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Mikroökonomie KAM

terunternehmen hingibt oder die eigenen Aktien am zen stiften. Es wird angenommen, dass der Haus
Kapitalmarkt (Börse) ausgibt. Die Holdinggesell halt eine ausgewogene Mischung zweier Güter (z. B.
schaft nimmt keine Produktions oder Handelsauf Kuchen und Kaffee) den beiden Extremen vorzieht.
gaben wahr, sondern ist im Regelfall eine reine Die Kurven laufen deshalb gebogen (konvex) zum
Finanzierungs und Verwaltungsgesellschaft ohne Koordinatenursprung. Mit steigender Menge an
Geschäftsbetrieb. Die Tochtergesellschaften des Kuchen nimmt die Menge an Kaffee, die der Einzel
Konzerns bleiben rechtlich zwar selbstständig, tre ne für ein Mehr an Kuchen aufzugeben bereit ist,
ten ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit jedoch an immer mehr ab (Grenzrate der Substitution). Die
die Holdinggesellschaft ab. In Abhängigkeit vom Indifferenzkurven werden auch als Nutzenfunktio
Umfang des Einflusses der Holdinggesellschaft nen bezeichnet und bilden die Vorlieben (Präferen
wird zwischen Dachgesellschaft (übernimmt weit zen) des Haushalts ab. Sie spielen eine wichtige Rol
reichende Leitungs und Abstimmungsaufgaben im le bei der Bestimmung des optimalen Verbrauchs
Konzern) und Kontroll oder Beteiligungsgesell plans (siehe dort) sowie bei der Ableitung der Nach
schaft (übernimmt lediglich die Finanzierungsauf frage und der Nachfragefunktion (siehe dort).
gabe) unterschieden.
Investitionsgütermarkt, Bezeichnung für einen
homogene Güter, gleichartige Güter, die gegen speziellen Markt, auf dem Investitionsgüter wie
seitig ersetzbar sind, wie Banknoten oder Aktien ei Maschinen, technische Anlagen und Ausrüstungs
ner bestimmten Aktiengesellschaft. Gegenteil: hete gegenstände gehandelt werden.
rogene Güter.
Kampfpreis, ein Preis, der unter den üblichen
Indifferenzkurve, in der Haushaltstheorie die gra Marktpreisen für Güter gleicher Art und Qualität
fische Darstellung aller Kombinationen von zwei liegt; oft sogar unter den Selbstkosten des anbie
Gütern, die dem Haushalt jeweils den gleichen Nut tenden Unternehmens. Unternehmen benutzen

INDIFFERENZKURVE
Einige Indifferenzkurven

Stücke
Kuchen (y)
Das Güterbündel x1 und y1 gehört zur
I1 I2 I3 I4 Indifferenzklasse, die durch die Indif-
ferenzkurve I1 abgebildet ist, das Gü-
terbündel x2 und y2 mit größeren Men-
gen beider Güter zu einer höheren
Indifferenzklasse (Indifferenzkurve I2).
y2 B Würden sich Indifferenzkurven schnei-
den, wäre der Haushalt mit den Güter-
A bündeln der Punkte A, B und C glei-
y1
chermaßen zufrieden, obwohl in B
C 34
18 größere Mengen beider Güter konsu-
5 miert werden können als in C.
Nutzenindex 2

0 x1 x2 Tassen Kaffee (x)

Konvexer Verlauf der Indifferenzkurven


Stücke In Punkt A stehen dem Konsumenten
Kuchen wenige Tassen Kaffee und viele Stücke
Kuchen zur Verfügung. Er verlangt eine
große Anzahl Kuchenstücke für die
Bereitschaft, auf eine weitere Tasse
14 Kaffee zu verzichten. Die Grenzrate der
Substitution beträgt 6 Kuchenstücke
6 pro Tasse Kaffee.
A Umgekehrt die Situation in Punkt B:
8
1 viele Tassen Kaffee und wenige Ku-
4 chenstücke. Hier ist nur eine geringe
B Indifferenzkurve Anzahl Kuchenstücke erforderlich, um
4
3 1
1
den Konsumenten zum Verzicht auf Indifferenzkurve.
eine Tasse Kaffee zu veranlassen. Die
Grenzrate der Substitution beträgt hier
Grafische Darstellung der Indifferenz
0 2 3 6 7 Tassen Kaffee ein Kuchenstück pro Tasse Kaffee. kurve und der Grenzrate der Substi
tution

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