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Teil 1

Befreie Dich
aus dem Hamsterrad

von
Kristina Dimovska

„Die meisten Menschen gehen einer Arbeit nach, welche sie


nicht erfüllt. Um sich Dinge zu kaufen, die sie nicht
brauchen. Um damit Menschen zu beeindrucken, die sie
nicht mögen.“

Der Teufelskreis in drei Sätzen. :-)

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Inhaltsverzeichnis

Der ganz normale Wahnsinn......................................9


Die Macht der Gewohnheit.......................................12
Du bist größer als Du denkst....................................15
Es ist niemals zu spät.............................................17
Menschen die uns Wege zeigen................................18
Welcher Zweig ist es bei Dir?...................................20
Ganzheitlich FREI...................................................21
Der Equalizer und das Leben....................................22
Der Weg Deines Herzens ist der beste Schutz.............24
Der große Baumstamm “Arbeit”...............................33
Es sind doch “nur 8 Stunden”...................................34
Schlechter Deal.....................................................35
Die Welt ist nur ein Spiegel......................................36
Tu was Du liebst.....................................................38
Kleine Satire gefällig?.............................................42
Fühlen ist der Schlüssel...........................................46
Das Universum lässt sich nicht bescheissen................50
Bestes Navi der Welt...............................................53
Hinterher ist man immer schlauer.............................58
Aus Träume werden Schäume..................................59
Mut zu sich selbst zu stehen....................................61
Was denken wohl die anderen?................................62
Geld allein macht noch lange nicht glücklich...............66
Alte Muster loslassen..............................................68
Arbeit als Selbstverwirklichung.................................73
Die Frage aller Fragen.............................................74

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Vorwort von
Kurt Tepperwein

Dozent & Lebenslehrer

Internationale Akademie der


Wissenschaften

Dieses Leben findet uns zur Freude statt. Wir


sind hier, um zu lieben, zu lachen, zu lernen
und loszulassen, was unser Leben nicht
wirklich bereichert.

Beenden Sie noch heute, am besten gleich


„JETZT“ den beschwerlichen Weg des
Schmerzes und des Leidens und gehen Sie
den „Weg der Freude“.

Das geschieht, indem Sie ab sofort auf dem


„königlichen Weg der Erkenntnis“ lernen und
tun, was zu tun ist und „stimmig“ leben.

Leben, Liebe, Freundschaft, Gesundheit und


Glück sind dann kein Ziel mehr, sondern der
Weg und SIE spielen die Hauptrolle in diesem
„faszinierenden Spiel des Lebens“.

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Das Leben ist ein Spiegel, der dem Menschen
zeigt, WAS ER in dieses Leben
„hineingedacht“ hat und so „in Erscheinung“
ruft. Der Spiegel „Leben“ fügt nichts hinzu
und lässt nichts weg und zeigt nur, was IST.

Eigentlich sind es viele Spiegel:

Da ist der Spiegel unseres Denkens, unserer


Gefühle und Überzeugungen.

Der Spiegel unserer Ängste und Erwartungen,


unseres Selbstbildes und unserer Zuneigungen
und Abneigungen, unserer Gesundheit und
unserer wirtschaftlichen Situation.

Sobald sich unser „SOSEIN“ ändert, ändert


sich auch unser „Spiegel Leben“. Das Leben
lässt Ihr SOSEIN sichtbar werden, als Ihre
erlebte Realität.

Machen Sie sich einmal das „Geschenk dieses


Augenblicks“ bewusst. In diesem Augenblick
haben SIE die Macht, ALLES zu ändern: Ihr
Schicksal, Ihre Zukunft, Ihr ganzes Leben.

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Ihr ganzes Leben besteht aus solchen
einmaligen Augenblicken und JEDER
Augenblick ist eine „Chance zum Besseren“,
eine Tür in ein ganz neues Leben.

Der wichtigste Augenblick ist JETZT, denn


NUR JETZT können SIE alles ändern. Leben
heißt „wählen“. Das was wir „Realität“
nennen, ist die Summe unserer Gedanken,
Gefühle, unserer Vorstellungen und
Überzeugungen, unseres SOSEINS und NUR
indem wir uns ändern, ändert sich unsere
Realität.

Dabei geschieht ein Wunder. Reines


Bewusstsein tritt materiell „in Erscheinung“
als Realität. Sie können die Welt nicht neu er-
finden, sich und Ihr Leben schon –
JEDERZEIT.

JETZT wäre ein guter Zeitpunkt.

Fangen Sie gleich JETZT an, Ihre Zukunft


nach Ihren Wünschen zu gestalten. Das
beginnt damit, sich bewusst zu machen, was
Sie wollen. Die meisten Menschen wissen gar
nicht, was sie wollen, sie wissen nur, was sie
NICHT wollen. Fangen Sie gleich JETZT an,
den „Weg der Freude“ zu gehen.

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In JEDEM von uns schlummern Kräfte und
Fähigkeiten, von denen die meisten nicht
einmal zu träumen wagen und der
menschliche Geist ist erst zu einem ganz
geringen Teil entfaltet. Aber mit dem Geist ist
es wie mit einem Fallschirm: „Er nutzt nur
etwas, wenn er sich entfaltet“.

Ungeahnte Möglichkeiten haben wir bisher


nicht genutzt, weil wir sie noch gar nicht
entdeckt haben. In Wirklichkeit können wir
alle „zaubern“ und JEDER unserer Gedanken
verändert die Welt.

Machen Sie sich bewusst: Sie sind von Natur


aus ein Gewinner. Bei Ihrer Zeugung gingen
300 Millionen trainierte Athleten an den Start,
um ein einziges Ei zu befruchten. Nur einer
konnte gewinnen.
SIE HABEN GEWONNEN, sonst wären Sie
nicht hier. Sie SIND ein „Gewinner“.

Das ganze Leben ist ein Spiel, aber nur, wenn


Sie die „Spielregeln“ kennen und beachten.
Sie lernen die Regeln, während Sie spielen.
Als bewusster Spieler können Sie ALLES
bestimmen: Welches Spiel gespielt wird, ALS
WER Sie es spielen und vor allem, wie es
ausgeht.

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Also spielen Sie dieses Spiel als Gewinner.
Treten Sie JETZT ein, in das faszinierende
Abenteuer „wirklich zu leben“. Es hat gerade
begonnen.

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DER GANZ NORMALE WAHNSINN

Der Wecker läutet... Du wachst auf und quälst


Dich aus dem Bett. Nimmst noch „schnell“
ein kleines Frühstück zu Dir, so viel Zeit muss
ja sein, und machst Dich auf den Weg zur
Arbeit. Nicht gerade motiviert, nimmst Du
nun Deinen Platz ein, gehst in Gedanken noch
kurz die für den heutigen Tag anstehenden
Aufgaben durch, und beginnst nun diese
„abzuarbeiten“.

Auch der zwischenzeitliche Blick auf die Uhr


schafft es nicht Deine Stimmung zu heben,
immerhin sind es noch ganze drei Stunden bis
zur Brotzeit. In der Hoffnung, dass die Zeit
bis dahin vielleicht schneller vergeht, nimmst
Du Dir also vor, erstmal nicht mehr auf die
Uhr zu sehen und Dich stattdessen auf Deine
Arbeit zu konzentrieren.

Leichter gesagt, als getan. Irgendwie


schweifen die Gedanken ja doch immer
wieder ab.

Zu allem Überfluss steht jetzt auch noch der


nervige Kollege auf der Matte, welchem man
auf dem Parkplatz heute Morgen doch so
erfolgreich aus dem Weg gehen konnte, und

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macht die Zeit bis zur Pause geradezu
unerträglich.

Das einzige was es heute noch vermag Dich


zu motivieren, ist die Tatsache, dass es ja
schon Mittwoch ist. Nur noch zwei weitere
Tage und Du hast Deine Freiheit zurück. Ach
und vielleicht auch der Gedanke an die
leckere Brotzeit, welche doch gleich sein
müsste, oder... (Blick auf die Uhr) Waaaaas?
Noch eine ganze Stunde und 25 Minuten?

Kommt Dir das vielleicht bekannt vor? Ja?


So sah auch für mich, sowie für die Meisten,
ein ganz normaler Tag aus.

Montag´s noch zu Tode betrübt und Freitag`s


wieder himmelhochjauchzend im Hinblick auf
das Wochenende.

Oberflächlich betrachtet könnte man meinen,


es läge vielleicht an der Montagsenergie ;-),
aber wie heißt es doch so schön: „Nicht die
Montage sind scheiße, sondern eure Jobs!“
oder da fällt mir gleich noch einer ein: „Die
ersten 5 Tage nach dem Wochenende sind
immer die schwersten.“
Und noch einer: “Halte durch, bald ist
Freitag.“

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Na zum Glück ist uns wenigstens der Humor
nicht abhanden gekommen, so stehen wir die
Woche leichter durch und machen uns mit
Witz & Charme zudem noch bei unseren
Kollegen beliebt. Kann ja nicht schaden, ge.
Vielleicht schaffen wir es gleichzeitig auch,
dem „ach so blöden“ Chef noch ein Lächeln
ins Gesicht zu zaubern. Zum einen hat er es
bitter nötig, und zum anderen erklimmt sich
die Karriereleiter ja auch nicht NUR durch
anständige und harte Arbeit, wie ja
mittlerweile schon jedes Kind weiß. ;-)

Wenn ich Dich jetzt durch meine etwas


„belustigende“ Beschreibung zum Lachen
bringen konnte, dann freut mich das natürlich.
Aber wenn ich darüber nachdenke, dass das
für den Großteil der Menschen der alltägliche
Wahnsinn ist, und dieser für die nächsten 40
bis 50 Jahre – unter dem Deckmantel
„Sicherheit“- anhält, dann stimmt mich das
sehr traurig.

Aber hauptsächlich deshalb, weil sie es als


„NORMAL“ hinnehmen, und daher schon gar
nicht mehr hinterfragen. Meistens sind es
sogar sie selbst, die ein Argument nach dem
anderen bringen, warum sie sich nicht
beschweren dürften. „Immerhin ist der Job

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sicher, ich werde gut bezahlt und außerdem
sind es ja nur 8 Stunden. Solange ich mir
damit das Leben leisten kann, was ich will, ist
das schon in Ordnung.“

Es sind aber eben nicht einfach „nur 8


Stunden“. Und weshalb nicht, werde ich
noch in den nächsten Kapiteln näher
beleuchten. Aber nun gibt es erstmal eine
kurze Geschichte...

DIE MACHT DER GEWOHNHEIT

Weißt Du eigentlich wie es einem Dompteur


gelingt, einen Elefanten mit nur einem ganz
einfachen Trick zu beherrschen?

Er bindet das Elefantenkind mit einem Fuß an


einen riesengroßen Baumstamm. Dieses wehrt
sich jetzt natürlich mit ganzer Kraft, aber
kann sich leider nicht befreien. Mit der Zeit
gibt der kleine Elefant schließlich auf. Ganz
allmählich gewöhnt er sich nämlich daran,
dass der Baumstamm nun einmal stärker ist
als er selbst. Und so beschränkt sich fortan
sein gesamter Lebensraum gerade mal auf die
Länge seiner Leine.

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Wenn er dann erwachsen ist und folglich auch
über seine ungeheure Kraft verfügt, braucht
man dieses Mal dennoch nur eine dünne
Schnur an seinem Bein zu befestigen und ihn
damit an einem Zweig anzubinden. Denn der
große, starke Elefant wird jetzt nicht einmal
mehr versuchen sich davon loszureissen. Und
weißt Du auch warum nicht?

