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1. Funcții semantice ale prepoziției germane.

Die Präposition – Bedeutung und Funktion

Die Präpositionen oder Verhältniswörter sind Partikeln, die zwei Größen zueinander in Bezug
setzen. Als solche Wörter können sie nicht allein im Satz erscheinen, sondern sie kommen z.B.
mit Nomina, Verben oder Adjektiven vor. Wie die Benennung „Präposition“ zeigt, stehen sie
meistens vor dem Bezugswort, aber manchmal können sie auch nach dem Bezugswort
(Postposition) stehen oder dieses Wort einrahmen (Zirkumposition).

Man kann die Präpositionen nach Form und Funktion klassifizieren. Nach der formalen
Klassifikation können sie eingliedrig (z. B. auf, bei, vor) oder zweigliedrig (z.B. um ... willen)
sein.

Die funktionelle oder semantische Klassifikation hat mit der Bedeutung der Präpositionen zu tun.
Nach diesem Kriterium haben wir folgende Arten von Präpositionen:

1. Lokale Präpositionen: sie bezeichnen den Raum, die Lage oder die Richtung. Beispiele
sind: auf, an, entlang, gegen, unter.
Hier soll man die Wechselpräpositionen erwähnen, die mit dem Kasus ausdrücken, ob es
um eine Lagebezeichnung (mit Dativ) oder eine Richtungsbezeichnung (mit Akkusativ)
geht. Z. B.
„im Wald“ drückt Lage aus, „in den Wald“ drückt Richtung aus. Aber die meisten
Präpositionen zeigen die genaue räumliche Dimension unabhängig von Kasus, z. B.
„unterhalb“ zeigt immer Lage, „nach“ zeigt immer Richtung.

2. Temporale Präpositionen: sie bezeichnen den Zeitpunkt oder die Dauer. Sie zeigen die
zeitliche Einordnung der Handlungen und Ereignisse (ob sie voreinander, nacheinander
oder gleichzeitig geschehen). Beispiele sind: um, bis, seit, während, vor.

3. Modale Präpositionen: sie bezeichnen meistens die Art und Weise. Beispiele sind: mit,
ohne, anstatt.

Hier gehören auch die Präpositionen, die stoffliche Beschaffenheit (z. B. aus Holz),
Graduierung (z. B. am schönsten) oder Quantifizierung (z. B. zwischen fünf und zehn
Kinder) ausdrücken.

4. Kausale Präpositionen: bezeichnen meistens den Grund (z. B. wegen, halber). Aber hier
gehören auch die Präpositionen, die folgende Bedeutungen haben: finale Bedeutung (für,
um ... willen), konditionale Bedeutung (bei), konzessive Bedeutung (trotz).

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5. Neutrale oder leere Präpositionen: diese haben keine eigene Bedeutung, sondern sie
spielen die Rolle von Verbindungsgliedern. Sie sind von einem Verb, Nomen oder
Adjektiv gefordert. Beispiele sind: achten auf, bitten um; Hoffnung auf, Garantie für;
stolz auf, arm an.

2. Sistemul temporal verbal

Tempus und Temporalität

In der deutschen Sprache gibt es mehrere Tempora oder Tempusformen. Meistens haben sie eine
prototypische Hauptfunktion und eine oder mehrere Nebenfunktionen. Die charakteristische
Funktion der Tempora besteht darin, einen Sachverhalt zeitlich zu situieren. Sie teilen diese
zeitliche Einordnungsfunktion mit Temporaladverbialien wie jetzt, damals, heute, gestern.

Es gibt einen Unterschied zwischen den grammatischen Tempora als Namen für bestimmte
Verbformen und den Funktionen, die diesen grammatischen Kategorien haben. Z.B. der Name
„Präsens“ zeigt, dass eine Verbform in diesem Tempus sich um etwas Gegenwärtiges bezieht, z.
B. „Ich komme jetzt.“

Aber dieselbe Verbform kann sich auch auf die Zukunft beziehen, z. B. „Ich komme morgen“ –
hier das Verb ist in Präsensform, aber seine Bedeutung hat mit der Zukunft zu tun. Wie dieses
Beispiel zeigt, spielen neben der Tempusform auch die Temporaladverbien und der ganze
Kontext eine wichtige Rolle in der Bestimmung der Bedeutung. Deswegen macht die
Fachliteratur einen Unterschied zwischen Tempus als solches und Temporalität als eine größere
Kategorie, die nicht nur von der Verbform abhängt, sondern vom weiteren Satzkontext.

