungssystem mit der Cramerschen Regel (Die Variabeln
sind x, y und z. Die Zahl a ist eine Konstante.):

(a + 1)(x − y) = x + 1
(z + 1)(a + 1) = x − a
(y + 1)(x − 1) = xy

7. Gesucht ist der Vektor in R3 mit Länge 2, der mit →



e1 einen Winkel von 60◦ und


mit e2 einen Winkel von 45◦ einschliesst.
 
1
8. Gib drei verschiedene Vektoren an, die senkrecht zum Vektor →

a =  3  stehen.
−2

9. Zeige dass die binomischen Formeln auch für das Skalarprodukt“ gelten:


− →
− →
− → − → −
(a) ( a + b ) · (→

− −
a + b)=→ −a ·→

a + 2→
−a · b + b · b,

− →
− →
− → − → −
(b) (→−
a − b ) · (→

a − b)=→ −a ·→

a − 2→
−a · b + b · b,

− →
− →
− → −
(c) (→−
a + b ) · (→

a − b)=→ −a ·→

a − b · b.
10. Zeige dass die folgenden binomische Formeln“ für das Vektorprodukt gilt:


− →
− →
− → −
(a) ( a + b ) × ( a + b ) = →

− →
− −a ×→−
a + b × b,

− →
− →
− → −
(b) (→−
a − b ) × (→ −
a − b)=→ −a ×→−
a + b × b,

− →
− →
− → − → −
(c) (→

a + b ) × (→

a − b)=→

a ×→

a − 2→

a × b − b × b.

11. Gegeben seien die Punkte A(1|0| − 3), B(1|2| − 1), C(5|5|4) und D(3| − 1|0).

(a) Berechne den Flächeninhalt des Dreiecks ∆ABC.


(b) Berechne die Winkel des Dreiecks ∆ABC.
(c) Berechne das Volumen des Tetraeders ABCD.
(d) Berechne die Höhe des Tetraeders ABCD.

12. (a) Wie ist die Zahl λ ∈ R zu wählen, so dass das Dreieck
√∆ABC mit den Ecken
A(1|2|1), B(0|2|0) und C(2|4|λ) den Flächeninhalt 3 2 hat.
   
2 1


(b) Wie ist die Zahl λ ∈ R zu wählen, so dass der von →

a = −2 , b = −4
−1 1
 
4
und →−c = λ − 2 aufgespannte Spat eine Volumen von 30 hat?
−7
   
xa 2

− →

13. Die Vektoren a = −2 und b = 6  spannen ein Quadrat auf. Welches ist
  
6 zb
der Flächeninhalt dieses Quadrates.

14.* (a) Eine Gerade g gehe durch den


 Ursprung und

− 1
habe die Richtung vg = . Welches ist
2
der Abstand des Punktes P0 (1|0.5) von der
Geraden g (gemeint der kleinste Abstand).
(b) Verallgemeinere vorige Aufgabe für eine
Gerade


− v1
durch den Ursprung mit Richtung vg = .
v2
Welches ist der Abstand des Punktes P0 (p1 |p2 )
von eben dieser Geraden?
15. Gegeben sei folgender Quader (siehe Grafik). Die Punkte L und M seien Kantenmittelpunkte.
Berechne das Volumen des Tetraeders HKLM .

16. Zeige: Das Volumen V eines regelmässigen Tetraeders mit Kantenlänge s lässt

2s3
sich mit folgender Formel berechnen: V = 12 .

17.* (Entfernungen auf der Erdkugel)


Erst ein kurzer Theorievorspann für diese Aufgabe:
Jeder Punkt P auf der Erdoberfläche ist durch seine geographische Länge λ und
seine geographische Breite ϕ bestimmt. Wir wollen nun ein Koordinatensystem in
den Raum legen, bei welchem der Mittelpunkt der Erde der Ursprung sei, und der
Nordpol habe die Koordinaten (6730|0|0) (weiter ist ϕ = 0 auf dem Nullmeridian).
Für einen Punkt P auf der Erde (Radius R = 6370km) ist der Ortsvektor − r→
P
gegeben durch:
 
cos ϕ cos λ

r→
P = R ·  cos ϕ sin λ  (genannt die Kugelkoordinaten)
sin ϕ

Um die Entfernung dA,B zweier Orte A (mit geographischer Länge λ1 und geographischer
Breite ϕ1 ) und B (mit geographischer Länge λ1 und geographischer Breite ϕ2 ) zu
berechnen, bestimmt man zuerst den Winkel zwischen den Vektoren − r→
A und rB
−→

(im Folgenden  genannt). Der Kreisbogen zwischen A und B ist nun 2π · R · 360 ◦.

 
cos ϕ cos λ
(a) Zeige, dass |R  cos ϕ sin λ  | = R (für R > 0).
sin ϕ
(Das bedeutet, dass für jedes Winkelpaar (ϕ, λ) der Endpunkt obigen Vektors,
wenn man seinen Anfang in den Mittelpunkt setzt, auf der Kugel mit Radius
R ist.)
(b) Berechne mit Hilfe obiger Theorie den Abstand von Basel (geographische
Länge 7.36◦ Ost und geographischer Breite 47.33◦ Nord) und New York
(geographische Länge 74.00◦ West und geographische Breite 40.45◦ Nord).
Übungen Mathematik 3 GF 02.00
Exponentialfunktion - Wiederholung

1. Bestimme die Lösungsmenge der nachfolgenden Gleichungen:


x2 6x
(a) 4x2 + 5x − 6 = 0 (f) − =1
x−6 6−x
x+1 x−2 x+3
(b) x2 + 2x = −3 (g) 2
+ 2 = 2
x −x x +x x −1
2 1 1
(c) x + x − = (h) (7 + x)(7 − x) = (x + 10)(x + 25) + (x + 1)(x + 15)
2
2 4
(d) 3(x + 2) − x(x + 9) = 11 (i) 3x4 − 10x2 + 3 = 0
x 4 1 √ √
(e) − = (j) x + 1 + x = 9x + 9 + 7
. 2x − 4 x + 2 x−2

2. Bestimme die Lösungsmenge (ohne Diskussion der Sonderfälle):


(a) x2 − ax + a = x (c) abx2 + (bc − ad)x = cd
x2 + a2 x + a .
(b) 2x2 − x − 3 = a(x + 1) (d) 2
+ =4
x x

3. Für welchen Wert für a ∈ R hat die Gleichung x = a(x2 +x+1) genau eine Lösung?

4. Kürze so weit wie möglich (n ∈ N) :


5
(a) (a1000 + a1001 ) : a999 (e) (−1)2n+1 − (−1)2n (n ∈ N)
(x − 1)2n+1 (x + 1)n (x − 1)n  u  m  x − m  1 −2 m
n
n n
(b) + (f) · ·
(1 − x)2n+1 (x2 − 1)n qx uq ux q
 x −2  x −3 5 √3 5 √
6 5 √
(c) : (g) c · c2 · c · c−1 · c · c3
h6 1
3 1
i
(d) (x7 y 3 z 2 ) 4 · (x3 y 5 z 4 ) 4 : (xyz)2

5. Für welche reelle Zahl x gilt:


x2 6x 1
(a) b x−6 : b 6−x = b (b) 73(x−1) : 49−x = √
7
6. Welche der dargestellten Kurven stellen Funktionen dar? Welche der Funktionen
sind injektiv (auch eindeutig genannt)?

7. Gegeben ist jeweils eine lineare Funktion f (x). Zeichne deren Graphen und konstruiere
den Graphen der Umkehrfunktion aus dem Graphen von f (x).
(a) f (x) = 21 x (c) f (x) = −x + 2
(b) f (x) = 2x − 4 (d) f (x) = − 23 x − 10
3

8. Schränke die Funktionen aus der vorangehenden Aufgabe auf (den neuen Definitionsbereich)
R+
0 ein und gib die zugehörige Umkehrfunktion inklusive Definitions- und Wertebereich
an.

9. Stelle die Funktion f (x) = y und ihre Umkehrzuordnung graphisch dar. Ist die
Umkehrzuordnung g eine Funktion?
(a) y = 12 x2 (c) y = (x − 3)2
(b) y = 4 − x2 (d) y = 12 x2 + x − 12
10. Welche der Funktionen aus der vorangehenden Aufgabe eingeschränkt auf (den
neuen Definitionsbereich) R+
0 haben eine Umkehrfunktion? Gib sie (inkl. Definitions-
und Wertebereich) an.

11. Angegeben ist die Gleichung einer bijektiven (auch eineindeutig genannten) Funktion.
Gib den maximalen Definitions-, den zugehörigen Wertebereich und die Umkehrfunktion
an. √ √
(a) y = x1 − 1 (d) y = − x (g) y = √x + 2
(b) y = 6 · x−1 (e) y = x1 + 3 (h) y = x + 2 .
√ −1
(c) y = 2 x (f) y = −4x

12. Bestimme auch von diesen Funktionen die Umkehrfunkion mit jeweils maximalem
Definitions- und Wertebereich. √
(a) f (x) = − 12 (x − 3)2 + 5 (c) f (x) = x + 3 − 2
(b) f (x) = x−31
+7 (d) f (x) = (x − 4)−2 + 3
Übungen Mathematik 3 GF 02.01
Exponentialfunktion - Basics

1. Zeichne den Graphen zur Exponentialfunktion f (x) = ax für a ∈ {2, 3, 4, 12 , 13 , 14 }


(karthesiches Koordinatensystem mit einer Einheit entpricht vier Häuschen, so wie
−1 ≤ y ≤ 5)!

2. Für welche a ∈ R+ hat die Exponentialkurve von y = ax folgende Eigenschaft:

(a) Die Exponentialkurve ist monoton steigend (d.h. mit steigenden x-Werten
steigen auch die y-Werte).
(b) Die Exponentialkurve geht durch den Punkt (0|1).
(c) Die Exponentialkurve hat die x-Achse als Asymptote (Anschmiegegerade)
und kommt mit dieser im positiven Teil beliebig nahe.

3. LS 9/10, S.174 , Nr.1

Für welche relle Zahl a liegt der Punkt P auf dem Graphen der Funktion f (x) = ax .
Ist die jeweilige Funktion monoton steigend oder fallend?

(a) P (1|3) (b) P (1|0.25) (c) P (2|6) (d) P (−1|3)

4. LS 9/10, S.175 , Nr.3

Bestimme den Wert a für die Funktion fi (x) = ax zu


welchen nebenstehend die Graphen gezeichnet sind.
.
.
.
.
.

5. LS 9/10, S.175 , Nr.5

Der Bestand eines Produktes in einem Lager folgt der Funktionsvorschrift


f (t) = 20 · 0.95t (t in Tagen, t = 0 ist der aktuelle Zeitpunkt).

(a) Welches ist der Bestand zu den Zeiten t = 3h, 4h, 8h, 24h? Berechne!
(b) Welches war der Bestand vor einem, zwei, beziehungsweise drei Tagen.
(c) Gib die tägliche und wöchentliche Abnahme in Prozent an.
6. LS 9/10, S.175 , Nr.7

Betrachte die Funktion f (x) = ax . Wie verhält sich der Funktionswert f (x) wenn ...
(a) ... x um 1 vergrössert wird? (d) ... x halbiert wird?
(b) ... x um 2 verkleinert wird? (e) ... x mit 3 multipliziert wird? .
(c) ... x verdoppelt wird? (f) ... x durch 3 dividiert wird?

7. Der Graph der Funktion f (x) = 3x wird abgebildet. Gib die Gleichung der Bildkurve
h an, unter den im folgenden beschriebenen Transformationen.

(a) Translation in negativer x-Richtung um 2 Einheiten.


(b) Axiale Streckung bezüglich der x-Achse mit dem Faktor 0.1.
(c) Spiegelung am Nullpunkt.

8. Die Kurve zur Funktion f (x) = 4−x wird abgebildet. Gib die Gleichung der
Bildkurve h an, unter den im folgenden beschriebenen Transformationen.
 
1
(a) Translation mit dem Vektor .
−2
(b) Axiale Streckung bezu?glich der y-Achse mit dem Faktor 2.
(c) Spiegelung an der x-Achse, dann Translation in positiver y-Richtung um 2
Einheiten.

1 1 1
9. (a) Berechne: 1 + 1! + 2! + 3!
1 1 1 1 1 1
(b) Berechne: 1 + 1! + 2! + 3! + 4! + 5! + 6!
1 1 1 1 1
(c) Berechne: 1 + 1! + 2! + 3! + 4! + ... + 10!
(d) Welche Vermutung lässt sich aus den letzten drei Teilaufgaben ableiten?
1 10 1
1000 10 0000 000
(g) 1 + 10 00010 000

(e) Berechne: 1 + 10 (f) 1 + 1000

........ (h) Welche Vermutung lässt sich aus den letzten drei Teilaufgaben ableiten?

10. Die Punkte P und Q liegen auf dem Graphen der Funktion f (t) = a · bt . Berechne
a und b.

(a) P (0|2), Q(2|18), (b) P (−2|20), Q(3|0.6), (c) P (−4.1|0.004), Q(1.9|0.5).

11. LS 9/10, S.175 , Nr.8

Für welche Werte von a ist der Graph der folgenden Exponentionfunktionen monoton
steigend, beziehungsweise monoton fallend.
x
(a) f (x) = (a + 1)x , (b) f (x) = (1 − a)x , (c) f (x) = a2 , (d) f (x) = (3a)x
12. LS 9/10, S.176 , Nr.11

Gib a und b in der Funktionsgleichung f (x) = b · ax an, wobei der Graph zur
Funktionsgleichung unten zu finden ist:

(a) (b) (c) (d)

13. LS 9/10, S.176 , Nr.12 (ohne Zeichnen)

Schreibe die folgenden Funktionen in die Form f (x) = b · ax um: √ 3x+5


(a) f (x) = 2x−1 (d) f (x) =√ 0.5x−1 (g) f (x) = ( √2)
(b) f (x) = 22x (e) f (x)( 2)√2x+4 (h) f (x) = ( 3 5)6x−3
(c) f (x) = 22x+4 (f) f (x) = ( 3)4x−2
Übungen Mathematik 3 GF 02.02
Exponentialfunktion - exponentielles Wachstum

1. Bei einer Bakterienkultur ohne Raum- und Nahrungsmangel wächst die Bakterienzahl
exponentiell. Um 8 Uhr waren es 2’300 und um 12 Uhr 36’200 Bakterien. Wie viele
Bakterien hat es um

(a) 9 Uhr, (b) 10 Uhr, (c) 11 Uhr, (d) 13.30 Uhr?

2. Ein Jungwald, in dem kein Holz geschlagen wird, wächst exponentiell. Der Waldbestand
beträgt heute 720 342m3 . Vor 12 Jahren betrug er 480 128m3 .

(a) Welches war der Waldbestand heute vor 5 Jahren?


(b) Welches wird der Waldbestand heute in 7 Jahren sein?

3. Die Anzahl der radioaktiven Atomkerne in einem Präparat nimmt exponentiell ab.
Zu Beginn des Experiments waren 5.12 · 1020 radioaktive Atomkerne vorhanden,
nach 5 Stunden waren es noch deren 1.55 · 1016 . Wie viele radioaktive Atomkerne
hatte es nach

(a) 1 Stunde? (b) 2 Stunden? (c) 4 Stunden? (d) 8 Stunden?

4. Gib die Einwohnerzahl f (t) einer Ortschaft im Zeitpunkt t [Jahre] an.

(a) f (0) = 50 000. Die Einwohnerzahl verdreifacht sich innert 20 Jahren.


(b) f (10) = 10 000. Die Einwohnerzahl drittelt sich innert 100 Jahren.
(c) f (20) = 10 0000 000. Die Einwohnerzahl verfünffacht sich innert 40 Jahren.
(d) f (0) = 10 200. Die Einwohnerzahl viertelt sich innert 80 Jahren.

5. Um wie viele Prozent nimmt der Energieverbrauch einer Stadt jährlich zu?

(a) Der Energieverbrauch verdoppelt sich in 20 Jahren.


(b) Der Energieverbrauch verdreifacht sich in 30 Jahren.

6. Um wie viel Prozent nimmt der Wert eines Autos jährlich ab, wenn sein Wert

(a) nach 2 Jahren auf die Hälfte des Neuwerts abgesunken ist?
(b) nach 4 Jahren auf einen Viertel des Neuwerts abgesunken ist?
7. Von Dezember 1982 bis Dezember 1990 betrug in der Schweiz die durchschnittliche
Jahresteuerung 2.8 Prozent. Was müsste ein Artikel zu den angegebenen Zeitpunkten
gekostet haben, wenn sein Kaufpreis im Dezember 1990 81.20 Fr. betrug und
angenommen wird, dass sich dessen Preis gemäss dieser Teuerungsrate entwickelt
hat? (auf Rappen genau)

(a) Dezember 1995 (b) Juni 1998 (c) Januar 2000

8. Vom Jahr 1860 bis zum Jahr 1980 ist die Wohnbevölkerung der Schweiz von
2’510’500 auf 6’366’000 angewachsen. Wie viel Promille betrug die jährliche Zunahme,
wenn angenommen wird, dass die Bevölkerung von Jahr zu Jahr um gleich viel
Promille zunahm?
(In Wirklichkeit verlief die Zunahme unregelmässig. 1875: 7.8 Promille, 1902: 11.5
Promille, 1918: -17.5 Promille, 1937: 3.6 Promille, 1948: 8.4 Promille, 1965: 0.1
Promille, 1985 4.5 Promille)

9. Eine Computeranlage mit dem Neuwert 2’056’900 Fr. wird nach 6.5 Jahren für
400’000 Fr. verkauft. Wie viel Prozent beträgt die mittlere jährliche Wertabnahme?

1
10. Der Anteil 512 eines Sees ist mit Algen bedeckt. Die Algenfläche verdoppelt sich
jeweils innert drei Tagen. Nach wie vielen Tagen ist ein See ganz mit Algen bedeckt?

11. 99.999 Prozent eines Sees sind algenfrei. Die Algenfläche verzehnfacht sich jeweils
innert zehn Tagen. Nach wie vielen Tagen ist ein See ganz mit Algen bedeckt?

12. LS 9/10, S.176 , Nr.15 (ohne Zeichnen)

In einem zylindrischen Gefäss wird der Zerfall von


Bierschaum untersucht. Die Höhe der Schaumsäule
verringert sich alle 15 Sekunden um 9 Prozent.

(a) Um wieviele Prozent verringert sich die Höhe


der Schaumsäule in einer Minute.
(b) Zu Beginn sei die Schaumhöhe 10cm. Gib die Exponentialfunktion “Zeit in
Minuten“ → “Schaumhöhe in cm“ an.
(c) Die Bierschaumhaltbarkeit ist sehr gut, wenn die Halbwertszeit länger als 110s
ist. Überprüfe durch Rechnungn, ob obiges Bier eine “sehr gute Bierschaumhaltbarkeit“
hat.
Übungen Mathematik 3 GF 02.03
Logarithmen und Logarithmengesetze

1. Schreibe die Lösung für x als Logarithmus (ohne ausrechnen).


p  a x
(a) 7x = 5 (b) px = q (c) ax = (d) =c
q b

2. Finde die Exponentialgleichung zur Lösung x!


1
(a) x = logr s (b) x = log3 11 (c) x = log√3 a (d) x = loga b

3. Berechne mittels Überführen auf die Exponentengleichung und Exponentenvergleich.


1
(a) log3 81 (c) log12 144 (e) log7 343 (g) log8 512
1
4.5
(b) log5 1 (d) log4 64 (f) log11 121 (h) log2 41
4. Berechne, ohne Taschenrechner:√
(a) ln e2 (e) ln( e) (i) eln 4 (m) eln(0.2)
1
(b) ln e√ (f) ln e13 (j) e2·ln(4) (n) e−3 ln 0.2
3 2
(c) ln( e ) (g) ln √ e
4e (k) e− ln 4 (o) eln 4−ln 5
√ 
(d) ln e2e (h) ln(ln(e)) (l) e1.5 ln 4 (p) e2 ln(−0.5)

5. LS 9/10, S.179 , Nr.4

Bestimme die folgenden Logarithmen für a > 0 ∧ a 6= 1:


(c) loga a1 , (d) loga (an ), 1
 
(a) loga (a), (b) loga (1), (e) loga an

6. Berechne mit dem TR und gib das Resultat auf vier wesentliche Ziffern genau an.
(a) log3 5 (c) log0.5 12 (e) log3 (log2 35)
.
(b) log5 3 (d) logπ 10 (f) log5 (5 − log4 7)

7. Fasse in einen Logarithmus zusammen.


log10 2 ln 7 ln 64 ln 125
(a) (b) (c) √ (d) .
log10 e ln 10 ln 3 ln 8

8. Berechne ohne Taschenrechner.

(a) log3 4 · log4 5 · log5 9 (c) loga b · logb a (e) loga3 b : loga b
log3 13 · log5 17
(b) (d) loga b2 : loga b (f) loga2 b2 : loga b
. log3 289 · log5 169
9. Zerlege in (a) und (b) den Logarithmus soweit wie möglich mittels des ersten
Logarithemgesetzes. In (c), fasse in einen Logarithmus zusammen (a ∈ R+ \{1}).

(a) loga (bc) (b) loga (pqr) (c) loga m + loga n .

10. Zerlege mit Hilfe des ersten und zweiten Logarithmengesetzes (a ∈ R+ \{1}).

b bc pqr
(a) loga c (c) loga d (e) loga st
1 e b .
(b) loga m (d) loga fg (f) loga c+d

11. Fasse in einen Logarithmus zusammen (a ∈ R+ \{1}):

(a) loga m − loga n (b) loga b + loga c − loga d − loga e .

12. Für (a)-(d) und (g)-(j): Zerlege den Logarithmus mit Hilfe des dritten Logarithmengesetzes
- dabei sind insbesondere alle Potenzen im Logarithmus zu eliminieren (a ∈ R+ \{1}).
Für (e)- (f): Fasse in einem Logarithmus ohne Faktor vor dem Logarithmusterm
zusammen (a ∈ R+ \{1}).

4 √ q
bc
(a) loga b3 (d) loga r 5 (g) loga cd (i) loga
pc √d
(b) loga m7 (e) 3 loga m (h) loga d (j) loga 4√ b3
5 c
(c) loga b−5 (f) 1
2 loga m
.

13. Fasse jeweils in einen Logarithmus zusammen (a, b ∈ R+ \{1}).


1 3 √
(a) 3 loga b + 2 loga c − 4 loga d (e) logb a 4 + logb a 2 − logb a
(b) − loga x − loga y − loga z (f) 13 (loga b + 2 loga c) − 12 (5 loga d + loga f )
1 1
(c) 3
4 loga x − 2 loga y + 3 loga z (g) 21 logb a2n − (n + 2) logb a
(d) 2 loga x + 3 loga y − 5(loga u + loga v)
.

14. Es sei a ∈ R+ \{1}. Für welche x ∈ R gilt:


(a) 3 loga x = 2 loga 8 (f) log10 x = 104
x√
√ x
(b) loga (x + 4) + loga x = 2 loga (x + 1) (g) x x= x
(c) loga x2 − loga (x − 2) = 5 loga 3 − loga 27 (h) 10x + 102x = 600
1
(d) 2 loga (x + 1) = loga 10 − loga 2 (i) 2x + 3 = 4x
(e) e− ln(x) = 3
15. LS 9/10, S.179 , Nr.6

Schreibe als Summe und/oder Vielfaches “einfacher“


√ Logarithmen:
2) (j) loga a2 b14 c7

(a) lg(3x) (d) loga (2ab (g) log x ( x)
  √ 2 4
(b) loga (abc) (e) loga 5e f (h) loga ( 4 b) (k) log2 ru3stv .
uv
 2 3
x y

2

(c) lg(u ) (f) loga w (i) loga u2 v3 11
(l) loga ( a b c ) 3 5

16. LS 9/10, S.179 , Nr.7

Fasse in einem Logarithmus zusammen:


(e) 2 lg a1 + lg(a2 )

(a) lg(x) + lg(2y)
(b) loga (u2 ) − loga (u) (f) loga (x) + 3
1
loga (ab) − loga (a2b) loga (u) + loga (u2 ) + loga

(c) (g) loga (2u) − 2 √
1 2 √ u
(d) loga x − loga a (h) lg( x) − lg( 4x) + lg( 12 x2 ) + lg(4)
.

17. LS 9/10, S.179 , Nr.8

Löse die Gleichung für x jeweils ohne Taschenrechner:


(a) loga (x) = 2 loga (3) (c) lg(x) = 2 lg(5) + 3 lg(2) (e) 2 lg(x) = lg(16) + lg(9)
(b) lg(x) = lg(6) − lg(3) (d) 3 loga (x) = 27 (f) loga (bx) = 1 + loga (x)
.

18. LS 9/10, S.179 , Nr.9

(a) Der Logarithmus von a2 zur Basis b sei c. Wie gross ist der Logarithmus von
a6 zur Basis b, ausgedrückt in c?
1
(b) Drücke k durch a aus, wenn gilt ln(k · a) = 2 · ln(a).
Übungen Mathematik 3 GF 02.04
Exponential- und Logarithmengleichungen

1. Für welche rationalen Zahlen x gilt:

(a) 8x = 2 (b) 160.75 = x (c) x1.5 = 1000 (d) 16x = 0.5

2. Welche x ∈ Q erfüllen die Gleichung:

(a) 4x = 8 (b) 8x = 4 (c) 9x = 1 (d) 9x = 27

3. Welche rationale Zahl erfüllt die Gleichung:


1
1 √1
(a) 2x = 2 (b) 2x = 2
(c) 90.25 = 3x (d) 81 5 = 3x

4. LS 9/10, S.184 , Nr.12

Für welche reellen Zahlen x gilt:


2 2
(a) 4x = 2 (b) 4x = −2 (c) 4x = 2 (d) 2x = 4

5. LS 9/10, S.184 , Nr.16

Sind folgende Gleichungen lösbar? Falls ja, finde die Lösungen für x:

(a) 1x = 3 (b) 1x = 1 (c) 1x = −1 (d) 1x = 12x+1

6. Für welche Zahlen x ∈ Q gilt:

(a) 950 = 27x (b) 16−x = 210 (c) 25100 = 125x (d) 103x = 10012

7. Gib alle Zahlen x ∈ Q an, für die gilt


(a) 26 = 24x−2 (d) 0.1x = 10 000 (g) 5x+2 · 25−x = 625
4x
(b) 3 = 9 x+5 (e) 0.52x+2 = 2
(c) 10 5x−2.5 = 104x−1 (f) 32x+1 = 81

8. Löse die Gleichung und gib das Resultat auf vier wesentliche Ziffern an.
(a) 2x = 11 (d) ex = π (g) 10x = 1968
x
(b) 3 = 0.052 (e) e−x = 100 (h) 41−x = 0.6
x
(c) 0.8x = 0.005 (f) e2x−5 =3 (i) 10 x+1 = 0.8

9. Für welche reellen Zahlen x gilt: (Das Resultat ist auf vier wesentliche Ziffern zu
runden.)
1
(a) 3− x = 20 (d) 2.3 · 1.5x = 17 (g) 2x = 7x−2
(b) 4√ 1−x = 0.6 (e) 8 · 3−x = 5 (h) 4 · 5.2x = 3 · 0.75x
(c) 7 = 3x 6 x
(f) 10 · 0.9 = e (i) 7 · 31−2x = 42x+1
10. LS 9/10, S.184 , Nr.17

Forme die Gleichungen erst so um, dass auf beiden Seiten ein Produkt steht und
löse sie dann:

(a) 2x+1 + 5 · 2x = 32x−1 (c) 2x + 2x+1 + 2x+2 = 3x + 3x+1 + 3x+2

(b) 32x+1 − 5x+1 = 32x + 5x

11. Löse mittels Substitution:

(a) 4 · 2x + 32 = 4x (b) 92x + 3 = 4 · 9x (c) 3x + 729 · 3−x = 90

12. LS 9/10, S.184 , Nr.18

Löse auch diese Gleichungen jeweils mit einer geeigneten Substitution:


3 · 5x − 2
(a) 9x − 4 · 3x + 3 = 0 (c) = 2 · 5x
0.5 · 5x
(b) 7x + 4 = 21 · 7−x (d) 26x − 5 · 23x − 24 = 0

13. Fasse auf beiden Seiten in je einen Logarithmus zusammen und vergleiche deren
Argumente zur Lösung der Gleichung:

(a) log10 (9x + 5) − log10 (x) = 1


(b) log2 (x + 9) = 4 + log2 (x − 6)
log10 (35−x3 )
(c) =3
log10 (5−x)
√ √ √
(d) log10 ( x + 1) + 3 · log10 ( x − 1) = 2 + log10 ( x2 − 1)

14. Finde alle x, für die gilt: √ √ x


(a) e− ln(x) = 3 (c) x x= x (e) 9x − 2 · 3x√− 11 = 0
(b) xlog10 (x) = 104 (d) xlog10 (x) = 1012 · x (f) 5x = 3 · 2 x

15.* Für welche n ∈ N gelten die Ungleichungen: 


n
(a) 2n > 1012 (d) 1 − 12 · 56 > 0.9 (g) en < (77 )7 < 10n
7
(b) 0.9n < 0.01 (e) 3n < 21000 < 3n+1 (h) 3n < 7(7 ) < 5n
(c) 7 · 0.75n < 10−3 (f) 10n < e400 < 10.5n
Übungen Mathematik 3 GF 02.05
Logarithmen- und andere Funktionen

1. Gib die Umkehrfunktion (inklusive Definitions- und Wertebereich) von


(a) f (x) = 3x + 1 (b) f (x) = log2 (2x) (c) f (x) = − 12 4x

2. Gib Definitions- und Wertebereich der folgenden Funktionen an:


(a) f (x) = ln(x) (b) f (x) = | ln(x)| (c) f (x) = ln(|x|) (d) f (x) = ln(−x)

3. Entscheide, ob der Graph der Funktion f (x) durch eine Streckung (bez. der x-
oder der y-Achse) in den Graphen von g(x) überführt werden kann.
(a) f (x) = log2 (x), g(x) = log4 (x) (b) f (x) = log4 (x), g(x) = log8 (x).

4. LS 9/10, S.181 , Nr.4

Gib jeweils die Umkehrfunktion zu den


√ folgenden Abbildungen an:
(a) f (x) = 5x  (d) f (x) = ( 3)x (g) f (x) = log2.5 (x) (j) f (x) = log√5 (x)
1 x x
(b) f (x) = 3  (e) f (x) = 100 (h) f (x) = log0.6 (x)
x
(c) f (x) = 52 (f) f (x) = log4 (x) (i) f (x) = lg(x)
.

5. LS 9/10, S.181 , Nr.6a

Es sei a > 0 und a 6= 1: Weshalb ist der Punkt P (a|1) immer auf dem Graphen
der Funktion f (x) = loga (x)? Begründe!

6. LS 9/10, S.181 , Nr.7

Bestimme a ∈ R so, dass der Punkt P auf dem Graphen der Funktion
f (x) = loga (x) liegt. √
(a) P (9|3) (c) P (3|9) (e) P ( √5|0.5)
.
(b) P (100|2) (d) P (0.5| − 1) (f) P ( 3 4| 23 )

7. Berechne in der Gleichung N (t) = N (0) · e−kt die Konstante k für Uran 239 mit
der Halbwertszeit T = 23.5min.

8. Berechne die Halbwertszeit für Strontium 89 mit der Gleichung


N (t) = N (0) · e−0.0137257t (t in Tagen).
9. Die Temperatur T [◦ C] einer Kaffeetasse beträgt im Zeitpunkt t [min]
T (t) = a · e−kt + b. Man misst T (0.5) = 86, T (4) = 68.5 und T (7.5) = 55.5.

(a) Berechne die Parameter a, b und k.


(b) Wann muss man zur Tasse greifen, wenn der Kaffee genau 60◦ C warm sein
soll?

10. Gib die Gleichung der Potenz-, Exponential- oder Logarithmuskurve an. (Asymptoten
sind gestrichelt eingezeichnet).

11. Gib auch hier die Gleichung der Potenz-, Exponential- oder Logarithmuskurve an.
(Asymptoten sind gestrichelt eingezeichnet).
Übungen Mathematik 3 GF 02.06
Exponential- und Logarithmusfunktion - Weitere Aufgaben

u
= loga (u) − loga (v), loga (u · v) = loga (u) + loga (v), loga (un ) = n · loga (u)

loga v

1. (a) Zeige, dass die Verdoppelungszeit T zum exponentiellen Wachstum mit der
ln(2)
Funktion f (t) = a · bt gegeben ist durch T = .
ln(b)
(b) Berechne die Verdoppelungszeit der Entwicklung einer Fischpopulation in
einem grossen See mit N (t) = N (0) · e0.0137257·t (t in Tagen).
x
2. (a) Vereinfache: log2 24 (Wo immer möglich sind obige Gesetze nutzen).
(b) Vereinfache: ln 5 · e2 (Wo immer möglich sind obige Gesetze nutzen).


(c) Vereinfache: log3 ((3x )y ) (Wo immer möglich sind obige Gesetze nutzen).

3. Zeige, dass die Halbwertszeit T zum exponentiellen Zerfall mit der Funktion f (t) =
− ln(2)
a · bt gegeben ist durch T = .
ln(b)
(a) Berechne die Halbwertszeit der Entwicklung einer Fischpopulation in einem
grossen See mit N (t) = N (0) · 0.97·t (t in Tagen).

4. Rechne allein mit den Logarithmengesetzen (ohne Taschenrechner) nach, dass


folgende Gleichung gilt:
√ ! √ !
3+ 5 3− 5
log3 + log3 =0
2 2

5. Berechne alle x ∈ R, so dass gilt:

(a) 3x + 3−x + 2 = 3 (b) 5x · 2x−2 = 25 (c) ln(x2 ) = 0

6. In der Medizin kann die Konzentration eines Medikamentes im Blut bestimmt


werden. Der Körper baut das Medikament ab, die zugehörige Halbwertszeit sei 7
Stunden.

(a) Finde k in der Formel N (t) = N (0) · ek·t (t in Stunden) wobei N (t) die
Konzentration des Medikametes im Blut zum Zeitpunkt t angibt. (Notlösung
zum Weiterrechnen in (b) k = −0.1)
(b) Wie lange dauert es, bis nur noch ein Zehntel des Medikamentes nachgeweisen
werden kann?
7. LS 9/10, S.184 , Nr.8

Die Bevölkerung eines Staates A beträgt 60 Millionen Einwohner und wächst


jährlich um 3 Prozent, die eines Staates B beträgt 110 Millionen Einwohner und
wächst jährlich um 1 Prozent. Nach wie vielen Jahren haben die beiden Staaten
etwa dieselbe Einwohnerzahl? Berechne!