Da er sich nämlich noch ganz genau daran


erinnert, wie er diesen Versuch bereits
unzählige Male, vergebens unternahm.
Dabei müsste er ja jetzt einfach nur so weit
gehen, wie seine Schnur es zulässt- bis an
seine Grenze sozusagen. Und dann lediglich
einen Schritt darüber hinaus wagen. Schon
würde die Schnur reissen oder der Zweig
knicken. Und er wäre frei....

Das eigentliche Hindernis, zwischen dem


Elefanten und seiner ersehnten Freiheit,
befindet sich also schon längst nicht mehr im
Außen, wie Du siehst. Es besteht lediglich in
seinem Kopf, in Form seiner Erinnerungen
und Überzeugungen.

Würde er nun die Fähigkeit besitzen, sich


diese Überzeugungen ins Bewusstsein zu
rufen um sie auf ihre Richtigkeit hin zu prüfen

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bzw. zu sehen, inwieweit diese noch mit der
aktuellen Lage übereinstimmen - so würde er
sie wohl ganz schnell wieder über Bord
werfen und natürlich durch für ihn förderliche
ersetzen. Da er ja sieht wie hinderlich seine
alten heute sind - denn immerhin kosten sie
ihn seine Freiheit.

Du merkst wahrscheinlich schon worauf ich


mit meiner Geschichte hinaus will, habe ich
Recht?

Denn wie bei dem Elefanten, sind auch unsere


größten und wenn nicht sogar einzigen
Hindernisse, NUR in unserem Kopf. Getarnt
als (falsche) Überzeugungen und
Glaubenssätze.

Und wer sich einmal ein wenig mit der


Quantenpyhsik oder der
Bewusstseinsforschung befasst hat, der ist
sich spätestens seitdem der enormen
Tragweite seiner Überzeugungen sowie
Glaubensvorstellungen bewusst. Hat uns doch
unsere moderne Physik sogar bewiesen, dass
es letztlich diese sind, nach welchen sich
unsere Realität erst gestaltet.

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Möchte man also auch einen Menschen
beherrschen, so muss man lediglich ziemlich
früh an seinem Geist ansetzen und sein
Bewusstsein begrenzen. Indem man ihm
einfach demonstriert bzw. ihn davon
überzeugt, dass alles um ihn herum mächtiger
ist als er selbst, und er zudem keinerlei
Einfluss darauf hat was ihm in seinem Leben
widerfährt.

Am besten gibt man dem ganzen Drama noch


den Namen „Schicksal“... und die Soße ist
perfekt. Er wird sich sein ganzes Leben lang
klein und ohnmächtig fühlen, und fortan von
ganz alleine im Zaum halten. Sowie seine
geistigen Ketten vehement gegen jeden
verteidigen, der ihm dabei helfen will, sie
endlich zu sprengen. Er wird zu seinem
eigenen Wärter, könnte man sagen.

DU BIST GRÖßER ALS DU DENKST

So stecken also auch unsere Füße nur in einer


dünnen Schlinge.
Doch da man uns von Kindesbeinen an,
metaphorisch gesprochen: an die Macht
„unseres Baumstammes“ , der kurzen Leine
und der damit einhergehenden Grenze
gewöhnt hat, wagen wir es, heute als

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Erwachsene, nicht einmal mehr, diese auch
nur ansatzweise zu überschreiten.

Aber hätten wir endlich mal den Mut dazu, so


würden wir schnell bemerken, dass dieser
einst so große „Baumstamm“ im Vergleich zu
unserer wahren Größe, letztlich ja doch nur
noch ein „Zweig“ ist.

Als Kind hatten wir diesen Mut. Da war doch


jede Grenze die man uns vor die Nase hielt,
lediglich eine Herausforderung, natürlich
auch diese noch zu überwinden. So wie
bereits schon die unzähligen davor. Mit der
großen Vorfreude auf ein Erleben des uns
Unbekannten und Unerlaubten. Ach ja, welch
spannendes Abenteuer das Leben damals noch
war. :-) Wir liebten es, mit all seinen
Wagnissen und Herausforderungen.

Doch irgendwann einmal gaben auch wir uns


geschlagen, und gewöhnten uns allmählich an
unsere Leine(n). Bald empfanden wir sie
sogar schon als so normal und richtig, dass
wir die Wenigen unter uns, welche sich noch
ihren Mut bewahrten und somit von einem
Leben außerhalb unserer Grenzlinie berichten
konnten, sofort an den Pranger stellten. Hätten
wir ihnen stattdessen aber einfach mal

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zugehört, sie gefragt wie es da aussieht und
wie auch wir es dort hin schaffen können,
dann wäre uns vielleicht vieles erspart
geblieben.

ES IST NIEMALS ZU SPÄT

Aber früher oder später führen schließlich alle


Wege nach Rom. Und besser spät als nie,
nicht wahr? Egal welchen Weg wir
einschlagen, wir alle werden irgendwann
einmal - sofern wir diesen auch zu Ende
gehen - „ankommen“, soviel steht schon mal
fest. Wir brauchen uns darüber also nicht zu
sorgen.

Da jedoch die Meisten von uns mittlerweile


schon viel zu viele Umwege gegangen sind,
während andere sich noch inmitten eines
solchen befinden, ist es allmählich an der
Zeit, die Abkürzungen zu wählen. Meinst Du
nicht auch?

Denn es muss nicht immer der lange und


steinige Weg sein. Auch wenn
zugegebenermaßen der Großteil unter uns,
leider oftmals erst dann bereit ist, sich endlich
zu ent-wickeln. Aber wie gesagt, es geht auch
anders. Lasst uns das Leben langsam wieder

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zu dem wunderschönen und freudvollen
Abenteuer machen, als welches es
ursprünglich eigentlich gedacht war. Ein
Spiel, in welchem ein jeder von uns, sich als
der große „Schöpfer“ erkennt, welcher er von
Natur aus ist, stets war und auch immer sein
wird. Dann wird das Leben auch wieder schön
und leicht. Und wir werden es „feiern
wollen“, anstatt es wie bisher nur „überleben
zu müssen.“ ;-)

MENSCHEN DIE UNS WEGE ZEIGEN

Glücklicherweise gibt es mittlerweile immer


mehr Menschen, die ihre Grenzen bereits
überschritten haben und sich so ihrer wahren
Größe gewahr wurden. Menschen, welche es
vermochten, die Hindernisse ihres Geistes zu
erkennen und sich schließlich davon zu
befreien. Die sich nicht länger einschränken
liessen, daher ihr unerschöpfliches Potenzial
leben und den Weg ihres Herzens gehen.

Und nun ist es uns gelungen, einige dieser


herausragenden Persönlichkeiten für unseren
Kongress zu gewinnen. Bei welchem sie ihre
wertvollen Erfahrungen und
lebensverändernden Weisheiten mit jedem
von uns teilen. Sowie uns jene Abkürzungen

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aufzeigen, dank welchen wir auf direktem
Wege zu einem freien, gesunden und vor
allem glücklichen Leben gelangen können.

Wir haben hierfür einige der besten


Expertinnen und Experten eingeladen,
welche wir im Laufe der Jahre kennenlernen
durften. Die bereits uns auf unserem Weg
inspiriert und weitergebracht haben, sodass
wir deren Message unbedingt an Dich und
so viele Menschen wie nur möglich
weitergeben möchten. Genau deshalb machen
wir diesen Kongress. Denn wir wünschen uns
wirklich von ganzem Herzen, dass jeder
Mensch auf unserem Planeten, ein zutiefst
erfülltes, gesundes und freies Leben führen
kann. Frei von Angst und frei von
Fremdbestimmung.

Denn nur wenn jeder Einzelne von uns


endlich glücklich ist - damit meine ich
vollkommen glücklich, und ja das ist möglich
;-) - kann daraus eine friedvolle Welt und ein
harmonisches Miteinander entstehen. Wir
wünschen uns eine Welt, in welcher
gegenseitiges Wohlwollen, Wertschätzung,
Mitgefühl und Vertrauen an der Tagesordnung
stehen, und in der wir Seite an Seite unser
aller Leben zu einem reinen Freudenfest

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gestalten. Allein bei der Vorstellung daran,
beginnt mein Herz zu hüpfen. Deines nicht
auch? Ja? Na dann ist es definitiv an der Zeit,
dass Du gleich damit anfängst, Deinen
Beitrag hierfür zu leisten. Welcher ganz
einfach darin besteht, dass Du endlich das
Leben lebst, welches Du auch wirklich
leben willst. So einfach soll das sein? Ja, so
einfach ist es.

Du ahnst ja kaum, was Dein Glück in der Welt


um Dich herum bewirkt... es ist gigantisch, so
viel sei an dieser Stelle schon mal gesagt.
Also, packen wir es an... worauf warten wir
noch?

WELCHER ZWEIG IST ES BEI DIR?

Um Dich nun endlich aus Deiner dünnen


Schlinge zu befreien, solltest Du jetzt am
besten mal kurz inne halten und Dir erst
einmal bewusst machen, welcher „Zweig“ es
denn in Deinem Leben ist, der bis dato noch
wie ein großer Baumstamm auf Dich wirkt.
Oder besser gesagt, bei welchem Thema Du
durch bestimmte, alte und begrenzende
Glaubenssätze gefühlt noch „wie an einem
Baum festhängst“. Wir Menschen haben,
verglichen mit unserem Elefanten, meist noch

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viel mehr kleine Zweige, an welchen wir
festhängen. Sogar sehr viele mehr. Und diese
gilt es zunächst für sich ausfindig zu machen.
Denn um etwas in unserem Leben verändern
zu können, müssen wir uns dessen natürlich
immer erst bewusst werden. Sonst erkennt
man es einfach nicht als Fessel und wundert
sich dann im Verlauf seines Lebens immer
wieder, welche unglaubliche Kraft es wohl ist,
die einen stets am Weitergehen hindert.

GANZHEITLICH FREI

Zudem ist es unbedingt vonnöten, Dich in


Deiner Ganzheit zu erkennen. Denn wie Du
weißt, vereint der Mensch drei wesentliche
Aspekte in sich: Körper, Geist und Seele. Es
ist also von größter Bedeutung, Dich auch
stets danach auszurichten und möglichst
keinen Teil zu vernachlässigen.

Wir haben nämlich in den zahlreichen Jahren


unserer Bewusstwerdung miterlebt, dass
extrem viele Menschen, darunter selbst
spirituelle Lehrer, die es doch eigentlich
besser wissen müssten, oftmals einen dieser
drei Aspekte außer Acht ließen. Und sich dann
wunderten, dass ihre Erleuchtung noch immer
auf sich warten ließ.

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Die einen nehmen den Geist als Maß aller
Dinge, und rechtfertigen so jede Schandtat die
sie ihrem oder einem anderen Körper (Tiere)
antun. Während die anderen sich komplett auf
ihren Körper einschiessen und alles andere
bzw. Geistige als Humbug abtun. So wundern
sich am Ende beide, weshalb sie noch immer
nicht das absolute Wohlbefinden erreichen
konnten, dass sie sich doch schon so lange
innigst wünschen.