Im Deutschen gibt es folgende Tempora:

1. Das Präsens: drückt aus, dass ein Geschehen:


- real ist
- zu einer bestimmten, aber durch das Präsens nicht festgelegten Zeit geschieht
- die Gesprächspartner angeht

Präsenssätze können Sachverhalte beschreiben, die zu ganz unterschiedlichen Zeiten


gelten. Für nähere Beschreibung des zeitlichen Werts von Präsensformen sind folgende
Begriffe notwendig: Sprechzeit und Aktzeit.

Die Sprechzeit ist der Zeitpunkt oder Zeitabschnitt, in dem gesprochen oder geschrieben
wird.

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Die Aktzeit ist der Zeitpunkt oder Zeitabschnitt, in dem das Geschehen, worüber wir
sprechen oder schreiben, passiert. (De ex.îi povestesc cuiva: „Ieri am fost la teatru.”
Sprechzeit = acum, când povestesc, Aktzeit = ieri, când s-a întâmplat lucrul povestit)

Mögliche Situationen:

- Sprechzeit und Aktzeit können sich überlappen, dann haben wir aktuelles Präsens:
Das Kind spielt jetzt im Zimmer.
- Die Aktzeit kann vor der Sprechzeit beginnen, aber dauert bis zur Sprechzeit. Er
arbeitet seit drei Jahren hier.
- Die Aktzeit überlappt sich mit der Sprechzeit, weicht in beide Richtungen über diese
hinaus (generelles Präsens). Die Erde ist rund.
- Die Aktzeit liegt vor der Sprechzeit (historisches Präsens) 1914 beginnt der 1.
Weltkrieg.
- Die Aktzeit liegt nach der Sprechzeit: Ich rufe dich morgen an.

2. Das Imperfekt (Präteritum):

Zeigt, dass das Geschehen:

- real ist

- in der Vergangenheit passiert (bezeichnet Sachverhalte, die vor der Sprechzeit liegen)

Es gibt kein Merkmal für „geht die Gesprächsbeteiligten an“ (nu arată dacă vorbitorul e
implicat în vreun fel în cele povestite sau nu)

Das Imperfekt ist eine Erzählform.

Die Bedeutung von Sätzen mit Verb im Imperfekt hängt nicht nur von dieser
Tempusform ab, sondern auch von der lexikalischen Bedeutung des Verbs und von
anderen Kontextelementen.

Z.B. durative Verben im Präteritum zeigen ein Ereignis, das in der Vergangenheit abläuft
(ceva continuu, de durată) – z.B. „Vom Fenster aus konnte man den Weg übersehen“ .
Perfektive Verben im Präteritum zeigen ein einmaliges, vergangenes Ereignis – z. B.
„Die Lichter gingen plötzlich aus“ (ceva brusc, care nu durează)

Auxiliarverben, Modalverben und Funktionsverbgefüge erscheinen häufig im Präteritum,


weniger im Perfekt.

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3. Das Perfekt

Zeigt, dass das Geschehen:

- real ist
- abgeschlossen ist
- die Gesprächspartner angeht

Verben im Perfekt zeigen nicht unbedingt, dass das Geschehen in der Vergangenheit
passierte. Es kann sich auch auf die Zukunft beziehen , z. B. „ In 2 Stunden haben wir
alles erledigt.“

Wir können den genauen Zeitraum, den die Perfektform beschriebt, mit
Temporaladverbien bestimmen. Z. B. Gestern hat er gespielt. Bis morgen haben wir
schon alles gemacht.

4. Das Plusquamperfekt signalisiert, dass das Geschehen nicht nur vor dem
Sprechzeitpunkt liegt, sondern vor einem anderen Zeitpunkt, der in der Vergangenheit
liegt. Heißt auch Perfekt zum Präteritum.

Bedeutung:

- Vergangenheit in der Vergangenheit (Vorvergangenheit)


- Abgeschlossenheit in der Vergangenheit

5. Das Futur I (werden + Infinitiv)


- bezieht sich meistens auf etwas Zukünftiges
- man kann diese Bedeutung mit Temporaladverbien verstärken – z. B. Er wird morgen
kommen.
- das Futur I kann auch auf die Gegenwart hinweisen. Dann heißt es modales Futur, z.
B. Das wird schon stimmen.