2 n
 2
n
8.* Finde alle natürlichen Zahlen n für die gilt 8 · 3 ≤2≤8· 3
2
? Berechne!

9. Es seien x1 und x2 die Lösungen der quadratischen Gleichung ax2 + bx + c = 0.


Zeige, dass a = c genau dann gilt, wenn für ein d ∈ R+ \{1} gilt: logd (x1 ) +
logd (x2 ) = 0.

10. Finde die Funktionsgleichung zu folgenden Graphen.

(a) (b)

11. Fasse folgenden Term in einen Logarithmus mit Basis 2 zusammen.

log2 (x2 ) + x3 log2 x − ln(ex ) + log4 (7) + 7

1
12. Löse folgende Exponentialgleichung −3 · 2x − 2 · 4x + 1 = 0.
8log2 ( 2 )·x
Übungen Mathematik 3 GF 03.01
Folgen und Reihen - Erste Folgen

1. LS 11/12, S.11 , Nr.1

Berechne jeweils die ersten zehn Folgeglieder der folgenden Folgen und stelle sie in
einem n, an -Diagramm dar.
2n 1
(a) an = (c) an = (−1)n (e) an = 4 −
5  n n
1 1
(b) an = (d) an =
n+3 2

2. LS 11/12, S.11 , Nr.2

Gib die ersten zehn Folgeglieder zu den folgenden rekursiv dargestellten Folgen an.
Finde weiter zu diesen Folgen je eine explizite Darstellung.
(a) a1 = 1, an = 2 + an−1 (c) a1 = 2, an = an−1 + 2n + 1

(b) a1 = 1, an = 2 · an−1

3. LS 11/12, S.11 , Nr.3


2n+1
Sind diese Zahlen Folgeglieder von (an )n mit an = n−5 ? Falls ja, gib das entsprechende
n ∈ N an.
23 17 18 9
(a) (b) (c) − (d) (e) 1
6 3 3 4

4. LS 11/12, S.11 , Nr.4

Gib eine rekursive Darstellung für die Folge mit dieser expliziten Darstellung:
 n
3 1 1
(a) an = n + 5 (b) an = (c) an = (−1)n (d) an = n2 + n
2 2 2
5. LS 11/12, S.12 , Nr.5

Gib jeweils eine explizite und rekursive Darstellung für die logische Fortsetzung
der Zahlenfolge...
(a) 4, 8, 12, 16, 20, ... (b) 1, 2, 4, 8, 16, ... (c)* −1, 0, 3, 8, 15, ... (d) 2, 1, 12 , 14 , 18 , 16
1
, ...

6. LS 11/12, S.12 , Nr.6

Bestimme eine explizite Darstellung für die folgenden Folgen.


10 12 14 16 18 8 12 16 20 24 3 6 24 48
(a) 7 , 13 , 19 , 25 , 31 , ... (b) 9 , 16 , 25 , 36 , 49 , ... (c) 22 , 17 , 1, 7 , 2 , ...
Übungen Mathematik 3 GF 03.02
Folgen und Reihen - Eigenschaften und erste Reihen

1. LS 11/12, S.14 , Nr.1

Untersuche die Folgen (an )n auf Monotonie und Beschränktheit:


1 1 + 5n2
(a) an = 1 + (e) an = 2 (i) an =
 nn n(n + 1)
3 8n
(b) an = (f) an = 2 (j) an = sin(π · n)
4 n +1
n2
(c) an = (−1)n (g) an = +n
n
100
(−1) 1
(d) an = 1 + (h) an = √
n n
2. LS 11/12, S.14 , Nr.2

Welche der Folgen hat die angegebenen Eigenschaften. Fülle die Tabelle aus.

(−1)n 1
(an )n mit an = n an = (−1)n · n an = n an = 1 + n
nach oben beschränkt
nach unten beschränkt .
beschränkt
monoton

3. LS 11/12, S.14 , Nr.3

Gib jeweils eine explizite Darstellung drei verschiedener Folgen an, die ...

(a) ...monoton steigend sind.


(b) ...monoton fallend sind.
(c) ...nicht monoton sind.
(d) ...nicht nach oben beschränkt sind.
(e) ...streng monoton fallend und nach unten beschränkt sind.
(f) ...streng monoton steigend und nicht nach oben beschränkt sind.
(g) ...streng monoton steigend und nach oben beschränkt sind.

4. LS 11/12, S.14 , Nr. 4

Welche der folgenden Aussagen sind wahr, welche falsch? Begründe, beziehungsweise
gib ein Gegenbeispiel!

(a) Eine beschränkte Folge muss nicht monoton sein.


(b) Jede streng monotone Folge ist nach oben beschränkt.
(c)* Gilt für eine Folge an > 0 für alle Folgeglieder und für alle natürlichen Zahlen
an+1
an ≤ 1, so ist die Folge stets streng monoton fallend.
(d)* Gilt für eine Folge stets | an+1
an | > 1, so ist die Folge streng monoton steigend.

5. LS 11/12, S.12 , Nr.7

Ab welchem n ∈ N gilt ...


2n2 −1
(a) ... für an = n+7 , dass an > 20 ist?
3n+1 1
(b) ... für an = n2 +2
, dass an < 10 ist?

6. LS 11/12, S.24 , Nr.1

Berechne die ersten fünf Partialsummen zu den Folgen (ak )k für...


1 1
(a) ak = 2k − 1 (b) ak = k 2 (c) ak = 2k−1 (d) ak = k (e) ak = k2

7. LS 11/12, S.24 , Nr.2

Berechne die folgenden endlichen Summen:


5 4 12 7
X X X X (−1)k
(a) (3k − 2) (d) 3 · 2k−1 (g) (3 + 7j) (j)
k+4
k=1 k=1 j=3 k=3
5 4  k−1 11
X k X 2 X
(b) (e) 2· (h) 3 · 2k−1
k−1 3
k=3 k=3 k=5
3 20 8
X X X 3i + k
(c) 2k 3 (f) a · k2 (i)
2k + 1
. k=1 a=1 i=4

8. LS 11/12, S.24 , Nr.3

Schreibe diese Summen mit Hilfe der Summenzeichennotation:


(a) 3 + 4 + 5 + 6 + 7 + 8 (f) 61 + 18 + 10
1 1
+ 12
(b) 2 + 4 + 6 + 8 + 10 (g) 77 + 88 + 99 + ... + 979
7 9
(c) 3 + 10 + 17 + 24 + 31 + 38 (h) 10 − 13 + 11 23
16 − ... + 34 .
(d) 2 + 4 + 8 + 16 + 32 8
(i) 7 + 14 + 3 + 28 + ... + 32
11 2 17
63
(e) 9 + 3 + 1 + 31 + 19 + 27
1
Übungen Mathematik 3 GF 03.03
Folgen und Reihen - Arithmetische und geometrische Folgen und Reihen

1. LS 11/12, S.12 , Nr.8

Bestimme sowohl a7 als auch a10 für die arithmetische Folge mit ...
(a) a1 = 2, a5 = 14 (c) a3 = −6, a6 = 8
(b) a2 = 2, a6 = −23 (d) a5 = −9, a9 = −17
2. LS 11/12, S.24 , Nr.4

Vier Zahlen a1 , a2 , a3 , a4 bilden den Beginn einer arithmetische Folge mit der
Summe 130. Weiter ist a4 viermal so gross wie a1 . Bestimme a1 , a2 , a3 und a4 .

3. LS 11/12, S.12 , Nr.9

Bestimme die Folgeglieder g6 und g8 für die geometrische Folge (gn )n mit
(a) g1 = 4, g4 = 108 (c) g1 = 3, g5 = 243 16
(b) g2 = 0.1, g4 = 2.5 (d) g4 = − 27 , g7 = − 728
2

4. LS 11/12, S.12 , Nr.10

Am 1.Januar liegt auf einem Konto das Kapital K0 . Der jährliche Zinssatz beträgt
p Prozent.

(a) Gib eine Formel für das Kapital Kn , welches sich nach n Jahren auf dem
Konto befindet, an.
(b) Bestimme denjenigen Zeitpunkt, nach welches sich das Kapitel K0 auf dem
Konto verdoppelt hat, wenn p = 2.5 beziehungsweise p = 5 beträgt.

5. LS 11/12, S.12 , Nr.11


Fr.
Die Fahrt in einem Taxi kostet Fr. 6.- Grundgebühr und 3.8 km . Es sei pn der Preis
bei n gefahrenen Kilometern. Gib eine explizite Darstellung der Folge (pn )n an und
berechne die Kosten einer Fahrt mit 20km, 36km und 72km zurückgelegter Distanz.
6. LS 11/12, S.12 , Nr.12

Nebenstehend ist die Entwicklung nach Sier-


pinski zu sehen. Aus dem gleichseitigen Drei-
eck mit der Fläche A0 wird in der Mitte
gemäss der Grafik ein gleichseitiges Dreieck
ausgeschnitten, was zur Fläche A1 führt.
So verfährt man nun weiter.
Von Koch beginnt mit einer Strecke der
Länge l0 aus welcher der mittlere Drittel
entfernt und durch ein unten offenes gleich-
seitiges Dreick ersetzt wird. Dies ergibt l1 .
Verfährt man so weiter, erhält man die nächs-
te Folgekonstruktionen.
(a) Bei der Konstruktion von Von Koch sei l0 = 1. Gib eine Formel für ln an.
(b) Betrachte die Konstruktion von Sierpinski mit A0 = 1. Gib eine Formel für
An an.

7. LS 11/12, S.12 , Nr.13

Betrachte zwei Würfel der Kantenlänge 1. Ein Würfel wird in


acht volumengleiche Würfel aufgeteilt von denen einer auf den
zweiten Würfel gestellt wird. Dieses Verfahren wird mit einem
der kleinen Würfel wiederholt, und dann wieder mit einem der
kleinsten Würfel - entsprechend der nebenstehenden Grafik.
(a) Berechne das Volumen des Turmes nach der ersten,
zweiten und der dritten Teilung.
(b) Gib eine Formel Vn in expliziter Form für das
Volumen des Turms nach der n-ten Teilung an.

8. LS 11/12, S.12 , Nr.14

Betrachte die Fibonacci-Folge mit ihrer rekursiven Darstellung fn = fn−1 + fn−2


(für n ≥ 3) und f1 = f2 = 1.
(a) Berechne die ersten zehn Glieder der Fibonacci-Folge.
(b) Gibt es Fibonacci-Zahlen die Quadratzahlen sind?
(c) Folgende Annahmen sollen gelten:
(1) Es gibt eine Geiss und eine unbeschränkte Anzahl Ziegenböcke zum Paaren.
(2) Jede Geiss gebärt ihr erstes Zicklein im Alter von zwei Jahren und dann
jedes Jahr ein weiteres Zicklein.
(3) Alle geborenen Zicklein sind weiblich und sterben nicht.
Wieviele Geissen und wieviele Zicklein gibt es nach 12 Jahren?
9. LS 11/12, S.24 , Nr.5
2
Die Summe der ersten sechs Gleider einer geometrischen Folge mit q = 3 ist 665.
Bestimme den ersten und den letzten Summanden.

10. LS 11/12, S.24 , Nr.6

Berechne mit geeigneten Formeln die folgenden Summen:


1000 99 99 23 9  k−1
X X X X X 2
(a) k (b) (2+4k) (c) (2+4k) (d) 3·2k−1 (e) 2·
3
k=1 k=1 k=2 k=1 k=1

11. LS 11/12, S.24 , Nr.7

Berechne für die unendliche geometrische Reihe den Grenzwert:


∞  k−1 ∞  k−1
X 1 X 1 3 2
(a) 9· (b) · (c) 50 + 10 + 2 + + ...
2 2 4 5
k=1 k=1

12.* LS 11/12, S.24 , Nr.8

Wandle diese periodischen Zahlen in Brüche um.

(a) 0.07 (b) 1.7 (c) 6.017 (d) 11.239345


Übungen Mathematik 3 GF 03.04
Folgen und Reihen - Vermischtes zu Folgen und Reihen

1. (a) Berechne a1 und a7 der Folge, die definiert ist durch a3 = 7; an+1 = an + n.
(b) Berechne b0 , b1 und b6 der Folge mit b3 = 30; bn+1 = (n + 1)bn .
2. Finde ...
(a) ...das kleinste n, so dass an = 0.8n kleiner als 0.1 ist.
(b) ...das grösste n, so dass an = 0.8n grösser als 0.1 ist.
(c) ...das kleinste n, so dass an = 0.9n kleiner als 0.1 ist.
(d) ...das grösste n, so dass an = 0.9n grösser als 0.1 ist.
(e) ...das kleinste n, so dass an = −0.9n kleiner als 0.1 ist.
(f) ...das grösste n, so dass an = −0.9n grösser als 0.1 ist.
3. Zeige: Ist (an ) gleichzeitig eine monoton fallende und eine monoton steigende Folge,
so ist (an ) eine konstante Folge.
4. Gib für die folgenden Folgen eine explizite Definition an. Bestimme ob die Folgen
monoton fallend, monoton wachsend. Gib weiter an, ob es sich um eine geometrische
oder arithmetische Folge handelt.
(a) (an )n = (1, 1, 1, 1, 1, ...) (c) (cn )n = ( 12 , 14 , 16 , 18 , ...)
(b) (bn )n = (3, 1, −1, −3, −5, ...) (d) (dn )n = (21, 22, 23, 24, 25, ...).
5. Finde das 4. Glied der arithmetischen Folge (an )n und das 16. Glied der zugehörigen
Teilsummenfolge (sn )n wenn...
(a) a1 = 4, a3 = 5 (d) a1 = 4, an = an−1 + 3
(b) a2 = 4, a3 = 5 (e) a98 = 98, an = an−1 + 1
(c) an = 4 + 5n
6. Der Rasen wird mit einem Motorrasenmäher (mit
Radantrieb) gemäht. Dazu werden drei Pflöcke so
in den Boden gerammt, dass sie ein gleichseitiges
Dreieck mit Seitenlänge 0.2m bilden. Ein Ende eines
50m langen Seiles wird am oberen Pflock (siehe
Skizze) angebunden, das andere am Rasenmäher.
Der Rasenmäher fährt nun autonom“ um die Pflöcke.

Die Startposition ist in unterer Grafik dargestellt.

(a) Welche Distanz hat der Rasenmäher nach einer


Runde zurückgelgt?
(b) Welche Distanz hat der Rasenmäher nach 50 Runden zurückgelegt?
Übungen Mathematik 3 GF 03.05
Finanzmathematik - Zinseszins und unterjährige Verzinsung

1. Nach wievielen Jahren verdoppelt sich das eingesetzte Kapital bei einer jährlichen
Verzinsung von 3 Prozent?

2. Welche jährliche Verzinsung ist erforderlich, damit sich das Startkapital nach 5
Jahren verdoppelt?

3. Das Kapital von F r.50 000.− werden angelegt. Welches war der Jahreszins wenn
man nach 6 Jahren F r.60 511.30 erhält?

4. Wie lange muss man warten damit das angelegte Kapital von F r.40 000.− (Zinssatz
von 5 Prozent) auf F r.50 628.40 angewachsen ist?

5. Ein Vater besitzt Ende 2005 F r.1000 000.−, die zu 5 Prozent angelgt sind. Sein Sohn
erhält jeweils jährlich 4 Prozent seines Vermögens zur Ausbildungsfinanzierung.
Wie gross ist das Vermögen Ende 2010?

6. Peter besass Ende 2010 F r.80 000.− auf einem Sparheft. Er will Ende 2022 F r.250 000.−
auf diesem Sparbuch haben. Welchen Betrag muss er Ende 2013 einzahlen, wenn
der Zinsfuss bis 1.Januar 2016 3 Prozent, ab dann aber 3.5 Prozent beträgt?

7. Jemand bestizt Ende 2010 F r.1200 000.−. Er rechnet sich aus, dass er Ende 2020
F r.1690 270.− haben wird (bei konstatem Zinssatz). Bei welchem Zinssatz wird
angelegt und wann würde das Kapital F r.2000 000.− übersteigen?

8. Ist es besser eigenes Kapital zu drei Prozent mit Monatlicher Verzinsung oder mit
3.5 Prozent mit Jahreszins (einmalige Verzinsung) anzulegen?

9. Zu einem effektiven Jahreszins von p = 8Prozent wird eine Schuld von F r.1000 000.−
verzinst. Wieviel muss man monatlich sparen um am Ende das Jahres genau die
Zinsen zurückzahlen zu können?

10. Deine Bank gewährt dir einen effektiven Jahreszins von 2 Prozent. Um auf ein
Studium hin zu sparen zahlst du, beginnend am ersten Januar 2012 jeweils am
Jahresanfang und mitten im Jahr F r.500.− auf ein Konto ein. Wieviel ist am
31.Dezember 2013 auf dem Konto zu finden?
Übungen Mathematik 3 GF 03.06
Finanzmathematik - Rentenrechnung

1. Eine nachschüssige Jahresrente von F r.50 500.− hat bei einer jährlichen Verzinsung
von 6 Prozent einen Barwert (Wert der Summe aller Renten jeweils zurückgezinst
auf den Zeitpunkt 0 Jahre“) von F r.530 417.−. Wie lange wird die Rente ausbezahlt?

2. Ein Vater will für das Studium einer Tochter, welches in sechs Jahren beginnen
soll, F r.100 000.− zur Verfügung haben. Welchen Betrag muss er am Ende eines
jeden Jahres auf ein Sparkonto einzahlen, wenn die Bank das Sparkonto jährlich
mit 5 Prozent verzinst?
3. Ein Kaufmann legt am Ende eines jeden Geschäftsjahres vom Gewinn F r.30 000.−
auf ein Sparkonto, das mit einem jährlichen Zinssatz von 4.5 Prozent läuft. Nach
wie vielen Jahren ist das Sparguthaben (einschliesslich der letzten Einzahlung) auf
F r.240 000.− angewachsen?
4. Ein Taufpate zählt während 12 Jahren jeweils am Jahresanfang einen Betrag von
F r.10 200.− auf ein Sparkonto. Während der ersten sechs Jahre gewährt die Bank
einen Jahreszins von 5.5 Prozent, danach nur“ noch 5 Prozent. Welches Guthaben

befindet sich am Ende des 12. Jahres auf dem Konto?

5. Jemand zahlt bei einer Rentenanstalt während fünf Jahren am Ende jeden Jahres
einen Betrag von F r.60 000.− ein. Er möchte sich drei Jahre nach der letzten
Einzahlung die erste von zehn vorschüssigen Renten auszahlen lassen. Wie hoch
ist der auszubezahlende Rentenbetrag wenn eine Zinssatz von 5 Prozent zugrunde
gelegt wird?
6. Ein Architekt zahlt vom 35. bis zum 55. Lebensjahr (einschliesslich) am Ende
eines jeden Jahres F r.50 000.− bei einer Rentenanstalt ein, um vom 60.Lebensjahr
an 10 Jahre lang eine vorschüssige Rente zu beziehen. Wie hoch sind die jährlichen
Rentenzahlungen bei einem Jahreszinssatz von 6 Prozent?
7. Jemand schliesst am Anfang eines Jahres einen Sparvertrag ab. Somit werden
nun während 12 Jahren jeweils am Jahresende F r.10 600.− einbezahlt. Nach fünf
regelmässigen Zahlungen werden drei Zahlungen ausgelassen, bevor die Zahlungen
regelmässig weitergehen. Welches Guthaben hat sich nach 12 Jahren angesammelt
(Zinssatz 6 Prozent)?
8. Sechs Jahre wird jedes Jahr nachschüssig F r.50 000.− auf ein Konto einbezahlt.
Nach sechs Jahren geht es dem Sparer so gut, dass er den jährlichen Betrag
auf F r.80 000.− erhöht. Diese werden weitere fünf Jahre einbezahlt. Dann stoppt
der Sparer die Zahlungen um elf Jahre später das Guthaben abzuheben. Welcher
Betrag steht im bei einem Zinssatz von 4 Prozent zu?
9. Eine Selbstständige will an ihrem fünfzigsten Geburtstag einen Geldbetrag anlegen,
so dass sie mit Vollendung des 65. Lebensjahres für 10 Jahre eine nachschüssig
gezahlte Rente in Höhe von jährlich F r.80 000.− erhält. Welcher Betrag muss angelegt
werden, wenn der jährliche Zins 4 Prozent beträgt?

10. Welchen konstanten Betrag muss ein Geschäftsmann während seiner 10 letzten
Arbeitsjahre jeweils am Jahresende auf ein Sparheft legen, damit er von dieser
Ersparnis während seiner 15 ersten Rentenjahre jeweils am Jahresende F r.170 500.−
abheben kann? (Jährlicher Zins von 5 Prozent)
Übungen Mathematik 3 GF 03.07
Finanzmathematik - Annuitätentilgung und Abschreibungen

1. Eine Schuld von F r.1000 000.− soll bei einer jährlichen Verzinsung von 7 Prozent
durch gleich hohe Annuitäten in 6 Jahren getilt werden. Erstelle einen Tilgungsplan.

2. Eine Unternehmung tilgt ein Darlehen von F r.5000 000.− das mit 6 Prozent verzinst
wird, durch gleich hohe jährliche Annuitäten in der Höhe von F r.890 567.50. Wie
viele Jahre dauert die Tilgung?

3. Ein Darlehen in der Höhe von F r.1000 000.−, das mit 8 Prozent verzinst wird, soll
während 10 Jahren zurückgezahlt werden. Berechne die Annuität.

4. Ein Baudarlehen von F r.2500 000.− soll in 20 Jahren durch Annuitätentilgung


zurückgezahlt werden. Die Jahreszinsen betragen 5.5 Prozent. Berechne die Annuität
und die Restschuld nach 10 Jahren.

5. Der Käufer eines Hauses benötigt ein Darlehen in der Höhe von F r.1800 000.−,
das mit 4.5 Prozent verzinst wird. Er denkt jährlich F r.150 000.− für die Annuität
aufbringen zu können. Bestimme die Tilgungsdauer.

6. Albert hatte anfangs 2010 Schulden in der Höhe von F r.120 000.−. Er muss diese
in 10 gleichen Raten, die er jeweils am Jahresende zahlt, abzahlen. Der Zinsfuss
beträgt 4 Prozent. Wie gross ist eine solche Rate?

7. Der Buchwert einer Stanzmaschine, die jährlich mit 20 Prozent abgeschrieben wird,
beträgt am Ende des vierten Jahres F r.200 480.−

(a) Wie hoch war der Anschaffungswert der Maschine?


(b) Nach welcher Zeit ist der Buchwert der Maschine auf F r.50 368.71 gesunken?

8. Eine Maschine mit einem Anschaffungswert von F r.2000 000.− soll in 15 Jahren auf
einen Fünftel ihres Wertes degressiv abgeschrieben werden. Welcher Prozentsatz
ist für die Abschreibung zu wählen?
9. Eine Baumaschine hat einen Anschaffungspreis von F r.800 000.−.
Sie wird mit 30 Prozent degressiv abgeschrieben. Am Ende welchen Jahres beträgt
der Abschrei- bungsbetrag F r.968.50?

10. Ein Auto mit einem Anschaffungswert von F r.380 000.− wird acht Jahre lang
degressiv abgeschrieben. Der Abschreibungssatz soll in den ersten vier Jahren
doppelt so gross sein wie in den darauffolgenden vier Jahren. Der Restwert nach
acht Jahren beträgt F r.100 212.−.

(a) Welches war der Abschreibungssatz der ersten vier Jahre?


(b) Wie hoch war der Buchwert vor Änderung des Abschreibungssatzes?

11. Eine Maschine im Wert von F r.1200 000.− wird eine gewisse Zeit mit 20 Prozent
abgeschrieben, danach eine doppelt so lange Zeit mit 10 Prozent. Der Restwert
beträgt F r.210 158.−. Wie lange läuft die degressive Abschreibung?
Übungen Mathematik 3 GF 03.08
Finanzmathematik - Weitere Übungen

1. Tim erinnert Tom zum Neujahr daran, dass er ihm in sechs Jahren genau F r.1000 000.−
schulde, wie hoch ist die Schuld heute (bei p = 6.5 Prozent)?

2. Wie lange dauert es, bis sich ein zu 2 Prozent angelegtes Kapital verhunderttausend-
facht (1000 000) hat?

3. Jemand zahlt am Anfang des ersten, fünften und sechsten Jahres jeweils einen
Betrag von F r.40 000.− auf ein Sparkonto ein. Am Ende des achten Jahres besitzt
er ein Guthaben von F r.170 584.20. Wie hoch war der Kontostand auf dem Sparbuch
vor der ersten Einzahlung von F r.40 000.− (Jährlicher Zinssatz: 3.5 Prozent)?

4. Ein Kapital wurde während drei Jahren jährlich mit 5 Prozent, danach während 4
Jahren jährlich mit 6 Prozent verzinst. Wie hoch war das Kapital zu Beginn, wenn
es nach sieben Jahren auf F r.90 645.75 angewachsen ist?

5. Folgende hypothetische Annahme: Anfags des Jahres 0 wurde ein Franken bei einer
Bank zu einem Zinssatz von 1 Prozent angelegt.

(a) Welches Guthaben wäre Anfangs 2011 auf diesem Konto?


(b) Am Ende welchen Jahres überschreitet das Guthaben die Milliardengrenze?

6. Es wird eine Stiftung eröffnet. Dazu stehen F r.1980 000.− zur Verfügung. Der
Betrag soll so lange auf einer Bank (zu 5 Prozent Jahreszins) angelegt werden,
dass der Zins (inkl Zinseszins) für 4 Stipendien (zem selben Zeitpunkt ausbezahlt)
jeweils im Wert von F r.70 800.−. (Nach der Auszahlung sollen also wieder F r.1980 000.−
auf dem Konto sein.) Nach welcher Zeit ist die Auszahlung möglich?

7. Wie lange muss Tom warten, bis auf seinem Konto, auf dem sich heute F r.50 000.−
befinden, F r.60 000.− vorhanden sind? (Die Bank rechnet mit p = 4 Prozent)

8. Herr Salvisberg hat am 01.01.2007 einen Betrag von Fr 470 578.04 auf seinem Konto.

(a) Der Zinsfuss beträgt zwei Prozent. Welcher Betrag darf Herr Salvisberg am
01.01.2011 auf seinem Konto erwarten, wenn er nichts einzahlt und nichts
abhebt?
(b) Im Jahr 2007 (01.01.2007 bis 31.12.2007) gewährte die Bank einen Zins von
zwei Prozent, in jedem darauffolgenden Jahr aber je 0.25 Prozent weniger.
Welcher Betrag befindet sich bei dieser Verzinsung am 01.01.2011 auf seinem
Konto erwarten, wenn er nichts einzahlt und nichts abhebt?
9. Die Bank A bietet dir bis Ende 2014 einen Zins von 2 Prozent, danach bis Ende
2020 einen Zinssatz von einem Prozent. Die Bank B bietet bis Ende 2020 einen
Zins von 1.5 Prozent.
Bei welcher Bank hätte man sein Geld am 1.Januar 2011 anlegen müssen, um

(a) Ende 2014 möglichst grosses Kapital zu haben?


(b) Anfangs 2019 möglichst grosses Kapital zu haben?
(c) Ende 2018 möglichst grosses Kapital zu haben?

10. (4pkt) Ein Auto mit Neuwert (K0 ) von Fr 55’000.- soll nach 10 Jahren degressiver
Abschreibung noch einen Restwert von 5’000.- haben.

(a) Mit wievielen Prozent p wurde abgeschrieben? (Lösung zum Weiterrechnen


in (b) p = 21.32)
(b) Welchen Betrag muss man im ersten Jahr degressiv abschreiben? (Gesucht
ist also der Abschreibungswert a1 .)

11. Franziska und ihr Bruder Alexander kaufen einen Computer zur gemeinsamen
Nutzung. Die F r.10 500.− werden Ende 2009 von Alexander bezahlt. Sie setzten
fest, dass dieses Gerät während den ersten 3 Jahren degressiv mit 30 Prozent,
dann ausgehend vom Restwert in vier Jahren linear auf null abgeschrieben wird
(Restwert Anfang 2017 ist F r.0.−).
Franziska nutzte den Computer bis Ende 2015, danach wird der Computer von
Alexander genutzt. Welchen Betrag muss Franziska ihrem Bruder zurückzahlen?
(keine Verzinsung)

12. Der Ski der Ende 2009 einen Neuwert (K0 ) von Fr 1’200.- hat wird degressiv mit
42 Prozent abgeschrieben. Zu Beginn welcher Saison ist sein Wert erstmals kleiner
als F r.500.−?

13.T Beweise mit Hilfe der geometrischen Reihe die Formel für nachschüssige Renten:
rn − 1
Kn = b ,
r−1
p 
wobei r = 1 + 100 , p der Zinsfuss und b die (regelmässige) Rente sind.

14.T Beweise folgende Aussage:


Wird eine nachschüssige Jahresrente von balt mit Laufzeit nalt in eine nachschüssige
Jahresrente zu gleichem Zinssatz p und zu gleichem Startzeitpunkt umgewandelt,
so ist die neue Rente bneu zur Laufzeit nneu gegeben durch die Formel:
p nalt 
balt · 1 + 100 −1  p (nneu−nalt )
bneu = p nneu
  · 1 +
1 + 100 −1 100
15. Ein Taufpate zahlt vorschüssig für sein Patenkind während den ersten zehn Jahren
jährlich F r.10 000.− danach während acht Jahren nachschüssig jährlich F r500.−
ein. (Zinsfuss 2 Prozent)

(a) Welcher Betrag liegt am Ende des 18. Jahres auf dem Konto (inklusive der
letzten Einzahlung)?
(b) Der Taufpate übergibt den Betrag am Ende des 20.Jahres seinem Patenkind.
Über welchen Betrag darf sich das Patenkind freuen?

16. Tom hat Jerry während fünf Jahren jedes Jahr, beginnend am 31.12.1997 zu
Silvester F r.50.− gestohlen. Jerry hat dies am 01.01.2011 herausgefunden. Welchen
Betrag darf Jerry von Tom zurückverlangen (p = 3 Prozent)?

17. Eine nachschüssige Jahresrente von F r.3000.− mit einer Laufzeit von 12 Jahren soll
in eine vorschüssige Jahresrente von F r.20 246.20 umgewandelt werden. Wie lang
läuft diese Rente, wenn eine jährliche Verzinsung von 5 Prozent zugrundegelgt
wird.

18. Eine nachschüssige Jahresrente von F r.60 000.− hat eine Laufzeit von 15 Jahren.
Die Rente soll in eine ebenfalls nachschüssige Jahresrente mit einer Laufzeit von
10 Jahren umgewandelt werden. Wie hoch ist diese Rente, wenn eine jährliche
Verzinsung von 4.5 Prozent zugrundegelegt wird.

19. Jemand zahlt am Anfang jeden Jahres, beginnend anfangs 2011, F r.800.− auf ein
Sparkonto ein. Der zugrunde liegende Zinsfuss sei 4.5 Prozent. Wieviele Einzahlungen
muss er leisten, um am Jahresende desjenigen Jahres, in dem er letztmals einzahlt,
ein Kapital von F r.60 704.− zu besitzen?

20. Ein Kaufmann legt zur Sicherung seines Lebensabends ein Kapital zu 4 Prozent so
an, dass er 6 Jahre nach der Einzahlung die erste von 15 nachschüssigen jährlichen
Renten in Höhe von F r.120 000.− ausgezahlt bekommt.

(a) Berechne den angelegten Kapitalbetrag.


(b) Wie lang konnte die nachschüssige Rente gezahlt werden, wenn er sich auf
Kosten der Laufzeit jährlich F r.180 000.− auszahlen liesse?
(c) Welchen Betrag müsste er 3 Jahre nach der ersten Kapitalanlage hinzuzahlen,
um die nachschüssige Jahresrente von F r.180 000.− über 15 Jahre zu erhalten?

21. Ein Darlehen von F r.150 000.− soll durch zwei gleich hohe Raten, von denen die
erste nach drei Jahren, die zweite nach sieben Jahren (vom Zeitpunkt der Darlehens-
aufnahme an gerechnet) fällig ist, zurückgezahlt werden. Wie hoch sind die beiden
Raten, wenn die jährliche Verzinsung 5 Prozent beträgt?
22. Bei einem Spiel A kannst du eine zehnjärige vorschüssige Rente von Fr 2’000.-, bei
einem Spiel B eine zehnjährige nachschüssige Rente von Fr 2’100.- gewinnen. Das
Geld legst du auf einer Bank zum Zinssatz p an.

(a) Welches Spiel zu bevorzugen, wenn der Zinssatz der Bank 2 Prozent beträgt?
(b) Bei welchem Zinssatz p wären die Gewinne der beiden Spiele gleich?

23. Max hat anfangs 2011 F r.200 000.− Schulden und wird in zwei Jahren (anfangs
2013) weitere Fr. 250 000.− Schulden machen, wenn er sich ein neues Auto kauft.
Erstelle einen Tilgungsplan bis Ende 2015, wenn er jährlich für diese beiden Schulden
(insgesamt) Fr 3’000.- aufwenden kann (Zinssatz: 5 Prozent, Tilgungsplan nicht
vollständig).

Jahr Restschuld Zinsen Annuität Tilgung Restschuld


am Anfang am Ende
des Jahres des Jahres

2011

2012

2013

2014

2015
24. Jerry hat bei Tom eine Schuld von Fr. 50’000.-. Tom legt Jerry folgenden Tilgungsplan
vor:

Jahr Restschuld am Zinsen Annuität Tilgung Restschuld am


Anfang des Jahres Ende des Jahres

1 50’000.- 7’500.- 13’211.845 5’711.85

2 44’288.16 13’211.845 6’568.62 37’719.53

3 37’719.53 13’211.845

4 13’211.845

5 13’211.845

6 13’211.845

(a) Zeige, dass Tom einen Zinssatz von 15 Prozent ansetzt?


(b) Fülle die noch freien Felder des Tilgungsplanes aus.

25. Ein Darlehen von F r.1600 000.− soll laut Darlehensvertrag mit 6 Prozent verzinst
und mit 1 Prozent getilgt werden (Das heisst, dass der Anteil der Tilgung im ersten
Jahr einem Prozent des unverzinsten Darlehens entspricht).

(a) Berechne die Annuität.


(b) Bestimme die Laufzeit des Darlehens.
Übungen Mathematik 3 GF 03.09
Folgen und Reihen - Grenzwerte

1. LS 11/12, S.18 , Nr.1

Erstelle eine Wertetabelle für die ersten Folgeglieder der angegebenen Folge, schätze
davon ausgehend den Grenzwert b und bestimme dasjenige n, nach welchem alle
Glieder in der  = 0.1-Umgebung vom Grenzwert liegen. Dazu musst du die
Ungleichung |an − b| < 0.1 lösen. √
1 6n + 2 1+ n
(a) an = 1 + (c) an = (e) an = √
3nn−1 3n 2+ n
1 3n2
(b) an = 4 · (d) an = 2
3 n +5
2. LS 11/12, S.18 , Nr.2

Bestimme jene n, für welche an näher als 0.1 an 1 liegt.