DER EQUALIZER UND DAS LEBEN

Ich kann mich noch gut an das Gleichnis


erinnern, mit dessen Hilfe mein Vater mir als
Kind nahebringen wollte, wie das Leben
funktioniert. Er sagte: „Schau, im Leben ist es
ungefähr wie bei diesem Equalizer.“ Wir
gingen gemeinsam an unsere Stereoanlage
und er fuhr fort: „Siehst du diese Regler hier?
Jeder einzelne steht für jeweils einen Bereich
in Deinem Leben. Sagen wir der erste hier
steht für Deine Gesundheit. Der zweite für
Deine Arbeit. Der dritte für Deine Wohnung.
Der vierte für Deine Familie. Der fünfte für
Dein Auto... usw...
Du musst immer darauf achten, dass alle
Regler ungefähr gleichmäßig angezogen bzw.
erhöht werden, wenn Du die Lautstärke der

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Musik auf unserer Stereoanlage aufdrehen
möchtest. Denn nur so bleibt der Klang
harmonisch. Ziehst Du nämlich einen der
Regler zu schnell und zu weit nach oben, ohne
dich gleichzeitig auch um die anderen zu
kümmern, entsteht ein sehr disharmonischer
Ton. Und so ähnlich verhält es sich mit dem
Leben.

Wenn Du fast Dein ganzes Geld für ein teures


Auto ausgibst,“ - dabei zog er den Regler der
für das Auto stand ganz weit nach oben,
während er den für die Wohnung, sowie alle
anderen, nicht anrührte - „und zum Beispiel
alles in Deiner Wohnung vernachlässigst, Dir
die billigsten Möbel kaufst, Dir keine
Waschmaschine mehr leisten kannst usw...,
dann wird das früher oder später für
Disharmonie in Deinem Leben sorgen.

Da Du dich jedes Mal darüber ärgern wirst,


wenn das Sofa, trotz Deines Fliegengewichts,
halb unter Dir zusammenbricht und Du Deine
dreckige Wäsche nun mit der Hand waschen
musst, was Dich sehr viel Zeit und Nerven
kostet. Dabei wird Dich der Spaß, welchen du
dann mit Deinem Auto auf der Straße hast,
nur für kurze Zeit erfreuen, nämlich so lange
bis es wieder zurück in die Wohnung geht, in

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der Du noch den riesen Berg an Wäsche vor
Dir hast...“

Bei dem Gedanken daran musste ich immer


lachen.

Und so führte er auch die Beispiele mit den


anderen Lebensbereichen aus. Den Rest
kannst Du Dir ja bestimmt selber denken. :-)
Anhand dieser so lebendigen und
kindgerechten Lehrstunde, verstand ich die
Analogie sofort. Und habe das Beispiel mit
dem Equalizer selbst heute noch stets im
Hinterkopf.

Mit anderen Worten: Es ging darum, das


Leben ganzheitlich zu leben. Nur erklär das
mal einem Kind, ohne die Hilfe einer
Stereoanlage. ;-)

DER WEG DEINES HERZENS IST DER


BESTE SCHUTZ

Ja, die wenigsten leben heute noch wirklich


ganzheitlich.
Der eine läuft nur dem Geld hinterher und
scheitert an seiner Gesundheit. Der andere
achtet streng auf seine gesunde Ernährung,
nimmt aber gleichzeitig permanent „geistiges

24
Fastfood“ zu sich. (Was sich hinter dem
Begriff so alles verbirgt, das wirklich kaum
einer ahnt, werde ich ausführlich in einem
weiteren Teil unserer E-Book-Reihe erklären)

Aber all diese Ungleichgewichte können auf


Dauer nicht glücklich machen.

Denn der von dir vernachlässigte Teil Deiner


Selbst wird Dich immer wieder blockieren,
um nun endlich auch gesehen und gut
behandelt zu werden. In welcher Form diese
Blockade dann auftritt und wie lange sie
zudem anhält, hängt ganz allein vom Grad
Deiner Erkenntnisfähigkeit ab. Und Deiner
Bereitschaft zur Veränderung, nachdem Du
die Botschaften Deiner Blockaden bzw.
Symptome nun endlich erkannt hast.

Aber wie oben bereits erwähnt, muss es nicht


immer der schwierige Weg sein. Denn wenn
wir achtsam und bewusst genug durchs
Leben gehen, daher auch frühzeitig die
Zeichen für irgendeine Einseitigkeit - und
daraus folgenden Disharmonie - in unserer
Lebensweise erkennen, wird unser Körper
oder das Leben selbst, keine Notwendigkeit
darin sehen, die Notbremse zu ziehen. Denn
für gewöhnlich geschieht das nämlich

25
irgendwann, sobald Du lange genug den
falschen Weg für Dich einschlägst.

Bevor sie dich jedoch total ausbremst -


erhältst Du vom Leben erst noch sehr häufig
die Gelegenheit - wieder ganz von selbst auf
Kurs zu kommen. Anfangs noch in Form von
kleinen Zeichen, die von Dir erkannt werden
wollen. Später sind es dann schon die ein oder
anderen Wehwehchen oder ungünstigen
Umstände, welche Dir die Augen öffnen
sollen. Passiert aber noch immer nichts,
werden nun die etwas größeren Geschütze
hochgefahren. So ereignet sich vielleicht mal
der ein oder andere Unfall. Und hat man den
Schuss immernoch
nicht gehört - so gibt es ja noch die
Notbremse. Das sind dann meist die in
unserer Gesellschaft ziemlich ungern
ausgesprochenen Krankheiten. Da sie ja als
„unheilbar“ angesehen werden.

Wenn man aber die Brille unserer verqueren


Weltsicht erst einmal abnimmt, die man uns
im Laufe der Zeit leider unmerklich
aufgesetzt hat, dann erkennt man selbst diese
angsteinflößenden, schrecklichen
Krankheiten, als das was sie sind:

26
Der beste Schutz, dass wir endlich das
leben, was wir auch wirklich von Herzen
wollen und uns glücklich macht.

Tja, so funktioniert das nun mal, das


Universum steigert DIR ZULIEBE
kontinuierlich Dein Leid, bis Du es Dir
endlich erlaubst, ganz Du selbst zu sein.
Indem du nämlich nur noch und
ausschließlich das lebst, was Du auch
wirklich leben willst! Ist das nicht genial?!

Das mag einem vielleicht im ersten Moment


grausam vorkommen, besonders wenn man
gerade auch noch krank oder unfallbedingt
stillgelegt ist. Aber stell Dir doch nur mal vor
- es gäbe diesen Schutz nicht. Was würdest
Du trotz aufkommender Unzufriedenheit
schon groß ändern? Du würdest doch Dein
ganzes Leben lang so weitermachen wie
bisher, oder etwa nicht? Selbst wenn es Dich
nicht wirklich glücklich macht. Nach dem
Motto: „Mir geht es doch eigentlich ganz gut,
im Vergleich zu den Menschen aus den
Entwicklungsländern, welche man uns im
Fernsehen immer zeigt...die haben ja gar
nichts.“

27
Diese ewigen Vergleiche mit den schlechteren
Fällen, sind übrigens ein ganz gefährliches
(und teils auch gewolltes) Unterfangen. Wird
es Dir doch jedes Mal, sobald Du nach
höherem zu Streben suchst, den Wind aus den
Segeln nehmen und Deine Motivation im
Keim ersticken. Weil sich Dein schlechtes
Gewissen zu Wort meldet und dir sagt: Sei
lieber zufrieden, und verlange nicht mehr vom
Leben, solange es Dir gegenüber so gnädig
ist, und Dich mit dem Nötigsten versorgt!

Aber zufrieden sein oder glücklich sein, sind


zwei grundverschiedene Paar Stiefel. Und das
uns eingeflößte schlechte Gewissen
gegenüber denen die gar nichts haben, sobald
wir für uns selber das Beste anstreben was das
Leben zu bieten hat, ist hier total fehl am
Platz. Denn keiner hat etwas davon, sobald
wir auf unseren Anspruch auf ein glückliches
und erfülltes Leben verzichten. Es ist genau
andersherum.

Die Welt hat erst etwas davon, wenn es Dir so


richtig gut geht. Du kannst den Menschen
nämlich nur dann wirklich helfen, wenn Du in
erster Linie Dir selber hilfst. Auch wenn das
jetzt für Dich vielleicht egoistisch klingen
mag, dass man erst auf sich selbst und dann

28
auf die anderen schauen soll - hat man es uns
doch unser ganzes Leben lang genau
andersherum beigebracht - dann gib mir bitte
die Chance es zu erklären. Vielleicht siehst
Du es danach sogar genauso.

Also wie gesagt, ich behaupte, dass genau das


Gegenteil der Fall ist. Denn es gibt keine
egoistischeren Menschen, als jene, welchen es
nicht gut geht. Du weißt nicht was ich damit
meine? Dann geh doch mal raus und achte
diesmal bewusst darauf, worüber kranke oder
problembehaftete Menschen zum größten Teil
reden? Geht es in solchen Gesprächen denn
nicht meist um ihre eigenen Beschwerden?
Oder erinnere Dich doch einfach mal an die
Tage, an welchen es Dir so richtig mies ging.
Sei es körperlich oder psychisch. Und jetzt
frage ich Dich: Hast Du dabei auch nur eine
einzige Sekunde an die Probleme der anderen
gedacht? Oder wie Du ihnen helfen kannst,
damit es ihnen besser geht? Ja? Dann wärst
Du eine ziemlich große Ausnahme. ;-)

Denn im Normalfall ist man nur mit seinem


eigenen Unwohlsein beschäftigt. Und hat
zudem eine äußerst geringe
Aufmerksamkeitsspanne, sodass man nicht
einmal mehr das Gute um sich herum

29
mitbekommt. Also wie soll man dann noch
etwas Gutes für die Welt tun? In solch einer
Verfassung ist man weder ein guter
Partner/gute Partnerin, eine gute
Freundin/guter Freund, oder eine gute
Mutter/guter Vater...
Da man aufgrund mangelnder Energie ja nicht
ganz präsent ist bzw. sein kann.

Ist man hingegen total in seiner Kraft,


überglücklich und gesund, weitet sich das
Bewusstsein, in dem dann auch die ärmeren
Menschen ihren Platz finden. Du wirst so vor
Energie strotzen und alles erdenkliche tun, um
Dein Glück mit so vielen Menschen wie nur
möglich zu teilen. Und zwar ganz
automatisch.

Ich hoffe Du verstehst mich jetzt, wenn ich


dazu rate, Dich zuerst um Dich selber zu
kümmern. Danach hast Du auch die Kraft um
der Welt zu dienen.

Und falls Du aber noch ein wenig an meiner


These zweifelst, dann würde ich Dich noch
gerne an den Notfallplan im Flugzeug
erinnern. Wird uns hier denn nicht zu Beginn
einer jeden Reise demonstriert, dass wir uns
unbedingt erst selbst mit der Sauerstoffmaske

30
versorgen sollen, bevor wir dann auch
anderen zur Hilfe eilen können?

Aber nun nochmal zurück zu unserer


Notbremse... Jetzt mal ganz ehrlich, ich
verrate es auch keinem: Hast Du nicht meist
erst nach einer Krankheit gelernt, bewusster
und besser mit Dir selbst umzugehen? Stellen
denn die meisten Menschen nicht erst dann
ihre Ernährung auf eine gesündere um, wenn
ihnen ihre schlechte körperliche Verfassung
nichts anderes mehr übrig lässt?
Beginnt der Großteil von uns sich denn nicht
erst dann um einen neuen bzw. besseren Job
zu bemühen, wenn der nervliche
Zusammenbruch am Arbeitsplatz keine andere
Möglichkeit mehr bietet?

