Sie sind auf Seite 1von 2

Fit-Plan 9.2.

3; Ziel 2: Eine Rede zum Thema „Arbeitswelt“ halten


Liebe Mitschülerinnen, Mitschüler und Lehrer,

was bedeutet Arbeit für euch? Arbeit für mich, bedeutet, dass man mit eigenen
Kräften und Händen zu etwas kommt, was man erreichen muss bzw. erreichen will.
Arbeit bedeutet ebenso, dass man verschiedene Aufgaben in einem bestimmten
Zeitraum fertig stellen muss. Arbeit bedeutet eigenständig zu arbeiten und
verschiedene Dinge zu erledigen. Da tritt die Frage auf, ob arbeiten schwer ist? Da
gibt es eine grundlegende Antwort: ja, arbeiten ist schwer. Es ist völlig irrelevant,
welche Arbeit man ausübt, jede Arbeit hat verschiedene Anforderungen und jede
Arbeit fordert etwas Bestimmtes von einem Menschen. Jeder Mensch unterscheidet
sich in seinen Fähigkeiten, weshalb man nicht klar definieren kann, wie schwer diese
und wie schwer jene Arbeit ist. Und wie sieht Arbeit in Bezug auf die heutige
Technologie aus? Es gibt immer mehr Maschinen, die die Arbeitswelt der Menschen
ausfüllen. Maschinen helfen dabei, die Arbeit der Menschen zu erleichtern. So wirkt
die Arbeit in zum Beispiel Fabriken viel effizienter und es geschehen weniger Fehler
bei der Arbeit. Aber wenn wir die heutige Arbeitswelt genauer betrachten, so lässt
sich feststellen, dass es immer häufiger vorkommt, dass die Maschinen die Arbeit der
Menschen ersetzen. Richtig? Richtig.

Durch unsere immer technischer werdende Arbeitswelt kann es nach und nach zu
unserer Entfremdung von der Arbeit kommen. Ihr fragt euch bestimmt, was das denn
bedeutet? Wenn ein Mensch, wie du und ich, arbeitet, dann greift die Natur in den
Menschen ein und prägt das Bewusstsein. Die Art und Weise, wie wir alle arbeiten
prägt auch unser Bewusstsein. Wenn wir aber in einer Arbeitswelt leben, die nur auf
das Geld und auf technische Fortschritte, wie z.B. die immer besser werdenden
Maschinen, die die Arbeit des Menschen erledigen, ausgelegt ist, wird die Arbeit zu
etwas, was nicht uns, was nicht dem Menschen gehört. Das ist der Grund, weshalb
der Mensch seiner eigenen Arbeit fremd wird. Wenn wir uns unserer eigenen Arbeit
fremd werden, dann werden wir auch uns selber fremd. Wir verlieren unsere
Menschenwürde. Denn die Arbeit sollte einem Spaß machen und vor allem wie bis
jetzt auch, unser Bewusstsein prägen. Aufgrund des technologischen Fortschritts,
können diese Maschinen unsere zukünftigen Arbeitsplätze rauben, weshalb es zu
vielen Arbeitslosen kommen würde. Stellen wir uns nun das worst-case-szenario vor.
Im worst-case-szenario würden alle Maschinen unsere Arbeitsplätze rauben und wir
hätten keine Arbeit mehr. Wenn wir keine Arbeit mehr hätten, dann hätten wir als
Folge dessen kein Geld. Wenn wir kein Geld hätten, dann könnten wir uns nicht
versorgen und müssten um unser Wohlbefinden bangen. Wir müssten eine andere
Geldquelle finden, die uns der technische Fortschritt erschweren würde. Klar ist,
dass der technische Fortschritt die Chance auf eine höhere Produktivität und als
Folge dessen einen höheren Umsatz liefert. Auch klar ist, dass es Risiken gibt, wie
z.B. der vorhin erwähnte Verlust der Arbeitsplätze, aber auch der Verlust von
Handwerkskünsten und handwerklichen Know-How.
Wenn man ein genaueres Beispiel in Betracht ziehen will, kann man sich die
Nadelindustrie anschauen. Sagt euch der Begriff schöpferische Zerstörung etwas?
Nein, in Ordnung, dann erklären wir das anhand dieses Beispiels. Das Prinzip der
schöpferischen Zerstörung liegt darin, dass ständig „alte“ Produkte,
Produktionsverfahren und Maschinen durch Neuere bzw. Verbesserte ersetzt
werden. So werden also neue Dinge geschöpft, die im nächsten Moment durch eine
neue andere Variante zerstört werden. Genau dieses Verfahren wurde auf die
Nadelindustrie im 19. Jahrhundert angewendet. Wir wissen alle, dass Maschinen die
Produktivität erhöhen und so geschah es auch in der Nadelindustrie. Durch die
dauerhafte Neuschöpfung von Maschinen wurde der technische und auch
maschinelle Anteil mit der Zeit immer höher. Aber gleichzeitig wurde auch der Anteil
der reinen Handarbeit immer geringer. So kam es im Laufe der Jahre so, dass die
maschinelle Arbeit die Handarbeit ersetzte.

Deshalb meine lieben, müssen wir alles in unserer Kraft stehende tun, damit wir
unsere Arbeitsplätze behalten können. Klar, der technische Fortschritt ist eine große
Erleichterung für uns, aber wir dürfen es nicht dazu kommen lassen, dass wir unsere
Arbeit verlieren. So könnte man versuchen die Entwicklung der Technologie langsam
voranschreiten zu lassen und dann nur bis zu einem Punkt, in dem sie noch nützlich
und nicht raubend wirken. Könnt ihr meinem Gedankengang folgen? So könnten
Menschen und Maschinen in so einem Grad zusammenarbeiten, dass es weder zu
einer „Beraubung“ der Arbeit noch zu einer Erschwerung kommt. Man muss ein
Optimum finden, in dem die Maschinen, die Arbeit des Menschen erleichtern und sie
nicht rauben. Wir brauchen unsere Arbeitsplätze, die zukünftigen Generationen
brauchen die Arbeitsplätze. Sie dürfen nicht durch den technischen Fortschritt der
Maschinen ersetzt werden. Sie sollen uns nur helfen.

Danke schön für eure Aufmerksamkeit und euer offenes Ohr!