1+n 100 2n2 − 3
(a) an = (c) an = 1 − (e) an =
2
n n 3n2
n −1 n−1
(b) an = 2
(d) an =
n n+2
3.* LS 11/12, S.18 , Nr.3

Zeige mit Hilfe der Definition des Grenzwertes, dass die Folge mit an = 1−2n
3n
konvergent ist.
Abwelchem folgeglied unterscheiden sich die Folgeglieder und der Grenzwert um
1
weniger al 100 beziehungsweise um 10−6 ? Berechne!

4.* LS 11/12, S.18 , Nr.4

Zeige dass die Folgen (an )n mit der angegebenen Grenzwerten Nullfolgen sind.
1 1
(a) an = (b) an = (c) an = 0.5n
2n n2

5.* LS 11/12, S.18 , Nr.5

Zeige, dass g der Grenzwert ist, indem du zeigst, dass (an − g)n eine Nullfolge ist.
3n − 2 2n+1
(a) an = , g=3 (c) an = n , g=2
n+2 2 +1
2
n +n n
3·2 +2 3
(b) an = 2
, g = 0.2 (d) an = n+1
, g=
5n 2 2
6. LS 11/12, S.18 , Nr.6

Gib - ohne Begründung - wenn möglich je eine Folge an, die...

(a) beschränkt, monoton und konvergent ist.


(b) beschränkt, monoton und divergent ist.
(c) beschränkt, nicht monoton und konvergent ist.
(d) beschränkt, nicht monoton und divergent ist.
(e) nicht beschränkt, monoton und konvergent ist.
(f) nicht beschränkt, monoton und divergent ist.
(g) nicht beschränkt, nicht monoton und konvergent ist.
(h) nicht beschränkt, nicht monoton und divergent ist.

7. LS 11/12, S.18 , Nr.7

Zeige, dass die Folgen (an )n mit der angegebenen expliziten Darstellung divergent
sind.
n2 + 1
(a) an = 1 + n2 (c) an =
n+2
(b) an = (−1)n · (n + 2) (d) an = 2 − (1 + (−1)n )
8. LS 11/12, S.18 , Nr.8

Stelle eine Vermutung über den Grenzwert der folgenden Folgen (an )n . Zeige dann,
dass sie monoton und beschränkt sind, womit du schlussfolgern kannst, dass sie
konvergent sind, dann jede monotone beschränkte Folge ist konvergent.
√ √
n+1 5n n · n + 10 n
(a) an = (b) an = √ (c) an = (d) an = 2
5n n+1 n2 n +1

9. LS 11/12, S.18 , Nr.9

Folgende Aussagen sind falsch. Finde je ein Gegenbeispiel.

(a) Jede monotone Folge ist konvergent.


(b) Jede konvergente Folge ist monoton.
(c) Jede beschränkte Folge ist konvergent.
(d) Jede divergente Folge ist nicht beschränkt.
(e) Der Grenzwert eine Folge ist immer entweder obere oder untere Schranke.
(f) Jede Nullfolge ist monoton fallend.
(g) Jede Folge ohne obere Schranke ist monoton steigend.
(h) Jede konvergente Folge hat Folgelieder, welche sich vom Grenzwert unterscheiden.
10. LS 11/12, S.24 , Nr.9

In einem rechtwinkligen Dreieck mit a = 3cm, b = 4cm und


c = 5cm wird vom Scheitelpunkt des rechten Winkels ein Lot
auf die Hypothenuse c gefällt. Vom Lotpusspunkt fällt man
das Lot auf die Kathete b, von dessen Fusspunkt das Lot auf
c und vom letzten Fusspunkt wieder das Lot auf b. Diesen
Prozess denkt man sich unbegrenzt fortgesetzt. Welches ist
die Summe aller Lote?

11. LS 11/12, S.24 , Nr.10

Die Seite von a1 sei die Diagonale eines Quadrates mit der Seitenlänge
a2 . Diese Seite ist nun wieder Diagonale des nächsten Quadrates
und so weiter...
(a) Berechne die Summe der Seiten a1 + a2 + a3 + ....
(b) Berechne die Summe der Flächen aller Quadrate.

12. LS 11/12, S.24 , Nr.11

Als Annahme: Die Erdölvorräte reichen bei konstantem Verbrauch noch 60 Jahre.
Es wird vorgeschlagen im aktuellen Jahr genauso viel Erdöl zu verbrauchen wie
bereits eingeplant und ab dann den Verbrauch an Erdöl jedes Jahr auf einen
konstanten Prozentsatz des Vorjahresverbrauchs zu reduzieren. Um wie viel Prozent
müsste man den jährlichen Verbrauch pro Jahr verringern, damit die Erdölvorräte
für immer reichen?

13. LS 11/12, S.20 , Nr.1

Zerlege in eine Summe einer konstanten und einer Nullfolge und gib den zugehörigen
Grenzwert an.
8+n 8 + 2n 4 + n3
(a) an = (c) an = (e) an =
4n√ 4 · 2n n3 .
8+ n 6 + n4
(b) an = √ (d) an = 1 4
4 n 4n

14. LS 11/12, S.20 , Nr.2

Berechne mit Hilfe der Grenzwertsätze den Grenzwert der Folgen (an )n .
1 + 2n n 5 − n4 (1 + 2n)10
(a) an = (e) an = 5−1
(i) an =
1+n 6n√ (1 + n2 )10
7n3 + 1 n+1 (1 + 2n)k
(b) an = 3 (f) an = √ (j) an =
n − 10 n+1+2 (1 + 3n)k
n2 + 2n + 1 (5 − n)4
(c) an = (g) a n =
√1 + n + n2 (5 + n)4
n+n+n 2 (2 + n)10
(d) an = √ (h) an =
2n + n2 (1 + n)10
.

15. LS 11/12, S.20 , Nr.3

Bestimme die folgenden Grenzwerte limn→∞ an für:


2n − 1 2n 2n + 3n+1
(a) an = (c) a n = (e) an =
2n 1n+ 4n n 2 · 3n .
2n − 1 2 −3
(b) an = n−1 (d) an = n
2 2 + 3n

16. LS 11/12, S.20 , Nr.4

Bestimme den Grenzwert der rekursiv definierten Folge (an )n durch das Finden
des Fixpunktes. Dafür darfst du davon ausgehen, dass der Grenzwert exisitiert.
2 2 − a2n−1
(a) a1 = 0, an = an−1 − 2 (d) a1 = 1, an =
5 3 + an−1
2 p
(b) a1 = −2, an = − an−1 + 4 (e) a1 = −4, an = an−1 + 4 .
3 s
1 1 − an−1 8
(c) a1 = − , an = (f) a1 = 4, an =
2 2 + an−1 an−1

17.* LS 11/12, S.20 , Nr.5

Bestimme, für welche Startwerte a1 die Folgen mit der angegebenen rekursiven
Definition die Folge konvergiert.
a2n−1 + 2
(a) an = a2n−1 (b) an = − 71 a2n−1 + an−1 + 1
7 (c) an =
2 · an−1

18. LS 11/12, S.20 , Nr.6

Forme erst den Term mittels des dritten Binoms um und berechne dann den
Grenzwert.
√ √  √ √ √  p 
(a) lim n+1− n (b) lim n · ( n + 1 − n) (c) lim n2 − n − n
n→∞ n→∞ n→∞
Übungen Mathematik 3 GF 04.01
Reelle Funktionen - Wiederholung und Eigenschaften

1. Welche der folgenden Pfeildiagramme gehören zu einer Funktion?


(a) (e)

(b) (f)

(c) (g)

(d)
2. L/S 9/10 S.99 , Nr.2

Der Zusammenhang zwischen der Geschwindigkeit und dem Krafstoffverbrauchs


eines Autos ist bei jedem Gang verschieden, wie du in untenstehender Grafik siehst.

(a) Bei welchen Geschwindigkeiten beträgt der Verbrauch bei 10 Litern pro 100
Kilometern, in den jeweiligen Gängen?
(b) Bei welcher Geschwindigkeit ist der Verbrauch im vierten Gang am kleinsten?
Wie hoch ist der Verbrauch dann?
(c) Um wieviel sinkt der Verbrauch, wenn man mit 60km/h im vierten anstatt
im dritten Gang fährt.

3. LS 9/10, S.99 , Nr.3

Ein Personenbusfahrer musste früher die


Tachoanzeige auf einer Fahrtenschreiber-
tafel aufzeichnen. Nebenzu siehst du eine
solch beschriebene Scheibe.

(a) Wie lange dauert die aufgezeichnete


Fahrt insgesamt.
(b) Nach 4.5 Stunden muss der Fahrer
jeweils eine Pause von 45min ein-
legen. Hat sich der Fahrer an diese
Bestimmung gehalten?
(c) Welches war die Maximalgeschwindigkeit bei der aufgezeichneten Fahrt.
(d) Woran erkennt man, dass der Autobus zwischen 8Uhr und 9.30Uhr auf der
Autobahn fuhr?
(e) Was geschah zwischen 10.15Uhr und 11Uhr?
(f) Welche Strecke wurde zwischen 5.10Uhr und 5.55Uhr zurückgelegt?
4. LS 9/10, S.101 , Nr.1

Zeichne je drei Graphen zu je einer Zuordnung x 7→ y die zu einer Funktion und


je drei Graphen einer solchen, die zu keiner Funktion gehören.

5. LS 9/10, S.102 , Nr.2

Welcher Graph gehört zu einer Funktion, welcher nicht? Begründe!

6. LS 9/10, S.102 , Nr.3

Handelt es sich bei den folgenden Zuordnungen um Funktionen?


(a) Gefahrene Strecke 7→ Benzinverbrauch (d) Körpergrösse eines Menschen 7→ Zeit
(b) Benzinverbrauch 7→ gefahrene Strecke (e) Quadrat einer rationalen Zahl 7→ Zahl
(c) Zeit 7→ Körpergrösse eines Menschen (f) Rationale Zahl 7→ Quadrat der Zahl
.

7. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.14 Nr.6

Gib den maximalen Defninitionsbereich für die folgenden Zuordnungen an. √


(a) x 7→ (x − 1)2 (c) x 7→ x1 (e) x → 1
7 (x−1) 2 (g) x 7→ x−3
3 1 1 √1
(b) x 7→ 3 − 5x − x (d) x 7→ 3−x (f) x → 7 x2 −1 (h) x 7→ x−3
.

8. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.15 Nr.7

Gib den Wertebereich der folgeden Funktionen, welche Df = R als Definitionsbereich


haben an:
(a) x 7→ x2 (c) x 7→ 2 − x2 (e) x 7→ 3x − 21 (g) x 7→ 3x
2
(b) x 7→ x + 1 2
(d) x 7→ −(x + 2) + 3 (f) x 7→ sin(x) (h) x →7 3
.

9. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.15 Nr.8

Betrachte die Funktion f (x) = 2x .


(a) Gib Df und Wf an. (d) Für welche x ∈ Df gilt f (x) ≤ 16.
(b) Berechene f (−0.25). (e) Zeige: ∀x ∈ Df gilt: f (x) · f (−x) = 1.
(c) Bestimme x ∈ Df , so dass f (x) = 8 ist. (f) Zeige: ∀x ∈ Df gilt: f (x + 1) = 2 · f (x).
.
10. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.15 Nr.9

Sind die Funktionen f und g gleich?


(a) f (x) = x2 g(t) = t2 (d) f (x) = (x − 1)2 − 1 g(x) = x(x − 2)
(b) f (x) = 3x2 g(x) = (3x)2 (e) f (x) = x1 g(x) = xx2
2
(c) f (x) = x2 g(x) = (−x)2 (f) f (x) = x −2x+1
x−1 g(x) = x − 1
.

11. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.24 Nr.2

Welche der folgenden ganzrationalen Funktionen sind gerade, welche sind ungerade?
Berechne!
(a) f (x) = 2x6 + 3x2 (d) f (x) = x3 − x + 1 (g) f (x) = (x − 1)3 + 3x2 + 1
4 2 1 4
(b) f (x) = 2 − 3x (e) f (x) = x(2x − 3 x ) (h) f (x) = (1 − 3x2 )2
(c) f (x) = 2 − 3x3 (f) f (x) = (x − 1)(x − 2) (i) f (x) = (x − x2 )2
.

12. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.24 Nr.3

Welche der folgenden Funktionen hat einen Graphen, der symmetrisch zur y-Achse,
beziehungsweise symmetrisch zum Ursprung ist.
(a) f (x) = x (d) f (x) = x4 (g) f (x) = 4x3 + 1 √
(b) f (x) = x2 (e) f (x) = 2x + 3 (h) f (x) = 61 x6 − x2 − 2 + 1
(c) f (x) = x3 (f) f (x) = 7 − x4 + 2x6 (i) f (x) = x3 (x + 1)(x − 1)
.

13. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.24 Nr.4

Bestimme ob die folgenden Funktionen gerade oder ungerade sind. √


(a) f (x) = x1 (d) f (x) = x21+1 (g) f (x) = x · x2 + 2
1
(b) f (x) = x2 x
(e) f (x) = x2 +1 (h) f (x) = 12 (2x + 2−x ) .
1

(c) f (x) = x+1 (f) f (x) = x2 + 1 (i) f (x) = |x|

14. Gib an ob die Funktionen, zu denen die Graphen abgebildet sind, periodisch sind.
Gib weiter die Periode der periodischen Funktionen an.

(a) (c)

(b) (d)
15. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.78 Nr.2

Finde möglichst grosse Intervalle, auf welchen die dargestellten Graphen monoton
sind.
(a) hier ist Df = [−1, 4] (b) hier ist Df = [0, ∞[ (c) hier ist Df = R

16. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.78 Nr.4

Nutze den Rechner um den Graphen der folgenden Funktionen aufzuzeichnen und
die Monotonie abzulesen:
(a) f (x) = 1 + x1 (d) f (x) = 15 x5 − 41 x4
1 √
(b) f (x) = 2 − x (e) f (x) = x − 2 für x > 0 .
(c) f (x) = − 18 x4 + 4x (f) f (x) = 2x + x

17. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.78 Nr.6

Finde zu den angegebene Situationen einen Funktionsgraphen und gib an ob dieser


Monotonie aufweist.
(a) Kosten eines Telefongesprächs (c) Freier Fall eines Gegensatndes

(b) Tankinhalt eines Autos während (d) Wachsen eines Grashalmes


einer Fahrt
.

18. Bestimmen den Scheitelpunkt und anschliessend das Monotonieverhalten der Graphen
zu den folgenden Funktionen:
(a) f (x) = x2 + 2x + 1 (e) f (x) = ax2 + 2ax + a (a 6= 0)
2
(b) f (x) = 2x − 4x + 6 (f) f (x) = a(x − 2)2 + 7 (a 6= 0)
2
p
(c) f (x) = −2x + 4x − 6 2
(g) f (x) = (x − 3) + 2
(d) f (x) = 3x2 + 2x − 4
.

19. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.153 Nr.2

Es seien u(x) = 1 − 3x und v(x) = 1 + 2x2 . Bestimme die folgenden Verkettungen.


(a) u(v(0)) (c) u(v(1)) (e) (u ◦ v)(3) (g) (u ◦ u)(−2)
(b) v(u(0)) (d) v(v(2)) (f) (v ◦ u)(3) (h) (v ◦ v)(−2)
.
20. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.153 Nr.3

Bilde f (x) = u(v(x)) und g(x) = v(u(x)) für die folgenden Funktionen:
1
(a) u(x) = 1 + x, v(x) = 3x + 4 (d) u(x) = x2 + 1, v(x) = x−1
1 2
(b) u(x) = 2 + x, v(x) = x2 (e) u(x) = 1−x2 , v(x) = x .
(c) 2
u(x) = 1 − x , v(x) = (1 − x)2 (f) u(x) = 2x , v(x) = 1 − 2x

21. LS Analysis Grundkurs, Gesamtband S.154 Nr.7

Die Funktion f (x) = (u ◦ v)(x) kann als Verkettung angesehen werden - finde u
und v.
(a) f (x) = (2 − x)3 (e) f (x) = sin2 (x) (i) f (x) = 2x − 3
(b) f (x) = 2 − x3 (f) f (x) = sin(x

2) (j) f (x) = |x2 − 1|
1
(c) f (x) = x2 −1 (g) f (x) = 2x + x2 (k) f (x) = cos(2x − π4 )
(d) f (x) = x12 − 1 (h) f (x) = 2x−3 1
(l) f (x) = sin(x)
Übungen Mathematik 3 GF 04.02
Reelle Funktionen - Grenzwerte nach ±∞

1. LS 11/12 S.36 , Nr.2 (1.Teil)

Bestimme den Grenzwert lim f (x) für die Funktionen:


x→∞
2 x3 1
(a) f (x) = (c) f (x) = −3 (e) f (x) =
x+1 x5 2x +1
1 4 1
(b) f (x) = √ (d) f (x) = √ +
x x+ x+1 3
2. Bestimme die Grenzwerte mittels der Ordnung der Unendlichkeiten:
2x − x2 log3 (x) + 1 ex + ln(x)
(a) f (x) = 3 (c) f (x) = (e) f (x) =
x −x log4 (x2 ) + 2 x7 + ex−2
−x
2 −x 2 x
e +x
(b) f (x) = (d) f (x) = 7
3 · x2 − x x + ln(x)
3. LS 11/12 S.36 , Nr.2 (2.Teil)

Bestimme den Grenzwert lim f (x) für die folgenden Funktionen, insofern dies
x→−∞
der Definitionsbereich zulässt:
2 x3 1
(a) f (x) = (c) f (x) = 5 − 3 (e) f (x) =
x+1 x 2x +1
1 4 1
(b) f (x) = √ (d) f (x) = √ +
x x+ x+1 3
4. LS 11/12 S.36 , Nr.3

Berechne die Grenzwerte für x → ∞ und x → √


−∞ für die Funktionen:
6x + 5 x−8 2x − 19
(a) f (x) = (c) f (x) = √ (e) f (x) = √
4 + 3x x x2 + 19
3
2x + 4x x + 12
(b) f (x) = 3 (d) f (x) = 2
3x + 6x + 1 2x − 1
5. LS 11/12 S.36 , Nr.4

Untersuche das Verhalten von f (x) für x gegen plus und minus unendlich.
x2 + 4x + 1 x4 + x2 (3 + x)3
(a) f (x) = 2 (d) f (x) = 3 (g) f (x) =
x +x−1 5x + 3
√ (3 − x)3
x4 − x2 x−8 3x−1
(b) f (x) = 4 (e) f (x) = √ (h) f (x) = x
6x + 1 x 3 −1
x4 − x2 (3 + x)2
(c) f (x) = 5 (f) f (x) = (i) f (x) = (3 + 6x ) · 3−x
6x − 1 (3 − x)2
6. Bestimme den Grenzwert für den Fall “∞−∞“ durch geschicktes Erweitern mittels
des dritten Binoms:
√ √  √ √  p p 
(a) lim x+2− x (b) lim 3x − 2 − x + 1 (c) lim x2 − 3x − x2 + 4
x→∞ x→∞ x→∞
Übungen Mathematik 3 GF 04.03
Reelle Funktionen - Grenzwerte zu reellen Zahlen

1. LS 11/12 S.31 , Nr.1

Bestimme lim f (x) und lim f (x) für die Funktionen mit den angegebenen Graphen:
x→x−
0 x→x+
0

2. LS 11/12 S.31 , Nr.2

Für welche Werte x0 existiert der Grenzwert lim f (x) für die angegebenen Graphen
x→x0
von f (x)?

3. LS 11/12 S.31 , Nr.6

Bestimme die Grenzwerte:


 
1
(a) lim (x2 − 2x) (c) lim x3 −
x→5 x→−2 x
 
10 20
(b) lim (x4 − 5x2 + 10) (d) lim +x−
x→−3 x→−3 x3 x

4. LS 11/12 S.31 , Nr.3

Bestimme lim f (x), lim f (x) und, falls möglich, lim f (x) für:
x→x− x→x+ x→x0
0 0 (
3 3x + 4 für x ≤ −2
(a) f (x) = 5x − 7, x0 = −1 (c) f (x) = , x0 = −2
( −3 für x > −2
x2 für x ≤ 3 |x|
(b) f (x) = x0 = 3 (d) f (x) = , x0 = 0
12 − x für x > 3 x
5. LS 11/12 S.31 , Nr.5abde
(c)
Bestimme die Grenzwerte gegen die Definitionslücken der angegebenen Funktionen:
x x2 − 1 x2 − a2 x4 − 16
(a) f (x) = (b) f (x) = (c) f (x) = (d) f (x) =
x−1 x−1 x−a x−2

6. Bestimme links- und rechtsseitige Grenzwerte und allfällig den Grenzwert zu x0


(d,e)
für die Funktion f (x):
1 − 4x x2 + 2x − 8
(a) f (x) = , x0 = 2 (d) f (x) = 2 , x0 = 3
x−2 x − 5x + 6
2 3 1
2x x + 4x + 8
(b) f (x) = , x0 = −3 (e) f (x) = , x0 = 0
3x + 9 x2 + 12 x
1 − 3x
(c) f (x) = , x0 = 4
(4 − x)2

7. Zeige, dass der Fall “ 00 “ vorliegt, faktorisiere dann, kürze und bestimme schliesslich
den Grenzwert:
4 − x2 x2 + 2x − 8 x2 + 2x − 3
(a) lim (b) lim (c) lim
x→2 x − 2 x→2 x2 − 5x + 6 x→−3 2x2 + 2x − 12

8. Bestimme die folgenden Grenzwerte, wo nötig mittels Hinzuziehen einer Polynomdivision:


x3 − 1 3x2 + 11x − 4 x2 + 34 x + 18
(a) lim 2 (c) lim (e) lim
x→1 x − 1 x→−4 x2 − 16 x→−0.5 x2 + 12 x
x4 − 16 x6 − 1
(b) lim 5 (d) lim 2
x→2 x − 32 x→−1 x − 1
Übungen Mathematik 3 GF 04.04
Reelle Funktionen - Weitere Aufgaben

1. Berechne die Grenzwerte nach links beziehungsweise nach rechts:


(a,b,i,k)
2 − x2 √ √ √
(a) lim ln(1 + 2−x )
 
(f) lim 2
(k) lim x( x + 3 − x − 2)
x→∞  x→∞ √ 2+x x→∞
x4 + 1 17x3

π 1
(b) lim sin( − ) (g) lim (l) lim
x→∞ 4 x x→∞ 3x2 + x x→−∞ x3 − x
t

e −1 2
2x + 1 x2 − 1
(c) lim t (h) lim (m) lim
t→∞ 2e + 1 x→∞ x−1 √2+x+1
x→−∞ 3x
1 − 2t 2x x2 + 1
(d) lim (i) lim (n) lim
t→∞ 2t x→−∞ 3x2 + 1 x→−∞ x
4t(1 + t) √ √ 
(e) lim 3 (j) lim 2x + 1 − 2x)
t→∞ t + 1 x→∞
2. Es sei bxc die auf die nächste ganze Zahl abgerundete Zahl nach x, also etwa
(a,b)
b1.9855234c = 1 oder b−1.9855234c = −2 oder auch b3c = 3. Bestimme für die
folgenden Funktionen f (x) die beiden einseitigen Grenzwerte zu x0 :
2x x2 − 3x + 2
(a) f (x) = , x0 = −3 (c) f (x) = √ , x0 = 2
x+3 x2 − 4
(b) f (x) = bx2 c, x0 = 2

3. Existieren die
√ folgenden Grenzwerte? Falls 3ja, berechne sie! √
(c)
10 + x − 3 x − x2 − x − 2 x−2
(a) lim (c) lim (e) lim
x→−1 x2 − 1 x→2 x−2 x→4 x − 4
.
3 2
x +x −x−1 (x − a)2
(b) lim (d) lim 2
x→1 x2 − 1 x→a x − a2

4. Bestimme die folgenden einseitigen Grenzwerte:


(a) −1
1 2x ex − 1
(a) lim (c) lim (e) lim x−1
x→1 1 − x
− x→−3 x + 3
− x→0− e +1 .
−1
−1 ex − 1
(b) lim 2 |x| (d) lim x−1
x→0− x→0+ e +1

5. Und schliesslich noch eine Aufgabe, an der du nochmals die erlernten Konzepte
(b.f.h)
anwenden kannst:
2x3 − x + 1 1 x3 − 27
(a) lim 3 2
(d) lim e− x2 (g) lim 2
x→∞ 3x + 2x + x − 1 x→0 x −9 √
x→3 √
1 1
3x3 + x − x + 1 − 2x
(b) lim √ (e) lim a+h a (h) lim √ √
x→−∞ 6
x +1 h→0 h x→1 x + 2 − 3x
x2 − x + 1 x4 − x3 + x2 − x + 1
(c) lim √ (f) lim 4
x→∞ x2 + 1 · (x + 1) x→1 x + x3 + x2 + x + 1
Übungen Mathematik 3 GF 04.05
Reelle Funktionen - Stetigkeit

1. LS Grundkurs S.68 , Nr.2

Welche der folgenden Funktionen sind stetig bzw. unstetig? Begründen deine Antwort
indem du den Graph zur zugehörigen Funktion zeichnest.

(a) An einem festen Ort wird jeder Tageszeit eindeutig eine Temperatur zugeordnet.
(b) Die Kfz-Steuer beträgt pro angefangene 100 cm3 Hubraum 13 Euros.

2. LS 11/12 S.34 Nr5

Bestimme diejenige reelle Zahl t so, dass die Funktion an der Stelle x0 stetig ist.
(
x + 1 für x ≤ 1
(a) f (x) = und x0 = 1.
x2 + t für x > 1
(
x2 − 2tx für x ≥ t
(b) f (x) = und x0 = t.
2x − t für x < t

3. LS Grundkurs S.71 , Nr.26a, 25b

Untersuche die folgenden zusammengesetzten Funktionen auf Stetigkeit in x0 :


(
cos(x) für x < π3
(a) f (x) = und x0 = π3 . (TR in den RADIAN-MODE!)
sin(x) für x ≥ π3
(
x−2
x für x > 2
(b) f (x) = und x0 = 2.
2 − x für x ≤ 2

4. LS Grundkurs S.68 , Nr.4


(a)
Zeichne den Graphen der Funktion f (x) im kartesischen Koordinatensystem und
untersuche formal an der Stelle x0 die Funktion auf Stetigkeit.
(
5
+1 für x ≤ −2
(a) f (x) = |x−3|, x0 = 3, (b) f (x) = x2 und x0 = −2
x + x − 1 für x > 2
Übungen Mathematik 3 GF 05.01
Trigonometrie 2 - Grundbegriffe und Funktion

1. LS 9/10 S.74 Nr1


(a)
Betrachte ein rechtwinkliges Dreieck mit Standardbeschriftung und rechtem Winkel
in C. Berechne die Grössen der Winkel α und β wenn gilt:...

(a) ...a = 3cm, c = 8cm (b) b = 5cm, c = 10cm (c) a = 15cm, b = 12cm

2. LS 9/10 S.74 Nr3


(a)

(a) Gib tan(α), cos(β) und sin(β) als Quotient der Seitenlängen im folgenden
Dreieck an:

(b) Gib tan(δ), tan(γ) und cos(δ) als Quotient der Seitenlängen im folgenden
Dreieck an:

3. Schau dir die Definitionen der trigonometrischen Funktionen nochmals genau an.
Der Winkel α ist jeweils der positive Winkel (Gegenuhrzeigersinn) zwischen der
positiven x-Achse und dem Punkt (x|y).
Fülle (ohne Taschenrechner) folgende Wertetabelle aus:

α sin(α) cos(α) tan(α) cot(α)


90◦
180◦
270◦
4. In der Skizze sind die Quadranten als erster bis vierter Quadrant bezeichnet. Fülle
die folgende Vorzeichentabelle (mit (+) oder (-) ) (ohne Taschenrechner) aus:

1. Quadrant 2. Quadrant 3. Quadrant 4. Quadrant


sin(α)
cos(α)
tan(α)
cot(α)

5. Schreibe für das rechtwinklige Dreieck ∆ABC die trigonometrischen Funktionen


des Winkels β mit Hilfe der Katheten a, b oder der Hypotenuse c auf.
Vergleiche diese mit den Funktionen des Winkels α. Ordne die Winkelfunktionen
mit demselben Verhältnis einander zu.

6. Bestimme in der folgenden Tabellen die gesuchten Werte, wobei einzig die Sinus-
Taste der trigonometrischen Tasten genutzt werden soll:

α sin(α)
−40.4◦
220.4◦
319.6◦

α sin(α) cos(α) tan(α) cot(α)


27◦
207◦
387◦
567◦
747◦

Was stellst du fest? Bechreibe!


7. LS 9/10 S.80 Nr6
sin(α)
(c,e)
Vereinfache mittels tan(α) = cos(α) und sin2 (α) + cos2 (α) = 1:
cos(α)
(a) tan(α) · cos(α) (f) sin(α) +
tan(α)

sin(α)
(b) (g) sin4 (α) − cos4 (α)
tan(α)

tan(α)
(c) sin3 (α) + sin(α) · cos2 (α) (h) − tan(α) · sin(α)
sin(α)

1 cos(α) 1
(d) (i) −
tan(α) · cos(α) 1 − sin(α) cos(α)
p p
(e) 1 + cos(α) · 1 − cos(α)
.

8. Vervollständige die folgende Tabelle:


Funktion Wert α1 α2 Quadrantenrelation
sin(α) -0.958
cos(α) 0.911
cos(α) -0.342
tan(α) 0.558
tan(α) -1.118
cot(α) 8.144
cot(α) -0.482
.

9. LS 9/10 S.74 Nr6ab

Bestimme die fehlenden Grössen in den folgenden rechtwinkligen Dreiecken.

(a) (b)
10. LS 9/10 S.75 Nr10

Welche der folgenden Aussagen sind für ein rechtwinkliges Dreieck mit γ = 90◦
wahr, welche falsch?

(a) Verdoppelt man den Winkel α, so verdoppelt sich auch tan(α).


(b) Wird die Hypothenuse halbiert und behält man die Ankathete von α bei, so
verdoppelt sich cos(α).
(c) Wird die Ankathete von α halbiert und die Gegenkathete von α verdoppelt,
so vervierfacht sich tan(α).
(d) Wird α vergrössert und behält dabei die Länge der Hypothenuse bei, so
vergrösser sich cos(α).
(e) Wird α verkleinert und behält dabei die Länge der Hypothenuse bei, so
verkleinert sich tan(α).

11. LS 9/10 S.75 Nr15

Eine 2.3km lange, gerade Strasse hat eine mittlere Steigung von 12.5%.

(a) Berechne den Steigungswinkel α der Strasse und der Höhenunterschied h, der
von dieser Strasse überwunden wird.
(b) Wie lang ist dieses Strassenstück auf einer Karte mit dem Massstab 1:25’000?

12. LS 9/10 S.77 Nr5

Ein Würfel habe die Kantenlänge a und die Raumdiagonale e.

(a) Bestimme den (minimalen) Winkel, welchen die Raumdiagonale e mit der
Grundfläche des Würfels einschliesst.
(b) Begründe, weshalb alle Winkel zwischen e und den Kantenlinien gleich sein
müssen und bestimme diesen Winkel.

13. LS 9/10 S.78 Nr9

Aus Steinquadern wird eine Treppe so gebaut,


dass die Stufen 15cm hoch und 25cm tief sind.

(a) Berechne den Neigungswinkel α des


Treppengeländers.
(b) Wie lang ist der Handlauf, wenn der
Überstand die Länge d hat? Berechne!
14. LS 9/10 S.77 Nr10

Ein Turm ist 30m vom Kanalufer entfernt.


Von der Aussichtsplattform aus erscheint
das diesseitige Kanalufer unter einem Winkel
von α = 24.5◦ und das jenseitige unter
einem solchenvon β = 64◦ . Bestimme die
Höhe des Turms über dem Kanal und dann
die Breite des Kanals.

15. LS 9/10 S.80 Nr4

Bestimme ohne Verwendung des Taschenrechners den Wert sin(α), wenn :


(a) cos(α) = 0.6

ist. (d) cos(α) = 0.2 ist.
7
(b) cos(α) = 4√ ist. (e) cos(α) = 56 ist. .
2
(c) cos(α) = 7 7 ist.

16. Berechne aus dem Winkel α sein Bogenmass arc(α) oder umgekehrt.
(a) α = 30◦ (c) α = 60◦ (e) arc(α) = 7
6 ·π
(b) α = 240◦ (d) arc(α) = 1
4 ·π (f ) arc(α) = 2
3 ·π

17. Bestimme - mit Angabe von Definitions- und Wertebereich - die Umkehrfunktion
(b,d,f)
von...
 
1 − 2x
(a) f (x) = 2 · sin(3x) (e) f (x) = arccos
4
π
(b) f (x) = 1 + 3 · sin(π − x) (f) f (x) = + arcsin(x − 1)
2

(c) f (x) = 4 · cos(π − 2x) − 2 (g) f (x) = π − arctan(3x − 1)

(d) f (x) = 3 · tan(4x) + 2


Übungen Mathematik 3 GF 05.02
Trigonometrie 2 - Additionstheoreme

1. (Zu den Additionstheoremen rund um den Tangens)


Zeige, dass für alle Winkel α und β gilt:

tan(α) − tan(β)
tan(α − β) =
1 + tan(α) · tan(β)
2. Zur Verdoppelungsformel und der Formel des halben Winkels:
(b,d)
Beweise ausgehend von den Additionstheoremen von sin(α + β) und cos(α + β)
folgende Identitäten:

(a) sin(2α) = 2 · sin(α) · cos(α)


(b) cos(2α) = 2 cos2 (α) − 1 = 1 − 2 sin2 (α)
2 tan(α)
(c) tan(2α) =
1 − tan2 (α)
r
α 1 − cos(α)
(d) sin( ) = ±
2 2
r
α 1 + cos(α)
(e) cos( ) = ±
2 2
tan α + tan β sin (α + β)
3. Weise die folgende Identität nach: = .
tan α − tan β sin (α − β)
2 cos α
4.* Führe aus, weshalb ∀α ∈ R gilt: cot α + tan α = . (Übrigens: cot α := ).
sin 2α sin α
1 − cos (2α)
5. Weise nach, dass tan α = .
sin (2α)
α 1 + cos α α 1 − cos α
6.* Es ist (nicht zu beweisen) cot ( ) = und tan ( ) = .
2 sin α 2 sin α
1
(a) Zeige, dass sin α = .
cot α2 − cot α
1 1
(b) Zeige weiter, dass α = α .
cot 2 − cot α tan 2 + cot α
7. Bachmann S.78 Nr1
(a)
Berechne aus den gegebenen Werten sin(α) und sin(β) die Werte des Sinus, Cosinus,
Tangens und Cotangens für die Winkel α + β und α − β, ohne jedoch α und β zu
bestimmen! (α, β ∈]0◦ , 90◦ [)

(a) sin(α) = 54 , sin(β) = 5


13 , (b) sin(α) = 0.6, sin(β) = 0.28.