6. Das Futur II (Futurperfekt)


- es ist ein Vorzeitigkeitstempus für das Futur I: ein Geschehen passiert vor einem
anderen Geschehen in der Zukunft
- z. B. Vielleicht wird er bis dahin so viel studiert haben, dass er den Job bekommen
wird.

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3. Distribuția adverbelor de timp în structuri cu timpuri verbale.

Zeitadverbien – Valenz und Distribution

Die Klasse der Adverbien ist eine heterogene Gruppe. Diese sind unflektierbare Wörter. Man
kann sie klassifizieren nach: Bedeutung, Funktion, Form oder syntaktische Eigenschaften. Aus
diesen Kriterien sind die Bedeutung und Funktion vielleicht die wichtigsten.

Nach der Bedeutung gibt es folgende Typen von Adverbien:

- lokale
- temporale
- modale
- kausale

Eine der umfangreichsten Kategorien ist die Klasse der Temporaladverbien. Sie können die
folgenden Rollen haben:

- situieren ein Geschehen oder ein Objekt in der Zeit


- bezeichnen eine temporale Beziehung hinsichtlich:
o des Zeitpunkts
o der Dauer
o der Wiederholung.

Temporaladverbien beantworten die Fragen: Wann? Wie lange? Wie oft?

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Beispiele von Temporaladverbien:

- Adverbien, die Zeitpunkt benennen: jetzt, heute, gestern, gerade, morgens, dann
- Adverbien, die Zeitdauer benennen: stets, lange, seither
- Adverbien, die Wiederholung benennen: manchmal, oft, mehrmals, montags,
zweimal

Die Temporaladverbien haben eine wichtige Rolle im Satz: neben den Tempusformen sind sie
diejenigen, die das Geschehen, das im Satz benennt ist, zeitlich situieren. Manchmal ist das
Temporaladverb entscheidend und nicht das Tempus des Verbs.

Z. B. in diesen Sätzen

a) Ich komme jetzt.


b) Ich komme morgen.

die Tempusform ist dieselbe: Präsens. Aber die zeitliche situierung der Sätze ist anders: Satz a)
bezieht sich auf die Gegenwart, Satz b) auf die Zukunft. Dieser Unterschied hängt nicht mit der
Tempusform zusammen, sondern mit dem Adverb: „jetzt“ und „morgen“.

Wie diese Beispiele zeigen, spielen neben der Tempusform auch die Temporaladverbien und der
ganze Kontext eine wichtige Rolle in der Bestimmung der Satzbedeutung. Deswegen macht die
Fachliteratur einen Unterschied zwischen Tempus als solches und Temporalität als eine größere
Kategorie, die nicht nur von der Verbform abhängt, sondern vom weiteren Satzkontext.

Wenn es um die Distribution von Temporaladverbien und Tempusformen geht, kann man eine
bestimmte Flexibilität beobachten. Das heißt, es ist nicht obligatorisch, Präsens immer mit
solchen Adverbien verwenden, die gegenwartsbezogen sind. Sätze a) und b) illustrieren das:
Präsens wird auch mit einem Adverb verwendet, das die Zukunft bezeichnet (morgen).

Das gilt auch für einige Vergangenheitsformen. Z.B. mit dem Perfekt kann man
Temporaladverbien verwenden, die sich auf die Vergangenheit beziehen: „Ich habe gestern
gearbeitet.“ Aber manchmal sind auch zukunftsbezogene Adverbien möglich mit dem Perfekt:
„Bis morgen haben wir alles erledigt.“

Diese Beispiele zeigen die Wichtigkeit der Temporaladverbien und des gesamten Kontextes in
der Bestimmung der Satzbedeutung.

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4. Modul și modalitatea

Modus und Modalität

In der deutschen Sprache gibt es eine allgemeinere Dimension, die Modalität heißt. Sie bezieht
sich auf Ausdrucksmöglichkeiten, die den Redehintergrund des Sprechers zeigen. Anders gesagt,
zeigt Modalität zum Beispiel:

- was der Sprecher als wahr oder nicht wahr erfasst


- den Geltungsanspruch der Aussagen
- den Wissenshorizont des Sprechers,
- den Willen und die Wünsche des Sprechers
- die Einstellung des Sprechers zum Gesagten

Die wichtigsten Ausdrücksmöglichkeiten der Modalität sind:

- die Verbmodi Indikativ, Konjunktiv und Imperativ


- die Modalverben dürfen, können, mögen (möchte), müssen, sollen, wollen
- die Modalitätsverben, z. B. brauchen + Infinitiv (mit oder ohne zu), haben + zu-
Infinitiv, scheinen + zu-Infinitiv, drohen und versprechen + zu-Infinitiv.