Gäbe es also diese gewisse „Notbremse“


nicht, würdest Du Dein ganzes Leben damit
vergeuden, etwas zu leben, was Dich nicht
erfüllt! Denn von alleine würdest Du gewiss
nicht aus Deiner Komfortzone treten - oder
etwa doch? Dann gehörst Du wieder mal zu
den wenigen, welche die Weisheit hinter dem
Ausspruch „Vorbeugen ist besser als
Heilen“ wirklich in Gänze verstanden haben.
Gratuliere! ;-)

31
Wir erkennen hierbei also: das Universum
arbeitet immer nur für Dich. Denn es ist die
Liebe welche Dich krank macht – damit Du
umkehrst, weil Du den für Dich falschen Weg
eingeschlagen hast, der Dich niemals
glücklich machen kann. Und es ist auch keine
geringere Kraft als die Liebe, die Dich heilt,
wenn Du wieder auf Spur bist! Und sie heilt
Dich wirklich von allem, denn unheilbare
Krankheiten gibt es im Grunde nicht. Es geht
nämlich dabei stets NUR um die Frage: Gehe
ich meinen Herzensweg oder gehe ich den
Weg, welchen andere für mich vorgesehen
haben?

Du glaubst mir nicht? Wie Recht Du hast:


glaube mir nichts von all dem was ich hier
schreibe - sondern prüfe es selbst. Und Du
wirst auf ziemlich interessante Menschen mit
faszinierenden, sowie inspirierenden
Lebenserfahrungen stoßen - von denen Dir
letztere nicht nur die Augen öffnen, sondern
auch Dein altes Weltbild auf den Kopf stellen
werden.

Wir sollten also uns zuliebe wieder


ganzheitlich werden. Denn nur wenn wir uns
um alle Teile gleichermaßen kümmern, und
somit unseren Körper, unsere Seele sowie

32
unseren Geist wieder in Einklang bringen,
können wir in unserer ganzen Kraft wirken
und uns ein wunderbares Leben erschaffen.

DER GROSSE BAUMSTAMM „ARBEIT“

Wie anfangs bereits erwähnt gibt es, bildlich


gesprochen, ziemlich viele Zweige an welche
wir angebunden sind. Einige davon mögen
uns wie etwas größere, mächtigere
Baumstämme erscheinen, andere widerum
bleiben - selbst in unserem jetztigen
Bewusstsein - lediglich kleine Zweige.
Dennoch, wenn auch nur mit geringerer Kraft,
stören sie und hindern uns ebenfalls an
unserem Vorankommen. Aber um diese
kleinen Zweige wollen wir uns jetzt vorerst
noch nicht kümmern. Es steht eine ganze E-
Book-Reihe aus, in welcher wir noch auf alle
Aspekte unseres Alltags eingehen werden,
sowie den darin enthaltenen Stolpersteinen,
die uns im Wege stehen um ein „ganzheitlich
freies“ Leben zu führen. Und wir werden
natürlich tolle, als auch einfache Lösungen
aufzeigen, wie wir uns davon befreien
können.

Aber jetzt gilt es, erstmal eines der größten


Hindernisse dingfest zu machen. Und da jeder

33
von uns täglich an diesen Ort geht, und meist
den ganzen Tag dort verbringt, sind unsere
damit verbundenen Glaubenssätze sogar ein
ziemlich großer Baumstamm in unser aller
Leben. Sofern man an diesem Ort nicht
gerade das tut, wofür man sich wirklich
berufen fühlt. Aber da dies eben in den
seltensten Fällen zutrifft, widmen wir unseren
ersten Teil unserer E-Book-Reihe dem großen
Baumstamm: ARBEIT!

ES SIND DOCH „NUR 8 STUNDEN“

Aber wie gesagt, es sind eben nicht „nur 8


Stunden“. Der Tag hat 24 Stunden, im Schnitt
schlafen wir so um die 7 Stunden, bleiben
also noch 17. Davon sind wir 8 Stunden in der
Arbeit und können gleich noch die Zeit
addieren, welche wir für die Vorbereitung, die
Hin- und die Rückfahrt brauchen. Sagen wir
mal, das wären dann ungefähr 2 Stunden, die
dafür drauf gehen. Also sind wir insgesamt
schon bei 10, in denen unsere Arbeit uns
einnimmt. Ziehen wir diese nun von den 17
Stunden ab, bleiben noch genau 7 für unseren
Feierabend. Nach meiner Rechnung
verbringen wir also während unseres
Wachbewusstseins, mehr Zeit in der Arbeit
und mit

34
den Kollegen als daheim mit unserer Familie.
Und wenn wir danach noch ein paar Dinge zu
erledigen haben, ist der Tag schon so gut wie
vorbei.

Das war jetzt nur mal eine grobe Rechnung,


eine Stunde mehr oder weniger machen hier
kaum noch einen Unterschied. Denn so oder
so, sind 8 Std. der Großteil unseres Tages. Ich
glaube der Sinn meiner Rechnung lässt sich
deutlich erkennen?

SCHLECHTER DEAL

Was ist also der Deal den wir bei der ganzen
Sache eingehen? Wenn wir fünf Tage etwas
tun, was uns wenig bis keine Freude bereitet
nur um zwei Tage frei zu haben? Wir tauschen
also fünf gegen zwei. Nicht besonders clever,
oder was sagst Du?

Worauf ich hinaus will, ist, dass wir


dahingehend einen der größten Irrtümer
begehen. Nämlich zu glauben, dass ein Job
hauptsächlich dazu da ist, um Geld zu
verdienen. Klar brauchen wir alle Geld, in
welcher Menge hängt natürlich von den
individuellen Bedürfnissen jedes Einzelnen
ab. Aber zu glauben, dass Dir die Arbeit

35
keinen Spaß machen muss bzw. Dich nicht
einmal ansatzweise erfüllen sollte, ist ein
Trugschluss.
Zum einen verbringen wir ja, wie Du oben
sehen konntest, die meiste Zeit unseres Tages
an diesem Ort.

Und zum anderen läuft das Spiel eigentlich


genau andersherum, als wie man es uns zu
spielen beigebracht hat. Erst kommt der
glückliche, erfüllte Mensch (also das Innere)
und zwangsläufig spiegelt sich dann diese
innere Fülle auch in seinem Leben wieder
(das Äußere). In Form von Gesundheit, Glück
und Wohlstand bzw. finanziellem Überfluss.
Denn wie innen, so auch außen.

DIE WELT IST NUR EIN SPIEGEL

Beschäftigt man sich erstmal mit dem


Bewusstsein ziemlich erfolgreicher und vor
allem glücklicher Menschen, dann weiß man,
dass deren großer Erfolg nur die logische
Folge ist, von deren Anwendung der
natürlichen geistigen Gesetzmäßigkeiten
unseres Universums (Von denen man uns in
der Schule leider nie etwas beigebracht hat).

36
Und dass, wenn man seine Berufung
gefunden hat und dadurch ganz bei sich ist,
in Harmonie und Einklang sozusagen, die
finanzielle Fülle und die damit einhergehende
Freiheit von ganz alleine folgt. Und zwar als
natürliche Konsequenz einer entsprechenden
Energieausstrahlung, einem bestimmten
Schwingungsniveau unsererseits.

Alles was Dir im Außen begegnet, ist


lediglich ein Spiegel Deines Bewusstseins.
Und Geld ist ja letztendlich auch nur Energie
(so wie alles andere um uns herum), und
somit ein Ausdruck bzw. das Ergebnis unserer
Schwingung. Und wie schwingen wir, wenn
wir etwas tun, dass uns keinerlei oder nur
wenig Freude bereitet, und das auch noch den
überwiegenden Teil unseres Tages, fünf mal
die Woche, bis zur Rente...? Nicht besonders
hoch oder? Und was strahlen wir dadurch
permanent aus? Mangel. Denn wir sind ja
dann ständig im Mangel. Uns mangelt es an
Freude, an Erfülltsein, an Glück, an Freiheit...
und am Ende auch an Geld. Weil wenn Du
dauerhaft Mangel ausstrahlst, diese
Ausstrahlung auch mit Mangel in Resonanz
geht, und Dir davon nur noch mehr in Dein
Leben bringt. Gemäß dem geistigen Gesetz:

37
Du bist was Du denkst, was Du denkst
strahlst Du aus und was Du ausstrahlst
ziehst Du an.

Wie heißt es im Volksmund: „Ich lebe nicht


um zu arbeiten, sondern ich arbeite um zu
leben.“ Auch ich habe diesen Spruch früher
ziemlich oft benutzt, da ich damit zum
Ausdruck bringen wollte, dass die Arbeit
nicht mein Leben bestimmen soll. Aber Du
und jeder, der sich dieses Spruches bedient,
sollte allmählich verstehen, dass die Arbeit
ja bereits Dein Leben bestimmt. Wenn sie es
nicht vermag, Dich in den 8 kostbaren
Stunden Deines Tages zu erfüllen und Dir
einen größeren Sinn zu bieten, als nur Deine
Existenzgrundlage als gesichert zu wissen. Du
es jedoch genau wegen letzterem, also des
Geldes wegen, niemals wagen würdest
endlich auszusteigen. Also wenn das nicht
schon unter Fremdbestimmung fällt...

TU WAS DU LIEBST

Also sollten wir doch erkennen, dass wir uns


in erster Linie nur darum kümmern sollten,
dass es uns gut geht bei dem was wir tun. Und
unsere Seele sowie folglich auch, früher oder
später, unsere Gesundheit nicht des Geldes

38
wegen opfern. Der ein oder andere wird jetzt
vielleicht einwenden, dass man sich nicht
immer den Job seiner Träume aussuchen
kann, da man ja aufgrund seiner Kindheit
nicht die besten Voraussetzungen hat und
dann eben auch mal Kompromisse eingehen
muss, gerade wenn man die Verantwortung
für eine Familie trägt. Hungrige Kinder
interessiert es wenig, ob dem Papa oder der
Mama der Job gefällt oder nicht - der
Kühlschrank muss gefüllt werden...
Das sehe ich auch so.

Dennoch sollten wir diesen Kompromiss nicht


lange eingehen. Und was die „schlechten
Voraussetzungen“ betrifft, so schafft man sich
eben „ab heute“ die besten. Wir machen
meistens den Fehler uns anhand von
vergangenen Geschichten zu definieren. Und
das unser ganzes Leben lang. Aber es sind nur
Erfahrungen, die wir gemacht haben. Nichts
weiter. Wir sind nicht diese Erfahrungen.
Klar, sie mögen uns geprägt haben. Teilweise
sogar tief und stark. Aber das macht nur einen
winzig kleinen Teil von uns aus, verglichen
mit dem was wir in Wirklichkeit sind. Wir
haben jeden Tag die Möglichkeit aufs Neue zu
entscheiden, wer und wie wir sein wollen.
Aufgrund dieser Entscheidung entstehen die

39
Voraussetzungen. Deine Entscheidung im
JETZT bestimmt Deine Zukunft. Zudem
sollte man sich auch bewusst machen, dass es
immer nur das JETZT gibt. Was anderes
haben wir nicht. Also sollten wir uns nicht
länger in der Vergangenheit aufhalten, sonst
erschafft man sich für seine Zukunft nur
wieder den alten Mist, den man eigentlich
doch gar nicht mehr haben wollte. Daher ist
es so wichtig seine Aufmerksamkeit nur
darauf zu richten, was man in Zukunft auch
wirklich in seinem Leben erleben will. Wir
haben es also selbst in der Hand.

In anderen Worten: Wenn man bemerkt, dass


einen der Job nicht erfüllt und auf Dauer
unglücklich oder sogar körperlich krank
macht, dann sollte man - egal in welcher
Situation man sich befindet – unbedingt nach
etwas Besserem bzw. nach dem Richtigen
Ausschau halten.