8. Bachmann S.78 Nr2,3


(a,g)
Vereinfache die folgenden Terme mittels der Additionstheoreme soweit wie möglich:
tan(α)
(a) sin(60◦ + α) − sin(60◦ − α) (e)
1 + tan2 (α)

1 1
(b) cos(α + β) − cos(α − β) (f) 2 + 2
sin (α) cos (α)

sin(α + β)
(c) (g) (sin(α) + cos(α) + 1)(sin(α) + cos(α) − 1)
cos(α) · cos(β)

(d) sin4 (α) − cos4 (α)

9. Bachmann S.78 Nr4,5


(a,e)
Vereinfache soweit wie möglich:
1 − cos(2α) α
(a) (e) 1 − sin(α) · tan
sin(2α) 2

1 1
(b) + cot(2α) (f) α

sin(2α) tan 2 + cot(α)

1 α
(c) − cot(2α) (g) cot − cot(α)
sin(2α) 2

(d) tan(45◦ + α) − tan(45◦ − α)

10.* Bachmann S.78 Nr6

Stelle das Additionstheorem für α + β des Cotangens auf.

11.* Bachmann S.78 Nr7,8,9

(a) Drücke sin(3α) durch sin(α) aus.


(b) Drücke cos(3α) durch cos(α) aus.
(c) Drücke tan(3α) durch tan(α) aus.
12.* Bachmann S.78 Nr10

Drücke tan(α + β + γ) mittels tan(α), tan(β) und tan(γ) aus.

13. Bachmann S.78 Nr11,12

Zeige:
2
(a) cot(α) + tan(α) =
sin(2α)
2
(b) cot(α) − tan(α) =
tan(2α)

14.* Bachmann S.78 Nr13

Zeige, dass für alle Winkel α, β, γ gilt:

cos(α) · sin(β − γ) + cos(β) · sin(γ − α) + cos(γ) · sin(α − β) = 0

15. Bachmann S.78 Nr14

Zeige mittels der Formeln für Summen und Produkte:



(a) sin(45◦ + α) − sin(45◦ − α) = 2 · sin(α)

(b) cos(45◦ + α) + cos(45◦ − α) = 2 · cos(α)
(c) sin(45◦ ) + sin(15◦ ) = cos(15◦ )
1 + sin(α) α
(d) = tan2 (45◦ + )
1 − sin(α) 2
α α
(e) 1 − 2 sin(α) = 4 · sin(15◦ − ) · cos(15◦ + )
 2  2
sin(α) − sin(β) α−β
(f) = tan
cos(α) + cos(β) 2

16.* Bachmann S.78 Nr15

Schätze ab, und zeige, dass für beliebeige Winkel α gilt:



(a) | sin(α) + cos(α)| ≤ 2
1
(b) sin4 (α) + cos4 (α) ≥
2

17.* Bachmann S.78 Nr16

In einem Dreieck gilt a : b : c = 6 : 5 : 4. Zeige, dass α = 2γ ist.


Übungen Mathematik 3 GF 05.03
Trigonometrie 2 - Trigonometrische Gleichungen

1. Für welche α ∈ [0◦ , 360◦ [ gilt tan2 α = 1 (erst mit, dann ohne TR)?

2. Für welche Werte von x ∈ [0◦ , 360◦ [ gilt: sin2 x − 3 · cos2 x = 1?

3. Für welche x ∈ [0◦ , 360◦ [ gilt 2 sin x·cos x


cos2 x−sin2 x
· (1 − 2 sin2 x) = 0?

4. Berechne ohne Rechner - nutze die 2nd-CALC-ZERO-Funktion des Rechners bei


der Hälfte der Aufgaben zur Kontrolle des errechneten Resultates.
Für welche x ∈ [0◦ , 360◦ [ gilt:

(a) 2 cos2 (x) − 7 cos(x) + 3 = 0


(b) sin2 (x) − 3 cos2 (x) = 1
1
(c) sin(x) + cos(x) =
cos(x)
(d) cos(2x) = 3 cos(x) − 2
(e) tan(x) + tan(2x) = 0
sin(x)
(f) = tan(x)
1 − cos(x)
(g) sin(x) + sin(2x) = 0
(h) cos(x) + cos(2x) = 0
(i) sin(x) + sin(2x) + sin(3x) = 0
(j) sin(x) + sin(2x) + sin(3x) + sin(4x) = 0

5. Es sei 0◦ ≤ x < 360◦ . Welche dieser x-Werte erfüllen die Gleichung:

(a) cos(x) + cot(x) = 1 + sin(x)


(b) sin2 (x) − 6 cos2 (x) + sin(x) · cos(x) = 0
(c) 2(1 − cos(2x)) = 3 · sin(2x)
(d) 12 sin2 (x) − 7 sin(x) · cos(x) = 12 cos2 (x)
(e) sin(60◦ + x) = 2 sin(60◦ − x)
(f) cot(x) + cot(2x) = 0
(g) sin(x) − sin(2x) + sin(3x) − sin(4x) = 0
(h) 1 − cos(2x) + sin(3x) − sin(x) = 0
(i) tan(x) + tan(2x) − tan(3x) = 0
(j)* sin(x) + cos(x) + tan(x) = cot(x)
2
(k)* sin4 (x) + cos4 (x) =
3
(l)* sin6 (x) + cos6 (x) = 0.3

6.* In einem gleichschenkligen Dreieck ist die Summe der Cotangenswerte der Winkel
gleich 2. Berechne den Basiswinkel!

7. In einem gleichschenkligen Dreieck ist das Produkt der Cosinuswerte der Winkel
1
gleich 10 . Berechne den Basiswinkel!

8. In einem rechtwinkligen Dreieck bilden die 4.Potenzen der Sinus der Winkel eine
arithmetische Folge (d.h. dass die Differenz vom kleinstem zum mittleren und jene
zwischen dem mittleren und grössten Winkel gleich gross ist). Wie gross ist der
kleinere spitze Winkel?

9.* In einem rechtwinkligen Dreieck messen die von der Ecke mit dem rechten Winkel
ausgehende Schwerlinie und Winkelhalbierende 7.5 beziehungsweise 6cm. Berechne
α!
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 01.01

04.04
N'4
S*i*r^non Ri.ht*y u"/ LÄ.,ap Zwctcr \"Jc äLer.in so
0
,\d siz Re p,o, enl.^kn o\r.rnli^ Ve.klors-

Dul+ r-.orh ^L so sid ä=i =i


-5
b =m
h, Veklo, I ;J , l.h{ le,.h b d" e
tr^^n "fyyXrvl4<
I ^ls ^l.ht
a
k:clr.- ü .hl,t"
1
A
N'2 H
Es q'ül 4L K",kq llrQ u; ie 2we-r Pf^t<-
(z nY.hf,^rr^ ,,-l Jr" K",.iL- r^a li.h
,lJ. rlUDiZs qib'l trl
?ffn*r
zq lL
ho Ven z t^wl
l,

,§- Jc vßt douo" . ff b;rl,,ua


u -o t
A 9-ll q'bt
YeLJ.o,. eS
+
vztgcl.;

!"Wg- ou1ld"^ K"".k" alnos W;rf"l:.

N'3
All"6 G^J., l-bn p,o'--t'rn- t^*lt'stl^ieJl;U §t*:,p,
Art i"J., K",{, qlbl .s (g(,,.h -}' i,"' N' z) it L*'1'tu
u .Vel'-]o'rt.
R\.ht- ,L*n . olro ['z '- G::
ÄL
0,
qI
N./ J
D^s Bi/J tAßn5r i+ 2vp--
c VcrgchL Ln"q, r,,or1 o ABC uv''
B,

,l ) i, ttVd v+ it^ ,-J-


v 'Bu ;1**L*eI rr!q-\ Jr^ S*-
A
t.
.tlf.lt ütq D - n" isl J,s-
a
1' Läw lt[= ?) , -"b-;
J 'A. lt tl-nl J.n
Nr7 a.\ p,",olbh,n Achs",n ,:l
a
t,
r)
a I'
+ -.\
b bia * it,b +01

b,
+
(d+b/t b
c

N s vJcnn r
I

rc l"+ ,1 rr

d
-4:

-t
a
9. Rot eingezeicünet deht man einen Weg von g nach s
entlaug der Kanten. Sorait isü:

B: -|a+
1-
u-];E = -io-
f,i*e
I+i QL

§l s(a*re-(d-sr) * 3(**la**) - 9d *68)

(') 6 (a-f)" l(a.B) . 6a-eg +\ä*tt6 - Joa-ag


-
@ ?tr *s(ü-e-(ü..\n) = ?rr +5(ü-eii-27)
7d -5ü -Jo? - .G2ü-Jö?

I.}.43

c,) + - (e.a
ä
a (\+ i->
-> f)

,fi+ - B-ä)

ülq-
? = -B-a
! ä *B *3
Y
a ! B+E
4
-

*-

- Ä116.-
g E
_.d
-
-t *=**=-d-+8 r *3
);, (:ft
r.J +s
B
Nr a7 E
E DQ, lLnn |rFz.
c 7i.+
l6
lrn De.'""L oÄgc lwt Ji, rrs^llco.rh-
Kr"fl -,F,", (*t
D4 &t Kotinnr)

lF* I = Z.r,+@). lFl * 4.s7tq lil


l)-J8
t

) o,
l
a
§.J3
-t t ) a t"B

*t5ld' flB -

-
Jür0
=
-+-
v._
_

ffi_ - -it--+++
-ffi-=..."7-t$rl -:

-
z1 l.).22
-,._-
= -ßtä
r> -:.E^t:3ljl
&__
^15
6 -3-=tl'rd--=:
-

b..3 d +
-
- DA-- 5L{
-r-.E"--

Ätfl'" - ä *+B
c CF
Nr Ztx x=
C,S
D
-l --L
a)
5 b=Ac

A
4l $,
t-J -lr
Lq BF B1 +CF
-> W = -er+loEr =*'BD ß

-t CF= Y'CE, eE= -b 4§


,< BD .=
t; ,'/$.ä,;)
-ü) | BD"-ä 50
,i;
x. + 3
E i)
(-* * 4, '+/) d I ;,i rl.hl
laqlli,v..r

-x+4, - l r/ =Q
(t) -2 x>a1*/ t?)

3

§/ =O lz)

o)
t4 bt - ?(a'äl) *t'z =o
osw
/Z = l- -) tr= T5
;-'....i....!-
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 01.02

2. i=\d-tß-8: (il) - (j,)- (i') : (;l;i;l) = (;l)


: :
il (',, 0 (j,'.ä (;,
3. d= d+2i -f,a:( .

4. Man l&e dte Gleichung nach dauf und berechne dann:


(a)

e6-2ä = ti-zi
: *- (j.)
(iJ - (,)
(iJ : *- (j.)
(-i) = sd * a= (-'J
(b)

-25+ü = t6-§
(-t) *3d = (1',J - (3)
(-,) +3d-: (-i)
}tl : (rr) * ,: (jr).
L -i ;--i"-i. rl i l- :- I -f- [ i- r - -i--]--T-_l
II
5. Dazu muas man zoigpD, dßfr =fr w.Drnn muEE zc/aogdäfig fr:Eö
gelten. Ich rvelse Dsch:

/ e-o \
* = (j:_i) : (i'J Dö=l 12-r I = (i,J
\-r-r)
N'. 6

ofr : (j, il:(i)


:u AB : (j, EÄ:(1)

N*7
*
:
ri:(,,):*: (?) + ABCD ist ein Parallelogramm.

_,.
Nr.8
-
n:ti) :Da:(:_i) + D(181- 14156)

-- Nr.9
J
FG:
J
DB:
1
0 EB : (_1,)
CI -1
1
J J
-.J
AD: (i) CF: -1
1
OG:
1 ! 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

Nr. 10

Os) ��
Nr. 11 (ot)

e�)
v'4+ 4+ 6b v'72
1.481 �
IACI � v'16 + 4+ 16 � V36 � 6

IBCI � v'4+ 16+ 16 � VJ6 � 6


� (;
| :)

M,n (21212) mit IM,nCI � ( �3) � v'9 + 9 + 0 � v'i8


IABI · IMAsCI v'72. v'18
F6 = = = 18
2 2

(b;
2
IA
AH l =
--:-:t
= J4 + 9 + 0 = v'13
(-�3)
3
IA
AC..: l =
--:--:t.
(-� ) = Jg + 0 + 4 = v'13

1
B
I J:JC..: l =
-;::;-::t

(- � ) = J1 + 9 + 4 = v'i4
MBc g.t- 1 5lo) mit Wal: | (il) l:,m,: 6E

,^:lillYal:ry:ry:57668
Nr. 12

a)S(11213)-S
/z+5+x, -L-t2*y
\rl 3
Itrrt) + C(-4 | 1e l8)

b) s(-2 | o | 1): s (#, y *4*0


3
,#) =+ Ä(-8 l-41-6)

Nr. §
M:
rJ
Bfr + (-?) :(i+r) + ,4 (21-t2l-2)

Nr. lt1
-4
-2 16+4 +(zp-g)1
lo?l zp-B )t:
6z : fr+(zp-l)z
16 : (rr-g)'
| : zp-l -l - zp-3
zP:7 Zp:_L
't I f l'-l I I I I I I r -t l-l- I-l I r r r I t I---t-T t-'"r r l r I I I r r l

Nr. lE

iFl :l$l:ro*":"
Aö: *dÄ =+ A_l): *(i) :+ o(# t# ttr)

ut:-*d + 0,_l)= *(i) + ,(# tä t#)


N".4?

a) fi (;) : (ä) + ,:, 3


=+ o:T15

b)
" (0: (?) + ,:i 5 + !'o: zo + a:0

c) fi
(i) ., (t) : (i) + fi:4, A:-3 + a:ll

Nr.218

DiePunkte A, B, C und D liegenineinerEbeue € AB, A0, AD siud linear abhängig'

" (i) ., (i) ., (f) : (l) + t*22:0, y-32:0


G)

J --J
+ AD:2.A8 -3'AC
+ Die Vektoren sind linear abhängig

:+ Die Punkte liegen in einer Ebene'

-z =o
(b)
.(i).,ft)'"(i)-(r) - l,iiii +*7=Q
+62 =0

l+ -4L r o\ laoa o\
u"{ lz
\z +
3 ol
I s) =l;tz ol =) l=y=tl

So-if slJ ÄL ÜzLh'ca lir,ro' '-'^t l\X unJ /,t. h"vt l,"tr,
r"ich| a"f ;un Eh.',,.
19. (a) p(r),5@) seien in P2. Ich prüfe die Abgeschlossenheit (A1):

(e+d@) +(p+q)(r+1) : (p(")+s(c))+ (p(r+ 1)+q(r+1)) lKommutativität


: (p(x) + p(r + 1)) + (q(r) + q(r + 1)) I p,q ev
: (7 +2. p(")) + (1 + 2.q(0))
: 2+2.(p+q)(r)
Damit ist V kein Vektorraum, da (A1) nicht erftillt ist.

(b) Es seien d : (;i) e v Damit g,t 11 *2rz*3r3 - 4 und

ar *2Y2 * 3Y3: 4.
': G:)
xt*Yt
Esistd*ü: rz*Yz Damit gilt
rz*us
(rr *yr) *2(r2+v2)+3(ce*vs) : (q*2rz*3r3)*(vr + 2vz't3vs) | i,{e v
:4+4:8+4
Damit ist V kein Vektorraum, da (A1) nicht erfüllt ist.

20. Die Axiome (vRl) bis (vR3) gelten, da sie von I/ vererbt werden. Zudem gilt
jeweils nach Definition von[/, dass U c V ist.

(a) Sind i,f eU und r € IR, so gibt es reelle Zahlen §,t, so dass d: t'ei und
ü: s. e-i crlt. Nun muss (A1) und (A2) nachgeprüft werden.

(A1) t+ s- : t'dr + s'el : §-l! ,i


€R
(A1) r'd : r't'el :9'"i
€1R

Damit ist [/ ein Unterraum von V.


(b) Es seien p, q e U und r € IR.. Damit gilt: p(r) + p(-r) : p(2r) und q(r) *
q(-r) : q(2r).
(At) (p+q)(r) +(p+q)(-r) : (p(")+q(z))+ (p(-") +q(-r))
(r) + p(-r)
=p(2a) =q(2a)
: p(2r) + q(2r) : (p + q)(zr)
A2 (r.p)(x)+(r'p)(-r) : r'p(r)*r'p(-r) : r'(p(x)+p(-r) lpeU
: r.(p(2r)) : (r.p)(2r)
Damit ist U ein Unterraum von V
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 01.03

1. (a)
5~ n   o 1  
d − 4~c = 2~c − −2~c + 3 ~a − ~b + 2~c + d~ − ~b − ~a
6 3
1~
d = 6~c − 2~a + 2~b
2
d~ = 12~c − 4~a + 4~b
       
~ 1 3 −2 −8
d = 12 · −4· +4· =
2.5 1 2 34

(b) .

2. Man erstelle erst eine Skizze. Dann sieht man:


−→
CA = −2~a − 3~b
−→
BS = −2~a + ~c
−→
SC = −~c + 2~a + 3~b
3. Auch hier erst die Grafik, an welcher man sich orientieren kann:

−−→ −−→
(a) AD = BC
   
−2 − x 2
= ⇒ A (−4| − 6)
−y 6

 
0 − 2 −6 + 0
(b) S = S (−1| − 3)
2 2

6 √ √
−→  
(c) AC = = 36 + 36 = 72 = 8.4853

6

4. Zeichnet man die beiden Punkte und die Vektoren ein, so erhält man das Bild:

Demnach ist:
−→ 1 −−→ −−→ 1
AF = ~a + ~b, AD = 2~b − ~a, CE = −2~b + ~a
2 2
5. Eine Skizze und das Wissen, dass der Schwerpunkt die Schwerelinien im Verhältnis
1:2 teilen.
Alternativ kann man die Formeln für den Mittelpunkt und jene für den Schwerpunkt
nutzen. So erhält man:
 
4 + x C 2 + yC
Ma (2|4) = Ma | ⇒ C(0|6)
2 2
   
1 x A + 4 + 0 yA + 2 + 6
S − |2 = S | ⇒ A(−5| − 2)
3 3 3

6. Der gesuchte Punkt sei C(xC |yC ). Der Abstand von diesem Punkt C zu A und
jener zu B ist gleich gross. Weiter entsprechen die genannten Abstände der Länge
der Strecke AB. Die ersten beiden Abstände werden nun jeweils mit der Länge der
Strecke AB gleichgesetzt. Dies ergibt zwei Gleichungen.
−→ −−→
AC = AB

−−→ −−→
BC = AB

 √  √ 
xC − 3 3

yC + 1
=
1
 √  √ 
xC − 2 3 3
=
yC 1
 √ 2
xC − 3 + (yC + 1)2 = 4
 √ 2 2
xC − 2 3 + yC = 4

√ 2
x2C − 2 3xC + 3 + yC + 2yC + 1 = 4
2
√ 2
xC − 4 3xC + 12 + yC = 4


2 3xC − 8 + 2yC = 0

yC = 4− 3xC

√ √
x2C − 4 3xC + 12 + 16 − 8 3xC + 3x2C = 4

4x2C − 12 3xC + 24 = 0
√ √
xC,1 = 2 3 ⇒ C1 (2 3| − 2)
√ √
xC,2 = 3 ⇒ C2 ( 3|1)
7. Betrachtet wird folgendes gleichseitiges Dreieck:

4 √ √
−−→  
hc = Hc C = 2 = 16 + 4 = 20

c · hc 2F 60 √ √
F = ⇒ c= = √ = 3 20 = 6 5
2 hc 20
r
c2 √ √
a= h2c + = 20 + 45 = 65
4
−→
AC = a

−−−→ c
AHC =

2

 
6−x

3−y = 65

 
2−x

1−y = 3 5

(6 − x)2 + (3 − y)2 = 65
2 2
(2 − x) + (1 − y) = 45

x2 − 12x + y 2 − 6y = 20
2 2
x − 4x + y − 2y = 40

−8x − 4y = −20 ⇒ y = 5 − 2x
x2 − 12x + (5 − 2x)2 − 6 (5 − 2x) = 20
5x2 − 20x − 25 = 0
x1 = 5 ⇒ A(5| − 5)
x2 = −1 ⇒ B(−1|7) oder umgekehrt

8. Dies ergibt die folgenden zwei Gleichungen und damit das Gleichungssystem für
die Komponenten xP und yP des Punktes P (xP |yP )
−→
AP = 2.5

−−→ −−→
BP = CP

 
xP + 3

yP = 2.5
+4
   
xP − 2 xP + 1

yP =
yP − 2
+4

x2P + 6xP + 9 + yP2 + 8yP + 16 = 6.25


x2P − 4xP + 4 + yP2 + 8yP + 16 = x2P + 2xP + 1 + yP2 − 4yP + 4

x2P + 6xP + yP2 + 8yP = −18.75


−6xP + 12yP = −15

xP = 2yP + 2.5

4yP2 + 10yP + 6.26 + 12yP + 15 + yP2 + 8yP = −18.75


5yP2 + 30yP + 40 = 0

yP,1 = −2 ⇒ P (−1.5| − 2)
yP,2 = −4 ⇒ P (−5.5| − 4)
9. Ein Punkt auf der xz-Ebene hat eine y-Komponente von null: P (xP |0|zP ).
−−→
BP = 5

−−→ −→
CP = 2 · AP

 
xP − 1

 −3  = 5

zP − 2
   
xP − 9 xP − 3

 −4  = 2 ·  −2 

zP + 2 zP − 4

x2P − 2xP + 1 + 9 + zP2 − 4zP + 4 = 25


x2P − 18xP + 81 + 16 + zP2 + 4zP + 4 = 4 x2P − 6xP + 9 + 4 + zP2 − 8zP + 16


x2P − 2xP + zP2 − 4zP = 11


−3x2P + 6xP − 3zP2 + 36zP = 15

3x2P − 6xP + 3zP2 − 12zP = 33


−3x2P + 6xP − 3zP2 + 36zP = 15

24zP = 48 ⇒ zP = 2

x2P − 2xP − 15 = 0
xP,1 = 5 ⇒ P1 (5|0|2)
xP,2 = −3 ⇒ P2 (−3|0|2)
10. Erstmal auch hier eine Skizze, dann die Gleichung welche Teile der Geraden AD
und BE beinhaltet. Liest man diese dann komponentenweise, erhält man zwei
Gleichungen für die Unbekannten x und y.

−−→
~a := AB
~b := −
AC

  1
−→ −−→ 1  
AF = (1 − y) · AD = (1 − y) · ~a + −~a + ~b = (1 − y) · ~a + ~b
2 2
 
−→ −→ −−→ 1~ 1
AF = AE + EF = b + x · − ~b + ~a
3 3
 
1   1~ 1
(1 − y) · ~a + ~b = b + x · − ~b + ~a
2 3 3
1 1~ y y~ 1~ x~
~a + b − ~a − b = b − b + x~a
2 2 2 2 3 3
y 1
−x~a − ~a = − ~a
2 2
x~ y ~ 1
b− b = − ~b
3 2 6
y 1
x+ =
2 2
x y 1
− = −
3 2 6
1 1
x = ⇒ DF = · AD
4 2
1 1
y = ⇒ EF = · BE
2 4
11. Auch hier erst die Grafik. Dann wird eine Gleichung erstellt, in welcher Teile der
Strecken AE und BF vorkommen:

−−→
~a := AB
~b := −−→
AD
 
−→ −→ 1
AG = x · AE = x · ~b + ~a
4
 
−→ −−→ −−→ 1~
AG = AB + y · BF = ~a + y · −~a + b
2
   
~ 1 1
x · b + ~a = ~a + y · −~a + ~b
4 2
x y ~
x · ~b + · ~a = ~a − y · ~a + ·b
4 2
x
· ~a + y · ~a = ~a
4
y
x · ~b − · ~b = ~0
2
x
+y = 1
4
y
x− = 0
2
4 4
x = ⇒ AG = · AE
9 9
8 8
y = ⇒ BG = · BF
9 9
12. Die drei Punkte sollen kolinear, also linear abhängig sein. Somit gibt es eine x ∈ R,
so dass gilt:
−−→ −→
AB = x · AC
   
1 −18
= x·
y−1 6
1 1 2
x = − ⇒ y−1=− ·6 ⇒ y=
18 18 3

13. Die drei Punkte sind auf einer Geraden, wenn es ein k ∈ R gibt, sodass gilt:
−−→ −−→
XY = k · XZ

5
   
4 2
8
= k· ⇒ k=
−3 − 15
8 5

Dieses eine k gilt für beide Zeilen.


−−→ −−→
XY und XZ sind also kollinear, d.h. die Punkte liegen auf einer Geraden.

14. Erst wird ~r berechnet und dann muss für beide Zeilen k denselben Wert ergeben:

k · p~ = ~r
   
4 −5
k· =
−6 r2
5
k = −
4
5 15
r2 = − · (−6) =
4 2

p − ~q − 3~r = ~s
2~
      
8 q1 −15 21
− − 45 =
−12 q2 2 −31.5
   
23 − q1 21
=
−34.5 − q2 −31.5

q1 = 2
q2 = −3
−→ −−→
15. Auf einer Geraden heisst, dass P R und P Q kollinear sind. Die y-Lomponente ist
−6, also R(x| − 6|z).
−→ −−→
PR = k · PQ
   
x−3 0
 −8  = k ·  6 
z−4 −3
4
k = −
3
x = 3
z = 8 ⇒ R(3| − 6|8)

16. Man rechnet nach, ob ein und dasselbe k verwendet werden kann damit die Gleichung
k · ~a = ~b gilt.

(a)
   
−2 6
k ·  3  = −9
4 −8

Die erste Zeile ergibt k = −3, die zweite Zeile ergibt k = −3 und die dritte Zeile
k = −2. Damit sind die Vektoren nicht kollinear.

(b)
   1
1 −π
k · 0 =  0 
π −1

Die erste Zeile ergibt k = − π1 , die zweite Zeile ergibt, dass k beliebig in den reellen
Zahlen gewählt werden kann und die dritte Zeile k = − π1 . Damit sind die Vektoren
kollinear.

(c)
√   
2 −2

k · −1 =  2
0 0
√ √
Die erste Zeile ergibt k = − √22 = − 2, die zweite Zeile ergibt k = − 2 und in der
dritten Zeile kann k freiwillig gewählt werden. Damit sind die Vektoren kollinear.
17. In der Gleichung:
   
2 5
−3 = k y 
−5 z

−3 15 −5 25
Der ersten Zeile wegen ist k = 25 . Damit ist y = =− und y = =− .
k 2 k 2
.

18. Dies ergibt eine Gleichungssystem fpr k1 , k2 und z:


     
−14 −4 1
 0  = k1 ·  2  + k2 · 3
z 3 5

Das Gleichungssystem lautet:

−14 = −4k1 + k2
0 = 2k1 + 3k2
z = 3k1 + 5k2

Ordnet man das System um, so kann es im TR gelöst werden:

−4k1 + k2 + 0 · z = −14
2k1 + 3k2 + 0 · z = 0
3k1 + 5k2 − 1 · z = 0

Das Gleichungssystem kann man mit der rref-Funktion des Taschenrechners lösen:
   
−4 1 0 −14 1 0 0 3
rref  2 3 0 0  = 0 1 0 −2
3 5 −1 0 0 0 1 −1

Damit ist k1 = 3.k2 = −2 und z = −1.


19. Aus der Formel für den Mittelpunkt und den Koordinaten von A kann man B
errechnen:
0 + x B 0 + yB 4 + z B
MAB (2.5|1|2) = ( | | ) ⇒ B(5|2|0)
2 2 2 |{z}
komponentenweise

Aus der Formel für den Schwerpunkt S sowie den Komponenten von A und B
erhält man C.
0 + 5 + x C 0 + c + yC 4 + 0 + z C
S(3| − 1|3) = ( | | ) ⇒ C(4| − 5|5)
3 3 3 |{z}
komponentenweise

Der gesuchte Umfang ist damit:


     
5 4 −1
−−→ −→ −−→
U = |AB| + |AC| + |BC| = |  2  | + | −5 | + | −7 |
−4 1 5
√ √ √
= 25 + 4 + 16 + 16 + 25 + 1 + 1 + 49 + 25 = 21.849

.
.

20. Da P auf der z-Achse liegt hat er die Darstellung: P (0|0|z). Nun weiss man dass
gilt:
−→ −−→
2 · |AP | = |BP |
   
−1 −4
2 · |  2  | = t|  2  |
z−3 z+3
p p 2
2 · 1 + 4 + (z − 3)2 = 16 + 4 + (z + 3)2 |
4 · (5 + z 2 − 6z + 9) = (20 + z 2 + 6z + 9)
3z 2 − 30z + 27 = 0 | TR
z1 = 1 z2 = 9
P1 (0|0|1) P2 (0|0|9)
−→ −−→
21. Es ist ~a = CA und ~b = CB. Zeichnet man sich das Dreieck aus so erhält man
solch, oder ein ähnliches Bild:

Ich drücke nun zweimal den Vektor mit Anfangspunkt C zum Schwerpunkt aus,
setzte dies gleich und nutze dann die lineare Unabhängigkeit von ~a und ~b aus.

−→ −−→ −−→ 1 1
CS = CE + (1 − y)EB = ~a + (1 − y)(− ~a + ~b)
2 2
−→ −−→ −−→ 2~ 2
CS = CD + (1 − x)DA = b + (1 − x)(− ~b + ~a)
3 3
1 1 2~ 2
~a + (1 − y)(− ~a + ~b) = b + (1 − x)(− ~b + ~a)
2 2 3 3
1 2 ~
x · ~a + y · ~a − ~a = x · b + y · ~b − ~b
2 3
1 2
(x + y − 1)~a = ( x + y − 1)~b | ~a und ~b linear unabhängig
2 3
1 2
x+ y−1=0 x+y−1=0
2 3
3 1
x= y=
4 2
Damit ist AS = 34 AD und BS = 12 BE.
−−→
22. (a) Da Q auf der xy-Ebene liegt ist Q(xQ |yQ |0). Ich errechne nun ~v und CQ. Da
−−→
sie kolinear sind gibt es ein k ∈ R, so dass gilt k · ~v = CQ.
         
−2 −2 2 xQ − 2 xQ − 2
−−→ −−→ −−→
~v = 2AD+3HD = 2· 8 +3· 4  =  4  , CQ =  yQ − 2  =  yQ − 2 
1 1 −1 0−4 −4

Der Kolinearität wegen gilt:



2k = xQ − 2
   
2 xQ − 2 
k ·  4  =  yQ − 2  ⇒ 4k = yQ − 2
−1 −4

−k = −4

Damit ist xQ = 10, yQ = 18 und k = 4. Dies ergibt Q(10|18|0).

−−→ −−→
(b) Im Paralellogramm ist CK = HD. Schreibt man dies für K(xK |yK |zK ) komponentenweise
aus, so erhält man den gesuchten Punkt.

−−→ −−→
CK = HD | Endpunkt minus Anfangspunkt

xK − 2 = −2
   
xK − 2 2−4 
 yK − 2  = 8 − 4 ⇒ yK − 2 = 4
zK − 4 1−0

zK − 4 = 1

Damit ist K(0|6|5) der gesuchte Punkt.