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1. Die Verbmodi im Deutschen sind: Indikativ, Konjunktiv und Imperativ Zur modalen
Charakterisierung des Sachverhalts dienen vor allem die Modalverben, die sich alle mit
dem Infinitiv verbinden.

Der Indikativ ist der unmarkierte Modus. Er bezieht sich der Sprecher unmittelbar auf
die »wirkliche Welt«. Er kann auch seine eigenen Einstellungen (eigenes Wissen,
Glauben, Fürchten usw.) ausdrücken.

In zusammenhängenden Texten tragen die Verben im Indikativ zum Aufbau der Textwelt
bei: was sie ausdrücken, wird als gegeben hingestellt und bei der Deutung der folgenden
Sätze als Tatsache behandelt. Die Verbindlichkeit der Indikativformen kann relativiert
werden mit Wörter wie vielleicht, wahrscheinlich, sicher.

Der Konjunktiv ist ein Modus, der zwei Varianten hat: Konjunktiv I und Konjunktiv II.

Der Konjunktiv I beschreibt modal relativierte Sachverhalte. Es ist meistens in der


indirekten Rede verwendet, z. B. „Mario behauptet, dass es regne.“ Die Konjunktiv I
Form zeigt, dass der Sprecher übernimmt keine Gewähr für den Inhalt der
wiedergegebenen Rede (cel care spune ce a zis Mario nu își asumă răspunderea că acesta
avea dreptate).

Der Konjunktiv II hat die folgende Hauptbedeutung: ein Sachverhalt, der nur bedingt
wirklich ist. Ob diese Bedingung erfüllt wird, wissen wir nicht. Auch zur
Hauptbedeutung gehören die irreale Vergleichsätze. Nebenbedeutungen des Konjunktiv
II sind:

- wiedergegebene Rede (hier hat er dieselbe Funktion, wie Konjunktiv I)


- erwünschte Sachverhalte
- Höflichkeit, z. B. Ich hätte gerne einen Kaffee.

Der Imperativ hat eine Aufforderung als Bedeutung: der Sprecher fordert jemanden auf,
etwas zu realisieren. In der Distanzform oder Höflichkeitsform haben wir das Subjekt:
„Kommen Sie!“ Auch in der erste Person Plural muss man das Subjekt sagen: „Gehen
wir nach Hause!“. In der zweiten Person Singular und Plural gibt es gewöhnlicherweise
kein Subjekt: „Hör zu!“ „Kommt hier!“

2. Die Modalverben sind immer vom reinen Infinitiv gefolgt. Das Subjekt des Modalverbs
und des Verbs, das nach ihm steht, ist immer dieselbe. Modalverbe haben kein Imperativ
und keine Passivformen. Ein Modalverb kann ein anderes Modalverb regieren: Sie will
essen dürfen.

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3. Modalverben drücken eine modale Beziehung zwischen dem Subjekt des Satzes und dem
beschriebenen Geschehen aus. In diesem Fall sprechen wir von subjektbezogenem
Gebrauch des Modalverbs.

Aber die Modalverben können auch eine Beziehung zwischen dem Sprecher und dem
beschriebenen Geschehen ausdrücken. In diesem Fall sprechen wir von
sprecherbezogenem Gebrauch.

Die Modalverben in der deutschen Sprache sind:

a) dürfen – drückt mögliches, von jemandem erlaubtes Geschehen aus, z. B. Du


darfst essen. In Konjunktiv II dürfen kann auch Vermutungen ausdrücken.

b) können – zeigt ein Geschehen, das möglich ist aus objektiven Gründen oder
Fähigkeiten, z. B. Er kann schwimmen. Auch Vermutung oder Annahme des
Sprechers: Er kann jetzt zu Hause sein.

c) mögen – zeigt Wunsch oder Vorliebe: Ich möchte eine Tasse Tee. In Konjunktiv I
kann es auch Bitte zeigen: Möge die Königin lange leben!

d) müssen – drückt Notwendigkeit, Zwang aus, z. B. Der Hund muss essen.