Man kann ja durchaus auch mal eine Tätigkeit


ausüben, nur um über die Runden zu kommen
und erstmal Fuß zu fassen. Diesen
Kompromiss müssen wir fast alle früher oder
später mal eingehen. Aber gewiss nicht sein
ganzes Leben lang, wie leider üblich. Dieser
sollte dann wirklich nur eine überschaubare

40
und kurze Zeit andauern . Die dann letztlich
nur dazu dient, dass man sich den Übergang
auf dem Weg zu seiner Berufung, so
angenehm wie möglich gestaltet.
Stets mit der klaren Vision dahinter, schon
bald etwas ausüben zu dürfen, wofür man so
richtig brennt. Etwas, das man liebt. Bei dem
es einem egal ist, welchen Wochentag der
Kalender anzeigt. Denn wenn man in den
Genuss kommt, endlich das tun zu dürfen was
man liebt, dann sind Montage und Freitage
GLEICH-GÜLTIG. Also beide gelten dann
für Dich gleich viel. :-)

Und so verfügt jeder Tag der Woche über die


Qualität, über die er verfügen sollte und auch
darf. Wir müssen nämlich ebenso wieder
anfangen uns diesen Anspruch an unsere
Arbeit und an das Leben zu erlauben. Die
wenigsten von uns trauen sich das noch.
Denn wie oft bekommst Du von Deiner
Familie, deinen Freunden oder Bekannten die
Leviten gelesen, wenn Du Deiner
Unzufriedenheit über Deinen Job Ausdruck
verleihst und höhere Ansprüche an diesen
stellst.

Da heißt es gleich immer: „Also du jammerst


aber auch wirklich auf hohem Niveau...“, „Du

41
kannst wirklich dankbar sein für deine Arbeit,
es gibt so viele Menschen die arbeitslos sind
und sofort mit Dir tauschen würden, wenn sie
nur könnten...“, „Hör lieber auf zu meckern,
sonst wird Deine Unzufriedenheit noch
bestraft...“

Diese Sätze durfte ich mir zur Genüge


anhören. Und einsichtig wie ich war, empfand
ich natürlich Reue. „Vielleicht haben sie ja
Recht damit? Ja... sie haben bestimmt Recht.
Wie konnte ich nur so töricht sein und mich
über meine Arbeit beschweren. Ich werde
jetzt endlich mal dankbarer sein, für dieses
Privileg, welches mir zuteil wurde. Immerhin
gibt es ja Menschen, die würden sich um eine
solche Arbeit wie der meinen reissen. Dieses
Gefühl der Leere und Unzufriedenheit, sobald
ich auch nur an die Arbeit denke, werde ich
schon irgendwie in den Griff bekommen. Es
gibt schlimmeres, also get over it.“ So in etwa
sah danach immer mein innerer Dialog aus.

KLEINE SATIRE GEFÄLLIG?

Ich gelobte also Besserung und tat mein


Bestes, das stetig aufkommende Gefühl der
Unzufriedenheit zu unterdrücken. Aber nicht
mit mir, dachte sich wohl das Gefühl. Je mehr

42
ich es nämlich zu unterdrücken versuchte,
desto häufiger und zudem sogar noch stärker
kam es in mir auf. Denn Gefühle haben ja,
wie Du bestimmt schon weißt, diese nervige
Eigenart „gefühlt werden zu wollen.“ Aber
wer will schon etwas fühlen, was er nicht
wirklich fühlen will? Ist doch klar, dass man
sich ständig versucht davon abzulenken, oder?

Beim Fernsehen gelingt das einem ja immer


besonders gut. Wie schön, dass jeder von uns
solch ein Ding besitzt. Da ist unser Hirn so
stark mit den Problemen der Welt oder der
unserer Lieblings-Soap-Darsteller
beschäftigt, dass es sich wenigstens während
der Sendezeit nicht um die eigenen kümmern
muss. Welch eine geniale Erfindung. Und zum
Glück gibt es darin ja auch immer etwas
interessantes zu sehen, bei der riesen Auswahl
an Sendern. Die armen Menschen, welche
früher gerade mal drei Kanäle hatten. Oder
schlimmer noch, die gar keinen Fernseher
besaßen. Denen muss es doch stinklangweilig
gewesen sein, oder? Und dann gibt es heute
doch tatsächlich so komische Leute, die
freiwillig auf den Fernseher verzichten. Was
stimmt nur mit denen nicht? Die sind
bestimmt in einer Sekte oder so, in der sie
einer Gehirnwäsche unterzogen wurden. Die

43
Menschen lassen sich aber schon auch immer
leicht manipulieren. Schlimm ist das. Aber
mal davon abgesehen, was machen die denn
den ganzen Abend, wenn es keine
Nachrichten, Telenovelas oder im
schlimmsten Fall (für das männliche
Geschlecht unter uns) kein Fußball zum
gucken gibt? Wie bitteschön schlagen die sich
ihre Zeit miteinander tot? So viel hat man
sich doch gar nicht zu sagen... Am Ende
müsste man noch über seine Gefühle reden.
Würg.... da geh ich doch lieber ins Kino und
schau den anderen dabei zu. Also was
machen die den ganzen Abend, das würde ich
wirklich all zu gerne wissen?
Klar, da gäbe es vielleicht noch Bücher, aber
wer liest die schon gerne. Das ist doch nur
was für Streber.
Außerdem, welcher normale Mensch macht
sich denn seit der Geburtsstunde von
Zeitung, Nachrichten & Co. noch wirklich die
Mühe ein ganzes Buch zu lesen? Zum einen
fassen die Medien doch schon alles wichtige,
worüber wir wirklich Bescheid wissen
müssen, kurz und kompakt für uns zusammen.
Während sie alles andere gütigerweise schon
vorher für uns aussortieren. ;-) Und zum
anderen, sind Bücher einfach zu umfangreich.
Wen interessiert denn schon was da alles drin

44
steht. Oder was irgendwann einmal,
irgendwelche Leute mit so komischen Namen
wie Sokrates, Platon, Aristoteles oder Buddha
gesagt haben sollen. Verrückt. Das ist doch
nur was für Freaks. Zum Glück bin ich noch
normal.....

Ja, so in etwa könnten die Gedankengänge


eines heutigen Ottonormalverbrauchers
aussehen. Zumindest schlussfolgerte ich das
immer, nachdem ich manchmal Teil oder
besser gesagt Opfer einer ähnlichen
Unterhaltung wurde.

Damit möchte ich aber nun niemanden


verurteilen. Keinesfalls. Jeder und alles hat
seine Daseinsberechtigung, auch die „Is-mir-
Wurscht Mentalität“ vieler Leute. Selbst das
hat seinen Sinn. Welchen? Puuuhh, das wäre
nochmal eine Geschichte und ein E-Book für
sich. :-) Wie gut, dass ich mir ja
vorgenommen habe, eine ganze E-Book-
Reihe zu verfassen. Aber es hat definitiv
seinen Sinn, sowie das Leben an sich, soviel
kann ich schon mal sagen. Wäre ja schlimm
wenn nicht, nicht wahr?

Zwar hat man es sogar fast geschafft, uns


Glauben zu machen, es gäbe keinen. Indem

45
man uns einfach unser ganzes Leben lang mit
allem möglichen, an belanglosem beschäftigt,
damit wir ja nicht auf die Idee kommen uns
die Sinnfrage zu stellen... oder gar nach ihrer
Beantwortung zu streben... aber die gute
Nachricht ist: Es hat nicht ganz funktioniert.
Immerhin liest Du ja gerade unser E-Book.
Und schaust dir noch unseren Kongress an. So
wie viele, viele weitere Menschen hoffentlich
auch. Die sich, wie Du, noch die natürliche
Fähigkeit bewahrt haben, Dinge zu
durchschauen und vor allem, ihrer Intuition zu
folgen. Dafür an dieser Stelle meinen
allergrößten Respekt. Denn so
selbstverständlich ist das ja heute leider nicht
mehr. Was ich soeben auch versucht habe mit
meiner kleinen Satire zu veranschaulichen. :-)

FÜHLEN IST DER SCHLÜSSEL

Jetzt kommen wir aber wieder an den Punkt,


an welchem ich beschreiben wollte, wie ich es
anstellte, mit diesem lästigen Gefühl der
Unzufriedenheit fertig zu werden.

Das man ein Gefühl nicht einfach


unterdrücken kann, wurde mir mehr als
deutlich. Noch nie ist es auch nur einem

46
einzigen Menschen bisher gelungen, seine
Gefühle dauerhaft zu unterdrücken oder von
ihnen wegzulaufen. Nicht einmal unter
Heranziehung der ausgefeiltesten Methoden,
welche uns mittlerweile an Ablenkung zur
Verfügung stehen.

Es gibt Menschen, die sich tatsächlich von


morgens bis abends mit allem erdenklichen
Zeugs beschäftigen, nur um ja nicht - nicht
mal für einen kurzen Moment - ganz mit sich
alleine sein zu müssen. Halt, mit sich alleine
wäre ja vielleicht gar nicht so schlimm, wären
da nicht noch diese nervigen Gedanken und
Gefühle. Mit denen man einfach nicht
umzugehen weiß, und letztere auch absolut
nicht fühlen möchte. Derweil wäre genau das
Fühlen der Schlüssel.

Ja es soll sogar schon vorgekommen sein,


dass sich so manch einer nicht einmal mehr an
das Stille Örtchen begeben konnte, ohne sich
dabei vollumfänglich entertainen zu lassen -
sei es mit Hilfe seines Smartphones, oder
ganz traditionell durch die Zeitung.
Wenn Du also das nächste Mal jemandem
begegnest, der sich vor Freizeitaktivitäten,
Veranstaltungen und Treffen mit Freunden
kaum noch retten kann - dann hast Du mit

47
sehr großer Wahrscheinlichkeit gerade einen
solchen Menschen vor Dir. Oder einen Promi.
;-) Sorry, den musste ich jetzt noch
loswerden... Aber jetzt mal wieder im Ernst.

Diese vergeblichen Versuche der Ablenkung


sind lediglich ein Anzeichen dafür, dass da
irgendetwas ist, dass nicht gefühlt werden will
und man nun schon viel zu lange unterdrückt
hat. Und vor allem, dass es jetzt allerhöchste
Zeit ist, sich dieser Gefühle mit seiner ganzen,
ungeteilten Aufmerksamkeit zu widmen.
Denn auch wenn man sie absolut nicht fühlen
möchte, ist genau das Fühlen hier der
Schlüssel. So paradox das auch klingen mag.
Aber erst dann können sie sich auflösen oder
besser gesagt transformieren. Auflösen wäre
das falsche Wort, in Anbetracht der Tatsache,
dass Gefühle (sowie alles andere auch)
Energie sind, und Energie sich niemals
auflösen kann - nur wandeln.

Und lange genug unterdrückt, entwickeln sie


sich zu einem starken Widerstand. Dem
Widerstand, dieses „gewisse etwas“ nicht
fühlen zu wollen. Und wenn Du dieses
„gewisse etwas“ absolut nicht fühlen willst,
wird es sich zwangsläufig in Deinem Leben

48
symptomatisieren. Sei es als Krankheit im
Körper oder als ungünstiger Umstand in
Deinem Leben.