(c) P (0|0|zP ) ist ein generischer Punkt auf der z-Achse. Hier soll nun gelten:
−−→ −−→
|BP | = |CP |
  
0 2
| 4 | = | 2 |
zP − 2 zP − 4
p p 2
42 + (zP − 2)2 = 22 + 22 + (zP − 4)2 |
16 + zP2 − 4zP + 4 = 8 + zP2 − 8zP + 16
4zP = 4 ⇒ zP = 1 ⇒ P (0|0|1)

(d) Auf der Seite HI ist x = 4 und z = 0. Damit ist der gesuchte Punkt Q(4|yQ |0).
Die beschriebene Abstandsbedingung ist:
−−→
|GQ| = 6
 
4
| yQ − 4 | = 6
−4
q
2
42 + (yQ − 4)2 + 42 = 6 |
2
yQ − 8yQ + 3 · 16 = 36
2
yQ − 8yQ + 12 = 0 | TR
yQ,1 = 6 yQ,2 = 2
Q(4|6|0) (4|2|0) ∈
/ KanteHI
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 01.04
( N'g .F,,tx,l, \
(,b)
1a{).(ä .J$ =o
läl"*gs lBl'+4.5 ä't = o l,t;t - zttl
qßl'-3.5 [E'lo * +5ä't = O Df sk"u. f.wl^k-l
t
[ät lE'l 'c"ny --+,e
t+.6
ttlL I t;1= z ttl

L 6'1" .
*r I =-ffril' I ,zr1.l'
Y
=aeccof (n=wn
g) lä- zi i - latE'f l"
la' Lil= l;*f 1"
t--.l

/.- /"s i>


La- zt')'('(,ai-2D > la +b )-(ä*6)
tit 4lLtül'" -4ä :b+ = läl' * tf l'* Lä.t
o-
+
.J

,l -^i
..z3llü1" ce ',b
7
/r
5
T ril' 1äl'tE'1.*y
L4
L v '= +'6 cqu
t!= a'cco> (#\ ='an.4o1f
I
t

Nr-t
G,) 4;= (i), d-(!) , @ ,z-\z\*n*1.t*L !
n ä.t :lil.ül '.* ,f

Y
N.5
I' ( N+ 6,*y+z^,n)

[0 61, , el{1-5), c(40ß)


6.t ^ßta|
l-"ny' 'nJ Vi,^|gl l^ aÄFiC
0_
1, e: ts?l' ,A'r)t=,17. QiT = 7'{9
' g t?l= r(ä)r = ln.-f =J@=g
graül= r[1)r ' {W.3,8
t_
d-i arccö
=l;ot*6)
\
fi - u...o,
y = 4gO" -L ß = t0.604"

N"6
i44 ,i 4 (siol+),r^ul
, a(ua,, c(vtqlo)
b lanrla^
a
l.
Ul^t( a/ÄgC

lz\
4 *-lBZl -lla/l = /2"*+z'= @,ry
------------------------------------------
----------------------------------------------
epsilon = 180Grad - 2 ---------------------------------------
gamma = 36.86 Grad
-:. lz\ /zt ,\
zer 1=> O*-2,0*t- <4 o -VJ,.\il e)
/ t/\ I c\
# <:> Q=t+/-T 1:) o = (fl't; dl
.:
T c:7 o=1.t,-YZ <=2 'e =(ttt el (4
t
(o+Jl*- Q*z'Y) o=1.3 E
3 'P's V'a'o|*o1 T'4u4 ö
3T
Möglich im Raum und bei überstumpfen Winkeln.
t,,.N'
------------------------------------------------------------------------------------------
if,rJo,, ür7 Tflattol ^,,, -f^ -rti.r!-V1 'T :ffr:l ,','1
: 'q11 -w7? s" ,6P ' lt', ,o?t * 3'h'/'-f "(
,8h'tsb
W=gtf?b'',)@7tb=
tlrg
B&y:'tt , -ol ->bL;L; -> ä' 6 =(s 0,
-\
b'7 =O L2),
-5+
a'c=() (A )o .i,. Qr*^.Vr
(")
@' A"t tT,; ,t€ ,
*i ,; ri,;*t*ä 3 ,r* wLb*n
Ä0. a^ ä s.-L*Llrl (*+Vy"^:t)i ekt*-

/-.r
t,*^ '" ä)u
-\ -s .s -l' n\ .-5 lJ
[r/ c.a C)-At

['l;]
(i.'a)' FA+J-J
A : b'q iC .ä
.= ä-T
rä.i,=0'0 :r(f,"äLd
\
k--- U),ß)
,->. -s J -s r,
; -iä'b - 6'i,.:^?0 -z $-;)tä
as
t') F' a). a = L'a-c 'ä k,v.m. 0,Q)
-s\ -r .r
-\ -J f = IäYiä-i
k) (ä+b/' A =A.a.tbta Ko--r. 6Lä #u264)/ä
l;l'
[,,) ta.s-i).ä = qi3i, !tä:?, = lät' f*o
läl* o
" (;ü "t)1;
<,:.,

tL: {E )ä .tri ,E:, J


Ln sarL"*I,l -^ E t!Ä,
&) T"slL -"1cLw
VoVloq^ at,ne
E'.t =ElL fo \
i.i;c
-i'5ti)"+o
> €-
it'-e)
/
/
$-t}i6., lBl" +o
(Nt'tt fuAx,|=^"-y)
.L
(b,)

c,l =3.
/3\
:) -:c-=1";)
Lsa
_a lc)^' wähl" f-r")
\r-5
c J-a (ä) (3) =o 7.r+3c. =3 b)

a_L
..J
t e> (ä (ä) =0
+) 3., =-/ ()
Q:'ct=Z :>
in('t)
2.; [4 -> 2.r=\ =7 12= 4,5
c

._s 13
c- =14'S ,'L, do.^ V*hr
\-z i"Ä- "Lh.

btq'=F,) ,t-ä)
t.q \J"hl (f"";) cz=4 :-> :

-t '=(v,)
äIä q'2 2-c,r
ä-[-f,
-s,ä <-' 5.,r -Lc, = +4 ',1 ""tE::;l=b',;)
=7 c^=7, er=47
) ub "\n
J^2, l,n.
"LLr.
VcLlov

Q)q
-s /'t0\
Lst' .=\2:")
-d
,"+lfu, A'L[7i7"::::;
z.B. !* oL" Jo.^ ll". obL, . Veklo'
"1,^
1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

α
β
δ    
−4 −3
 −1 · −2 
−−→ −−→ !  
 3 −1 
 
QR · QP 11
ϕ = arccos = arccos  √ √  = arccos √ = 54.79◦
 
−−→ −−→
|QR| · |QP | 
 26 · 14 
 26 · 14
 

8.
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 01.05

0^05 N;4

I r=(a, B (il e (,)

+J.-5J
G) @ dxb bX(-) C)<Ol

ia'4-z'E\
L*t 0\*h' (3.Hi) ll.z-z.t )'
\z.t-t.ll k;)
=

4?
-t..J lz.o -.t.E \ l-s J-t ls5-o t\ /zs
b xc = ggL;180/ = I -4 c ra =[t'f!i3]= (-1.
\az I
,->\J
"(E'^ä); (ä^ t ) ^. ü f<o',l*^l,ly bo.hlen

l«r, a,(Ü-e\ = qt =(;J)


4\/
o-L
5r (")
ti)=(:t'lljl.li)
.-:\ --5
/-5r
a ,b)^ C
I (d).t4J= (.ir)
s)sV (") =:
4)E
Sa r-,'i| lsl
s ts -r\
a^ \bxc ) r (ä;Ü) i , wr-',} Ä'r*
-) .+ --\
§h'el l*al,sn- a xL r.l V),ru, 5i",^ ,-,ochf .

Dip. Rpihu" frtf L; '1-


&r.rLn-nX isi *as,c"*{,.1,t !

N"Z
6ös F lÄc lrr. Jes Dr. .e< Ls »hBC (ru*)
4 4
E *'"\fft r^^ ^h s P^.-llu 1961ra,^n,
;"on/ T
'urn AB ,lr(
k)
7
/1
M,N
.-l
2
L -ü)' =Lt1l f=
t^
'./
*'<L
l- = I
tf)
A
'1fr,8'.'P=
4z
-
t ".( urz ,6-,lu] ,^ru)
§
(t) ro*= I Aßx AC
--s
Li ilrF,,'*,W l= ![T,V=@*IüI
Nr3'*
%, A(4t414) , B(fl4!s) ,c(4tzl3) , Dl2lzl4)
1 Fläc\,,a
@ 'tor. DABID

nLsq
, D;u Fl;, l"e. x,l.* 5).f. Lu^ a$q"',*-i*,^ Vier"oL
Otng ZvO Du;."Lr{l ä"twn r^*,}*u^. U e9 s"h
hiar' vt,4 l.o,^rLl^ 34 il )
(

ft,'ch* e'rt
(6"[.o lle -..\ =(4)
DC

W (,, =u)
r
-f AD
A B

,-ilo f t\r'v\ *'\

Fe =rß,.Aü' =, (?)^ ()r=, (-lr ZZ 4- 3

N' r+

@ Ei^ \eLlo, , d*, z)^ G "d E soLr*W slehl-


*LIo, ^"4 f,g ".Äü
-< Dru Ve,Ll".p*J"Ll
L*t -x it+ e\q4-(\ f,1".,^.1
32
(r) Ä-r,.i=H-ffi) -47
5
b) Aä *E= 7
[il,(1)=
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 01.06
(rl. z n+rr!*X)
$nl'r]h. t h.tt nt dcL lro; do, 6,*d.flkL ,6 u,n ?^-üle b -
a fo{wv{1 t-"JrlJ - qnlon)P't äL turyI Vqd.V". n,,hl
u
1,lt
il ._>
AB
H)
: --s
Dö=
rä ^,,Ä Bc=(
/-s\
8l =
--_' i-s\
AD:18
)
| ! (i)^( ä) {;l;i,)r =
\t'2" 1 tr},(;),Viq)'1 t ry
4. I o -,30 - Ma 1!t tfu -o tN- ry
') F a>s al
a5al 3
L50
,l,F^ll - 4ZS a =250 zili . .(,tzs^) =750
a,t= -L a Z
lL= tz L
N.3
',,1
Drcl [(er.cn s],J l,n ,.A.ÄnX',01 €7 W *,{ 3lct-bt 0.
?fÄ,Ll
br t#) ffi) (f),,'{ti'+o ) l\^e^n
^*,L

(ü ,(rJ,(f),tt,=o 2 l',*. qLhä


'I

t(i) =1rz+o :> lir*^. t4mo1


Q kil(il,
N'.+
4\ afri-al a) ,e(zl-llrr,c(al-zV) , spt* X-6Wlt)
k: ,[") ; L zAW V^*, [a U
(t) ä^n Q) hu J"" ?:{:,2**'L)
Lil,,
1) i!d.ü=(;i).(?), ,V)
,.L
I "=('?)
i-.8)
9rt tc

F) E
^e.
= lß "Ä2.1 '; = 4.
+ a
0 V^s.' = i V-A,,ü,e-rl l= tlff),(f) 6)f
P
%
L F*n h5 (n,Ä $;' B1**i,1. n.i;@,
A) 3
Vetvs 4g

N. 5
@
b Fo = )ai ,x. I;I , ßl ,l^,,r I Q*Ä;,n,<,

r; -- lä1".[817, ,i""y
\,e tcOS
!n
1
'1
,='
D+ ll-"b*orÄrl*
6= (#),t\»
L

F r" = - (a^b1,^r\norbu)'
Qlror'r^,)[,U"b,)
2
r'D ,t
ttd
41-'ba *'Q1
2 L
qL
2-'
az h- ret
IL a
{n ag E
4i ''qsbt
e-,4
;i 'di -t"2)
LtL
'bt az bz
o§-
f+
"- (\
6r'^"L, - )orba' %bt 4a \ o,L,
AP
+lJll
N
'8-
bn)t * l%bn- onh)'' * (o,b3 - urb,)'
'

+
(^^b,- o,
(\J
ö
elt:33
§\)
R- =l crlb,t - a,t l' = ti"il"
'-4;,6)
C
,4 -5+
axb
=) tr

tvb &,,rel* ""1^ ti.b'k* ('^'tful' txTy^ki7;'l)


t)
uD
Ko*,yo*^J"- uo^ A,B,C,»2N =) ld"6 le[V,

Fo lsCI,,, En e)nl*G innr*L'" A(otolo),8Ü1414»D1lt$=>c@ilit)


--J --S
1lB xtD \='(;)^(ä),= ,ü1, = [11 \Z =t l*+zt trh
(U)''f"-f *.k Jt **,lnVy^^W el =2 Vrf* e Z
Y*rreL+ A/B,DF *uJ- 1b*^, ur,L^
l
7l C l"
f*;h+ ot) --'
c)Ft6/H ,/ Atonl,,.- -t

B(un lb, b,) 3 §


^.
3
---r<l
B
C(.nlr, N o
E
D(d,l"l" är

:) Vf, 'rr( br-r, \


o;iäl)' (;i)tüi$''

L lgl s)n 3r,.r.,rv14.. \/oq Ptrd" Llen üoq


l',$nra^z*^ uon clo$zelt Z,hhn. D,c>

erqig| -',nÄ, /,* %rzz bhl ) \bralt


,i.h dr, kl^as'/*;"1*n v.',.hL> ;"L'+
(.ull =, 1.1.2). B

k) "Vs7^+=[ä'(d"e)l =t(a'^'i) 'il'


u,, w,Q,q !.ut= I [(ä),tBt), aJ I +
V?* = la^b.q, arb5c 1
* o rL^L z-' Q s6" o - b3t ro,t' csQzt. I' h)

l= | unbr.3 -QaL3c2+
'iii'(il'(ilFr(a) v;:;;ff)
arb3.n -
qzbn.3 1e3bqcz- orgLr.-,
,irrutW*;,r (n)

,üi),(L). Q),= I ur\., -ogbrc 4 't

asL,*z- 4.t b:r. I a,vrl


lrllt
irilll lllrll
t-*Nr40
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 01.07

 
4
−−→
1. Der Winkel β ist ∠ABC, also der Winkel zwischen den Vektoren BA = −1
4
 
11
−−→
und BC = −9.
−7
Zur Berechnung verwendet man das Skalarprodukt:
−−→ −−→ −−→ −−→
BA · BC = |BA| · |BC| · cos β
−−→ −−→
BA · BC
−−→ −−→ = cos β
|BA| · |BC|
−−→ −−→ !
BA · BC
arccos −−→ −−→ = β
|BA| · |BC|
 
25
arccos √ √ = 74.06◦ = β
33 · 251

−−→ −−→
2. Die Fläche des Dreiecks ist die Hälfte der Fläche des von BA und BC aufgespannten
Parallelogramms:
1 −−→ −−→
28 = |BA × BC|
2      
x+3 4 5x − 1
−−→ −−→
56 = |BA × BC| = | −x − 7 × −9 | = |  0 |
x+3 4 −5x + 1
p √ p √
56 = 2(5x − 1)2 = 2 (5x − 1)2 = 2|(5x − 1)|

56 56 2 √
1.Fall: (5x − 1) > 0 : 5x − 1 =√ = = 28 2
2 2

28 2 + 1
x1 = ≈ 8.12
5 √
56 56 2 √
2.Fall: (5x − 1) < 0 : −(5x − 1) = √ = = 28 2
2 2

28 2 − 1
x2 =− ≈ −7.72
5
Also ist L = {−7.72, 8.12}.
3. Das Volumen des Tetraeders ist ein Sechstel des Volumen des Spates, der von drei
Vektoren des Tetraeders aufgespannt ist.
1 −−→ −→ −−→
|[AB, AC, AD]| = 3
6
−−→ −→ −−→
|[AB, AC, AD]| = 18
     
1 y 3
|[−2 ,  y − 2  , −1]| = 18
1 2y − 4 −4
| − 26y + 34| = 18
1.Fall −26y + 34 > 0 : −26y + 34 = 18
8
y1 =
13
2.Fall −26y + 34 < 0 : 26y − 34 = 18
y2 = 2
8
Somit ist Ly = { 13 , 2}.

4.
−→ −−→ −→ −−→
AP · AB = |AP | · |AB| · cos(45◦ )

   
t+2 1 √
t − 1 · −2 =
p
2
2
3t − 6t + 21 9 ·
2
4−t 2

p √ 2 2
−3t + 12 = 2
3t − 6t + 21 9 · |
2
2 27 2 54 189
9t − 72t + 144 = t − t+
2 2 2
9 2 99
− t − 45t + = 0
2 2 (
−11
t =
1

 
v1


5. Der gesuchte Vektor sei v = v2 . Von ihm wissen wir, dass

v3

• |→

v | = 7 ⇒ v12 + v22 + v32 = 49 (1)
   
v1 −3
• v2 · 4  = 0 ⇒ −3v1 + 4v2 + 6v3 = 0 (2)
  
v3 6
   
v1 9
• v2  · −4 = 0 ⇒ 9v1 − 4v2 − 2v3 = 0 (3)
v3 −2

Nun muss also das Gleichungssystem mit den Gleichungen (1), (2) und (3) gelöst
werden.

(3) + 3(2) 8v2 + 16v3 = 0 ⇒ v2 = −2v3 (4)


2
(3) + (2) 6v1 + 4v3 = 0 ⇒ v1 = − v3 (5)
3
− 23 v3 + (−2v3 )2 + v32 = 49 ⇒ v32 = 9

(4) und (5) in (1)

Also ist v3 = ±3. Eingesetzt in die Gleichungen (4) und (5) ergibt dies die Lösungen
   
−2 2
L = {−6 ,  6 }.
3 −3


− −c z = →

6. Erst muss das Gleichugnssystem in die Form →

a x+ b y+ → k gebracht werden.

(a + 1)(x − y) = x + 1 (1) ⇒ ax + (−a − 1)y = 1


(z + 1)(a + 1) = x − a (2) ⇒ −x + (a + 1)z = −2a − 1
(y + 1)(x − 1) = xy (3) ⇒ x − y = 1
       
a −a − 1 0 1
−1 x +  0  y + a + 1 z = −2a − 1
1 −1 0 1
| {z } | {z } | {z } | {z }


a −
→ −

c −

b k

Nun berechnet man alle nötigen Spatprodukte mit dem Gartenzauntrick und daraus
dann die Lösungen

− −
[→

a , b ,→
c] = −(a + 1)

− →− → −
[k, b, c] = −a · (a − 1)

− −
[→

a , k ,→
c] = −(a + 1)(a − 1)

− →

[→

a, b, k] = a+1


→− →→ −
→→ −
→− →
[ k , b ,−
c] a(a−1) [−

a , k ,−
c] [−
→a,b,k]
x= −
→− = a+1 , y= −
→− = a − 1, z = −
→− = −1,
[ a , b ,→

→ c] [ a , b ,→

→ c] −
→ →
[a,b,c]
 
x
7. Der gesuchte Vektor sei →

r = y . Nun muss gelten, dass
z


r ·→

e1 = |→

r | · |→

e1 | · cos ◦
|{z} |{z} | {z60}
=2 =1 = 12
x = 1



r ·→

e2 = |→

r | · |→

e2 | · cos 45}◦
|{z} |{z} | {z

=2 =1 2
= 2

y = 2

|→

p
r| = x2 + y 2 + z 2 = 2 ⇒ x2 + y 2 + z 2 = 4 ⇒ z = ±1
 

− √1
Somit ist also r =  2.
±1
 
b1

− →

8. Für einen solchen Vektor b = b2  muss gelten, dass →
 −
a · b = 0 sein muss. Dafür
b3
dürfen zwei
   der drei Koeffizienten frei gewählt werden, der dritte wird so gewählt,
1 b1
dass  3  · b2  = b1 + 3b2 − 2b3 = 0 gilt.
−2 b
3     
1 1 2
Zum Beispiel −1 , 1 , 0 , ...
−1 2 1
9. Man braucht die Linearität - so kann man ganz gewöhnlich ausmultiplizieren. Dann
braucht man die Kommutativität (also etwa → −v ·→

w =→ −w ·→−
v damit man kürzen
kann).


− →
− →
− → − → →
− → − →
− → − → −
(a) (→

a + b ) · (→

a+ b)=→

a ·→

a +→
− ·−
a · b + |b {z a} + b · b = →

a ·→

a + 2→

a· b + b · b


=−

a·b

− →
− − → →
− → − → →
− → − →
− → − → −
(b) (→

a − b ) · (→

a − b )→
a ·−
a −→
− ·−
a · b − |b {z a} + b · b = →

a ·→

a − 2→

a · b + b · b


=−

a·b

− →
− →
− → − → →
− → − →
− → −
(c) (→

a + b ) · (→

a − b)=→

a ·→

a −→
− ·−
a · b + |b {z a} − b · b = →

a ·→

a − b · b.


=−

a·b
10. Man braucht die Linearität - so kann man ganz gewöhnlich ausmultiplizieren. Dann
braucht man die Antikommutativität (also etwa → −
v ×→ −w = −→−w ×→ −
v damit man
kürzen kann).


− →
− →
− → − → →
− → − →
− → −
(a) (→

a + b ) × (→

a + b)=→

a ×→

a +→
− ×−
a × b + |b {z a} + b × b = →

a ×→

a+ b × b


=−−

a×b

− →
− − → →
− → − → →
− → − →
− → −
(b) (→

a − b ) × (→

a − b )→
a ×−
a −→
− ×−
a × b − |b {z a} + b × b = →

a ×→

a + b × b


=−−

a×b

− →
− →
− → − → →
− → −
(c) (→

a + b ) × (→

a − b)=→

a ×→

a −→
− ×−
a × b + |b {z a} − b × b = →

a ×→

a − 2→

a ×


=−−

a×b

− →− → −
b − b × b.

     
0 4 4 √
1 −−→ −→
11. (a) F∆ABC 1    
= 2 |AB × AC| = 2 | 2 × 5 | = 2 | 8  | = 12 42 + 82 + 82 = 6.
1 

2 7 −8
  
0 4
  
2·5
    
−→ −→ 2 7
(b) α = arccos AB·AC
−→ −→ = arccos √02 +22 +22 ·√42 +52 +72 = 26.565◦ ,
|AB|·|AC|
  
4 0
3·−2
  
    
−−→ −→ 5 −2
β = arccos BC·BA

−→ −→ = arccos √42 +32 +52 ·sqrt02 +22 +22 = 143.130◦ ,
|BC|·|BA|
  
−4 −4
−5·−3
  
    
−→ −−
→ −7 −5
γ = arccos CA·CB
−→ − −→ = arccos √42 +52 +72 ·√42 +32 +52 = 10.305◦
|CA|·|CB|
     
0 4 2
1 − −→ −→ −−→ 1     
(c) 6 |[AB, AC, AD]| = 6 |[ 2 , 5 , −1]| = 4.
2 7 3

(d) Die Höhe erhält man mithilfe der Grundfläche und dem Volumen, denn das
Volumen des Tetraeders (also einer Pyramide) ist “Volumen des Tetraeders“ =
Grundfläche mal Höhe“

3 . Also ist die Höhe h gegeben durch:

“Volumen des Tetraeders“


h = 3 | → (a) und (c)
Grundfläche des Tedraeders
4
= 3· = 2
6
12. (a)
1 −−→ −→
F∆ = |AB × AC|
2    
−1 1
1   
= | 0 × 2 |
2
−1 λ−1
 
2
1 
= | λ − 2 |
2
−2
1 p
= 22 + (λ − 2)2 + 22
2
1p 2
= λ − 4λ + 12
2√
=
|{z} 3 2
Aufgabenstellung

1p 2 √
λ − 4λ + 12 = 3 2 | ·2
2p
√ 2
λ2 − 4λ + 12 = 6 2 |
λ2 − 4λ − 60 = 0
(
10
λ =
−6

(b)

− −
VSpat = |[→

a , b ,→
c ]| = 30
     
2 1 4
|[ −2 , −4 , λ − 2]| = 30
    
−1 1 −7
|24 − 3λ| = 30
1.Fall: 24 − 3λ1 = 30
λ1 = −2
2.Fall: − (24 − 3λ2 ) = 30
λ2 = 18


13. Da die beiden Vektoren →

a und b ein Quadrat aufspannen haben, haben sie gleiche
Länge und stehen senkrecht aufeinander. Also gilt:


|→
−a| = |b|
p q
2 2 2
xa + 2 + 6 = 22 + 62 + zb2 | .2
x2a + 40 = 40 + zb2 | − 40

x2a = zb2 |
xa = ±zb


− →

a⊥b Skalarprodukt

− →

   a · b = 0
xa 2
−2 ·  6  = 0
6 zb
2xa − 12 + 6zb = 0 | brauche xa = ±zb
±2zb + 6zb = 12
zb (3 ± 1) = 6
    
3


 22
 3 3
⇒ xa = 2 ⇒ F = | −2 ×  6  | = 42.25
    
2


 |{z}
 xa =zb 3
6  6 2 
zb = =   
3±1  −3 2

⇒ xa = −3 ⇒ F = | −2 × 6 | = 49

3

    

 |{z}
xa =−zb

 6 3

14. (a) und (b)


Man kann die, in folgeder Grafik grün dargestellte Fläche mit Hilfe des Vektorproduktes
berechnen, wenn man den →

 Vektor
 vg und den Punkt P0 in den Raum einbetettet
v1
(P0 (p1 |p2 |0) und →−
vg = v2 ). Die Fläche in der unten zu findenden Grafik ist
0
−→ →

|rP0 × vg |. Die Fläche lässt sich aber auch berechnen durch die Formel Grundkante

mal Höhe“, also |→ −
vg | · d, wobei d der gesuchte Abstand von P0 zu g ist.
|→

vg | · d = |−
r→ →

P0 × vg |
|−
r→ →

P0 × vg |
d =
|→

vg |

Im konkreten Beispiel heisst dies:


   
1 1
| 0.5 × 2 |
  

0 0 1.5 3 5
d=   =√ = .
1 5 10
| 2 |
0

−−→ −−→ −−→


15. VT etraeder = 16 |[KL, KM , KH]|.
Die Punkte kann man aus der Grafik lesen. Wählt man den Punkt D als Ursprung,
so ist K(4|3|0), L(2|12|0), M (0|12|3) und H(0|0|6). Also:
     
−2 −4 −4
1
VT etraeder = |[ 9  ,  9  , −3]| = 3
6
0 3 6

3s
16. Die Grundfläche ist gegeben durch die Punkte A(0|0|0), B(s|0|0) und C( 2s | 2 |0)

und die Spitze liegt über dem Schwerpunkt SABC ( 2s | 63s |0) in einer Höhe von h,
 √  2  √ 2
wobei gilt h2 + 63s = 23s , also ist

u √ !2 √
v !2 r r
u 3s 3s 3s2 3s2 2
h=t − = − = s
2 6 4 36 3
√ q
3s
Also ist die Spitze S( 2s | 6 |
2
3 s). Das Volumen ist nun das Volumen eines Tetraeders,
also
1 −−→ −→ −→
VTetraeder = |[AB, AC, AS]|
6
   s   s 
s √2
1    √23s   3s 
= |[ 0 , 2
, q6 ]| | Linearität des Spatproduktes
6 2
0 0 3s
   1   1 
1 √2
1 3    √23   3 
= |s [ 0 , 2 , q6 ]|
6 2
0 0 3
√ √
1 3 2 2 3
= s = s
6 2 12
17. (a)
   
cos ϕ cos λ cos ϕ cos λ
|R ·  cos ϕ sin λ  | |{z}
= R · |  cos ϕ sin λ  |
sin ϕ R>0 sin ϕ
p
= R (cos ϕ cos λ)2 + (cos ϕ sin λ)2 + (sin ϕ)2
q
= R cos2 ϕ cos2 λ + cos2 ϕ sin2 λ + sin2 ϕ
s
2
= R cos2 ϕ · (cos| λ {z + sin2 λ}) + sin2 ϕ
=1
s
= R cos2 ϕ + sin2 ϕ
| {z }
=1

= R 1=R

cos 47.33◦ cos 7.36◦


 

(b) Es ist in Kugelkoordinaten − −−→ = R ·  cos 47.33◦ sin 7.36◦  und −


rBasel r−→
NY = R ·
sin 47.33◦
◦ ◦
 
cos 40.45 cos −74.00
 cos 40.45◦ sin −74.00◦  (das negative Vorzeichen kommt daher, dass NY westlich
sin 40.45◦
des Nullmeridians liegt.)
Der Zwischenwinkel  ist nun gegeben durch das Skalarprodukt

cos 47.33◦ cos 7.36◦ cos 40.45◦ cos −74.00◦


     
R ·  cos 47.33◦ sin 7.36◦  · R ·  cos 40.45◦ sin −74.00◦  =
sin 47.33◦ sin 40.45◦
cos 47.33◦ cos 7.36◦ cos 40.45◦ cos −74.00◦
   

|R ·  cos 47.33◦ sin 7.36◦  | · |R ·  cos 40.45◦ sin −74.00◦  | · cos  = R2 · cos 
sin 47.33◦ sin 40.45◦
| {z } | {z }
=R (siehe (a)) =R (siehe (a))

cos 47.33◦ cos 7.36◦ cos 40.45◦ cos −74.00◦


   

R2 ·  cos 47.33◦ sin 7.36◦  ·  cos 40.45◦ sin −74.00◦  = R2 · cos 


sin 47.33◦ sin 40.45◦
cos 47.33◦ cos 7.36◦ cos 40.45◦ cos −74.00◦
   
 cos 47.33◦ sin 7.36◦  ·  cos 40.45◦ sin −74.00◦  = cos 
sin 47.33◦ sin 40.45◦
cos  ≈ 56.32◦

 56.32◦
Also ist schliesslich dBasel,N Y = 2πR
|{z} · 360 ◦ = 2π · 6730km · 360◦ ≈ 6262km.
Erdumf ang
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 02.00

1. Diese Aufgabe kann man direkt mit dem Taschenrechner oder der Lösungsformel
lösen, insofern die Gleichung in die richtige Form gebracht worden ist.
(
√ 3
−5± 25+96 −5±11
4 x2 + |{z}
(a) |{z} −6 = 0 ⇒ x1,2 =
5 x |{z} 8 = 8 = 4

a
−2
b c
3
Damit ist L = {−2, 4 }.
s
−2± 4| −
{z12}
D<0
(b) |{z}
1 x2 + |{z} 3 = 0 ⇒ x1,2 =
2 x + |{z} 2 ⇒ keine Lösung
a b c
Damit ist L = {}.
(
1
1 1 3 −1±2
(c) x2 + x − 2 = 4 1 x2 + |{z}
1 x− ⇒ x1,2 =
= 0 |{z} 2 = 2
|{z}
a
4 − 32
b|{z} TR
c
Damit ist L = {− 32 , 12 }.

(d)
3(x2 + 2) − x(x + 9) = 11
(
− 21
2x2 − 9x − 5 = 0 |{z}
⇒ x1,2 =
5
TR

Die Lösungsmenge ist L = {− 12 , 5}.

(e) Erstmal wird mit dem Hauptnenner multipliziert. Da dies eine Gewinnumformung
ist ist zuerst der Definitionsbereich der Terme zu prüfen. Der Divisionen wegen
ist er Df = R\{−2, 2}.
x 4 1
− = | · 2(x − 2)(x + 2)
2x − 4 x + 2 x−2
x(x + 2) − 4 · (x − 2) = 2(x + 2)
(
2 2∈/D
x − 8x + 12 = 0 |{z}
⇒ x1,2 =
6
TR

Die Lösungsmenge ist L = {6}.


(f)
x2 6x
− = 1 | HN: · (x − 6) Kontrolle nötig
x−6 6−x
x2 + 6x = (x − 6)
(
2 −3 ∈/D
⇒ x1,2 =
x + 5x + 6 = 0 |{z}
−2
TR

Die Lösungsmenge ist, nach der Kontrolle L = {−2, −3}.

(g)
x+1 x−2 x+3
+ =
x2 − x x2 + x x2 − 1
x+1 x−2 x+3
+ =
x(x − 1) x(x + 1) (x − 1)(x + 1)
| HN: · x(x − 1)(x + 1) Kontrolle nötig
(x + 1)(x + 1) + (x − 1)(x − 2) = x(x + 3)
(
2 1∈/D
x − 4x + 3 = 0 |{z}
⇒ x1,2 =
3
TR

Die Lösungsmenge, nach der Kontrolle, welcher x1 = 1 zum Opferfällt, ist


L = {3}.

(h) Auch hier wird ausmultipliziert bis wir die Gleichung in der richtigen Form
haben:
(7 + x)(7 − x) = (x + 10)(x + 25) + (x + 1)(x + 15)
49 − x2 = x2 + 35x + 250 2
(+ x + 16x + 15
−8
3x2 + 51x + 216 = 0 |{z}
⇒ x1,2 =
−9
TR

Die Lösungsmenge ist L = {−9, −8}.

(i) Es handelt sich um eine biquadratische Gleichung, womi t = x2 substituiert


wird.
3x4 − 10x2 + 3 = 0 | t = x2
( √
2 3 = x2 ⇒ x1,2 = ± 3
3t − 10t + 3 = 0 |{z}
⇒ t1,2 = √
1 3
3 ⇒ x3,4 = ± √13 = ± 3
TR

3

3

Die Lösungsmenge ist demnach: L = {−sqrt3, − 3 , 3 , − 3}.
(j) Der Term in der Wurzel darf nicht negativ sein. Folglich ist D = [−1, ∞[. Die
Wurzel wird auf eine Seite gebracht bevor die Gleichung auf beiden Seiten
quadriert wird:
√ √
x+1+x = 9x + 9 + 7
√ √ √
x+1+x = 9· x+1+7

x + 1 (1 − 3) = 7 − x | 2 Gewinnumformung
| {z }
=−2
(x + 1) · 4 = (7 − x)2
( √ √ √
15 ⇒ 16 + 15 = 19 = 144 + 7 .
x2 − 18x + 45 = 0 |{z}
⇒ x1,2 = √ √
3 ⇒ 4 + 3 = 5 6= 9 = 36 + 3 ×
TR

Die Kontrolle besteht die Lösung x2 = 3 nicht, womit L = {15} ist.

2. (a) x2 − ax + a = x ⇔ x2 − (a + 1)x + a = 0
p
(a + 1) ± (−(a + 1))2 − 4a
x1,2 =
√ 2
(a + 1) ± a2 + 2a + 1 − 4a
=
√ 2 p
(a + 1) ± a2 − 2a + 1 (a + 1) ± (a − 1)2
= =
2 ( 2
(a+1)−(a−1)
(a + 1) ± (a − 1) 2 = 1
= = (a+1)+(a−1)
2 2 =a

Damit ist L = {1, a}.

(b)

2x2 − x − 3 = a(x + 1)
2x2 + (−a − 1)x + (−3 − a) = 0

Mittels der Mitternachtsformel ergibt sich:


p √
a + 1 ± (−a − 1)2 − 4 · 2 · (−3 − a) a + 1 ± a2 + 10a + 25
x1,2 = =
4( 4
a+1+(a+5) 2a+6 a+3
a + 1 ± (a + 5) 4 = 4 = 2
= = a+1−(a+5)
4 4 = −4
4 = −1

a+3
Folglich ist L = {−1, }.
2
(c) abx2 + (bc − ad)x = cd ⇔ ab · x2 + (bc − ad) · x − cd = 0
p
−(bc − ad) ± (bc − ad)2 − 4ab · (−cd)
x1,2 =
√ 2ab
ad − bc ± b c − 2abcd + a2 d2 + 4abcd
2 2
=
√ 2ab
ad − bc ± b2 c2 + 2abcd + a2 d2
=
p 2ab
ad − bc ± (bc + ad)2 ad − bc ± (bc + ad)
= =
( 2ab 2ab
ad−bc+(bc+ad) 2ad d
2ab = 2ab = b
= ad−bc−(bc+ad)
2ab = −2bc c
2ab = − a

Also ist L(a) = {1; a} und L = {− ac ; db }.

(d) Wir multiplizieren erst mit dem Hauptnenner x2 , womit D = R\{0} ist.

x2 + a2 x + a
+ = 4
x2 x
x2 + a2 + x · (x + a) = 4x2
(
−a+3a
= − a2
p
−a ± a2 − 4 · (−2) · a2 −a ± 3a
−2x2 + ax + a2 = 0 |{z}
⇒ x1,2 = = −4
−a−3a
−4 −4 −4 =a
TR

Demnach ist L = {− a2 , a}.

3. Es geht um die Gleichung a · x2 + (a − 1) · x + a = 0.


1.Fall: Ist a · x2 + (a − 1) · x + a = 0 eine quadratische Gleichung so gibt es genau
eine Lösung für x, falls die Diskriminante null ist.

D = b2 − 4ac = (a − 1)2 − 4a2 = 0


−3a2 − 2a + 1 = (0
−1
a1,2 = 1
3

2.Fall: Ist a = 0 so ist a · x2 + (a − 1) · a + a = 0 keine quadratische Gleichung.


Setztman nämlich a = 0 ein so erhält man: x = 0. Also gibt es genau eine Lösung
falls a = 0 ist.

Insgesamt hat man genau eine Lösung falls a ∈ {−1, 0, 31 } ist.