Aber auch starke Vermutung des Sprechers: Er muss zu Hause sein!

e) sollen – zeigt Notwendigkeit für die Subjektgröße, aber diese Notwendigkeit ist
nicht so stark wir bei das Verb „müssen“, z. B. Du sollst noch lesen.

f) wollen – zeigt Absicht, Wunsch oder Wille der Subjektgröße, z.B. Er will ins Kino
gehen. Es wird manchmal auch mit unbelebten Subjekten verwendet. In diesem Fall
drückt „wollen“ den Zweck des Subjekts aus, z. B. Dieses Buch will die wichtigsten
Theorien zusammenfassen.

4. Die Modalitätsverben

Sie haben eine ähnliche Funktion, wie die Modalverben, aber sie verhalten sich
syntaktisch anders: sie sind immer von zu-Infinitiv gefolgt. Das Subjekt des
Modalitätsverbs und des anderen Verbs, das nach ihm folgt, ist dasselbe.

Beispiele von deutschen Modalitätsverben sind:

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- scheinen – Er scheint glücklich zu sein.
- haben – Er hat viel zu tun.
- bleiben – Das bleibt noch zu erledigen.
- pflegen – Sie pflegt, wochentlich zu schwimmen.
- wissen – Ich weiß, ihre Arbeit zu schätzen.

5. Funcția comunicativ-pragmatică a propoziției

Die Inhaltsaspekte des Satzes / Die kommunikativ-pragmatische Funktion des Satzes

Wenn man spricht, will man etwas bewirken. Man will z. B. etwas feststellen, etwas
versprechen, etwas bestreiten; man will protestieren oder fragen usw. Zu diesen Absichten
gehören verschiedene Äußerungsarten: Aussagen, Versprechungen, Drohungen, Ratschläge,
Vermutungen, Fragen, Befehle, Warnungen usw.

Die Form, die diese Äußerungsarten nehmen, hat mit Satzarten zu tun. Eine Satzart wird durch
zwei Aspekte definiert:

- die Äußerungsart, die sie normalerweise ausdrückt


- die typische Kombination von bestimmten grammatischen Merkmalen

Traditionell gibt es folgende Satzarten:

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– Aussagesatz (Deklarativsatz)

– Fragesatz (Interrogativsatz)

– Ausrufesatz (Exklamativsatz)

– Wunschsatz (Desiderativsatz)

– Aufforderungssatz

1. Der Aussagesatz ist ein Satz, mit dem man eine Aussage macht. Eine Aussage ist
idealerweise eine Äußerung, bei der eine Bewertung über Richtig und Falsch möglich ist.
Aber auch Versprechungen oder Drohungen gelten als Aussagesätze.

Z. B. Anna arbeitet als Bibliothekarin.

Die Form der Aussagesätze ist gewöhnlicherweise die Form eines Verbzweitsatzes.

2. Der Fragesatz ist ein Satz, mit dem man eine Frage stellt. Von der Perspektive der Form
kann man von W-Fragen oder Ja-nein Fragen sprechen.

Ein W-Fragesatz hat das Verb an der zweiten Stelle. An der ersten Stelle steht ein W-
Wort. Z. B. Wer kommt heute? Wo wohnst du? Diese sind Ergänzungsfragen, also man
kann sie nicht mit ja oder nein beantworten, sondern muss man eine längere Antwort
geben.
Ein Verberstfragesatz oder Ja-nein Frage beginnt mit dem Verb. Solche Fragen sind
Entscheidungsfragen und man kann sie mit ja oder nein beantworten. Z.B. Bist du müde?
Kommt er heute?

3. Der Ausrufesatz ist ein Satz, der mit Nachdruck geäußert wird und nicht klar zu einem
anderen Satztyp gehört. Es gibt zwei Arten von Ausrufesätze:
- W-Ausrufesätze: Wie schön ist sie!
- Verberst-Ausrufesätze: Hast du aber einen schönen Ring!

4. Der Aufforderungssatz dient zum Ausdruck einer Aufforderung. Man kann den Modus
Imperativ verwenden, z. B. Komm hier! Aber es gibt auch andere mögliche Sätze, die als
Aufforderungssatz gelten, z. B. Könntest du mir das Heft geben? – dieser Satz hat die
Form einer Frage, aber seine Funktion ist Aufforderung.
Es gibt auch Formulierungen, die Aufforderungen sind, aber nicht vollständige Sätze
sind, z. B. Ruhe! Zurück!

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5. Der Wunschsatz ist ein Satz, der einen Wunsch ausdrückt, aber es gibt keine spezifische
Satzform für den Wunschsatz. Man kann den Konjunktiv I oder II verwenden, z.B.
Lange lebe der König! oder Käme doch endlich der Zug!