Denn durch dieses „Nicht-fühlen-wollen“


reicherst Du Deine geistigen, noch nicht
manifesten, Gedanken bzw. Vorstellungen mit
solch einer starken Emotion auf, dass sie gar
nicht anders können als sich auf materieller
Ebene zu manifestieren. Auch wenn sich das
märchenhaft anhören mag, das ist keine
Zauberei sondern ganz bodenständige
Metaphysik. Denn wie Du ja bestimmt
schon weißt, erschaffen wir uns in jedem
Augenblick unseres Lebens, die Realität in
welcher wir leben, neu. Wir schöpfen also
ununterbrochen. Bewusst oder unbewusst.

Die meisten tun es jedoch unbewusst, und


glauben dann jedes Mal das Schicksal hätte
wieder einmal zugeschlagen, wenn etwas
nicht so läuft wie sie es gerne hätten. Da sie
die Zusammenhänge zwischen Ursache und
Wirkung nicht mehr weit genug überschauen
können. Aber was die Macht unserer
Gedanken, Gefühle, Absichten etc... betrifft,
und welche Auswirkungen sie auf unsere
Realität haben, beschreibe ich in einem eigens
dafür vorgesehenen Buch. Und zwar so, dass

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wir wirklich alle etwas damit anfangen
können, indem ich mich nicht des Fachjargons
unserer Wissenschaftler bedienen werde.

DAS UNIVERUM LÄSST SICH NICHT


BESCHEISSEN

Zurück zu „meinen“ Gefühlen, welche ich


einfach nicht fühlen wollte.
Hätte ich zu jener Zeit schon gewusst, was ich
heute weiß, dann wäre ich die Sache natürlich
ganz anders angegangen und mir wäre einiges
an unnötigem Leid erspart geblieben.

Das Gefühl kam also in solch einer


Häufigkeit, dass ich sogar versuchte, es mit
Affirmationen für Dankbarkeit in den Griff zu
bekommen. Schließlich hatte ich ja schon
unzählige Bücher über die Gesetze des
Universums, wie dem Resonanzgesetz etc...
gelesen und wusste daher, was früher oder
später dabei rauskommen könnte, wenn ich es
nicht endlich schaffte mich
umzuprogrammieren und dieses Gefühl, was
ja nur Mangel ausstrahlte, in den Griff zu
bekommen. Das letzte was ich jetzt nämlich
noch brauchte, wäre mehr davon anzuziehen.
„Aber warum zum Teufel greifen denn meine

50
Affirmationen nicht endlich, die ich
regelmäßig anwende?“ Langsam musste
etwas passieren... bevor ich mir noch eine
Realität erschaffe, welche mich erst Recht
nicht glücklich macht. Tja, und dann kam es
wie es kommen musste. Mein Körper nahm
mir schließlich alles ab. Du ahnst bestimmt
auch schon in welcher Form, habe ich Recht?

Da hatte ich nun endlich meinen unbefristeten


Vertrag, für den ich so lange gekämpft habe
und war vielleicht sogar kurz davor mit diesen
lästigen Gefühlen fertig zu werden, indem ich
sie einfach zu Tode affimiere ;-), und alles
wäre gut gewesen. Ich hätte weiterhin den mir
zugedachten Platz in der Gesellschaft
eingenommen, und auch weiterhin die Rolle
gespielt, von der ich dachte dass jeder sie von
mir zu spielen erwartete. Und genau letzteres
war (und ist auch noch bei vielen
unterschwellig) das Hauptproblem. Wir
achten nämlich zu sehr auf die Erwartungen
anderer, die wir jedoch niemals erfüllen
können. Und es auch gar nicht erst versuchen
sollten - da es definitiv nicht unsere Aufgabe
ist.

Jedenfalls ging es mir mit einem Mal nicht


gut. Ziemlich schlecht um genau zu sein.

51
Selbst die Halbgötter in Weiß, konnten mir
nicht helfen. Nachdem, trotz meiner
zahlreichen Symptome, kein Arzt irgendetwas
außergewöhnliches feststellen konnte, fiel
letztendlich die Diagnose „Burn Out“. Und
außer mir ein paar Tabletten sowie einer Kur
zu verschreiben, konnten sie sonst mit nichts
weiterem aufwarten, dass ich vielleicht für
sinnvoll empfunden hätte. Tabletten kamen
natürlich nicht in Frage. So bewusst war ich
zum Glück bereits damals schon. Nämlich zu
wissen, dass Tabletten niemals die
gewünschte Heilung bringen können, von was
auch immer. Da sie lediglich die Symptome
unterdrücken. Aber an der Ursache musste
angesetzt werden, dessen war ich mir sicher.

Der zusätzliche Gang zum Heilpraktiker


bestärkte mich in dieser Annahme. So
befasste ich mich also mit Büchern, die einem
aufzeigen, welche Ursachen hinter den
jeweiligen Krankheitssymptomen liegen. Ich
las und las... bis ich mit einem Mal die
Erkenntnis hatte, dass ich doch eigentlich die
ganze Zeit über schon wusste wo mich der
Schuh drückt! Und es mir nur nicht
eingestehen wollte. Ich hatte einfach nicht den
Mut dazu, weil ich genau wusste, welche
Folgen dass nach sich ziehen würde. Und vor

52
eben diesen hatte ich große Angst. Würde das
doch bedeuten, dass ich auf keinen Fall mehr
so weitermachen könnte wie bisher, nachdem
ich nun die Ursache meiner ganzen Misere
ausgemacht hatte.
Alles andere wäre ja blanker Selbstmord
gewesen.

BESTES NAVI DER WELT

Bevor es nun in meiner Geschichte


weitergeht, möchte ich an dieser Stelle aber
noch etwas ganz wesentliches aufgreifen.
Nämlich auf die Frage eingehend, warum
denn die Affirmationen nicht geholfen und
das schlimmste noch verhindert haben, bevor
es überhaupt eintreffen konnte?
Ganz einfach: weil sich das Universum nun
mal nicht bescheissen lässt. Es ist der klarste
Spiegel, in welchem Du Dich jemals
erblicken wirst. Es spiegelt Dir nämlich 1:1
was Du wirklich fühlst.

Das Leben spiegelt Dir alle Deine


Glaubensüberzeugungen und
Erwartungen, sowie die daraus
entstehenden Gefühle wieder, welche Du
tief in Dir trägst. Durch Menschen,
Situationen und Umstände. Zudem bringt es

53
Dir sogar fortlaufend immer noch mehr davon
in Dein Leben. Aber nicht aus Böswilligkeit,
sondern nur deshalb, weil das Leben so
aufgebaut ist, dass es Deine Gefühle,
Erwartungen, Befürchtungen – kurz gesagt,
das worauf Du Deine Aufmerksamkeit
richtest, immer nur als Wunsch interpretiert.
Weiß man nun darum, so kann man es, sowie
das dahinterstehende Gesetz der Resonanz,
wunderbar für sich nutzen.

Wenn Dir das nächste Mal also etwas „da


draußen“ begegnet, das Dich so ganz und gar
nicht erfreut, wie z.B.: Jemand schnappt Dir
den Parkplatz vor der Nase weg, der Chef
lässt seine schlechte Laune mal wieder nur an
Dir aus, Du wurdest schon wieder beklaut...
etc... dann weißt Du ja jetzt wo Du ansetzen
musst. Zumal Dir im Außen ja nur gespiegelt
wird, was Du tief in Dir bzw. in Deinem
Unterbewusstsein glaubst. Ganz nach dem
Gesetz: „Dir geschehe nach Deinem
Glauben.“ Oder moderner ausgedrückt:
„Überzeugung schafft Realität.“

Wobei an dieser Stelle der Richtigkeit halber


erwähnt werden sollte, dass es ein „da
draußen“ eigentlich gar nicht wirklich gibt,
zumindest nicht so, wie bisher von uns

54
angenommen. Was uns heute die Studien aus
der Hirnforschung und Quantenphysik
deutlich aufzeigen können. Das zu wissen,
ändert nicht nur den eigenen Blickwinkel,
sondern das ganze Leben.

Aber nur ins Positive.

Und erklärt auch, warum Du, ich, wir alle


immer nur das sehen und erfahren was wir
glauben, und so jeder in seiner eigenen
Realität lebt.

Aber nochmal zurück, das Gefühl ist hier also


der entscheidende Faktor. Die Affirmationen
haben lediglich meinen Verstand beruhigt,
aber konnten an dem tiefen Gefühl in meinem
Inneren nichts ändern. Das strahlte weiterhin
das aus, was ich hinsichtlich meiner Arbeit
wirklich fühlte. Und das war Mangel. Aber es
war ja lediglich ein Symptom, und nur zu
meinem Besten. Denn es versuchte mir nach
wie vor mitzuteilen, dass ich endlich
umkehren und den Weg meines Herzens
gehen sollte. Dass ich mir meiner Talente und
Fähigkeiten wieder bewusst werde, um
schließlich meine Berufung zu finden, oder in
anderen Worten, das zu finden wofür ich
berufen bin.

55
Am Ende stellen wir also fest, dass uns im
Grunde nichts besseres passieren kann, als
dass wir diese teils unerträglichen Gefühle
wahrnehmen, fühlen und dementsprechend
handeln. Denn sieht man sie als das an, was
sie sind, nämlich unser inneres Leitsystem, so
erkennen wir, dass wir von Natur aus wahrlich
mit dem besten Navigationssystem
ausgestattet sind, welches je erschaffen
wurde. Denn genau dieses vermag uns so
präzise zu navigieren, dass wir in unserem
Leben stets dort hingelangen, wo wir tiefste
Erfüllung und größtes Glück finden.
Denn der Mensch wird nun mal nicht eher
ruhen, bis er sich richtig gut und glücklich
fühlt.

Also können wir unser inneres Leitsystem


auch als Schutzmechanismus des Universums
ansehen, welcher unser Schöpfer mit der
höchsten und weisesten Absicht in unserem
Bauplan integriert hat: Damit ein jeder von
uns auch seinen richtigen Platz im Leben
findet und einnehmen kann. Und somit die
Harmonie des Großen Ganzen auf ewig
gesichert ist.

So kann ich also dahingehend jedem nur dazu


raten, sich stets seiner Gefühle bewusst zu

56
werden und vor allem genau zu lauschen, was
sie einem zu vermitteln versuchen. Selbst
wenn das heißen soll, dass Du nun auch noch
diesen Job wieder wechselst, obwohl es doch
bereits Dein fünfter ist. Dann mach es
trotzdem, und zwar solange bis Dein Gefühl
Dir ganz klar sagt: „Das ist es!“ Und es Dir in
Form von Glückseligkeit und Erfülltsein
aufzeigt.

Wenn Du mutig genug bist, Deinen Gefühlen


entgegen jeder Logik trotzdem zu folgen,
wirst Du früher oder später endlich
ankommen. Vertraue darauf. Dem Navi in
Deinem Auto vertraust Du ja schließlich auch,
selbst wenn es Dich vielleicht erstmal durch
einen langen, düsteren Tunnel führt, in
welchem Du die saftigen Wiesen und das
türkisblaue Meer Deines Ferienziels noch in
keinster Weise erkennen kannst. Aber Du
bleibst deshalb doch nicht einfach stehen oder
kehrst auf halber Strecke um, aus Angst nicht
am richtigen Ort anzukommen. Sondern
vertraust darauf, dass es Dich schon bald an
Dein Ziel führen wird. Und so wird es auch
sein.

57
HINTERHER IST MAN IMMER
SCHLAUER

Tja, und da stand ich nun, vor dem gleichen


Problem wie vor meinem ganzen
Krankheitsverlauf. Nur dass sich jetzt ja noch
zu allem Überfluss körperliche Wehwehchen
dazu gesellten. Und zwar deshalb, weil ich
damals nicht rechtzeitig auf mein Gefühl
hören und den Tatsachen nicht ins Auge sehen
wollte. Der Tatsache, dass es mich nunmal
nicht ganz glücklich macht, auf Dauer einem
Job nachzugehen, den ich eigentlich im
Grunde nicht wirklich leiden konnte. In
welchem ich zudem keinen tieferen Sinn
finden konnte.