4. (a)

a1000 + a1001
(a1000 + a1001 ) : a999 =
a999
a1000 a1001
= + = a + a2 = a(1 + a)
a999 a999

(b)

(x − 1)2n+1 (x + 1)n (x − 1)n (x − 1)2n+1 (x + 1)n (x − 1)n


+ = +
(1 − x)2n+1 (x2 − 1)n ((−1)(x − 1))2n+1 ((x − 1)(x + 1))n
(x − 1)2n+1 (x + 1)n (x − 1)n
= +
(−1)2n+1 (x − 1)2n+1 (x − 1)n (x + 1)n
| {z }
=1
1
= +1 | 2n + 1 ist ungerade
(−1)2n+1
= −1 + 1 = 0

(c)
 x −2  x −3  2  3
6 3
: = :
6 3 x2 x3
62 x3 36x3−2 4x1 4
= 2
· 3
= = = x
x 3 27 3 3

(d)
h 1 1
i h 7 3 1 3 5 4
i
(x7 y 3 z 2 ) 4 · (x3 y 5 z 4 ) 4 : (xyz)2 = (x 4 y 4 z 2 ) · (x 4 y 4 z 4 ) · (xyz)−2
10 8 6
= (x 4 y 4 z 2 ) · (x−2 y −2 z −2 )
10 8 6 1
x1 r
x
−2 −2 0 − 12 2
= (x 4 y 4 z − 2) = x y z
2 2 = =
z z

(e) Für jede natürliche Zahl n ist 2n + 1 eine ungerade Zahl und 2n eine gerade
Zahl:
5
(−1)2n+1 − (−1)2n = (−1 − (+1))5 = (−2)5 = −32

(f)
 u  m  x − m  1 −2 m
n um um  u 2 m
2m m
· (ux)2 n
n n n n n
· · = · · (ux) n =
x u ux x x x
u 2 m  2m 4m
n
= · ux = u2 n = u n
x
(g)
√ √ √
q q q q q q
5 3 5 6 5 5 2 5 −1 5 3
2 −1 3
c· c · c· c · c· c = c · c3 · c · c 6 · c · c2
q q q
5 5 5 5 5 5
= c3 · c6 · c2
5 5 5 5 5 5
= c 15 · c 30 · c 10 = c 15 + 30 + 10 = c1 = c

5. Wir machen einen Exponentenvergleich:

(a)
x2 6x
b x−6 : b 6−x = b1
x2 6x
− 6−x
b x−6 = b1 | Exponentenvergleich
x2 6x
− | · (6 − x) ⇒ D = R\{6}
= 1
x−6 6−x (
2 −3
⇒ x1,2 =
x + 5x + 6 = 0 |{z}
−2
TR

Demnach ist L = {−3, −2}.

(b)
1
73(x−1) : 49−x = √
7
1
73(x−1) : (72 )−x = 1
72
1
73x−3 · 72x = 7− 2
1
73x−3+2x = 7− 2 | Exponentenvergleich
1 1 1
3x − 3 + 2x = − ⇔ 5x − 3 = − ⇔ x =
2 2 2

6. Man prüft ob es sich um den Graphen einer Funktion handelt, indem man kontrolliert
ob zu einem x-Wert mehrere y-Werte vorhanden sind. Man kontrolliert ob es eine
vertikale Gerade gibt mit mehreren Schnittpunkten mit dem Graphen.
Für die Injektivität kontrolliert man ob zu einem y-Wert mehrere x-Werte vorhanden
sind. Jede horizontale Gerade darf mit dem Graphen nicht mehr als ein Schnittpunkt
haben.

(a) Es ist keine Funktion, da etwa für x = 0 zwei y-Werte hat.


(b) Es ist eine Funktion, die nicht injektiv ist. Die Gerade y = 0 (die x-Achse)
hat zwei x-Werte womit die Funktion nicht injektiv ist.
(c) Es handelt sich um eine bijektive Funktion.
(d) Die lineare Funktion mit Steigung ungleich null (wie hier der Fall) ist immer
eine injektive Funktion.
(e) Am Knickpunkt gehen die beiden Geraden nahtlos ineinander über, damit ist
es eine injektive Funktion.
(f) Auf der vertikalen Geraden haben wir für einen x-Wert unendlich viele y-
Werte, womit es sich nicht um eine Funktion handelt.
(g) Am Knickpunkt gehen die beiden Geraden nahtlos ineinander über, sie ist es
jedoch nicht injektiv.
(h) Auch dies ist eine injektive Funktion. Zu jedem x-Wert gehört genau ein y-
Wert und umgekehrt.

7. .
(a) (c)

(b) (d)
8. (a) Der y-Achsenabschnitt ist q = 0 und die Stiegung ist positiv. Damit ist Df =
R+ +
0 und Wf = R0 . Für die Abbildungsvorschrift gilt:

1
y = x ⇒ x = 2y ⇒ f −1 (x) = 2x
2
Somit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : R+
0 → R+
0
x 7→ 2x

(b) Der y-Achsenabschnitt ist q = 2 und die Stiegung ist positiv. Damit ist Df =
R+
0 und Wf = [−4, ∞[. Für die Abbildungsvorschrift gilt:

1 1
y = 2x − 4 ⇒ x = y + 2 ⇒ f −1 (x) = x + 2
2 2
Somit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : [−4, ∞[ → R+ 0
1
x 7→ x+2
2

(c) Der y-Achsenabschnitt ist q = 2 und die Stiegung ist negativ. Damit ist
Df = R+
0 und Wf =] − ∞, 2]. Für die Abbildungsvorschrift gilt:

y = −x + 2 ⇒ x = −y + 2 ⇒ f −1 (x) = −x + 2

Somit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : ] − ∞, 2] → R+
0
x 7→ −x + 2

(d) Der y-Achsenabschnitt ist q = − 10 3 und die Stiegung ist negativ. Damit ist
Df = R+0 und W f =] − ∞, − 10
3 ]. Für die Abbildungsvorschrift gilt:

2 10 3 3
y =− x− ⇒ x = − y − 5 ⇒ f −1 (x) = − x − 5
3 3 2 2
Somit ist die Umkehrfunktion:
10
f −1 : ] − ∞, − ] → R+
0
3
3
x 7→ − x − 5
2
9. .
(a) (c)

(b) (d)

In keiner Teilaufgabe ist die Umkehrzuordnung eine Funktion, da keine der ursprünglichen
Funktionen injektiv sind.

10. Die Frage ist, ob die Funktion f (x) auf dem Bereich Df = R+ 0 injektiv ist. Das
ist genau dann der Fall wenn der Scheitelpunkt Sf (xS |yS ) auf oder rechts von der
y-Achse liegt, also xS ≥ 0 ist. Ansonsten gibt es zu einem y-Wert mehrere x-Werte.

(a) Hier ist Sf (0|0), also die Funktion auf Df = R+


0 injektiv. Auf dem eingeschränkten
Bereich ist Wf = R+ 0 .
1 √
y = x2 ⇒ x = 2y ⇒ f −1 (x) = 2x
p
2
Somit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : R+
0 → R+
√0
x 7→ 2x
(b) Hier ist Sf (0|4), also die Funktion auf Df = R+
0 injektiv. Auf dem eingeschränkten
Bereich ist Wf =] − ∞, 4].

y = 4 − x2 ⇒ x = 4 − y ⇒ f −1 (x) = 4 − x
p

Somit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : ] − ∞, 4] → R+
√0
x 7→ 4−x

(c) Hier ist Sf (3|0), also die Funktion auf Df = R+


0 nicht injektiv. Somit gibt es
keine Umkehrfunktion.

(d) Erstmal bringt man die Funktionsvorschrift durch quadratisches Ergänzen


(Halbieren - Quadrieren - Addieren) in Scheitelform.
1 1 1 1 2 1
f (x) = x2 + x − = (x2 + 2x − 1) = (x 2x + 1} −2) = (x + 1)2 − 1
+ {z
2 2 2 2 | 2
=(x+1)2

Damit ist Sf (−1| − 1) der Scheitelpunkt, also die Funktion auf Df = R+ 0


injektiv. Auf dem eingeschränkten Bereich ist, da f (0) = − 12 gilt, Wf =
[− 21 , ∞[.
1 √
y = (x + 1)2 − 1 ⇒ x = 2y + 2 − 1 ⇒ f −1 (x) = 2x + 2 − 1
p
2
Somit ist die Umkehrfunktion:
1
f −1 : [− , ∞[ → R+0
2 √
x 7→ 2x + 2 − 1

11. Erst bestimme ich Definitions- (maximal, sodass die Funktion noch injektiv ist) und
Wertebereich (sodass die Funktion surjektiv ist) der Funktion, dann die Umkehrabbildung
und schliesslich wir die Umkehrfunktion angegeben.

(a) Da nicht durch null dividiert werden kann ist Df = R\{0}. Der Term x1 gibt
nie null womit f (x) = x1 − 1 nie −1 ergibt. Folglich ist Wf = R\{−1}. Zur
Umkehrabbildung
1 1 1 1
y= −1 ⇒ y+1= ⇒ = x ⇒ f −1 (x) =
x x y+1 x+1
Damit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : R\{−1} → R\{0}
1
x 7→
x+1
6
(b) Da nicht durch null dividiert werden kann ist Df = R\{0}. Der Term x gibt
nie null womit Wf = R\{0} ist. Zur Umkehrabbildung

6 6 6
y= ⇒ x= ⇒ f −1 (x) =
x y x
Damit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : R\{0} → R\{0}
6
x 7→
x
Damit ist f (x) = f −1 (x).

(c) Da der Wurzel wegen x ≥ 0 sein muss, ist Df = R+


0 . Der Wert der Wurzel ist
+
immer positiv oder null, womit Wf = R0 ist.
√ 1 √ 1 1
y = 2 x ⇒ y = x ⇒ x = y 2 ⇒ f −1 (x) = x2
2 4 4
Damit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : R+
0 → R+0
1 2
x 7→ x
4

(d) Da der Wurzel wegen x ≥ 0 sein muss, ist Df = R+0 . Der Wert der Wurzel ist
immer positiv oder null, womit der Fuhnktionswert des negativen Vorzeichens
nie positiv wird: Wf = R− 0.
√ √
y = − x ⇒ −y = x ⇒ x = (−y)2 = y 2 ⇒ f −1 (x) = x2

Damit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : R−
0 → R+
0
x 7→ x2
1
(e) Da nicht durch null dividiert werden kann ist Df = R\{0}. Der Term x gibt
nie null womit Wf = R\{3} ist. Zur Umkehrabbildung:

1 1 1
y= +3 ⇒ x= ⇒ f −1 (x) =
x y−3 x−3
Damit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : R\{3} → R\{0}
1
x 7→
x−3
4
(f) Da nicht durch null dividiert werden kann ist Df = R\{0}. Der Term x gibt
nie null womit Wf = R\{0} ist. Zur Umkehrabbildung
4 −4 4
y=− ⇒ x= ⇒ f −1 (x) = −
x y x
Damit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : R\{0} → R\{0}
4
x 7→ −
x
Damit ist auch hier f −1 (x) = f (x).

(g) Da der Wurzel wegen x ≥ 0 sein muss, ist Df = R+ 0 . Der Wert der Wurzel
ist immer positiv oder null, womit der Fuhnktionswert des “+2“ wegens nie
unter 2 fällt: Wf = [2, ∞[.
√ √
y = x + 2 ⇒ y − 2 = x ⇒ x = (y − 2)2 ⇒ f −1 (x) = (x − 2)2

Damit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : [2, ∞[ → R+
0
x 7→ (x − 2)2

(h) Da der Wurzel wegen x + 2 ≥ 0 sein muss, ist Df = [−2, ∞[. Der Wert der
Wurzel ist immer positiv oder null, womit Wf = R+
0 gilt.

y = x + 2 ⇒ y 2 = x + 2 ⇒ x = y 2 − 2 ⇒ f −1 (x) = x2 − 2

Damit ist die Umkehrfunktion:

f −1 : R+
0 → [−2, ∞[
x 7→ x2 − 2

12. Der Definitionsbereich sind jene x, welche eingesetzt werden können. Dabei darf
nicht durch null dividiert werden und in den geraden Wurzel dürfen keine negativen
Zahlen stehen. Der Wertebereich sind die möglichen Werte, welche die Funktion
annimmt, also alle möglichen Zahlen, die man beim Einsetzen der x-Werte aus
dem Definitionsbereich erhält.
(a) Für f (x) = − 21 (x − 3)2 + 5 dürfen alle x einhgesetz werden womit Df = R
ist. Da der Term (x − 3)2 immer grösser gleich null ist gilt:
1
− (x − 3)2 +5 ⇒ Wf =] − ∞, 5]
2 | {z }
≥0
| {z }
≤0
| {z }
≥5
Da die Funktion nicht injektiv ist, muss ein Ast gewählt werden, der injektiv
ist. Dabei wird die Funktion beim Scheitelpunkt S(3|5) aufgeteilt und wir
betrachten die eingeschränkte Funktion fe mit Dfe = [3, ∞[ und Wfe =
] − ∞, 5].

Zur Funktionsgleichung der Umkehrfunktion, für welche x und y vertauscht


werden. Dazu wird erst f (x) = y gesetzt und die Gleichung dann nach x
aufgelöst:
1
y = − (x − 3)2 + 5
2

10 − 2y = (x − 3)2 | .
p
10 − 2y = x − 3
p
x = 10 − 2y + 3 | x  y
−1

y = f (x) = 10 − 2x + 3

Nun ist Df −1 = Wfe und Wf −1 = Dfe womit das Resultat ist:

f −1 : ] − ∞, 5] → [3, ∞[

x 7→ 10 − 2x + 3

1 1
(b) Für f (x) = x−3 + 7 ist Df = R\{3} und, da x−3 nie null ist, Wf = R\{7}.
Die Funktion ist injektiv und damit muss sie nicht eingeschränkt werden.
1
y = +7
x−3
1
x−3 =
y−7
1
x = +3 | xy
y−7
1
y = f −1 (x) = +3
x−7
Damit ist:

f −1 : R\{7} → R\{3}
1
x 7→ +3
x−7

(c) Der Wurzel wegen, die


√ immer ein Resultat grösser oder gleich null ergibt hat
die Funktion f (x) = x + 3 − 2 die folgende Definitions- und Wertebereiche:
Df = [−3, ∞[ und Wf = [−2, ∞[. Da die Funktion injektiv ist ergibt sich
direkt Wf −1 = Df = [−3, ∞[ und Df −1 = Wf = [−2, ∞[.

y = x+3−2
√ 2
y−2 = x+3 |
(y − 2)2 = x + 3
x = (y − 2)2 − 3 = y 2 − 4y + 1 |xy
−1 2
y=f (x) = x − 4x + 1

Damit ist:

f −1 : [−2, ∞[ → [−3, ∞[
x 7→ x2 − 4x + 1

(d) Die Funktion f (x) = (x − 4)−2 + 3 = (x−4)1


2 + 3 muss, da sie nicht injektiv

ist, eingeschränkt werden: Dfe =]4, ∞[ und Wfe =]3, ∞[.

y = (x − 4)−2 + 3
y − 3 = (x − 4)−2
1
= (x − 4)2
y−3
1
x = √ +4 | xy
y−3
1
y = f −1 (x) = √ +4
x−3
Damit ist:

f −1 : ]3, ∞[ → ]4, ∞[
1
x 7→ √ +4
x−3
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 02.01

1. .

2. (a) Für a > 1 ist die Exponenteilakurve monoton steigend. ax wird dann für grösser
werdendes x grösser.

(b) Dies gilt für alle Exponentialkurven, also für alle a ∈ R+ , da stets a0 = 1 gilt.

(c) Dazu muss die Exponentialfunktion (siehe Nr.1) monoton fallend sein, also
a ∈ (0; 1) gelten.
N'r10
ä) q, e(oD)..J d (zllß)
" 6{ n^Ä f(,)=,..L+
6cs : a t
y+ (o) - o'Lo= o :7 I

f
f Lz)=^ b- L'L" = 48
b =*la
12-

b = :3 t/-'l"tV '> b=3


Exp.- F4 -z l>0;L+4
f(t) = 2.*
b) PGz lzo) O(g I 0.6) € 6p u,J fb)= o'Lt
"^l
{(-a= o:L-'= ?!* ?? a-- 20L*
I
f(S) = ^-L3 e zof-Lt=bb5= 0.6,
bs =0.A3
b , ,{dt:W* Q.+15\1. --

)z 16,)" +.3a3. ,.+{B?3+ or.20f,* q.\1X0.-


.) ? (-r.a I O,oot) (a e 6(
^nl Q I ld.s) ^^J tÜ)= o.t*
( +.a) = a'Va'a ! o.ooo =7 4- o.oÖ+ '5+'a
+'fcn
9 = o.b'.| ! 0,5 =ffi5c'a-5,a'1 =o,5
bd ' 4ZB
t =ffie=lF
et= o.OtA. b*'^= 0.40938,

--) t G) . O'.408ss. 2 - z35o7 l


Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 02.02
N'5 .'

(r) =4 =(wr.)^, to -?a .4


f
4 {tzol= z{@)= ,+ ,v/--l^sI--
/^
l=-\ff an 4.0352ft r 4 +J_
4q
P . 2.52( €2 3,V64
u) t( 30) = 3,'f (o)=3 = b'o
b= 1lt * l.6tj7!,a.,._
=
atfu

Nrd f
f (r) = I f@=1_=o.bo =L.
40ö

+
» f(,r);{fc4=
[l's'7o?1 ' aS
? = X'ZX -'' Z1'A""
N,^ 7 q=?4,T
i Ü, l* #;4,ozg- ;, {(rt'- 84,2-: 4.02t+
4 + (r) ; 84,L 't:ozf = w;|22 FY

D +(2.0' 84.2' 4-az§l'"- {1.8w


Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 02.03
Ne^ t
(a) r"
{h) r; (
l, (
tß lo
I
) 1; = b("'D ,'!z
't
-a, :? 3
h e 'c " n
'lt (h(e n o

)
gLl'4 (u t-(c) L =4L. 46
{wE (e 1 q'a '; ?+
3 *Sr-08 4o$z ,f" ff'@
0
lv, OZ
= aL-

2 -Bl"oz _ r Zu*)n=(o.t)''=
,^,*1-,,t"f .L
,) = el-&)'. d"q 5
4
5
2 d4
-;Nr
(
4 vXIa")= tdq.4^t"; f*,.^)
( b) tT(rr )= t1^Q Q"t7"(, = \,:t7), oä"(il,bfl

(4 l"T (*') + (") = rvr' 4


'1, 'fl"(

N,.0 (7.eilu: L, 1' e"*t")


t*) r1 "(s=
(9 I (*)
"

(ifr1" (ä) = b1" cu) - tiX,(A' '1-J0't1.t")-$(a)


(4 (ft) =
\" 7t"t1: h:h) =,fio}-0,ffrf7.rr-q))

'(4,,?,e-),=ll;:;l:,;;{,t#ilifr:r,t-

Lr [s.,'rn än -ik,
y22ainf+"Ln
"ldnf
t\,Ä4tA IoX.(*) -b?"G) = t,?"(ä)

o
rA'i]; :' l;:!,,'',?l^11,,'fr.!l^t:
t7$) r"y(Ää ; b? (y)

I'ir r2(»ilbs
4-**,+^
(S lou(b')= 3 b0 d ( b)
frl ufl. t-"1= 7 4 a -)
Gl t$- $')= t"t
5 q
(a) t1. G%)= 4
E bx^
(.)

o(-) = ,rfro(- r)
fti ;i4 .(-) = oa
"(,
',,),
\-(Jr)
(sl r1 (,1"7), \-Gä)'')=f t"X^Ga)= t\,r").{vr^tt)
(h, ,T(/F)= r,x.((ä)") = t\"G)= +\^(,)-*Wu)
(i) oä" (ilY) = La",(fl, lsr"y(u)r\^(,) -bx"0))
fu) g"(f,=) 't1^(ä t*' ;*)=
= b1.e)'uX"U"4) + loft^('-n)
= l,X.(a)-h.(, .ät g-ttl-2q.G)
Ni, A:3 urL Ä,.\ @"1;)

(J) 2.1 (,
»

fi;Ttß"'il;'i!i::\
Vt trqr ( o*) *bqo(o '?r,i;14'=€) =
rih 917 -tte
= t'40 (o'*'ou'u) - IoIt to a )
= t1 ,.(o^'o*tn-ah)= ,,ä, ( o'^) t1t,(qEE)
(i)
='*\t^l i Y,i) lr,i^7*ii " nlr)'

= (t,.", d o"{")i = l,X.(ffi)


\^
(F*t r+r^
X)
tgl i a,p("') G*z) ty,,G) -
z ,o1, (6'")*1 t b\r(o-(t.4) = lof;b (!_ \=
\an'o"/
= tloeÄ=4rG')
X,4t
\
(") 3 h^ G) = zu^Ls)
r*,,1*\ = t*U"tt)
,::Lr:::,{.;;_:;^[;y"L
rb),q;,tlr:l$ ,.(t)= L ldt . (,.+A)
u
= loXo (C*.,n) I y^bn
2. (r*,t)i"
x'+*, = ,rurZ, *Ä =) fu = 4 =) *= €.!r-

4"^:i:?ö?:iä t[rt't1
;o,tr,(#) ? O=l 7 " (a)
s
xt+ *^ =l
*+Z*+4
ü 4) .1/z
7*=4 * =
i
/r (*4
(,
/xL
[;a-
.L
42
*u . X i-,tg
a
=#
(ä LrtlÄ*ra) ;q;l*) -\
4,"
(fu*l14lz ) te;, ,a bi"L

=LL

(ü l"G) E j
\ / e-
.-l".(".)= 3
t:^..=3 ^2 *
-a1-

40+ l\., -x '!l l; l4r ?o{a;i )


,fl LY Pol<-e "'lan frLh,
"n@ )
+
ffi
{, u+,
40L > ,to 0
. (6r[s.Lz.^1)
ln +r3o | -d"V
&; ^F=17*' I 4*
i*h,.,'u5

r^(*6) = u gt-)
'Il 1"[*) = x' l^("t)
fil. 1",(^) = i.ä l. h)
(r- ä) t"t4 =e Gz rr- i=O A' l"L4=O
x *
I *t= 4

$-x =o
*'(ä-t)+
&=O. xz=t \
lL=lo,a,+1

(» 40x+40k=6o()
'40:
(t * 1o^) = boo = 40*
(4* Y) bfr /
/ ^4t 4+2400
'*/ -fu) O =2 /+r= L =-4''tg
4

/^
- A+t4 ;
L
Lq * 40* 9, x \^"Qr)'t.ts
?ätr,Ls+;t*rü y= td
-t -+1 4
= -ZY \,tO^ -) x= lci"l-
fz \^,Q5)+ u"Y
xjl ,2 ,r(z+)
, (6rl*lr^4)
0) Z* +3 =4*
2n -+^ = -3
t (a- 2^)= -J ly= 2^ (r.urriu$f
y (t-fl: -] =2
d ---7
=-? y"-/4 =O 2 yr,,=ry
Y-/
,t+f8
r 2 ,( x
l#):ty(t.w) -h,(E
/,= \,
(t.W) '4 *
\- ^.b3q
,r-{d
L =Z* -2 K=
/z z Ll* l; '"2
(= b ,U*[4

Nr 45
(") lq (3r) = t, (:) - lq f^)
rt'v()
t:l ry",}it :'t ,?r;"r'(b)"t1"G)= 4't'7'151

tJ) t'*"Q"a') =='r,,!)ß..,,nt:?;r1$? . ,

t) lo5, (r) = [,tn(5n) -rrtr-ff) = lo3,^1s)' tq^1r;- tr3,,(f)


(f) It" (#) = lX,(;) 'lr5-(r) - lrfl
(t) l'j. ( J-4 j^( x
logo(iJ_tl=i l3
0) ^(r,^9
(i) q-(##) = r,g,(*')nto3, L/\-(,1* 0)*t1^(,r)
' = Llr,4^G).3looy\) - Zlo:t,(r)-3 loXJö
(j) tyo W) -- toi^ (r)-t7,(;) -t,s"G-*)

=:,'3;?)u^[:1{l*-.t;'^^(")
(r.) ,o3, (#) = t,g. (,', +'). -,1.(^',"),
' -,
= trit,)-r,g.(r) " t"q,(r) -(oyu).t*1,(o)
= TlorJ"().11. G) rq tq,Ö-3lq.G)- t1.U

P) tT (Q^u':Y)
yy . 7tq.(b) .s,a"O)
=, T , iloy$) rZ lortr"Q)
Nr al
ä ljQ.t1Q7)= l3 (, zy) = t1?.t)
(» ,y^U,) - lr3 o(^) = t13.(") lo3. (")
T,Ltf.(")-
L,,*.(#) - ro3. ("1
(d lq., [,6) - bg.,(",'b) = lol " (ffi) " to,,^(*) = -r o1
"(r)

lX\
G) r,g"(1) -by^G)" ,q, (
u^l rr" (ä.)
-_l
8 2
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 02.04
N.6
("\ 3'o
'' ßy = 27* (t7 tt-.
' =t' Q oL
/-J = 425x
Ä@

(}r)n 2no
= (p)*' (s')* =
är* L - qtt|
)-,t-4r _L e 2oO ;b 'r- 3x
b
4A -4x 40 Zx =)&
K x=-ä E.
X:T zfr
:
(A) 4ok = 4N^?
403. =
@)"--lt+ => 3x = Zlt -) x -?.2-
f'1, 7
Q) 7t = 24*-z ;) /= Lx-Z
8' = llY =) X= L
--
5
fD' ?4* = 1**
' =\**»
.€'
611*
= 3**t :) ?t = x+5 => ,<:§-
() ,tO,r-Z'E =40Q-n -)

+.\l

il o.4x ' 4torf t"ü xo'4 = 4M)

^!to =l@
lu*l,r.,to
40- x * ,lw^o =(lg'7'o=
-- 4?o
,< =L I

i --
N'7 ( F.r+se+zq,.t)

tq o.Dtx+? =7
_nlr ,l
U)"x+z
Ä
b)2xrz =2
tz-*-' 7Ä
-2x-2 =_4
-2t =3
I

(|) gzx+a 44LS rir 5 ?"/- 0.W46 =C)


\ 32x+4 = 84 *l' lß) '§'l
u 4
3> -' 34 B2^+4 '5' 5 6= ö
)x+4 = t{ ?-.*4 = 5 e2x 4
D
2x =J ?, =+ r?s<
4zs
t,-*
x= r =2 5
:, 2" tt
,<
J-
7
N
r
b ' 25-* = 625
*+Z
p +-7x-zZ=*x
k) r *+Z '(E)'.

=b+ *.t.zt.€T
5*n =5+ 1 !+x+§ ^L(
/-+7'2x L
=(+
7+x*5 =%
-/ tZ =ll 7
-x =?
x ,z -
l^b4)
N, €,(.") 2* =44 =2 )(s =
l" (z) 3. +sg
\,,rnu) --:
($ 3* 'd. 62 =,2 ,,- - lortr,(o.aQ !^h (öosz\ = -7.6X4
-::-
(q x = t1o* @.009) = v t^19,8) b.ois) _ zjlq

( dS - r = l1"ltü)= L,(no)= +60r,

l', (a trts
(q) 40* = 4q6g =) ,-_ loX.o?lXl E= = 3 .23'+

* -,
_- l"(Vs)
(b) +^'' = 0,6, 4,- x; Iof* (9
l.(ct)
= +0.368

( L) #= I,?*(rs)= 1"t0.8)
l^(.to) =-0N6n4
-

x= =.Q.TXfia (**a)
4.Aq6X4,< =-0.ÜJ6X4 -=2 *=-W,g
k)
Zr=?'-L I f"
h(2)- tr(?**) I r. {z
* t (z), G4)l"F)
*ü"h)adi, -zt"t)
2
x-- ln
3.40t/
l" (i
0) I .b.Z\ = !, o.?S* I f"
.

l"(q.S.2') = (3 o.w) | 4,. ^^S l.&s,.t-z


1,,
.

ln(a)r x l"(5.2) h[s) * * l"(0.?9


( (t" (s. 2) - t"(o.t 5»= t^(s)-r" (+)
9
K= l"( 3 -t^t+) B)
ln(5 ?) t.r:.01 :l

x=ffi= ln(
ln
z1

= 0,?7367

--
I

44
Nr 43
(4 toXaoß*"q - l,xr(, Ä
äoq^oUo)
loclao («, *9) = vX*do) + toX^o()

logao (a. -) = uglao)


XrtE 40r
=
K =$
(ul t"Ir?r} = .4 + l*1rb1a

v .'-
blr( g) =. t*tt) +b1,?-A)'
blilrn) = lig,(zr'(*tal)
' v g+.
x+3 = 1x-L)
4üx uS :Z *=7
los*(§-
0 'tot"ß-)
^) 3 l' ,X- Lv-x) i z.6"xlc
lag n, (36 -f) toqns(Cs-{')
r
35-x ) 4?S_ j5x + ab<L 13

4br2-?5r n10 =0 , Hilbt Y,ochlr{." "el _., y =lz,zl


xL^ s^ +( -0 J7 *^,y-- 31L
Nn 41,

h)
\'/ e-l^Q) --3 lz.or:+-
t l'k-)=3 I ,.tr^c4 -- *
K-'{ =}
Ä
z-5_1 ^) *_!g
rrpQ
(b) x =.10* | ,1_ \

lrXr5rn*(")) = lo .lO ( 401) I z,a*tz


=q
ty'k) t,X i0
C -+ t1",6) *2Qs x=4ff
2
("g,,(^) ) =l+4 tax ,uk)"-/Q)^=h
tt=t-h,,63
8) x'rtr = 0r),. I l^
ln(x rn)-- r" (r') I z.a,*+"
{x" ' l"(x)= x' l.(Jr) I 'F = xh 1 3'64a[7
{7' t"(,) = *'!v6-)
('rr -r\ t.(*) * e
1-" t ;-'9 bL) =O ?; fr*n Au DLb,e Lt ",ll
J?=O ?x=0 i 4-$* q':,<=4 lln(*)-gq'x=4

/!= LO, 4, 4
Nn'{tf (frr**lr-",1)

("t) x 11,,, b') -- *. 4oa I ,,t t0


b!" (*'3'o') = l1*U-u^) | t.6.,<h 3.6<sr.lz

bX*fr) btr,A), bXto(4 + .tt 4ö


4L
(«-Q)'^ tLlog*() --Q I Su+i,l^h'rr,, l=l \* a
+o - | -4L o I l1;+l' "n,.hhfr.<l
t+ = bgoQ =) * =@Y=UUO
+lz
-3 = ltr(i :? * =,ll-7 =O.U4
17_ fo.oo4 40'o0

V) X*
-z'3r -44 =Q I S"bsf-;t nllon f= 3* ) X'=€)'
+'-z'+ -44 =o t"(t, W) y 4,312-
A+TD -3^ e) *= TcT-
Jt4tL^
,t-@ = 3* =r bln Lis""1 {u=1 4.%z
(ä s(=3.2{n l'"
(B^) = t^ (3. Z*) | 4. ,^J s r,od*
1,,

{, l.(S) = l"[s)+ ,t"'h(,q I t,,17 =2 * lz =

tl l" L5) = l"(3) * t' t,(z)


l^(s) )o - l"t ). + -\n () e Q
r',1&'_5I A.o,1t\ll = {/ =2 »< Ä.443 >? L= {lA+lJ
=
L -o.ttsW = f7 =2 hia Läs"\;^R --
Nn 45* I
W h1^'#l*' loq^G)
. Sl.enq,. e a,rloton sk\gg*( {Är a , 4
L) da^t,rsrt^"\"^ giy.,oL,,+ bi* &Äsni/;z"n

";,*'#2':.%: *@
. rn *^ll::y:
L, got^\io,nsulJh" ä,)r+ I,.;.- LeiJ,.,it;y ^
n

Lo7^ri[\'-.\aren .L, ExS',t r,rl+r*7 b:.h .

0 2" > 4O^' I bX^, i r0>4 =)Qsllb,soirln^ Lh;U

40 I s. a*.1.
= 41-
l\' | . toy,(z) ra
'fl{»
h
,12

rt 3q.g[S a) 2=lta,v1 ,'+2,-.-7


\n, tg = frntN "r.,Qf

(0 0.3" < o,o4= 4o-?' lbXl, ; 4o?^


n0-)

h
2_
,1rta32 =
Lß.?084 =,/ ll "{+u,+5,4(, -.. I
= [n efV I r.ttt|
"
n
(') 7' ä
-3
lbp ;40>4

,To(-FI) (to- 3

tn, (?) , 3 l,r.t^ n "n(l)>en


"' t,fl 1) 10
' (! bl,ft).o
J+ ,o(7 )
(, ={. fl( ,.
10 \+ §\
lL=ts'l,n,z),...1
'f nclN n vZ4 l
(c) A -t (f)' > o,x 4

-* (il' - 0,4 .(d


(ä)' +0.2- Irn (, z4 sz Lri" Relal,'*r"ri
,VrleC *,zo

".t6) * hP,, [ ,^E) c0


l"(o.z\
=
g.g7% =z l!.= fx,,0,a,.--1
l"( a ,"N I n zr!
n.bgz(r). bg$- (^t/) try@ I'qJt),0
4@O
6.,1)

ln = [Y.t3 < 6*E


It,r=L...6?ßt6n,ßoJ 6 P.fl3 < nnÄ
1,21.X1 < rr

lLz f6go,6%,.-- t
Da briL fi"gblcLtwy of;ttl r"l,. -i*sen ;sl
lL=A-1 ^Lr!tteü

a.$bic,',) n'[n(ao) .4ü =? n.ff=rp3.tl g lLr=t-Ur,Ol


Z.eb'*ln d7 lOO < n't"(to,)=) n> ffi»=1ru.44 ,t llz'U?l,a4
lL" /L, n tL,
- {.-- 4l4ti72,.tfi nt u,t72,1t3t...j
= fat4,47z/"E
(1) un . (7
t)"
= 7+x 40" I t, ( 7 724 )

n.1a3 *k) . +q <n loXz(4o)

4.6hi.tan n
&<4n
=oor'r^(r)-
n< ln(e)
=tt{. tnLT). (5. 35 =? L.,= f.-X3,?+,XS1

2.Alr'-\rntX 14<n.ffi
>o
n7 Mln?)
t"(to)
, u4.q4 =) L"= tt(2t43t,++,..-l
lL lL, n L, f+2,+s,. ., 31+ tx5 =fr^uN fzsrstsJ
n n
(l0) 3 < ?(?1 lo
f+
Ä. 6hicl",X

n.='rW) =
4*5t-6fl5.01

2.6bbh"'1 77a
!? ll r= lgts'
t ts, nx1' 7 41,' "1

n7 lr,(5
,x{gu.>t
lL.= lLa n llt= Xnl' ?,t9, Xlr' ?4 [, .. -,,t' 458AK,«U6lgl
yr e hl
I 0gf zrS< n s. 'rq58'6X5J
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 02.05
NrL
N.3
(") f ,y=11,[*;=fC")
-fru)
/ = t1r
(^)
X'
. g17e&^*l ü, x -Ä.1c, *,;l F.W k+k, ?k) = k- f q
ox.k)=
x&)= #iy^r, = Lffi'|1'*l=int)
4=2"
hz *-&tk=4

, $l.cc[i,y L", <2 f (ä) -* L+4


/-Mt""r. X'C").

f(ii= ".,'.(ä)
=

KorrL.
f (*) = .(a) -
o oq, &)=o* o= ! -t pX,ul
Q) f G,)
; Ilt1,r(4 ! XG)= ro'trxT)
.,,i(q= h&) - h{r). = L
ffi= t" (z') ?lnLz) \
@- zL t* ,(;)
z-1"(4

l..i^r, S{rc AJtkL,


(sl"to
N'7
N(r= N(o)'e-L'+ (0
N(za s) = LN(o) Q) (4,LL.'nk*,Q

N(zs. q'! Nfr) u'L'zi,t' = * *fr)


N(a) = +-^.fCr) , P(r)
I
"-tt'zs'5

qqx6
-23.5
N"6
-e-ao'tzztst I
Na+) = N(o)

xt(r) = NCd)-u-oa/7v7s7 'T (n,,^"t),


Nt)
->
qbi"V,'
()r.o$nr
b(-. 1-?
L
2-

o43tzsl "r
N,9
6q, T(4 = a'e-k+*b
-r Tu,:) = g6
r( +) = 48.5
T(zs) = 5.s.§
üu' o,b,k
({)l- (+)= a e-L%*b =8( :2 b= S6-a'€ -L'9n (*)
qf(q: ^.e-L'q
r1. = 69,5 => L=68,5-a-"-''u ()

E T(z.l) = a.' .*'7'5+L = 85.5 =2 b= 55.5


- o"-t'z'a(t')

(+)"(, =) g{_ o e-1,-t12 - 0g.S -at. 4-L'4


g{-6s.s = o(d'n-dr')
% - 6s.,
=o\ (*)
dq-,
cl,$ t, l?)
7 s6 -
W*) "'n
. = E5 r
<ffi) .-*t,.
86 - 475 e'v" '';+-rr = 55. > -47.,r.-?'5f fuu,
(at.b1;a*;\)
- = 3o.s (,;o'-"-+")
sulirhl-*io^ f=aVt-
41.5 +^'-ß5+ -345*t*3r.5r ,-o
1.5 +^+ - so.5 r7 + 43 ) =Q
=$
M l-a =)t O.i4' =) t41,,-
2.tuu 47.b#- bo,5t7 -r 43
*Zb;O "o i'!p
35sr-64s
4 :) li= ,t =) e-bi =1, -2L.4 X
5,,,

8 lr=ß,rrJ:"HW
26

V. = 0.0841
:Trlffir;W-
-
%-ay.s

't'5
ss.5 +t-oov,' u-au+tA = 47.Xt+1+Llr
i' 6
b)r (t) - 60
?1.@77. e -odElzS* +47.qW
- =6O
60'4T.qcqq
e -o.le+fl2q1, 71.^eff
h

-2.ßqzq + t,, Ito'<l,q'+ry+\


17.q4q4
\ n.orr /
I n
Tlew = b,ltt s,in= /*in 40ue
-o.OtqWX
N. 40

^nÄn^
I)'oL F.^LLL' , tä= axL+b* *c
f(o) = o,'o' tL'O ic- = . = z

6t

(4)

a -1, +/ :4
a-L - -4

4 G)= -xz+Z
td -?tw- o'lx +1
.-
+,^i*;^t$iLlb,n fL;)=

a=4
aa@

(4 (a .=)
Nr40 ( f*lsrk"t"rp

0) 1-AA,E-
ob AEy'* --2 Lqori]*^sl*Ll b^
' t(^) = toy,G-h - o
G=o b 1.i,,"-oÄer
\ VersJ,ieLn,'q .