Diese Klassifikation ist nützlich, aber in der Wirklichkeit gibt es nicht immer eine eins-zu-eins
Korrespondenz zwischen die Form des Satzes und seine kommunikativ-pragmatische Funktion.
Z.B. eine Frageform kann Aufforderung ausdrücken (Kannst du bitte mir das Buch geben?).

Oder ein Imperativsatz ist nicht immer ein Befehl, sondern kann auch eine Einladung sein:
Nehmen Sie Platz!

Deswegen muss man nicht nur die syntaktische Form des Satzes beachten, wenn man die
Funktion, die Bedeutung eines Satzes verstehen möchte. Die Pragmatik erkennt diese Tatsache
und behauptet, dass die Sprechakte des Fragens, Befehlens, Aufforderns verschiedene
Realisationsmöglichkeiten haben. Die Kommunikationsabsicht des Sprechers ist hier
entscheidend, denn dieser Absicht ist eng mit der kommunikativ-pragmatische Funktion
verbunden, und beeinflußt die Satzform, die vom Sprecher ausgewählt wird.

6. Topica în propoziția principală și în propoziția secundară

Die Satzgliedfolge (Satzgliedstellung, Topik)

Die Satzgliedstellung oder Topik ist die Reihenfolge, in der die Elemente einer Äußerung
angeordnet sind.

Wenn man von Wortstellung spricht, meint man meist nicht die Stellung einzelner Wörter,
sondern die Stellung von Wortgruppen oder Phrasen, insbesonder der Satzglieder. Der deutsche
Satzbau ist spezifisch: es gibt platzfeste Elemente (das Verb, die Prädikatsteile) und bewegliche
Elemente. Es gibt ein Hintereinander und Miteinander der Wörter.

Die Satzgliedfolge ist unterschiedlich im Hauptsatz und im Nebensatz.

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Im Hauptsatz steht das finite Verb immer an der zweiten Stelle. Wenn es ein verbales Komplex
gibt, z. B. Perfektformen (hat ... gemacht), Verben mit trennbaren Vorsilben (sieht ... aus),
Modal- oder Passivkonstruktionen, dann steht das Hauptverb an der zweiten Stelle und die
andere Komponente an der letzten Stelle im Satz, z. B. Er hat nichts gemacht. Er sieht gut aus.

Das Verb ist das wichtigste Element des Satzes. Nach seiner Stellung spricht man von
Kernstellung (Verb an der zweiten Stelle), Spitzenstellung (Verb an der ersten Stelle) und
Spannstellung (Verb an der letzten Stelle – das gilt für Nebensätze).

Alles, was vor dem finiten Verb steht, gehört zum sogenannten Vorfeld des Satzes. Zwischen
dem finiten Verb und den anderen Komponenten der Verbalphrase befindet sich das Mittelfeld
des Satzes. Die Elemente des verbalen Komplexes stellen den Satzrahmen dar. Das Nachfeld
steht nach der anderen Komponente der Verbalphrase, aber es ist nur in der gesprochenen
Sprache besetzt. In der geschriebenen Sprache darf man nicht sagen z. B. Er ist heute gekommen
mit dem Zug. Dieses Vorgehen heißt „Ausklammerung“.

Das Mittelfeld ist dasjenige, das die Temporal-, Modal-, Kausal-, Konsekutiv- oder
Lokalelemente enthält. Die Temporalelemente tendieren nach links, sie gehen neben das
Hauptverb, und die Lokalelemente nach rechts, z.B. Er ist gestern nach Hause gekommen. Die
anderen Satzglieder kann man beliebig anordnen.

Wenn man ein Element betonen möchte, bringt man dieses Element ins Vorfeld. Z. B. wir
möchten die Temporalangabe betonen und wir stellen sie an den Satzanfang, an die gewöhnliche
Stelle des Subjekts: statt Ich bin gestern gekommen sagen wir Gestern bin ich gekommen. Es gilt,
dass die Mitteilungswert eines Elements beeinflußt seine Stellung im Satz.