Aber die Arbeitszeiten waren ja toll, der


Verdienst weit über dem Durchschnitt und
mein Ansehen in der Gesellschaft war auch
noch gesichert. Na und jetzt erklär mal
jemandem, insbesondere Deiner Familie, dass
Du diesen Job lieber kündigen möchtest, weil
er Dir keine große Freude bereitet, und dich
unglücklich macht, um dann... ja, um dann
was? Das war ja das nächste Problem. Ich
hatte nämlich keine Ahnung. Wie denn auch?
Wann im Leben, konnte man sich schon die
Zeit nehmen, ernsthaft der Frage

58
nachzugehen, was man später einmal machen
möchte? Also ich meine so wirklich, aus
ganzem Herzen. In der Schule wohl kaum.
Denn in keiner geringeren als der solchen, hat
ja der Schlamassel erst begonnen. Auf einmal
gab es nur noch extrem wenige
Jobmöglichkeiten, welche man hatte um... ja
um... ach was soll`s, nennen wir das Kind
doch einfach beim Namen oder? Um ein gut
funktionierendes Glied in der Wirtschaftskette
zu sein, oder besser noch: Um auch ja seinen
Platz im Hamsterrad einzunehmen. Und auf
keinen Fall einen außerhalb davon. Sonst
würdest du Dich nämlich nie wieder da
hineinpressen lassen, das kann ich dir sagen.
Denn wie sagt man so schön: „Wer einmal die
Luft der Freiheit geschnuppert hat...“

AUS TRÄUME WERDEN SCHÄUME

Erinnerst Du Dich auch noch an die Zeit, in


welcher Deine einst so lebhaften
Kindheitsträume, von dem was du später
einmal unbedingt machen möchtest, mit
einem Mal zu einer bloßen Erinnerung
verblassten...? Ich weiß es noch ganz genau.
Der Moment, in dem aus den unendlichen
Möglichkeiten, die das Leben von Natur aus
eigentlich zu bieten hätte, plötzlich Gründe

59
der gleichen Anzahl wurden, warum es eben
nur ein Traum bleiben kann. Tja, und so nahm
das Übel seinen weiteren Lauf. In welchem
Ausmaß, das können wir heute in dermaßen
vielen Lebensbereichen unserer Gesellschaft
erkennen. Aber das ist auch wieder mal, ein
ganzes Thema für sich.

Also, was wollte ich dann eigentlich? So grob


weiß man das schon. Man möchte zu sich
selbst kommen, sich die nötige Zeit nehmen,
um seine Berufung zu finden (oder sollte man
vielleicht besser sagen, um sich wieder an
seine Berufung zu erinnern?), um dann alles
dafür notwendige zu tun, damit man sie auch
bald leben kann. Aber wer gibt einem denn
schon die Zeit zur Selbstfindung? Klar, wenn
man sie sich nicht selber genehmigt, dann
genehmigt sie einem keiner. Denn in unseren
westlichen Nationen gehören Begriffe wie
„Selbstfindung, die Berufung leben oder im
Einklang sein“ nicht gerade zum
Standardvokabular. Leider. Denn ist es ja
gerade - unter anderem - das, worum es im
Leben geht.

60
MUT ZU SICH SELBST ZU STEHEN

So gingen also noch viele Tage und Wochen


ins Land, in welchen ich nach außen hin noch
immer den Schein wahrte, schon bald wieder
meiner Büroarbeit nachzugehen. Viel zu groß
war noch die Angst vor einem Outing.

Bis ich durch „Zufall“ auf einen Vortrag eines,


uns mittlerweile sehr liebgewonnenen,
Schweizer Bewusstseinsforschers stieß. Auf
dessen Weisheiten Du Dich übrigens jetzt
schon freuen kannst, da wir das Glück haben,
ihn als Experten bei unserem „Ganzheitlich
FREI Kongress“ dabei zu haben.

Die Message seines Vortrages war ganz klar


und vor allem einfach:

Lebe kompromisslos das, was Du wirklich


bist. Denn nur so kannst Du dauerhaft
glücklich sein. Und alles andere ergibt sich
ganz von alleine. Hab einfach Vertrauen. So
wird auch der Körper keinen Grund mehr
haben, krank zu werden. Denn letztendlich
sind alle Krankheiten seelischen Ursprungs.
Und liegen darin begründet, dass man nicht
das ausleben kann oder darf, was das Herz
begehrt. Authentisch sein ist der Schlüssel.

61
Das war der entscheidende Moment. Ich war
jetzt endlich so weit, zu mir zu stehen, zu
meinen Bedürfnissen, zu dem, was mein Herz
wirklich will. Am liebsten hätte ich es in die
Welt hinausgeschrien. Nicht mal 2 Stunden
später kam schon wieder die Ernüchterung..

WAS DENKEN WOHL DIE ANDEREN

… als ich nämlich am Telefon, auf die Frage


einer Freundin, zu meiner Verwunderung ganz
klar bestätigte, schon bald wieder ins Büro zu
gehen. Bin ich denn von allen guten Geistern
verlassen? Warum habe ich nicht das gesagt
was ich wirklich wollte? Schon seltsam, wie
schnell einen der Mut verlässt, sobald es
darum geht für seine Herzenswünsche
einzustehen, gerade wenn man weiß, dass es
gesellschaftlich vielleicht nicht gerade
angesehen ist... oder im Falle der Arbeit,
sogar noch als Faulheit abgetan werden
könnte.

Zwar waren Andy und ich bereits sehr darin


geübt, gegen den Strom zu schwimmen.
Nachdem wir nämlich die Entscheidung
trafen uns fortan nur noch vegan zu ernähren
– um nur mal ein Beispiel herauszugreifen -

62
und dieser Entschluss für enorm viel
Gegenwind sorgte. (Aber dank des
mittlerweile zu verzeichnenden geistigen
Fortschritts der Menschen, zunehmende
Akzeptanz, ja sogar Notwendigkeit findet.)
Aber die Geschichte mit der Arbeit war noch
mal ein ganz anderes Kaliber.

Ja, so ist das eben. Wir messen den


Meinungen und Erwartungen anderer eine zu
große Bedeutung bei. Und richten sogar oft
unbemerkt unser ganzes Leben danach aus.
Klingt verrückt? Ist aber leider so.
In meinem Fall betraf das glücklicherweise
eigentlich nur das Thema Arbeit. Und wenn
ich es genau nehme, ging es mir hauptsächlich
darum, was meine Familie sowie engste
Freunde wohl denken könnten - und nicht
irgendwelche andere Menschen. Das hat mich
noch nie so wirklich interessiert.
Aber die meisten interessiert das schon...

Kennst Du noch die Werbung, in der sich


zwei Männer ganz stolz über ihre Besitztümer
unterhalten, und jeder der beiden
nacheinander die Bilder ihres Autos, Hauses,
ihres Bootes etc... wie bei einem Kartenspiel
auf den Tisch legen, und dabei versuchen sich
gegenseitig zu übertrumpfen? Indem sie

63
voller Stolz jedes Bild wie folgt
kommentieren: „Mein Garten, mein Haus,
mein Auto, mein Boot...“ Oder so ähnlich.
Und ihren Wert als Mensch ganz
offensichtlich nach ihrem Besitz definieren.

Ist zwar nur eine Werbung, aber spiegelt den


Stand unserer materialistisch geprägten
Gesellschaft schon sehr deutlich. Besonders
den dahinterliegenden Antrieb. Ich möchte
Dir jetzt hier nicht unterstellen, dass Du Dein
schönes Auto, Deine tolle Wohnung oder
Deine hübschen Klamotten nur deshalb hast,
um Deinen Mitmenschen zu imponieren.
Vielleicht bist Du eine der Ausnahmen, die es
nicht nötig haben. Dann herzlich Willkommen
im Club. Aber leider hat es der Großteil sehr
wohl nötig. Weshalb ja die Wirtschaft, in
dieser zerstörerischen Form wie wir sie
haben, erst bestehen kann.

Würden die Menschen ihre Werte mal


überdenken, so wäre der heutigen Art von
Wirtschaft ganz schnell die Lebensgrundlage
entzogen. Und ein neues System könnte
geboren werden. Eines, indem wieder der
Mensch an erster Stelle steht und nicht
irgendwelche Zahlen. Und die Wirtschaft für
den Menschen da ist, nicht umgekehrt.

64
Man kann sich den größten Berg an
Besitztümern anhäufen...
aber wenn Du auf Dauer keiner für dich
sinnvollen, erfüllenden Tätigkeit nachgehst,
dann bringt Dir Dein dickes Auto, Dein
großes Haus und Dein tolles Boot auch nicht
das ersehnte Glück.

Ich habe mir mal für mich die Frage gestellt,


ob ich denn - wenn ich mit meiner Arbeit im
Büro das fünffache verdienen könnte - wieder
zurück gehen würde. Meine Antwort war ein
klares Nein. Ich stellte sogar fest, dass ich es
tatsächlich für kein Geld der Welt mehr
machen würde, solange ich nicht am
Hungertuch nage und es doch so viele
Möglichkeiten gibt, nach welchen ich nur
Ausschau halten müsse.
Denn diese Tätigkeit könnte mich nach wie
vor nicht erfüllen. Und so wäre ich am Ende
weiterhin unglücklich, nur eben in einem
größeren Haus, mit einem größeren Auto und
einem schnelleren Boot...

Diese Frage solltest Du Dir unbedingt auch


ernsthaft stellen. Sie vermag es einem
wirklich Klarheit zu verschaffen.

65
GELD ALLEIN MACHT NOCH LANGE
NICHT GLÜCKLICH

Also Geld allein macht einen noch lange nicht


glücklich. Und hier ist mal wieder die
Ganzheitlichkeit gefragt. Denn ohne Geld
geht es natürlich auch nicht.
Aber glücklich wirst Du nur, wenn Du für
Dein Geld etwas tust, was Dein Herz erfüllt,
Dir ein Gefühl von Sinn gibt und Dir in
keinster Weise vorkommt wie Arbeit, wenn du
es ausübst.

Und tatsächlich, es wird für Dich keine Arbeit


sein. Sondern ein wahres Bedürfnis es zu
machen. Du wirst sogar ununterbrochen
arbeiten können, ohne dabei irgendwelche
Anzeichen von Burn-Out zu erleben. Wir
befinden uns gerade inmitten dieser Phase,
und merken, wie wir jede Sekunde damit
zubringen könnten, unserer „Arbeit“
nachzugehen. Das Wort „Arbeit“ ist hier wohl
nicht mehr ganz zutreffend. Assozieren wir
alle doch damit stets ein Gefühl des
„Müssens“.

Man lässt uns in dem Glauben, dass Burnout


eine eindeutige Folge eines zu hohen
Arbeitspensums ist. Aber das ist ganz und gar

66
nicht der Fall. Du kannst nur ausbrennen
(das deutsche Wort für Burnout), wenn Du
etwas tust wofür Du nicht brennst. Dann
wendet sich nämlich die ganze Energie Deiner
Kreativität nach innen, anstatt sich im
Äußeren zu verwirklichen. Und Du brennst
aus. Das entzieht Dir deine gesamte Energie.
Möchtest Du also von Burnout geheilt
werden, von dem ja ein paar Mediziner
behaupten dass es unheilbar sei - dann habe
ich ein ganz einfaches Rezept für Dich, mit
welchem Du binnen ein paar Tagen wieder
vollständig geheilt bist.