Asy^pbL! )
Ulo) e
(2{ =,dU)=\^ @"=, +'---o
ell n 6r =, f@, \^(z) = a
qn =/ =2 ar*L

((r) = ,(")

Nr 4'f
'1x-a--
(") ls+
"l* Vu,*lf-nLlion ' fG)= l b
x-Aclx,o., a=-9
Yas"li"b
ry{"::a:, /
-iüs- zful,*- b=O

f G)'k',P3,
L,
(z la), 6f e) f(rz)=L'l4t
{ c-)= x+3
N, /4- (Far+tu+o^"X )

(» a"df^"Lt[^ h *'fa)'r
-
fu"r:"
Y a s,t L L,
y^ {W..
t Ii*" ; ;'^f-
rq- k $-z
(4lz) e 6f *, f(,r) = , h-^ = L
k-Z=/
L =Lt , fQ $-z
-----

@ Aty-yä .,"lbl zü, y'Acl,a- -)


ch.

f&)= ,"A^G -A
*o
Yue.li"b^ry L, J' 7a't"' u^ -L
Einln|kou => L il*'Abt
{6= toX^G 4*'
(nlo).q a) {rl= 4 (- ',,)
*c =O
d (4 + c --O -2c=O
C)

(tl-t)ee:t {(4)= bX, G)=-4


lrg ( »cl 3
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 02.06

1. (a) Nach der Zeit T verdoppelt sich der Bestand. Also gilt:

f (T ) = 2
|{z} ·f (0)
Verdoppelung
T
a·b b0 = 2a
= 2 · a · |{z} | :a
=1
T
b = 2 | ln
T
ln(b ) = ln(2)
T · ln(b) = ln(2)
ln(2)
T =
ln(b)

(b) Ich benutze obige Formel, also muss ich a und b bestimmen.

N (t) = N (0) · e0.0137257·t = a · bt


N (0) · (e0.0137257 )t = a · bt
a = N (0) b = e0.0137257

ln(2)
T =
|{z} ln(b)
(a)
ln(2)
T = | 3.Log-Gesetz, ln(e) = 1
ln(e0.0137257 )
ln(2)
T = ≈ 50.5Tage
0.0137257
2x
= log2 (2x )−log2 (4) = x·log2 (2)−log2 (22 ) = x·log2 (2) −2cdot log2 (2) =

2. (a) log2 4 | {z } | {z }
1 1
x−2

(b) ln(5 · e2 ) = ln(5) + ln(e2 ) = ln(5) + 2 · ln(e) = ln(5) + 2


| {z }
1

(c) log3 ((3x )y ) = y · log3 (3x ) = xy · log3 (3) = xy


| {z }
1
oder: log3 ((3x )y ) = log3 (3x·y ) = xy · log3 (3) = xy
| {z }
1
3. (a) Nach der Zeit T halbiert sich der Bestand. Also gilt:
1
f (T ) = ·f (0)
2
|{z}
Halbieren
1
a · bT b0 = a | : a
= 2 · a · |{z}
2
=1
1
bT = | ln
2
1
ln(bT ) = ln( )
2
T · ln(b) = ln(2−1 ) = − ln(2)
− ln(2)
T =
ln(b)

(b) Hier handelt es sich um eine exponentiellen Zerfall, denn b = 0.97 = 0.4782969 ∈
(0, 1). Somit kann man die Formel aus der Aufgabe (a) benutzen und es gilt:
ln(2) ln(2)
T =− =− = 0.93983 Tage = 22h 33min 21.35s
ln(b) ln(0.4782969)

4.
√ ! √ !
3+ 5 3+ 5  √   √ 
log3 + log3 = log3 3 + 5 − log3 (2) + log3 3 + 5 − log3 (2)
2 2
 √   √ 
= log3 3 + 5 − log3 (2) + log3 3 + 5 − log3 (2)
 √   √ 
= log3 3 + 5 + log3 3 − 5 − 2 log3 (2)
 √ √ 
= log3 (3 + 5) · (3 − 5) − 2 log3 (2)
= log3 (9 − 5) − 2 log3 (2)
= log3 (4) − log3 (22 )
= log3 (4) − log3 (4) = 0

5. (a) Ein Fall für Substitution: t = 3x .


3x + 3−x + 2 = 3
1
3x + x − 1 = 0 | t = 3x
3
1
t+ −1 = 0 | ·t
t
2
t +1−t = 0 | Mitternachtsformel
Da D = 12 − 4 · 1 < 0 gibt es hier keine Lösung.

(b) Auf beiden Seiten logarithmieren führt auf folgende Rechnung:

5x · 2x−2 = 25 | ln
x x−2
ln(5 · 2 ) = ln(25)
x x−2
ln(5 ) + ln(2 ) = ln(25)
x · ln(5) + (x − 2) · ln(2) = ln(25)
x(ln(5) + ln(2)) = ln(25) + 2 · ln(2)
x · ln(5 · 2) = ln(25) + ln(22 )
x · ln(10) = ln(25 · 22 ) | : ln(10)
ln(100) ln(102 ) 2 · ln(10)
x = = = =2
ln(10) ln(10) ln(10)

(c) Man kann in durch die Definition des Logarithmus in eine Exponentialgleichung
umformen.

ln(x2 ) = 0
loge (x2 ) = 0
e0 = x2

1 = x2 | .
x = ±1

6. (a)
1
N (7) = · N (0)
2
N (7) = N (0) · e7k

1
· N (0) = N (0) · e7k
2
1
= e7k
2
1
ln( ) = 7k · ln(e)
2 | {z }
=1
1
ln( 2 )
k = = −0.099021
7
(b)
1
N (t) = N (0) · e−0.099021·t = N (0) | : N (0)
10
1
e−0.099021·t =
10
−0.099021·t 1
ln(e ) = ln( )
10
1
−0.099021 · t · ln(e) = ln( )
| {z } 10
=1
1
ln( 10 )
t = = 23.25Stunden
−0.099021

7. Es sei t die Zeit in Jahren. Eine jährliche Zunahme von 3 Prozent heisst, dass die
Basis 1.03 ist. Demnach ist die Funktion für die Bevölkerungszahl der Länder A
beziehungsweise B:

BA (t) = 60 · 106 · 1.03t , BB (t) = 110 · 106 · 1.01t

Gleichviele Bewohner bedeutet, dass die Funktionen gleichgesetzt werden. Die Zeit
gleicher Bevölkerungszahl sei t1 :

BA (t) = BB (t)
110
1.03t1 = · 1.01t1 | Logarithmieren, Logarithmengesetze
60 
110
t1 · ln(1.03) = ln + t1 · ln(1.01)
60
ln 110
  
110 60
t1 · (ln(1.03) − ln(1.01)) = ln ⇒ t1 = = 30.912
60 ln(1.03) − ln(1.01)

Die Bevölkerungszahl ist nach nach 31 Jahren gleich gross.

8. Eine Ungleichung die man durch Logarithmieren lösen muss:


 n  n
2 2 2
8· ≤2 ≤8· | ln
3 3
 n  n
2 2 2
ln(8 · ) ≤ ln(2) ≤ ln(8 · )
3 3
 n  "  n #
2 2 2
ln(8) + ln ≤ ln(2) ≤ ln(8) + ln
3 3
   
2 n 2
ln(8) + n · ln ≤ ln(2) ≤ ln(8) + · ln
3 2 3
Nun schauen wir uns die zwei Ungleichungen einzeln an:
   
2 n 2
ln(8) + n · ln ≤ ln(2) und ln(2) ≤ ln(8) + · ln
3 2 3
   
2 n 2
n · ln ≤ ln(2) − ln(8) und ln(2) − ln(8) ≤ · ln
3 2 3
ln(2) − ln(8) ln(2) − ln(8)
n≤ 2 und 2 ≤n
ln 23
 
ln 3
n ≥ 3.419 und 6.838 ≥ n

Die Lösungsmenge ist die Schnittmenge: L = {4, 5, 6}.

9. Nach der Mitternachtsformel


√ sind die Lösungen von ax2 +bx+c = 0 gegeben durch
−b± b2 −4ac
x1,2 = 2a . Somit ist, unter Verwendung der Logarithmengeseten:
√ ! √ !
−b + b2 − 4ac −b − b2 − 4ac
logd (x1 ) + logd (x2 ) = logd + logd
2a 2a
p p
= logd (−b + b2 − 4ac) − logd (2a) + logd (−b − b2 − 4ac) − logd (2a)
p p
= logd (−b + b2 − 4ac) + logd (−b − b2 − 4ac) − 2 logd (2a)
| {z } | {z }
√ √
=logd ((−b+ b2 −4ac)(−b− b2 −4ac)) =logd ((2a)2 )
 p p 
= logd (−b + b2 − 4ac)(−b − b2 − 4ac) − logd (2a)2


= logd b2 − (b2 − 4ac) − logd 4a2


 
 2
b − (b2 − 4ac)
  
4ac c
= logd = logd = logd
4a2 4a2 a

c c

Da der Logarithmus injektiv ist, ist logd a = 0 genau dann, wenn a = 1, also
c = a ist. 
10. (a) Es handelt sich um eine Logarithmenfunktion da die Asymptote parallel zur y-
Achse verläft. Die Verschiebung entlang der x-Achse ist 1 in positive x-Richtung“.

f (x) = loga (x−1) + c
Nun hat man zwei Punkte gegebne, die man einsetzen kann:

(2|2) ∈ Gf = f (2) = loga 2 − 1 + c = 2


loga (1) +c = 2 ⇒ c = 2
| {z }
=0

(e + 1|3.2) ∈ Gf = f (e + 1) = loga (e + 1 − 1) + 2 = 3.2


= loga e = 3.2 − 2 = 1.2 | Definition des Logarithmus
= a1.2 = e
6
= a5 = e
5 √
6
= a = e6 = e5

Somit ist f (x) = log √


6 5 (x − 1) + 2.
e
6
Die Funktion entspricht ebenfalls f (x) = 5 ln(x − 1) + 2.

(b) Dies ist eine Funktion vom Stil g(x) = x12 da wir zwei Asymptoten haben.
Zuerst zu den Verschiebungen: Es gibt eine Verschiebung um 1 Einheit in positive
x-Richtung und um 1 Einheit in negative y-Richtung also ist:
1 1
g(x) = −→ f (x) = k · +1
x2 |{z} (x − 1)2
Verschiebungen

Hierbei sthet der Faktor k für die axiale Streckung an der x-Achse.

1
(2|0) ∈ Gf ⇒ f (2) = k · +1=0
(2 − 1)2
k + 1 = 0 ⇒ k = −1

3 1 3
(3| ) ∈ Gf ⇒ f (3) = k · 2
+1=
4 (3 − 1) 4
1 3
k +1= ⇒ k = −1
4 4
1
Also ist f (x) = − (x−1)2 + 1.
11. Erst bringe ich alles in Logarithmen zur Basis 2. Dazu braucht man die Definition
des Logarithmus (loga (ab ) = b) und die Basisumwandlung loga (x) = ln(x)
ln(a) .
Dann braucht man die drei Logarihmengesetze.

log2 (x2 )+x3 log2 x−ln(ex )+log4 (7)+7 |7 = log2 (27 ), ln(ex ) = x
= log2 (x2 ) + x3 log2 x − x + log4 (7) + log2 (27 ) | ∗, x = log2 (2x )
√ 3
= log2 (x2 ) + x3 log2 x − log2 (2x ) + log2 ( 7) + log2 (27 ) | x3 log2 x = log2 xx
3 √
= log2 (x2 ) + log2 xx − log2 (2x ) + log2 ( 7) + log2 (27 )

| {z } | {z }
=log2 (x2 ·xx3 ) =log2 ( 7·27 )
3 √
= log2 (x2+x ) − log2 (2x ) + log2 ( 7 · 27 )
| 
{z  }
3
x2+x
log2 2x

3
!
x2+x √
= log2 x
+ log2 ( 7 · 27 )
2
√ 3
!
( 7 · 27 ) · x2+x
= log2
2x
1 √ √
ln(7) ln(7) ln(7) ln( 7)
∗ log4 (7) = ln(4) = 2 ln(2) = 2
ln(2) = ln(2) = log2 ( 7)
12. Die Gleichung kann effizient mit der Substitution t = 2x gelöst werden.

1 1
−3 · 2x − 2 · (22 )x + (23 )−(log2 ( 2 )·x) = | log2 ( ) = log2 (2−1 ) = −1
2
−3 · 2x − 2 · (22 )x + (23 )−(−1·x) = | Potenzgesetze: (an )m = (am )n
−3 · 2x − 2 · (2x )2 + (2x )3 = | t = 2x
−3t − 2t2 + t3 = 0
t(−3 − 2t + t2 ) = 0
t(t − 3)(t + 1) = 0

0

t1,2,3 = −1

3

Und nunzur Rücksubstitution:


x1 ⇒ x1 → −∞ ⇒ keine Lösung
0 = 2

t1,2,3 = −1 = 2 x 2 ⇒ Exponentialfunktion ist nie negativ ⇒ keine Lösung
 x ln(3)
3=2 3 ⇒ x3 = log2 (3) = ln(2) ≈ 1.585

L = { ln(3)
ln(2) }
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 03.01
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 03.02
- Nr9
N. ?-
(a)
ä,* 4 = (a'r- z)' p z-4'(a'; -).{z'r- -4.ß; 4=35
E =g*-L^++--t'.+-L=
+ Y--4 +g
(b) u2=3
3-t +-4 5'4 Z' 3 + 47

€) *^r,r' = , +E =z'(ts*t+*) = 77

0) f.,t.Zr-n
vr4
= Z. (Z' ,Za
\
.L" *Lt) = g
e) z7G)*' = 2 (?'+)=ft
^20
0) V', Z^ot=4
= L"' (1.L,3r..-*D) = 240' t
Äa

2o.zJ) =Kr7-75 =Fb5


h)
J-) w- ,i=lu
(,rz-f .3 (;- -.."t2)

tt^lgi
t krS
z*4 = 3 (Zu*-...r*) =g

(,) äx=**-to*,. --l


=
fr*Sa
ZLtl
fo, lttt ts'.-*l t (s-u a) h
7
{-r)L = tt 'r
tr ä -:--
a g ^.4Ä0 44^ = -w3
ur+ t 'Ü?n
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 03.03
:l
il
s47 Nr6
G,') än *)r cliu A"r,.hl Sr.;L ,r4 J.[r,tl n
(o).t 't , 4 , ',b, 61, --. 3 -) en = 4n (aX;,,*a ü o")
.tn d' d\o ü,AL &l*, 4ri,[t i-, ScL.,rilt ,^
(l)-t 4, 1,, n3, !rr,.-l e, u" = (ä)" (u,,"*,A u; b)
-2 Die. l-ä^qe
I
/, ;t] .
ln, en,h,n- +^ (+)" - (e"
F1

(O !n, se,^äiru A^z'hl buub i* S.L".iI* n (",^fr*P,t k) '


(*^) = Ln ,
=,Ttzrt-- 1 o---Zn v

b,' xi d,L- Fö"l.,"e c,qt-s b*lccLs i^ 91.r,i,11 n . 0,'*


Loy halb,c"l ^ s)cL ( 1) , sa*,,+ tiu4äll si"h J,'c
fGl,Lß (, G)) F, kh,ritt.
(r.) = 14, ä , io [+ ..1 b^= (ü" = #
-',
g D^* W[,*n )* An- otn'6n= #= H
Nn7
ffi ?y,o^'L
rLu" L4
J* u);.1"1

, t-, 4, b, "T
,*r:t &r

,vol^nn^
,l- er^.a,lncn Vi", f+tn( * v^= h] = (+) ( vo= u')
t") 5,, 4-3' (i4t - 44L5-i vou*-
= vil el,*r -d,T
S" = 4-3' (i')t'
'{t-)'(4-Ju' 4 ttllbL;n?
Sg = S-"- = n'vrb
6f
e S"'=$f'".4 ' #' + (n-t)+4-'
l-i
l-
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 03.04

1. Hier gehts ums Zurück-“ sowie das Vorwärtsrechnen“ bei rekursiv definierten
” ”
Folgen.
(a)
a3 = a2 + 2 ⇒ a2 = a3 − 2 = 7 − 2 = 5; a2 = a1 + 1 ⇒ a1 = a2 − 1 = 5 − 1 = 4
a4 = a3 + 3 = 7 + 3 = 10; a5 = a4 + 4 = 10 + 4 = 14; a6 = a5 + 5 = 14 + 5 =
19; a7 = a6 + 6 = 19 + 6 = 25.

(b)
Für n = 2 : b3 = (2 + 1) · b2 ⇒ b2 = b33 = 30
3 = 10; Für n = 1 : b2 = (1 + 1) · b1 ⇒
b1 = b22 = 5
Für n = 0 : b1 = (0 + 1) · b0 ⇒ b0 = b1 = 5
Für n = 3 : b4 = (3 + 1) · 30 = 120; Für n = 4 : b5 = (4 + 1) · 120 = 600 Für n =
5 : b6 = (5 + 1) · 600 = 3600

2. (a)

0.8n < 0.1 | log10


n
log10 (0.8 ) < log10 (0.1)
n · log10 (0.8) < −1 | log10 (0.8) < 0
−1
n > |TR
log10 (0.8)
n > 10.31885

nmin = 11

(b)

0.8n > 0.1 | log10


n
log10 (0.8 ) > log10 (0.1)
n · log10 (0.8) > −1 | log10 (0.8) < 0
−1
n < |TR
log10 (0.8)
n < 10.31885

nmax = 10
(c)

0.9n < 0.1 | log10


n
log10 (0.9 ) < log10 (0.1)
n · log10 (0.9) < −1 | log10 (0.9) < 0
−1
n > |TR
log10 (0.9)
n > 21.8543

nmin = 22

(d)

0.9n > 0.1 | log10


n
log10 (0.9 ) > log10 (0.1)
n · log10 (0.9) > −1 | log10 (0.9) < 0
−1
n < |TR
log10 (0.9)
n < 21.8543

nmax = 21

(e) −0.9n ist für alle n ∈ N kleiner als 0, also insbesondere kleiner als 0.1. Da es
für alle natürlichen Zahlen n gilt, ist die kleinste davon 1.
nmin = 1

(f) −0.9n ist für alle n ∈ N kleiner als 0. Es gibt also kein n für welches an grösser
als 0.1 ist.
nmax existiert nicht.

3. (an )ist monoton steigend. Damit gilt

Für alle n ∈ Ngilt:an+1 ≥ an (1)

(an )ist aber auch monoton fallen. Damit gilt

Für alle n ∈ Ngilt:an+1 ≤ an (2)

Die Gleichungen (1) und (2) gelten nur dann gleichzeitig, wenn (an )ist monoton
steigend. Damit gilt
Für alle n ∈ Ngilt:an+1 = an
Das ist aber gerade die Definition einer konstanten Folge, also ist (an ) konstant.
4. Zuerst kurz zur Erinnerung:
(an ) heisst geometrisch, wenn an+1
an = q ist, für einen konstanten Wert q ∈ R\{0, 1}.
(an ) heisst arithmetisch, wenn an+1 − an = d ist, für einen konstanten Wert d ∈
R\{0}.
(a) an = 1, die Folge ist konstant da für alle n ∈ N gilt an = 1. Damit ist sie auch
monoton steigend (1 = an+1 ≥ an = 1) und monoton fallend (1 = an+1 ≤ an = 1).
Sie ist arithmetisch (d = 0) und geometrisch, da an+1an = q = 1 ist.
(b) bn = 5 − 2n, die Folge ist monoton fallen. Sie ist arithmetisch mit d = −2,
nicht aber geometrisch.
1
(c) cn = 2·(n−1) , die Folge sinkt monoton ist jedoch weder geometrisch noch
arithmetisch.
(e) dn = 20 + n, es ist eine monoton steigende arithemtische Folge (d = 1), die
nicht jedoch geometrisch ist.

5. (a) a1 = 4, a3 = a1 + 2d = 4 + 2d = 5 ⇒ d = 12 ⇒ an = 4 + (n − 1) · 1
2 ⇒ a4 =
4 + 3 · 12 = 11
2 .
16
s16 = 2 · (a16 + a1 ) = 8 · ((4 + 12 (16 − 1)) + 4) = 124.
(b) a2 = 4, a3 = 5, a2 = a1 + d = 4 (1), a3 = a1 + 2d = 5 (2)
(2) − (1) ⇒ d = 1 und a1 = 3 ⇒ an = 3 + (n − 1) ⇒ a4 = 3 + 3 = 6.
s16 = 16
2 · (a16 + a1 ) = 8 · ((3 + (16 − 1)) + 3) = 8 · 21 = 168.
(c) an = 4 + 5n ⇒ d = 5 und a1 = 4 + 5 = 9
a4 = 4 + 5 · 4 = 24.
s16 = 16
2 · (a16 + a1 ) = 8 · ((4 + 5 · 16) + 9) = 8 · 93 = 744.
(d) a1 = 4, an = an−1 + 3 ⇒ d = 3 ⇒ an = 4 + (n − 1) · 3
a4 = 4 + 3 · 4 = 16.
s16 = 16
2 · (a16 + a1 ) = 8 · ((4 + 15 · 3) + 4) = 8 · 53 = 424.
(e) a98 = 98, an = an−1 + 1 ⇒ d = 1 und a1 = 1 ⇒ an = n.
a4 = 4, s16 = 16
2 (16 + 1) = 8 · 136.

6. Die Folge der Distanzen die jeweils auf Drittelkreise zurückgelgt werden sind, ist
eine arithmetische Folge. an = (50m − (n − 1) · 0.2m) 2π
3 . (a) Auf dem ersten Kreis
(die ersten drei Drittelkreise) wird die Distanz a1 + a2 + a3 = ((50m) + (50m −
0.2m) + (50 − 0.4m)) · 2π 498
3 = 5 π = 312.90m.
(b) Nach 50 Runden wurde die Distanz
 
150 · 149 2π 2π
s50·3 = 150 · 50m + · (−0.2m) · = 50 265m · = 110 027m
2 3 3
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 03.05

log10 (2)
1. K0 · (1.03)n = 2K0 ⇒ 1.03n = 2 ⇒ n = log10 (1.03) = 23.45


2. K0 · r5 = 2K0 ⇒ r5 = 2 ⇒ r = 5
2 = 1.1487 ⇒ p = 14.87 Prozent

r 
60 511.30
3. 50 000 · r6 = 60 511.30 ⇒ r= 6
50 000.− = 1.045 ⇒ p = 4.5 Prozent

50 628.40
 
log10 40 000.−
4. 40 000 · 1.05n = 50 628.40 ⇒ n= log10 1.05 =7

5. 1000 000 · 1.055 · 0.965 = 1040 064.51

6. Ich stelle die Situation graphisch dar, dabei setze ich Ende 2010 als Zeitpunkt
t = 0Jahre.

Es bezeichne x der Betrag, der zusätzlich einbezahlt werden muss.

 
 0 3 2 7 0
(8 000 · 1.03 + x) ·1.03  · 1.035 = 25 000. −
| {z }
Betrag nach 3 Jahren
250 000.−
x = − 80 000 · 1.033 = 90 779.98
1.0357 · 1.032

q
1690 270.−
7. 1200 000 · r10 = 1690 270.− ⇒ r= 10
1200 000.− = 1.035 ⇒ 3.5 Prozent
 0 000.− 
log10 200
1200 000.−
1200 000 · 1.035n = 2000 000.− ⇒ n = log10 (1.035) = 14.85
3
8. Monatlich mit m=12
Jahr = 3 heisst nach einem Jahr: K1 = K0 · (1 + 100·12 )
12 =
1.0304K0 ⇒ p = 3.04Prozent
Ein Jahreszins von 3.5 Prozent ist besser für den Anleger.

9. Man muss also den monatlichen Zinssatz berechnen. Dieser ist p in der Gleichung:
 
0 8  p12 12
F r.100 000 · 1 + = F r.1000 000 · 1 + | : F r.1000 000
100 100 · 12
 
8  p12 12 √
1+ = 1+ | 12 .
100 100 · 12

12
 p 
1.08 = 1+
100 · 12

12 p12
1.08 − 1 =
√ 100 · 12
10 200 · ( 1.08 − 1) =
12
7.725 = p12
p12
Damit ist der monatliche Zins · F r.1000 000 = F r.643.40
100 · 12

10. Man zahlt also vier mal ein. Die erste Einzahlung am 01.01.2012 wird zwei Jahre
verzinst, die zweite vom 01.06.2012 1.5 Jahre, also dreimal usw.
Also braucht man erstmal den Zinssatz p für eine halbjährige Verzinsung mit einem
zugehörigem Jahreszins von zwei Prozent.
 
2  p 2
1+ = 1+
100 100 · 2
 p 2 √
1.02 = 1+ | 2.
200
√  p 
1.02 = 1+
√ 200
200 · ( 21.02 − 1) = 1.99 = p

2 2
 
Die Einzahlung vom 01.01.2012 wird zwei Jahre verzinst: F r.500 · 1 +
100
 p 3
Die Einzahlung vom 01.07.2012 wird drei halbe Jahre verzinst: F r.500 · 1 +
200
2 1
 
Die Einzahlung vom 01.01.2013 wird ein Jahr verzinst: F r.500 · 1 +
100
 p 1
Die Einzahlung vom 01.07.2013 wird ein halbes Jahr verzinst: F r.500 · 1 +
200

2 2 p 3 2 1
 
Insgesamt hat man also F r.500· 1 + 100 +F r.500· 1+ 200 +F r.500· 1+ 100 +
p 1
F r.500 · 1 + 200 = F r.20 050.25
Alternativ hätte man rechnen können:
 p 4  p 3  p 2  p 1
500 1 + + 500 1 + + 500 1 + + 500 1 + = s4
200 200 200 200 
 p  p
geometrische Folge mit a1 = 500 1 + und q = 1 +
200 200
1 − q4
= a1 · = 2050.25Fr.
1−q
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 03.06

1.
1.06n − 1
530 417 · 1.06n = 50 500 ·
1.06 − 1
50
530 417 · 1.06n = 50 500 · (1.06n − 1)
3
− 50 ·50 500
 
50 50 log 3
10 530 417− 50 500
50
(530 417 − 50 500) · 1.06n = − · 50 500n = 3
= 15
3 3 log10 1.06

2.
1.056 − 1
100 000.− = b ·
1.05 − 1
b = F r.10 470.17

3.
1.045n − 1
240 000.− = 30 000 ·
1.045 − 1
n
0.36 = 1.045 − 1
1.36 = 1.045n
log10 1.36
n = =7
log10 1.045

4. Zuerst die ersten sechs Jahre, die über weitere sechs Jahre mit geändertem Zinssatz
aufgezinst werden.

1.0556 − 1
K1,6 = 10 200 · · 1.055 K1,12 = K1,6 · 1.056
1.055 − 1
Dazu kommen die Renten der zweiten sechs Jahre
1.056 − 1
K2,12 = 10 200 · · 1.05
1.05 − 1
Insgesamt hat sich nach 12 Jahren der Betrag K12 = K1,12 + K2,12 angesammelt.

1.0556 − 1 1.056 − 1
K12 = K1,12 + K2,12 = 10 200 · · 1.055 · 1.056 + 10 200 · · 1.05
1.055 − 1 1.05 − 1
= 110 686. − +80 570.41 = 200 256.41
5. Erstmal wird der Zeitpunkt t0 = 0 als Anfang der Einzahlungen definiert.
1.055 − 1
 
0
Einbez. Betrag aufgezinst bis Rentenende: K18 = 6 000 · · 1.053 · 1.0510 (1)
1.05 − 1
1.0510 − 1
 
Nachschüssige Rente: K18 = b· · 1.05 (2)
1.05 − 1
1.055 − 1 1.0510 − 1
   
0 3 10
(1) = (2) 6 000 · · 1.05 · 1.05 = b· · 1.05
1.05 − 1 1.05 − 1
 5 −1

60 000 · 1.05
1.05−1 · 1.053 · 1.0510
b = 1.0510 −1
= 40 733.66
1.05−1 · 1.05

6.
1.0621 − 1
K55 = 50 000 · = 1990 963.63
1.06 − 1
K59 = K55 · 1.064 = 2520 449.48
1.0610 − 1
K59 · 1.0610 = b · · 1.06
1.06 − 1
b = 320 358.30Fr.

7.
1.065 − 1
Erster Anteil: K5 = 10 600 · = 90 019.35
1.06 − 1
K12 = K5 · 1.067 = 130 561.77
1.064 − 1
Zweiter Anteil: K4 = 10 600 · = 60 999.39
1.06 − 1
Gesamt erhält man also 130 561.77 + 60 999.39 = 200 561.16Fr.

8.
1.046 − 1
 
K1,11 = 50 000 · ·1.045 = 400 350.14
1.04 − 1
| {z }
K1,6

1.045 − 1
K2,5 = 80 000 · = 430 330.58
1.04 − 1
Insgesamt sind es also (K1,11 +K2,5 )·1.0411 = F r.830 680.72·1.0411 = F r.1280 822.62.