Anders gesagt, die Satzgliedstellung hängt von syntaktisch-strukturellen und kommunikativ-


pragmatischen Faktoren ab. Die wichtigsten syntaktischen Regeln sind:

- der Satztyp oder Satzstruktur


- die spezifische Rahmenkonstruktion
- die Valenz der Wörter
- der Satzgliedwert der Wörter

Im Nebensatz oder Spannsatz ist die Satzgliedfolge anders als im Hauptsatz. Das finite Verb
steht an der letzten Stelle. Die Wortstellung im Nebensatz zeigt, wie stark die anderen
Satzglieder am Verb angebunden sind. Je enger zu ihm gehörig, desto dichter steht ein Element
beim Verb. Z.B. Er sah, dass seine Freundin gekommen ist.

Aber es gibt auch Ausnahmen: es gibt auch solche Nebensätze, in dem das finite Verb nicht am
Ende steht, z. B. Er war geärgert, weil sie das Buch hat liegen lassen. Hier geht es um
Ersatzinfinitiv.

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7. Textul, funcții, structuri, forme.

Der Text: Funktionen, Strukturen, Formen

Man kann den Text als ein komplexes sprachliches Zeichen definieren. Dieses Zeichen wird von
den Kommunizierenden zusammenhängend codiert und decodiert. Der Schreiber und der Leser
sollen in dieser Codierung und Decodierung syntaktischen, semantischen und pragmatischen
Regeln folgen. Diese sind überindividuelle, allgemein gültige Regeln, aber neben solchen Regeln
beachtet jeder Text die konkreten Elemente des Kontextes, in dem man den Text erzeugt. Das
lexikalische Wissen der Kommunizierenden ist wichtig, aber auch ihr Weltwissen.

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Jeder Text hat eine bestimmte Funktion. Klaus Brinker beschäftigte sich mit diesen Funktionen.
Er ist der Vertreter der kommunikationsorientierten Textlinguistik. Diese Wissenschaft
untersucht die kommunikative Funktionen des Textes. Der Text ist wie eine Handlung, die
immer einem bestimmten Zweck dient. Brinker spricht von den folgenden Textfunktionen:

- Informationsfunktion: manche Texte vermitteln Wissen


- Appellfunktion: es gibt Texte, die das Handeln von anderen Personen beeinflussen
wollen
- Obligationsfunktion: das bezieht sich auf das Vollziehen von Verpflichtungen
- Kontaktfunktion: diese Funktion bedeutet persönliche Beziehungen herstellen und
pflegen
- Deklarationsfunktion: diese Funktion bezieht sich auf das Schaffen von juristischen
Festlegungen
- Unterhaltungsfunktion: es gibt auch Texte, die Vergnügen bereiten, z. B. literarische
Texte

Außer der Funktion des Textes spielt auch seine Struktur eine wichtige Rolle. Ein Text hat eine
Grobstruktur (Makrostuktur) und eine Mikrostruktur.

Der Ausgangspunkt beider Strukturen ist die minimale Struktureinheit des Textes: der Satz. Die
Sätze in einem Text sind durch Kohäsions- und Kohärenz-Relationen miteinander verbunden.
Diese sind textinterne Faktoren. Wenn man auch die textexternen Faktoren betrachtet, kann man
sagen, dass der Satz die minimale Äußerung in den Sprechakten ist.

Die Mikrostruktur des Textes besteht aus Kohäsionsbeziehungen. Diese Beziehungen befinden
sich auf verschiedenen Ebenen: es gibt:

- phonologische Kohäsion (z. B. Reim, Lautsymbolismus)


- morphologische Kohäsion (durch Wortbildung – z. B. ein Text verwendet viele
zusammengesetzte Wörter, die eine ähnliche Struktur haben)
- semantisch-kognitive Kohäsion (z. B. Verknüpfungstypen wie kausal, modal,
temporal usw.)

Die Makrostruktur des Textes hat mit der Konstruierung von größeren Sinn-Einheiten zu tun.
Die Makrostruktur besteht aus Beziehungen, die globaler sind, als die Beziehungen in der
Mikrostruktur. Sie sind übergreifende Relationen, die Sinnzusammenhänge schaffen. Die
Makrostruktur ermöglicht, die globale Textbedeutung zu verstehen. Sie zeigt auch die Textsorte,
zu der ein gewisser Text gehört.