Das Rezept lautet:

BURN IN STATT BURN OUT. Finde


einfach etwas wofür Du wieder so richtig
brennst und Du bist geheilt!! So einfach soll
das sein? Probier es aus.

Und wenn Du deine Berufung nun gefunden


hast, dann wird es für Dich keine große Rolle
mehr spielen, wieviel Geld Du dafür
bekommst. Denn Du wirst ja auch so
glücklich sein... selbst in Deinem kleinen
Auto, in Deinem kleinen Haus und in Deinem
kleinen, roten Gummiboot. ;-) Aber wie
gesagt, beschäftigst Du Dich erst einmal mit

67
den geistigen Gesetzen unseres Universums,
dann brauchst Du Dir über Geld nie wieder
Sorgen machen zu müssen. Denn wenn Du
das machst was Du liebst und glücklich bist
dabei, dann wirst Du immer mehr als genug
haben. Dessen kannst Du Dir sicher sein.

Wie das genau funktioniert und warum, auch


das erfährst Du – neben vielen anderen
Dingen - auf unserem Kongress. Nämlich
von Menschen, die ebenfalls wissen wie es
geht, da sie es bereits genau so leben.
Also lass Dich inspirieren!

ALTE MUSTER LOSLASSEN

Als ich mich dann endlich dazu entschieden


habe, meinen Job aufzugeben, war ich
zunächst einmal für eine gewisse Zeit
orientierungslos. Hat man sich doch so sehr
an die feste, vorgegebene Struktur und
Routine eines gewöhnlichen Alltags gewöhnt.
In dieser Orientierungslosigkeit erfährt man
zwar einerseits gelegentlich aufkommende
Existenzängste, sowie einen kurzzeitigen
Selbstwerteinbruch. Da einen die Gesellschaft
und schließlich man sich auch selbst, den
größten Teil seines Lebens über die Arbeit
definierte.

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Anderseits erlebt man aber auch einen
Schwall an noch nie dagewesenem
Freiheitsdenken. Mir taten sich mit einem Mal
im Geiste Möglichkeiten auf, von welchen ich
vorher nicht einmal mehr zu träumen gewagt
hätte.

Sowohl die Existenzangst, als auch das


Freiheitsdenken begleiteten mich nun eine
gewisse Zeit lang.
Ich begann wieder viel über den Sinn des
Lebens nachzudenken, mehr Bücher zu lesen
- für die ich vorher keine Zeit hatte - und mein
Bewusstsein zu erweitern.
Wollte ich die Zeit doch sinnvoll nutzen. :-)

Mir war aber auch bewusst, dass ich mich


nach Möglichkeit nicht so viel in Büchern
oder anderen Ablenkungen verlieren dürfe, da
ich jetzt vorerst lieber ganz offen sein sollte,
für meine Blockaden und Muster, die nun
möglicherweise aus meinem
Unterbewusstsein in meine bewusste
Wahrnehmung gelangen. Denn das tun sie,
sobald man lange genug bei sich bleibt.
Keine leichte Angelegenheit kann ich nur
sagen.

69
Dennoch spürte ich intuitiv, dass ich jetzt
nichts sinnvolleres machen könnte, als mir all
meine Muster, Blockaden, Ängste, Prägungen
und Glaubenssätze endlich mal ganz genau
anzusehen. Immerhin gestaltet sich ja mein
ganzes Leben danach.

Und nach einigen tränenreichen Tagen der


Hoffnungslosigkeit, geschah es dann
plötzlich. Ich fühlte mich so gut und befreit,
wie schon lange nicht mehr. Mir kam nämlich
die Erkenntnis, dass viele dieser Ängste und
Glaubenssätze, nicht die meinen waren. Ich
erkannte, dass ich sie im Laufe meiner
Kindheit von allen möglichen Menschen um
mich herum mitbekommen und auch
übernommen hatte.

Denn Du musst wissen, als Kind ist man wie


ein Schwamm, der alles in sich aufsaugt. All
das Aufgesaugte, geht nun in unser
Unterbewusstsein und bestimmt fortan unser
ganzes Leben. Sofern wir uns dessen nicht
früher oder später bewusst werden. Das sind
dann wie Programme (ähnlich wie bei einem
Computer), welche wir als Kind auf unsere
Festplatte gespielt bekamen, und anhand von
diesen Programmen gestalten wir unsere
Realität.

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Wenn Du jetzt beispielsweise als Kind immer
wieder von Deinen Mitmenschen Sätze gehört
hast wie: „Geld ist schmutzig.“ „Alle reichen
Menschen sind Gauner.“ „Geld verdirbt den
Charakter“... usw., dann wird dieses
Programm in Deinem Unterbewusstsein, Dein
gesamtes Leben lang dafür sorgen, dass Du
auf keinen Fall reich wirst. Selbst wenn Du
dir jetzt noch so sehr wünschst wohlhabend
zu werden, du wirst diesen Wohlstand
regelrecht abstoßen (denn „reich sein“ ist eine
Frage des Bewusstseins). Da ja ganz tief in
Dir verankert ist, dass „reich sein“ schlecht
sei, und Du damit nichts zu tun haben willst.
Genauso wird es dann auch sein, denn Deine
Realität formt sich nach Deinen
Glaubenssätzen. Und Du wirst somit immer
das erfahren was Du auch glaubst bzw. wovon
Du überzeugt bist.

Kurzum: Ich war voll von solchen oder


ähnlichen Programmen und Überzeugungen,
die nicht mehr viel mit dem zu hatten, was ich
heute eigentlich gerne über die Welt und das
Leben denken wollte.

Und wenn wir schon beim Thema Geld sind,


sollte ich vielleicht gleich mal mit diesem
Irrglauben aufräumen: Geld sei schlecht oder

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Geld verderbe den Charakter. Weder das eine
noch das andere trifft zu. Geld kann nicht
schlecht sein. Es ist neutral. So wie auch ein
Messer weder gut noch schlecht ist. Beides
sind sehr wertvolle Werkzeuge, die uns allen
das Leben enorm erleichtern. Sofern wir sie
auch sinnvoll einsetzen. Im Beispiel des
Messers kann ich damit entweder das Brot
schneiden oder einem anderen Menschen Leid
zufügen. Es kommt ganz darauf an, welche
Absicht ich verfolge.

Wie Du also sehen kannst, liegt es weder am


Messer noch am Geld, was am Ende dabei
heraus kommt. Wir haben es selbst in der
Hand. Die Absicht ist entscheidend. Daher
sollte man sich immer ganz genau überlegen,
wofür man sein Geld ausgeben möchte. Denn
unsere Kaufkraft ist gewaltiger als uns
vielleicht manchmal bewusst ist. Als
Konsumenten bestimmen wir die Nachfrage
und somit natürlich auch das Angebot. Wir
sollten demnach ziemlich genau darauf
achten, ob wir das uns angebotene auch
moralisch vertreten können - denn am Ende
sind wir ganz alleine dafür verantwortlich.

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Was unseren Charakter betrifft, ist Geld
lediglich ein Vergrößerungsglas, welches
unsere bereits vorhandenen
Charaktereigenschaften nur noch deutlicher
zum Vorschein bringt.

Also Geld verdirbt nicht den Charakter,


sondern zeigt ihn!

ARBEIT ALS
SELBSTSVERWIRKLICHUNG

Wir sollten die Arbeit nicht mehr als


zwingendes Tun sehen, welches nur dazu da
ist um unser Überleben zu sichern, sondern
als eine Möglichkeit uns selbst auszudrücken
bzw. zu verwirklichen. Denn die Arbeit kann
und sollte Selbstverwirklichung sein, durch
der wir anderen Menschen helfen und der
Welt ein Geschenk hinterlassen: Unser
Geschenk.

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DIE FRAGE ALLER FRAGEN

Jetzt wusste ich, wo ich ansetzen musste und


hatte ein klares Ziel vor Augen. Nämlich an
erster Stelle meine hinderlichen
Glaubensüberzeugungen und Programme zu
ersetzen. Und auf diesem Weg erinnerte ich
mich dann schließlich auch an meine
Berufung. Ich folgte zunächst meinen
Talenten, und stellte mir danach die alles
entscheidende Frage, zu der ich auch gleich
Dich gerne einladen würde, aber vorher noch
eine kurze Berichterstattung wie denn mein
bzw. unser Leben jetzt nach der ganzen
Geschichte aussieht:

Nachdem ich anfing ganz zu meinen


Bedürfnissen zu stehen und auch konsequent
danach handelte, stellten sich alle meine
Befürchtungen hinsichtlich der Meinung
meiner Familie im Nachhinein als grundlos
heraus. Hatte ich doch in der ganzen Zeit
über tatsächlich vergessen wie tolerant,
intelligent und vor allem unterstützend meine
Familie ist, stets war und auch immer sein
wird. Einfach nur großartige Menschen.
Wofür wir unendlich dankbar sind. So fügte
sich eins nach dem anderen. Alles um uns
herum begann sich zu harmonisieren. Ich war

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geheilt. Auch andere kleine Wehwehchen, wie
beispielsweise mein Heuschnupfen, gingen
zurück und sind jetzt sogar fast ganz weg. Wir
haben mittlerweile sehr viel Zeit für die
schönen Dinge des Lebens. Und diese starke
Sehnsucht nach Urlauben oder den
Wochenenden, um unsere Seele vor dem
totalen Abgrund zu bewahren ;-), ist endgültig
gestillt.

Wir besuchen zwar nach wie vor gerne neue


Länder und Kulturen, aber nur des Interesses
wegen, und nicht mehr um unserem Alltag zu
entfliehen. Wir arbeiten zwar jetzt sehr viel
mehr als früher, da wir jede Minute dazu
nutzen, unser Projekt zu realisieren. Und uns
selbst in den Pausen ständig überlegen, was
wir noch wertvolles für eine harmonischere
Welt kreieren können. Aber sich selbst für
eine bessere Welt zu verwirklichen, ist so
erfüllend, freudvoll und energiebringend, dass
wir uns diese Erfahrung für jeden wünschen.

Und nun kommen wir zur alles


entscheidenden Frage, zu welcher ich Dich
JETZT einladen möchte:

„Wenn Du die Möglichkeit hättest alles im


Leben zu tun was Du möchtest, egal was, da

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weder Geld, noch irgendein anderer Umstand
dabei eine Rolle spielen. Was wäre es?“

Ja, geh ruhig in Dich und verweile. Du kannst


Deine Zeit jetzt nicht sinnvoller nutzen.
Überlege es Dir gut. Was auch immer da jetzt
in Dir aufkommt, nimm es und schau es Dir
gut an. Fühle hinein. Und Du wirst es wissen.

Ich für meinen Teil weiß es nun: Ich würde


nichts geringeres tun, als das was ich gerade
mache. Denn ich könnte mir (Stand heute) für
mein Leben wahrlich nichts sinnvolleres
vorstellen. Und obwohl meine Augen
mittlerweile schon ganz rot sind, wegen der
Unmengen von Zeit, die ich vor dem
Computer verbringe, um dieses Buch zu
schreiben, und den Kongress zu organisieren -
fühle ich mich dennoch wie belebt. Bin ich
doch voller Freude, wenn ich daran denke
dass es schon bald Dich erreicht... und unsere
Botschaft Dir in irgendeiner Weise dienlich
ist!

Danke für Deine Zeit! Bis Bald.


Herzliche Grüße

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