10 −1
1.0410 −1 80 000· 1.04
9. K0 · 1.0415+10 = 80 000 · 1.04−1 ⇒ K0 = 1.04−1
1.0415+10
= 360 029.54

1.0510 −1 1.0515 −1
10. b · 1.05−1 · 1.0515 = 170 500 · 1.05−1 ⇒ b = 140 441.53
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 03.07

1. Zuerst zur Annuität b.


1.076 −1 1000 000.−·1.076 1000 000.−·1.076 ·(1.07−1)
0.− = 1000 000. − ·1.076 − b · 1.07−1 b = 1.076 −1
= 1.076 −1
=
1.07−1
200 979.58

Jahr Restschuld am Zinsen Annuität Tilgung Restschuld


Jahresbeginn Ende des Jahres
7
1 K0 = z1 = K0 · =
100 b= t1 = b − z1 = K1 = K0 + z1 − b=
100’000.- 7’000.- 20’979.58 13’979.58 86’020.42
7
2 K1 = z2 = K1 · 100 = b= t2 = b − z2 = K2 = K1 + z2 − b=
86’020.42 6’021.43 20’979.58 14’958.15 71’062.27
7
3 K2 = z3 = K2 · 100 = b= t3 = b − z3 = K3 = K2 + z3 − b=
71’061.27 4’974.36 20’979.58 16’005.22 55’057.05
7
4 K3 = z4 = K3 · 100 = b= t4 = b − z4 = K4 = K3 + z4 − b=
55’057.05 3’853.99 20’979.58 17’125.58 37’931.46
7
5 K4 = z5 = K4 · 100 = b= t5 = b − z5 = K5 = K4 + z5 − b=
37’931.46 2’655.20 20’979.58 18’324.37 19’607.08
7
6 K5 = z6 = K5 · 100 = b= t6 = b − z6 = K6 = K5 + z6 − b=
19’607.08 1’372.50 20’979.58 19’607.08 0.-

2.
1.06n − 1
5000 000 · 1.06n = 890 567.50 ·
1.06 − 1
890 567.50
1.06n = 890 567.50
0.06
= 1.503630335
0.06 − 5000 000
890 567.50
 
log10 0.06
890 567.50
0.06
−5000 000
n = =7
log10 1.056

1.0810 −1
3. 1000 000 · 1.0810 = b · 1.08−1 ⇒ b = 1000 000 · 1.0810 · 1.08−1
1.0810 −1
= 140 902.95

1.05520 −1 2500 000·1.05520


4. 2500 000 · 1.05520 = b · 1.055−1 ⇒ b= 1.05510 −1
= 200 919.83
1.055−1
1.05510 −1
R10 = 2500 000 · 1.05510 − b · 1.055−1 ⇒ R10 = F r.1570 685.87
1.045n −1
5. 1800 000 · 1.045n = 150 000 · 1.045−1
n = 17.6

1.0410 −1
6. 120 000 · 1.0410 = b · 1.04−1 ⇒ b = 10 479.49

200 480.−
7. (a) K0 · 0.84 = 200 480.− ⇒ K0 = 0.84
= 500 000.−
 0 
5 368.71
log10 50 0 000.−
(b) 500 000 · 0.8n = 50 368.71 ⇒ n = log10 (0.8) = 10
q
2000 000.−
8. 2000 000 · r15 = 5 = 400 000.− ⇒ r = 15 1
5 = 0.898 ⇒ p = 10.17 Prozent

9. (800 000 · 0.7n−1 ) ·0.3 = 968.50 ⇒ n = 10


| {z }
Restwert

10. (a)
2p 4 
 
0 p 4
38 000 · 1 − · 1− = 100 212. −
100 100
2p 4 100 212.− √
 
 p 4
1− 1− = 0
| 4·
100 100 38 000.−
s
100 212.−
  
 p  2p 4
1− 1− =
100 100 380 000.−
s
2p2 100 212.−

3p 4
1− + =
100 10000 380 000.−
(
140 keine Lösung
p =
10

(b) 380 000 · 0.84 = 150 564.80


11.
1200 000 · 0.8n · 0.92n = 210 158. −
210 158.−
0.8n · 0.81n =
1200 000.−  
210 158.−
210 158.− log10 1200 000.−
0.648n = ⇒ n= =4
1200 000.− log10 (0.648)
Da n = 4 Jahre ist und die gesamte Abschreibungsdauer 3n ist ist das Resultat
3n = 12 Jahre.
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 03.08

6.5 6
1. In sechs Jahren ist also, K6 = 1000 000, aber auch K6 = K0 · r6 = K0 · 1 +

100 .
Damit kann man das gesuchte K0 berechnen:

K6 = K6
6.5 6
 
0
100 000 = K0 · 1 +
100
0
100 000 0
K0 =  = 68 533.41Fr.
6.5 6
1 + 100

2.
2 n
 
K0 · 1 + = 1000 000 · K0 | : K0
100
2 n
 
1+ = 1000 000 | log10
100
2 n
  
= log10 1000 000

log10 1+
100
 
2
= log10 1000 000

n · log10 1 +
100
log10 (1000 000)
n = 2
 = 581.38
log10 1 + 100

Also 581.38 Jahre.

3. Zuerst eine Zeitachse:

K8 setz sich zusammen aus dem achtmal aufgezinsten K0 , aus den achtmal aufgezinsten
40 000.− die zu Beginn eingezahlt wurden, aus den viermal aufgezinsten 40 000.−
die zu zum Zeitpunkt n = 4 eingezahlt wurden und aus den dreimal aufgezinsten
40 000.− die zu zum Zeitpunkt n = 5 eingezahlt wurden.
K8 = 170 584.2 = K0 · 1.0358 + 40 000 · 1.0358 + 40 000 · 1.0354 + 40 000 · 1.0353
170 584.2 − 40 000 · 1.0358 − 40 000 · 1.0354 − 40 000 · 1.0353
K0 =
1.0358
0
3 292.−
= = 2500.−
1.0358
4. Zuerst eine Zeitachse:

K7 = 90 645.75 = K3 · 1.064 | K3 = K0 · 1.053


90 645.75 = K0 · 1.053 · 1.064
90 645.75
K0 = = 60 600.01Fr.
1.053 · 1.064
5. (a) K2011 = 1 · 1.012011 = 4900 0970 714.1

(b)
Kn = 10 0000 0000 000.− = 1 · 1.01n
ln(10 0000 0000 000.−) = ln(1.01n ) = n · ln(1.01)
ln(10 0000 0000 000.−)
= n
ln(1.01)
n = 2082.67
Am Ende des Jahres 2083 wird die Milliardengrenze zum ersten Mal überschritten.
6.
5 n
 
1980 000 · 1 + − 1980 000.− = 4 · 70 800.− = 310 200. −
100
160 000 + 1980 000
1.05)n =
n 1980 000
198 000 + 310 200
0

5
1+ =
100 1980 000
 
191
n · ln 1.05 = ln
165
191

ln 165
n = = 2.9991
ln 1.05
n ≈ 3
Also nach drei Jahren.

7.
4 n
 
0
5 000 · 1 + = 60 000. −
100
4 n
    0 
6 000
log10 1+ = log10
100 50 000
 0 
ln 560 000
000
n = 4

ln 1 + 100
n = 4.65

8. (a) K01.01.2011 = 470 578.04 · 1.024 = 510 500

(b) Also ist im ersten Jahr p1 = 2, im zweiten p2 = 1.75 K01.01.2011 = 470 578.04 · 1.02 ·1.0175·

| {z }
K1
1.015 · 1.0125 = F r.500 746.05

9. (a)
Für die Bank A: K12.2014,A = K0 · 1.024 = 1.08243216K0
Für die Bank B: K12.2014,B = K0 · 1.0154 = 1.0613636K0
Damit ist die Anlage bis Ende 2014 bei Bank A lukrativer.

(b)
Für die Bank A: K01.2019,A = K0 · 1.024 · 1.014 = 1.1263832K0
Für die Bank B: K01.2019,B = K0 · 1.0158 = 1.126493K0
Damit ist die Anlage bis Anfangs 2019 bei Bank B (wenn auch nur leicht) lukrativer.

(c) Die Rechnung ist dieselbe, da sich vom 31.12.2018 bis zum 01.01.2019 zinsmässig
nichts tut, also ist das Resultat dasselbe wie in (b):
Die Anlage bis Ende 2018 ist bei Bank B (wenn auch nur leicht) lukrativer.
10. (a)

K10 = 50 000. − ( siehe Aufgabenstellung)


 p 10
K10 = K0 · 1 − ( degressive Abschreibung)
100
 p 10
K0 · 1 − = 50 000. −
100
 p 10
550 000 · 1 − = 50 000. −
100
 p 10 50 000 1 √
1− = 0
= | 10
100 55
r000 11
p 10 1
1− =
100 11
r
p 10 1
− = −1
100 11
r
p 10 1
= 1−
100 11
r
10 1
p = 100 · (1 − ) = 21.32
11

(b)

a1 = K0 − K1
 
21.32
= 550 000 − 550 000 · 1 −
100
21.32
= 550 000 = F r.110 726.36
100

11. Franziska nutzt den Computer vom Dez 2009 bis Dez 2015.

Vom Dez 2009 bis zum Dez 2012 wird mit p = 30 degressiv abgeschrieben.
Gegeben ist KDez 2009 = 10 500.−
30 3
= 10 500 · 0.73 = 514.50

KDez 2012 = KDez 2009 · 1 − 100
Nun wird vom Dez 2012 bis zu Dez 2016 linear abgeschrieben, das heisst das
während vier Jahren je ein Viertel der F r.514.50 abgeschrieben wird, also werden
jährlich 41 ·514.50 = 128.63 abgeschrieben, damit ist: KDez 2015 = 128.63. Bei diesem
Wert üpbernimmt Alexander den Computer, also muss Franziska 10 500 − 128.63 =
10 371.37 zurückzahlen.
12.
 p n
Kn = K0 · 1 −
 100 n
42
= 10 200 · 1 −
100
0 n
= 1 200 · 0.58

10 200 · 0.58n < 500


500
0.58n < | log10
10 200
500
log10 0.58n < log10 |Logarithmenregel
10 200
500
n · log10 0.58 < log10 | : log10 0.58
10 200 | {z }
<0
log10 1500
0 200
n > = 1.607
log10 0.58

13. Folgende Grafik gibt die zugehörige Zeitachse:

p 
Ist r = 1 + 100 , so ist die

Rente, die am Ende des 1. Jahres eingezahlt wurde, aufgezinst “= b · rn−1



Rente, die am Ende des 2. Jahres eingezahlt wurde, aufgezinst “= b · rn−2

··· = ···
Rente, die am Ende des (n − 1)-ten Jahres eingezahlt wurde, aufgezinst “= b· r1

Rente, die am Ende des n-ten Jahres eingezahlt wurde, aufgezinst “= b · r0

Die Summe all dieser Beträge ergibt Kn .

Kn = b · rn−1 + b · rn−2 + · · · + b · r + b · r0
Xn
= b · ri−1
i=1
{b · r0 , b · r, b · r2 , ..., b · rn , ...} ist nun aber eine geometrische Folge (an = a1P· q n−1 )
mit a1 = b und q = r. Für die n-te Reihe sn = a1 + a2 + · · · + an−1 + an = ni=1 ai
n −1
für eine geometrische Folge gilt aber sn = a1 · qq−1 .
In unserer Situation ist aber Kn gerade die n-te Reihe, mit a1 = b und q = r ergibt
sich
rn − 1
Kn = b ·
r−1
 Folgende Grafik gibt die zugehörige Zeitachse:

p 
Ist r = 1 + 100 , so ist die

Rente, die am Ende des 1. Jahres eingezahlt wurde, aufgezinst “= b · rn−1



Rente, die am Ende des 2. Jahres eingezahlt wurde, aufgezinst “= b · rn−2

··· = ···
Rente, die am Ende des (n − 1)-ten Jahres eingezahlt wurde, aufgezinst “= b· r1

Rente, die am Ende des n-ten Jahres eingezahlt wurde, aufgezinst “= b · r0

Die Summe all dieser Beträge ergibt Kn .

Kn = b · rn−1 + b · rn−2 + · · · + b · r + b · r0
Xn
= b · ri−1
i=1

{b · r0 , b · r, b · r2 , ..., b · rn , ...} ist nun aber eine geometrische Folge (an = a1P
· q n−1 )
mit a1 = b und q = r. Für die n-te Reihe sn = a1 + a2 + · · · + an−1 + an = ni=1 ai
n −1
für eine geometrische Folge gilt aber sn = a1 · qq−1 .
In unserer Situation ist aber Kn gerade die n-te Reihe, mit a1 = b und q = r ergibt
sich
rn − 1
Kn = b ·
r−1

14.
p nneu p nalt
1 + 100 −1  p (nalt−nneu ) 1 + 100 −1
bneu · p  · 1+ = balt · p 
1 + 100 − 1 100 1 + 100 − 1
| {z } | {z }
Knneu ,neu Knalt ,alt
| {z }
zurückgezinst auf Knalt ,neu
p nneu p nalt
1 + 100 −1  p (nalt−nneu ) 1+ 100 −1 p
bneu · p · 1 + = balt · p | ·
100 100 100 100
 p nneu
   p (nalt−nneu )  p nalt 
bneu · 1+ −1 · 1+ = balt · 1+ −1
100 100 100

p nalt 
balt · 1 + 100 −1
bneu =
p nneu  p (nalt−nneu )
1 + 100 − 1 · 1 + 100
p nalt 
balt · 1 + 100 −1  p (nneu−nalt )
bneu = p nneu
  · 1 +
1 + 100 −1 100

15.

(a) Ich teile die Rente auf in den Teil der nachschüssigen und den Teil der vorschüssigen
Rente, die (mindestens gedanklich) auf zwei verschiedenen Konten einbezahlt werden.
Der gesamtbetrag ist dann derjenige der vor- und der der nachschüssigen Rente
addiert.
1.0210 − 1
K10,vorschüssig = 1.02 · 10 000 · = 110 168.72
1.02 − 1
8
K18,vorschüssig = K10,vorschüssig · |1.02
{z }
aufzinsen zum Jahr 18
= 110 168.72 · 1.028 = 130 085.93

1.028 − 1
K18,nachschüssig = 500 · = 40 291.48
0.02
→ K18,nachschüssig muss nicht mehr aufgezinst werden,
da bereits Wert beim 18.Jahr

K18 = K18,nachschüssig + K18,vorschüssig


= 40 291.48 + 130 085.93 = 170 377.41
(b) Am Ende des 20. Jahres hat der Betrag K18 nach zwei Jahre Zinsen abgeworfen,
also ist:

K20 = K18 · 1.022 = 170 377.41 · 1.022 = 180 079.46

16. Der Diebstahl ist eine nachschüssige Rente die Jerry (ohne sein Wissen) an Tim
gezahlt hat. Die Laufzeit ist n = 5 Jahre (nachschüssig). Also schuldet Tom Jerry

1.039 − 1
K2011 = 50 · · 1.039 = 346.36
1.03 − 1

17.
1.0512 − 1 1.05n − 1
30 000 · = 1.05 · 20 246 · ·1.0512−n
| {z 0.05 } | {z 0.05 }
Kalt,12 Kneu,n
| {z }
Kneu,12

1.0512 − 1 0 1.05 · 20 246 1.0512


 
0 n 1.05 · 2 246
3 000 · = 1.05 · − ·(
0.05 0.05 0.05 1.05n
1.0512 − 1 1.0512 · 1.05 · 20 246 1.0512 · 1.05 · 20 246
 
30 000 · = − · 1.05−n
0.05 0.05 0.05

1.0512 − 1 1.0512 · 1.05 · 20 246 1.0512 · 1.05 · 20 246


30 000 · − = − · 1.05−n
0.05 0.05 0.05
0 1.0512 −1 1.0512 ·1.05·20 246
3 000 · 0.05 − 0.05
12 ·1.05·20 246 = 1.05−n
− 1.05 0.05
1.0512 −1 1.0512 ·1.05·20 246
!
30 000 · 0.05 − 0.05
log10 12 0 246 = −n · log10 1.05
− 1.05 ·1.05·2
0.05
12 12 ·1.05·20 246
 
−1
30 000· 1.05 − 1.05
log10 0.05
12
0.05
0 246
− 1.05 ·1.05·2
0.05
− = n
log10 1.05
n = 17
18. Es ist balt = 60 000.−, nalt = 15, p = 4.5 und nneu = 10. Die alte nachschüssige
Rente soll in einer neue ebenfalls nachschüssige Rente umgewandelt werden.

Knalt ,alt = Knneu ,neu · 1.0455


1.04515 − 1 1.04510 − 1
60 000 · = bneu · ·1.0455
| {z0.045 } | 0.045
{z }
K15,alt K10,neu
| {z }
K15,neu
1.04515 −1
60 000 · 0.045
bneu = 1.04510 −1
0.045 · 1.0455
1.04515 − 1
bneu = 60 000 · = 80 143.51
(1.04510 − 1) · 1.0455

19. Eine vorschüssige Rente die n Jahre läuft hat den Wert
rn − 1
Kn = r · b · .
r−1
Somit ist
rn − 1 1.045n − 1
Kn = 60 704 = r · b · = 1.045 · 800 ·
r−1 0.045
1.045 n 1
60 704 = 1.045 · 800 · − 1.045 · 800 ·
0.045 0.045
n
 
0 1 1.045 1
6 704 + 1.045 · 800 · = 1.045 · 800 · | : 1.045 · 800 ·
0.045 0.045 0.045
0
6 704 + 1.045 · 800 · 0.0451

1 = 1.045n | log10
1.045 · 800 · 0.045
!
60 704 + 1.045 · 800 · 0.0451
log10 1 = n · log10 1.045
1.045 · 800 · 0.045
 0 1 
6 704+1.045·800· 0.045
log10 1
1.045·800· 0.045
n = =7
log10 1.045
20.

(a)

K0 · 1.045 = K5

K20 = K5 · 1.0415 = K0 · 1.045 ·1.0415 = K0 · 1.0420 (1)


| {z }
K5
1.0415−1 1.0415 − 1
K20 = b · = 120 000 · (2)
1.04 − 1 0.04
1.04 15 − 1
(1) = (2) K0 · 1.0420 = 120 000 ·
0.04
0 1.0415 −1
12 000 · 0.04
K0 = = 1090 662.05
1.0420

(b)

1.04n − 1 1.04n − 1
K0 · 1.04n+5 = bneu · = 180 000 ·
0.04 0.04
1.04 n 1
1090 662.05 · 1.04n · 1.045 = 180 000 · − 180 000 ·
0.04 0.04
n 0 5 0 1 0 1
1.04 · (109 662.05 · 1.04 − 18 000 · ) = −18 000 ·
0.04 0.04
−180 000 · 0.04
1
1.04n = 1
(1090 662.05 · 1.045 − 180 000 · 0.04 )
!
180 000 · 0.04
1
n log10 1.04 = log10 1
(180 000 · 0.04 − 1090 662.05 · 1.045 )
 0 1 
18 000· 0.04
log10 1
(180 000· 0.04 −1090 662.05·1.045 )
n = = 8.96
log10 1.04

(c)
1.0415 − 1 1.0415 − 1
K0 · 1.0420 + Kneu · 1.0417 = 180 000 · = 180 000 ·
1.04 − 1 0.04
1.04 15 − 1
Kneu · 1.0417 = 180 000 · − K0 · 1.0420
0.04
15 −1
180 000 · 1.04 − K0 · 1.0420
Kneu = 0.04
= 660 710.32
1.0417

21.

b · 1.054 + b = 150 000 · 1.057


b(1.054 + 1) = 150 000 · 1.057
150 000 · 1.057
b = = 90 526.72
1.054 + 1

22. (a) A sei der Index der vorschüssigen Rente bA = 20 000.− mit Laufzeit nA = 10.
B sei der Index der nachschüssigen Rente bB = 20 100.− mit Laufzeit nA = 10.
Bei p = 2 ist der Wert der Rente A zum Zeitpunkt 10 Jahre

1.0210 − 1
K10,A = 1.02 · 20 000 · = 220 337.43
1.02 − 1
Der Wert der Rente B zum Zeitpunkt 10 Jahre ist

1.0210 − 1
K10,B = 20 100 · = 220 337.43 = 220 994.41
1.02 − 1
Damit ist bei einem Zinfuss von 2 Prozent das Spiel B lukrativer.
(b) Die beiden Spiele sind gleich lukrativ, wenn die Werte K10,A und K10,B (in
Abhängigkeit von p) gleich sind.

K10,A (p) = K10,B (p)


p 10 p 10
 p  1 + 100 −1 1 + 100 −1
1+ · bA · p  = bB · p 
100 1 + 100 − 1 1 + 100 − 1
p 10 p 10 p 10
 p  1 + 100 −1 1 + 100 −1 1+ 100 −1
1+ · bA · p = bB · p | : p
100 100 100 100
 p 
1+ · bA = bB
100
 p 
1+ · 20 000 = 20 100
100
 p  20 100
1+ =
100 20 000
p 20 100
= −1
100 20 000
p
= 1.05 − 1
100
p
= 0.05
100
p = 5

23.

Jahr Restschuld Zinsen Annuität Tilgung Restschuld


am Anfang am Ende des Jahres
des Jahres des Jahres
2011 20’000.- 1’000.- 3’000.- 2’000.- 18’000.-
2012 18’000.- 900.- 3’000.- 2’100.- 15’900.-
2013 15’900+25’000 =
40’900.- 2’045.- 3’000.- 955.- 39’945.-
2014 39’945.- 1’997.25 3’000.- 1’002.75 38’942.25
2015 38’942.25 1’947.11 3’000.- 1’052.89 37’889.36
24. (a)
 p 
K0 · 1 + −K0 = z1
| {z 100 }
K1
0
 p 
50 000 · 1 + − 500 000 = 70 500
100
500 000
p = 70 500
100
100
p = 70 500 · = 15
500 000

(b)

Jahr Restschuld am Zinsen Annuität Tilgung Restschuld


am Anfang am Ende
des Jahres des Jahres
1 50’000.- 7’500.- 13’211.845 5’711.85 44’288.16
2 44’288.16 6’643.22 13’211.845 6’568.62 37’719.53
3 37’719.53 5’657.93 13’211.845 7’553.92 30’165.62
4 30’165.62 4’524.84 13’211.845 8’687.00 21’478.62
5 21’478.62 3’221.79 13’211.845 9’990.05 11’488.56
6 11’488.56 1’723.28 13’211.845 11’488.56 0
.

25. (a) z1 = 1600 000 · 1 + 100 6


− 1600 000 = 90 600.−


t1 = 1600 000 · 100


1
= 10 600.−
0
b = t1 + z1 = 11 200.−
(b)

rn − 1
b· = K0 · r n
r−1
0 1.06n − 1
11 200 · = 1600 000 · 1.06n
1.06 − 1
1.06 n 1 1.06n
110 200 · − 110 200 · = 1600 000 · 1.06n | − 110 200 ·
0.06 0.06 0.06
1 1.06 n
−110 200 · = 1600 000 · 1.06n − 110 200 ·
0.06 0.06
0 1 n 0 0 1
−11 200 · = 1.06 (160 000 − 11 200 · )
0.06 0.06
−110 200 · 0.061

1 = 1.06n | log10
(1600 000 − 110 200 · 0.06 )
!
0
−11 200 · 0.06 1
log10 1 = n · log10 1.06
(1600 000 − 110 200 · 0.06 )
1
−110 200· 0.06
 
log10 (1600 000−110 200· 1
)
0.06
= n
log10 1.06
n = 33.40
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 03.09
Nr 3* t0
lu,*^[.^X An'f A-2" n\z - v3
G/3 =l--1 -

l
^"-
bl +l ,= -L
9., | 31
<L I e=a ) -n ,,t
h >L3'e :> ho=
rn=1
l{n I
/ --/
Ze:"-Iun'f,)ts
A^,f,""ätrr.
'ol
AL
^o=
I ß'sT'1 isl l^rLl'y " 9, il b=-7 ).*
örcnt*otl.

f,; tä u,JrA Ä'',


",=rry1
-- -)
5'rrr
=::-
i
F;, : t= ü-o c,qlLl
v
dlc>
rrgl =1s33'b).31=zz3'b3r

NrT* Die5 -lJ ^',ltols L, D4'"illon b=O q-'ü


"^J
N' 5*
ls) Q"-q), J'z Naq"tf z fo is*
fr
,V (2renz vcu*

voo [o^")r. .

?^-7 -?(n+z)
ntz
ly
I _L
hta
<L I b^q "-e
LE < n*7
n
" 2-L
(b) r# -+l= n7+n-nz l-_ n4 EI .;n :E
-J^-r--l nu 5r' -6n
--_
h L5.L

eltft-Zl=
qh+Ä
I, L"" - Z.[2 -l)
tT
I =l ,n" -f"4-L l=
L"+4 fi't
2
"_1

t*,t
r^(ä- r)
2n> 1-q
z e n) l^(t)>o ln(z
(fu, *L\
n='f Li, € --L.

(r)
I
|t-
3.L" tZ
7"+t
IL t#l=t?rt=b.t
L"
A
z I t', 3, r;'ynts*z
N.l (ol,,o \r^^Ä^"y")
,l trt\n
1*tr6';"LJ , rrnolo. , )-"nrryl : an=i)a"'l-L)
6u6ä"Ll
, -oniLn, äi*rf[ I

iW
* "th'l-
k:c1,"Ä^L|
, ^;J* w,onoho, lfo"wrXr'rtl- ' an= + , *'tt'
hrc\A"Ll, ni.l,J ,o*bn , Ä\u
",Vnt
('ll o"=lin(n)
^r=
LaÄ änVl , ,W'vW / V-envorg& ee
"ichl
"kLl 3'b+
(rF:n / an=e. n
nichl E ocl.,Ä^L[ t t'^OnO hn , ä\r,"-211
,,lchl VtrMnLl, nlohl wnohn / Vonvt"'6& e, nichl.
,it+
,,iclrl LnteL*)rVI ,r,oW -gnpLon, divo.VyL
t "n=FDn,on=(2)"

fu e.J,b) sich J,o Vwn^l^^y, , drs; j*V Lonte,yqlL


tuW L-os,;^u+ g),n rvttat9 -

N.7
',rl
^;hl Vn^n,re,rol . "l^ Ä', Foly
(ü qn='ltno nl-h+

b+.["J"U ,ri, Dug zQ.'iw Lvrz


i,c
(l

a6a4 -aa = (a*(*l)")-(, .;)= 7n+4 i-i* > Qe

^/
NrB
a.&, no,vbp n*) &+g;\wä"bl<. fuW i** V'^,er(ul.
0
r\ n+4
l'n/ Qn= T-- t'*'t-?.
f1p4a.lwn}w
oo,4-on - (t.?*r)-(tr +)';t-l-=-#o'Q
bQ,)^ |r) uI ,n-no4o,
,ptle*l

Qx\,ä"* I t U^ *s")
[l = an'
^i/)enz'vc* ? )

V,onv<zV,rtz '. Var*,-J^I' o^= +6" -' b=


:Js) 3
ü
\tl
cl
lo^-bl:.,+^<L l'.,'.t
dsl
" ,# + (oJ^ l<on's'Tnl *i|
vo

[fm
qn- -.7-!-
a) iln+4

^, 1=
an'7 {""11'l
1'16n2farrlc :
$)? ^^r,^, ^nol 4' n

an>O ,tiH

E F. ffrn={@74
trE-f
?.a+4
. qb;,+({)
Qq nra
Ar,n n
&rclä"Ll : v= O / n =F fou, ('r'^-nn+)
(n sr\;\r,,) F

konqt^eqtL
J
I
lo"-!l=l#^F")=l %^"5- I .t\
T I
[n' 8 F*lzt.ry)
*,

ß < t.ffi.6_l;Z)
F < g ('m' -, nr)
'l-f - tl^+a) <g J--
\_=--\.<-'\-- l'u
>a (ir >0
LV'"P't

-5*40t- €a

hn

^
n'n
o.,

(t An-T-
wll + 40 tt'9r40 4 40 4.40
h' no'' n' 'E n'
L/h'# ) cn= 4
llonohn',r.,i (UJ" 'r;l *I*"1 *,o^de, l^tle"1d' ä^ J;} ,{7
(.")o isl d" (nvtJ" ' rf
D,, S^nrv-o zw.e)t<.. *."ry *tooohl--t
firlra3 a.E&2"^A)

tal o^-1= h-. #= +*#


il-'' 4n = + *fi-
h-2gz< n-r* nq =
ry- +
'Q;= 4 +r'r1 + . tnj- = -rA+ 4=
@ J-+--
n3 7' n7

ll*' q^ tl+tly*#- = L
^->e

Nr 4t aO

l+7n l a(r*, rt - ltvn


L.0; >z- 1
@ I:* 4tn =
4
lryvr
,\4ae n'(!n+'t) n''F @oo
va/n t ?oLnz
aqr[^^n.,n
-20
,' ?n7 *4 nz (t+!n)
ttvl i li-
QI h-rry ns - 4O n)a n$(,t-u7rt)

.
-nL+Ln+4 r' o1(4.7t rh)
(")
lyffi=1in l'(tt+'Wr7

n,(l*!n* !n^s)
- lt/yl
n-De n, (1+
W)

nt la-l)
Q) Ir"-ffi = I:* Wr/A

0) llT-,ffi6=t;:,. a+ifu\ 4
- ->0
(N,.,t+

-qll* {-L+"9/A\q

o
'rlni'

_puffi=: ^erffi=-t;4"-t-= o-
lA
-& /s k2 --r6!-----
-(Ä 1-4 ,, --nA- - l :4 r1;r.;5 '- -
\ r/ ri,-
tr->p -Zn ;-v-- L" t -
.A'
--*-
I

10 rg*ft;
_.ü)_

,20
----------------------------------------------------------------
Durch Ausprobieren sieht man, dass die Folge für a_1 in [-1,8] konvergiert.
q)<-u
t^l^ 't
u- .l -
t5'fo'ra'e
*frt
(" - J=jf ) t)
ffi
V+v' ,-,hy! o<Z-u E
^'.1
:w=T=
(r,rWj)4 *;i= tl:4.,,1. *fiitg A:ii
J (u--'-$)*r) Cq)
t,'t} -v H
a4u
,,u]l =
vcurfl,€nt
.tAl,+,rrvl,.
t-t L)
<t'u tj'..h'.|
Wll + _
*rl*:(ll-r*t) tii O
@-",=@ ,r |l
)
1sl Q"'D ^V,
r;:,'::::r",;
,1J
a---1 n, ^(;:":, tel -4r'0
t{ 'aylva) 'ffi *" ft, flzro ,yJ
JJ--1 -lEl fhzvar?
Oz
= zl-
,Ai 4 (= L=.1 c= Zr.1
17'
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 04.01

1. Funktionen werden (nach Definition) bei (d), (e) und (f) dargestellt. Für die
anderen Teilaufgaben ist in roter Farbe dargestellt, weshalb es sich nicht um eine
Funktion handelt:
(a) (c)

(b) (g)

2. Erstmal die “bearbeitete“ Grafik:

l
(a) Hier sind die Schnittpunkte mit der horizontalen Geraden auf der Höhe 10 100km
gesucht. Man sieht, dass es für den zweiten Gang zwei Gescheindigkeiten gibt,
l
bei welcher der Verbrauch 10 100km beträgt, da der Graph und die Horizontale
zwei Schnittpunkte haben:
2.Gang 11.4km/h und 31.7km/h
3.Gang 62.4km/h
4.Gang 78.5km/h
(b) Das wäre der tiefste Punkt auf der Kurve zum vierten Gang. Dieser ist
l
(42.1km/h | 4.6 100km ). Dies bedeutet, dass im vierten Gang der minimale Ver-
l
brauch bei 42.1km/h erreicht wird - dabei beträgt er 4.6 100km .
(c) Nun ist eine vertikale Gerade bei 60km/h zu zeichnen. An den SChnittpunkten
l
liest man ab, dass der Verbrauch im dritten Gang 9.4 100km beträgt, im vierten
l l l
Gang jedoch nur 6 100km . Somit sinkt der Verbrauch um 9.4 100km − 6 100km =
l
3.4 100km .

14. ANDERE NUMMERN ANPASSEN BEI NR14-20

(a) periodisch, Periode P = 10

(b) periodisch, Periode P = 10

(c) nicht periodisch (da bei 0 die eizige Sprungstelle ist)

(d) periodisch, Periode P = 2π


r\
Nlr 44
o) f(.) = Zx(,\ro
f [-4= 7(,)( r3(x1", 2u6 *3 r". f G) -, f TnU
t fG) = Z-3**
fQ' L-3f^)*= L3rq-f(") =-r [fl"

4 f(*) ' 2- 3x7


l(i= 7-3Gi3 - 2+3x
t;+!(")
LI
{,fu)
4 f G)' x - x+4
'rc'!,)- (r,)'-(-)a4 , -x",r.4lof(:), -r:*b y-L
,l " -{G) novl sx<fta,a-

,^) (--l)? +Jf * 4= (xo-3xo*3, -,t)gf+l' xa^3x


v' l6b
*3t a 't<
f(-*)= (-r)t*3(:t. -x3-tr=-f(^)
7r =- -,
-z nry,,,L f'
et?
f"
f "i",t l yr,J..
li fc,)' (r-e xlr')"
f(-")- (t-s(-4")" = (r-a r')' = { (r) -, f tr*L
f ":.W "*6^lr.
5
6
7
8

e2 (f) o^( (t;4


(I) o^{ (-*, a)
O fe)" -7t + 4x -/ ;srtu (rl2!"-4)"
,Ä.
4
r-aj'
-4 -z sc4t-+)
='
A-- ß::{ t;,:3
a) Ito)= 7f '7x q =- a (*1 ,1,.2), --

;=(n'{)'-T) #. ';:' s(-t t- X)


1)"-ä:

F)
ü,
ft)
=> iB :it^::;,
= u'x? rla< r a , {o ui\ '=-
' ' = (-ro ,kta) = (;',f)" =-', s(
.)
\
,)

S a 1o)
^ ".,
o26 \t+'' =: (t) 4k'
zF;rtl*- { 1-n,4 t(t)+(*;-l
I o.o-{-' - (f) *.lb tÄ;-a) ;U),* (+,4
9

9 9 163
N, 20
l:1 @' fG)="('tt)) .Ä ?(")=, ("61)
') r,r(x)- 4*^ ) v()=Jxtq
W "('.1) = l+]x+4=E
@, v(,r+)- 3A+l ,+=yJ
r) I ik).xz
,^(rJ- LW

W u(r')= Z:^*
19=
u(z*A= Q*,)"- !4,*
, (,r) = 4- ^t, U)' (o-^)^
4 v

lG)="(Q-f1- 4-('-'I)'= 4- u-x)+= x*-Afn6tn-+*


u(a-r|= (q-(^-,"1)'= ('")" =g
*

p-u(*,,Q= fu= b
4 ,^b)=# iuG)=!
g" u( 3)= l€t,= k** #
ß- "(#)= ?a-,2-4*
tl nL*):7^ , n6= 4-7x
vP(")
qG)
9t'-
21
-----
Lösungen zu den Übungen Mathe 3 GF 04.02

1. .

2. (a)
x2 ∞·∞
2x − x2 2x (1 − 2x ∞ · ∞ · ∞(1 − ∞·∞·∞ )
lim 3 = lim 3 1 =“ 1 “
x→∞ x − x x→∞ x (1 − ∞ · ∞ · (1 − ∞ )
x2
1
∞ · (1 + ∞ )
= “ 1 “ = ∞ (uneigentlicher Grenzwert)
1− ∞

(b) Da 2−x für x gegen unendlich nach null geht muss x2 ausgeklammert werden:

2−x − x2 x2 · ( 2x1·x2 − 1) 1
2x ·x2
−1
lim = lim 1 = lim 1
x→∞ 3 · x2 − x x2 · (3 − 3−
x)
x→∞ x→∞
x
1
∞ −1 0−1 1
= “ 1 “ = 3 − 0 = −3
3− ∞

(c) Der Logarithmus muss erst mittels Basistransformation umgeschrieben werden


- ich bringen alles auf den natürlichen Logarithmus:
ln(x) 1 1
log3 (x) + 1 ln(3) + 1 ln(x) · ( ln(3) + ln(x) )
lim = lim 2 ln(x) = lim 2 2
x→∞ log4 (x2 ) + 2 ln(x) · ( ln(4) + ln(x) )
x→∞ x→∞
ln(4) + 2
1 1 1
ln(3) + ∞ ln(3) 1 ln(4) 1
= “ 2 2 “ = 2 = · = log3 (4)
ln(4) + ∞ ln(4)
2 ln(3) 2
1
= log3 (4 2 ) = log3 2

(d)
x 1
ex + x ex · (1 + ex ) ∞3 · (1 + ∞)
lim = lim = “ ∞1

x→∞ x7 + ln(x) x→∞ x7 · (1 + ln(x)
∞2 · (1 + )
x7 ∞2
1
∞ · (1 + ∞ ) ∞ · (1 + 0)
= “ 1 “ = “ = ∞
1+ ∞ 1+0

(e)
ln(x) ln(x) ∞1
ex + ln(x) ex · (1 + ex ) 1+
ex
1+ ∞2
lim 7 = lim x7