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Mikroökonomie MAR

MAR KTMECHANISMUS

Markt
Haushalte Unternehmen
Güternachfrage Güterangebot
Nachfrage steigt Preis steigt

Preis fällt Angebot steigt

Angebot fällt Preis steigt

Preis fällt Nachfrage fällt

Beeinflussung Beeinflussung
der Einkommens- der Investitions-
verteilung wirkt indirekt tätigkeit

Wirtschaftspolitik
Konjunkturpolitik
Steuerpolitik Marktmechanismus.
Staat Schema des Markt Preis Mecha
nismus

gen verändern sich ständig. Das Gleichgewicht von Markt bildet. Die sich laufend verändernden Markt
Angebot und Nachfrage auf dem Markt ist deshalb preise haben in der Volkswirtschaft verschiedene
kein dauerhafter Zustand. Mit der ständigen Verän Aufgaben: Der Marktpreis übernimmt eine Aus
derung von Angebot und Nachfrage verändert sich gleichsfunktion und räumt den Markt. Beim Gleich
dementsprechend auch der Gleichgewichtspreis gewichtspreis kommen alle Anbieter und Nachfra
laufend. Unter der Bedingung, dass eine Vielzahl ger zum Zuge, die bereit sind, ihre Güter bei diesem
von Marktpartnern auf beiden Seiten untereinander Preis zu verkaufen bzw. bei diesem Preis zu kaufen.
in Wettbewerb treten, stellt sich dadurch jeweils Der Gleichgewichtspreis führt damit zum größt
(wie von einer unsichtbaren Hand gesteuert) ein möglichen Umsatz am Markt.
neues Gleichgewicht von Preis und Menge ein. Der Marktpreis hat eine Ausschaltungsfunktion
Steigt z. B. das Einkommen der Haushalte durch (Selektions , Auslesefunktion), da die Anbieter vom
Lohnerhöhungen an, werden sie eine größere Gü Markt ausgeschaltet werden, die wegen zu hoher
termenge am Markt nachfragen. Steigt die Nachfra Kosten nicht konkurrenzfähige Erzeugnisse produ
ge nach bestimmten Gütern jedoch über das Ange zieren und deshalb Preissenkungen am Markt nicht
bot dieser Güter, das gleichzeitig vorhanden ist, mitmachen können. Genauso werden die Nachfra
wird der Marktpreis für diese Güter steigen (es bil ger ausgeschaltet, die den Marktpreis eines Gutes
det sich dann ein neuer, höherer Gleichgewichts nicht bezahlen können oder wollen (Zuteilungs ,
preis). Steigende Preise für bestimmte Güter führen Rationierungsfunktion).
jedoch normalerweise zu steigendem Angebot, da Der Marktpreis hat Lenkungs oder Verteilungsauf
die Hersteller die Möglichkeit sehen, höhere Gewin gaben, da seine Höhe die Menge der Güter beein
ne zu erwirtschaften und deshalb mehr produzieren. flusst, die in der Volkswirtschaft produziert werden.
Durch die erhöhte Produktion steigt das Angebot Steigt z. B. der Preis für ein Gut, ist das ein Aus
und ein neuer, niedrigerer Gleichgewichtspreis bil druck für eine höhere Bewertung dieses Gutes
det sich, bei dem allerdings eine größere Gütermen durch die Verbraucher. Sinkt dagegen der Markt
ge umgesetzt wird. preis eines Gutes, ist das ein Zeichen, dass dieses
Gut in der Gunst der Verbraucher abnimmt. Die
Marktnachfrage, Gesamtnachfrage, die Summe
Höhe des Marktpreises zeigt damit einerseits, wel
aller Nachfragemengen auf den einzelnen Märkten
che Güter von den Verbrauchern am stärksten ge
für ein Gut.
wünscht bzw. nachgefragt werden und andererseits
Marktpreis, der Preis, der sich durch das Zusam den Grad der Knappheit eines Gutes (Informati
menwirken von Angebot und Nachfrage auf einem ons , Signalfunktion). Steigt der Marktpreis für ein

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