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Die Makrostruktur eines Textes entsteht durch verschiedene Vorgänge, die der Autor des Textes
macht. Solche Vorgänge sind:

- Auslassungen (man lässt solche Informationen aus, die nicht relevant sind)
- Selektieren (wir entscheiden, welche Elemente wir im Text explizit benennen müssen
und welche Elemente sind allen Leuten sehr bekannt. Der Text ist verständlich auch
wenn wir diese allgemein bekannte Elemente nicht erwähnen.)
- Generalisieren (statt eines Begriffes verwenden wir seinen Oberbegriff)
- Integrieren (manche Konzepte sind in unserem Gehirn miteinander verbunden und
diese konstruieren integrierte kognitive Strukturen)

Wie gesagt, die Makrostruktur ist mit der Textsorte oder Textform gebunden. Eine Textsorte
oder Textform ist eine Klasse von Texten, die gemeinsamen Eigenschaften haben und können zu
einer bestimmten sprachlichen Handlung zugeordnet sein. Die Klassifikation der Textsorten ist
unterschiedlich je nach Sprachwissenschaftler. Z. B. Helbig spricht von 4 Textsorten:

- Alltagsdialog
- Diskussion
- Vortrag
- Buch

Andere Klassifikationen sprechen von Gebrauchstexten, literarischen Texten, Briefe usw.

8. Elemente ale textualității

Elemente der Textualität

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Man kann den Text als ein komplexes sprachliches Zeichen definieren. Dieses Zeichen wird von
den Kommunizierenden zusammenhängend codiert und decodiert. Der Schreiber und der Leser
sollen in dieser Codierung und Decodierung syntaktischen, semantischen und pragmatischen
Regeln folgen. Wenn sie das tun, erzeugen sie etwas, das durch Textualität gekennzeichnet ist,
das heißt, es hat alle Eigenschaften oder Kriterien, die einen Text zum Text machen.

Es gibt sieben Elemente oder Kriterien der Textualität:

1. Kohäsion
- sie bezieht sich auf die Oberflächenkomponenten des Textes, d.h. auf grammatische
Abhängigkeiten. Diese Abhängigkeiten entstehen durch:
o Koreferenz – z. B. zwischen einem Nomen und Pronomen: Peter ist hier. Er
schläft. Hier „er“ bezieht sich auf dieselbe Person, wie das Nomen „Peter“.
o Substitution – im Beispiel von oben, im zweiten Satz: „er“ substituiert „Peter“
o Rekurrenz – z.B. wir wiederholen dasselbe Wort in mehreren Sätzen
o Ellipse – wir lassen etwas weg, z. B. Ich liebe dich. – Ich dich auch. Im
zweiten Satz ist das Verb „liebe“ weggelassen.
o Junktionen – Verbindungen zwischen Sätzen mit Hilfe der Konjunktionen (z.
B. und, aber, wenn)

2. Kohärenz
- sie bezieht sich auf tiefere, inhaltliche und kognitive Zusammenhänge im Text; diese
Zusammenhänge bauen die Textwelt auf
- die Kohärenz beruht auf die Konzepten, die im Text da sind, und auf die Beziehungen
zwischen ihnen

3. Intentionalität
- der Erzeuger eines Textes hat immer einen Plan, er will etwas mit dem Text erreichen

4. Akzeptabilität
- sie bezieht sich auf die Tatsache, dass der Rezipient eines Textes bestimmte
Erwartungen hat: er will einen akzeptablen Text bekommen; „akzeptabel“ bedeutet
hier „kohäsiv“, „kohärent“, aber auch „relevant für die Kommunikationssituation“
- Akzeptabilität bedeutet auch, angemessene Sprachmittel zu verwenden, z. B. ein
Politiker kann nicht in seinem Diskurs vulgäre oder kolloquiale Wörter verwenden

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5. Informativität
- bezieht sich auf die Erwartetheit oder Unerwartetheit der Informationen im Text
- man würde erwarten, dass ein Text informativ sein sollte, aber das gilt nicht
unbedingt für alle Textsorten, z. B. es gibt Gedichte, die nicht informativ sind, aber
trotzdem sind sie Texte
- andere Linguisten definieren Informativität als die Eigenschaft des Textes, ein Thema
zu haben

6. Situationalität
- diese bezieht sich auf die Relevanz des Textes für die Kommunikationssituation, in
dem man diesen Text erzeugt
- die sprachexternen, kontextuellen Faktoren sind wichtig hier

7. Intertextualität
- diese bedeutet, dass der Text bezieht sich auf die Textsorte, zu der er gehört, aber
auch auf andere Texte
- z. B. Parodien und Kritiken haben ausgeprägte Intertextualität
- auch die literarischen Texten verwenden Intertextualität, z. B. der Autor zitiert einen
anderen Schriftsteller oder imitiert literarische Modelle

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